CIA

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Mythos 9/11: Alles klar, Herr Kommissar

Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl. ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier: https://kenfm.de/mythos-9-11-alles-klar-herr-kommissar-von-mathias-broeckers

Am 2. August ist “Mythos 9/11 – Die Bilanz des Jahrhundertverbrechens” erschienen. Hier ein Auszug aus der Einleitung

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Die Terroranschläge des 11. September 2001 sind das „crime of the century“, das schrecklichste Verbrechen des Jahrhunderts. Nicht nur wegen der 3.000 Menschen, die in den Flugzeugen und durch den Einsturz des World Trade Center ums Leben kamen, nicht nur wegen der hunderttausenden Opfer, die in der Folge im sogenannten War on Terror getötet und den Millionen, die in die Flucht getrieben wurden, und auch nicht nur wegen der Einschränkung bürgerlicher Freiheiten durch eine Flut „Anti-Terror-“ und „Sicherheits“gesetzen. Sondern vor allem weil dieses Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt ist und seine Hintermänner auf freiem Fuß sind.

Dass der arabische Agent mit dem CIA-Namen Tim Osman, der 1986 in den USA Stinger-Raketen eingekauft, Schulungen erhalten hatte und später als „Osama Bin Laden“ bekanntwurde, als Haupttäter die Angriffe aus einer Höhle in Afghanistan organisiert und gesteuert hat – diese schrecklich-schaurige Geschichte entspricht zwar der offiziellen Legende und dem Abschlussbericht der Untersuchungskommission (dem 9/11 Report), hat aber mit den Tatsachen wenig zu tun. Kein Gericht der Welt hätte die zentrale Aussage zur Täterschaft Osama Bin Ladens und der 19 „Hijacker“, die von dem in Guantanamo einsitzenden Kronzeugen Khalid Scheich Mohamed (KSM) in 182 Foltersitzungen durch Waterboarding gewonnen wurde, als beweiskräftig akzeptiert. Die von Präsident George W. Bush erst nach über einem Jahr und massiven Protesten von Opferangehörigen eingesetzte Untersuchungskommission durfte den Kronzeugen nicht persönlich befragen, auch seine Verhörer, denen gegenüber er seine Aussagen gemacht haben soll, durften nicht aussagen. Den Ermittlern wurden die Aussagen des Zeugen nur schriftlich zur Verfügung gestellt und auf Basis dieser Folterprotokolle, aus denen dann dutzendfach zitiert wird, erstellten sie den abschließenden 9/11 Report.

Die aufgeweckte CIA PsyOp | Abby Martin

In der redaktionellen Auswahl dieser Woche für unser Import-Programm wählen wir ein von The Empire Files produziertes und von Abby Martin erzähltes Video aus, das den Rekrutierungsprozess der CIA untersucht.

Empire Files Beschreibung: Abby Martin erklärt, was hinter der peinlichen „Humans of CIA“ (zu deutsch “Menschen der CIA”) Rekrutierungsanzeige steckt, die sich als ein Ort des „intersektionalen“ sozialen Fortschritt beschreibt.

Gibt es Ufos und Aliens?

Die Menschheit beschäftigt sich wohl seit Anbeginn der Zeit mit der Frage ob es Außerirdische gibt. Viele sind sich über deren Existenz absolut sicher und gehen sogar weiter in ihrer Meinung und sind sich nicht nur sicher das es Ufos und Aliens gibt, sondern das diese ebenfalls bereits auf der Erde waren oder sich bereits Ewigkeiten hier aufhalten. Es gibt unzählige Ufo Sichtungen, die meisten von ihnen werden schnell widerlegt, doch dies ist nicht bei allen möglich. Denn eine Vielzahl von Alien oder Ufo Sichtungen sind nicht so einfach von der Hand zu weisen…

Der Tiefenstaat

Der Begriff „Tiefenstaat“ ist schillernd und reich an Anspielungen. Man denkt dabei an „dunkle Mächte“ und Verschwörungen – großes Kino jedenfalls, voller Intrigen und finsterer Hintermänner. Doch der Tiefenstaat ist gerade kein platter „Club der Weltverschwörer“, der überall und jederzeit sämtliche Fäden zieht. – Ein Auszug aus dem 2018 erschienenen Buch „Die Angst der Eliten – Wer fürchtet die Demokratie?“

Von Paul Schreyer.

Ähnlich wie das komplexe Gebilde Staat bezeichnet auch der Begriff Tiefenstaat keine definierte Organisation mit Mitgliederliste und einem Big Boss an der Spitze, sondern ein eng verflochtenes Milieu aus Reichen, Regierungsbeamten, Geheimdienstlern und Militärs, die sich informell organisieren und unabhängig von Wahlergebnissen und Parlamenten versuchen, den Einfluss der eigenen Kreise zu sichern.

Ein gutes Beispiel für solche Netzwerke bietet die Entstehung der CIA. Der berühmte amerikanische Geheimdienst wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht etwa von der Regierung oder dem Parlament konzipiert, sondern von Bankern. Im Zentrum der Planungen stand der weltgewandte Diplomat und Wall-Street-Anwalt Allen Dulles, der damals als Präsident dem „Council on Foreign Relations“ vorstand, einem mächtigen privaten Eliteclub – vom Spiegel einmal als „Politbüro für den Kapitalismus“ bezeichnet (1) –, der im Wesentlichen die Interessen des Finanzsektors vertrat und der bis heute versucht, die Ziele der großen Banken und exportorientierten Konzerne in offizielle staatliche Außenpolitik zu übertragen.

Das Montauk Projekt 👉 Gibt es eine zweite Zeitlinie?

Das Montauk Projekt war ein Geheimprojekt welches mittlerweile vielen bekannt ist. Es war die Fortsetzung des Philladelphia Experiments. Die Erforschung neuer Technologien war immer schon das Ziel des Militärs. Überraschend ist jedoch, dass zwei Nationen die sich gegeneinander im Krieg befanden gemeinsam an diesem Projekt arbeiteten. Einem Projekt das viele Jahrzehnte überdauerte und weiterentwickelt wurde. Begonnen in Bayern durch die Vril Gesellschaft, weitergeführt im 2. Weltkrieg und angeblich abgeschlossen in den 80 er Jahren. Viele CIA Projekte basieren auf diesen während den Projekten erforschten Technologien.

Navalny – MI 6. Britischer Desinformationskrieg gegen Russland

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Navalny, Navalny, Navalny. Der Name des bekennenden russischen Rassisten, der sich bis heute noch nicht von seinen Gewaltvideos gegen Muslime und Menschen mit dunkler Hautfarbe distanziert hat, erscheint immer noch in vielen Schlagzeilen unserer selbsterklärten Qualitätsmedien. Aber statt ihn wegen seiner Verherrlichung von Gewalt gegen Menschen zu verurteilen, wird dieser dokumentierte, gemeingefährliche Prediger des Rassenhasses von den „Edelfedern“ des deutschen Journalismus als Freiheitsheld der Demokratie gefeiert und als Märtyrer und unschuldiges Opfer von Zar Putin dem Schrecklichen in beklagt. Was steckt hinter diesem Wahnsinn?

Derweil ist die westliche Öffentlichkeit vor dem Hintergrund des inzwischen 12 Monate dauernden Chaos aus willkürlichen und oft widersprüchlichen, aber stets diktatorischen Corona-Maßnahmen zunehmend demoralisiert. Hängt womöglich die Überflutung der Medien mit Navalny-Heldensagen und der Navalny-Opfer-Kult mit dem Versuch der westlichen Regierungen zusammen, vom eigenen Versagen abzulenken und zugleich die desillusionierte und müde gewordene, westliche Öffentlichkeit angesichts der geschilderten „Brutalität“ von Putin erneut für die tollen liberalen Werten der westlichen Demokraturen zu begeistern? Das wäre ein Erklärungsversuch, aber wie wir sehen werden, steckt da mehr dahinter.

Auf jeden Fall haben westliche Politiker und ihre Presstituierten erkannt, dass sich aus dem offiziell geschönten Navalny-Narrativ noch viel Honig zur Verleumdung und Diskriminierung Russlands saugen lässt, womit man auch weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau rechtfertigen kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Lack auf der Fake-Heldengeschichte über den mutigen „Oppositionspolitiker“ keine Kratzer bekommt und echte Geschichten über den Rassenhass-Prediger, die echten Geschichten über die CIA-Marionette und die echten Geschichten über Navalny als Bauchredner-Puppe des britischen Geheimdienstes weiterhin erfolgreich unterdrückt werden. Und hier kommt KenFM ins Spiel…

https://tube.kenfm.de/videos/watch/b91a4033-9156-4ffc-9fc8-205a99bbb19fE

Söder auf allen Kanälen. Warum eigentlich? Kraft seiner vermuteten Rolle bei Personalplanung der CIA

Albrecht Müller

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass bei unseren öffentlich-rechtlichen Sendern Markus Söder immer mal wieder unmotiviert eingeblendet oder/und interviewt wird? Siehe dazu 2 Dokumentationen einer Google-Abfrage im Anhang. – Warum ist Söder dann, wenn die Kanzlerin und der derzeitige Sprecher der Ministerpräsidenten, der Berliner Regierende Bürgermeister Müller, die Ergebnisse ihrer Besprechungen verkünden, immer noch mit dabei? Da würden doch Merkel und Müller reichen. Ein mir gut bekannter Berliner Unternehmensberater mit Kontakten zu Superreichen und Super-Einflussreichen schickt gelegentlich seine Einschätzungen an einen kleinen Kreis von Menschen, darunter auch an die Macher der NachDenkSeiten. Seine Einschätzung vom vergangenen Samstag finden Sie im Folgenden.

„Das Schachbrett des Teufels“. Die Morde der CIA. Markenzeichen freiheitlicher westlicher Demokratie

Albrecht Müller.

Im Zusammenhang mit der Ablösung Trumps durch Biden ist die Qualität unserer westlichen Demokratien, dargestellt am Fall der USA, unentwegt gefeiert worden – im Interview Claus Klebers mit Barack Obama, in der Begrüßung Bidens durch den Bundespräsidenten, die Bundeskanzlerin und den deutschen Außenminister usw. Ich habe zur Ernüchterung und Erholung mit der Lektüre des Buches von David Talbot über Alan Dulles und den Aufstieg der CIA zur heimlichen US-Regierung begonnen. Der Westend Verlag hat den Prolog, eine Einführung in das Buch, als PDF zur Verfügung gestellt. Man begreift bei der Lektüre sehr viel besser, was mit „tiefem Staat“ gemeint ist. Wir werden mit Präsident Biden erleben, wie aktuell das alles ist. Dafür spricht seine Rolle als Vizepräsident wie auch das von ihm ausgewählte Personal für Führungsaufgaben.

Das Buch von David Talbot, dessen Lektüre ich ohne Zögern empfehle, hat 603 Seiten und kostet 24 €. Nutzen Sie bitte bei Bedarf Ihren örtlichen Buchhandel oder für den Versand die Buchkomplizen.

 

Quellen/Links im Beitrag:

Interview Claus Klebers mit Barack Obama: https://www.zdf.de/nachrichten/politi…

Interview mit David Talbot: Der Aufstieg der CIA zur Schattenregierung der USA: https://www.nachdenkseiten.de/?p=34928

Prolog, deutsche Fassung, Westend Verlag (PDF): https://www.nachdenkseiten.de/upload/…

 

CIA-Impfprogramm: Verschwörungsfakt oder Fake News mit tödlichen Folgen?

Was hat eine geheime CIA-Polio-Impfkampagne damit zu tun, dass Pakistan und Afghanistan die einzigen Länder sind, in denen die berüchtigte „Kinderlähmung“ bis heute noch nicht ausgerottet ist? Und warum werden dort bis heute Impf-Teams mit Waffengewalt verjagt oder ermordet?

CIA-Backed Coups Collapsing

Lee taped the opening of the show before the 2020 presidential election but even back then it was obvious that the loser in this election would be people and planet. Knowing that whatever the result of the election is will be depressing, Camp dedicates this episode to good news coming out of Latin America. Bolivia’s MAS party’s electoral victory against US interests, Venezuela’s government successfully navigating US interference and a failed mercenary invasion, Nicaraguans fighting back against another US-backed coup, and Chile’s referendum to rewrite Augusto Pinochet’s right wing constitution.

Glenn Greenwald verlässt The Intercept: „CIA und Deep State sind die Helden der ‚liberalen Linken’“

Tobias Riegel

NachDenkSeiten-Podcast

Wegen Zensur zugunsten Joe Bidens verlässt US-Journalist Greenwald das „eigene“ Medium. Seine Begründung ist beunruhigend und sie sollte auch in Deutschland Gehör finden: Wenn es nur gegen den richtigen Gegner geht, dann werden auch von „Linken“ sehr fragwürdige Allianzen eingegangen.

CIA-Memos belasten Clinton: Wie in Russland über den Skandal berichtet wird

Am Sonntag waren die innenpolitischen Ereignisse in den USA wieder Thema im russischen Fernsehen. Und im Gegensatz zu deutschen Fernsehberichten erfahren die Zuschauer in Russland auch von den Skandalen rund um Hillary Clinton.

Ich übersetze schon fast traditionell, was Sonntags in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ aus den USA berichtet wird, da sich die russischen Berichte extrem von dem unterscheiden, was deutsche Zuschauer aus den USA zu sehen bekommen. Das wurde gestern wieder besonders deutlich, denn im Gegensatz zu den deutschen „Qualitätsmedien“ hat das russische Fernsehen nicht nur über die Kritik der Demokraten an Trump berichtet, sondern auch über die letzten Veröffentlichungen von CIA-Memos zur Affäre um die angebliche Wahleinmischung Russlands 2016.

Yet Another CIA-Backed Coup + The Congo Crisis

Yet Another CIA-Backed Coup, this must stop

Anders Lee with a historical report on that time in 1960 that the CIA helped overthrow the democratically elected government of the Democratic Republic of Congo. Patrice Lumumba tried to govern the nation he was leading in the interest of Congolese citizens but the CIA had other ideas.

The Congo Crisis

Maybe you’ve heard about the Battle of Jadotville or something, but there was actually a lot more to the Congo Crisis than that time the Irish smacked down hella mercenaries. Let’s talk about some of that other stuff.

Ein Blick in die „geheimen UFO Akten der CIA“ : Hintergründe und interessante Fälle

In der UFO-Forschung ist weltweit immer wieder ein Thema in der Diskussion und rückt in den Fokus der Interessierten: Die UFO-Akten.

So ist längst bekannt, das in aller Welt Regierungen, Geheimdienste, Militärs und andere staatliche Stellen und Organisationen solchen UFO-Akten teilweise jahrzehntelang anlegten. Meistens waren diese Dokumente rund um UFOs geheim, top secret. Am bekanntesten sind sicher hier die Papiere von FBI, CIA und dem dem britischen Verteidigungsministerium.

Längst aber wurde hunderttausende Seiten solcher Akten von den entsprechenden Stellen freigegeben. Heute sind diese in einer verwirrenden Vielfalt in großem Umfang bequem von daheim am Computer online verfügbar.

Wie viele solcher Dokumente noch unter Verschluss sind, ist dabei immer wieder Anlass zu Spekulationen.

Inhaltlich sind sie immer interessant, da sie belegen, was entsprechende Stellen alles so in ihren UFO-Akten archivierten. Von Zeitungsberichten der Massenmedien bis eingegangen Briefen von UFO-Fans ist hier alles zu finden.

Eine solche Geheimakte über UFOs habe nun die CIA freigegeben, wie es in einer britischen Zeitung hieß, die daraus einen UFO-Fall in Schottland zitiert. Unter Interessierten stieß das durchaus auf reges Interesse. Nur: Diese angebliche UFO-Akte ist seit Jahrzehnten bekannt und stammt ursprünglich nicht mal von der CIA!

Deshalb wiegeln Skeptiker ab. Doch ein genauer Blick hinter „die Kulissen“ dieses Dokuments, ist dennoch sehr spannend, da hier weit mehr als der genannte UFO-Fall von Schottland zu finden ist.

Warum dieser Bericht trotz seines Alters interessant ist, welche Hintergründe dieser hat und was noch alles in ihm zu finden ist, erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt neugierig…

Benjamin Fulford 03.08.2020

Achtung, Conspiracy

Original in englischer Sprache: http://benjaminfulford.net

Deutsche Textversion und Links: https://benjaminfulfordtranslations.b…

 

Deutschland – das gebrochene Land … und das Ende seiner Linken im wahren Kampf der Kulturen

Dienstag, 23.1.2018. Eifel. Ja, liebe Leser: ich bin erkannt worden. Wird also Zeit, sich zu verabschieden. Hat keinen Sinn mehr, sich zu verstecken: die Polizei ist mir auf die Schliche gekommen. Und die SPD. In Gestalt eines angeblichen Kriminalkommissars mit erstaunlich niedrigem sozialen Niveau (jedenfalls beleidigt er alle, die nicht seiner Meinung sind und unterstellt denen allen ungeheuerliches), der – ebenfalls angeblich – immer SPD wählt. Mal zuhören? Bitte, hier, ein Originalzitat auf Facebook:

„Ach Eifelphilosoph. Ich denke, du bist intelligent genug, um zu sehen, was hier läuft. Ich unterstelle nichts, in analysiere. Und ich sehe, dass du diffamierst. Du bist erkannt. Du bist ein Verführer, der dieses Land schlecht macht. Und die, die deinen wahren Charakter sehen. In falschem Gewand unterwegs. Das ist verwerflich. Du weißt es, ich weiß es, und du weißt, dass ich es weiß…“

Nun – ich weiß zwar nicht, was er weiß, aber das Land, in dem wir alle gut und gerne leben schlecht zu machen, jenes beste Deutschland aller Zeiten, über das wir uns alle so freuen – das geht ja in der Tat gar nicht. Wo kämen wir dahin? Wir haben steigende Obdachlosenzahlen, steigende Armut, verdienen uns dumm und dämlich an Rüstungsexporten (bei denen unsere Konzerne auch gerne mal tricksen, um Bombenfabriken auch dorthin liefern zu können, wo es per Gesetz verboten ist – siehe Tagesschau), dem dem Export von „Sondermüll auf vier Rädern“ (siehe Spiegel), erlauben uns einen Pflegenotstand wie ein Dritte-Welt-Land, leiden unter zerfallenden Schulen und maroden Brücken – alles doch ein Grund zur Freude. Wir wissen noch nicht mal, wie wir in Zukunft die Pensionen der Beamten bezahlen sollen, die so sicher im Fleischtopf der Steuerzahler baden: schon 2013 haben ihre Pensionen die Höhe von fast einer halben Billion Euro erreicht (siehe Focus):

„Die prognostizierten Kosten der Altersversorgung der Staatsdiener lagen Ende 2013 bei 487,1 Milliarden Euro. Das sind 21,7 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Damals kostete die Altersversorgung der Bundesbeamten noch 465,4 Milliarden Euro.“

Aktuell liegt die echte Staatsverschuldung schon bei 161 Prozent, läuft alles so weiter, wird sie 2060 200 Prozent erreichen (siehe Focus) – echte Staatsverschuldung sind halt alle unsere jetzigen Schulden plus die, die noch gemacht werden müssen, um die Zahlungsversprechen der Regierung einhalten zu können. Ein tolles Land – in dem wir auf Pump super leben, während an der Spitze der Einkommen immer neue Rekordgewinne gemacht werden … die auch leider nur rechnerisch vorhanden sind und sich jederzeit in Luft auflösen können, wenn der Aktienmarkt mal wieder zusammenbricht – und nicht wieder anspringt, weil es einfach diesmal der letzte Crash war.

Oh – ich mache das Land schon wieder schlecht. Ich merke: ich kann gar nicht anders, mag Fakten immer noch mehr als Parolen. Ist ja auch schlimm, wenn einem außer Parolen nichts mehr einfällt. Das Faszinierende ist: ich kann diese Fakten im Alltag mit Linken besprechen, mit Christdemokraten, mit Mitgliedern der Grünen und Anhängern der FDP – sie können sie alle erkennen. Das Hartz IV ein gefährliches Monstrum ist, das unserer Republik ein außerordentlich häßliches Gesicht gibt: da finde ich an der Basis breite Zustimmung. Dass Staat und seine Diener inzwischen Werkzeug einer offen auftretenden Plutonomie sind und ihre Kreditwürdigkeit verlieren, wenn sie ihre Anordnungen der transatlantischen Räuberbanden nicht folgen: alles weithin bekannt, dass Wirtschaft nicht mehr Diener der Gemeinschaft ist, sondern ihr neuer Feudalherr, der seine Macht ständig ausbauen will: kein Problem, da einen Konsenz zu finden. Das sollte auch nicht wundern: unter der gigantischen Macht der Kapitalballungen aus den USA (und wieder der Sicherheitshinweis: die sind nicht jüdisch) leiden Unternehmer wie Arbeitslose, der Preisdruck der großen Handelskonzerne trifft alle Anbieter gleichermaßen, die großen Autokonzerne, die sich – wie unlängst in Deutschland und den USA aufgedeckt – bewegen sich gerne und selbstverständlich außerhalb der Legalität, die großen Banken plündern Staatskassen mit wachsender Begeisterung auf übelste Art und Weise, aktuell geht man von 31,8 Milliarden Euro aus, die so auf betrügerischem Weg erbeutet wurden (siehe Tagesschau) – und das mag nur die Spitze des Eisbergs sein … und nur einer von möglicherweise vielen „Tricksereien“, die sich die Herren mit Porsche und Maßanzug so gönnen. Ja: klaue ich eine Pfandflasche aus dem Altglascontainer, bin ich ein Dieb, werde mit der ganzen Strenge des Gesetzes verfolgt (ja – da denke ich gerade an meinen SPD-Kommentator) – klauen die Milliarden, sind sie schlaue Trickser. So geht Großraub im Feudalstaat: der Dieb wird noch durch Worte geadelt und ob seiner Pfiffigkeit gelobt.

Ebenso findet man eine breite Zustimmung dazu, dass das Geldschöpfungsmonopol der Banken ein absolutes wirtschaftliches Unding ist: die schaffen Geld aus dem Nichts (eigentlich alt bekannt, hier aber nochmal ein Zitat aus der Zeit):

„Wir haben nach wie vor die Vorstellung, dass Banken das Geld von Sparern einsammeln und dann gegen Zinsen ausleihen an Kreditnehmer. Diese Vorstellung aber ist in unserem heutigen Bankensystem grundlegend falsch. Geld wird geschaffen über Kreditvergabe. Wenn eine Bank entscheidet, dass ein Kunde kreditwürdig ist und ihm das Geld auf seinem Konto gutschreibt, dann steigt in diesem Moment auch die Geldmenge an. Das heißt, die Bank schafft neues Geld.“

Interessant, spannend und sehr bedrohlich ist jedoch die Art und Weise, wie Banken derzeit mit dem Geld umgehen:

„Die EZB schafft es nicht, die Banken zu mehr Krediten an Unternehmen zu bewegen, um so die Realwirtschaft zu stützen. Stattdessen werden mehr Immobilienkredite vergeben. Trotz der Unmengen an Zentralbankengeld, das den Banken durch Wertpapierkäufe zur Verfügung gestellt wird, gelingt es der EZB kaum, die Kreditvergabe und damit die Wirtschaft in Europa anzukurbeln.“

Das dies Wahnsinn ist, ist bekannt. Bitcoinmärkte, Aktienmärkte und Immobilienmärkte sind Glücksspielmärkte, das weiß jeder, der mal dort Geld in Massen verloren hat. Der Traum vom ewig wachsenden Immobilienmarkt hatte schon die letzte US-Krise ausgelöst – wir machen trotzdem fleißig weiter mit, weil die Trickser an diesen Märkten gut Geld verdienen können … allen Warnungen zum Trotz (siehe Süddeutsche):

„Die Bundesbank hatte bereits im November 2017 schon mal sicherheitshalber Investoren und Hausbauer davor gewarnt, allzu sorglos zu sein: „Je länger Boomphasen anhalten, desto größer die Neigung, diese in die Zukunft fortzuschreiben“, sagt die Vizepräsidentin der Bundesbank, Claudia Buch.“

Natürlich sieht man noch keine Anzeichen für eine Immobilienblase – die hatte man in den USA bis zum Schluss auch nicht gesehen. Wer würde auch schon gerne persönlich die Verantwortung übernehmen, den Tricksern das Tricksen zu vermiesen – auch die Bombenfabriken werden ja munter weiter exportiert. Und: es gibt auch aktuell Entwicklungen, die uns vor dem Staatsbankrott durch Beamtenpensionen schützen werden (siehe Focus):

„Das Bundesverfassungsgericht prüft eine Reform der Grundsteuer. Der Ausgang des Prozesses könnte nahezu jeden in Deutschland betreffen: Immobilienbesitzer zahlen selbst, Vermieter können die Steuer auf ihre Mieter umlegen.“

Da kommen Kosten auf uns zu, die sich gewaschen haben. Es trifft vor allem wieder die (relativ) Armen – also jene, die sich mit Ach´ und Krach ein Eigenheim gönnen konnten … aber kein Mehrfamilienhaus, wo der Mieter die Gebühren zahlt (und wenn der nicht kann eben der Staat – über Wohngeld und Hartz IV): wir reden hier von Steigerungen von bis zu 5000 (in Worten: fünftausend) Prozent.

Gesamtgesellschaftlich sind wir in Deutschland wieder auf dem Niveau von 1913 angekommen – was Besitz und Einkommen angeht (siehe Handelsblatt):

Überall sichert sich das reichste eine Prozent einen großen Teil des Nationaleinkommens. Der ärmere Teil der Bevölkerung profitiert zwar auch vom Wachstum; aber bei der Verteilung des Wohlstandsgewinns fällt er immer weiter zurück – auch in Deutschland. Die reichsten zehn Prozent besitzen inzwischen wieder 40 Prozent des Nationaleinkommens – wie schon 1913. Der Anteil der ärmsten 50 Prozent am Nationaleinkommen halbierte sich dagegen von einem Drittel in den 1960er-Jahren auf nur mehr 17 Prozent. In Europa zählt Deutschland damit zu den Ländern mit hoher Ungleichheit.

Wir sind hier in einer Tradition, die schon in der NS-Zeit aufblühte (vielleicht mal für AfD-Fans interessant):

„Auch die Vorstellung, dass die Nazis eine Art sozialistische Politik verfolgt hätten, widerlegt Bartels: „In den ersten Jahren unter Hitler stiegen die Spitzeneinkommen rasant an“, stellt sie fest. Der Anteil des reichsten einen Prozents am Volkseinkommen stieg von elf Prozent im Jahr 1933 auf 17 Prozent im Jahr 1938 – „was kaum zur anfänglichen Anti-Kapitalismus-Propaganda der Nationalsozialisten passt“, so Bartels. Große Firmen mit Beziehungen zu den Nazis profitierten demnach nachweislich stark vom Aufschwung durch Autobahnbau und Aufrüstung.“

Die Schlussfolgerungen aus den Datenanalysen sind brisant – und für jeden nachvollziehbar:

„Für Deutschland verlangt Bartels zusätzlich, dass untere Einkommensgruppen an der Unternehmensrendite stärker teilhaben müssten.“

Das macht auch Sinn. Ist schon bekannt seit dem der Nobelpreisträger Joseph Stieglitz sein Werk „Im freien Fall – Vom Versagen der Märkte zur Neuordnung der Weltwirschaft“ schrieb: Geld, dass der Staat an untere Einkommensgruppen vergibt, hat eine wesentlich höhere Wertschöpfung als Geld, dass den oberen Einkommensgruppen zur Verfügung gestellt wird (wir berichteten). Dieser Satz beweist sich auch immer wieder, ganz aktuell bei den Zuwendungen an Flüchtlinge in Deutschland (siehe Handelsblatt):

Angetrieben von zusätzlichen Ausgaben für die Bewältigung des Flüchtlingszustroms und niedrigen Zinsen hat die deutsche Wirtschaft ihr Wachstum im abgelaufenen Jahr nochmals gesteigert. Das Bruttoinlandsprodukt legte 2016 das dritte Jahr in Folge auf inflationsbereinigte 1, 9 Prozent zu. Das meldete das Statistische Bundesamt Destatis am Donnerstag. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre fiel das Wirtschaftswachstum mit 1,4 Prozent einen halben Prozentpunkt geringer aus. 2015 war die Wirtschaft um 1,7 Prozent gewachsen.

Der Grund ist immer und überall der Gleiche: Arme geben das Geld aus, Reiche horten es, lassen es sich „selbst vermehren“ (was es gar nicht kann – es sein denn, man „trickst“) schaffen es ins Ausland, geben es in Riesenfonds, die gewinnträchtig die Realwirtschaft zerschlagen (der die Banken wohl deshalb auch lieber keine Kredite geben: der nächste Hedgefond könnte schon zwei Tage später das Unternehmen kaufen und gewinnbringend zerschlagen). Das Geld, das die Armen ausgeben, ist ein Gewinn für die ganze Wirtschaft – die teueren neuen Mietwohnungen jedoch, die das Preisviveau ganzer Segmente ändern, entziehen Handwerk und Einzelhandel (und den Gemeinden) die dringend benötigten Tauschmittel. Versteht man an der Basis aller Parteien (außer vielleicht der SPD), weil man es da ja Tag für Tag miterlebt.

Dort versteht man auch, warum in Deutschland inzwischen 45 Superreiche soviel besitzen wie die Hälfte der Bevölkerung (siehe Spiegel), der komplett versagende Markt baut sich seine eigenen Pharaonen, ändern wir an dem Prozess nichts, landen wir nicht nur im Kaiserreich des Jahres 2013 – wo wir jetzt schon sind – sondern in Zeiten weit vor Christi Geburt, wo eine ganz andere Ethik den Ton angab – eine Ethik, die wir auch heute schon erkennen (siehe Sibylle Berg im Spiegel):

„Die Qualität einer Gesellschaft zeigt sich in ihrem Umgang mit ihren schwächeren Mitgliedern. Also mit fast allen, die nicht über ein paar Millionen verfügen. Also mit uns, die wir morgen auf der Straße landen können, wegen einer zu langen Krankheit, einer Entlassung oder anderweitigem Elend. Fast überall herrscht heute der seltsame Glaube an den Sieg der Fittesten. Und der Hass auf Gefallene, auf Schwache und Kranke ist bei vielen die Angst vor dem eigenen Zusammenbruch.“

Wir verlassen das christliche Zeitalter nach 2000 Jahren – und sind auf dem Weg in ein neues, ein antichristliches Zeitalter. In fünfhundert Jahren werden dann auch die letzten merken, welcher geistiger Impuls da fehlt – und welche Auswirkungen das hat. Die Auswirkungen sehen wir jetzt schon praktisch (siehe rp-online):

„Das Angebot kam zur richtigen Zeit – nämlich mit dem Einzug der Kälte. Die Düsseldorfer Firma „Gerken Raumsysteme“ hat der Initiative „Grevenbroich packt an – Warm durch die Nacht“ vier komplett ausgestattete Wohncontainer kostenlos angeboten. Dort sollten Obdachlose – vorzugsweise mit Hund – bis zum nächsten Frühjahr eine warme Schlafstätte finden. „Daran waren wir sehr interessiert“, sagt Josy Houben-Arndt, Mitgründerin der ehrenamtlichen Hilfsinitiative, die regelmäßig bis zu 40 Obdachlose betreut. Doch die Stadt spielte nicht mit – kein Einzelfall.“

Das Deutschland, in dem wir gut und gerne leben – und noch viel besser leben könnten, hätte nicht eine gewisse grausame Philosophie Einzug gehalten. Wir merken hier auch, dass die alten Schemata „links“ – und „rechts“ nicht greifen: „rechte“ Unternehmer (in klassischer linker Deutung) helfen „linken“ Aktivisten (den nach Gerechtigkeit dürstenden) … und der Staat zerschlägt die Allianz … obwohl er dabei Menschenleben riskiert. Ist übrigens in Griechenland ähnlich: linke Regierung schützen nicht vor sadistischer Politik.

Darf ich jetzt mal fragen, warum wir bei solchen Allianzen Staat überhaupt noch brauchen? Darf ich auch mal fragen, wieso wir für vielleicht bald 2 Millionen Pensionäre bald 500 Milliarden Euro ausgeben müssen: also 250 000 Euro im Jahr pro Person – während der Normrentner mit 10000 Euro im Jahr auskommen darf?

Nein – diese Fragen darf man nicht stellen – „man macht das Land schlecht“. Vor allem aus dem Kreis der reichen Pensionäre – und jener mit diesem Zukunftsanspruch – darf man mit heftigsten Widerständen rechnen. Wir können aber langsam auch erahnen, wer dieses „wir“ ist, das in diesem Land „gut und gerne lebt“ – und auf ewig SPD und CDU wählen wird. Die zahlen gut.

Wie gesagt: an der Basis vor Ort gibt es keine Probleme, solche revolutionären Informationen mit ganz normalen Menschen aus allen Parteien zu besprechen (nun: in der SPD fand ich vor Ort echt noch keinen).

Die Zustimmung der Basis endet jedoch … wenn es öffentlich wird und wenn man an die Spitze der Parteien geht. Sicher: ein großes, breites Bündnis für mehr Gerechtigkeit im Land, für Planungssicherheit, für rationales, schuldenfreies Wirtschaften ließe sich schnell denken – aber nie etablieren. Und das es so ist, wird auch gezielt gefördert. Ganz öffentlich – wir merken es nur nicht.

Und hier kommen wir in den Bereich der Philosophie … der inzwischen so weit geschwächt ist, das man schon seit hundert Jahren vom Tod der Philosophie spricht (aber auch nur hinter vorgehaltender Hand – und nur unter jenen, die sich noch daran erinnern konnten, dass Philosophie die Kunst war, aus vielen Einzelteilen ein sinnvolles Ganzes zu konstruieren – das nie „wahr“ sein konnte, sich aber beständig der Wahrheit annähern wollte … trotz aller rasanten Veränderungen der Neuzeit).

Wir kommen hier in Bereiche, die uns alle Entwicklungen der Gegenwart erklären – die aber kaum einer zur Kenntnis nehmen will. In der deutschen Nachrichtenwelt (die zudem von vielen Häßlichkeiten geprägt ist – siehe die Analyse meines geschätzten Kollegen Parkwächters im Nachrichtenspiegel) finden wir so gut wie gar nichts dazu – die Russen dürfen hier mehr Ehrlichkeit wagen (siehe rt-deutsch):

„Ein mittlerweile öffentlich zugänglicher Bericht der CIA aus dem Jahr 1985 belegt das große Interesse der CIA an so genannten poststrukturalistischen Denkern wie Michel Foucault, Jacque Lacan und Rolandes Barthes. Das Missionsziel: die Spaltung der Linken.“

Für Philosophen – eine wertvolle Erkenntnis, jedoch nicht ohne dass wir sie zu den Fouccaultschen Wurzeln zurückverfolgen: den irren Lehren des Marquis de Sade:

„“Alle Menschen“ sagt er, „werden vereinzelt, neidisch, grausam und despotisch geboren; sie wollen alles haben und nichts anderen überlassen“. Die Natur, unterstreicht de Sade, will uns als Interessierte, vor allem als Egoisten, die Macht ausüben, sei es körperliche Kraft von gestern oder finanzielle Stärke von heute, die Starken werden die Reichen, die Schwachen die Armen, Selbstsucht, so erklärt er, ist das erste Gesetz der Natur. Der Wolf frisst das Lamm, ohne dass die Natur protestiert, warum also sollten wir es tun? „Gewöhnen wir uns also an das Böse“ rät er uns.“ (aus: Guido Giacomo Preparata, die Ideologie der Tyrannei, Duncker und Humblott 2015, Seite 55)

Ja – der Wolf – ganz real wieder in Deutschland … und hat vielleicht schon mehr Menschen gefressen, als den Wolfslovern lieb ist (siehe Wölfe in Deutschland):

Im Rahmen der Debatte über den Wolf habe ich ein Zitat gefunden, dass besser als alles beschreibt, welche Verheerungen die neue, antichristliche Philosophie mitlerweile produziert (siehe Leserbrief bei BR):

„Ich denke, wir brauchen noch wesentlich mehr Wölfe in Deutschland. Nur so können wir das ökologische Gleichgewicht wieder herstellen. Die Wildschweine und die Rehe sollten ruhig mal wieder lernen wegzulaufen und ihren natürlichen Fluchttrieb auszuleben. Das ist dann auch ganz natürlich, dass von denen auch mal ein paar zerfleischt werden.
Mit Wölfen im Wald macht das Wandern auch wieder mehr Spaß. Es ist ja ein Nervenkitzel wenn man weiß, dass um einen herum auch mal ein paar Wölfen schleichen könnten. Die tun den Menschen sowieso nichts. Und wenn doch mal ein Mensch gefressen wird: Es gibt ja dann trotzdem noch mehr Menschen als Wölfe. Und der Mensch ist dem Menschen der schlimmste Wolf, oder?“

Deutschland – ein Land in dem Bürger Menschen Wölfen zum Fraß vorwerfen wollen – aus Spaß … also wegen „Nervenkitzel“. Das alte Rom ist wieder da. Christus starb umsonst am Kreuz – eine neue Welt erwacht.

Und die „Linke“? Was ist sie eigentlich? Vom Ursprung her?

Die, die Gerechtigkeit für ein höhers Gut halten als die Rendite der Starken. Die, die wissen, dass der Spruch „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ Leitfaden für alle Gerechtigkeit jenseits des Marquis de Sade ist – und das uns kooperative Arbeitsteilung zu dem gemacht hat, was wir sind – und nicht hemmungsloser Egoismus des Einzelnen … der für die Jugend noch verführerisch sein mag – aber nur, bis das Alter auch sie bricht.

Doch heute: sind all´ diese – unter ganz konkretem Einfluss der Philosophie der amerikanischen Poststrukturalisten (von denen die wenigsten Linken auch überhaupt nur wissen dürften) – heillos aufgespalten.

Was würde denn geschehen, wenn heute jemand aufstehen und seine Fahne in den Boden rammen würde für einen weltweiten Kreuzzug für Gerechtigkeit und Frieden? „Querfront“ – würde es aus den selbstgerechten Inselchen linker Kultur ertönen, wenn auch nur eine ungeliebte Person seinen Reden lauschen würde; er würde ins Kreuzfeuer genommen werden: wie sieht es denn mit seiner Ernährung aus, ist er denn auch Veganer? Wie steht er zur Flüchtlingspolitik der Angela Merkel – wagt er zu widersprechen? Hat er auch Marx gelesen und verachtet jeden Unternehmer? Bezog er jemals selbst Hartz IV – oder hat er genug eigenes Geld … beides ein Grund zur Verachtung. Wie sieht es aus mit seiner Position zu Palästina, wie zur Adoption von Kindern durch homosexuelle Ehepaare, wie steht er zu der Theorie vom menschengemachten Klimawandel? Wagt er es, die offizielle Version der US-Regierung von nine-eleven in Frage zu stellen? Glaubt er etwa daran, dass gesellschaftliche Prozesse von reichen Individuen und Geheimdiensten gesteuert werden können? Teilt der die Mär von der Plutonomie – jener Wirtschaft der Reichen für Reiche? Was sagt er zu Diesel in Innenstädten? Hält er auch die Überbevölkerung für die Wurzel allen Übels – und ist gleichzeitig für eine gezielte Einwanderungspolitik in eins der am dichtesten bevölkerten Länder der Erde? Kennt er auch alle 162 Geschlechter bei Facebook auswendig? Wie steht er zum Vogelsteben bei Windkraftanlage – und zur Rückkehr des Wolfes in deutsche Siedlungen? Befleissigt er sich auch allen Formen des feministischen Sprachcodes? Bekennt er sich auch öffentlich zur absoluten Boshaftigkeit des russischen Staatspräsidenten – und zur absoluten Boshaftigkeit des US-Präsidenten? Steht nur zu hoffen, dass er strikt gegen Religion und Kirche ist, für Abtreibung und Prostitution.

Man könnte diese Themen noch endlos fortführen – jeder Linke kennt sie zur genüge. „Spiel den Mann, nicht den Ball“ ist das Motto unserer Vorkämpfer für Gerechtigkeit, die – genau genommen – nur die begeistertsten Fans der CIA-Doktrin der Spaltung sind (ohne sie zu kennen – dafür braucht man Bildung – und nicht nur Meinung) und diese bis ins letzte Detail perfekt durchführen. Einige bekommen nach erfolgreicher Spaltung größerer Gruppen sogar eine Firma geschenkt – oder ein Schloss (hierzu – mal später mehr, die Recherchen laufen noch und wir wollen niemanden verscheuchen, der gerade öffentlich damit angibt). Und Pöstchen gibt es reichlich.

Nun – das alles betrifft nicht nur Deutschland. Es schwappt einfach vom Großen Bruder herüber – weltweit. Nur: Sie und ich wohnen halt gerade hier – da kann man es am deutlichsten demonstrieren … erkennen, dass wir in einem gebrochenen Land leben, ohne Utopien, ohne Visionen, ohne Kampfgeist und Erneuerungsplänen … aber mit Riesenrechnungen, die wir nie mehr bezahlen können. Und jenes gesellschaftliche Element, das wir einst zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zwischen den beharrenden und den verändernden Kräften dringend brauchten … ist tot wie die Philosophie. Die krähen noch laut – nur bewirken sie nichts … jedenfalls nichts, was der Menschheit Zukunft geben könnte. Aber … sie streben in Massen nach Pöstchen, die sie selbst vor dem real gelebten Elend retten können – ganz nach Anweisung des Weltbildes des Marquis de Sade, dass uns täglich in hunderten von Krimis nahe gebracht wird: allein die öffentlich rechtlichen Medien hauen uns pro Woche 40 Morde um die Ohren (siehe Deutschlandfunk) – macht 2000 im Jahr. Reale Morde 2017: 373 (siehe Statista). In den USA – ist es noch übler (siehe Arbeitsblätter/stangel-taller.at):

„Ein Durchschnittsschüler in den USA hat nach Abschluss der Highschool (das heißt nach zwölf Schuljahren) etwa 13 000 Stunden in der Schule verbracht – und 25 000 Stunden vor dem Fernsehapparat. Er hat 32 000 Morde und 40 000 versuchte Morde gesehen sowie 200 000 Gewalttaten. Der Täter kommt in 73 Prozent der Fälle ungestraft davon, in mehr als der Hälfte (58 Prozent) der Fälle tut die Gewalt nicht weh, und in nur vier Prozent aller Gewaltakte werden gewaltlose Alternativen der Problemlösung aufgezeigt.“

Und so werden wir Tag für Tag für das Weltbild des Marquis de Sade bereit gemacht und erzogen – dem immer mehr Menschen folgen. Sadismus kontra Nächstenliebe – das große Thema dieser Zeit, der wahre große Kampf der Kulturen. Vom Grundzug: eher eine Philosophie für Reiche, Superreiche und ihre Funktionselite, die ihre Taten so endlich durch Naturrecht legitimiert sehen. Vielleicht muss man seine Zugehörigkeit zu diesen Kreisen ja wirklich durch besonders widerliche Taten an Kindern glaubhaft machen, bevor man in sie aufgenommen wird und die nötigen Kredite bekommt, um Aktienmärkte manipulieren und Staaten ausnehmen zu können – da bin ich mir noch nicht ganz sicher, aber es wäre plausibel.

Wer immer eine neue Bewegung ins Leben rufen will, sollte sich mit diesen geisteswissenschaftlichen Strömungen auseinandersetzen und sich vergegenwärtigen, wie tief der Bruch in diesem Land ist, einem Land, in dem man sich in seiner Wohnung verschanzt, weil draußen der böse Mensch lauert – von dem die Medien zwischen den Werbepausen kontinuierlich erzählen, während sie Dinge präsentieren, die uns trotz (halbwegs) freiwilliger Isolationshaft glücklich machen sollen: Weichspüler, Zahnpasta oder feuchtes Toilettenpapier.

Dann aber – kann das neue, dunkle Zeitalter noch abgewendet werden. Menschen – sind in Wirklichkeit keine Wölfe, sondern herzensgute, hilfsbereite, hochintelligente soziale Wesen. Noch viel sozialer als der Wolf … den die Wolfslover seltsamerweise wegen seines Sozialverhaltens der eigenen Art gegenüber schätzen und ganz vergessen, dass dieser Maßstab aus ihren eigenen Vorstellungen entspringt … denen des „bösen“ Menschen also.

PS. ist wieder etwas lang geworden, dieser kleine Aufsatz, die wieder viel zu unvollständig ist. Jedoch hat er ein anderes Ziel als nur hier gelesen zu werden: er soll einer Politikerin helfen, Argumente für eine neue soziale Bewegung jenseits der „Linken“ zu diskutieren und ihr bei dem ersten Treffen der Arbeitsgruppe helfen. Da – braucht man schon ein paar Fakten. Ein Fakt fehlt jedoch – er passte nicht in den fließenden Text: das Versagen unserer Wirtschaftstheorien bezüglich der Inflation – die kommen müsste aber ausbleibt (siehe FAZ). Doch keine Sorge: unter dem Artikel folgt gleich ein weiterer, der belegt, dass die Inflation ganz fürchterlich da ist (siehe FAZ): unsere täglichen Schnipsel halt … die uns ruhig halten sollen … und irre machen, damit wir nicht zueinander finde.

Wem haben wir die Pariser Anschläge zu verdanken?

Daß ISIS nicht aus dem Nichts entstanden ist, sondern maßgeblich von US-Eliten erschaffen wurde, ist mittlerweile gut verbreitetes Wissen. Wie und warum diese Kampfgruppe von den USA und der NATO eingesetzt wird, ist allerdings bisher weniger bekannt. Webster Griffin Tarpley, Ph. D., Historiker, Autor und Journalist erklärt, welche wahren Motive hinter der ISIS-Gründung stecken und wessen Motive das sind.

 

P.S.

zum angesprochenen Thema „Übungen bei Terroranschlägen“ hier klicken  [Klick]

Steckt TTIP hinter dem Paris-Massaker?

Ohne jeden Zweifel war der Terroranschlag in Paris echt und kein fake. Ob die offizielle Darstellung den Tatsachen entspricht, darf jedoch bezweifelt werden. Ein paar Fragen zur Sache

Die Amadeu Antonio Stiftung – eine transatlantische Lobby?

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Montag, 26. Oktober 2015. Eifel. Können Sie sich noch daran erinnern, wie es einmal war, als wir noch echte Linke hatten? Das waren Zeiten, da war klar: die Linken, dass sind die, die für den kleinen Mann da sind. Sie sind für Frieden, für Gerechtigkeit, für Fairniss, gegen Ausbeutung und Krieg. Sicher: manche von ihnen waren nur links, weil sie das Geld der Rechten wollten, um dann selber rechts sein zu können – ich denke, ab deutlichsten konnte man das bei den Grünen beobachten. Heute ist das etwas anders – um nicht zu sagen, völlig undurchschaubar. Liegt zum Teil daran – diese Theorie wage ich mal in den Raum zu stellen – dass es hier und heute überhaupt keine echten Linken mehr gibt: jedenfalls treten sie in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung. Ich kenne natürlich nicht jede Gruppierung, jede Splittergruppe und jeden Gesangsverein für Arbeiterlieder, ich beobachte nur das politische Spektrum und den Bundestag – und gerade im Bundestag sehe ich eine Uniformiertheit, die dem Traum einer „bunten“ Republik verhöhnt: ein Einheitsbrei von grau-schwarzen Schlipsträgern (oder Hosenanzügen und braven Kostümchen), dass man denkt, man wäre im Verein christlicher junger Männer (und Frauen) gelandet. Gut: manche sind äußerst waghalsig und tragen eine rote Krawatte zum gräulichen Äußeren – das war es dann aber auch schon mit dem Mut zu Freiheit und Unabhängigkeit.

Ja: Freiheit, das war auch mal ein linker Wert. Wohlstand für alle. Und Sicherheit – auch vor der Willkür des Arbeitgebers … oder der Regierung.

Es war mal gut zu wissen, dass man in einem Land lebt, dass ein gutes, gesundes, lebendiges linkes Korrektiv hatte, das jederzeit auf die Straße ging und lauthals Alarm schlug, wenn die Machtkungeleien der Reichen und Einflussreichen wieder einmal Überhand nahmen.

Zeiten, die lange vorbei sind.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat „links“ keinen Boden mehr unter den Füßen, niemand träumt mehr von großen Enteignungen (auf die wir letztlich gar nicht verzichten können, wenn wir überleben wollen – behaupte ich hier einfach mal), niemand möchte mehr die Macht in den Händen des Volkes sehen (der Grundgedanke der Demokratie, der jeden Mächtigen zutiefst ängstigt), niemand träumt mehr den Traum von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Wir haben eine Gesellschaft, in der Brüderlichkeit durch den Kampf jeder gegen jeden ersetzt wurde, Gleichheit wurde ersetzt durch eine Gesellschaft, die sich in tausend Spiel- und Sangshows selber komplett durch“rated“, bzw. ausgewählte Gremien als Ratingagentur für jedermann akzeptiert und begeistert mitklatscht, wenn jeder auf seinen Platz verwiesen wird, während Freiheit … gar keine Platz mehr hat. Nein, dass weiß ich nicht aus der FAZ, wo Ranga Yogeshwar uns darüber aufklärt, dass in Zukunft jeder damit rechnen sollte, lebenslänglich als verdächtig zu gelten (siehe FAZ), sondern von einem Karriereberater aus dem Spiegel (siehe Spiegel), der uns eindrücklich schildert, welche Art von Leben uns noch bleibt:

Wir lesen dieselben Bestseller, pfeifen dieselben Hits, nutzen dieselbe Suchmaschine, tummeln uns im selben sozialen Netzwerk und schmieden die gleichen Karrierepläne. Und natürlich sehen wir im Fernsehen dieselbe Werbung, die Millionen Menschen individuelles Glück verspricht, sofern diese – aufgepasst! – alle das gleiche Duschgel, die gleiche Versicherung oder die gleiche Schlaftablette kaufen. Da weiß man, was man hat: ein Reihenleben im Reihenhaus.

Natürlich ist dieses Leben nicht für jeden: nur wer jung, gesund und gehorsam gegenüber der Obrigkeit ist, darf sich auf das Reihenleben im Reihenhaus freuen, wer in Amt, Parlament und Firma seinen Mann steht, ohne krank zu werden, wird belohnt. Ein Horrormärchen wurde Wirklichkeit und ein ganzes Volk wartet auf Weisung von oben, welches Buch gelesen werden darf, welches Lied man singen darf, welche Sendungen im Fernsehen man gesehen haben muss. Wir könnten Linke wirklich brauchen – aber was bekommen wir?

Die Amadeu-Antonio-Stiftung.

Kennen Sie den noch, diesen Amadeu Antonio? Er wurde am 12.8.1962 in Angola geboren und starb – während viele Kinder sich über Nikolausgeschenke freuten – um 6.12.1990. Die Täter leben heute noch unter uns, können jederzeit wieder zuschlagen: sie bekamen nur 4 Jahre Haft, viele auf Bewährung. Das ist oft so in Deutschland – Dr. Oliver Tolmein hat auf seiner Seite noch eine Bericht aus der Zeitschrift Konkret archiviert, der beschreibt, dass die Bundesstaatsanwaltschaft seit der Wiedervereinigung 300 Verfahren gegen Linke angestrebt hat, die zielgerichtet in Deutschland ausgerottet wurden … und gerade mal sechs gegen Neonazis, die mir viel Milde rechnen durften (siehe Dr. Oliver Tolmein). Als Amadeu von einer Gruppe Neonazis und 50 spaßigen Diskobesuchern zusammengeschlagen wurde, waren 23 Polizisten in der Nähe, bewaffnet und voll ausgerüstet … doch keiner griff ein.

Ein Geschenk der bundesdeutschen Demokratie an die Neubürger in der DDR: es war der erste Mord an einem Gastarbeiter auf dem Boden der ehemaligen DDR (Details: siehe Wikipedia), viele weiter sollten folgen. Die Verletzung des Gewaltmonopols des Staates, die Pflichtverletzung der Polizei, die Bankrotterklärung gegen einen mörderischen Mob blieb weitgehend folgenlos: ein weiteres Geschenk der neuen Herren an ihre neuen Sklaven. Echter Faschismus machte sich wieder auf den Straßen breit – und wurde durch mangelnde Eingrenzung gesellschaftsfähig. Sieht man, wie wild heute mit „Pegida“ und „Friedensdemos“ umgegangen wird … und wie still es um die wahren Faschisten wurde … versteht man die Welt nicht mehr.

Die entsetzliche Tat hatte auch Folgen. Nicht, dass der Kinderwagen von Amadeus kleinem Sohn mit Hakenkreuzen beschmiert wurde – es gab auch noch eine Stiftung, die nach ihm benannt wurde. Scheuen Sie sich nicht, besuchen sie die mal: es warten interessante Erfahrungen auf Sie. Warten Sie – ich nehme sie mal mit. Schauen Sie sich einfach mal die Selbstbeschreibung der Amadeo-Antonio-Stiftung an (siehe aas):

Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Dabei ist es der Stiftung ein wichtiges Anliegen, gleichermaßen gegen Antisemitismus und Rassismus zu arbeiten. Nicht erst seit der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ tritt sie daher konsequent gegen Rechtsextremismus ein. Antisemitismus, auch in Form von Israelfeindlichkeit, und Rassismus sind ein in Deutschland weit verbreitetes Problem, das noch zu wenig wahrgenommen wird.

Man möchte meinen: ein wichtiger und richtiger Schritt. Wirkt fast ein wenig „links“. Ja – mich freut, dass auch der Antisemitismus aufgenommen wurde: mein Endruck ist: wir haben den Nationalsozialismus nie wirklich verstanden noch je gründlich aufgearbeitet, wir haben ihn als schreckliche, einmalige, niemals wiederholbare Entgleisung abgelegt … und marschieren so im gleichen Tritt wie früher auf den nächsten Holocaust zu – doch davon ein andermal.

Es gäbe viel Gutes über diese Stiftung zu sagen – aber das machen ja auch schon genug Menschen. Ich hätte nie gedacht, dass mir da mal was unangenehm ins Auge fällt: was soll auch beim Kampf gegen Gewalt (der im Vordergrund stehen sollte; „linke“ Gewalt ist ja – jedenfalls im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung – nicht unbedingt „gerechter“ oder „fairer“) und beim Kampf gegen „rechts“ (was man besser eindeutig als Kampf gegen die Reaktivierung der NSDAP und des Reichsalltages auf deutschem Boden beschreiben sollte, weil „rechts“ ziemlich harmlos klingt) schon schief laufen?

Nun – einiges. Das liegt an den neuen deutschen Zeiten. Nach der Linkenverfolgung in Deutschland gibt es für die wenigen, die die Säuberungen überstanden haben, nur noch ein paar kleine Nischen, in denen sie existieren dürfen – Kampf gegen Nazis ist eine davon. Viele ehedem Linke halten sich daran, freuen sich darüber, noch einen Zugang zu den Fleischtöpfen zu haben, in dem sie andere diffarmieren, diskreditieren und mit übler Nachrede überziehen: ein  – sehr bedauerliches – Beispiel ist u.a. die ex-grüne Baronin Jutta Ditfurth, die aktuell sogar in der linken Politikerin Sarah Wagenknecht (einer Frau, der ich zutraue, dass sie mal wirklich handfeste echt-linke Positionen entwickeln wird) eine Verbündete rechtsradikaler Aktivitäten in Deutschland sieht (siehe Facebookeintrag vom 25.10.2015. Nein – diesen Wahn verlinke ich nicht).

Natürlich geht es nicht nur um den Kampf gegen Nazis. Mehr und mehr wird „Nazi“ zum Synonym für jede kritische Stimme in der Gesellschaft, zum Totschlagargument gegen alle, die nicht ein Reihenleben im Reihenhaus begrüßen, sondern lieber aktiv an der demokratischen Gestaltung ihrer eigenen Lebensumstände mitwirken wollen: ein Albtraum für alle gestandenen Machthaber jeder Coleur und jeder Partei. Während man Totschläger, Mörder und erklärte Feinde der demokratischen Zivilgesellschaft weiter mit ihren Springerstiefeln und Baseballschägern durch die Gassen wandern läßt, werden andere dämonisiert … und da sorgt auch die Amadeu-Antonio-Stiftung für einige Überraschungen, wenn sie sich dem Thema „Verschwörung“ widmet (siehe aas):

„Verschwörungsideologien sind Begleiterscheinungen moderner Gesellschaften. Sie geben Menschen die Möglichkeit, deren Widersprüche als eine große Erzählung zu „verstehen“. Darüber hinaus bieten Verschwörungsideologien ihren Anhänger_innen Feindbilder, gegen die sie sich als vermeintlich „Gute“ zusammenschließen können. Verschwörungsideologien sind nicht nur wegen ihrer Benennung von Sündenböcken problematisch: Sie transportien antisemitische und andere antidemokratische Elemente und bieten einen Einstieg in die Szene der Querfrontler_innen und der Rechtsextremen.

Diese Webseite hilft Ihnen, verschwörungsideologische Inhalte zu erkennen. Dazu wird eine Auswahl aktueller und beständiger Erzählungen sowie Begriffe vorgestellt und knapp beschrieben. Es gibt verschiedene Signalwörter, die auf Verschwörungsideologien hinweisen können und bei denen es sich empfiehlt, einmal genauer nachzufragen.“

Schon der erste Begriff verstört: „Verschwörungsideologien“. Dieser Begriff setzt voraus, dass jedwede Theorie über eine Verschwörung nur eine Ideologie ist, was bedeutet, dass es in der realen Welt nirgends irgendwo Verschwörungen gibt – wie Watergate, die Lüge über Massenvernichtungswaffen im Irak, über Giftgasangriffe in Syrien, über auf die Bevölkerung schießende libyische Truppen, der Kauf der WM 2006 oder die Manipulation von Abgaswerten durch den VW-Konzern (um nur einige zu nennen). Verschwörungstheorien liefern auch nicht automatisch Sündenböcke (wieder eine Verkürzung der Realität), sondern suchen mit Methoden induktiver Logik Täter: auch dort, wo es den Machthabern unangenehm ist. Nur selten (eigentlich nie) ist der Täter ein Jude (obwohl viele das gerne sehen würden – das stimmt schon).

Nun will uns die Stiftung ja Signalwörter an die Hand geben, um – ja, ich sage es mal kurz: den Nazi zu erkennen. Manche stimmen eindeutig: „jüdisches Großkapital“, „Ausschwitz-Lüge“, „Reichsflugscheiben“ – und die Strömungen, die den Begriff „Zionist“ transportieren, haben ihren Ursprung in dem aberwitzigen Verlangen, Adolf Hitler und seine Mordbrenner wieder über die Gassen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus gesellschaftsfähig werden zu lassen, ja, das untote Dritte Reich als alltagsbestimmende Größe wieder zu errichten.

Doch dann … kommen andere Signalwörter.

Atlantikbrücke – gleich zu Beginn. Die Atlantikbrücke ist eine dubiose Vereinigung, wie ich sie auf dem Boden einer Demokratie niemals sehen würde wollen – wie alle Vereinigungen, die handverlesen ausgewählte Reiche und Mächtige unter Ausschluß der Öffentlichkeit zusammenbringen – und das mit merkwürdigen Argumenten, die allerdings aktuell aus Wikipedia verschwunden sind. Dabei habe ich sie doch so gerne zitiert (siehe Nachrichtenspiegel):

„Die USA werden von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“ Arend Oetker, damaliger Vorstandsvorsitzender der Atlantik-Brücke in der Berliner Zeitung vom 17. April 2002″

Wahrheiten, die wir nicht mehr lesen dürfen. Ist ja auch – für sich genommen – eine Verschwörungstheorie. Allerdings ist das Zitat noch in der Originalquelle zu lesen (siehe BZ).

Mist – jetzt bin ich schon ein Nazi. Aber es kommt noch besser: auch CIA ist ein solches „Signalwort“, mit dem man sich verdächtig macht. Ebenso „Bilderberger“. Oder „Ukraine-Krise“. Seien Sie also vorsichtig, wenn sie im Einflussbereich der Stiftung (vor allem in der Nähe von Schulen und Kindergärten) darüber reden, dass sie Kenntnis vom US-Geheimdienst haben, sich über geschlossene Geheimtagungen ihrer gewählten Politiker wundern oder sich vor einer Krise in der Ukraine fürchten: sie stehen sofort unter Beobachtung … und unter Verdacht. Ebenso wenn Sie über „GEHEIMDIENSTE“ reden: lassen Sie es sein, das macht Sie verdächtig.

Wir kennen das ja: George Orwell und seinen Roman „1984“, lange Zeit „linke“ Literatur … jetzt jedoch: SIGNALWORT. Ja, „1984“ ist Signalwort. Aufpassen.

Schon schlimm? Keine Sorge, unter der Führung der ehemaligen inoffiziellen Mitarbeiterin des Ministeriums für Staatssicherheit Anetta Kahane (siehe Wikipedia) gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Signalwörter, die auf einen rechtsextremen Hintergrund hinweisen sollen:

„TTIP“ zum Beispiel. Jeder, der gegen das Freihandelsabkommen ist, ist verdächtig und muss verhört werden. Also … man muss „nachfragen“ – wie ja das Ministerium für Staatssicherheit auch immer nur „nachgefragt“ hat. Der Spiegel hatte ja neulich erst gemerkt, dass TTIP-Demonstrationen rechts seien, weil da diffuse „Rechte“ dran teilgenommen haben … nach der gleichen Logik ist Deutschland ein Nazistaat, weil Neonazis darin wohnen. Die Teilmenge wird Definitionsgrundlage, der Beliebigkeit sind Tür und Tor geöffnet … und es kommt noch mehr.

MONSANTO. Ein offen umstrittener Konzern, dessen Marktmacht zunehmend bedenklich ist, selbst das konservative „Handelsblatt“ gibt zu, dass es ernstzunehmende Zweifel an der Gesundheitsverträglichkeit der Produkte gibt (siehe Handelsblatt), für die hauptsächlich staatlich finanzierte Stiftung jedoch ein hinreichender Verdachtsmoment für rechtsradikale Aktivitäten.

Ebenso GENTECHNIK. Oder GMO (also: gentechnisch modifizierter Organismus). Oder GENMANIPULATION.

DRITTER WELTKRIEG. Oder NEUE WELTORDNUNG (die – von Bush ausgerufen- auch in der Bundeszentrale für politische Bildung kritische Gedanken hervorrief – sie bpb).

Wer über Freimaurer redet, ist verdächtig. Wer über die Studentenverbindung Skull & Bones berichtet, macht sich verdächtig. Wer über Wettermanipulationen berichtet, macht sich verdächtig. Wer das Wort Klimaschwindel benutzt, macht sich verdächtig. Wer Regierungstheorien zu „nine-eleven“ in Frage stellt, macht sich verdächtig. Wer den Film Matrix gesehen hat, macht sich verdächtig. Wer diesen Artikel liest, hat sich jetzt verdächtig gemacht. Wer sein Reihenleben nicht jubelnd begrüßt, macht sich verdächtig. Wer falsch parkt, macht sich verdächtig. Wer versucht, sich eine eigene Meinung zu bilden, macht sich verdächtig.

Oje – jetzt sind die Pferde mit mir durchgegangen. Bitte streichen Sie die letzten Verdachtsmomente aus Ihrem Gedächtnis.

Harmlos finde ich das allerdings nicht, was diese Stiftung breitflächig unter das Volk streut. Vergeblich suche ich Hinweise auf die neufaschistische gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die sich – in alter Nazi-Tradition – in erster Linie in breiter Front gegen die „unwerten“ Mitglieder des eigenen Volkes richtet, die „Parasiten“ und „Schmarotzer“, die sich öffentlicher sozialer Hinrichtung erfreuen dürfen: die Arbeitslosen. Ein Poster schränkt verkürzt „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ auf Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus ein (siehe aas). Wenigstens die zunehmende Gewalt gegen die (stark zunehmende) Gruppe der Obdachlosen wird thematisiert – ohne jedoch hier auf die Mechanismen einzugehen, die für diese Obdachlosigkeit sorgen: man könnte schnell als „links“ verdächtigt werden, was in diesem Land schnell zu Verfolgungen führt.

Wer steht ganz vorne auf der Seite – als Unterstützer (und Gründungskurator)? Cem Özdemir, wie Jens Weidmann (Bundesbankpräsident),  Thomas de Maizière (Bundesinnenminister), oder Hans-Gerd Poettering (ehemaliger Präsident des EU-Parlaments) Mitglied des „Young Leader“ Programms der mit der Atlantik-Brücke „affiliierten“ American Council of Germany, ehemaliges Mitglied der Atlanikbrücke und  „im September 2004 unter den Unterzeichnern eines von der neokonservativen US-amerikanischen Denkfabrik Project for the New American Century (PNAC) veröffentlichten Offenen Briefes an die Staatsoberhäupter und Regierungschefs von NATO und EU gegen die Politik des russischen Präsidenten.“ (siehe Wikipedia) … jene Denkfabrik, die sich zur Verwirklichung ihrer Träume ein neues Pearl Harbour herbeiwünschte und die Entwicklung rassespezifischer Biowaffen, die auf spezielle Gentypen zugeschnitten sind, begrüßte (siehe Wikipedia).

Ob der an der Gestaltung der „Tabu-Liste“ mitgewirkt hat – im Sinne seiner Freund jenseits des Atlantiks? Zufällig kam ja mit „nine-eleven“ jenes „Pearl Harbour“, das man so dringlich herbeisehnte, um der Welt ein neues amerikanisches Jahrhundert zu bescheren … aber halt: jeder Zweifel an den USA führt zum Verdacht des Antiamerikanismus, der – gleich gesetzt mit Antisemitismus – zu verstärkter Observation führen sollte (siehe aas).

Seltsame Gleichungen werden da aufgemacht, eingewoben zwischen vielen mutigen Texte über alltäglichen Rassismus oder über die Bagatellisierung des Rechtsextremismus durch deutsche Behörden werden Denkverbote erteilt und Bürgerproteste diffarmiert, die – welch´ Zufall – dem Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert im Wege stehen.

Die Stiftung wird … transatlantische Lobby.

Und ich – nun, ich bin jetzt ein Nazi. Darauf muss ich jetzt gefasst sein: unter Beobachtung gestellt. Vielleicht sogar verfolgt. Und wenn ich erst mal meine Meinung zu Gentechnik veröffentliche (ja, ist in Arbeit), habe ich wohl Mahnwachen vor der Tür. Zumal ich ja gerne über diese seltsamen, neufeudalistischen Bünde der Eliten schreibe und sie für absolut unduldbar in einer offenen, demokratischen Gesellschaft halte.

Es könnte aber noch schlimmer kommen: man könnte mich für „links“ halten. Wie Gaddafi, Assad, Sadam Hussein oder Putin. Und was mit denen geschieht, weiß man ja. Das haben wir gelernt.

Wissen Sie, was der russische Milliardär und Held des Westens der Reporterin Freeland sagte – allerdings vor seiner Verhaftung?

„Wenn heute ein Mann kein Oligarch ist, stimmt etwas nicht mit ihm. Hier hatte jedermann die gleichen Startbedingungen, jeder hätte es schaffen können“. (Aus; Krysmanski, 0,1 %, Das Imperium  der Milliardäre, Westend, 2.Auflage 2013)

Das ist der Faschismus, der den Holocaust der Zukunft leiten wird. Den Mann hat Putin verhaftet. Redet der über den Dritten Weltkrieg und die Ukrainekrise (siehe Spiegel), ist er natürlich kein Faschist. Das gilt nur für Untermenschen wie mich.

Wie man allerdings in diesem Klima noch Widerstand gegen die Refeudalisierung der Gesellschaft leisten kann, ist mir langsam schleierhaft.

 

 

 

 

 

 

Die unsichtbare Hand der Geheimdienste

Die Geheimdienste also der Tiefenstaat der über alles seine unsichtbare Hand legt und lenkt, der über jeden und über alle Bescheid weiß, benutzt die Kombination von Geheimhaltung und Umetikettierung von Fakten, die einen besonders schlimmen Missbrauch moderner Datentechnik ermöglicht. Unliebsame Zeugen oder politische Störenfriede können zu Terroristen, Waffenhändler, Pädophile oder Drogenhändler gestempelt werden – zu Sicherheit und im Dienste des Staates und der Gesellschaft, versteht sich. Die entscheidenden Fakten werden als streng geheim eingestuft, sodass weder die Strafverfolgungsbehörde noch die Presse in der Lage sind, den wahren Hintergrund eines Falles aufzudecken. Diese geheim operierenden Dienste, die im großen Stil an der gesetzgebenden staatlichen Gewalt vorbei, ihre Aktion durchführen, sind der eigentliche Feind der Demokratie.

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