Christoph Sieber

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STRÄTER und andere Überzeugungstäter

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(Twitter, Kampagne #allesindenarm)

Dumm stellen auf höchstem Niveau? – Yes we can!

Sind die irre geworden? Das fragen sich gerade viele, die ihre einstigen Idole abtakeln und in den Keller packen müssen. Einstmals wackere und clevere Streiter für den kleinen Mann / die kleine Frau / den kleinen Diversen, sind nun zu Handlagern politisch-konzernwirtschaftlicher Interessen geworden und rühren die Trommel für das wohl aberwitzigste Produkt der gesamten Medizin- und Menschheitsgeschichte: Eine nicht regulär zugelassene, experimentelle Gentech-Impfung, zu der die Hersteller keine Haftung übernehmen und zu der sich die offiziellen Datenbanken mittlerweile mit haarsträubenden Zahlen an nach der Imfpung tw. irreversibel Geschädigten und Verstorbenen füllen (siehe auch Bericht  über aktuelle Anhörung von nun z.T. im Rollstuhl sitzenden Impfopfern im US Kongress: „Verraten und verkauft“; Video der Anhörung im US Kongress von Youtube mittlerweile gelöscht, hier ein Ausschnitt der Sitzung via Alternativlink; siehe ebenfalls auf Youtube gelöschte Reportage über Impfopfer in Israel: Vax Testimonies).

Zur Mutation ehemals scharfsinniger Influencer zu naiven Impfluenzern siehe auch Milosz Matuscheks lesenwerten Abgesang: „Die Pandemie der Impfluenzer“.

Wer die vorgenannten Video-Streiflichter gesehen hat, der wird keinen Zweifel mehr an der Devise der #allesindenarm-Impfluenzer haben: Viel hilft viel. Immer nur rein mit dem Zeug. Nehmen Sie heute, zahlen Sie morgen! Oder frei nach Christoph Sieber („Na dann wear‘ ich sie halt, die fucking Mask“): Na dann impf ich ihn halt, den Scheiß! Wenn diese Substanz dem Menschen schon auf Anhieb so schlecht bekommt, wie gut wird sie dann erst auf längere Sicht wirken?

Zum intellektuellen Amoklauf der Influencer nur zwischen Tür und Angel ein paar flüchtige Gedanken, in der virtuellen Wüste zu einer bisherigen Anhängerin von Torsten Sträter, die sich von ihrem einstigen Helden nun maßlos enttäuscht sieht:

Was willst Du von Sträter und anderen Überzeugungstätern erwarten? Sträter, ebenso wie all die anderen Sieber- und Böhmermänner haben in einer eiskalt-neoliberalen, prekarisierten, von Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichneten Zeit so etwas wie den Jackpot gezogen. Sie bekommen für ein bisschen abendliches Herumalbern stehende Ovationen und fürstlichen Lohn, von dem andere nicht einmal zu träumen wagen. Die neoliberalen Imperatoren lassen sich ihre Hofnarren, die auch das Fußvolk bei Laune halten, schon ein bisschen was kosten. In einer Zeit, wo ansonsten kein Hahn nach ihnen krähen würde und sie sich bei Zalando oder Lieferando abstrampeln müssten, um dann abends mit ‚nem Junkfood Snack todmüde ins Bett zu fallen, bekommen sie ihre eigene Show, ausgestrahlt über die reichweitenstärksten staatlich-zwangsfinanzierten Sender. Und ihre Show heißt nicht etwa nur die „Bingo Show“, sondern die ist personalisiert: „MANN, SIEBER“ oder „STRÄTER“ steht da hinten in großen, professionell designten Neonlettern über der Bühne, auf der der Showmaster auf und ab stolzieren und unter johlendem Applaus der Masse seine Späßchen zum Besten geben darf. Ich meine: STRÄTER! STRÄÄTER! Und nicht Bibabuxshow. Oma würde stolz sein und sagen: Bubi hat’s „geschafft“.

Aber nicht nur pekuniär, auch in der Währung des Social Media Zeitalters wird ausbezahlt: Die Herzen von hunderttausenden Followern liegen ihnen zu Füßen. Küssen ihnen die Füße dafür, dass man abends nach dem Hamsterrad in der Maloche bei Bier noch mal  ‘nen Lacher rausquetschen kann, obwohl man eigentlich heulen müsste.

Bei den Followern auch unzählige gutaussehende Exponenten des anderen Geschlechts, unter denen man wählen kann wie der Hahn im Korb. Die einen cool finden und sich von einem staatlich alimentierten Promi besser abgesichert fühlen als von einem prekären Aufstocker im Callshop. Keine Sau ruft an? Nicht bei Dir, alle hängen an Deinen Lippen. Sogar die großen Printmedien laden Dich zum Interview und fragen Dich über die eigene hochwohlgeborene Meinung zu Gott und der Welt. Du wirst auch zum Herrn der Elemente, kannst mit einem Fingerschnipper einen Shitstorm entfachen. Die Hunderttausendschaft an Followern stürzt sich augenblicklich auf jeden und zerreißt ihn, auf den Du als „Schwurbler“ oder zumindest als „fragwürdig“ hinweist. Dein Postfach geht über vor Sponsoring-Angeboten renommierter Marken und Institute. Für eine kleine Spritztour, bei der Du der Kamera Dein Lächeln schenkst, bekommst Du einen Porsche zurückgeschenkt (siehe Porsche Newsroom). Bei DAX-Konzernen darfst Du als Keynote-Speaker auftreten und mit den Mächtigen der marktkonformen Demokratie abends Sekt schlürfen. Wenn Du sie zum Lachen bringen kannst, dann laden sie Dich vielleicht sogar auf ihre Yacht ein und Du darfst ein Selfie posten, wie ihr gemeinsam Austern schlürft.

Wenn Du für das alles nicht bereit bist, mitzuspielen und zur richtigen Zeit das Gute & Gerne zu tun, das von Dir erwartet wird, was für ein undankbarer Lump musst Du dann sein?


P.S. (cp FB):  Wüsste man nicht um das Schicksal, das die Symbiose mit der Lüge mit sich bringen wird, dann könnte man die Jungens und Kebeküsschen ja fast bewundern: Sie haben es in Sachen Selbstbetrug auf höchstem Niveau zur gleichen Perfektion gebracht wie ein Turmspringer, der mit Rückwärtssalto eine sechsfache Schraube mit Quadrupel hinlegt und nach dem Eintauchen ins Wasser von der DSDS Jury eine glatte Haltungsnote 10 erhält.

 

 

Diese armen, armen Reichen – Christoph Sieber

Christoph Sieber möchte jetzt wirklich mal eine Lanze für eine gesellschaftliche Minderheit brechen: für die Reichen. Wer setzt sich denn sonst endlich für diese Randgruppe ein?

Rinderwahnsinn statt Herdenimmunität (Wir haben die Wahl: Einsicht oder Notschlachtung)

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Obwohl wir von der Befreiung vom Wahnsinn noch ein gutes Stück weit entfernt sind und es für den marktkonformen Spikeproteinbürger wohl zuerst noch schlimmer werden muss, bevor es besser werden kann, so darf man vom Ende der Schreckensherrschaft doch zumindest träumen. Und auch wenn vieles, was in der „Welt“ steht, tendenziös ist, so muss man über Berichte von US-Armeereportern über die guten & gernen Bürger Deutschlands nach der Befreiung 1945 doch schmunzeln (siehe Welt). Demnach wunderten sich die Alliierten über die Wut, mit der überall auf „die Nazis“ geschimpft wurde. Niemand sei Teil der Partei gewesen, den Blitzkrieg und den danach folgenden jahrelangen Zermürbungskrieg hätte jemand anders geführt. Es müsse laut Erzählungen der Deutschen wohl „eine fremde Rasse von Eskimos“ gewesen sein, „die vom Nordpol gekommen und irgendwie in Deutschland eingedrungen sind“, so ein US-Major.

Doch zurück in die Gegenwart, in der die Dinge etwas anders gelagert sind. Denn im Unterschied zu damals gibt es heute keine Alliierten, die uns befreien wollen. Es ist vielmehr eine globale Allianz von ungekannter Schlagkraft, die uns nach einem Blitzkrieg eingekesselt hat. In den bereits der neuen Agenda der „Neuen Normalität“ unterworfenen Gebieten, und das ist mit Ausnahme einiger unbedeutender Provinzen nahezu die gesamte Welt, werden nun militärisch bewährte Strategien der Zersetzung und Repression angewendet, um verbliebenen Widerstand gegen das Gute, Gerne & Alternativlose zu brechen. Aktion T4.0 läuft. Diesmal nicht im Namen der Rassenhygiene, sondern nur im Namen der Hygiene, wir sind schließlich im 21. Jahrhundert. Es sind auch keine ethnischen, sondern gesinnungsmäßige Säuberungen, die von den Staatssicherheitsdiensten durchgeführt werden, um die Gesundheit des Volkskörpers zu schützen und alle sechs Monate per Gentech-Impfung Herdenimmunität herzustellen. Logistisch gestützt diesmal nicht nur von klapprigen IBM-Hollerith-Maschinen, sondern von der geballten Künstlichen Intelligenz aus Silicon Valley.

Wie sollen wir aus solcher Lage, gegen die der Kampf des gallischen Dorfes von Asterix gegen die Römer ja geradezu ein Sonntagsspaziergang war, jemals wieder herauskommen?

„Immer dieses Reden, wir müssen endlich etwas tun.“ Wie oft liest man mittlerweile diese Kommentare unter den Interviews und Videos des noch aktiven Widerstands?  Der Wunsch nach Tätigwerden ist natürlich verständlich, doch Reden ist leider das einzige wirkungsvolle Instrument, das wir als Zivilbürger in dieser Situation haben (siehe auch die empfehlenswerte sonntägliche Reihe „Wir müssen reden“ von Mathias Burchardt und Sven Böttcher). Ab dem Moment, wo wir beginnen, Molotowcocktails zu werfen, ist Aus die Maus, sind wir erledigt. Der Konsensmoloch wartet nur darauf, dass wir uns zu solchen Aktionen hinreißen lassen, um dann mit seiner geballten, hochgerüsteten Maschinerie auf uns losschlagen zu können. Also bitte, ruhig Blut bewahren. Auch wenn der Sauerstoff unter der schimmeligen Käseglocke, in der man uns darben lässt, inzwischen zugegeben knapp wird.

Die Dunkelheit kann sich nur lichten, wenn wir Lichter anzünden. Kracher leuchten nur kurz auf, machen ansonsten nur Rauch. Man kann an ihnen auch keine weiteren Flammen entzünden. Eine ruhige Flamme, an der wir eine Lichterkette der Einsicht entzünden könnten, wäre z.B. die jüngste Betrachtung “Unser Psychopathen-Problem“ von Tim Foyle (Autor von “Psychologie des Verschwörungsleugners“). Beide Artikel zählen wohl zu den bemerkenswertesten Analysen inmitten des gordischen Coronaknotens, in dem wir uns immer noch verheddert haben. Besonders der „Psychopathen“-Artikel  hat weiterführendes Potenzial, da er die äußeren uns überkommenden Geschehnisse in Analogie zu Archetypen setzt, die auch in uns selbst gegeneinander kämpfen (siehe auch oben die grafische Visualisierung des hierbei entwickelten Schemas von E-Gruppe Berlin). Zum Verständnis des Schemas ist das Lesen des längeren, aber lohnenden Artikels unumgänglich. Auch wenn man zu Themen wie Psychopathie schon einiges gelesen hat, eröffnen insbesondere die letzten Absätze über die „fliegenden Affen“ – unsere Influencer und ihre im Tiefschlaf befindlichen („woken“) Follower – und die seit jeher unter dem Damoklesschwert von Verfolgung und Abschlachtung ihren Weg durch die Geschichte suchenden „Idealisten“ auch für kritisch vorgebildete Köpfe ganz neue Perspektiven.

 


Nachsatz: (aus Zeitengründen nur c&p von FB)

Dass wir all diese Archetypen auch in uns tragen, ist auch der Grund, warum so viele vormals kritische Köpfe nun bei der Milleniumsmanipulation („Corona“) versagt haben und sogar zum Angriff auf die Aufklärer übergegangen sind. Sie hatten aufgrund ihrer bisherigen, oft durchaus treffenden Stichelei gegen den Systemmoloch ein schlechtes Gewissen gegenüber diesem Moloch (und seinen unzähligen Followern, d.h. den guten & gernen Mitbürgern). Nun hatten die vormals kritischen Intellektuellen die Chance, diese „Schuld“ gegenüber dem Systemmoloch zu tilgen, indem sie sich als Scheitholzschlichter zur Verbrennung der Widerständler hergeben – natürlich mit guten & gernen Gründen, an denen es in ihren intellektuellen Gehirnen nicht mangelt. Alle haben sie mitgemacht, nicht nur die smarten Schleimer (all die Böhmermänner, Schroeders, Tilos, Walulus und Schlecky Silbersteins), sondern auch diejenigen Köpfe, die wir bislang für brillante intellektuelle Überflieger gehalten haben: all die Schramms, Pispers, die Anstalt-Typen, Harald Welzer, Lesch und Precht sowieso, wobei ich mir nicht sicher bin, ob letzterer überhaupt zu den Intellektuellen und Philosophen zu zählen war oder eher zu den smarten Schleimern. Von der ganzen Promi- und Künstlerbagage will ich jetzt gar nicht reden. Aber sogar scheinbare echte Durchblicker wie Chomsky, Klein und Spitzer – alle haben sie einen Kotau vor dem massenmedialen Konsensmoloch hingelegt. Und wer sich von ihnen nicht aktiv an der Diffamierung und Häme beteiligt hat, hat zumindest die Klappe gehalten, was in solch entscheidender Stunde kaum weniger schwer wiegt.

Dem entgegenzutreten, was sich im letzten Jahr an hanebüchenem, jedem elementaren Menschenverstand spottendem Wahnsinn abgespielt hat, wäre ihre Stunde gewesen. Stattdessen haben sie sich nun unendliche Schuld und Schande aufgeladen.

Aber solch radikales Versagen in entscheidender Stunde ist leider vorprogrammiert, wenn man die Dinge nur intellektuell und nicht existenziell ergründet. Ja, auf intellektueller Ebene mögen all diese Intelligenzler wirklich sehr scharfsinnig und eloquent sein, und man braucht ihnen auch eine gewisse Genialität nicht absprechen, die sie im Gehege ihrer Inselbegabung besitzen. Ja, und sozial sein, also das Gute & Gerne, das  wollen sie schon auch. Das darf man ihnen ruhig abnehmen. Aber letztlich haben sie sich mit Welt und Mensch nur auf einer sehr oberflächlichen Ebene auseinander gesetzt und es gescheut, wirklich tiefer zu dringen. So wie Tim Foyle treffend schreibt: „Es fehlt ihnen an echter Wahrheitsliebe, und so bleiben sie an einem bequemen Rastplatz auf dem Weg dorthin stehen, um diejenigen, die sich weiter vorwagen, zu beschimpfen und zu beleidigen.“   

In Wirklichkeit haben sie sich gegen wirklich Erkenntnis gesträubt wie der Teufel gegen das Weihwasser. Und das schon jahrzehntelang. Sie haben Meisterschaft darin erlangt, sich auf höchstem akademischem Niveau blöd zu stellen, aber das auf dermaßen smarte und ausgebuffte Weise, dass jede Kritik an diesen Edeltrollen abprallt wie eine Entenfeder an einem SUV. Nichts von dem, was die großen Geister unserer Philosophie angemahnt haben und womit uns eigentlich ein klarer, wenngleich unbequemer Weg gewiesen wäre, haben die Intellektuellen aufgegriffen. Auch wenn sie die Namen der großen Philosophen in den Mund genommen haben – in Wirklichkeit war ihnen ihre eigene intellektuelle Eitelkeit der höchste Götze. Und dieser Götze müsste wie ein Schneemann ab dem Moment zu schmelzen beginnen, wo man sich mit den Worten von  Plato, Sokrates, Goethe, Schiller, Novalis & Co. in ihrer lebendigen Tiefe zu beschäftigen beginnt. Doch dann würde für längere Zeit betretenes Schweigen eintreten. Dabei hören sich unsere Intellektuellen aber so gerne selbst reden, vor allem wenn die Kamera dabei ist und die Scheinwerfer der Medien auf sie gerichtet sind. Sie würden dann nicht mehr als Keynote-Speaker bei den DAX-Konzernen herumgereicht werden und an den Cocktail-Parties der Mächtigen Sekt schlürfen können. Sie müssten dann in einer dermaßen heucherlischen Polit-/Medien-/Wirtschaftswelt, wie wir sie heute haben, eher ein Diogenes-Dasein fristen, ganz abseits des Trubels, wo kein massenmedialer Hahn nach ihnen kräht.

Schon alleine bei solcher Vorstellung gefriert den Schroeders und sonstigen Extra3-Typen das Blut in den Adern. Dann lieber bedingungslos vor dem nackten Wahnsinn kapitulieren und sich noch ein paar fette Jahre als Hofnarren bei Pogo dem Clown machen, bevor man dann die Rechnung für sein Schergendasein bekommt und sich im Schwefeltopf Mephistos (von hebr. mephiz = der Verderber und tophel = der Lügner) wiederfindet.

Siehe auch Prof. Kreiß: Das Mephisto-Prinzip – Wie wir zu Lügnern und Verderbern erzogen werden

 

Christoph Sieber trifft die Queen

Warum ist die Queen in Köln? Elisabeth II muss dringend ihre Vorräte an Knoppers und Maggi auffüllen – in England sind die Regale leer.

Christoph Sieber: Das Märchen von der Bildung

Satire

Rima-Spalter mit Marco Rima Folge 4: Wie geht es Dir?

Ich weiss nicht, wie es ihnen geht. Aber manchmal, wenn ich
von jemandem, der eine Maske trägt, gegrüsst oder
angesprochen werde, weiss ich beim besten Willen nicht, mit
wem ich es gerade zu tun habe.

Rima-Spalter mit Marco Rima Folge 5: ALT!

Wer kennt sie nicht, die sozialen Medien? Facebook, Twitter,
Instagram, TikTok… oder wie sie alle heissen. Auch ich poste
ab und zu mal was auf Facebook, also der Plattform für
«Totgeglaubte», wie mir das mal ein hipper Medienjunkie
erklärte. Ich erreiche über dieses Medium meine Fans und
lasse über meinen Account lustige Filmchen, Fotos oder witzige
Posts laufen. Und manchmal, wenn mich etwas nicht schlafen
lässt, setze ich mich vor meinem Computer und filme mich
dabei, wie ich meinen Gedanken freien Lauf lasse…. Aber hört selber rein.

Gesundheitswesen – Christoph Sieber | Mitternachtsspitzen im Mai

Die Versorgung in deutschen Krankenhäusern klappt vorbildlich. Naja, zumindest die der Aktionäre …

Dr Max

Bengt Kiene

ARD VERBREITET WIDERWÄRTIGE PROPAGANDA GEGEN TIL SCHWEIGER UND JOURNALIST BORIS REITSCHUSTER.

Zirkus Corona: Grün, getestet, geimpft und entwurmt

DAVE BRYCH – TESTZENTREN KRISE VORAUS!!

Baerbocks Bußgeldkatalog | Das Grün steht für Verbot | Strippenzieher

Bald ist es so weit. Im September wird entschieden, wer Deutschland aus dem Kanzleramt heraus regieren darf. Trotz des ein oder anderen Skandals ist Annalena Baerbock immer noch im Rennen. Aber kann sie Deutschland noch von sich überzeugen?

Ob ein #Tempolimit auf Autobahnen, Stellenstreichung in der #Automobilindustrie, Solaranlagenpflicht oder höhere #Flugpreise, die Spitzenkandidatin von Bündnis90/Die Grünen Annalena Baerbock hat einige Verbote im Jutebeutel mitgebracht. Und da hat man den frisierten Lebenslauf und die nicht angegebenen Sondereinkünfte von 25.000 Euro noch nicht mal mit eingerechnet. Das soll Deutschland nun erwarten? Ist das der Preis, den man für eine grüne Zukunft zahlen muss? Vermutlich. Es muss doch jemanden geben, der dieses Land vor solchen spaßbefreiten Einschränkungen und Korruptionen rettet.

Angela Merkel. Nur eine wahrhaft erfahrene Kanzlerin kann so einem Jungspund mal zeigen, wie man so einen Job richtig macht. Doch wie? Vielleicht funktionieren ja erzieherische Maßnahmen? Bei Kindern wie Annalena muss man auch mal hart durchgreifen. Und wenn das nicht reicht, muss eben das Allheilmittel gegen unverbesserliche Politiker her. Das Wurmloch.

Himmel und Hölle

Satire

Georg der Grüne

Behörden-Posse: Nach Umbau passen Busse nicht mehr durch Kreisel

Eigentlich geht es am Kreisel im oberbayerischen M. ganz normal zu: Autos, Busse und LKW fahren ein und aus – und ab und an auch drüber! Damit sollte Schluss sein: Damit die Verkehrsregeln eingehalten werden, hat die Gemeinde den Kreisel um weitere 6 cm erhöht. So konnte zwar kein Auto mehr die Kreisel-Grenzen überschreiten, doch Busse, Laster und Landmaschinen passten auch nicht mehr durch – die Fahrbahn schlicht zu schmal. „Unfassbar, was da Steuergelder verschwendet werden“, „Die Kinder kamen mit dem Bus nicht mehr in die Schule, das ist doch ein Witz“, zeigen sich die Anwohner verärgert.

Eure Themen sind gefragt | Die Echse und der runde Tisch

Die Echse hat eine neue Idee und Ihr seid gefragt. Regelmäßig möchte die Echse fortan echsklusiv hier auf YouTube mit ihrem Ensemble Eure Themen besprechen. Was bewegt Euch? Was sollte das Kompetenzteam rund um die Echse mal diskutieren? Das können gesellschaftliche und philosophische, aber natürlich auch private oder berufliche Themen sein. Je persönlicher aus Euerm Leben um so besser. Ihr habt Fragen zum Jobwechsel? Gibt es gesundheitliche Probleme mit Eurem Haustier? Eins ist klar: diese Runde kennt die Antwort. Notfalls verschiedene. Stellt Euch und Euer Anliegen also in einem kleinen Kommentar unter dem Video vor. Aus allen Kommentaren von YouTube, Facebook und Instagram wird die Echse einige auswählen und in der nächsten Ausgabe am runden Tisch mit der Gruppe besprechen.

Annalena Baerbock und der klimaneutrale Krieg

Annalena Baerbock erlebt gerade einen krassen Höhenflug. Angeblich soll sie kurz davor sein, Reinhold Messner zu fragen wie man über 8000 Meter mit wenig Sauerstoff gut auskommt. Letztlich werden wir erst nach der Wahl sehen, ob Deutschland mit den Grünen erblüht oder ob man mit Annalena den Baerbock zum Gärtner macht.

BABY LASS UNS IMPFEN ☠️💉

Ganz Deutschland hasst diese Meinung.

Corona, Impfen, Klimawandel: Christina Schlag wird von allen für ihre Meinung gehasst.

Sind Risikogruppen ein Risiko?

Die bislang kaum beachtete Frage rührt an jenem Stillschweigen, das uns seit Anbeginn durch die Krise begleitet. Erstmalig bietet nun ein Gesundheitsmagazin Nichtsymptomatischen die Gelegenheit, in die Haut eines Positivismusverseuchten zu schlüpfen, die uns unsere Leitmedien nicht müde werden in dicken Sossen zuzubereiten. In der Nebenrolle als Herbert Stöcklin glänzt ein völlig unbekannte Herbert Stöcklin, 65 Jahre.

Glauben sie keinen Gerüchten !

POLENTE HEUTE #1

Die Polente heute.

Best of Annalena Bockbier

Russen und Grüne – Urban Priol

Kaum Kanzlerkandidatin, schon kommen die Skandale und Affären. Urban Priol hat da aber einen Rat an Annalena Baerbock.

Kinder in der Pandemie

Christoph Sieber fragt sich, ob die Kinder und Jugendlichen den Erwachsenen verzeihen werden? Verzeihen, dass die Bedürfnisse der jungen Generation in der Corona-Pandemie oft vernachlässigt wurden. Mehr dazu gibt´s auch am 29. Mai, ab 21.40 Uhr in den Mitternachtsspitzen im WDR.

Grunzen und Stottern

Sprach- oder Lebensrealität – was hat mehr Gewicht? Das fragt sich auch Michael Hatzius.

Neulich bei der Bundespressekonferenz – Kommissar Klaus

Hat Klaus das Zeug zum Kommissar? Bei der BPK wird er erstmalig geprüft.

Die Grüne Zukunft „Best Of CoronaBullshit 20/21“ Idiokratie

Musik in diesem Video

Titel
Die Maus: Das alte Ägypten
Interpret
Spoken Word
Lizenziert an YouTube durch UMG (im Auftrag von Karussell); UMPG Publishing und 3 musikalische Verwertungsgesellschaften

Die Giftspritze

Dieses Video ist als reine Satire und Hommage an die großartigen Beiträge der Bundesverdienstkreuzträgerin Mai Thi Nguyen-Kim zu verstehen.
Glauben Sie NUR Ihren Regierungen, deren Experten und Beratern.
Die Corona-Impfungen sind alle sicher, ausreichend getestet und staatlich zertifiziert.
Für Fragen zu Impfungen wenden Sie sich an Ihr Gesundheitsministerium.

QUELLENVERZEICHNIS https://docs.google.com/document/d/1pFBTa6ja3YHjZlF7NMhkaDHD9ROBHMN0XvS20RUi8zM

MUSIK
Gemafreie Musik von https://www.musicfox.com
Ducklings Parade von https://www.evermusic.de/lizenzfreie-musik-kostenlos-downloaden.html

 

Rima-Spalter mit Marco Rima

Corona unser im Lockdown
Infektiös werde dein Name.
Dein PCR-Test komme

Leben wir nicht in herrlichen Zeiten? Nachdem wir uns jahrelang in Eigenverantwortung und unter Lebensgefahr umarmen, herzen und küssen mussten, hat nun endlich unsere Regierung auf Grund von Corona, der schlimmsten Pandemie seit «Dschungelcamp und Modern Talking», die Zügel in die Hand genommen und den selbsternannten, wachen Bürgern, diesen «Schwurblern», «Aluhüten», «Covidioten», «Verschwörungstheoretikern», «Coronaleugnern», «Massnahmenkritiker» und «Impfverweigerern» – unter uns… alles Nazis – wegen ihrer komplett überzogenen Forderungen nach Freiheit und Demokratie endlich einen Riegel geschoben.

«Hallo und herzlich willkommen zum Verfassungs-Quiz!
Die Verfassung nicht gelesen zu haben, ist nicht
schlimmer, als die Verfassung zwar gelesen, sie aber nicht
verstanden zu haben! Und hier ist er, unser Kandidat aus
der Innerschweiz: Marco Rima. Auf los geht’s los!»

Marco Rima für den Nebelspalter: Meine lieben Freunde der heiteren Satire. Nein, es muss nicht immer «Corona» sein. Zuprosten geht auch mit einem Aargauer «Feldschlössli», einem Bündner «Calanda-Bräu» oder einem Appenzeller «Quölfrösch»

Dirk Müller – Steuer-Posse: US-Billionäre verhöhnen die Bevölkerung

Realsatire

2021: Aktion T4 4.0 (Der Influencer-Merkill)

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(Bilder: E-Gruppe Berlin)

#allesdichtmachen

Dass es in marktkonformer Maulkorbdemokratie „nur eine legitime Meinung“ gibt (Rezo), sollte mittlerweile jeder Bürger mit Internetanschluss wissen. „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“, dieses Gesetz des Schweigens (Omerta) bildet seit Generationen die Grundlage mafioser Strukturen. Wie konnten es nun also knapp über 50 Künstler wagen, die gute & gerne Omerta zu brechen? War ihnen nicht klar, dass sie dann die unbarmherzige Hand  des Paten bzw. der Patin ereilt (siehe gleichnamiges Buch der ehem. CDU-Beraterin Gertrud Höhler), vor der man bekanntlich an keinem Ort der Welt sicher ist?

Nun liegen sie allesamt auf der Streckbank der Inquisition, das glühende Eisen der Exkommunikation vor Augen, hinter sich einen geifernden Mob, der ihre Köpfe fordert. Über 20 der 50 Sektierer (von lat. secta – Abspaltung von der herrschenden Lehrmeinung) haben bereits abgeschworen. Einige halten trotz Brandblasen und klaffender Wunden noch durch, doch die geballte Macht eines rülpsenden Konsensmolochs (©W. Reiser) legt nun die Hände um ihren Hals und drückt erbarmungslos zu.

Die Schergen der heiligen Inquisition haben bei diesem unheiligen Treiben nicht allzuviel zu tun. Sie brauchen lediglich die Fackel an das Holz halten, das von tausenden dienstbaren Helfern herbeigeschafft wird. Wie schon im Mittelalter wird zur Verfolgung der Ketzer auch heute das gemeine Fußvolk eingespannt. Morddrohungen der guten & gernen Bürger, die keinesfalls „rechts“ sein wollen, ergehen nicht nur an die mutigen Schauspieler, sondern auch an deren Kinder.

Unterm Hund

Die südtäuschen Spiegelbildbürger sind außer sich vor Empörung. Was, da will uns jemand den Lockdown und unsere neue Staatsreligion (Corona) wegnehmen, in Namen derer wir gerade einen Kreuzzug gegen jegliche Vernunft und in die digitale Transformation unternehmen? Na dann Gnade ihnen Gott Mammon!

Noch vor einem Jahr haben wir uns unterm Hund gefühlt. Regisseur David Schalko sprach von „Perversion als letztem Ausdruck der inneren Verzweiflung“, die sich beim fernsehenden Kleinbürger breitmacht. Und dann kam Corona. Mit einem Schlag waren alle quälenden Fragen, die man sich als Mensch in dieser Zeit stellen muss, vom Tisch gewischt. Es gab jetzt nur noch ein Thema und eine Frage: Bist Du Corona-positiv oder negativ? Die Lämmer durften laut sein, aber das Gewissen konnte schweigen. Um ein guter Bürger zu sein, brauchte man fortan nur eines tun: Maske aufsetzen und die Maßnahmen einhalten. Alle sonstigen menschheitsbewegenden Fragen, die vor unserer Türe stehen und uns zu überollen drohen: weg. Welch Segen. Wie unendlich dankbar dürfen wir denjenigen sein, die uns diesen Einer-flog-über-das-Kuckucksnest-Schnitt verpasst haben.

Und jetzt bäumen sich da immer mehr Menschen auf, die diese Operation rückgängig machen wollen und wieder zu Vernunft und eigenständigem Denken anregen? Verdammt noch mal, Frieda, hol die Mistgabel aus dem Keller!

Um in einem Zustand blinder Raserei nicht versehentlich die Falschen aufzuspießen, gibt es neben den Leitmedien zum Glück auch viele rechtgläubige Influenzer mit jeweils Hunderttausendschaften an Followern (Mausbärlauch Böhmermann kommt mittlerweile allein auf Facebook auf über eine Million), die dem Lynchmob den Weg weisen. Selbst die gutesten und gernesten unter den Edelinfluencern zeigen Haltung und lassen keinen Zweifel offen, was von der #allesdichtmachen-Aktion zu halten ist. Den Vogel der Katzenschwanzlogik schießt wieder einmal Christoph Sieber ab. Als jemand, der immerzu mit mutiger Verve an seine Mitmenschen plädiert, nett und keinesfalls rechts zu sein, erlaubt er es sich natürlich nicht, sich in Hatespeech zu ergießen. Gesellschaftlichen Diskurs findet er erst mal gar nicht so schlecht. Um im nächsten Atemzug seinen Followern aber gleich einen unbeirrbaren Maßstab an die Hand zu geben, mit dem sie die #allesdichtmachen-Aktion beurteilen können: „Handle immer so, dass Hans-Georg Maaßen  [Anm.: der die Aktion gelobt habt]  es Scheiße findet.“

Ja wer will dieser erschlagenden Argumentation, bei der sich nicht nur die Katzen, sondern auch die Ratten in den Schwanz beißen können, noch etwas entgegensetzen? Innerhalb von Minuten nach diesem Post hagelte es Massen an Herzen und Schmachtsmileys, die digital-emotionale Währung des Social Media-Shitstorm-Zeitalters, in der Sieber fröhlich schwimmen kann wie Dagobert Duck in seinem Geldspeicher und keinen Pfifferling mehr darauf geben muss, was die restlichen 99,9% der Bürger von ihm denken. Auch dass laut Video-Bewertung auf Youtube nach 11,4 Mio. Aufrufen 96% der Deutschen die  #allesdichtmachen-Aktion gut fanden und nur knapp 4% mit Dislike reagierten: Wenn kümmert’s, wenn man in der guten & gernen Blase mit seinen Followern unter sich ist und sich gegenseitig unermüdlich auf die Schultern klopfen kann? Wo die Community den ein oder anderen, bei dem sich angesichts des immer hanbüchener werdenden Pandemie-Tagesschaugeschwurbels ein logischer Kurzschluss einstellt, sofort wieder aufrichtet und auf Linie bringt, wenn er mal kurz umfällt.

Follow the Merkill

Den Erfolg der derzeitigen Meinungsführer und angeblich kritischen Influenzer – all der Jokos, Lobos, Tilos, Rezos und Walulus – hat schon Aldous Huxley erklärt: „Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie jedoch wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.“ Das System dankt es den Tilos und überhäuft sie mit Medien- und Grimmepreisen, sogar mit dem Bundesverdienstkreuz (jüngst verliehen an Mailab) dafür, dass sie ganze Millionenschaften an Followern in seichten Gewässern in Strandnähe halten, während auf hoher See gerade der entscheidende Kampf um unsere Zukunft ausgefochten wird.

Doch wenn wir hier über Influenzer und Edeltrolle sprechen, dann nicht, um Zeit zu verschwenden. Denn keiner soll die Illusion hegen, dass diese von ihrer guten & gernen Haltung, mit der sie gerade vollen Rückenwind des Systems genießen, auch nur einen Millimeter abrücken werden. Wer die Filmaufnahmen zu den Bombenangriffen während des 2. Weltkriegs gesehen hat, weiß, dass es vergebliche Liebesmühe ist, auf den totalen Krieg eingeschworene Mitbürger aufwecken zu wollen. Die Bilder sprechen Bände: Deutsche Städte lagen bereits in Trümmern, aber man hatte irgendwie die Straßenbahn instandgesetzt und die Leute fuhren bis zuletzt weiter „in die Arbeit“ – es gibt Filmaufnahmen, wo die guten & gernen Bürger (denen es streng verboten war, „Feindsender“ zu hören) vor ihren ausgebrannten Ruinen auf die nächste Tram warten, adrett in Anzug und Arbeitsdress gekleidet, mit Aktenköfferchen in der Hand. Heute im Prinzip nichts anderes: Der marktkonforme Merkill findet statt, die Existenz der Bürger fällt absehbar in Trümmer. Und die Trümmerkinder der neuen SA rufen sogar: „Bomber Harris, do it again.“

Aktion T4 – 4.0

Ja, schon gut, ich reiß mich am Riemen. NS-Vergleiche gehen ja gerade sowas von gar nicht. Außer es geht um die Gefahr von Rechts, die bekanntlich an jeder Ecke und unter Großmütterchens Kopftuch lauert – weshalb die Polizei, unser Freund und Helfer mittlerweile auch unbarmherzig gegen greise Pensionistinnen vorgeht, den mit ihrem Hund gassi-gehenden Gefährderinnen die Hände in den Rücken dreht und sie unter Tränen aufgelöst erkennungsdienstlich „behandelt“.

Wer angesichts der Szenerie, die sich einem heute auf der Straße bzw. der Umnachtungsschau („Tagesschau“) bietet, NS-Vergleiche zieht, der ist wirklich von gestern. Der in Deutschland traditionell verwurzelte Drang nach Verfolgung und Säuberung (nicht erst seit der NS-Zeit, auch zur Zeit der Hexenverfolgung wurde es nirgends so exzessiv getrieben wie in Deutschland) hat schon längst das Next Level erreicht und die Ebene gewechselt. Während die Nazis mit Aktion T4 noch zum Ziel hatten, den Volkskörper von Behinderten zu „säubern“, so will sich die herrschende Intelligenzia in Deutschland heute derjenigen Menschen entledigen, die noch selbständig denken können. Mittlerweile werden alle medialen, legislativen und exekutiven Hebel in Bewegung gesetzt, um dieses Ziel voranzutreiben. Nicht wenige derjenigen kritischen Köpfe und alternativen Denker, die wir jetzt dringend bräuchten, um den Dingen eine Wende zu geben, sind bereits ins Ausland emigriert. Jeder darf sich ausrechnen, wohin diese wahnwitzige Agenda hierzulande führen wird. Wer „Idiocracy“ gesehen hat, mag eine vage Vorstellung davon haben – ein Film, der ebenso wie Orwells 1984 gerade mit Riesenschritten von der Realität eingeholt wird.

Wenn wir den Wahnsinn nicht stoppen, dann könnte die aktuelle Säuberung der Generation 4.0 weitaus lückenloser ausfallen als seinerzeit. Denn gegen die Überwachungstechnologie, Big Data-KI und Prozessor-Power, die den Betreibern des Great Reset heute zur Verfügung steht, wirken IBMs Hollerith-Maschinen, mit denen in der NS-Zeit der Holocaust organisiert wurde, vergleichsweise dilettantisch. Unlängst habe ich von der Tochter einer KZ-Überlebenden gehört, dass ihre Mutter mit einem aus einer Kartoffel geschnitzten, gefälschten Stempel eine Entlassungsurkunde angefertigt hat und auf diese Weise aus dem KZ entkommen ist. Das wird in Zeiten von 5G, Tracking-App und digitalem Impfpass vermutlich nicht mehr so leicht möglich sein.

Den inneren Tilo packen

Doch zurück zu den marktkonform-demokratischen Influenzern und ihren guten & gernen Followern: Bitte alle direkten Missionierungsversuche stoppen. Niemanden „aufwecken“ wollen, das stößt nur auf Widerstand. Besser seine Zeit und Ressourcen darin investieren, um selbst Lüge und Heuchelei abzustreifen und authentisch etwas zu entwickeln, was man dann in allen Worten und Handlungen wie von selbst verkörpert, ohne groß darüber reden zu müssen.

Und um diesen – nie endenden – Prozess zu bewältigen, ist eben auch der Blick nach außen auf Andere nützlich. Man soll ihn nicht vermeiden. Nochmals: nicht um an ihnen Kritik zu üben. Die werden zu Lebzeiten einen Teufel tun, ihre Haltung zu ändern. Zu wohlig bläht ihnen der Rückenwind des herrschenden Zeitgeists die Segel ihrer schnittigen Yacht, auf der hippe Parties steigen und ein lasziver Sound für Stimmung sorgt. Da nochmal umzudrehen und gegen den Wind zurück zu segeln, wo man es mit diesem öffentlich-rechtlichen Rückenwind doch schon so weit (bis kurz vor die Klippe der Niagara-Fälle) gebracht hat? So kurz vorm Endsieg des Guten & Gernen? Nie und nimmer!
Für wie dumm halten wir denn die grimmepreisgekrönten Kerlchen, die doch zur schlauesten Brut gehören, die unser Staatsschul- und Entertainmentsystem hervorgebracht hat und die gerade deswegen in pole position sitzen dürfen? – Und die uns von dort aus beibringen, wie man politisch korrekt kritisch sein darf, wenn man denn schon unbedingt kritisch sein möchte.

Doch was statt Ärger und fruchtloser Kritik immer fruchtbar ist: Das, was man beim Anderen als – zugegeben oft sehr raffinierte – Heuchelei erkannt hat, auch in sich selbst erkennen und eliminieren bzw. zurechtrücken. Denn wenn man ehrlich ist, findet man all diese Attitüden zumindest als Anlage auch in sich selbst. Man kann denen, über die man sich zunächst ärgert, also auch dankbar sein, dass sie so ein plakatives Anschauungsbeispiel geben. Jeder hat z.B. einen inneren Tilo in sich, der am Catwalk glänzen und abgefeiert werden möchte, ohne dass es ihn etwas kostet. Der superfeige superkeck rüberkommen möchte, auf clever macht und überlegen lächelt, während er nicht merkt, wie er sich von dem, was er eigentlich im Leben machen könnte und sollte, immer weiter entfernt und stattdessen einen Bärendienst leistet. Wer diesen inneren Knülch am Schlawittchen packt und trockenlegt, der hat wirklich einen Fortschritt geleistet. Er wird dies bei aller Mühsal auch unmittelbar als Zuwachs an Frische und Aufrichtekraft spüren. Doch man wird gehörig ins Schwitzen kommen. Der Aal wird sich nicht ohne weiteres an Land ziehen lassen, sondern alle verfügbare Kraft aufwenden, um durch die Hände zu gleiten und sich weiter im Schlamm zu suhlen. Noch schwieriger zu fangen sind Welse. Sie grundeln tief unten am Boden und richten im Teich oft gewaltigen Schaden an. Ein ausgewachsener Wels kann pro Tag so viele andere Fische fressen, wie in einen Wäschekorb passen. Doch hat man die Räuber einmal am Haken, dann kann sich die andere Fischpopulation wieder erholen.

 


P.S.: Die derzeitige Kontroverse um den Rückzug von mittlerweile 22 von 54 Künstlern der #allesdichtmachen-Kampagne darf man ruhig mit etwas Milde betrachten. Es gibt wohl nur wenige Menschen, die es aushalten, von der massenmedialen Stalinorgel ins Fadenkreuz genommen zu werden. Noch dazu in jenem Land, in dem laut Michail Gorbatschow die „die bösartigste Presse überhaupt“ waltet. Dass sich Personen aus dem Showbusiness, wo man es gewohnt ist, den Applaus und die Sympathie des Publikums zu genießen, entgegen dem herrschenden Zeitgeist aufrichten, in einer Zeit, deren signifikantestes Charakteristikum laut Byung-Chul Han der Shitstorm ist, ist eigentlich schon ein herkulischer Akt, der großen Respekt verdient. Sogar die Tempelritter, die noch aus anderem Holz geschnitzt waren, sind auf dem Folterbett schließlich eingeknickt und haben den Inquisitoren von König Phillip dem Schönen die schändlichsten Unterstellungen über ihren Orden unterschrieben, als man sie – wie in historischen Protokollen einsehbar –  „ad ossum“ (lat.: bis an die Knochen) bearbeitete.

Der Abend, an dem sie sozialen Netzwerke mit ihren erfrischenden, niveauvollen und Hoffnung auf ein Wiedererstehen der Vernunft machenden Botschaften geflutet haben, wird uns in Erinnerung bleiben und kann ebenso wie die Videos selbst nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Es war ein Aufbäumen des gesunden Menschenverstandes inmitten eines Treibsandes der Unvernunft, ein farbenfrohes Feuerwerk in einer Zeit der kollektiven Umnachtung.

Und wie die Beteiligten von #allesdichtmachen in einer jüngsten Stellungnahme auf ihrer Website schreiben:

„Wenn Videos von dieser Seite verschwinden, dann heißt das nicht zwingend, dass die jeweiligen Leute sich distanzieren. Es kann genausogut bedeuten, dass jemand sich einfach nicht in der Lage sieht, diesen Shitstorm auszuhalten, oder seine Familie schützen will.“

(siehe auch die Stellungnahme des Regisseurs Dietrich Brueggemann zum aktuell waltenden „Lynchmob“)

Selbst wenn einzelne Schauspieler nun schmählich Abbitte leisten und wieder zurück auf diejenige Bühne des Showbiz gehen, auf der Schein mehr Buchstaben hat als Sein und die nächste Staffel zu „Lady Chatterly’s lovers im lockdown“ abdrehen: Aus der Perspektive des Jenseits wird diese einzelne Aktion, zu der sie sich in der Zeit des Lockdown entgegen allem herrschenden Wind, aus Liebe zu Mitmensch, Vernunft und Zukunft aufgerafft haben, mehr wiegen als alle goldenen Romys, Emmys und RTL-Preise zusammen, die sie zu Lebzeiten eingeheimst haben.

Und selbst wenn es ihnen alles andere kosten sollte, war es das wert und rettet womöglich ihr Herz (das in Darstellungen in ägyptischen Tempeln bekanntlich auf eine Waage gelegt und mit einer Feder aufgewogen wird. Ist das Herz aufgrund angesammelter Bindungen aus dem absolvierten Leben so schwer, dass es mehr Gewicht auf die Waage bringt als die Feder, dann kippt die Waagschale nach unten, wo das Krokodil „Sobek“ lauert und es auffrisst. Erweist es sich als leicht wie eine Feder, darf es in die höheren Sphären aufsteigen).

Werde bei Gelegenheit ein Foto dieser Szenerie, der man heute immer noch in fast allen ägyptischen Ruinen begegnet, von meiner letzten Ägyptenreise nachreichen. Bin jetzt um 01:42 Uhr jedoch schon zu müde, um noch meine Festplatten zu durchwühlen. Es hat jedoch in einer Zeit, in der wir alles fertig vorgesetzt bekommen, auch etwas für sich, so ein Bild zunächst einmal selbst in der Phantasie vor sich entstehen zu lassen.

In diesem Sinne: Good night. And good luck!

Wir sind erledigt: Winselnd am Boden – Warum wir trotzdem dankbar sein können

Wir sind erledigt: Winselnd am Boden – Warum wir trotzdem dankbar sein können

Ja, es ist diesmal eine gute Diktatur. Sogar unsere hochkarätigst zugeschliffenen Intellektuellen, Künstler und Satiriker haben das erkannt und sich dem Friendly Munster auch sofort unterworfen, nachdem es am Horizont erschienen ist. Nicht nur die schlichten Gemüter aus der Abteilung Udo Lindenberg, Grönemeyer, Böhmermann & Co., deren bereits ausrangierte Sonderzüge nun im Kopf Achterbahn nach Pankow fahren. Ebenso die intellektuelle Creme, an deren Lippen wir gehangen haben und die uns mit ihren wackeren Ansagen gegen die neoliberalen Ausbeuter fast zu Tränen gerührt haben, all die Schramms, Prechts, Pispers und Siebers haben bereits ihre bedingungslosen Kapitulationserklärungen unterzeichnet. „Dann haben sie euch endlich am Boden winselnd, wo ihr ihnen aus der Hand fresst“, malten uns die Siebermänner das drohende neoliberale Feudalszenario vor Augen – die gleichen prechtigen Intellektuellen, die uns nun an ebendiese Feudalherren ausliefern und uns das Winseln und Betteln um Almosen zu Füßen von Söders Hosenbeinen als vernünftig und alternativlos verkaufen.

Aber es geht ja diesmal um das gute & gerne Leben, das sie nicht verlieren wollen. Dass im Gegenzug 1,5 Milliarden Menschen, also die Hälfte der erwerbstätigen Weltbevölkerung, nun ihre Arbeit und Existenzgrundlage verlieren wird, aufgrund eines für jeden Grundschüler, der des Lesens und der Grundrechnungsarten mächtig ist, schon längst durchschaubaren Hypes um einen Virus, dessen Mortalität laut WHO-Statistik sich nicht wesentlich von der Grippe unterscheidet (die nun plötzlich „weg“ ist) … dass nun also eine noch nie gekannte Verelendung mit Hunger, Tod, Krankheit, Verslummung und Überlebenskämpfen auf uns zukommt, nach Studien von Oxfam & Co. aufgrund des Lockdowns bereits jetzt jeden einzelnen Tag 12.000 Menschen zusätzlich sterben, ein großer Teil davon Kinder – was eigentlich für jeden Reisenden, der es schon einmal über die Grenzen unseres Kontinents hinausgeschafft hat, von vornherein vollkommen klar war (siehe auch Prof. Kreiß über den derzeit stattfindenden „Lockdown-Genozid“). Aber was kümmert’s unsere Künstler und Vorzeigeintellektuellen, die wie Richard David Precht mitterweile zu Millionären avanciert sind und am Rolf Benz Sofa in Hochglanzprospekten nach dem SUV ihrer Wahl und einem passenden Pferd für ihre Töchter gustieren können? Die in den Great Reset Umwälzungen nun sogar die Umsetzung ihrer guten & gernen Utopien wittern, die in der alten, analogen Welt noch aussichtslos waren.

Intellektuelle, die ihre Kunst der Gedankenverknotungen und Wortverpuffungen auf so hybride Höhen entwickelt haben, dass Kritik nicht einmal annähernd an sie heranreicht, schon gar nicht im frenetischen Jubel ihrer Follower, die solche Kost des intellektuellen Kaviar zu schätzen wissen. Was küssen wir nicht denjenigen Showmastern die Füße, die uns abends nach vollbrachtem Bullshitjob und vom Hamsterrad ermattet dazu bringen, dass wir selbst über die abgründigsten Sachverhalte noch einmal herzhaft lachen und uns schlau vorkommen können.

Intellektuelle, die nicht nur aufgrund ihrer treffsicheren Sozialkritik über jeden Zweifel erhaben sind, sondern genauso aufgrund ihrer Selbstkritik. So geht Christoph Sieber in einem jüngsten ÖR-Beitrag vor der Kulisse einer schick beleuchteten Whiskybar – nachdem er den von Querdenkern und sonstigen Querulanten geforderten „Hausverstand“ in seiner ganzen Schändlichkeit bloßgestellt und erledigt hat – auch mit sich selbst und seiner Zunft durchaus hart  ins Gericht: Er klagt an, dass er/sie dann doch mit einem SUV zum Kabarettauftritt führen … um dann mit diesem debunkenden glasigen Sieberblick rührig scharf in die Kamera zu sinnieren, dass es mit der Umwelt womöglich bald zu spät sein werde, wenn wir so weitermachten. Jeder gute & gerne Bürger marktkonformer Demokratie, der diesem Abgesang auf den Hausverstand und Plädoyer für das Gute & Gerne beiwohnt, der kann gar nicht anders, als die letzten Herzen und Schmachtsmilieys aus der Tasche springen zu lassen, das geht gar nicht anders. Wer seine Herzen und Schmachtsmilieys da zurückhält, kann nur ein Arschloch sein, ein Schwurbler, antisemitischer Aluhut, 5G- oder Merkelleugner.

P.S.: Viele schwanken zwischen Belustigung, Ernüchterung und Verzweiflung über die bedingungslose Kapitulation unserer vormaligen Helden, die nun sogar das Feuer auf die eigenen Reihen eröffnen. „Friendly fire“ nennt man das meines Wissens in US Army Diktion. Sogar der bisherige Volkstribun Volker Pispers macht nun endgültig Schluss mit „Coronaleugnern, selbsternannten Querdenkern, Afd-Fans und rechten Extremisten“ und deren „kruden bis kranken Ansichten“. Auch bei Georg Schramm gehen die Lichter aus. Obwohl bereits im Ruhestand, lässt er seinen renitenten Rentner Dombrowski noch einmal die Axt aus dem Keller holen und feste ins Kerbholz schlagen, in das derzeit jeder Promi, der etwas auf sich und seinen Ruf hält, hineinarbeitet, um dem Guten & Gernen zum Endsieg zu verhelfen. Wir haben in unserem Bekanntenkreis Leute, die jetzt anfangen seltsam zu reden, von denen wir nicht erwartet hätten, dass sie so einen an der Waffel haben. Corona fremdgesteuert? Dann ist bei mir schon komplett Feierabend!“ (Quelle: Abendzeitung München)

Soll man lachen? Weinen? Sind jetzt Hopfen und Malz endgültig verloren?

Ich denke, dass die Desillusionierung, die wir derzeit erleben, auch ihr Gutes hat. Wir haben den Intellektuellen, Satirikern und Zynikern viel zu viel Gewicht gegeben – oder zumindest den falschen Stellenwert, denn wer will, darf sich ja durchaus weiter eine DVD aus dem Regal holen und sich an den öffi-preisgekrönten Ergüssen erheitern. Ja, sie haben auch viel Wahres und Geniales produziert. In Wirklichkeit aber nur an der Oberfläche gekratzt und eine fatale Botschaft vermittelt: Wenn man selbst über das Abgründige bei Bier und schicker Bühnenbeleuchtung kichern und sich krummlachen kann – na dann kann’s ja nicht gar so schlimm um uns bestellt sein.

Nachdem auf der Showbühne also die letzten Kronleuchter ausgegangen sind, sind wir jetzt ganz auf uns selbst zurückgeworfen. Aber das ist auch gut so. Denn nur in solcher Situation realisieren wir, was uns Edward Snowden schon vor einiger Zeit zugerufen hat: „Niemand wird Dich retten – sei Dein eigener Held!“ Wir sind jetzt gezwungen, selbst zu denken. Wer es nicht tut, für den wird gedacht. Und er wird an einem Ort bzw. in einem Zustand landen, den er sich zuvor nicht ausgemalt hätte. Insofern können wir unseren vormaligen Helden, denen der Musiker Alex Olivari bereits einen würdigen Abgesang gewidmet hat („Ihr Helden meiner Jugend – ihr könnt mich alle mal!“), auch dankbar sein. Sie haben uns nun in die Freiheit und Selbstverantwortung entlassen.

Bild: Jacques Prilleau

In der Schraubenpresse des Guten, Gernen und Erbärmlichen – Über das Niederbrechen unserer letzten Bastion: Der Kunst  

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(Bild: E-Gruppe Berlin)

In der Polonaiseschlange mit Pogo, dem Clown

Die neue Normalität duldet keinerlei Abweichungen und würde im Sportpalast noch gepredigt, käme auf “Wollt ihr den totalen Infektionsschutz?” ein vieltausendfaches “Ja” – meint Mathias Bröckers in einem jüngsten Interview. Dass die im Sportpalast bzw. vor der Umnachtungsschau („Tagesschau“) versammelte Burgeoisie wieder einmal dem herrschenden Narrativ folgt, selbt wenn dieses Narrativ offenkundiger Wahnsinn ist, wäre hierbei noch nichts wirklich Bemerkenswertes.

Doch was ist mit all den Künstlern, Satirikern und Liedermachern, die bisher als letzte Bastion des kritischen Geistes galten? Die sich in ihren Texten und Werken stets als kompromisslose Streiter für die Freiheit und gegen die Unmenschlichkeit gaben? Wie ist es möglich, dass gerade in diesen Reihen der vermeintlich Kreativen und Kritischen ein regelrechtes Dominokegeln eingesetzt hat, in dem die meisten Promis bereits umgefallen sind, noch bevor der rülpsende Konsensmoloch (©W. Reiser) richtig Luft geholt hat? – siehe auch „Restlos coole Semunkulen im Enddarm des rülpsenden Konsensmolchs“. Wer hätte es für möglich gehalten, dass sich ehemals unbeugsame Rebellen nun in die Polonaiseschlange von Oktoberfestkaisern wie Söder und Pogo dem Clown einreihen und Schulter an Schulter in die digitale Transformation trotten?

Wo bleibt zumindest das Herz für Kinder? Laut UNICEF-Studie von letzter Woche haben die Lockdown-Maßnahmen 150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut gestürzt. Die wenigsten dieser Kinder werden es noch an Grönemeyers Macht schaffen. Laut Oxfam-Studie werde durch die Lockdown-Maßnahmen die Zahl der hungernden Menschen um 82 Prozent bzw. 120 Millionen zunehmen. Zum Jahresende 2020 wird erwartet, dass wegen der Corona-Maßnahmen ca. 12.000 Menschen pro Tag zusätzlich sterben, zum großen Teil Kinder. Doch nicht nur in den Entwicklungsländern ist die Bilanz der Neuen Normalität fatal. Sogar für das Land, in dem wir gut & gerne leben, errechnet der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen, dass die Lockdown-Maßnahmen ca. 200 Mal mehr Lebensjahre vernichten als dadurch vermeintlich gerettet wurden (Quelle: welt.de). Doch 2+2 zusammenzuzählen ist offensichtlich nicht mehr politisch korrekt. Nicht einmal die Hofnarren des Kabaretts wagen es, diese elementare Rechnung vor laufender Kamera zu lösen. Volker Pispers, auf den wir angesichts der beschämenden Performance seiner Nachfolger wehmütig zurückdenken, hat wohl geahnt, was auf uns zukommt als er sich aus nicht näher genannten Gründen von der Bühne zurückgezogen hat.

Mann, Sieber!

Doch unsere wackeren Recken von der ÖR Bühne schweigen nicht nur etwa, so wie es der Titel des nachfolgend verlinkten Artikels nahelegen würde. Sie teilen sogar kräftig aus und treten feste nach denjenigen, die es wagen, das herrschende Narrativ der Neuen Normalität zu hinterfagen. Sind gerade keine „Covidioten“ und „Aluhüte“ in Sicht, da sie „im Medienmörser pulverisiert und vom Shitstorm verweht“ wurden (C. Castellini), dann arbeiten sich unsere guten & gernen Böhmer- und Siebermänner an Slapstick-Plattitüden wie „Die Polizei, dein Freund und Nazi“ ab (siehe Mann, Sieber!, gepostet vorgestern, 22.09.2020). Ja, Mann Sieber … sei dankbar und bete abends drei Ave Maria, dass es in Dunkeldeutschland zum Glück auch diese Nazis gibt. Denn wenn es sie nicht gäbe, dann müsstest Du Dich womöglich mit Pogo dem Clown konfrontieren, der Dich gerade mit blutverschmierter Nase angrinst und nach unseren Kindern verlangt.

Doch zurück zu den eingangs gestellten Fragen und dem Versagen der letzten Bastion unserer Kultur. Der Autor und Fotograf Thomas Castellini hat dazu einige Beobachtungen angestellt.

Wir übernehmen den Text unter Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International).


 

Das Schweigen der Künstler

Musiker und Kabarettisten, die man zuvor als kritische Geister kannte, sind zu eifrigen Verfechtern der Regierungspolitik in Sachen Corona mutiert.

von Thomas Castellini

„Aber die Verschwörungstheorien, die von einem großen Plan reden, das Volk zu entmündigen und zu lenken, halte ich für totalen Quatsch. Angela Merkel ist eine nüchterne Frau, keine große Rednerin. Sie beurteilt die Situation naturwissenschaftlich, das ist angenehm. Sie wird an einer raschen Beendigung der Beschränkungen interessiert sein“, so der Sänger und einst „Niedermacher von Osnabrück“ genannte Heinz Rudolf Kunze, dessen Prognose — um es konziliant auszudrücken — nicht zu 100 Prozent zutraf. Aber immerhin ist er ein treffendes Beispiel für sich als zeitkritisch gebende Künstler, die, wenn es darauf ankommt, nicht die unangepassten, eigenwilligen und nonkonformistischen Zeitgenossen sind, welche sie gerne darstellen.

Doch Kunzes Aussage ist wohl tatsächlich kein Lippenbekenntnis, um nicht negativ auszufallen, sondern er scheint von der Richtigkeit der Killervirus-Sage überzeugt. Und deshalb wäre es auch zu kurz gedacht, hier die Künstler eilig zu verurteilen und kategorisch mehr Engagement und Teilnahme zu fordern. Neben Kunze zweifeln viele nicht an der Richtigkeit dessen, was als „Narrativ“ in den Medien umgeht und beteiligen sich bedauerlicherweise auch an der ausgedehnten Verleumdung der Kritiker als „Corona-Leugner“ und „Aluhüte“. Andere vermeiden es, sich in die Thematik zu vertiefen. Weitere betrachten die Situation tatsächlich kritisch und misstrauisch.

Allen gemein ist die Sorge um die Existenz — im Allgemeinen, nicht nur die künstlerische. Denn außer wenigen Großverdienern, die sich eine längere Auszeit leisten können, traf der „Lockdown“ alle schwer in unterschiedlichen Ausprägungen — von herben finanziellen Verlusten bis zur Vernichtung.

Der eingangs erwähnte Heinz Rudolf Kunze zitierte auch seinen Musikerkollegen Purple Schulz, der ihm gesagt habe: „Nächstes Jahr um diese Zeit wird es die Hälfte von uns nicht mehr geben.“ Um der minimalen Chance willen, es womöglich doch zu schaffen und zu überleben, will kein Künstler es riskieren, in den medialen Schredder zu geraten und als „Covidiot“, „rechter Schwurbler“ oder „krude Theorien verbreitender Verschwörungstheoretiker“ unten wieder rauszukommen, was zweifellos gleichbedeutend wäre mit dem Untergang.

Bodo Schiffmann hatte es nur gut gemeint. Insbesondere zum Wohle der Kinder. In seinem Video „Corona 120“ rief der Arzt aus der Schwindelambulanz zu Sinsheim zwei seiner Lieblingsmusiker, Udo Lindenberg und Wolfgang Niedecken von BAP, auf, „stellvertretend für andere Künstler endlich Position“ zu beziehen, da „wir hier gerade auf dem Weg sind, eine DDR 2.0 aufzubauen“ (1). Schiffmann zitierte aus Lindenbergs „Wozu sind Kriege da?“ und „Zehnter Juni“ von Niedecken und stellte an beide Künstler gerichtet fest: „Ihr wart nie Mainstream.“

Da hat Schiffmann sich gewaltig getäuscht. Mit großer Leidenschaft und ebenso limitiertem Kölsch rezitiert er im Video aus dem BAP-Song, offensichtlich zurückschauend auf Momente, in denen ihm das Lied besonders wichtig war. Doch Niedecken fährt mit dem Bulldozer durch Schiffmanns Erinnerungen. Jener Niedecken, der im genannten Werk singt: „Eure Schachfiguren haben denken gelernt/Und springen einfach vom Brett,/Bis zum Kadaver wird jetzt nicht mehr pariert“ (2).

„Hört mal, ihr Aluhüte, Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner!“, eröffnete der Kölner Sänger seine Ansprache auf Facebook, in der er sich Einlassungen von den Genannten auf den BAP-Internetseiten verbat. „Damit das unmissverständlich klar ist: Ich lasse es nicht zu, dass ihr mit eurer Propaganda unsere Seiten zumüllt. Schreibt auf euren Seiten, was ihr wollt, aber respektiert bitte, dass ihr bei uns nicht willkommen seid. Achtet mal lieber darauf mit welchem Nazi-Pack ihr euch gemein macht. Okay!?“ (3).

Daneben ein Porträt des Musikers mit Ringelshirt, Sonnenbrille und einer der FFP2 funktional gleichwertigen KN-95-Atemschutzmaske. Im gleichlautenden Instagram-Post ist ihm übrigens ein Freudscher Verschreiber unterlaufen, als er im ersten Satz die Adressaten „Corona-Verweigerer“ nannte (4).

Aber um Schiffmann nicht unrecht zu tun: Die Diskrepanz zwischen Texten und Handeln des Bundesverdienstkreuzträgers aus der Kölner Südstadt ist durchaus erheblich. Wobei es nicht darum geht, dass der Sänger die Meinung, die er vertritt, nicht äußern dürfte oder dass es gar eine Missetat darstellte, von dieser überzeugt zu sein, sondern die Art und Weise, wie er Menschen, die einer unterschiedlichen Einschätzung anhängen, diskreditiert und beleidigt. Bereits in einem Interview mit der Kölner Internetzeitung report-K am 15. Juni 2020 hatte er über Demonstranten gegen die „Corona-Maßnahmen“ geäußert: „Die haben sie nicht mehr alle!“ Er forderte, dass jetzt „die Menschen doch alle an einem Strang ziehen“ sollten und konstatierte: „Jetzt passieren wieder merkwürdige Dinge und einige scheren aus. Aluhüte hat es übrigens immer gegeben, von denen sollten sich die Menschen jetzt nicht auseinander dividieren lassen.“

Zweifellos eine ungeheuerliche Aussage. Niedecken unterscheidet hier zwischen den „Menschen“ und „Aluhüten“, absonderliche Freaks, bizarre Ausscherer, die versuchen, die Menschengemeinschaft auseinanderzudividieren.

Das ist eine sprachliche Ansichtskarte von einem Abstecher in den Totalitarismus. Denn Demokratie bedeutet — auch wenn in den vergangenen Jahren die „gemeinsame Lösung alternativlos“ zum politischen Mantra wurde — Dissens statt Konsens; eine Binse, die offensichtlich keine mehr ist.

Geht es ums Ausland, geizt Niedecken allerdings nicht mit Kritik an der staatstragenden Politik: „Brasilien ist auf dem Weg in den Faschismus und Trump will autokratisch regieren.“ Überhaupt Brasilien und Bolsonaro: „Was passiert, wenn man mit absurden Theorien die Pandemie verleugnet, sieht man gerade in Brasilien.“ Und unsere nördlichen Nachbarn bleiben auch nicht ungeschoren: „Auch in Schweden ist der Plan nicht aufgegangen. Sie haben sehr hohe Todesraten mit ihrem eigenen Weg aus der Krise zu beklagen.“

Erneut entdeckt Niedecken also ausscherende Abweichler, die unfassbarerweise einen „eigenen Weg“ beschritten haben. Und dann gelingt ihm noch — wie ein Vorläufer zu Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz‘ Weissagung: „Das Virus kommt mit dem Auto!“ (5) — der bemerkenswerte Satz: „Manche Leute tun so, als ob man mit einem Virus diskutieren könnte, aber das ist völlig hirnverbrannt“ (6). Das hätte Schwedens Chefepidemiologe Anders Tegnell bedenken sollen. Womöglich wäre ein Anruf in Köln eine Option gewesen.

Und dies alles von einem Mann, der 1980 unter dem Titel „‘Nen schönen Gruß“ textete, als wäre es, so könnte man mit gegenwärtigen Blick meinen, der ungehorsame Zwillingsbruder gewesen: „Oh, lieber Orwell, ‘84 ist nah (…)/Es läuft so ähnlich ab, nur unauffällig und viel raffinierter gemacht./Der Trick funktioniert ganz zügig und reibungslos:/Etappenweise Entmündigung klappt famos,/Freiwillig eingereiht und flink zum Verblöden gebracht“ (7). Aber das ist, um einen weiteren BAP-Titel zu zitieren, verdammt lang her …

Auch Lindenberg ließ sich nicht lange bitten. Aus seinem „Udoversum“ im Hotel Atlantic an der Hamburger Außenalster reimte der Dauergast: „Wenn die hirntoten Risikopiloten durch Aerosole zischen, wird es ganze viele noch erwischen.“ Reim dich oder ich fress dich. Eine andere Möglichkeit aus dem Baukasten „Der kleine Reimer“ wäre gewesen: „Covidioten sind wie infektiöse Zecken, das sagt auch mein Kollege Niedecken.“

Und Panik-Udo fügte im typischen Lindenberg-Sprech hinzu: „Wir brauchen die kollektive Mega-Power, also: Maske auf und mit panischer Konsequenz da durch. (…) Nur wenn wir alle cool bleiben und uns an die Regeln halten, können wir das Ding unter Kontrolle kriegen.“ Denn: „Die großen Shows in den Stadien und Arenen können (…) erst wieder steigen, wenn wir clean sind“ (8).

Und „clean“ sind wir bekanntlich erst wieder, wenn es ein Medikament gibt oder die Impfung. „Zehnter Juni“ und „Wozu sind Kriege da“? Dr. Schiffmann wird wohl in Zukunft, wenn die Sprache auf Niedeckens BAP und Udo Lindenberg kommt, eher aus zwei anderen Liedern zitieren: „Sendeschluss“ von BAP: „Hatte gedacht, dass ihr versteht./Sag, geht der Abfuck eigentlich nie vorbei,/dass auch noch ihr mich hängenlasst?!“ Und Lindenberg: „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr,/das ist aus, vorbei und lange her.“

Wodarg-Bashing in der Anstalt — Kabarett in Corona-Zeiten

So wie Bodo Schiffmann hätten viele „Corona-Verweigerer“ erwartet oder zumindest gehofft, dass vormals als kritische Geister firmierende Sänger, Autoren, Kabarettisten nun ihre Stimme zur Rettung und zum Wohle der Demokratie erheben. Es blieb still, sehr still, so angestrengt man auch lauschte. Im Gegenteil: Am 24. März 2020 verspotteten im ZDF Max Uthoff und Claus von Wagner in einer Folge von „Die Anstalt“ Dr. Wolfgang Wodarg in einer Art, die in ihrer dümmlichen, vollkommen zweifelsfreien Selbstgewissheit kaum zu ertragen ist (9).

Es beginnt mit einem Foto Wodargs mit den Haaren, die er eben hat, hochgehalten von Uthoff, woraufhin von Wagner kommentiert: „Das heißt, die Friseursalons sind jetzt endgültig geschlossen, ja?“ Im weiteren Verlauf des Dialogs wird Wodarg als pensionierter, trotteliger und ahnungsloser Medizinfreak dargestellt, der die drohende Gefahr zehntausender Toter ignoriert, nicht begreift, dass es sich um ein ganz neuartiges Corona-Virus handelt und überdies die irre These vertritt, „es gibt nur so viele Corona-Tote, weil so viel gemessen wird“, verfälscht Uthoff.

Daraufhin von Wagner mit schlecht gespielter Konsternation: „Die ganzen Toten in Italien, achthundert pro Tag, die gibt’s nur, weil’s so viele Beerdigungen gibt?“ Und auf von Wagners Frage, wo denn Wodarg seine „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ veröffentlich habe, antwortet Uthoff: „Äh, Moment, die Zeitschrift heißt ‚YouTube‘.“ Aber damit ist der Mann für die beiden noch nicht erledigt. Es gilt, noch eine Leiche aus dem Keller zu holen. Wodarg, so Uthoff, sei im Gesundheitsamt gewesen „und hat da wirklich Einmaliges geleistet, zum Beispiel Gerd Postel in seinem Amt eingestellt“.

Die Sache ist 38 Jahre her. Der Postbote Gerd Uwe Postel aus Bremen hatte sich unter dem Decknamen Dr. Dr. med. Clemens Bartholdy im Spätsommer 1982 für die von der Stadt Flensburg ausgeschriebene Stelle des stellvertretenden Amtsarztes beworben. Er knüpfte Kontakt mit dem Leiter des Amtes, der ihn sympathisch fand, und, so das Flensburger Tageblatt am 27. Oktober 2015 in einer Rückschau (10), wurde Postel alias Dr. Dr. med. Bartholdy trotz fehlender oder gefälschter Unterlagen vom Personalbüro der Stadt eingestellt. Später — als der Hochstapler enttarnt war — sagte vor Gericht sein ehemaliger Chef: „Wir waren froh, jemanden zu haben, der zeigte, dass er auf sozialpsychiatrischem Gebiet etwas tun wollte.“ Dieser Vorgesetzte heißt Wolfgang Wodarg.

Uthoffs und von Wagners Beitrag aus der „Anstalt“ verdient diese ausführliche Betrachtung, weil er in Form und Inhalt ein unschätzbares Zeitdokument darstellt. Zwei Kabarettisten, die sich als nonkonformistische Freigeister gerieren und selbst feiern. So geschehen ausgerechnet hier im Rubikon, wo am 5. April 2019 Max Uthoff in einem Interview sagte:

„Wir (…) sind letztlich ein kleiner Teil einer Gegenöffentlichkeit, die vielleicht stattfindet. Wir haben die Chance, um zehn Uhr abends in einem Mainstream-Medium etwas zu sagen, was (…) sonst vielleicht nur in einer Dokumentation auf Arte abends um Viertel nach zwölf oder Viertel vor eins gezeigt würde“ (11).

Doch nun, wo es wirklich darauf ankommt, ist vom Wirken als „Gegenöffentlichkeit“ — oder zumindest vom Abbilden und Einbeziehen einer solchen — nichts zu bemerken. Wie schon in Bezug auf Niedecken angemerkt, es geht nicht darum, dass sie die Einschätzung Wodargs und weiterer teilen, es geht um das Zulassen und Akzeptieren anderer Meinungen und Ansichten in einem demokratischen Konsens.

Stattdessen positionieren sich Uthoff und von Wagner als einfältige Hofnarren, die nicht ansatzweise in Betracht ziehen, dass eventuell auch eine andere Sichtweise auf das Geschehen möglich ist. Und keine Praktik ist ihnen zu billig wie der Kalauer über Wodargs Haare oder die Hochstaplergeschichte von 1982.

Gewiss, Wolfgang Wodarg hat damals einen Fehler begangen, einen groben womöglich. Er ist offensichtlich den suggestiven Fähigkeiten eines begabten Hochstaplers erlegen. Im Übrigen heißt es im erwähnten Artikel des Flensburger Tageblattes aber auch: „Doch dass der Pseudo-Arzt ein Nichtskönner war, blieb dann auch trotz allen Wohlwollens Dr. Wodarg nicht verborgen. Der Aufgabenbereich schrumpfte immer weiter.“ Letztlich schied „Dr. Dr. med. Bartholdy“ freiwillig aus dem Dienst des Gesundheitsamtes.

Das Erwähnen dieses Vorfalls durch Uthoff und von Wagner ist eine so üble wie wirkungsvolle Verfahrensweise aus dem Werkzeugkoffer des geübten Demagogen. Unterschwellig wird transportiert: Wer einen Fehler — und sei er auch fast vierzig Jahre her — in einem bestimmten Bereich begangen hat, der ist auch und für alle Zeit auf allen weiteren, selbst vollkommen unterschiedlichen Feldern unfähig, untauglich, unseriös. Denn was hat die Betrachtung eines Virus mit der Gutgläubigkeit gegenüber einem Hochstapler gemein?

Saftige Bußgelder für Covidioten und „Danke Lisa“

Es ist schon kurios. Gerade jene, die den Toleranzgedanken, das demokratische Verständnis, die Offenheit, das Buntsein als Weltanschauungsmonstranz bei Gesinnungsprozessionen durch die politische Landschaft getragen haben, gebärden sich nun als intellektuelle Despoten, für die das herrschende, mittlerweile berühmte „Narrativ“ alternativlos ist und folglich keine gegensätzliche Einschätzung zugelassen. Wie Niedecken, Lindenberg, die zwei aus der „Anstalt“.

Die Bundesvorsitzende der SPD, Saskia Esken, nennt die Demonstranten vom 1. August in Berlin „Covidioten“ (12), Cem Özdemir fordert für die Protestierenden bei Nichttragen der Maske oder Missachtung des Mindestabstandes „saftige Bußgelder“ (13) und Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, wirft Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow — als dieser Ende Mai 2020 beabsichtigt, die generellen Corona-Einschränkungen in Kürze aufzuheben — vor, sich von Verschwörungstheoretikern leiten zu lassen (14).

Als würden all diese vorgeblich aufgeklärten, vorurteilsfreien, humanen, freidenkerischen Menschen sich wie einst Fantomas die Latexmaske vom Gesicht reißen und darunter erscheint die Hardcore-Version von Markus Söder.

Doch es gibt auch einen Lichtblick — Lisa Fitz. Bei drei Auftritten in der SWR-Sendung „Spätschicht“ thematisierte die bayerische Kabarettistin zwischen Dezember 2019 und Juni 2020 die Machtkonzentration in den Händen weniger extrem Reicher, die Manipulation der Massen, Zwangsimpfung, rückgratlose Politiker, Big Pharma, Gates‘ Manipulation der Medien, Diskriminierung Andersdenkender als antisemitische Verschwörungstheoretiker und das berühmt-berüchtigte Adjektiv „krude“ und schloss: „Ich glaube ja, Corona ist ein Intelligenztest.“

Für diese Auftritte erntete sie in den Kommentarspalten von YouTube weit überwiegend positive, teils euphorische Kommentare wie: „Im Moment kommt ans Licht, wer intelligent ist und ein Gewissen hat.“ „Eine eigenständige Meinung und auch noch den Mut, diese auszusprechen. Eine sehr seltene Kombination in der heutigen Medienwelt .“ „Diese Frau erinnert mich an etwas. Ach ja, richtig! ‚Charakter‘ hieß der Ausdruck!“ „Satire kann im Gegensatz zum weichgespülten ‚Extra3‘ und der niveaulosen ‚heute-show‘ richtig bissig sein. Danke Frau Fitz.“ „Sehr mutige Frau. Solche Menschen werden mit solchen Aussagen Verschwörungstheoretiker genannt.“ „Wenn in Satire mehr Wahrheit steckt als in deutscher Politik. Danke Lisa“ (15, 16, 17). Die hier zahlreich zitierten Kommentare spiegeln deutlich wider, dass viele Zuschauer eine satirische Kommentierung und Einschätzung jenseits der landläufigen Erzählung von Corona bitterlich vermissen.

Dabei wurde Lisa Fitz bereits 2018 vorgeworfen, sie bediene „antisemitische Verschwörungstheorien“, weil sie in einem Lied die übergroße Macht von „Schattenstaat, Schurkenbank, Gierkonzern“ thematisiert und dabei über „Rothschilds, Rockefeller, Soros & Konsorten“ getextet hatte. Fitz wehrte sich mit den Worten:

„Wenn ich Erdogan kritisiere, bin ich nicht türkenfeindlich. Wenn ich als Pazifistin die Kriegspolitik der USA kritisiere, bin ich nicht amerikafeindlich. Und wenn ich reiche Bankhäuser kritisiere, bin ich nicht einen Hauch antisemitisch.“

Und sie zitierte Horst Seehofer, der diesen Satz tatsächlich in entwaffnender Offenheit und Ehrlichkeit 2010 in einer Folge von „Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich“ im Bayerischen Fernsehen geäußert hatte, was den sonst so redseligen fränkischen Satiriker Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig kurzzeitig sprachlos machte. Seehofer sagte wörtlich:

„Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt. Und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden“ (18, 19, 20, 21).

In einem weiteren User-Kommentar zu den genannten „Spätschicht“-Videos mit Lisa Fitz auf YouTube zeigte sich der Zorn über die anderen, ebenfalls in der Sendung auftretenden Satiriker, die in einer Runde hinter Fitz saßen: „Lisa, du bist spitze! Wenn ich die Flachpfeifen hinter ihr sehe, die am liebsten in ein Mauseloch kriechen würden bei so viel Wahrheit, dann sage ich, du bist die Einzige in dieser Runde, die Hirn hat und keinen Wasserbehälter.“

Hegel bei den Querdenkern

Einer der hinter ihr Sitzenden war übrigens Florian Schroeder, der am 8. August 2020 bei „Querdenken-711“ auftrat und mitteilte: „Ich bin der Auffassung, dass Corona eine hoch ansteckende, gefährliche Krankheit ist, und ich bin der Überzeugung, dass Maskentragen und Abstand halten das Wichtigste und Beste ist, was wir in diesen Tagen tun können.“

Bezeichnend an dieser Stelle: In seinem Stuttgarter Vortrag äußert Schroeder ebenfalls: „Maske abziehen in engen Räumen ist Verantwortungslosigkeit.“ Im Hintergrundbericht „Extra-3-Backstage — Florian Schroeder bei den ‚Querdenkern‘“ sieht man ihn in Berlin und Stuttgart im Fond zweier Autos sitzen, in denen sich noch Fahrer und Kameramann und womöglich einer seiner Sicherheitsleute befinden, also drei oder vier Personen; der Komiker spricht in die Kamera und telefoniert per Smartphone. Mithin Aerosole in einem engen, geschlossenen Raum, in dem kein Mindestabstand möglich und das Nicht-Tragen oder Abziehen einer Maske laut Schroeder „Verantwortungslosigkeit“ ist.

Schroeder trägt keine Maske. Nicht nur, dass er seinen eigenen moralischen Ansprüchen und moralisierenden Konklusionen in keiner Weise gerecht wird, er missachtet auch die Empfehlungen und Gebote der Landesregierungen von Berlin und Baden-Württemberg, mit denen er, seinen Aussagen zufolge, eigentlich konform gehen müsste. Letztere sagt, alle Auto-Insassen sollten eine Maske tragen, „da sie lange auf engem Raum zusammen sind und so ein besonderes Infektionsrisiko besteht“. Und in der Berliner Corona-Verordnung vom 11. August 2020 heißt es: „Wer mit Freunden, Bekannten oder anderen Personen in einem Auto fährt, muss ebenfalls eine Maske tragen, wenn der Fahrer in einem anderen Haushalt lebt“ (22, 23, 24). So lässt es sich aushalten auf der Kanzel — für die anderen Wasser predigen und selbst entspannt bei einer Flasche Château Lafite-Rothschild sitzen.

Was vorgeblich als Dialog mit Andersdenkenden vorgestellt wurde im Sinne eines Hegelschen Erkenntnisprozesses aus These, Antithese, Synthese, war in Wahrheit eine Verspottung und Provokation des Publikums, das für die NDR-Sendung Extra 3 den TV-Zuschauern ganz offensichtlich als dümmliche, begriffsstutzige und falschen Propheten hörige Masse vorgeführt werden sollte.

Die Provokationen gelangen nur mäßig, da die Stuttgarter Zuhörer nicht auf diese eingingen oder zum Teil auch nicht verstanden, was da auf der Bühne vor sich ging. So ließen sich auch einige dazu bewegen, tatsächlich „Ja!“ zu rufen, als Schroeder — in Anspielung auf Joseph Goebbels‘ vierte rhetorische Frage an die Menge in seiner berühmten Sportpalastrede — fragte: „Wollt ihr die totale Meinungsfreiheit?“ Von Hegel hatte Schroeder nur ein Probetübchen dabei, mit Dialektik hatte das Ganze nichts zu tun — außer man rechnet den alten Kalauer „These, Antithese, Prothese“ dazu, den der bekannte Wiener Kabarettist Alfred Dorfer allerdings schon 2010 im Programm hatte.

Schroeder kennt auch bereits die Schuldigen, sollte es zu einem „neuen 1933“ kommen, von dem man nur noch „eine fette Wirtschaftskrise“ entfernt sei. Und wer also „wird diese Wirtschaftskrise auslösen? Es werden die sein, die sagen, wir brauchen keine Masken tragen, weil es Maulkörbe sind. Es werden die sein, die sagen, Bill Gates will uns alle zwangschippen, und es werden die sein, die glauben Corona sei eine Erfindung oder komme aus einem Labor in Wuhan.“ Angesichts solcher Einlassungen eines öffentlich-rechtlichen Spaßmachers werden auch bei denjenigen, die sonst nie die Nazi-Keule schwingen, andere Assoziationen mit einem „neuen 1933“ geweckt.

Interessant zudem Schroeders Auffassung von Meinungsfreiheit: „Wenn ihr für Meinungsfreiheit seid, müsst ihr meine Meinung aushalten. Wenn ihr Demokraten seid, haltet ihr meine Meinung aus, ohne zu buhen“ (25). Dabei ist das Buhen in diesem Fall ja nichts anderes als die Meinungsäußerung auf eine Meinungsäußerung, der Faktencheck des Faktenchecks oder im Sinne Hegels die Antithese. Im Übrigen verhielt man sich in Stuttgart vorbildlich. Selbst das Buhen war verhalten, manche klatschten sogar an einigen Stellen, wohl nicht verstehend, was Schroeder da mit ihnen veranstaltete. Niemand stellte ihm das Mikrofon ab, es flogen keine Gegenstände, er wurde weder derb beschimpft, von der Bühne gezerrt noch in anderer Art körperlich angegangen.

Wer das für selbstverständlich hält, sollte mal bei einer Versammlung der extremen Linken zu Themen referieren wie „Freiheit für Immobilieneigentümer — weg mit der Mietpreisbremse!“ oder „Refugees not welcome! Für neue Ansätze in der Flüchtlingspolitik!“ Gerne aber auch bei den Kollegen auf der rechten Seite zu „Nur Ausländer können Deutschland retten!“ oder „Keine Zäune, keine Grenzen — für Multikulti und Buntheit!“

Gründe für das Schweigen

Was aber sind die Gründe für das Schweigen der Künstler in dieser demokratiegefährdenden Krise oder ihre Identifikation und teilweise Überidentifikation mit den „Corona-Maßnahmen“?

Drei Typen sind zu unterscheiden.

1. Diese Künstler teilen die herrschende Meinung.

Sie sind von der extremen Gefährlichkeit des „neuen Coronavirus“ überzeugt, tragen Maske, halten Abstand und werten all jene, die unterschiedlicher Ansicht sind und nicht dem Corona-Narrativ gemäß leben, als rücksichtslose Egoisten, als „hirntote Risikopiloten“, die leichtfertig die Gesundheit und das Leben anderer gefährden.

Hinzu gesellt sich hier stellenweise noch eine Ästhetisierung des Lockdowns und der „Corona-Verordnungen“. So wie die Krise von manchem als „Kopföffner“, als „Zeit des Innehaltens, der Einkehr und Entschleunigung“ (26) geradezu gefeiert wurde, meint auch Udo Lindenberg im bereits genannten Artikel: „Das Hamsterrad wird angehalten und du triffst dich selber, so intensiv wie vielleicht noch nie.“

Der Schriftsteller Bodo Morshäuser, 1983 sehr erfolgreich mit der Erzählung „Die Berliner Simulation“, ist mit seinem Text „Abstand und Anstand. Angehaltene Welt“ für diese Haltung das beste, das bezeichnendste Beispiel. So formuliert er:

„Den Atem Wartender im Nacken zu spüren, mit dieser Nötigung zur Hetze ist es fürs Erste vorbei. (…) Ich trete aus dem Geschäft, eine Frau auf dem Gehweg bleibt stehen. Ich ebenso. Gebe ihr Zeichen, dass sie den Vortritt hat. Lächeln. Ich trete aus einem Waldweg auf den Hauptweg, von rechts und links Leute. Ich warte. Lächeln. In Berlin. (…) Wir respektieren uns, denn wir haben mehr Gemeinsames als Trennendes. Die Sorge um unser Leben, ums Überleben. Wir haben Anstand, denn wir halten Abstand. Vor dem Virus sind wir alle gleich. Die Lehre des Virus lautet: Wir sind gleich verletzbar. (…) Seit Teilnehmer zwei Meter auseinander sitzen, sind Talkshows Gesprächsrunden. Der Ernst des einzigen Themas tut den Rest. Bis neulich saßen da Lautsprecher nebeneinander (…) Auch das ist nicht mehr da. (…) Die heilige Welt des Konsums wird kurzerhand für schädlich erklärt. ‚Nur das Nötigste‘ ist erlaubt. Andernorts wirst du krank. Besser hätte man es auch vor den ‚Maßnahmen zur Kontakteindämmung‘ (Robert-Koch-Institut) nicht ausdrücken können“ (27).

Während andere das „Corona“-Narrativ und den Lockdown als Expresszug in den Totalitarismus empfinden, erlebt Morshäuser diese als Weltverbesserung, denn sie schaffen für ihn Raum, zwischenmenschliche Rücksichtnahme und Solidarität in der Verwundbarkeit; bewirken Achtsamkeit, Selbstbeschränkung und stellen die Atmosphäre eines kollektiven buddhistischen Klosters her.

2. Dieser Teil hat keine dezidierte Meinung zur Gefährlichkeit des Virus.

Es ist eher eine Ja-Nein-Weiß-nicht-Einstellung — kann sein, kann nicht sein, man vermag ja auch nicht zu sagen, wem man glauben soll. Aber okay, bind‘ ich mir den Lappen halt um, bevor ich noch negativ auffalle.

Letztlich hadern diese Künstler mehr mit den Folgen des Geschehens um das Virus als mit diesem selbst. Krankheiten und andere Pein passieren nur den anderen. Was wirklich schmerzt: Keine Auftritte, kein Lampenfieber, kein Adrenalin, keinen Applaus und vor allem kein Geld.

Autoren können in dieser Zeit schreiben und sind das Leben in der Klause ohnehin gewohnt, aber Musiker, Schauspieler, Kabarettisten müssen es aussitzen. Die Wochen und Monate gehen ins Land, und die Rücklagen werden weniger. Das macht Angst. Dass es den Bach runtergeht, auf dem die Felle davonschwimmen. Von Cobra 11 zu Hartz 4. Dass alle Stricke reißen, nur nicht der, an dem man sich aufhängt.

Wenn sich dieser Typus auch kaum mit den medizinischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Sachverhalten bezüglich „Corona“ befasst hat, eines weiß er: Dass es alles andere als klug wäre, sich gegen die herrschende Meinung zu positionieren. Das erzeugt mehr als nur eine schlechte Presse, das katapultiert den Künstler aus dem Medienzirkus, wo eine Hand die andere wäscht und diese eine weitere, und dieses große Händewaschen bildet sich ab in Beziehungen, Verflechtungen, Verknüpfungen. Und wer verflucht wird, den stößt das System ab. Auf der Stelle. Mit dem kann man sich nicht mehr sehen lassen, der ist wie eine ansteckende Krankheit, Sars-CoV-2 in Menschengestalt; in ist, wer drin ist, und du bist raus.

3. Beim dritten Typus handelt es sich um einen Kritiker der Maßnahmen.

Er leugnet nicht, doch er erkennt kein Killer-Virus. Er zweifelt an der Richtigkeit vieler Zahlen, Studien und Expertenaussagen. Er sieht die Gefahr eines totalitären Systems. Aber er weiß auch, ähnlich wie Typus Nummer zwei, um die Gefahr, aus dem System der Beziehungen und Abhängigkeiten in ein schwarzes Loch geschossen zu werden. Auf der falschen Seite zu stehen, bedeutet das Ende. Pulverisiert im Medienmörser und vom Shitstorm verweht. Deshalb halten sich auch diese Künstler bedeckt und positionieren sich nicht öffentlich.

Das falsche Ideal des Künstlers

Die Idee des Künstlers als Speerspitze oder Soundtrack-Komponist einer politischen Bewegung ist mehr romantisch als realistisch. Natürlich sind auch Menschen aus anderen Berufsgruppen, die sich gegen eine herrschende Maxime wenden, in ihrer Existenz gefährdet, ob Oberregierungsrat, Polizist oder auch Arzt und Wissenschaftler. So sagte Professor Stefan Hockertz, Immunologe, Toxikologe, Pharmakologe und früher Kritiker der diversen „Corona“-Einschätzungen und daraus folgenden Maßnahmen, in einem Radio-Interview Ende März 2020:

„Natürlich ist es zurzeit Mainstream, die Apokalypse zu predigen. Junge Wissenschaftler tun gut daran, in dieser Situation sich nicht zu äußern, weil sie damit ihre Karriere gefährden. Das ist unser Wissenschaftssystem, und das ist auch das System in der Medizin, welches sehr hierarchisch ist und wo man sehr vorsichtig sein sollte, eine andere Meinung zu äußern. Viele Wissenschaftler in den Universitäten bangen möglicherweise auch um Forschungsmittel, wenn sie jetzt nicht das Lied singen, was ganz laut draußen gesungen wird“ (28).

Doch dem Künstler ergeht es noch ärger, ihm bricht der gesamte Boden der Existenz, die ohnehin schon schwierig genug ist, unter den Füßen weg. Selbst ein bekannter Kabarettist und Komiker wie Helge Schneider, der im Mai 2020 noch verkündet hatte, dass er erst auf die Bühnen zurückkehren werde, wenn „alle Freiheiten wieder da sind“ und nicht zu spielen gedenke vor „Menschen, die anderthalb Meter auseinander sitzen müssen und Mund-Nasenschutz tragen“, tritt ein Vierteljahr später genau unter diesen Bedingungen wieder vors Publikum und stellt fest: „Das ist dann so, wie ich angefangen habe (…) Aber in zwölf Monaten ist mein Geld alle. Und wenn ich dann nicht auf Tournee gehen kann, muss ich wieder arbeiten.“ Im Mai hatte er noch betreffend seiner kommenden Bühnenabstinenz verlautbart: „Da muss ich konsequent bleiben.“ Diesen Luxus der Konsequenz kann sich selbst ein so namhafter Künstler nach drei Monaten nicht mehr leisten (29, 30, 31).

Der Künstler ist angewiesen auf die richtigen Personen an den richtigen Positionen, auf Mäzene, Sponsoren, Gönner; verfügt er nicht darüber oder verliert er diese, ist dies gleichbedeutend mit dem Ende seiner künstlerischen Existenz, die über das Arbeiten für die Schublade oder Festplatte hinausgeht.

Norbert Leisegang von der Band „Keimzeit“ sagt in einem Interview:

„Ich merke, dass Musiker grundsätzlich angepasst sind. Sie richten sich zu 99,9 Prozent nach den Honoraren, die sie bekommen. Künstler kann man locker bestechen. Weil wir unseren Kühlschrank füllen müssen. Und wenn es da eng wird, rückt man schnell von seinen Idealen ab. (…) Meine Ideale sind, dass ich frei schreiben und tun kann, was ich will. Wenn ich allerdings merke, ich muss aus der Wohnung raus, weil ich die Miete nicht mehr auftreiben kann, spiele ich auch schon mal für eine Firma. (…) Aber grundsätzlich sieht man viele Musiker, Künstler oder Sportler in der Werbung. Angepasster als heutzutage war kaum ein Künstler in seiner Zeit“ (32).

Dabei können die meisten Künstler ohnehin nicht von ihrer künstlerischen Arbeit leben und müssen nebenbei in einem sogenannten Brotberuf arbeiten, wobei es eigentlich umgekehrt ist: Die Kunst entsteht nebenbei und pendelt irgendwo zwischen den Formaten Aufwandsentschädigung, mäßig bezahltes Hobby und bloße Liebhaberei. Laut den Zahlen der Künstlersozialkasse verdient ein Maler etwa im Durchschnitt weniger als 12.000 Euro im Jahr, Opernsänger 11.200 und experimentelle Künstler gar nur 9.100 Euro. Nicht besser ergeht es Schriftstellern.

Legt man Arbeitszeit und Verkaufszahlen auf einen Lohn pro Stunde um, so kommt man auf einen Betrag weit unter dem Mindestlohn. Verschiedene Autoren melden Zahlen zwischen 1,50 bis 6,00 Euro — brutto; aber auch der Betrag von 42 Cent wurde genannt (33, 34, 35, 36).

Doch der Künstler wird ja noch in einer anderen Währung bezahlt: Die Plattform, die ihm geschaffen wird — Buch, Bühne, Galerie, Kino — und das Publikum, das ihn liest, zuhört, anschaut. Das will er nicht verlieren. Denn es wäre gleichbedeutend mit dem Verlust seines Lebenszwecks. Der Künstler braucht den Applaus des Publikums. So sehr, dass er sich dabei sogar verbeugt.

Und so bedeutet Positionieren oder gar Polarisieren ein Laufen auf extrem dünnem Eis. Warnendes Beispiel ist hier Uwe Tellkamp. Von dessen Roman „Der Turm“, erschienen 2008 im Suhrkamp-Verlag, wurden 750.000 Exemplare verkauft und die Lizenz in fünfzehn Länder. Die Hardcover-Ausgabe war auf Platz eins der „Spiegel“-Bestsellerliste und platzierte sich dort insgesamt fünfzig Mal. Tellkamp erhielt den „Deutschen Buchpreis“ und zahlreiche weitere Preise. „Der Turm“ wurde auch verfilmt und Anfang Oktober 2012 in zwei Teilen von der ARD ausgestrahlt. Der erste Teil erreichte dabei mehr Fernsehzuschauer als das zeitgleich im ZDF gesendete „Champions-League“-Spiel Manchester City gegen Borussia Dortmund (37, 38, 39).

Zweifellos ein „Star-Autor“. Doch auch dies schützte Tellkamp nicht davor, dass sich im März 2018 der Suhrkamp-Verlag von ihm distanzierte. Was war geschehen? Bei einer Podiumsdiskussion in seiner Heimatstadt Dresden hatte Tellkamp zu den Motiven von Asylbewerbern geäußert: „Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, über 95 Prozent.“ Die Meinungsfreiheit betreffend sagte Tellkamp, es gebe zwar noch keine „Repressionsmühlen“, fügte aber hinzu: „Noch nicht.“

In Deutschland existiere ein „Gesinnungskorridor zwischen gewünschter und geduldeter Meinung“: „Meine Meinung ist geduldet, erwünscht ist sie nicht.“ Einwände der Mitdiskutanten überzeugten den Schriftsteller, laut FAZ, „augenscheinlich nicht. Gewalt in der Gesellschaft sah er vornehmlich von der linken Antifa ausgehen. Tellkamps Körpersprache war anzumerken, wie sehr ihn diese Themen erregten. (…) Wer sich kritisch äußere, werde gleich in die rechte Ecke gestellt, lautete eine These Tellkamps.“

Gleich am Tag darauf ging der Suhrkamp-Verlag per Twitter-Verlautbarung auf Distanz zu seinem eigenen Autor und zwitscherte unter dem Hashtag „#Tellkamp“:

„Aus gegebenen Anlass: Die Haltung, die in Äußerungen von Autoren des Hauses zum Ausdruck kommt, ist nicht mit der des Verlags zu verwechseln“ (40).

Schriftstellerin Monika Maron verteidigte ihren Kollegen und warf dem Suhrkamp-Verlag vor, seinen Autor verraten zu haben. Diskutabel sei dieser „eine Satz mit den 95 Prozent und noch eine Kleinigkeit (…) Was ist denn das für ein Streitgespräch, wenn ich damit bezahle, dass mich am nächsten Tag alle möglichen Leute anspucken (…) Man kann jeden Menschen, dessen Meinung einem nicht genehm ist oder auf den man nicht antworten will, oder man will nicht argumentieren, dem klebt man irgendeine AfD-Marke ans Hemd und sagt, der ist eben rechts“ (41).

Wer nun denkt, er sei geschützt, da er sich in Form und Inhalt nicht derart über Migranten äußere, täuscht sich. Man ist schnell auf der falschen Seite und am Pranger. Der Wunsch nach wissenschaftlichem Diskurs und differenzierter Erörterung in Sachen Corona machen einem zum „Covidioten“ und „Corona-Leugner“, und von da ist es nicht weit zum „Holocaust-Leugner“. Oder zum Geisteskranken. In fast allen größeren Zeitungen finden sich Artikel zum Thema „Was tun, wenn Familie oder Freunde an Verschwörungen glauben?“ oder auch „Hilfe, Papa glaubt an die Impfverschwörung!“ (42, 43).

Diesen Aufzug zum medialen Schafott will der Künstler nicht besteigen, sondern lieber die Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Wer will es ihm verdenken. Allerdings wird die Rezeption früherer Werke sich wandeln und zukünftige moralisierende, selbstgefällige Maximen oder Bekenntnisse können unbesehen ignoriert werden.

So gelobte der anfangs genannte Heinz Rudolf Kunze einst „den Wert der Unterschiede tapfer zu verteidigen/gegen das Verschwinden des Wertvollen zu kämpfen/das Verallgemeinern des Einzigartigen/gegen Einebnung/Gleichmachung/Auslöschung“ (44). Solch hehres Bekenntnis und ähnliche Aussagen erscheinen nun als halbstarkes Prahlen und folgenlose Schaumschlägerei moralisierender Hochstapler und Luftgitarrespieler.


Erstveröffentlichung + Fußnoten: siehe https://www.rubikon.news/artikel/das-schweigen-der-kunstler

 

 

Restlos coole Semunkulen im Enddarm des rülpsenden Konsensmolchs (Haltet durch, der Endsieg des Guten & Gernen ist nah!)

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(Logos: E-Gruppe Berlin)

Die Querdenken-Demo in Berlin ist also abgesagt, das gute & gerne Leben kann weitergehen. Böhmermann jubiliert. Vielleicht sollte man jetzt besser in Deckung gehen, denn das frenetische Ejakulat der guten & gernen Schenkelklopfer-Kombo rund um Somuncu, Schroeder & Co. wird nicht lange auf sich warten lassen und die Timelines fluten.


(Jan Böhmermann/Twitter/26.08.2020 nach Bekanntgabe des Verbots der Berliner Querdenken-Demo)

Wenn das, was sich momentan abspielt, nicht so tragisch wäre, dann könnte man ja fast darüber lachen, wie nun jeder, der etwas auf sich hält, auch noch seinen Beitrag zum Endsieg des guten & gernen und obendrein alternativlosen Lebens geben möchte. Wie selbst ehemals probate Systemkritiker kurz vor Ladenschluss ebenfalls versuchen, sich dem Guten, Gernen & Erbärmlichen – in den Worten von Söder: dem Lager der Vernunft – anzudienen. Im Amt der Bundeskanzlerin geht der Briefkasten mit Bewerbungsschreiben von Volontären über. Sogar bereits im Ruhestand befindliche Rentner kommen noch einmal hinter ihrem Ofen hervor, bieten alle ihre linguistische Kunst auf und schwingen ihre Krücken gegen KenFM und Rubikon – die beiden einzigen alternativen Medienplattformen mit relevanter Reichweite, die gegen das südtäusche Spiegelbildkartell und gegen den zur Normalität erklärten Wahnsinn anschreiben.

Doch nicht nur leicht durchschaubare und schleimige Charaktere wie Schroeder,  Böhmermann und Schlecky Silberstein trommeln zum Endsieg des guten & gernen Lebens. Sogar wirklich kluge Köpfe wie Sieber können sich dem allesverschlingenden Sog des rülpsenden Konsensmolochs nicht mehr entziehen und klöppeln inzwischen bei der guten & gernen Kombo mit auf die Blechtrommel … Krauß, der Autor hinter der „Anstalt“ schreibt wütende Pamphlete gegen die Zivilgesellschaft wie zu „Stürmer“-Zeiten, seine Frontmen Uthoff und Wagner verarschen die einzigen Mediziner, die dem zur Normalität erklärten Wahnsinn die Stirn zu bieten wagen  … das „Browser Ballett“ watscht alle rückständigen Bürger pausenlos ab um ihnen mit der Brechstange endlich das Heil beizubringen, gegen das sich viele immer noch wehren: das geile 5G und diese noch geilere genmanipulierende Coronaimpfung … und in Massen sagen die Follower für die täglich empfangenen Watschen ihrer Influenzer noch mit leuchtenden Augen „Danke“ … „Extra3“ verlinkt den Browser Ballett-Rotz mit dem Kommentar „genial“ … usw. usf. – Mit einem Wort: die Satire, unsere angeblich letzte Bastion gegen den neoliberalen Konsensmoloch … – ist jetzt wohl im Arsch.

Aber vielleicht ist das auch gut so. Wenn man von ihrem Bullshitjob erschöpfte Spiegelbildbürger abends nochmal dazu bringt, prustend über Inhalte zu lachen, über die sie eigentlich weinen sollten, zu was hätte diese Chose denn führen sollen? Signalisiert solches Kabarett nicht letztlich sogar, dass das, was heutzutage abgeht, so schlimm denn nu ja auch nicht sein könne – immerhin wir ja schallend drüber lachen können? Die von unseren „Bündnispartnern“ vergifteten, ausgebombten, ausgebeuteten, mit Uranmunition verseuchten Landstriche und Menschen und auch die eigene nukleare Bedrohung relativieren sich sogleich wieder, nachdem man bei einem kühlen Paulaner solch einen heiteren Kabarettabend verbracht und sich die Kehle heiser gelacht hat. Nicht nur der Proll, auch der intellektuell Anspruchsvolle kommt auf seine Kosten, wenn Serdar Somuncu durch den überfüllten Konzertsaal stolzt und in alle Richtungen Späßchen aus dem Hüftgelenk schwitzt, die seine Follower wie auf Knopfdruck zum Wiehern bringen. „Hey, ihr dahinten auf den hinteren Rängen: Ist wohl Scheiße, sich die ganze Zeit den Kopf verdrehen zu müssen? Das Programm geht noch 4 Stunden!“ (Publikum schäumt und wiehert) „Warum hat Corona nicht solche Arschlöcher wie Trump umgebracht? Das wäre mal was Gutes gewesen“ (Publikum schäumt und wiehert). Mit irisierenden Augen und lechzend nach der nächsten Pointe verfolgen sie ihren Showmaster, dem sie die Füße dafür küssen könnten, dass er sie abends nach Ende der neoliberalen Tretmühle nochmal zum Lachen bringt, obwohl jetzt eigentlich die Depression anklopfen würde.

Obwohl es in all diesen Shows und ebenso in den Foren der Influenzer und Superspreader inzwischen nur so vor Publikumsbeschimpfungen hagelt, halten die Follower ihren Maulhelden überwiegend die Treue. Haben diese doch schließlich schon so oft gezeigt, dass sie sich auch fürs „Soziale“ einsetzen und so richtig menscheln können, also – bedingungslos gut sind. Wer solche gleißenden Helden kritisiert, handelt sich umgehend den Arschlochvorwurf ein. Wenn dann doch ab und zu Post von Fans kommt, die über die Show nicht mehr lachen können und Kritik äußeren, dann brauchen sich die coolen Semunkulen gar nicht einmal mehr selbst dazu herablassen, diese Kritik zu beantworten. Sie werfen sie einfach ihrer Hunderttausendschaft an Followern zum Fraß vor mit dem bloßen Kommentar „Zuschauerpost“ – und die Follower übernehmen das Zerlegen des kleinen Ketzers, der da zugegeben etwas ungehobelt und vulgär, aber im Kern eben doch eine unangenehme Wahrheit über ihren Maestro ausgesprochen hat, der im Enddarm eines Machtapparates stecke etc. Im vorhin verlinken Fall kam dieses routinierte Zerlegen allerdings nur schleppend in Gang. Viele Follower waren perplex und wussten zunächst nicht so recht, wie sie das Posting einordnen sollten. Manche äußerten sogar: „Da ist ja eigentlich was dran …“ Bis dann der Rudelinstinkt einsetzte und ihnen ein paar intelligentere Follower-Fellows die Leitplanken wiesen, um was es hier geht. Erste Scherzchen regten sich: „Kommt wohl von Attila Hildmann, dieser Leserbrief …“, gefolgt von einigen zögerlichen Hihis. Bis dann sehr schnell das übliche Boah-Bämm-Gemetzel einsetzte und sich wieder alle handelseins waren.

So wie sich auch die Follower von Florian Schroeder vor stehenden Ovationen überschlugen angesichts der Genialität ihres gegelten Influenzers, der doch im Spätabendprogramm des ÖR ganz offensiv darüber philosophierte, wie sehr er eigentlich „im Enddarm der Kanzlerin“ stecke und nur ein systemerhaltender Hofnarr sei, der letztlich auch den Machenschaften der internationalen Finanzelite diene – und das Ganze trotz ernster Miene aber gar nicht ernst gemeint war. Wie soll es das auch sein, in einer Welt in der es doch bekanntlich seit der Ermordung von Cäsar keine Verschwörungen mehr gibt, sondern nur noch smart lächelnde Politiker und Philanthropen, die das Gute & Gerne vorantreiben! Boah, wie genial – ich gehe gleich in die Knie. Solange wir solch ausgefuchste Meta-Überwitzchen auf Lager haben, auf die sogar die Querdenken-Veranstalter reinfallen und Reineke Fuchs auf ihre Bühne einladen, die dieser dann hämisch lächeld zu einer Publikumsverspottung nutzt, besteht ja auch in Zeiten kollektiver Umnachtung noch kein Grund zur Sorge. Wir schaffen das. Bis zur Ziellinie der digitalen Transformation sind es nur noch ein paar hundert Meter. Obwohl wir schon am Zahnfleisch daherkriechen, mit ein paar Energydrinks und Nespressos schaffen wir das. Dann können wir uns fallen lassen, Gott KI wird übernehmen.

Wie auch immer, lassen wir das. Vielleicht kommt uns auch zugute, dass in Bayern nun der Bierausschank verboten wurde. Es besteht also die Möglichkeit, dass im aktuellen Drehschwindel zumindest für einige Atemzüge Ernüchterung einkehrt. Mancher mag dabei realisieren, in was für einer Situation wir uns eigentlich befinden.

Wer morgens auf nüchternen Magen derbe Kost nicht scheut, der mag sich eventuell von Ulrich Mies in einer jüngsten Revue auf die Sprünge helfen lassen. Wie immer schonungslos und nichts für gut&gerne gestimmte Gehirnwindungen. Was er beschreibt, ist nichts weniger als der drohende Totalzusammenbruch unserer Zivilisation. Ein geplanter Enthauptungsschlag gegen den selbstbestimmten Menschen und die demokratischen Staatsstrukturen wie wir sie kannten. Indes unsere intellektuelle Creme sich in ihren Magazinen und Foren darüber ereifert, ob die Veranstalter der Querdenken-Demo ein paar versprengten Dunkeldeutschen denn nicht ihre Deutschlandfahnen abnehmen könnten …

siehe https://www.rubikon.news/artikel/transnationaler-elitenfaschismus

Auszug:

„Die Demokratie, wie wir sie kannten, gehört der Vergangenheit an. Bernd Hamm schrieb dazu bereits 2017: „Die neoliberale Ideologie hat dazu beigetragen, staatliche Regulierungen abzubauen und Reichtum bei 1 Prozent anzuhäufen. Die Reichen sind in der Lage, einen erheblichen Teil der staatlichen Gesetzgebung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Sie und ihre Vermögen werden von Heerscharen von Parlamentariern, Managern, Wirtschaftsprüfungsunternehmen, Anwälten, Steuerberatern, Denkfabriken, Radiosendern, Filmstudios, Verlegern, Medien, Forschern, Schreiberlingen, Lobbyisten, Bodyguards und anderen Lakaien in ihren Diensten beraten und geschützt.

Privateigentum ist das Goldene Kalb des Kapitalismus und unregulierter Kapitalismus die Bibel der herrschenden Klasse. Sie können selbst Polizei und Militär in ihrem Interesse mobilisieren. Dafür bleiben der Nationalstaat und seine Regierung wichtige Institutionen — vor allem aber müssen die Regierungen die Massen unter Kontrolle halten. Dies ist das Ende des Projekts Demokratie und die endgültige Übernahme durch die Plutokratie, ein stiller Staatstreich“ (5).

(…)

Der traditionelle Faschismus kombinierte Massenunterstützung und Propaganda mit beinhartem (Straßen-)Terror und Saalschlachten gegen seine Feinde. Im Unterschied dazu geht der transnationale „Eliten“-Faschismus wesentlich subtiler und intelligenter vor. Als deutsche Variante des transnationalen „Eliten“-Faschismus versuchen Merkel-Clique, die neoliberale Parteieneinheits- und Medienfront sowie die Drittmittel-prostituierte Wissenschaft (6) mit allen Mitteln der Propaganda, der Zensur, der Zersetzung jeglicher Opposition und der Unterdrückung von „Abweichlern“, ihre Position durchzudrücken und ihre Macht zu erhalten.

(…)

Vor der Corona-Krise hatte Deutschland Staatsschulden von circa 2 Billionen Euro. Um diese anzuhäufen, brauchte Deutschland 75 Jahre. Für die Verdopplung dieser Staatsschulden brauchte die Merkel-Mannschaft 3 Monate.

(…)

Die „große Sorge“ der Herrschaftszentren um die „Volksgesundheit“ ist eine beispiellose propagandistische Meisterleistung in der Geschichte der Menschheit. Es handelt sich um eine jahrelang vorbereitete PSYOP, eine psychologische Kriegführung gegen die Zivilgesellschaften.

Die Legitimation der westlichen Politik war nach Jahrzehnte langen Fehlleistungen der Herrschaftscliquen zum Ende des Jahres 2019 auf dem Nullpunkt. Und diejenigen, die den Planeten, die Menschlichkeit, das Miteinander, den inneren und äußeren Frieden sowie alle positiven Werte der Menschheitsgeschichte ruiniert haben, sollen nun die großen Retter der Menschheit sein?

Wie geschichtslos, ahnungslos, naiv und medial gehirngewaschen muss man sein, um den Treibern des globalisierten Katastrophenkapitalismus und den Tätern des angerichteten Desasters nun die große Sorge um die Gesundheit der Völker abzunehmen?

Die „Massenbasis“ der Herrschaftszentren ist längst nicht mehr die Gefolgschaft überzeugter Menschen. Ihre neue Gefolgschaft sind die Massen manipulierter, belogener und terrorisierter Menschen im Angst- und Panikmodus. Die mediale Massenverdummung sichert die angstbasierte Gefolgschaft.“

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