China

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Deutschlands alternativloser Weg in den ultimativen Weltkrieg – und die Hilflosigkeit seiner Bürger

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Sonntag, 16.6.2019. Eifel. Nun stehen wir wieder vor einem großen Krieg. Den womöglich wirklich letzten in der Geschichte der Menschheit. Was Krieg angeht, haben die Planer viel von Adolf Hitler und seinen deutschen Armeen gelernt: der Begriff Blitzkrieg ist seitdem aus der Sprache der Planer in den USA nicht mehr wegzudenken, ebenso findet das „Prinzip Gleiwitz“ begeisterte Anhänger: damals hatten verkleidete deutsche Soldaten echte deutsche Soldaten angegriffen und lieferten so für die Öffentlichkeit einen Vorwand für den Krieg. Die USA haben seitdem öfter zu diesem Prinzip gegriffen – und nicht nur sie. Es sei immer wieder an das „Celler Loch“ erinnert, wo deutsche Verfassungsschützer ein deutsches Gefängnis angriffen, um die Tat „den Linken“ in die Schuhe zu schieben. Gleiwitz war 1939 – Celler Loch 1978. Eine bemerkenswerte Kontinuität von Täuschung der Bürger durch die Obrigkeit – trotz vorgegebenen „Regimewechsels“. Was man ebenso von Adolf Hitler lernen konnte, war: selbst jene, die kurz vor der eigenen Vernichtung stehen, zögern, ultimative Massenvernichtungsmittel einzusetzen – in diesem Falle Giftgas. Obwohl man mit den V2-Raketen effektive Transportmittel für nicht aufzuhaltende Giftgasangriffe auf Großstädte hatte, obwohl man den „totalen Krieg“ ausgerufen hatte, blieben diese Waffen in den Arsenalen. Diese Beobachtung – so fürchte ich – führt bei modernen Kriegsplanern zu fürchterlichen Schlussfolgerungen … dass die anderen Machthaber in der Welt im Falle einer konventionellen Niederlage ebenfalls nicht die ultimativen Vernichtungswaffen einsetzen und die USA angreifen werden. God´s own Country hat in den letzten 165 Jahren seiner Kriege von diesen Kriegen selbst so gut wie gar nicht bemerkt, die Angriffsschäden der Achsenmächte blieben äußerst gering – was das Festland betraf – auch wenn die Beschädigung eines Baseballfeldes sicher nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

Nun – vom Krieg stehen wir nun seit 74 Jahren Frieden in Deutschland (nicht in Europa, das sei angemerkt) unendlich weit weg, er ist für die allermeisten Bürger keine persönliche Erfahrung mehr, man muss schon in die Altenheime gehen, um noch mit Augenzeugen reden zu können – die damals auch noch Kinder waren.  Krieg ist für uns ein Thema der fernen Vergangenheit – wie 1914, als eine völlig unwissende Jugend begeistert und singend in eine Auseinandersetzung marschierte, die zur bis dahin schlimmsten der Menschheitsgeschichte werden sollte – mit bislang nie gekannten Grausamkeiten. Auch damals meinte man: die waren nur so begeistert, weil Krieg schon lange keinen Platz mehr im Leben hatte, man also nicht die geringste Vorstellung davon hatte, worauf man sich da einließ. So wie heute.

Ich denke, wie anders soll ich mir das erklären, dass Angela Merkel vor hat, die deutsche Marine nach Asien zu schicken, um die Chinesen zu provozieren? Man erinnert sich an den Boxeraufstand in China, wo deutsche Marinebattalione den anderen Kollonialmächten zu Hilfe kamen, um chinesische Aufständische niederzuschießen. Was  hat Angela Merkel nun vor? Nun – China ist ja eigentlich geteilt. Nach dem Sieg Mao Tse-Tungs über die „reaktionären Kräfte“ in China flohen diese unter ihrem General nach Formosa, einer großen Insel vor der Küste und gründeten dort Taiwan, einen eigenen Staat. Mao hatte keine Schiffe … und konnte dagegen erstmal lange nichts unternehmen. Schnell stellten auch die USA Taiwan unter ihren besonderen Schutz – und rüsteten sie selbst mit einer großen Flotte aus, so dass erst mal lange Zeit Ruhe war. Zwischen der Insel und dem Festland gibt es nun eine 180 Kilometer breite Meerenge, das sind 10 Kilometer mehr als die Entfernung zwischen Cuxhaven und Helgoland. Die Chinesen betrachten das als ihre Meeresenge – worüber man natürlich mal diskutieren könnte. Störte ja auch sonst keinen – jedenfalls die letzten 70 Jahre nicht. Aktuell kreuzen dort US-Kriegsschiffe, auch ein französisches Kriegsschiff wurde dort schon vom chinesischen Militär abgedrängt – obwohl China diese Meerenge als eigenes Territorium betrachtet … und nun auch über eine Flotte verfügt, die das durchsetzen kann. Und was will Angela Merkel nun machen? Auch ein deutsches Kriegsschiff durch die Meerenge auf der anderen Seite der Erde schicken (siehe Welt). Was der Autor vornehm als „Ende der deutschen Zurückhaltung“ beschreibt, ist nicht weniger als eine kriegerische Provokation, die den Verbündeten zeigen soll: auch deutsche Soldaten sind begeistert dabei, wenn es darum geht, China zu überfallen.

So weit sind wir jetzt im Jahre 2019.

Man sollte den Fans von Fryday for Future mal flüstern, dass Krieg außerordentlich schlecht für´s Klima ist – doch das will wohl momentan niemand, weil die einen Klimapanik schieben und die anderen Antiklimapanik. Das muss man sich mal vorstellen: wir leben in historisch außerordentlich bedeutsamen Zeiten, Deutschland (und die ganze Nato) ist wieder auf Kriegskurs – auch weit außerhalb Europas (wie z. B. in Mali), wir bilden das Ausrüstungslager für die völkerrechtswidrigen Angriffe brutaler muslimischer Diktatoren (aktuell deutsche Waffen im Wert von 1,1 Milliarden an die „Allianz“, die den friedlichen Jemen in Stücke schießt, siehe Deutschlandfunk), die Regierung bereitet aktuell neue Mobilmachungsgesetze vor (siehe Bundestag), die sicherstellen sollen, dass die Bundeswehr im „Kriegs- oder Spannungsfalle“ schnell genug Soldaten bekommt. Lesen Sie sich ruhig mal dieses Gesetz durch. Sicher – es ist sprachlich so formuliert, dass sie ohne Jurastudium schon länger lesen müssen, um zu verstehen, ob es sich um ein Gesetz für Imbisbuden im Innenstadtbereich handelt oder um ein Gesetz, dass uns mit einem Schlag alle Bürgerrechte nimmt. Das Frauen da auch mit an die Front dürfen, wir ja schon im Vorfeld eifrig diskutiert (siehe Welt).

Wir könnten nun die Kriegsgefahr noch weiter ausmalen, Fakten dazu – wie aktuell die fürchterlich naive Kampagne gegen den Iran (wo es rein zufällig nach Kriegsdrohungen aus den USA zu Vorfällen kommt, die beweislos aber trotzdem deutlich in Richtung Iran zeigen) deutlich zeigt – vielleicht sind deutsche Jugendliche (wir mobilisieren ab 17) schon zu Weihnachten vor Teheran. Was mich aber eher interessiert: auf welche Art Volk treffen diese von langer Hand geplanten Welteroberungsphantasien der kleinen Herrenkaste der USA, die bei uns gut und trefflich durch die Atlantikbrücke vertreten werden (nein, das ist keine Verschwörungstheorie, stammt auch nicht von mir sondern von dem Herrn Oetker – siehe Link beim Nachrichtenspiegel)?

Nun – sie trifft auf ein Volk, dass in den letzten Jahrzehnten vollkommen zerrüttet wurde – in jeder nur denkbaren Hinsicht. Ein Volk, dem selbst der Krieg erklärt wurde – jener schon jetzt weltumfassende Krieg „reich gegen arm“, der nach Warren Buffett seit über zehn Jahren in den westlichen Ländern – und eigentlich weltweit läuft, wo wir eigentümlich Allianzen erleben – wie die zwischen der US-Regierung und dem brutalen saudischen Herrscherhaus – oder der US-Regierung und der Familie bin Laden, eine eigentümlich Allianz zwischen „Grünen“ und US-Kriegstreibern – oder zwischen der Bundesregierung und der von ihr finanziell unterstützten Clinton-Stiftung (siehe Welt).  In diesen Krieg reich gegen arm tritt auch unser Staatsoberhaupt ein, der jetzt aktuell zum innerdeutschen Kampf aufgerufen hat – zum „Kampf gegen Verschwörungstheorien“ (siehe Welt), genau genommen ist es der Kampf gegen die Vorstellung, dass „dunkle Mächte politische Entscheidungen beeinflussen“ … also der Kampf gegen jede Art von Aufklärungsarbeit, die die Skandale um Gleiwitz und Celler Loch zu nennen. Kurzum: das Staatsoberhaupt fordert einen Freibrief für Strippenzieher – und ein Denkverbot fürs Volk. Jedem Skandal – wirklich JEDEM – geht eine Verschwörungstheorie voraus, also Leute, die sich mit den Vertuschungsversuchen der Täter nicht zufrieden geben. Wir könnten die ganze Arbeit der Kriminalpolizei aufgeben, wenn wir dieses Denken übernehmen … aber Leute, die noch mehr „Cum-Ex“ im Sinne haben, finden die Ideen unseres Staatsoberhauptes sicher richtig gut. Das ist schon so eine Art Maulkorberlass für Selberdenker – und es stört auch noch kaum einen, weil … nun ja: „Volk“ noch ganz andere Probleme hat.

Da wäre zum Beispiel das Aussätzigenproblem. Seit Kanzler Schröder und seinen grünen Schafen gibt es wieder von Staat und Kapital definierte „Aussätzige“, seit der Einführung von Hartz IV ist der Arbeitsose nicht mehr Opfer unternehmerischer Fehlplanungen oder staatlichen Irrsinns, sondern Täter mit der Absicht, sich an dem Reichtum seiner Mitmenschen parasitär zu ernähren. Eine breite Medienfront hat diesen Feldzug gegen das Volk mitgetragen, mitlerweile haben wir 18,2 Millionen dieser „Täter“ allein in den letzten zehn Jahren (Meldung der Welt vom 25.3.), aktuell geht die Hetze wieder los: der Arbeitslose ist – wie ehedem der Jude – ein krimineller, versoffener fauler Sack (siehe: gegen Hartz), zum Abschuss freigegeben. Wem das nicht gefällt, der kann ja arbeiten gehen: die Ausbeuter des Niedriglohnsektors warten jetzt schon begeistert, Ingenieure für drei Euro fünfzig die Stunde zu bekommen. Gnadenlose Ausbeutung hat wieder Konjunktur in Deutschland, wie China haben wir auch Wanderarbeiter, die am Rande der medialen Wahrnehmung für den SUV ihres Herren und die Garderobe seiner Gattin schufften (siehe Deutschlandfunkkultur). Wer will, kann gerne zu den 3,38 Millionen Vollzeitbeschäftigten gehören, die – trotz fleißiger Arbeit – keine 2000 Euro Brutto im Monat bekommen (siehe Focus), das ist nicht viel Geld – aber immerhin nehmen die Medien einen dann aus dem Kreis der „Aussätzigen“ heraus und man darf wieder ohne staatliche Erlaubnis seine Stadt verlassen. Ja – Hartz IV-Abhängig haben sozusagen „Hausarrest“ – und ihre Heimatstadt dürfen sie nicht ohne Genehmigung verlassen. Das geschieht in China nur mit Menschen, die sich vehement als Staatsfeinde geoutet haben – nur um das mal in Verhältnis zu setzen.

Nun ist es nicht nur die wirtschaftliche Basis der Menschen, die massiv angegriffen wird – auch ihre familiäre Basis gerät in die Mühle. Wussten Sie schon, dass Hartz-IV-Abhängig Trennungsprämien bekommen? Trennt sich eine Familie, bekommt der, die die Kinder hat, einen Extrazuschuss für Alleinerziehende: ein Anreiz für viele, die ihren Kindern möglichst viel Armut ersparen wollen, den Partner (meist ist´s der Vater) zum Teufel zu schicken – für 150 Euro mehr im Monat. Es gibt auch eine Partnerschaftsstrafe für die Aussortierten: kommen zwei von denen in einer Wohnung zusammen, wird erstmal der Regelsatz gekürzt.

Doch die wirtschaftliche Lage ist nicht die Einzige, die bedrohlich wirkt: noch nie waren so viele Kinder von den Jugendämtern aus den Familien gerissen worden wie derzeit … auch wegen Hartz-IV-Bezug (siehe Tagesschau). Auch eine Folge des Krieges „reich gegen arm“. Ach ja – Kinder. Obwohl ja Bundestag und Medien beschlossen haben, dass der „rituelle Missbrauch“ von Kindern nur ein Märchen zu sein hat, das vor allem Reiche diskreditieren soll, zeigt die Praxis, dass diese Praxis unvermindert weitergeht: wenn man praktizierende Experten fragt und nicht den Bundestag (siehe Kirche und Leben). Was für mich nur neu war: inzwischen bekommen auch Odin und Luna Opfer.

Abweichende Meinungen werden zunehmend verfolgt, hierzu gibt es eine Initiative der Landesmedienanstalten NRW (siehe medienanstalt-nrw), die eine „generalpräventive“ Offensive gegen „Hassrede“ in Gange bringen will: inkluvise Hausdurchsuchungen durch die Polizei. Propagandaspruch dazu ist natürlich, dass man gegen die bösen Menschenfeinde vorgehen möchte, sie mit Stumpf und Stiel ausradieren will. Gemeint sind natürlich nicht die, die ihren Hass gegen Arbeitslose ausschütten, sondern jene, die nicht mehr gewillt sind, die Verrohung des Landes kommentarlos hinzunehmen. „War nicht rechts ist, wird rechts gemacht“ – so beschreibt ein Autor bei Heise die aktuelle Politik des „Mainstream“, wo jeder schnell durch Unterstellungen und boshafte Vorurteile zum „Nazi“ werden kann – aktuell zum Beispiel die Impfkritiker, die lediglich auf grobe Nebenwirkungen einiger Impfstoffe hinweisen. Demnächst kann ich da noch andere Kandidaten nennen: eine Studie aus England läßt nun vermuten, dass 50 Prozent der Krebspatienten nicht an der Krankheit sterben, sondern an der Therapie (siehe Medizin-Heute). Massenmord im Sinne der Pharmarendite – so könnte man das formulieren. Ich garantiere Ihnen: sollte das so sein – sie haben nicht die geringste Chance, dagegen anzugehen, denn: sie sind dann ganz schnell rechter Verschwörungstheoretiker. So läuft das momentan.

Nehmen Sie also bitte gelassen hin, dass die türkische Armee islamistische Kämpfer trainiert (siehe Heise) oder das in Europa auf einmal von einem Krieg zwischen England und Spanien geredet wird (siehe Spiegel), machen Sie sich bloß keine Gedanken darüber – es wird an zentraler Stelle schon für Sie gedacht – und die Mobilisierungsgesetze, die Ihnen einen Platz in dem Theater zuweisen werden, laufen gerade durch. Vielleicht sehen Sie also doch noch mal die „Große Mauer“ in China – oder marschieren wir Ihr Uropa durch Tsingtau. Der Krieg, der gerade angedacht wird, hat das Potential für eine Dauer von 30 Jahren: da kann man irrsinnig viel verdienen! Ja – so lange soll der „Krieg gegen den Terror“ dauern – und der Terror ist ja gerade überall … wo interessierte Kreise ihn sehen – oder säen wollen.

Und der Widerstand? Geht zeitgemäß nur noch von einigen Individuen aus. Lesen Sie ruhig mal was zu dem neoliberalen Herrschaftssystem, dem Sie unterworfen sind – es hat aus allen Unternehmer gemacht, die ihren Profit damit machen, dass sie sich selbst als Sklaven bestens verkaufen – und aus dem Kommunismus eine Ware (siehe Süddeutsche).

Und solche Sklaven sind noch nicht mal im Ansatz zu Widerstand in der Lage.

Die Vernichtung der Bundesrepublik Deutschland durch Angela Merkel – und der Einstieg in den nächsten Weltkrieg

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Samstag, 23.3.2019. Eifel. Schwierige Zeiten, in denen wir leben. Auch für mich: Zeitnot plagt mich an allen Enden. Für umfangreiche Gedanken ist kaum noch Zeit – und um sie zu studieren noch weniger. Führe ich jetzt aus, was der Titel andeutet, mache ich mich gleich moralisch schuldig, denn ich verspreche Ihnen: es wird Angst machen. Angst ist eigentlich eine sinnvolle und logische Reaktion auf eine Bedrohung – egal ob eingebildet oder real – sie stellt dem Körper für eine gewisse Zeit Ressourcen für Kampf oder Flucht zur Verfügung. Ohne Angst wäre pure Ignoranz die Folge – eine für jegliche Lebensbewältigung untaugliche Lebensphilosophie.

Trotzdem – ist jemand, der Gefahren an die Wand malt nicht mehr gern gesehen in diesem Land.

Bisher waren Sie, lieber Leser, auch immer gewohnt, dass ich meine Aussagen, Analysen, Einschätzungen und Meinungen mit harten Fakten belege – sofern man den Rückgriff auf überall zulässige Informationen des Mainstream in der Zeit nach Relotius überhaupt noch als Fakten bezeichnen kann. Das wird aktuell nicht mehr möglich sein. Die DSGVO hat uns als kleinem Nachdenkmagazin schon die Kommentare verhagelt: wir wären leicht angreifbar – und haben allen Grund das zu fürchten, denn wir wurden auch schon angegriffen, auch von namhaften Akteuren.

Nun droht auch noch Artikel 13 mit Eigentumsrechten – und da ist es unsicher, wohin die Reise geht. Professionelle Journalisten haben mir schon lange geraten, niemals Zitate zu verwenden – doch als ausgebildeter Geisteswissenschaftler habe ich gelernt, so zu arbeiten: wie sonst sollte ich meine Einschätzungen belegen, wenn nicht durch mit viel Mühe gefundenen Zitaten?
Aber es ist halt auch im Gespräch, schon ein einzelnes Wort mit dem Urheberrecht zu belegen … da wird´s dann schwer. Während ich immer noch unter einem – inzwischen sehr undichten – Pseudonym schreibe, ist es seit vielen Jahren üblich, dass jede noch so kleine Nachricht mit dem Konterfei oder wenigstens dem Namen des Journalisten verknüpft wird, der diese Nachricht umformuliert hat: eine Vorbereitung auf eine Neufassung des Eigentumsrechts, in dem Sprache und Gedanken generell auch Eigentum einiger weniger sein können.
Möglicherweise liegt dieser Trend darin begründet, dass nur noch wenige der Sache wegen agieren, umso mehr aber des Geldes wegen. War es früher einem Musikanten eine Ehre, wenn seine Lieder quer durch das Land gesungen wurden, so gieren heute eine Heerschar Anwälte gleich darauf, die Sänger wegen Urheberrecht zu verklagen … als wäre nicht Musik und gute Laune in jedermanns Interesse.

Wozu wird das führen?

Das kann sich jetzt jeder mal selber denken. Vielleicht sollte man sich schnell noch wichtigste Worte rechtlich sichern, die man zu Einkaufen braucht, bevor auch hier Rechte wirksam werden und man mit selbst gemalten Bildern kommunizieren muss, weil Sprache komplett vermarktet wird.

Sie werden also damit leben müssen, dass ich die Quellen, auf die ich mich beziehe, hier nicht mehr nennen werde. Ich kann Ihnen nur versprechen: es gibt sie.
Sie werden auch leicht zu finden sein: doch diese Arbeit kann ich Ihnen nicht abnehmen. Muss ich auch nicht, ich schreibe ohne finanzielle Interessen als Privatmann, kann meine Meinung noch frei äußern und bin nicht verpflichtet, formell perfekte geisteswissenschaftliche Arbeiten abzuliefern.

Stört zwar mein Empfinden bezüglich der Seriösität von Texten – aber damit werde ich leben müssen, bis klar ist, welche Folgen der Artikel 13 wirklich für die Graswurzelschreiber aus dem Volk hat.

Nun zum Thema.

Wer mich kennt und hier schon länger liest, wird bemerkt haben, dass meine Kritik an Angela Merkel bislang nur sehr verhalten erklang – wenn überhaupt.

Den „Merkel-muss-weg“-Hype habe ich immer für völlig idiotisch gehalten und auch mal dagegen argumentiert. Darum mag es verwundern, dass ich eine so harte Überschrift wähle, denn: eigentlich ist Angela Merkel die Kanzlerin des Nichts, der Beliebigkeit und der Belanglosigkeit. Brand war Kanzler der Versöhnung, Schmidt der harte Macher gegen die RAF, Kohl der Kanzler der Einheit, Schröder der Vernichter des Sozialstaates und Merkel die Verkörperung der Bedeutungslosigkeit – so scheint es jedenfalls.

Andererseits war sie die erste Kanzlerin, die offen sagte, dass Wahlversprechen nicht ernst genommen werden dürfen und dass es kein Recht auf Demokratie für Ewigkeit gibt. Und davor war sie die erste Oppositionsführerin, die jemals einer Regierung offen in den Rücken gefallen ist, als Schröder die Teilnahme am Irakkrieg verweigerte: da fuhr sich ganz schnell in die USA und machte eine ganz andere Außenpolitik, schwor, sie würde treu an der Seite der USA stehen, wenn sie erstmal Kanzlerin ist: und schwupps, siehe da: sie war dann auch die nächste Kanzlerin.
Ordnet man die Fakten so, bröckelt des Bild der fluffigen Merkel schnell.

Da ist schon ein knallharter Mensch, der völlig rücksichtslos agiert.

Aber sie hat ja den Atomausstieg möglich gemacht, was Linke immer wollten. Das war doch gut, oder? Das muss einfach gut gewesen sein!

Der Atomausstieg hat den Stromkonzernen Milliarden eingebracht, weil er völlig an den Gesetzen vorbei erfolgte. Zudem dürfen wir jetzt die verstrahlen Altmeiler entsorgen und haben das Problem mit dem Atommüll. Eine Bundeskanzlerin, die Gesetze ignoriert? Der Deutsche würde ausrasten: wenn das die Merkel gewusst hätte! Und nun kommt das unschlagbare Elektroauto, in breiter Front forciert durch die Regierung – und auch die liebe Greta (die aktuelle Umweltheilige des Establishment) deutet freudig auf die Reaktoren als Heilsbringer in der Apokalypse … so dass die Atomkonzerne nun doppelt jubeln dürfen: erst Prämien für Gesetzesbruch, jetzt auch noch Folgeaufträge für viele neue Reaktoren – wie wunderbar.

Aber sie hat doch die Bundeswehr aufgelöst, daraus eine Freiwilligenarmee gemacht – wie es Linke immer wollten? Das war doch jetzt wirklich gut, oder?

90000 Soldaten waren inzwischen in Afghanistan, sie erhalten unterschiedliche Medaillien dafür, die sie klassifizieren. Schon vor vielen Jahren schrieben Autoren des „Stern“ über ein unheimliches Afghanistan-Netzwerk in den Streitkräften … schon eine  schauerliche Vorstellung, dass dieses Netzwerk nun aus 90000 Mann rekrutieren kann. Schlimmer jedoch sind derzeit andere Netzwerke, die aus unseren „Elite-Kämpfern“ hervorgegangen sind. Informieren Sie sich mal über Uniter und die Person mit dem Decknamen „Hannibal“: hier wächst gerade eine rechtsradikale Privatarmee in Deutschland heran, die weltweit auch autoritären Herrschern ihre mörderischen Dienste anbietet. Aus der Bundeswehr wurde eine Brutgrube für demokratiefeindliches Personal, dass schon Listen über linke Politiker und linke Denker führte, die im Falle der Krise hingerichtet werden sollen.

Aber sie hat die Grenzen für die Verfolgten dieser Erde geöffnet, das macht sie nun wirklich endgültig zu unsere heiligen Mutti!

Nun – auch dies geschah (da gibt es umfangreichen Arbeiten drüber) gegen geltendes Recht. Ohne jegliche gesellschaftliche Diskussion wurde aus einem der dicht bevölkertsten Länder der Erde per Order der Kanzlerin ein Einwanderungsland gemacht – obwohl wir gerade nun nicht mit so viel Land gesegnet sind. Und das Ergebnis der Aktion? Ein gewaltiger Rechtsruck in diesem Land. Und jeder, der dagegen Stellung bezieht, wird von hilfswilligen Sozis zum Nazi erklärt und aufs Übelste diffamiert. Ein gewaltiger Sieg für die Gegner der offenen Gesellschaft.
Doch was geschah wirklich in jenem Monaten des Jahres 2015? War es ein großer humanistischer Akt – den man ja nur sehr begrüßen kann?

Es war eine der unverantwortlichsten Entscheidungen, die in diesem Land getroffen wurde, angeregt durch Bilder von ertrunkenen Flüchtlingen im Mittelmeer. Psychoanalatiker haben mir das deutlich erklärt: die willkürliche Öffnung der Grenzen haben viele Menschen bis ins Mark getroffen, gerade jene, die sich sehr mit der Bundesrepublik Deutschland identifizieren, die den Schutzcharakter von Grenzen brauchen und für die die Landesgrenze wir ihre eigene Haut ist. Die Frau, die gerne das einfallslose Muttchen spielt, hat hier einen weiteren genialen Schachzug ausgeführt, der auf den ersten Blick – wie die anderen auch – gut aussah und sich gut verkaufen lies, aber letztlich viele Menschen mit dem Gefühl völliger Schutzlosigkeit zurück lies … und die Akzeptanz des so wichtigen Asylrechts so sehr verringerte wie noch nie zuvor in diesem Land. Zudem verrohte und verblödete die politische Kultur durch diese irre Tat vollkommen: jene „Generation Doof“, die Jahre zuvor von Journalisten ausgemacht wurde, fand in der hirnlosen Debatte Nahrung genug, sich flächendeckend zu etablieren.

Wie mit den Flüchtlingen dann wirklich umgegangen wird, erlebe ich in unserem Dorf jeden Tag: sie wohnen gegenüber. 20 Personen auf 100m2, Männer, Frauen, Kinder, Christen, Muslime – alles durcheinander. Eine Schwarzafrikanerin mit neugeborenem Kind weigerte sich radikal, das mutige Sozialexperiment zu betreten – so radikal, dass die Polizei kommen musste. Sie hat es geschafft, der Situation zu entfliehen.

Das alles aber hat mich immer noch nicht gegen Angela Merkel positioniert: wer kann schon ernsthaft Zorn gegenüber netten kleinen Muttis hegen?

Aber sie verfolgt ihren Kurs ja immer weiter, und der Kurs ist seit 2014 stabil.

Damals hatte sie – noch in England weilend – der Ukraine Hilfe gegen Russland zugesagt, im Anschluss daran fand man ja auch – völkerrechtswidrig – Bundeswehrsoldaten auf Erkundung in der Ukraine. Haben wahrscheinlich schon wieder alle vergessen. Seitdem wird in Deutschland mit eiserner Faust durchregiert: Putin und Russland sind wieder der Feind – wie seit hundert Jahren schon (also: Russland. Putin ist neu, ansonsten bleibt alles beim Alten).  Aber Merkel macht noch mehr als massiv die Destabilisierung der europäischen Friedensordnung zu betreiben, die uns 74 Jahre lang vor europäischen Kriegen schützte.

Blicken wir dazu mal nach Mali – auch nach Aussagen der dort tätigen Bundeswehr einst eine Vorzeigedemokratie – nein, DIE Vorzeigedemokratie in Afrika. Wir jedoch unterstützen dort nicht die Demokratische Regierung, sondern den Militärputsch, der diese Regierung beseitigte – bzw. das Chaos, das nach dem Putsch übrig blieb. Für die Blauhelme der UN war Mali eine der verlustreichsten Einsätze ihrer Geschichte, was Mutti nicht stört, kaum wahrgenommen von der Öffentlichkeit haben wir jetzt 1000 Mann dort, die … da was genau machen?

Frankreich im Kampf um Bodenschätze zu unterstützen. Um Uran, genauer gesagt: damit unsere neuen AKW´s zur Förderung unserer Elektroautos auch genug Saft haben, stehlen wir den Bewohnern Malis ihre Bodenschätze. Viele Malier sind deshalb auch sauer auf uns und sprechen von „Kolonialismus“.

Nebenbei erfüllen wir dort noch ganz andere Aufgaben, bzw. das machen jene Söldner, die dafür bezahlt werden: die Flüchtlingsströme werden mit Waffengewalt aufgehalten. Böse Geschichte, würde ich gerne zitieren, aber Sie wissen ja: Artikel 13 droht. Ich hatte das aber früher schon mal zitiert – und warte noch auf den gesellschaftlichen Aufschrei, der leider ausbleibt. Wir reden da nicht drüber, dafür haben wir ja das Wort für Schwarzafrikaner aus dem Sprachschatz gestrichen und verboten, sogar Bücher wurden wieder vernichtet – wieder im Namen des absolut „Guten“.

Endgültig offenbar wird der Kurs der Angela Merkel jedoch erst dieser Tage, wo sie ihr größtes Projekt offenbart: den Flugzeugträger. Der letzte, der so ein massiv umweltschädliches Projekt verfolgte, war Adolf Hitler. Er war auch der letzte, der deutsche Soldaten nach Afrika und Asien schickte – und auch der letzte, der Todeslisten von Linken anlegen lies. Wir sehen: geschichtlich bewegen wir uns mit großen Schritten zurück.

Offen reden US-Militärs vom unausweichlichen Krieg mit China, Frankreich und England verlegen ihre Flugzeugträger schon mal in den Pazifik – und der deutsch-französische Träger wird ihnen folgen. Keine Sorge – der kommt nicht zu spät: ein Krieg mit China wird lange dauern, anders als im 19. Jahrhundert oder im Zweiten Weltkrieg ist dieses Land nun ebenfalls hochgerüstet und kann nicht mehr wehrlos ausgeplündert werden. Ein Traum für die Rüstungsindustrie: der nächste dreißigjährige Krieg, der neben dem ewigen Krieg gegen den Terror die Kassen klingeln lässt als wäre man Atomstromkonzern.

Alle Anleger jubeln jetzt schon.

Ein Flugzeugträger macht nur Sinn, wenn man die Meere beherrscht – er ist nämlich sehr verletzlich (weshalb Hitler seinen nie fertig gestellt hat, der liegt heute immer noch halb fertig auf dem Grund der Ostsee). Sein Nutzen? Man kann Flugzeuge dort einsetzen, wo sie sonst nie hinkämen: weit außerhalb des eigenen Territoriums. So ein Schiff ist eine Kriegserklärung an alle Länder außerhalb Europas, eine schwimmende Drohung, seine kolonialen Interessen mit Waffengewalt durchsetzen zu können. Diese absolute Angriffswaffe konnte auch nur gebaut werden, weil man die Strafbarkeit der Vorbereitung eines Angriffskrieges ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch gestrichen hat – welch´ Zufall.

Damit ist die alte, friedliche Bundesrepublik endgültig gestorben. Es spricht ja auch in der Ära Merkel niemand mehr von der „Bundesrepublik Deutschland“ – sie ist gestrichen worden wie viele andere Wörter auch. Wir sind jetzt nur noch „Deutschland“ – wie 1914 oder 1939. Und wie damals rüsten wir gewaltig auf. Kritisieren zwar Trump auf breiter Front – aber wenn er befiehlt, das wir mehr für Rüstung ausgeben müssen, denn setzen wir das sofort um!

Irrer geht´s kaum.

Vernichtet wurde die erste funktionierende Demokratie auf deutschem Boden. Leidenschaftlich streitende Politiker mit Charakter und bewegter Lebensgeschichte wurden flächendeckend durch Parteiklone ersetzt, die nie mit dem realen Leben in Kontakt kamen und in sich eine eigenständige Kaste bilden – von ganz rechts bis ganz links (ja – auch Frau Kipping gehört jetzt zur gehobenen Gesellschaft des Bundespresseball, wo „die“ sich feiern). Eine Kaste, die in der Ära Merkel mit gewaltig gestiegenen Bezügen belohnt wurde. Auch Linke.

Es scheint wie ein Traum, dass es mal ein Deutschland gab, wo sich die Jugend aufmachte, die Welt zu verändern: ihr Frieden zu schenken, Freiheit von alten Zwängen, Glück und Geborgenheit für jedermann zu erschaffen, eine Welt, in der Politiker mit aller Macht um den richtigen Kurs rangen – und so über Jahrzehnte eine stabile Demokratie schufen, die einzigartig in der deutschen Geschichte war. Ein Deutschland, das reumütig war – und seine Armee als Bürger in Uniform verstand, die niemals mehr einen Fuß auf fremden Boden setzen sollten. Ein Land, dass sich weltweit für Frieden aussprach, vermitteln konnte und trotz aller Macht sehr bescheiden auftrat.

Dieses Land ist nun vernichtet.

Wir schließen nun enge Freundschaftsverträge mit einem Frankreich, dass sich in kurzer Zeit in eine Bestie verwandelt hat, die Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt: schon tausende wurden von der Polizei verkrüppelt, weil sie langsam merken, dass Goldman-Sachs ihnen seinen Agenten als Präsidenten vorgesetzt hat – und die Polizei macht fröhlich mit. Dieses Wochenende warten wir furchtsam darauf, was wohl die Sonderheinheiten der Armee mit den Demonstranten anstellen werden.

Und mit diesem Frankreich, in dem die Demokraten von der Polizei verstümmelt werden, Hände, Augen und Füße mit extra dazu gebauten Spezialwaffen ab- oder ausgeschossen bekommen, haben wir nun einen ganz engen Freundschaftspakt, der uns noch enger zusammen führen soll – anstatt dass wir uns für den Erhalt der Demokratie und der körperlichen Unversehrtheit von Demonstranten einsetzen.

Wie gut, dass hier niemand mehr demonstriert – außer die Schüler, die engagiert für die Wiedereinführung der Atomkraft demonstrieren, ohne das groß zu merken.

Das Merkeldeutschland ist ein anderes Land geworden, als die Bundesrepublik war. Es ist dunkler, brutaler, seine Obdachlosenzahlen steigen – wie auch die Zahlen der Kriegsgewinnler in Form von Millionären. Es plustert sich auf als Klimaapostel und Retter der Klimawelt, hat aber die höchste Dichte von Irrsinnsautos (SUV) in Europa – Tendenz steigend. Und nebenbei plant es den Bau von Flugzeugträgern, die nun wirklich nicht klimaneutral sind. Aber dafür gibt es jetzt eine neue hochrangige Arbeitsgruppe, die Ihnen vorschreiben wird, wie sie durch eigene Einsparungen den Dreck des Trägers wieder aufwiegen können: Deutschland ist wieder im totalen Krieg, jeder hat seinen Beitrag zu leisten.

Die Geschichte wird Angela Merkel genau so ansehen: als Zerstörerin der ersten deutschen Demokratie – und als die Kanzlerin, die Deutschland auf Kriegskurs gebracht hat. Und nach dem Sieg über China wird es den neuen Krieg geben: das mächtige deutsch-französische Konglomerat wird im Sinne der Doktrin der transatlantischen Seemächte keinen Bestand haben dürfen: sie beeinflussen den Zugriff der Seemächte auf den eurasischen Kontinent … müssen also fort.

Da ist für die nächsten hundert Jahre also für Unterhaltung gesorgt.

Das Geteilte vereinen

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Bild:https://cdn.pixabay.com CCO

DAS GETEILTE VEREINEN

Die Mutter von Christentum und Islam ist,
das wird jetzt so oft und stark vermisst
das Judentum, das vorher war
das ist doch allen klar

Das Judentum, das hat hervorgebracht
das Kind, das jetzt zu Weihnachten lacht
und später kam der weise Prophet
Mohammed, der 600 Jahre später lebt

Nun ist eben die Mohammed Religion
eben viel jünger schon,als Mutter und Christus-Sohn
Und wenn wir denken, wo wir vor 600 Jahren waren
da wurden verbrannt Hexen in Scharen

Es kämpften im 30 jährigen Krieg vor 400 Jahren
die Lutheraner gegen des Kaisers Kriegerscharen
Das war genau von 1618 bis 1648 unter Wallenstein
Gustav Adolf kämpfte mit den Schweden nicht allein

Sie kämpften für Freiheit ziemlich hart
Europa blieb damals nichts erspart
100 Jahre davor wütete die Pest
Der 30 jährige Krieg holte sich den Rest

Nun Pest und Cholera zugleich
die wüten jetzt im Araberreich
denn sie haben von außen gemachte Revolutionen
die bewegen dort viele Millionen

Der Islam hat durchaus sehr erfreuliche Reformen
die entsprachen aber nicht den religiösen Normen
So wurde auch der Gründer der Bahai ermordet
der sehr wichtige Erneuerung fordert

Ganze Völkerwanderungen hat der Deep State bewegt
Die Häuser der Flüchtlinge sind zu Staub zerlegt
auch in Südamerika dieser Sturm fegt
und sich noch immer kein Ende regt

Auf der Mauer, auf der Mexiko Mauer
sitzt Onkel Donald auf der Lauer
Er möchte eine Immigrantenrevolution gegen sich verhindern
will er Verhältnisse wie Arabien oder Ukraine lindern?☺

Wenn es im mittleren Osten ordentlich kracht
dann die Machtelite herzhaft lacht
ist da ein Krieg angedacht?
wird der gut entfacht?

Trotzdem ist es nicht verkehrt,
wenn man Onkel Donald manchmal doch verehrt
Denn durch den Abzug seiner Syrientruppen
scheinen sich die Medien als Kriegspropaganda zu entpuppen

Auch in Korea der Frieden ist in Sicht
Onkel Donald hat dort gebracht viel Licht
Die beiden Erzfeinde nähern sich an
und jetzt ist eben Syrien dran?

Es gibt nach Ansicht der höchsten Obrigkeit
zu viele Menschen auf der Welt,
die oben sind nicht immer gescheit
da geht es vielen nur ums eigne Geld

Wenn jeder sinnvoll leben würde
wäre das für uns ja keine Bürde
Als sinnvoller Nebeneffekt
man viel gesünder lebt☺

Auch zwischen dem Westen und dem Osten
die Atom-Abrüstungsverträge rosten
das könnte uns wieder einen Weltkrieg kosten?
Rüstungsausgaben sind aber auch große Wirtschaftsposten

China soll den Patentschutz einhalten
doch in Europa die Geheimdienste walten
denn Uncle Sam möchte auch unsere Wirtschaftsgeheimnisse wissen
da wirst Du keinen Patentschutz vermissen

Denn die Dienste sind gerissen
auf unsere Politiker können wir….
Die versorgen die Lobbies wie es denen gefällt
der Bürger wird um seine Leistung geprellt

Selbst die Glühbirne kann Daten senden
daran wird sich auch nichts ändern
vielleicht war das für die EU der Grund
warum man das Ende der alten Glühbirne tat kund?

Es klafft die Lücke zwischen Arm und Reich
nicht nur bei uns sondern auch drüben über dem großen Teich
Wie schön wäre das Teilen für alle beiden Seiten
die einen zerplatzen, die anderen das Leben kaum bestreiten

Da wirkt ein Teil von jener Kraft
die stets das Spalten will und damit Ohnmacht schafft
Sie spaltet Menschen und Atom
weltweit haben wir das Spalten schon

Es soll keinen Geist geben
wir sollen ohne Geist leben
Geistlos sollen wir sterben
die Skeptiker wollen die Scherben

Man reißt den Kosmos weg vom Stoff
Doch Prof.Dürr sagt uns ganz schroff
dass es die Materie ja so gar nicht gibt
und dass uns der Geist dahinter liebt

Ost und West könnte man leicht befrieden
Weg mit der Nato aus unnötigen Kriegen
für Russland braucht es auch Sicherheit
der Raketenschild der ist nicht gescheit

Die Abwehrwaffen in Rumänien und Polen
die soll doch gleich der Teufel holen
denn diese Raketen die die Welt entzweit
sie sind rasch als Angriffswaffen bereit

Diese Info ist in Militärkreisen bekannt
in den Medien wird sie nicht genannt
Die Militärs wissen eben mehr
doch hüten sie ihre Infos sehr

Wenn Ukraine seine Blockfreiheit behält
dann kommt sehr rasch dieser Krieg aus der Welt
und Wenn Europa und Uncle Sam die Grenzen garantieren
dann kann für die Ukraine nichts mehr passieren

In Nordafrika weg mit den strategischen- und Ölinteressen
da hilft Vermittlung, Kulturverständnis und genug zu essen
Ein Marshallplan, für die geplagten Regionen
sonst flüchten dort die Millionen

Weg mit Raketen und Waffen
dann könnte man das schaffen
Warum sollen wir das nicht denken
auch wenn verrückt sind, manche die die Welt lenken?

Wer menschlich mit Menschen umgeht
dann der Frieden viel leichter steht
Doch wenn die Menschen begreifen, dass alle werden benutzt
dann schaut die Machtelite wohl ganz verdutzt

Wenn wir die Zusammenhänge kapieren
dann brauchen wir nicht so viel parieren
Es bräuchten dann nicht so viele krepieren
und man müsste darnach nicht so viel reparieren

Man kann uns dann nicht gegeneinander hetzen
bei Unverständnis fliegen sonst die Fetzen
Wenn jeder geduldig die Sorgen des Nachbarn anhört
dann ihn vielleicht auch eine etwas andere Gesinnung nicht stört?

Mit Wärme und Licht den Menschen begegnen
das brächte für alle großen Segen
seine eigene guten Ideale pflegen
zur Wahrheit und zum Licht kommt man auf vielen Wegen

Quellen:

https://de.rbth.com/politik/2016/10/13/us-raketenschild-in-europa-ist-russland-das-eigentliche-ziel_638467
https://de.sputniknews.com/politik/20171214318688917-us-raketenabwehr-osteuropa-schwaeche/
https://www.heise.de/tp/features/Neue-multinationale-Nato-Brigade-in-Rumaenien-gegen-Russland-3853739.html?seite=all
https://www.nachdenkseiten.de/?p=45924
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19864
http://schnittpunkt2012.blogspot.com/2011/05/otpor-geplante-revolutionen.html
https://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-der-arabischen-welt-die-umsturz-gmbh-1.1061251
https://science.orf.at/stories/2878107
https://linkezeitung.de/2018/10/25/von-soros-inspiriert-us-milliardaere-planen-bunte-revolution-gegen-trump/ 

https://orf.at/stories/3105812/

https://www.nachrichtenspiegel.de/2015/09/13/revolutionen-mit-dramatischem-ergebnis-schaupatz-fluechtlingsdrama-in-europa-und-nordafrika/

https://www.nachrichtenspiegel.de/2018/12/26/die-unteilbare-welt-von-prof-hans-peter-duerr-quantenphysiker-mitarbeiter-von-nobelpreistraeger-werner-heisenberg/

https://www.bahai.ch/de/

https://www.deutschlandfunk.de/mahatma-gandhi-der-gewaltfreie-dschihadist.886.de.html?dram:article_id=376109

Wie die USA Deutschland in den Krieg mit Russland treiben: ein paar Hintergründe zur Weltpolitik

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Donnerstag, 29.11.2018. Können Sie sich noch erinnern? 2014? Genau genommen den 27. Februar, 13.49 Uhr? Hatte eine Eilmeldung geschrieben (so eilige, dass Rechtschreibfehler drin waren – wie peinlich), weil die Ereignisse sich überschlugen … und weil Kanzlerin Angela Merkel der Ukraine Hilfe beim Krieg gegen Russland angeboten hatte. Sie war gerade in England, hielt dort eine Rede … und gab dann einfach mal so ohne ihre Bürger oder Minister  zu fragen ein Sicherheitsversprechen für die Ukraine ab:

„Deutliche Worte von der Bundeskanzlerin: Europa stehe der Ukraine bei, „wenn es darum geht, Recht und Freiheit zu schützen“, sagte Angela Merkel am Donnerstag in einer Rede in London.“

Nun – damals ging alles gerade noch mal gut. Es gab dann doch mal wieder keinen Krieg. Die kurzzeitige Eskalation der Ereignisse beruhigte sich wieder – und man hätte hoffen dürfen, dass dies als Weckruf verstanden wird. Nicht vom kleinen Mann auf der Straße – der kleine Mann auf der Straße braucht keinen Weckruf gegen den Krieg, er war schon immer gegen den Krieg, weiß, was da auf einen zukommt: denn immerhin ist er es, der an der Front verreckt, während sich die edlen Herren in zu Kommandoständen umgebauten Schlössern mit Kaviar und Champagner trösten. Aber von den Demokraten, den demokratischen Politikern: da hätte man doch ein Aufwachen erwarten dürfen. Wie konnte es soweit kommen, dass wir nach 70 Jahre Frieden und dem Ende des Kalten Krieges zwischen den Machtblöcken einfach so wieder an der Schwelle eines Krieges stehen?

Sie müssen jetzt aufhören zu lesen, denn was nun folgt, ist verbotenes Denken. Schon die Frage, wie es so weit kommen konnte, ist gefährlich. Und die Erwähnung, dass es etwas wie verbotenes Denken gibt, ist auch schon sehr riskant. Man kann schnell als jemand gelten, der „außer der Reihe tanzt“, der sich eigene Gedanken macht und das Wahrheitsmonopol der Mächtigen in Frage stellt: genau so ein Wahrheitsmonopol braucht man aber, um einen Krieg führen zu können.

Es hat sich einiges geändert seit dieser Zeit. Es waren nur vier Jahre – aber in diesen vier Jahren wurde weiter fleißig daran gearbeitet, das Volk auf Kriegskurs zu bringen. Nicht in so einer verblendeten Begeisterung wie 1914, als junge Deutsche nach 40 Jahren Frieden – der längsten Friedensperiode in der damaligen Geschichte – voller Begeisterung in den Krieg gegen Frankreich zogen als sei es ein Abenteuerurlaub im Paradies, sondern in einer bitteren, schweigsamen, niedergeschlagenen Akzeptanz der Realität wie 1939 als man merkte, dass der Krieg, der alle Kriege beenden sollte nur 21 Jahre später einen noch größeren, umfassenderen, vernichtenderen Krieg zur Folge hatte, an dessen Ende Waffen auf der Erde erschienen, die das Ende der gesammten Schöpfung bedeuten könnten.

Auch damals dachte man: dies muss nun aber endgültig das Ende aller Kriege der Menschheit bedeuten – und es sah ja auch anfangs gut aus: wir hatten die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte verfasst und die UN gegründet, um die Bestie Krieg für immer und ewig vom Erdboden zu verdammen – und es gab einen mächtigen Garanten dafür, dass der Frieden erhalten bleibt – die USA. Die ehemalige britische Kolonie hatte sich – dank gezielter langfristiger strategischer Planung einer kleinen Gruppe von reichen und einflussreichen Männern (wir berichteten) – zu einer Weltmacht entwickelt. Wie es der Zufall so wollte, entwickelten die Deutschen genau jene Raketen, die zwar für sie selbst keinen Sinn ergaben (sie hatten keine Sprengköpfe, die solchen Raketen Sinn verliehen hätten), aber zusammen mit den in den USA entwickelten Atombomben ein Instrument der endgültigen Weltherrschaft ergaben.

Alle Siegermächte hatten dann auch bald diese Superraketen mit atomarer Bestückung … und der Krieg machte angesichts eines solchen Bedrohungspotentials wirklich keinen Sinn mehr.

Soweit die Vernunft.

In Wirklichkeit – wurde direkt nach dem Zweiten Weltkrieg der Grundstein für den nächsten Krieg gelegt, den man den Kalten Krieg nannte. Was niemand hätte ahnen können, der sich nur aus öffentlichen Medien bedient: die USA waren gar nicht so friedlich und demokratisch wie sie immer dargestellt wurden … aber darüber durfte erstmal nicht nachgedacht werden. Später merkten manche, dass diese Nation, die sich gerne als zuckersüße Freiheitsstatue darstellt und verkauft in Wirklichkeit ein Moloch ist: „korrupt, gewalttätig und unmoralisch“ (siehe Deschner). Das hier ein Ungeheuer auf die Welt losgelassen wurde, schien klar belegbar zu sein. Dieses Ungeheuer ist auch nicht demokratisch – und unsere „Elite“ ist sich dessen wirklich bewusst. Oft schon habe ich den Herrn Oetker zitiert – ein Mann, den man wohl nicht Verschwörungstheoretiker nennen kann – der uns einfach mal darüber aufklärte, wie es denn mit der Demokratie denn da so aussieht (siehe Heise).

„Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben“

Den Satz sollte man jedem Bundestagsabgeordneten auf den Arbeitstisch kleben – aber wahrscheinlich wissen die das schon. Der liebe, gute Herr Oetker hat wahrscheinlich erst zu spät bemerkt, was er da verraten hatte. Als ich ihn das letzte Mal zittierte, waren seine Worte bei Wikipedia schon gelöscht worden, jetzt ist auch der Originalartikel nicht mehr aufzutreiben – wenn mich die Erinnerung nicht trübt (das tut sie selten…) war er in der konservativen Rheinischen Post, die ganz harmlos fragte, warum es denn diese „Atlantik-Brücke“ überhaupt gäbe – und der Herr Oetker antwortete eben wahrheitsgemäß … weil man ja unter sich war.

Versteht man den Satz, versteht man Bilderberger, Atlantikbrücke, Mont Pelerin Society und alle anderen geheimen oder weniger geheimen Treffen, in denen „man“ wirklich „unter sich“ ist, deutlich besser. 200 Familien regieren die USA. Mehr nicht. Die alten Gründungsväter haben ihre Macht gesichert und darum die repräsentative statt die saubere direkte Demokratie erfunden. Die repräsentative Demokratie sieht nach außen auch aus wie eine Demokratie – verschleiert aber nur die wahrhafte Herrschaft der hinter ihr stehenden Oligarchie der Reichen – um es mal auf den Punkt zu bringen. Wir normalen Bürger brauchen keine Repräsentanten, wir brauchen auch keine Armee – und keinen Krieg.

Wenn man diesen Satz aktzeptiert – und nicht etwas davon ausgeht, dass Herr Oetker da gelogen hat (…ich gehe davon aus, das in weiteren vier Jahren Fakt ist, dass er das nie gesagt hat…) – versteht man auch, warum die Hoffnung auf Frieden vergebens ist: diese 200 Familien brauchen den Feind im Außen, um die Menschen im Inneren zu disziplinieren. Da müssen die Indianer her, die Mexikaner, die Hunnen (Deutsche), die Nazis (Deutsche), die Russen, die Chinesen, die Kommunisten, die Aliens: der allmächtige, unaufhaltsame Feind steht immer vor der Tür, hinter ihr der einsame amerikanische Cowboy mit seinem sechsschüssigen Revolver, er ihn aufhalten muss um seine Familie zu beschützen. Glauben Sie wirklich, dass es Zufall ist, dass nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Sowjetunion sofort ein neuer Feind auftauchte, gegen den der einsame Cowboy wieder streiten musste? Noch nie gehört? Wird doch überall gepredigt, wir Deutschen stehen mit diesen Feinden ebnfalls in einem direkten Krieg: dem Islam!

Ja – Sie müssten nur mal darüber nachdenken, warum wir deutsche Truppen in Afghanistan haben – seit 17 Jahren!!! Seit 17 Jahren kämpfen deutsche Soldaten in Afghanistan gegen den Islam und folgen damit der von den reichen US-Familien herausgegebenen neuen Erzählung des „Clash of Zivilisations“ … dem Kampf der Kulturen, den die Herrscher der westlichen Welt erklärt haben. Da geht es nicht nur gegen den Islam sondern auch gegen China – aber China ist mächtiger als Afghanistan, weshalb wir uns da langsamer heranschleichen müssen. Für Deutsche ist nun diese Situation besonder irre: wer gegen den Islam in Deutschland selbst sein Wort erhebt, der wird als Nazi beschimpft. Wer aber nach Afghanistan zieht und dort überzeugte Muslime erschießt: der ist zweifelsfrei ein Held. Obwohl wir diese Helden nicht mehr so öffentlich feiern, wie sie früher, in anderen Kriegen, öffentlich gefeiert wurden. Wahrscheinlich kennen auch sie nicht den Namen jenes Soldaten, der persönlich die meisten Muslime erschossen hat – oder? Die bleiben geheim.

Die USA haben den Kampf gegen den Islam ausgerufen – und wir folgen. Wir folgten auch schon im Kampf gegen den Kommunismus – und „folgen“ ist unsere größte Tugend geworden. Wir haben ja sogar einen Begriff dafür, wenn jemand nicht den Anweisungen aus Washington oder ihrem Wahrheitsmonopol folgen möchte: „Antiamerikanismus“ ist der moralische Straftatbestand. Das jeder, der dieses Wort benutzt, in direkter Gefolgschaft des US-Senators McCarthy und dessen Komitee für unamerikanische Umtriebe steht, fällt nur noch jener Hand voll Menschen auf, die über die McCarthy-Ära in den USA informiert sind. Diese dunkelste Zeit der US-Nachkriegsgeschichte lebt in Deutschland noch weiter – getragen von jenen, die „Antiamerikaner“ verfolgen.

Hier ist – meiner Meinung nach – auch der Kern der mangelnden Souveränität der Bundesrepublik Deutschland zu suchen: nicht in irgendwelchen seltsamen Verträgen und Beschlüssen, nicht in irgendeinem herbeiphantasiertem „Besatzertum“ (wer sehen will, wie „Besatzungen“ wirklich aussehen, der darf gerne mal die deutschen Lager in Afghanistan anschauen…), sondern in der Gefolgschaft der 200 reichsten Familien in Deutschland gegenüber ihren US-amerikanischen Geschwistern. Und deshalb findet man immer wieder Zeit für kleine Treffen, um sich gegenseitig die Freundschaft und Loyalität zu beweisen. Das ist auch nicht schwer: Lebensstil, Werte und Methoden dieser Menschen sind gleich, weshalb die auch zwanglos mit finstersten, mordenden Diktatoren Umgang haben können (schielt da einer nach Saudi-Arabien? Na?): gleich und gleich gesellt sich gern.

Eine lange Vorrede – mal wieder. Doch Sie ist notwendig um zu begreifen, warum der heiße Krieg mit Russland wieder vor der Tür steht. Strategisch gesehen braucht die Nato das russische Territorium für einen Zangenangriff auf China und die islamischen Kernländer, stehen Natotruppen erstmal an der Grenze zur Mongolei, kann der Krieg wunderbar lange weitergehen. Vielleicht hatte Russland ja sogar mal ein geheimes Angebot, daran teil zu haben … aber die Russen sind nun mal ein friedliebendes Volk mit vielen Philosophen und Schachspielern, sie hören gerne Geschichten, singen Lieder und trinken sich einen, um gut durch den Winter zu kommen, die führen keine Angriffskriege. Ihr Pech. Jetzt sind sie im Weg wie damals Belgien und Holland im Weg waren. Wir Deutschen und unsere Nachbarn kennen solche Geschichten, wissen, das es ein Afrika-Korps gab, das den Weg nach Indien freikämpfen sollte. So ein Denken ist also nicht aus der Luft gegriffen. Außerdem haben die Russen viel Land (kalt, wüst, aber mit Bodenschätzen), dass die Reichen gerne für sich hätten – das wäre schon Grund genug. Fragen Sie mal die Indianer. Das waren auch „Rote“.

Und ja: Sie haben Recht mit Ihrer Vermutung, dass die reichen Familien in Saudi-Arabien den islamischen Terror finanzieren um ihren reichen Freunden in den USA bei der Darstellung jener Bedrohung zu helfen, die uns nun einen jahrzehntelangen Krieg beschert. Darum können die auch sonst machen was sie wollen, ohne groß in die Kritik zu kommen. Die können den ganzen Jemen auslöschen, ohne das ein Hahn danach kräht, denn sie helfen den Herren der Welt dabei, ihren neuen Krieg zu führen.

Ich weiß nun natürlich nicht genau, wann dieser Krieg mit Russland kommen wird: aber aktuell steht er wieder direkt vor der Haustür. Sie haben es wahrscheinlich mitbekommen: Russland hat ukrainische Schiffe beschossen, sie geentert und ihre Bestatzungen eingesperrt. Hört sich nicht gut an – ist auch nicht die ganze Wahrheit. Die Schiffe sind in russisches Hoheitsgewässer eingedrungen – das macht man eigentlich nicht. Nun – es kann nun sein, dass Poroschenko kurz vor seiner drohenden Wahlniederlage (er soll noch so bei 7 Prozent liegen) Maßnahmen ergreift, um seine Macht zu behalten. Was weiß ich schon. Es kann aber auch sein, dass die „Master of the Universe“ (wie man diese US-Familien mal nennen kann) beschlossen haben, dass es jetzt Zeit wird einen Gang höher zu schalten, solange die mächtige Madame Merkel noch das Sagen hat.

Poroschenko fordert nun das Versprechen von Angela Merkel ein – und will Kriegsschiffe … und auch Trump sieht Frau Merkel da ganz vorne (siehe z.B. yahoo).

Werden deutsche Kriegsschiffe ebenfalls von russischen Schiffen beschossen, haben wir den Bündnisfall.

Dann ist Krieg.

Und läuft der erstmal, herrschen andere Gesetze im Land. Dann kommen Briefe in Ihr Haus, die Sie auffordern, in der Armee zu dienen. Folgen Sie den Briefe nicht, kommen bewaffnete, gut trainierte Männer, die Sie einfach mitnehmen.

Und dann – müssen Sie Menschen töten, ob Sie wollen oder nicht. Und werden dabei wahrscheinlich Körperteile verlieren. Ist nicht schön, aber unvermeidbar.

Oder auch das ganze Leben.

Schießen Sie nicht – verlieren Sie auf jeden Fall Ihr Leben.

Ich kann das auch mal anders erklären:

De Fakto – so erklärt uns die Herrschaftspresse – befindet man sich dort schon seit vier Jahren in einem Krieg (siehe Welt). Nur: Putin hat gar nicht die ausreichenden Mittel für so einen offensiven Krieg (siehe Welt). Wenn der also gar keinen Krieg machen kann – wieso gibt es den dann?

Deutschlands Weg in den Krieg: eine Zwischenbilanz

Deutschlands Weg in den Krieg: eine Zwischenbilanz

Donnerstag, 22.11.2018. Eifel. Die Kriegsvorbereitungen laufen. Der Krieg selbst auch. Wie immer, wenn der Kapitalismus an sein Ende gekommen ist, braucht er im Land Faschismus und außen Krieg, nach dessen Ende alles neu anfangen kann. Jedenfalls für die, die überlebt haben – was den Reichen recht leicht gelingt. In China wird offen darüber geredet: das südliche Kommando soll sich auf Krieg einstellen (siehe Heise). Hört sich harmlos an weil: ist ja weit weg. Was interessieren uns Kriege im Pazifik. Allerdings: mit Sicherheit wird es wieder so dargestellt werden dass wir die angegriffenen Opfer sind (waren wir immer) und deshalb der Bündnisfall eintritt: Deutsche Soldaten können dann im Pazifik Paderborn verteidigen. Nun schauen Sie nicht so, wir sind genau deshalb in Afghanistan – und darüber berichten die Medien ja nur sehr verhalten. Man würde sie auch bei kriegsähnlichen Zuständen im Pazifik vor der Brutalität des Krieges verschonen, so wie man Sie generell vor der Realität verschont.

Nehmen wir Syrien. Da ist schon Krieg – wir nennen es nur nicht so. Da geht es irgendwie gegen Assad und der ist böse, was man ganz genau weiß. Was man auch wissen kann: erst kürzlich haben amerikanische Flugzeuge 43 Zivilisten getötet, darunter 17 Kinder (siehe Spiegel). Da sind wir auch dabei. Deutschland führt Krieg gegen Syrien (Codename: Counter Daesh – falls Sie noch nicht davon gehört haben) – wir nennen es nur nicht so. Wir können es ja auch so nicht nennen, weil in einem Krieg normalerweise Staaten gegeneinander kämpfen, also auch mal syrische Bomber amerikanische Schiffe im Mittelmeer angreifen müssten – was die nicht tun. Die Hochrüstung der Nato – vor allem der USA – erlaubt mitlerweile wieder Zustände wie zu Zeiten des Kolonialismus: wir schlagen zu – aber die anderen können sich nicht wehren. Und das ist ja dann auch kein richtiger Krieg, das ist … was anderes, worüber man am besten auch gar nicht spricht. Es ist halt normal, dass US-Bomber immer und überall zuschlagen können wo sie wollen, immerhin waren das ja Megaopfer. Doch  – denken Sie an „nine-eleven“. Aber bitte nur kurz, die über diesen Anschlag kursierenden amtlichen Verschwörungstheorien halten einer längeren Betrachtung nicht stand: da versagt einem dann doch der Verstand und man betritt schnell das Reich der nicht von der Regierung abgesegneten Wahrheitstheorien, der zum „verbotenen Denken“ gehört.

Der Krieg im Außen kann sich jederzeit schnell und umfassend ausweiten lassen: noch ein „nine-eleven“ – „eindeutig“ von Russland oder China oder beiden zusammen veranlasst: schon sind wir dabei, als Hilfstruppen für ein US-Imperium, das sich gegen jeden Gedanken des Völkerrechts ständig weiter ausbreitet – eine Tatsache, die wir schon als Naturgesetz hingenommen haben und gar nicht weiter hinterfragen. Wo früher das CIA noch hinter den Kulissen finstere Taten stricken musste, wird heute ganz offiziell gebombt, Tausende sind schon gestorben, weitere Tausende werden noch sterben – und wir schweigen.

Die Anzeichen für ein Ende des Casino-Kapitalismus mehren sich – mal wieder (siehe z.B. Handelsblatt). Die „Märkte“ sind am Ende ihrer Existenz angekommen, übrig ist ein System, dass zehn Prozent der Bevölkerung ohne großartige Arbeit immer reicher macht und neunzig Prozent immer ärmer – wobei viele Wissenschaftler sich bemühen, allen vorzurechnen, das wir gar nicht ärmer werden sondern eigentlich superreich sind – verglichen mit den Ärmsten der Welt, von denen gerade schon eine Million auf dem Weg zu uns in der Sahara verreckt sind (siehe Handelsblatt). Also: seien Sie froh, dass die Mächte und Gewalten dieser Welt Sie noch nicht in die Sahara gejagt haben! Wir haben auch gerade einen schönen Einblick darin, wie die Mächte und Gewalten sich selbst sehen: Millionär Friedrich Merz zum Beispiel, der Mann der mächtigsten Vermögensverwaltung der Welt auf dem Weg ins Kanzleramt, sieht sich selbst nur als Mitglied einer gehobenen Mittelschicht (siehe Manager-Magazin). Diese Menschen haben jeglichen Kontakt zur Realität schon lange verloren. Sie fühlen sich nicht reich, sind es aber. Wir sind arm, sollen uns aber nicht so fühlen. Verrückte Welt, oder?

Natürlich brauchen wir die harte Hand nicht nur im Außen, sondern auch im Inneren. Hier gewöhnen wir uns langsam daran, dass die Nachrichten von erfrorenen Obdachlosen den Winter ankündigen – so wie die von Biggi, 64, Tote Nr. 3 seit Oktober (siehe Hinz und Kunzt). Hinz und Kunzt ist ein Obdachlosenmagazin, dass es schon seit Jahrzehnten in Hamburg gibt – Obdachlose mit eigener Schreibkultur … aber ohne Wohnraum. Berlin möchte nun die Sterberate von Obdachlosen drastisch erhöhen – sie schließen die Bahnhöfe im Winter, die vielen verlorenen Menschen noch Obdach und Schutz boten (siehe Taz): Menschen mit maximaler innerer Kälte jagen Menschen in die äußere Kälte, damit die es auch nicht warm haben. Dortmund beteiligt sich an der Hetzjagd auf die ärmsten der Armen, von denen manche nur gemacht haben, was Volker Pispers in seinen Programmen in Bezug auf zukünftige Rentner mal scherzhaft angekündigt hatte: sich bei der Wahl zwischen Essen und Wohnen halt eher fürs Essen entschieden und aufs Wohnen völlig verzichtet … weil man es sich finanziell nicht leisten kann. Dortmund verteilt jetzt an hunderte Obdachlose Knöllchen, wer nicht zahlen kann (oder will) kommt in den Knast (siehe Welt). „Der Markt“ hat natürlich noch eine andere Verwendung für Obdachlose: sie können für einen bekannten Paketdienst arbeiten. Das Geld reicht zwar nicht für eine Wohnung, aber die können ja im Auto zwischen den Paketen schlafen (siehe WDR). Ekelhaft, ja: aber bringt Traumrenditen. Und: schafft Arbeitsplätze.

Spannend eben auch, dass sich viele brave, ordentliche Bürger an den Anzeigen gegen Obdachlose beteiligen – anstatt mit Suppen, Decken und einem Wurstbrot bewaffnet gegen das Elend zu kämpfen, kämpft man gegen die Armen – und freut sich wohl klammheimlich über die Minusgrade, die uns – ganz ohne Lager und Öfen – von den Ballastexistenzen befreit?

Wieder mal zu böse formuliert? Übernachten Sie mal bei Minusgraden im Freien – nur eine Nacht. Dann reden wir mal darüber, wie böse sich das anfühlt. Und wissen Sie, wie ich das gerne nennen möchte? Einfach, um mal klare Worte in die Welt zu setzen? Ganz einfach: Bürgerkrieg. Den brauchen die Speichellecker des Kapitals dringend, um die Beute in Sicherheit zu bringen. Und ich spreche deshalb auch von Krieg, weil die Sache System hat. Aktuell gibt es in Berlin gerade ein Gerichtsurteil, dass erlaubt, dass tausende von Kranken sofort gekündigt werden können (siehe Deutschlandfunk): die landen dann auf der Straße, weil die Mieten in Berlin sowieso schon kein normal Sterblicher bezahlen kann. Immer mehr Haushalte in Deutschland sind überschuldet (siehe Spiegel), niemand erwartet da eine Trendwende, wenn jetzt Strom – und Heizkosten wieder steigen, werden noch mehr auf der Straße landen. Zudem beteiligen sich ja auch „die Märkte“ begeistert am Krieg gegen die Armen: Vonovia, Dax-Konzern und größter Vermieter Deutschlands plündert laut Presseberichten seine Mieter nach Strich und Faden aus (siehe Spiegel). Was bekommt man eigentlich so als „Gehalt“ als Chef von Vonovia? 5,67 Millionen Euro – 2017 (siehe haufe.de). Ein Jahr arbeiten – schon ist man durch, kann von den Zinsen leben und ewig am Strand in der Sonne liegen, während die Mieter in feuchten, kalten Wohnungen hausen und sich täglich vor neuen Rechnungen fürchten. Muss schön sein, von der Elite erwählter Leistungträger zu ein.

Organisiertes Verbrechen – fällt mir dazu ein. Und das ist ja das, was Gewalttaten in Krieg und Frieden unterscheidet: im Krieg ist die Gewalt perfekt organisiert. Vonovia hält sich Mietsklaven, die noch dankbar sein müssen, dass sie keine Obdachlosen sind: so läuft das System. Jeder, der nicht zum Merz´schen „Mittelstand“ gehört, muss fürchten, bald unter die Räder zu kommen – Möglichkeiten dazu gibt es reichlich: Krankheit zum umpassenden Zeitpunkt reicht schon aus. Schon mal daran gedacht, dass „Sozialstaat“ eigentlich hieß, dass es gar keine Räder mehr gibt, unter die man kommen kann, dass die Gemeinschaft aller alle vor solchen Rädern schützen sollte? Und wie soll man das nennen, wenn manche die Gemeinschaft zu eigenem Vorteil beenden, den Zusammenhalt aufkündigen und gegen die anderen, zeitweise schwächeren vorgehen? Ich würde sagen: wir nennen das Bürgerkrieg. Ende der Beschönigungen.

Auch betroffen vom Krieg gegen die Armen: die Jugend. 3,4 Millionen der unter 25-jährigen leidet inzwischen unter Armut – und werden dafür vom Staat drangsaliert (siehe junge Welt). Wir führen Krieg gegen die Armen. „Low Level“-Krieg, könnte man sagen, um die moderne Sprachverwirrung mal günstig einzusetzen. Natürlich könnte man was gegen die Armut tun – man könnte allein schon was gegen die Obdachlosigkeit tun. Berlin, die gleiche Stadt, die Obdachlose in den Kältetod jagt, hat Massen an leer stehenden Flüchtlingsunterkünften … doch da dürfen die Armen, die das Pech hatten, hier geboren worden zu sein, nicht ´rein (siehe Morgenpost). Die sind vorbehalten für Arme, die aus dem Ausland kommen. Edelarme, sozusagen. Eingeladen von der Elite, die Fahrer für ihre Paketdienste braucht. Wer so handelt, will Radikalität und Ausländerfeindlichkeit schüren – und das klappt ja ganz hervorragend – das klappt so gut, dass Mittelstand-Merz nun sogar das Asylrecht in Frage stellen kann (siehe Spiegel): die strikt logische Folge einer völlig undurchdachten, willkürlichen und teilweise realitätsfremden Willkommenkultur ist, dass jene, die wirklich verfolgt werden, bald einen ihrer letzten Häfen in der Welt verlieren – so wie wir im Taumel des Gefühls der absoluten Überlegenheit unseres „gut seins“ den letzten Rest an Anstand verlieren.

Und wie funktioniert das alles? Wieso kann das alles so weiterlaufen wie es läuft? Haben wir nicht gesellschaftliche Regelmechanismen entwickelt, die uns vor solchen Entwicklungen schützen sollten?

Ja – haben wir. Über diese Mechanismen wachen … die Beamten. Treue Wähler der Groko. Viele von ihnen sind auch Abgeordnete des Bundestages. Und für ihre staatlich angeordnete Treue bekommen die auch Geld. Viel Geld. „Für fünf Jahre Arbeit 1573 Euro Pension“ – so titeln gerade die Medien (siehe Zeit). Treue – ist käuflich – und wer jetzt als erster „Korruption“ brüllt, ist links- oder rechsradikal (entscheidend ist – heutzutage – hier die Frisur: lange Haare: linksradikal, Glatz: rechtsradikal). Die Summe der bisher anstehenden Beamtenpensionen beläuft sich auf 690 Milliarden Euro (siehe Handelsblatt). Schon seit meinen Studienzeiten ist bekannt, dass das niemand mehr wird bezahlen können – und das war in den achtziger Jahren. 35 Jahre lang ist nichts weiter passiert, außer dass man die Kaste der Beamten weiter mit Geld überschüttet hat- und hier natürlich eine gewissen politische Einstellung einkauft. 690 Milliarden Euro … ist ihnen klar, was geschehen wird, wenn wir das auszahlen müssen? Hartz IV kostet den Bund 22 Milliarden Euro. Lesen Sie ruhig mal im Detail, was da an Kosten anfällt – und wie schnell die von Jahr zu Jahr steigen: Ihnen wird übel werden. Wer ein bedingungsloses Grundeinkommen für unmöglich hält, sollte sich einfach mal diese Zahlen zu Gemüte führen … und dabei handelt es sich nur um 600 000 Menschen, die versorgt werden.

Aber man braucht diese Beamten: sie tragen die Politik der „Mittelstandsmerzer“ – und sollen ihren Anteil am Kuchen bekommen. Sie sollen immerhin weiter Sanktionen gegen Arbeitslose aussprechen – oder dafür sorgen, dass die Mitarbeiter mit Zeitverträgen beim Jobcenter Sanktionen aussprechen … und diese bei Weigerung notfalls auf die Straße setzen. In Kriegszeiten brauchen wir Menschen, die hart zupacken können, die bar jeder Sozialromantik wissen, was zu tun ist. Die Pöstchenkultur wird gerade auch aufgeblasen – nicht nur in den Ministerien. Da wird mobilisiert – für eine Zukunft, die nicht mehr zu bezahlen ist. Jedenfalls – von den meisten nicht. Die Unterschicht – seit der Selbsteinschätzung von Friedrich Merz können wir erahnen, wie groß die in Wirklichkeit nach „deren“ Maßstäben ist: für „Mittelstand“ braucht man schon eine Million, darunter herrscht nackte Armut – und über eine Million Deutsche haben es ja geschafft, über zehn Millionen leben ganz gut von den Aufträgen der Millionäre … nur die anderen 69 Millionen faulen, trägen, ständig besoffenen Minderleister machen noch Probleme.

Deutschland ist auf dem Weg in den Krieg. Im Inland und im Ausland. Noch: Low Level. Aber trotzdem – langsam aber unaufhaltsam – für immer mehr Bürger tödlich.

Reden wir doch mal darüber.

Ohne schöne Worte.

 

 

Deutschland 2018: mit Volldampf immer irrer.

Digital StillCamera

Mittwoch, 1. August 2018. Eifel. Verstehen Sie die Welt noch? Ich selbst: kaum. Da hatte ich ja mal gelernt, dass der böse Islam der letzte Gegner der freien Menschheit ist. Doch doch – haben die USA gesagt. Die führen ja auch gegen den bösen Islam Krieg – auf der ganzen Welt. Unter anderem mit Drohnen. Da es da keine Kriegserklärung gab, kein Gerichtsurteil, das die Hinrichtungen durch diesse Drohnen legitimiert, darf man wohl ruhig von Mord reden. Von … Massenmord. Dafür gab es dann für den zuständigen Präsidenten einen Friedensnobelpreis. Das verstehen wir kleinen Bürger nicht, wir Untertanen sind einfach zu niedrig, um die Höhen der Politik zu begreifen. Der Islam ist böse – deshalb bekämpfen wir ihn ja auch mit in Afghanistan. Haben wir so gelernt. Kommt der Islam aber nach Deutschland – dann ist er gut. Unzweifelhaft gut. Dann gehört er zu Deutschland – und jeder, der anderer Meinung ist, ist ein sadistischer, eiskalter, massenmordender Killer … also: ein Nazi. Eine ganz dicke Keule für eine kleine Meinung – aber das ist gerade Alltag im Land.

Fährt aber ein Trump nach Nordkorea, beendet dort im Alleingang einen Konflikt, der atomar hätte werden können … dann kriegt der keinen Preis, sondern Gemecker. Er soll auch nicht sonderlich devot gegenüber der Queen gewesen sein, hat sie sogar warten lassen: welch´ Ungeheuerlichkeit gegenüber unserer allseits geliebten Monarchin! Dabei … ist das doch eigentlich normal für einen Cowboy aus dem Westen, dessen Vorfahren gerade vor den Vorfahren der Queen geflohen waren. Darf man nicht auch denken, dass so eine „Queen“ im 21. Jahrhundert überhaupt froh sein darf, noch von der politischen und wirtschaftlichen Welt wahrgenommen zu werden? Wir sind doch Demokraten, haben gegen Monarchien rebelliert – was soll also dieses Relikt aus den Vorzeiten der Zivilisation überhaupt noch in unseren Medien?

Oder nehmen wir China. Die haben ja jetzt ein Sozialpunktesystem eingeführt, dass in der westlichen Welt für große Empörung sorgt. Lesen Sie mal im Handelsblatt, was dort alles auf die Bürger zukommt: die Behörden wollen die Vertrauenswürdigkeit der Bürger ermitteln – und die Bürger finden das gut. „Modellbürger“ kann man dann an der Straßenbahnhaltestelle als Poster finden. Außerdem messen große Internetkonzerne – chinesische, wohlgemerkt – die Kreditwürdigkeit ihrer Mitmenschen! Wir grausam und gemein doch diese Chinesen sind.

Präsentiert uns McDonalds den Mitarbeiter des Monats, kaufen wir dort trotzdem Burger und finden das noch gut, wenn gute Leistungen lobend erwähnt werden, bewertet aber China seine Bürger nach … sozialen Kriterien, dann kann das nur der Teufel eingefädelt haben. Und die Kreditwürdigkeit? Nun: suchen Sie mal im Internet nach Scoring, Sie treffen sofort auf die Schufa, die Ihre eigene Kreditwürdigkeit nach einem bislang völlig geheimen Scoring-Modell entwickelt. Negative Auskünfte können schnell dazu führen, dass sie beim Wettstreit um eine Mietwohnung unterliegen, weil sie zum Beispiel aktuell in einem ganz falschen Viertel wohnen oder die falschen Nachbarn haben. Schauen Sie mal, was Vermieter Ihnen heute an „Mieterselbstauskünften“ abverlangen, bevor Sie in die engere Wahl für eine Mietwohnung kommen – die Fragen gehen bis tief in den privaten Bereich hinein und übertreffen noch die peinliche Befragung bei bundesdeutschen „Jobcentern“.

Große Klagen dagegen in den Reihen der Medien? Nein. Ein, zwei Artikel im Jahr, die das Thema anreißen, ansonsten ist klar: wer in Deutschland kein Millionär ist, ist halt eben Untermensch. Aber der Islam, China, der Trump und der Russe: das sind die Feinde. Der Islam aber nur im Ausland, innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland wird er schlagartig supergut. Kaum jemand, der noch anmerkt, dass wir als säkularer – also: weltlicher – Staat noch mit den Überresten einer alten Religion zu tun haben und deshalb nicht unbedingt gleich eine neue Religionsform brauchen, die Dominanz über unsere Alltagsgestaltung anstrebt. Ich denke: das merkt auch keiner, noch wäre es erlaubt, darüber zu diskutieren.

Wir sind weit entfernt von der ehemaligen Kultur des konstruktiven Dialoges, in dem sorgfältig, fein und mit Bedacht abgewogen wird, bevor man Urteile fällt: zivilisatorisch sind wir auf dem Niveau des Volksgerichtshofes, wo ein Herr Freissler nach Gutsherrenart willkürlich bewertet, was gerade gut und was schlecht zu sein hat, je nach Tageslage, Wetter und dem Zustand der eigenen Verdauungsprobleme.

Nehmen wir doch mal diesen „Trump“, über den ja wohl niemand mehr öffentlich was Gutes zu sagen wagt, weil die soziale Eliminierung umgehend folgt. Was hat der bisher real schlimmes gemacht – außer Frieden mit Nordkorea gesichert und damit eine nukleare Katastrophe abgewendet? Ja – der war bei Putin! Putin – das wissen wir – ist böse, hinterhältig und gemein, bald werden wir die Bibel umschreiben und dann lesen, wie Jesus in der Wüste den Putin traf, der ihm alle Reiche dieser Erde zu Füßen legen wollte. Ja – ich weiß, dass ist sarkastisch, nur: ich kann auf den medialen Propagandamüll bald gar nicht mehr anders reagieren als durch Zynismus und Sarkasmus, das wird so realitätsfern, dass es meine Phantasie weit übersteigt … und die halte ich für wirklich schon recht groß.

Vorbei die Zeiten, wo man sagte: Russland brauchte nach dem Säufer Jelzin mal einen nüchternen Menschen, der die russische Mafia im Zaum hält und wieder Ordnung ins Land bringt. Seien Sie doch mal ehrlich: was genau hat dieser Putin denn so wirklich richtig schlimmes getan? Können Sie da irgendwas benennen? Ja – möglicherweise hat er die Ostukraine aufgerüstet, damit sie sich gegen real faschistische Mörderbanden wehren können – und er hat verhindert, dass noch weitere ehemalige Ländereien des ehemaligen „Ostblocks“ in den Einflussbereich transatlantischer Oligarchen fallen – aber sonst? Er ist auch erst nach den USA in Syrien einmarschiert – und einmarschieren in Afghanistan, Pakistan, Syrien, Panama, Grenada, Mali, Irak, Lybien usw. scheint doch gut zu sein – die transatlantische Oligarchie macht doch seit Jahrzehnten nichts anderes. Marschieren wir ein, nennt man das „gut“, marschiert der Putin ein, nennt man das „schlecht“. So urteilen nur Menschen, die sich noch nie in ihrem Leben mit den Grundlagen moralischer Urteile auseinandergesetzt haben, sie missbrauchen Sprache, um unmenschliche Wertigkeiten ins Denken zu bringen – mit Erfolg.

Und jetzt trifft sich doch dieser böse Trump mit dem bösen Putin – wobei bei Trump das Gleiche gilt wie für den Islam: weilt er innerhalb der bundesdeutschen Grenzen, dann ist er … nun, vielleicht nicht gut aber zumindest nicht mehr ganz so böse. Und jetzt lädt dieser Trump noch den Putin nach sich zu Hause ein – ohne die Edelfedern der deutschen Journaille zu fragen. Und vielleicht tritt er einfach so aus der Nato aus – welch´ Horrorvorstellung! Dabei – was kann uns besseres passieren?

Ich sehe da aktuell  nur wenig Konflikte zwischen den Bürgern der der Bundesrepublik Deutschland und den Bürgern des Iraks, des Irans, Chinas oder Russland – um nur ein paar Länder zu nennen. Und überlegen Sie mal, welches Sparpotential wir hätten, wenn die USA unsere Waffenbrüderschaft verläßt! Peter May, ein Facebook-Freund von mir, hat das mal ausgerechnet, was wir allein sparen, wenn wir den Forderungen der USA nicht mehr ausgeliefert sind:

Bruttoinlandsprodukt = 3.260 Milliarden

Geplant Verteidigung 2% = 65 Milliarden

Haushalt 2017 = 329 Milliarden Verteidigung 2%

65 Milliarden entspricht fast 20% des Bundeshaushalts!

Ja -hören sich wenig an diese zwei Prozent, die wir zukünftig für Verteidigung gegen wen auch immer aufwenden müssen. Aber es sind zwei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt! In Zeiten großen Friedens – der längsten Friedensperiode in Europa – wollen wir wieder rüsten wie die Irren? Wie wäre es, wir schaffen die Bundeswehr ganz ab und investieren dafür in Friedensarbeit? Wüsste da schon was, wo man investieren könnte: in sozialen Frieden. Das würde auch Präsident Trump friedlicher stimmen.

Nehmen wir mal den Hartz IV-Satz. 416 Euro beträgt er gerade – aber 571 Euro müssten es sein, wenn korrekt gerechnet wird (siehe WDR). Lauschen Sie den Fachleuten in dieser Sendung: 10 Milliarden kassiert der Fiskus durch falsche Berechnung zuviel, zusätzlich zockt er aber noch 15 Milliarden von den Arbeitnehmern ab, deren Freibetrag am Hartz IV-Satz gekoppelt ist. Nicht nur, dass die Politiker so eine immer größere Verfügungsmasse für Unfug aller Art haben, so wird auch der Niedriglohnsektor Deutschlands geschützt, der wiederum für die gigantischen Profite sorgt, weil wir so unsere Waren viel billiger im Ausland anbieten können als zuvor. Das Ergebnis: ein brisant wachsendes Handelsbilanzdefizit mit den USA (siehe Spiegel), das die amerikanische Industrie schwächt und die deutschen Reichen noch reicher macht. Und den Trump sauer.

Dafür hat man dann Geld für andere Extras. Die FDP zum Beispiel: die hatte Millionenschulden. Zahlen aber einfach nicht – und kommen damit durch (siehe Spiegel). Offenbar sind die „gut“.  Sie beherrschen gute Tricks – die sie einfach ausnutzen. Aber Putin ist böse.

Geld braucht man auch für die EU. Die Fonds für die Renten der EU-Abgeordneten stehen nach ersten Berichten kurz vor dem Ende. Es ist ein älterer Fond, weil es früher noch keine direkten EU-Renten gab (siehe Spiegel). Fragen Sie mich nicht, wieso Menschen mit fünfstelligen Monatseinkünften noch eine Extrarente brauchen, während jeder zweite deutsche Rentner – der mit seiner Arbeitsleistung den ganzen EU-Wahn finanziert – unter 800 Euro monatlich landet (siehe Tagesschau). Es fehlen auf jeden Fall ein paar hundert Millionen Euro – für die jetzt der Steuerzahler aufkommen soll. Fonds sind übrigens Geldanlagen. Also: wenn man gut wirtschaftet, kommt da Gewinn rein. Wirtschaftet man schlecht, zahlt der Hartz IV-Empfänger durch seinen niedrigen Regelsatz. Aber Putin und Trump – die sind böse. Schon klar.

Noch mal ein Beispiel aus „dem Land, in dem „wir“ gut und gerne leben“? Wobei Sie wahrscheinlich gerade merken, dass dieses ominöse „wir“ nur einen kleinen, exqusiten Kreis von Superabzockern betrifft, die jenseits jeglicher Moral und jeglichem Verantwortungsbewusstseins leben.

Schauen wir mal nach Zweibrücken. Dort lebt eine junge Mutter allein mit ihrem 8-jährigen Sohn. Keine Besonderheit in diesem Land, sowas erleben wir öfter. Sex bestimmt – oft auch sehr subtil eingestreut – unser gesamtes 45-Milliarden-Euro-Werbebudget, mit dem die Köpfe der weniger aufmerksamen Bürger täglich durchgepustet werden, dass Sexualität aber auch – trotz Verhütung – am Anfang eines jeden Menschenlebens steht, wird weniger oft publiziert. Wie üblich lassen wir Nebenwirkungen völlig außer acht – das machen wir ja auch bei Impfungen, Kriegen, Medikamenten, Nahrungsmitteln, Arbeitsbelastungen und Wohnverhältnissen. Wie üblich hat diese Frau wenig Geld. Wir wissen nicht, ob sie zu den verharzten Bürgern dieses Landes gehört, die nicht mehr als ausbeutbar genug angesehen werden, um noch eine Anstellung zu erhalten. Was wir aber wissen, ist: ihr und ihrem Sohn wurde das Wasser abgestellt – in einem der heißesten Sommer der Geschichte des Landes (siehe Pfaelzischer Merkur).

Lesen Sie den Artikel ruhig durch – gruseliger geht es kaum noch, wenn man sieht, wo hoch dotierte Funktionsträger Verantwortlichkeiten von sich weisen, auf Prinzipien beharren, Worthülsen um sich schleudern während das Kind sich nicht mehr waschen kann, nicht mehr zur Toilette gehen kann … und auch nicht mehr trinken kann. Nebenbei erfährt man, dass diese Wasserabsperrungen jetzt immer häufiger vorkommen – trotz des UN-Rechts auf Wasser. Aber Putin und Trump, ja: die sind unser großes Problem. Und China. Und – der Islam. Die sind auch böse.

Wie – die faulen Arbeitslosen.

Kein Problem ist, dass die Polizei für einen Fahnungserfolg einen Mord geschehen läßt (siehe Spiegel), denn: wir sind die Guten.

Einbildung aber … ist in Wirklichkeit keine Form von Bildung.

 

 

 

 

Eilmeldung: Deutschland im Krieg wie 1942! Hinrichtung von 34000 Staatsfeinden befohlen! Kommunismus siegt!

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Dienstag, 5.Juni, Eifel. Schlimme Überschrift, oder? Sie sind doch sicher gleich herbeigeeilt, um sie zu widerlegen? Aber keine Sorge: hört sich knallig an, ist aber wahr. Damit werden Sie jetzt leben müssen. Vielleicht wissen Sie es ja auch schon – oder spüren so ein gewisses Unbehagen, wenn über Politik gesprochen wird. Ich kenne Menschen, die reden gar nicht mehr über Politik. Aus Prinzip. Äußern das auch offen: „In meinem Haus wird nicht über Politik gesprochen!“. Sind auch noch stolz drauf. Gut – es sind eher reichere Menschen, die so reden. Menschen, mit denen es das Leben gut meinte, Menschen, die das kleine Quentchen Glück, das man für jede Karriere, Beziehung und jeden Erfolg braucht, einfach als selbstverständlich und als „eigene Leistung“ wahrnehmen – oder wahrnehmen müssen, um ihr aufgeblasenes Ego weiter aufpumpen zu können. Dabei braucht man für jedes Vorstellungsgespräch einen Hauch von Glück … und Beziehungen. 30 Prozent aller Jobs in Deutschland werden durch Beziehungen erlangt, 70 Prozent der Fühungspositionen werden durch Beziehungen besetzt (siehe Karrierebibel).  Klar, dass da nicht von Politik gesprochen wird, denn Politik – nun ja – wird in der Regel angerufen wenn es um Gerechtigkeit geht. Sonst reichen ja Befehle.

Deutschland im Krieg. Das merken auch viele, doch tun sie sich mit der Definition schwer. Ich war letztens auf einer Finissage, also auf dem Ende einer Ausstellung. Thema war: „Frieden“. Es gab dort beeindruckende Werke zu sehen, aber das Beeindruckendste war: alle Künstler hatten im ersten Moment Probleme, „Frieden“ zu visualisieren. Das verwundert nur die bildungsfernen Schichten, für Historiker ist das normal: Gesellschaften im Krieg haben es schwer, Frieden zu visualisieren, wenn der Krieg zu lange dauert – so wie damals der dreißigjährige Krieg. Wer zu Beginn dieses Krieges geboren wurde, hatte am Ende des Krieges noch nie „Frieden“ erlebt, für den war es normal, dass fremde Kriegshorden durch die eigenen Ländereien zogen, plünderten, mordeten, vergewaltigten und die Häuser niederbrannten. Dass es jemals anders sein konnte – nun, dass war außerhalb eines jeden Vorstellungsvermögens.

Wir in Deutschland befinden uns nun schon wesentlich länger im Krieg als damals, nur hat der Krieg seine Form geändert. Wir sprechen ja überhaupt nicht mehr von Krieg, wir haben Konflikte, robuste Mandate, Friedenstruppen – so hört sich Krieg viel harmloser an, so kann er sich gut im Alltag verbergen. Trotzdem tobt er unablässig, greift bis tief in unsere persönlichsten Bereiche – wir merken es nur nicht, weil wir unsere kriegerische Wirtschaftsform „Markt“ nennen – und selbst strenge Atheisten faseln mit glühenden Augen und entrücktem Lächeln im Gesicht von der „unsichtbaren Hand des Marktes“ – einem Wesen, das alle anderen aufgeklärten Religionen nur als abscheulichen menschenfressenden Götzen wahrnehmen können, als Manifestation des Bösen. Ein Götze, der vor allem Kinder frisst – wie man unlängst bei einer Untersuchung über Zangsräumungen in den USA festgestellt hat (siehe Süddeutsche).

Unser Krieg – das merken, denke ich, gerade alle – begann 1939 (oder eigentlich schon 1914) und dauert bis heute an. Es ist ein rassistischer Krieg der germanischen Europäer gegen die Völker der Slawen, besonders gegen die von alten Wikingern geführten Russen (ja – daher hat Russland seinen Namen – von den Rus, auch Waräger genannt), die schon früh um Kiew herum ein großes Reich aufbauten, was dem Adel des Westens nicht gefiel. Ja – so haben Sie Geschichte noch nie gesehen, oder? Aber wie erklären Sie sich sonst die Hartnäckigkeit von Polenwitzen in Deutschland? Oder die Tatsache, dass die Russen sich jede Regierungsform geben können, die sie wollen – Zar, Kommunismus, Demokratie – sie bleiben immer die bösen Feinde des Westens, die Antichristen, die Teufel, die verantwortlich sind für alles Übel in der Welt.

Ja – das ist unsere große Ostfront, heute genannt „Der Putin“. Schon die Sprache, in der über ihn berichtet wird, ist archaisch wie in vorrömischen Zeiten: der Putin ist ein mächtiger Dämon, der ganz allein den heiligen Westen bedroht, in dem er nur noch „einen letzten Freund“ hat (siehe Handelsblatt). Und wir nehmen so einen Schwachsinn widerspruchslos hin – weil wir Fussball ernster nehmen als die Realität. Natürlich haben 140 Millionen Russen mehr Freunde in Europa als nur diesen einen – ich selbst kenne da ein paar und finde: es sind ganz feine Menschen, die viele Qualitäten haben, die man für ein friedliches Miteiander braucht. Vor allem kann man mit ihnen saufen bis zum Umfallen …. ohne dass die im letzten Moment ankommen und einem Lehmannpapiere verkaufen wollen. Bei Amerikanern wäre ich mir da nicht so sicher. Gelassen nehmen wir hin, dass die Geheimdienste des heiligen Westens uns mit Falschinformationen gezielt in einer Forcierung des Krieges mit Russland treiben wollen, um diese Untermenschen endlich von der Landkarte zu tilgen und ihre Bodenschätze an uns zu nehmen: ja, das ist unsere persönliche Paranoia – Rassismus finden wir gut, wenn er gegen die Slawen geht. Auch ein Grund, nicht über Politik zu reden: unsere Lügenkomplexe sind inzwischen so verworren und surreal, dass man sie mit logisch denkenden Wesen nicht mehr austauschen kann.

Dann unsere Westfront: „Der Trump“. Erklärt uns jetzt den Handelskrieg. Wie schon so oft. Ja: „freie Marktwirtschaft“ ist halt dann gut, wenn gutes europäisches Geld gegen minderwertige US-Ware getauscht wird und man drüben Milliardär werden kann, läuft der Deal anders herum – ja, dann zeigt der Westen sein wahres Gesicht. Es ist schon nur noch putzig zu nennen, wenn die akademische Elite Deutschlands zu einem eifernden Kreuzzug gegen den in diesen Breiten ziemlich harmlosen Begriff „Neger“ aufbrechen und einen Vernichtungskrieg gegen dieses Wort vom Zaun brechen (hier aber: einen Bürgerkrieg), aber kaum ein Wort finden für die wachsende Rückkehr des Rassismus in den USA (siehe z.B. Standard). Weiße Polizisten erschießen unbewaffnete schwarze Jugendliche jedes Jahr zu hunderten (zu den nicht ganz zu klärenden Zahlen siehe BR) – das ficht uns nicht an. Aber wenn ein Erich Kästner in einem Kinderbuch über Neger schreibt – na, das löst einen gigantischen Sturm der Empörung aus. Niemand interessiert, dass die Rassendiskriminierung in den USA deutlich messbar ist – immer noch (siehe Zeit) aber gehe ich ins Geschäft und frage nach „Negerküssen“ (ist doch eigentlich ein sehr schönes Wort – was voraussetzt, dass jeder Neger küssen darf….was nach ziemlichem Respekt riecht), dann bin ich Volksfeind der Sprachsäuberungskommissare.

Ja – Deutschland, eingekeilt  zwischen Ost und West. Wie 1942, kurz vor Stalingrad. Vielleicht endet dort auch die neue Superarmee von 30000 Mann, die gegen „Putin“ aufgebaut werden soll – während man gleichzeitig versucht, immer mehr Nachbarn Russlands zu Natomitgliedern zu machen … trotz der gerade brenzligen Lage (siehe Heise). Unverantwortliche Politik der Eskalation – aber deshalb redet man ja in feinen Gesellschaften nicht mehr über Politik.

Unsere Freunde im Westen – deren Umgang mit dunkelhäutigen Menschen hier jeden zum AfD-nahen Nazi abstempeln würde, bei „Amerikanern“ aber kommentarlos geduldet wird – will nun auch hier durch eine weitere Offensive für Stimmung sorgen, der neue Botschafter will die konservativen Kräfte in Europa (also: unter anderem die AfD) stärken. Man sollte dem Mann dankbar dafür sein, dass er mal laut über seinen Auftrag gesprochen hat – doch wir reden halt nicht über Politik – und deshalb soll er jetzt gehen. Er jedoch – spricht weiter klar (siehe t-online):

„Auf Twitter wies Grenell später Vorwürfe zurück, er wolle Kandidaten oder Parteien direkt unterstützen. Dies sei „lächerlich“, schrieb er. Es gebe aber ein Erwachen einer stillen Mehrheit – jene, die Eliten und ihre Blase ablehnten. Trump stehe an der Spitze dieser Mehrheit. Nach Informationen des „Spiegels“ empfängt Grenell in einer ungewöhnlichen Geste kommende Woche Österreichs konservativen Kanzler Sebastian Kurz zum Mittagessen.“

Ja – diese Stille Mehrheit heißt hier „AfD“. Und der konservative Kanzler Sebastian Kurz ist der „letzte Freund“ von Wladimir Putin.

Merken Sie, wie sich die Schlinge um Deutschland immer weiter zuzieht? Wie 1942? Wie man – schon wieder – auch innerhalb Deutschlands eine Truppe fördert, die auch hier den amerikanischen Geist („wir sagen nicht „Neger“ – wir erschießen die einfach!“) fördert?

Ebenso wie 1942: noch nie wurden von der Regierung so viele „Fremdarbeiter“ ins Land geholt wie zu dieser Zeit. 13 Millionen „Fremdarbeiter“ waren es während der Nazizeit (siehe Zeit), der echte Nazi hat halt in Wirklichkeit überhaupt kein Problem mit Ausländern – wenn sie nur billig arbeiten. Könnte man erfahren, wenn man über Politik redet. Klar führt man stolz irgendwelche Parolen über Vaterland, Deutschland und den ganzen Rest mit sich herum – aber letztlich dient der Nazi lieber effizient der unsichtbaren Hand des Marktes anstatt dem Überlebenskampf der deutschen Rasse … wie man es eigentlich denken würde.

Ach ja – Nazis. Außer dem Trumputin werden wir auch überall von Nazis bedroht – jedenfalls sagt uns das die Regierung. Sollen wir kurz mal zurückschauen, zu diesen Nazis? Ein kurzer Blick nur? Ach, kommen Sie: wird lehrreich, verspreche ich Ihnen. Lauschen Sie mal:

„Je deutlicher mein Bild von den Gründerfiguren, desto mehr veränderte sich das Thema. Je näher ich ihnen kam, desto tiefer geriet ich in Erklärungsnöte. Nicht die Anfänge der Bundesrepublik rückten näher, sondern die Schatten des „Dritten Reiches“ wurden länger.“

„Es war eine braune Mannschaft, die sich zum Gruppenporträt versammlete, mit einem Worte „Business-Globkes“ (so genannt nach Konrad Adenauers berüchtigtem Staatssekretär Hans Globke, dem Mitverfasser der Nürnberger Rassengesetze)“

„Warum wirken sie heute noch so verstörend? Es fängt schon damit an, daß der Zusammenbruch 1945 offensichtlich „keine Kerbe in ihrer Zeitachse hinterließ„, wie ein alter Thyssenmanager mir sagte“ (aus: Nina Grunenberg, Die Wundertäter, Netzwerke der deutschen Wirtschaft 1942-1966, Siedlerverlag 2006, Seite 264-265).

Ja – Hitlers Ziehkinder waren die Urväter des deutschen Wirtschaftswunders – und dank der Vergabekriterien von Führungsposten (siehe oben) ist davon auszugehen, dass der Geist des Führers noch tief in „der Wirtschaft“ verwurzelt ist. Sie reagieren auf jeden Fall wie 1942, wenn es um Arbeitsverweigerer geht. Ja – Hartz IV wurde nicht umsonst in Deutschland geboren – und ist ein weiterer Zug des Ungeistes, getragen durch „die Wirtschaft“ (ein absolutes Unwort – es sei denn, es bezeichnet die gemeinsame nationalsozialistische angehauchte Grundstimmung westlicher Wirtschaftsführer), schauen wir mal, wie 1936 über die „Asozialen“ geschrieben wurde (siehe Deutschlandfunk):

„Der Bewahrte ist nach seinen Kräften zu nützlicher Arbeit anzuhalten und nach Möglichkeit zur zuchtvollen Einordnung in die Volksgemeinschaft zu erziehen.“

Das war „Fördern und Fordern“ 1936. Und bei Widerstand – wird halt das Leben beendet.

34 000 Todesurteile hat die Verwaltung Deutschlands 2017 gegen „Asoziale“ verhängt – allerdings werden sie noch sparsamer ausgeführt als im Dritten Reich, wie sind halt kostenbewusst. Wir halten die „Asozialen“ nicht mehr in Lagern, wir lassen sie frei laufen (allerdings dürfen sie die Stadt nicht ohne Genehmigung der Aufsichtsbehörde verlassen) streichen ihnen aber alles Lebensnotwendige. Ist ein wenig wie im Mittelalter, wo man die Menschen einfach in einer Zelle hat verrotten lassen – nur günstiger, man spart die Kosten für die Zelle – eine Folge einer völlig privatisierten Welt, wo jeder Apfel, jede Beere und jede Kartoffel einen „Besitzer“ hat, der über ihre Nutzung verfügen kann. Ja: 34000 Menschen wurden in Deutschland 2017 von „Jobcentern“ totalsanktioniert (siehe Zeit) – und so in eine Welt ohne Nahrung, ohne Obdach, ohne Kleidung und ohne Heizung verstoßen, ähnlich den „Vogelfreien“ im Mittelalter. Gäbe es nicht Freunde und Verwandte … diese Menschen würden elendig krepieren. Manche tun es ja auch. Dass wir noch keine Leichenberge auf den Straßen haben, liegt nur am mildtätigen Mitbürger – das sollte uns klar sein. Wären die so drauf wie unsere Lumpenelite: wir hätten Leichenberge in Deutschland, 34000 Tote im Jahr – von der Regierung zum Ableben verdammt.

Und so sieht Alltag im Krieg eben aus. Wehrdienstverweigerer werden vernichtet. Alle arbeiten für den Endsieg.

Und wie 1942 schwächelt unser italienischer Verbündeter, der sich gerade frecherweisse erlaubte, eine Regierung ohne Segen der deutschen Wirtschaft wählen. Das … geht gar nicht. Europa hat unter der Führung Deutschlands stramm hinter der bleiernen Kanzlerin zu stehen – sonst werden die Folgen unangenehm.

Und wie wir so 2018 das Jahr 1942 wiederholen (übrigens mit einer ähnlich hohen Staatsverschuldung, wie ich hörte), übersehen wir ganz das Neue: den unaufhaltsamen Sieg des kommunistischen China, das langsam aber sicher Kernzentren der deutschen Wirtschaft aufkauft – jedes Jahr ein wenig mehr, vor allem die „hidden champions“ (siehe BR) oder den Marktriesen Daimler (siehe Süddeutsche). Aktuell ist es der Internetriese Alibaba, der von sich Reden macht (siehe t3n).

Hierzulande – immer noch streng nach dem antikommunistischem Geist der NSDAP – gilt „Kommunismus“ immer noch als Fehler der Weltgeschichte, eine Gesellschaftsform, die wirtschaftlich gar nicht funktioniert.

Scheinbar hat China einen Weg gefunden, der effektiver ist als der „real existierende Sozialismus“ der DDR.

Aber diskutieren Sie das mal in der Öffentlichkeit – den Sieg des Kommunismus. Er gewinnt zwar gerade den Kampf der Systeme … aber in streng braunen Ländern darf darüber nicht gesprochen werden – weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Xi bei Trump oder Mach Dich frei, Madame Butterfly!

(Autor: Till Eulenspiegel, Foto: freiebilder.org

Vor kurzem war der chinesische Präsident in Florida. Nur die Financial Times veröffentlichte danach, dass vereinbart wurde, das Außenhandelsdefizit zwischen beiden Ländern zugunsten der USA zu entspannen. Man wolle in Zukunft gut zusammenarbeiten. Nun, was hat der Schmetterling mit dieser Frage zu tun? Da gab es immer wieder vor allem Buben, die fingen Schmetterlinge und spießten sie dann auf Nadeln auf. Wenn diese Buben später Burschen wurden, dann machten sie vielleicht Listen, wie viele Mädchen sie rumgekriegt haben. Und wenn diese Burschen dann Länder regieren, dann prahlen sie damit, wie viele Staaten ihnen folgen müssen?

Was haben diese Fragen denn mit uns zu tun? Wenn heute die Beziehungen zwischen Russland und USA auf einem Tiefpunkt sind, so besteht die Gefahr Nato gegen China-Russland. Deshalb ist die Spannungslinie zwischen dem Gläubiger China und Schuldner USA, dem Produzenten China und dem Konsumenten, dem Westen, den Inhabern des „Geistigen Eigentums“ nämlich uns, und denen, die das Kopieren von „Geistigem Eigentum“ als Ehrung für den Meister (nämlich uns als die Meister) sehen, durchaus etwas, was uns interessieren sollte. Puccini hat diese koloniale Spannung zwischen Sklaven und Herren in weiser Voraussicht schon im 19 Jahrhundert in eine Oper eingebaut (siehe Wikipedia siehe auch die Oper auf Youtube). Es geht dabei um eine Tragödie, die sich zwischen  einem Gringo und einer Japanerin, die für die Ehe mit dem Gringo Familie, Tradition und letztlich sich selbst aufgibt. Der Gringo heiratete sie, geht wieder auf Reisen. Madame Butterfly hat ein kleines Kind von ihm. Sie liebt ihn treu und abgöttisch. Der Gringo kümmert sich überhaupt nicht um die Gefühle Madame Butterflys. Er kommt wieder neu verheiratet nach wenigen Jahren zurück, möchte dem Kind eine gute Erziehung in Amerika geben. Madame Butterfly, die dabei erkennt, dass er sie sitzen gelassen hat, ersticht sich.

Ja die Italiener, die haben ein hoch entwickeltes Gefühl für vieles. Bei den Auffanglagern der ins KZ zu deportierenden Menschen , da wurden die zu deportierenden Menschen in Italien von Italienern  in Schlössern sehr gut untergebracht. Erst als die Nazis dort das Kommando übernahmen, da wurde alles viel brutaler und schlechter. Wohin wanderten die Heuschreckenfonds, wohin wanderte die Globalisierung? Zur Sklavenarbeit nach Fernost. Und warum leistete die chinesische Führung am Platz des himmlischen Friedens militärischen Widerstand? (siehe Spiegel: Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens) – Weil China in Osteuropa das Inferno der Schocktherapie Gaidars unter der Beratung des Harvardökonomen Jeffrey Sachs schon absehen konnte? (siehe Berliner Zeitung:

Nach dem Vorbild der „Schocktherapie“, die der Harvard-Ökonom Jeffrey Sachs Polen verschrieben hatte, wurden zu Neujahr 1992 fast alle Preise freigegeben. Anders als in Polen führte der Schritt bald zur Hyperinflation. Liberale Niederlagen serienweise. Auch die rasante Privatisierung verlief schmerzhaft. Die Anteilscheine, die an die Bevölkerung vergeben wurden, landeten schnell in den Händen weniger. Viele Russen erinnern sich an die frühen Neunziger als eine Zeit des Hungers und der völligen Verarmung, die Sterblichkeit stieg drastisch .Insgesamt war Gaidar nur ein Jahr in der Regierung. Präsident Jelzin tauschte den amtierenden Premier im Dezember 1992 auf Druck des Parlaments durch Viktor Tschernomyrdin aus, einen ehemaligen Kombinatsdirektor. Gaidar blieb eine Hassfigur der Opposition. Der Streit zwischen Präsident und Parlament, der im Herbst 1993 mit dem Beschuss des Parlamentsgebäudes durch Panzer kulminierte, entzündete sich unter anderem an Jelzins Versuch, Gaidar erneut zum Vizepremier zu ernennen.)

Wer die überwältigende Staatsgewalt der alten Sowjetunion erlebt hat, der versteht, warum man ein so freiheitsraubendes System durch eine wirtschaftliche Radikalkur eben austilgen wollte. Doch wäre es auch möglich gewesen, zunächst einen klaren rechtlichen und menschlichen Rahmen für das Wirtschaften aufzubauen und dann mit dem Wirtschaften in kleinem Rahmen zu beginnen. Vor allem war das Sowjetsystem auf den Aufbau von Befehlsempfängern aufgebaut und nicht auf  Menschen, die mit Phantasie und Kreativität selbstständig im Wirtschaftsbereich handeln konnten. Denn eine Aktivität, die anders als sowjetisch war, wurde nicht geduldet. Nämlich von denen nicht, deren Familien dann die besten Kapitalisten wurden, wobei eben jahrzehntelang von diesen Familien ein System der Passivität bewahrt wurde und die einzigen, die aktiv werden durften, eben die oberen Mitglieder dieses Systems waren? Sehr wahrscheinlich galt das genauso für China.

Das chinesische Verteidigungsministerium hat seine Gebäude-Spitze gegen Washington gerichtet, was nach Feng Shui genau die Richtung des Feindes anzeigt  Peking setzt inzwischen Kopfgeld auf Spione aus (siehe homepage Österr.Staatsfernsehen:

„Gefährliche Liebe, Superman und ein paar Fischer: Während des ersten „National Security Education Day“ im April vergangenen Jahres veröffentlichten die Pekinger Behörden Plakate mit einem Comic, das vor „gefährlichen Liebschaften“ bzw. „schönen Ausländern“ warnte. Dargestellt ist die Geschichte einer Regierungsangestellten namens Xiao Li, die dem rothaarigen ausländischen Akademiker David verfällt und infolgedessen Geheimdokumente ihrer Arbeitsstelle übergibt. Der „schöne Ausländer“ erweist sich prompt als Spion.“

Bei uns ist das ganz anders? (siehe heise.de: BND spähte Journalisten aus)

Ist Madame Butterfly da besser beraten als die EU? Ist die EU nicht wie ein kleines Mädchen, das auf Schritt und Tritt von Papa Trump mit dem Babyphone überwacht wird? Also, Madame Butterfly (in diesem Falle China) hat schon gelernt. Sie hat aufgerüstet, sie hat aber während der Wirtschaftskrise 2007 massenhaft Dollars zur Stützung der Weltwährung gekauft. Trump handelt mit Seifenblasen und Kartenhäusern? China musste und muss hart arbeiten. Durch die Globalisierung ist die Umweltverschmutzung in den chinesischen Großstädten katastrophal. Jahrzehntelange Sklavenarbeit an Stelle von ausreichenden Menschenrechten. Gegenseitige Provokationen während des Inselstreites und immer wieder gewaltige Spannungen zwischen Nordkorea und der USA (siehe homepage Österr.Staatsfernsehen). China möchte den Nordkorea Konflikt friedlich beilegen. China versicherte Trump, bei der Ein-Kind Politik zu bleiben. Doch bleiben die Menschenrechte noch immer auf der Strecke (siehe homepage Österr.Staatsfernsehen: „Erfolg für Sicherheit – Chinas Justiz hat die jüngsten harten Urteile gegen Verteidiger der Menschenrechte im vergangenen Jahr als großen Erfolg des Rechtssystems interpretiert. In seinem Jahresbericht lobte der Leiter der chinesischen Justizbehörden, Zhou Qiang, die „schwere Bestrafung des Verbrechens der Gefährdung der Staatssicherheit“, was eine wichtige Maßnahme für die Wahrung der Menschenrechte sei“.)

Auch wenn die atomare Rüstung und auch sonstige Rüstung von Russland und China der Rüstung der NATO gewachsen wäre, hoffentlich haben sich die Pläne diesbezüglich geändert, denn einen Atomweltkrieg kann die Menschheit nicht überleben. Wie können wir gemeinsam mit Fernost eine gute Zukunft entwickeln? Durch die Idee von Menschenrechtszöllen und Ökozöllen. Warum? – Weil hier die Betriebe einem Lohngefälle und dem Unterschied bei den Gesetzen zum Schutz der Umwelt nicht standhalten können und hier Industriefriedhöfe mit vielen Arbeitslosen entstehen.

Doch streben unsere Verantwortlichen noch immer zu weiteren Freihandelszonen, z.B.  mit China, aber jetzt vor allem mit Japan. Gerade die Idee von Menschenrechtszöllen und Ökozöllen, die dem Ausmaß der Nichtbeachtung der Menschenrechte und dem ökologischen Schaden proportional sind,  dadurch hätte Madame Butterfly in der Baumwollfabrik in Pakistan, China oder Indien vollkommen andere Bedingungen. Denn wenn EU und vielleicht auch Nordamerika solche Zölle auf Waren mit Kinderarbeit, ungeregelten Arbeitszeiten, abscheulichen Arbeitsbedingungen und u.a. die Verschmutzung von Luft und Natur einhebt, dann müssten die Betriebe dort entweder gute Arbeitsbedingungen und Ökologie schaffen, oder sie müssen hohe Zölle zahlen, ja sie können die Produkte gar nicht mehr in ein „zivilisiertes Land“ einführen. Sklavenarbeit soll sich nicht rechnen! Vor allem nicht in Regionen, die den Mund sehr voll mit Menschenrechten nehmen, aber leider immer mehr darauf vergessen, wie Europa oder Nordamerika.

Auch wir könnten Madame Butterfly befreien! Damit würde die Umverteilung von den Armen und dem Mittelstand zu den Reichen auch bei uns sehr viel schwerer werden. Dadurch hätte bei uns wieder heimische Produktion eine Chance, den Arbeitnehmern und vor allem den Rentnern würde es besser gehen und  auch dem Klima würde eine erhebliche Bremsung der Globalisierung sehr gut tun (siehe homepage des österr.Fernsehens). Die Globalisierung ist für fast ein Viertel der Treibhausgase verantwortlich. Also was ist besser, Globalisierung und als Folge Weltkrieg, weil die Sklaven nicht immer Sklaven bleiben wollen, oder Menschenrechte und Rechte für die Natur überall?

Fleischbeilage, chinesisch

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© Werner Menne

Die Oligarchie der westlichen Wertegemeinschaft und ihr neuer Krieg gegen Russland und die Welt

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eifelphilosoph_200Dienstag, 18.6.2014. Eifel. Ich habe da ein Problem, bei dem Sie mir helfen können: wie halten Sie das eigentlich alles aus? Also – den Wahnsinn um Sie herum? Welche Drogen nehmen Sie außer den alltäglich im Einsatz befindlichen: Alkohol,Ritalin und Fernsehen? Fernsehen eine Droge? Aber klar doch: es verwirrt die Sinne, gaukelt einem  nicht vorhandene Realitäten vor, versetzt einen in einen seichten Dämmerzustand, der in Kombination mit Alkohol die gezeigten Bilder erträglich macht und die logische Verarbeitung der dargebotenen Informationsreste vollkommen verhindert, zudem vermittelt einem Fernsehen das Gefühl, man würde gar nicht dazu gehören, wie ein körperloser Bebachter über einer Welt schweben, mit der man im Prinzip gar nichts zu tun hat.

Hören Sie mir doch auf mit diesem Spott und Zorn über den Bahnstreik, dass glaubt Ihnen doch kein Mensch, dass Sie sich aufregen, weil sie zu spät zur Arbeit kommen. Sie haben doch nur befürchtet, dass Sie nicht schnell genug nach Hause kommen, in die Kuschelhöhle, wo Kommissare, die keine sind, Mörder die keine sind wegen Taten jagen, die nie geschehen wurden … das ganze nennt man „Tatort“ und ist sogar Deutschlands führendem Nachrichtenmagazin regelmäßige Artikel auf vorderen Rangplätzen wert: da werden Alpträume von Opiumsüchtigen zur Weltsensation aufgebauscht.

Währenddessen verwandelt sich die Welt da draußen in Scheiße.

Schon mal darüber nachgedacht, dass wir aktuell ein internationales Klassensystem haben, ein System von guten, vertrauenswürdigen, edlen und hilfsbereiten Ländern, die gegen eine schlechte, verlogene, feige und böse Welt angehen? Das Handelsblatt informiert darüber (siehe Handelsblatt):

Der US-Geheimdienst NSA darf laut einem Bericht der „Washington Post“ fast jede Regierung und die wichtigsten internationalen Organisationen der Welt ausspionieren. Bis auf Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland, die mit den USA die sogenannten „Five Eyes“ bilden, muss die Spionagebehörde vor keiner Regierung haltmachen.

Auch die Weltbank, der IWF und die internationale Atomenergiebehörde gehören zu den Feinden, gegen die sich die Spionage richtet. Ja, dass muss man mal deutlich aussprechen: da wird deutlich zwischen Freund und Feind unterschieden, Großbritannien und seine ehemaligen Kolonien gegen den Rest der Welt – völlig paranoid, aber Realität. Wir … gehören da zu den schlechten, verlogenen, feigen und bösen Menschen, die man scharf kontrollieren muss.

Wer so viel abhört, der hat auch viel Macht. Wer immer irgendwo Dreck am Stecken hat, kann so per Erpressung zu allem gebracht werden, was einem gerade so einfällt. Dreck? Bordellbesuche, Kokainkonsum, Liebhaber der Ehefrau, drogensüchtige Kinder – oder Kinder die in nicht astreine Geschäfte verwickelt sind: zur Not reicht ja auch ein Passwort für einen Rechner, um Pornovideos zu installieren. Jedes vertrauliche Telefonat, jede E-Mail und jede SMS landen in den Datenbänken unserer Feinde (äh … ja. Haben die sich per Beschluss selbst zu erklärt, unsere Regierungen wollen das nur nicht wahr haben, die handeln immer nach der Devise: bloß keinen Ärger mit dem römischen Imperium) und können dort beliebig kombiniert werden, so dass wir letztlich Dinge über uns hören können (wahrscheinlich sogar per Videozusammenschnitt aus unsere eigenen Mund) die wir nie so gesagt oder so gemeint haben.

Da wird nicht manipuliert? Na – wo leben Sie denn? Schauen Sie doch einfach mal in den Spiegel (siehe Spiegel):

Bereits Ende Juli hatte sich dazu eine Gruppe von US-Geheimdienstveteranen in einem offenen Brief an Barack Obama gewandt und ihn aufgefordert, die Erkenntnisse zum Absturz von Flug MH17 publik zu machen. „Vorwürfe gegen Russland sollten auf überzeugenden, handfesten Beweisen beruhen, gerade bei einem so brisanten Vorfall“, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem vom Whistleblower und ehemaligen Technischen NSA-Direktor William Binney unterzeichnet ist. Stattdessen würden „auf amateurhafte Weise fadenscheinige und wenig eindeutige Indizien präsentiert“.

Ja – das ist ja keine Kleinigkeit: diese Information hat eine Brisanz wie Massenvernichtungswaffen im Irak – wer hätte ein Interesse daran, hier fadenscheinig und wenig eindeutig zu arbeiten? Wieso traut man sich das überhaupt, der Öffentlichkeit solches Material zu präsentieren?

Nun – es kommt noch schlimmer.

Seit einigen Tagen wandert ein Satellitenfoto um die Welt, dass zeigt, wie ein Kampfflugzeug den Flug MH 17 über der Ukraine abschießt – sogar die Rauchspur der Rakete ist deutlich zu erkennen. Im Gegensatz zu vielen Aufnahmen von angeblich russischen Truppen, die aus dem All fotografiert wurden, waren diese Aufnahmen vergleichsweise scharf (obwohl sie nicht die Aufnahmequalität haben, die schon seit Jahrzehnten von Satellitenfotos erreicht wird, sondern auf dem Niveau von Google Earth verbleiben … man will ja der feindlichen Welt auch nicht wirklich demonstrieren, dass man aus dem Weltall Eimer fotografieren kann). Groß wurde angekündigt, dass es sich hier um eine „Fälschung“ handele, doch das führende deutsche Nachrichtenmagazin blieb jeden Beweis dafür schuldig (siehe Spiegel), noch nicht mal im Ansatz wurde versucht, zu erläutern, wo denn da die Fälschung zu erkennen sein soll.

Vielleicht ist es auch gar keine? Und angesichts der angesäuselten TV-Zombies reicht diese Arbeitsweise (amateurhaft fadenscheinig und wenig eindeutig) wahrscheinlich auch inzwischen aus, um herrschende Standards zu erfüllen, immerhin sind wir es gewöhnt, im Zusammenhang mit dem Weltkriegszündstoff Ukraine sehr drollige Geschichten lesen zu dürfen – wie die von Dr. Christian Neef, der im Spiegel (siehe Spiegel) über „Putin´s Lügen“ schrieb und dabei Sätze produzierte, die sich an internationalen Standards orientieren – fadenscheinig und wenig eindeutig.

Es gibt keinen gezielten Beschuss ostukrainischer Städte und auch nicht den Versuch, die Bevölkerung, wie er sagt, mit „scharfem Feuer“ zu töten. Ich habe die letzten Wochen in Donezk verbracht und mir die Schäden in der Stadt genau angesehen. Ja, tagtäglich gibt es dort Einschläge von Artillerie, es gibt Zerstörungen und menschliche Opfer.

Es gibt einen klaren Unterschied zwischen „beobachten“ und „bewerten“. Putin behauptet, dass in der Ostukraine Zivilisten mit Artillerie beschossen werden, Christian Neef fährt hin, sieht Artillerieeinschläge und Tote: also wird dort mit Artillerie auf Menschen geschossen. Auf Zivilisten. Das hätte man als Fakt erstmal festhalten müssen – bevor man seine eigene Meinung, Wertung und Deutung der Geschehnisse der Realität überstülpt.

Ähnlich dämlich argumentiert auch der neue Natogeneralsekretär, der Putin scharf aber doof angreift: russische Maschinen würden angeblich den internationalen Luftraum gefährden, weil sie ohne Transpondercodes unterwegs seien (siehe Spiegel) … was auch nicht weiter problematisch ist, weil sie ja auch nicht über Natoländer fliegen. Man könnte ihm auch vorwerfen, dass russische Panzer keine deutschen Nummernschilder mit sich führen, wenn sie jenseits der deutschen Grenzen herumfahren – na, das kommt vielleicht noch.

Aber: wem fällt das denn schon auf? Schauen wir uns doch die Reaktion auf das Putin-Interview an – diesmal stellt Klaus Hecking ihn als Lügner dar, betreibt einen „Faktencheck“ (siehe Spiegel), der mit „Prognosen unabhängiger Experten“ – die namentlich nicht näher genannt werden noch werden nachprüfbare Quellen genannt – 4 Behauptungen Putins kommentiert. Eine davon – das kritische Freihandelsabkommen des Westens mit der Ukraine, welches in Folge eines russisch-ukrainischen Abkommens russische Märkte gefährdet – ist einfach nur wahr, die drei anderen bestenfalls Ansichtssache: wer nur die Überschriften liest und nicht den Text analysiert, wird absichtlich  hinters Licht geführt.

Halten wir nur eins fest: Russland hat viel Öl und Gas … und ist damit sehr reich, allem Geunke zum Trotz. Dieser Reichtum zeigt sich auch in der Staatsverschuldung des Landes, dessen Raumfahrtindustrie inzwischen das verläßliche Rückgrat der US-Raumfahrtbemühungen darstellt: das „Uns-gehts-gut“-Deutschland der Angela Merkel liegt bei 81,7 %, das „die-sind-ganz-schlecht-dran-Russland“ bei 12,2% (aus: CIA fact books, zitiert bei laenderdaten.de).

Im Übrigen dürfte sich Putin freuen, wenn die Ukraine sich der „westlichen Wertegemeinschaft“ anschließt, weil dann der deutsche Steuerzahler auch die Kosten für die Pleitewirtschaft der Ukraine übernehmen darf (siehe DWN), nach kurzer Regierungszeit des „westlichen Wertemannes“ Klitschko als Bürgermeister in Kiew war die Stadt ja auch pleite (siehe DWN): „pleite sein“ ist halt ein zentraler Wert der westlichen Wertegemeinschaft … einfach mal bei CIA fact books nachschauen.

Dementsprechend finden ja auch ähnliche „westliche“ Werte ihre Anwendung in der Ukraine (siehe Telepolis):

In einem sogenannten Letter of intent, also einer als verbindlich angesehenen Absichtserklärung, verpflichten sich Präsident Petro Poroschenko, Premierminister Arsenij Jazenzuk sowie der Finanzminister und der Zentralbankchef 27.000 öffentlichen Angestellten zu kündigen und die Gehälter der restlichen sowie Renten und Sozialhilfe für dieses Jahr einzufrieren. Bei einer Inflation, die bis zum Jahresende 20 Prozent erreichen könnte, bedeutet das eine massiven Verarmung und zugleich einen erheblichen Kaufkraftverlust. Dass derlei die Wirtschaft unmöglich ankurbeln kann, wurde zuletzt in Griechenland und zuvor schon in zahlreichen lateinamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Ländern gezeigt, die sich den Programmen des IWF unterwerfen mussten.

Massenentlassungen, Kürzungen bei Renten und Sozialhilfen: ja, dass sind die für uns Bürger erkennbaren Werte der westlichen Wertegemeinschaft – neben massiver Staatsverschuldung zur Rettung einer wirtschaftlich maroden Oligarchie.

Na ja – und da sind wir ja auch gleich beim Thema: die Oligarchie des Westens. Ja – da haben wir jenes Moment, dass uns verstehen hilft, warum wir eine sogar vom Programmbeirat des ARD bemängelte einseitge Berichterstattung erdulden müssen (siehe Yahoo/Nachrichten), deren Kritik aus Sicht der Privatmedien aus den Kritikern gleich „von Putin gesteuerte Stalinisten“ macht (siehe Welt): ein harter, verbaler Schlagabtausch von ungewohnter Primivitität weit jenseits jeglicher historischer Bildung.

Dabei ist doch allen klar, wer die Welt regiert: 200 reiche Familien aus den USA bilden die Oberschicht der westlichen Oligarchie, die sich in den letzten 70 Jahren (oder 150 – je nachdem, wie man es nun sehen möchte) ein unvergleichbares, mit vielen Billionen Dollar ausgestopftes Netzwerk erarbeitet haben, das im 21. Jahrhundert endlich so weit war, das größte Geschäft der Welt ans Laufen zu bringen: einen neuen Weltkrieg.

Die unglaubliche Macht dieser Netzwerke zeigt sich auch ganz öffentlich – ein Beleg dafür, wie sicher man sich in Wirklichkeit fühlt (siehe Focus):

Lötzsch, die als Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Bundestages tiefen Einblick in das milliardenschwere Berliner Machtgefüge besitzt, zieht einen Schluss, den viele Experten und Bürger, die ansonsten mit der Linkspartei nicht viel am Hut haben dürften, wohl teilen würden: „Es gibt in Deutschland eine zahlungskräftige Minderheit, die mit Hilfe von Lobbyisten unser Land in ihrem Sinne gestaltet.“

Über ihre Tentakel im Glückspiel, in der Rüstung, im Autobau und im Bankwesen steuern die Oligarchien die „westliche Welt“, machen aus der ehedem „Freien Welt“ Zins- und Konsumsklaven. Steht ganz öffentlich in einem ihrer Propagandablättchen. Ja – das ist das, was westliche Journalisten inzwischen machen: Propaganda für das Erfolgssystem der Oligarchie, das in Punkto Moral der Mafia in nichts nachsteht.

Schauen wir nochmal genau hin, was Christian Neef uns aus der Ukraine mitteilen möchte (nochmal: Spiegel):

Viele der Rebellen, die gegen die Ukrainer kämpfen, sind frühere Arbeitslose oder teilweise auch Kriminelle, die die eigene Bevölkerung terrorisieren.

Ja, haben Sie überlesen, den Satz, oder? Die Oligarchie hat ein klares Feindbild: wer sich nicht zum Bezahlen der Zinsen eignet oder zum Konsumieren des umweltschädigenden Glitzerschrotts ist in Wirklichkeit ein Rebell, gegen den man mit Sanktionen vorgehen muss: in der Ukraine, in Russland oder in Gelsenkirchen. Der Arbeitslose an sich ist der internationale Feind der Oligarchie, der Systemverweigerer, gegen den man zur Not auch mit Artillerie vorgehen muss.

Journalisten, die diese Propaganda nicht mehr mitmachen, werden als „Propagandisten“ aussortiert (siehe jungewelt), während man bekennenden Neofaschisten eine Ausbildung in US-amerkanischen Eliteakademien des Militärs zusichert (siehe jungewelt) und überhaupt kein Problem mit einem eigenen Nato-Journalisten-Netzwerk innerhalb der Gesellschaft hat  -siehe Willy Wimmer von der CDU in jungewelt.

Ja – überhaupt: den letzten Artikel sollte man noch mal gründlicher lesen, vor allem zu Beginn: dort beantwortet Willy Wimmer die Frage, warum er als gestandener konservativer Demokrat aus dem Westen von US-Seite aus als Kommunist beschimpft wurde:

Zunächst gab es die Frage, wie man die Wiedervereinigung so hinkriegen kann, daß der europäische Friede erhalten bleibt. Aber wir Parlamentarier, die auf internationalem Feld arbeiteten – zu uns gehörte auch die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth –, wollten uns auch mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen befassen. Die Briten und Amerikaner, die für eine reine Form des Kapitalismus eintraten, verhinderten das. Sie lehnten das von uns vertretene Konzept der sozialen Marktwirtschaft ab und beschimpften uns als Kommunisten.

Das hat uns überrascht und war ein Zeichen, daß sich die Welt auf ungeahnte Weise umbrechen würde.

Ja – die Politik wusste das: die „five-Eyes“-Oligarchie wollte mit viel Geld und Lobbyismus den Staat umbauen: „soziale Marktwirtschaft“ wurde zum „Kommunismus“ erklärt, Nächstenliebe zu „Sozialromantik“. Mitleid zu Schwäche, Armut zur logischen Folge eigenen, falschen Denkens.

Es lohnt sich, den Artikel ganz zu lesen – immerhin beschreibt Willy Wimmer, wie detalliert man schon im Jahre 200o wusste, das die transatlantische Oligarchie die Demokratie in Europa aushebeln will. Ebenso war schon damals klar, dass es einen neuen eisernen Vorhang geben soll … den diesmal die Unrechtsstaaten des Westens bauen, die mit ihrem „five-eyes-Programm“ eine deutlich erkennbare Grenze zwischen gut und böse gezogen haben.

Wie die Zukunft der „Guten“ aussieht, wird man schnell ermessen können, wenn man in ihr Heimatland schaut – siehe Spiegel:

Die Zahlen sind bestürzend: In den USA leben einer Studie zufolge etwa 2,5 Millionen Kinder auf der Straße – so viele wie nie zuvor.

Und das genau ist der Alltag der westlichen Wertegemeinschaft.

Und der große Krieg? Über den erfährt man mehr, wenn man den Kurier aus Österreich liest: offensichtlich läßt man hier aktuell auch noch unbequeme Agenturmeldungen durch (siehe Kurier, unten stehen die Agenturen, die für die Meldung bürgen)

Wegen des Konflikts in der Ukraine hat ein chinesischer Militärstratege Vorbereitungen auf einen Krieg gefordert. „Der Ausbruch eines Weltkrieges ist nicht unmöglich“, schrieb Professor Han Xudong von der Nationalen Verteidigungsuniversität der Volksbefreiungsarmee am Dienstag in einem Kommentar für das Parteiorgan Volkszeitung.

Verstehen Sie jetzt, warum ich mich für die spezielle Art der Drogen interessiere, die es Ihnen erlaubt, wegen einem Bahnstreik auszurasten, während Sie der täglich dringlicher werdenden Kriegsgefahr völlig gelassen gegenüberstehen?

Vielleicht zur Erinnerung: der russische Staatschef hat den Gipfel der G 20 in Brisbane mit der Aussage verlassen, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach Krieg geben wird (siehe Nachrichtenspiegel) – auch wenn die Propagandisten der Oligarchie das wieder mal ein klein wenig anders darstellen.

Aber das machen die ja jeden Tag, im mutigen Kampf gegen die Stalinisten beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen und jene Menschen, die schon arbeitslos geworden sind … oder es demnächst werden, sobald Maschinen ihre Jobs im Verkauf, im Wachdienst, in der Schule oder der Altenpflege übernommen haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruselige Nachrichten aus der Türkei: „heiliger“ Prophet will Lebensraum im Westen?

Gruselige Nachrichten aus der Türkei: "heiliger" Prophet will Lebensraum im Westen?

Donnerstag, 10.4.2014. Eifel. Stellen Sie sich mal vor, der Herr Putin würde von einem Reich träumen, dass bis zum Atlantik reicht. Stellen Sie sich vor, er würde Pläne billigen, getürkte Angriffe auf Russland zu inszenieren, um einen Kriegsgrund zu haben. Stellen Sie sich vor, er würde Giftgasangriffe auf fremde Länder durchführen, um dort politischen Einfluss zu gewinnen. Stellen Sie sich vor, er würde alle Russen in Europa zusammenrufen, damit sie mit ihm an einem neuen, großrussischem Reich arbeiten. Können Sie sich vorstellen, wie die westlichen Medien reagieren würden? Mal ehrlich: die gebärden sich doch jetzt schon so, als würden sie seinen Kopf am liebsten – ohne Rest – an der Siegessäule in Berlin heften. Wenn dann noch deutsche Soldaten von russischen Offizieren tätlich angegriffen würden: der Tastenmob würde vor Wut Schaum vor den Mund bekommen.

All das geschieht – doch es ist nicht Russland, das sich so gebärdet, es ist das Natoland Türkei.

Die Welt berichtete am 1.10.2012 über die „Krönungsrede“ des türkischen Premierministers Erdogan, in der er die Zukunft der Türkei skizzierte – mit einem Beispiel, welches manchen westlichen Politiker ins Grübeln bringen könnte. Nun – außer Gerhard Schröder war ja auch kein westlicher Politiker da, er fand sich in bester Gesellschaft … unter anderem neben islamistischen Terroristenführern. Hören wir, was die Welt zu berichten hat:

Was den Aufbruch der Türkei nach Westen betrifft, dafür verwendete Erdogan in seiner Grundsatzrede ein ganz neues Symbol. Das Endziel des langen Weges, das erst seine Nachfolger erreichen würden, sei „2071“, sagte er an die Adresse der türkischen Jugend.

Dann nämlich jährt sich zum tausendsten Mal die Schlacht von Manzikert, in der die Türken das byzantinische Reich entscheidend schlugen, gen Westen drängten und Anatolien in Besitz nahmen. „Unser Vorbild ist Sultan Arp Arslan“, also der damals gegen die Christen siegreiche Kriegsherr, verkündete Erdogan und erntete begeisterten Applaus von rund 30.000 AKP-Anhängern.

Das Motto des Kongresses sollte „große Türkei, große Macht“ gewesen sein, nebenbei hatte Erdogan – der „größte Führer der Welt“ –  Russland, China und Israel gedroht.

Am 24.3.2010 berichtete die Welt über eine seltsam völkisch anmutendende Konferenz. Erdogan hatte 1500 türkischstämmige Geschäftsleute und Politiker eingeladen, um ihnen eine ganz besondere Botschaft mitzugeben:

Tatsache ist, die meisten Botschaften wussten nichts von der geplanten Veranstaltung, zu der zahlreiche gewählte Abgeordnete ihrer Länder auf Kosten des türkischen Staates geladen waren. Teilnehmer berichteten dem „Spiegel“, dass sie auf dem Treffen von Erdogan aufgefordert wurden, in ihren politischen Aktivitäten nicht die Interessen der Türkei zu vergessen. Ihnen sei gesagt worden, dass Türken in Europa gezielt die Staatsbürgerschaft des Gastlandes erlangen sollten, um so ihren politischen Einfluss in diesem Land zu steigern und ihn im Interesse der Türkei zu nutzen. Ihre türkische Staatsbürgerschaft sollten sie nach Möglichkeit behalten, und auf keinen Fall die Identität der Gastländer übernehmen, denn das wäre Assimilation.

Das Interesse der Medien an dieser Veranstaltung war klein, was nicht sonderlich wundert. Stimmt der Bericht der Welt, handelt es sich hier um eine klassische völkisch-nationale Verschwörung, die aus allen Europäern türkischer Abstammung Agenten des neuen türkischen Großreichs machen möchte. Im Prinzip ein ungeheuerlicher Skandal – und ein unverantwortliches Vorgehen gegenüber den Eingeladenen, die – als Abgeordnete – in ihren Heimatländern den jeweiligen Wählern verpflichtet sind und als Geschäftsleute erst recht auf ihr Ansehen achten müssen.

Nun – da es keine Verschwörungen gibt, hat die westliche Presse in breiter Front darauf verzichtet, diese Verschwörung aufzuklären – wodurch man ein wenig im Unklaren bleibt, welcher europäische Parlamentarier jetzt im Stillen an der Umsetzung der Pläne zu einem neuen großtürkischen Reich westlich von Istanbul arbeitet.

Dabei wird daran weiter fleißig gearbeitet.

Am 14. März berichtete das Deutsch-türkische Journal über die Vorbereitung der türkischen Armee zum Einmarsch in Syrien. Hintergrund der Aktion waren letztlich Sorgen um den Einflussbereich der Türkei im Norden Syriens,

Der Einfluss der Türkei schwindet seit langem auch in der Grenzregion zur Türkei. Die Ausrufung einer kurdischen Provinzregierung in Nordsyrien beweist, wie wenig Kontrolle die türkische Regierung über die in Nordsyrien aktiven Gruppen hat.

Was fehlt, war ein Grund für den Einmarsch. Ein Abhörskandal verschaffte hier Klarheit, siehe Spiegel:

Zu hören sind dabei angeblich Außenminister Ahmet Davutoglu, Geheimdienstchef Hakan Fidan, Unterstaatssekretär Feridun Hadi Sinirlioglu und Vize-Armeechef Yasar Güler. Die Männer suchen in dem Gespräch nach einem Grund für einen Krieg mit Syrien.

Wörtlich sagt ein Mann, angeblich Fidan: „Wenn es nötig ist, kann ich vier Männer nach Syrien schicken und acht Raketen auf die Türkei abfeuern lassen, um einen Kriegsgrund zu schaffen.“

Auch eine Verschwörung. Gut, dass es so etwas nicht gibt.

Es stellt sich auch die Frage, warum der Abhörskandal als „angebliches“ Gespräch bewertet wird. Die Deutsch-türkischen Nachrichten bestätigen die Richtigkeit der Informationen indirekt und vermuten dahinter eine Verschwörung feindlicher Mächte, die den Aufstieg der Türkei zur Großmacht verhindern wollen. In einem weiteren Artikel wird deutlich, wer diese bösen Verschwörer sind:

Kaynak sagt auch, dass US-Präsident Obama und Erdoğan realpolitisch dieselben Ansichten vertreten. Sie seien Kooperations-Partner. Obama sei nicht interessiert an Erdoğans Abgang. Auch Putin stehe in enger Kooperation mit Obama und Erdoğan. Alle seien Gegner einer starken EU. Sie wollen den Europäern kein Mitspracherecht bei der Energiepolitik des Nahen Ostens zugestehen.

Premier Erdoğan müsse sich seitens seiner Gegner auf weitere Attacken einrichten. In einem Juni-Interview mit der Zeitung Yeni Asır sagte Kaynak, dass die Europäer jede Gelegenheit nutzen werden, um Erdoğan in Misskredit zu bringen.

Na ja – das sind halt türkische Nachrichten. Die haben die deutsche Wahrheit, dass es nirgendwo irgendwelche Verschwörungen gibt, noch nicht erkannt. Und gut, dass wir in Europa leben, wo man solche Gruselgeschichten nicht ernst nehmen darf: eine Allianz zwischen Russland, der USA und der Türkei zum Zwecke des Ausschlusses der europäischen Konkurrenz vom Ölmarkt des Nahen Ostens könnte uns enorm beunruhigen.

Gut, dass man uns darüber nicht informiert – wir würden die miserable Behandlung deutscher Soldaten in der Türkei (siehe Spiegel) in einem ganz anderen Licht sehen – und verstehen. Aus der Sicht der Anhänger des größten Führers der Welt sind die deutschen Soldaten (samt dem Rest der europäischen Union) der Feind … wenn auch ein nützlicher. Immerhin schützen sie die Türkei vor syrischen Gegenschlägen, die nach neuen Erkenntnissen wohl jetzt zu erwarten sind, siehe Spiegel:

In einem Beitrag für die „London Review of Books“ behauptet der Journalist, dass der türkische Geheimdienst hinter dem Giftgasangriff auf Vororte von Damaskus am 21. August vergangenen Jahres stecke. Die Regierung von Recep Tayyip Erdogan habe die USA so zu einem Militärschlag gegen das syrische Regime bewegen wollen, schreibt Hersh unter Berufung auf eine Quelle aus dem US-Geheimdienst.

Präsident Barack Obama habe auf den damals geplanten Militärschlag gegen Assad verzichtet, weil die USA von der türkischen Verwicklung erfahren hätten, behauptet Hersh.

Natürlich dementiert jeder alles – welcher Täter würde das nicht tun. Wir machen uns auch keine Gedanken darüber, „welch´ Geistes Kind“ jemand ist, der nach einem Wahlsieg seinen politischen Gegnern droht, sie „bezahlen“ zu lassen und „bis in ihre Höhlen“ zu verfolgen (siehe Spiegel zu Erdogans Reaktion auf seinen Wahlsieg) und die Türkei in einen Polizeistaat verwandelt (siehe Spiegel). Offensichtlich werden die Oppositionspolitiker nicht nur in ihren Höhlen verfolgt, sondern auch im Parlament, wo jetzt der Chef der türkischen Opposition körperlich angegriffen wurde (siehe NTV).

All´ jene Informationen für sich allein genommen, wären harmlos. Doch stellt man sie zusammen, ergibt sich das Bild eines höchst manipulativen Machtapparates innerhalb des türkischen Staates, der gerne alle Länder um sich herum zu seinem eigenen Vorteil gegeneinander ausspielt und auch vor getürkten Angriffen auf das eigene Land oder Giftgasangriffen auf Nachbarländer nicht zurückschreckt.

Der nun auch körperlich geschlagene Führer der stärksten Oppositionspartei hatte der Zeit ein Interview gegeben, das am 28. März 2014 veröffentlicht wurde. Hier äußerst er sich eindeutig zu dem „größten Führer der Welt“:

Er ist ein Diktator. Er unterdrückt die Medien, die Wirtschaft, und die Bürokratie untersteht ihm allein. Er sagt: Ich bin der Staat. Erdoğan tut so, als sei der Gouverneur sein Gouverneur, der Bürgermeister sein Bürgermeister, der Direktor sein Direktor, der Arzt sein Arzt. Alles untersteht ihm, denkt Erdoğan. Deshalb findet er auch, dass er einfach etwa bei einem Fernsehsender anrufen und bestimmen kann, was gesendet wird. Oder dass er beim Justizminister anrufen und anordnen kann, dass dieser und jener Geschäftsmann verurteilt werden muss. Deshalb: Ja, Erdoğan ist der Diktator einer Türkei im 21. Jahrhundert.

Für solche Aussagen bekommt man dann im Parlament schon mal was auf´s Maul.

Und wir Deutsche – wir Europäer?

Ignorieren in breiter Front die Entstehung einer religiösen Bewegung innerhalb der Nato, die sich nicht scheut, das Verteidigungsbündnis in einen Krieg zu stürzen – einen Krieg, für den deutsche Soldaten jetzt schon bereit stehen. Dabei erreicht der großtürkische Kult Dimensionen, die einem Angst und Bange machen sollten.

Hören wir dazu den in Istanbul lebenden Korrespondenten der Frankfurter Rundschau:

Recep Tayyip Erdoğan ist längst mehr als ein charismatischer Politiker oder ein politischer Popstar. Seine Anhänger reagieren auf ihn, als wäre er ein religiöser Führer, bei dem Kritik an seiner Sprache und seinem Tun wie Blasphemie wirken. Es ist keine Ausnahme, wenn eine Studentin in der zentralanatolischen Stadt Kayseri sagt: „Für mich hat Erdoğan immer Recht.“ Der Abgeordnete Fevai Arslan der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP verstieg sich sogar zu der Aussage: „Der Ministerpräsident ist wie ein zweiter Prophet.“

Es ist echter Glaube im Spiel, wenn der AKP-Abgeordnete aus Bursa, Hüseyin Şahin, erklärt: „Alleine den Ministerpräsidenten zu berühren, ist ein Gottesdienst.” Oder wenn der ehemalige Europaminister Egemen Bağış äußert: „Der Geburtsort des Ministerpräsidenten ist heilig.”

Da führt ein Abgesandter Gottes das Volk zu größter Macht – ohne Rücksicht auf Verluste. Da kann man schon verstehen, dass massive Korruptionsvorwürfe nur durch die Verschwörung dunkler, internationaler Mächte entstehen können (siehe Spiegel) und man deshalb zurecht hunderte ermittelnder Polizisten entlässt (ebenfalls: Spiegel).

Die deutsche Kanzlerin jedenfalls hat sich schon mal sehr eindeutig positioniert, siehe FAZ:

„Wir stehen fest an ihrer Seite“, sagte sie, „ohne Wenn und Aber“.

Der Treueschwur galt dem Kampf gegen Terroristen. Wer alles dazu gehört? Nun –  auf jeden Fall die Demonstranten vom Gezi-Park (siehe Spiegel) oder auch Journalisten, vor allem ausländische (siehe Spiegel):

Türkische Berichterstatter leiden seit Jahren unter Repressionen. In keinem anderen Land der Welt sitzen mehr Journalisten in Haft als in der Türkei.

Amberin Zaman, die Türkei-Korrespondentin des britischen Magazins „Economist“, klagt, sie habe in ihrer Laufbahn noch nie eine vergleichbare Gewalt gegen Journalisten erlebt.

Die Dimensionen der Entwicklung sind ungeheuerlich – die zögerliche Haltung der Politik ebenfalls. Die hat aber einen guten Grund, siehe Welt:

Im Investorenranking stehen Unternehmen aus der Bundesrepublik an erster Stelle, das deutsche Investitionsvolumen beträgt dort inzwischen 1,3 Milliarden Euro.

Ole von Beust und der Grüne Rezo Schlauch verdienen sehr gut daran, deutsche Investoren für die neue Großtürkei zu begeistern. Da winkt Geld.

Und vielleicht ist das der Grund, warum die deutschen Medien sich vehement auf Putin stürzen: der zahlt zu schlecht.

Vielleicht … zahlt der sogar gar nicht.

PS: da dies ein sensibles Thema ist, nochmal Klartext für den rechten Mob in Deutschland – Türken sind ganz tolle Menschen. Wirklich – war gelegentlich bei denen zu Gast, ärgere mich sehr darüber, dass sie aus dem örtlichen Gymnasium herausgemobbt werden und habe sogar welche in der Verwandtschaft. Wirklich: sie sind Menschen wie Du und ich.  Als erster deutscher Niedriglohnsektor sind sie in den sechziger Jahren ziemlich missbraucht worden – will aber keiner mehr wahr haben, noch will jemand den Preis dafür zahlen. Das ändert jedoch nichts daran, dass einem so langsam dämmern kann, dass in der Türkei scheinbar ein seltsames Ungeheuer sein Haupt erhebt, das wegen seiner Methoden und Absichten meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient als Herr Putin … und zwar bevor es ihnen gelingt, die Nato in einen Krieg zu stürzen.

 

Krieg um die Krim beendet, Deutschland blamiert: Lehren aus einer Beinahe-Katastrophe.

Krieg um die Krim beendet, Deutschland blamiert: Lehren aus einer Beinahe-Katastrophe.

Dienstag, 4.3.2014. Eifel. Nun – ich habe an diesem Ort zuerst die drohende Kriegsgefahr aufgezeigt, da ist es auch an  mir, zu zeigen, das diese Gefahr vorbei ist, obwohl sie von den Medien noch hochgehalten wird, damit man die Seiten mit Spannung füllen kann. Natürlich war die Gefahr sehr real … was nach einiger Zeit auch deutsche Politiker und Medienleute verstanden haben. Russland ist nicht der Irak, nicht Afghanistan, nicht Panama, nicht Grenada, Lybien, Syrien, Ägypten, Somalia, der Jemen, Pakistan oder welche Länder noch in den letzten Jahren alles unangenehme Aktivitäten der USA erdulden mussten. Während man den Deutschen gerne bei Chips und Bier vor der Mattscheibe verrotten läßt, hat man in Russland geostrategisches Denken noch nicht verlernt. Kein Wunder – in den letzten 200 Jahren hatte Russland oft „Besuch“ aus Europa, dabei haben Napoleon und Hitler die meisten Verwüstungen angerichtet.

20 Millionen Tote hatte Russland im 2. Weltkrieg zu beklagen – Ergebnis eines deutschen Angriffskrieges. Da der „Russe“ unser Feind zu sein hat, gehen wir mit diesen Daten nicht so sensibel um wie mit den Fakten des Holocausts – dabei könnten diese Tatsachen uns helfen, die Mentalität der russischen Regierung zu verstehen: die wollen nicht, dass sich die europäischen Eroberungszüge im 21. Jahrhundert fortsetzen. Hätte ja auch theoretisch keinen Grund dazu gegeben, hätte man es nicht mit ausgewiesenen Dilettanten zu tun.

Nun – seit gestern, 9 Uhr 32 ist klar, dass der Krimkrieg beendet ist. Russland hat gewonnen. Die westlichen Medien haben das noch nicht in völliger Bandbreite begriffen, treiben noch einseitige Kriegshetze (für die sie niemand jemals zur Verantwortung ziehen wird – was man sich dringend merken sollte), während das Spiel schon längst zuende ist.

Was war geschehen?

Nun – ich zitiere den Live-Ticker des Spiegel vom gestrigen Tag:

China hat sich klar auf Seiten Russlands positioniert. Vergangene Woche warf eine wichtige Pekinger Zeitung dem Westen eine Mentalität des Kalten Krieges vor. Jetzt lässt Moskau nach einem Telefonat zwischen Außenminister Sergej Lawrow und seinem chinesischen Kollegen Wang Yi wissen: Man sei sich „in weiten Teilen einig“.

Das war es dann. Damit erhält die russische Republik im Ernstfall 100 Millionen Soldaten mehr, deren Ausrüstung mit russischen Waffen erfolgte und größtenteils untereinander kompatibel ist – jedenfalls kompatibler als die untschiedlichen Waffensystem der diversen Natopartner, zusätzlich erhält man die Unterstützung gigantischer Industriepotentiale, ohne die der Westen noch nicht mal mehr T-Shirts oder Nähnadeln produzieren kann: damit ist der Krieg entschieden.

Putin kann sich jetzt die Krim nehmen – oder den ganzen Rest der Ukraine. Zu dem ganz großen Krieg, der die elendige Verschuldung der westlichen Wirtschaft wieder einmal beendet, sind die USA noch nicht bereit, der Widerstand in der Militärführung war schon bei den Plänen für einen Kampf gegen den Iran zu groß, bei einem Kampf gegen eine russisch-chinesische Allianz, die zudem das Recht auf ihrer Seite haben (auch wenn deutsche Medien heute ukrainische Fußballer zitieren, die das anders sehen: Dekadenz ist doch immer noch steigerungsfähig), könnte man letztlich den kürzeren ziehen.

Allerdings sei daran erinnert, dass US-Milliardäre schon einen Doomsday-Plan mit einem Doomsday-Genspeicher installiert haben. Könnte ja sein, dass da manche Noah spielen wollen … die bräuchten dann auch eine Sintflut.

Der Spiegel wendet sein Fähnchen als erster und weist auf die „fatalen Fehler der Regierung in Kiew“ hin:

Doch dass sie das Gleichgewicht verloren hat, ist unübersehbar. Ganze Regionen im Osten und Süden des Landes haben sich von ihr losgesagt, auf der Krim sieht ein Großteil der Bevölkerung die einmarschierenden russischen Soldaten als Schutzmacht.

Dass es so weit gekommen ist, liegt an fatalen Fehlern der neuen Kiewer Regierung und des ukrainischen Parlaments. Unter dem Druck rechter Straßenkämpfer, die das Parlament in bedrohlicher Weise „bewachen“, hat die Werchowna Rada ein Gesetz aufgehoben, das den Status der russischen Sprache im Osten und Süden des Landes garantierte.

Ja – man bemerkt sie auf einmal, die rechten Straßenkämpfer, die in Kiew das Parlament „bewachen“. „Swoboda“ heißen sie – und auf einmal darf man doch wahrnehmen, das es sich dabei um sehr bedenkliche Gesellen handelt, die man bei uns schlicht und einfach verbieten würde:

Die Begeisterung der NPD für Swoboda ist erklärbar. Denn die Partei definiert die Nation als „Gemeinschaft, die durch Blut und Geist verbunden ist“, und rühmt den Kampf ukrainischer Kollaborateure an der Seite der Hitlertruppen. Die Waffen-SS-Division „Galizien“, rekrutiert aus westukrainischen Nationalisten, habe, so Swoboda, doch „nur an der Front gegen die Bolschewiken gekämpft“.

Die braune Swoboda-Partei stellt im Kiewer Kabinett mehrere Minister, einen Vizepremier und den Generalstaatsanwalt Oleg Machnitzkij.

Nebenbei … aber wirklich nur ganz nebenbei … erfahren wir im Rahmen der Berichterstattung über einen Vertrauten Timoschenkos auch etwas über die wahren Täter des Maidan, die man sonst lieber in Reihen der Polizei suchte – weil das so schön zum Mythos passte:

Dort kooperierte er eng mit dem Führer des militant rechtsextremistischen Rechten Sektors, Dmitrij Jarosch. Der ließ seit Januar seine Kameraden auf die Polizei schießen. So trug er maßgeblich zur blutigen Eskalation bei.

Verträge, die die europäischen Außenminister mit diesen Gesellen geschlossen haben, sind samt und sonders gebrochen worden – doch man nimmt das gelassen hin. Am Sonntag tönten dann auch noch westliche Medien (hier der Spiegel) groß, wie unverzichtbar wichtig die Nazis für die Funktion der neuen Regierung seien:

Es stimmt schon: Die Mitglieder des „Rechten Sektors“ schüchtern Beamte, Polizisten und Staatsanwälte ein, sie halten sich für die neue Ordnungsmacht in der Ukraine. In dieser schwierigen Situation braucht die neue Übergangsregierung jede Hilfe, um das Abgleiten in die Anarchie zu verhindern.

Ein bemerkenswerter Ausblick auf das Demokratieverständnis deutscher Journalisten, die den Einsatz einschüchternder Neonazihorden im Sinne eines alternativlosen Krieges gegen die „Anarchie“ gutheißen – dabei ist es gelebte Anarchie, wenn bewaffnete Banden Beamten, Polizisten und Staatsanwälten diktieren, was sie zu tun und zu lassen haben.

Nun – das war aber am Sonntag.

Heute ist Dienstag – und die Welt sieht anders aus: dank China.

Den Frieden sollte man nutzen, um vor seiner eigenen Haustür zu kehren. Kriegstreiber – haben wir auch hier. Fast hätten sie gewonnen. Ohne den Osten der Ukraine wird der Westen die Revolutionäre fallen lassen: die Industrie und das große Geld liegen dort, um Westen gibt es Armut und Getreide, das die USA lieber aus eigenem Anbau verkaufen.

Wo der Besen mal antesten sollte?

Nun – der Herr Klitschko und die Konrad-Adenauer-Stiftung wären da mal fegenswert. Netzplanet berichtet von seinen E-Mail, die von Anonymus gehackt worden sind und in den „Sozialen Netzwerken“ Russlands ihre Kreise ziehen – dort sind sie mir zuerst begegnet. Der Leser Frank Ehrhard zitiert sie auf einem Kriegstreiberartikel der FAZ (der enormen … und weisen Widerspruch aus den Reihen der Leser erhielt)

7.12.2013
„Ein anderes Problem das ich ansprechen möchte ist, dass Janukowitsch sich zurückhält.“

14.12.2013
„Ich werde alles was ich kann dafür tun, den Erwartungen meiner europäischen Partner zu entsprechen.“

9.01.2014
„Ich denke wir haben den Weg geebnet für eine radikalere Eskalation der Situation. Ist es nicht an der Zeit für entschiedenere Aktionen? Ich möchte auch bitten über die Möglichkeit einer stärkeren Finanzierung nachzudenken, um unsere Unterstützer für ihre Dienste zu bezahlen.“

„Unsere Unterstützer für ihre Dienste bezahlen“ … erinnert sehr an Aussagen über bezahlte Demonstranten, die in der westlichen Blogosphäre ihre Runde machten.

Und … waren die „entschiedeneren Aktionen“ vielleicht die – oben erwähnten – Schüsse auf Polizisten, deren Folgen Spiegel-Korrespondenten selbst live erlebt haben?

Nun – ich gehe davon aus, dass die Teilnahme Chinas am Konflikt bald auch in anderen Redaktionsstuben des Westens zum Umdenken führt – falls die Geldgeber das erlauben. Die russisch-chinesische Allianz ist dadurch wieder einmal gefestigt worden: eine reine Not-Ehe einst verfeindeter Mächte, die sich gegen eine agressive und expansive Nato zur Wehr setzen, die mir ihrem Geld weltweit für Unruhe sorgt.

Übrigens: weder von Russland noch von China hat man gehört, dass sie das Handy unserer Kanzlerin abhören. Wahrscheinlich telefoniert Merkel deshalb öfter mit Putin als mit Obama – der dank NSA sowieso schon Bescheid weiß und das in Zukunft auch so beibehalten möchte.

Einmal noch haben wir die Katastrophe abwehren können, kurz bevor vom Westen bezahlte Neonazis die Ukraine in einen Krieg mit Russland getrieben hätten.

„Wir?“

Nein.

China hat das gemacht.

Und Putin.

Kriegt der dafür jetzt eigentlich auch einen Friedensnobelpreis – sowie Obama für seinen Morde durch Drohnenangriffe?

 

Konspirationen, Verschwörungstheorien und erkennbare Folgen geheimer politischer Wirklichkeiten

Donnerstag, 28.11.2013. Eifel. Auf meinen Reisen durch "Neuland" stieß ich letztens auf die letzten überlebenden Edellinken, die so stramm und extrem links sind, dass sie sich dem rechten Rand in ihrem Verhalten schon sehr weit angenähert hatten: die Erde ist halt rund. Dort bemerkte ich offene und reumütige Selbstbekundungen, wann und wo man schon überall auf "Rechte" gestoßen war ohne es zu merken. Es reichte schon, wenn man von Rechten zitiert wurde, um verdächtig zu werden. Ebenso schlimm waren die "VT-ler", die "Verschwörungstheoretiker" - offensichtlich böses Volk.

Donnerstag, 28.11.2013. Eifel. Auf meinen Reisen durch „Neuland“ stieß ich letztens auf die letzten überlebenden Edellinken, die so stramm und extrem links sind, dass sie sich dem rechten Rand in ihrem Verhalten schon sehr weit angenähert hatten: die Erde ist halt rund. Dort bemerkte ich offene und reumütige Selbstbekundungen, wann und wo man schon überall auf „Rechte“ gestoßen war ohne es zu merken. Es reichte schon, wenn man von Rechten zitiert wurde, um verdächtig zu werden. Ebenso schlimm waren die „VT-ler“, die „Verschwörungstheoretiker“ – offensichtlich böses Volk.

Nun – es steht jedem frei, sich den Anweisungen von Bush jun. zu fügen, macht hier ja die ganze „freie“ Presse – mich machte das dann doch betroffen, weil meine Überlegungen erst kürzlich an anderem Orte als „Lieblingsverschwörungstheorien“ vorgestellt wurden. Ich mir nicht bewusst, Theorien über Verschwörungen zu bilden: extra deshalb ziehe ich meine Informationen – sofern ohne großen Einsatz von Finanzmitteln möglich – aus den Leitmedien der deutschen Nachrichtenkultur – nur in der Deutung schließe ich mich ihnen nicht immer an. „Even the worst case“ sollte nicht nur für Firmen sondern auch für Gesellschaften gelten – und wirklich: man macht dann real weniger Fehler, wenn man sich zuvor damit auseinandersetzt, was denn alles schief gehen könnte – dies ist ein normales, strategisches Element einer jeden Unternehmung, damit man auf alles vorbereitet ist – und an sich noch keine Verschwörungstheorie.

Bohemian Grove zum Beispiel ist real – und keine Theorie. Auch die Bilderbergertreffen sind real. Beides Orte, die jeden Kartellamtsmitarbeiter hellhörig machen sollten: wunderbare Gelegenheiten, um gemeinsame Strategien zur Monopolisierung von Märkten zu besprechen – fast wöchentlich werden solche Fälle in den Medien auch aufgedeckt. Wird darüber hinaus noch mehr besprochen? Nach Quellenlage: ja. Man müßte sich darüber keine Gedanken machen, wenn nicht … ja, wenn nicht historische Fakten zur Wachsamkeit mahnten. Die grundlos vorausgeschickten Annahmen, dass alle Politiker und Wirtschaftsbosse selbstlose Humanisten sind, entbahrt jeder Grundlage – auch wenn alle Leitmedien dies tagaus tagein predigen …. um eigene Karrierechancen nicht zu verspielen, Anzeigenkunden nicht zu verprellen und sich bei Parteien nicht unbeliebt zu machen.

Bevor nun die Gemüter hochkochen, weil ich zwei „kritische“ Ortsbegriffe ins Spiel gebracht habe, ein Blick in die Wissenschaft.

Bei Grenzwissenschaften-aktuell finden wir derzeit die Vorstellung einer wissenschaftlichen Arbeit über Verschwörungstheorien, das Werk „Konspiration“ der Soziologen Andreas Anton, Michael Schetsche und Michael K. Walter.

Basierend auf diesem Verständnis sprechen sich die Autoren denn auch gegen eine pauschale Abwertung des Verschwörungsdenkens und insbesondere die damit vielfach einhergehende „Pathologisierung“ der Protagonisten solcher Deutungen aus. Namentlich die bis heute die öffentliche und auch die wissenschaftliche Debatte dominierende, vorsätzlich diskreditierende These ‚kognitiver Defizite‘ bei den Anhängern von Verschwörungstheorien  wird dem modernen Verschwörungsdenken weder wissenschaftlich noch gesellschaftspolitisch gerecht.

Das ist die erste bemerkenswerte Erkenntnis: es geht um „Pathologisierung“ kritischen Denkens. Wer Fragen stellt, ist krank.

In Demokratien gibt es solche Einstellungen nicht: sie braucht keine Fragen zu fürchten. Mehr bräuchte man zur Verteidigung der Aufklärungsversuche konspirativen Denkens nicht zu sagen, doch die Autoren gehen noch weiter:

Vielmehr – so das Fazit des Bandes – sind es vier Faktoren, die das heutige Verschwörungsdenken maßgeblich beeinflussen:

1. Das kulturell weitgehend anerkannte Wissen darüber, dass ganz reale politische, militärische oder wirtschaftliche Verschwörungen immer wieder den Gang unserer Geschichte beeinflusst haben.

2. Das – wie nicht zuletzt die aktuellen Abhöraffären zeigen – durchaus begründete Misstrauen von Teilen der Bevölkerung gegenüber Rechtschaffenheit und demokratischer Einstellung politischer, wirtschaftlicher und militärischer Machteliten.

3. Der Wunsch nach plausiblen Erklärungen für unerwartete Ereignisse in der Gesellschaftlich – insbesondere wenn die in regierungsamtlichen Erklärungen und in den Leitmedien angebotenen Deutungen wenig plausibel oder unvollständig erscheinen.

4. Die Möglichkeit via Internet gesellschaftspolitisch abweichend Überzeugungen sehr schnell und weitgehend unkontrolliert verbreiten zu können, was die kulturelle Sichtbarkeit auch solcher Ideen sicherstellt, die in traditionellen Massenmedien nicht zum Zug kommen.“ 

Punkt 1 ist der Wichtigste. Da es nachweislich in der Geschichte der Menschheit Konspirationen gab (die im Falle der italienischen Loge P2 den gesamten Staat unter ihre Kontrolle bringen wollten – und schon weitgehend gebracht hatten), können und müssen wir davon ausgehen, dass dies auch weiter so bleibt. Dies von vorn herein auszuschließen, ist reichlich naiv und eines kritischen Geistes unwürdig.

Hätte man uns letztes Jahr erzählt, das die NSA Deutschland abhört wie kaum ein anderes Land der Welt: wir hätten diesen fiktiven Botschafter gleich ausgelacht. Hätte man uns erzählt, dass harmlose deutsche Spaziergänger von der Polizei kontrolliert werden, weil sie der NSA zu Nahe rücken (siehe Spiegel) oder die NSA selbst direkt Gewalt gegen Medien anwenden, die über ihren Komplex berichten wollen (siehe Echo-online): wir wären (ganz im Sinne von George Bush jun.) entsetzt gewesen über diese Unterstellungen gegenüber unserem großen Bruder.

Heute wissen wir: es ist alles noch viel schlimmer.

Der große Bruder hört uns nicht nur ab, er hat uns auch auf die Liste seiner schlimmsten Feinde gesetzt.

Dürfen wir dafür eine Erklärung verlangen?

Natürlich.

Bekommen wir sie?

Nein.

Fragen wir uns warum?

Besser nicht … sonst droht Pathologisierung durch Pressevertreter.

Dabei ist das Thema hochbrisant: weltweit gebärdet sich die NSA wie dereinst die Gestapo in Deutschland – doch das findet man nur in ausgesprochen linken Publikationen wie dem Neuen Deutschland. Wer das Pech hat, von den NSA als „Terrorist“ klassifiziert zu werden, muss damit rechnen, von einer extrem anwachsenden Flotte von Roboterflugzeugen eliminiert zu werden. Noch ein Fakt, der vor dem 11.9.2001 nicht denkbar gewesen wäre und heute Alltag ist.

Doch es geht noch krasser. Natürlich werden wir darüber informiert, aber die Zusammenhänge werden von einer Flut unnützer Informationen über Promischeidungen, Talkshowrezensionen und Filmdiskussionen hinweggespült, dabei wären Schlagzeilen wie „DROHT EIN NEUER WELTKRIEG!“ aktuell durchaus angemessen. Leider kollidieren sie mit dem Deutungstabu, das unsere Presse beim Thema „USA“ und „Konspiration“ über uns verhängt hat und dadurch durchführt, dass diese extrem wichtigen Meldungen nur kurz aufblitzen, um danach sofort von Gemunkel über die große Koalition verdrängt zu werden.

Was ich meine?

Nun – ausnahmsweise nicht den laufenden Weltkrieg reich gegen arm, der sich täglich schlechter verbergen läßt, sondern den heißen, atomaren Weltkrieg, der den Krieg reich gegen arm vertuschen soll, was laut Konfliktforscher Werner Ruf dringend notwendig ist (siehe Heise):

Werner Ruf: Wir beobachten derzeit, dass „die Verdammten dieser Erde“, wie Frantz Fanon sie vor sechzig Jahren nannte, aufstehen, protestieren und nicht mehr bereit sind, sich mit ihren elenden Lebensbedingungen abzufinden. Wir beobachten, wie Menschen, denen ihr Leben nichts mehr wert ist, diesem in Selbstmorden ein Ende setzen, es – zum weit größeren Teil – auf der Flucht, etwa über das Mittelmeer, aufs Spiel setzen oder Risiken bei Massendemonstrationen gegen die elenden Verhältnisse, denen sie ausgesetzt sind, eingehen, ganz einfach, weil ihnen ihr Leben ohne Perspektive ohnehin als sinnlos erscheint.

Was wäre angesichts dieser auch in Europa beobachtbaren Entwicklung sinnvoller – neben dem Aufbau einer automatisierten Drohnenarmada und eines weltumspannenden allumfassenden Spitzelnetzes – als ein kleiner heißer Krieg mit … sagen wir mal … China? Wäre doch das ideale Instrument, die Massen mal wieder zu disziplinieren, bevor die noch mehr Freiheit und Wohlstand fordern, oder?

Zu unvorstellbar?

Unsere Medien arbeiten schon daran, den Chinesen an sich zum Unmenschen zu machen … wir werden uns an diese Artikel aber erst erinnern, wenn der begrenzte nukleare Schlagabtausch beginnt: diese Ungeheuer nehmen doch tatsächlich den Babys die Muttermilch weg, um sie selbst zu trinken (siehe Stern): so etwas gehört bestraft.

Dieser atomare Schlagabtausch wird gerade offen riskiert – und manche erkennen deutlich, in welcher  Gefahr wir gerade schweben, siehe Spiegel:

„Ich fürchte ein Sarajevo, Version 21. Jahrhundert“, sagt die Politikprofessorin Anne-Marie Slaughter, als sie an diesem Dienstag die Nachricht von den zwei US-Bombern hört, die sich chinesischen Vorgaben widersetzten. Slaughter gehörte zum Planungsstab von Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton, sie kennt sich aus mit internationalen Krisen.

Sie nahm Bezug auf den Beginn des Ersten Weltkriegs, der losbrach, ohne dass ihn wirklich jemand gewollt hatte. Zwar war man damals in allerlei Allianzen mit allerlei automatischen Mechanismen verbunden – aber die ganz große Auseinandersetzung würden die Großmächte doch wohl nicht riskieren. So dachten viele bis zum Sommer 1914. Dann wurde ein Thronfolger in Sarajevo ermordet, die über Jahre gelegte Lunte fing Feuer, das Pulverfass ging hoch. Aus einem österreichisch-serbischen Lokalkonflikt wurde ein Weltkrieg.

In der Tat eine brisante Entwicklung bei dem Streit um ein paar unbewohnte Inseln. China dehnt seine Lufthoheit aus – die USA verletzen sie – gezielt und gewollt. Es waren zwei unbewaffnete, veraltete B 52 – kein großer Verlust, wären sie abgeschossen worden.

Das Eindringen militärischer Maschinen in den Luftraum anderer Nationen ist ein kriegerischer Akt – der leicht schief gehen kann, wenn der Gegner sich (anders als Lybien, Syrien, der Irak oder der Jemen – um nur ein paar Ausrutscher zu nennen) wehren kann.

Es war ein bewusster Akt, diese Maschinen los zu schicken – Bomber, die für chinesische Schiffe in jenem Gebiet sehr gefährlich hätten werden können: wären die chinesischen Kapitäne genaus so nervös wie die NSA rund um den Daggerkomplex: wie leicht hätte man einen falschen Knopf drücken können, weil man die Flugmanöver der Bomber falsch gedeutet hat. Jede B 52 kann theoretisch eine ganze Flotte ausradieren – und da kamen gleich zwei davon.

Ein schwerer Moment für einen chinesischen Admiral, der in erster Linie für das Überleben seiner Mannschaft verantwortlich ist. Andere hätten sofort geschossen.

Wollen wir noch weiter fragen?

Warum riskiert man das? Warum bricht man offen Völkerrecht – wie beim Angriff auf Afghanistan, dem Irak oder dem Jemen? Warum missachtet man in seinen exterritorialen Foltergefängnissen die einfachsten Menschenrechte und schafft (wie in Guantanamo) absichtlich Zonen, in denen die US-Armee dafür garantiert, dass dort ohne Rücksicht auf Verluste gefoltert werden kann?

Nun – ich möchte an dieser Stelle keine Theorien darüber anstellen, wer wann wo und wozu den Befehl für den Bombereinsatz gegeben hat. Ich möchte nur festhalten, dass wir uns nach der Ansicht von Professor Slaughter am Rande eines Weltkrieges befinden, der uns ganz schnell persönlich treffen kann, wenn Russland sich im Kriegsverlauf an die Seite Chinas stellt.

Gemeinsame Manöver haben die schon durchgeführt.

Warum halten wir das eigentlich alles nur für großes Kino – wäre meine letzte und wichtigste Frage.

Warum „wichtigste“?

Weil das Verschwörungstabu Teil eines klar erkennbaren Umerziehungsprogrammes ist, welches im Rahmen des Krieges reich gegen arm läuft und lautet: „Verschwörungen gibt es nicht und die gesellschaftliche Elite ist edel, weise und gerecht: immer und überall, anderslautende Nachrichten kommen vom geisteskranken Feind, den man entschlossen bekämpfen muss“ – auch wenn er nur in der Nähe von Wiesbaden am NSA-Komplex spazieren gehen möchte.

„Bitte weitergehen, es gibt nichts zu sehen“ … so die Botschaft, die wir tagaus tagein hören. Eine Botschaft, die wir sonst nur im Zusammenhang mit Unfällen … oder Verbrechen hören, weshalb wir zurecht mutmaßen, dass etwas Übles geschieht, wenn wir diese Botschaft tagaus tagein auf allen Kanälen hören – und dann nebenbei erfahren, dass wir fast wieder ein neues Sarajevo hatten.

Fast nur – aber vielleicht klappts ja nächstes Mal.

Was man angesichts der Arbeit der Soziologen auch mal anerkennen muss: ohne das Internet, ohne die freiwilligen, selbstlosen Denker und Analytiker des politischen Geschehens, ohne die neu formierte Informationsbürgerwehr würden wir uns diese Fragen gar nicht stellen. Auch wenn ihre Schlussfolgerungen manchmal arg überzogen wirken, haben sie ihre „Krummheit“ oft nur einer politischen Wirklichkeit zu verdanken, die sich der gesunde Menschenverstand ohne die (zugegebenermaßen hanebüchene) Zuhilfenahme von reptiloiden Naziufos nicht mehr plausibel erklären kann.

Diese Auswüchse in der politischen Theorienbildung können Auswüchse eines kranken Geistes sein – oder logische Ableitungen einer beobachtbaren kranken Wirklichkeit.

Die Frage ist: können wir als Gesellschaft riskieren, völlig auszuschließen, dass vielleicht manche Elemente des militärisch-industriellen Komplexes an der Krankheit der Wirklichkeit Anteil haben – um die Rendite der Kapitalanleger zu sichern?

Schaut man allein, welche kriminellen Akte allein die Deutsche Bank zu verantworten hat, so würde ich von einer solch naiven Weltsicht dringend abraten, bevor die kranke Wirklichkeit sich mit Waffengewalt in unserem Alltag breit macht.

Und nur, weil Rechtsradikale Verschwörungstheorien gierig aufgreifen, weil sie nützlich zur Destabilisierung der demokratischen Zivilgesellschaft sind, heißt das nicht, das diese Theorien an sich rechtsradikal sind – sonst wäre jeder Hartz IV-Kritiker rechtsradikal, weil auch Rechtsradikale das Thema Hartz IV kritisch besetzen.

Der Tod eines freien Geistes – ein Fallbeispiel für den Untergang der deutschen Wirtschaftskraft

Der Tod eines freien Geistes - ein Fallbeispiel für den Untergang der deutschen Wirtschaftskraft

Mittwoch, 13.11.2013. Eifel. Nach einigen Tagen Bildschirmabstinenz habe ich noch einige Themen, über die ich gerne schreiben würde – einen Trailer gab es ja schon. Heute jedoch möchte ich mir erlauben, die Aufmerksamkeit auf einen Kommentar lenken, der mir besonders lieb und teuer ist.

Einer kommt von „Chap“:

Zu diesem Satz ist mir heute ein junger Mann mit 28 Jahren eingefallen.
Er lebte mit im Haus seiner schon recht alten Mutter. Allen erzählte er, also seiner Mutter, der Verwandtschaft, Freunden und Bekannten, er hätte sich immatrikuliert und würde studieren, die Prüfungen absolvieren usw.
Nach ein paar Jahren stand er dann vor dem Abschluss dieses Studiums.
Und die Frage stellte sich, wie es für ihn nach dem Studium weiter gehen würde.
Zu jener Zeit entdeckte seine Mutter ihren Sohn dann erhängt auf dem Dachboden.
Er hatte nie studiert. Alles war erfunden, um sein Umfeld zu beschwichtigen. Er hatte sich psychisch und geistig (auch wenn man das nicht verstehen mag) nicht dazu in der Lage gefühlt, auch nicht, um sich überhaupt irgendwo ins Berufsleben einzugliedern.
Bevor sein Schwindel mit dem Studium heraus kommen würde, hatte er den Selbstmord gewählt. Und großes Entsetzen, Trauer und viele Tränen hinterlassen.
Er war ein sensibler, phantasievoller, nachdenklicher, Kinder liebender Mensch gewesen.

Es gibt nun Menschen, die urteilen hier sehr schnell: „der war halt geistig krank und wäre immer so geendet“.

Bevor ich hier nun ins Detail gehe, einfach mal ein paar Fragen.

Ich werde im Dezember 54 Jahre alt. Nur vier mal diese Lebensspanne zurückgerechnet und wir befinden und im Jahre 1797. Ja – das ist wirklich noch nicht lange her.

Deutschland war die Hochburg der Philosophie, wir haben es geschafft, einen halben Schritt weiter zu kommen als die griechische Philosophie – dank Immanuel Kant. Beethoven nahm gerade Unterricht bei Hayden. Goethe arbeitete mit Schiller an der Weimarer Klassik. Alles Namen, die heute für Deutschland stehen, die fest mit Deutschland verbunden sind.

Meine Frage nun: wie kann es sein, dass wir innerhalb von nur vier Generationen keinen neuen Kant, keinen neuen Beethoven, keinen Goethe oder Schiller mehr hervorgebracht haben?

Die kulturelle Höchstleistung dieses Landes auf musikalischem Gebiet (bleiben wir mal dort) ist: Dieter Bohlen. Einfach mal Modern Talking hören im Vergleich zu Beethoven – da weiß man, was ich meine.

Zufall?

Nein – der Grund ist einfach. Es gibt sogar einen ganzen Film darüber, der gerade in den Kinos läuft. Die deutsche Schule ist es, die jedes Genie mit tödlicher Sicherheit eleminiert: seit der Kaiserzeit wurde Schule als Kaserne begriffen, in der Wissensmüll mit Gewalt in Kinderköpfe gestampft wird, die Demokratie hat dieses System nur dahin gehend verändert, dass man nun von den Kindern erwartet, das sie sich selbst diese Elend antun und gefälligst dabei auch noch große Freude und Begeisterung heucheln.

Kann man es als krank bezeichnen, wenn man sich nicht ins Berufsleben einsortieren kann? Kann auch sein, dass es sich um einen freien, demokratischen Geist handelt, der mit dem autoritären Stil des „Arbeitslebens“ überhaupt nicht klar kommt – 1797 hätte er in jedem Dorf dafür schnell eine Mehrheit auf seine Seite gebracht. Vielleicht hätte er aber auch einen Haydn gefunden, der ihn in die Geheimnisse der Musik einweist.

Hat sich wirklich noch niemand die Frage gestellt, wieso wir in wissenschaftlichen Disziplinen völlig unbedeutend geworden sind?  Sicher, wir haben gelegentlich nochmal Nobelpreisträger – man vergleiche diese Liste aber mal mit der der USA – die räumen fast jedes Jahr in fast jeder Disziplin einen Preis ab.

Was ist mit Amazon, Googel, E-Bay, ja dem ganzen Internet?

Das dies für die deutsche Bundeskanzlerin im Jahre 2013 „Neuland“ geworden ist, zeigt, wie sehr wir Provinz geworden sind – tiefste Provinz. Noch haben wir einen Vorteil im Maschinenbau (nicht wegen der Qualität, sondern wegen Euro und Billiglöhnen) … aber andere holen da immens auf. Wir alle – auch die Maurer, Handwerker und Fliesenleger – werden einen hohen Preis dafür bezahlen, dass wir Genozid der menschlichen Intelligenz so fleissig mitgearbeitet haben: unsere Genies hängen vom Dachbalken, während unsere Räuber sich Ferienhäuser im Ausland bauen.

Ich lobe nicht umsonst Professor Gunter Dueck (IBM) in höchsten Tönen: einer der wenigen Geister, die Deutschland noch hat, zufällig bei IBM gelandet. Auch ich habe die Arbeit für anglo-amerikanische Konzerne geschätzt – der Umgang dort war lockerer als in Deutschland, wo die verblödetet Mittelschicht ihre mangelnde Leistung durch Mobbing, Verrat und Heimtücke auszugleichen versucht. Sein Werk „Aufbrechen“ ist das wichtigste politsche Buch der letzten Jahre – wenn nicht das wichtigste der Geschichte der Bundesrepublik.

Wenn wir uns als Gemeinschaft nicht gewaltig auf die Hinterbeine setzen und mit aller Kraft verhindern, dass sich unsere sensiblen, phantasievollen, nachdenklichen und kinderliebenden Menschen lieber in den Tod stürzen als uns helfen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, dann werden wir schnell erleben, dass uns das Ausland kein Essen mehr verkauft, weil unsere Währung nichts mehr wert ist und wir keine Leistung anzubieten haben, die in der Welt konkurrenzfähig ist.

Einfach nur mit Sprüche klopfen werden wir die Zukunft nicht bewältigen können – und es wäre wesentlich besser, wenn der junge Mann Menschen gefunden hätte, die ihm geholfen hätten, seine gewaltige Kraft nicht in den Suizid sondern in den Aufbau der Zukunft zu stecken. Aber das ist die Berliner Republik: aus Spaßhanseln wie Dieter Bohlen machen wir Millionäre, während wir unser Genies hängen lassen.

Wo das enden wird?

Einfach mal nach China schauen: die waren ewig lang die führende Kulturnationen der Welt, bauten gigantische Segelschiffe, mit denen sie die Welt bereisten und Elefanten nach China entführten – zu einer Zeit, als man in Deutschland diskutierte, ob man das Rad flächendeckend einführen sollte. Was kam dann?

Das Beamtentum, dann die Kolonisten, dann das Elend, die Kriege, dann die Kommunisten. Hat viele Jahrdunderte gedauert, bis China wieder halbwegs Tritt gefasst hatte.

Das ist Deutschlands Schicksal – und wahrscheinlich das von ganz Europa.

Einfach mal unsere DAX-Konzerne anschauen: die sind fest in ausländischer („kolonialer“) Hand. Noch zehn Jahre weiter, dann kaufen die Porsche, VW. BMW und Mercedes samt Siemens und der Deutschen Bank und verlegen deren Firmensitze nach Dhubai – und was machen wir dann, wir tollen Deutschen?

Ja, wir werden wieder fleißig arbeiten.

Hat aber schon mal jemand gemerkt, das „Arbeit“ an sich noch gar keine Wert hat? Ich kann zehn Millionen Deutsche mit Zahnbürsten die Autobahnen schrubben lassen – eine Riesenarbeit bei Wind und Wetter … und völlig wertlos, wenn es nicht Geist gibt, der die Arbeit gewinnbringend umsetzen kann. Und ohne diesen Gewinn … verliert sogar das Handwerk seinen goldenen Boden.

„Gebaut wird immer“ heißt es.  Eine der primitiven Legenden, mit denen sich Menschen die Zukunft schön reden.

Es wird aber nicht immer gebaut.

Gebaut wird nur dort, wo auch gezahlt wird. Immer mehr Handwerker merken gerade, das ihre Tätigkeit keinen goldenen Boden hat. Ein Beispiel aus der MAZ vom Oktober diesen Jahres:

Nach einer aktuellen Studie ist fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland im Zahlungsverzug. Im Frühjahr 2013 zahlten 18,8 Prozent der Firmen ihre Rechnungen verspätet, wie der Finanzdienstleister EOS und die Wirtschaftsauskunftei Bürgel herausfanden. Ausgewertet wurde das Zahlungsverhalten von knapp 463.000 Firmen aller Branchen. Als Grund für die schlechte Zahlungsmoral nannten die Dienstleister die lahmende Konjunktur in Deutschland.

Ein typischer Fall aus jüngerer Zeit: Ein größeres Bauunternehmen musste Insolvenz anmelden. Zu den Gläubigern gehören ein Fliesenleger und ein Fenstermonteur, die sich an die Inkassostelle der Handwerkskammer Potsdam wenden. „Aber sie werden das Geld nicht mehr wiedersehen, es ist keine Insolvenzmasse da“, sagt Maciejok. Der Fliesenleger muss 15.000 Euro in den Wind schreiben, der Fenstermonteur sogar 30.000 Euro. In der Inkassostelle der Handwerkskammer werden 267 solche Fälle mit Außenständen von insgesamt 550.000 Euro betreut.

Jenseits des selbstverliebten Eigenlobes von Politik und Wirtschaft, die täglich für jene Artikel bezahlen, die ihren „Erfolg“ in den Himmel loben, tut sich ein Abgrund auf, der sich beständig weiter öffnet.

Nochmal 54 Jahre weiter gedacht – und wir haben auch ein Heer von Wanderarbeitern, die durch das Land irren, weil sie niemand mehr bezahlen will oder bezahlen kann: das Geld fließt dann anderswo herum und beflügelt die Geister.

Unserer Genies jedoch, die uns vor dieser Entwicklung hätten retten können, sitzen derweil in den USA – oder benutzen ihre ganze Energie, um ihrem Leben ein Ende zu bereiten, weil freie, kreative, schöpferische Geister in der Muffathmosphäre des durchschnittlichen Deutschtümelns nicht mehr gedeihen können.

Und darum essen wir US-Essen, tragen US-Kleidung, hören US-Bands und warten sehnsüchtig auf neue US-Filme, vertreiben uns die Zeit währendessen mit günstigen Einkäufen bei US-Amazon oder US-Ebay, die wir dank US-Internet erreichen können.

Gerade die Geschichte mit den Filmen ist besonders peinlich – denn die Filmhochburg der Welt … das war mal Babelsberg.

Dort … hätte man jenen sensiblen Geist sicher gern gesehen.

Wäre auch wirtschaftlich sinnvoll, der Umsatz Hollywoods hat sich innerhalb von zehn Jahren verdreifacht (siehe gamestar) … doch Videospiele laufen denen derzeit den Rang ab, auch ein Branche, die phantasievolle, nachdenkliche, sensible und kinderliebende Menschen gut brauchen könnte – doch auch diese Branche kommt nicht aus Deutschland.

 

Merkel ist dem Bund der Kriegstreiber beigetreten – Deutschland bald beim dritten Weltkrieg dabei?

Hier ein paar  Hinweise der sehr geschätzten und gerade mit Recht aufgebrachten Frau Kopfstaendler:

Kanzlerin Merkel hat nach dem G 20-Gipfel  DEUTSCHLAND  auf die Liste der Kriegswilligen gesetzt.
Sie unterschrieb nachträglich und brach damit ihr Wort.   Dieser Wortbruch ist Hochverrat.  Es wird irgendwann Tribunale geben, wo die Toten in all den unnötigen Kriegen gerächt werden.
Danke Frau Merkel – das kam rechtzeitig vor der Wahl. Sie haben 3 Parteien – die CDU, CSU und die FDP – mit einem Schlag unwählbar gemacht.

Ach wie so trügerisch sind Weiberherzen!
Dabei hätte sie einen 3. Weltkrieg durchaus verzögern können. Aber nein, Madame muss ja als „stärkste“ Frau der Welt mitspielen im Reigen der Satanisten. Aber sie ist ja keine Pfarrerstochter, wie man uns immer glauben machen will.

http://www.veteranstoday.com/2013/09/07/us-deploys-nukes-for-war/

Die Nuklearwaffen sind ja bereits in Syrien eingetroffen. Und ich glaube den Beziehungen von Duff zu den Militärs mehr, als jeder Verlautbarung in der Öffentlich-Rechtlichen Presse des Westens, wenn sie so kriegslüstern daher kommt.

Ungerechte Kriege sind die, die auf fremdem Boden oder im Luftraum/Seeraum fremder Staaten durchgeführt werden.  Nur die direkte Selbstverteidigung auf eigenem Boden ist gestattet.

Die Rebellen, Israel und USA, die von den Saudis unterstützt wurden, haben noch Menschen, die sie entführt bzw. gefangen genommen haben langsam getötet und dann mit Giftgasspritzen endgültig abgespritzt.  Das war nicht von Assad veranlasst, wie man uns jetzt einredet.

Die Saudis und andere Emirate wollen unbedingt eine Gasleitung durch Syrien legen für ihr Flüssiggas.

In Afghanistan sterben immer noch Menschen für die geplanten Gasleitungen des Westens.

Im Irak starben mehr als 1,4 Millionen Iraker in den ungerechten Kriegen. Deren Blut klebt an den Händen des Westens.  Es ging um Öl,  aber der IRAK hat dem Westen den Zugang zum Öl verweigert.  So kann es auch gehen.

Aber dass US-Außenminister Kerry jetzt gut heißt, dass die SAUDIS sich bereit erklärt haben, alle Kosten für den Krieg gegen Syrien zu übernehmen, zeigt wie sehr die USA finanziell am Ende sind.    Sie müssen sich jetzt schon als Söldner für Saudi-Arabien bezahlen lassen.   SCHANDE – SCHANDE – SCHANDE !   Und Deutschland macht mit.

Aus den Kommentaren des obigen Artikels:

Liebe Kopfständlerin, liebe Leser hier, für alle, die sich noch weitere Informationen zu Frau Merkel wünschen, verlinke ich hier noch das hervorragende, absolut sehenswerte Video von Jürgen Elsässer / Compact „Die amerikanische Kanzlerin“. Ein must see, um zu begreifen, warum sie immer, immer wieder für amerikansiche Interessen umfällt.
http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/08/28/merkel-und-der-syrien-krieg-die-amerikanische-kanzlerin/

Hier der link zum Artikel in Compact:http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/08/28/merkel-und-der-syrien-krieg-die-amerikanische-kanzlerin/

(Von mirabai611)

Der Regenbogenbieger sagt:

Leute, wählt keine Pateien, die den Krieg direkt unterstützen oder Regierungen, die den Krieg unterstützen, tolerieren wollen. Wenn man genau hinschaut, bleibt da nur eine sinnvolle Stelle, wo man sein Kreuz machen kann. Traurig, aber leider Wahr.

Deutschland im Vierten Weltkrieg – und keiner merkts? Schön blöd, oder?

Dienstag, 5.3.2013. Eifel - und das ist auch gut so. Überall sonst herrscht nämlich Krieg. Weltkrieg. Ja, richtig: ein Weltkrieg, wir vor fast hundert Jahren. Nein, ich habe nichts getrunken - und ich weiß auch nicht, was die Frage soll! Sie leben doch mitten drin, bekommen ihn fast täglich in den Nachrichten (auch im Gott der Nachrichten, der Tagesschau) serviert, spüren seine Folgen auch am eigenen Leib - über jene Folgen, die ein leerer Geldbeutel so verursacht. Es ist aber nicht der dritte Weltkrieg, sondern der vierte. Ja, richtig. Wir sind mitten drin im vierten Weltkrieg, der schon vor vielen Jahren von der Finanzelite der USA geplant wurde und jetzt Schritt für Schritt vor den Augen aller abläuft. Damit meine ich nicht den Wirtschaftskrieg arm gegen reich, der sicherlich schon seit zweitausend Jahren läuft, sondern nur einen jener ganz normalen Weltkriege, wir er für "demokratische" Staaten in den letzten hundert Jahren so typisch geworden ist. Man muß auch nicht weit ausholen, um das zu verstehen. Es reicht, lesen zu können.

Dienstag, 5.3.2013. Eifel – und das ist auch gut so. Überall sonst herrscht nämlich Krieg. Weltkrieg. Ja, richtig: ein Weltkrieg, wir vor fast hundert Jahren. Nein, ich habe nichts getrunken – und ich weiß auch nicht, was die Frage soll! Sie leben doch mitten drin, bekommen ihn fast täglich in den Nachrichten (auch im Gott der Nachrichten, der Tagesschau) serviert, spüren seine Folgen auch am eigenen Leib – über jene Folgen, die ein leerer Geldbeutel so verursacht. Es ist aber nicht der dritte Weltkrieg, sondern der vierte. Ja, richtig. Wir sind mitten drin im vierten Weltkrieg, der schon vor vielen Jahren von der Finanzelite der USA geplant wurde und jetzt Schritt für Schritt vor den Augen aller abläuft. Damit meine ich nicht den Wirtschaftskrieg arm gegen reich, der sicherlich schon seit zweitausend Jahren läuft, sondern nur einen jener ganz normalen Weltkriege, wir er für „demokratische“ Staaten in den letzten hundert Jahren so typisch geworden ist. Man muß auch nicht weit ausholen, um das zu verstehen. Es reicht, lesen zu können.

James Woolsey, CIA-Direktor unter Clinton, schwadronierte von einem „Vierten Weltkrieg“, der auf jeden Fall „erheblich länger als der erste und zweite, wenn auch hoffentlich nicht länger als der kalte Krieg dauern werde. Für Woolsey ist eine Schlüsselposition beim Wiederaufbau des Irak vorgesehen. Der neue Weltkrieg, so Woolsey, richte sich „gegen drei Feinde: die religiösen Herrscher des Iran, die Faschisten des Irak und Syriens, und die islamischen Extremisten der al Quaede.“ Aber auch die Regime in Ägypten und Saudi-Arabien sollen nervös gemacht werden: „Wie wollen, das sie merken, dass dieses Land zum vierten Mal in hundert Jahren zusammen mit seinen Alliierten auf dem Marsch ist und das wir auf der Seite derjenigen sind, die ihr – die Mubaraks, die saudische Königsfamilie – am meisten fürchtet. Wir sind auf der Seite eurer eigenen Völker“ CNN, April 3, 2003, zitiert nach: Krysmanski, Hirten&Wölfe, Westfälisches Dampfboot, 4. Auflage 2012, Fußnote 123 Seite 124/125.

Gut – ob die eigenen Völker das wirklich auch so sehen würden, möchte ich erstmal so dahingestellt lassen.

Zum vierten Mal in hundert Jahren sind die demokratischen USA mit ihren Alliierten auf dem Marsch – das jedoch kann man so sehen. Zweimal gegen Deutschland, einmal gegen die Sowjetunion (inkl. Ostdeutschland) und jetzt … gegen den Rest der Welt.

Wir können aufatmen, wir sind diesmal dabei. Zum Beispiel in der Türkei. Dort stehen unsere Luftabwehrraketen, die die Türkei zwar nicht vor den Granaten der von der Türkei finanzierten Rebellen in Syrien schützen können, aber Syrien davon abhalten, sich mit ihrer Luftwaffe für Artilleriebeschuß seitens der Türkei zu „revanchieren“. Dafür halten unsere Jungs und Mädels dort unten den Kopf hin – und merken schnell, dass sie unerwünscht sind – das jedenfalls berichtet der Wehrbeauftragte des Bundestages aus der Türkei, siehe Spiegel:

Im Kern aber entsteht durch den Bericht von Königshaus der Eindruck, dass die türkische Armee die Deutschen absichtlich schikaniere. So unterbinde die türkische Seite jeglichen Kontakte ihrer Soldaten mit den Deutschen, wer gegen das Verbot verstoße, werde umgehend „gemaßregelt“. Von Kooperation ist offenbar wenig zu sehen bei dem gemeinsamen Nato-Einsatz. Als kürzlich ein deutscher Sanitäter seine türkischen Kollegen in ihrem Lazarett besuchen wollte, wurde er vom Lagerkommandeur regelrecht rausgeschmissen.

Das sind die „Alliierten“, mit denen wir jetzt zusammen in den vierten Weltkrieg marschieren. Ich darf doch vierter Weltkrieg sagen, oder? Ich meine: wir schreiben das Jahr 2013: Lybien wurde überrannt, Tunesien wurde überrannt, Ägypten wurde überrannt, Mali wurde überrannt, der Iran wird belagert und Syrien wird gerade überrannt – bald auch mit Hilfe unserer Steuergelder, siehe Spiegel:

Offiziell verlautete in der vergangenen Woche in Brüssel lediglich, neben „nicht-tödlicher Ausrüstung“ könnten die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft den Rebellen zudem „technische Unterstützung“ anbieten. Nach SPIEGEL-Informationen haben die EU-Staaten aber intern klargestellt, dass damit auch die Ausbildung von Kämpfern an Waffen gemeint ist.

Wie würden Sie sich eigentlich fühlen, wenn das Saudische Königshaus islamische Rebellen in Berlin ausbilden würde, die hier für ich weiß nicht was kämpfen – vielleicht für eine bessere Integration der türkischstämmigen Mitbürger?

Man würde zurecht sagen: das ist ein kriegerischer Akt, eine vom Völkerrecht streng verbotene Einmischung in innere Angelegenheiten. Da gäbe es bei uns überhaupt keine Diskussionen. Wenn wir das aber machen … dann schweigt die ganze „freie“ europäische Presse auf einmal still.

„Wehrkraftzersetzung“ ist hier das Stichwort, das zählt. In der Herrschaftselite ist schon längst durchgesickert, das der vierte Weltkrieg mit voller Wucht angelaufen ist und sich erstmal über Nordafrika austobt. Die „Alliierten“ brauchen dort Kanonenfutter für das Endziel des Vormarsches.

Das Endziel ist schon jetzt zu erkennen: das reiche China, dessen glitzernde kommunistische Superstädte die verarmten Metropolen des Kapitalismus alt aussehen lassen. Was wäre wohl, wenn das Volk merken würde, das der Kommunismus nicht wie in der DDR enden muss?

Natürlich reden wir nicht von der Kriegsgefahr in Asien (d.h. … ich mache das schon regelmäßig, immer mal wieder), man muss an den Rand der Informationswelt gehen, dort, wo nicht nicht Parteidisziplin und Werbemaßnahmen die Grenzen der Berichterstattung aufzeigen. Die Sozialisten von WSWS tun sich da oft hervor:

Der ehemalige australische Premierminister Kevin Rudd erklärte in einem Artikel mit dem Titel “Ein maritimer Balkan des 21. Jahrhunderts?“ im Journal of Foreign Policy: „Die Zeiten in Ostasien sind nicht normal. Die Spannungen infolge gegensätzlicher territorialer Ansprüche im Ostchinesischen und Südchinesischen Meer nehmen zu. Die Region ähnelt immer mehr einem maritimen Spiegelbild des Balkan vor hundert Jahren – einem Pulverfass auf dem Wasser. Nationalistische Stimmungen in der Region verringern den innenpolitischen Spielraum für weniger konfrontative Herangehensweisen… Sicherheitspolitisch knistert es in der Region wie seit dem Fall von Saigon 1975 nicht mehr…“

Der Balkan vor hundert Jahren – Startsignal für den ersten Marsch der USA und ihrer Alliierten.

Ähnlich argumentiert der Kommentator Gideon Rachman am 4. Februar in der Financial Times. In dem Artikel „Der Schatten von 1914 über dem Pazifik“ schreibt er: „Die flackernden Schwarz- Weiß-Filme von Männern, die im ersten Weltkrieg ‚zu weit gingen’, erscheinen so ungeheuer weit entfernt. Aber zu glauben, dass die heutigen Großmächte nicht wieder wie 1914 in einen Krieg stolpern werden, zeugt von zuviel Selbstzufriedenheit. Die Spannungen zwischen China, Japan und den USA sind ein Echo des schrecklichen Konflikts, der vor fast einhundert Jahren ausbrach.“

Natürlich braucht man auch einen „Vorfall“, eine gewisse „Hintergrundmusik“, eine gewissen „Grundstimmung“. Die erzeugen die chinesischen Hacker … bzw. wird diese Operationsgrundlage gezielt von westlichen Medien erzeugt: der chinesische Hacker – des Urbild des gemeingefährlichen Kriminellen, der der Oma die Rente vom Onlinekonto klauen will – bedroht die Welt, siehe WSWS:

Die unbewiesene Behauptung, die chinesische Regierung stehe hinter Cyber-Attacken, dient der Obama-Regierung als Vorwand, um ihre Drohungen gegen China zu verschärfen. In den letzten Tagen wurde mehrfach über Hackereinbrüche in die Web Sites amerikanischer Wirtschaftsunternehmen und staatlicher Behörden berichtet. Die amerikanischen Medien bauschten diese Berichte auf, ohne ihre Richtigkeit zu überprüfen. Sie sollen die amerikanische Öffentlichkeit verwirren und als Rechtfertigung dafür herhalten, dass die Obama-Regierung China immer stärker isoliert und letztlich einen militärischen Angriff plant.

Die sind schlau, die Jungs von WSWS. Kaum haben die über Obamas Pläne geschrieben, hat der gemerkt, das noch etwas fehlt: die auf dem Marsch befindlichen Verbündeten sollten auch was abkriegen, siehe Spiegel:

Auch deutsche Konzerne sind im Visier chinesischer Hacker: Nach SPIEGEL-Informationen zielten die Unbekannten auf den Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. ThyssenKrupp, Bayer und IBM wurden ebenfalls angegriffen.

Woher weiß man eigentlich, das es Chinesen waren, die dort im Computer herumhacken? Hinterlassen die Visitenkarten – oder hat man während des Angriffs kleine, freundlich winkende Mao-Statuen am Bildschirmrand?

Wie der Spiegel weiterschreibt, sind es „Erkenntnisse der Bundesregierung“, die uns diese Botschaft bescheren. Wie es um die bestellt ist, sieht man auch, wenn man sich die Reaktion des Verteidigungsministers auf den Bericht des Wehrbeauftragten ansieht, siehe Spiegel:

Körperliche Auseinandersetzung zwischen einer Feldjägerin und einem türkischen General, heftige Beschwerden über die sanitären Verhältnisse im Stützpunkt: Beim „Patriot“-Einsatz der Bundeswehr in der Türkei kriselt es gewaltig. Der deutsche Verteidigungsminister bleibt gelassen.

Schon im Januar waren deutsche Soldaten in der Türkei angegriffen worden – aber der Verteidigungsminister bleibt gelassen. Vielleicht muss es erst Tote geben, damit er reagiert? Wer bezahlt den eigentlich?

Nun, die Anwort auf diese Frage kennen wir alle. Die ist aber unerheblich – wir sollten fragen, wer ihn kommandiert.

Immerhin sollte man bedenken, das die USA zum vierten Mal in hundert Jahren mit ihren Alliierten auf dem Marsch sind: Lybien, Tunesien, Ägypten, Mali, Syrien, Iran – wenn das mal kein Weltkrieg ist. Und da dürfen die deutschen Hilfstruppen nicht aus der Reihe tanzen. Und die Entwürdigungen müssen sie halt stolz ertragen – immerhin waren sie von vier Weltkriegen zweieinhalb Mal auf der falschen Seite.

Diesmal sind wir auf der Seite der Guten. Was die so anrichten, kann man in der Tagesschau nicht sehen – aber dafür gibt es ja die ergänzenden Blogs, die sich mit dem großartigen Triumph der Alliierten zum Beispiel in Lybien beschäftigen. Dort, wo man jahrzehntelang ruhig und in Frieden leben konnte (wenn man nicht gerade aus Prinzip gegen Gaddafi war) herrscht jetzt der blanke Horror, siehe principiis-obsta.blogspot.se:

diejenigen, die beabsichtigten, dem libyschen Volk die Selbstbestimmung zu nehmen, das Zusammenwachsen Afrikas zu verhindern und ein umfassendes System sozialer Fürsorge und Stabilität zu beseitigen, haben viele Gründe zum Feiern. Sie haben den Libyern das „Recht“ auf ein Leben in Angst und die „Freiheit“ beschert, von unzähligen bewaffneten Despoten tyrannisiert zu werden, die foltern, verschleppen und Minderheiten verfolgen. Obwohl die Kämpfe und der Zerfall der (libyschen Gesellschaft noch anhalten, verbreiten romantisierende westliche Imperialisten immer noch die infame Lüge von der „Revolution der Straße“, die „Millionen Libyern Freiheit und Hoffnung gebracht“ habe. Während in Libyen immer noch Menschen im Feuer verglühen, gibt es unter uns Leute, die sich gegenseitig wärmstens für das beglückwünschen, was sie angerichtet haben. Symbolisch für den „Respekt“, den der Westen der „neuen Freiheit“ Libyens zollt, ist die folgende, an kanadische Touristen gerichtete Warnung der kanadischen Regierung: „Vermeiden Sie Kritik an dem Staat, seiner Führung oder der Religion, sonst müssen Sie mit harten Strafen rechnen.“

Hat sich also eigentlich nichts geändert – nur ist man jetzt noch nicht mal mehr als US-Botschafter in dem Land sicher – der wurde mit seine Kollegen zusammen dort erschossen. Bei allem Respekt vor den hehren Zielen des vierten Marsches der US-Armee durch die Welt: unter Gaddafi wurde kein US-Botschafter in Lybien ermordet. Ich glaube, auch Syrien war für die Zivilbevölkerung sicherer, bevor ausländische Mächte ihre „Rebellen“ dort ansiedelten

Wissen sie, woran ich in diesem Zusammenhang denken muss? An Mohammed K, der jetzt laut Spiegel in einem Prozess in London durch einen besonderen Akt der Barbarei aufgefallen ist:

Sie kämpfte mit den Tränen, holte tief Luft – und machte dann ihre erschütternde Aussage vor Gericht: Vier Jahre lang soll ein Mann namens Mohammed K. sie sexuell missbraucht und zu Geschlechtsverkehr mit unzähligen Männern gezwungen haben. Wie der britische „Guardian“ berichtet, habe ihr mutmaßlicher Peiniger sie zudem im Alter von zwölf Jahren gebrandmarkt: mit dem ersten Buchstaben seines Vornamens.

Warum mir gerade Mohammed K. in den Sinn kam? Nun – wegen der Speerspitze des vierten Marsches der USA in einen Weltkrieg: der US-Armee. Die Welt stellte vor kurzem einen Film vor, der die „Qualität“ dieser Armee beschreibt:

„Stell dich nicht an“, sagt man am ersten Tag einer der Frauen, die es zu den „Besten der Besten“ der Marines in Washington schafft. Sie tun im Weißen Haus Dienst und auf dem Soldatenfriedhof Arlington. Amerikas Elite in Uniform. Sie erinnert sich an ihre Diensteinweisung durch einen Offizier: „Willkommen, Kameradin, Frauen dienen hier, um gevögelt zu werden.“

Diese Armee hat das moralische Niveau eines Mohammed K. Man braucht sich keine allzu großen Hoffnungen für die Völker machen, die durch die Taten dieser Armee „befreit“ werden.

Der Film heißt „The Invisible War“ und wird hier bei Filmstarts kurz beschrieben:

Ausschlaggebend für die Bedeutung des Filmes ist der Fakt, dass in den weltweiten Kampfgebieten heute mehr weibliche Soldatinnen durch die eigenen Kameraden vergewaltig werden als durch Schüsse von feindlichen Parteien sterben. Das amerikanische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass es alleine im Jahr 2010 zu über 19.000 sexuellen Übergriffen innerhalb des Militärs gekommen ist. Eine erschreckend hohe Zahl, die aber in der amerikanischen Gesellschaft kaum Beachtung findet. Und somit sind viele Frauen nicht nur Opfer feindlicher Kampfhandlungen, sondern auch Opfer ihrer eigenen Kameraden.

19000 Opfer in einem Jahr. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Vielleicht ist es jener „Geist“, der auch die türkischen Hilfstruppen der großen Armee beseelt?

So rutscht die Welt in ein Chaos, das für uns vor den Bildschirmen (auch dank der spärlichen Berichterstattung der Tagesschau) kaum noch zu verstehen ist.

Da flüchten Syrer vor den Rebellen in den Irak, werden von der Grenzpolizei zurückgewiesen, aber dann von anderen Irakern angegriffen und zusammen mit den irakischen Grenzern erschossen: das sind Zustände, die die Vergewaltigerarmee im Irak hinterlassen hat – siehe Spiegel. Zustände, die bald im ganzen nordarabischen Raum Alltag sind.

Früher ging man mit den Bösen anders um. Sie wurden verhaftet, angeklagt, bekamen einen fairen Prozess – und dann gab es ein Urteil oder nicht.

Heute ist das anders. Gaddafi, Mubarak, Saddam Hussein … sind anders gestorben. Auch ein Assad wird nie einen Prozess sehen – wie auch, Einmischungen in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes sind verboten.

Doch was schert sich eine Armee darum, die sich selbst der größte Feind geworden ist?

„The invisible War“ ist ein Film, der die Beschreibung für den ganzen Vierten Weltkrieg hergibt: auch dieser bleibt hauptsächlich unsichtbar, wird unter den Teppich gekehrt wie die Leiden unserer Soldaten in der Türkei – dabei kann man mit wenig Mühen sogar jene Strukturen ausfindig machen, die dem deutschen Verteidigungsminister die Befehle geben, über sie wird ganz offen in deutschen Zeitschriften gesprochen, siehe Jakob Augstein im Spiegel:

Die Ratingagentur Moody’s drohte mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Und auch der Anleihenmarkt reagierte: „Italien bekommt mit höheren Zinsen Quittung für Wahlchaos“, meldete die Deutsche Presseagentur. Weil auch viele Journalisten es inzwischen offenbar für normal halten, dass „die Märkte“ der Politik eine Quittung schreiben.

Man fragt sich: Warum bestimmen die Finanzmärkte nicht gleich die Regierung? Aber in Wahrheit ist das ja längst geschehen. Der Ökonomieprofessor Mario Monti in Italien und der Zentralbanker Loukas Papademos in Griechenland, das waren Technokratenherrscher, die von den Märkten eingesetzt worden waren – und von Angela Merkel.

Das findet man alles in normalen deutschen Leitmedien: schon kennen wir die Befehlsgewalten hinter dem Vierten Weltkrieg – noch bevor dessen Wirken für uns überhaupt so sichtbar geworden ist, das wir ihn nicht mehr verdrängen können … was spätestens dann der Fall sein wird, wenn China (und Russland) in den Krieg mit einbezogen werden.

Ich habe allerdings den Eindruck, das wir diesmal schon wieder nicht auf der Seite der „Guten“ stehen.

Schaut man sich die Gerichtsverhandlung gegen Tim H. an, der im Bundesvorstand der Linken arbeitet und sich an antifaschistischen Demonstrationen beteiligt hat (siehe ebenfalls Spiegel), dann beschleicht einen schnell der Verdacht, das „die Märke“ inzwischen auch schon wieder die Willkürjustiz nach Deutschland gebracht haben – so etwas gehört auch zu den Nebenwirkungen von Weltkriegen … auch wenn die noch unsichtbar sind.

Vielleicht dauert es auch nicht mehr lange, bis wir merken, das „Al-Kaida“ wir alle sind … alle die, die gegen den vierten Marsch der US-Armee durch die Welt sind.

Doch solange der Vierte Weltkrieg unsichtbar und geheim bleibt, verwundert es natürlich nicht, das er in den Medien nicht erwähnt werden darf: ein zu offener Weltkrieg würde die Märkte in einem zu frühen Stadium beunruhigen, noch bevor Goldman-Sachs seine Schäfchen ins Trockene gebracht hat … was sie seit einiger Zeit tun, auch wenn sie für Anleger andere Empfehlungen abgeben (siehe Markus Gärtner).

 

 

Adolf Hitler lebt und erobert die Welt … mit Arbeitslosen.

Montag, 5.November 2012. Kurz vor dem Ende der Welt - wenn man dem Maya-Kalender trauen darf. Bald kommen tausende von UFO´s und klauen unser Gold, die Zeit hört auf zu existieren oder alle Menschen werden weise. Das ist auch gut so. Wir sollten uns beeilen mit dem Weltende, denn wenn wir das nicht tun, werden wir ein Stück Geschichte wiederholen, das zu den widerwärtigsten Kapiteln der Menschheitsgeschichte gehört. Doch zuerst ein Frage: kennt jemand Adolf Hitler? Nein, nicht den größenwahnsinnigen Aktmaler aus Österreich, sondern den edlen Retter der Menschheit, der es wagte, ganz allein gegen das internationale Kapital aufzustehen und von ihm tief in den Dreck zurückgestoßen wurde? Nein - hier in Deutschland kennen wir den nicht. Hier in Deutschland sind wir sowieso Meister der Verdrängung, wie die konservative Welt heute schreibt:

Montag, 5.November 2012. Kurz vor dem Ende der Welt – wenn man dem Maya-Kalender trauen darf. Bald kommen tausende von UFO´s und klauen unser Gold, die Zeit hört auf zu existieren oder alle Menschen werden weise. Das ist auch gut so. Wir sollten uns beeilen mit dem Weltende, denn wenn wir das nicht tun, werden wir ein Stück Geschichte wiederholen, das zu den widerwärtigsten Kapiteln der Menschheitsgeschichte gehört. Doch zuerst ein Frage: kennt jemand Adolf Hitler? Nein, nicht den größenwahnsinnigen Aktmaler aus Österreich, sondern den edlen Retter der Menschheit, der es wagte, ganz allein gegen das internationale Kapital aufzustehen und von ihm tief in den Dreck zurückgestoßen wurde? Nein – hier in Deutschland kennen wir den nicht. Hier in Deutschland sind wir sowieso Meister der Verdrängung, wie die konservative Welt heute schreibt:

Viel erschreckender als die Morde an Migranten selbst ist die Art und Weise, in der deutsche Institutionen beim Kampf gegen Neonazis versagen. Auch die Politik tut nicht das, was sie müsste. 

Verdrängung – der Klassiker. Funktioniert auch bei Politikerkorruption, Staatsschulden, Massenarmut bei Kindern oder Eliminierung der Menschenrechte durch Hartz-Gesetze.  So bleibt Deutschland sauber, der Bürger ruhig und die Börse der Täter prall gefüllt. Wenn aber Linke irgendwo zu orten sind, dann werden wir gleich aktiv – so jedenfalls berichtet der Spiegel heute. „Feine Sahne Fischfilet“ – eine Punkband – ist ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Der Chef der Truppe hat etwas ganz Schreckliches gesagt:

„Wenn irgendwelche Nazis verprügelt werden, werde ich mich nicht hinstellen und in Mitleid für so einen Menschen schwelgen.“

Der Mann hat allen Grund, auf Nazis nicht gut zu sprechen zu sein:

Monchi fühlt sich an die mehr als 1000 Aufkleber erinnert, die Rechtsextreme vor Jahren in Umlauf brachten, mit Monchis Konterfei darauf, der Schädel gespalten, eine Portion Kot auf dem Weg ins Gehirn. Noch immer kursieren sie in der Szene. Das mache Angst, das schüchtere ein, sagt er. „Aber noch mehr treibt es einen an, weiterzumachen.“

So ist Deutschland. Der eine wird vom Verfassungsschutz observiert, weil er für Menschen kein Mitleid empfindet, die ihm den Schädel spalten wollen, die Schädelspalter laufen frei herum und ermorden Menschen in Massen. Wir seien auf dem rechten Auge blind, heißt es dann immer schnell. Dabei stimmt das gar nicht: wir schauen genau hin. Nur die Kategorie ist eine andere: Hitler gehört nicht in die Kategorie POLITIK, sondern in die Kategorie WIRTSCHAFT. Er ist ein deutscher Exportschlager, wohin man schaut, steht er hoch im Kurs. Einfach mal genau nachsehen:

Zum Beispiel in Indonesien, siehe TAZ:

„Hitler war mächtig und entscheidungsfreudig.“ Spricht sie von Adolf Hitler, benutzt sie das Wort „beliau“, das Ehrfurcht ausdrückt.

Auch in Russland erfreut sich der Führer wachsender Beliebtheit. 2007 berichtete der Spiegel von 2000 Teilnehmern des „Russischen Marsches“:

Zu Hakenkreuz tragenden Glatzköpfen in schwarzen Ledermänteln, Springerstiefeln, SS-Uniformen oder Bomber-Jacken gesellen sich alte Frauen, die schlecht kopierte Flugzettel ausgeben, junge geschminkte Studentinnen in hochhackigen Stiefeln und Eltern mit ihren kleinen Kindern in bunten Schneeanzügen. Selbst sie strecken schon den Arm zum Hitlergruß aus.

Interessant die Argumentation der Bürger dieses Landes, das wie kein anderes unter der Nazi-Barbarei gelitten hat:

Die Rentnerin Monika Nikolajewa verteilt eifrig Flugblätter, auf denen Oligarchen wie Boris Beresowskij, Wladimir Gusinskij und Michail Chodorkowski als Volksfeinde abgebildet sind. „Diese Milliardäre schicken ihre Kinder im Ausland auf die Schule“, regt sich die Großmutter einer 15-jährigen Enkelin auf: „Für unsere Kinder reicht das Geld nicht einmal, um sie in Russland auf die Universität gehen zu lassen.“

Wir Deutschen dürften so etwas gar nicht sagen: „Sozialneid“ wäre das Totschlagargument, das in unserer ganzen Medienlandschaft anerkannt und angewandt wird.

Dabei geht es nur um Gerechtigkeit – ein Wort, das im deutschen Sprachgebrauch immer seltener Einlass findet.

2012 beteiligen sich am russischen Marsch schon 20000 Leute (siehe TAZ) – die Kinder von früher sind größer geworden. 2011 berichtete „Russland-aktuell“ über Massenmorde durch Neonazis – besonders gern zu Ehren des Führers an seinem Geburtstag – und darüber, das die Regierung Putin locker darüber hinwegsehe. Kommt einem als Deutscher sehr vertraut vor.

Doch halten wir erstmal weiter nach Fans des Führers Ausschau. Fündig werden wir in Italien, GriechenlandMarokko, Thailand (hier sogar als Ronald McDonald-Ersatz), Pakistan, Südkorea oder Saudi-Arabien, wobei die deutsche Zensur auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gerne mal zuschlägt um Hitlers Kollaborateure aus dem islamischen Dunstkreis zu verdrängen, siehe den aufschlussreichen Artikel von Karl Rössel – hier in ungekürzter Fassung.

Größere Bedeutung hat die Hitler-Verehrung auch in Indien. Schon 2005 berichtete der Spiegel über Israels Kritik an Indischen Schulbüchern, die ihren Schülern interessante Perspektiven vermittelten:

„Hitler verlieh der deutschen Regierung durch den Aufbau einer starken Verwaltung in kurzer Zeit Würde und Ansehen.“

2012 hat sich der Trend endgültig durchgesetzt. Hitler wird Namensgeber von Geschäften und zur nationalen Kultfigur:

Hitler hat in den vergangenen Jahren durch schnelle Popularität, in Indien an Bedeutung gewonnen. Dieses Phänomen ist ein Paradox, weil es in Indien keinen Antisemitismus gibt. Und obwohl das Land nie Antisemitismus gekannt hat, sind die Verkäufe von Hiltlers Mein Kampf in den letzten zehn Jahren um über 15% gestiegen. Der Name “arisch” ist ein beliebter Vorname in Indien und “Hitler” ist der Name des Protagonisten in vielen Bollywood-Produktionen.

Eine Erklärung für diesen Ruhm ähnelt jener Perspektive, die wir schon aus Russland kennen:

Als Teil dieser Fehlinformation glauben viele Inder, dass die Achsenmächte des Zweiten Weltkrieges, teilweise verantwortlich für die Unabhängigkeit Indiens von den Briten im Jahr 1947 waren. Es wird vermutet, dass Hitlers Krieg Großbritannien dazu gezwungen hat, seine Ressourcen in Europa zu konzentrieren. Un das Großbritannien deshalb ein Gebiet so groß wie Indien nicht mehr steuern konnte, so dass Raum für eine indische Unabhängigkeitsbewegung entstand.

Hitler als Widerstandskämpfer gegen das internationale anglo-amerikanisches Imperium: man hätte sich fast denken können, das es so endet.

Wer nun denkt, die Liste der Hitlerfans ist damit am Ende, der irrt. Auch in China kommt der Führer ganz groß in Mode, siehe SZ:

In China ist Adolf Hitler ein großer Mann. Eindeutig größer als er ist nur einer, ein von chinesischen Nietzsche-Interpretationen geprägter Übermensch, Schutzpatron und Halbgott – Mao Zedong.

Die Begeisterung für Übermenschen, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Rezeption des Genie-Begriffs und des Konzepts „große Männer“ begonnen hat, erschüttert jedoch keine Kritik. Selbst in der Modewelt gilt diktatorische Größe als schick. 2003 brachte der chinesische Bekleidungshersteller Izzue in Hongkong eine mit SS-Abzeichen und Hakenkreuzen bedruckte Sommerkollektion für trendbewusste Jugendliche heraus.

China-intern wird da noch deutlicher:

Die Hitlerverehrung ist in China kein verbotenes Thema, „Mein Kampf“ ist so beliebt, dass viele Chinesen das Buch auf dem Nachttisch stellen, es ist quasi Pflichtlektüre. Das Lied „Die Fahne Hoch“, das hierzulande verboten ist, wird in China immer beliebter. Viele Chinesen geben positive Kommentare über Hitler ab. Eine neue Hitlerverehrung entsteht auf diese Weise nicht in Deutschland, aber in China. Kommentare wie „Der Führer lebe ewig“ oder „Dieser großartige Volksführer hat uns schon lange verlassen. Es gibt immer Menschen, die ihn kritisieren, das deutsche Volk hat aber kein Recht dazu, ihn zu kritisieren. Warum? Wir sollen an ihn glauben und ihn verehren, weil er es nach dem WK I geschafft hatte, das Volk zu einen und es zu einem Volk machte, das das Weltenschicksal steuern konnte.“
Warum informiert eigentlich der Verfassungsschutz nicht über die neue Hitlerwelle, die weltweit immer skurrilere Erfolge feiert? Vielleicht … weil man sich dann mit den wirklichen Herren der Welt anlegen müsste? Schauen wir uns zu diesem Zwecke doch einmal an, wer dafür gesorgt hat, das Hitler an die Macht kommt. Dazu gibt es ganze Bücher – wie dieses hier:
Als Adolf Hitler im Herbst 1919 erstmals zur NSDAP stößt, befinden sich in der Parteikasse gerade mal 7 Mark und 50 Pfennig. „Das war ja eine Vereinsmeierei allerärgster Art“, erinnert sich Hitler. „Außer einigen Leitsätzen war nichts vorhanden, kein Programm, kein Flugblatt, überhaupt nichts Gedrucktes, keine Mitgliedskarten, ja nicht einmal ein armseliger Stempel.“

Das ging ja nun mal gar nicht. Wir erfahren deshalb auch im Weiteren, das man schon früher wusste, mit welchen Mitteln man Gesellschaften auf einen anderen Kurs bringt:

Zu Recht kommentiert das Ministerium des Äußeren im Jahre 1923 über die Nazis: „Wie zum Krieg, so gehört zur Revolution erstens Geld, zweitens Geld, drittens Geld. Ohne Geld keine Revolution.“

Und weil das Geld ausblieb, hätte Hitler beinahe wieder zur Aktmalerei zurückkehren müssen. Diese Schicksal blieb ihm jedoch erspart:

Um das Jahr 1928 hätte die NSDAP genau so gut wieder untergehen können – wenn da nicht auf einmal beträchtliche Parteispenden gewesen wären, die Hitler die Mittel für gewaltige Propagandaschlachten lieferten.

Ohne massive Geldspenden hätte also die NSDAP niemals den Lauf der Weltgeschichte dermaßen beeinflussen können, wie sie es später tat. Hitler wäre ein belächelter Eiferer unter vielen geblieben, eine verkrachte Existenz mit Größenwahn.

Das Geld jedoch floss – und nicht nur aus den Reihen der deutschen Industrie.  Dies findet man in Karl-Heinz Deschners „Der Moloch“, hier bei wahrheitssuche:

Schon ein Prozeß im Sommer 1923 wegen der NSDAP-Finanzierung hatte ergeben, daß der Partei drei mal große Geldbeträge aus dem Saargebiet über die Deutsche Bank zugeflossen waren. Nach Überzeugung des Gerichts stammten sie von amerikanischer Seite, dem Großindustriellen Henry Ford, der lebhaft eine deutsche Aufrüstung wünschte. 

Es war aber nicht nur der Herr Ford, der sein Scheckbuch zückte. Es gab eine breite Allianz der Wallstreet-Größen:

Bei Beratungen der Präsidenten der „Federal Reserve“ Banken, des eigentlichen Finanzzentrums der Wallstreet, der fünf unabhängigen Banken, Vertreter der Royal Dutch, der Standard Oil, Rockefeller jun. und anderen im Sommer 1929 wurde Warburg schließlich gebeten zu prüfen, ob Hitler für amerikanisches Geld zugänglich sei. Als Gegenleistung hätte dieser gegenüber Frankreich eine aggressive Außenpolitik einzuleiten, sollte aber in die wirklichen Motive der amerikanischen Unterstützung nicht eingeweiht werden.

Hitler seinerseits habe bei den Verhandlungen in Berlin betont, daß „er mit den Arbeitslosen alles machen könne, wenn er ihnen nur Uniformen und Verpflegung gebe … Alles hinge vom Geld ab … Die USA-Hochfinanz habe doch sicher ein Interesse daran, daß er, Hitler, an die Macht komme, denn sonst hätte sie ihm nicht bereits 10 Millionen Dollar übergeben … Wenn er von der USA-Hochfinanz 500 Millionen Mark erhalte, sei er in „sechs Monaten fertig“. Hitler habe auch die Kommunisten als erledigt bezeichnet und erklärt, er werde nun die Sozialdemokraten ausschalten, durch Wahlen oder mit Gewalt. Eventuell komme noch eine Verhaftung von Hindenburg, Schleicher, Papen, Brüning in Betracht, aber alles koste Geld, und das bisher aus den USA erhaltene sei verbraucht.

Die wussten genau, was sie für ihr Geld bekamen. Der lästige Konkurrent Frankreich wurde ausgeschaltet. Und Hitler wusste genau, was er ihnen geben konnte:

eine gewaltige Heerschar von Arbeitslosen in Uniformen.

Das scheint überzeugt zu haben.

Auch Hitler war von den USA begeistert, dies zeigt vor allem sein zweites Buch, das – seltsamerweise – nur deshalb der Nachwelt erhalten blieb, weil ein jüdischer Historiker es aus den Archiven der USA ausgrub und ein jüdischer Verleger aus Deutschland es veröffentlichte- siehe Wikipedia:

Dagegen beschreibt Hitler im Zweiten Buch die Vereinigten Staaten als eine dynamische, „rassisch erfolgreiche“ Gesellschaft, die Eugenik und Rassentrennung praktiziere und eine vorbildliche Einwanderungspolitik auf Kosten „minderwertiger“ Einwanderer aus Süd und Osteuropa betreibe. Woher dieser Wandel in Hitlers Einstellung zwischen 1924 und 1928 rühren mag, ist unbekannt.

Eugenik und Rassentrennung – das gefiel dem Führer. Und deshalb gefiel der Führer auch seinen Finanziers von der Wallstreet. Es ist wohl nicht zu weit hergeholt, zu vermuten, das das „Missing Link“ in dieser Argumentationskette darin besteht, das „interessierte Kreise“ mit Geld und guten Worten den Führer auf ihre Seite gebracht haben.

Doch kehren wir zurück in das Jahr 2012, jenem Jahr, in dem man den beachtlichen weltweiten Aufstieg Adolf Hitlers beobachten kann, jenem Jahr, in dem im Handelsblatt erstaunliche Worte zu lesen sind:

Wahr ist: die wachsende Spaltung des Landes in Arme und Reiche, die Schwächung von Gewerkschaften und sozialstaatlicher Strukturen durch die neoliberalen Reformen der letzten Regierungen, haben die Gewichte innerhalb des Landes zugunsten einer zunehmend ruchlosen, ja zum Teil asozialen Elite verschoben, die mit ihrer ganzen finanziellen und politischen Macht die Kandidatur Romneys unterstützt. 

Eine ruchlose, asoziale Elite? Die vielleicht sogar langfristige Pläne verfolgt? Jene Elite, die über die WTO und die Weltbank weltweit jene neoliberalen Reformen unterstützt haben, die uns in Deutschland Hartz IV einbrachten? Die Agenda 2010, die in Deutschland ein nie dagewesenes Maß an Armut und sozialer Ungerechtigkeit eingeführt hat … und aktuell ein Heer von 2,5 Millionen Kinder produziert, die unter erbärmlichsten Umständen am Rande der Gesellschaft dahinvegetieren, während Politik und Wirtschaftsführer sich den Wamst vollschlagen, wo immer es geht? 2,5 Millionen Menschen, die – wenn sie erwachsen werden, nur darauf warten, in Uniformen gesteckt und mit Verpflegung versorgt zu werden, um es der asozialen Gesellschaft heimzahlen zu können, die ihre Eltern schikaniert und ihnen ihre Zukunft genommen hat?

Lauschen wir doch nochmal weiter den Worten amerikanischer Führer:

Der ultrakonservative Aktivist und Finanzier Grover Norquist hat dies wie folgt auf den Punkt gebracht: „Wir wissen was wir wollen, wir brauchen keine Anführer, brauchen lediglich jemanden im Weißen Haus, um die Gesetze, die der Kongress macht zu unterschreiben.“

So denken die: die brauchen nur jemanden, der ihre Arbeit macht. Romney, Obama, Hitler – denen ist es egal, wer den Job macht. Und das geben sie offen zu.

Das Szenario erinnert sehr an des Ende der Weimarer Republik – ein Ende, das – wie wir jetzt sehen – von Hitler ganz bewußt mit Hilfe der Arbeitslosen herbeigeführt worden ist, jener Arbeitslosen, die wir nur Dank der intensiven Wühlarbeit amerikanischer Interessengruppen haben, jener Interessengruppen, für die die Zerschlagung der Sozialstaaten sowie die Deregulierung der Finanzmärkte oberste Priorität hatten.

Jetzt haben sie, was sie wollten – diesmal sogar weltweit.

Was sie jetzt nur noch bräuchten, wäre ein geklonter Hitler. Technisch – glaube ich – kein Problem mehr. Der könnte in Deutschland ungeniert herumwandern, das Verfassungschutz würde schon dafür sorgen, das ihm die bösen Linken nichts tun – und in ganz Asien bräche Jubel aus.

Den USA käme das gerade recht: das Imperium zerbricht – und zelebriert Werte, die dem Führer sehr gefallen würden, siehe Spiegel:

Und tatsächlich: die Fanatiker, von denen Mitt Romney sich abhängig gemacht hat, haben alles über Bord geworfen, was den Westen ausgezeichnet hat: Wissenschaft und Logik, Vernunft und Mäßigung oder einfach Anstand. Sie hassen die Schwulen, die Schwachen und den Staat, sie unterdrücken die Frauen und verfolgen die Einwanderer, und ihr Abtreibungsmoralismus macht auch vor den Opfern von Vergewaltigung nicht halt. Sie sind die Taliban des Westens.

Die brauchen wieder dringend ihren Krieg … und Menschenmaterial dazu produzieren sie gerade in großen Massen, sowohl in den USA selbst, als auch in Europa und Asien.

Wir hatten das schon einmal. Wieder wünscht sich die Welt einen großen Führer, wieder sorgt das Kapital für ein günstiges Klima, einen gut gedünkten Boden, ideale Verhältnisse auf dem die neue Brut sprießen kann.

Und wieder tun wir so, als sei das alles nur Zufall. Dabei ist es einfach „Wirtschaft“ – bzw. jene Form, in der „die Wirtschaft“ oder „die Märkte“ gerne Politik machen: mit Uniformen, Aufmärschen und Todesschwadronen.

Darum steht dieser Artikel auch in der Kategorie „Wirtschaft“.

Vielleicht merken wir ja nach dem nächsten Weltkrieg, das man „Wirtschaft“ aus „Politik“ heraushalten muss, weil man sonst nur weitere Hitlereien produziert.

 

Deutschland im Krieg. Vielleicht sogar im Weltkrieg.

Freitag, 5. Oktober 2012. Eifel. Wie passend: zum Tag der deutschen Einheit wiederholt sich ein deutsches Schicksal: wieder befindet sich Deutschland im Krieg. Damals war es der 1. September 1939. Angehörige der Waffen-SS (die Special Forces der Nationalsozialisten) hatten sich polnische Uniformen angezogen und den Sender Gleiwitz angegriffen.  Fies, oder? Die Polen selbst hatten gar nichts getan - aber das interessierte keinen mehr, als die Propagandamaschine erstmal rollte. Wir kennen diese Maschine - wir haben sie in Deutschland kennengelernt beim Krieg gegen die Arbeitslosen, der den Kampf gegen Arbeitslosigkeit übergangslos ersetzte. Oder beim Krieg gegen Serbien. Da gibt es sogar ein Buch über die Medienlügen: Serbien muß sterbien: Wahrheit und Lüge im jugoslawischen Bürgerkrieg, so heißt es, mit Klaus Bittermann als Herausgeber.  Ob es auch mal ein Buch über Wahrheit und Lügen im deutschen Arbeitslosenkrieg gibt? Nun - um diese Krieg geht es aber nicht. Auch nicht um die Bundeswehreinsätze vor der Küste Libanons oder Somalias, in Uganda, Afghanistan, dem Kosovo, dem Kongo oder dem Sudan (siehe Onlinetagebücher Bundeswehr), sondern um den Krieg der Nato gegen Syrien. Am 3.10.2012 wurde ein türkisches Dorf von fremden Streitkräften beschossen, ein Natoland wurde angegriffen, der Bündnisfall verpflichtet uns zum Beistand - dabei dachten wir gestern noch: Mensch, tolles Land, dieses Deutschland, alles so schön friedlich hier ... und plötzlich sind wie in einem Krieg.

Freitag, 5. Oktober 2012. Eifel. Wie passend: zum Tag der deutschen Einheit wiederholt sich ein deutsches Schicksal: wieder befindet sich Deutschland im Krieg. Damals war es der 1. September 1939. Angehörige der Waffen-SS (die Special Forces der Nationalsozialisten) hatten sich polnische Uniformen angezogen und den Sender Gleiwitz angegriffen.  Fies, oder? Die Polen selbst hatten gar nichts getan – aber das interessierte keinen mehr, als die Propagandamaschine erstmal rollte. Wir kennen diese Maschine – wir haben sie in Deutschland kennengelernt beim Krieg gegen die Arbeitslosen, der den Kampf gegen Arbeitslosigkeit übergangslos ersetzte. Oder beim Krieg gegen Serbien. Da gibt es sogar ein Buch über die Medienlügen: Serbien muß sterbien: Wahrheit und Lüge im jugoslawischen Bürgerkrieg, so heißt es, mit Klaus Bittermann als Herausgeber.  Ob es auch mal ein Buch über Wahrheit und Lügen im deutschen Arbeitslosenkrieg gibt? Nun – um diese Krieg geht es aber nicht. Auch nicht um die Bundeswehreinsätze vor der Küste Libanons oder Somalias, in Uganda, Afghanistan, dem Kosovo, dem Kongo oder dem Sudan (siehe Onlinetagebücher Bundeswehr), sondern um den Krieg der Nato gegen Syrien. Am 3.10.2012 wurde ein türkisches Dorf von fremden Streitkräften beschossen, ein Natoland wurde angegriffen, der Bündnisfall verpflichtet uns zum Beistand – dabei dachten wir gestern noch: Mensch, tolles Land, dieses Deutschland, alles so schön friedlich hier … und plötzlich sind wir in einem Krieg.

Aussenminister Westerwelle hat das Eintreten des Bündnisfalles bestätigt. Laut Spiegel hat er der Türkei offiziell die Solidarität des Bündnisses zugesichert – was bleibt ihm auch anderes übrig.

Er hätte auch etwas anders tun können – zum Beispiel eine Untersuchung verlangen. Das wäre doch sinnvoll – angesichts der deutschen Erfahrungen um den Sender Gleiwitz. Ich möchte ihn auch dabei unterstützen. Das fällt mir leicht, denn ich kann lesen. Zum Beispiel die Welt:

Ob es nun Regierungstruppen waren, die im Grenzgebiet auf syrische Rebellen zielten, oder Rebellen, die vielleicht einen politischen Eklat provozieren und die Türkei so in einen Krieg hineinziehen wollten, das ist bislang unklar. Mörser haben beide Seiten.

Nur wenige Tage zuvor hatten die Türkei und Qatar beschlossen, ihre Unterstützung für die sehr heterogenen syrischen Rebellen zu halbieren, bis diese sich zur Bildung einer zentralen politischen und militärischen Führung durchringen. Freilich weiß außer den betroffenen Regierungen und diversen Geheimdiensten niemand genau, woraus diese Hilfe genau besteht.

Eine der wichtigsten Textpassagen der deutschen Vorkriegsgeschichte. Da unterstützt die Türkei also Rebellen in Syrien. Darf man eigentlich nicht, ist eine Einmischung in innere Angelegenheiten – und wäre schon Grund genug für das syrische Militär, sich gegen die Türkei zu wehren. Die USA haben doch auch Afghanistan angegriffen, weil sich von dort aus am 11.9.2001 Menschen in die inneren Angelegenheiten der USA eingemischt haben, oder? Die haben dann auch gleich den Irak mit überrollt, weil es gerade so schön passte – ist also inzwischen allgemein akzeptierte Gangart.

Dann halbieren die Türkei und Qatar die Unterstützung für die unbekannten heterogenen Gruppen.  Qatar? Ja, dort liegt das Hauptquartier der US-Streitkräfte für die im Nahen Osten aktiven US-Truppen, dort gibt es eine absolute Monarchie und eine ganze Reihe von Menschenrechtsverletzungen (siehe Wikipedia).  Auch das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, vorsichtig zu sein, nicht an Demonstrationen teilzunehmen … und als Frau ganz besonders zurückhaltend zu sein. Wen dieser Schurkenstaat zusammen mit der Türkei wie und womit unterstützt … bleibt eines jener Geheimnisse, über die wir uns keine Gedanken machen dürfen, weil wir uns sonst gegen das in unserer Kultur gültige Verbot über die Formulierung von Verschwörungstheorien hinwegsetzen würden.

Nach der Einstellung der streng geheimen Unterstützung landen auf einmal Granaten in türkischen Dörfern. Normale Bürger würden jetzt erstmal stutzig werden und fragen: wem nützt das? Könnte es sich hier nicht um einen ganz normalen Racheakt der „heterogenen syrischen Rebellen“ handeln, die einfach mal die Türkei und den Rest der Welt in einen Krieg stürzen wollen, um wieder Unterstützung zu bekommen? Ach ja – hier greift wieder das Verbot über die Formulierung von Verschwörungstheorien, deshalb kann das so schon mal nicht gewesen sein.

Schauen wir uns also doch nochmal den neuen türkischen „Füher“ genauer an. Wir erinnern uns: wir Deutschen hatten auch schon mal so einen Führer. Ein putziges Kerlchen, das Kinder und Hunde gerne hatte – vor allem, wenn sie ihre Eltern denunzierten oder Juden bissen. Das Prinzip „Führer“ ist in manchen Kulturen so beliebt, das die Türkei jetzt einen eigenen hat … und zwar laut Welt den „größten Führer der Welt“. Gut, das reicht nicht ganz an den „größten Führer aller Zeiten“ heran, aber der Herr Erdogan gibt sich alle Mühe:

in seiner „Krönungsrede“ droht er Russland und China wegen ihrer Unterstützung Syriens und auch Israel bekommt sein Fett weg. Wer überhaupt keine Rolle mehr spielt: die EU (und damit auch die NATO).  Deshalb war auch nur ein einziger Europäer bei dieser denkwürdigen Rede dabei: der Hartzkanzler und Rothschildangestellte Gerhard Schröder.  Was macht der eigentlich bei einem Kongress, der unter dem Motte „große Türkei, große Macht“ abgehalten wird? Kriegt der nicht Ärger mit Putin, wenn er sich so demonstrativ auf die Seite der Feinde Russlands stellt … ja sogar auf die Seite der Feinde der ganzen freien christlichen Welt?

Feinde der freien christlichen Welt?

Einfach nur im Artikel der Welt weiterlesen – man glaubt, man wäre in einem Historiendrama:

So machte Erdogan zumindest in Symbolen klar, als wen er sich selbst sieht: Als einen neuen Atatük, der das Land modernisiert, und als neuen Sultan, der die Türken und den Islam siegreich gen Westen führt.

Er gibt auch genau an, in welchem Jahr er den Islam Siegreich gegen den Westen führen will:

„Wenn es Gottes Wille ist, werden wir 2023 aufbauen, und ihr werdet 2071 errichten“, sagte er zum Jubel besonders der Jüngeren unter seinen Zuhörern.

Steht alles offiziell in deutschen Medien. Sogar in Qualitätsmedien. Der Führer der Welt sieht sich als Triumphator über die Christenheit: 2071 jährt sich der Sieg der Türken über Byzanz von 1071. Eine offene Kriegserklärung an das Abendland – und Westerwelle sichert ihm unsere volle Solidarität zu. Ob der Hartzkanzler da auch geklatscht hat, ist leider nicht überliefert.

Na, Scherz beiseite, so ist halt die Welt der großen Geheimpolitik, von der wir schon lange nichts mehr wissen dürfen.

Zwei Tage nach dem Kongress des Führers fliegen die Granaten Richtung Syrien – um fünf Uhr Morgens. Hitler hatte 1939 bis 5.45 gewartet. Eine Kriegserklärung der Türkei gegen Syrien soll das nicht sein … aber die hatte Hitler auch nicht vorgenommen.

Darf man in diesem Zusammenhang – wo wir gerade über Gleiwitz, Hitler und Weltkriege reden – auch nochmal an den 29. Februar 2012 erinnern? Damals erschien ein Artikel (schon wieder die Welt), der heute schon vergessen ist: Wikileaks hatte mal wieder US-Post veröffentlicht. Diesmal war es sehr brisant – einige Sätze von Henry Kissinger deuteten darauf hin, das Erdogan Israel mithilfe seiner radikalen Organisation Milli Görüs Israel eine fiese Falle gestellt hatte:

Das Ziel: Entweder bis zum Gazastreifen vorzustoßen und einen politischen Triumph zu feiern oder einen blutigen Eklat herbeizuführen, um Israel als Bösewicht darzustellen. So oder so wäre das Ergebnis eine dramatische Änderung der politischen Dynamik im Nahen Osten und rund um den Gazakonflikt.

Nun – wir wissen, wie es ausging: Israel ist voll reingelatscht.

Und jetzt Syrien?

Wenn der Herr Erdogan in Syrien Rebellen unterstützt und Unbekannte so ein bisschen auf türkische Dörfer schießen … darf man da fragen, ob diese Unbekannten vielleicht auch von der Türkei oder Katar bezahlt worden sind? Sicher Syrien hat sich entschuldigt, heißt es – aber der Zeit kann man entnehmen, das diese Entschuldigung als solche gar nicht im türkischen Aussenministerium angekommen ist.

Nein, natürlich darf man das nicht fragen: siehe das Verbot über die Formulierung von Verschwörungstheorien. Was Geheimdienste wann, wie und wo mauscheln, geht uns Normalbürger nun mal wirklich überhaupt nichts an. Aber der Türkei unsere ganze Solidarität zusprechen das dürfen wir – auch wenn das letztlich dazu führt, das wir aufgrund von fiesen Manipulationen in einen Krieg mit Russland geraten.

Krieg mit Russland? Da hört sich doch wohl alles auf, wird der brave Deutsche jetzt sagen (immerhin hatten wir das schon zweimal im letzten Jahrhundert) … dabei braucht er nur die Welt zu lesen und schon wüsste er, das wir da (wie 1939) auf einem vollen Konfrontationskurs sind – und nicht nur, weil der „Führer der Welt“ (der unsere volle Solidarität hat) schon Russland und China gedroht hat (einem China, das aktuell direkt auf einen Konflikt mit Japan zusteuert).

Doch hören wir erstmal, was die Welt zu diesem Thema zu sagen hat:

In der Sache des abgeschossenen Flugzeugs meldete sich jetzt ein Sprecher der Freien Syrischen Armee im arabischen TV-Sender al-Arabija zu Wort. Nicht Syrien habe das Flugzeug abgeschossen, sondern Einheiten eines dort befindlichen russischen Stützpunktes. Ausdrücklich nahm der FSA-„General“ namens Abdülhamit Ömer die syrischen Truppen in Schutz, „obwohl ich zur Opposition gehöre“.

Es ist bereits der zweite „Enthüllungsbericht“ des Senders zum umstrittenen Flugzeugabschuss, der Russland belastet – in einem ersten Beitrag vor einigen Tagen hatte es geheißen, die beiden türkischen Piloten seien lebend geborgen, aber auf russische Anweisung von den Syrern umgebracht worden.

Nebenbei ist auch interessant, was der Artikel über die Praktiken der türkischen Armee im Kampf gegen die Kurden aussagt, der jetzt schon zu vielen Angriffen auf den wehrlosen Irak geführt hat – und nahelegt, das man mit ähnlichen Offensiven jetzt auch in Syrien zu rechnen hat. Dem „Führer der Welt“ sind die Juden als Feinde wohl zu wenig.

Wenn die Türkei jetzt in Syrien einfällt (in Form eines „gerechten Krieges“ zur „Wiederherstellung der Ordnung“ – so heißt es doch immer, oder?), dann könnte es sein, das sich die Russen nicht mehr nur damit begnügen, türkische Flugzeuge abzuschießen. Hier verlassen wir kurz die Welt der offiziellen staatstragenden Medien und holen uns eine Information aus der wachsenden Alternative zu öffentlichen Wohlfühlmedien, hier aus The Intelligence:

Während Politik und Presse in Europa, USA und im arabischen Raum sich uniform gegen die syrische Regierung unter Assad aussprechen, wird die Unterstützung durch Russland und China immer deutlicher. Einer iranischen Pressemeldung zufolge seien schon innerhalb der kommenden Wochen großangelegte Manöver in Syrien geplant, an denen sich Russland, China und Iran beteiligen werden.

Der Artikel stammt vom 20.6.2012. Darf ich auch mal die Schlussfolgerungen zitieren, die sich für den Autor damals ergaben? Bitte, hier:

Das diesbezügliche Kräfteverhältnis betrachtend, USA, NATO und einige arabische Staaten auf der einen Seite, China, Russland, Iran und Syrien auf der anderen, scheint die Situation für die Westmächte ziemlich aussichtslos, sofern ausschließlich konventionelle Waffen eingesetzt werden.

Auch wenn es natürlich keineswegs wünschenswert wäre, so könnte sowohl Iran als auch Syrien als Zündfunke für einen Wahnsinnskrieg gereichen. Erinnern wir uns an die beiden vorangegangenen Weltkriege, so war der Auslöser in einem Fall Serbien, im anderen Polen, jeweils Staaten von international begrenzter Bedeutung.

Und wer hätte am 1.9.1939 schon wissen können, das auf der anderen Seite des Ozeans gerade der Eintritt Japans in das große Gemetzel vorbereitet wurde?  Wer hätte ahnen können, das die Ermordung des serbischen Thronfolgers zum bis dahin größten Gemetzel der Menschheitsgeschichte wird?

Zitieren wir doch aktuell nochmal den Herrn Westerwelle – hier in einem anderen Artikel aus dem Spiegel:

„Jetzt geht es um Deeskalation“, sagte Westerwelle am Donnerstag in Berlin. Er äußerte die Sorge, dass der Grenzkonflikt zu einem „Flächenbrand“ in der ganzen Region führen könne. Daher habe er die Türkei zur Besonnenheit aufgerufen. Zugleich stellte der Außenminister klar, Deutschland stehe an der Seite des Nato-Partners Türkei. Die Frage, ob der Konflikt mit Syrien zu einem Bündnisfall der Nato werden könne, wollte Westerwelle nicht beantworten.

Dabei hätte er sich doch klar äußern können: nach Darstellung des Spiegels hatte die Nato schon am 4.10.2012 beschlossen, das der Bündnisfall nicht eintritt, die entsprechende Sitzung stand unter dem Artikel 4, nicht unter Artikel 5 – was den offiziellen Eintritt des Bündnisfalles bedeutet hätte. Man hätte also klar sagen können: NEIN, das ist kein Bündnisfall. Stattdessen gab es … Solidaritätsbekundungen für den „Führer der Welt“.  Aber vielleicht erfährt der deutsche Außenminister auch nicht immer, ob man jetzt Deutschland in den Krieg schicken möchte oder nicht.

Und wenn nun der „Führer der Welt“ noch ganz andere Pläne hat? Kann man einem Mann, der für 2071 einen neuen politischen Triumph des Islam gegen das Christentum prophezeit, unterstellen, das er vielleicht jetzt schon Pläne entwickelt, um die Welt so umzuformen, das es für die Großmacht Türkei wieder ordentlich Raum gibt? So ein Krieg Russland und China gegen die USA wäre da doch ganz nützlich – jedenfalls für skrupellose Einfaltspinsel, die den Tod von Menschen billigend in Kauf nehmen. Im Anschluss an einen großen Krieg wären die Machtverhältnisse auf der Welt auf jeden Fall ordentlich durcheinander: eine Riesenchance für Leute, die selber Großreiche gründen wollen – die USA haben selbst demonstriert, wie das geht.

„Große Türkei, große Macht“.

Was aber für uns Fakt bleibt, ist: Deutschland ist gerade jetzt (wieder einmal) im Krieg. Gut – politisch wird gerade noch an Sprachformeln herumgeschraubt – aber das kenne wir ja zur Genüge.  Noch ein paar „unglückliche Zufälle“ mehr – und ein deutsches Arabienkorps braust durch Syrien Richtung Iran,  um seinen Bündnisverpflichtungen nachzukommen: dazu braucht es nur noch eine Sitzung gemäß Artikel 5.

Wie immer ist natürlich keine Seite an einem Krieg interessiert – das war aber bei den anderen Weltkriegen aber genauso. Die sind auch nur durch eine unglückliche Verkettung von Umständen sozusagen vom Himmel gefallen.

Jedenfalls sagt man uns das, weil wir mal wieder über die Aktionen „diverser Geheimdienste“ nichts erfahren dürfen – siehe Verbot zur Formulierung von Verschwörungstheorien.

 

 

 

 

 

 

Die Inszenierung eines Weltkrieges: „Rogue Groups“ im Einsatz … im Krieg zwischen Nato und Pakistan

Donnerstag, 20.9.2012. Eifel.  Wie man der Presse entnehmen kann, befinden wir uns im Krieg. Gut, der war schon lange vorherzusehen, die strategische Einkreisung Chinas durch die USA hat ja die alten Feinde Russland und China näher aneinanderrücken lassen, mit der SOZ wurde ein Bündnis ins Leben gerufen, das die Opferstaaten amerikanischer Militärexpansion vereint und dereinst geeignet sein kann, den Rohstoffhunger der USA weltweit Einhalt zu gebieten. Da die US-Wirtschaft hauptsächlich dadurch läuft, das die Ressourcen anderer Länder verbraucht werden, muss dies im Interesse der "westlichen Wertegemeinschaft" (mit den drei Zentralwerten kaufen, kaufen und kaufen) unbedingt vermieden werden. Spannend ist natürlich schon längst nicht mehr die Frage, ob der Krieg kommt, sondern wann er kommt. Wer in den achtziger und neunziger Jahren aufmerksam Hollywood beobachtet hat (die inoffizielle zentrale Propagandaabteilung der USA), der hatte bemerken können, das sich das Bild des US-Militärs schlagartig geändert hatte. Auf einmal waren sie alle Helden, die in strahlendstem Weiß gegen alle Feine bestehen mussten - und dies auch taten. Sogar übermächtige Aliens mussten dran glauben - man kann kaum noch zählen, wie oft die vom heldenhaften US-Militär ins Weltall zurück gejagt wurden.

Donnerstag, 20.9.2012. Eifel.  Wie man der Presse entnehmen kann, befinden wir uns im Krieg. Gut, der war schon lange vorherzusehen, die strategische Einkreisung Chinas durch die USA hat ja die alten Feinde Russland und China näher aneinanderrücken lassen, mit der SOZ wurde ein Bündnis ins Leben gerufen, das die Opferstaaten amerikanischer Militärexpansion vereint und dereinst geeignet sein kann, den Rohstoffhunger der USA weltweit Einhalt zu gebieten. Da die US-Wirtschaft hauptsächlich dadurch läuft, das die Ressourcen anderer Länder verbraucht werden, muss dies im Interesse der „westlichen Wertegemeinschaft“ (mit den drei Zentralwerten kaufen, kaufen und kaufen) unbedingt vermieden werden. Spannend ist natürlich schon längst nicht mehr die Frage, ob der Krieg kommt, sondern wann er kommt. Wer in den achtziger und neunziger Jahren aufmerksam Hollywood beobachtet hat (die inoffizielle zentrale Propagandaabteilung der USA), der hatte bemerken können, das sich das Bild des US-Militärs schlagartig geändert hatte. Auf einmal waren sie alle Helden, die in strahlendstem Weiß gegen alle Feine bestehen mussten – und dies auch taten. Sogar übermächtige Aliens mussten dran glauben – man kann kaum noch zählen, wie oft die vom heldenhaften US-Militär ins Weltall zurück gejagt wurden.

Die Botschaft war klar: US-Militär ist cool, ist gut, ist unbesiegbar. Und prompt gab es am Ende der Propagandawelle auch die ersten Kriege der westlichen Wertegemeinschaft, sogar deutsche Hilfstruppen (dereinst Hollywoods Lieblingsfeinde) zogen mit in den Krieg. Die USA brauchen das europäische Millionenheer im Kampf gegen China, es gibt  halt viel mehr Chinesen, als die US-Air-Force Bomben hat – darauf muss man eingestellt sein. Kaum jemand erinnert sich noch an Parolen wie „Frieden schaffen ohne Waffen“, an Zeiten, wo „vertrauensbildende Maßnahmen“ Feindschaften ab- und Vertrauen aufbauen sollten, wo die Völkergemeinschaft den Krieg als Feind begriff – und nicht wieder den Nachbarn. Wer Bob Woodyards Buch „Bush at war“ gelesen hat, kann feststellen, das der Irak und Osama bin Laden blitzartig in den Konferenzen als Übeltäter auftauchten (und als Ziele) und das fortan nur noch in diese Richtung ermittelt wurde. Selbst als feststand, das eigentlich ein saudi-arabischer Millionär mit überwiegend saudi-arabischen Kämpfern die USA angegriffen hatte, plärrte man nur von Afghanistan (Gaspipeline) oder Irak (Öl und drohender Ersatz des Dollars als Zahlungsmittel bei Ölkäufen), einfach weil man die vorher schon im Visier hatte. Saudi-arabische Millionäre jedoch wurden kurz nach dem Anschlag noch extra aus den USA herausgeflogen – eine Krähe hackt bekanntermaßen der anderen kein Auge aus.

Doch nicht nur jene alten, friedensbringenden Maximen sind in Vergessenheit geraten, ebenfalls aus dem Blickpunkt der Öffentlichkeit wurde verdrängt, das Politik von Menschen mit Hilfe strategischer Planung gemacht wird. Militärs, Wirtschaftsbosse und Politiker spielen Schach – und nicht Lotto.  Lotto ist das Spiel für die Doofen, die von Gewinnen träumen wollen, Schach das Spiel der Schlauen, die Gewinne machen wollen. Und im Schach ist jeder Zug exakt geplant, seine Wirkungen und Nebenwirkungen gründlich einkalkuliert … so wie jetzt bei dem aktuellen Zug der Chinesen. Tausende von Fischerbooten schwimmen auf die kleine umstrittene Inselkette zu, an denen Japan die Eigentumsrechte hält. Nebenbei kommen auch noch ein paar Patroullienboote zum Einsatz – eine ideale Kombination für „Zwischenfälle“. Wer hat sich das wohl ausgedacht?  Da wurden konkrete Befehle erteilt, da haben Medien die Stimmung im Volke so hochgekocht, das Japaner ihre Werke in China schließen mussten (siehe Handelsblatt). Jeder verantwortungsbewußte Politiker hätte die eigene Marine eingesetzt, um die Fischerboote von den Inseln fern zu halten … es sei denn, er würde den Krieg wollen.  Japaner schießen auf Fischerboot, Chinesen schießen auf Japaner, USA schießen auf Chinesen, die schießen zurück und Deutschland hat auf einmal ein ernsthaftes Problem mit russischen Panzern, weil die Russen im Rahmen ihrer Freundschaftsverträge den Chinesen beistehen – oder allein schon deshalb, weil sie wissen, das ihre Bodenschätze als nächstes dran sind, nachdem China in die Knie gezwungen wurde.

Vorsorglich schmeißen die Russen schon mal die amerikanischen Hilfsorganisationen aus dem Land (siehe Süddeutsche). Wer will, kann zufällig nebenbei erfahren, das die USA auf Japan die Raketenabwehrsysteme verstärken (siehe Press.TV) Die Frage ist: ist das jetzt schon der endgültige Zug, der den Schlagabtausch provozieren soll – oder ist es einer jener Züge, die nur zur Verbesserung der Ausgangsbasis dienen? Klar ist jetzt schon: für einen neuen, richtig großen Krieg braucht man einen Aufhänger, der den „anderen“ als böse dastehen lässt – insofern hat Bin Laden eigentlich ein großes Lob aus den Reihen der Bush-Administration verdient: er lieferte jenen Anlass, der Angriffskriege gegen „Schurkenstaaten“ erst möglich machte. Und wie toll hat die Rüstungsindustrie seitdem verdient: innerhalb von nur zehn Jahren haben sich die Ausgaben für Rüstung fast verdoppelt (siehe Standard.at) – nur momentan schwächeln sie ein wenig … Grund genug für ein wenig mehr „Action“ im System.

Nun sagt man ja, das Gesellschaften eher zum Krieg neigen, wenn ihnen das Wasser wirtschaftlich bis zum Halse steht. Wie gut nur für die Kriegsgewinnler, das dies aktuell dank Goldman-Sachs Standard für Mitglieder der westlichen Wertegemeinschaft ist: Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Großbritannien, Frankreich und allen voran die USA glänzen mit katastrophalen Wirtschaftsdaten, ein Ende ist nicht abzusehen, obwohl seit fünf Jahren die Aufschwungspropaganda Entwarnung verkündet. Was jedoch geschieht, ist: die Schulden wachsen uns über den Kopf. Die Reichen werden immer reicher (siehe u.a. Spiegel) dank des mühsam über Jahre hinweg installierten Selbstbedienungsmechanismus unseres Finanzsystems, für Arbeit jedoch ist immer weniger Geld da – so wenig, das jetzt schon von den Wirtschaftsführern der westlichen Wertegemeinschaft nach der Rente mit 80 und der 78-Stunden-Woche gerufen wird: Horrorszenarien, die zeigen, das man sich von dem Ziel „Wohlstand für alle“ schon lange verabschiedet hat.

Auch in Deutschland steht den Ländern das Wasser bis zum Hals – während sich Bund und Europa großzügig aus dem gemeinsamen Steuertopf bedienen und Provinzpolitiker ihre Eitelkeiten (und Gefälligkeitsverpflichtungen) mit enormen Prestigeprojekten pflegen (siehe Bund der Steuerzahler, Schwarzbuch 2011), drohen einzelne Bundesländer in Deutschland an den Zinszahlungen zu ersticken (siehe Welt) – ähnlich anderen europäischen Ländern. Noch triumphiert die öffentliche Meinung in Deutschland über die „Südländer“, dabei offenbart es sich täglich, das unsere guten Wirtschaftsdaten nur auf einer riesengroßen Täuschung basieren, wie die Welt aktuell am Beispiel der deutschen Jugendarbeitslosigkeit berichtet. Auch der neue Armutsbericht scheitert am Widerstand neoliberaler Kräfte im Ministerium (siehe Yahoo) und verhindert weitere Aufklärung zum Thema der deutschen Pleite. Die Wahrheit ist: unsere Wirtschaft ist am Ende, der „american-way-of-life“ hat die westliche Wertegemeinschaft in eine unfinanzierbare Sackgasse geführt, in eine Gesellschaft, in der nur noch Millionäre den Preis fürs Überleben zahlen können. Aber auch wenn es von denen immer mehr gibt, reicht das bei weitem  nicht aus, eine Volkswirtschaft am Leben zu erhalten. Also auch hier: Zeit für einen großen Krieg.

Das fällt dem von der allumfassenden Wohlfühlpropaganda geprägten westlichen Bürger schwer zu glauben. Er hält noch die Hausarbeit für die größte Bedrohung seiner bürgerlichen Existenz (siehe Der Westen) und glaubt, das er gut informiert ist, wenn er weiß, wie Schalke gespielt hat und wo gerade Jenny Elvers herumläuft. Das die Welt, in der er selbstgefällig herumstolziert, eine andere ist als ihm lieb ist, erfährt er nur selten – und hat dankenswerterweise ja auch gar nicht soviel Zeit, sich Gedanken zu machen.  Es würde ihm sonst ganz unangenehm bei dem Gedanken werden, das jene Al-Quaida-Kämpfer, die jetzt mutmaßlich die Botschaften im arabischen Raum angreifen, nachweislich von den USA ins Leben gerufen wurden (siehe u.a. Die Evidenz). Hillary Clinton hatte dies letztlich wieder bestätigt – genau jene Hillary Clinton, die den ägyptischen Diktator Mubarak als Freund der Familie bezeichnete … jedenfalls solange er im Amt war. Letzteres erfährt man durch einen bemerkenswert mutigen Artikel von Jakob Augstein im Spiegel, in dem er sich die Frage stellt, wem die Unruhen im arabischen Raum „zufällligerweise“ nützen.

Sie nützen den Rüstungsfirmen in den USA und ihren republikanischen Freunden – jenen Kreisen, die die Taliban finanziert, trainiert und ausgerüstet haben … und jenen Kräften, die von einem Krieg gegen den Iran träumen, genau jenem Iran, der sich nun den SOZ annähert, um nicht das nächste Opfer der Expansionspolitik der USA zu werden. Soll man da wirklich glauben, das das von Hollywood produzierte Mohammedvideo zufällig entstanden ist? Ein faszinierendes Spiel für Schachspieler, was dort gerade aufgeführt wird – und ein verwirrendes Spiel für Lottogläubige. Dabei bräuchte man nur das Handelsblatt lesen, um zu verstehen, das die politische Kaste ganz ohne Terrorakte und wirtschaftliche Vorteile den Feind braucht. Aktuell findet man dort einen Artikel, der sich eigentlich mit den Profiten der Eurokrisenretter beschäftigt, aber nebenbei eine Studie zitiert, die belegt hat, das jeder „Retter“ auch immer eine Krise braucht … und diese zur Not auch künstlich am Leben erhält, um seinen Posten, seine Rolle und sein Gehalt zu behalten. Wer braucht schon den edlen Drachentöter in einer Welt, in der Drachen ausgestorben sind?

Leider sind die Drachen nicht ausgestorben, sie tarnen sich  nur – als Taliban. Wer bisher immer noch glaubt, er blicke durch, wird vollkommen den Verstand verlieren, wenn er jenem unter anderem in Deutschland ausgebildetem pakistanischen General hört, der uns über den Krieg zwischen Pakistan und den USA informiert, siehe „NrhZ„:

Es existieren sogenannte Counter Terrorism Pursuit Teams, das sind 3.000 von der CIA ausgebildete afghanische Soldaten, die angeblich zur Bekämpfung des Terrorismus dienen. In Wirklichkeit handelt es sich um Verbände, die ich als „Rogue Groups“ bezeichnen würde. Die führen auf beiden Seiten der AFPAK-Grenze Aktionen durch. Die Idee besteht darin, daß diese genug Unruhe stiften und dabei den Eindruck erwecken, daß es in Wirklichkeit die Taleban in Pakistan bzw. diejenigen, die diese unterstützen, sind, die diese Terrorakte durchführen.

Bedenkt man, welche Rolle Al Quaida/die Taliban/die Bösen im aktuellen Weltgeschehen spielen (und wo sie eigentlich wirklich herkamen), so kann man verstehen, wieso Jakob Augstein über die „Zufälle“ in der Weltpolitik ins Grübeln kommt. Hören wir nochmal den pakistanischen General:

So wird dieses Spiel gespielt und auf diese Tour kann man inzwischen immer rechtfertigen, daß man das deshalb gemacht hat. Die Philosophie heißt, die Atmosphäre so zu vergiften, daß man nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist. Die Fachleute jedoch verstehen das gut, die haben auch andere Mittel herauszufinden, wer die „Rogue Groups“ und wer die Taleban sind.

So kann es schon mal passieren, das ein amerikanischer Botschafter von genau jenen Leuten erschossen wird, mit denen man sich in Syrien im Kampf gegen Assad verbünden möchte: ein ganz großes Spiel, in dem Zug auf Zug folgt.

„Rogue Groups“ ist wohl ein treffender Begriff für jene ambitionierten Killer, die manche schon im Jugoslawienkrieg ausgemacht haben  – als eigentliche Mordschwadrone, die den Krieg überhaupt erst ins Leben gerufen haben. Leider haben die Journalisten, die  an der Story dran waren, das Schicksal des Uwe Barschel teilen müssen: es wird gefährlich, wenn man auf das Schachbrett schauen will oder den Spielern ins Gesicht schauen möchte.

Vernünftigerweise müssten wir erstmal alle Kampfhandlungen einstellen und schauen, welche Konflikte weltweit von diesen privaten Söldnertruppen iniitiert werden – und welche überhaupt noch in Konflikten zwischen den Staaten bestehen.

Möglicherweise wären wir überrascht, wenn wir sehen würde, wie friedlich die Welt sein könnte ohne jene Gruppen, die andauernd als Brandstifter unterwegs sind.

Was nun die Rogue Groups mit dem Konflikt zwischen Japan und China zu tun haben?

Nun … für den großen Krieg braucht man im Weißen Haus den richtigen Mann. So richtig falsch ist eigentlich keiner dafür …. aber für den ganz großen Knall braucht man einen ganz großen Blödmann – und aktuell merkt man ja, das Romney genau die richtige Statur dafür hat.

So spielt man halt Schach. Das zufälligerweise die zunehmende Armut in Europa für enormen Nachschub bei der kämpfenden Truppe sorgen könnte, ist sicher auch nur ein „zufälliger“ Nebeneffekt. Als Schachspieler jedoch … hätte ich genau gewußt, das ich ein niedriges Wohlstandsniveau, eine enorme soziale Ungerechtigkeit und viel Zorn bei jungen Leuten brauche, um so richtig viele Kämpfer für die eine große Sache zu gewinnen: meinen Profit.

Wir werden weniger selbstgefällig und dämlich aus der Wäsche schauen, wenn die ersten Rogue Groups (natürlich im Einsatz als „islamische Fundamentalisten“) in deutschen Straßen Feuer legen, damit wir anfangen, gegen unsere muslimischen Nachbarn vorzugehen und endlich verstehen, das es „nun genug“ ist. Dann haben wir genug Hass, Wut und Verachtung im Blut, um begeistert gegen „den Feind“ loszuziehen, einen Feind, der mit Sicherheit plötzlich Russland und China heißt.

Hören wir noch einmal den pakistanischen General, der unverblümt von einem aktuell tobenden Krieg zwischen der Nato und Pakistan spricht („denn das führt zu jener Lage, die ich schon beschrieben habe, nämlich, daß zwischen Pakistan und USA Krieg herrscht„), was er von der Annäherung Chinas, Russlands, Pakistans und des Irans hält:

Dabei ist es typisch, daß sowohl Rußland als auch China sich Zeit lassen und nicht ein Militärbündnis nach dem Muster NATO oder Warschauer Pakt gründen nach dem Motto: Jetzt führen wir in Zentralasien Krieg gegen die NATO. Wie sich das in der Zukunft weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Für viel bedeutsamer noch als die SCO, halte ich die intensive Zusammenarbeit zwischen einzelnen Ländern, vor allem Rußland und Pakistan, aber auch Iran und China, die auf unterschiedliche Weise versuchen das Ziel zu erreichen. In Istanbul konnten wir beobachten, wie diese Länder den Plan der USA und der NATO, in Zentralasien ein Sicherheitsarrangement nach dem Vorbild der OSZE zu schaffen, zum Scheitern brachten. Indien übrigens hat sich in Istanbul zu den NATO-Vorschlägen nicht geäußert, nur aus Kabul kam ganz verhaltener Beifall. Wenn man diese Entwicklung betrachtet, wird klar, in welcher Richtung diese Länder und vielleicht auch die SCO weiter zusammenarbeiten wollen.

Wie man sieht: hier treten ganz geballt Mächte auf, die für ein langes, profitables und äußerst spannendes Geschäft sorgen könnten. Nichts davon ist geheim oder wird verschwörerisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit geplant – insofern sind Verschwörungstheorien wirklich Mumpitz, die Verschwörer agieren in aller Öffentlichkeit.

Man vertraut aber einfach darauf, das die Menschen, die letztlich die Bürde des Krieges zu tragen haben, einfach von zu vielen Nachrichten überflutet werden und nicht mehr Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden können …. obwohl sie den aktuell tobenden Krieg zwischen Reich und Arm in der westlichen Wertegemeinschaft täglich am eigenen Leib erleben.

Aber von dem kann man dann ja bei Bedarf durch einen heißen Krieg zwischen Japan und China auch prima ablenken.

 

 

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