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„Jugendamt, der Nachhall Nazi-Deutschlands“ – wie die USA Deutschland sehen

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Mittwoch, 24.8.2015. Eifel. Gelegentlich bekomme ich Post. Briefe wie diesen – von einer Leserin:

„Guten Tag,
Ich schreibe Ihnen, da ich auf Ihrer Seite schon so manchen Eintrag hierzu fand.

Mein Thema ist komplex. Es fängt nun dort an, wo es vor fast 2 Jahren hätte enden sollen.
Meine Tochter lebt seit 1 1/2 Jahren bei meiner Mutter aus Gründen die ich an anderer Stelle erzählen werde. Nun gab es vor einigen Tagen einen Besuch vom Jugendamt, ganz formell. Sollte man meinen. Das Gespräch handelte sich im Grunde darum, das ich als kindesmutter, mit 2 h täglich, zuviel Kontakt zu meiner Tochter habe. Das ich kein guter Umgang bin und meine Mutter in der Verantwortung steht dieses zu unterbinden, ansonsten könnte man über ein erziehungsgutachten nachdenken. Aus dem Kindergarten will die jugendamts Mitarbeiterin weiterhin erfahren haben das meine Tochter ein auffälliges verhalten zeigt.  Auf Nachfrage verneinte der Kindergarten diesen Vorwurf, lediglich als sehr aktiv und manchmal wild hätte man mein Kind beschrieben, aber so sind Kinder in dem alter (4 Jahre) nunmal. Meine Mutter bekommt kein pflegegeld, kein Unterhalt,keinerlei finanzielle Unterstützung. Nun flatterte ihr ein Antrag ins Haus den sie bitte ausfüllen sollte – Antrag auf Erziehungshilfe -.
Zuviel für mich, da ich befürchte mein Kind nun vollständig zu verlieren rief ich beim kinderschutzbund an, warte auf rückruf. Zudem habe ich mir einen Anwalt gesucht, von dem ich hoffe das er mich in der Sache unterstützt, notfalls such ich solange bis ich einen finde der es tut.

Der Anfang dieser absurden Geschichte liegt noch in meiner eigenen Kindheit. Ich hatte Probleme in der schule, kam dann von heim zu heim, von Psychologe zu Psychologe. Man drohte meiner Mutter damals, sie müsse mich fremd unterbringen, sonst kann sie keinerlei Hilfe mehr vom Jugendamt erwarten. Und man sieht, sie haben ihr Wort gehalten. Sie behielt mich daheim. Ich wurde mit 17 schwanger und bekam mit 17 mein Kind. Schon vor der Geburt wurde mir gedroht – man müsse sie mir direkt nach der Geburt abnehmen.  Das Jugendamt blieb stets an meiner Seite. Anfangs war alles recht positiv, bis kurz bevor die Hilfe auslief. Plötzlich war ich konfrontiert mit übler nachrede, lügen, der Verdrehung meiner Worte, Anschuldigungen, Drohungen und mobbing. Schlussendlich wurde ein Gutachten erstellt das auf den Aussagen des Jugendamtes basierte, wie hätte man da gewinnen können?  Ich sei nicht erziehungsfähig, psychisch krank, ich könnte (vielleicht)  irgendwann eine Gefährdung für mein Kind sein. Da wir da nicht gegen ankamen und ich zu der Zeit schlichtweg fertig mit den Nerven war, entschieden wir uns das sorgerecht meiner Mutter zu geben.

Jedoch eine Situation, kurz vor der Gerichtsverhandlung, da möchte ich noch drauf eingehen. Ich kam früher wie gedacht aus der schule, fuhr heim, macht den Haushalt. Ich bemerkte einen Anruf in Abwesenheit – Jugendamt.  Ich solle SOFORT zu Ihnen fahren. Warum erfuhr ich erst nach einer Stunde, der ich schon dort anwesend war. Meine Tochter war im Heim, ohne Grund, ohne Beschluss, ohne Wissen der Anwälte oder des Richters – 24h. Ich durfte mir anhören wie nutzlos ich als Mutter sei, das meine Tochter niemals mit mir glücklich werden würde, das ich froh sein Kann, wenn überhaupt Kontakt besteht, was sie verhindern wird usw. Ich brach verständlicherweise kurz in mich zusammen. Zuhause rief ich meine Mutter, meinen Anwalt, den Richter an. Alle waren entsetzt und Taten was sie konnten um meine Tochter daraus zu bekommen. Ich bekam sie nicht wieder, durfte sie anfangs nicht sehen. Sie lebte nun bei meiner Mutter. Plötzlich hatte ich nix und niemandem mehr. Daraufhin wurden die Gelder gestoppt, Wohnung war zu teuer. Ich musste daraus innerhalb weniger Wochen sonst hätte ich mich verschuldet.

Sie nahmen mir alles und gaben nichts. Ich bin bereit, habe nichts mehr zu verlieren und werde diese Frau zur Rechenschaft ziehen und wenn es mein ganzes Leben dauern wird! Für jedes Kind das grundlos alleine und hilflos im Heim Leben muss und für die Eltern die keine kraft mehr haben. Ich hin fassungslos und wütend.

Liebe grüße“

Wenn ich solche Geschichten erzähle, bekomme ich zumeist postwendend die Antwort: ja – aber vielleicht ist die „Inobhutnahme“ ja gut für das Kind. Jeder denkt zuerst an Horroreltern, die ihre Kinder auf glühende Herdplatten setzen – so etwas gibt es, aber höchst selten. Für solche Fälle haben wir auch eine Institution: die Polizei, die auch bei allen anderen Formen von Misshandlung eingreifen darf. Man fragt sich: wozu also „Jugendamt“, deren Lust daran, Eltern ihre Kinder zu nehmen, ständig zunimmt (siehe Destasis):

„Im Jahr 2013 haben die Jugendämter in Deutschland 42 100 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 1 900 Minderjährige (+ 5 %) mehr als 2012. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen, gegenüber 2008 (32 300 Inobhutnahmen) stieg sie um 31 %.

Der häufigste Anlass für die Inobhutnahme eines/einer Minderjährigen war mit einem Anteil von 40 % (16 900 Kinder und Jugendliche) die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils.“

„Überforderung eines Elternteils“ – eine gern gesehene Floskel. Wer Kinder hat, der weiß, dass jeder jederzeit mal „überfordert“ sein kann – viele sind schon überfordert ohne Kinder (siehe „burn-out“), kommen da noch Kinder hinzu, könnte man gleich ganzen Generationen die Kinder fortnehmen und weiterer Verwertung zuleiten.

Meine jüngeren beiden Söhne standen auch mal vor der „Inobhutnahme“ – mitten während einer Gerichtssitzung, was Richter, Anwälte und meine Ex-Frau sehr überraschte. Begründung: erstmal keine, auf Nachfrage – der Vater ist ja krank. Rückenleiden. Habe hübsche, wohlerzogene Jungs, die dieses Jahr wieder Klassenbeste werden – sowas läßt sich gut vermitteln. Den Jugendamtsmitarbeiter von damals – der auch mal eine spontane Hausdurchsuchung durchführte – hatte ich vor zwei Wochen zu einem Gespräch bei der Erziehungsberatung nochmal eingeladen, wo er mir einen überraschenden Vorschlag unterbreitete: um den Platzmangel im Haus bei Besuchen meiner Kinder zu beheben, sollte doch meine 23-jährige Tochter in meinem Bett schlafen. Ich will gar nicht wissen, wovon der Typ sonst noch so träumt.

Es sind so diese kleinen, persönlichen Erfahrungen mit einer Behörde, die durch keinerlei staatliche Aufsicht kontrolliert wird, die mich an diesen Themen dran bleiben lassen – immerhin handelt es sich bei den deutschen Jugendämtern um die letzte überlebende Nazi-Behörde. Das diese Behörde ihrem gedanklichen Vater – Adolf Hitler – alle Ehre macht, ist nun auch in den USA aufgefallen.

CBS-Veteran Dale Hurd berichtet in den USA in einem kurzen Filmbericht über sie (Übersetzung des Textes von Dr. Karin Jäckel, uns zugeleitet von Gerhard Jüttner):

„Es hört sich an wie Nazi-Deutschland: Familien in Angst vor einem lauten Klopfen, früh morgens an der Tür, herein stürmende Polizisten, die ihnen ihre Kinder wegnehmen.
Aber das ist nicht Nazi-Deutschland. Es ist das Deutschland von heute.“

Ja – uns geht es gut in Deutschland, das wurde schon zu Hitlers Zeiten beständig gepredigt, obwohl im Alltag alle merkten: da stimmt etwas nicht. 42100 Kinder wurden 2013 ihren Eltern weggenommen – ein Zustand, der einen US-Amerikaner in unglaublichem Entsetzen zurückläßt: Nazi-Deutschland ist wieder aktiv, grundlegende Menschenrechte werden mit Füßen getreten.

In Berlin, als Behördenmitarbeiter wegen des 7-jährigen Dan Schulz kamen, filmte seine Familie heimlich die Kindesentziehung. Auf dem Film weinen
Familienmitglieder und man kann den Jungen schreien hören: „Mama! Ich will nicht weg!“
Ein deutscher Beamter antwortet: „Deine Mutter kann dir jetzt nicht helfen.“

Der Junge wurde von Deutschlands rühriger Jugendbehörde, dem Jugendamt, mitgenommen. Der offizielle Grund, weshalb der kleine Dan mitgenommen wurde, war, dass er nicht zur Schule ging, sondern zu Hause unterrichtet und danach auf einer Privatschule eingeschult worden war.

Szenen wie aus dem Dritten Reich. Schrecklich, wie wir Normalbürger uns daran gewöhnt haben, oder? Daran gewöhnt haben, dass wieder „abgeholt“ wird. 60 % der Deutschen glauben nicht mehr, dass wir in einer Demokratie leben, eine komplette Stadt voller Kinder wird jedes Jahr von ihren Eltern gestohlen … z.T. nur deshalb, weil sie ihren Kindern eine bessere Bildung zuteil werden lassen wollen, als es der Staat sich noch leisten kann – und wir rühren uns nicht wie zu den Zeiten, als man Juden, Zigeuner und Andersdenkende abgeholt hatte.

Vielleicht findet man das angesichts der grassierenden Kinderfeindlichkeit ja auch gut?

Es lohnt sich, den Film anzuschauen und das Entsetzen in den Augen der US-Moderatoren zu sehen: Child Welfare Agency Echoes Nazi-Germany, heißt er. Und das aus gutem Grund:

Im Januar wurde den Romeikes, einer deutschen Homeschooler-Familie, Asyl in den USA gewährt, nachdem ein Einwanderungs-Richter geurteilt hatte, dass Deutschland und das Jugendamt ihre Menschenrechte verletzt habe. Mike Donnelly, von der „Home School Legal Defense Association“ war einer der Anwälte der Romeikes.

„Der Richter sagt, dass diese Verfahrensweise allem widerspricht, woran wir als
Amerikaner glauben“, führte Donelly aus. „Er bewertete diese [verletzten Rechte] als grundlegende Menschenrechte. Es war die Art Recht, das kein Land seinen Bürger verweigern darf.“

Unsere Verbündeten, unsere Aliierten – ein Land, in dem der Nazi-Terror wieder Fuß fasst: für US-Amerikaner ungeheuerlich, für Menschen, die „Jugendamt“ schon mal live erlebt haben, ein Gräuel. In Gesprächen mit dem qualifizierten Fachpersonal fühlt man sich schon mal zu Zeiten des Volksgerichtshofes: es hagelt Unterstellungen, Beleidigungen und Beschimpfungen – und wenn man sich wehrt, ist man  aufgrund aktiver „Beratungsresistenz“ schnell das Kind los, dem dann ein grauenhaftes Schicksal droht:

„Meine Erfahrungen mit dem Jugendamt waren schrecklich“, sagte Dans Mutter Heidi
Schulz. „Sie zerstören Familien; sie quälen Menschen und machen Geld damit.“ Sie wird immer noch von dem Morgen verfolgt, als ihr Sohn ihr weggenommen wurde. „Er schrie so laut und hielt mich fest und ich konnte nichts tun. Gar nichts“, erinnerte sie sich.

Nach drei Jahren Kampf und Beten für ihren Sohn ordnete ein Richter endlich die Rückführung Dans nach Hause an. Heidi sagte, ihr Sohn sei in einem Waisenhaus untergebracht wurde, wo er von anderen Kindern verprügelt , schlecht ernährt und schlecht gekleidet und für anderthalb Jahre nicht unterrichtet wurde.

Solche Zustände kenne ich aus nahe gelegenen Waisenhäusern – und von Quellen, die nicht genannt werden dürfen, weil sie sonst Aufträge in den Heimen verlieren … weshalb die Schilderungen für mich glaubhaft sind. Und dahinter steckt ein System:

Gegner und Opfer des Jugendamt sagen, das System laufe auf ein Kinder-HandelNetzwerk hinaus, in dem etwa 80 Kinder pro Tag ihren Eltern weggenommen und auf
Kinderheime und in Psychiatrien verschoben würden und die übrigen in Pflegefamilien kämen. Sie behaupten, dass das System ständig mehr Kinder entziehen müsse, um funktionieren zu können.

„Es gibt ein System von Personen, Sozialarbeiter, Lehrer, Psychotherapeuten, die davon leben, dass Kinder aus ihren Familien gerissen werden“, sagte die deutsche Psychologin Carola Storm-Knirsch. „Wir nennen es eine Industrie.“

Das System funktioniert ganz einfach: Parteimitglieder, Heime und Privatfamilien finanzieren ihre Eigenheime durch Pflegekinder – gibt es einen finanziellen Engpass, muss ein Kind her, dass die Lücke füllt. Alles im Dienste der Betriebswirtschaft. Höre ich so aus „in der Regel gut informierten Kreisen“. Aus den siebziger Jahren kenne ich noch spätere „Grüne“, die ihre alternativen Aussteigerexperimente ebenfalls mit Pflegekindern finanziert haben – ein Grund für mich, an solchen Experimenten nicht teil zu haben.

Ein Grüner  äußerst sich auch sehr engagiert zu Thema Jugendamt:

Ein Videofilm zeigt jedoch, dass, als ein anderes Jugendamtsopfer behauptete, das Jugendamt müsse als kriminelle Vereinigung angesehen werden, der frühere Vorsitzende der deutschen Grünen, Reinhard Bütikofer, aus der Haut fuhr: „Schluss mit diesem dummdreisten radikalen Geschwätz! Das ist dummdreistes radikales Geschwätz! Ich will mit solchem Geschwätz nicht belästigt werden!“

Ja – Kritik an der Nazi-Behörde gilt in Deutschland inzwischen als „radikales Geschwätz“ – jedenfalls in den Kreisen jener Partei, die schon immer mal gerne Straffreiheit bei Sex mit Kindern gefordert hat (siehe Zeit).

Hören wir doch mal die Mutter des kleinen Dan – eine Mutter, die sonst noch zwei Töchter hat, die in Japan und den USA studieren:

„Heidi, die im kommunistischen Ostdeutschland aufwuchs, sagte, in gewisser Weise sei der Kommunismus sicherer gewesen als das neue Deutschland.
„Sie (das Jugendamt) sind so mächtig“, sagte sie. „Sie haben alle Macht und du bist niemand.“

Das deutsche Establishment wird nicht gern daran erinnert, dass das Jugendamt unter Adolf Hitler etabliert wurde. Storm-Knirsch fügte hinzu: „Adolf Hitler machte seine Arbeit gut.“

Ein interessante Erfahrung, die eine erfolgreiche Mutter dort macht … inmitten eines ach so demokratischen Deutschland.

Das „dummdreiste, radikale Geschwätz“ – also, der Versuch von Bürgern, mit der Kaste der Politik ins Gespräch zu kommen – ist gut dokumentiert: der WDR sendete Anfang des Jahres einen Film „Mit Kindern Kasse machen“, ein Film, der aufzeigt, wie man mit Hilfe der Kinderklauindustrie Milliardenumsätze machen kann … was selbst den bekannten SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky empörte.

Am Ende des Berichtes Child Welfare Agency Echoes Nazi-Germany ruft der Moderator die Zuhörer auf, etwas gegen den Horror in Deutschland zu unternehmen – die deutsche Botschaft selbst bedeutete CBS, dass keinerlei Reformbedarf bestehe.

Falls es da noch Zweifel gibt, ob Inobhutnahmen immer zum Wohle des Kindes sind, hier noch ein Zitat von Prof. Urusula Gresser, das mir via Mail vorliegt:

Spätestens seit den Untersuchungen ehemaliger Lebensborn-Kinder durch Prof. Dr. Theodor Hellbrügge und der Veröffentlichung der Ergebnisse in den 1960er Jahren weiß man, dass die Wegnahme der Eltern und die Isolation von ihnen bei den Kindern häufig zu schwersten lebenslangen nahezu irreversiblen Schädigungen führt. Wer kann und will das verantworten? Ambulante Unterstützung der Eltern – wenn denn erforderlich – muss Vorrang vor Zwangstrennung haben. Und Isolation der Kinder von ihren Eltern ist durch nichts begründbar und durch nichts zu rechtfertigen.

Selbst die schlechtesten Eltern sind für Kinder noch besser als die Zwangstrennung von ihnen.

Die Mutter, deren Geschichte ich anfangs zitierte, hatte Glück: der Kinderschutzbund stellt ihr einen Anwalt, der Kindergarten ist völlig auf ihrer Seite. Der Schaden, den das Kind jetzt erlitten hat, ist jedoch nie wieder gut zu machen – und wird jedes Jahr mehr Kindern zugefügt.

Hoffen wir, dass es den USA wieder einmal gelingt, uns vom Nazidreck zu befreien … wie es aussieht, wollen wir selbst wieder einmal davon nichts wahr haben, „Deutschland geht es gut“, sagt die Kanzlerin, die Opposition hält jede fundamentale Kritik für „dummdreistes, radikales Geschwätz“.

„Heil Deutschland“ kann man da nur sagen. Und wer sich wehrt – verliert seine Kinder.

PS: zum Fall Romeike eine Ergänzung. Der Familie wurde kein Asyl gewehrt, sie dürfen aber in den USA bleiben (siehe Spiegel).

 

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