Cancel Culture

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RUBIKON: Im Gespräch: „Die Impf-Aufklärung“ + „Die Cancel-Culture “

Beate Bahner und Walter van Rossum

Die Impf-Aufklärung

Im Rubikon-Exklusivinterview klärt die Fachanwältin für Medizinrecht Beate Bahner über die ärztlichen Verpflichtungen auf, die im Zusammenhang mit Impfungen gelten, und erläutert, dass bereits verschiedene Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen aufgetreten sind.

Nikolai Binner und Flavio von Wittzleben

Die Cancel-Culture

Im Rubikon-Exklusivinterview führt der Comedian und YouTuber Nikolai Binner aus, wie seine Branche scheinbar verlernt hat, der Machtelite den Spiegel vorzuhalten und weshalb er inzwischen nirgendwo mehr eingeladen wird.

Nachrichten AUF1 vom 26. Juli 2021

CANCEL CULTURE – RECHTSSTAAT – SOLIDARITÄT mit B-LASH, Reiner Füllmich, Dr. Schubert, Nikolai Binner

Der Talk mit Jens Lehrich und seinen Gästen B-LASH (https://www.youtube.com/channel/UCB1pc5wo3AD972KPpWQTdXg/), Reiner Füllmich (https://corona-ausschuss.de/), Christian Schubert (http://www.christian-schubert.at) und Nikolai Binner (https://www.youtube.com/channel/UCF1ieyjAjqOePY-sXZp7hXg)

 

Was man heute noch sagen darf? Shitstorms, Cancel Culture und #allesdichtmachen

“Der freie Austausch von Informationen und Ideen, der Lebensnerv einer liberalen Gesellschaft, wird von Tag zu Tag mehr eingeengt. Während wir dies von der radikalen Rechten nicht anders erwarten, breitet sich auch in unserer Kultur zunehmend eine Atmosphäre von Zensur aus: Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, öffentliche Anprangerung und Ausgrenzung sowie die Tendenz, komplexe politische Fragen in moralische Gewissheiten zu überführen. Uns gilt eine kernige, mitunter bissige Gegenrede viel. Aber allzu oft werden heute als Reaktion auf vermeintliche sprachliche oder gedankliche Entgleisungen schwere Vergeltungsmaßnahmen gefordert.” Warum ich diese Warnung von 153 renommierten Intellektuellen, unter ihnen Noam Chomsky, Mark Lilla und Salman Rushdie, aus dem Juli letzten Jahres für hochaktuell halte, nicht zuletzt angesichts der Debatte um die Aktion #allesdichtmachen​ – darum geht es in meinem Video der Woche

Kurznachrichten

„Die Krankheit existiert nicht, sie ist nicht da!“ sagt Drosten!

Wir hatten das mal auf youtube veröffentlicht, damit man sich selber eine Meinung bilden kann. Das Video wurde sofort gelöscht.

Durchsicht: Das neue Gesetz der Dr. Merkel

Angela Merkel hat erklärt, dass uns ihr geplantes Infektionsschutzgesetz Ausgangssperren und Kontaktverbote, also noch mehr Freiheitsentzug bringen wird. Das sei nötig, weil „wir“ die Krankenversorgung vor dem Zusammenbruch bewahren müssen, indem wir nicht krank werden. Mit dem eigenen gesundheitspolitischen Versagen begründet die Regierung, dass sie mehr Macht zur Bevormundung der Bürger benötigt. Wir suchen ärztlichen Rat.

BILD-ZEITUNG: SKANDAL IM IMPFBEZIRK:

Hurra: In Nordrhein-Westfalen hat ein „Drive-Impf“ eröffnet, in das man mit dem Auto hineinfahren und so ganz schnell seine Impfung bekommen kann. Die Bild-Zeitung hat einen Unerschrockenen bei seinem Gang bzw. seiner Fahrt nach Canossa bzw. Corona beobachtet und dabei skandalöse Verhältnisse enthüllt: Impf-Schwindler, Spritzen ohne Nadeln und Doppelgänger der eigenen Reporter. Unbeschreiblich! Sehen Sie selbst….

Trotz Demoverbote für Maßnahmenkritiker: Hunderte Menschen protestieren gegen Corona-Politik

Noch in der Nacht zu Samstag bestätigte das höchste Verwaltungsgericht in Baden-Württemberg das Demonstrationsverbot für zwei am Samstag geplante Kundgebungen der Querdenker-Bewegung, um gegen die Corona-Politik zu demonstrieren. Hunderte Menschen ließen sich von dem Verbot aber nicht abhalten und kamen dennoch zum Protest in Stuttgart zusammen.
Auf der Webseite der Bewegung liest man: „Wir rufen alle Demokraten BUNDESWEIT dazu auf, heute, am 17.04.2021, nach Stuttgart zum Einkaufen und corona-konformen Spazierengehen zu kommen.“
Zeitgleich fanden mehrere angemeldete Kundgebungen aus der linken Szene statt, die gegen die Maßnahmenkritiker demonstrierten.
Ein Großaufgebot der Polizei sollte dafür sorgen, dass Protestverbote durchgesetzt und ein ordnungsgemäßer Ablauf der genehmigten Kundgebungen gewährleistet wird. Dazu wurden nicht nur „mehrere hundert Einsatzbeamte“, sondern „auch Wasserwerfer, Polizeireiter und Drohnen“ der Polizei bereitgestellt.
Die Polizei berichtet, dass sie bei Vorkontrollen bereits Menschen aus der Querdenker-Szene der Stadt verwiesen habe. Beim späteren Protestgeschehen hätten sich „viele der Teilnehmer nicht an die notwendigen Abstände und auch nicht an das Maskengebot“ gehalten“, weshalb die Polizei „mehrere Gruppen von Kritikern der Pandemiemaßnahmen in der Innenstadt“ einkesselte.
Bis zum Abend habe man „mehr als 700 Personen, die dem Querdenker-Bereich zugeordnet werden können oder Corona-Maßnahmen kritisch sehen, festgehalten“ und „die Identitäten festgestellt“, so der Polizeibericht.
„Sie wurden angezeigt, erhielten einen Platzverweis und wurden anschließend zumeist entlassen. Einige von Ihnen, die sich aber auch beharrlich weigerten, die Plätze zu verlassen oder Masken zu tragen, wurden zur Wasenwache verbracht, um die weitere Gewahrsamnahme zu prüfen. Die Polizei stellte bis zum Abend mehr als 1.000 Maskenverstöße im Innenstadtbereich fest.“
In Stuttgart gilt seit Donnerstag eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. So wollen die Behörden das Infektionsgeschehen eindämmen. Laut den jüngsten Daten der Webseite „Corona in Zahlen“ weist die Stadt bei den Neuinfektionen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 214,2 auf.
Neben der nächtlichen Ausgangssperre soll eine Reihe anderer Maßnahmen die Ausbreitung des Virus eindämmen. So sind etwa private Treffen auf zwei Haushalte und maximal fünf Personen (zzgl. Kinder unter 14 Jahre) beschränkt, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften herrscht eine Maskenpflicht, der Einzelhandel, die Gastronomie- und Kultur- und Unterhaltungsbranche bleiben geschlossen.
Die Anhänger der Querdenker-Bewegung sind gegen viele der Maßnahmen und Grundrechtseinschränkungen und sehen die Demokratie in Deutschland gefährdet. Die Bewegung hat zudem angekündigt, gegen die jüngsten Protestverbote vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen.

America Is Dumb, Dumber, & DANGEROUS In 2021:

KJOzborne

CORONA – Dr. Bodo Schiffmann | SERIE – 2021-04-14 – Kurzbericht aus Tansania:

Kurzbericht aus Tansania.

“Tansania, ein Jahr ohne Lockdown, ohne Masken ohne Sicherheitsabstand. Angeblich gibt es hier ja auch die neueste und gefährlichste Killervariante. Man stellt sich die Frage warum erstens Afrika noch nicht ausgestorben ist und zweitens warum man auch keine Menschen mit ErkältungsSymptomen sieht. Unterdessen hört man aus England dass man davon ausgeht dass in der dritten Welle vorwiegend geimpfte sterben werden. In Deutschland werden geimpfte von der Testpflicht befreit obwohl man weiß dass diese weit mehr Menschen anstecken als Menschen die nicht geimpft sind dafür haben wir genug Erfahrungen in Altersheimen sammeln können.

Was wir hier erleben ist eine staatlich gesteuerte Panik ohne wissenschaftliche Grundlage mit dem Ziel die Bevölkerung mit einer Impfung zu versorgen die ihnen nicht nützt aber dafür schadet. Der angenehme Nebeneffekt für viele Eugeniker ist, dass Immer mehr dafür spricht, dass man damit, doch noch die Welt Bevölkerung erfolgreich reduzieren kann.
Verbrechen gegen die Menschlichkeit.”

Bill Gates: Sonne mit Chemtrails abdunkeln:

Pentagon bestätigt Echtheit: US-Zerstörer filmt unbekannte Flugobjekte

Das Pentagon bestätigte die Echtheit von zuvor durchgesickerten, geheimen Aufnahmen, die eine Reihe seltsamer Flugobjekte zeigen.

Ukraine stellt Ultimatum: NATO-Mitgliedschaft oder atomare Bewaffnung – Was sagt Bundesregierung?:

Die Ukraine hatte der NATO mit der Anschaffung von Atomwaffen gedroht, für den Fall, dass sie nicht in die NATO aufgenommen wird. Kiew begründet das mit der angeblichen Gefahr aus Russland. Auf diese ukrainische Drohung von RT DE angesprochen, reagierten die Regierungssprecher ausweichend und grinsend.

Biden sprach mit Russlands Präsident „Clutin“: USA wollen keinen Kreislauf von „Vakz…“:

Der Name des russischen Präsidenten ist weltweit bekannt. Doch noch so geläufig er jedem auch sein sollte – Ausnahmen bestätigen bekannterweise die Regel. So hat der US-Präsident Joe Biden den Namen von Wladimir Putin in seiner Rede am Donnerstag in Washington, D.C., falsch ausgesprochen, diesmal hat es aber keine Bezeichnungen wie etwa „Mörder“ gegeben:

„Ich habe dem Präsidenten Clutin auch klargemacht, dass die Vereinigten Staaten – Putin – unerschütterlich unsere Verbündeten und Partner in Europa unterstützen.“

Man muss jedoch gestehen, dass der 78-jährige US-Präsident sich selbst verbesserte. Dies war aber nicht der einzige Fehler. Als der US-Präsident über die Beziehungen zu Moskau sprach, sagte er fast „Vakzination“ statt „Eskalation“:

„Die Vereinigten Staaten wollen keinen Kreislauf von Vakzi… Eskalation und Konflikte mit Russland einleiten. Wir wollen eine stabile, vorhersehbare Beziehung.“

Solch kuriose Situationen geschehen um Joe Biden offensichtlich ziemlich oft. Einmal verwechselte er den Namen seiner Enkelin mit dem Namen seines verstorbenen Sohnes. Ein anderes Mal nannte er Donald Trump „George“. Kurz vor den Präsidentschaftswahlen behauptete Biden, dass er bald für den US-Senat kandidieren wird. Und nicht zuletzt nannte er Vize-Präsidentin Kamala Harris Präsidentin.

Foto: globallookpress / Keystone Press Agency / Andrew Harrer – Pool Via Cnp

Corona-Versager:

Einst hochgelobt, jetzt zerrissen – dabei bleibt die Politik in der Pandemie konsequent und tut das Gleiche wie letztes Jahr: wegsperren, einschränken, untersagen. Dem Rat „der Wissenschaft“ folgend. Was qualifiziert Wissenschaftler zu Regierungsberatern? Wie exklusiv ist dieser Kreis? Und – vor allem – wie unfehlbar in seinen Vorlagen?

Schnelltest-Pandemie mit dem RKI: Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen:

Trotz massenhaftem Einsatz verfügt das Robert Koch-Institut nach eigenen Angaben über keinerlei Daten zu Schnelltests. Auf Fragen zu Symptomlosen und der Testqualität reagierte es ebenfalls abweisend. Die Auswirkungen dieses Datenchaos auf die Maßnahmen könnten verheerend sein.

5 DINGE DIE SOFORT GECANCELT WERDEN MÜSSEN – in 60 Sekunden:

Einfach unglaublich, wie konnten wir all das bisher übersehen und haben unser westliches, weißes Verhalten nie hinterfragt?

2030 ist eigentlich zu lang. Das muss jetzt passieren!!!

Phantome Magdeburg am Magdeburger Hauptbahnhof am 10.04.2021:

Notbremse und Murmeltier Corona-Politik | Ein Krieg, der niemanden interessiert:

„Weiße Vorherrschaft und Kolonialisierung“ – Shakespeare droht in den USA Entfernung aus Lehrplänen

Kann William Shakespeare seine Krone als Literatur-König eigentlich noch behalten? Die Washington Times sieht seine Position im US-Bildungssystem durch Gleichstellungsaktivisten gefährdet: Ein angesehenes Literaturjournal hält Shakespeare für nicht mehr „relevant“.

„Verschwörungstheorien“ an jeder Ecke? Wie staatliche Medienwächter die Meinungsfreiheit abschaffen

Seit Beginn der von der WHO ausgerufenen COVID-19-Pandemie hat sich die ideologische Eintönigkeit in der deutschen Medienlandschaft weiter verfestigt. Diese zunehmend auch gesellschaftliche „Monokultur“ zeigt sich an den häufig gestellten großen Fragen unserer Zeit.

„Weiße Vorherrschaft“ – Jetzt sollen auch Aristoteles und Platon aus Lehrplänen verschwinden

Ein bekannter US-Akademiker fordert, die sogenannten Klassiker aus den Lehrplänen zu streichen. Diese seien „mit der weißen Vorherrschaft verstrickt“. Doch wer künftigen Generationen die Weisheit der Vergangenheit vorenthält, fördert Ignoranz und Spaltung.

Cancel Culture – Schwingt das Pendel zurück?

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

„Es ist jetzt so weit gekommen, dass Du entweder mit oder gegen uns bist. Und wenn Du gegen uns bist, verdienst Du „gecancelt“ zu werden. Was wir jetzt haben, ist das digitale Äquivalent des mittelalterlichen Mobs, der durch die Straßen vagabundierte und Leute für den Scheiterhaufen suchte. Für jeden, der dem Mob zum Opfer fällt, ist das schreckenserregend und ich habe Angst für die Zukunft.“

Das Zitat stammt von dem bekannten britische Schauspieler Rowan Atkinson (Mr. Bean) vom 5. Januar dieses Jahres in The Daily Mail (1).

„Cancel Culture“ ist nicht nur ein Unwort, das in politischen und gesellschaftlichen Debatten häufig zu hören ist, sondern auch eine hinterhältige Methode, die inzwischen flächendeckend praktiziert wird, um Leute mit nicht Elite-konformen Meinungen aus dem öffentlichen Raum, bzw. aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verbannen. Das englische Verb „cancel“ kann als kündigen, sperren, absagen, annullieren, löschen übersetzt werden. Und all das gehört inzwischen zum Alltag unserer „Cancel Un-Kultur“ in Bezug auf politisch nicht konforme Wissenschaftler, Politiker, Journalisten und Künstler, nämlich die Kündigung von Veranstaltungen oder Verträgen, das Absagen von Interviews oder die inoffiziell abgestimmten Auftrittsverbote z.B. bei TV-Talkshows.

So dürfte z.B. jedem aufmerksamen Zuschauer der Nachrichtensendungen der Öffentlich-Rechtlichen aufgefallen sein, dass es in deren endloser Corona-Horror-Show keine Gegenstimmen gibt. Nicht konforme aber international renommierte, deutsche Wissenschaftler sind einfach „gecancelt“ worden. Es gibt keine Alternativen mehr zu der herrschenden Meinung der Eliten und deren Exekutiv-Organ, die Bundesregierung. Dabei ist es egal, ob es gerade um Corona geht, um Trump oder Biden, über den Genderwahnsinn, die EU und ihre Geldpolitik, Nawalny und die bösen Russen oder um den neuen „Grünen Great Reset“ zur De-Industrialisierung unseres Landes und der daraus folgenden Gürtel-enger-schnallen-Politik für die Zeit nach Corona.

Für die Freiheit der eigenen Meinungsäußerung und deren Verbreitung und somit für das gesellschaftliche Zusammenleben ist diese Cancel-Un-Kultur selbst zu

6 More Quotes From Orwell’s 1984 That Have Come True

1984 ist eine Warnung, keine Anleitung.

Peter Pan gets cancel culture treatment | Disney’s classic now seen as offensive

Among fears that it will be criticised as insensitive to modern audiences, Disney has rushed to restrict access to cartoon favorites for kids under 7 years old. RT looks at how childhood classics are getting the full cancel culture treatment.

“Abschaffungskultur”: Ein linkes Phänomen verändert die Gesellschaft

“Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen”. Dieses Zitat stammt von dem weltberühmten Schriftsteller George Orwell. Heute befassen wir uns mit dem kulturellen Phänomen “Cancel Culture”, welches nicht nur in Amerika, sondern auch in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die “Welt am Sonntag” übersetzte das Konzept der “Cancel Culture” mit „Künstler und Schriftsteller, die nicht zum politischen Zeitgeist passen“ – und deshalb mit unangenehmen Konsequenzen rechnen müssen.

No cancel culture – Ein Bericht über ein außergewöhnliches Event

Kilian Forster organisiert die Dresdner Jazztage. Nachdem der Historiker im Jahre 2019 einen Vortrag quasi als Vorporgamm zu einem Konzert von Bob Geldoff hielt, hagelte es die bekannte Kritik. Ein „Verschwörungstheoretiker“ wie Herr Ganser habe dort nichts zu suchen, argumentierten einige Kritiker.
Für Veranstalter Forster Grund genug Daniele Ganser abermals zum Vortrag zu bitten.

Ein NuoViso-Vor Ort-Bericht über ein außergewöhnliches Event im außergewöhnlichen Coronajahr 2020.

Die dritte Welle – wird die Welle der Frühdemenz sein! (Von Brzezinski lernen heißt siegen lernen)

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Yes we can(cel)!

Die zweite Welle ist gegessen. Eine medial-pharmazeutisch-lauterbachernde Übermacht will sie sich nicht nehmen lassen und manifestiert sie jetzt mit aller zu Gebote stehender Gewalt. Yes we can!, würde Obamas PR-Agentur, die für ihre elektrisierende Präsidentschaftskampagne auch den großen Preis der US Werbeindustrie gewonnen hat, ausrufen. Das Gebein, das diese zweite Welle hinterlassen wird, wird gewaltig sein. Aber es ist müßig, noch über darüber zu reden. Wer Erich Kästner gelesen hat, weiß, dass man eine Lawine gleich zu Beginn stoppen muss. Wenn sie schon ins Rollen gekommen ist, ist es zu spät. Lassen wir also die zweite Welle Schnee von gestern sein und reden wir über die dritte. Gegen diese dritte Welle wird uns die zweite womöglich wie eine Rutschpartie im Wellnessbad vorkommen.

Auch diese dritte Lawine bereitet sich gerade vor. Im Gegensatz zur zweiten befindet sie sich aber in einem Stadium, in dem wir sie eventuell noch stoppen können. Zumindest kann der Einzelne als Individuum entscheiden, ob er Teil der Lawine werden und damit mit ihr untergehen will oder ob er lieber einen anderen, wenn auch beschwerlicheren Weg ins Gebirge wählt.

Wenn wir sie nicht aufhalten, könnte sie uns alle canceln: Cancel Culture. Einige Experten für alpinen Lawinenverbau wie Milosz Matuschek treffen zum Glück bereits Vorkehrungen, um das Schlimmste zu verhindern (siehe „Appell für freie Debattenräume“). „Cancel Culture“ hat vielleicht nicht umsonst die gleiche Wortwurzel wie „Cancer“ – vielen dämmert mittlerweile, dass dieser Ungeist des Denunzierens Andersdenkender gewissermaßen Krebs für unsere Diskussionskultur ist und wir schleunigst etwas gegen diese Krankheit unternehmen sollten. Insofern auch der „Cancel God“ (siehe oben) nicht nur ein kopfloser, sondern auch ein zutiefst kranker Geist ist. Wer sich von ihm infiltrieren lässt, ist eigentlich arm dran. Er kann zwar als Vassalle dieses Ungeists in seinem Umkreis durchaus einigen Schaden anrichten (und am Gwupsofa gemeinsam mit Sheldon Coopers Kumpels auch Spaß daran haben), aber übersieht, dass er dabei den allergrößten Schaden sich selbst zufügt.

Indem man sich von diesem Umgeist leiten lässt, praktiziert man das Gegenteil von dem, was an sich gesundes Menschsein wäre: interessiert und wertschätzend auf seine Mitmenschen und neues Gedankengut zuzugehen, sich mutig auch unangenehmen Wahrheiten zu stellen. Wer hingegen in dem verharren möchte, was Vaclav Havel als Lebenslüge (*) bezeichnet hat und alle Anlässe zum Umdenken, die einem heute ja reichlich begegnen, brüsk abwehrt, stattdessen weiter die Lösemittelschwaden aus den Klebstofftüten der Relotius-Narrenspiegel und Südtäuschen Zeitungen inhaliert, um sich die Illusion des „guten & gernen“ Lebens aufrechtzuerhalten, der wird sich mit der Zeit selbst intoxinieren und den Garaus bereiten. Denn eine gesunde Verschaltung von Nervensynapsen ist in einer solchen Atmosphäre von Argwohn, Hass und Nichtwissenwollenschaft schlichtweg nicht möglich. Man weiß es aus der Umweltmedizin: Das Einatmen von Lösemitteldämpfen (VOCs) wirkt nicht nur betäubend, sondern zersetzt langsam das Zentralnervensystem.

Da es gar nicht so wenige sind, die diese Lösemitteldämpfe der Konsens- und Dissensmanufakturen lustvoll inhalieren und sich von der Cancel Culture willfährig instrumentalisieren lassen, sehe ich leider Massen an Frühdementen auf unsere Gesellschaft zukommen. Das, und nicht der Coronavirus, könnte unser Gesundheits- und Sozialsystem dann wirklich wie befürchtet sprengen.


(*) Zu Havels „Lebenslüge“:

Ein großes Missverständnis ist es wohl, wenn wir Wahrheit und Lüge als etwas Statisches ansehen. Damit soll Wahrheit nicht in die Beliebigkeit relativiert werden, was ein noch viel größerer Irrweg wäre, der heute auch eifrig beschritten wird. Was ich meine ist vielmehr, dass eine Einsicht, die gestern noch frisch und echt war, schon morgen ebenfalls zur Lebenslüge verholzt sein kann, wenn ich sie heute nicht neu erringe und weiterdenke. Wer sich gerade darüber wundert, warum so viele Künstler und kluge Menschen, die einstmals gute und brauchbare Gedanken formuliert haben und die man dafür zurecht geschätzt hat, heute ebenfalls verholzen, nur noch Abziehbilder ihrer selbst sind und sich als Multiplikatoren des zur Normalität erklärten Wahnsinns hergeben – das ist der schlichte Grund: sie haben sich auf ihren Lorbeeren bzw. auf ihrem kleinen Bauchladen an Liedern und Erkenntnissen ausgeruht, dachten, dass sie schon den Bogen `raus hätten und die Dinge checken. Sokrates, dessen Wahlspruch zeitlebens „Scio, nescio“ (Ich weiß, dass ich nicht weiß) war, hätte absehen können, wozu eine solche Haltung führt.

Doch man musste nicht einmal Philosoph sein, um das Schlammassel vorauszusehen, in dem wir jetzt stecken. Sogar ein verschlagener Fuchs wie der US Präsidentenberater Brzeziski hat lächend gemeint, dass die herrschenden Mächte von den Bürgern einer Demokratie nicht viel zu befürchten hätten und man die „aufgeklärten“ Bürger ruhig schwätzen lassen könne. Denn sie würden sich nach Ansicht Brzezinskis mit der Zeit schon selbst zerschwätzen.

Rechts: Zbignew Brzezinski (Public domain / U.S. Federal Government)

Brzezinskis Vorhersage ist nun auf breiter Front eingetroffen. Er wusste, dass die intellektuelle Eitelkeit den meisten Bürgeraktivisten zum Verhängnis werden wird, da diese im eigenen Wertekanon meist über allem anderen steht. Nicht wenige Intellektuelle und Panikrocker würden sich ja insgeheim wünschen, dass diese Coronapandemie nun in Form einer „zweiten Welle“ wirklich wahr wird, einfach, damit die Welt sieht, dass sie Recht gehabt haben, als sie auf dem Gaul der Drostologie mit der Papaya(„PCR“)-Testlanze als prechtige Ritter der Neuen Normalität davongaloppiert sind.

Doch das Zurückschauen auf diesen gordischen Koronaknoten soll nicht dazu führen, dass wir uns gegenseitig noch mehr Vorwürfe an den Kopf werfen. Das ist fruchtlos. Fruchtbar ist es einzig, wenn man das, was man einsieht, als erstes auf sich selbst anwendet. Und das besagte Verholzen kann man genausogut bei sich selbst beobachten und muss sich hüten, in diese Falle reinzutappen. Wie oft hat man nicht selbst schon eine Sache oder einen Menschen bloß aus seinem abgespeicherten Fundus an Erfahrungen und (Vor-)Urteilen beurteilt anstatt mit unbefangenem Interesse und Aufmerksamkeit? Machen wir es nicht sogar jeden Tag so? Und verpassen auf diese Weise nicht hundert wertvolle Gelegenheiten? Anstatt über eine kaum noch erträgliche gesellschaftliche Ignoranz zu klagen (und dafür wütende Reaktionen einzukassieren), steht einem diese Möglichkeit immer frei und niemand kann einen davon abhalten: Sich selbst an der Nase zu nehmen und sich aus der Ignoranz, die, wenn man ehrlich zu sich ist, auch im eigenen Keller nicht zu knapp gestapelt ist, jeden Tag ein Stück weit mehr zu befreien. – Gleichzeitig mit diesem Auftauchen aus dem Keller kann im übrigen auch der individuelle Immunstatus um einige Etagen nach oben fahren und braucht man sich vor allwinterlichem Virengewimmel nicht mehr zu fürchten.

Denjenigen, die das nicht machen, sollte man nicht zürnen. Man darf sie bedauern, sie werden sich von nun an selbst erledigen. Denn die Zeit, wo man mit einem Dosenbier vor der Umnachtungsschau („Tagesschau“) vor sich hindämmern und mit dem Round-up-ready Brei mitschwimmen konnte, sind vorbei. Die Investoren wollen Return of Investment, ihre Metzger wetzen bereits die Messer bzw. machen die Injektionsnadeln scharf. Nichtwissenwollen hat begonnen, tödlich zu werden. – Nicht mehr nur für die Menschen auf der anderen Seite des neoliberal vergewaltigten Globus.

Das Schlachtschiff der Süddeutschen feuert weiteren Torpedo auf die Zivilgesellschaft ab …

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„Die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.“
(Peter Sloterdijk)

In einer Zeit, in der es nicht nur für Whistleblower auf der ganzen Welt kaum noch einen sicheren Ort gibt und sogar bei Kabarettisten und Karikaturisten umgehend der Kopf rollt, wenn sie sich nicht an die vom „rülpsenden Konsensmoloch“ (©Wolf Reiser) verordnete Political Correctness halten, haben Milosz Matuschek und Gunnar Kaiser einen Appell für freie Debattenräume und gegen Cancel Culture veröffentlicht:

„Absagen, Löschen, Zensieren: seit einigen Jahren macht sich ein Ungeist breit, der das freie Denken und Sprechen in den Würgegriff nimmt und die Grundlage des freien Austauschs von Ideen und Argumenten untergräbt. Der Meinungskorridor wird verengt, Informationsinseln versinken, Personen des öffentlichen und kulturellen Lebens werden stummgeschaltet und stigmatisiert.

Wir erleben gerade einen Sieg der Gesinnung über rationale Urteilsfähigkeit. Nicht die besseren Argumente zählen, sondern zunehmend zur Schau gestellte Haltung und richtige Moral. Stammes- und Herdendenken machen sich breit. Das Denken in Identitäten und Gruppenzugehörigkeiten bestimmt die Debatten – und verhindert dadurch nicht selten eine echte Diskussion, Austausch und Erkenntnisgewinn. Lautstarke Minderheiten von Aktivisten legen immer häufiger fest, was wie gesagt oder überhaupt zum Thema werden darf. Was an Universitäten und Bildungsanstalten begann, ist in Kunst und Kultur, bei Kabarettisten und Leitartiklern angekommen (…)“
(ganzer Appell und Unterschriftenliste siehe https://idw-europe.org/ )

Wer denkt, dass in einer Zeit zunehmender Gesinnungsdiktatur nun jeder Vertreter der schreibenden Zunft aufatmen und diesen couragierten Appell freudig unterzeichnen wird, hat leider weit gefehlt. Erwartungsgemäß dauerte es nicht lange, bis die angesprochenen Meinungswächter-Institutionen standesgemäße Vertreter losschicken, um jene Ketzer wider die Polical Correctness einer Inquisition zu unterziehen. Abgefeuert wird der Torpedo wieder einmal von einem der üblichen Zerstörer, die die Hoheit über die neoliberalen Gewässer sichern: Der Südtäuschen Zeitung (siehe sueddeutsche.de).

Für das Rettungsschlauchboot, auf das der SZ-Torpedo nun zurast und an das sich zahlreiche kurz vorm Ertrinken stehende Freigeister klammern, stehen die Chancen schlecht. Auch wenn es wieder einmal billiges Schießpulver bzw. Niespulver ist, mit dem dieser Torpedo gefüllt ist und ein rostiger Propeller, der ihn antreibt – aber seine Reichweite ist enorm. Kaum jemand, der von einem solchen Torpedo bisher ins Visier genommen wurde, konnte ihm entkommen. Aber vielleicht schaffen wir es ja, ihn rechtzeitig zu entschärfen, bevor er detoniert. Auch auf die Gefahr hin, dass wir dabei nass werden.

Es ist wirklich ziselierter Verknorksungsgewinde-Schampus vom Feinsten, mit dem die guten & gernen SZ-Journalisten Philipp Bovermann und Felix Stephan da einen für die freie Zivilgesellschaft eigentlich überlebenswichtigen Appell zuzuschäumen versuchen. Noch bevor dem SZ-Leser erklärt wird, was an dem Appell von Matuschek und Kaiser so verwerflich sei, wird in den einleitenden Sätzen der Gegenschrift sogleich vorausgeschickt, dass der Appell „obskur“ und „alarmistisch“ sei. Also Vorsicht. Obskuriantismus und Alarmismus sind in einer Welt, die vom Guten, Gernen und obendrein Alternativlosen geleitet ist, doch bekanntlich Untugenden allerhöchsten Grades. Wir könnten uns jetzt ganz entspannt der digitalen Transformation und dem bereits am Horizont ersichtlichen strahlenden Paradies anheimgeben (siehe „Auf die Knie vor Gott KI“), und da wollen tatsächlich ein paar Querköpfe – jetzt hätte ich fast ‚Querdenker‘ geschrieben und wäre damit schon ins Fettnäpfen getreten, aus dem man mich nicht mehr herausließe – auf Alarmismus machen? Wie uncool.

Zum Glück wird dieser Alarmismus von den SZ-Qualitätsjournalisten auch sogleich professionell in die Schranken gewiesen:

“Die alarmistische Theatralik … es natürlich zur Freiheit der Veranstalter und Buchhändler gehört, ihre Programme und Sortimente so zu gestalten, wie es ihnen beliebt. … Die Urheber der deutschen Variante sind allerdings bekannte Köpfe der rechtskonservativen Infosphäre, zu deren Beruf es gehört, hinter jeder Ecke politische Korrektheit und Moralterror zu vermuten und sich umstellt zu fühlen von linksradikaler Gesinnungsinquisition.”

Weiteres Highlight aus der SZ-Gegenschrift: Die von Matuschek und Kaiser kritisierte Entfernung von politisch inkorrekten Karikaturisten sei gar keine Zensur.

„Die „zensierten Karikaturisten“ beziehen sich möglicherweise auf den Fall des ehemaligen SZ-Karikaturisten Dieter Hanitzsch, der heute an anderer Stelle publiziert, also keineswegs zensiert wurde.“

Nun, dann ist ja alles in Butter. Wer nach politisch inkorrekter Meinungsäußerung abmontiert wurde, der kann ja – anderswo publizieren. Verstehe auch nicht, was Uwe Steimle für ein Problem mit seinem Rauswurf beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk MDR hat. Er kann ja jetzt anderswo auftreten. Wir leben doch in einem freien Land, wo jeder machen kann was er will.

Überhaupt fordere der Appell „nichts ein, das es nicht schon gäbe“. Und es nach Ansicht der Qualitätsjournalisten „natürlich zur Freiheit der Veranstalter und Buchhändler gehört, ihre Programme und Sortimente so zu gestalten, wie es ihnen beliebt.“ Tja, was soll man diesen entwaffnenden Argumenten noch entgegensetzen?

Wenn der Appell also nichts enthält, was es „nicht schon gäbe“, warum stört sich dann ein Medienkonzern wie die SZ daran? Und lässt wertvolle Humanressourcen dafür aufwenden, um die zahlreichen Mitunterzeichner des Appells telefonisch zur Rechenschaft zu ziehen, warum sie ihn unterschrieben hätten. Dass der solcherart zur Rechenschaft gezogene Soziologe Hartmut Esser am Telefon erwidert, dass durch eine solche Frage der Vorwurf des Appells bestätig werde, dass inzwischen das Prinzip der „Kontaktschuld“ gelte, wird von den SZ-Journalisten mit Unbill konnotiert. Auch dass „die meisten Anfragen der SZ indes unbeantwortet blieben“. Umso mehr freut die investigativen Journalisten, dass der Filmemacher Alexander Kluge, nachdem er zur Rechenschaft gezogen wurde, nun beabsichtigt, seine Unterschrift wieder zurückzuziehen.

Auch das Totschlagargument, dass es „Rechte“ seien, die von einer Öffnung der Debattenkultur profitieren würden, darf nicht fehlen.

Über die beiden SZ-Qualitätsjournalisten, die hier die hohe Kunst des „Debunking“ zum Besten geben, würde Spiegel-Chefredakteur Ullrich Fichtner wohl Ähnliches sagen wie über seinen Redaktionshelden Relotius:

„Dieser Relotius liefert immer wieder hervorragende Geschichten, die wenig Arbeit und viel Freude machen. … Relotius ist ein besonders wertvoller Mitarbeiter … Er beherrscht die Form. Mit Witz. Und Tempo. Insgesamt ein Typ, dessen Eltern man gratulieren möchte zu ihrem gelungenen Sohn … Er nimmt Hinweise dankbar auf, verarbeitet Verbesserungsvorschläge in perfekter Manier, er setzt um, was Ressortleiter ihm raten.“ (Quelle: Spiegel).

Nach Aussage des Spiegel-Chefredakteurs sei Relotius „ein journalistisches Idol seiner Generation“. Nun, wie man sieht, mangelt es in der Tat nicht an Nachwuchstalenten, die die vorgenannten Qualitäten mitbringen.


 

P.S.:

Mancher mag sich ja die Frage stellen, wozu man denn jahrelang eine Journalistenschule besuchen muss, um dann Artikel schreiben zu können. Es beherrscht doch bereits jeder Schulabsolvent die Kulturtechnik des Schreibens und Sich-Artikulierens – und wie unzählige alte, junge und sogar sehr junge Schreiber in Zeiten des World Wide Web beweisen, oft in sehr viel erhellenderer und erfrischenderer Weise als die Absolventen sogenannter Journalisten-Akademien, die nach Erhalt ihres Diploms bei einem der etablierten Leitmedien angeheuert haben und dort in Sloterdijk’scher Manier ihr Handwerk verrichten.

Doch diese Frage ist genauso naiv wie wenn man meinte, dass man doch auch als Prostituierte keine Ausbildung brauche, sondern sogleich „loslegen“ könne. Denn man unterschätzt den Feinschliff und die Professionalität, die man sich als angehender Vertreter der schreibenden Zunft an solchen Akademien aneignet. Man ist nach solcher Ausbildung wirklich in der Lage, nicht nur mit Worten zu jonglieren wie ein Artist mit bunten Eiern, sondern man kann ebenso wie ein Hütchenspieler Wahrheit und Lüge dermaßen geschickt durcheinanderwirbeln, dass jeder ungeübte Passant, der diesem Spiel zuzieht, passen muss. Unter welchem der präsentierten Hütchen sich nun was befindet, weiß einzig der Jongleur.

Und der Jongleuer weiß auch, dass er sein Publikum nicht mit dilettantischem Betrug bzw. plumpen Lügen zum Narren halten kann. Die Kunst, die er präsentiert, muss schon ein gewisses Niveu und Unterhaltungswert haben. Sonst würde ihn das um ihr Geld betrogene Publikum mit nassen Tüchern davonjagen. Wer dem Publikum jedoch die notwendige Eloquenz und Raffinesse entgegenbringt – erhält Applaus und Bewunderung.  

Die ehemaligen Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Klinkhammer und Bräutigam haben das probate Rezept, mit dem der Medienkonsument gewonnen werden kann, bereits enthüllt: Durch eine wohlabgewogene Mischung aus Wahrheit und Falschinformationen:

<< Wenn ein Sender zu offensichtlich und zu ausschließlich die Unwahrheit sagt, fällt das irgendwann selbst dem Dümmsten auf. Der hört auf, dem Informanten zu vertrauen, schaltet ab und entzieht sich so weiteren Manipulationsversuchen. So ungeschickt verhält sich die ARD natürlich nicht. Sie möchte nachhaltig und möglichst unbemerkt verdummen. Sagen Sie nicht „Die Erde ist eine Scheibe“, sondern „Die Erde ist rund und Mittelpunkt unseres Sonnensystems“. Dann verleiht der richtige erste Halbsatz dem zweiten mehr Glaubwürdigkeit. Wussten Sie übrigens: Russland ist das größte Land der Erde und hat 2014 die Krim gewaltsam annektiert? >>

Ich habe im Nachgang noch kurz zu Philipp Bovermann, dem Autor  des vorgenannten SZ-Pamphlets recherchiert. Auf seiner SZ-Autorenseite ist über ihn zu lesen:

„… Seit 2016 an die SZ angedockt, zunächst als freier Autor. Geistert inzwischen als Volontär durch das Haus und die Themengebiete.“

Dieser Geisterfahrer geistert nun also als Volontär durch das Haus. Seit vier Jahren hat er schon angedockt und immer noch keine Festanstellung. Es mag sein, dass das Wort Volontär in der journalistischen Zunft eine andere Bedeutung hat. Aber in der Branche, in der ich tätig bin, ist ein Volontär jemand, der gratis oder gegen ein geringfügiges Taschengeld im Betrieb „schnuppert“ und Erfahrung sammeln darf. In einer Zeit, in der sich der Status und das Selbstbewusstsein eines Menschen wesentlich an seinem Einkommen bemisst, verdingt sich natürlich niemand wirklich gerne als Volontär. Trotzdem legen Volontäre oft mehr Fleiß an den Tag als Mitarbeiter mit Festanstellung. 40 – 60 Stundenwochen für Null oder einige wenige hundert Euro sind dabei keine Seltenheit. Viele Volontäre wohnen noch bei Mutti, können sich also ein Nulleinkommen leisten. Sie machen diese Schinderei auch nicht aus karitativen Motiven, sondern wissen: Wenn sie sich geschickt anstellen und die Erwartungen der Abteilungsleitung erfüllen, dann winkt vielleicht eine Festanstellung.

Könnte es sein, dass der Geisterfahrer Philipp in Zeiten von Prekariat und existenzieller Verunsicherung vielleicht auch eine Festanstellung anstrebt?

Foto: Torpedo/Pixabay/CC0


zum Weiterlesen (Nachrichtenspiegel):
Neulich mal wieder den Gulli-Deckel hochgehoben: Über Südtäusche Wasserleichen im Relotius-Narrenspiegel

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Ergänzung 06.09.2020, 12:10:

Auch der gute & gerne Jan Böhmermann hat sich mittlerweile in die Debatte eingeschaltet. Im Tagesanzeiger vom 06.09.2020 bezeichnet er „Cancel Culture“ und „Politische Korrektheit“ als „dümmliche Kampfbegriffe“. Ein Aufstehen gegen Cancel Culture hält er für entbehrlich. Ja wirklich, wo kämen wir denn hin, wenn wir einen politisch korrekten Sumpf, von dem Leutchen wie er maximal profitieren und Meriten ernten, nun trockenlegen?

 

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Ergänzung 07.09.2020, 11:50:

Stellungnahme / Interview mit dem Initiator des Appells, Milosz Matuschek
(Auszug):

Denn wir sehen ja in den USA, dass es da schon gar nicht mehr um wirklich problematische Persönlichkeiten geht, sondern dass inzwischen wirklich in der kleinsten Differenz darauf geachtet wird, dass man ganz genau den Ton der herrschenden Orthodoxie trifft.
(…)
Denn dann geht das in Richtung einer Art von „Omertà“ im Sinne eines Schweigens, dann ist quasi eine Art von Meinungskartell gegeben. Und ich finde, Aufgabe eines jeden Journalisten, eines jeden Künstlers muss es sein, diese Art von Konformitätsdrang zu zerstören und zu überwinden. Deshalb wollen wir mit unserem Appell auch das unselige Phänomen der Kontaktschuld abschaffen.
(…)
Der Cancel Culture geht es um das Gegenteil. Sie will Diskussionen unterbinden. Das heißt wir befinden uns an einem Punkt, wo Kommunikation tatsächlich nicht mehr gelingt, wo wir einen Kollaps der Kommunikation erleben. Und diese Situation ist für eine offene, freie Gesellschaft nicht mehr erträglich, denn wir alle können als Bürger nur Entscheidungen treffen, wenn wir Zugang zu Informationen haben. Dazu gehört eine Kabarettdarbietung, dazu gehören Bücher, Zeitschriften, dazu gehören auch Enthüllungen von Whistleblowern, von Organisationen wie z.B. Wikileaks. Wir sind heute in einer Situation, wo wir am Ende nicht mehr Diskussionen, nicht mehr Informationen haben werden, sondern weniger, und das öffnet letztendlich einer Emotionalisierung und auch einer Manipulation Tür und Tor.
(…)
Jeder kann betroffen sein. Es trifft ja inzwischen auch Künstler, Intellektuelle, die bisher „unverdächtig“ waren. Insofern erleben wir gerade eine Art von Kannibalisierung dieses Phänomens, die Revolution frisst sozusagen ihre Kinder.
(…)
Das Ganze ist als Wohnzimmeridee entstanden, zwischen dem YouTuber Gunnar Kaiser und mir. Vor ungefähr zehn Tagen habe ich zunächst angefangen, auf gofundme.com für diese Aktion zu sammeln. Die Idee war ursprünglich, eine Art Fonds einzurichten für gecancelte Künstler sowie für Künstler, die aus Solidarität ihre Teilnahme an Veranstaltungen absagen, die andere Künstler canceln. In solchen Situationen gibt es meist eine Diskussion, die letztendlich dazu führt, dass der Künstler ausgeladen wird. Die Institution ist beschämt, von den wahren Verantwortlichen hört man nicht viel, und die Canceller selber sind anonym. Das heißt, alles bleibt letztendlich am Künstler hängen und niemand solidarisiert sich offen. Auf diese Weise ist eine Art Anreizsystem für das Canceln entstanden. Und wir wollen das einfach umdrehen. Wir wollen, dass in der Zukunft Mut belohnt wird und nicht Feigheit, und dafür war eben diese Idee des Fonds ausschlaggebend, die wir nach wie vor verfolgen.
(…)
Ansonsten haben wir inzwischen einen massiven Zugewinn, eine massive Resonanz. Man muss sagen, wir sind am 28.08., Freitagnachmittag mit dem Appell ‚live‘ gegangen und haben inzwischen über 10.000 Unterzeichner in der Backlist, darunter auch noch etliche europäische und andere Prominente, die wir dann am 25. September alle veröffentlichen wollen. Und auch sonst konnten wir quer durch die Bank sehr viele Unterstützer aus der Gesellschaft gewinnen, vom LKW-Fahrer, von der Reinigungskraft über den Professor bis zum ehemaligen Universitätspräsidenten. Auch diese Berufsgruppen sind ja betroffen, ein Leiter des Goethe-Instituts ist mit dabei, viele Schriftsteller, Künstler, Kabarettisten. Insgesamt ist die Aktion also ein Erfolg.

volles Interview: https://www.novo-argumente.com/artikel/jeder_kann_von_der_cancel_culture_betroffen_sein

„Cancel Culture“ – Intoleranz im Namen der Toleranz

Jens Berger

Alte Filme und Serienfolgen werden aus den Archiven gelöscht, Statuen werden gestürzt, Referenten und Dozenten ausgeladen und in Medien und Wirtschaft werden Menschen entlassen, die als falsch empfundene Positionen vertreten, die die heilige Dreifaltigkeit von Gleichheit, Diversität und Inklusion verletzen. All dies wird heute unter dem englischen, nur sehr schwer ins Deutsche zu übertragendem Begriff „Cancel Culture“ zusammengefasst. Befürworter sprechen von einem „Gerichtshof der öffentlichen Vernunft“, Gegner von der Herrschaft eines selbstgerechten Mobs, der vor allem über Shitstorms auf Twitter kommuniziert. Ziel der „Cancel Culture“ ist die systematische Boykottierung, Verbannung und Annullierung von Werken und Personen aus dem öffentlichen Leben. Eine Anti-Aufklärung, die Intoleranz im Namen der Toleranz pflegt, ein Volksgerichtshof der politischen Korrektheit. In den USA ist „Cancel Culture“ bereits allgegenwärtig und auch in Deutschland machen sich bedenkliche Tendenzen bemerkbar.

Probanden gesucht! Menschheitsexperiment RNA-Impfung

Der fehlende Part verabschiedet euch mit einer letzten Sendung in die neue Normalität.
Diese zeigt sich vor allem in einem deutlich spürbaren Verlust an Bewegungsfreiheit – das Reisen funktioniert aktuell nur unter vielen Bedingungen, von Tourismus kann keine Rede sein.
Die Luftfahrt, wie wir sie kannten, gehört möglicherweise für immer der Vergangenheit an. Maskenpflicht und Desinfektionsmittel sind inzwischen Alltag am Flughafen, und sogar Ganzkörperschutzanzüge werden von manch einer Kabinenbesatzung getragen. Margarita Bityutski hat sich an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld umgehört und sprach unter anderem mit Prof. Dr. Christoph Brützel, Professor für Luftverkehrsmanagement, der 2020 als das schlimmste Jahr in der Geschichte der Luftfahrt bezeichnet.

Eine Rückkehr zur Normalität wäre unterdessen nur mit einem Impfstoff möglich, allerdings ist dieser alles andere als rückwärtsgewandt, denn es handelt sich um ein absolutes Novum am medizinischen Horizont. Der RNA-Impfstoff gilt von den genbasierten Verfahren als der heißeste Anwärter, und das, obwohl dieser in der Vergangenheit noch nie zugelassen wurde. Was die Risiken bei dieser Impfstofftechnologie sind, erklärt der Grazer Biowissenschaftler Clemens Arvay im Gespräch mit Jasmin Kosubek. An dieser Stelle noch ein kurzer Disclaimer: Clemens Arvay legt Wert auf die Feststellung, dass er bei RT ausschließlich als Biowissenschaftler und nicht aus politischer Motivation heraus auftritt.

„Alles, was uns nicht in den Kram passt, sollte verboten werden!“ So oder so ähnlich argumentieren Vertreter der Cancel Culture, die unter dem Vorwand, gegen Rassismus, Sexismus oder Homophobie einzutreten, zu Kündigungen, Boykotten oder Namensänderungen aufrufen. Weil das immer absurdere Ausmaße annimmt, fordert ein Kollektiv aus über 150 Intellektuellen nun mehr Toleranz für abweichende Meinungen und die Rückkehr einer offenen Debatte. Aron Morhoff hat die jüngsten Auswüchse einer rückwärtsgewandten Dynamik zusammengefasst. Zu Wort kommt dabei auch der Journalist und stellvertretende Chefredakteur des Schweizer Monats, Milosz Matuschek. Auch er beobachtet die Kultur von Sprech- und Denkverboten zunehmend mit Sorge und sieht die politisch korrekte Cancel Culture an einem unerfreulichen Höhepunkt.

Weiterführende Links:

WHO DRAFT „landscape of COVID-19candidate vaccines“, 15. July 2020: https://www.who.int/docs/default-sour…

EU erlässt Ausnahmeregelung für Covid-19-Arzneimittel: https://www.faz.net/-ivn-a1ebj

Genetische Impfstoffe gegen COVID-19: Hoffnung oder Risiko? https://saez.ch/article/doi/saez.2020…

QUELLEN:

Cancel Culture:

Quelle 1: YouTube // The Hog Sty Podcast Quelle

2: YouTube // Washington Redskins Quelle

3: YouTube // _horizont_

Quelle 4: YouTube // Harvard Magazine Quelle 5: Warner Bros Entertainment Quelle 6: Twitter // @BenAndJerrysOz

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