Bürgerarbeit

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Über Sinn und Unsinn

Hallo meine lieben Hartz IV abhängigen, es ist endlich Hoffnung in Sicht, man wird euch aus dieser tödlichen Hartz IV- Galeere befreien, so zumindest Hans-Werner Sinn (IFO Institut München), denn er hat einen neuen innovativen Vorschlag unserer Bundesregierung unterbreitet, ein neuer Jobmotor wird dafür sorgen euch von den Flachbildschirmen in die ihr eurer Langeweile kanalisiert euch zu  befreien.

Dies wird auch den hartnäckigen Arbeitsverweigerer motivieren, denn nun ist Schluss mit stinkend und faulend auf dem Sofa liegen, Herr Sinn, gibt auch dem hartnäckigsten einen Lebenssinn.

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Der neue Bürgerausweis

Bürgerarbeiter für Blog
Bürgerarbeiter für Blog


Ein paar Wahrheiten über die Bürgerarbeit.

Der Bürgerarbeit geht ein sechsmonatiges Intensivtraining voraus in der eigens für den Abhängigen ein spezieller Coach zur Seite steht, man nennt es Aktivierungsphase, in dem die Hartz IV abhängigen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden sollen.

Dieser Coach der den Harz IV- abhängigen ständig auf Schritt und Tritt begleitet, also eine Kontrollfunktion ausübt, hat die Aufgabe sie ständig zur Rechenschaft zu zwingen ob sie auch alles ausreichende tun um sich in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Sollte dieser Coach der Meinung sein dass ihre Anstrengungen nur ungenügend oder gar mangelhaft sind droht die allseits bekannte Sanktionspeitsche.

Wenn diese sechs Monate erfolglos verrichtet wurden, also wenn sie nicht in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden konnten, folgt die Bürgerarbeit, und die sieht folgendes vor:

Dauer der Bürgerarbeit drei Jahren, nach diesen drei Jahren besteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, sondern sie landen direkt wieder in Hartz IV.

Auch wenn sie in der Bürgerarbeit sind, haben sie dieselben Pflichten und Aufgaben zu erfüllen, denn sie müssen weiterhin Eingliederungsvereinbarungen unterschreiben, und müssen sich weiterhin bewerben auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie dies nicht tun drohen weiterhin Sanktionen. Es ändert sich durch die Bürgerarbeit absolut nichts, sie müssen weiterhin ihre Termine bei ihrem Jobcenter wahrnehmen.

Kündigen können Sie die Bürgerarbeit auch nicht, und wenn der Verdacht aufkommt das eine Pflichtverletzung vorliegt, zum Beispiel: Mangel an Leistungsbereitschaft ist dies eine Pflichtverletzung und führt zu Sanktionen/Lohnabzug.

Bei Kündigung oder Verweigerung der Bürgerarbeit, werden alle Leistungen seitens des Jobcenters eingestellt, sie bekommen nichts mehr.

Da sie ja offiziell inoffiziell nicht im Leistungsbezug des SGB II sind sondern vielmehr  als  Bürgerarbeiter gelten, steht ihnen auch die GEZ- Befreiung sowie die Belastungsgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr zu.

Bürgerarbeitern werden die Heizkosten auch nicht übernommen, auch der Heizkostenzuschuss ist für Bürgerarbeiter nicht einklagbar.

Man hat über die Bürgerarbeit es geschafft aus mündigen Bürgern, unmündige zu machen, sie stehen ab nun den Kommunen zur Verfügung, ob sie wollen oder nicht.

Das ist Sklaverei, warum schafft man nicht sozialversicherungspflichtige Jobs mit einem Tarifvertrag? und auf diese Jobs können sich explizit die Arbeitslosen bewerben. Somit hätten sie wieder ihre Bürgerrechte, und könnten über ihr Leben selbst entscheiden, und ohne Kontrollfunktion und Saktions-Paragraphen im Rücken, ein freies menschliches Leben.

Der Sozialbetrug „Bürgerarbeit“!

Ein paar Fakten über die Bürgerarbeit sollte an dieser Stelle schon einmal zur Diskussion gestellt werden dürfen, Frau von der Layen will  36.000 Menschen zur Bürgerarbeit verpflichten, ein Ablehnen dieser Bürgerarbeit soll es laut Ursula von der Layen nicht geben, wer die Bürgerarbeit verweigert, dem soll der Hartz IV Regelsatz auf Null gekürzt werden

Mit der Bürgerarbeit sollen also 36.000 sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen werden. Die Vergütung beträgt in der Regel zwischen 657 und 900 Euro brutto. Das bedeutet, von dem Betrag werden noch einmal Steuern, Renten- und Krankenkassenbeiträge abgezogen. Von dem Rest muss dann Miete, Heizung, Strom und der Lebensunterhalt beglichen werden, also es kann gar weniger werden, als zuvor. Und nun muss man auch wissen, dass der Heizkostenzuschuss nicht mehr gewährt wird, da man ja in einem sozialversicherungspflichtigen Job integriert ist, und nur Hartz IV Empfänger die kompletten Heizkosten erstattet werden.
Das bedeutet in letzter Konsequenz das mit diesen Bruttobetrag auch die kompletten Heizkosten finanziert werden müssen.

Den Job kann man auch nicht so einfach kündigen, was im übrigen die heutigen Arbeitnehmer  selbst  mit ordentlichen Tarifverträgen auch nicht mehr ohne weiteres können, denn sie bekommen eine Sperre von drei Monaten verhängt, in denen sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.

Aber nun kommen wir zum wesentlichen, zum Kostenfaktor Bürgerarbeit.

Das dreijährige Projekt “ Bürgerarbeit“ wird mit insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro gut zur Hälfte vom deutschen Staat (690 Millionen Euro) und zum anderen Teil vom Europäischen Sozialfonds finanziert.

Nun wollen wir doch mal rechnen: 36.000 Menschen werden von diesen 1,3 Milliarden Euro drei Jahre lang finanziert. 12.735 Euro pro “Bürgerarbeiter”. Macht im Monat 1061 Euro. Wovon der “Bürgerarbeiter” laut von der Leyen aber nur 900 Euro (Brutto) erhält,
die Differenz von immerhin 161 Euro pro Mann und Monat versickern  in unsaubere  Kanäle, dies sind immerhin 197 Millionen Euro.

Doch nun kommt der eigentliche Clou, denn diese 36.000 Arbeitslose werden die ganze Zeit so oder so aus dem üblichen dafür vorgesehenen Sozialbudget finanziert, und daran ändert sich nichts, die Gelder fließen weiterhin an die entsprechenden Stellen.

Denn der Bundeshaushalt hat den Zuschuss für die Bürgerarbeit als Mehrbelastung deklariert, wie kann es denn eine Mehrbelastung sein, doch nur wenn doppelt gezahlt wird?!

Na dämmert es einigen langsam?

420 worte zum sonntag

dreckscheuder_dreckige_wochenschau

dreckscheuder_dreckige_wochenschauin anbetracht der aktuellen temperaturen,  die ein sich ausser haus aufhalten nahezu unmöglich machen, aber zum glück ist ja sonntag, heute nur zwei kurze randbemerkungen zur vergangenen woche.

punkt 1:

grosses mediales echo fand die letzte sitzung des bundesrates…. nicht. es schien der presse – online, funk, fernesehen und print – durchaus erwähnenswert das mit liechtenstein und san marino neue abkommen über sparkonten deutscher staatsbürger getroffen wurde.

machte man sich die mühe, einmal das sitzungsprotokoll zu durchwühlen, so stellte man fest, das viele medien die energiepolitik dieses landes – aus was für gründen auch immer – offenbar  ignorieren.

so wird nämlich nach dem willen der volksvertreter (?)  die solarstromförderung in zwei stufen gekürzt. rückwirkend(!) zum 1. Juli wird für strom von dachanlagen 13 % weniger gezahlt, von solarparks 12 % von brachflächen  8 %. ab  1. 10. gibt es 16 % weniger für  dachanlagen, 15 % für freiflächen, 11 % für solarstrom aus brachflächen.

bemerkenswert hierzu ist der – ebenfalls in dieser „mammutsitzung“ vorgestellte 2-jahrebericht der monopolkommission. Dort heißt es nämlich fast am ende, unter punkt 532:

Die Monopolkommission sieht im Elektrizitätsmarkt insbesondere auf der Erzeugungsebene signifikante Wettbewerbsprobleme, welche durch eine hohe Marktkonzentration in Kombination mit signifikanten institutionellen und strukturellen Markteintrittsbarrieren hervorgerufen werden.

nun mag sich jeder fragen:

wieso schreiben darüber nicht alle tageszeitungen, weil es ja einen schlag in die fresse aller bedeutet, die in solarstrom beim häuslebau investiert haben oder gar grossflächige erzeugungsanlagen auf den heimischen acker gestellt haben?

wieso wird bei paralleler laufzeitverlängerung von akw´s eine solche, umweltfreundliche art der stromerzeugung abgestraft?

okay, soviel dazu. nun zu punkt 2 (und dann ist auch schluss, versprochen!)

zum thema bürgerarbeit hat sich eifelphilosoph schon mehr als deutlich ausgelassen, ich möchte hierzu nur ein paar kurze randbemerkungen machen.

7,50 netto die stunde ist auf dem papier… ganz okay. man kann davon zu essen und zu trinken kaufen und ein dach über dem kopf kann man damit auch bezahlen. für ein paar jeans aus china… dürfte es auch noch reichen und das war es dann.

wisst ihr was? guido westerwelle hat recht!

das ist spätrömische dekadenz. in rom hatten die sklaven auch freie kost und logis und wurden von ihren herren eingekleidet. genau das… macht unsere frau von der leyen auch mit den geforderten geförderten.

und klar, es werden immer mehr in dieser art beschäftigung untergebracht werden. irgendwann… wird der erste arbeitsmarkt komplett verschwunden sein und wir alle machen bürgerarbeit für 7,50 die stunde, auch im akw um die ecke! das ist doch super.

und die reichen, die wirklich reichen, die werden gar nicht mehr wissen, woher ihr reichtum überall kommt. aber… das ist wahrscheinlich das endziel dieser herrschaften.

in diesem sinne
trotz hitze wütender gruß
dreckscheuder!

Bürgerarbeit

Ich wollte die Frau ja als Bundespräsidentin. Ehrlich … von allem, was im Angebot war, wäre die für mich die erste Wahl gewesen. Aber: der Bürger hat ja anders entschieden. Anders? Der Bürger hat gar nicht entschieden, Entschuldigung. Die Vertreter der Bürgervertreter haben andes entschieden. Ein Land voller Vertreter … eine Vertreterrepublik. Eine Bürgerrepublik wollten wir sein, eine Vertreterrepublik sind wir geworden.

Wäre nun Frau von der Leyen Bundespräsidentin geworden, wäre uns wohl das hier erspart geblieben:

http://www.n-tv.de/politik/Von-der-Leyen-stellt-neues-Jobwunder-vor-article1025836.html

Mit dem Programm „Bürgerarbeit“ will die Bundesregierung Langzeitarbeitslose in Zukunft intensiver fördern. Die Arbeitslosen sollen Arbeiten ausführen, die dem öffentlichen Interesse dienen. Das Problem der Verdrängung regulärer Arbeitsplätze sollen die Kommunen lösen.

Am Schönsten finde ich den letzten Satz. Schauen wir uns doch mal an, was die so machen sollen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,705679,00.html

Die „Bürgerarbeiter“ könnten beispielsweise ältere und behinderte Menschen betreuen, Sportangebote für Jugendliche leiten oder Laub aufsammeln, schlug die Ministerin vor.

Stimmt. Daran krankt das Land. Die Jugendlichen schreien nach Leitern für Sportangebote, die Parks sind schon lange unter einer Laubschicht begraben und die älteren und behinderten Menschen – meist selbst Hartz IV-abhängig – werden sich sicher freuen, wenn ihnen zwangsweise eine wildfremde Person in die Wohnung hineingenötigt wird, di eihre Betreuungspflichtstunden ableisten muß.

Und ich dachte, wir müßten jetzt sparen? So hieß es doch? War da nicht mal irgendetwas in den Medien gewesen, das wir zuwenig Geld hätten? Nun, die Kommunen haben ganz sicher wenig Geld – und das Problem werden sie bald lösen können. Einfach dem Mann, der bisher das Laub entsorgt hat, die Kündigung geben … und ihn fünf Minuten später für die Hälfte des Geldes auf Kosten der Bundesanstalt für Arbeit Laub fegen lassen.  Gemeinden können da … sehr kreativ werden.

Vielleicht bedeutet das mit der Betreuung für ältere und behinderte Menschen auch, das die in Zukunft als Sonderfallmanager für die ARGEn arbeiten. Auch das kann Personalkosten sparen.

Kostenpunkt der ganzen Sache laut NTV: 1,3 Milliarden Euro, 50% zahle Deutschland direkt, 50% zahlen für über den europäischen Sozialfond.

Am Anfang stehe eine mindestens sechsmonatige „Aktivierungsphase“, an der rund 160.000 Hilfebedürftige teilnähmen. Bei jedem Betroffenen soll individuell getestet werden, für welche Aufgabe er in Frage komme. Erfahrungsgemäß könnten vier von fünf Arbeitslosen auf diese Weise vermittelt werden oder verzichteten freiwillig auf Regelleistungen, sagte von der Leyen. – so Spiegel-Online.

Sechs Monate werden also wieder „externe Qualifikationen“ hinzugekauft. Eine richtige Geldschwemme für die Arbeitslosenindustrie. Da müssen aber einige Parteikollegen mit ihren „Unternehmensberatungen“ gerade mal wieder ordentlich Not haben.  Macht ja auch Sinn … man braucht ja auch wirklich hochkarätiges Sachwissen, um beurteilen zu können, ob einer Laub fegen kann oder nicht. Ich hoffe, das sechs Monate überhaupt ausreichen um diese diffiziele Fragestellung beantworten zu können.

Ein wenig übel wird mir bei diesem „freiwilligen Verzicht auf Regelleistungen“.  Das … erinnert so ein wenig an die vielen „Freiwilligkeiten“ in der DDR. „Bürger Schulze entschloß sich freiwillig und ohne Zwang zu einem sozialverträglichen Frühableben in Form von freiwilligem Nahrungsentzug und erhielt dafür den Orden HELD DER ARBEIT!“  Na ja …. an Orden wird hierzulande wohl solange gespart werden, bis der Schwager von Frau von der Leyen eine Firma aufmacht, die Orden herstellt – oder bis die EU Subventionen dafür bereitstellt

Kritik an diesem Konzept gibt es natürlich. Ich glaube nicht, das Wirtschaft oder Gemeinde sich beschweren werden. Mein Freund Hannes arbeitet als Altenpfleger. Er ist ein wenig älter als ich und sein Rücken ist noch desolater. Er hatte schon immer so eine altruistische Ader und wollte die bei alten Menschen austoben. Zu Beginn waren noch zehn Menschen auf der Station. Jetzt machen zwei die Arbeit….aber immer öfter kommen Ein-Euro-Kräfte hinzu. Die Kosten für die Abteilung konnten enorm gesenkt werden, eine Verbindung zur steigenden Suizidrate unter Heimbewohnern, ihre zunehmende geistige Verwirrung infolge der Vereinsamung oder zunehmende Todesraten infolge von Pflegemängeln werden bis heute nicht untersucht….aber gelegentlich kommt ja was in den Nachrichten.

Altenpflege ist ein Ausbildungsberuf. ALTE sind auch Menschen. Und während Arbeitslosigkeit manche nicht betrifft, betrifft ALTENPFLEGE uns alle – auch wenn wir noch so schön privat versichert sind. Kostendruck haben alle Altenheime – auch die noblen. Und die Versuchung, mal eben den Arbeitslosen Volkswirt für einen Euro an die Oma zu lassen … sind überall recht groß. Immerhin wird bei Erfolg schon am Monatsende eine gute Rendite herausspringen.

Auch Sportunterricht ist eine hochqualifizierte Aufgabe. Das muß man normalerweise studieren. Sportlehrer verdienen sich mit diesen Aufgaben nebenbei schon mal einen Euro dazu. Andere machen es ehrenamtlich.

Was also macht Frau von der Leyen – die kleine Prinzessin aus dem Lande von ganz weit weg? Nichts anderes, als mit Steuergeldern Arbeitsplätze abzubauen. Da kommt Freude auf.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/7384992.php

Die Linke kritisierte das Vorhaben daher als „eine Mogelpackung“. Ihre Arbeitsmarktexpertin Sabine Zimmermann sprach von „Zwangsarbeit zu Niedriglöhnen“. Unklar sei auch, ob durch die „Bürgerarbeit“ bestehende Beschäftigungsverhältnisse verdrängt würden.

Was den Linken noch nicht klar ist, wissen Arbeitsmarktexperten schon lange:

http://www.n-tv.de/politik/Von-der-Leyen-stellt-neues-Jobwunder-vor-article1025836.html

Kritiker indes verweisen darauf, dass vergleichbare Modellprojekte bisher kaum zur Arbeitsmarktintegration von Arbeitslosen beigetragen haben. Bisweilen ist sogar das Gegenteil der Fall: Weil die Arbeitslosen in einem Förderprogramm eingebunden sind, können sie keine andere Beschäftigung annehmen. Zudem gilt es als heikel sicherzustellen, dass der staatliche soziale Arbeitsmarkt keine regulären Jobs verdrängt.

Es ist Unsinn, kostet Geld, vernichtet sozialversicherungspflichtige Jobs aber macht ´nen schönen Fuß – und darauf kommt es an. Auf den schönen Fuß der Ministerin. Wieso bezahlen wir eigentlich für solche Qualitätsarbeit noch Geld? Könnte die das nicht wenigstens ehrenamtlich machen?

Sinn macht das Dingen nur … wenn man bedenkt, das 50% der Kosten aus Brüssel kommen, man also 34000 Arbeitslose bequem für drei Jahre auf den Bierdeckel von Brüssel parkt … den wir als Steuerzahler aber auch bezahlen.  Für die Statistik aber … der reine Hit. Schon heute liegen die Artikel fertig geschrieben im Keller, die diese Maßnahme in drei Jahren als großen Befreiungsschlag loben.

Ich würde das anders lösen.

Ich weiß nicht, ob den deutschen Arbeitgebern schon diese Adresse bekannt ist:

http://www.arbeitsagentur.de/nn_27328/Navigation/zentral/Unternehmen/Arbeitskraeftebedarf/Arbeitskraeftebedarf-Nav.html

Hier findet man als Unternehmen ganz tolle Sachen:

Sie suchen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Dann nutzen Sie den unentgeltlichen Service der JOBBÖRSE.
Wir geben Ihnen Hinweise zum
Arbeitsmarkt, zur Vermittlung von Fach- und Führungskräften oder zu Akademikern, die eine Anstellung suchen.
Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur berät Sie gerne persönlich bei allen Fragen der Personalrekrutierung.
Detaillierte Informationen über Ausbildung und Beruf erhalten Sie in der Datenbank
BERUFENET.

Toll, oder? Habe ich ganz alleine gefunden – ohne Staatssekretär im Hintergrund oder teure Arbeitsgruppen. Hier können ganz einfach und kostenlos Unternehmen Mitarbeiter für ihre vielen Millionen offenen Stellen finden – ganz paßgenau auf des Unternehmen zugeschnitten. Unglaublich, oder? Was es nicht alles gibt… Und wer da nicht angefordert wird … der kriegt nichts, weil ihn keiner braucht. Da kann man noch so lange „Aktivierungsphasen“ machen – es ändert sich nichts an der Tatsache, das man nicht mehr gebraucht wird – aus Gründen, die bekannt sind und die kein Arbeitnehmer zu verantworten hat.

Wenn aber jetzt mal wirklich einer gebraucht werden sollte … hat er Pech gehabt. Er ist in einer Maßnahmen und steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.

Und was den Staat angeht … auch da wüßte ich was. Einfach mal die Leute wieder einstellen, deren Stellen man zuvor abgebaut hat.

http://www.bpb.de/wissen/68ET1Y,0,0,Besch%E4ftigte_des_%F6ffentlichen_Dienstes.html

Waren 1991 noch 6,74 Millionen Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt, so waren es 2006 nur noch 4,58 Millionen – davon 1,59 Millionen Beamte, 22.000 Richter, 184.000 Berufs- oder Zeitsoldaten, 192.000 Auszubildende und 2,59 Millionen Arbeitnehmer.

Das ist ein Abbau von 2,16 Millionen Stellen. Das konnte die Privatwirtschaft so schnell nicht auffangen. Da hat der Staat angefangen, sich von den Bürgern zu verabschieden, aus der Dienstfunktion wurde Herrschaftsfunktion. Nun gut, wenn Not ist, dann müssen wir halt alle den Gürtel enger schnallen. Aber es ist keine Not … oder haben wir auch nur einen Euro Schulden seit 1991 abgebaut? Hat es irgendwas gebracht, Millionen von „Bürgerarbeitern“ auf die Straße zu setzen?

Als die angefangen haben, Bürger auf die Straße zu setzen, hatten wie 600 Milliarden Euro Schulden. Aber es war ja kein Geld mehr da, Stellenabbau wurde von jedem Unternehmensberater gepredigt, „Lean Managemant“ war gerade „in“. Jetzt sind die Jobs weg und wir haben 1700 Milliarden Euro Schulden.

Und bei wem ist das Geld jetzt angekommen und liegt nutzlos herum?

Der Wahnsinn hat doch mitlerweile Formen angenommen, die selbst Laien erkennen können … aber von der Leyen wohl nicht.

Die Vertreter haben Geschmack an Macht und Geld gefunden. Aus Volksvertretern sind Volksbeherrscher geworden, die immer unverblümter als Gegenpart zur Gesellschaft auftreten und den Souverän mit Füßen treten in der Hoffnung, das da noch ein Euro ´rauskommt.  Wollen wir hoffen, das sie nicht auch Volksverräter geworden sind.

Freiheit und Wahn deutscher Arbeit.

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Den Nationalsozialisten gelang es, die entfremdete Arbeit zu erotisieren, die „Arbeit an sich“. Der nationale Gründungsmythos „deutsche Arbeit“ galt als Ort der „Unschuld“. Mit Luther und Hitler: Nicht was, sondern wie einer arbeitet, zählt. …

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Freiheit und Wahn deutscher Arbeit.

Zur historischen Aktualität einer folgenreichen antisemitischen Projektion.

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Holger Schatz, Andrea Woeldike

Cover in groß „Freiheit und Wahn deutscher Arbeit. “ Holger Schatz, Andrea Woeldike Freiheit und Wahn deutscher Arbeit. Zur historischen Aktualität einer folgenreichen antisemitischen Projektion. ISBN: 3-89771-805-7 Ausstattung: br., 200 Seiten Preis: 16.00 Euro ?

Den Nationalsozialisten gelang es, die entfremdete Arbeit zu erotisieren, die „Arbeit an sich“. Der nationale Gründungsmythos „deutsche Arbeit“ galt als Ort der „Unschuld“. Mit Luther und Hitler: Nicht was, sondern wie einer arbeitet, zählt. … Ein Werk in der Tradition der Kritischen Theorie, stark in der Recherche und marxistischen Analyse.? Gerd Fittkau, konkret

Wie Hannah Arendt bei ihrem Besuch in der gerade gegründeten Bundesrepublik 1950 feststellte, ist die ständige Geschäftigkeit des Deutschen, dessen trainierte Form der Verdrängung der Wirklichkeit. Den Nationalsozialisten gelang es,die entfremdete Arbeit zu erotisieren, die ?Arbeit an sich?. Der nationale Gründungsmythos ?deutsche Arbeit? galt als Ort der ?Unschuld?. Mit Luther und Hitler: Nicht was, sondern wie einer arbeitet, zählt.

Die Autoren versuchen in der Entstehungsphase der ?deutschen Nation? die Geburt einer ?nationalen bzw. deutschen Arbeit? als historische Partikularität zu belegen. Die deutsche Reformation brachte die protestantische Arbeitsethik, das nur der sich nähren dürfe, der im Schweiße seines Angesichts dem lieben Herrgott arbeitend dient im Unterschied zum Calvinismus und Puritanismus. Nachdrücklich wird daran erinnert, warum Schüler in diesem Lande fast zwei Jahrhunderte die ?Glocke? auswendig lernen mussten. Der Mythos der ?deutschen Arbeit? mit den Wunschmerkmalen Fleiß, Disziplin und Pünktlichkeit bekam in der deutschen Romantik eine Erlösungs- und Befreiungsmetaphorik.

Schatz/Woeldike zeichnen nach, dass dieses Bild des tüchtigen Michel immer begleitet wurde von Ausgrenzungsprozessen und Hasstiraden gegen die ?Nicht-Arbeiter?. Luther polemisierte gegen die Juden als vermeintliche Wucherer, der ?Romantiker? Fichte wurde bemerkenswert ausfallend und von Wagner und Nietzsche ist es bekannt. Das Bild des Wucherers wird ab der Gründerzeit vom ?bösen jüdischen Finanzkapital?
abgelöst, das scheinbar einer Erlösung des produktiven ?Volkes? (Arbeiter und Industriekapital) entgegenstehe.

Die Spitze des ideologischen Aussatzes erreichen die Nationalsozialisten mit ihrer ?Versöhnung? des produktiven ?Volkes? in einer korporativen Volksgemeinschaft mit gleichzeitigem Vernichtungswahn gegen die vorgeblichen ?Schmarotzer?. Der ?rheinische Kapitalismus? zeichnet sich bis heute durch Sozialpartnerschaft und Bündnis für Arbeit aus. Ein Muster, dass sich schnell mit Ressentiments aufladen lässt, wie die letzten 10 Jahre im besonderen zeigen.

Ein Werk in der Tradition der Kritischen Theorie, stark in der Recherche und marxistischen Analyse. Leider wird eine stärkere sozialpsychologische Grundierung des Wahns vernachlässigt. Kurz werden Ernst Jüngers ?Arbeiter-Soldaten? skizziert und das Gegensatzpaar ?Gesund-Krank? gänzlich gemieden, dass im NS-Staat ein besonderes Wahnbild eines ?gesunden, produktiven Volkskörpers? annahm.
Gerd Fittkau, konkret…

Quelle:

http://www.unrast.org/unrast,2,10,5.html

Die Zwangsarbeit des 21. Jahrhunderts

http://www.fixmbr.de/wp-content/uploads/zwangsarbeit_Wiki.jpg

http://www.fixmbr.de/wp-content/uploads/zwangsarbeit_Wiki.jpg

Als Zwangsarbeit wird Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe, gegen seinen Willen, gezwungen wird – so die Wikipedia. Ich hatte es bereits öfter geschrieben – schon die sogenannten Ein-Euro-Jobs erfüllen meiner Meinung nach zum großen Teil die Bezeichnung Zwangsarbeit. Einem Arbeitslosen, der sich weigert, eine ihm angebotene Ein-Euro-Stelle anzunehmen, droht die Kürzung seiner Hartz IV-Bezüge, im wiederholten Falle sogar auf 0,- Euro. Die Folge: Verlust der Wohnung, Hunger, Tod. Diese Fälle hat es in den letzten Jahren in einem der reichsten Industrieländer, Deutschland, ja, das ist unser Land, mehrfach gegeben. Doch damit nicht genug.

Gerade erst hat sich wiederholt gezeigt, dass Ein-Euro-Jobs reguläre Arbeitsplätze vernichten. Nicht, dass dieser Sachverhalt nun die Folge hätte, dass diese Jobs endlich gestrichen werden, die Hartz IV-Gesetzgebung dementsprechend korrigiert wird. Nein, wir sprechen über einen Zeitgeist, der natürlich auch die aktuelle Regierung erfasst hat – die neoliberale, wirtschaftshörige Leere Lehre.

Nun sollen sie also kommen – die Null-Euro-Jobs. Für Langzeitarbeitslose soll die Bürgerarbeit eingeführt werden. Damit sie nicht mehr schwarz arbeiten und sie doch endlich mal einen Job annehmen, soll eine 3o-Stunden-Woche für die Menschen das Pack zur Regel werden. In dieser Zeit werden sie zu einer Ausbildung oder einer Arbeit verpflichtet. Selbstredend, dass dabei nicht mehr als der Eckregelsatz für die   betroffenen Faulenzer herauskommt .Workfare nennt sich das Programm und stammt aus der Feder des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). Entschuldigung nicht Workfare sonder Bürgerarbeit, das klingt doch gleich  viel positiver, Bürgerarbeit!

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