Brexit

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Die Bedeutung des Brexit für Deutschland und Europa

Münchner Seminar mit Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts a.D., am 17.12.2018 um 18.00 Uhr in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität.

Der Brexit wird tiefgreifende Veränderungen in der politischen Struktur der EU hervorrufen, die für Deutschland und die EU nachteilig sind. Der Vortrag wird die ökonomischen und politischen Implikationen des Austritts der Briten aus der EU erörtern und Vorschläge für Deutschlands Europapolitik unterbreiten.

Brexit – eine Chance?

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(Gastbeitrag von Anonym)

Die Briten haben gewählt: Eine  kleine Mehrheit war für den Brexit. Viele deutschsprachige Zeitungen hatten immer wieder heftig die Alleingänge und Extrawürste Großbritanniens kritisiert. Offensichtlich war das auch auf der anderen Seite des Kanals so. Und jetzt ist es endlich so weit. Vor allem hatten sich kurz zuvor die Finanzmärkte der Welt in Dresden getroffen (siehe Bilderberger treffen sich in Dresden). Eigentlich merkwürdig, dass dann die Medien so gebannt auf die Finanzmärkte achten, was die nach dem Brexit nun tun. Denn wem gehören die Medien, die so stark polarisiert haben? Doch nicht etwa den Teilnehmern der Bilderberg-Konferenzen? Eine kleine Nebenbemerkung: Nach dem letzten  Bilderberger-Treffen in Österreich 2015 in Telfs, da wurde aus der Festung Europa, die die Flüchtlinge einfach ersaufen ließ, dann plötzlich ein Flüchtlings–Europa.

Zusätzlich wollte man das Bargeld abschaffen. Diesbezüglich war der Standort sehr gut gewählt: Denn 89 km von Telfs, dem Konferenzort der Bilderberger hat man tatsächlich 1932 das Geld in Wörgl in Tirol abgeschafft (siehe Wunder von Wörgl). Es wurde mit Arbeitswertbestätigungen, eigentlich Tauschscheinen, die Wirtschaft in Wörgl und Umgebung in Gang gebracht, obwohl rundherum eine katastrophale Wirtschaftskrise war. Mit diesen Tauschscheinen konnte man nicht spekulieren, wetten etc. so wie man heute mit Brot oder anderen Nahrungsmitteln spekuliert. Diese Idee von Wörgl hätte die Wirtschaftskrise und damit vielleicht den Wahnsinn des 3.Reiches verhindern können. Die österreichische Nationalbank hat dieses Experiment dann untersagt – also eine Welt ohne Bargeld, ohne vorher klare Grenzen der Finanzindustrie abgesteckt zu haben. Eingeführt von den Finanzmärkten? Und warum wird jetzt spekuliert? Weil manche Menschen immer weniger Hemmungen haben. Und warum haben sie immer weniger Hemmungen? Weil die Gewässer der reichen Staaten weiß durch Kokain – Schnee sind! (siehe New York ist Kokain Welthaupstadt )

Doch auch Dresden wurde als Tagungsort der Bilderberger gut gewählt. Dresden ist das Beispiel, wie gut man auch die am meisten zerstörte Stadt des 2 Weltkriegs wieder aufbauen kann (siehe Zerstörung Dresdens Februar 1945 vor etwas über 71 Jahren). Auch der Kommunismus hat in Osteuropa in etwa so lange gehalten? Sieht man jetzt noch etwas vom Krieg? Der Inhalt der Gespräche bei der Konferenz in Dresden :

Beim diesjährigen Treffen soll neben dem Beschluss der weiteren Forcierung der Flüchtlingsströme nach Europa höchstwahrscheinlich auch die Aggression gegen Russland weiter vorangetrieben werden. In diesem Zusammenhang sind die Verlegung von 4200 Soldaten, 250 Panzern, außerdem Haubitzen, Kampffahrzeugen und weiteren 1700 Fahrzeugen an die Ostflanke der Nato zu sehen. (Bericht Süddeutsche Zeitung vom 31.03.2016; siehe auch link oben „Bilderberger treffen sich in Dresden“).

Man kann die Hochfinanz keinesfalls verteufeln, denn die Eigendynamik des Wirtschaftens ist sehr eigenwillig: Die Rüstungsindustrie schafft neue Kriege und schafft sich auch die diesbezüglichen Absatzmärkte. Die Gesundheitsindustrie lebt vom chronisch Kranken und schafft sich ebenso die Absatzmärkte. Die Fahrzeug-, Bau-, Frächter-Lobby hat auch ihre Eigendynamik. Es braucht schon eine ganze Menge innerer Werte und auch weißer Schafe in den Reihen der Eliten, dass trotzdem vieles in der Welt ganz brauchbar ist und vorläufig auch bleibt. Doch warum hat man nicht Nagasaki oder Hiroshima als Tagungsort gewählt, wenn man die Aggression gegen Russland weiter vorantreiben möchte? Dort könnt man einen kleinen Vorgeschmack eines möglichen  Atomkrieges erleben, da beide Städte von kleinen Atombomben getroffen worden sind und die Erinnerungen daran nicht entfernt worden sind. Ja, die Gegend ist sehr erdbebengefährdet, und auch Fukushima hat daran glauben müssen. Doch gerade das könnte ein Lehrstück sein, wie sich ein Krieg heute abspielen würde. Neben einem atomaren Weltkrieg, den weder China-Russland, noch die NATO gewinnen, beziehungsweise die Menschheit überleben könnte, wird ja inzwischen eifrig an einer Erweiterung des Waffenarsenals gebastelt:

Wie man Mikrowellen auf effektive Weise demnächst gegen protestierendes Fußvolk einsetzen wird, das hat uns ja bereits Georg Schramm eindrücklich erklärt (siehe YouTube).

Doch von HiTech-Mikrowellenwaffen erhofft man sich nicht nur das schnelle Niederschlagen von Bürgerprotesten, sondern sehr viel umfassendere Wirkungen mit militärischem und geostrategischem Nutzwert. Über militärische und machtpolitische Absichten hinter solchen milliardenschweren „Forschungsprojekten“ wie HAARP (siehe Haarp Projekt) brauchen wir  hier erst gar keine Theorien aufstellen, man würde sich nur des Vorwurfs der Verschwörungstheorie aussetzen. Lassen wir stattdessen einfach die Tatsachen sprechen und lesen wir uns eine Auswahl der Patent-Titel durch, die von den Betreibern derartiger Mikrowellen-Forschungsstätten bereits in den USA angemeldet wurden:

US-Patent Nr.4.686.605 – „Methode und Apparat zur Veränderung einer Region der Erdatmosphäre, Ionosphäre und/oder Magnetosphäre.“

US-Patent Nr. 4.873.928 –  „Strahlungsfreie Explosionen von nuklearen Ausmaßen“

US-Patent Nr. 5.041.834 – „Künstlicher, lenkbarer aus Plasma geformter ionosphärischer Spiegel.“

US-Patent Nr. 5.038.664 – „Methode zur Produktion einer Hülle relativistischer Partikel in einer bestimmten Höhe über der Erde“.

US-Patent Nr. 4.712.155 – „Methode und Apparat zur Schaffung einer künstlichen, durch Elektronen-Zyklotronenresonanz erhitzten Region aus Plasma“

US-Patent Nr. 5.068.669 – „Energiestrahlen-System“

US-Patent Nr. 4.999.637 – „Schaffung künstlicher Ionenwolken über der Erde.“

Wer weiß, wenn man z.B. die Bediensteten von HAARP, einem riesigen Mikrowellen-Sender in Alaska nicht gut bezahlt, so lösen diese als Streikmaßnahme vielleicht kurzerhand ein paar Naturkatastrophen aus. Der Erdschollenbruch beim Pazifischen Ozean ist z.B. sehr erdbebengefährdet. Wenn man da ein wenig zu viel mit den Mikrowellen spielt, – wer weiß, vielleicht könnte etwas Ähnliches entstehen als wenn z.B. Soldaten im Gleichschritt über eine Brücke gehen und diese dann durch Erreichen einer als „Eigenfrequenz“ bezeichneten Schwingung plötzlich einstürzt. Was da erst alles passieren kann, wenn man die Mitarbeiter dieser Anlage in Alaska nicht gut genug bezahlt? Oder wenn denen langweilig wird? Ein kleiner Tsunami, ein Erdbeben gefällig, das Ausradieren eines unliebsamen Landstrichs? – kann womöglich demnächst schon promt geliefert werden. Aber keine Sorge, die milliardenschwere HAARP-Anlage ist ja nur eine „Forschungsanlage“.

Und wir müssen das alles ja nicht negativ sehen: Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihr altes Haus gerne neu bauen. Ein Anruf bei HAARP oder den chinesischen oder russischen ähnlichen Anlagen, es gibt in vielen Staaten ja auch kleine Anlagen die man versuchen kann anzurufen und für eine Dienstleistung zu beauftragen – und schon ist das Problem aus der Welt. Falls es durch ein technisches Missgeschick passieren sollte, dass dann neben dem zu entfernenden Haus auch die ganze Stadt in Trümmer fällt – ja, wie würde sich die Bauindustrie darüber freuen? Vielleicht könnte man vorher so etwas wie eine Erdbebenversicherung abschließen?

Oder Sie kommen im Urlaub drauf, dass Sie vergessen haben, Ihren Garten zu gießen? Ein Anruf beim Militär, und schon wird nicht nur Ihr Garten durch Wettermacher vom Geoengineering (siehe z.B. Spiegel oder ORF: „Das ist sehr weit, sehr konkret geplant. Dort wird an der Machbarkeit gearbeitet, an der technischen Umsetzung. Wir in Deutschland wollen erst einmal die reine Bewertung.“) bewässert. Aber genug der Theorie bzw. Praxis, wir ziehen uns sonst womöglich den Ärger der „Skeptiker“ und der GWUP-Pastafaris zu, zurück also zum Brexit.

Somit wäre z.B. Hiroshima  vielleicht doch ein besserer Ort gewesen, um eine Tagung der Finanzmärkte abzuhalten. Einige Tage, nach dem Treffen, da purzelten schon die Finanzmärkte  nach dem Brexit? Ja, hat denn die Bundesregierung nicht besser auf die Herren aufpassen können, dass die dann nicht einige Tage später so herum purzeln? Großbritannien, ein Land, eigentlich am Beginn einer Freiheit, wohl auch im Schulsystem, hat sich dafür entschieden, wieder mehr die eigenen Fragen in London entscheiden zu lassen. Vielleicht nicht uninteressant: London hat einen mohammedanischen Bürgermeister. Schon vor Jahrzehnten war es für die Briten selbstverständlich, dass sie für Bildung einen bestimmten Steuersatz bezahlen, den sie aber sehr wohl auch für eine Privatschule ausgeben konnten. Das heißt, die Freiheit des Schulsystems war nicht schlecht.

Prof.Dr.Gerald Hüther, ein berühmter Hirnforscher  spricht davon, wie wichtig es ist, dass das Kind aus seiner derzeitigen Rolle als Objekt  wieder zum Subjekt wird. Also letztlich kein Befehlsempfänger mehr sein sollte sondern ein Du, mit dem man einen Dialog führen kann. Denn, wenn die Phase des Spielens in die Phase des Lernens übergeht, so waren ja selbst die Spielsachen beseelt und sind vom Kind als Du wahrgenommen worden. Wenn aber der Lehrer, aber auch die Eltern, das Kind als Sache, ja als Leistungsobjekt sehen, dann werden die Kinder, die Eltern und Lehrer am besten um den Finger wickeln können, letztlich die, die später auch ihre Mitschüler am besten manipulieren können. Und später werden diese Kinder Studenten und Entscheidungsträger, die den fehlenden Dialog am besten in Macht umformen konnten. Letztlich ist der Schritt zum Hauptmann von Köpenick, zum willigen Befehlsempfänger und Befehlsausteiler, einer Ironie des preußischen Drills, der eine der Wurzeln des NS Regimes war, nicht allzu weit.

Eigentlich gab es in Wien (siehe Das rote Wien), als direkte Folge der jüdischen Kindererziehung, die die Kinder eben nicht als Befehlsempfänger, sondern eben als Du im Dialog aufzog, und damit viel bessere Ergebnisse und gesunde Kinder und Erwachsene bilden konnte, einen sehr fortschrittlichen Ansatz, die Kinder der Bevölkerung Wiens zu Kreativität und Freiheit zu erziehen. Julius Tandler und Otto Glöckel versuchten diesen kreativen Ansatz eben in Wien, zwischen den Weltkriegen. Das Ende dieser Bemühung ist wohl allgemein bekannt, so wie auch die Tatsache, dass unsere Intelligenz zwischen KZ und Emigration aufgeteilt wurde, wodurch ein unbeschreiblicher spiritueller Aderlass entstand und wodurch die Einzigartigkeit der Menschen Europas letztlich zum Objekt des Rassenwahns wurde. Ich denke sowohl Waldorfschulen als auch Montessorischulen, Freinetschulen aber auch viele andere, versuchen wieder diesen kreativen Ansatz, der  die Kinder wieder ein Du mit Phantasie und Kreativität werden lässt.

Obwohl gerade durch die krasse Ungleichheit vor dem Krieg, mit so viel Hass und Neid, so schreckliche Dinge entstanden sind, wird gerade die Freiheit des Wirtschaftens, in  Form von Wirtschaftsliberalismus als neue Religion über die Welt verteilt. Und wieder entstehen als Folge der Wirtschaftsglobalisierung Massen von Arbeitslosen und nationalen Strömungen. Also eine Masse aus „willigen Befehlsempfängern“ soll jetzt die Befehlsverweigerung üben? In Form von Nationalismus und Fremdenhass und beginnendem Antisemitismus? Bei AfD, Front National, den Freiheitlichen etc. in Österreich, in Griechenland, in den Niederlanden und in Großbritannien, das vergessen hat, dass es auch dort nationale Strömungen z.B. in Schottland gibt. Ein britischer Politiker hat vor kurzem gesagt, man müsse den Menschen wieder zuhören. Also die Entscheidungsträger sollten wieder den Menschen zuhören? Wie wäre es, wenn der Westen dem Osten wieder zuhört?  Der Norden dem Süden? Die Menschen wieder beginnen würden sich gegenseitig nicht als Objekte sondern als Du wahrzunehmen? Nicht als Wirtschaftsobjekte, also als Hass- und Neidobjekte, sondern einfach als Du im Dialog? Nicht als Befehlsausteiler oder Befehlsempfänger?

Wie wäre es, wenn gute Ideen, wie z.B. die Menschenrechte oder die Ökologie eine Globalisierung erreichen und nicht nur die Wirtschaftsglobalisierung den Erdball wie eine Hydra umfangen hält? – Wo die Konzerne wie die Heuschrecken andere Länder ausplündern und dann wieder weiterziehen? Wenn Steueroasen für die Superreichen in Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz oder Panama entstehen und die Politiker, für den Steuerentgang die normale Bevölkerung zur Kasse bitten? Wenn die Banken das Geld der Menschen verspielt haben und zuletzt der kleine Mann dafür zahlen muss? Dann erzeugen die, die die anderen am besten manipulieren können, Neid Hass? Und die, die nicht gelernt haben, Kreativität und Phantasie zu entwickeln, besinnen sich auf Nationalismen und Fremdenhass? Für diese sind aber die anderen Menschen die „Gutmenschen“, und sie selbst sind am rechten Weg.

Also ein Brüssel, dem die Wünsche der Konzerne wichtiger sind, als die Bedürfnisse der Bürger wird als Hort der Korruption und Geldverschwendung gesehen. So dass eine Ursache der Brexit Entscheidung, eigentlich im Fehlen einer Du zu Du Beziehung, schon im Kindesalter gesehen werden kann. Ein Brüssel der Finanzinstitutionen, die Volkswirtschaften wie z.B. Griechenland, Italien, Spanien und Portugal nur als Wirtschaftszahlen sehen und das Verhältnis Du zu Du verloren haben, das kann tatsächlich um seine Zukunft fürchten. Jean Ziegler, ein Schweizer Sozialkritiker, hat meines Wissens die nationalen Kräfte nun nicht per se verurteilt.

Vielleicht ein kleiner Seitensprung in die IT Welt: Wir fühlen uns bei den von allen Seiten überwachten Computersystemen sicher? Eigentlich kennt man normalerweise zwei Computersysteme: Windows und Mac. Dass es aber auch Linux gibt, das ist immer noch vielen unbekannt. Nun, Linux ist in manchem das Gegenteil von den vorgenannten Computersystemen: Es ist nicht kommerziell. Eine große User-Community hilft sich gegenseitig, ein unbeschreiblich sicheres Computersystem, wo man zumindest am Arbeitsplatz vor Ausseneinwirkungen relativ sicher sein kann. Wenn man also diese Subjekt- Objekt Beziehung weiter durchdenken will, so überwachen bei den normalen Computersystemen die Subjekte die Objekte. Und wenn man einen etwas unbequemeren Schritt in die Freiheit tun möchte, so kann man den auch relativ einfach tun. Auch in der Linux Community gibt es natürlich dankenswerter Weise auch alle Religionen und sehr viele freie Programme.

Ein England, das vor über 100 Jahren schon die Folgen eines ungebremsten Kapitalismus, als marodierende Arbeiter, in Form von Maschinenstürmen erlebt hat, versucht diese Idee des Kapitalismus nochmals auszuprobieren?  Auch hat England in der 90er Jahren bereits erlebt, was eine Spekulation gegen das Pfund bewirken kann.

Man könnte versucht sein, diesen Problemen mit ebenso freiheitsberaubenden alten Konzepten zu begegnen, z.B. mit dem Sozialismus. Ich denke, die Experimente des Sozialismus haben wohl diese Pseudoreligion als überholt gezeigt. Wie wäre es, die ungebremste Wirtschaftsglobalisierung, die der heimischen Produktion wenige Chancen gibt, mit Zöllen auf Waren mit Menschenrechtsverletzungen und ökologischen Schäden, zu regeln? Zum einen würden die Waren mit besseren Arbeits- und Menschenrechtsbedingungen sowie ökologischerer Produktion Wettbewerbsvorteile haben, zum anderen würden heimische Betriebe, die diese Auflagen ohnehin erfüllen müssen, gestärkt. Man könnte ja die Zölle der Menschenrechtsschädigung und dem ökologischen Schaden auch prozentuell anpassen. Somit könnte die EU an Stelle einer Korruptionsförderungsstelle ein Zentrum der Verteilung und Verbreitung von Menschenrechten und Umweltstandards werden.

Also auch der chinesische oder der indische Arbeitnehmer und Betrieb, der indische Fluss könnten einen direkten Profit aus der Politik Brüssels haben, sowie auch die heimische Industrie! Weiters könnte man die Verfassungen aller Staaten, die von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sprechen, ernst nehmen.

Doch wo können wir frei sein, ohne andere zu schädigen? In unseren Gedanken! – In Religion, Wissenschaft, Medien, Kunst und Kultur.

Wo wäre es gut, wenn wir gleich wären? – Vor dem Gesetz. Aber vor einem Gesetz, das basisdemokratisch durch Menschen, die im Sinne Julius Tandlers und Otto Gockels und oder Montessori und oder Freinet oder Waldorf gelernt haben, ein Ich, und damit ein Du, zu entwickeln.

Und die Wirtschaft täte gut daran, brüderlich zu werden, damit nicht Hass und Neid wieder Vieles zerstören.

Denn wenn die Wirtschaft die Kurse weiter purzeln lässt, so könnte es einmal sein, dass die Bevölkerungen, deren Währungen und Nahrungsmittelpreise purzeln, die Wirtschaftsherren ebenfalls kräftig purzeln lassen. Das könnte allerdingsein sehr schmerzhafter Purzelbaum, so ähnlich einer französischen Revolution 1789 sein… Die Clubs, die damals die Träger der Revolution waren, die sich für Freiheit, Gleichheit  und Brüderlichkeit eingesetzt haben, deren Ideen sehr viel Gutes in der Welt bewirkt haben, die könnten dann, wenn sie die anderen nur als Objekte ansehen, jetzt herunter purzeln. Ist die Weltgeschichte nicht  voll mit solchen Beispielen? Vor allem, wenn die Herrschenden ihre eigenen Prinzipien oft nicht mehr ernst nehmen. Das galt in der Aristokratie, die sich auch auf christliche Werte berief, die in dieser Form aber nirgendwo in der Bibel standen. Das gilt auch jetzt für manche Mitglieder von großen Clubs, wo man immer wieder froh und dankbar  ist, wenn es  Menschen gibt, die diese großartigen Prinzipien der „Selbsterkenntnis, Menschenerkenntnis und Gotteskenntnis“, wie sie in den Satzungen vorgenannter Clubs stehen, ernst nehmen. Also ein Brüssel, das eine Freihandelszone nach der anderen beginnt, und damit Öko- und Sozialstandards gefährdet, wird wenig Überzeugung für die Bürger vieler Staaten entwickeln können. Ein Brüssel, das eher auf die Zurufe der Wirtschaftlobbies, als auf die Not der Bürger in Griechenland hört, das auf Geheiß Washingtons den Frieden in Europa zunehmend untergräbt, ein Brüssel, das 5 Jahre tatenlos der Not Nordafrikas zugesehen hat, das Europa in eine Zentralmacht mit 80 % der Gesetzgebung in Brüssel umwandelt, wo wir in den einzelnen Staaten bestenfalls eine 5-Möglichkeiten Demokratie in Form der bekannten Mehr-Parteien-Demokratie haben, wird zunehmend Probleme haben.

Interessanterweise war gerade Großbritannien eher der wichtigste Scharfmacher in der Ost-West Spannung. Es war der stärkste Gegner einer militärischen Europäischen Union unter europäischer Führung. Manche haben England als das trojanische Pferd des großen westlichen Bruders in Europa gesehen. Zusätzlich wäre es von Nöten, dass Deutschland ein freies Land wird, mit einem Friedensvertrag (siehe dazu auch den seinerzeitigen Vorschlag Willy Brandts zu einer innereuropäischen Friedensordnung, ohne sich in die Machtpolitik der NATO verstricken zu lassen). So könnte es für das Überleben des europäischen Kontinentes durchaus von Vorteil sein, wenn europäischer Selbsterhaltungstrieb Europa aus der Objekt-Beziehung zum großen Bruder im Westen herausführt. Eigentlich gehört aber England genauso zu Europa wie Petersburg. Ein Brüssel aber der kulturellen Verbindung, das die Menschen in ihren Nöten hört, das könnte auch den Brexit als Chance sehen und nicht nur den Fehler drüben über dem Kanal sehen, sondern sehr vieles konstruktiv, im Sinne der Entwicklung einer Völkerverständigung, im Sinne des Erlebens eines Dus überall in der Welt tun! Dann wäre das Friedensprojekt EU tatsächlich eines.

Der Brexit und seine wirklichen Folgen

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Montag, 27.6.2016. Eifel. Die Online-Zeitschrift „Der Spiegel“ – Deutschlands führendes Nachrichtenmagazin – wirbt gerne mit einer Rubrik: „Thema xy, endlich verständlich“. Selten hat mich etwas so amüsiert, gibt dieses Blatt doch durch diese Kategorie zu, dass sie eigentlich in der Regel völlig unverständliche Artikel schreiben. Es lohnt sich auch nicht, diese „endlich verständlich“ Artikel zu lesen: der Inhalt ist oft äußerst dürftig und klingt nach Pressemitteilung aus dem Kanzleramt. Was will man auch erwarten, wenn die Redaktion voll mit jüngen Bürschlein ist, die womöglich noch bei Mama wohnen, aber in der Anschaffung und im Unterhalt äußerst renditefreundlich sind und ihr Essen noch selber mitbringen. Es ist vielleicht aber gerade diesem Umstand zu verdanken, dass manchmal Informationen durchsickern, die wirklich wichtig sind – nur in den Artikeln halt untergehen, die überwiegend regierungskonformen Einheitsbrei servieren.

Worum es geht? Den Brexit. Sie haben vielleicht schon davon gehört. Die Geschichte, die dazu erzählt wird, ist hahnebüchen: es geht um die Rivalität von zwei kleinen Jungs, Mitglieder im selben Club, dem Bullingdonclub in Oxford, wo die alte Elite ihre neue Elite heranzüchtet (siehe Spiegel):

„Diese Episode erzählt alles über die dünne Schicht Auserwählter, die einmal das Land regieren werden. Sie sind Mitglieder des Bullingdon Club von Oxford, in dem sich die Nachwuchselite versammelt, sie wissen, dass sie ganz nach oben kommen. Einer der vier im Gras heißt Boris Johnson, später Bürgermeister von London, ein Zweiter ist David Cameron, derzeit No. 10 Downing Street. Die beiden anderen sind Söhne von Finanzleuten und inzwischen selbst Teil des Londoner Geldadels.“

Sie sollten diese Zeilen mehrfach lesen: mehr brauchen Sie nicht, um zu verstehen, was unsere „repräsentative europäische Demokratie“ wirklich bedeutet: politsche Macht und Finanzmacht werden schon in jungen Jahren eng verbandelt, damit später auch ja nichts schief geht. Und gewählt kann werden, was in den Bullingdonclub gesetzt wurde – so funktioniert Herrschaft in Zeiten der gelenkten Massenmedien. Nennen Sie das aber bloß nicht Verschwörung: das würde Ihnen nicht gut tun – in der Familie, im Verein, in der Nachbarschaft oder auf der Arbeit. Dafür wurde schon gesorgt: wir leben in im „Liebesherzen-Heidi-Land“ (so meine Übersetzung der geheimen Parole), wo die Wiesen grün, der Himmel blau, die Berge weiß sind – hier gibt es keine Verbrechen, keine Not, kein Ungemach und keine egoistischen Menschen mit egozentrischen Absichten, die sich untereinander absprechen, um ganz viel Geld zu machen.

Garantiert nicht.

Ganz Europa ist ein Paradies ehrlich, aufrichtiger Friedensfreunde, denen nur gelegentlich – als kleines Maleur – ein Krieg mit neutralen Ländern aus der Tasche fällt. Nur manchmal kommt ein Feind daher und bringt die Ordnung durcheinander: ein „Populist“ – also jemand, der in der Tat wenigstens die Sprache des Volkes spricht, die alle anderen schon längst hinter sich gelassen haben, um sich den Humor der plutonomischen Oberschicht anzugewöhnen. Einer dieser Populisten hat jetzt etwas ganz schlimmes getan, was er sofort bitter bereut hat (siehe Manager-Magazin):

„Boris Johnson ist Britanniens begnadetster Populist. Er verführte das Volk zum Brexit – und könnte dafür Premier werden. Darben werden diejenigen am meisten, die ihn unterstützten.“

Ja – er „verführte“ das Volk. Aus alter Rivalität zu seinem Freund David Cameron – so jedenfalls soll es (wie mir zugetragen wurde) im öffentlich-rechtlichen Rundfunk dargestellt worden sein. Auch das Managermagazin erweckt den Eindruck, dass die „Leave“-Kampagne ein Produkt von gelangweilten Bullingdon-Club-Mitgliedern am Ende ihrer persönlichen Karriere war, zu dem auch der Justizminister gehört  – denken Sie jetzt aber bitte nicht an eine verschworene, von Geburt an privilegierte Elite, die den Pöbel nur zum Machtgewinn missbraucht – denken Sie nur an die Folgen für sich selbst, wenn Sie sich erlauben würden, so zu denken, wie Sie es nicht sollen – Sie kämen sonst schnell zu dem Schluss, zu dem auch die Modeschöpferin Vivienne Westwood gekommen ist: „Politiker sind Kriminelle“ (siehe Epochtimes).

Es kann natürlich nicht sein, dass es an dem Konstrukt der „EU“ – einem Projekt der priviligierten Elite – etwas zu kritisieren gäbe, etwas, das den Zorn der wahlberechtigten Bürger erregt und sie nach Gerechtigkeit dürsten läßt. Es sei denn … man schaut genauer hin. Es gibt hierzu eine Grafik in einem Spiegel-Artikel, die sehr aufschlussreich ist – aber untergeht in dem „unverständlichen“ Wörterwust – das schließe ich jedenfalls aus der Tatsache, dass dieser Artikel nicht zu den „endlich verständlich“ Artikeln für den Pöbel gehört, sondern zu den unendlich unverständlichen Artikeln für den Rest. Der Artikel selbst ist jedoch schon Erwähnung wert: es geht um die „Bestrafung“ der Briten im Falle des Brexits, da wird mit harter Hand durchgegriffen („Wie die Europäische Union die Briten für den Brexit bestrafen würde“ , siehe Spiegel am 2.6.2016.)

Der Satz allein reicht schon, um den demokratischen Status der EU zu beschreiben: „Strafen“ werden bei „Straftaten“ verhängt – hier geht es jedoch um die demokratische Entscheidung eines Volkes, die möglicherweise den Granden der EU nicht gefällt. So etwas gibt es aber nur in autoritären Staaten, wo die Opposition dafür erschossen wird, dass sie Opposition ist (wie zum Beispiel der kurdische Anwalt Tarhi Elci, der sich zuvor den „Unmut der Behörden zugezogen hatte“ – siehe Spiegel). In der Türkei regt uns so etwas vielleicht ein klein wenig auf – wobei wir etwas unsicher sind, weil wir nicht wissen, welche Gebote gerade in der Meinungsbildung über die Türkei zu beachten sind, weshalb die aktuelle Verhaftung eines deutschen Bundestagsabgeordneten dort nur ganz kleine Wellen schlägt (siehe Spiegel).

Niemand echauffiert sich darüber, dass die „EU“ als hoheitliche Macht eins ihrer Gründungsmitglieder bestrafen möchte – so als wäre sie Kaiser der Europäer, dem Gehorsam geschuldet wird, niemand scheint auf die Idee zu kommen, dass allein schon diese Einschätzung Grund genug ist, dieses größenwahnsinnige Gebilde schnellstmöglichst zu verlassen (oder aufzulösen), wenn man die aussterbenden Restdemokratien noch schützen will vor Kräften wie in Polen, die sich nicht scheuen, ihre eigenen Verfassungsgerichte mit politischer Gewalt auf Parteikurs zu zwingen (siehe Spiegel).

Doch lesen wir weiter in jenem Artikel, wo es um die Strafen ging. Wir finden dort ein sehr interessantes Schaubild (das Dritte von oben), das uns Aufschluss über die Meinung der Menschen in Europa über ihre kaiserlicher Verwaltung gibt. „Mit welchen Begriffen assoziieren Sie die EU“ wird da gefragt – und die Ergebnisse ähneln sich in ALLEN LÄNDERN.

VERSCHWENDERISCH, ARROGANT, UNNAHBAR, UNEHRLICH – das sind die Begriffe, mit denen europäische Bürger die EU beschreiben. Nur eine kleine Minderheit hält sie für demokratisch (11 Prozent maximal, Ergebnis aus Deutschland), verantwortungsvoll (Maxium 13 Prozent aus Norwegen, die sind gar nicht in der EU), effizient (13 Prozent Maximum, wieder Norwegen, in Deutschland sind es nur drei Prozent) oder ehrlich (Bestergebnis: wieder Norwegen mit 6 Prozent, Deutschland: 2!). Da es es sich um absolute, überwältigende Mehrheiten handelt, möchte ich das Gegenteil nochmal deutlich herausstellen: die absolute Mehrheit der Europäer (vor allem jener, die wirklich in der EU sind) hält die EU für

UNDEMOKRATISCH (89 Prozent, Frankreich, Großbritannien, Schweden 92 Prozent)

VERANTWORTUNGSLOS (87 Prozent)

UNEFFIZIENT (87 Prozent, in Deutschland: 97 Prozent)

VERLOGEN (94 Prozent, in Deutschland: 98 Prozent)

Diese Ergebnisse einer Umfrage von Handelsblatt und Guardian erklären, wo es wirklich stinkt – und kommen Sie mir jetzt nicht mit dem üblichen Politikgewäsch, es handele sich nur um ein Marketingproblem in der Außendarstellung der EU! Das ist die Meinung der Bürger über ein Konstrukt, das ein idiotischer, psychopathischer, tyrannischer verlogener  Moloch geworden ist – wenn ich die Urteile der Bürger einmal in konkreten Beschreibungen zusammenfassen darf. Da bedarf es keines „Populisten“, der Menschen „verführt“, da sprechen Bürger aus Erfahrung – und je älter sie sind, umso deutlicher ist die Erfahrung. So einfach erklärt sich die Tatsache, dass die ältere Generation die EU so negativ sieht, während Generation Praktikum die Fördertöpfe in der EU vermissen würde.

Wie bitte? Stimmt nicht? Lesen Sie mal die Artikel zum Thema „Verschwendung in der EU“ (siehe Wiwo 2015, Wiwo 2014 oder Spiegel für das Jahr 2007), zu verantworten von fürstlich bezahlten Systemdienern, die das doppelte des bulgarischen Präsidenten verdienen (siehe Handelsblatt): da kommt Freude auf – beim Steuerzahler, der die luxuriöse Prasserei bezahlen darf – und bei den großen Parteien, die dadurch eine Extraportion Zuckerchen für verdiente Veteranen zu verteilen haben.

Und das „Demokratiedefizit“ der EU? Das ist schon ein Fachbegriff – und die Bundeszentrale für politische Bildung erklärt uns, was wir darunter zu verstehen haben (siehe bpb):

„Der Begriff D. beschreibt die mangelnde Legitimation des politischen Systems der EU aufgrund zu geringer Partizipationsmöglichkeiten der Parlamente und Bürger. Seit dem Vertrag von Maastricht (1992) nimmt die Zahl europ. Gesetze und Verordnungen beständig zu. Betrachtet man die EU als ein den Nationalstaaten vergleichbares politisches System, dann stellt sich die Frage, wie die EU politisch legitimiert ist: Das D. in der EU resultiert v. a. aus der mangelnden Anbindung der Kommission an das Europäische Parlament (EP) sowie aus der starken Stellung des Ministerrats, der nur indirekt legitimiert ist (die nationalen Minister sind durch nationale Wahlen legitimiert). Die Entscheidungen sind oft intransparent. Das EP besitzt (noch) nicht die gleichen demokratischen Rechte wie die nationalen Parlamente, und die Europawahlen sind mehr an nationalen und innenpolitischen als europ. Themen orientiert.“

Muss ich die anderen Vorwürfe auch noch belegen? Ich denke nicht: sie sind hinreichend lange genug bekannt – ohne das etwas dagegen unternommen wurde. Die Arroganz der Macht in Brüssel wird täglich demonstriert – sei es allein durch den Eindruck, es gäbe hier eine Instanz, die das Recht (ja, das RECHT – nicht nur die Macht) besitzt, demokratische Entscheidungen bestrafen zu dürfen.

Das ganze Drama Brexit zeigt allerdings noch mehr. Nicht nur, dass „Politik“ inzwischen von einer kleinen, verantwortungslosen Kaste gemacht wird (ja – nicht nur in Großbritannien), nicht nur, dass die EU in Europa ein Ansehen genießt wie die deutsche Wehrmacht ehedem in besetzten Ländern, sondern auch, dass unsere Regierung und die gesamte Wirtschaftsintelligenz an Dämlichkeit kaum zu übertreffen sind. Ja, harte Worte – aber wie soll ich die Tatsache kommentieren, dass am Tag des Brexits alle – quer durch die Bank – völlig ratlos da standen? Die Meinung der Europäer zur EU ist eindeutig, die Zustimmung zum Brexit (so unvernünftig sie auch scheint) war klar auszurechnen – doch die ignorante Arroganz der selbstverliebten „Entscheider“ ließ sie die Möglichkeit des Brexits völlig aus den Augen verlieren, ganz nach dem Motto, dass nicht sein kann was nicht sein darf. Nach diesem Motto könnte man keine Pommesbude erfolgreich führen – geschweige denn Megakonzerne oder Industriestaaten.

Diese Haltung zeigt sich auch in den Medien – niemand weiß genau, ob der Austritt der zweitgrößten Wirtschaftsmacht wirklich Geld kostet oder vielleicht sogar Gewinn bringt (aus Platzgründen erspare ich mir hier mal die Ausführlichkeit – recherchieren Sie selbst, ich habe aufgegeben … bin zu entsetzt über die Orientierungslosigkeit). Wahrscheinlich ist aber, dass Weingummi, Orangenmarmelade und schottischer Whisky billiger werden (siehe Tagesschau).

Dies ist wohl die wichtigste Folge des Brexits: die Erkenntnis, wie inkompetent unsere „Elite“ ist – gerade in den Themenbereichen, für die sie sich viel Kompetenz anmaßen und sich fürstlich entlohnen lassen. Aber sie würden sich auch fürs erfolgreiche „Bäuerchen machen“ fürstlich entlohnen lassen – daran habe ich keine Zweifel mehr.

Natürlich werden jetzt mehr „Exits“ folgen. Es werden sich genug Gimpel finden lassen, die das organisieren. Schon jetzt stehen genug Bullingdon-Promis der B- und C-Klasse (nun: die „Clubs“ heißen in jedem Land anders, das ist klar) in den Startlöchern, um Europa in seine Einzelteile zu zerlegen. Und sie werden Recht haben – wonach kaum noch einer fragt. 14000 reiche Lobbyisten aus der Konzernwirtschaft (siehe Lobbykontrol) haben dafür gesorgt, dass die EU ein blinder, idiotischer Tyrann wird – aber halt auch einer, dem man sich leicht durch Flucht entziehen kann. Jedenfalls – für eine Weile. In Zeiten, in denen Konzerne mehr Finanzmittel haben als europäische Staaten wird die Aufsplitterung der EU in viele kleine Einzelstaaten eine Katastrophe für die schwächeren Länder sein. Die Abspaltung Großbritanniens von der EU wird zu einem engeren Schulterschluss der „Five Eyes“ (zu diesem „Geheimbund“ siehe Tagesspiegel) führen, die Kluft zwischen den „Angelsachsen“ und „Europäern“ unter „deutscher Führung“ wird größer werden – und ein Krieg zwischen Europa und Russland beständig risikoärmer für die Insel, die sich auf dem gleichen Wege auch schnell aus der Nato verabschieden könnte – wenn die Saat der letzten Jahre aufgeht.

Wie bitte? Das geht Ihnen zu weit? Bitte informieren Sie sich – diese Bewegung läuft schon, angeregt von der EU (siehe Spiegel):

„Die EU will ihre Zusammenarbeit in der Außen- und Sicherheitspolitik massiv ausbauen. „Die Zusammenarbeit in Verteidigungsangelegenheiten muss die Norm werden“, heißt in der sogenannten Globalen Strategie von EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini. „Wir Europäer müssen für unsere Sicherheit mehr Verantwortung übernehmen. Wir müssen bereit und in der Lage sein, abzuschrecken, auf Gefahren zu antworten und uns vor ihnen zu schützen.““

Weise von den Briten, sich dieser Entwicklung zu entziehen. Lauschen Sie mal, was unsere Intellektuellen gerade formulieren (hier Georg Diez im Spiegel):

„Auch das wurde hier schon mehrfach gesagt, vor allem in Zusammenhang mit der fatalen Griechenland-Politik der vergangenen Jahre: Der Zweite Weltkrieg hat einen überraschenden Sieger, und der heißt Deutschland.“

Wir wachsen in ein neues großdeutsches Reich hinein – ohne England, dass unser Anker in der angelsächsischen Welt war. Und wie zufällig sind gerade wieder deutsche Truppen in großer Zahl an der russischen Grenze aufmarschiert, an der Grenze zu jenem Volk, das fast dreimal soviel Tote im Zweiten Weltkrieg zu beklagen hatte wie die Deutschen – die meisten durch Deutsche Besatzungspolitik des gezielten Verhungerns (siehe hierzu: Götz Aly, Hitlers Volksstaat, Fischer Verlag, 2. Auflage 2011, Seite 201 – 205) Da – kommt Freude auf.

Und was gerade noch eingeht wie eine Primel: der Traum der kleinen Leute von Europa, einem konstruktiven Europa, kräftig genug, um sich gegen die Supermächte zu behaupten, menschlich genug, um ein sicherer Hort der Demokratie zu sein, eine kunterbunte Mischung vielfältiger Qualitäten, die – konstruktiv geführt und nicht nur dämlich verwaltet – großes hätten erreichen können, ein Leuchtturm der planetaren Zivilgesellschaft, die die Menschheit in den Zustand ewigen Friedens führen sollte.

Stattdessen … führen uns nun Nationalisten in den nächsten Krieg – infolge unserer Bequemlichkeitsverblödung ist sogar wieder ein Krieg Deutschland gegen Frankreich denkbar (siehe Focus) … Ende dieses Jahrhunderts.

Die wirklichen Folgen des Brexits – sind viel düsterer als das, was die Medien uns zu denken gestatten.

Ach ja – die Medien. Konzentriert in den Händen weniger reicher Mogule (siehe z.B. TAZ) waren sie im Endeffekt große Fürsprecher für den Brexit (siehe Deutschlandfunk) wobei der sich der Murdochkonzern  auch erlaubte, in manchen seiner Zeitungen die gegenteilige Meinung zu vertreten – um im unwahrscheinlichen Falle des Scheiterns auf auf der Seite der Sieger zu sein. So – bleibt man auf jeden Fall „oben“.

Und „Bregret“ – das Bedauern? Wohl auch nur eine Ente – wobei ich schon glaube, dass viele, die nur einen „Denkzettel“ verteilen wollten, nun blöd dreinschauen, wenn sie die Rechnung für diesen Zettel präsentiert bekommen.

 

 

 

 

 

 

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