Brandanschläge

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Brandanschlag in Stuttgart – Die zögerliche Berichterstattung der Leitmedien

19.05.2020

Es ist schockierend, dass die bundesweiten Medien einen Bombenanschlag in Deutschland ignorieren und nicht darüber berichten. Nicht weniger schockiert haben mich Kommentare, die es zum Beispiel auf Facebook zu meinem Artikel darüber gegeben hat.

Bomben auf Merkel: eine Welle der Gewalt geht durch Deutschland – oder?

Ich habe mal etwas herumgegoogelt, weil ja unsere Kanzlerin ja jetzt Post bekommen hat.

2.9.2009 Bombe vor Athener Börse

2.9.2009 Bombe in Thessaloniki

16.2.2010 Bombe auf JP Morgan

14.5.2010 Bombe vor Hochsicherheitsgefängnis

14.5.2010 Bombe vor Gerichtsgebäude in Thessaloniki

24. 6.2010 Bombe vor Ministerium für Zivilschutz

2.11.2010 Bomben für Merkel, Sarkozy und den Rest von Europa.

Man findet noch mehr, wenn man nur sucht. Die Anfänge der Bomberei führen zurück bis in die Zeiten der griechischen Militärdiktatur. Gewalt erzeugt Gegengewalt – ein Spruch, den die Polizei sehr gut kennen sollte, hat sie doch auf der Basis dieser Philosophie ihre Deeskalationskonzept entwickelt, das beim schwarzen Donnerstag in Stuttgart wohl  im Büro vergessen worden ist.

Man kann wohl aus der momentanen Entwicklung schließen, das der heldenhafte Einsatz  von Scotland Yard in Griechenland nicht so erfolgreich war wie geplant. Die Beamten waren 2009 ins Land geschickt worden, weil die griechische Polizei der Gewalt nicht mehr Herr wurde, so zu lesen in der Presse:

Seit Monaten verüben autonome Untergrund-Organisationen in Griechenland Anschläge gegen Banken und Unternehmen. Die Polizei ist überfordert, nun soll Scotlandy Yard helfen.

In Griechenland spielen sich seit Dezember 2008 immer wieder chaotische Szenen ab. Untergrundorganisationen attackieren mit automatischen Waffen die Polizei und verüben fast täglich Bomben- oder Brandanschläge hauptsächlich auf Banken und multinationale Unternehmen.

Nur in Berlin gab es bis heute 130 Brandanschläge auf Autos – in diesem Jahr: siehe Brennende-Autos.de, vierzig Autos brannten laut Tagesspiegel allein in einer Woche in Hamburg, sieben in einer Nacht im Juli in Köln laut ksta.

Brandanschläge auf Büros der ARGE gab es in Luckau, Germersheim, Holzminden, Gentin, Schongau, Berlin, Brandanschläge auf Polizeidienststellen gab es in Berlin, Hamburg, Erfurt … und ich habe da nur sehr oberflächlich gesucht.

Die Schlagzeile „Eine Welle der Gewalt geht durch Deutschland“  habe ich nicht gefunden, dabei wäre sie gerechtfertigt. Aber Gewalt in Deutschland … gibt es nicht. Jedenfalls nicht in den Medien.  Deshalb werden jetzt auch laut Spiegel die Frauenhäuser geschlossen:

Jährlich fliehen 40.000 Frauen und Kinder vor ihren gewalttätigen Freunden, Männern und Vätern. Schutz finden sie in Frauenhäusern. Doch nun sollen aus Kostengründen Notunterkünfte geschlossen werden – es geht um Hunderte Schicksale.

Gewalt gegen Frauen gibt es sowenig wie Linke.

Liegt vielleicht daran, das die Täter „Linke“ sind und wir haben ja gelernt: „Linke“ sind die Gefahr von Gestern. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat der Kapitalismus gewonnen, der Kommunismus verloren und Linke sollten sich was schämen. Deshalb können Linke machen was sie wollen – sie sind out und kommen auch nicht in den Nachrichten. Sie sollten zum Islam konvertieren, denn das ist gerade Mega angesagt. Dann würden sie auch eine Riesenaufmerksamkeit bekommen. Man stelle sich einfach mal vor, Moslems würden Autos anstecken, Polizeidienststellen und ARGEn angreifen und der Merkel eine Bombe ins Büro schicken – was wäre hier los! Die Aufschreie würden wir bis in die Eifel hören.

Dabei … vielleicht sind es gar keine Linken, die da randalieren. Vielleicht sind es – wie die Amokläufer – nur gelangweilte Wohlstandszöglinge. Immerhin – es werden auch viele Kleinwagen angezündet, die nicht Statussymbole des Bonzenapparates sind.

Vielleicht sollte man auf der Suche nach Gewalt in Deutschland mal ganz andere Perspektiven einnehmen, laut Yahoo:

Millionen Kassenpatienten bekommen offenbar erst für das kommende Jahr wieder einen Termin beim Zahnarzt. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) berichtet, müssen zahlreiche Mediziner die Behandlung ihrer Patienten auf 2011 verschieben, weil die Budgets für Zahnbehandlungen bereits aufgebraucht sind.

Nach der Meldung über gestiegene Arzthonorare erstmal die Praxis dichtmachen – ist das keine Form von Gewalt? Oder … schauen wir mal kurz zu „unseren“ Promis in die USA, hier beim Spiegel:

Er schoss seiner Ex-Freundin in den Arm, war in Drogen- und Sexskandale verstrickt und bedrohte Weihnachten 2009 seine Ehefrau Brooke Mueller mit einem Messer. Charlie Sheen, der für seine Comedyserie „Two and a Half Men“ angeblich pro Episode mehr als eine Million Dollar kassiert, gerät immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Erst am 26. Oktober 2010 verwüstete der Schauspieler nackt und im Vollrausch sein Hotelzimmer. Fragt sich, wie lange TV-Produzent Chuck Lorre Sheens Eskapaden noch duldet.

Oder das Top-Modell Naomi Campbell:

Sie verprügelte ihren Chauffeur, knallte ihrem Dienstmädchen ein Handy an den Kopf und bespuckte an Bord eines Flugzeugs Polizisten.

Der Boxer Mike Tyson:

Anfang der Neunziger verbrachte Mike Tyson drei Jahre im Gefängnis, nachdem er wegen Vergewaltigung einer US-amerikanischen Schönheitskönigin verurteilt worden war. Weitere Delikte im Strafregister des ehemaligen Box-Weltmeisters: Drogenbesitz und Körperverletzung. Das Foto zeigt Tyson im Dezember 2006, nachdem er unter Drogeneinfluss beim Autofahren erwischt wurde.

Oder der Sänger James Brown:

Achtmal ist der „Godfather of Soul“ von der Polizei abgeführt worden. James Brown wurde wegen häuslicher Gewalt, illegalen Waffenbesitzes und verschiedener Drogendelikte festgenommen. Das Foto zeigt den Soul-Sänger sichtlich mitgenommen nach seiner Verhaftung im Jahr 2004. Er soll seine Frau Tomi Rae in einem Streit zu Boden geworfen haben.

Dürfen wir da jetzt vom „Elitenterror“ reden? Dem Terror derjenigen, die uns tagtäglich als Vorbilder vor die Nase gehalten werden, als jene, die „es geschafft haben“? Obwohl … die Eliten selbst am meisten Ärger bekommen, wenn sie nicht systemkonform sind:

„Langsam klingt das Klicken der Handschellen in meinen Ohren geradezu vertraut“, sagte Martin Sheen einst Reportern. Erstaunliche 66 Mal wurde der Schauspieler („Apocalypse Now“, „West Wing“), bereits in Handschellen abgeführt, oft wegen „zivilen Ungehorsams“. Er demonstrierte 1986 gegen das gigantische Rüstungsprogramm des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, protestierte 2003 gegen den Irak-Feldzug der Bush-Regierung und 2007 gegen Atomwaffentests in Nevada. Einer seiner Söhne ist Charlie Sheen.

Über Kachelmann sag ich jetzt mal nichts.

Eine Welle der Gewalt geht durch Deutschland, Behörden brennen, Autos brennen, Polizisten werden angegriffen, eine kriminelle Elite wird auf den Bildschirmen verherrlicht … und die Medien schweigen.

Sind halt keine Moslems. Man stelle sich mal vor, Tyson, die Sheens, Brown, Campbell wären alles Moslems … was dann los wäre.

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