Bertelsmann

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I’m [sic!] of all the bullshit.

Flüchtlingsterror in und aus Deutschland

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Montag, 17.8.2015. Eifel. Letztens habe ich noch ein langes Telefonat mit einem Bloggerkollegen geführt. Angst kam dabei zur Sprache – die Angst davor, sich bedenklich und nachdenklich zum Thema „Asyl“ zu äußern. Stimmt, dachte ich: da hat er Recht. Die politische Diskurs in Deutschland kennt seit Jahrzehnten nur  noch zwei Positionen: Schwarz und Weiß, Verschwörungstheorien und Regierungserklärungen. Verordnet wurde diese Position von „Oben“, was in diesem Zusammenhang heißt: von den Gästen der Bertelsmannparty, die aktuell wieder einmal eine gezielte Attacke gegen den Sozialstaat führt, der ja nach Ansicht führender Goldman-Sachs-Banker wir Mario Draghi der Vergangenheit angehören soll. Sie haben von dieser Attacke noch nichts gehört? Nun – lesen Sie doch einfach mal nach, wer Deutschland in den Ruin führt: die Arbeitslosen sind es, deren Wohnkosten (bzw. „Sozialleistungen“) in den letzten zehn Jahren um 53 % gestiegen sind (siehe Bertelsmannstiftung). Sie wissen wahrscheinlich, was das für die deutschen ausgesteuerten Arbeitnehmer bedeutet? Obachlosigkeit. Doch darüber müssen wir ein andermal reden. Nun – die Bertelsmannstiftung war die letzten Jahrzehnte an vielen Häßlichkeiten beteiligt, gibt ja auch Bücher darüber, wie sie schrittweise die Demokratie in eine Oligarchie umbaut (siehe Handelsblatt), doch auch das muss ein anderes Thema bleiben.

Schwarz und Weiß gibt es in diesem Land: entweder, man ist für die Aufnahme von Flüchtlingen, oder man ist ein Nazi. Da fällt die Entscheidung leicht, man  hat ja die freie Wahl für das Richtige: für das, was die Regierung vorgibt. Es ist auch nicht schwer, diese Entscheidung zu treffen: Menschlichkeit und Grundgesetz verlangen sie sowieso. Aus guten Grund haben die Väter des Grundgesetzes die Bundesrepublik in eine Hilfestation für Verfolgte aus aller Welt verwandelt: man konnte sich noch gut daran erinnern, dass Deutsche mal selbst dringend vor Mordschwadronen im eigenen Land flüchten mussten, dass wollte man allen anderen Verfolgten auch gönnen.

Schwarz und Weiß – die Huffingtonpost hatte das kürzlich drastisch demonstriert: nachdem sie einen Artikel über 200 prominente Deutsche schrieb, die Flüchtlinge in Deutschland begrüßen (aber nicht persönlich mit Handschlag, sondern nur mal so als rein verbale, zu nichts verpflichtende Ansage) stellte sie 200 „Hassfratzen“ an den Pranger, die sich nicht allzu positiv über Asylbewerber geäußert hatten (siehe Huffingtonpost). Die gute Oberschicht gegen die böse Unterschicht: die Traumphantasien alle neofeudaler Strukturen seit dem Mittelalter, als der Adel die mühselige Pflicht übernahm, über den leibeigenen Pöbel zu herrschen, den bildungsfernen Schichten, die nur fressen, saufen und poppen wollten … und somit die Alltagsbeschäftigungen des Adels auf unverschämte Weise nachäfften.

Ich hatte mir die Mühe gemacht, mich durch die Hassartikel zu lesen, wollte auch in die Fratze des Hasses starren, doch was ich fand war: Angst. Eine Angst, die gezielt durch das Fernsehen geschürt wird – jedenfalls kam es mir heute morgen so vor, als ich zum Frühstücksfernsehen eingeladen wurde und auf Sat 1 rührende Bilder von Partypromis fand, die große Mengen von Asylbewerbern mühsam versorgen mussten, Mangel überall, die Bilder symbolisierten eine wahre Flut von Zuwanderern, derer man auch mit großer Mühe nicht mehr Herr wird. Wer denkt sich eine solche Show eigentlich aus? Und warum wundert man sich, dass „der Pöbel“ auf solche Bilder folgerichtig mit Versorgungsängsten reagiert? Und warum führt man diesen Pöbel dann vor, als hätte er Aussatz?

Noch mehr fiel mir heute auf, als ich die Bilder sah. Wohlgenährte, kräftige junge Männer waren da zu sehen, kerngesunde Kinder, junge Frauen … und ich fragte mich: wo bleiben eigentlich die wirklich Armen? Warum sehe ich die eigentlich gar nicht in Deutschland: die, die es wirklich nötig haben? Schauen Sie mal auf die Seite „Gemeinsam für Afrika„, eine Seite, die weniger als ein viertel der Leser des Nachrichtenspiegels hat – was deutlich zeigt, wie sehr man sich in Deutschland für wirkliche Not interessiert. Dort erfahren Sie, dass dort 240 Millionen Menschen erbärmlichen Hunger leiden … und deshalb niemals bis nach Europa kommen würden. 18 Millionen Menschen verhungern im Jahr – wer interessiert sich für sie? Warum holen wir nicht erstmal mit aller Kraft die hungernden Menschen nach Europa – das wäre eine humanitäre Superleistung, auf die man sehr stolz sein könnte.

Die Angst vor den Flüchtlingen wird nicht gerade nur von den rechtsnationalen Kräften in Deutschland geschürt, auch die Zeit glänzt mit beunruhigenden Momentaufnahmen (siehe Zeit):

„5700 Flüchtlinge kamen im Juli nach Hamburg, ein neuer Rekord. Jetzt rücken Soldaten aus, die Messe öffnet ihre größte Halle, pensionierte Ärzte müssen helfen. Szenen aus einer Stadt, die an ihre Reserven geht.“

Erkennen Sie die unterschwellige Botschaft aus einer der reichsten Städte Deutschlands? „Das Boot ist voll“. Die offizielle Botschaft ist jedoch eine andere – doch sind alle Leser so gut ausgebildet, dass sie das schnell und eindeutig im Alltagsstress erkennen können? Terror pur.

Wieder einmal kommt Bertelsmann zum Einsatz, reitet eine Attacke gegen das Asylrecht – ohne dass das jemand merkt. Eine perverse, unmenschliche, inhumane Attacke im Mäntelchen der Sorge. Ach – lesen Sie selbst (siehe Zeit):

„Laut einer Umfrage sprechen sich 84 Prozent der Bundesbürger für eine zügige Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt aus. Die Verfahren aber dauern sehr lange.“

Der Chef des Arbeitsamtes, Oberst Weise, meldet sich in der Zeitung „Super Sonntag“ ebenfalls zu Wort (siehe SuperSonntag)

„Längst nicht alle gelten als politisch verfolgt. Viele Asylbewerber kommen in der Hoffnung auf einen gut bezahlten Job nach Deutschland – bisher aber nur mit geringen Chancen. Das sollte sich ändern, findet Bundesagentur-Chef Weise. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank Jürgen Weise, hat sich dafür ausgesprochen, die Jobhürden für Asylbewerber und Flüchtlinge weiter zu senken.“

Was für eine Sauerei ist das denn? Da kommen schwer traumatisierte Menschen in unser Land, geplagt von Krieg, Hunger und Zerstörung – und unsere „Elite“ schaut erstmal nach, ob man die nicht an die Arbeit kriegen kann … und das ganze Volk jubelt mit? Oder soll es nur jubeln und Bertelsmann hat einfach mal nur professionelle Ausbeuter für die Studie gefragt? Traumatisierte Kriegsopfer brauchen Betreuung, Behandlung und Ruhe – keine Arbeit. Handelt es sich jedoch um Einwanderer … dann sollten wir an andere Lehren aus der Geschichte denken.

Zuvor jedoch – ein kleiner Exkurs in einem der wichtigsten Werte der demokratischen Zivilgesellschaft, ein Wert, der aktuell von Promis in der Flüchtlingsdebatte akut vorgeheuchelt aber nie konsequent gelebt wird: die Empathie. Hören wir dazu Arno Gruen (siehe srf):

„Ohne Empathie keine Demokratie, sagt Arno Gruen. Der grosse, alte Mann der Psychoanalyse aus Zürich rückt mit seinem neuen Buch «Dem Leben entfremdet. Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden» die Gefühle ins Zentrum unseres Bewusstseins. Und stellt unsere Denkmuster komplett in Frage.“

Liebe und Mitgefühl sind die tragenden Säulen des Menschseins, sie sind angeborene Qualitäten des Menschseins, die uns zu Originalen machen … und im Laufe der nächsten 18 Jahre der „Erziehung“ ausgemerzt werden zugunsten einer Philosophie des „Kampfes aller gegen alle“, einer Philosophie, die logisch folgerichtig im zugewanderten „Anderen“ nur den Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt erkennen kann, den Konkurrenten um Futter und Lebensraum. Fragen Sie mal die 500 vernichteten indianischen Zivilisationen auf dem amerikanischen Kontinent, welche Folgen solche Völkerwanderungen für die Eingeborenen haben, für ihr eigenes Recht auf Leben. 500 Zivilisationen wurden dort vernichtet – kulturell hochstehende Zivilisationen, Zivilisationen, denen die Gründungsvätern die USA die Werte der Unabhängigkeitserklärung verdanken, Zivilisationen, die im Frieden mit ihrer Umwelt lebten, anstatt sie durch Ausbeutung zu vernichten. Völkerwanderungen – so lehrt die Geschichte – haben für die Eingeborenen katastrophale Folgen. Wer Karl May gelesen hat, kann sich daran erinnern, was mit dem „roten Mann“ geschah … und durfte sich bislang vielleicht auch ein wenig Sympathie für den „roten Mann“ leisten, bis definiert wurde, dass man bei akutem Anflug von Empathie für verachtete Eingeborene als Nazi zu gelten hat.

Liebe und Mitgefühl gehören auch den Eingeborenen, nicht nur ausschließlich jenen Asylbewerbern, die in dem Artikel in SuperSonntag schon erstaunlich offen als brutale Konkurrenten auf dem deutschen Arbeitsmarkt angepriesen werden, die nun mit Staatsgewalt ins Land gedrückt werden sollen. Wie soll der deutsche Niedriglöhner, der mit irrsinniger Selbstaufopferung versucht, der „Verhartzung“, der öffentlichen Ächtung und Verachtung zu entkommen, mit der Botschaft umgehen, dass die Konkurrenz für ihn in Zukunft härter wird, er zum „Indianer“ wird, dessen Lebensraum bedroht wird?

Erinnern wir uns kurz daran, wie es den Armen in Deutschland geht, jenem Land, dass plötzlich und überraschend sein Herz für Asylbewerber entdeckt hat. Schauen Sie sich mal den Beitrag des bayrischen Rundfunks an (siehe BR): „Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet“. „Prolls, Asis und Schmarotzer“ werden sie von den“Leistungsträgern“ dieser Gesellschaft genannt – unter anderem von karnevalistisch motivierten Stimmungskanonen wie Harald Schmidt. Bemerkenswert: in der Sendung kommen auch „Hassbürger“ zu Wort, die den „Schmarotzer“ eindeutig im Bereich der Asylbewerber verorten, ihnen vorwerfen, sie würden hier Urlaub machen.

Urlaub? Zur Erinnerung: genau das ist es, was wir für Asylbewerber einrichten wollen und sollen. Die sollen hier Sicherheit, Schutz und Geborgenheit bekommen und sich von traumatischen Erfahrungen einer apokalyptischen Welt erholen können – darum gibt es Asyl. Noch mal zur Erinnerung: woher kommen eigentlich die Asylbewerber? Ein Blick in die Statistik hilft (siehe Statista): die ersten sechs Plätze werden belegt von Syrien, dem Kosovo, Albanien, Serbien, Irak und Afghanistan. Da ist Krieg das Hauptübel – mal abgesehen von dem Nato-Staat Albanien. Den Kosovo hat die Nato bombadiert, Serbien wurde durch die Nato bombadiert, Irak hat die Nato-Führungsnation (mit Natofreunden) besetzt, Afghanistan wurde auch von Deutschland mitbesetzt … was uns gleich den Gedanken mitgibt, dass wir die Kosten für die Unterkunft von Kriegsflüchtlingen aus dem Verteidigungsetat bezahlen sollten: weniger Bomben, mehr Mitleid wäre die Devise für die Luftwaffe.

Wer ist übrigens Asylweltmeister? Die Frage sollten wir nicht vergessen, wir übersehen sie oft: das ist Deutschland. Nein, nicht bei der Aufnahmen von Flüchtlingen, sondern in der Klasse der Länder, deren Einwohner am häufigsten flüchten. 77 Prozent der deutschen Bevölkerung suchen regelmäßig jedes Jahr Asyl in anderen Ländern. Sie flüchten nicht vor Krieg, sondern vor schlechtem Wetter – und freuen sich, wenn sie freundlich im Ausland empfangen werden. Wir nennen das „Urlaub“ – und wir wissen selbst, wie dringend wir den brauchen (siehe FUR). Für viele Kinder jedoch gilt diese Fluchtmöglichkeit nicht, obwohl ihnen eine kleine Flucht aus dem Alltag, aus dem Leben in Armut und Verachtung sicher gut tun würde – für drei Millionen von ihnen ist dies jedoch ein Traum, der sich nie erfüllen wird (siehe FR).

Klar: der deutsche Asylant bringt Geld mit, damit auch der Grieche, der Italiener, der Spanier wie wir zum EU-Müllweltmeistern werden können (siehe Spiegel). Obwohl: dazu brauchen sie gar nicht das Geld des deutschen Wetterasylanten, das besorgt der Urlauber schon selbst – das Goetheinstitut in Russland klärt uns darüber auf, wie vernichtend die Flut der deutschen Wetterasylanten für die Umwelt und die so überfluteten Gesellschaften ist (siehe Goetheinstitut):

„„Das Abfallaufkommen, aber auch der Wasser- und der Energiekonsum durch den Massentourismus in den Urlaubsparadiesen ist immens und bringt die lokale Bevölkerung in große Bedrängnis“, erläutert Petra Bollich vom WWF Deutschland. Vor allem im Mittelmeerraum ist Wasserknappheit ein großes Problem. Täglich werden dort im Sommer zwischen 300 und 850 Liter Süßwasser pro Tourist verbraucht (in Deutschland sind es nur 150 Liter pro Kopf).“

Eine irrsinnige Zahl von 55 Millionen deutschen Wetterasylanten überfluten jährlich Gegenden mit besserem Wetter – und vernichten sie nachhaltig:

„Umweltbelastungen durch Tourismus entstehen also vor allem in Ländern, die ein sensibles Ökosystem und mangelnde Infrastruktur aufweisen. Dort werden oft rücksichtslos Hotelanlagen und Straßen ausgebaut. Ein Beispiel dafür ist die Küstenlandschaft der Iberischen Halbinsel. Auch besonders sensible Ökosysteme wie Korallenriffe werden durch zu viele tauchende Touristen oft irreparabel beschädigt.“

Diese Schäden können durch alles Geld der Welt nicht ausgeglichen werden.

Merken Sie, warum die Diskusssion über Asyl in Deutschland ein Terrorinstrument ist – eine verlogene Diskussion, die an Tiefe und Umfang der Gedanken schon durch die Betriebsanleitung für Wasserkocher überboten wird?

Doch welche Lehren sollten wir daraus ziehen?

Jenseits jeglicher politischen Vermarktung der Gedanken muss man die vernichtende Kraft von Völkerwanderungen erkennen, Völkerwanderungen, die in den letzten Jahrhunderten erstmal das Vorrecht des „weißen Mannes“ waren und Völkervernichtungen nach sich zogen und aktuell noch durch neokolonialistischen „Urlaubsterror“ fortleben – eine Terrorart, die von den so oft verachteten „Prolls, Asis und Schmarotzern“ mangels Geld am seltensten ausgeübt wird.

Ebenso darf man klar erkennen, wo die Ursachen der an sich Unfrieden stiftenden Völkerwanderungen liegen: aktuell in den Kriegen des Westens, im Feldzug der USA gegen ihre „Terrorstaaten“ – so wissen wir, wie wir die Völkerwanderung kontrollieren können und die Energien, die zu ihrer Verwaltung aufbebraucht werden, sinnvollerweise jenen Menschen zukommen lassen können, die vor lauter Hunger nicht mehr klar denken können.

Ein Beispiel, wie man´s richtig macht, liefern die Kobane-Solidaritätsbrigaden der Marxisten (siehe Kobane-Brigade), die das machen, was dringend Not tut: in den Heimatländern der Flüchtlinge die Städte wieder aufbauen. Ich denke: dafür haben die mal bei der nächsten Wahl ordentlich Stimmen verdient – jedenfalls mehr als jene Parteien, die durch immer neue Rekorde an Waffenlieferungen massenhaft für Unfrieden in der Welt sorgen und so jene Völkerwanderungen lostreten, vor denen gerade die Ärmsten der Armen in Deutschland Angst haben, weil sie fürchten, noch weiter aus ihrer Heimat verdrängt und selbst zu Flüchtlingen zu werden.

Doch noch ein weiterer Gedanke darf nicht fehlen. Das, was hier ausgeführt wurde, dürfte jedem informierten, gebildeten Menschen aus den bildungsfreudigen Schichten bekannt sein – doch wenn das so ist: warum entwickelt sich dann alles so chaotisch und ohne Plan? Jeder Dummkopf kann sich an drei Fingern abzählen, dass die Bombadierung von Ländern, die Vernichtung staatlicher Strukturen (wie exzessiv in Libyen, dem Irak, Afghanistan und Syrien geschehen) riesige Flüchtlingswellen produziert. Wenn dem so ist, kann man eigentlich nur Schlußfolgern, dass diese Entwicklung billigend in Kauf genommen wurde – wenn nicht sogar geplant war um die Fabriken des reichen Nordens mit noch billigeren Arbeitskräften zu versorgen … in einem Land, in dem 42 % aller Arbeitsverträge nur noch befristet sind (siehe Süddeutsche) das sich ständig neue Rekorde in der Teilzeitarbeit leistet (siehe Zeit) und ständig mehr Minijobs auswirft (siehe Statista), eine Entwicklung, die wohl zurecht die Frage aufwirft: wo soll das alles noch enden – außer bei Meldungen, dass Jobcenter inzwischen von privaten Sicherheitsdiensten geschützt werden (siehe DerWesten), was den eingeborenen Arbeitslosen zum Feind des Staates erklärt?

Wir sehen: der Terror in der Flüchtlingsfrage resultiert in erster Linie aus dem Faktum, dass es nur noch Schwarz und Weiß gibt. Raten Sie mal, wer gerade beständig auf allen Kanälen daran arbeitet, dass der Terror vertieft, wird, dass Ängste bewusst durch Text und Bild erzeugt werden … über deren Existenz man sich andererseits dann fürchterlich aufregt. Der Flüchtlingsterror als solcher trifft die Flüchtlinge und die „Hassfratzen“ gleichermaßen, vergebens sucht man Vernunft und Empathie in den Medien. Die Welt wird aufgeteilt in Bessermensch und Hassfratze – ein Sozialrassismus, der niemandem mehr auffällt noch irgendwen stört – so wenig, wie es stört, dass wieder deutsche Behörden von deutschen Bürgern als Parasiten reden … und diese Parasiten durch Zuwanderer zu verdrängen gedenkt.

Ein pikantes Detail am Rande: bei der Organisation „Fluchthelfer“ treffen Urlauber auf Asylbewerber, sollen ihnen helfen, ins Land zu kommen. Eine wunderbare Aktion, will man meinen – denkt man an die 240 Millionen hungernden Afrikaner, von denen einer in einem Werbevideo nach mühsamer Flucht über Sahara und Mittelmeer an Land kam, um dort von deutschen Rentnern gerettet zu werden. Eine schöne Geschichte … die ein wenig daran krankt, dass sie wohl aus den USA finanziert wird (siehe Neopresse) … aber nicht für Mexikaner gilt, die in die USA wollen. Wer in den USA wohl Interesse daran hat, den europäischen Arbeitsmarkt mit Arbeitskräften zu fluten und so den verhassten Sozialstaat mehr und mehr an seine Grenzen zu führen?

Anstrengend, das Leben jenseits der einfachen Welt von „Schwarz“ und „Weiß“, oder? Und doch muss man dadurch, um Lösungen anstelle von Parolen bieten zu können.

Um Frieden zu stiften … anstatt fortlaufend weiter Unfrieden durch Terror, Waffen und intellektuelle Dekadenz zu säen und die Verfolgten dieser Erde gegeneinander auszuspielen.

 

 

 

 

 

 

Max Uthoff über sozialstaatliches Waterboarding Hartz IV

[…] Täglich müssen Tausende von Menschen an den Tafeln um Essen betteln und dann kommt Katrin Göring-Eckardt … Die ihre volkswirtschaftlichen Erkenntnisse im internationalen Institut für Milchmädchen erworben hat, die mit ihrer Partei „Die Grünen“ – Hartz IV und die Armut überhaupt erst manifestiert haben, und schreibt in ihrem Buch über die Tafeln: Es ist ein Glück, dass es die Tafeln gibt, sie sind die Antwort auf das Problem der Armut in unserem Land. Katrin Göring-Eckardt deren Verstand sich vor langer, langer Zeit – wie ein Auswanderer in südliche Gefilde abgesetzt hat, um dort an der Strandbar ein Bier zu trinken, zusammen mit der Würde von Joschka Fischer […] – Max Uthoff

 

Die Bertelsmann-Party – Motor der Re-Feudalisierung

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Dienstag, 19.5.2015, Eifel. Im September soll es losgehen, so munkelt man. Ab September – so hört man aus in der Regel gut informierten Kreisen – soll es zu großen Verwerfungen kommen, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft – alle werden betroffen sein. Wer da munkelt? Nun – so etwas erfahren Sie von erfahrenen Journalisten nicht, weil die ihre Quellen nicht preisgeben wollen und ich demonstriere mal journalistische Qualitätsarbeit in dem ich sage: von mir erfahren Sie das auch nicht. Natürlich ist das unseriös, aber von der etablierten „Lügenpresse“ nehmen Sie das ja auch hin, oder? Auch dort munkelt man über Informationen, die diesem oder jenem „Kreis“ „nahestehen“ oder aus einem „Ministerium“ stammen.

Es ist auch gut, dass so etwas gemunkelt wird, es ist auch gut, dass es hier informelle Kanäle gibt, es ist auch gut, wenn Theorien jeder Art diskutiert werden: wenn ihr Hund bellt, erwarten Sie auch nicht jedesmal einen Einbrecher – aber wenn der Einbrecher kommt, dann erwarten Sie, dass ihr Hund bellt – oder ihre Gans Alarm schlägt.

Nun sprechen wir heute über die Re-Feudalsierung der Gesellschaft, nicht über ihren Zusammenbruch. Die Re-Feudalisierung geht ihr voraus, gespeist nur aus der Angst der Mächtigen vor dem, was kommt, wenn ihre so sorgsam ausgetüfftelten Hierarchien erschüttert werden, wenn neue Anführer im Land enstehen, die sich ihren eigenen Teil am Kuchen einfach mit Gewalt nehmen wollen – und nehmen werden. Nichts fürchtet man mehr als eine Wiederkehr von 1929 – auch wenn man das nicht so offen diskutiert, weil man das Volk nicht beunruhigen will.

Die Schweizer – die sind da ganz anders drauf, sie proben im September schon mal für die Zukunft (siehe basellandschaftlichezeitung):

„Die Führung der Schweizer Armee hat offensichtlich kein grosses Vertrauen in den Frieden in der Europäischen Union. Nur so ist zu erklären, dass das Militär erneut eine Truppenübung plant, bei der die Gefahren eines in Anarchie versinkenden Kontinents abgewehrt werden müssen. Anlässlich der «Conex 15» im September werden 5000 Angehörige der Armee in der Nordwestschweiz den Ernstfall üben. Dieser lautet: Europa zerfällt.

Für uns noch undenkbar – für die Schweiz eine denkbare Realität, auf die man sich schon jetzt vorbereiten möchte:

Das «Conex»-Szenario sieht schwarz für die Nachbarländer. «In einem fiktiven Europa der Zukunft mit neuen Ländern und Grenzen herrscht Wirtschaftskrise», heisst es darin. Die Folgen: «Verknappung der Vorräte, Schwarzhandel, kriminelle Organisationen». Die Schweiz werde nach ethnischen Spannungen im Ausland von «grösseren Flüchtlingsströmen» überrollt. Die Vorräte müssen geschützt werden.“

So denken Länder, die sich vor dem anstehenden Chaos in Sicherheit bringen wollen, die die Schweiz wieder einmal in eine Oase inmitten des Chaos verwandeln wollen. Auch unsere Eliten bereiten sich auf diesen Zusammenbruch vor, sie machen das, was Menschen immer machen, wenn Gefahr droht: sie schließen sich zusammen, scharen sich hinter Anführern mit überdurchschnittlichem taktischem und strategischem Geschick (oder genug  Geld, sich das eventuell kaufen zu können) – in der Hoffnung, dass diese schon einen Weg finden werden, wie man die eigene Haut ohne große Mühen durch die anstehende Apokalypse des – „unbezahlbaren“ – demokratischen Rechtsstaates retten kann.

Das machen sie nicht etwa im Geheimen, sondern ganz offen – nur die Themen, die Gespräche, das „konspirative Element“ bleibt geheim. Das können Sie alles im Deutschlandfunk nachlesen – wahrlich keine linksradikale Quelle sektiererischer Kommunisten oder zur offenen Paranoia neigender Verschwörungstheoretiker (siehe Deutschlandfunk):

„“Es ist ja schon so, dass wenn sich die Reichen und Mächtigen zusammensetzen und über die Welt reden und was da passiert und was da passieren soll, dass wir als Bürger davon in irgendeiner Art und Weise früher oder später dann betroffen sind.“
So wundert sich auch der Münchener Mediensoziologe und Publizist Rudolf Stumberger über diese Auffassung von privaten Treffen:
„Das sehen wir ja gerade ganz konkret an dem, was auf den Finanzmärkten passiert. Und daher ist das schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn diese Treffen fern ab jeder demokratischen Öffentlichkeit stattfinden.““

Es geht dort um die großen Treffen (z.B. Bilderberger, Davos), deren Brisanz inzwischen schon einer breiteren Öffentlichkeit bekannt ist – nicht dank der Tätigkeit „investigativer“ „Qualitätsjournalisten, sondern dank der Aufmerksamkeit ehrenamtlicher Tastenstümper, die Fragen formulierten, auf die sie selbst keine Antwort hatten. Die Wissenschaft jedoch – hat hier schon längst eine:

„Auch wenn Greiner zu Recht daran erinnert, dass die Reichen und Mächtigen nicht allein auf der Welt sind: Wer in diesen elitären Kreis eingeladen wird, darf von sich glauben, dazuzugehören. Er wird alles dafür tun, dass das so bleibt, wird sich korrumpieren lassen. Rudolf Stumberger zumindest behauptet:
„Dass praktisch zwischen die Welt der Wirtschaft und die Welt der Politik kein Blatt mehr passt. Also diese beiden Bereiche gehen zunehmend nahtlos ineinander über, wenn wir das an den Personen festmachen.““

Sie sind nicht allein auf der Welt, diese Reichen und Mächtigen – und das wissen sie auch. Sie haben jedoch einen Vorteil: sie können sich alles Wissen, alle  akademische Qualifikation auf einem übervollen, von Massenarbeitslosigkeit geprägten Akademikermarkt hinzukaufen, einem Markt, der durch potentiell tödliche Sanktionsandrohungen des Sozialstaates an Schärfe enorm zugenommen hat – eine Entwicklung, an der das Haus Bertelsmann maßgeblich beteiligt war. So ist es ihnen ein leichtes, zu lernen, wie man große Mengen von Menschen für sich einnimmt, wie man öffentliche Aufmerksamkeit lenkt und formt, wie man durch geschickte Etablierung von Netzwerken auf allen gesellschaftlichen Ebenen eine feste Front schafft zwischen sich und den anderen, den Parias, den … vom Arbeitsplatz existentiell abhängigen Untermenschen, die einfach zu blöd dafür sind, ihre Kapitalerträge für sich arbeiten zu lassen, kurz gesagt: dem Pöbel.

Das sind Sie und ich.

Es gibt nun mehrer Methoden, Meinungen zu gestalten („beeinflussen“ … wäre hier wirklich das falsche Wort). Es dauert etwas, kostet einiges an Zeit und Geld – aber wenn man das hat, ist alles möglich. Wirklich: alles. Die Methoden sind im Prinzip denkbar einfach: Identifikation der „Entscheider“ in einem System, Beeinflussung der Entscheider durch professionelle Gesprächsführung (die sich unter anderem darin auszeichnet, dass man über das zentrale Anliegen die ersten vier- fünf Treffen gar nicht spricht, sondern die Gesprächszeit nutzt, um den Partner zu analysieren, seine Schwachstellen herauszufinden, die man als Angelpunkt nutzen kann – so arbeiten Lobbyisten im Bundestag), zusammenführen der Entscheider auf Kongressen, Vorträgen, gesellschaftlichen Ereignissen (auch: Geburtstagsfeiern im Kanzleramt), wo man etwas Besonders erzeugt: das WIR-Gefühl, das bei vielen schon ausreicht, um – weitab jeglicher konkreter „Verschwörung“ – eine geschlossene Front gegen „die anderen“ zu bilden, die eben nicht feinst gewandet bei Champagner und Kaviar Sonetten im Schlosshotel genießen, sondern draußen vor dem Fernseher sitzen und sich vor der Arbeitslosigkeit fürchten.

Das sind: Sie und ich.

Einer dieser Verantstaltungen, die dazu dienen, das „WIR“ zusammenzuschweißen, sind die beliebten Bertelsmannpartys, die in aufgeklärten Demokratien schon längst verboten gehörten. Ich habe Ihnen mal eine Gästeliste aus dem letzten Jahr mitgebracht – sie werden staunen, wen man da alles vorfindet (siehe Bertelsmann): den Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank, den Vorsitzenden des Innenausschusses des deutschen Bundestages, den Geschäftsführer von Brandt Zwieback und Schokoladen, den Bundesminister des Inneren, Botschafter von Irland, Frankreich, der USA, Spanien, Kanada, Russland, der Schweiz, Indiens, Israel, Island, Belgien, China, Casten Maschmeyer, viele nahmhafte Moderatoren und Moderatorinnen (die uns unter der Woche die Welt erklären), den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Vizepräsidentin des deutschen Bundestages, Cem Özdemir, den Vorsitzenden der GRÜNEN, den Geschäftsführer des SPIEGEL, den Herausgeber des FOCUS, den Intendanten des Norddeutschen Rundfunks, mehrer nahmhafte Ex-Minister, den Generalsekretär der CDU, den regierenden Bürgermeister von Berlin (SPD), einen ehemaligen Box-Profi, eine Starkoch, einen Star-Friseur, viele Schauspieler, ein Model, die Inhaberin von SIXT, Senatoren, einen Dschungelkönig, eine Dschungelkönigin, Musiker, Verleger, Aufsichtsratsvorsitzende und Geschäftsführer namhafter Unternehmen, ein Dutzend Staatssekretäre – kurz: alles, was ich brauche, im eine große Masse zu beeinflussen.

Was oft unterschätzt wird: die Macht von Schauspielern und Moderatoren, die wir dort in großer Zahl finden – mehr als z.B. freie Journalisten. Stundenlang bewegen sie sich im Kreise der wirklich Reichen und wirlich Mächtigen, assimilieren ihren Lebensstil, um nachher als Moderatoren von „Talkshows“ diesen Lebensstil vehement zu verteidigen – oder ihn uns als Schauspieler via TV vorzuleben. In einer Gesellschaft, die vier Stunden täglich vor dem Fernseher sitzt  – also nahezu jede freie Minute, die nicht für Arbeit, Einkauf und Verwaltung draufgeht – sind Schauspieler Stellvertreter unseres eigenen Lebens, Identifikationsfiguren für das eigene Ich … und somit machtvolle Steuerungsinstrumente, die mit wenig Aufwand großen Eindruck hinterlassen können.

Auf dieser Party treffen sich politische und wirtschaftliche Kräfte, die eigentlich im energischen Widerstreit liegen sollten – aber dort stundenlang bei bester Laune miteinander vereint sind.

Aus dem Jahre 2007 haben wir noch Aufnahmen von der glücklichen Atmosphäre dieser Eliteschmieden, schauen Sie sich an, wie ausgelassen die feiern können (siehe: am Ende des Tages)- Dieter Bohlen, Guido Westerwelle, Frau Sixt und Frau Mohn, der Regisseur Helmut Dietl, schon wieder Wowereit, Rita Süßmuth, Alice Schwarzer uvm: das „Oben“, der neue Feudaladel samt Hofstaat (inklusive Narren, Gaucklern, Musikanten, schönen Frauen und mächtigen Wirtschaftsbossen), feiert seit Jahrzehnten feste Geschlossenheit, bilden Jahr zu Jahr mehr eine undurchdringliche, geschlossene Oberschicht, wo der Herausgeber des Sterns mit dem „linken“ Bürgermeister von Berlin und dem DSDS-Hansel Dieter Bohlen fröhlich in edelstem Ambiente feiern können (wie z.B. hier), während Millionen von Kindern unter der Hartz IV-Knute ihre Zukunft verlieren.

Darf ich nochmal den Mediensoziologen zitieren, der – fern ab der breiten Öffentlichkeit, nur für jene interessant, die noch nicht von Schule und Dieter Bohlen völlig verblödet wurden – deutliche Worte spricht (nochmal: Deutschlandfunk):

„Und so kommt der Mediensoziologe zu diesem Ergebnis: Wir erleben derzeit, so sein Eindruck,
„Tendenzen der Re-Feudalisierung. Das heißt, dass neben den offiziellen Strukturen, neben den demokratischen Strukturen, dass die inoffiziellen Strukturen zunehmend wieder an Gewicht gewinnen. Und diese Eliten, diese selbst ernannten Eliten, die oben sitzen, die schotten sich zunehmend ab.““

Das war 2010.

2015 sind wir etwas weiter, am Horizont erscheinen derzeit die nächsten Schritte der Elite, jene Maßnahmen, die man so wunderbar auf jenen „Partys“ besprechen kann – ganz zwanglos und unverbindlich, bis eifrige Staatssekretäre sie hinter den Kulissen durchpeitschen: so soll ja auch Hartz IV seine endgültige, mehr auf staatliche gewollte Verarmung und menschenunwürdige Gängelung ausgerichtete Form erhalten haben … munkelt man.

Aktuell melden die Deutschen Wirtschaftsnachrichten mit Bezugnahme auf den britischen Guardian spannende Experimente im britischen Raum, Experimente, die sich auf der Bertelsmannparty für Gesprächsstoff sorgen (siehe Deutsche Wirtschaftsnachrichten):

„Die englische Königin wird in Kürze die Einführung drakonischer Gesetze verkünden. In Großbritannien sollen Bürger nicht mehr danach beurteilt werden, ob sie sich an die Gesetze halten, sondern ob sie einem bestimmten Wertekanon entsprechen. Presseerzeugnisse sollen demnach künftig nur nach Genehmigung durch die Polizei erlaubt werden. Mit den neuen Gesetzen setzt sich eine gefährliche Entwicklung in der EU fort.

Wie der Guardian aus der Rede vorab berichtet, sollen die Gesetze zwar zunächst dem Krieg gegen den Terror gelten, und die Aktivitäten von islamischen Extremisten im Keim ersticken. Doch die Gesetze sind so allgemein formuliert, dass sie faktisch auf jede Meinungsäußerung angewendet werden können, die den Positionen der Regierung widerspricht.“

Auch wenn die DWN schon gelegentlich wegen ihres nicht ganz so wissenschaftlichen Stils gescholten wurden … so kann man sich ja beim Guadian selbst überzeugen (siehe Gurdian):

They would include a ban on broadcasting and a requirement to submit to the police in advance any proposed publication on the web and social media or in print.

Die Zustimmung der Polizei zu jeder Veröffentlichung … auch im Internet. Demnächst werden meine Artikel also einen Genehmigungsstempel der örtlichen Polizeiwache brauchen.

Natürlich gelten die Gesetze erstmal in Großbritannien – aber sie werden via Botschafter ganz schnell auf der Bertelsmannparty ihre Runde machen und viele begeisterte Anhänger finden – z.B. bei den Staatssekretären, die man auffällig häufig auf der Bertelsmannparty findet. Anders als Politiker sind die Beamte, nicht abwählbar – und mit interessanten Neigungen ausgestattet (siehe ZDF):

„Ich liebe Strippenziehen“, sagt Gerd Billen. „Ob ich ein kleines oder größeres Rädchen bin – darüber nachzudenken, habe ich gar keine Zeit“, sagt Hans-Joachim Fuchtel. Willkommen im Reich der Staatssekretäre! Kaum einer kennt sie, doch ohne sie geht in der Regierung nichts. Sie stehen in der Hierarchie gleich unter den Ministern – und haben manchmal doch die größere Macht.

Wen wundert es da … das Gerd Billen auch auf der Bertelsmannparty war. Dort konnte er Strippen ziehen, von denen er in seinem Amt zuvor nur träumen konnte.

Der Öffentlichkeit steht leider nur ein Auszug der Gästeliste zur Verfügung, real sind noch mehr große „Namen“ dort, die als „inoffizielle“ Eliten einen ganz „offiziellen“ Griff zur Macht demonstrieren, um „den Westen“ wieder in das zu verwandeln, war er jahrtausendelang war:

einen Feudalstaat, wo der Adel ungehemmt das Volk ausplündert.

Wäre ich doch nur Schweizer … dann könnte mich die Armee davor schützen.

Stattdessen … werde ich wohl schon mal die richtige Art der Verbeugung üben, wenn der demnächst ein „Star-Friseur“ an mir vorüberzieht.

Oder ich plane schon mal die Gründung einer wilden Räuberbande. So was wie Robin Hood. Die verhartzen Kinder könnten gut ein wenig materielle Zuwendung gebrauchen.

Und sowieso: immer bücken … ist schlecht für den Rücken.

Und der ist bei mir schon im Eimer.

 

 

 

 

 

Faschismus in Deutschland 2015

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Montag, 10.5.2015. Eifel. Derzeit werden große Reden geschwungen: der Zweite Weltkrieg endete vor siebzig Jahren. Da reden gerne Menschen, die die Zeit nie erlebt haben, über Dinge, die sie nie verstanden haben, um sich selbst in ein Licht zu setzen, das sie nie verdient haben. Es wird natürlich auch gerne über „Faschismus“ gesprochen. Das der böse ist, steht außer Zweifel. Es weiß auch jeder, was Faschismus ist – und unterscheidet sich darin von der gesamten historischen Wissenschaft, der es in den letzten Jahren nicht gelungen ist, eine einheitliche Faschismusdefinition zu entwickeln.

Faschismus – so die landläufige Meinung – ist, wenn SA und SS unter der Führung Adolf Hitlers in Nürnberg Parteitage abhalten und im Anschluss Juden vergasen. SA und SS gibt es nicht mehr, Hitler ist tot, die Juden sind in Israel (ein Land, dessen Existenz vielen Deutschen ein Dorn im Auge ist, allerdings hält man es für unschick, diese Tatsache mit dem Antisemitismus der NSDAP in Verbindung zu bringen – Israelkritik … die in Teilen auch berechtigt sein mag … ist eine äußerst elegante Methode, seinen Antisemitismus ausleben zu können, ohne gleich des Faschismus verdächtigt zu werden): der Faschismus ist besiegt.

Faschismus und Antisemitismus werden gerne in einem Atemzug genannt, gedenkt man der Befreiung aus den Konzentrationslagern, so fixiert man sich – wie die deutsche Bundeskanzlerin – gerne auf die abgeschlachteten Mitbürger jüdischer Religionszugehörigkeit und vergisst dabei die Kommunisten, Arbeitslosen, die Kranken, die Nicht- angepassten, die Roma und Sinti, die unbeliebten, verleumdeten Nachbarn und wen man noch alles zum Scheiterhaufen geführt hat … Pardon: zur Gaskammer. Scheiterhaufen verwendete man in der frühen Neuzeit bei anderen unliebsamen Personengruppen, die Täter waren die gleichen: der Pöbel, der Mob, der Nachbar.

Dieser Ansicht würde Helmut Schmidt jetzt sehr wiedersprechen. Er selbst – 1942 noch in seiner faschistischen Überzeugung erfolgreich geprüfter Edelnazi – war kein Nazi, kannte persönlich nur drei davon (allen ich kenne da schon mehr – und bin nicht so alt) und ist überhaupt der Meinung, dass es in Deutschland kaum Nazis gab – jedenfalls differenziert er sehr zwischen Deutschen und Nazis (als ob die 1933 von der Wega kamen und 1945 wieder dorthin zurückkehrten) – das lernt man aus einem Artikel von Georg Diez im SPIEGEL (siehe Spiegel). 70 Jahre nach Kriegsende wäscht sich der Deutsche rein – es scheint, als ob niemals ein Deutscher Nazi gewesen sein konnte. Immerhin war der Obernazi auch Österreicher.

Vieles krankt natürlich an der Faschismusdefinition – von der es bis heute keine einheitliche gibt…..weshalb wir auch nicht in der Lage wären, seine Wiederkunft zu erkennen, es sei denn, die holen die alten Uniformen wieder aus dem Schrank und beleben Adolf Hitler per Gentechnik neu. Die in Deutschland gern geprägte Gleichung Faschismus=Antisemitismus reicht leider nicht weiter als bis zur Landesgrenze. Im Mutterland des Begriffes „Faschismus“ wandte sich der oberste Faschist Benito Mussolini mehrfach ausdrücklich gegen den Antisemitismus der „Germanen“, der „Tenno-Faschismus“ in Japan konnte  mangels Juden niemals Antisemitismus entwickeln – jedenfalls so lange nicht, bis die Medien die Holocaustleugnung des Westens nach Japan transportierten (siehe Fall Marco Polo).

Allerdings ist Faschismus ohne Antisemitismus auch nicht gerade eine angenehme Veranstaltung – doch dürfen wir in Deutschland überhaupt etwas Faschismus nennen, dass nicht gleich antisemitisch ist?

Es wäre vermessen, in den Rahmenbedingungen, die einem das Internet setzt, Texte zu entfalten, die sich umfassend um die Definition des Begriffes bemühen … hierzu wären tausende von Seiten nötig, niemand hat heutzutage mehr die Zeit, soviel komplexe Informationen zu studieren, trotzdem möchte ich durch ein paar Informationen wenigstens mal zum Nachdenken anregen. Deutschland, Japan und Italien waren nicht nur den Antisemitismus miteinander vereint, sondern durch Systeme, die ein besonderes Menschenbild hatten: Mussolini wollte das alte römische Reich wieder errichten, der römische Bessermensch sollte einen festen Platz an der Spitze der menschlichen Rasse erhalten – mit dem Mittelmeer als zentralem Herrschaftsgebiet, von wo aus der Duce über die niederen, nicht-römischen Völker herrschen sollte.

Die Japaner stammten sogar von einer Göttin ab: ihr erster Kaiser Jimmu war ein Sproß der Sonnengöttin Amaterasu, das machte sie zu den besten Menschen der Welt.

Die Deutschen jedoch waren stolz auf ihre Arier-Gene, die sie einerseits allen Menschen dieses Planeten überlegen machten und sie andererseits zum Kampf gegen ihre bösen Widersacher aufriefen: die jüdischen Völker.

Dieser Punkt – „wir“ und „die anderen“ – scheint mir sehr zentral zu sein … und erklärt auch, warum wir ungehalten auf Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus reagieren: auch dort formiert sich ein „wir“ (ein Bund, ein „fascio“), der mit Gewalt (die in allen faschistischen Staaten vollkommen legitimes Mittel ist, weil per Definition die Superguten gegen die Ultrabösen kämpfen) gegen „die anderen“ vorgeht.

Die Ausübung von Gewalt gegen eingebildete politische Gegner ist meines Erachtens nach noch nicht das zentrale Element, weil es nicht ganz so weit trägt. Der Extremistenerlaß der Bundesrepublik Deutschland ist ebenso eine Ausübung von Gewalt gegen Unerwünschte, aber deshalb wird das Land nicht faschistisch. Was mir eher am Herzen liegt, ist der Blick auf die Mythologie, der Urgrund faschistischen Glaubens in all´ seinen Ausprägungen: die reale Existenz von genetisch optimalen „Herrenmenschen“ und minderwertigen „Untermenschen“, der „Gottmensch“ gegen das „unwerte Leben“.

Hierzu mal ein Zitat aus dem Jahre 1904 – als es noch überhaupt keinen Faschismus gab:

„Wenn dann die schlechteste Menschenware Dutzende von Dummköpfen, Verbrechern, Krüppeln, Tuberkelosen und sonstigen Missgestalten erzeugt hat, bauen wir überall Irrenanstalten, Epileptikeranstalten, Altersasyle und Zuchthäuser, um die schlimmsten Früchte ihrer Entartung auf unsere Kosten zu entsorgen. Und wir merken nicht, dass diese Art Humanität die Kulturmenschheit zugrunde richtet“.

Der Satz stammt von August Forel, einem Arzt – und hat einen besonderen Hintergrund:

„Minderwertige Menschen vermehrten sich auf Kosten der hochwertigen, die natürliche Auslese werde durch Sozialleistungen – wie zum Beispiel dem Bismarkschen Krankenversicherungsgesetz von 1883 – gehemmt.“

(Zitat aus: Kurt G. Büchel, Heilen verboten, töten erlaubt, Bertelsmann, 3. Auflage 2003, Seite 101)

Forel wird heute anders überliefert andere – humane – Schwerpunkte werden hervorgehoben – doch wie Kurt G. Büchel hervorhebt, stand er für eine besondere (medizinische) Kaste in Deutschland (bzw. im „Westen“), die sich Ende des neunzehnten Jahrhunderts erhob und den genetisch einwandfreien Herrenmenschen favorisierte – die Folge waren Massenkastrationen „minderwertiger“ Menschenware, um das Erbgut des Ausschusses für alle Zeiten aus dem Verlauf der Geschichte herauszuschneiden: der Kampf gegen den Minderleister hatte begonnen.

Erstaunlich: wir lernen sogar sozialdemokratische Rassenhygienier kennen (Alfred Grotjahn: Lungentuberkulose ist die „Krankheit der körperlich Minderwertigen“) und erfahren, dass dieser Ungeist international Fuß fasste – fest verankert im Bewusstsein der Ärzteschaft („der englische Physiologe John B. Haykraft pries 1895 den TBC-Bazillus als „Freund unserer Rasse“, weil er die Unterschicht ausmerzte“, beide Zitate Büchel, a.a.O.).

Gruselt´s ihnen schon? Die Geschichte würde sich so etwas verändern, ein Adolf Hitler wäre nicht mehr die Quelle des Faschismus – sondern nur noch eins seiner ausführenden Organe, Abteilung Deutschland. Juden – geraten nur zufällig ins Visier, weil der abscheuliche Gnom Hitler das ganze jüdische Volk zu den Minderwertigen zählte, man könnte fast meinen, das Ganze sei ein Unfall der Geschichte, der eigentlich die Armen, Kranken, Alten und Schwachen vernichten sollte aber durch Hitler versehentlich die Juden traf … gäbe es nicht historisch gut dokumentierten Antisemitismus, der bis 1848 (und noch weit darüber hinaus) reichte (siehe z.B. Wikipedia):

„Auch Immanuel Kant (1724–1804) nannte Juden „Vampyre der Gesellschaft“, die „durch ihren Wuchergeist seit ihrem Exil in den nicht unbegründeten Ruf des Betruges… gekommen“ seien.“

Hegel, Fichte, Brentano: alle beteiligten sich an der Definition des „Juden“ als „unwerten Lebens“, ohne dass dies irgendwelche Aufarbeitung nach sich zog. Es bedurfte nur noch des (Sozial-)Darwinistischen Gedankens, dass unwertes Leben ausgelöscht werden darf, um die Konzentrationslager in Bewegung zu setzen und sie mit deutschen Bürgern jüdischer Religionszugehörigkeit zu füllen … und mit allem anderen unwerten Leben – Elemente der deutschen Geschichte, die wir gerne verdrängen, so wie wir auch gerne verdrängen, dass Hitler nicht gewählt sondern von konservativen Demokraten (in einer schon innerlich fast vollständig zerrütteten Demokratie) ins Amt gehievt wurde (siehe z.B. „Machtergreifung“ bei Wikipedia).

Gleichsam haben wir die Aktion T4 verdrängt, die schon 1920 vorbereitet wurde und im Nationalsozialismus nur ein geeignetes Instrument zur Durchführung fand (siehe Wikipedia):

Die im Nationalsozialismus praktizierte sogenannte „Euthanasie“ geht auf schon um die Jahrhundertwende entwickelte eugenische Ideen, wie sie neben anderen durch den Polemiker Adolf Jost popularisiert wurden, zurück. Diese Vorstellungen wurden durch die 1920 publizierte Schrift Freigabe zur Vernichtung lebensunwerten Lebens von Binding und Hoche konkretisiert und fanden damit Eingang in die akademische Diskussion. Im Sinne einer „Rassenhygiene“ und einer Höherzüchtung der „arischen Rasse“ korrespondierten diese eugenischen Ideen nicht nur mit den Zielen der nationalsozialistischen Ideologie, sondern das festgelegte Endziel einer „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ wurde stark materialistisch begründet. Es handelte sich hierbei um einen Euphemismus für die geplante und systematische Ermordung von „Erb- und Geisteskranken, Behinderten und sozial oder rassisch Unerwünschten“; die Entscheidungen wurden hierbei nach Aktenlage von als Gutachter eingesetzten Ärzten gefällt.

Angeblich (ich warte hier noch auf Post) wurde die Aktion T 4 von engagierten Medizinern bis 1949 weiter fort geführt – was angesichts der bis ins 19.Jahrhundert zurückreichenden Vorgeschichte plausibel erscheint.

Nun schreiben wir das Jahr 2015, sind äußerst sensibilisiert auf Aktivitäten deutscher Bürger gegen ihre Mitbürger jüdischen Glaubens – und haben völlig vergessen, dass im Rahmen des Vernichtungsfeldzuges gegen das „unwerte Leben“ (zu dem 1933 – 1945 auch „der Slawe“ im Allgemeinen und „der Russe“ im Besonderen gehörte) die Vernichtung des jüdischen Volkes nur ein Unterpunkt war. Warnt darum die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Mai 2015 anlässlich des Gedenkens an die Opfer des KZ Dachau lediglich vor einem Widererstarken des Antisemitismus (siehe Spiegel) so ignoriert sie vollkommen die Tradition der Vernichtung unwerten Lebens, die sich – scheinbar – 2015 in Deutschland wieder Bahn bricht (siehe Spiegel):

Auf Münkler-Watch zitieren die Blogger etwa, wie sich der Professor über Arbeitslose geäußert haben soll: „…dann schmeißen wir sie halt raus, das Mittelmeer ist groß“ (Pause) „muss ja nicht immer von Afrika rübergefahren werden zu uns, kann ja auch umgekehrt getan werden. Ein grausamer Gedanke, eigentlich ganz unmöglich, aber (Pause)“

Professor Münkler – nach Spiegel-Angaben ein „Schwergewicht“ seines Faches („Er ist oft in Talkshows zu Gast, kommt auch in anderen Medien häufig als Experte zu Wort. Er berät Politiker und politische Institutionen und veröffentlichte zahlreiche Bücher zu Themen wie Staat und Gewalt, Krieg, Weltherrschaft“, siehe Spiegel) – wehrt sich gegen diese Vorwürfe, behauptet, die Äußerungen gegen Arbeitslose so nie gemacht zu haben – aber wir brauchen gar keinen Münkler um zu sehen, dass der Geist von T 4, der Geist der Vernichtung der „sozial unerwünschten“, wieder neu in deutschen Köpfen herumspukt, die sich ja jetzt – Dank Helmut Schmidt – sicher sein können, dass „Deutsche“ und „Nazis“ Gruppen sind, die keine gemeinsame Schnittmenge aufweisen.

Wieder sind es Sozialdemokraten, die den alten Gedanken der Rassenhygiene tragen, die sozial Unerwünschten bekommen einen neuen Namen – „Minderleister“ – und werden per Ministeriumsbeschluss als „Parasiten“ und „Schmarotzer“ klassifiziert („Superminister“ Wolfgang Clement), die auch nichts zu essen bekommen sollen, wenn sie nicht ordentlich arbeiten (Franz Müntefering, siehe Zeit).

Da liegt der Gedanke nahe, sie ins Mittelmeer zu schmeißen. Wo soll man sonst mit dem Gesochse hin, dass einem höchstpersönlich selbst auf der Tasche liegt?

Angela Merkel ist gut befreundet mit Liz Mohn von Bertelsmann, deren Ablehnung des deutschen Sozialstaates kein Geheimnis ist (siehe Nachdenkseiten):

Mit ihrer Bertelsmann Stiftung steht sie der Kanzlerin mit allen Handreichungen für die politische Gestaltung der wirtschaftsliberal globalisierten Welt stets zur Verfügung. Und mit der Medienmacht des Bertelsmann Konzerns hilft sie, dass etwa die Konzepte des „überdehnten Sozialstaates“ oder der „Überalterung“ der Gesellschaft auch zur herrschenden Meinung gemacht werden.

Damit steht sie in guter Tradition von August Forel, der ebenfalls die Kulturmenschheit durch den Sozialstaat bedroht sah, jene „Kulturmenschheit“, die man heutzutage „den Westen“ nennt, gleichzeitig greift sie auch das größte Problem der dem Minderleister entgegengesetzen „Leistungsträger“ auf: die Invasion der Alten, Schwachen, Kranken, die ihr leistungsloses Luxuseinkommen in Gefahr bringen. In Zeiten, wo Dividenden den Superreichen doppelt soviel Gewinn einbringen wie die Hartz-IV-Finanzierung des Bundes kostet, wird klar, dass es Lösungen für die „sozialen Probleme“ gibt, die in Zukunft durch „Überalterung“ noch viel größer werden und jene gesellschaftliche Schicht, die schon einen Hitler für sich arbeiten lassen wollte, ist sich dessen sehr bewusst: ohne die Vermögen der Superreichen wird das Massensterben der minderwertigen Armen kaum zu vermeiden sein – und so lange die Wahlrecht haben, stellen die eine große Gefahr da, die mit allen Mitteln gebannt werden muss.

Es macht darum großen Sinn, ein Klima zu erzeugen, in dem die gar nicht mehr zur Wahl gehen (in Bremen ist aktuell der Nichtwähler mit 50 Prozent der mit Abstand stärkste politische Block, siehe Spiegel) und sich der Dikatur der Leistungsträger willenlos ergeben (siehe Handelsblatt) und so eine ausgehöhlte Demokratie zu gestalten, in der Eliten die Fäden im Hintergrund ziehen … bis die Konservativen der Meinung sind, dass es wieder Zeit ist für einen „Führer“, der „aufräumt“.

Zu weit gedacht?

Ist es zu fantastisch, sich einen „starken Mann“ (2015 geht auch eine – adelige – Frau) zu denken, der wie 1933 die zerrüttete Demokratie – an die die Mehrheit der Deutschen schon jetzt nicht mehr glaubt – zur Rettung des Volkes zerschlägt und ihm weitere Regierungslügen wie die über das „No-Spy-Abkommen“ erspart (siehe Spiegel)?

Ist es zu fantastisch zu denken, dass jene Eliten, die sich 1933 einen Hitler gönnten, sich nicht schon jetzt Gedanken darüber machen, wie sie ihre Vermögen vor den gefrässigen Minderleistern in Sicherheit bringen können …. und die am besten kostengünstig entsorgen können?

„Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen (…) Früher seien die Leute schließlich auch auf Krücken gelaufen“.

So Phillip Mißfelder, der den Wunsch nach Anhebung von Hartz IV-Regelsätzen als „Anschub für die Spiritousen- und Tabakindustrie“ bezeichnete (Zitate siehe Wikipedia).

Mir dünkt: Faschismus in Deutschland ist 2015 wieder gesellschaftsfähig … wenn er nicht gegen Juden, sondern gegen „sozial unerwünschte“ vorgeht. Und solange wir Faschismus, Antisemitismus und Bessermenschendenken nicht erfolgreich begreifen und verarbeiten, werden wir die Geschichte wiederholen … allein deshalb, weil sich die Reichen die Armen, Alten und Kranken nicht ans Bein binden wollen … uns sie seit über hundert Jahren gerne irgendwie ein für alle Mal entsorgen würden.

Der Deutsche ist vielleicht – frei nach Helmut Schmidt – nie ein Nazi gewesen, aber gebären kann er solche Ungeheuer schon … und warum sollte ihm das nicht noch einmal gelingen?

 

 

Kinder, Rente, Wirtschaft

Was haben wir nicht alles bereits in der Presse zum Thema Nachwuchs, Rente, Demographie und der düsteren Zukunft Deutschlands lesen können. Es ist ja auch furchtbar, unsere Alten wollen nicht mehr rechtzeitig abtreten, die Jüngeren haben festgestellt, dass man ein bestimmtes Vergnügen auch ohne jahrzehntelange Verpflichtung haben kann, dank Pille und Gummi und unser armer Staat kann sehen, wo er bleibt, zumindest was die Rentenzahlungen angeht. Dabei hätte der Staat doch Wichtigeres zu tun, z. B. Banken und Euro retten.

Auch die Wirtschaft ist in großer Sorge, wie man die Alten beim herrschenden Recht noch durchfüttern soll. Eines dieser Wirtschaftsunternehmen ist die Bertelsmannstiftung, von der man weiß, dass sie sich intellektuell sehr bemüht, indem sie Politiker berät und nicht nur das, sie opfert sich geradezu auf, wenn sie Verwaltungsaufgaben des Staates übernimmt, gegen ein kleines Entgelt.

Auch mit seinen Fernsehsendern übernimmt Bertelsmann eine wichtige Aufgabe, denn wenn Reinhard Mey mal in einem Liedtext die Worte aussprach: der Minister nimmt flüsternd den Bischof am Arm, halt Du sie dumm, ich halt sie arm“ die Wahrheit gesagt hat, war das vor allem eine vergangene Wahrheit, denn die Bischöfe haben auch nicht mehr so ganz den Einfluss, wie früher. Aber das ist nicht so schlimm, denn dafür haben wir heute ja das Fernsehen und weil die Öffentlich Rechtlichen das nicht alleine schaffen, hat man Bertelsmann geholt, die heute mit intellektuellen Programmen den Zuschauern jede noch vorhandene graue Zelle abtöten.

Die Presse muss natürlich die intellektuellen Erkenntnisse der Bertelsmannstiftung an die weiterleiten, die noch kein oder selten RTL schauen und noch lesen (meist Ältere, weil die das noch können). Wenn man schon nicht vom Fernsehen alleine verblödet werden kann, dann müssen eben BILD und die WELT einspringen. Und so konnte Bertelsmann in der WELT dann die traurige Wahrheit kundtun, dass Kinderlose die eigentlichen Ausbeuter sind, weil sie eben ihr Vergnügen entweder durch die Pille oder durch ein Gummi frei von Konsequenzen halten, was dem Staat und der Wirtschaft große Verluste einbringt.

Wissen Sie, seit ich weiß, dass Professoren auch für Bertelsmann tätig sind, ist mein Respekt für diese Gattung Mensch unter den Nullpunkt gesunken. Volker Pispers würde von geistigem Dünnschiss sprechen, den die halbirritierten, sorry, heißt ja habilitiert (wobei ich „hab“ ja von“ haben“ ableiten kann, aber nicht die geringste Ahnung habe, wofür „ilitiert“ steht), dort abgesondert haben, noch eine ausgesprochen milde Feststellung ist.

Sagen wir es einmal deutlich, Kinder sind ein kostbares Gut, aber man kann sie nicht wie einen Brillanten durch kurzes reiben am Kleid oder Jackett wieder zum Strahlen bringen. Wer ein Kind in die Welt setzt, muss wissen, dass dieses Kind nicht nur die Sonne ins Haus bringt, sondern auch Verantwortungsgefühl einfordert und vor allem persönlichen Verzicht mit sich bringt. Eltern, die noch wissen, was das bedeutet, werden ihren Kinderwunsch nicht nach ökonomischen Gesichtspunkten ausrichten, sondern danach, was diese Kinder ihnen an Bereicherung der nicht ökonomischen Art in ihren Alltag bringen.

Vermutlich hat sich der Bertelsmannprofessor dabei an Kennedys Spruch orientiert: „Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“, aber so dumm wie dieser Spruch ist auch die Aussage des Professors. Halten wir fest, das, was man für sein Land tun kann, ist eigentlich nur, die falschen Leute von der Spitze zu verjagen.

Das, was der Professor da brabbelt, wenn er vorrechnet, was ein Kind dem Staat letztendlich einbringt, ist der Gipfel an Geschmacklosigkeit und nebenbei auch noch eine Milchmädchenrechnung. Zunächst allerdings ist alleine schon empörend, weil sich dahinter ja indirekt die Aussage verbirgt, dass das Kinderkriegen eine Form der Staatspflicht ist. Nun ja, so in etwa denken die Herrscher seit Menschengedenken. Sie brauchten schon immer Kanonenfutter für ihre sinnlosen und zerstörerischen Kriege und sie brauchten immer Arbeitssklaven, die alles das herstellen, was sie brauchen, selbst aber nicht produzieren können. Denn machen wir uns nichts vor, die Leute können mehrheitlich hervorragend Sprüche klopfen, sind aber selten für praktische Arbeit geeignet.

Wenn der Professor vorrechnet, was die Kinder dem Staat an Steuern und Sozialabgaben bringen, ist das blühender Unsinn. Er hat keine Ahnung und kann auch nicht voraussehen, ob die Kinder, wenn sie denn mal erwachsen sind,

  • überhaupt eine Arbeit finden
  • ob sie überhaupt eine sozialversicherungspflichtige Arbeit suchen und annehmen,
  • ob sie überhaupt in diesem Land bleiben wollen, was in der globalisierten Welt keineswegs mehr selbstverständlich ist.
  • Ob der Nachwuchs nicht Professor oder Beamter oder Politiker wird und damit der Allgemeinheit auf der Tasche liegt.

Verzeihen Sie mir diese Polemik, aber aus meiner Sicht hat der Umstand, warum heute weniger Frauen bereit sind, Kinder zu bekommen, unterschiedliche Gründe.

  • Da ist zunächst der Umstand, dass ungewollte Schwangerschaften heute seltener sind, weil junge Frauen schon sehr früh zu Verhütungsmitteln greifen.
  • Eine weitere Ursache ist, dass Kinder der Karriereplanung hinderlich sind, aus meiner Sicht vor allem in der sogenannten Elite anzutreffen.
  • Ein weiterer Grund kann sein, dass ein Paar zwar ein Kind möchte, aber keines bekommen kann und die Ursache dafür kann bei Männern und Frauen liegen.

Manche Paare entscheiden sich aber auch gegen ein Kind, weil sie für Kinder keine Perspektive sehen, weil sie erlebt haben, wie der politische, moralische und ethische Verfall in Deutschland immer schneller voran geht.

Vermutlich gibt es noch weitere Gründe, aber dass Frauen Kinder bekommen, weil sie den Staat glücklich machen wollen, halte ich für unwahrscheinlich. Ebenfalls unwahrscheinlich ist, das ein Paar am Abend ins Bett steigt mit dem festen Entschluss, nun für die Rente eines oder einer Alten ein Kind zu zeugen. Wobei das mit der Rente, die die Jugend für die gesetzlich rentenversicherten Alten bezahlt, ohnehin ein Märchen ist. Der Begriff vom „Generationenvertrag“ ist eigentlich eine Allegorie, wie alles, was die gesamte Gesellschaft betrifft, eine Form des Generationenvertrages ist. Alle, ob nun im Arbeitsprozess oder Rentner ermöglichen heute, dass Kinder groß werden. Alle sind am Gesundheitssystem beteiligt, mit dem die bei Kindern größeren Krankheitsrisiken abgedeckt werden und Eltern zahlen für die gesetzliche Krankenversicherung keine höheren Beiträge, obwohl die Kinder und oft auch die Ehefrau mitversichert ist.

Eltern bekommen nicht nur steuerlich günstigere Steuerklassen als Elternlose, sie bekommen zusätzlich für jedes Kind eine Beihilfe für die Kosten, die das Kind verursacht, was übrigens die Eltern der heutigen Alten nicht bekommen haben. Die Infrastruktur, die für die Kinder erforderlich ist, wird zum größten Teil aus den Steuern aller bezahlt und weil Kinderlose höhere Steuern zahlen, ist ihr Beitrag daran ebenfalls höher. Beamte bekommen z. B. zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderbezogenen Familienzuschlag, der je nach Gruppierung nicht in allen Bundesländern einheitlich mit dem des Bundes ist, in jedem Fall aber ebenfalls aus Steuern finanziert wird, als vor allem von Kinderlosen. Im Schnitt kommt die Allgemeinheit für die ersten 20 Jahre der Kinder auf, nicht komplett, aber Kinder sind ja auch in erster Linie eine Familienplanung. Das gilt für alle Kinder, abgesehen vom Kindergeld, weil es sich da für Reiche mehr lohnt, Kinder von der Steuer abzusetzen.

Wenn also Eltern von Kindern jammern, dass Kinderlose bevorteilt werden, weil ihre Kinder später die Renten der kinderlosen Alten zahlen, ist das einfach ein Märchen. Nicht nur, weil die Kinderlosen einen nicht unerheblichen Beitrag dafür leisten, dass die Kinder gesund und zufrieden aufwachsen, sondern auch deshalb, weil diese jammernden Eltern ja keinerlei Verpflichtung haben, ihre Kinder überhaupt in sozialversicherungspflichtige Jobs zu integrieren. Von der steuerlichen Kinderförderung profitieren alle Eltern mit Kindern und wenn sie diese Kinder später studieren lassen, damit sie Anwalt, Arzt, Architekt, Professor bei Bertelsmann, Politiker oder Beamter werden, leisten diese Kinder keinen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung, weil sie dann entweder überhaupt keine Rentenbeiträge zählen, oder in ständischen Rentenversicherungen versichert sind. Alle Eltern steuerlich zu begünstigen, ist ebenfalls ein „Generationenvertrag“. Generationenverträge sind Verträge, die nie einer Unterschrift unterliegen, sondern stillschweigende und seit Generationen bewährte Selbstverständlichkeiten, die besagen, dass immer die arbeitende Generation für die aufkommen muss, die noch zu jung sind oder die zu alt sind und dieses Verhalten kann man nicht „ansparen“ oder sonst wie in die Zukunft verlegen, wie das bereits Mackenroth mit seinem Theorem festgestellt hat. Und in der GRV (gesetzliche Rentenversicherung) zahlt jeder seine Beiträge ausschließlich für seine eigene Rente. Wenn der Staat infolge des Umlageprinzips das Geld dazu verwendet, damit die Renten der derzeitigen Rentner zu zahlen, begleicht er damit den Kredit, den ihm diese heutigen Rentner früher gewährt haben und macht damit das, was er bei allen Krediten macht, er nimmt einen neuen Kredit auf (die Beitragszahlungen), um die Kreditschuld bei den Alten zu tilgen. Es ist im Grunde das gleiche Verfahren, wie es auch Staatspapieren zugrunde liegt. Lediglich die Dauer des Kredits währt länger und der Kredit wird in Raten zurückgezahlt (die monatliche Rente).

Soweit ist das Umlagesystem eigentlich korrekt und hat erhebliche Vorteile, weil das eingenommene Beitragsgeld durch die Auszahlung als der Rente sofort wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf fließt. Daran partizipiert der Arbeitsmarkt (durch den Konsum der Rentner), der Wohnungsmarkt (auch Rentner zahlen Miete) und der Fiskus (denn er kassiert von den Rentnern indirekte Steuern und Umsatzsteuer wie von jedem anderen auch).

Nicht korrekt ist, dass der Staat sich vor allem in der Vergangenheit aus den Beitragszahlungen kräftig bedient hat, indem er einen Teil der Einnahmen für Verpflichtungen aufwendet, die mit der Rente nichts zu tun haben, sondern durch Steuermittel beglichen werden müssten. Ich habe diese Positionen schon so oft aufgeführt, dass ich dieses Mal darauf verzichte, nicht aber auf den Hinweis, dass der Staat nicht wirklich Zuschüsse zur GRV zahlt, sondern damit einen nicht reichenden Ausgleich für die Belastungen leistet, die er hätte aus Steuermitteln leisten müssen. Anders gesagt, alle kommen in den Genuss von Steuererleichterung in bestimmten Gebieten, weil dafür ausschließlich die Rentner der GRV aufkommen.

Im Gegensatz zu den immer wieder angeführten Problemen, die die Entwicklung einer niedrigen Geburtenrate angeblich auf die Gesellschaft haben soll, sind die Auswirkungen eher positiv zu sehen. Was in Deutschland derzeit passiert, müsste weltweit zur Regel werden, denn wir haben viel zu viele Menschen auf der Erde. Nicht, dass unser Planet diese Menschen nicht ernähren könnte, sondern das Anspruchsdenken und die Gier des Menschen, vor allem in den westlichen Ländern, sind es, mit der Folge, dass aus dem Planeten eine riesige Müllhalde wird und dringend benötigte Ressourcen für Kinkerlitzchen verschwendet werden, die eigentlich kein Mensch braucht oder wie z. B. Kriegsgüter, die kein Mensch wirklich will, außer natürlich den Militärs und eine kleinen Clique Unersättlicher, die den Krieg wie die hohen Militärs brauchen, damit ihre Vermögen und mit den Vermögen ihre Macht ins Unermessliche steigt. Aber diese Form der Geisteskrankheit ist so alt wie die Menschheit und wurde leider noch nie wirklich von einem Arzt oder einem Professor als Geisteskrankheit diagnostiziert. Dabei wäre es so leicht, sie zu heilen. Man schickt sie einfach in die vordersten Linien bei den Kriegen, wo die von ihnen produzierten Waffen zum Einsatz kommen, immer und bei jeder Lieferung.

Volker Pispers gehört zu den Kabarettisten, denen es gelingt, eine Sache so richtig auf den Punkt zu bringen:

Auch in der FAZ geht es gegen die Alten. Da soll es doch Alte geben, die nach 45 Arbeitsjahren schon mit 65 in Rente gehen wollen. Das geht verständlicherweise den Herren des BDA (Bund Deutscher Arbeitgeberverbände) erheblich gegen den Strich, offenbar dem Geschäftsführungsmitglied des BDA Gunkel ganz besonders. Vielleicht wurde er aber auch nur von seinem Präsidenten Hundt vorgeschickt.

Das Merkwürdige an der Sache ist, kaum ein Arbeitgeber will Leute über 50 Jahre noch beschäftigen, denn seitdem dank billiger Importe aus dem asiatischen Raum das, was das „Made in Germany“ einst berühmt gemacht hat, die Qualität, keine Rolle mehr zu spielen scheint, braucht man auch keine Mitarbeiter mehr, deren Erfahrungsschatz früher mal der Garant für Qualität war. Also Leute über 50 sind in der Regel zu alt, um noch einen Job zu bekommen, aber die gleichen Leute, in deren Auftrag an ältere Jobsuchende Ablehnungen auf Bewerbungen verschickt werden, fordern in der Presse lautstark, diese Leute sollen gefälligst bis 67 arbeiten.

Da wäre zu fragen, ob diese Leute nicht einmal die Grundrechenarten beherrschen, oder ob sie die Hetze gegen die gesetzliche Rentenversicherung erneut anheizen wollen. Ich denke, Letzteres, denn das Prinzip „teile und herrsche“ ist auch schon einige tausend Jahre alt. Dabei wäre „teilen“ ja nicht verkehrt, wenn es um die Gewinne ginge, die diese Unternehmen bzw. deren Arbeiter und Angestellte erwirtschaften. Doch das teilen aus diesem Spruch dient nur dazu, verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzuhetzen, damit sie aus den Augen verlieren, dass sie eigentlich alle gleichermaßen betrogen werden und sich stattdessen gegenseitig in Schach halten. Und der BDA war schon immer eine Art Vorreiter, wenn es darum ging, die Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzubringen.

Ein Schlusswort zum Thema Demographie kann ich mir nicht verkneifen. Wir wissen ja aus der Presse, dass wir immer älter werden. Wir?? Schauen Sie sich mal die richtig Alten genauer an und dann fragen sie sich und vielleicht auch diese Alten, ob sie ein Leben lang an Maschinen gesessen haben, oder auf Dächern herumgeturnt sind, oder Häuser gebaut haben, oder ob sie vielleicht nicht doch in staatlichen Amtsstuben, in Vorstandsetagen, in Parlamenten, in Anwaltskanzleien oder sonst wo gesessen haben, wo es gemütlicher zuging, als in den Fabriken, auf dem Bau, in den Abwasserkanälen, bei der Müllabfuhr usw., und sie werden feststellen, der Anteil der Letztgenannten ist erheblich geringer, als der von denen, die mehrheitlich ihren Lohn aus Steuermitteln bezogen haben.

Mit Dank an Herrn Flegelskamp, der seinen Kampf gegen die alzeimerhausener Windmühlen nicht aufgibt. Bitte entschuldigen Sie den groben Fehler in der Mail (RBB).

 

Nachrichten vom Wochenende

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff:

im folgenden eine Liste der Banker Ruecktritte…

Ein paar Videos zum Erfolg der Nato in Lybien:

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass dies nichts mit dem Islam zu tun hat. Diese sogenannten Rebellen sind eine wilde Horde von Verrückten, mit den sich die USA ins Bett legte, um den Anschein eines angeblichen Volksaufstandes zu erzeugen, Gaddafi zu stürzen und so an die Ressourcen Libyens zu gelangen.

Herr Vetter aufgebracht:

Womöglich wird man bald Post von Christian Wulffs Anwalt erhalten, wenn man mit Blick auf den heutigen Tag in Großburgwedel das Wort Hausdurchsuchung in den Mund nimmt. Denn offenbar versuchen alle Seiten geradezu krampfhaft, das Unvermeidliche nicht mit einer richterlich angeordneten Zwangsmaßnahme zu verbinden. Trotzdem passierte heute nachmittag etwas: Freundliche Ermittler besuchten ohne Durchsuchungsbeschluss die Wulffs zu Hause und erhielten nach Medienberichten freiwillig Dokumente, Computer und Festplatten ausgehändigt.

 Karl Weiss fragt sich, ob Ron Paul ein Linker ist:

 Bereits seit geraumer Zeit fällt auf, wie die US-Medien einen grossen Bogen um Ron Paul machen, einer der vier verbliebenen Kandidaten der republikanischen Partei für die Präsidentschaftswahlen Ende des Jahres. Auch in Deutschland wird Ron Paul eher ein wenig von oben herab behandelt. Tatsache ist, er ist bisher noch nicht abgeschlagen im Rennen der vier verbliebenen Präsidentschaftskandidaten der republikanischen Partei der USA. Und besonders beeindruckend ist, wie viel jugendliche Amerikaner sich für die Kampagne Ron Pauls zur Verfügung stellen, der mit 76 Jahren natürlich nicht der automatische Kandidat der Jugend ist.

 Man mischt sich in den Wahlkampf in Frankreich ein:

Bundeskanzlerin Angela Merkel und wichtige EU-Partner haben vereinbart, den französischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande während des Wahlkampfes nicht zu empfangen. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Spiegel hervor. Der vertraulichen Absprache zwischen Merkel, Italiens Regierungschef Mario Monti und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy habe sich auch der britische Premier David Cameron angeschlossen, berichtete das Nachrichtenmagazin.

Mit Kommentar von Herrn Mowitz:

Dennoch ist diese Aktion, unter Führung der ehemaligen Propagandasekretärin aus der untergegangenen DDR, Angela Kasner, heute Merkel, ohne Gegenstück im Nachkriegs-Europa. War man doch bisher immer bemüht so zu tun als seien Wahlen ausschließlich die inneren Angelegenheiten eines Landes sowie seines wählenden Volkes, in die sich das Ausland nicht einzumischen hat. Seit Übernahme der Staaten durch die Banken, nimmt man demokratische Gepflogenheiten sehr viel lockerer und kaum noch zur Kenntnis. In diesem Fall ist der Grund, dass Hollande, falls er gewählt wird, den gerade beschlossenen europäischen Fiskalpakt umverhandeln will. Sogar Großbritannien, obwohl es nicht den europäischen Fiskalpakt unterschrieben hat und auch nicht der Euro-Zone angehört, aber immer im Auftrag der City und US-Wall-Street als Brandstifter unterwegs ist, ließ seinen Premier David Cameron an diesen Affront gegen einen sozialistischen Demokraten gerne teilnehmen.

Hier konnte man sich nicht einmischen, daher ist das Ergebnis unbefriedigend:

Die Wahlbeteiligung im Iran lag laut der iranischen Nachrichtenagentur FARS gestern bei 66 Prozent die von der tendenziösen deutschen Politrukanstalt für Nachrichtenfälschung mit „bei mehr als 60 Prozent“ vermeldet wurde. Schnell schob man noch nach, dass die von der iranischen Regierung angestrebte starke Wahlbeteiligung, wohl doch nicht so toll gewesen sein konnte wie erhofft.

Und auch die Russen haben jemanden gewählt, der mißfällt:

Das Ergebnis ist keine Überraschung, Putins Sieg mit einem Wert, der sich bis zum Montagmorgen noch auf gut 63 Prozent steigerte, war die unspektakulärste und wahrscheinlichste Variante. Weit genug von einem Ergebnis unter 50 Prozent entfernt, das eine Stichwahl nötig gemacht hätte – das wäre eine Sensation gewesen und hätte Putin schmerzhaft geschwächt. Und auch weit genug von den 71 Prozent, die Putin noch bei den Präsidentschaftswahlen im März 2004 erhielt, zu den Hochzeiten seiner Popularität. Das hätte niemand geglaubt.

Ein Bericht über Sitzung der “Coalition of top tech & media companies to make [the] internet [a] better place for our kids“.

Mitglieder sind unter anderem solch ausschließlich am Wohlergehen der Allgemeinheit interessierte Unternehmen wie die Datenfresser und Privatsphärevernichter Facebook und Google. Nebst erklärten Gegnern von Netzneutralität wie der Deutschen Telekom und dem willfährigen Internetzensurgehilfen Vodafone befinden sich noch weitere Provider mit an Bord. Abgerundet wird diese illustre Runde durch die Teilnahme des Blackberry-Herstellers RIM, der bekanntlich repressiven Regierungen zwecks Ausspähung Zugriff auf die Gesprächs- und Datenleitungen seiner Kunden gewährt. Darüber hinaus sitzt mit Microsoft der weltweit schärfste Verfechter von OpenSource (Achtung, Ironie!) mit am Beratungstisch. Und um das Bild perfekt zu machen, darf Apple nicht fehlen. Apple ist ein Unternehmen, welches es für angemessen hält, seinen Kunden den Zugriff auf aus Apples Sicht “anstößige” Inhalte zu verbieten. Wenn es also eine Handvoll Unternehmen gibt, denen man vertrauensvoll Zensur- und Filtertechnologie an die Hand geben kann, dann sicherlich Unternehmen wie die zuvor genannten.
Ich habe mir die nun veröffentlichte Sitzung angehört und für die interessierte Öffentlichkeit meine persönlichen Highlights jeweils mit Zeitmarke herausgearbeitet.

Kunstgriffe, wie ich Gegner platt rede ohne selbst wirklich was zu sagen …

Oder so ähnlich kann ich mir vorstellen, was Politiker von Klein auf Lernen, um sich nach oben zu bekommen und wenn oben angekommen, auch oben zu verbleiben. Und bei wem sie in die Schule gegangen sein könnten? Schopenhauer hatte (vermutlich um 1830) einen Sack voll solcher Regeln zusammengetragen (Quelle), und wenn wir alle diese kennen, sollte ihre Wirkung verpuffen, oder?

So kenne ich das:

Eristische Dialektik (zu altgriechischeristiké téchne) ist der Name eines um 1830 entstandenen Manuskripts von Arthur Schopenhauer, in dem er als Eristik oder Eristische Dialektik eine Kunstlehre beschreibt, um in einem Disput „per fas et nefas“ (lat.; mit erlaubten und unerlaubten Mitteln) als derjenige zu erscheinen, der sich im Recht befindet. Zu diesem Zweck gibt er 38 rhetorischeStrategeme an, die also nicht der Wahrheitsfindung dienen, sondern dem Erfolg in einem Streitgespräch durch bestimmte argumentative Formen. Diesen Zweck haben auch klassische Sophismen. Einige davon werden von Schopenhauer ebenfalls aufgeführt. Er erwähnt das Manuskript 1851 in Parerga und Paralipomena. Dort distanziert er sich aber von diesem polemischen Ansatz.

Wem gehört eigentlich RTL?

Falls Sie schon immer mal wissen wollten, wem RTL „gehört”, empfehlen wir die Lektüre der jüngsten Pressemitteilung der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK). Dort wird nämlich deutlich, wie bestechend simpel die Zusammenhänge sind…

Und wer noch mehr lesen mag, schaut hier vorbei...

Bewegte Bilder:

Milch ist evtl. doch nicht so Gesund:

Ein Kälbchen, das die Milch seiner Mutter in pasteurisierter Version bekommt, stirbt nach allerspätestens einem halben Jahr, gelegentlich bereits innerhalb von drei Wochen.

 

Der übernächste Bundespräsident über Medien und Manipulation:

(Videos gefunden bei http://www.politaia.org

Empfehlungen für den Besuch der Hauptschule

Bertelsmann hat wieder eine Studie veröffentlicht. Studien an sich kommen immer neutral und wichtig daher, immerhin hört es sich an wie „Studium“. Einer meiner Ausbildungen gestattet es mir, als Klinischer Monitor die Erstellung von Medizinischen Studien zu überwachen, darum glaube ich dem Satz eines Medizinprofessors vollkommen, der zu mir meinte „Ich glaube nur den Studien, die ich selbst gefälscht habe“. Jede Studie hat einen Auftraggeber, der den Aufwand (und im medizinischen Falle den klinischen Monitor) bezahlt und dieser Auftraggeber bezahlt nur nochmal, wenn das Ergebnis der Studie auch seinen Erwartungen entspricht. Jeder Auftraggeber hat Interessen, die er im Zusammenhang mit der Studienerstellung verfolgt, jeder Untersucher weiß das. Somit sind selbst sauberst durchgeführte Studien (AUCH im medizinischen Bereich, obwohl hier lebensgefährliche oder Conterganähnliche Nebenwirkungen auftreten können) immer subjektiv. Die Fehler erkennt man aber erst, wenn man in der Lage ist, das Studiendesign detalliert zu betrachten.

Natürlich sind Studien wichtig und unverzichtbar und viele Menschen haben ein gutes Leben dadurch, das sie Studien erstellen. Mein Sohn durfte erst unlängst eine Woche in der Uniklinik Aachen verbringen, weil der Professor dringend einen Epileptiker für seine Pharmastudie brauchte. Leider war mein Sohn kein Epileptiker, so daß wie eine Woche umsonst in der Klinik waren.  Aber vielleicht steht er jetzt „als geheilt entlassen“ in der Statistik.

Die Studie, die nun heute die Aufmerksamkeit des Spiegel hervorgerufen hat, untersucht den Zusammenhang zwischen Bildung und Kriminalität.

Könnten in Deutschland Zehntausende Verbrechen verhindert und fast anderthalb Milliarden Euro gespart werden, wenn bloß mehr Schüler den Abschluss schaffen? Für die Bertelsmann Stiftung haben Forscher verblüffend präzise Daten ermittelt. Kriminologen wundern sich über altes Wissen im neuen Gewand.

„Bessere Bildung führt zu deutlich weniger Verbrechen in Deutschland“, meldete die Stiftung am Donnerstag. Und schlüsselte es sogleich ganz präzise auf: Im vergangenen Jahr hätten 416 Morde verhindert, mehr als 13.000 Raubüberfälle und mehr als 318.000 Diebstähle den Deutschen erspart werden können. Nötig dafür wäre allein, die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss zu halbieren – alles rein statistisch betrachtet.

Das Dummheit tödlich sein kann, ist, denke ich mir, historisch hinreichend detalliert erfaßt. Das Hauptschulen nicht gerade der Hort der höchsten Bildung in Deutschland ist, kann man vermuten … allerdings dürfte das nicht immer an den Schülern liegen. Das Niveau einer Schule wird von Lehrern bestimmt – und da durfte ich auch schon mal „Elitegymnasien“ von innen erleben, deren Lehrer eigentlich nur auf eine Gelegenheit warteten, sich vom Unterricht befreien zu lassen um … zum Beispiel … als grüne Politiker für die Autobahnmaut zu stimmen.

Wie man heutzutage auf die Hauptschule kommt, zeigt mir ein aktuelles Grundschulpapier,  in dem ich die Leistungen meines Sohnes einschätzen soll.

Da wird gesagt, das „Jeder Schüler Niederlagen verkraften können muß“, in dem Zusammenhang wird gefragt, ob mein Sohn auf Belastungssituationen oder schlechte Noten durch Übelkeit reagiert oder ob er zu Krankheiten neigt.  Beantworte ich eine der drei Fragen mit deutlich ja … dann wird das die Hauptschule.

Es wird gefragt, ob das Kind Busfahren kann, ob es sich gegen größere Schüler im Bus und Bahn „einigermaßen“ behaupten kann … und ich bekomme den Eindruck, das ich das Kind in eine Form von Bürgerkrieg schicke.

Hauptschule wird – und das zeigen ja die Studien – zum Hort von Gewalt und Kriminalität.

Was zeichnet einen Hauptschüler nun aus? Ich zitiere das mehrseitige Faltblatt:

Der Schüler gebraucht seine Hände sehr geschickt.

Wenn praktische Probleme in der Klasse zu lösen sind, löst er sie sehr schnell.

Er kennt sich in lebenspraktischen Dingen sehr gut aus.

Bei kleineren technischen Problemen weiß er schnell Rat.

Er ist geschickt um Umgang mit Werkzeugen und Werkstoffen.

Er zeigt Interesse an Sport, Basteln und Kochen.

Er zeigt Freude an körperlicher Betätigung

Dementgegen der Gymnasiast:

Er ist generell fürchterlich ungeschickt und muß noch zur Ergotherapie.

Vor praktischen Problemen kapituliert er sehr schnell.

Er ist im praktischen Leben völlig hilflos.

Er braucht lebenslänglich die Hilfe von Handwerkern.

Er erwartet lebenslänglich bekocht zu werden, ist Faul und völlig unfähig, seine Lebensumgebung aus eigenem Antrieb heraus bewußt zu gestalten, ohne die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen.

Nun … die Gegenposition ist überzogen … aber – erkennen wir da nicht den einen oder anderen Karrierepolitiker wieder? Haben wir nicht eine Häufung von Amokläufern gerade bei den Schulformen, die … im Umkehrschluß … von Menschen besucht werden, die mit dem normalen Leben nicht so gut zurecht kommen?

Und für die gesellschaftlichen Schäden, die jährlich durch Steuerhinterziehung, Wirtschaftskriminalität oder ganz normale Börsengeschäfte anfallen (da ist ja allein die HRE bislang mit 140 000 Millionen dabei) und aller Wahrscheinlichkeit nach nicht durch Hauptschulabsolventen verursacht worden sind, könnten wir uns mindestens EINHUNDERTVIERZIG JAHRE LANG Hauptschulterror leisten – wie gesagt: für nur ein Jahr Gymnasiasten ohne Bremse und Aufsicht.

Aber wer mit dem normalen Leben nicht zurecht kommt und bar jeder echter, lebenswichtiger Fertigkeiten ist, wer weder sein eigenes Auto reparieren kann, noch eine Lampe auswechseln, die Heizung abdichten oder mal eine Wand verputzen … der braucht sehr viel Geld, das er entweder von Papa oder von anderen bekommen muß.  Da gibt es ein Finanzvakuum, das gefüllt werden will – und automatisch wird aus der Bildungselite die Betrugselite, während er Hauptschüler ein gemütliches, streßfreies selbstständiges Leben ohne behindernde Abhängigkeiten leben kann … und er kann sogar viel leichter auswandern, wenn er erstmal einen Beruf erlernt hat, der weltweit wirklich was wert ist.

Germanisten sind in den Urwäldern Indiens, den Plains der USA oder an den Wüsten Afrikas gleichermassen nutzlos wie Nuklearphysiker oder Wirtschaftsexperten und auch mit Bestnoten fürs Überleben nicht zu gebrauchen.

Und vielleicht … ist es gerade dieser Umstand, der unsere Kultur so generell überlebensuntüchtig erscheinen läßt, es sein denn, wir klauen von anderen. Den Luxus von Moral kann man sich als Höfling nicht leisten. Da hat der Guttenberg schon recht … wir werden unsere Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durchsetzen müssen – aber es sind nicht die Hauptschüler, die auf eine solche Idee kommen, noch sind es Hauptschüler, die Behinderten die Bezüge kürzen und Träume davon haben, Arbeitslose wie Vieh zusammenzupferchen.

Aber Hauptschulen haben .. wie wir vor Ort … übergewichtige und schon mehrfach strafversetzte Lehrer, die während der ganzen Unterrichtszeit Zeitung lesen und essen, gerne mal zersetzende, ehrverletzende, beleidigende, erniedrigende und entmutigende Kommentare abgeben und ständig signalisieren, das sie gezielt auf die Frühverrentung zumarschieren.

Und so gibt es dann das gefürchtete Hauptschulniveau. Aber als Hauptschüler weiß man: ein Fisch stinkt immer vom Kopfe her, das lehrt die praktische Erfahrung des Angelns, die in Krisenzeiten sehr nützlich sein kann.

Dabei könnten Hauptschulen auch eine Elite züchten. Nicht die Elite des Verstandes (dafür sind die Lehrer nicht qualifiziert) aber eine Elite des Herzens, eine soziale Elite, die die Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gegen die asozialen lebensuntüchtigen Egomanen des Gymnasiums verteidigen.

So jedoch gilt: wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Die Grünen wollen die Autobahnmaut – freie Bahn für Goldcardbürger und Professor Habermanns Feudalstaat

Als die LKW-Maut-Türme aufgestellt wurden, habe ich es gesagt: das wird eine PKW-Maut geben – das, und noch viel mehr. Es hätte allein für die LKW`s Lösungen mit deutlich weniger Investitionskosten gegeben, aber mit diesen Türmen hatte man ein schönes, flächendeckendes Projekt, das noch ganz andere Dinge erlaubte – Fahndungen, zum Beispiel. Diese Mautanlagen waren eine schöne Alternative zu aufwendigen Straßensperren, mit ihrer Hilfe und noch ein wenig Technik mehr kann man jederzeit kontrollieren, wer wohin im Lande unterwegs ist – solche Bewegungsbilder wünscht sich jeder Autokrat von seinen Untertanen.

Natürlich war auch klar, das man seine gierigen Finger kaum  im Zaum halten kann, wenn es um die PKW-Maut geht, die man mit einem Knopfdruck durchsetzen kann. Da Frage war nur: wer traut sich? Wem fällt die Aufgabe zu, hier den ersten Schritt zu machen, den Sachzwang in die Welt zu setzen, dem alle anderen dann bedauernd folgen?

Die Frage ist nun beantwortet: die Grünen machen es. Als Folge der Proteste von Stuttgart 21 haben wir eine gute Chance, den ersten Grünen Ministerpräsidenten zu bekommen – und der hat jetzt im ManagerMagazin preisgegeben, wohin die Reise geht:

Im Verkehr brauchen wir beispielsweise eine satellitengestützte Maut für alle Fahrzeuge auf allen klassifizierten Straßen, um Lenkungseffekte zu erzielen. Es muss eben mehr kosten, morgens in die Großstadt zu fahren, als nachts auf dem Land. Es geht insgesamt um intelligente Strategien und Produkte, die reflektieren, dass Ressourcen knapp sind. Wir müssen in diesem Jahrhundert die Wirtschaft ökologisch modernisieren. Die meisten Mittelständler wissen, dass die Zukunft ‚Green Technology‘ gehört.

Nun wissen wir, was geplant ist.  Nur noch Reiche werden sich zu gewissen Zeiten gewisse Fahrten erlauben können, wer das Pech hat, zur gleichen Zeit wie der grüne Wohlfühlbürger in die Innenstadt zu müssen – zur ARGE etwa oder zum Arzt – wird tief in die Tasche greifen müssen. Nun, den Stuttgartern mag es gefallen, wenn sie dafür ihren Bahnhof NICHT bekommen, doch auch das ist nicht sicher:

mm: Stoppen Sie das Projekt auf jeden Fall, wenn Sie regieren?

Kretschmann: Wir können den Ausstieg nicht versprechen. Es ist ja unklar, wie weit das Ganze in sieben Monaten fortgeschritten ist. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man nicht mehr umkehren kann. Aber den sehen wir nicht, solange die Tunnelbohrmaschinen nicht unter der Erde sind. Die Fragen eines Ausstieges und seiner Kosten werden noch Gegenstand der Schlichtungsgespräche sein.

Und so spielt man in der politischen Kaste das gleiche Spiel – reihum serviert immer eine andere Partei Grausamkeiten für den Bürger … von denen alle Parteien profitieren.

Am Ende steht das gesunde Leben in der ökologischen Traumrepublik … in der leider nicht mehr Platz für alle ist. Vor allen Dingen: kein Platz für Arme. Die müssen jetzt schon über drei Jahre sparen, wenn sie sich einen neuen Personalausweis leisten wollen – wobei ich jetzt mal die Regelsatzerhöhungen mit den Kosten für den neuen Personalausweis  verrechnet habe.  Natürlich gibt es – laut Welt – auch eine Ausweisversion für Arme, die billiger zu haben ist:

Es hagelt Kritik an den Kosten für den neuen Personalausweis: Rund 100 bis 200 Euro muss man investieren, wenn man die neue elektronische Identitätskarte voll nutzen will. Damit kann man im Internet unter anderem einkaufen, Geschäfte rechtsverbindlich abschließen oder ein Bankkonto eröffnen.

Doch auch ohne die Zusatzfunktionen wird der „elektronische Personalausweis nahezu viermal so teuer wie der alte Ausweis“, kritisiert Cornelia Tausch vom Bundesverband der Verbraucherzentralen gegenüber der „Welt am Sonntag“.

Das Projekt Goldcard-Bürger, die Erschaffung des Bürgers erster Klasse (und der Bürger mit nachfolgenden Rängen) ist in voller Planung.  Aber auch ohne das das Projekt (wahrscheinlich dann mit eingebauter Freifahrkarte für die Überholspur auf Autobahnen)  schon in allen Dimensionen sichtbar ist, erlaubt sich die Bundesregierung eine Preissteigerung von: DREIHUNDERTSECHZIG PROZENT. Der Bürger hat es ja und wir brauchen Aufschwung.

Was für ärmere Schichten übrig bliebt, ist jetzt auch schon mal geklärt: laut Welt der Stand der Schande:

Zur Menschenwürde gehört auch, dass der Mensch zur Selbsthilfe und zur Selbstverantwortung fähig ist und sich beschämt fühlt, wenn er auf Kosten anderer Leute, sei es auch über Staatsgeschenke, leben muss. Den Empfängern solcher Geschenke ohne Gegenleistung darf es nicht erspart bleiben, diese Situation als schmerzlich zu empfinden. Eben dies spornt an, aus dieser unwürdigen Lage wieder herauszukommen. Gerade dieses gewisse Stigma der öffentlichen Unterstützung empfinden aber unsere Sozialapologeten als eine unzumutbare „Demütigung“, jedenfalls als unwillkommenes Hindernis ihres umverteilenden Ehrgeizes, der ihren Job sichert.

Wir brauchen also eine Republik, in der Arbeitslose wieder straflos mit faulem Obst und Eiern  beschmissen werden dürfen.  Laßt sie die Hundescheiße von der Straße wischen und das Hundefutter aus den Tierfutteropferkäfigen bei LIDL essen, quält sie, erniedrigt sie, nehmet ihnen die letzte Würde – Hauptsache, die verkaufen sich dann billiger an jene Familienunternehmer, deren Institutsleiter der Professor Habermann ist …. und der so auch seinen eigenenVersorgungsposten sichert.

Der Professor hat allerdings wirklich nicht die geringste Ahnung, was Menschen in den Amtsstuben der ARGE erleben müssen, noch, was schlicht und einfach Gesetz ist:

Man ist nicht unfrei, wenn man ärmlich leben muss – Freiheit verstanden als Freiheit vom willkürlichen Herumkommandiertwerden durch andere Menschen!

Damit wir uns nicht falsch verstehen … letztlich geht es auch um Blindengeld, Rente, Kankenversicherung, Kindergeld kurzum: den Raubbau am demokratischen Kernstaat:

Die gegenwärtige Sozialhilfe hat den Ehrgeiz, Verarmung und Misserfolg möglichst vor den Augen anderer zu verbergen. Die Betroffenen sollen ein „normales“ Leben führen können, eben das, was man menschenwürdig nennt. Aber wenn diese Hilfe so menschenwürdig ist, gibt es dann noch einen Grund, sich wieder auf eigene Füße zu stellen? Zudem können sich die Betroffenen nach der geltenden „sozialen“ Schuldtheorie einreden, dass ja nicht sie, sondern die Gesellschaft an ihrer bedauernswerten Lage schuld sei. Ihnen wird gesagt: „Es ist nicht dein Fehler!“ Man fordert mit dem Recht auf öffentliche Unterstützung quasi eine soziale Wiedergutmachung.

Ergo muß die Hilfe menschenunwürdig bleiben und immer unwürdiger werden. „Erfolg“ ist hierbei für Professor Habermann, das Glück, von Pappa ein gut funktionierendes Unternehmen geerbt zu haben. Wer solchen „Erfolg“ nicht hatte, soll gefälligst im Dreck kriechen. Das motiviert. „Schuld“ hat immer das Individuum, wobei man Entwicklungen unterschlägt, die mit den Gründerzeitphilosophien der überversorgten Firmenerben und ihrer Aktenträger nicht mehr in Einklang zu bringen sind, zum Beispiel hier im Handelsblatt:

Ein Jahrzehnt lang hatten Finanzinvestoren über den kleinen Bierdeckelgiganten geherrscht. Zuletzt gehörte Katz zu Equivest/CBR. Die Statthalter der Münchener bewiesen wenig Weitsicht. Neue Technik, neue Kunden, neue Produkte, all dies schien überflüssig. Heute heißt es bei CBR, man habe ein falsches Management beschäftigt.

Die Quittung kam vor zwei Jahren. Die Umsätze brachen ein, die Fixkosten blieben oben, ebenso die Auszahlungsverpflichtungen an die Gesellschafter. Das überlebt selbst ein Weltmarktführer nicht.

Und schon … wäre das Unternehmen fast Geschichte gewesen.  Schade das Professor Habermann so etwas verdrängt – könnte ja auf Systemfehler schließen lassen –

Daniel Bitton, der Retter des Unternehmens, beendete auch die Kultur des willkürlichen herumkommandiert werdens durch andere Menschen – eine Kultur, der sich halt nicht nur Arbeitslose beugen müssen:

Daniel Bitton, der Anführer der Anzugträger, ergreift das Wort, er lobt die Mitarbeiter, dann sagt er etwas aus Sicht der Arbeiter unerhörtes: „Wir möchten Sie um etwas bitten.“

Da horchen sie auf, die Arbeiter in Weisenbach, 50 Kilometer südlich von Karlsruhe. Gebeten hat sie lange kein Chef mehr um etwas, eher herumkommandiert.

Und was ist nun die Welt der tollen Familienunternehmer, für die Professor Habermann als Lohnknecht tätig ist?

Präsident ist Dr. Patrick Adenauer, bekannt auch durch den Antikorruptionsblog:

Hier ist ein Blog entstanden, in dem sich alle diejenigen Bürger und Steuerzahler, welche durch das korrupte Kölner Netzwerk geschädigt wurden, im Kampf gegen diesen stetig wachsenden Machtmissbrauch auf höchster Ebene organisieren können.
Mir ist bisher nachweißlich bekannt, dass die Adenauer Enkel, Herr Paul Bauwens-Adenauer und Herr Patrick Adenauer, die zentralen Strippenzieher dieses sehr wohl organisierten als auch durchaus kriminellen Netzwerkes sind.

Da gibt es auch  Tengelmann:

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt gegen die Unternehmensgruppe Tengelmann wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Laut „Spiegel” seien der Tengelmann Energie GmbH (TEG) elf Millionen Euro Stromsteuer zu Unrecht erstattet worden, weil Verträge zurückdatiert worden seien.

Mal von den Kaninchenmastskandalen hat Tengelmann ja auch durch seine Tochter Kik von sich reden gemacht, hier beim kstaNiedriglöhne, Mitarbeiterbespitzelung, ausufernde Bonitätsabfragen beim Personal.

Eine schöne neue Welt planen da die Familienunternehmer (samt Bertelsmann)… und vernetzen sich international, um sie auch durchsetzen zu können, so zum Beispiel in der Mont Pelerin Society, hier bei Wikipedia:

Der marxistische Sozialforscher Bernhard Walpen sieht in der Mont Pelerin Society ein „hegemoniales Projekt“. Das weitgesteckte Ziel der MPS bestünde nach Hayek darin, zur Durchsetzung des Liberalismus als dominantes Prinzip sozialer Organisation beizutragen. Hierzu sei es nötig, eine „konsequente Weltanschauung“ (Hayek) des Liberalismus zu entwickeln.[4]

Professor Habermann ist stolzes Mitglied dieser „Society“.

Aber wir merken: es gibt keine Verschwörungen.

Es gibt auch keine Autobahnmaut.

Stuttgart 21 wird nicht realisiert.

Bleiben Sie in ihren Wohnungen und warten sie weitere Befehle ab, der Umbau ihrer Gesellschaft läuft wie geplant.



Steuern sparen und Staat umbauen: Bertelsmann – die Botschafter der sozialen Marktwirtschaft

Bertelsmann kommt ja jetzt ins Gerede. Die meisten kennen Bertelsmann ja gar nicht – außer in Gestalt schlecht gekleideter Aussendienstler, die einem einen Brockhaus verkaufen oder uns in einen Buchclub hineinloben wollen.

Dabei ist Bertelsmann – sprich: der politische Wille der Frau Mohn – ja schon in vielem drin: Stern, Geo, Ntv, RTL, SuperRTL … alles Produkte aus dem Hause Bertelsmann, die kräftig an einem Ziel arbeiten:  wir sollen alle früher mit dem Arbeiten beginnen und später damit aufhören:

Mit dem Programm „Zukunft der Beschäftigung“ wollen wir dazu beitragen, dass junge Menschen erfolgreicher und früher als heute in den Arbeitsmarkt integriert werden und älter werdende Arbeitnehmer bei guter Gesundheit und Bildung länger als heute produktiv am Erwerbsleben teilhaben können. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei in einer Verbesserung der individuellen Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit.

Quelle: Bertelsmannstiftung

Die sagen auch ganz offen, das sie ein Neues Deutschland wollen:

Beschäftigungsmisere, Sozialstaatskrise und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit zeugen von Verkrustungen unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Um einen Ausweg aus dieser Unbeweglichkeitsfalle zu finden, müssen bestehende Denk- und Handlungsblockaden aufgelöst werden und die Menschen Veränderungen und deren Auswirkungen mittragen. Nur so kann eine grundlegende Neuorientierung in Politik und Wirtschaft stattfinden.

Quelle: Bertelsmannstiftung

Wie gut, das wir jetzt die Wirtschaftskrise, die Beschäftigungsmisere und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit ohne großartigen gesellschaftlichen Umbau beendet haben – falls das nicht wieder eine Medienlüge wie die Schweinegrippe war.  So dürfen wir unser Denk- und Handlungsblockaden weiterhin behalten, die uns daran hindern, Kinderarbeit oder gemeinverträgliches Frühableben in Deutschland gesellschaftsfähig zu machen.

Dabei ist die Selbstdarstellung der Bertelsmannstiftung ja eigentlich ziemlich neutral gehalten – seltsam allerdings, denn man kann nicht neutral sein, wenn man in dem Gegenüber Denkblockaden erkennt:

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für das Gemeinwohl ein. Sie engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit sowie Internationale Verständigung und fördert das friedliche Miteinander der Kulturen. Durch ihr gesellschaftliches Engagement will sie alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete, gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann AG. Die Bertelsmann Stiftung arbeitet ope rativ und ist unabhängig vom Unternehmen sowie parteipolitisch neutral.

Quelle: Bertelsmannstiftung

In dem Zusammenhang versuchen die auch was Soziales:

BürgerForum Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft galt lange als Erfolgsmodell. Vielen Bürgern war sie Garant für Wohlstand und Gerechtigkeit. Seit einiger Zeit ist die Soziale Marktwirtschaft jedoch ins Gerede gekommen, und viele Bürger verlieren ihr Vertrauen in ihre Zukunftsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund haben die Bertelsmann Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Ludwig-Erhard-Stiftung einen Zukunftsdialog mit Bürgern angestoßen. Das BürgerForum Soziale Marktwirtschaft hat nach einer Zufallsauswahl 350 Bürger aus ganz Deutschland eingeladen, ihr eigenes Bild einer zukunftsfähigen Sozialen Marktwirtschaft zu entwerfen. Im Austausch mit Politikern und Experten haben die Teilnehmer ein Programm erarbeitet, das am 60. Jahrestag der Sozialen Marktwirtschaft allen Bundestagsparteien sowie an politsch Handelnde und Entscheider übergeben worden ist.

Quelle: Bertelsmannstiftung

Das ist natürlich ein spannendes Experiment, obwohl die Voraussetzungen dafür schon falsch ist: die soziale Marktwirtschaft als Deutsches Erfolgsmodell ist nicht „ins Gerede“ gekommen – sie ist nicht mehr da. Und die Bürger haben das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit dessen verloren, was gerade aktuell ist und sich immer noch „soziale Marktwirtschaft“ nennt.

Fast 90 Prozent fordern demgegenüber eine neue Wirtschaftsordnung, in der der Umweltschutz einen höheren Stellenwert hat als bisher und die den sozialen Ausgleich in der Gesellschaft  anstrebt. Weiterhin glauben die Befragten, dass diese Anforderungen prinzipiell miteinander vereinbar sind.

Und wie setzt Bertelsmann diese Erkenntnisse um?

„Die Soziale Marktwirtschaft ist über Jahrzehnte eine stabilisierende und ausgleichende Kraft in unserem Land und damit auch ein Garant für den sozialen Zusammenhalt. Auf ihrem Fundament muss jetzt eine langfristige Strategie zum Umgang mit Krisen entwickelt werden. Vertrauen, Nachhaltigkeit und sozialer Ausgleich müssen die Grundpfeiler einer solchen Strategie sein“, so Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung.

Die wollen auch eine neue Wirtschaftsordnung, in der wir alle – wie oben beschrieben – von der Wiege bis ins Grab arbeiten. Ist ja auch irgendwie … sozial, wenn alle das machen.  Wie gut, das wir ja öffentlich gar keine Krise mehr haben, dann brauchen wir ja auch keine langfristigen Strategien, die auf dem Fundament der sozialen Marktwirtschaft etwas anderes aufbauen, denn merke: was unter der Erde als Fundament liegt, ist meistens tot. Habe ich durch diverse Mafiafilme gelernt

Quelle: Bertelsmannstiftung

Zurück aber zum Bürgerforum, das sich ja mit der Sozialen Marktwirtschaft befassen sollte. 350 Bürger, eingeladen von RTL nach dem Zufallsprinzip. So kommen auch in der Zeitung des Bürgerforums drei Rentner (einmal Teilzeit)  und fünf Akademiker (zwei Studenten) zu Wort, deren Meinungen … nun ja…irgendwie auch die von Bertelsmann sind: weniger Staat, mehr privat. Ein Ingenieur aus dem Iran darf noch sagen, das die sozialen Lage wegen der High Society immer schiefer wird aber – na ja, der ist ja auch Ausländer.

Ich habe mal einen Bürger herausgegriffen: Hanna Volkmann, Paderborn.  Europawissenschaftlerin. Sie findet sich heute wieder bei den Machern von Morgen:

Mit dem Programm Macher von Morgen wollen wir junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung und Potentialentfaltung voran bringen und auf bevorstehende Herausforderungen und ihre individuelle Verantwortung  vorbereiten.

Um der Umsetzung dieses Vorhabens die nötige Kraft zu verleihen, haben sich die Familienunternehmerin Dr. Beate Heraeus als Initiatorin, die GROW Beratung als Inhaltsgeber und Spezialist für Persönlichkeitsentwicklung sowie die INTES Akademie für Familienunternehmen zusammen getan.

Wow. Äh … Grow. Macher von Morgen.  Es gibt spannende Leute dort:

Prinz Asfa-Woffen Asserate wurde als Großneffe des Kaisers Haile Selassie von Äthiopien geboren und lebt seit 1972 in Frankfurt. Er ist begeisternder Redner und Autor der Bestseller „Manieren“ und „Ein Prinz aus dem Hause David“. Dr. Asserate ist als Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten tätig und Gründungsmitglied der GROW-Akademie.

Adele Landauer – Schauspielerin, Coach und Buchautorin – ist eine der gefragtesten Beraterinnen für Topmanager und Politiker. In vielen unterschiedlichen Rollen und Engagements an großen deutschen Bühnen und im Fernsehen hat sie gelernt, Körper, Stimme und Inhalte in Einklang zu bringen und ihr Wissen adäquat weiterzugeben.

Dort ist unsere Hanna jetzt Referentin für neue Medien.

Verbindungen zwischen Bertelsmann und der Initiatorin von Macher von Morgen, Beate Hereaus? Alles „Stifter“. Was sich aber Wohltätig anhört, hat knallharte Hintergründe:

Dass gerade jetzt in der Wirtschaftskrise so viele Familienunternehmer, Teile ihres Firmenvermögens in gemeinnützige Stiftungen umschichten, hat nicht nur mit Mildtätigkeit zu tun. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten steigt vielmehr die Gefahr, dass Familienmitglieder dem Unternehmen von der Stange gehen und plötzlich ausbezahlt werden wollen.

„Ein Damoklesschwert, das vor allem über Familienunternehmen der dritten und vierten Generation schwebt“, sagt Rechtsanwalt Mark Binz von Binz & Partner in Stuttgart. „Familienclans, die es schaffen, auch als Unternehmerfamilie bis in die fünfte Generation zusammenzuhalten, wissen in der Regel, wie man Krisen und Konflikte übersteht und pflegen ganz bewusst Rituale und Instrumente, die den Zusammenhalt stärken.“ Kein Wunder also, dass Traditionshäuser wie Bertelsmann, Heraeus oder Haniel sich schon seit Jahrzehnten als Stifter engagieren. Sie wissen, welche Zugkraft Institutionen der guten Tat auf das Gemeinschaftsgefühl der Gesellschafter haben können.

Quelle: Handelsblatt

Und nebenbei kann man ganz toll Politik machen – zum Beispiel, in dem man gezielt die Macher von Morgen auswählt, die jene Politik machen, die man selber gerne hätte.

Im November 2009 starteten die Macher von Morgen als Kooperationsprojekt der GROW AG, Zürich und der INTES Akademie, Bonn.

Quelle: Macher von Morgen

Die Intesakademie wiederum … berät Familienunternehmer – wie Beate Heraues, Liz Mohn (Bertelsmann)

Wer als Familienunternehmer langfristig erfolgreich sein will, muss Fragen beantworten, die über das Unternehmen weit hinausreichen. Häufig handelt es sich um Themenstellungen, die den Unternehmer selbst, die Eigentümerfamilie oder ihr Vermögen betreffen. Mit diesen Fragestellungen fühlt sich der Unternehmer in der Regel allein gelassen, weil überzeugende Konzepte zu ihrer Beantwortung und vor allem kompetente vertrauensvolle externe Gesprächspartner fehlen.

Quelle: Intes-Akademie

Sie arbeiten in engem Verbund mit den „Familienunternehmern“:

„Die Familienunternehmer – ASU” sind die starke Stimme des Unternehmertums in Deutschland. Als politische Interessenvertretung der Familienunternehmer haben Sie sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten zu einem anerkannten und gefragten Ratgeber der Politik sowie zu einem bedeutenden Unternehmernetzwerk entwickelt. Der Familienunternehmer repräsentiert das verantwortliche Unternehmertum. Er führt seine Firma eigenständig und haftet mit seinem Kapital, ist in seiner Region verwurzelt und steht für einen motivierenden und menschlichen Umgang mit seinen Mitarbeitern. Im Gegensatz zu einigen Aktiengesellschaften in Streubesitz streben Familienunternehmer den langfristigen Erfolg des Unternehmens an.  „Die Familienunternehmer – ASU” vertreten konsequent ihre Ansichten zu allen relevanten Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie der Sozial- und Wettbewerbspolitik gegenüber Regierung, Parlament, Verwaltung und Öffentlichkeit.

Quelle: Intes-Akademie

Die Familienunternehmer selbst verstehen sich auch gerne als Botschafter der Sozialen Marktwirtschaft.

Quelle: Familienunternehmer

Womit sich der Kreis zu der Bertelsmannbefragung schließt.  So … gewinnt man Einfluß, macht Politik, so wählt man Bürger aus und spart auch noch Steuern:

Eine Besonderheit der Bertelsmann AG ist die Bertelsmann-Stiftung, die gut drei Viertel des Konzernkapitals hält, was dem Milliardärsclan Mohn Steuerersparnis im zehnstelligen Millionenbereich verspricht. Die Mohns beherrschen sowohl den Konzern wie dessen Stiftung und haben bislang den Börsengang vermieden. Die Bertelsmann-Stiftung ist heute mit einem Gesamtetat von zirka 65 Millionen Euro die größte deutsche Unternehmensstiftung. Mit über 300 Mitarbeitern, die etwa 100 Projekte betreuen, hat sie sich in den 90er Jahren zu einem führenden neoliberalen Think-tank entwickelt. Sie ist in zahlreiche neoliberale »Reform«-Projekte (Hartz IV, Studiengebühren, Controlling in Schulen etc.) als Stichwortgeber und Konzeptentwickler verwickelt, übt aber auch in Kampagnen wie »Du bist Deutschland« politische Macht im Sinne Reinhard Mohns aus.

Quelle, jungewelt zitiert bei Kommunisten-online

Und das Bürgerforum? Fort. Von den Beteiligten beendet:

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BürgerForums Soziale Marktwirtschaft haben sich für den Abschluss des Projekts zum 31.12.2008 entschieden. Hier das detaillierte Ergebnis.

  • Ja-Stimmen: 109 (30,8%)
  • Nein-Stimmen: 111 (31,4%)
  • Nicht abgestimmt/Enthaltungen: 134 (37,8%)
  • Notwendig für 2/3-Mehrheit: 236 (66,7%)
  • Stimmberechtigt: 354 (100%)

Ein sehr heterogenes Bild. Machen wollten nicht mehr, andere schon. Anderen war alles egal. Und es geht ja auch irgendwie weiter:

Das BürgerForum an sich hat aber schon lange eine andere Gestalt angenommen. Die Teilnehmer selbst haben seit Monaten das BürgerProgramm veröffentlicht, Politik erlebbar gemacht und andere Bürger mitgenommen. Aus einem Pilotprojekt wurde eine große Gemeinschaft von Bürgern, die politisch etwas in Bewegung gesetzt haben.
Quelle: Bürgerforum2008
Das Programm … gibt es hier.
Schön aufbereitet: eine lustige Beschäftigungstherapie für Bürger, die gerade mal Zeit hatten und eine Job suchten.  Manche davon suchen jetzt die Macher von Morgen.  Und alles finanziert aus Steuergelden durch die listige Bertelsmann-Steuerersparnisstiftung.
Mir als Bürger … bleibt ein mulmiges Gefühl im Bauch. So langsam verstehe ich, warum es „anti-Bertelsmann“ gibt:
Ganz gleich, wer in Berlin regiert, die Bertelsmann Stiftung aus Gütersloh regiert immer mit. Sie platziert ihr Personal auf den höchsten politischen Etagen in Berlin und Brüssel. Ob bei Sozialreformen, im Gesundheitswesen oder in der Bildungspolitik: Stiftungsexperten beeinflussen Gesetzesentwürfe und Reformen im Sinne der Unternehmens- und Familieninteressen. Die Konsequenzen spüren wir alle.
Darum können wir auch wählen was wir wollen und kriegen immer neue Superstars:

Die Regierung Schröder verlagerte eine Reihe von Entscheidungen in Kommissionen, die aus zahlreichen ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Unternehmensberatungsfirmen zusammengesetzt waren, unter ihnen sehr häufig auch VertreterInnen von Bertelsmann.

Der stetig wachsende Einfluss dieser neuartigen Ratgeberindustrie stellt eine schleichende Entdemokratisierung der Gesellschaft dar. Denn die Wirksamkeit einer demokratischen Öffentlichkeit sowie die Legitimationspflicht politischer Institutionen nehmen im selben Maße ab in dem nicht gewählte BeraterInnen die politische Diskussion lenken, Modellprojekte anleiten und nach ihren Kriterien auswerten. Die Reichweite der Beratertätigkeit ist quasi unbegrenzt und unterliegt keinen Richtlinien. Da die Bertelsmann Stiftung auch nicht von einer Partei, Organisation oder Institution abhängig ist, ist sie niemandem Rechenschaft schuldig und wird durch nichts in ihren Tätigkeiten beschränkt.

Eigeninitiative und Selbstverantwortung jedes und jeder Einzelnen sind laut Stiftung die zeitgemäßen Formen von Solidarität und Menschlichkeit: „Der anonyme Wohlfahrtsstaat hat ausgedient, an seine Stelle tritt der soziale Staat, der vom bürgerschaftlichen Engagement und vom solidarischen Verhalten aller lebt.“

Quelle: Bertelsmannkritik.de

Eigeninitiative und Selbstverantwortung sind seltsamerweise immer dann gefragt, wenn man für das Geld, das man jahrzehntelang eingezahlt hat, auch Leistung möchte.  Gesundheit, Rente, Arbeitslosigkeit … für all das investiert man in seinem Leben in höhe der Kosten eines Einfamilienhauses und das Kassieren macht den entsprechenden Institutionen sichtbar Spaß.  Aber wenn es dann ans Bezahlen geht … na ja. Man wird als Unternehmen nicht groß, wenn man all das wieder ausgibt, was man eingenommen hat.  Vielleicht sind es diese Geheimnisse, die mit führenden Wirtschaftsjournalisten in vertraulicher Runde diskutiert werden:

Im Mai 2001 hat die Gemeinschaftsinitiative eine vertrauliche Dialogrunde „Soziale Marktwirtschaft heute“ mit den führenden deutschen Wirtschaftsjournalisten ins Leben gerufen, welche seitdem dreimal jährlich in der Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin tagt und dort im Gespräch mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aktuelle Reformthemen fach- und sachbezogen diskutiert und bewertet.

Quelle: Bertelsmannstiftung

Hanna Volkmann findet übrigens, das Studiengebühren eine klasse Sache sind und findet, das Bürger auch eine Bringschuld haben.

Bertelsmann – die Botschafter der sozialen Marktwirtschaft. Und wir haben ja schon gelernt: sozial ist, was Arbeit schafft, Arbeit von der Wiege bis ins Grab – für den Profit der deutschen Familienunternehmen.




Riesenratten erobern die Welt: über Riesenratten, Sarrazin, Muslime und Bertelsmann

Es sind jene Artikel, die man nur unter „Vermischtes“ findet, unter den Kuriositäten der Nachrichtenwelt. Man merkt, Journalisten und Redakteure fassen sie nicht gerne an,  fast so, als wäre es ihnen peinlich, das es solche Nachrichten gibt:

LONDON – Ratten größer als Katzen versetzen die Anwohner einer Siedlung im englischen Bradford in Angst.

Quelle: dnews

Nun – man erfährt, das die Riesenratte wahrscheinlich ein ausgebrochenes Haustier ist. So jedenfalls der englische Tierschutzbund. Auch dieses Muster ist bekannt: kommt eine Nachricht, die auch nur minimal das herrschende Weltbild in Frage stellt, wird ganz schnell abgewiegelt.  Doch die Ratten zeigen sich davon unbeeindruckt:

Nun häufen sich Berichte aus allen Ecken des Landes. „Ich habe die Behörden eingeschaltet. Ich habe Angst, dass diese Riesennager ein Kind verletzen“, schrieb ein 78-jähriger Londoner der Sun.

Andere trauen sich bei Nacht nicht mehr auf die Straße, weil sie sich vor der Begegnung mit „Ratzilla“ fürchten.

Auch der Kammerjägerbetrieb Rentokill berichtet nun offiziell von zwei riesigen Nagern, die seine Mitarbeiter auf einem Industriegelände getötet und fotografiert haben.

„Sie maßen etwa 60 Zentimeter und unsere Techniker waren angesichts dieser Größe wirklich überrascht. Es zeigt, dass die Nager riesig werden, wenn es nur genug Futter für sie gibt“, so ein Sprecher.

Quelle: dnews

Na ja, könnte man denken, dann waren es eben mehrere private Haushalte in ganz England, die die Biester gleichzeitig frei gelassen haben. Kein Grund zur Beunruhigung.

Dabei … wäre das ein mögliches Ende der menschlichen Rasse. Spektakulärer als der Virus.  Riesenratten, die sich daran gewöhnt haben, Menschenfleisch zu essen, würden viel Nahrung finden und unsere Beweglichkeit enorm einschränken. Ratten sind intelligent und fruchtbar, so intelligent, das man sie auch gut  nutzen kann:

Riesenratten werden in Schwarzafrika darauf trainiert, Tuberkulose bei Menschen aufzuspüren. Die Tiere wurden bereits erfolgreich für die Erkennung von Landminen über ihren Geruch eingesetzt. Vorversuche legen nahe, dass die Ratten 150 Speichelproben in 30 Minuten auf Tuberkulose testen könnten. Mit dem Mikroskop können derzeit 20 Proben pro Tag untersucht werden. Die Weltbank hat jetzt 165.000 Dollar für die weitere Erforschung zur Verfügung gestellt.

Quelle: Pressetext

Auch zum Minensuchen scheinen sie gut geeignet:

Belgische Forscher von der Universität Antwerpen testen derzeit in Tansania auf einem vom Militär zur Verfügung gestellten verminten Gelände die Fähigkeiten der von ihnen ausgebildeten Minensuch-Ratten, die sie zuvor nur unter Laborbedingungen „gearbeitet“ hatten. Die Ergebnisse des Feldversuchs sind vielversprechend: Minen verschiedenster Bauart, in unterschiedlichen Tiefen (ohne Zünder) vergraben, wurden von den Riesennagern aufgespürt. „Die Ratten sind zwar langsamer als Hunde, aber zuverlässiger“, sagt Hendrik Ehlers, Gründer und Vorstand der Stiftung „Menschen gegen Minen“, die das Projekt unterstützt. „Und weil sie viel billiger und einfacher zu halten sind, kann man einfach mehr von ihnen einsetzen.“

Quelle: Tagesspiegel

Wer nun meint, die Angst der Briten vor diesen fähigen Tierchen sei unbegründet, der irrt, denn die Meldungen über Riesenratten, die Menschen angreifen, häufen sich … nur greift hier der mediale Erziehungsmechanismus, der uns einrechen will: Es gibt absolut nichts Neues auf der Welt!

Moskau – Ratten, so groß wie Ferkel, treiben in Moskaus Metro ihr Unwesen. Die unheimlichen Nager sind 80 Zentimeter lang und 40 Zentimeter hoch. Obdachlose, sogenannte „Digger“, wurden in Metro-Schächten am „Weißrussischen Bahnhof“ von ihnen angefallen. Omon-Spezialmiliztruppen, mit Kalaschnikows bewaffnet, machen nun Jagd auf die Biester. Fündig wurden sie bereits in Gängen unter einem geheimen Atommüllager. Mit etlichen Salven erledigten sie bisher einige Dutzend der wohl durch Atomstrahlung mutierten Riesenratten.

Quelle: Welt

Sie sind in New York:

Eine New Yorker Schnellrestaurant muss sich zum wiederholten Male mit einem Rattenskandal herumschlagen. Das US-Fernsehen strahlte am Freitag Aufnahmen von mindestens zwölf großen Nagern aus, die durch die Filiale von Kentucky Fried Chicken/Taco Bell im angesagten West Village wuselten.

Quelle: Fokus

Sie sind im Iran:

In einigen armen Stadtteilen im Süden Teherans soll die Zahl der Ratten inzwischen die Zahl der Einwohner um das Sechsfache übersteigen. Im Durchschnitt seien sie um ein Viertel größer als ihre Artgenossen weltweit, berichtete das Blatt weiter. Einige Nager erreichten sogar die Größe von Katzen. Schon jetzt gibt die Stadt jährlich mehr als zehn Millionen Dollar (8,4 Millionen Euro) für die Vernichtung der Ratten aus.

Quelle: Welt

Gerüchte gibt es aus Kirgisien:

Sie töten hauptsächlich Farm-Hühner, fallen aber inzwischen auch Kleinkinder und geschwächte Menschen an: Riesenratten plagen die Bevölkerung in einer Region Kirgistans. Außerdem scheinen sie auf Bäume zu klettern und dort hängendes, erntereifes Obst unbrauchbar zu machen (sprich: zu essen ).

Diese Riesenratten sollen durch die Kreuzung „normaler“ Ratten mit der Bisamratte entstanden sein.

Quelle: interfax.ru

Es gibt Sichtungen aus China:

Die Ratte welche wog fast 3 Kilo und hatte einen 30 cm langen Schwanz. Sie wurde am Wochenende in einer Wohngegend von Fuzhou, einer Stadt mit sechs Million Bewohnern an China’s Süd-Küste gefangen.

Quelle: Yigg

Und Sichtungen durch Sandra Bullock:

Motorrad-Ausflug des Grauens… Kino-Star Sandra Bullock (38) bretterte mit Lover Jesse James durch etwas finsterere Viertel von Los Angeles. Jesse machte einen Shop-Stop vorm Kiosk – und ließ Sandra auf dem Sozius allein zurück. Plötzlich sollen laut US-Klatschblatt „National Enquirer“ Riesen-Ratten zum „Angriff“ auf die Schauspielerin angesetzt haben! Soso… Sandy und die angeblich katzengroßen Nager (vom Dauerregen aus ihren Höhlen getrieben) quiekten panisch um die Wette. Jesse stürmte aus dem Laden, schwang sich auf seinen Feuerstuhl, gab ordentlich Speed und schickte etliche der Viecher gnadenlos ins Nager-Nirvana.

Quelle: Sandrasite

Riesenratten erobern die Welt … und wir erfahren nichts davon? Das wäre doch nicht uninteressant – erst recht nicht, wenn die sich an den Verzehr von Menschenfleisch durch Verzehrung jener Menschen gewöhnt haben, denen die Regelsätze komplett gestrichen wurden.

Es wäre schon ein Witz der Geschichte, das die Krone der Schöpfung von Ratten verspeist wurde, weil sie ihnen aus Geldgier die Ärmsten der Armen zum Fraß vorgeworfen haben. Vielleicht hat aber auch „die Natur“ die Nase voll von unserer Arroganz und Überheblichkeit?

Ich ging dann auch mal zu den Kryptozoologen, einem Verein, der große Tiere (und auch Dinosaurier, Yeti und Bigfoot) sucht. Doch da – welche Enttäuschung – hatte man die Riesenratte schon zu den Akten gelegt:

Also ich hab schon von solch grossen „Horror-Ratten“ gehört. Wenn ich mich recht erinnere hat ua ein Kammerjäger aus New York mal in einer Dokumentation von solchen Tieren berichtet. Bloss habe ich noch nie ein Photo gesehen wo solche Grössen klar ersichtlich waren, geschweige denn einen Film.

Der folgende Bericht aus Irland allerdings scheint ja seriös zu sein, bloss…auch hier keine Aufnahmen obwohl die ja tagtäglich ihr Unwesen treiben sollen, Hunde angreifen etc.

Kennt ihr Material zu der Thematik und habt Ihr eine Ahnung wieso diese Tiere so gross werden?

Das fand ich spannend, denn einen Bericht über solche Riesenratten im Zusammenhang mit Angriffen auf Obdachlose hatte ich dereinst (vor cirka 30 Jahren) auch im Fernsehen gesehen. Die Antwort war aber ernüchternd:

Meines Erachtens ist diese Geschichte nur eine Neuauflage eines urbanen Mythos, der regelmäßig seine Runde durch die Medien macht-so wie die angeblichen Alligatoren im NYer Kanalsystem. Mal sollen die Riesenratten in Moskau hausen, mal in London oder Paris…

Während die wildlebende Wanderratte meist um die 200-500g wiegt, kann in manchen Rassen ihrer domestizierten Form, der Labor-/Farbratte, der Bock ab und an die 1kg Marke erreichen. Zum Vergleich: die meisten Hauskatzen wiegen um die 3-4kg.

Derart übersteigerte Größenangaben seitens der Beobachter lassen sich durch den Schreckeffekt und fehlende Erfahrung in der Schätzung von Tiergrößen erklären.

Das öffentliche Erscheinen der Ratten in diesen Fall hat vermutlich seine Ursache in einem übermäßigen Populationsanstieg oder der Beseitigung eines bisherigen Aufenthaltortes(siehe auch Hinweis im Artikel); die Tiere suchen nach Futter und werden wegen mangelnder Kontrollmaßnahmen seitens der Behörden zunehmend dreister. Da kann nur der Kammerjäger helfen…

Wundern tut es mich schon, dass der BBC jetzt so sensationslüstern zu sein scheint, um derartige Geschichtchen Beachtung zu schenken. Normlerweise sind doch eher die „Tabloids“ dafür zuständig….

Kouprey
Kryptozoologe

Quelle: Kryptozologie-online

Dieser urbane Mythos wird in Moskau schon mit Kalaschnikows beschossen und hätte fast Sandra Bullock gefressen.

Eine ähnliche Gefahr wie von den Riesenratten geht nach Thilo Sarrazin von den Muslimen aus, die wir die Riesenratten auch durch ihre enorme Fruchtbarkeit auffallen:

„Demografisch stellt die enorme Fruchtbarkeit der muslimischen Migranten eine Bedrohung für das kulturelle und zivilisatorische Gleichgewicht im alternden Europa dar“, schreibt er und lässt mit diesem Satz ebenso wenig Fragen offen wie mit der folgenden Aussage über die Muslime in Deutschland: „Kulturell und zivilisatorisch bedeuten die Gesellschaftsbilder und Wertvorstellungen, die sie vertreten, einen Rückschritt.“

Quelle: Welt

Eine scheinbar stattfindende weltweite  Invasion von Riesenratten wird wegerklärt, aber Migranten stellen das Ende der Welt da? Und überhaupt: wäre ein Land voller Sarrazins besser dran? Wahrscheinlich nicht, da aber Teheran offensichtlich auch Ratten wie Armut züchtet, würde man einen Unterschied kaum merken.

Eine Ratte von viel größerem Ausmaß findet sich jedoch in der Medienwelt:

Als ich im September 1996 an einem Medienjournalismus-Seminar der Bertelsmann-Stiftung teilnahm, war meine Überraschung groß. Auf dem Workshop ging es im jungen Kollegenkreis kritisch zur Sache. Die wachsende Konzentration von Meinungsmacht in der „decada dorada“ der Medienbranche war das beherrschende Thema. Eine Rücksichtnahme auf Bertelsmann gab es nicht. Seminarleiter Dieter Anschlag sparte kein heikles Thema aus. Alle Teilnehmer, mich eingeschlossen, waren begeistert von so viel kritischer Offenheit.

Doch unser Eindruck erwies sich als falsch. Als sich Anschlag, hauptberuflich Redakteur des Fachdienstes „Funkkorrespondenz“, wenige Monate später kritisch mit einem medienpolitischen Papier der Bertelsmann-Stiftung auseinandersetzte, verlor der angesehene Experte seine Aufgabe bei der Stiftung. Ein zweites Seminar über kritischen Medienjournalismus gab es nie wieder.

Quelle: Handelsblatt

Medienkritik wird wohl nicht gern gesehen. Und Kritik an Bertelsmann erst recht nicht, obwohl die – wie die Riesenratten – überall auftauchen:

Nach Ansicht der linksorientierten Tageszeitung junge Welt ist die Stiftung „ein Think Tank [Denkfabrik], der bei „neoliberalen Reformen“ wie Studiengebühren, Controlling in Schulen, Hartz IV, aber auch in Kampagnen wie »Du bist Deutschland« politische Macht im Sinne der Stiftung ausübt.“[9] Eine „Macht ohne Mandat“ sieht auch die Tageszeitung Tagesspiegel in der Stiftung. Demokratisch legitimierte Macht im Staate werde mehr und mehr durch Wirtschaftsmacht zurückgedrängt, ja sogar teilweise schon ersetzt, kritisiert Wolfgang Lieb das „zivilgesellschaftliche Engagement“ der Bertelsmann Stiftung.[10] Aus privaten Netzwerken und Souffleuren der Macht würden tatsächliche Machthaber. So habe sich inzwischen eine private institutionelle Macht des Reichtums herausgebildet, die streng hierarchisch organisiert ihren Einfluss über das gesamte politische System ausdehne und die Machtverteilung zwischen Parteien, Parlamenten und Exekutive unterwandere und gleichzeitig die öffentliche Meinung präge. Diese Art von Zivilgesellschaft befördere nicht nur die ohnehin bestehende materielle Ungleichheit zwischen Arm und Reich, sondern dieser Weg schließe – anders als das im Modell des Mehrheitsprinzip in der Demokratie vorgesehen sei – vor allem die große Mehrheit der weniger wohlhabenden Bevölkerung mehr und mehr von der politischen Teilhabe und der Gestaltung ihrer gesellschaftlichen Zukunft aus. „DieTimokratie – eine Herrschaft der Besitzenden – löst die Demokratie ab“, meint Lieb.

Quelle: Wikipedia

Das hört sich gar nicht gut an, erklärt aber, wer wann und wo unsere gute alte bundesdeutsche Demokratie abgeschafft hat. Ich denke, mit den Timokraten und Thilokraten verhält es sich wie mit den Riesenratten: wenn die ersten bei Tageslicht von allen gesehen werden, hat man schon ein Riesenproblem im Untergrund.

Und beide ernähren sich von den Ärmsten der Gesellschaft.

Riesenratten erobern die Welt – ist also auf jeden Fall eine Schlagzeile wert, zumal sie auch schon bei Tageslicht Städte angreifen:

Hundreds of rats — some weighing up to 3 pounds — have invaded a southern Kentucky town, according to a Local 6 News report.The giant rats were reportedly first spotted around the Robinson Milling Company in Somerset, Kentucky before moving into the surrounding neighborhoods. Residents concerned about the health risks posed by the large rats have taken their concerns to the city council of Somerset, Local 6 News reported.A new supply of rat poison will arrive in the next few days and offered free to all residents.

Quelle: Orlandonews

Habe ich schon erwähnt, wie groß Ratten werden können, wenn sie sich mal richtig Mühe geben?

Riesenratte größer als Stier

Der Schädel eines etwa 1000 Kilogramm schweren Nagetiers ist in Uruguay gefunden worden. Es handelt sich um eine bisher unbekannte Art aus der Eiszeit.

Quelle: Fokus

Das wäre dann der Bertelsmannkonzern unter den Riesenratten.

Sensation! Rente mit 60! Und neue Wirtschaftsordnung!Und alle, wirklich alle arbeiten … für nix!

Immer wieder für eine Überraschung gut ist die FDP. Sie hält sich ja für die Partei der Besserverdienenden, aber die Älteren unter uns werden sich noch daran erinnern können, das das mal eine Bürgerrechtspartei war, etwas, das uns heute fehlt. Manchmal finde ich Gedanken aus der FDP einfach erfrischend, weil sie unkonventionell sind – zum Beispiel das Bürgergeld. Eigentlich weiß jeder, das Bürgergeld notwendig ist. Wir haben auch schon de facto Bürgergeld und könnten mehr davon haben, wenn sich die Politiker nicht so anstellen würden und aus der Arbeitslosenhilfe ein sozialpädagogisches Sonderprogramm mit Beschäftigungstherapie gemacht hätten, das allein schon Milliarden verschlingt aber wenigstens die befristeten Angestellten der ARGE und ihre Trainer vor der Arbeitslosigkeit bewahrt.

Jetzt hat die FDP eine neu Idee, die mit Sicherheit genauso wie das Bürgergeld abgelehnt wird, weil einfach jede Idee, die von der FDP kommt, abgelehnt wird weil den Westerwilly keiner mag und Hotelbesitzer weder Bürgergeld noch Rente brauchen.

Rente mit sechzig – ein Horror für Franzosen (die gehen früher in Rente) aber ein Traum für die Deutschen:

Nach Ansicht der Liberalen soll jeder selbst entscheiden, wie lange er arbeitet – vorausgesetzt, er braucht keine Staatshilfe.

Quelle: Welt

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einem freien Land mit freien Bürgern, das jeder selbst entscheiden sollte, wie lange er arbeitet – und in einem Land, das steuerlich nicht nur FDP-Wähler begünstigt, wäre das auch kein Problem. So jedoch müssen wir bis 80 arbeiten (also, damit rechne ich, der ich jetzt 50 bin), damit die Renditen und Diäten noch munter weiter fließen.

Die Deutschen selbst … haben sowieso “ keinen Bock“ mehr auf das ganze System und nehmen vollen Kurs auf  „innere Emigration“: so jedenfalls eine Studie der Bertelsmannstiftung, die heute bei Spiegel-Online veröffentlicht wurde:

Hamburg – Es sind bemerkenswerte Zahlen: 88 Prozent der Deutschen wünschen sich eine „neue Wirtschaftsordnung“. Der Kapitalismus sorge weder für einen „sozialen Ausgleich in der Gesellschaft“ noch für den „Schutz der Umwelt“ oder einen „sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen“. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ergeben, aus der die „Zeit“ zitiert.

Natürlich hat die Studie einen Haken, sonst wäre sie bei der Bertelsmannstiftung nie durch die Zensur gegangen.

Die Deutschen sind sich in ihrer neuen Werteordnung quer durch alle Schichten außerordentlich einig. So stimmten der Aussage „Wohlstand ist für mich weniger wichtig als Umweltschutz und der Abbau von Schulden“ 75 Prozent der Befragten mit Abitur, aber auch 69 Prozent jener mit Hauptschulabschluss zu.

Der Deutsche hat verstanden, das er von dem Geld sowieso nichts mehr abbekommt, also kann man damit auch Staatsschulden abbauen.

Diese Tatsache hat auch gleich der Präsident des DIW verstanden, dessen Interview heute im Managermagazin erschien:

Die Zahl der Beschäftigen in Deutschland ist auf Rekordniveau, doch Klaus Zimmermann warnt im Gespräch mit dem manager magazin vor Euphorie. So schnell wie derzeit werde die deutsche Wirtschaft im Rest des Jahres nicht weiter wachsen. Deshalb rät der Präsident des DIW von großflächigen Lohnerhöhungen ab.

Aufschwung XL heißt nach wie vor Lohn S, denn nur so können die Kapitalrenditen XXL ausfallen. Ist doch klar, oder? Und für einige bleibt ja immer noch was übrig, man fliegt wieder XXL, wie das Handelsblatt meldet:

Ende einer schmerzlichen Krise: Die Nachfrage nach Premium-Flugtickets steigt wieder, und das kräftiger als erwartet. Viele Unternehmen lockern ihre Reiserichtlinien.

Geld ist wieder in Hülle und Fülle da … für all jene, die es ohne harte Arbeit verdienen wollen. Für jene, die von Tagung zu Tagung eilen, von Konferenz zu Konferenz, von Vortrag zu Vortrage ist jetzt wieder ein Erst-Klasse-Ticket auf Firmenkosten drin, so zum Beispiel für den Herrn Steinbrück, der laut Handelsblatt nur noch Zeit zum beziehen von Bezügen hat, aber sonst im Parlament gar nicht mehr gesehen wird:

„Die Ausübung des Mandats steht im Mittelpunkt der Tätigkeit eines Mitglieds des Bundestages“, heißt es im Abgeordnetengesetz. Schaut man sich allerdings an, was der Abgeordnete Peer Steinbrück nebenbei so alles macht, gewinnt man einen anderen Eindruck. Steinbrück hält zwar Rede um Rede, nur nicht im Parlament, sondern außerhalb und hoch bezahlt. Vorträge des ehemaligen Finanzministers sind gefragter denn je.

Wenn es doch nur eine einzige Partei gäbe, die in der Lage wäre, den Willen des Volkes zu bündeln.  Aber … wie uns das Beispiel der Grünen zeigt, mutieren die Parteien alle zu einer Art FDP, wenn sie an der Regierung sind und buhlen nur noch um die Freundschaft des großen Geldes. Kaum im Amt, ist der Wähler nur noch ein lästiges Übel, das man (Gott sei gedankt) die nächsten Jahre nicht mehr braucht…und sich am liebsten ganz vom Hals schaffen möchte.

Nun, die FDP wird sich wohl bald ganz verabschieden müssen … da helfen auch kluge Gedankenansätze nichts:

„Die FDP hat nur mit einem klaren Profil von Leistungsbereitschaft, Unternehmertum und Wettbewerb eine dauerhafte Mission in Deutschland.“

Meint der Vorsitzende der FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag, Gerhard Papke laut Handelsblatt.

Da die Deutschen den ganzen Nonsens aber eigentlich nicht mehr wollen, braucht man die FDP so wenig wie die Politiker die Wähler am Wahlabend.

Na, dann bleibt ja alles beim alten und ich verbleibe mit neudeutschem Gruß: Aufschwung!

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im zweiten Quartal erstmals seit zwölf Monaten wieder gestiegen. Mit mehr als 40 Millionen Menschen, die einen Job haben, ist die Zahl auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung geklettert.

Quelle: Managermagazin

Da kann es ja nur voran gehen!

Allerdings … haben die Firmen schon Angst davor, das der Aufschwung anhält, denn nachher wollen die Leute noch GELD für ARBEIT … und das sieht man nicht gerne – liest man jedenfalls das Managermagazin:

Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Ansicht von Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt wegen des Booms in diesem Jahr unter die Drei-Millionen-Grenze fallen. Firmen fürchten nun hohe Lohnforderungen und akuten Fachkräftemangel.

Na, vielleicht wünschen wir uns dann nächtstes Jahr einfach alle einen schönen Abschwung, damit bloß keiner mehr Geld durch Arbeit verdient.

Rita Knobel-Ulrich, die NSDAP als Partei der Konzerne, Kerala und die entfremdete Arbeit

Kennt jemand Rita Knobel-Ulrich? Ich schaue ja kein Fernsehen, deshalb kann ich sie nicht kennen, halte sie auch ansonsten für eine recht uninteressante Person.  Ich habe mich mal über sie informiert … wie es aussieht, gehört sie zu der „Kategorie Oberstudienrat“: Von nichts ´ne Ahnung,  zu allem eine Meinung! Und die darf sie regelmäßig veröffentlichen – so bei Anne Will im Jahre 2006.  Da ist sie schon mal wegen Ahnungslosigkeit prämiert worden … und es gab eine Welle von Beschwerdebriefen zu allen möglichen Sendern.  Die NRHZ kümmerte sich darum:

Anlaß war folgende Äußerung:

„Hartz IV alimentiert die Menschen ganz gut. Vater, Mutter und zwei Kinder bekommen 345 Euro pro Erwachsenen, 247 Euro pro Kind, plus Wohngeld, plus Heizung, plus Strom, plus Krankenversicherung. Das sind circa 2.000 Euro im Monat. Das muss man erst mal verdienen! Ein Mann, der vielleicht der einzige Verdiener ist, der im Kindergarten den höchsten Satz zahlt, weil man sagt ‚Du hast ja Arbeit‘, der jeden Tag sieht, dass seine Tankfüllung teurer wird, dem nicht angeboten wird, dass er ein Sozialticket für die U-Bahn bekommt, der muss mit diesen 2.000 Euro ganz schön haushalten.“

Diese Meinung hatten ja damals alle.  Ich wundere mich, das man den Hartz-IV-Abhängigen nicht noch die Kosten für die Infrastruktur aufs Budget gedrückt hat … immerhin gehen ihre Kinder in die Schule, ihre Schuhe beschmutzen Straßen und Gehwege, die auch erstmal geschaffen werden müssen, ihre Hintern sitzen Sitze in Schulbussen platt – das kostet alles.  Damals war Volksverhetzung gegen Behinderte, Frauen und Kinder (daraus setzt sich ja das Klientel hauptsächlich zusammen) ja modern.  Heute jedoch hat die Mehrheit der Bürger – trotz Volksverhetzung durch solche Granaten wie Rita Knobel-Ulrich und Konsorten, die Wahrheit gelernt:

Hartz-IV-Anspruchsberechtigte sollen von 347 Euro oder weniger Gas und Strom zahlen, Telefon und Versicherungen, darüber hinaus auch noch Rücklagen für Neuanschaffungen bilden, Bus- oder Bahntickets kaufen, Praxisgebühren und Medikamentenzuzahlungen leisten. Eltern behinderter Kinder sollen vom Regelsatzanteil der Kinder zusätzlich sogar noch Teile notwendiger Therapiekosten tragen. Nach diesen ganzen Abzügen reicht die Differenz nicht einmal mehr für die Lebensmittel nach Art der „Sarrazin-Diät“.

Das Bundesverfassungsgericht hat gesprochen und gegen die Knobel-Ulrich gabe es Beschwerden, u.a. beim deutschen Journalistenverband, denn: Journalisten haben auch Pflichten:

„Presse und Rundfunk haben im demokratischen Staat die Aufgabe, die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger so zu informieren, dass sie am Prozess der demokratischen Meinungs- und Willensbildung teilnehmen können …
Den aus dem Grundgesetz Presse und Rundfunk verbrieften Rechten muss die Pflicht der Journalistin und des Journalisten zu einer sachlichen und fairen Berichterstattung entsprechen…
Aufgabe und Verantwortung von Journalistinnen und Journalisten ist es insbesondere, die Rechte einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers auf Achtung und Schutz der Menschenwürde, auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und auf freie Unterrichtung aus allgemein zugänglichen Quellen zu wahren…
Ethische Grundprinzipien für die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten sind die Absage an Intoleranz, Rassismus, Totalitarismus und Fremdenfeindlichkeit.“

Die Verbreitung menschenfeindlicher Propaganda gehört nicht zu den Aufgaben demokratischer Journalisten.  Nun, man muß Frau Knobel-Ulrich zu gute halten, das sie damals das gemacht hat, was alle gemacht haben: aus Angst vor der neuen Hartzrepublik erstmal im Chor mit Kanzler und Konzern gegen die Arbeitslosen wettern. Heute sind alle schlauer geworden und man merkt: es ist im sozialen Rechtsstaat nicht so einfach, den neuen diesmal nichtjüdischen Volksschädling zu implementieren.  Das Volk lernt.

Rita Knobel-Ulrich lernt nicht – wie man bei  

Tube sehen kann (übrigens ein klasse Video – mit lehrhaften Kommentaren), schwadronierte sie immer noch von ihrer Familie mit zwei Kindern,  jetzt bekommen die aber nur noch 1200 Euro.  Ich habe mir das mal angesehen. Lohnt sich. Also, nicht die Rita. Für diese billige Propagana und Agitation habe ich kein Verständnis, die empfinde ich als äußerst peinlich und entwürdigend für den gesamten Journalistenverband.  Aber ich sagte ja schon: man sollte sich was schämen in diesem Land.  „Ich kenne da einen Friseur“, „ich kenne da einen Taxifahrer“ …. was sind denn das für Methoden? Ich kenne da einen Bürger, der hält Frau Rita Knobel-Ulrich für ein Arschloch (Entschuldigt das drastische Wort, aber … es kommt ja nicht von mir, sondern von einem Bürger. Und ich glaube, ich finde leicht hunderttausend,  die der gleichen Meinung sind).  Und ich persönlich finde, diese FDP-Trompete sollte nicht mehr mit öffentlichen Aufträgen versorgt werden. Aber so läuft das Geschäft ja: man setzt den Heini in die Talkshow und wenn er seine Arbeit gut macht, dann … gibts auch ein Zuckerchen.

Und für die verläßlichen der asozialen Kampfdackel gibt es sogar nach zwanzig Jahren Volksverhetzung eine Festanstellung. NSDAP war genauso … nur offener, wie in dem Werk „Von Anilin bis Zwangsarbeit“ des Arbeitskreises IG-Farben der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften heißt:

Genau einen Monat nach dem Treffen der Industriellen wurde am 20. März 1933 in Dachau das erste Konzentrationslager errichtet. Carl Bosch begrüßte solche Einrichtungen, da in den diversen Arbeitslagern die „verkommene Arbeitslosenjugend“ zu „fröhlichen Menschen, die auf ihre Arbeit stolz sind“ erzogen würde.[93]

Eine interessante Studie des Arbeitskreises, die letztlich dazu führte, das man Geschichte auch anders sehen kann: die NSDAP war nicht der Nutznießer, sondern das gezielte Produkt von Konzernen, die zum Zwecke der  Gewinnmaximierung (Share Holder Value) alle Hemmungen verloren hatten:

Vortrag über die Machenschaften des Zweiten Weltkriegs Beweisstücke des Nürnberger Prozesses gegen den Chemie/ Pharma /Öl-Konzern IG Farben (BAYER, BASF, Hoechst). Die „Meister der Geschichtsverdrehung wollen uns glauben lassen, dass die gesamte Tragödie des Zweiten Weltkrieges auf einen politischen Führer mit einer geistesgestörten Persönlichkeit zurückzuführen ist. Sie erzählen uns, dass dieser vermeintliche Wahnsinnige in der Lage gewesen sei, Millionen Deutsche dazu zu verführen, ihm wie einem Rattenfänger blind in den Abgrund zu folgen.

Die Aufzeichnungen des Nürnberger Pharma-Tribunals von 1947/48 dokumentieren, dass der Zweite Weltkrieg in dem Hauptquartier der IG Farben, geplant und vorbereitet wurde. Das berüchtigte Kartell, das von Bayer, BASF und Hoechst gebildet wurde, war zu dieser Zeit der weltgrößte Chemie-/Pharma-Multi. Um in diesem Bereich das weltweite Monopol zu festigen, finanzierte das Kartell den Aufstieg der NSDAP und ihre Vorbereitung auf die militärische Eroberung Europas und der Welt. Die Direktoren der IG Farben, darunter der Vorstandsvorsitzende Schmitz, hielten engen Kontakt zu ihren politischen Marionetten.

Quelle: Viedogold

Nun werden alle sagen: das kann doch nicht sein? Die werden doch nicht wieder nach der Macht in Deutschland greifen.

Die Frage beantwortet sich leicht selbst: wer ist dafür verantwortlich und wie kann es geschehen, das Frau Knobel-Ulrich vier Jahre lang Lügen erzählen darf und trotzdem auf Kosten der Beitragszahler weiter Filmchen dreht?  Sie arbeitet ja viel für´s  „Öffentlich-rechtliche“.

Konzerne haben die NSDAP mit großem Druck zu „ihrer“ Partei gemacht….und in ihren Aktivitäten während der Weimarer Republik zeigen sich erstaunliche Paralellen zur heutigen Situation:

So waren auch die Ziele der I.G. Lohnkürzungen, Streikverbot und Ausdehnung der Arbeitszeit. Jedoch wollte sie diese nicht wie breite Wirtschaftskreise per Gesetz verwirklichen lassen, sondern sie strebte, um die Arbeiterschaft nicht noch mehr zu radikalisieren, eine stufenweise Entwicklung an. Die Vorgehensweise wird charakterisiert durch das Schlagwort vom Werksgemeinschaftsgedanken. So hieß es in einem Artikel des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie (s.u.), dass man keine Maßnahmen der Brachialgewalt (z. B. Polizeieinsätze gegen Streikende) vornehmen, sondern auf eine geistige Umstellung bei den Gewerkschaften hinarbeiten solle.

Quelle: Arbeitskreis

Diese geistige Umstellung erleben wir gerade auch. Rita macht da fleißig mit, aus den Opfern der Sozialpolitik und der Profitgier der „Heuschrecken“ wurden Täter gemacht: der böse Arbeitslose.  Die Wünsche der Konzerne wurden voll erfüllt….immerhin waren es ihre Leute, die Hartz IV entwickelt haben:

Die Agenda 2010 (auch Agenda zwanzig-zehn genannt) ist ein Konzept zur Reform des deutschen Sozialsystems und Arbeitsmarkts, das von 2003 bis 2005 von der aus SPD und Bündnis 90/Die Grünengebildeten Bundesregierung weitgehend umgesetzt wurde. Als Grundlage der Reform diente der „Wirtschaftspolitische Forderungskatalog für die ersten hundert Tage der Regierung“ der Bertelsmann Stiftung, seinerzeit u.a. im Wirtschaftsmagazin Capital publiziert, dessen Inhalte zu weiten Teilen übernommen wurden.[1][2]

Quelle: Wikipedia

Mal was anderes? Andere Kultur, andere Sitten?

Kerala ist traumhaft schön. Kanäle im Schatten von Kokospalmen, Märkte neben dem Wasser, Kinder, die am Ufer spielen. Geht man die Straßen von Trichur entlang, trifft man auf lachende Augen, wo die Leute zusammenstehen und ein Schwätzchen halten, während die Frauen ihre farbenprächtigen Saris zur Schau stellen. Es gibt zahlreiche Feste. Kehrt man dann nach Europa zurück, ist man schockiert darüber, wie freudlos und niedergeschlagen die Leute alle aussehen.

Es kommt aber noch besser:

Kerala ist einer der ärmsten Staaten Indiens. Trotzdem ist die Kindersterblichkeit dort geringer als in manchen europäischen Ländern, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 72 Jahren (höher als die der Afroamerikaner in den USA), 95 % der Einwohner Keralas, die älter als sieben Jahre sind, können lesen und schreiben. Der Anteil von Menschen, die einen akademischen Grad vorzuweisen haben, liegt höher als in den USA. 82 % der Familien besitzen ein eigenes Haus und können sich drei Mahlzeiten am Tag leisten.

Quelle: James Bruges, Das kleine Buch der Erde, Riemanverlag 2006, Seite 36/37

So einfach, preiswert und ökologisch nachhaltig kann glückliches Leben sein. Wir jedoch leben anders, wie heute „Spiegel online“ berichtet:

Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt, laut einer Umfrage fühlen sich 67 Prozent der Arbeitnehmer kaum noch an ihr Unternehmen gebunden.

Spiegel-Online meint, es wäre die Motivation durch den Chef, die das wieder in Ordnung bringt….und vergißt dabei gerne den Themenkomplex „entfremdete Arbeit“, der uns das Leben erst recht sinn- und zwecklos erscheinen läßt und Arbeit an sich nicht zur Möglichkeit kreativen Gestaltens sondern zur Strafe gemacht hat.

Kein Wunder, das wir unglücklich werden und Gestalten wie Rita Knobel-Ulrich brauchen, die uns Taxifahrern und Friseuren einredet, wie gut es uns doch eigentlich geht.  Ein Blick nach Kerala reicht um zu zeigen: uns geht es nicht gut. Inzwischen geht es armen Indern besser als uns und Menschen wie Rita Knobel-Ulrich wollen, das es so bleibt, wie einem offenen Brief aus dem Jahre 2005 zu entnehmen ist:

es ist interessant, dass gerade in Zeiten anstehender Wahlen „Dokus“ über die Bildschirme der bundesdeutschen Haushalte flimmern, die in ihrer Berichterstattung propagandistisch, einseitig und undifferenziert ausgerichtet sind.

Während der gesamten Zeit war Ihre Reportage durchzogen vom per Television transportierten Feindbild des faulen und asozialen Arbeits-losen. Gezeigt wurde in Pauschalmanier der Langzeitarbeitslose, der auf Kosten der (arbeitenden) Allgemeinheit lebt und lediglich keine Lust zum Arbeiten hat. Gezeigt wurde der Langzeitarbeitslose, der vom Staat „ge-füttert“ wird, selbigen betrügt und in der
„sozialen Hängematte“ ein be-quemes Leben führt, weil er zu den Regelleistungen noch viele Extra- Zuwendungen ein-streicht. Zudem wurde der Zuschauer darüber aufgeklärt, dass man mit Hartz IV fast reich werden, zumindest richtig gut leben kann, wenn man es nur geschickt anstellt. Spätestens jetzt glaubt jeder zu wissen, dass es den Betroffenen noch viel zu gut geht und Schritte wie die mit in der Doku einhergehenden Botschaft zur Einführung von Minimalstversorgung- wie z.B. mit Lebensmittelgutscheinen und die Verabschiedung vom Sozialstaat durch die längst fällige Beerdigung jeglicher Sozialromantik unbedingt zu bejahen sind.

Autorin jener Doku? Rita Knobel-Ulrich.  Die kann man auch öffentlich mieten. Wäre ja vielleicht mal was für eine engagierte Erwerbsloseninitiative:

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Tja, noch Fragen, wie in dieser Republik mitlerweile  Politik gemacht wird? Ist alles schon mal dagewesen. 1925-1933 … einfach mal nachschauen, wie die IG-Farben Politik gemacht hat, bevor man an die NSDAP überhaupt gedacht hat.  Wäre nicht unwichtig,  sich das mal zu vergegenwärtigen, denn noch … haben wir die Wahl zwischen Auschwitz und Kerala.


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