Banken

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DAS GEHEIMNIS VON OZ

Wirecard-Betrugssystem am Pranger

aber wo bleibt der Aktionär BlackRock, die Spinne im Netz?

Werner Rügemer

Das Betrugssystem beim DAX-Konzern Wirecard wird heftig skandalisiert: Finanzminister Olaf Scholz wird angeprangert, ein bisschen auch Felix Hufeld, Chef der Finanzaufsicht, und auch noch ein bisschen die Wirtschafts“prüfer“gesellschaft Ernst & Young (EY). Aber wo bleiben die eigentlich Verantwortlichen, die Eigentümer, die Aktionäre von Wirecard, dann die Kreditgeber und sonstigen Mittäter auf der Kapitalseite?

Meinungsmache zur privaten Altersvorsorge mit Aktien

Die Kampagne zur Förderung der privaten Altersvorsorge mit Aktien nimmt mehr und mehr an Fahrt auf. Die NachDenkSeiten werden sich in dieser Woche noch ausführlich mit der Kampagne beschäftigen. Ein Argument, das bei der Kampagne immer wieder ins Feld geführt wird, ist besonders abstrus. Demnach soll ein „Investment“ in Aktien der Wirtschaft benötigtes Kapital zuführen und somit die Konjunktur stärken. Das ist jedoch schlichtweg falsch. Während klassische Formen des Sparens indirekt in der Tat die Wirtschaft mit Kapital versorgen, ist dies beim Erwerb von Aktien nicht der Fall.

G 20 – der Gipfel … der Unverschämtheit

Freitag, 30.6.2017. Eifel.  Na, Sie Bürger? Da haben wir ja bald eine Riesenparty vor uns! Wer? Na – Sie und ich! Nun – jedenfalls dürfen wir die Party bezahlen. G 20 Gipfel, heißt das. Da treffen sich die 20 Regierungschefs von 20 willkürlich ausgewählten Nationen, die völlig unbekannte Menschen für wahnsinnig wichtig halten bei uns in Hamburg. Das wird uns was kosten. Die Taz berichtet darüber. Taz? Das ist so ein „linkes Schmierenblatt“, das man normalerweise gar nicht mehr lesen darf, weil man dann sofort linksextrem ist. Auf jeden Fall ist dies ein Blatt, das uns mal erlaubt, einen Blick auf die Rechnung zu werfen (siehe taz):

„Für den G-20-Gipfel in Hamburg fallen bei den Bundesbehörden 32 Millionen Euro für die Sicherheit an. Das hat die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag geantwortet, die am Sonntag bekannt wurde. Demnach rechnet das Innenministerium mit Ausgaben von 20,8 Millionen Euro für die Bundespolizei sowie 9,6 Millionen für Kräfte des Bundeskriminalamtes und 1,6 Millionen für das Technische Hilfswerk. Das Auswärtige Amt hat soll weitere knapp 49 Millionen Euro für die Organisation der Veranstaltungen in Hamburg veranschlagt haben.“

Eine ganz schöne Summe, oder? Da ist jeder Deutsche mit einem Euro dabei. Und weil die Taz so links ist – und damit schon gleich superverdächtig – haben die auch noch gleich eine kleine Majestätsbeleidigung mit eingebaut, in dem sie der Bundesregierung gleich ein wenig Lügerei unterstellt:

„Die Linkspartei hatte das bereits im Frühjahr kritisiert und darauf hingewiesen, dass etwa der G-20-Gipfel in Toronto 2010 fast eine Milliarde Euro gekostet hat, im Vorfeld aber mit 179 Millionen veranschlagt wurde.“

Das kennen wir ja von unseren Regenten: da werden Projekte geplant für die Kosten von vier Mettbrötchen – und am Ende darf man einen Lamborghini bezahlen. Ist halt nicht deren Geld, das die ausgeben, sondern unser Geld.

Nun – selbst wenn es eine Milliarde kostet – nicht weiter schlimm, wir habens ja: da wir zuvor Arbeitslosen, die am Existenzminimum dahinvegetieren, von dem existentiellen Minimun nochmal 2 Milliarden geklaut haben (siehe Neues Deutschland – auch so ein linkes Schmierenblatt), hätten wir nach dem Gipfel sogar noch eine Milliarde Euro Gewinn! Na – wenn das mal keine betriebswirtschaftliche Meisterleistung ist.

Wenn nicht Sie und ich – wer kommt denn dann da?

Nun – es gibt eine offizielle Homepage zu dem Gipfel, die uns informiert (siehe Hamburg):

„Die Gruppe der 20 (G20) ist ein informelles Forum der führenden Industrie- und Schwellenländer. Sie steht für knapp zwei Drittel der Weltbevölkerung, gut vier Fünftel der Weltwirtschaftsleistung und drei Viertel des Welthandels.“

Ein informelles Forum. Übersetzt: eine sinn- und zweckfreie Laberrunde nach dem Motto: „Schön, dass wir mal drüber geredet haben“. Sind offiziell natürlich wichtige Themen: Klima, Frauen, Energie – das Übliche halt. Angela Merkel wohnt da im Hotel Atlantik Kempinski für 200 Euro die Nacht, „Darüber, wo die Staatsgäste während des Gipfels übernachten werden, hüllen sich die Hoteliers in Schweigen.“ (siehe Spiegel).

So ein Kempinskizimmer kostet schon mal 200 Euro die Nacht: knapp das Hundertfache von dem, was die Kinder von Arbeitslosen am Tag für ihre Ernährung haben. Oder die Hälfte von dem, was Witwen heutzutage für den Monat haben – ich kenne da ein paar persönlich, und angesichts der drastisch steigenden Altersarmut (siehe Spiegel) werden auch Sie bald ein paar persönlich kennenlernen. Ich hätte ja informelle Gäste zum zwanglosen Geplauder unter diesen Umständen anders untergebracht. Mal ehrlich: was würden Sie von einer Mutter halten, die im Kempinski übernachtet, während ihre Kinder in Mülltonnen nach Essen suchen und auf der Straße schlafen müssen? Gut – wir zählen keine Odachlosen (siehe Zeit), das haben wir zumindest aus der Arbeitslosenproblematik gelernt: fangen wir erstmal an, die zu zählen, nimmt das alles kein Ende mehr, man braucht eine ganze Behörde von 100000 Mitarbeitern, um die Zahlen wöchentlich klein zu rechnen – das brauchen wir nicht zweimal.

Trotzdem hätte ich eine Idee, gleich hier: vom Schlafzimmer aus sehe ich im Winter am Horizont im Westen oft die Lichter unserer Jugendherberge, die im Mehrbettzimmer ein Bett für 18 Euro anbieten (siehe DJH), man käme bei 20 Teilnehmern mit dem doppelten der Merkelmiete für alle Teilnehmer aus – ist ja immerhin informell, das Treffen. Wasserbecken wie die Alster haben wir auch – nur größer, Schiffe ebenfalls, dafür viel mehr unberührte Natur – und geheime Stellen zum nackt baden, die man an der Alster weniger findet.

Wie bitte? Nein, ich scherze nicht. Stellen Sie sich mal vor, die träfen sich ohne Presserummel in unserer Jugendherberge, würden da bei Lagerfeuer, Bier und Gesang eine Woche Zeit verbringen, mal entspannt über die Weltlage reden … und über die eigenen Abhängigkeiten als Spitzenpolitiker – von Konzernen, Wahlkampfspendern, Parteien, Medienmogulen, der ganzen Plutonomie, die die Banken so erfreut: ich denke … wenn der Stellvertreter nicht dauernd zuhört … kann man ganz andere Gesprächsergebnisse erwarten. Nun – so supergeheime Treffen sind natürlich immer ein Problem, haben zurecht den Geruch von Verschwörungen …. aber die haben wir ja sowieso: Bilderbergtagungen, Elitenetzwerke, Bohemian Grove-Treffen der Uperclass – nur: unser wäre billiger.

Klar – auch beim G 20 Gipfel werden Trump und Putin zum ersten Mal persönliche Gespräche führen (siehe Spiegel) … weil Ihnen noch niemand gesagt hat, das wir eine geraume Zeit schon Telefone in den Regierungssitzen haben, die persönliche Gespräche ganz unkompliziert und vor allem: preiswert machen.

Scherz beiseite – es geht doch bei der Art der Ausrichtung des Gipfels um etwas ganz anderes: darum, dem Bürger zu zeigen, wer Herr ist – und wer ein Garnichts. Wissen Sie, wann ich zum erstenmal von dem G-20-Gipfel gehört habe? Durch den Bau der Gefangenensammelstelle, die „Maßstäbe setzen soll“ (siehe Welt).

Das ist das erste, voran die gedacht haben: einen Knast bauen. Für unbotmäßige Bürger. Man scheint zu wissen, wie die eigene Politik jenseits von Parolen wie „Deutschland geht es gut und das ist ein Grund zur Freude“ wirklich ankommt.

Die Kliniken bereiten sich derzeit auf ein Blutbad vor (siehe Spiegel) – oder jedenfalls auf eine große Menge Verletzter, fürchtet man doch den „Schwarzen Block“ – jene Leute, die nie da sind, wenn man sie braucht, aber immer zur Stelle, um friedlichen Demonstrationen den Anschein von Aufstand, Terror und krimineller Gewalt zu geben. Könnte ja auch sein, dass dieser „Schwarze Block“ gar nicht mehr kommt, wenn er kein Geld mehr für den „Kampf gegen Rechts“ bekommt (da sind die gleichen Gestalten auf einmal Helden des Abendlandes, wenn sie Friedensdemos stören, die von den Mächtigen im Land spontan und willkürlich als „rechts“ angesehen wurden). Wie man nebenbei im Newsblog bei Spiegel-online erfährt, haben die griechischen Autonohmen gar kein Geld, um zur Demo zu kommen (siehe Spiegel), dabei hätten sie Grund genug: die Herren der Welt (unter ihnen vor allem Madam Merkel) haben gerade dafür gesorgt, dass ihre Wasser- und Gaswerke privatisiert werden – mit den Stimmen von Linken und Rechtspopulisten (siehe Spiegel).

Ja- ein EU-Staat nach dem anderen wird gerade auf US-Niveau gepresst – und ich kann Ihnen auch sagen, was das heißt:

„So enthüllen die von der UNICEF 1997 veröffentlichten „sozialen Basisindikatoren“, dass die Vereinigten Staaten zum Beispiel in Hinsicht auf die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren von allen Industrienationen am schlechtesten abschneiden und neben Kuba rangieren – einem verarmten Land, das seit vierzig Jahren den Angriffen der nachbarlichen Supermacht ausgeliefert ist. Auch andere Basisindikatoren wie Hunger oder Kinderarmut lassen die USA in einem höchst ungünstigen Licht erscheinen“ (siehe Noam Chomsky, Profit over People, War against People, Piper, Taschenbuchausgabe, 2. Auflage 2006, Seite 138).

Trump hätte allen Grund, hier in die Jugendherberge zu ziehen und von dem Rest seinen Kindern was zu Essen zu kaufen. Doch der dramatische Auftritt hat natürlich auch einen Sinn, der ganze G-20 Gipfel einen interessanten Nebeneffekt, eine Botschaft geradezu für Hamburg und die ganze Welt:

„Das sind weitere Vorzeichen für den weltweiten „dramatischen Übergang von einem pluralistischen und partizipatorischen Ideal der Politik zu einem autoritären und technokratischen Ideal““ (Chomsky, ebenda).

Sie wissen, was das heißt, oder?

Nun: es gibt wieder ein unfehlbares „Oben“ und ein fehlerhaftes, unnützes, gefräßiges „Unten“ – zu letzterem gehören wir beiden.

Oder kurz gesagt: die Pharaonen sind zurück.

Und weil die Pharaonen wissen, dass sie Pharaonen sind, keine von freien Bürgern gewählten Volksvertreter sondern von Parteispenden abhängige Finanzmarionetten, die um ihr Leben fürchten müssen, weil man ihnen auf die Schliche gekommen ist, können wir die Idee mit unserer Jugendherberge vergessen. Deshalb kommen sie auch mit 10000 Mann in die Stadt – eine kleine Armee, die Hamburg in den Ausnahmezustand versetzen wird (siehe NDR) und besetzen alle Luxushotels – jene Ort, die sich immer weniger Bürger leisten können.

Zudem werden auch Sicherheitszonen eingerichtet, Zonen, die Anwohner (also: ganz normale CDU-Wähler) nur nach gründlicher Leibesvisitation betreten dürfen, ebenso gibt es Demontrationsverbote in einem sage und schreibe achtunddreißig Quadratkilometer großem Gebiet (siehe Spiegel) – wer Spaß hat, kann ja mal ausrechnen, wie Grundrechte wie vieler Menschen hier außer Kraft gesetzt werden … nicht für einen Katastrophenfall, sondern für ein „informelles Treffen“.

Doch damit nicht genug: während der deutsche Bundesbürger zunehmend weiter entwaffnet wird, werden die Gäste hochgerüstet aufmarschieren (siehe Spiegel):

„Mehrere Staaten haben eine Waffenerlaubnis für ihr Sicherheitspersonal beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg beantragt. Darunter die USA, Großbritannien, Mexiko, Südafrika, Vietnam und die Niederlande.“

Weitere Anträge werden noch erwartet – in einem der friedlichsten Länder der Welt.

Doch damit nicht genug: auch die eigene Polizei demonstriert, wie gut sie gegen das eigene Volk gerüstet ist (siehe Manager Magazin):

„“Survivor 1“ heißt der Panzer, den die Hamburger Polizei rechtzeitig zum G20-Gipfel beschafft hat. Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat zusammen mit dem österreichischen Fahrzeugbauer Achleitner MAN-Geländelastwagen aufgerüstet. Angeblich ist es das einzige Polizeifahrzeug, das auch Kalaschnikow-Beschuss standhält. Auch auf Atom-, Bio- oder Chemiewaffen ist der „Survivor“ mit Detektoren und Notbelüftung eingestellt.“

Kaum zu glauben, oder? Ein Fahrzeug für postnukleare Bandenkriege – einsatzbereit im friedlichen Hamburg. Es gibt noch mehr zu sehen:

„Schon die neuen Uniformen mit kugelsicheren Helmen lassen vergessen, dass Hamburgs Innensenator Andy Grote für ein „Festival der Demokratie“ warb. Der G20-Gipfel macht Hamburg eher zur Bühne für eine Leistungsschau der Sicherheitstechnik.“

Festival der Demokratie?

„Wie schon zum OSZE-Außenministertreffen im Dezember, sind auch wieder Scharfschützen postiert, um die Staats- und Regierungschefs zu bewachen. SPIEGEL ONLINE zufolge wird das Scharfschützengewehr PSG1 eingesetzt, das auf 300 Meter Entfernung 50 Schuss in einen 80-mm-Kreis treffen könne.“

Scharfschützen? Wie auf dem Maidan? War das nicht kürzlich noch „böse“, Scharfschützen auf friedliche Demonstranten anzusetzen? Ach – ich vergaß: im guten Reich der guten Menschen sind die Bösen ja immer die anderen. War in der Ukraine zwar auch so, aber nicht, wenn man von Deutschland aus ´rüberschaut. Jedenfalls nicht zu jeder Zeit.

Sie können sich das andere Material auch mal anschauen – nur das Personal, das diese Horrorwaffen bedient, sollten Sie nicht so genau in Augenschein nehmen (siehe Spiegel):

„Wie dem SPIEGEL aus Polizeikreisen bestätigt wurde, sollen Beamte im Camp öffentlich Geschlechtsverkehr gehabt haben. Außerdem habe es Partylärm und Sachbeschädigungen gegeben. Beamte sollen an einen Zaun uriniert haben.“

Ein Benehmen, wie man es beim „Schwarzen Block“ erwarten würde. Aber von der Uniformität her unterscheiden sich die beiden dunklen Parteien ja auch gar nicht, wieso sollte da das Sozialverhalten anders sein?

Gut, dass man die jetzt fortgeschickt hat: ich sähe solche Leute ungern am Scharfschützengewehr – wer weiß, auf was für Ideen die im Suff sonst noch so kommen.

Nun – einen Probelauf gab es ja schon: eine Demo gegen diesen Demonstrantenknast, 300 Leute waren dabei. Friedliche Leute. Ja – und sie sprachen auch Worte, die erklären, warum man so gegen diese Demonstranten ist (siehe Zeit):

„Darüberhinaus rief der Sprecher der „Libertären Harburgs“ die Demonstranten zur Solidarität auf: „Gemeinsam für eine bessere Welt. Wir lassen uns nicht spalten“, rief er der Menge zu. „Wir wollen eine Welt, in der Ressourcen schonend genutzt und gerecht verteilt werden“, sagte er unter Applaus der Demonstrationsteilnehmer.“

Gerechtere Verteilung der Ressourcen? Darauf kann es nur eine Antwort geben: den Survivor! Oder das „Beast“ – das Auto des US-Präsidenten mit dem Verbrauch von 29 Litern auf 100 Kilometer. Das Beast wird – wie man hört (Bildzeitung verlinke ich nicht) auch durch Hamburg fahren, so wie es schon Obama durch Berlin geleitet hat.

Erinnern Sie sich noch an die Vorzeichen für den „dramatischen Übergang von einem pluralistischen und partizipatorischen Ideal der Politik zu einem autoritären und technokratischen Ideal“? Jetzt kann ich es ja verraten: Chomsky schrieb die Warnungen Ende der neunziger Jahre. 2017 werden sie in Hamburg Realität.

Und wer trifft sich da wirklich? Das Dienstpersonal der wahren Götter der neuen Welt. Ein UN-Kommissar illustriert das sehr schön (siehe junge Welt, auch so ein linkes … ach, lassen wir das):

„Wenn Vertreter der Deutschen Bank oder von Siemens im Bundeskanzleramt anrufen und sich über die deutsche Position im UN-Menschenrechtsrat in puncto Geierfonds beschweren – ich schreibe darüber im ersten Kapitel meines neuen Buches –, dann knickt Angela Merkel ein. Ich nehme Deutschland als Beispiel, weil es sich um die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt handelt und Frau Merkel demokratisch gewählt wurde. Dennoch wird die Bundeskanzlerin komplett von der Finanzoligarchie dominiert, wenn es um die neoliberale Wahnidee des total unregulierten Marktes geht.“

Im unreguliertem Markt herrscht … die totale Willkür. „Tu was Du willst, soll sein das ganze Gesetz“ (Aleister Crowley, der Antichrist, das Tier666 und wie der sich noch so alles genannt hat). Guter Satz für Leute, die alles Geld der Welt haben – schlecht für die, die für diese Geldberge ausgebeutet wurden.

Und so treffen sich dort die 20 mächtigsten Politiker der Welt, um … zu schauen, wie sie das Diktat der Märkte noch besser in ihren Ländern umsetzen können, ohne sofort erschossen zu werden. Das letzteres aber inzwischen denkbar geworden ist und für sehr wahrscheinlich gehalten wird, zeigen die Sicherheitsmaßnahmen in Hamburg.

Was wird da nochmal besprochen? (siehe nochmal Hamburg):

Deutschland wird den Austausch in den etablierten Themenbereichen fortführen: Mit Blick auf die Lage der Weltwirtschaft soll der Schwerpunkt auf der Umsetzung von Strukturreformen und von stabilitätsorientierten makroökonomischen Politiken mit einem besonderen Fokus auf die Widerstandsfähigkeit einzelner Volkswirtschaften liegen. Darüber hinaus wird die Kooperation zu internationalen Finanz- und Steuerfragen, Beschäftigung sowie Handel und Investitionen fortgeführt. Ziel ist, Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Volkswirtschaften zu fördern.

„Reformen“. Muss ich wirklich noch erläutern, was das bedeutet?

Letztlich: die wachsende Konzentration von Geldmitteln auf immer weniger Menschen, die damit viele Politiker kaufen können, in dem sie ihre Wahlkämpfe finanzieren und von denen dann erwarten, bei massivem Fehlverhalten großzügig gerettet zu werden – siehe Bankenrettung.

Bankenrettung?

Ja (siehe Hamburg):

„Die G20 ist entstanden als zentrales Forum für die internationale Zusammenarbeit in Finanz- und Wirtschaftsfragen. Der erste G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs fand auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise im November 2008 in Washington statt.“

Und zu dieser Krise habe ich noch ein paar Zahlen (siehe Zeit, Dezember 2016):

„So versiebenfachte sich das Volumen aller unter Banken gehandelten Derivate – der beste Näherungswert für den Gesamtmarkt – zwischen 2001 und 2008 auf fast 700 Billionen Dollar. Auf dem Niveau blieb es dann jahrelang, bevor die Zahl zu fallen begann, bis auf 493 Billionen Dollar Ende 2015.“

Diese Tauschgeschäfte von Risiken der Banken unter sich haben 200 Billionen Dollar vernichtet – und die nächste Krise scheint „unausweichlich“ (siehe Focus). Klar – die Summe aller Waren und Dienstleistungen dieser Welt wird durch diese Schummelgeschäfte um ein vielfaches übertroffen – man braucht kein Abitur, um zu verstehen, dass dieser Irrsinn nicht aufrecht zu halten ist … es sei denn, man erklärt jene, die mehr Vernunft und Gerechtigkeit in der Wirtschaft wollen zu Terroristen – und macht die Arbeitslosen für alle Krisen persönlich verantwortlich, solange, bis alle daran glauben. Darum schreit ja auch kaum einer auf, wenn nun erste Projekte Arbeitslose – ganz nach Pharaonenart – als Zwangsarbeiter gratis Staat und Firmen zur Verfügung gestellt werden sollen (siehe Taz).

Andere – die angeblich für bundesweite Brandanschläge auf Bahnstrecken verantwortlich sind – sprechen eine deutlichere Sprache zu Sinn und Zweck des Gipfels (siehe Taz):

„Dem Treffen der führenden Regierungschefs gehe es um „Stabilität der Weltwirtschaft“ und die „Erschließung neuer Verwertungsmöglichkeiten, neuer Märkte, neuer Arbeitskräfte“.“

Oder:

wie können „die da oben“ mehr aus uns beiden hier unten herausholen, ohne später noch für Rente, Krankenhausbehandlung oder die Beerdigung aufkommen zu müssen.

Und auch darum … ist das unsere große Party.

PS: ach ja. Die „Libertären Harburg“. Habe mal geschaut, was das für Terroristen sind, das da mehr Polizei als Demonstranten zu sehen waren. Die sind wirklich brandgefährlich … für ein gewalt- und herrschaftsfreie Welt (siehe libertaere.de)

Die Libertären H-Burg sind eine von anarchistischen und anderen fortschrittlichen Ideen beeinflusste Gruppe in Hamburg, die sich auf verschiedenartige Art und Weise für eine gewalt- und herrschaftsfreie Gesellschaft aller Menschen engagiert. Eine Gesellschaft, die sich als Teil des Ökosystems Erde begreift, und in der die Menschen inmitten ihrer Mitkreaturen die hohen Ideale von Freiheit, Liebe und Vernunft so weit als möglich verwirklichen. Neben der Aufklärung über die Menschen und andere Lebewesen verachtenden Strukturen des kapitalistischen und nationalstaatlichen Systems und seiner vielfältigen, oft subtilen, Unterdrückungsmechanismen, beteiligen wir uns an Aktivitäten, die das Ziel haben, emanzipatorische Strukturen und Freiräume zu erlangen, zu pflegen,  zu verteidigen und auszubauen.

Also … für mich hört sich das so an, als sollte man die auch zu dem Gipfel einladen. Immerhin zahlen wir den ja auch. So ein Gipfel kann doch im Sinne des demokratischen Dialogs gut mal eine fundierte Gegenposition gebrauchen, oder? Das war doch immerhin mal Demokratie: gemeinsam den richtigen Weg finden – und nicht autoritär den falschen Weg mit Waffengewalt durchboxen.

(„Die Ideale von Freiheit, Liebe und Vernunft verwirklichen“ … wo kann man die eigentlich wählen?)

 

 

 

 

Der Geldherr als Nachfolger des Lehnsherren – und die Vernichtung des Staates

Freitag, 3.2.2017. Eifel. Wir müssen mal über den Kapitalismus reden. Oder über Aldi. Was wäre Ihnen lieber? Sie reden nicht gerne über Kapitalismus? Haben Angst? Oder wissen Sie gar nicht, was das ist? Manche empfehlen ja, man soll Marx lesen, um zu verstehen, was Kapitalismus ist. Reicht eigentlich, wenn man versteht, das es eine Wirtschaftsform ist, in der Geld über dem Menschen steht. Also, besser gesagt: das Betriebsergebnis vor Steuern über der Lebensqualität der Menschen, die das Ergebnis erarbeitet haben. Oder noch einfacher: Kapitalismus ist das, was für alle Übel in der Welt verantwortlich ist. Wir haben den Militäradel fortgejagt, um das Übel in der Welt auszurotten … aber den Geldadel vergessen. Das wird das nächste Ziel revolutionären Denkens sein: die Entmachtung des Geldadels. Ach, wissen Sie was: reden wir lieber über Aldi.

Aldi – das kennen Sie aber, oder? Das sind die Jagdgründe des Weißen Mannes, dem man zuvor seine Weiden, seine Felder, seine Tiere und seinen Hof weggenommen hat, der nicht mehr in den Wäldern jagen darf und dessen Land weitgehend von Zäunen umgeben ist. Ging der Weiße Mann früher gezielt auf die Jagd nach einem Hirsch in freier Wildbahn und freier Natur, so bleibt ihm heute wenig anders übrig, als bei Aldi in der Kühltruhe zu suchen. Oder in den Regalen. Ja,viele Stammesvölker erschrecken sich bei solchen Geschichten: der Weiße Mann ist nicht mehr Herr seiner selbst, er kann sein Brot nicht selber backen, sein Fleisch nicht mehr jagen, weder Früchte noch Nüsse sammeln: außer in seltenen Ausnahmefällen lebt das ganze Volk in vollkommener Abhängigkeit. Wer bei Aldi wieviel jagen darf, bestimmt der Geldherr, so wie früher der Lehnsherr bestimmte, wer was wo anbauen bzw. jagen durfte. Ja – ohne Geld ist keine Jagd möglich, der Zugriff auf die eh schon sehr entpersönlichten Waren ist noch zusätzlich dadurch erschwert, dass ihr Erwerb von Lebensberechtigungsscheinen abhängig ist – von „Geld“. Wir nennen das „gut“.

Wir nennen ja auch Aldi gut. Also – ich habe auch nichts gegen die Gebrüder Albrecht. Coole Idee, einfach Kisten in einen Raum zu stellen und so den Preis als Verkaufsargument in den Vordergrund zu rücken. Als Studenten hat uns das eine hohe Lebensqualität beschert. Sicher: in den Reihen professioneller Verkäufer gilt die Argumentation über den Preis grunsätzlich als die billigste Strategie, die man auch vermeiden sollte, weil sie schnell ruinös werden kann. Billiger, billiger, billiger – wo soll das enden? Bis dorthin, wo alles verschenkt wird? Aber egal: für viele Menschen mit wenig Geld und wenig Zeit war Aldi der Renner … wenn man in seiner Nähe wohnte. Ist ja auch schön zu sehen, wie Menschen mit cleveren Ideen reich werden, sogar superreich – sogar zu den reichsten Menschen Deutschlands gehören können. Das ist ja auch der Traum des Kapitalismus: der Traum vom schnellen Geld, von grenzenlosem Reichtum und unbeschränkter Macht. Jedenfalls – für eine Hand voll Leute … aber das wird nicht immer so deutlich mit erwähnt wie hier.

Natürlich gönne ich solchen Menschen auch ihren Reichtum. Ich finde: wenn einer gute Leistung bringt, dann soll er sich auch was leisten können. Es ist seine Lebenskraft, die er in seine Arbeit steckt, also sollte sein Verdienst auch ihm gehören und zur Gestaltung und Entfaltung seiner persönlichen Lebensziele genutzt werden. Wo kämen wir auch hin, wenn eine militärische Macht sich im Land etabliert und von allen den „Zehnten“ fordert – oder, wie bei uns in der Demokratie: die Hälfte. Richtig: wir wären wieder im Feudalismus, wo eine kleine Kaste von Adeligen sich ihre bloße Existenz teuer bezahlen läßt, damit ihr Müßiggang nicht gestört wird, ihre Partys üppig ausgestattet sind und reichlich Zeit für reisen, reiten, die Jagd und Golf übrig bleibt. Sie merken jetzt: das Recht auf Eigentum ist eine urlinke Idee, wie auch der Militäradel Hauptgegner revolutionären Strebens war. Nur … ich bin auch dafür, dass die Menschen den Preis für Schäden zahlen, die sie zu verantworten haben. Schäden? Bleiben wir bei Aldi.

Glauben Sie, dass die Gebrüder Albrecht ihr Imperium allein aufgebaut haben? Mit Handkarren durch Deutschland gezogen sind, um überall ihre Geschäfte zu eröffnen? Hoffentlich nicht. Wie üblich im Kapitalismus haben sich die Gebrüder Albrecht Geld von der Bank geliehen, um sich flächendeckend auszubreiten. Ohne dieses Geld … diese „Lehen“ … gäbe es heute nur eine Hand voll Aldi-Läden. Über Wachstum und Mächtigkeit von Aldi haben die Geldherren entschieden – durch Kreditvergabe. So läuft Wirtschaft heute. Die einen kriegen Geld, die anderen nicht. Gut, werden Sie jetzt sagen: Aldi war ja auch erfolgreich, Aldi hat viel Gewinn gemacht, viele Arbeitsplätze geschaffen und eine gute Dienstleistung für die Gesellschaft erbracht.

Wirklich?

Schauen wir doch mal genauer hin. Was hat Aldi denn wirklich gemacht – flächendeckend? Gegründet wurde das Unternehmen vor 100 Jahren, es gibt noch Bilder der ersten Filliale in Essen (siehe Der Westen). Ein schöner Laden, oder? So sahen früher alle Geschäfte aus, sie waren zu Fuß von überall her zu erreichen, auch die Armen und Kranken konnten dort schnell hin – und die Kinder. Ich mag solche kleinen Geschäfte. Auch die Einsamsten finden dort Gesellschaft, man brauchte weder Bus noch Auto, um sie zu erreichen. Sie boten Lebensunterhalt für mehrere Menschen – und lieferten dafür einen guten Dienst: die Erhöhung der Lebensqualität. Dann jedoch: kam Aldi. Die haben nicht nur Geld verdient, sondern – mit einer Flut von Nachahmern – den inhabergeführten Einzelhandel flächendeckend vernichtet … mit enormen Schäden für die Umwelt. Zigtausende von Unternehmen starben, um 10000 Aldi-Fillialen ins Leben zu rufen. Waren es früher nur ein paar Meter zu Fuß bis ins nächste Geschäft, so fährt man heute hin und zurück 24 Kilometer, während die Geschäftsräume im Dorf leer stehen … um mal ein Beispiel aus meinem persönlichen Umfeld zu nehmen. Auf einmal brauchte man mehr Autos, größere Straßen, viel mehr Parkplätze: ganze Landschaften wurden zubetoniert: im Namen von Aldi.

Sicher: wenn man mal in dem Laden steht, kann man gut einkaufen. Nur – wer zahlt den Preis für die Schäden, die durch die Fahrt dorthin entstanden sind? Aldi? Wer zahlte Entschädigung für die vielen verlorenen Arbeitsplätze? Die Zahl der Einzelhandelsunternehmen schrumpfte von 2002 bis 2014 um 62000 (siehe Statista), der inhabergeführte kleinflächige Einzelhandel machte 1995 noch 31,2 Prozent aus, 2010 jedoch nur noch 14 Prozent (siehe Aachener Zeitung), alles mit einem enormen Verlust an Lebensqualität verbunden – vor allem für diejenigen, die nicht mit dem Auto nach Aldi fahren konnten. Stärkerer Verkehr, höhere Umweltbelastung, höhere Arbeitslosigkeit, Verlust an Lebenszeit (Schlange stehen, Anreisezeit) und Lebensqualität (soziale Kontakte, individuelle Beratung, Reperatur vor Ort): wer preist das ein?

Nun – der Steuer- und Beitragszahler. Aldi – und alle anderen Konzerne – wildern wie Raubtiere in einem Landstrich, schleppen viel Beute weg und hinterlassen verwüstete Landschaften. Den Preis für die Schäden bezahlen andere. Arbeitskräfte müssen flexibler werden, Kunden mobiler, Waren kurzlebiger: der Kreislauf beschleunigt sich enorm.

Nun – ich wollte jetzt keine Anklage gegen Aldi erheben. Die Herren Albrecht haben – wie viele andere auch – das gemacht, wozu sie da waren: gute Geschäfte. Ihnen ist kein Vorwurf zu machen – eher ein Diskussionsangebot, wie sie die enormen Schäden in der Volkswirtschaft beheben wollen, die ihre Idee angerichtet hat. Schöner wäre es gewesen, alles wäre lebendiger geblieben, weniger zentralistisch gesteuert: wir hätten mehr Buntheit im Land, mehr Vielfalt. Heute gibt es Vereine und Genossenschaften, die den Tante-Emma-Laden wieder ins Leben rufen wollen, weil er ein eigenständiges Stück Lebensqualität war und für gesellschaftlichen Zusammenhalt gesorgt hatte, finanzieller Gewinn steht da nicht im Vordergrund. Früher … gab es diese Strukturen für die Gemeinschaft „umsonst“, freiwillige Helfer müssen heute das bewältigen, was Konzerne, Banken und Politik angerichtet haben.

Ja – die Konzernbildung wird immer und überall von Banken gefördert. Die Geldherren bestimmen weitläufig, wie unser Leben auszusehen hat – so wie es früher die Lehnsherren taten. Kaum ein Konzern hat genug Kapital, um aus eigener Kraft zu wachsen, es wird kannibalisiert, wo es nur geht: Aufkäufe, Fusionen, feindliche Übernahmen – ein riesiger Konzentrationsprozess , der an Stelle eines freien Marktes … der uns ja immer gepredigt wird … eine Hand voll Oligopolen (also: sowas wie Monopole von einer Hand voll „Player“) bildet und sie mit enormer wirtschaftlicher Macht ausstattet, einer so großen Macht, das sie die politische Macht leicht an die Seite drängen kann. So treten die Geldherren an die Stelle der Lehnsherren.

Aber damit erzähle ich Ihnen ja nichts Neues.

Es wäre schön, wenn der Staat hier seiner Aufgabe nachkäme, Ordnung zu schaffen. Wir bezahlen unsere Angestellten dort ja nicht umsonst. Immerhin haben wir dort die „Wissenschaftler“, die solche Entwicklungen voraussehen können: dafür stellen wir sie ja von normaler Erwerbsarbeit frei, damit sie heute schon wissen, was die Kreditvergabe der Banken in Zukunft anrichtet. Ordnung und Sicherheit, Schutz und Hilfe: dafür leisten wir uns sowas wie „Staat“. Wird wohl oft vergessen – gerade von den „Staatsdienern“, die sich kaum noch erinnern können, woher das Geld überhaupt stammt, das monatlich auf ihr Konto fließt. Viele halten den Geldfluss dort für so selbstverständlich, wie Sie die Tatsache, dass sie Regenwasser nicht bezahlen brauchen (allerdings für das vom Regenwasser verursachte Abwasser müssen Sie jetzt schon zahlen). Und einige ausgesuchte Übeltäter aus dem Kreise dieser Staatsdiener fangen sogar an, völlig perverse Gedanken zu hegen, faseln von „Gewinn“, den sie mit „ihrem“ Staat eingefahren haben – oder mit „ihrer“ Bundesagentur für Arbeit gemacht haben, wobei „ihrer“ hier wirklich als eigentumsrechtliche Vorstellung zu begreifen ist.

Ein Beispiel dafür aus ihrem Umfeld? Nehmen wir ihre freiwillige Feuerwehr. Die bezahlen Sie, damit die löschen kommen, wenn´s brennt. Sie sind enorm in Vorleistung getreten, damit das möglich wird: allein die Löschfahrzeuge kosten ein Vermögen, sind aber auch effektiver als Eimerketten. Jetzt stellen Sie sich mal vor, es brennt in Ihrem Haus, die Feuerwehr kommt … und will erstmal Geld sehen, Gewinne erwirtschaften, Rendite einfahren. „10000 Euro bar auf die Hand oder wir fahren wieder“. Können die ja machen, in dem Moment jedenfalls haben sie die Macht dazu. Erheben Sie Einspruch, werden gleich 20000 Euro gefordert – und zur Strafe bzw. zur Sanktion wird schon mal die Garage nicht mit gelöscht – samt Ihrem tollen Auto darin. Oder ein Kinderzimmer.

Grausame Vorstellung, oder?

Geschieht aber schon. Täglich. Sie merken nur nichts mehr davon, weil die Sprachregelungen der Lehnsherren – Entschuldigung – der Geldherren – Diskussionen darüber nicht mehr möglich macht.

Wo es geschieht? Bei den Opfern der Marktmächte, jenen Menschen, die den enormen Vernichtungsprozessen (ich ersetzt hier mal das schönrednerische Wort „Konzentrationsprozesse“) am Markt zum Opfer gefallen sind, deren Lebenshütte brennt, weil sie von den Lebensberechtigungsscheinen abgeschnitten werden, die den freien Zugriff auf die Ernte und das Jagdwild ersetzt haben … was sich schon anders anhört als „arbeitslos geworden zu sein“. Nicht nur das Essen ist in Gefahr: auch Obdach und Schutz vor Kälte stehen auf dem Spiel; „wohnen“ ist wie „essen“ keine normale Grundausstattung des Naturmenschen mehr, sondern „Ware“, die Lehnsherren gehört … äh, Geldherren. Wie früher schon – im Mittelalter.

Nun kommt dieses Opfer, dessen Leben brennt, zum Staat, den es selbst bezahlt hat, fordert die Löschfahrzeuge zur Hilfe an, weil elementare Lebensvoraussetzungen durch Kündigung des Arbeitsvertrages in Gefahr sind und trifft auf … das Jobcenter. Soziale Betreuung wäre notwenig, weil hier gerade Urängste walten: „Ach, Sie Ärmster, kommen Sie mal schnell herein, nur keine Angst, zur Not können Sie hier im Büro schlafen, sind ja auch unser Chef, Souverän dieses Landes, wir machen erstmal Kaffee und eine Suppe, kommen Sie einfach erstmal zur Ruhe, Hilfe ist ja da! Ich rufe gleich mal die Kollegen zusammen, wir suchen Ihnen eine neue Arbeit, telefonieren gleich mal ein wenig herum, Geld kriegen Sie umgehend von uns. Darfs vielleicht auch erstmal ein Schnaps sein auf den Schock hin?“

Ein schöner Traum, oder? Dafür bezahlen wir mit 50 Prozent unserer Arbeitsleistung, die eigentlich uns gehört. 50 Prozent unserer Leistung gehen in diesen „Staat“, unsere persönliche Lebensfeuerwehr, doch was erwartet uns als Dank dafür?

Nun – „Sanktionen“ für den Fall dass wir nicht „gehorsam“ sind. Wir sind nicht mehr Opfer eines vernichtenden Wirtschaftsprozesses, sondern Täter, deren Haupttat es war, dass sie nicht aus eigener Kraft die Folgen der Globalisierung ausgeglichen haben … denn genau das fordern der Staat, seine Wissenschaftler und Büttel von uns: wir sollen ausbügeln, was Banken, Konzerne und kraftlose Politik angerichtet und zugelassen haben. „Sanktionen“  – da sind gerade wieder Dokumente aufgetaucht, die belegen, dass sie systematisch angeordnet werden (siehe Gegen-Hartz): flächendeckende Vernichtung ist die Folge.

Ich will Ihnen mal sagen, was diese „Sanktionen“ aus der Sicht der politischen Philosophie bedeuten: in dem Moment, wo der erste Bürger aus „erzieherischen Gründen“ eine Totalsanktion erhielt (sein Haus also – um beim Feuerwehrbeispiel zu bleiben – brennen gelassen wurde … oder man mit Benzin löschte) verlor das ganze Gebilde „Staat“ seine Rechtfertigung und Existenzberechtigung. Ein Staat, der unkriminelle Bürger mit dem Tod bedroht, ist kein moderner Staat mehr – sondern ein Feind des Menschen und der Menschheit. Die politische Philosophie setzt hier klare, eindeutige und nicht diskutierbare Grenzen. Und darum … ist ein bedingungsloses Grundeinkommen aus ethischer, moralischer und staatstheoretischer Sicht in modernen Zeiten eine absolute Notwendigkeit des Selbstschutzes und des Schutzes der leiblichen Unversehrtheit des Souveräns, des Königs dieses Landes – und der sind SIE.

Wer soll das finanzieren? Nun … ich schiele da gerade mal zu den Gebrüdern Albrecht herüber … und zu den Banken. Es gibt ja auch Unternehmer, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen sind – und den Platz von Unternehmern in einem modernen Staat sinnvoll definieren (siehe Standard):

„Ihr Job ist es, unter Einsatz von Geist, ressourcenschonend, mit sparsamen Umgang mit menschlicher Lebenszeit konsumfähige Güter herzustellen. Wir nehmen als Unternehmer ja Lebenszeit in Anspruch.“

Was haben wir jedoch für Unternehmer? Eine von den Banken geführte Büttelklasse von Raubrittern, die sich – um mal ein Beispiel aus einem ehedem staatseigenen Konzern zu nennen – für ein Jahr Arbeit 15 Millionen Euro aus der Firmenkasse nehmen plus einer monatlichen „Rente“ von 8000 Euro (siehe FAZ), während die Selbstausbeutung Standard für die Welt des niederen Dienstpersonals wird (siehe Zeit) natürlich deutlich schlechter bezahlt. Wenn überhaupt, denn „Arbeit“ ist ja fast Bürgerpflicht geworden – während sie naturgemäß seit Jahrtausenden eine Last war – was aber die Büttel nicht verstehen, weil ihr Geld ja auch ohne jede konkret messbare Arbeitsleistung fließt. Der Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant (siehe Zeit), 41 Prozent der Deutschen sehen ihre Arbeit grundsätzlich nicht mehr durch Bezahlung wertgeschätzt (siehe Spiegel), dafür können wir aber eine Rückkehr des „Dieners“ auf breiter Front verzeichnen (siehe Nachdenkseiten): ein deutliches Kennzeichen für die Erosion und Degeneration des zivilen Bürgertums.

Was wir erleben, ist die Vernichtung des Staates als Gemeinwesen und seinen gezielten Umbau zum Exekutivorgan der Geldherren, das sich im Übrigen nicht im Mindesten um die Folgen seiner „Sanktionen“ kümmert: niemand zählt die Leichen und das Leid jener, die völlig von jeder Versorgung abgeschnitten werden (siehe Bundesdrucksache 18/1404), dabei wären gerade die Investitionen in die Ärmsten der Armen sehr förderlich für unser Wirtschaftswachstum: das zeigt allein jenes Wachstum, das durch die Investition von 20 Milliarden Euro in eine Million Asylbewerber erzielt wurde (siehe Spiegel). Diese Summe ist nur unwesentlich geringer als die, die wir für 5 Millionen Arbeitslose ausgeben: was wäre da für ein Wachstum möglich, wenn wir auch pro Kopf soviel in jene investieren, die vor den Wirtschaftskriegen der Oligopole flüchten mussten – oder einfach ´rausgeschmissen worden sind.

Wo das Geld für solche Investitionen herkommen soll? Wir haben in Deutschland 1,2 Millionen Millionäre, die über je eine Million Euro investierbares Kapital verfügen (siehe FAZ). Auf 66 Einwohner kommt ein Millionär. Wir reden hier von Geld, dessen Verlust niemandem weh tun würde, Geld, das nutzlos zwischen Konten hin – und hergeschoben wird, um seine Erträge aus dem globalen Spielkasino zu erhöhen, Geld, das letztlich gefrorene Arbeitsleistung ist. Man stelle sich mal vor, wir würden das Geld in die Zukunft der Gemeinde investieren können: es wäre genug da, um jenen, die keine Arbeit haben, einen ordentlichen Lohn zu zahlen: wie in Kriegen üblich und legal würden wir Zwangsanleihen erheben können, die wir später zurückzahlen: von dem Wachstum, das wieder durch solide Arbeit anstatt durch riskante Spekulation erwirtschaftet wird.

Aber … bevor wie solche Träume realisieren können, müssen wir erstmal die fortlaufende Erosion des Staates – und damit unseres bürgerlichen Gemeinwesens – stoppen … und die neuen Lehnsherren in die Schranken weisen. Das können wir sanft, zivil, demokratisch, im gemeinsamen, friedlichen, vernunftgesteuerten Diskurs machen … oder die Abgehängten dieser Gesellschaft werden sich in naher Zukunft – wie in den USA – einen starken Mann wählen, der ihnen Essen organisiert, Unterkunft, Waffen und Uniformen, damit man sich auf den Straßen erkennen kann. So … wurde die SA groß – und auch hier wenden sich die „Ballastexistenzen“ seltsamen politischen Bewegungen zu, die nur eins versprechen: hart durchzugreifen. Ist nur noch ein kleiner Schritt bis zur Uniformierung der Nachbarschaftswachen.

Und jetzt versteht vielleicht auch der letzte Millionär, warum es wichtig ist, in die demokratische Zivilgesellschaft zurück zu kehren, anstatt von eigenen, „freien“ Städten  zu träumen. Diese Städte wären sowieso nur solange „frei“, wie der Führer der SA sie in Ruhe läßt.

Wer wirklich das Land vor „Rechten“ schützen will … muss die starken Schultern des Landes zurück in die Gemeinschaft holen … zur Not auch mit einem sanften Schubs – oder harten Sanktionen, die für ihre Brüder am unteren Ende der Vermögensskala schon lange Alltag geworden sind.

Ansonsten … stirbt der Staat.

Und damit langfristig auch der Schutz jedes Eigentums.

Oder des eigenen Lebens.

Donald Trump und Antiamerikanismus – nachdenKEN

bzw. ein Rant über betonköpfige Linke und als Links verkleidete Rechte. Und über echte Rechte. Und über Trump. Enthält KenFM Eigenwerbung.

youtube Text:

Der neue Präsident der USA heißt Donald Trump.

Noch nie hat eine Person, die sich für den Posten im Weißen Haus beworben hat, schon im Vorfeld so viel Dresche bekommen wie Donald Trump. Doch auch seit das Rennen gelaufen ist, reißt das offene und ununterbrochene Bashing ihm gegenüber nicht ab.

Die rassistischen Sprüche, mit denen Trump Teile seines Wahlkampfes bestritt, fanden ihr Echo in den Systemmedien, die bis heute mit ähnlich rassistischen Abwertungen Trump selber, aber vor allem die, die ihn gewählt haben, zu entwürdigen versuchen und als vollkommene Idioten abzustempeln. Trump-Wähler sind Abschaum – so wird seit Tagen verkündet.

Der Spiegel verstieg sich rund eine Woche nach der Wahl dazu, Trump einen Antisemiten zu nennen. Nur, wie passen dazu die Standing Ovations ihm gegenüber, als dieser in den letzten Tagen des Wahlkampfs vor AIPAC sprach? Sind amerikanische Juden einem Antisemiten auf dem Leim gegangen? Sind wirklich alle Trump-Wähler „White Trash“, oder ist diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, produziert von den Massenmedien,
nicht selber Rassismus in seiner übelsten Form?

Fakt ist: Der Sieg Trumps ist vor allem eine Niederlage der System-Medien. Ihnen ist es nicht gelungen, trotz monatelanger Propaganda für Clinton und gegen Trump, die öffentliche Meinung derart zu diktieren, dass der Wähler sich genötigt gesehen hätte, den Liebling der Medien Hillary Clinton zu wählen.

Der Sieg Trumps und vor allem die Reaktion in Deutschland auf ihn zeigt aber auch das Versagen der Linken. Trump erreicht in den USA-Wähler, die auch die AfD in Deutschland anspricht. Menschen, die nicht per se rechts ticken, sondern die vor allem enttäuscht sind. Enttäuscht von linker Politik, linken Medien und linken Aktivisten. Sie alle haben den Kontakt zur Straße verloren, Leben intellektuell entrückt. Der größte Teil der Linken auch in Deutschland hat sich mit dem Wirtschaftsfaschismus arrangiert und schaut dem Abbau des Sozialstaates weitgehend zu. Linke haben sich „eingerichtet“ und wollen – so wie die Grünen – nur noch bessere Posten in der Machtpyramide ergattern. Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Die Linken von heute sind von einem Rudi Dutschke so weit entfernt, wie der Friedensnobelpreisträger Obama von echtem Change, sprich fairer Beteiligung der Massen an erarbeitetem Wohlstand. Teilhabe bedeutet für die offiziellen Wortführer der Linken in nahezu allen Bereichen vor allem persönliche Bereicherung und persönliche Teilhabe am großen Kuchen des vom Volk erarbeiteten Staatsvermögen.

Wir erleben in der Reaktion der Medien auf Trump den Niedergang eines elitären Systems, das unfähig ist, sich selber zu hinterfragen und das, ähnlich wie damals die Genossen in der DDR kurz vor Mauerfall, nur noch in der Lage ist, auf die die längst Ausgereisten verbal einzuschlagen. Damals war man Verräter des Sozialismus, heute ist man White Trash.

Die Wahl Trumps wird auch in Europa und speziell in der BRD ihre Auswirkungen haben, mit leichtem Delay. Die Wiederwahl Angela Merkels 2017 ist so „sicher“ wie der Wahlsieg von Hilary Clinton 2016 es war. Den Volksparteien geht der Hintern auf Grundeis und das ist auch gut so. Hochmut kommt vor den Fall.

Ken Jebsen denkt nach dem spontanen Webcam-Kommentar zu Trumps Sieg erneut über Trump und die Folgen nach. Er fordert auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen. „Mehr Demokratie wagen“ bedeutet 2016 mehr zivilen Ungehorsam, mehr direkte Demokratie und weniger Ehrfurcht vor einer politischen Kaste, die große Teile der Bevölkerung für dumm, unfähig und gefährlich hält.

Die USA sind die dynamischste Demokratie der Welt, doch dass sich ausgerechnet die Fans von gestern jetzt nicht zu schade sind, jedes anti-amerikanische Klischee zu bemühen, um ihren Unmut über den Ausgang der letzten US-Wahl auszudrücken, lässt tief blicken. Sind vielleicht die System-Medien als Stimme der Einfluss-Reichen und Schönen nicht wirklich an echter Demokratie interessiert?

Sarah Wagenknecht über die aktuelle Politik

Und immer schön die Videos von der Dresdner Sozialwacht anschauen.

Ein paar Stunden vertonte und bewegte Bilder zum Thema Geld

Die Macht der Finanzkonzerne – Wie Blackrock mittels Geld die Welt regiert:

Die BlackRock, Inc. ist der weltgrößte Vermögensverwalter. Das international tätige amerikanische Finanzunternehmen hat seinen Hauptsitz in New York City und ist vor allem in Vermögens- und Risiko-Verwaltung tätig. Die Aktien sind an der New York Stock Exchange gelistet. Größte Anteilseigner sind PNC Financial Services mit 21,0 % und Barclays mit 19,7 %.[1] (Stand 12/2011).

Goldmann / Sachs – Eine Bank lenkt die Welt

Goldman Sachs ist mehr als eine Bank. Sie ist ein unsichtbares Imperium, dessen Vermögen mit 700 Milliarden Euro das Budget des französischen Staates um das Zweifache übersteigt. Sie ist ein Finanzimperium auf der Sonnenseite, das die Welt mit seinen wilden Spekulationen und seiner Profitgier in ein riesiges Kasino verwandelt hat. Die amerikanische Investmentbank ist in den letzten Jahren zum Symbol für Maßlosigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Ihre Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit amerikanischer Privathaushalte haben sie zwar an den Rand des Bankrotts gebracht, aber letztlich wurde sie dank ihrer politischen Verbindungen vor dem Aus bewahrt.

GELD REGIERT – Regieren wir mit?

Die „Superreichen“ werden immer zahlreicher.
Quarks & Co begibt sich auf die Spur des großen Geldes. Was macht Geld mit uns – und welche Macht verleiht es?

Wer die FED bedroht oder gefährdet wird sterben

„Wenn das amerikanische Volk jemals privaten Banken die Kontrolle
über das Ausstellen des Geldes gibt, werden die Banken und Unternehmen,
die um sie herumwachsen, erst durch Inflation und dann durch Deflation,
die Leute all ihres Besitzes berauben, bis ihre Kinder obdachlos erwachen
auf dem Kontinent, den ihre Väter eroberten.“
(Thomas Jefferson (1743-1826), US Gründungsvater)


Volker Pispers kritisiert Geldschöpfung

Geldschöpfung im Kabarett: Es ist sehr erfreulich, dass nun auch Kabarettisten wie Volker Pispers die Geldschöpfung der Banken und das Geldsystem kritisieren. Zuvor war nur Dieter Hildebrandt dazu Willens. Unter Geldschöpfung versteht man das erzeugen von Geld. Die meisten Menschen gehen immer noch davon aus, dass der Staat sein eigenes Geld über die Zentralbank, in Deutschland die Bundesbank, schöpft (Geldschöpfung). Jedoch erzeugt die Bundesbank über die EZB nur etwa 10% der umlaufenden Geldmenge als gesetzliche Zahlungsmittel. Die restlichen 90% der Geldmenge (Bankengeld – kein gesetzliches Zahlungsmittel) wird von den Geschäftsbanken erzeugt (geschöpft), indem sie Kredite vergeben (Geldschöpfung aus Kredit = Schuldgeld).

Fabian der Goldschmied

Warum überall Geld fehlt

Der grosse Reibach und Der Tanz der Geier – alle zwei Teile

Geschäftsbanken, Hedgefonds und Versicherungen spielen mit Risiken und Vertrauen, mit wahren und falschen Werten. Derivate werden immer komplexer, Kommissionen steigen ins Unermessliche, und Geldmengen bewegen sich immer schneller um die ganze Welt. Die Gefahr einer Finanzblase steigt. Ob Rohstoffe, Immobilienkredite oder undurchschaubar gewordene Finanzinstrumente – die Spekulanten machen auf der Suche nach Profit vor nichts halt.

Wie Hartz IV Europa zerstörte und zum Staatsbankrott führte.

Donnerstag, 19.12.2013. Eifel. Inge Hannemann hat erfolgreich eine Petition in den Bundestag eingebracht. 80 000 Unterschriften sind gegen die unmenschliche Sanktionspraxis im Rahmen der Sozialreformen, die von den deutschen Medien fast durchgängig als Riesenerfolg bezeichnet werden. Nun - das war Hartz IV ja auch: ein Riesenerfolg. Man denkt nur viel zu selten darüber nach, für wen das eigentlich erfolgreich war.

Donnerstag, 19.12.2013. Eifel. Inge Hannemann hat erfolgreich eine Petition in den Bundestag eingebracht. 80 000 Unterschriften sind gegen die unmenschliche Sanktionspraxis im Rahmen der Sozialreformen, die von den deutschen Medien fast durchgängig als Riesenerfolg bezeichnet werden. Nun – das war Hartz IV ja auch: ein Riesenerfolg. Man denkt nur viel zu selten darüber nach, für wen das eigentlich erfolgreich war.

Nun – zuerst mal war es ein Erfolg für die Medien. Die reden ja dauernd davon.  Die hatten mal wieder jemanden, auf den man sich richtig hemmungslos ´draufhauen konnte – was man sich bei Juden, Ausländern und Alten noch nicht so richtig traute, war da auf einmal möglich: es wurde ein Feindbild aufgebaut, dass der Kriegspropaganda der Weltkriege entsprach – der Arbeitslose als untermenschliche Existenz, der rattengleich das Land durch seine bloße Existenz bedrohte. Er schaute die falschen Programme im Fernsehen, das wusste man genau. Wer die Programme plante, gestaltete, finanzierte und sendete – darüber dachte  man lieber gar nicht nach.

Er aß auch das Falsche. Wer das Essen finanzierte, plante, produzierte und auslieferte – darüber dachte man lieber gar nicht nach.

Er wohnte auch falsch, zumeist zusammengepfercht wie Vieh in großen verwahrlosten Plattenbauten oder endlosen billigen Mietskasernen. Wer die Bauten errichtete, wer sie aufkaufte und verwahrlosen ließ – darüber redet man nicht gern.

Doch doch – ich habe das alles im Fernsehen gesehen. Der Arbeitlose war auch immer unrasiert, hatte lange Haare, trug billige Brillen und faselte von sozialer Gerechtigkeit – wie John Lennon.

Und den hat man auch erschossen.

Man kann nur froh sein, dass wir kein Geruchsfernsehen hatten, denn … der Arbeitslose roch sicher auch ganz fürchterlich.

Natürlich richtete er sich fürchterlich ein, lebte wie ein Schwein und vernachlässigte seine Kinder. Gäbe es die Medien nicht, die ihm die Supernanny, die Putzkolonne und die Tapezierbrigade auf den Hals jagten – bei laufender Kamera – würde der Arbeitslose unter dauerndem Befall mit Pilzen und Läusen leiden.

Ich bin froh, dass die Medien uns bislang von Bildern verschonten, wo der Arbeitslose auf den Teppich kotet, weil er zu faul ist, aufs Klo zu gehen.

Der Arbeitslose ist auch kein Demokrat – das haben Wahlforscher jetzt herausgefunden: ist mal Wahl, kann er endlich mal etwas beitragen zum Gemeinwohl, geht er gar nicht hin. Zeit, ihm das Wahlrecht – und die Kinder – zu entziehen.

Kein Wunder das solche Gestalten oft psychisch krank sind. Das wäre ja jeder, wenn er so leben müßte.

Ich hoffe, ich habe keinen Aspekt der Medienhatz vergessen. Wenn ja: bitte nachreichen.

Wir haben uns an die Darstellung des Arbeitslosen durch die Medien schon gewöhnt. Natürlich müssen – ganz folgerichtig – diese Untermenschen durch Herrenmenschen ordentlich erzogen und kontrolliert werden, das ist gar keine Frage … und vor allem die Argumentation eines jeden Gewaltadels, der jemals meinte, besser zu sein als der gewöhnliche Mensch. Wie üblich stößt er seinen Mitmenschen in den Dreck, um sich dann darüber lustig zu machen, wie schwach und schmutzig er aussieht und seiner Eigenverantwortung nicht gerecht wird.

Das alles war ein Akt grauenvoller psychischer Gewalt, der sich mitten in Deutschland Bahn brach, so als hätte es niemals ein Drittes Reich gegeben, das man nicht nochmal auf Erden erleben wollte.

Wie viele hätten wohl Inge Hannemanns Aufruf unterschrieben, wenn sie die Wahrheit über Hartz IV gewusst hätten – das Hartz IV ganz allein verantwortlich ist für die große Krise in Europa?

Für diese Erkenntnis brauchen Sie nun keine besondere Ausbildung, noch „geheimes Wissen“ aus „okkulten Quellen“, hierzu müssen Sie nur Nachrichten lesen und zusammenfügen … das machen die Medien leider nicht mehr für uns.

Gehen wir das mal eben Schritt für Schritt durch.

Was hat die große Krise ausgelöst?

Die wirtschaftliche Schwäche des Südens.

Wodurch wurde sie verursacht?

Die Deutsche Industrie wurde Exportweltmeister – Hauptkunde: Europa.

Wie konnte die das werden?

Durch radikale praktische Lohnkürzungen.

Wie war das möglich?

Durch die Abschaffung des Sozialstaates und die staatliche Einführung eines Abscheu erregenden Prekariats, dass beständig mit vollständiger Streichung aller Leistungen bedroht wurde. Den Effekt hatte man vom Dritten Reich gelernt, wo die Schaffung eines Arbeitslagerprekariats zu einer enormen Motivation der Bevölkerung geführt hatte: wer nicht spurt, wird eingesperrt, arbeitet fortan unter Schlägen umsonst und wird vergast, wenn er nutzlos geworden ist – diese Lektion hatte gesessen, daran hatte sich die deutsche Industrie gut gesättigt.

Natürlich können wir das Dritte Reich nicht wieder auferstehen lassen – aber im Zeitalter der Totalüberwachung brauchen wir auch keine Lager: wir können die eigene Wohnung zum Lager machen, beständig per Telefon überwachen, ob sich der Arbeitslose auch an Hausarrest und Reiseverbot hält.

Wenn nicht, streichen wir ihm Essen und Miete, dann erledigt sich das Problem von selbst. Mitleid für diese Kretins wird niemand empfinden – dafür haben die Medien gesorgt.

In Folge dieses drastischen Gewaltaktes wurden die Löhne gedrückt, sank der reale Binnenkonsum, wuchs die Staatsverschuldung ins Unermessliche (ja – ohne Löhne keine Steuern: hat der Schäuble kürzlich erst festgestellt. Welch´ Überraschung) … ABER: die deutschen Luxuswaren wurden für das Ausland dank Euro ENORM BILLIG!

So konnte dank Lohnverzicht Hochleistungsware auf Kosten des deutschen Volkes im Ausland verramscht werden, was enorme Gewinne für ein paar Millionen Bürger nach sich zog: die Masse macht es allein. Da diese Millionen Bürger aber im Parlament saßen, in den Wirtschaftsgremien und Parteispitzen, den Chefredaktionen und Ärzteverbänden, den Kirchen und Gewerkschaften, wurde niemand unruhig. Geld stinkt nicht – erst recht nicht, wenn man all´jenen, die gesellschaftliche Macht steuern könnten, den Arsch vergoldet – man entschuldige hier die drastischen Worte, die einfach nur schön bildhaft die Realität widerspiegeln.

Was geschah mit den Wirtschaften im europäischem Ausland?

Die konnten mit ihren qualitativ minderwertigeren Produkten – geschaffen für einen Markt, der sich sonst die teure deutsche Qualitätsarbeit nicht leisten konnte – nicht mehr mithalten. Auf einmal gab es Steaks für alle zum Preis von Hühnchenleber: war klar, wohin die Masse ging.

Die Folge? Einheimische Firmen gingen pleite, was im gemeinsamen europäischen Wirtschaftsraum dazu führte, dass die Währung selbst in Folge massiver Staatsverschuldungen (keine Firmen = keine Löhne, keine Löhne = keine Steuern = kein Sozialstaat) in Gefahr geriet … sehr zur Freude unserer Wirtschaftsfeinde in den USA, die Konkurrenz nicht leiden können.

Um dieses ganz große Rad zu drehen, brauchte man nur eine Idee, eine Hand voll Botschafter – Unternehmensberater, die unauffällig Beratungen bei Gewerkschaften, Parteien, Behörden, Sendern und Konzernen durchführen wären da ideal, die sind sowieso immer da und fallen keinem auf – und schon läuft das Ding von ganz alleine.

Große Weltuntergangsverschwörungen braucht man hier nicht: es reicht, dass man feststellt, das die Gesellschaft bzw. der „Zeitgeist“ gerade den konsumgeilen Egomanen als Ideal preist – schon läuft das System von ganz alleine.

Jeder will diese tollen Eigenheime, die man immer in der Werbung und den Krimis sieht, diese kleinen eigenen Welten, die einen so schön vom Rest der Welt abschirmen. Und von diesen Eigenheimen sind auf einmal ganz viele möglich, wenn man die Wirtschaft Südeuropas zerschlägt, in dem man im Inland einen brutalen Lohndrückerkurs fährt, der nur möglich ist, weil man den Sozialstaat (der ursprünlich ja gerade vor ausbeuterischen Ganoven in der Wirtschaft schützen sollte) mit staatlicher Gewalt im Handstreich zerschlagen hat. Einfach mal nachlesen: das waren nur eine Hand voll Leute um Gerhard Schröder, die das ausführten, was Kohl schon lange im Sinn hatte.

Der deutschen Wirtschaft geht es nun gut. Wie eine Zecke hängt sie am Lebenskreislauf des wirtschaftlich vereinten Europas – und treibt es in den Tod, den auch Deutschland mit bezahlen muss … und mit erleiden wird. Der Wirtschaft ist das erstmal egal, sie ist global und hat schon jetzt Pläne im Schrank, wie und wo man sein Geschäftsmodell weiter fortführen kann, wenn hier die Lichter ausgehen. Wer richtig gut ist, hat sowieso sein Heim in den USA – dort läuft das Geschäft schon seit hundert Jahren gut, man musste nur die ursprünglichen Landbesitzer umbringen: schon war man reich.

In dem Land findet man also überraschend viele gleichgesinnte Bleichgesichter, auf deren Sympathie man sich als Zecke verlassen kann. Darum gibt es ja auch die vielen Freundschaftsorganisationen.

80000 Leute folgten Inge Hannemanns Aufruf, die antisoziale Bewegung der Parteien, Verbände, Gewerkschaften, Medien und Konzerne zu stoppen, in dem man dem Staat die Sanktionswaffen wieder aus der Hand nahm.

Erschreckend, wie wenig Menschen verstanden haben, dass der Staat niemals Waffen gegen seine Bürger einsetzen darf – und das etwas ganz gewaltig ganz groß schief gegangen sein muss, wenn das schon wieder Alltagspraxis ist.

Erschreckend, wie wenig Menschen verstanden haben, dass Hartz IV die Ursache für Staatsverschuldung, Eurokrise und notwendige Bankenrettung ist. Nicht die Arbeitslosen waren das Problem, sondern die Gesetze, die sie zu Unmenschen machten, die Folgen, die dieses Gesetz für die Lohnentwicklung hatte, die stockte, weil Arbeitgeber auf einmal per Gesetz „Lebensberechtigungsscheine“ in Form von Arbeitsverträgen ausgeben konnten – Arbeitsverträgen, die immer schlechter bezahlt wurden, immer länger befristet wurden und oft nicht genug Geld einbringen, um jene Preissteigerungen zu bezahlen, mit denen die Firmen den Binnenaufschwung in Deutschland simulieren.

Wer jedoch damit nicht zufrieden war, konnte in die Gosse geworfen werden: im Import von Armut und Asozialität waren wir auf einmal auch Weltmeister geworden … doch redet man darüber nicht gerne, aus Angst davor, seinen Lebensberechtigungsschein zu verlieren.

Rechnet man also den wirtschaftlichen Schaden von Hartz IV für Europa aus, kommt man locker auf einige BILLIONEN EURO. Dafür hatten die Firmen Milliarden Gewinne, die man unter den guten Kumpels aufgeteilt hat und auch weiter fleissig aufteilt.

Aber die Mehrheit der Deutschen glaubt immer noch, dass der Arbeitslose die Ursache der Misere ist, ohne mal darüber nachzudenken, wie ein Arbeitsloser überhaupt arbeitslos geworden ist.

Das hat direkt mit einem Versagen der deutschen Politik und Wirtschaft zu tun, deren Egomanen nur noch eins im Sinn haben: sich selbst schnell noch zu bereichern, bevor alle merken, dass das Schiff dem Untergang entgegentreibt, schnell noch ein paar Vorräte in die knappen Rettungsboote packen, damit man schon weit weg vom deutschen Alltag ist, wenn die Lügenblase platzt.

Wäre schön, wenn das mehr Deutsche verstehen würden. 80 000 sind da viel zu wenig.

Und wie sehr die Kriegsgewinnler im Parlament bereit sind, jene Prügel aus der Hand zu geben, die ihnen ihre eigenen Gewinne sichern, kann sich jeder selbst ausrechnen.

 

 

 

 

 

 

Die Renaissance des Geldes

Aufgrund der desaströsen Finanzpolitik von Lobbyisten und Volksvertretern scheint der Wert, so wie das Ansehen des Geldes, immer mehr ins Negative zu rutschen. Die Finanzmärkte mogeln sich durch die Bilanzen und niemand kann sagen, wie lange dieser aufgeblähte Grössenwahnsinn noch funktioniert. Viele wünschen sich allmählich einen Zusammenbruch des weltumspannenden Lügengebildes und ein Verschwinden des Geldes. Auf den ersten Blick scheint dies die einzige Lösung, aber bei genauerem Betrachten der Ereignisse könnte sogar eine Renaissance des Geldes die letzte Möglichkeit sein, um die Freiheit und Individualität jedes Einzelnen zu bewahren.

Angefangen hat die europäische Geldgeschichte im Mittelalter. Die Menschen trugen ihre Goldmünzen auf sich und wurden immer wieder  Opfer von Plünderungen, Überfällen oder Raubzügen. Da war es sicherer, seine Goldstücke oder Münzen in einem Tresor zu deponieren und bei Bedarf zu holen. Zu Beginn waren die Banken sehr darauf bedacht genug Reserven zu halten, damit jeder seinen Goldbezugsschein wieder in echtes Gold eintauschen konnte. Heute müssen die Banken nur noch zwischen einem und fünf Prozent der Einlagen zurückhalten. Mit dem Rest können sie machen, was sie wollen.

Die Menschen damals nahmen das neue System gerne an, da es Sicherheit versprach und  funktionierte. Mit der Zeit bemerkten die Banken, dass im Verhältnis nur Wenige ihr gesamtes Vermögen holten und die Tresore immer voller wurden – für die Bank totes Kapital, dass aufwendig gesichert werden musste. Also fingen sie an, mit dem Gold der Anderen Geschäfte zu machen. Eines muss man sich hier im Klaren sein. Keine Bank besitzt Geld. Sie arbeitet immer nur mit den Vermögen der Kunden. Wenn sich die Bank des Vertrauens verzockt, haftet der Sparer. Etliche Geprellte können ein Lied davon singen, wie ihre Guthaben in den undurchsichtigen Kanälen des internationalen Handels verschwunden sind. Keine Bank garantiert für das eingezahlte Geld. Sie leben einzig von der Gutgläubigkeit der Menschen, die sich mit Blindheit abwechselt. Oder glaubt jemand, wenn er einen Kredit holt, dass die Bank ihr „eigenes“ Geld gibt? Nein, sie holt es von einem oder mehreren anderen Konten und tut so, als wäre es Ihres. Darum ist es heute den Banken auch nicht mehr möglich, alle Konten auszuzahlen. Schneeballsysteme funktionieren ähnlich – und die sind verboten! Ein Bankenrun ist momentan die schlimmste Vision der Geldhäuser und wird sofort, bei den ersten Anzeichen, mit Bezugslimiten gedeckelt. Die Zyprioten durften schon als Versuchskaninchen herhalten.

Mittlerweile haben die Banken jegliches Mass verloren und werden nur noch von der Gier getrieben. Wie ist es sonst zu erklären, dass der weltweite Derivatehandel (600 Billionen) um das  10-fache des realen, erwirtschafteten Wertes aufweist (60 Billionen). Wenn die Geldhäuser sich an echten Werten orientiert hätten, wären wir heute vermutlich einiges besser dran. Aber die Gutgläubigkeit der Menschen, die oft an Naivität nicht zu überbieten ist, schüttet immer noch ihr Vermögen in den Rachen der Finanzmafia. Selbst dann, wenn offiziell schon gemunkelt wird, dass alle Sparguthaben von den Banken einfach behalten werden und keiner Anrecht auf Entschädigung, geschweige denn Auszahlung der vollen Summe hat. Sie tragen’s immer noch auf die Bank, respektive lassen es dort liegen. Es wäre ungefähr das Gleiche, wenn sich ein Schaf vordrängeln würde um als erstes vom Wolf gefressen zu werden.

Inzwischen scheinen nun die weltfremdesten Banker und Politiker begriffen zu haben, dass diese Handelsblase früher oder später platzen wird. Kein Geldhaus ist in der Lage, die Summen durch eigene Mittel zu garantieren. Für die Banken wird der Geldschein zum Bumerang. Er repräsentiert einen Realwert, den die Finanzhäuser nicht mehr decken können, und wie es aussieht, auch nicht mehr decken wollen. Was haben die vor? Sie behandeln die Realwert-Grippe mit politischer Antibiotika und merzen so den Geldwert-Virus aus. Kein Realwert = keine Verpflichtung.  Er wird auf eine Information (Giralgeld/Buchungsgeld) reduziert und kann somit ganz einfach mit verlogenen Computertricks manipuliert werden. Es ist mittlerweile fast nicht mehr möglich ein Handelsgut zu finden, bei dem nicht geschummelt wurde. Es ist in der Bankenwelt en vogue, zu betrügen. Moral und Ethik sind für die Finanzindustrie Fremdwörter und ihnen schlicht zu teuer, respektive handelten sie danach, würden die vielen Pleitegeier den Himmel verdunkeln. Sie können  gar nicht mehr korrekt agieren, weil die faktischen Grundlagen fehlen. Durch Zahlenkosmetik, Bilanzbeschönigungen und sonstigen unlauteren Mitteln  der letzten Jahre, kann kein Geldhaus seine effektiven Zahlen benennen. Dazu kommt die Vernetzung untereinander. Das Sprichwort „einer für alle, alle für einen“ bekommt in diesem Kontext eine neue Bedeutung.

Das Geld der Anderen verhalf den Banken zu ihrem Reichtum und mutiert nun zum Klassenfeind der Finanzindustrie. Und hier liegt die Chance des kleinen Sparers. Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Je mehr Leute wieder das Bargeld benutzen, umso schwieriger wird es für die Politik, den Geldschein zu verbieten. Dasselbe gilt für Edelmetalle. Jeder kann für sich selber entscheiden, welchen Realwert ein Computerausdruck, ein Stapel Geldscheine oder irgendein Edelmetall für ihn hat. Zudem darf sich jeder bewusst machen, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben und die Wegelagerer immer seltener werden. Also ist die Mär, dass das Geld auf der Bank am sichersten verwahrt wird, schon lange überholt. Wer dennoch Angst hat seine Scheine irgendwo zu verstecken, kann ein Schliessfach mieten. Findige Reiche haben die Zollfreilager dafür entdeckt. Dort werden zwischenzeitlich Millionenwerte gelagert.

Neuester Höhenflug der Bankenarroganz startet im Januar 2014 in einem Land, das gerne als Hure der Finanzindustrie betitelt wird – in der schönen Schweiz. UBS, CS und die Bank Julius Bär kündigen  ab diesem Zeitpunkt die Konten der Sparer, welche unter einer Million gebunkert haben. Wer dennoch sein Geld auf dem Konto sehen will, zahlt Negativzinsen. Dieser neue Begriff hat die besten Chancen, als Unwort des Jahres in die Annalen einzugehen.  Die neue Strategie der Schweizer Geldhäuser forciert eine Entwicklung, wie sie in der Gesellschaft schon seit längerem zu beobachten ist. Eine Zwei-Klassen-Bankenwelt. Es gibt Banken für die Reichen und welche für die Armen. In der Schweiz ist die Vorbereitung dafür fast abgeschlossen. Die Raiffeisenbanken haben in praktisch jeder Gemeinde eine Filiale, egal wie klein der Ort ist und sind die Anlaufstellen für die Armen. Alle anderen ziehen sich aus den ländlichen Regionen zurück und zocken nur noch am grossen Spieltisch der Weltfinanz.

Wer immer noch an die Seriosität der Geldinstitute glaubt, sollte sich als Schaf in die erste Reihe stellen und bei bester Gelegenheit dem Wolf in den Rachen springen. Was später bei ihm hinten rauskommt, ist die Quittung für die blinde Hörigkeit an die Bankenwelt und hat mit Realwert nichts mehr zu tun. Also machen wir Schafe das, was Tiere in der Natur auch tun, wenn sie einem Fressfeind begegnen:

Sie rennen in alle Richtungen davon und bringen sich in Sicherheit.

[Video, bitte Beitrag anklicken]

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TOO BIG TO FAIL – Karikatur zum Selberlabeln

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Mit Dank an Herrn Gellermann von der Rationalgalerie.

Die NSA muss Weltregierung werden!

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Das Einfamilienhaus: Egotempel, Falle und Gefängnis. Über den Eigenheimterror in Deutschland.

Das Einfamilienhaus: Egotempel, Falle und Gefängnis. Über den Eigenheimterror in Deutschland.

Sonntag, 8.9.2013. Eifel. Kein schöner Tag. Seit acht Jahren genieße ich die Aussicht auf eine wunderschöne Allee, die nun der Säge zum Opfer gefallen ist.  Holland braucht Raum, es wird zu klein für seine Einwohner – deshalb können Holländer mit großer Unterstützung des Staates in Deutschland Land kaufen … der Grund, warum in unserem Umfeld die letzten Jahre fast nur noch Holländer Land und Häuser kaufen. Man merkt vor Ort deutlich, wie arm Deutschland geworden ist. Wie für Invasoren üblich, kümmert man sich nicht um gewachsene Strukturen vor Ort, sondern macht alles platt, was einen stört – so auch die über sechzig Jahre lang gewachsene Allee. Die hatte halt Pech – und wir erleben hier vor Ort ein wenig von dem, was tagtäglich in den Wäldern des Amazonas geschieht. Zeit, sich ein wenig Gedanken zu machen über eine ganz besondere Art des Terrors: den Eigenheimterror.

Nicht, dass er nicht schon längst beschrieben wurde. Zuerst habe ich von ihm von durch einen Banker erfahren, der mit einer mit mir befreundeten Ärztin liiert war und sich deshalb etwas weiter öffnete, als es normalerweise der Fall ist:

„Gebe einem Mann ein Haus und ein Kind – und er ist den Rest seines Lebens Sklave“. 

So denkt man in den Führungsetagen des Kreditvertriebes über die Eigenheimkultur in Deutschland … und wir haben hinreichend Material um zu sehen, wo die Ursache für die fortschreitende Lähmung bürgerlichen Selbstbewußtseins und das weitläufige Desinteresse der Bevölkerung an politischen Entscheidungen zu sehen ist: sie sind Sklaven ihrer eigenen Lebensweise geworden.

Die Eigenheimkultur ist eine Fluchtkultur. Zuerst flüchtet man aus dem Zimmer, das man bei seinen Eltern hat. Dann flüchtet man aus der Mietwohnung, weil der Vermieter unerträglich ist. In der Eigentumswohnung merkt man dann, dass die Nachbarn auch nicht besser geworden sind und träumt fortan vom Haus. Ist dieses erst erbaut – der Traum des Lebens erfüllt – merkt man nach kurzer Zeit mit Schrecken: es sind immer noch Menschen in der Nähe. Das Grundstück grenzt an Grundstücken des Nachbarn … und zwar für ewig. So viel Energie wurde investiert, um dem Mitmenschen zu entkommen – was letztlich dazu führte, das man hoch verschuldet für immer und ewig an ein Ekel gebunden ist.

Und ein Ekel gibt es dort fast immer. „Die werden zugeteilt“ meinte ein Arzt zu mir, der sein Leben lang mit Klagen überzogen wurde … wegen einem Unterstand für sein Auto.

Das Ekel in der Nachbarschaft ist auch keine Ausnahme – es ist die Regel. Sie hat mit unserem Menschenbild zu tun, mit unserer neuen Religion. Um das zu verstehen müssen wir sehr weit ausführen: die Ursachen dieser Entwicklungen findet man vor über vierhundert Jahren. Sicher, in den Schulen wird etwas anderes gelehrt: „Im Mittelalter gab es Hexenverbrennungen“ – wurde dort gelehrt. Nun – das ist eine Lüge. Ebenso ist es eine Lüge, dass die Kirchen die Hexenverbrennungen vorangetrieben haben, aber wir müssen leider damit leben, dass Geschichte immer von Siegern geschrieben wird und deshalb mit „Wahrheit“ nicht viel zu tun hat.

Lauschen wir mal Silvia Federici zu diesem Thema, zitiert bei Faszinationmensch:

Rationalismus und Mechanizismus waren also nicht die unmittelbare Ursache der Verfolgungen, obwohl sie dazu beitrugen, eine der Ausbeutung der Natur gewidmete Welt zu schaffen. Wichtiger war, dass hinter der Anstiftung zur Hexenjagd das Bedürfnis der europäischen Eliten lag, eine ganze Existenzweise auszumerzen. Diese Existenzweise bedrohte im Spätmittelalter die politische und wirtschaftliche Macht der Eliten. Als sie ihre Aufgabe erreicht hatten – als die Disziplin wiederhergestellt worden war und die herrschende Klasse ihre Hegemonie gefestigt hatte -, gingen die Hexenprozesse zu Ende. Der Glaube an die Hexerei konnte sogar zum Gegenstand von Spott, als Aberglaube verworfen und schon bald aus dem Gedächtnis getilgt werden. 

Es gab einen gewaltigen Paradigmenwechsel, über den wir in der Schule leider nicht aufgeklärt werden – obwohl er sich in unserem Alltag direkt in dem Einfamilienhausterror der Speckgürtel der Großstädte niederschlägt.

Merchant zufolge beinhaltete dieser Paradigmenwechsel die Verdrängung eines organizistischen Weltbildes, das die Natur, Frauen und die Erde als fürsorgliche Mütter betrachtet habe, durch ein mechanizistisches, das sie zu “dauerhaften Ressourcen” abgewertet habe, wodurch sämtliche ethische Beschränkungen ihrer Ausbeutung verloren gegangen seien 

Eine Folge dieses Weltbildes: Natur verlor ihre Heiligkeit, wurde nichtswürdige, tote Materie. Mit der konnte man verfahren wie ein sadistischer Psychopath:

Die Frau-als-Hexe wurde Merchant zufolge verfolgt, weil sie die “wilde Seite” der Natur verkörperte: alles, was in der Natur ungeordnet, unkontrollierbar und daher mit dem von der neuen Wissenschaft in Angriff genommenen Projekt unvereinbar war. Ein Beleg für den Zusammenhang zwischen den Hexenverfolgungen und dem Aufstieg der modernen Wissenschaft sieht Merchant in den Werken Francis Bacons, der als einer der Gründungsväter der neuen wissenschaftlichen Methode bekannt ist. Merchant zeigt, dass Bacons Vorstellung von der wissenschaftlichen Untersuchung der Natur am Verhör gefolterter Hexen orientiert war: Die Natur wird als Frau dargestellt, die es zu erobern, zu entschleiern und zu vergewaltigen gilt 

Anstelle einer Architektur, die sich harmonisch in die Landschaft fügt und so alle Menschen erquickt, trat die Architektur des Ego, die zwar die Sinne vergewaltigt, aber der Selbstverwirklichung eines jeden Soziopathen diente.

Ja, das ist ein weiterer Aspekt der Eigenheimkultur: sie dient der Vergöttlichung des Ego, soll – jedenfalls offiziell – der Höhepunkt der menschlichen Existenz sein. Das man nebenan einen Nachbarn mit einem ebensogroßen Ego automatisch mitgeliefert bekommt, wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie die Tatsache, dass sich Egomanen für keine Art von Gemeinschaft eignen und der Nachbarschaftskrieg somit vorprogrammiert ist. So flüchtet man vor den Egomanen in der Nachbarschaft mit größter Anstrenung, bis man sie zum Schluss ewig an sich gekettet jenseits des Gartenzauns vorfindet – und von ihnen oft schlimmer observiert wird als selbst von der NSA. Wie wohltuend ist da auf einmal die Erinnerung an die Anonymität des Hochhauses, wo Nachbarn in Massen vorhanden sind, aber meist unsichtbar vor sich hin leben.

Außerdem braucht die Wirtschaft Lagerraum für Milliarden unnützer Dinge, die tagtäglich produziert werden und halt irgendwo hin müssen: da reicht der normale Wohnraum nicht aus. Das Ego braucht seinen Tempel, in dem es seinen eroberten Krempel verstauen kann. Einen Krempeltempel, sozusagen.

Verkauft wird eine Illusion von Freiheit und Unabhängigkeit, am Besten noch garniert mit einem kleinen Selbstversorgertraum hintendran … dabei ist jedem klar, dass diese Minigärten im Falle des Zusammenbruchs der öffentlichen Versorgungsstrukturen gegen die Millionen Menschen aus den Städten nicht zu verteidigen sind, noch über ausreichend Leistung verfügen, die Bewohner des Hauses hinreichend zu versorgen. Aber das Ego braucht solche Träume – so unrealistisch und unwirklich sie auch sein mögen. Es vergöttert sich selbst, sieht sich selbst als Krone der Schöpfung – entgegen christlichen Schöpfungsverständnisses, das den Menschen als eher als Landheger verstand, kommt ein Geschöpf, dass der Welt mit brutaler Gewalt seinen Willen aufzwingt, um endlich zum Ziel zu kommen: dem Ort, der nur der Verherrlichung seines eigenen Ich dient, der Demonstranz seiner persönlichen Überlegenheit über den ganzen Rest der Menschheit, dem Symbol für seine eingebildete Unabhängigkeit vom Rest des Universums.

So zeigt sich auch der Mythos der Aufklärung als extrem verlogen: es ging nie um Wahrheit. Es ging auch nie um Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit, Frieden oder Wohlstand für alle – es ging um einen Paradigmenwechsel, der uns die schlimmsten, perversesten Kriege der Menschheit brachte, die – im Gegensatz zu früheren Kriegen – auf die gezielte Vernichtung der Zivilbevölkerung setzten … und auf die industrielle Massenvernichtung von sogenannten Staats- und Volksfeinden.

Vorbei die Zeiten, wo die Kirche noch einen Gottesfrieden ausrufen konnte, der Frauen und Waisen schützte: der Krieg der modernen, aufgeklärten, demokratischen Welt hat gerade die Zivilbevölkerung zum Ziel, nur ihrethalber entwickelte die Wissenschaft – stets willige Hure der „Elite“ – „Massenvernichtungswaffen“. Heute ist Kirche selbst eine Existenzform, die gezielt zum Gegenstand von Spott geworden ist und als Aberglaube bekämpft wird, ihr Ende in den nächsten zweihundert Jahren ist abzusehen – so wie man auch ausrechnen kann, dass Deutschland im Jahre 2800 komplett zugebaut worden sein wird (siehe Umweltschulen), wenn niemand die Einfamilienhauskultur stoppt, in der jeder sein eigenes Königreich schaffen will.

Nun – so lange werden wir allerdings nicht durchhalten. Neben dem Flugzeug und dem Auto ist das freistehende Eigenheim die größte Umweltsünde, die man begehen kann: keine andere Wohnform verbraucht soviel Energie, keine ist so umweltschädlich wie diese – da nützt es auch nicht viel, wenn man als Ausgleich drei Solarplatten aufs Dach nagelt und Regenwasser in der Tonne sammelt.

Eine Bewegung hin zu neuen, energieeffizienten Wohnformen, die auch das menschliche Miteinander (z.B. die grassierende Vereinsamung alter Menschen in ihren verfallenden Egotempeln) wieder fördert, sucht man vergebens. Hier herrscht nicht Ratio, sondern eine neue Religion, die als Antireligion daherkommt, aber ansonsten nichts anderes ist als eine Bewegung der Selbstvergötterung und Selbstverherrlichung des Menschen, der allen Anforderungen seiner neuen Ideologie im Prinzip nur dann befriedigen kann, wenn er sich – äußerst asozial – am Eigentum der Gemeinschaft bereichert.

Wir haben einen König den Kopf abgeschlagen und dafür eine Million neue Könige bekommen, die im stetig wachsenden „Speckgürtel“ der Großstädte fortschreitend Land fressen und Landschaft zersiedeln: ein größeres Programm zur Vernichtung der natürlichen Lebensumwelt der Menschheit hat es nie gegeben – auch wenn das römische Imperium in dieser Hinsicht schon gezeigt hat, wie schnell man ganze Landstriche in Wüste verwandeln kann.

Wir wissen das (nochmal: Umweltschule)

„Der seit Jahren konstant hohe Flächenverbrauch frisst nicht nur wertvolle natürliche Lebensräume auf. Er wird auch immer mehr zu einem finanziellen und sozialen Risiko für Bund, Städte und Gemeinden. Permanent werden neue Gewerbe- und Siedlungsgebiete erschlossen, deren Bedarf vielfach nicht mehr gegeben ist. Menschen und Gewerbe wandern derzeit aus den Innenstädten ab. Diese veröden, die Fixkosten für die Infrastruktur – wie etwa die Wasserversorgung – bleiben aber gleich. Die zwangsläufig steigenden Gebühren müssen immer weniger Menschen zahlen. Im Ergebnis dieser Entwicklung ist zu befürchten, dass in den Innenstädten zunehmend Problemquartiere entstehen, weil eher sozial Schwache zurückbleiben. „Der wachsende Wohnungsleerstand in den Städten führt uns vor Augen, dass wir uns umorientieren müssen. Die Innenstädte müssen lebenswerter werden“, so Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes.“ (Umweltbundesamt 2004)

Warum trotzdem nichts geschieht, versteht man nur, wenn man die historischen Dimensionen  sieht, die Folgen des Paradigmenwechsels  und den Nutzen der Eigenheimkultur für die Elite – und den Staat.

Vor einigen Monaten erst warnte das Handelsblatt in einer kleinen Meldung am Rande (mehr erlaubt der Pakt mit Merkel nicht, der verlangt, über die Krise zurückhaltend zu berichten) über die Risiken, die mit dem Immobilienerwerb in Deutschland verbunden sind. Als Anlageform sei das völlig ungeeignet – es sei denn, im ganz großen Stil. Das private Einfamilienhaus jedoch ist ein enormes Risiko, wie in Deutschland immer mehr Menschen erleben. Neben den Arbeitslosen sind es die Eigenheimbesitzer, bei denen man groß abkassieren kann. Sie können nicht weg – ein Segen für die hoch verschuldeten Gemeinden in Deutschland. Hier läßt sich – über Grundsteuer B – ungeniert in die Taschen der Bürger greifen, die sich in der überwiegenden Mehrheit dem Zugriff des Fiskus nicht entziehen können: dafür braucht man schon ein paar Millionen und gute Freunde in der Politik.

Das dieses Einfamilienhaus nur eine böse Falle ist, merkt man in aller Regel erst zu spät. Wer sollte einem das auch sagen? Niemand bezahlt diese Art von Aufklärung, während von dem Kult um den Egotempel viele Industriezweige sehr gut leben, er ersetzt den vielfältigen Lebenszweck, den man dereinst in jeder Form von Mystik, Religion, Naturmagie, Kontemplation oder Meditation fand … oder in dem fruchtbaren Miteinander lebendiger Gemeinschaften.

An ihre Stelle ist eine Kultur des Todes getreten (der konsequenterweise unter Ignoranz aller Fakten ganz im Sinne des neuen Paradigmas absolut vernichtendes Ende definiert wird, um den Menschen auch die allerletzte jenseitige Hoffnung zu nehmen), eine Kultur der Verwüstung, Vergewaltigung und Ausbeutung, die nicht im Mindesten mehr versteht, was der Begriff  „Würde des Menschen“ eigentlich aussagt.

Und so verbreiten sich die Speckgürtel der Städte – auch in der Eifel. Autobahnen und Autokultur machen es möglich – auch der grüne Leistungsträger sucht hier sein eigenes, persönliches Paradies, fernab vom Urnenpöbel, von dessen Konto man so gerne abbuchen läßt (dank an Lisa Fitz für diese schönen Begriffe).

Ja – und hier merkt man dann auch, dass ein politisches Kartellamt nötig wäre, denn in den Speckgürteln formieren sich die überparteilichen Allianzen der Superegos, „die es geschafft haben“  – oder es sich zumindest einbilden und hemmunglos Landfraß betreiben, um sich formvollendet selbst auf größtem Fuße  zu verwirklichen.

Wie glücklich das macht, sieht man an der Verrohung ihrer Kinder und an der Tatsache, dass sie ihr Leben ohne Urlaub überhaupt nicht mehr aushalten: die Krönung des modernen deutschen Lebens ist die totale Flucht vor ihm: so weit wie möglich und so lange wie möglich. Der Urlaubskult wäre ohne den Eigenheimterror undenkbar – und der Eigenheimterror wäre ohne Urlaubskult nicht mehr zu ertragen: obwohl man sein ganzes Leben nach dieser Lebensform gestrebt hat, will man am Ende nur noch eins:

möglichst oft fort von ihr.

Die Elite begrüßt dies aber: je mehr Leute dort gefangen sind, umso geringer ist der politische Widerstand. Sollte er mal wachsen, kann man einfach die Grundsteuer erhöhen und es ist wieder Ruhe im Land.

PS: der Autor dieser Zeilen bekennt sich dazu, dass er alle beschriebenen Wohnformen selbst durchlebt hat. Ich schreibe also aus Erfahrung.

 

 

 

 

 

Zombies in Deutschland

Zombies in Deutschland

Mittwoch, 6.8.2013. Eifel. Haben Sie sich schon einmal über Zombies Gedanken gemacht? Nein? Nun – dann wird es aber Zeit. Sie sind überall: im Kino, in der Literatur, im Musikvideo, im Zeichentrickfilm für Kinder, als Banken sogar in den Medien und an Halloween sogar auf deutschen Straßen. Aber: was soll das? Zombies sind noch nicht mal Märchenfiguren, sie sind ein Kunstprodukt von George A. Romero und haben mit den Gestalten, die das Wort ursprünglich im haitianischen Kulturraum beschrieb, so gar nichts zu tun. Wir können stolz auf diese Zombies sein: mit ihnen haben wir eine eigene, mythologische Figur geschaffen: anders als unsere Superhelden, die Kopien der alten Götterwesen darstellen, haben wir etwas Neues in die Welt gebracht, etwas, das unserer Kultur angemessen ist. Wir kennen solche Schöpfungen aus der Geschichte: Graf Dracula ist so eine. Auch ein lebender Toter, aber von anderer Qualität.

Der Mythos der Vampire hatte seine Geburt im 19. Jahrhundert. Ein blutsaugende Gestalt lebte auf einem gewaltigen Anwesen, labte sich am ganzen Land. Die Geschichte machte Furore, weil … jeder so einen kannte. Die Welt im 19. Jahrhundert war voller blutsaugender Gestalten, zu ihrer Abwehr hatte sich der Kommunismus entwickelt: Adelige, Industriebarone, Regierungsräte – jeder kannte solche Ungeheuer aus eigener Anschauung, jeder wusste, wie sehr Industriebarone die letzte Lebenskraft aus ihren Arbeitern herausschunden – so wie die Adeligen dies bei ihren Bauern taten. So wirkte das Bild des Grafen Dracula sehr überzeugend, weil es eine politische Wirklichkeit bildhaft darstellte. Auch heute ist die Filmwelt wieder voller Vampire … und es scheint so, dass man uns lehren will, freundlich mit ihnen umzugehen und ihre Gunst zu erlangen.

Doch wollen wir den Mythos des Vampires mal nicht weiter vertiefen, wiewohl er viel über die Befindlichkeit der modernen Zeit aussagt.

Bleiben wir lieber beim Zombie. Er wurde einmal als Symbol für die Unterschicht beschrieben, vor deren Erhebung sich die Mittelschicht fürchtet. Das scheint mir viel zu kurz gegriffen zu sein. Millionen und Abermillionen von Menschen sind fasziniert von diesen Gestalten, die es so nie gegeben hat. Nun – vielleicht wird es sie mal geben, die Russen haben angeblich eine Waffe, die Menschen in Zombies verwandeln kann (siehe TrendsderZukunft) – dass so etwas technisch möglich ist, weiß man seit der Erfindung der Neutronenbombe, die praktischerweise Menschen zum schmelzen bringt, ohne Gebäude und Fahrzeuge zu beschädigen: die Wissenschaft überrascht doch immer wieder mit neuen Einfällen zur Massenvernichtung menschlichen Lebens. Eigentlich seltsam, dass man noch nicht gemerkt hat, dass von Wissenschaft auch eine große Terrorgefahr ausgeht – als Ausstatter der Terroristen.

Unser Zombie jedoch schmilzt nicht dahin wie die Neutronenopfer (die nach drei qualvollen Tagen, in denen sie innerlich und äußerlich zerfließen, wirklich sterben – ein Hoch nochmal auf die Wissenschaft!), er ist schon tot – nur äußerlich gleicht der den Ergebnissen demokratischer Kriegskunst. Er ist dumm wie eine Bildzeitung, ziemlich unbeweglich und hat eine merkwürdige Angewohnheit: einen unstillbaren Hunger nach Menschenfleisch. Hund, Katze, Schwein, Rind, Pferd – all das lässt er liegen für einen ordentlichen Happen lebendiger Mensch.

Wen er gebissen hat, steht selbst nach kurzer Zeit wieder auf und stürzt sich auf andere Menschen, um sie zu infizieren oder völlig zu vertilgen. Am Ende bleibt ein Planet übrig, der von äußerst dummen und extrem gierigen Leichen bevölkert wird.

Finden wir so etwas vielleicht auch in unserem Alltag?

Ich schrieb kürzlich einen Artikel, der den Titel Deutschland stirbt für den Endsieg des Kapitalismus erhalten hat. Er beschreibt vielfältige Prozesse des Niedergangs in diesem Land – politisch, wirtschaftlich, menschlich und kulturell. Prozesse, die eigentlich sofort Millionen von Menschen auf die Straße treiben sollten – aber was geschieht?

Nichts.

In Griechenland erlebt man das Gleiche und führt es darauf zurück, dass die Menschen irgendwie „besprüht“ werden – die Geschichte hat es sogar bis in die FAZ gebracht.

Nehmen wir die aktuelle Wirtschaftskrise, die jede Woche neu vorbei ist, aber doch immer wieder Meldungen produziert wie die, dass Porsche nun ebenfalls von dem Abwärtstrend in Europa erfasst worden ist (siehe Handelsblatt). Sicher, auf dem Heimatmarkt läuft es besser, aber hier hilft der Steuerzahler: 70 % aller neu zugelassenen Porsche sind vom Steuerzahler subventionierte Hartz-IV-Hobel – so müsste man die Sozialhilfe für Luxusautos eigentlich nennen.

Kriegen sie ein erstes Zombiegefühl? Ein Gefühl von grenzenloser Hirnlosigkeit? Von einer toten Wirtschaft, die aber noch Spuren von Leben enthält? Keine Sorge, geht noch besser.

Aktuell scheffelt die gerade erst mit 700 Milliarden Dollar gerettet Wallstreet wieder ordentlich Geld – Gewinne bis zu 40 % sind wieder drin. Der Grund – laut Spiegel: das Investmentbanking, das uns die letzte Krise eingebracht hat, brummt wieder. Kommt ihnen da nicht das Bild eines hirnlosen Menschenfressers vor das geistige Auge, die gierig wieder und wieder vor die Haustür rennt, um Einlass zu finden? Wenn was kaputt geht: macht ja nichts, der Staat zahlt.

Schauen wir uns die neueste Investorenerfindung an – der Spiegel berichtet aktuell darüber:

Große Private-Equity-Gesellschaften in den USA nutzen die aktuellen Niedrigzinsen offenbar als Gewinnbeschleuniger: Die von ihnen übernommenen Firmen nehmen im laufenden Jahr im Rekordtempo neue Schulden auf, um sie dann als Dividende an die Finanzinvestoren auszuschütten – ein riskantes Manöver.

Sehen Sie den Zombie, wie er sich über sein hilfloses Opfer beugt und alle lebenswichtigen Organe ohne Narkose entfernt, um sie sinn- und nutzlos zu verspeisen? Übrig bleibt eine Firma, die eigentlich schon tot ist – und sich in ihrer Umwelt auch bei anderen bedienen muss, um zu überleben. Im Prinzip das Funktionsmodell unserer ganzen Gesellschaft: wir alle sind ständig auf der Suche nach Menschen, denen wir ihre Lebensessenz, ihr Geld, entreißen können.

Noch dramatischer wird es, wenn man den Bereich der Wirtschaft verlässt.

Schauen wir uns mal den aktuellen Spionageskandal an: unsere Alliierten haben uns ausgehorcht wie einen Feindstaat. Aus und vorbei mit dem Traumbild der westlichen Wertegemeinschaft. Was meint einer unsere Sozialdemokraten dazu? Hören wir dazu Otto Schily, hier im Spiegel:

 Die Furcht vor dem Staat trage „wahnhafte Züge“.

Hier werden wir alle mit einem Schlag zu Geisteskranken erklärt – jedenfalls alle die, die in dem Staat nicht Gottvater persönlich erkennen. Pharaonen hatten auch so eine Anspruch. Sehen Sie es schon vor sich: ein Volk voller hirnloser Arbeitsdrohnen, das entmündigt gehört, sobald es Regierungshandeln in Frage stellt? Vielleicht beißen die auch ihre Nachbarn – in ihrem Wahn?

Hören wir dazu einen Psychiater. Vielleicht jenen, der im NSU-Prozess die Angeklagte begutachtet, hier in der Zeit:

In der Psychiatrie beobachten wir immer wieder, dass mancher Verfolgungswahn einen wahren Kern hat. Etwas stimmt an der Geschichte, doch die darauf aufbauenden Gedanken können trotzdem krankhaft, realitätsfern und überzogen sein.

Heist auf Deutsch: der Kranke war gar nicht krank, seine Gedanken hatten eine wahren Anlass …. aber wir haben ihn trotzdem erstmal eingesperrt, weil uns seine Schlußfolgerungen nicht gefielen. Der gleiche Psychiater hat – folgerichtig – auch noch einen weiteren Satz präsentiert:

Böse oder aggressiv sein zu können, das ist leider eine sehr verbreitete und letzten Endes auch gesunde menschliche Fähigkeit. 

Böse sein ist gesund?

Sitzen die  Guten dann alle in der Psychiatrie? Selten wurde der Zeitgeist so gut beschrieben – und ich denke, das ist es, was uns schaudern lässt. Dort trifft der Zombiemythos die Realität, wir erfahren uns als einzig gesunde Menschen in einer völlig krank und abartig gewordenen Welt, in der die Tatsache, dass ein Kameramann von Russia Today auf Wunsch der US-Botschaft von deutschen Polizisten mit gezogener Waffe an der Arbeit gehindert wird, nur noch eine Randnotiz wert ist (siehe junge Welt). Der agressive Böse, der durchs Land wankt, ist völlig normal – der kritische Staatsbürger geisteskrank. Selbst wenn er echte Defizite des Staates erkannt hat, so kann man sicher sein, dass man ihm in Folge schon irgendeine Verschwörungstheorie anhängen kann.

Dabei ist es die FAZ, die heute die Frage stellt, ob der ganze Staat nicht in Wirklichkeit eine Lüge ist, eine Leiche, die willenlos durch die politische Welt wankt:

Zu diesen älteren Fragestellungen, die virulent werden könnten, zählt Deutschlands ungeklärte Souveränität: Ist das Grundgesetz – trotz des 1991 in Kraft getretenen Zwei-plus-vier-Vertrags – nur eine schöne Fassade, hinter der sich noch immer ein hässliches Kontrollrecht verbirgt?

Wolfgang Lieb, in den neunziger Jahren Regierungssprecher im Kabinett von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Johannes Rau, hat vor wenigen Tagen „die Gretchenfrage“ gestellt: Ist das Grundgesetz nur Dispositionsmasse eines wie auch immer gearteten Besatzungsrechts? Gilt der Ausnahmezustand, ohne dass wir es wissen? Und kann es angehen, dass der BND einem ausländischen Geheimdienst dabei hilft, unsere Grundrechte zu brechen? Solche Fragen werden von bedingt abwehrbereiten Politikern gern als Hysterie, paranoider Wahn oder Alarmismus abgetan. 

Was von weitem so aussah wie ein Mensch, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als lebender Leichnam. Kommt man ihm zu Nahe, sieht seine häßliche Fratze, droht Psychiatrie – der RAF-Anwalt Schily wird wissen, warum er so was erwähnt.

Was wir in diesem Artikel aber noch erfahren: es gab eine Zeit ohne Zombies:

Zehn Jahre lang, von 1958 bis 1968, wurde debattiert und protestiert. Es ging um die gleichen Themen wie heute! Mit einem kleinen, aber wichtigen Unterschied: Damals engagierten sich nahezu alle, die im Kulturbetrieb Rang und Namen hatten: Hochschulprofessoren wie Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Jürgen Habermas, Alexander Mitscherlich, Iring Fetscher und Oskar Negt; Schriftsteller wie Heinrich Böll, Martin Walser, Hans Magnus Enzensberger, Rolf Hochhuth, Walter Jens und Erich Fried; auch „Spiegel“-Herausgeber Rudolf Augstein und der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Hans-Dietrich Genscher.

Unvorstellbar, oder? Damals gab es eine breite gesellschaftliche Front gegen den staatlichen Terror – und heute?

Nur noch Zombies auf den Straßen. Tja – 1968 brachte Romero ja auch seinen ersten Zombiefilm ins Kino – einen Film der nun auch in Kanada auf der Theaterbühne zu sehen ist.

Die Kultfigur kam passend zum neuen politischen Klima und trat ihren Siegeszug in der Kulturwelt an, weil sie so schön in unserem Alltag erlebbar ist.

Und merken Sie, warum das Lebensgefühl eines denkenden Menschen in der Alltagswirklichkeit eher dem eines Protagonisten in einem Horrorfilm gleicht, in dem auch Politiker, Intellektuelle, Gewerkschafter und Professoren nur noch seelenlose Gestalten sind, die geldhungrig durch die Gegend wanken? Anders als 1958 bis 1968.

Merken Sie, wie tot dieses ganze Land geworden ist?

Wenn nicht … dann gehen Sie einfach mal zum nächsten Fußballspiel zwischen Dortmund und München und versuchen sie den dort auflaufenden 80 000 Gestalten zu erklären, warum sie umgehend das Spiel absagen sollen, um ihren Unmut gegen den Wahn in Wirtschaft und Politik kund zu tun.

Aber seien Sie vorsichtig: Waffen sind in diesem Land noch nicht erlaubt.

 

Eupoly – Ein europäischer Alptraum. Und eine kleine Verlosung…

Eupoly

Eine Dokumentation von Jens Blecker und Thomas Schad

Da diese Dokumentation wahrscheinlich noch längere Zeit nicht auf youtube zu sehen sein wird und man die Mühe und die Ausgaben, die die beiden Filmemacher damit hatten, bezahlen sollte, hier nun eine kurze Beschreibung und die Empfehlung, 20 europäische Silberstücke locker zu machen und sich dieses möglicherweise „antikapitalistische und das Vertrauen in die Politik zerstörende Machwerk“ zu kaufen.

„Seit 2002 ist der Euro auch in Deutschland das offizielle Zahlungsmittel. Nun – mehr als 10 Jahre danach – versinkt die Eurozone im Chaos. Die Wirtschaft lahmt, ein Staat nach dem anderen rutscht in die Pleite und muss gerettet werden. Besonders im Süden explodiert die Arbeitslosigkeit, die Jugend ist besonders stark betroffen.Diese Doku wirft einen Blick hinter den Vorhang und versucht zu ergründen, wer die eigentlichen Profiteure sind und waren. Wo wird die Reise hingehen und was werden die Folgen sein? Kann man den Crash noch verhindern und welche Alternativen gibt es?“

Was ist Eupoly?
Eupoly ist eines nicht: Ein Film von Verschwörungstheoretikern, die mit abstrusen Kausalketten versuchen, Stimmung zu machen um einen Austritt Deutschlands aus der Eurozone zu bewirken, koste es was es wolle. Oder um für Ihre Partei Reklame zu machen, da der Rest vom Wahlprogramm denkende Menschen abstoßen würde.

Eupoly ist ein Zusammenschnitt von Berichten, Statements und Interviews, der chronoligisch den Wahnsinn aufzeigt, der die damaligen und heutigen Entscheidungsträger geritten hat bzw. noch heute reitet.

Und nach dem Anschauen des Films weiß man, daß der Euro ein riesiger Fehler war, der von uninformierten und verblendeten Politikern gemacht wurde, die den schönen Reden der Lobbyisten geglaubt haben und evtl. auch deren Zuwendungen nicht abgeneigt waren – leider ohne auch nur den geringsten Sachverstand zu besitzen. Ärgerlich vor allem deshalb, da diese politischen Entscheidungsträger leider eben nicht die Entscheidungen zu tragen haben, das müssen diejenigen tun, die nicht mitbestimmen dürfen.

Neben Ausschnitten von Politikerreden kommen zum Beispiel Hans-Olaf Henkel, Dirk Müller, Jim Rogers und Richard Sulik zu Wort, um nur die Bekanntesten zu erwähnen (hmm, Herrn Sulik kannte ich bis dahin noch nicht – aber egal). Sehr schön werden die Versprechen der Politik und die dann folgende Realität und die warnenden Stimmen der Kritiker gegenübergestellt. Und die gruseligen Aussichten für die nahe Zukunft.

Auf der Bonus DvD sind die kompletten Interviews mit Herrn Henkel, Herrn Müller und Richard Sulik zu sehen. Übrigens inklusive Versprechern und Schminkpausen. Die Interviewten scheinen tatsächlich echte Menschen zu sein, wobei Herr Henkel wahrscheinlich zum Lachen in den Keller geht. Masochisten können sich dann noch Helmut Kohls Euro-Rede anhören und feststellen, wie wir damals belogen wurden.

Technisches:
Über grüne Untertitel (ich meine die Farbe, nicht die Partei) auf grünem Hintergrund kann man sich trefflich streiten und den Möchtegernblogger hätte ich weggelassen. Aber wenigstens wird er durch die Kameraeinstellung ausreichend diskreditiert. Der Ton ist Ok, nichts ist zu laut oder zu leise und zum Glück haben die Autoren auf Hintergrundmusik verzichtet. Hier gibts nichts zu meckern.

Ein weiteres Interview mit Herrn Blecker erspare ich Ihm und verweise hier auf JennyGer, die das bereits gemacht hat.

Wo gibts den Film?

http://eupoly.com/shop/

http://www.nuovisoshop.de/dvd/politik-und-wirtschaft/127/eupoly-ein-europaeischer-alptraum

http://www.kilezmore.com/shop/index.php?id_product=28&controller=product

Verlosung:

Und weil der Herr Blecker ein netter Mensch ist, hat er uns 3 Eupoly DvD’s zur Verfügung gestellt, die wir unter unseren Lesern verlosen bzw. verteilen dürfen.

Also, wer Interesse hat und sich den 20er nicht leisten kann bzw. mag oder einfach Freude an einem Geschenk hat, sendet bitte bis Freitag, den 05.07.13 – 23:59:59 eine Mail an verlosung@nachrichtenspiegel.de mit irgendeinem nichtssagenden, lustigen oder unflätigen Text. Oder keinem. Überrascht mich – aber denkt daran, die Texte werden möglicherweise veröffentlicht, haben aber rein garnichts mit der Chance auf eine DVD zu tun.

Unter allen Einsendern werden völlig zufällig die 3 Glückspilze oder Glückspilzinnen ausgewählt. Bitte keine Adressen in die Mails schreiben, wir melden uns bei den Gewinnern und fragen.

Teilnahmebedingungen:
jeder darf mitmachen, sofern er eine Mail schreiben kann,
es besteht kein Anspruch auf einen Gewinn,
der Rechtsweg ist ab nach Links,
es gibt keine Quotenregelung,
die Mtarbeiter vom Nachrichtenspiegel spielen nicht mit,
die DvDs kommen per Post,
der NSA liest evtl. die Mails mit, die nach der Verlosung sofort verdampft und nur für diese Gelegenheit genutzt werden (allerdings nur bei uns, der NSA und seine Brüder und Schwestern sind da eher die nachtragenden).

Wir übernehmen natürlich keine Haftung für Bißspuren in der Tastatur, in Fernsehern steckende Fernbedienungen (ja, das geht, ihr müsst nur fest genug werfen) oder sonstige Schäden, die durch das Anschauen der Dokumentation oder gar eine plötzliche Illumination die Vorgänge betreffend, auftreten können.  Vorsicht, enthält, neben weiteren Unsympathen, bewegte und vertonte Bilder von Frau Merkel, Herrn Schäuble und Herrn Kohl.

 

Parlamentarische Anfrage von Hans-Christian Ströbele zu Polizeiübergriffen am 01. Juni in Frankfurt

Mal wieder bestätigt es sich, daß Herr Ströbele, auch wenn er bei den Grünen ist, einer der wenigen übergebliebenen Demokraten im Bundestag ist. Auch wenn ich davor abrate, die Grünen überhaupt zu wählen, als Direktkandidat ist er unbezahlbar.

Hier der Text der Mail. Das PDF mit der parlamentarischen Anfrage kann hier heruntergeladen werden.

 

An den berichteten Polizeiübergriffen gegen die Frankfurter Blockupy-Demonstration letzten Samstag soll sich auch die eingesetzte Bundespolizei massiv beteiligt haben.

Daher hat Hans-Christian Ströbele hierzu nun eine parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung eingereicht.

Darin fordert er von der Bundesregierung auch Auskunft, was diese initiativ zur Aufklärung der Vorwürfe unternimmt.

 

Ströbele:

„Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ist elementar für unsere Demokratie. Es gilt auch vor Banken, wie mehrere Gerichte zur Blockupy-Demo bestätigten. Dieses Bürgerrecht darf nicht durch Innenminister und pflichtvergessene Rambo-Polizisten ausgehöhlt und niedergeknüppelt werden, um damit unliebsame Gerichtssprüche zu unterlaufen. Der Schaden solcher Praktiken für das Gemeinwesen geht weit über Frankfurt und den Anlass hinaus: das lehren Stuttgart 21 und aktuell die Türkei.“

Mit freundlichen Grüßen

 

Christian Busold

Büro

MdB Hans-Christian Ströbele

 

 

Deutschland am Vorabend des Krieges: Wirtschaft plant neues Großdeutschland, Volk ist begeistert. Ratten verlassen sinkendes Schiff.

Mittwoch, 29.5.2013. Eifel. Vor wenigen Tagen gab es die Wahlkatastrophe in Schleswig-Holstein: 53,3 Prozent der Wähler wählten das Modell Demokratie durch Nichterscheinen ab, 87,4 % entschieden sich für Sozialabbau, offensiven Einsatz der Bundeswehr im Ausland und Vetternwirtschaft auf allen Ebenen. Ähnliches kann man auch in Bayern beobachten, siehe Spiegel:

Die CSU ist stärker in die Verwandtenaffäre verwickelt als bisher bekannt. Laut Landtagspräsidium waren es vor allem Christsoziale, die noch kurz vor dem Verbot entsprechende Verträge mit Angehörigen abschlossen. Den Wähler in Bayern kümmert es kaum - die Umfragewerte für die CSU sind blendend.

Mittwoch, 29.5.2013. Eifel. Vor wenigen Tagen gab es die Wahlkatastrophe in Schleswig-Holstein: 53,3 Prozent der Wähler wählten das Modell Demokratie durch Nichterscheinen ab, 87,4 % entschieden sich für Sozialabbau, offensiven Einsatz der Bundeswehr im Ausland und Vetternwirtschaft auf allen Ebenen. Ähnliches kann man auch in Bayern beobachten, siehe Spiegel:

Die CSU ist stärker in die Verwandtenaffäre verwickelt als bisher bekannt. Laut Landtagspräsidium waren es vor allem Christsoziale, die noch kurz vor dem Verbot entsprechende Verträge mit Angehörigen abschlossen. Den Wähler in Bayern kümmert es kaum – die Umfragewerte für die CSU sind blendend.

Ja, die Wähler finden so etwas super! Egal, wie dreist die Politikschranzen auch vorgehen – hier ein besonders delikater Fall:

Es war ein ordentliches Taschengeld für die zwei minderjährigen Söhne von Georg Winter: Jeweils rund 45.000 Euro erhielten sie von dem bayerischen CSU-Landtagsabgeordneten in der Zeit von 2000 bis 2012. Das Geld floss auf Kosten des Steuerzahlers. Winter hatte seine Kinder (sie waren im Jahr 2000 13 bzw. 14 Jahre alt) als Bürohilfen eingestellt, ihm kam dabei das Bayerische Abgeordnetengesetz zugute.

Ist das nicht auch verbotene Kinderarbeit?  Ach – was schert das einen ordentlichen Parlamentarier: er ist immun gegen Strafverfolgung und aufgrund des durchschnittlichen moralischen Niveaus solcher Typen dann völlig ungehemmt in seinem Element: lügen, betrügen, abgreifen, ausbeuten – das Standardrepertoire eines jeden deutschen Politikers.

In Deutschland kann man sich so etwas aber erlauben, die Deutschen finden so etwas toll: sie hoffen alle, selbst schnellstmöglichst ins Parlament einzuziehen: die Chancen, dass das gelingt, sind höher als beim Lotto, der Gewinn ist ungefähr derselbe – wenn man sich so geschickt anstellt wie Georg Winter, der seinen Söhnen zwölf Jahre lang ein Luxustaschengeld auf Kosten der Steuerzahler bezahlte.

Was die CSU davon hält? Nun, hören wir dazu die Abendzeitung München:

Er hat seine 13 und 14 Jahre alten Söhne auf Steuerzahlerkosten beschäftigt. Die CSU stärkt ihm mit donnerndem Beifall den Rücken.

„Donnernder Beifall“ für jahrzehntelanges kriminelles staats- und volksfeindliches Handeln! Und die Opposition? Hat mit Harald Güller dieselben Probleme, siehe Augsburger Allgemeine. 

Warum nun entarten unsere Abgeordneten so? Warum schaden sie dem Ansehen des demokratischen Systems in diesem unglaublichen Maße? Fragen, die man nur beantworten kann, wenn man weit über den Tellerrand hinausschaut – zum Beispiel in die russischen Medien (hier: Stimme Russlands), die aktuell erstaunliches vermelden:

Im russisch-ukrainischen Freiwilligen-Korps, das zur Unterstützung von Syriens Präsident Al-Assad im Kampf gegen Extremisten gebildet wird, haben sich bereits mehrere tausende Menschen angemeldet. Dies erklärte der Initiator der Bildung des Korps, der Oberst außer Dienst Sergej Rasumowski, der die „Allukrainische Union obdachloser Offiziere“ leitet.

Eine Union obdachloser Offiziere. Vor denen hatte sogar Hitler Angst – und da waren die sogar in Kriegsgefangenenlagern eingesperrt.

So etwas gab es auch schon mal: 1936, kurz vor dem großen Völkerschlachten. In Spanien kämpften Deutsche, Engländer, Franzosen und Amerikaner Seite an Seite gegen Franko´s Faschisten, die von Deutschen und Italienern untersützt wurden. Dies war die Generalprobe für den Zweiten Weltkrieg.

Kommen die russischen Freiwilligen in Syrien an, haben die USA alle Argumente in der Hand, um ihren Traum von globaler Hegemonie in die Tat umzusetzen: ein willkommenes Geschenk für die Falken in den USA – und für die Rüstungsindustrie.  Vielleicht spenden die sogar für diese Offiziere, wie sie es für Hitler getan haben, dessen Politik maximalen Profit garantierte.

Nun – Menschen die Krieg nur als Unterhaltungsspektakel aus dem Fernsehen kennen, werden mit dieser Drohkulisse nichts anfangen können, wahrscheinlich begrüßen sie sogar die Entwicklung: gibt schöne blutige Sondersendungen in ARD und ZDF.

Doch leider ist der Sitzplatz in der „ersten Reihe“ von ARD und ZDF selbst in Gefahr: es droht eine neue Welle der Arbeitslosigkeit, diesmal in den edlen Kernbereichen der deutschen Industrie.  Diese Nachricht wird nicht so in voller Breite geteilt, die Tagesschau beschränkt sich lieber auf andere Themen:

Um die S-300-Raketen gehe es, seit die russische Regierung beabsichtige, dieses Waffensystem nach Syrien zu liefern, sagt Yaalon. Nach seinen Informationen sei es zu einer solchen Lieferung noch nicht gekommen. „Ich hoffe auch, dass es so bleibt, aber wenn die S-300 Syrien erreichen, dann wissen wir, wie wir darauf reagieren werden.“

Deutliche Worte an die russische Regierung.

Bleiben wir jedoch zuerst einmal bei der Meldung, die größte Aufmerksamkeit verlangt: die deutsche Exportindustrie knickt ein, siehe Spiegel:

Der deutsche Exportboom ist vorerst zu Ende. Erstmals seit mehr als drei Jahren senkten die heimischen Firmen im April ihre Preise. Grund sind die Rezession in Europa und die schwache Weltkonjunktur.

Und was bedeutet das Ende des Exportbooms für uns? Dafür muss ich mal ausführlicher zitieren:

Die schwache Konjunktur hinterlässt zunehmend auch ihre Spuren auf dem heimischen Arbeitsmarkt. So hat sich nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom Dienstag der rückläufige Trend beim Stellenangebot im Mai fortgesetzt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei im zu Ende gehenden Monat auf den niedrigsten Stand seit Herbst 2010 gesunken, berichtete die BA. Der von der Bundesbehörde ermittelte Wert sank im Mai auf 144 Punkte; das sind drei Zähler weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Index um 27 Punkte im Minus.

Die BA-eigenen Rechenmodelle sollten uns hier nicht interessieren, sie dienen nur der Bürgerverwirrung – wie alle Geheimsprachen. Klar ist: man muss mit erhöhter Arbeitslosigkeit rechnen. Deshalb meldet auch die von den Parteien dirigierte Tagesschau gleich erstmal einen Erfolg:

Experten erwarten weniger Arbeitslose

Wer nur oberflächlich Nachrichten konsumiert, denkt, er lebe im Schlaraffenland. Wer noch mehr liest, kriegt zurecht Angst um seine Zukunft wie der weltweit größte Rentenfondmanager Pimco, siehe Wallstreet Journal:

„Das Bevölkerungswachstum und die Produktivität gehen langsam zurück. Zusammen mit dem Schuldenabbau, den sämtliche Staaten noch leisten müssen, spricht das für ein anhaltend langsames Wirtschaftswachstum“, sagte Andrew Bosomworth, der in Deutschland das Portfoliomanagement von Pimco verantwortet, am Dienstag in Frankfurt. „Auf Sicht von zehn Jahren dürfte sich die nominale Rendite eines gemischten Porfolios auf drei bis vier Prozent belaufen“, schätzt Bosomworth.

Trübe Aussichten. Pimco hat den notwendigen Schuldenabbau der Staaten fest im Blick – nur mit deutschen Politikern geht das nicht. Die müssen nicht nur ihre Familien ernähren, sondern auch noch den Lobbyisten einen Gefallen tun, damit sie selbst eine Chance haben, Lobbyist zu werden, siehe Süddeutsche:

Der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden, wechselt in die Wirtschaft. Nach der laufenden Legislaturperiode wird er beim Autokonzern Daimler Bereichsleiter für Politik und Außenbeziehungen.

 

Einer von vielen, die von der Wirtschaft dankbar aufgesogen werden, nachdem der Steuerzahler ihren Werdegang bezahlt hat. Wozu ein Konzern einen „Bereichsleiter für Politik und Außenbeziehungen braucht“, erfahren wir leider nicht.

Eine so feste, gelungene Verzahnung von Wirtschaft und Politik führt erwartungsgemäß zu absonderlichen Erscheinungen in der politischen Welt, von der eine weitere brisante Information eher am Rande zu finden ist, siehe Handelsblatt:

Dass der deutsche Steuerzahler Kredite für Spaniens Wirtschaft absichern soll, hört sich abenteuerlich an. Die SPD will den Schäuble-Plan aber dennoch mittragen. Allerdings nur, wenn eine zentrale Bedingung erfüllt ist.

Ja, richtig gehört. Im Rahmen der durch deutsche Sparpolitik verursachten Massenarbeitslosigkeit unter den europäischen Jugendlichen wurde nun ein Programm zu Bekämpfung dieser Schande beschlossen, für das …. Überraschung! … der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Der deutsche Politiker selbst zeigt sich als Lobbyist ausländischer Firmen in Deutschland, bezahlt allerdings vom deutschen Steuerzahler. Warum? Dies erfahren wir auf Seite 3 des Artikels:

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hatte beklagt, dass trotz historischer niedriger Zinsen in der Eurozone Firmen etwa in Italien oder Spanien keinen Zugang zu bezahlbaren Unternehmenskrediten hätten.

Die Politik schenkt den Banken billiges Geld – was die auch gerne nehmen. Aber anstatt es an die europäische Wirtschaft weiterzugeben, investieren die es lieber erstmal in Massenaufkäufen deutscher Aktien (siehe: DAX). Die so gerade vor dem Kollaps geretteten Banken verursachen so doppelten und dreifachen Schaden.

Während es den deutschen Firmen zunehmen schlecht geht, retten wir Firmen im Ausland und … klauen denen auch noch die Fachkräfte. Neben einer breiten Sympathieoffensive in der Tagesschau spricht auch das Handelsblatt von „Deutschlands ungehobenem Schatz„: Millionen gut ausgebildeter Fachkräfte strömen nach Deutschland, um ihre Arbeit dort zu Niedrigstlöhnen in Gold für die Börse der Aktionäre verwandeln zu lassen, während hier Städte zerfallen und Gemeinden von Sparkommissaren zwangsverwaltet werden.

Der BDI hat auch gleich eine gesamteuropäische, nahezu imperiale Lösung bereit (nochmal Handelsblatt):

In der Debatte um mehr Wettbewerbsfähigkeit in der EU empfahl der BDI-Mann Kerber Euro-Ländern wie Spanien eine radikale Neuausrichtung – sie sollten sich stärker als Zulieferer der deutschen Wirtschaft verstehen. „Ich glaube, dass das polnische Modell durchaus auch ein Vorbild sein kann für andere EU-Länder wie Spanien“, . „Polen hat vor über zehn Jahren sehr genau von A bis Z analysiert, was in Deutschland produziert wird und welche Produktionskomponenten benötigt werden, und sich dann strategisch dafür entschieden: Wir werden Deutschland wettbewerbsfähig zuliefern“, sagte Kerber.

Ganz Europa als logistisches Hinterland für das großdeutsche Reich. Solche größenwahnsinnigen Träume kann man derzeit wieder öffentlich ausleben: man weiß den Wähler im Rücken, der sich von der großdeutschen Lösung mal wieder Zahngoldberge verspricht, von denen er selbst ein gutes Stück abbekommt. Ja, ich weiß: solche Vergleiche sind heute verpönt – aber man sollte sich mal gründlich Gedanken darüber machen, warum eigentlich.

Wie gut, dass es Brüssel gibt (siehe Spiegel):

Brüssel habe aber „die wahre schlechte Lage noch immer nicht genügend erkannt“. Ihm bereite die Lage in vielen EU-Ländern Sorge. Staaten wie Bulgarien, Rumänien und Italien seien „im Grunde genommen kaum regierbar“. „Zu viele in Europa“ glaubten noch immer, alles werde gut. Laut „Bild“-Zeitung lautet Oettingers Fazit: „Europa ist ein Sanierungsfall.“

Liest man weiter, erfährt man, das auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien sich auf dem Wege zur Unregierbarkeit bewegen. Nun – für Griechenland hatte der Herr Oettinger ja schon mal eine direkte Diktatur durch EU-Beamte angemahnt (siehe Spiegel).

Vielleicht heitert ihn ja die Nachricht russischer Freiwilligenkorps für Syrien etwas auf  – immerhin hat er die Bedeutung von Kriegen für die Wirtschaft ja schon erkannt, siehe Wikipedia:

„In einer Wohlstandsgesellschaft gibt es weniger Dynamik als in den Aufbaujahren nach dem Krieg. Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr. Früher, bei der Rente oder der Staatsverschuldung haben Kriege Veränderungen gebracht. Heute, ohne Notsituation, muss man das aus eigener Kraft schaffen.“

Tja, schon blöd, wenn kein Krieg mehr kommt.  Ich habe noch in Erinnerung, dass Krieg gerne dann kommen, wenn Politik und Wirtschaft den Karren mal wieder soweit in den Dreck gesetzt haben, dass er mit friedlichen Mitteln nicht mehr herauszuziehen ist.

Das wissen vielleicht auch die Portugiesen, die sich immer besser vorstellen können, ohne Europa und den Euro leben zu können, anstatt als vollkommen abhängige Zulieferbetriebe für deutsche Unternehmen und Lieferanten für den deutschen Leiharbeitsmarkt dahin zu vegetieren (siehe Wallstreet-Journal).

Und von Freunden sind wir auch nicht mehr so unbedingt umgeben.

Das letzte Mal übrigens, das Deutschland so viele „Fremdarbeiter“ für die eigene Wirtschaft brauchte, war 1944 (siehe zum).

Da war Krieg.

Jetzt können wir uns auch die Wahlergebnisse in Schleswig-Holstein erklären: im Krieg scharrt sich das verängstigte Volk gerne mal um starke Parteien – oder bleibt zu Hause, bis der Sturm vorübergezogen ist.

Und es erklärt auch hinreichend das Verhalten unserer Politiker: die Ratten verlassen das sinkende Schiff – und nehmen so viel wie möglich mit auf die Reise.

 

 

 

 

 

 

Endlich – Banken werden enteignet

Zumindest ein bisschen. In Andalusien hat’s gerummst. Der dort amtierenden Ministerin Elena Cortés Jiménez ist es gelungen, ein Gesetz zu verabschieden, das Banken in die Knie zwingt und ihnen verbietet, künftig Wohnungen von mittellosen Familien zwangszuräumen

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KenFm und Christoph Hörstel zum €uro Desaster

„Eine Währung die man retten muss, ist keine mehr.“
(Wilhelm Hankel)

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