Atomkrieg

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Conspiracy

Vorsicht, enthält Spuren von Verschwörungstheorien

Benjamin Fulford: Wochenbericht vom 02.03.2020

Bernie Needs New Strategy For Biden His “Good Friend”

Die Legende vom Einzeltäter – rechter Terror in Europa

Explosiv: Flüchtlingsdrama 2.0 trifft auf Existenznot!

Wo ist es noch sicher?

Die gemeinsamen Werte verbinden

Poroschenko

Bild: Poroschenko von einer goldenen Toilette gekrönt

Photomontage: aus wikimedia.org/wikipedia/commons/ Von Koch /MSC Bild aus der Münchner Sicherheitskonferenz und pixabay.com/CCO

Die gemeinsamen Werte verbinden!

Onkel Donald, den wir sehr verehren
kann sich gegen die Rüstungslobby nicht mehr wehren
ein Atomkrieg kann sich durchaus lohnen,
wenn wir in uncle Sams Bunkern wohnen

Nach so einem atomaren Schlag
man aus den Bunkern nicht herausgehen mag
die Erde ist dunkel und finster und kahl
die Strahlung exorbitant hoch und fatal

darum man sich auf die gemeinsamen Werte besinnt
und in den Bunkern weiter spinnt
das schöne Gold die Eliten vereint
drum ein Atomkrieg sich lohnt wie es scheint

drunten in den Katakomben
ist man sicher vor Atombomben
dann pokert und spielt man mit Derivat-Gekritzel
Seifenblasen ,Kartenhäusern und Papierschnitzel

Auch kann man auf die kaputte Erde CDS abschließen
die kann man dann aber leider nicht mehr genießen
denn ohne Sonne wird man krank
in den Bunkern gibt es bald Leichengestank!

Die Demonstranten 2014 am Kiewer Maidan
fingen gegen Unrecht, Korruption zu demonstrieren an
die Aktion war von Soros geplant und unterstützt
deshalb ist Janukowitsch abgeblitzt

die Demonstranten waren gegen die goldenen Toiletten
der Oligarchen, und deren Wirtschaftsketten
Schon Zbigniew Brzezinski schrieb das Drehbuch dazu
die ganze Welt schaute den Demonstranten zu

Und jetzt, wo Poroschenko auch seine goldene Toilette bekam
da fing der kalte Krieg zwischen Ost und West erst recht an
Gründe zur Rüstung gibt es gar viel
Wirtschaften, das ist das große Ziel

Frieden einen ökonomischen Schaden schafft
drum wird die Spannung bis zum Zerreißen gestrafft
schon Stalin hatte das Fundament dazu geschaffen
herrsche durch Teilen, sonst wird man Dich strafen

Im Baltikum wurden von Stalin Balten deportiert
und Russen wurden, ohne deren wissen, dorthin transportiert
die haben dort bis jetzt keine Rechte, was zu Spannungen führt
deshalb stehen dort West-Bündnis Truppen, bis Putin pariert

Im Osten der Ukraine Stalin dasselbe befahl
Jetzt kämpfen dort Menschen mit Toten ohne Zahl
Die Krim wollte 1994 von Kiew die Unabhängigkeit
sagst Du`s bist Du ein Rußland-Versteher und nicht recht gescheit

Auch sollen alle Uncle Sams Untertan sein
willst Du das nicht, dann bist Du nicht fein
Nur Onkel Donald hat bis jetzt keinen Krieg begonnen
alle Hoffnungen darauf sind bisher zerronnen

Drum sind Onkel Donald, die Medien abhold
nur wenn er poltert, dann wird ihm Respekt gezollt
Vor allem vor der Wahl
wird die Polemik eine Qual

Will Onkel Donald nicht kriminelle Banker hinter Gitter bringen
die wollen ihn zum Rücktritt zwingen
Onkel Donald ist ganz sicher ein Heiliger nicht
sondern nur, ein nicht so böser Wicht

Willst Du Frieden erringen,
dann darfst Du im Kleinen beginnen
hast Du selbst im Inneren Ruhe geschaffen
kannst Du dann auch ruhiger schlafen

Ein Friedenspunkt sich mit dem anderen verbindet
und das Land sich bald im Frieden befindet
dann kann man zum Nachbarland gehen
und auf dem Kontinent nach Frieden sehen

und eh Du es gedacht
ist der Frieden geschafft
weder Suggestion
noch Manipulation

können das so schnell ändern
auch in vielen andern Ländern
die Werte der normalen Menschen sehr ähnlich sind
ob Schwarz ob Weiß ob alt oder Kind

Auch wenn Religionen manchmal anders sind
Gemeinsame Fundamente gibt es, die verbind!
Achte, dass Du den anderen verstehst
bevor Du mit ihm auseinander gehst

Glaube den Medien nicht so viel
Auch dort ist Ökonomie das Ziel
Krankheit und Krieg bringen die Ökonomie in Gang
Inserate, der Wirtschaft, die sind groß und lang

drum findest die Wahrheit dort drinnen oft nicht
suche die Wahrheit bei Dir, beim Gegenüber im Licht
die Wärme das Licht, das sei Dein Bericht
blicke dem Nächsten direkt ins Gesicht

Findest Du dort den göttlichen Keim
dann kann zwischen Euch Frieden sein!

Quellen:

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/47774-krim-geschichte-drei-jahre-referendum/ https://derstandard.at/1218534157053/Hintergrund-Proteste-zum-Jahrestag-der-Annexion-Hawaiis

https://de.wikipedia.org/wiki/Autonome_Republik_Krim

https://www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-korruption-1.4082169

http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/1405/25/fzgps.01.html

https://www.deutschlandfunk.de/zbigniew-brzezinski-rueckblick-in-die-konflikte-der-zukunft.1310.de.html?dram:article_id=327297

https://finanzmarktwelt.de/ukraine-gelenkt-durch-george-soros-hacker-veroeffentlichen-emails-12991/

https://www.sueddeutsche.de/politik/panama-papers-wie-der-ukrainische-praesident-mitten-im-krieg-eine-briefkastenfirma-gruenden-liess-1.2932954

https://swprs.org/die-propaganda-matrix/

https://www.youtube.com/watch?v=Std9-9oFufE
https://public.tableau.com/profile/nerothehero#!/vizhome/PedoArrests/PedoArrests

https://www.epochtimes.de/debatte/das-blatt-hat-sich-gewendet-ein-voellig-neues-rauschen-ueber-trump-im-us-blaetterwald-kann-endlich-beginnen-a2674407.html

https://www.nachrichtenspiegel.de/2018/09/24/cds-die-groesste-gefahr-im-globalen-finanzsystem/

STATIONIERUNG NEUER ATOMRAKETEN IN DEUTSCHLAND – ODER WARUM…

…WARUM MAN BEI SCHLECHTER SICHT ZUERST DIE BRILLE UND DIE SCHEIBE  PUTZEN SOLLTE, BEVOR MAN LOSFÄHRT

abomb

(Fotoquelle: United States Department of Energy /Public Domain)

Wenn man mit dem Auto im Winter losfährt, so putzt man normalerweise seine Autoscheibe, wenn diese vereist ist?

Wenn der BND eigentlich so mehr oder minder doch sehr starke Querverflechtungen zum Geheimdienst unseres großen Bruders im Westen hat, so sind wahrscheinlich die Informationen, die der BND bekommt, ähnlich genau wie vor dem Irakkrieg bezüglich der Massenvernichtungs­waffen? Oder sind die Informationen des CIA deshalb so präzise, weil sein Brotgeber der größte Waffenexporteur der Welt ist?

Wenn „Reporter ohne Grenzen“ auf ihrer Homepage die Probleme der ukrainischen Journalisten bezüglich der Einflussnahme der Oligarchen – wobei die meisten ukrainischen Medien den Oligarchen gehören – anprangern, so wird es sehr schwierig, die Wahrheit über die Situation der Ukraine zu erfahren. Zusätzlich sind viele Journalisten emigriert und schreiben auf ukrainischen Online-Plattformen. Eine Sanktionsliste Poroschenkos mit Einreiseverboten für ausländische Reporter ging nahezu über alle deutschen Medien. Wenn also die Bundesregierung Deutschlands eine klare Einschätzung der Lage der Ukraine möchte, so ist sie eigentlich durchaus sehbehindert?

Sowohl das Wirtschaftsblatt oder auch das Handelsblatt berichten relativ kritisch über die Situation der Ukraine. Daher die Frage: Gegen wen möchte die Bundesregierung neue Atomwaffen stationieren, wenn sie nur meint – mit durchaus feststellbarer Sehbehinderung -, Russland einschätzen zu können, aber weit davon entfernt ist, eine klare Einschätzung des Konfliktpartners Ukraine abgeben zu können? Jedenfalls ist die Sicht, die die Bundesregierung über die Ukraine veröffentlicht, in einem klaren Gegensatz zu dem, was die Menschen dort sehen und berichten.

Wenn der Maidan (sogar lt. Wikipedia) teilweise mit deutscher Beteiligung finanziert worden ist, dort von Demonstranten auch Gewalt angewendet worden ist und die „Übergangsregierung“ sich an die Kompromissabmachungen nicht gehalten hat, so war eine heftige Reaktion Russlands wohl zu erwarten. So wie Russland alle Details dieser Revolution mit klarer Aufdeckung der Hintergründe dargestellt hat, so haben die westlichen Medien eben ihre „Standpunkt-gefärbte“ Sichtweise abgegeben. Manche Mücken werden zu Elefanten gemacht, und umgekehrt?

Wenn nun viele ehemalige deutsche Bundeskanzler, aber auch einige Minister der Clinton-Regierung, Europa schon seit 2 Jahren Friedensratschläge erteilen, so werden die wenig ernst genommen? Wesentlich weniger, als wenn in den USA, für die USA weise Strategen wie Kissinger ihre Einschätzung der Lage abgeben?

Kann es sein, dass es bei uns einmal so eine Gesinnung gegeben hat, dass der alte Mensch lebens­unwertes Leben ist? Sehr traurig, wenn eine Gesellschaft, die Erfahrung und die Weisheit des Alters, ja auch nicht die heftige Kritik eines Jean Ziegler aus der Schweiz ernst nimmt?

Kann es aber auch sein, dass die jeweils bestehenden Verantwortungsträger ihr Gehirn während ihrer Amtszeit in der Ruhestand schicken und die wichtigen Entscheidungen ihren Beratern überlassen, um dann im Ruhestand erst wieder zu entdecken, was dieses wunderbare Werkzeug in unserem Kopf tatsächlich bewirken kann? Warum entscheiden die weisen Herren und Damen von Italien über Deutschland bis in die USA nicht schon während ihrer Amtszeit richtig?

Es brächte der Bevölkerung wahrscheinlich mehr, wenn z.B. der Leiter des amerikanischen Atomarsenals nicht erst als Rentner dem Spiegel berichtet: „Wir handelten wie Betrunkene!“

(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7956935.html )

Butler: Es gab viele Krisensituationen, die meisten wurden niemals bekannt.

SPIEGEL: Zum Beispiel?

 Butler: Zum Beispiel wurde ein Nato-Manöver von den Sowjets als Vorbereitung eines realen Angriffs missinterpretiert.

 (…) Die nuklearen Beziehungen zwischen den USA und der Sowjetunion waren voller Krisen. Lange Zeit, oft Jahre, passierte wenig, worüber wir ernsthaft hätten besorgt sein müssen. Plötzlich gab es einen simplen Computerabsturz oder die falsche Interpretation eines Radarbildes – schon stolperten wir in eine Krise und standen am Abgrund zur nuklearen Apokalypse.“

 SPIEGEL: Sie hatten aber doch den nuklearen Krieg geplant, was haben Sie denn in das Papier hineingeschrieben?

 Butler: Der strategische nukleare Kriegsplan bestand hauptsächlich aus mathematischen Formeln (…) Bei der Frage nach der Zahl der Opfer fühlte ich mich an Josef Stalin erinnert, der gesagt hatte, der Tod eines einzelnen Menschen ist eine Tragödie, der von Millionen aber eine statistische Größe.

 (…) In den 50 Jahren des Kalten Krieges haben die Vereinigten Staaten rund sechs Billionen Dollar für ihre Nuklearbewaffnung ausgegeben. Wir haben 70 000 nukleare Sprengköpfe für 116 unterschiedliche Waffentypen entwickelt, die von 65 verschiedenen Trägersystemen abgefeuert werden konnten. Wir haben sogar Artilleriegranaten mit Atomsprengsätzen bestückt. Nein, wir haben niemals die volle Bedeutung unseres Arsenals verstanden.

 SPIEGEL: Ob die atomare Zerstörung Hiroschimas und Nagasakis moralisch zu rechtfertigen sei, wurde außerhalb Amerikas oft diskutiert. Gab es in den USA offizielle Gremien, die sich damit befassten?

 Butler: Nicht dass ich wüsste. (…)

 SPIEGEL: Sie waren mitverantwortlich für die Auswahl der 12 500 Ziele, in die Amerikas Nuklearsprengköpfe im Ernstfall einschlagen sollten. Wussten Sie eigentlich, was Sie da geplant hatten?

 Butler: Ich war als Direktor der strategischen Nuklearkriegsplanung im Pentagon mitverantwortlich; ich habe aber nie die Bedeutung des Gesamtplans begriffen.

 (…)

 SPIEGEL: Fühlt sich Rußland bedroht?

 Butler: Das wäre kein Wunder. Es gibt keinen Warschauer Pakt mehr, wir aber erweitern die Nato und versichern, das habe weiter nichts zu bedeuten. Und wir modernisieren unsere Atomwaffen. Wir verspielen die kostbare Gelegenheit, neue Regeln der internationalen Sicherheit zu entwickeln, in denen Nuklearwaffen keinen Platz mehr haben.

 

Es gibt aber auch andere Beispiele: Z.B. Gorbatschow, der in der Amtszeit schon gezeigt hat, was Menschlichkeit ist, und wie wenig sich andere dann auf die Handschlagsvereinbarungen halten. Genscher hatte einmal auf diese Frage in etwa so geantwortet: Wir machten den Russen glauben, dass es so wäre….

Es gibt auch Mahatma Ghandi, der schon in seiner Amtszeit gezeigt hat was Weisheit und Menschlichkeit ist, aber auch Jimmy Carter aus der USA, war sehr menschlich.
Er hatte einmal in etwa gemeint: „Ich fürchte mich vor dem Einsatz von Atomwaffen!“
Er wurde dann als Kriegstreiber hingestellt, während Reagan, der „von der Möglichkeit eines begrenzten Atomkrieges sprach“ – wo …in Europa ?? – als derjenige hingestellt wurde, der die Sowjetunion zu Tode gerüstet hätte, obwohl man die Menschheit damals 7 x vernichten hätte können.

Ein Gleichgewicht des Schreckens, wie wir es über Jahrzehnte erlebt haben, wurde als Friedenssicherung bezeichnet, obwohl es zahlreiche, jeweils das Ende des Großteils der Menschheit einleitenden Fehlalarme gegeben hat??

Hier die Schilderung so eines Fehlalarmes vom Verantworlichen der damaligen UDSSR ,der seinem Kopf und Gefühl mehr vertraute als den technischen Daten:
http://www.spiegel.de/einestages/vergessener-held-a-948852.html
Die derzeitigen Eliten gehen einen Weg der Konfrontation mit dem Osten, mit Waffen, deren Einsatz die Menschheit eigentlich nicht überleben kann.

Deutschland möchte ein Atomarsenal auf seinem Gebiet erneuern lassen, wo unter Umständen ein Herr Donald Trump am Atomdrücker sitzt?

 

Gregor Gysi, ein sehr brillanter Redner, erklärt die Fehler Deutschlands seit der mündlichen Abmachung mit Gorbatschow, die NATO – Osterweiterung zu unterlassen:
https://www.youtube.com/watch?v=DB6t7NOwthE

Hier Gabriele Krone Schmalz im NDR, ein großartiges Interview über viele Fehler der Bericht­erstattung, die zur weiteren Eskalation geführt haben:
„Um es kurz zusammenzufassen: Ein gewaltsamer bewaffneter Umsturz von Deutschland und USA unterstützt, gegen einen zwar gewählten aber hoch korrupten Staatschef, wobei die Proteste erst dann anfingen, als er das Assoziierungsabkommen nicht unterzeichnete, und sehr heftige Reaktionen Russlands darauf, führen wieder zum Kalten Krieg?“

Detail am Rande, J.Paul Manafort, Wahlkampfkoordinator und Berater von Yanukowitsch:
https://en.wikipedia.org/wiki/Paul_J._Manafort

Man könnte nun lange darüber reden, welche Richtung für die Ukraine die bessere wäre, nach Westen oder nach Osten, vielleicht wäre das Beste für die Wirtschaft und für die Menschen, einen Mittelweg zu gehen. Man könnte darüber diskutieren, wie beide Großmächte die Ukraine zerreißen und ihr ihren Willen aufzwingen wollen?

 

Man könnte aber auch schauen, was die Menschen eigentlich z.B. am Maidan wollten:

Freiheit und Gerechtigkeit.

Da ist die Ukraine meilenweit davon entfernt:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/23/ukraine-nun-droht-ein-buergerkrieg-im-westen-der-ukraine/

Eine Robin Hood Gruppe, der „rechte Sektor“, bildet immer mehr eine eigene Dynamik, wegen des Versagens Kiews und des Versagens Europas. Bei uns allen schrillen die Alarmglocken, weil uns erinnert das an die Anfänge der Nazis!

Doch wenn z.B. eine Mutter mit 70 € Monatslohn nun eine regulär erhaltene Kinderbeihilfe von 3000 € zurückbezahlen muss, während die Oligarchen ihren Reichtum schamlos zeigen, dann steigt die ohnmächtige Wut und der Hass der Menschen! Und Europa, vor allem Mitteleuropa, schaut zu (mit schmutzigen Augengläsern ). Obwohl es leicht wäre, diese Eliten zur Gerechtigkeit zu zwingen: Sie waschen und haben alle ihr Geld in Europa und brauchen Europa, weil sonst ist die Ukraine pleite! Das heißt: Die, die den Staat ausgeplündert haben und dabei das Recht mit Füßen getreten haben, auf die hört Europa und Deutschland! Die, die Opfer dieser vom Westen organisierten Veränderungen waren, die sind für ein Mitteleuropa uninteressant!

Ein Mitteleuropa, das vor ca. 80 Jahren mitverursacht durch große NOT sehr Ähnliches erlebt hat, feiert erfreulicher Weise das Ende des Wahnsinns, und hilft gleichzeitig, dass Ähnliches in der Ukraine geschieht!

Genau in dem Augenblick, wo Europa eine riesige Flüchtlingswelle erlebt, die eben größtenteils durch die Ost West-Spannung in Syrien entstanden ist, da stationiert Deutschland neue Atomraketen. Genau da, wo man Russland am Nötigsten zum Aufbau von Ordnung und Frieden im Mittelmeerraum brauchen würde!

Nach unseren Erfahrungen mit pensionierten Staatsoberhäuptern wird Merkel in ihrer Pension dann so sprechen wie Gysi jetzt.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/21/merkel-einverstanden-usa-stationieren-neue-atombomben-in-deutschland/

WARUM HANDELT SIE NICHT SCHON JETZT VERNÜNFTIG?

Der Autor ist Arzt und unter anderem ehem. Vorstandsmitglied der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)“. Er unterhält enge Beziehungen zur Ukraine.

Germanwings-Absturz, Heuchelei und Lügenpresse

Digital StillCamera

Donnerstag, 26.3.2015. Eifel. Schrecklich, was da geschehen ist, nicht wahr. Es sterben Menschen. Deutsche Menschen. Echte, deutsche Menschen. Wie ich dem Kommentar von Sascha Lobo im Spiegel entnommen habe, dürfen wir hier zu Recht trauern, weil die deutschen Toten so nahe sind … so nahe, wie das Ehepaar, dass Hartz IV bezog und in seiner Wohnung jämmerlich verreckte, weil das Notstromaggregat nach der Stromabschaltung nicht korrekt lief. Gestorben durch Gas – eine deutsche Spezialität. Sie sind nicht die einzigen, die im Zuge des Hartz IV-Bezuges von ihrem Notstromaggregat vergast wurden (siehe Gegen-Hartz: „Wenn Hartz IV zum Tode führt“). Ja – auch Kinder wurden da schon zum Gas-Opfer. Deutsche Kinder – trotzdem simulierte kaum jemand Betroffenheit, die Kanzlerin schwieg, niemand flog im Hubschrauber an die Unglücksstelle, kein Trauersturm bewegte das Internet.

Ich bin nicht so erschrocken, im Gegenteil: ich freue mich, dass bislang so wenig geschehen ist. Freue mich und wundere mich. 2000 Stinger-Abschussgeräte hatte die US-Regierung den Taliban als Ersatz für die britische „Blowpipe“ gegeben: tragbare Luftabwehrraketen, die russischen Pendants SA-7 Grail wurden schon gegen Zivilmaschinen eingesetzt. Ja, sicher, ich weiß: die reichen nur 3000 Meter hoch, die Zivilmaschinen fliegen 9000 Meter  hoch … aber wenn man 6000 Meter Berg unter sich hat? Ginge doch, oder?

Das waren jedenfalls meine ersten Gedanken. Die Unmengen an Terrorwaffen, die die USA, die Sowjetunion und Großbritannien in der Welt verstreut hatten, müssen ja irgendwann mal zum Einsatz kommen, zumal dank außerordentlich intelligenter Außenpolitik die ehemaligen Verbündeten jetzt erbitterte Feinde sind.

Natürlich war ich wütend. Ich bin Vater von sieben Kindern, die von deutschen Lehrern ebenfalls zu allen möglichen Luftreisen verschleppt werden, weil der deutsche Lehrer ja mit dem Wandertag im Hürtgenwald nicht mehr glücklich wird: ohne Stichwort Bahamas sind da doch kaum noch realistische Verhandlungen möglich – scheißegal, ob Fliegen die Umwelt zerstört oder nicht. Ich bin überhaupt kein Freund der Fliegerei – und halte sie auch nicht für sicher. Über 1 000 000 Kilometer bin ich in meinem Leben mit dem Auto gefahren, lebensgefährliche Situationen? Null. Zweimal im Monat bin ich geflogen, lebensgefährliche Situationen? ZWEI. Einmal ein Beinaheabsturz in Salzburg … und eine Beinahekatastrophe nahe Johannisburg. Fliegen ist nicht sicher – und niemand soll mir erzählen, dass 24 Jahre alte Flugzeuge besser sind als 24 Jahre alte Autos: Materialermüdung macht doch vor dem Status nicht halt. Und richtig Gewinn macht man mit uralten Möhren. Jede Landung … JEDE Landung ist nichts anderes als ein kontrollierter Absturz … beichtete mir mal ein MiG-Pilot. Manchmal gerät der Absturz dann halt außer Kontrolle … ganz sicher gerät er irgendwann mal außer Kontrolle, man weiß nur nie genau, wann.

Nun denn – wie heute gemeldet wird, sieht es augenblicklich so aus, als ob der Pilot die Maschine absichtlich zu Bruch geflogen hat. 13000 Selbstmörder haben wir im Jahr in Deutschland (wir schauen da aber nicht so genau hin, weil es den heile-Welt-Mythos der Kanzlerin und der deutschen Medien zerstören könnte) – offenbar wollte einer von denen mal nicht allein gehen. Viele gehen wegen Hartz IV, zwei Fälle davon kenne ich näher: die Angst vor der kompletten Selbstaufgabe, der vollständigen Kontrolle durch Fremde und dem teilweisen Entzug normaler Menschenrechte sitzt tief.

Reden wir aber nicht über die Hartz-Toten … ich höre schon jetzt den Vorwurf, ich würde die armen Opfer des Absturzes politisch instrumentalisieren wollen. Trauert man nicht normkonform, setzt man sich schnell gehässigster Kritik aus, dass wollen wir heute mal lassen: Gehässigkeit ist auch eine Form des Todes – jedenfalls des Todes von Menschlichkeit.

Ja, Wut war da. Wut auf die ganze ignorante „Wir-fliegen-die-ganze-Welt-zu-Tode“-Kultur jener Konsumzombies, denen man erfolgreich verkauft hat, dass es gut tut, drei mal im Jahr dem Ausländer zu zeigen, wie überlegen doch der Deutsche ist – so überlegen, dass er ungestraft durch fremde Länder trampeln kann, als würden sie ihm gehören. Scheinbar kann der Deutsche nicht anders als durch fremde Länder zu trampeln … seien wir froh, dass er gelernt hat, dies unbewaffnet zu tun.

Wut auf die Sprüche, die reflexhaft sofort kamen: „Fliegen ist sicher!“. 150 Leichen … wenn man überhaupt noch Teile von ihnen findet … aber „Fliegen ist sicher“. Merkt keiner, wie makaber das ist? Fliegen ist eben  nicht sicher: 150 Tote sprechen da doch eine Sprache, die deutlich genug ist, oder geht es noch deutlicher?

Ständig neue Statistiken beweisen uns immer mehr, wie unglaublich sicher fliegen doch ist … weil hier ein gigantischer Wirtschaftszweig um seine Existenz ringt. Ein Pilot hat mir mal erzählt, dass die Studien nicht ganz korrekt sind, man müsste außer den Kilometerzahlen auch die Benutzungshäufigkeit in die Berechnungen einfügen … das war direkt nach dem Beinahe-Absturz in Salzburg, der Mann saß neben mir. Nach dem Erlebnis habe ich ihm sofort geglaubt, ja: ich hätte da noch eine andere Berechnungsgrundlage – man sollte die Toten noch besonders herausstreichen, die aus nicht notwendigen Gründen im Flugzeug saßen und mit jenen abgleichen, die nicht fliegen, wenn es nicht notwendig ist: Sie werden staunen, was da für Zahlen herauskommen.

3,5 Milliarden Fluggäste erwartet man für 2015 (siehe Welt). Wie viele davon sind wirklich unverzichtbar? Ich schätze mal: kein einziger. Auto fahren ist nicht ganz so unverzichtbar … wir haben also eine Quote von 100% sinnlosen Toten bei Flugzeugunglücken … bei Autos ist die absolute Zahl der Toten zwar höher … die prozentuale Zahl der verzichtbaren Toten aber deutlich niedriger. Ach – es gibt Menschen, die müssen wirklich fliegen? Geschäftsleute, zum Beispiel? Sie sprechen hier mit einem ehemaligen: ich kann Ihnen sagen – ich habe nicht einen Flug absolviert (von einigen hundert) der wirklich unverzichtbar gewesen wäre. Wir haben nicht mehr das Jahr 1915: moderne Kommunikationselektronik erlaubt die vollständige Streichung jeglicher Geschäftsreisen … wenn es nicht nebenei darum ginge, dem öden Büroalltag zu entkommen – der Hauptgrund für Geschäftsreisen.

Man merkt immer noch keine Trauer bei mir?

Nein, die gibt es auch nicht.

Im Gegensatz zur absoluten Mehrheit meiner Mitmenschen weiß ich, dass ich sterben kann und ganz sicher sterben werde. Das ist mir absolut gewiss. Könnte jetzt schon sein – der „plötzliche Herztod“ ist eine häufige Todesursache mit weitgehend unbekannter Ursache. Da gibt es dann noch eine Dosis Tastensalat auf dem Bildschirm … und dann geht die Reise weiter. Oder auch nicht – aber eine Alternative dazu gibt es nicht. Wozu also trauern … obwohl ich mit einigen Opfern im vierten Grad verbunden bin (ja: ich kenne jemanden, der jemanden kennt, der mit Opfern befreundet war, wie ich heute erfuhr). Es ist aber nicht meine Einstellung zum Tod, die meine Trauer im Zaum hält … es ist einfach die Sintflut von Leichen, die sich täglich über meinen Bildschirm ergießt, die mich hat abstumpfen lassen.

Nehmen Sie mal nur den „Krieg gegen den Terror“. Eine Million Tote in zehn Jahren. Das macht PRO TAG fast DOPPEL SOVIEL wie bei dem Absturz der German-Wings-Maschine. ALLES vermeidbare Tote. Alle ermordet – jedenfalls im Sprachgebrauch zivilisierter Menschen, Barbaren sprechen da anders, sie reden dann von „Krieg“ – einem Zustand, in dem Morden von heute auf morgen erste Bürgerpflicht wird … ein Wahn sondergleichen.

Für mich sind das nicht nur Zahlen, für mich sind das Menschenleben. Genauso viel Wert wie Schüler aus Haltern. Viele von ihnen deutlich jünger, noch mehr von ihnen deutlich weniger priviligiert, und nahezu alle hatten gar keine andere Wahl: die traf der Pilot der Morddrohne für sie. Tot durch Mord finde ich halt noch schlimmer als Tod durch vermeidbaren Unfall. Und was bedeuten schon die eine Million Toten im Krieg gegen den Terror, wo doch jedes Jahr weltweit mehr an Autounfällen sterben … und noch mehr an Behandlungsfehler durch Ärzte – wobei ich einfach mal unterstelle, dass Ärzte im Ausland prozentual soviel Menschen umbringen wie in Deutschland, wo sie es auf eine Strecke von 19000 jährlich bringen (siehe Manager-Magazin).

Merken Sie, warum ich die Trauergesänge, die Beileidsbekundungen, die Betroffenheitsaufführungen in Medien und Politik für Heuchelei halte? Die beiden Berufsgruppen sind sich des vermeidbaren Massensterbens um uns herum voll bewusst … und sollen wirklich durch 150 Tote aus der Bahn geworfen worden sein? Wir haben 10 000 Selbstmorde im Jahr … darunter viele Kinder – gerade nach Zeugnisvergabe ein bekanntes Phänomen. Was tun wir dagegen? Vielleicht mal die nichtssagenden Zeugnisse abschaffen? Aber nicht mit dem deutschen Lehrer, er braucht seine Noten wie seine Hausaufgaben und seine Fernreisen. Keine einzige Träne wird suizidalen Jugendlichen nachgeweint … dabei sind wir modernen Materialisten die einzige Kultur, die suizidale Kinder hervorbringt, d.h.: da könnte man was tun.

Tut man aber nicht.

Ich nehme nicht einem Politiker seine Trauer ab – eben so wenig auch nur einem Journalisten. Die waten täglich durch Blutströme – aber wenn es opportun ist, hat man auf einmal Gefühl? Da wird seit Monaten – aktuell gerade wieder deutlicher – über Krieg gesprochen … Krieg mit Russland … man macht Drohgebärden, verlegt Streitkräfte, malt Horrorbilder in übelster Kriegspropaganda an die Wand, die den Feind ganz nach alter Manier als Ungeheuer darstellt, der womöglich auch kleinen Kindern ihren Teddybär klaut – aber ein kleiner Unfall mit Todesfolge treibt die alle vor lauter Betroffenheit zum Unfallort? Jene Politiker, die sich gerade anschicken, mit dem Leben von Millionen junger Menschen Krieg zu spielen, bzw. die Entgleisung der politischen Lage in diese Richtung billigend in Kauf nehmen anstatt wie in den letzten Jahrzehnten hochwertige diplomatische Arbeit zu leisten, um den Frieden zu sichern und die Völkerverständigung voran zu treiben?

Ebenso nimmt man eiskalt und gefühlslos billigend die Toten durch die letzte „Sozialreform“ in Kauf … und wie ich heute hörte, plant man eine Kürzung der Grundsicherung für Rentner. Hoffentlich war das ein Gerücht … doch leider zeigt die Erfahrung, dass solche Horrormeldungen in Deutschland seit einigen Jahren die Tendenz haben, wieder wahr zu werden. Da werden sich wieder Leute selbst vergasen, um nicht erfrieren zu müssen. Stört das irgendeinen der kalten Entscheider?

Und die Presse, die die ganze Entwicklung wohlwollend begleitet … auch die aktuellen Forderungen nach brutaler Enteignung der Rentner, um an ihren Wohnraum zu kommen? Darf man sie wirklich Lügenpresse nennen, obwohl sie so rührig betroffen ganze Regale voller Beileidsbekundungen produziert, um zu demonstrieren, wie empathisch, sozial, mitfühlend man auf einmal geworden ist … und eigentlich im Prinzip immer schon war?

„Kollektive Fassungslosigkeit“ ordnet der Spiegel heute für den großdeutschen Sprachraum an (siehe Spiegel): so soll man Empfinden, weil ein Siebenundzwanzigjähriger aus der schönen Gemeinde Montabaur sich einen sehr eindrucksvollen Suizid gegönnt hat.

Und wenn es doch eine Stinger war, eine Grail, eine Blowpipe?

Würden wir nie erfahren: 3,5 Milliarden Kunden wollen abkassiert werden – dafür gegen alle über Leichen. Alle. Die großen Fluglinien weigern sich seit Jahren, ihre Maschinen gegen diese Gefahr mit Gegenmaßnahmen auszustatten … weil es ihnen zu teuer ist. Lieber riskiert man Tote. Und heuchelt Betroffenheit, wenn die Katastrophe eintritt: aber dann mit voller Breitseite, aus allen Rohren und in allen Tonlagen: das spart Geld, sieht super aus und bringt coole Publicity.

Wissen Sie, welche Nachricht mich in den letzten Tagen fassungslos gemacht hat? Wieviele Tote mich erschrocken haben?

Das kann ich Ihnen sagen: Milliarden von Toten waren es – im Jahre 1983.

Wissen Sie nicht, nicht wahr?

1983 war es der Mut eines einzigen Russen, der den weltweiten thermonuklearen Krieg verhindert hat – eines Krieges, der schon unaufhaltsam ablief. Die Nato hatte in diesem Jahr einen Atomkrieg simuliert (siehe Übung „Able Archer“), ein Computerfehler meldete irrtümlich den Abschuss einer Reihe von US-Langstreckenraketen … doch Stanislaw Petrow, verhinderte, dass der Gegenschlag ausgelöst wurde. Hätte er anders entschieden … hätte heute niemand mehr Gelegenheit zum Trauern.

Wir arbeiten auch wieder konkret auf solche Zustände hin – wie der Spiegel am 8. 2.2015 berichtete (siehe Spiegel):

„Die Ukraine-Krise hat die Nato und Russland in den Kalten Krieg zurückgeworfen. Die Zusammenarbeit bei der nuklearen Sicherheit wurde eingestellt, ein „Rotes Telefon“ gibt es nicht mehr. Experten halten das für extrem gefährlich.“

Sowas – macht mich gerade betroffen. Ich frage mich: wenn ich schon 1983 nichts über den Atomkrieg erfahren habe, der fast über mich hereingebrochen wäre … was erfahre ich aus Gründen der „staatlichen Sicherheit“ dann heute nicht? Und was wissen Journalisten alles, worüber sie nicht schreiben?

Das da streng selektiert wird, habe ich nach einigen Gesprächen mit Journalisten im letzten Jahr deutlich erleben müssen: veröffentlich wird nur, was ins Bild passt. Passt der aktuelle Gesprächspartner nicht ins Bild, dann sucht man so lange, bis man seine Gurkentruppe zusammenhat: irgendwer wird sich da schon finden, der die vorgefertigte Meinung über Putin, Russland oder Hartz IV unterschreiben kann.

Mein Wunsch nach dem heutigen Tage?

Meidet Flieger. Erweist den Toten Respekt, lasst es die letzten Toten sein – und stellt den weltweiten Flugverkehr ein. Zeigt, dass die Betroffenheit echt ist. Die Fliegerei ist von Vorgestern, kein Mensch braucht sie ernsthaft wirklich. Die Umwelt – und die Anlieger von Flughäfen – werden Euch dankbar sein … ebenfalls viele tausend Menschen der Zukunft, die noch nicht dran waren mit ihrem Absturz.

Kümmert Euch um die jungen Menschen, die freiwillig aus dem Leben scheiden: nichts zeigt deutlicher, wie erbärmlich und wahrhaft wertlos unsere Kultur ist, als junge Menschen, die sich freiwillig das Leben nehmen.

Und misstraut Regierung und Medien, die gerade den Tod der Menschen missbrauchen, um sich selbst toll ins Rampenlicht zu stellen. Sie berichten nichts über den atomaren Holocaust – obwohl er täglich ins Programm gehört, nichts über Stinger, Grail und Blowpipe oder über die politischen Intrigen, die solche Geräte weltweit verteilen, wenig darüber, wie einer der größten Waffenexporteure der Welt tagtäglich massenhaft Todesmaschinen ins Ausland verkauft … oder wie unsinnig und gefährlich die ganze Fliegerei eigentlich wirklich ist.

Wissen Sie, was der Focus 2007 meldete? Ich zitiere mal (siehe Focus):

„Rund zwei Milliarden Menschen fliegen pro Jahr weltweit. Allein in der Bundesrepublik waren es 2006 154 Millionen. Tendenz stark steigend. Und das hat Folgen für das Klima. Dem Bericht der internationalen Klimaforscher von 1999 zufolge betrug der Anteil des Flugverkehrs am vom Menschen verursachten Treibhauseffekt 1992 etwa 3,5 Prozent. Aktuelle Schätzungen gehen sogar von einem Anteil von rund neun Prozent aus.“

2015 sind es 3,5 Milliarden. Alles überflüssige Lustreisen … die manchmal ganz übel ausgehen. Können wir damit jetzt endlich aufhören? Oder brauchen wir wirklich 2030 soviel Flugreisende, wie der Planet Bewohner hat, nur damit die Erde demnächst auch ganz sicher wie der Mars aussieht?

 

 

 

 

So wird 2015! Oder: wie Bin Laden den Krieg gewann.

Digital StillCamera

Dienstag, 30.12.2014. Eifel. Nicht mehr lange, und ein Jahr ist vorbei. Wieder eins. Unzählige Jahresrückblicke prasseln auf uns hernieder, überschwemmen uns mit bunten Bildchen unserer neuen Halbgötter (der „Stars“ und „Promis“), deren Art zu leben die einzige zu sein scheint, über die es sich zu berichten lohnt. Dabei weiß jeder, was 2014 geschehen ist – jedenfalls jeder, der sich nach dem täglichen vierstündigen Fernsehkonsum noch einen eigenen kleinen Gedanken machen kann. 2014 ist das Jahr, in dem auch der letzte gemerkt hat, dass 2001 die Geschichte der Welt massiv verändert hat: die Bösen haben die Macht übernommen.

Ja – ich meine die Anschläge vom 11.9.2001. Immer noch wird darüber gestritten, wer denn jetzt nun wirklich für die Anschläge verantwortlich ist, der Westen hält sich weitgehend – wie auch zu allen anderen Themen – an die von der US-Regierung vorgeschriebenen Lesart. Niemand nimmt Anstoß an dieser weitgehenden Gleichschaltung der Presse – jedenfalls niemand, der Gebühren kassiert, um ausgewogene Berichterstattung zu gewährleisten. Primitivstes „Gut-böse“-Denken hat die Macht übernommen, wobei die Muslime völlig verwirrt sein dürften: in Afghanistan, in Syrien, in Lybien, in Ägypten, im Irak und im Iran sind sie der böse Feind, den es zu bekämpfen gilt, der brutal und grausam getötet wird – und seine Nachbarn gleich mit. Es existieren in den ehedem guten, demokratischen Regierungen des Westens „geheime Todeslisten“ (siehe Spiegel), die mühevoll abgearbeitet werden – ohne Rücksicht auf zivile Verluste. Demonstrieren aber Bürger in Europa gegen die „Islamisierung des Westens“ (eine Gefahr, auf die sie nur durch jene Medien gebracht wurden, die sie jetzt massiv bekämpfen), so wird der Moslem in Schutz genommen.

Einst – war das Erschießen von fremden Menschen im Ausland Mord. Heute ist es Alltag, „gezielte Anleitungen zum Töten“, entworfen vom US-Geheimdienst CIA (siehe Süddeutsche), zeigen, wie weit die Planungen gehen, um Politik in Ländern außerhalb der USA zu steuern – aber niemand fragt mehr nach, wen die eigentlich in Deutschland gezielt töten, um das Land auf einen konzernfreundlichen Kurs zu bringen. Es darf sich auch niemand mehr trauen, darüber nachzufragen, denn: 2014 brachte uns Deutsche die Erkenntnis, das wir immer noch eins der Hauptfeindländer der USA sind, kaum irgendwo wird so intensiv bespitzelt wie hier (vom Irak mal abgesehen), noch nicht mal die Bundesregierung ist vor den Spionen sicher – ja, noch nicht mal die deutsche Bundeskanzlerin.

Wir sind in der westlichen Allianz vom einst treuen Partner zum Feindstaat geworden – und wissen noch nicht mal warum. Aber alle wissen, dass man jetzt besonders stramm stehen muss, um bei den laufenden Massenentlassungen im Medienbereich nicht zu den Verlieren zu gehören. Ja – die Medienvielfalt stirbt weiter, auch die alte, renommierte FAZ, einst Liebling der Wirtschaft, musste 200 Mitarbeiter entlassen (siehe Handelsblatt) – aber wozu braucht ein Land mit klaren Vorgaben bezüglich „richtig“ und „falscher“ Meinung auch noch die bunte Vielfalt von Meinungen? Der Moslem im Ausland ist böse und wird erschossen, zerfetzt, verbrannt, verstümmelt (ja, „Bomben“ sind eine sehr grausame Art des Tötens. Sieht nur für den Täter sauberer aus, weil er so schön weit weg ist), der Moslem im Inland ist quasi heilig und unantastbar. Diskussionen darüber finden nicht statt: es gilt die Meinung der Bundesregierung.

2014 ist das Jahr, in dem auch der letzte Deutsche gemerkt haben wird, das Osama bin Laden den Krieg gewonnen hat. Sein Ziel, die USA zu vernichten, ist erreicht. 13 Jahre nach den Anschlägen sind die USA ein anerkannter Folterstaat (wie auch Australien, aber darüber spricht man weniger, die „five-eyes“ scheinen auf den ersten Blick noch mehr Gemeinsamkeiten zu haben (siehe Wiwo)), ihre Wirtschaft steht am Rande des Abgrundes, die Polizei rüstet sich mehr und mehr gegen das eigene Volk – und neigt auch zu leichtfertigem Waffenmissbrauch, wie die Ereignisse in und um Fergusson zeigen. Die US-Armee ist weit über den Globus verstreut, macht sich überall Feinde, Amerikaner sterben zu Tausenden … der Traum Bin Ladens ist in Erfüllung gegangen.

Ja – 2014 brachte sogar die Widerkehr eines längst vergessen geglaubten Horrors: der weltweite thermonukleare Krieg war wieder möglich, die Staaten des Westens wurden für Russland zu „Feindstaaten“. Der Spiegel erwähnt das ein einziges Mal – dabei stellt dieser Entschluss die ganze Geschichte der Menschheit in Frage (siehe Spiegel):

„Der nationale Sicherheitsrat veröffentlichte zu den Änderungen auf seiner Internetseite am Freitag eine Mitteilung. Darin heißt es, die neugefasste Doktrin sei auch eine Reaktion auf die Lage im Norden Afrikas, in Syrien, im Irak und in Afghanistan. „Führende Staaten“ der Welt – gemeint sind wohl allen voran die USA – sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, unabhängige Staaten mit einer Vielzahl an Instrumenten zu bedrohen, um eigene Interessen durchzusetzen. So würden private Militärdienste eingesetzt, das Protestpotenzial der Bevölkerung angeheizt oder radikale und extremistische Organisationen gefördert, um eigene Ziele in anderen Staaten durchzusetzen.

Teil der russischen Militärdoktrin bleibt weiterhin die „atomare Abschreckung“. Moskau behält sich das Recht vor, bei einem Angriff auf das eigene Territorium oder auf Verbündete sowie bei einer Bedrohung für das „Fortbestehen des Staates“ Atomwaffen einzusetzen.“

Ja – das erwartet uns dann 2015: sollten die „führenden Staaten“ ihre Politik der Destabilisierung anderer Länder durch ausgedehnte Geheimdienstaktivitäten weiter fortführen, wird sich die demokratisch gewählte Regierung Russlands auf nuklear wehren – und die Bedrohung auslöschen. Zu verlieren haben die nicht mehr viel, wenn man sich so umhört.

Ja – was hatten wir einst für eine schöne Kultur. Schwache hatten Rechte. Wer krank war, oder arm – oder arm durch Krankheit, konnte auf Hilfe hoffen. Nach jahrundertelangem Kampf hatten wir Lebensrisiken der Reihe nach ausgeschaltet. Zwar galt weiterhin der zum Teil ruinöse Wettbewerb, aber wir hatten immer auch ein warmes Plätzchen für die Verlierer – was auch nützlich war, denn für einen „Winner“ auf dem Siegertreppchen produzierten wir neunundneunzig „Looser“, von denen die meisten gar nicht an dem Spiel teilhaben wollten.

Doch was haben wir nun? In Deutschland findet wieder Selektion statt. Noch nicht ganz so gründlich wie früher, aber ebenso gezielt. Ohne, dass sich noch irgendeine politische Kraft dafür interessiert, werden Arbeitnehmer gezielt gejagt und verfolgt (siehe Der Freitag) und einer zunehmend inhumanen Sozialgesetzgebung zugeführt, die das „Haus Europa“ von innen heraus zerfressen hat (siehe Süddeutsche):

Hier handele es sich um eine Marktverzerrung sondergleichen. „Das stinkt nicht nur zum Himmel , sondern konkurriert auch die Arbeitsmärkte unserer Nachbarn in Europa in Grund und Boden.“ Hartz IV erwecke den Eindruck, als ob die Langzeitarbeitslosigkeit ein persönliches Versagen sei. „Man macht Opfer zu Tätern“, so Borchert.

Ein Krieg gegen die eigene Bevölkerung, auf die im Jahre 2030 eine „sozialpolitische Katastrophe“ wartet, auf die der „desaströse Sozialstaat“ in keinem Maße vorbereitet ist … was Böses für die Zukunft erahnen läßt. Schon der letzte spontane Schnellschuss – „Hartz IV“ genannt – ging komplett daneben, beschäftigt aber hunderte von kreativen „Statistikbereinigern“.

Der Sozialstaat war das Rückgrat der westlichen Welt, eine kulturelle Errungenschaft, die Fanatikern wie Osama bin Laden ein Dorn im Auge war: immerhin erlaubte er den Menschen eine wirtschaftliche Sicherheit und Geborgenheit, die es ihnen gestattete, eine eigene Meinung zu haben – ein Grauen für jeden Despoten. Brunei hatte deshalb das Parlament aufgelöst und nur noch eine Partei zugelassen, die die an der Scharia orientierten Gesetzgebung stützen soll (siehe Wikipedia oder Auswärtiges Amt), gehört dafür aber zu den islamischen Ländern, die von der Bundesregierung aufgerüstet werden (siehe Spiegel).

Waffen schaffen zwar keinen Frieden – aber bringen Gewinn. Überhaupt zeigen sich die Produzenten der diversen Krisen (ob nun die US-Hypothekenkrise oder die Eurokrise, die ohne die „Experten“ von Goldman-Sachs gar nicht möglich gewesen wäre) erstaunlich renditeträchtig: in einem Land, dass vor lauter Schulden nicht mehr weiter weiß, fahren sie Rekordgewinne ein (siehe Spiegel), während überraschenderweise Schiffskredite für deutsche Banken zur Überlebensfrage werden können (siehe Wiwo).  Ja – nur 600 von 90000 Handelsschiffen fahren unter deutscher Flagge (siehe Marine.de) – aber trotzdem könnten ihre Finanzierungsprobleme unseren Banken einen tödlichen Schlag versetzen.

Wir müssen uns die Informationen mitlerweile mühevoll zusammen suchen, denn: der deutsche Journalismus im Jahre 2014 ist käuflich geworden – was Leser kaum überrascht, zeigt nun eine offizielle Studie (siehe Neues Deutschland):

Das Ergebnis ist eindeutig: »Über Unternehmen wird sowohl im ›Spiegel‹ als auch im ›Focus‹ erstens häufiger, zweitens freundlicher, drittens mit mehr Produktnennungen berichtet, je mehr Anzeigen diese Unternehmen schalten.«

Und ebenso häufig werden von politischen Funktionsträgern Interviews gegeben und Informationen geteilt, wenn der entsprechende Mitarbeiter nur „konstruktiv“ genug ist: also die Meinung der Machthaber teilt. Sieht Brunei genau so. Gigantische Demonstrationen gegen „Superreiche“ (immerhin gingen dafür in London 80000 Leute auf die Straße, siehe Taz) finden weniger Beachtung – wahrscheinlich zahlt niemand genug dafür.

Während in vielen Ländern der Welt die Stromversorgung noch problematisch ist, schalten in Deutschland die E-Werke den Strom immer häufiger einfach selber ab und vernichten so den Zugang der Menschheit zu einer großen technischen Errungenschaft, die ebenfalls Meinungsvielfalt sicherstellten konnte (siehe Spiegel), ebenso steigt ständig die Zahl der Obdachlosen, die im Winter einer tödlichen Kälte ausgesetzt sind.

In Deutschland werden auch Patienten „zu Tode gespart“ (siehe Spiegel) – obwohl die Beiträge zur Gesundheitsversorgung immer wieder neue Rekordhöhen erreichen. Wir regen uns auf über Arbeitslose, die 22 Milliarden Euro im Jahr kosten (zu wenig, um den Strom zu bezahlen – siehe oben), aber die Subventionen für die Wirtschaft in Höhe von 165 Milliarden Euro lassen uns kalt … obwohl die Wirtschaft mit dem Geld auch dafür sorgen könnte, dass kein Mensch mehr arbeitslos ist.

Dabei geht es uns noch gut – wird uns eingeredet. Immerhin: in Spanien wird per Gesetz gerade die Meinungsfreiheit abgeschafft (siehe Taz) ohne dass es großes Geschrei in der EU gibt. Bin Laden würde sich freuen. Über alles, was man noch so auflisten könnte.

Das westliche Verteidigungsbündnis ist zerrüttet, die Verbündeten bespitzeln sich gegenseitig – so groß ist das Misstrauen. Die Regierungen sind bemüht, die Renditen der Banken zu erwirtschaften – Banken, die mit riskanten Geschäften sich selbst immens bereichern können, weil der Staat komplett die Haftung übernimmt. Der Sozialstaat – einst glorreiches Fanal der „westlichen Welt“ – ist nur noch „desaströs“ und marschiert auf eine Katastrophe zu.

Und die Bürger selbst?

Üben sich in Fatalismus. Lassen alles über sich ergehen, weil man sowieso nichts ändern kann. Nur manchmal platzt ihnen der Kragen (siehe Aachener Nachrichten):

Ein Laubbläser hat am Wochenende in Eschweiler eine Massenschlägerei ausgelöst. Rund 40 Menschen gingen mit Baseballschlägern, Sägen, Heckenscheren, Mistgabeln, Golfschlägern und Harken aufeinander los.

Jetzt haben wir doch viel zurückgeschaut. Aber – was solls? Die Antwort auf die Frage, was 2015 bringt, liegt halt in der Geschichte – in der Vergangenheit. Dort wurde die Saat gesät, die nun aufgeht.

Wie es aussieht, hat Osama bin Laden gewonnen. Gut – er selbst ist tot, so sagt man: aber sein Geist hat die USA vernichtet – und damit die westliche Allianz. Alles tritt so ein, wie er es geplant, gewollt und gewünscht hat.

War schon ein Genie, dieser Osama – oder wer auch immer den USA am 11.9.2001 den Todesstoß versetzt und damit 500000 Iraker zum Tode verurteilt hat, weil er eine Maschinerie in Gang setzte, die wir auch 2015 nicht werden aufhalten können.

Und diese Maschine wird 2015 weiter laufen, die demokratischen Grundstrukturen der Staaten vernichten, ihre Wirtschaftskraft zersetzen, ihre Bewohner gegeneinander und gegen ihre Nachbarn aufhetzen, morden, foltern, brennen ohne Unterlass.

Und im Himmel sitzt Osama bin Laden und freut sich dumm und dämlich, wie er allein diesen riesigen Apparat in Bewegung gesetzt hat – mit nur 19 Räubern. Der Westen verschlingt sich nun selbst, es triumphiert: das Böse.

Jedenfalls das, was nach offizieller Lesart gerade so böse ist.

Oder das, was immer und überall böse sein sollte: der Krieg, der Hass, die Missgunst.

Koreakrise: Atomkrieg zu Weihnachten….oder noch heute?

Dieses Jahr sieht es gut aus für einen kleinen Atomkrieg. Jedenfalls – wenn man bei russischen Nachrichtenagenturen herumstöbert. Für Russen ist Korea halt nicht so weit weg wie für uns.

Die Atomkriegsgefahr ergibt sich, wenn man Nachrichten kombiniert. Die erste Nachricht kommt aus der Welt:

Die USA und Südkorea haben mit einem Seemanöver begonnen. Als Reaktion brachte Nordkorea Raketen in Stellung.

Nordkorea sieht sich – das sollte man auch bedenken – laut der russischen Nachrichtenagentur RiaNovosti,  als Opfer, nicht als Täter.

Nach dem Artilleriegefecht mit Südkorea am Dienstag behauptet Nordkorea, nicht zuerst geschossen, sondern auf das südkoreanische Feuer geantwortet zu haben.

Für den Fall, das Nordkorea sich nicht ganz brav verhält, hat Südkorea ebenfalls laut RiaNovosti schon mal ein Machtwort gesprochen:

Der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak hat nach dem Artillerieangriff des kommunistischen Nordens angeordnet, eine Raketenbasis in Nordkorea zu attackieren, falls es auf der nordkoreanischen Seite Anzeichen für eine erneute Provokation geben sollte.

Das berichtet die südkoreanische Agentur Yonghap unter Verweis auf Kim Hee-jung, Sprecher des südkoreanischen Staatschefs.

Das war am 23. November. Heute werden Raketen in Stellung gebracht – Nordkorea sieht sich massiv bedroht:

Nordkorea warnte unterdessen seinen südlichen Anrainer vor dem geplanten Manöver mit den USA, die bereits einen Flugzeugträger für diese Zwecke entsandt hatten. Dieses Manöver richte sich klar gegen Pjöngjang und bringe die Koreanische Halbinsel an den Rand des Krieges, zitierte Reuters am Freitag aus einer Erklärung der amtlichen nordkoreanischen Agentur KCNA.

Und … nur für den Fall, das Südkorea noch frecher wird, hat man auch schon mit Konsequenzen gedroht:

Nordkorea sei erzürnt über die Provokationen der südkoreanischen „Marionetten“, hieß es am Freitag in einer Meldung der amtlichen nordkoreanischen Agentur KCNA.

„Die Tage, als verbale Warnungen noch funktioniert haben, sind vorbei“, zitierte die südkoreanische Agentur Yonhap weiter aus der Erklärung Pjöngjangs. Nordkoreas Armee sei nun bei Bedarf bereit, das „feindliche Bollwerk“ durch einen „furchterregenden Feuerregen auszuradieren“.

Vor 51 Minuten nun die Meldung in der Welt:

Der südkoreanischen Agentur Yonhap zufolge brachte das Militär des Nordens Boden-Boden- und Boden-Luft-Raketen an der Grenze in Stellung.

Unter dem Verweis auf die Spannungen rief Südkorea Journalisten aufgefordert, die Insel Yeonpyeong zu verlassen. Die Lage auf der Insel sei nicht gut, erklärte das Verteidigungsministerium nach dem Beginn eines südkoreanisch-amerikanischen Manövers im Gelben Meer. Zuvor hatten die Streitkräfte Inselbewohner und Journalisten angewiesen, die Schutzräume aufzusuchen. Artilleriegeschütze waren zu hören, schlugen aber nicht auf der Insel ein.

Macht nun Südkorea mit seiner Drohung ernst und wertet das in Stellung bringen der Raketen als neue Provokation, haben wir heute zum Mittagessen zerstörte nordkoreanische Raketenbasen. Mach Nordkorea ernst, haben wir heute abend eine glühende südkoreanische Großstadt über der möglicherweise sogar ein Atompilz hängt.

Wollen wir hoffen, das alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht worden ist.

Andererseits – käme es vielen mächtigen Interessengruppen sehr entgegen. So ein kleiner asiatischer Stellvertreterkrieg, bei dem die neuen Kontrahenten der Weltwirtschaft ihre Muskeln spielen lassen (und China zeigt, das es welche hat) käme doch allen zugute. China könnte Asien neu ordnen und die USA disziplinieren, die USA könnten Asien neu ordnen und China disziplinieren, die Wirtschaften beider Nationen hätten enorme Wachstumschancen, die sich auch auf den deutschen Aufschwung auswirken könnten.

Obama schenkt Europa und der Wirtschaft einen Atompilz zu Weihnachten.

Undenkbar? Genau so wie der Einmarsch der USA in den Irak, den Jemen und Afghanistans auf  Grund  plumper Lügen.

Schon seltsam … heute morgen noch Advent gefeiert und heute Abend könnten wir schon am Abgrund stehen.  Greifen US-Bomber nordkoreanische Waffenfabriken an den Grenzen zu China an und bombadieren zufällig auch chinesisches Territorium (wie sie einst schon mal „zufällig“ die chinesische Botschaft in Belgrad bombadierten), könnte den Chinesen der Kragen platzen wie schon anläßlich der Buchmesse in Frankfurt:

„So konnten Sie vielleicht in früheren Zeiten mit China umspringen. So haben Sie sich in der Vergangenheit aufgeführt. Aber heute lassen wir uns diese Beleidigungen und Schmähungen nicht mehr gefallen. Diese Zeiten sind vorbei!“ (So der eigentlich deutschfreundliche ehemalige Botschafter Chinas und Leiter der chinesischen Delegation zitiert bei Peter Scholl Latour, Die Angst des weißen Mannes,  Seite 16).

Und uns präsentieren die Medien momentan das Eurodesaster als wichtige Krise. Aber vielleicht sind die ja alle so gelassen, weil sie wissen, das ein neuer internationaler Schlagabtausch droht, der das „neue amerikanische Jahrhundert“ weltweit offiziell einläutet – auch für die, die bei dem Irakkrieg nicht so genau hingehört haben.

Kriege … sind ganz schnell ins Leben gerufen. Sie aufzuhalten ist wesentlich komplizierter und Bedarf größeren Einsatzes von Wortgewalt. Vielleicht haben wir in Zeiten von DSDS einfach zu wenig davon.

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