Anti-Stigma-Preis 2010

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UDE: Arbeitslosigkeit belastet die Psyche. Anti-Stigma-Preis 2010 für Tandem-Projekt

Psychisch erkrankte Langzeit-Erwerbslose haben es bei der Arbeitsvermittlung nicht leicht. Deshalb wurde das Tandem-Projekt (Task force on long duration unemployment in elderly people and mental health) entwickelt, das in diesem Jahr mit dem Anti-Stigma-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) ausgezeichnet wird. Das Pilotprojekt wird von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikums Essen, Klinik und Institut der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit dem Jobcenter Essen getragen.
Langzeitarbeitslose haben ein höheres Risiko, seelisch zu erkranken als Menschen in fester Anstellung. Tandem-Projektleiter Dr. med. Bernhard Kis: „Wenn der Tag nicht mehr besonders strukturiert ist, die sozialen Kontakte immer mehr wegbrechen und die Abhängigkeit von einer staatlichen Institution immer größer wird, ist die Psyche besonders belastet.“ Und wer mit seelischen Problemen zu kämpfen hat, wird gesellschaftlich schnell ausgegrenzt bis hin zur Stigmatisierung. Das verschlechtert die Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich. Die Mitarbeiter in den Jobcentern verfügten bislang nicht über die nötige Zeit und Fachkenntnis, um die Betroffenen bei der Bewältigung psychischer Probleme angemessen zu unterstützen. Und weil die Arbeitsvermittlung so nicht gelingen kann, ist die Frustration auf beiden Seiten groß.

Erst Therapie dann Festanstellung

Das Tandem-Konzept setzt hier an. Dr. Kis: „Konkret geht es darum, die Jobcenter-Mitarbeiter so zu schulen und zu beraten, dass sie in der Lage sind, seelische Problemen bei älteren Klienten zu erkennen und angemessen mit ihnen umzugehen. Außerdem werden den Betroffenen niederschwellige Angebote gemacht, sich auf eine psychologische Erkrankung hin untersuchen und beraten zu lassen. 120 ältere Langzeitarbeitslose haben seit Beginn der Maßnahme im September 2009 davon Gebrauch gemacht. 79 v.H. litten an einer depressiven Störung, ein Fünftel hatte Suchtprobleme, 41 v.H. eine Angsterkrankung. 28 v.H. der der Maßnahmeteilnehmer wurden in eine weiterführende Behandlungsform und 46 v.H. in eine ambulante psychotherapeutische Behandlung vermittelt.

Dr. Kis: „Einem 53-jährigen Langzeitarbeitslosen hat das Tandem-Projekt zum Beispiel sehr geholfen. Nach einer gründlichen stationären psychotherapeutischen Therapie konnte der Arbeitsvermittler ein passendes Beschäftigungsprofil erarbeiten. Nur sechs Wochen nach dem Krankenhausaufenthalt unterschrieb der Patient seinen neuen Arbeitsvertrag und heilt seine psychische Erkrankung nun in ambulanter Betreuung aus.“

Der Preis würdigt den Vorbildcharakter des neuartigen Institutionen-übergreifenden Behandlungsansatzes. Dr. Kis: „Wenn die besonderen Bedürfnisse psychisch Beeinträchtigter künftig besser berücksichtigt werden, könnte die Arbeitsvermittlung erheblich effizienter gestaltet werden.“ Weil der Projektverlauf in Essen so erfolgreich war, ist eine Ausdehnung in weitere regionale Beschäftigungspakte geplant.

Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro soll für den Ausbau der Gruppenangebote und zur Durchführung weiterer Seminare für Beratende und Betroffene eingesetzt werden.

Quelle
Ps:Der neue Karpo des 21. Jahrhunderts wird geschaffen , nicht nur dass Arge Mitarbeiter die Hoheitsgewalt über Hartz IV- abhängigen haben und sie mit der Sanktionspeitsche foltern können, jetzt wird er noch geschult von adäquatem Fachpersonal wie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) dass sie in der Lage sind, seelische Probleme bei älteren Klienten zu erkennen und angemessen mit ihnen umzugehen. Außerdem werden den Betroffenen niederschwellige Angebote gemacht, sich auf eine psychologische Erkrankung hin untersuchen und beraten zu lassen.

Wie geisteskrank muss man sein, Menschen in eine psychiatrische Klinik zu schicken damit sie wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können?
Dieses Tandem-Projekt (Task force on long duration unemployment in elderly people and mental health) ist wieder nur ein pervers sadistisches Mittel um Langzeitarbeitslose noch mehr Angst und Schrecken einzujagen. Jeder der auf dieser Hartz IV- Galeere sein Leben fristet, weiß genau das man sich gegen seine Fallmanagerin schlecht wehren kann, einmal in den Fängen dieser Behörde, ist gleichbedeutend mit Entmündigung.

Ein Langzeitarbeitsloser hat sich innerhalb des Zeit-und Ortsnahenbereichs aufzuhalten, er ist verpflichtet Änderungen zum Beispiel Krankheit, Umzug unverzüglich mitzuteilen und bei einer Abwesenheit vorab die Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners einzuholen.

Bei einer nicht genehmigten Ortsabwesenheit entfällt der Anspruch auf Arbeitslosengeld II auch bei nachträglichen Bekanntwerden. Wird ein genehmigter auswärtiger Aufenthalt unerlaubt verlängert, besteht ab dem ersten Tag der unerlaubten Ortsabwesenheit kein Anspruch auf Leistungen.

Wenn dem Hilfebedürftigen ein Verstoß gegen die Eingliederungsbemühungen vorzuweisen ist wird ihm das zustehende Arbeitslosengeld II um einen Betrag in Höhe von 30 % des Eckregelsatzes gestrichen, bei einem weiteren Verstoß um 60 % bis hin auf NULL.

Und hier noch ein ganz wichtiger Satz den man in manchen Eingliederungsvereinbarung findet:

Die Arge unterstützt sie bei der Feststellung, Verbesserung und Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes und bietet Ihnen erneut die Feststellung ihrer Leistungsfähigkeit durch den ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit an.
Das sind nur ein paar Beispiele, wie mit dem sogenannten Kunden (Hartz IV- abhängigen) umgegangen wird und nun kann der neue Karpo über psychiatrische Einweisungen bestimmen.

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