Angela Merkel

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Abgedreht: Merkel, Scholz, Maas, Navalny

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Mit dieser Regierung ist kein Staat zu machen und von ARD-aktuell kein Journalismus zu erwarten

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Das Angstregime der Angela Merkel

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Donnerstag, 8.10.2020. Eifel. 71 Prozent der Deutschen trauen sich laut einer Allensbachstudie nicht mehr ihre Meinung zu sagen – erwähnt Wolfgang Kubicki in einer Talkshow des ZDF.  Die Talkshow selber konnte ich mit nicht lange anschauen, es war ein dümliches Geschwätz der Sonderklasse inklusive primitiv eingewobenem Russlandbashing, dass wohl inzwischen bei jeder Sendung dazugehört: Ein Volk, ein Reich, ein Führer, ein Feind – immer Russland wohlgemerkt.

Was man in Deutschland sagen darf und was nicht, entscheiden unter anderem Zensoren bei Facebook. Dieser Beitrag zum Beispiel … ist wegen Verstoßes gegen die Gemeinschafsstandards gelöscht worden:

„Homosexuelle sind ja Schwuchteln, oder? Und im Prinzip gehören die weggesperrt. Und diese ganzen Menschenrechtsaktivisten: sind doch nur quasiliberale Wichser. Oder? Und Ausländer? Doch nur Nagetiere, deren Heimatstädte man mit Marschflugkörpern vernichten sollte. Ja nu – jetzt mal nicht so aufgeregt auf die Zeilen hier gucken, es ist ja wohl allen bekannt, dass Frauen nicht mehr auf die Straße gehen können, weil die inzwischen voller Kakerlaken aus dem Ausland sind. Was wir brauchen, ist endlich mal eine nationale Rückbesinnung, dass wir unser Land reinigen von all dem Ungeziefer, das es befallen hat.
Hört sich nationalistisch an? Ist es auch, aber eine solche Meinung muss man nun mal vertreten, um in Deutschland persönlich Besuch von der Bundeskanzlerin zu bekommen. Ja, Sie denken doch wohl nicht, dass dieser Schwachsinn auf meinem Mist gewachsen ist? Das sind Ansichten und Worte des Kreml-Kritiker Nawalny, der gerne beim „russischen Marsch“ dabei war, wo man massenhaft Hitlergrüße fotografieren konnte – jedenfalls berichtete das die Hamburger Morgenpost am 26.9.2020. Wer tiefer gräbt findet ein Portrait der Tagesschau vom 12.6.2017, wo man erfahren darf, dass Nawalny auch mehrfach wegen Betrug verurteilt wurde. Ja – um die Nähe der deutschen Bundeskanzlerin genießen zu dürfen, muss man wohl schon ein ganz besonderer Lumpenhund sein. Was ich bei der Hamburger Morgenpost besonders erfrischend fand, ist die Erwähnung der „Sprachregelung“, die seitens der Regierung und der Medien stattgefunden hat, wonach Nawalny flächendeckend als „Kremlkritiker“ zu bezeichnen ist. Wären wir ehrlich, würden wir ihn einen Neofaschisten und Kriminellen nennen – aber die mochten die USA ja schon immer besonders gerne.
Und so ein Gesochse wird uns hier als Freiheitskämpfer verkauft – sorry, als „Kremlkritiker“. Können wir dann unsere Neonazis zu Merkelkritikern ernennen – das hört sich viel freundlicher an als dieses „Nazi“.
Die Heuchelei und Verlogenheit der Bundesregierung und dieses Wertewestens hat mal wieder einen neuen Höhepunkt erreicht … für den mal wieder große Mengen Steuergelder ausgegeben werden, um einen ganz billigen Propagandafeldzug gegen die Gaskonkurrenten der USA zu fahren, deren brachial gewonnenes Frackinggas wir teuer bezahlen sollen, damit Amerika first bleiben kann.
Eigentlich – eine erbärmliche und entwürdigende Geschichte. Oder?“

Er stammt aus meiner Feder und gehört zu den kurzen Kommentaren, die ich eine Zeit lang täglich dort beim Frühstück hinterlassen habe. Sicher: einen verurteilten Betrüger einen Lumpenhund zu nennen, ist sicher hart, aber es war ja nicht nur das: die Vorschläge zur Behandlung von Homophilen und Ausländern ist ja auch nicht von schlechten Eltern, oder? Die Vorstellung, dass so eine menschenfeindliche Ungestalt die besondere Gunst der Bundeskanzlerin der demokratischen Bundesrepublik Deutschland genießt, ist nahezu unerträglich –  und man wird ja wohl noch darauf aufmerksam machen dürfen, dass dort ein Gast hofiert wird und medienwirksam fünf teure Personenschützer erhält (zu sehen in dem Heute-Journal am 7.8.), den wir – wäre er Deutscher – zu Recht einen Nazi nennen würden. Und gegen Nazis sind ja wohl alle in diesem Land, oder? Zumindest … wenn man dem epischen Kampf „gegen Rechts“ glauben darf, der hier medienwirksam seit ein paar Jahren zelebriert wird.

Wer löscht da eigentlich bei Facebook? Mark Zuckerberg selbst? Nun – es wäre sein Recht, sowas zu tun. Immerhin war der Grundgedanke von Facebook nicht, politische Debatten zu ermöglichen, sondern Arbeitskollegen zu vernetzen, damit die sich gegenseitig Bilder von gemeinsamen Grillabenden zuschicken können. Nur durch Zufall ist daraus ein Medium geworden, dass in Deutschland allein 32 Millionen Menschen erreicht … andere Quellen sprechen von 25 Millionen im Jahre 2019, weil zunehmend alternative Angebote FB Marktanteile abjagen.  Damit übertrifft Facebook die Reichweite der Tagesschau um das Doppelte – hat nur viel mehr Inhalt und erlaubt natürlich eine wesentlich größere Meinungsvielfalt als diese. Lange Zeit wurde dies auch weidlich genutzt, bis … nun ja … bis der Politik der Kragen platzte und ein Löschbattalion eingestellt wurde. Jedenfalls nenne ich es so in Anlehnung an die britische Facebook-Brigade, die ebenfalls 2015 von der britischen Army aufgestellt wurde, um die „Herzen und Köpfe der Menschen“ zu erreichen (siehe Spiegel).

Natürlich gab es einen guten Grund, 2015 ein Zensurteam aufzustellen: das Volk wendete sich in größerem Maße gegen die Politik der Kanzlerin – der großflächige Menschenversuch, spontan eine Million junger Männer aus dem Ausland nach Deutschland zu verlagern, war nicht überall mit Begeisterung aufgenommen worden: die Nawalnys der Republik fingen an, richtig Krawall zu machen – und auch besonnenere Charaktere stießen sich an der Tatsache, dass Deutschland auf einmal per Kommando der Kanzlerin über Nacht von einem Asylland zu einem Migrationsland werden sollte – ohne jede breite gesellschaftliche Debatte, die eine solche Entscheidung vorausgehen sollte.

Natürlich rief die Kritik auch jene Gestalten auf den Plan, die schon 1933-1945 gegen jede Art von Ausländern waren – außer: man konnte sie Millionenfach für Gratisarbeit in den Betrieben einsetzen. In der Tat waren damals 12 Millionen Ausländer für die deutsche Wirtschaft tätig – nur gegen billigstes Essen und billigste Unterkunft: ein Traum für jeden Unternehmer, damals wurden schon nebenbei einige Vermögen verdient bzw. massiv ausgeweitet …. eigentlich genau wie heute, wenn man sich mal die Arbeitsbedingungen anschaut, die zum Beispiel bei den Paketdiensten vorherrschen. Nur: dass da eine strukturierte, organisierte Ausländerfeindlichkeit vorherrscht, wird in Deutschland nicht thematisiert, weil … da „Arbeitsplätze geschaffen werden“ oder anders gesagt: durch Ausbeutung große Vermögen angehäuft werden. Die Freunde der Bundeskanzlerin schätzen solche Gelegenheiten sehr – wie auch ihre Großväter diese Möglichkeiten geschätzt haben.

Ein seltsames Bild, dass sich da gerade abzeichnet, oder? Eine Kontinuität in der deutschen Politik seit 1933. Erinnern Sie sich noch an die Anfangs erwähnte Allensbachstudie? Keine Sorge, wir haben sie nicht vergessen, müssen uns aber zuerst nochmal um Facebook kümmern.

Wer löscht da nun wirklich bei Facebook? Die Firma Arvato. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung … und ich möchte sie hier mal selbst zu Worte kommen lassen (siehe Süddeutsche):

„Bereits seit Herbst 2015 lässt Facebook auch in Berlin Beiträge löschen, mit Hilfe der Bertelsmann-Firma Arvato. Doch Details zu den genauen Lösch-Regeln oder zu Qualifikation und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die dort jeden gemeldeten Beitrag überprüfen, hat das Unternehmen selbst auf Druck des Bundesjustizministeriums nicht öffentlich gemacht.“

Ungeheuerlich, oder? Sollte man eigentlich dreimal lesen, damit man wirklich begreift, was da passiert: der Megakonzern Bertelsmann verweigert selbst gegenüber dem Bundesjustizministerium jegliche Angaben zu den Bedingungen, die zur Beitragslöschung führen, verweigert Angaben zur Qualifikation der Mitarbeiter, die diese Regeln ausführen sowie zu den Arbeitsbedingungen, untern denen sie diese Arbeit leisten müssen. Weiter erwähnt die SZ, dass es den Mitarbeitern sogar verboten ist, mit Medienvertretern oder Behörden zu sprechen: Maßgaben, denen wir sonst nur bei Sekten wie Scientology begegnen. Immerhin sind das Maßnahmen, die mindestens 25 Millionen Deutsche betreffen, die sich via Facebook austauschen: keine Kleinigkeit, wie ich meinen möchte.

Was wir aber jetzt dank SZ wissen: 600 schlecht bezahlt Mitarbeiter aus vielen Ländern überprüfen 2000 Beiträge am Tag. Das sind … 14,4 Sekunden pro Beitrag. Das läßt eine differenzierte Auseinandersetzung mit Text gar nicht mehr zu.

Aber wer will das schon. Die Lesekompetenz in Deutschland nimmt immer mehr ab … und das seit langem (siehe Deutschlandfunk 2004 oder Tagesspiegel 2019), Format wie „Twitter“ oder „Whats app“ erziehen zum noch kürzeren Formulieren, was letztendlich in flächendeckender Legasthenie enden wird … und, wie der Tagesspiegel treffend bemerkt, in einer Abnahme der Empathie. Da die Fähigkeit, Meinungen treffend und sicher formulieren zu können die Voraussetzung für die Äußerung von Meinungen ist, sehen wir die Meinungsfreiheit in Deutschland schon auf diesem Wege in Gefahr – und persönliche sehe ich aktuell in der laufenden Corona-Debatte genau das: die Unfähigkeit, differenziert auf ein Thema reagieren zu können, das vielschichtige Aspekte aufweist aber nun dümmlich in primitivsten Fronten aufgestellt wird. Aber dazu ein andermal mehr.

Bertelsmann ist ein Konzern, der auf vielfältige Weise in unser Leben eingreift und vom Kabarattisten Volker Pispers als mächtiger als die Bundeskanzlerin eingestuft wurde. Über die Bertelsmannparty als Motor der Einflussnahme und „Re-Feudalisiuerng“ hatte ich schon geschrieben (siehe Nachrichtenspiegel), es gibt aber noch mehr Fronten, an denen der Konzern tätig ist: so sichert er die Weltmachtpläne der EU und das Überleben des Kapitalismus und ist führend beim Kampf Reich gegen Arm, in dem er den Staat immer weiter zurückdrängt, das Gesundheitssystem zusammenschrumpfen will und die Bildung auf ein Minimum zurecht stutzt – mit einer ganzen Armada von Einflussmöglichkeiten (siehe bertelsmannkritik). Schulen nur noch für die Elite, Abschaffung der kleinen Krankenhäuser, Privatisierung von Gemeinschaftseigentum, Ökonomisierung von Bildung: all das ist voll auf der Linie des Konzerns, der bei Facebook die Meinung von 25 Millionen Deutschen nach unbekannten Richtlinien zensiert.

Nun ist Facebook natürlich nur ein Medium, dass in Deutschland genutzt wird. Ein anderes, im Vergleich dazu winziges Medium ist die Zeit, die uns in einem Beitrag über die oben erwähnte Allensbachstudie darüber aufklärt, dass es ja im Prinzip nur Nazis sind, die ihre Meinung hier nicht offen kund tun können (siehe Zeit), ein Beitrag aus dem Jahre 2015, der selbst sehr deutlich zeigt, wie es um die Freiheit der Meinung bestellt ist: wer der Meinung ist, dass man seine Meinung in diesem Lande nicht mehr frei äußern kann, wird ohne zu zögern mit nationalsozialistischen Mordbrennern gleich gestellt, die – wir erinnern uns – aufgehängt gehören. Wer möchte schon gerne in seiner Nachbarschaft oder am Arbeitsplatze als Adolf Eichmann angesehen werden … nachdem eine irre Presse ihn als solchen dargestellt hat? Niemand. Und wer traut sich dann noch seinen Meinung offen zu sagen?

Dabei wäre es – um beim Flüchtlingsthema zu bleiben – schon interessant zu wissen, wer denn da in Mengen nach Deutschland strömt: Familien, die dem Krieg entkommen wollen – oder Glücksritter wie die Goldgräber im Wilden Westen der USA, die mit außerordentlicher Brutalität gegen die Einheimischen vorgegangen sind. Aber wer hätte sich 2015 noch wirklich getraut, diese damals für die Sioux in den Black Hills wichtige Frage in Deutschland zu stellen?

2020 haben wir das nächste Thema, bei dem man vorsichtig sein muss: wer die Wahrheit über den homophoben Rassissten Nawalny ausspricht, wird bei Facebook gelöscht – eine Wahrheit, die ich direkt aus der Hamburger Morgenpost entnommen habe (siehe: Morgenpost), also noch nicht mal meine eigene Meinung zu dem Thema ist. Noch ein Thema, wo höchste Vorsicht geboten ist? Corona.

Aber darüber reden wir ein andermal.

Was für heute wichtig ist, scheint mir die Erkenntnis zu sein, dass die Angst im Lande umhergeht, dass ein Klima der Angst vorherrscht, von den Leitmedien (bei Lanz vertreten durch eine Spiegel-Redakteurin) als Judenfreund gebranntmarkt zu werden – oh, nein, Entschuldigung, dass war ja früher, heute sind die Bannbezeichnungen andere: als „rechts“, „Verschwörungstheoretiker“, „Covidiot“. Und auch wenn es rechte Meinungen gibt – so sind nicht alle Meinungen, die dem Spiegel nicht passen, nicht automatisch rechts – zumal aus dem Spiegel in den letzten Jahren ein außerordentlich rechtes Medium geworden ist – gemessen an den Maßstäben, die der Spiegel selbst früher mal an sich hatte.

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Ein persönliches Wort noch an die vielen Leser, die mich seit 2009 begleiten. Seit 10 Jahren schreibe ich nun für den Nachrichtenspiegel – seit einiger Zeit jedoch ist es ruhiger hier um mich geworden. Das hatte seine Gründe: seit 2016 arbeite ich – gegen Bargeld – an deutschen Hauptschulen, um dort Problemschülern eine Zukunft möglich machen zu können, die ihnen das System nicht mehr geben würde: ich sehe mich persönlich halt wirklich eher als ein Mann der Tat, habe dort sehr viel bewirkt, was mich sehr glücklich macht. Zudem habe ich zeitglich einen Sohn bei mir, der unter einer sehr unheimlichen Erkrankung litt, die die Wissenschaft nicht lösen konnte: das verbrauchte sehr viel Zeit, die ich nur noch beim Nachrichtenspiegel einsparen konnte. Darüberhinaus … habe ich nun im hohen Alter die Frau meines Lebens gefunden: die für mich ideale Partnerin – auch das kostet Zeit und hat hier zu einer längeren Sendepause geführt. Ich gedenke aber meine Arbeit hier fortzusetzen und meinem Leben – geschuldet den politischen Verwerfungen der Gegenwart – einen neuen Kurs zu geben, zumal mein Sohn wieder gesund ist. Also – sorry für die Sendepause – ok?

 

 

 

 

Vlog #700 – TV-Duell in den USA!// GEZ darf bald bar gezahlt werden?! 🤔

Carolin Matthie

Teil 700 der täglichen Vlogging-Reihe. 😊

Party bei der SPD?!// Merkel warnt?!

Teil 698

Willy Wimmer: Merkel ist scheinbar auf „Abschiedstour“

Der CDU-Politiker und ehemalige Staatssekretär Willy Wimmer hat im RT-Interview erklärt, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bayern scheinbar auf einer „Abschiedstour“ war. Söder schwimme auf einer „Corona-Welle“ – nicht ohne Grund, denn Bayern habe vorbildlich gehandelt. Das Gespräch führte RT-Redakteur Kani Tuyala.

Masken ab! Corona-Prinzessin grüßt Corona-Prinzen

Ein Standpunkt von Anselm Lenz.

Der Wahlkampf ist eröffnet. Unter der Schirmherrschaft des verfassungsbrüchigen Corona-Regimes zog der Merkel-Stab am Dienstag in ein feudales Denkmal in Bayern ein. Das Ziel: Zeichen sollen gesetzt, Weichen gestellt und die Kindchen verschaukelt werden. Doch der designierte Kronprinz ist wackelig — da muss die Regierungspropaganda frühzeitig helfen. Ob es zum Kuss kommt?

Es ist keine Kleinigkeit, die sich das Notstandsregime für den Corona-Sommer 2020 überlegt hat. Während die Bevölkerung des Landes mit einem zur lebensbedrohlichen Infektionsquelle umgelogenen Grippeinfekt in Angst und Schrecken gehalten werden soll, Mittelstand, Freiberufler und Arbeiterschaft am Ende sind, die Verfassung gebrochen und Millionen demokratische Oppositionelle im Land verleumdet und verfolgt werden, da präsentiert die Merkel-Administration ein paar Kronjuwelen in historischer Kulisse; uUnd dem gemeinen Volk den designierten Nachfolger der Corona-Kanzlerin: Corona-Kanzlerkandidat Markus Söder!

Die „Drohung“ mit dem US-Truppenabzug

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Berlin bläst Trübsal über Präsident Trumps miesen Stil / Milliarden Euro für Deutschlands Hochrüstung

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Demokratie, Freiheit, Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen … Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an.“ (1) So belehrend und herablassend gratulierte Bundeskanzlerin Merkel dem US-Präsidenten vor vier Jahren zu seiner Wahl. Seither zeigt der, worauf er selbst Wert legt: Dass die Kanzlerin und ihre Bundesregierung kuschen – und zahlen. Sein neuestes Ding: Weil das Bundeskabinett nicht daran denkt, mit absurden 2 Prozent des Brutto-Inlandsprodukts die NATO-Kriegskasse aufzufüllen, sollen 9 500 der insgesamt 35 000 US-Besatzungssoldaten aus Deutschland abziehen. (2) Westlich-werteorientiert, wie das Kabinett Merkel und die ARD-Tagesschau nun mal sind, blasen sie Trübsal und beklagen den miesen Umgangston des Bündnischefs, „weil ein Tief in der NATO vor allem Russland nützt.“ (3)

Die gewöhnliche deutsche Gefügigkeit gegenüber Forderungen aus Washington – man denke an die rückgratlose und törichte Mitmache bei den Sanktionen gegen Russland – nützt zwar dem Amerikageschäft der deutschen Exportwirtschaft. Sie verursacht anderweitig aber Verluste und kostet den deutschen Steuerzahler viele Milliarden Euro. Außerdem steigt unser sogenannter Verteidigungshaushalt seit Trumps Amtsantritt kontinuierlich. Im vorigen Jahr erreichte er 41 Milliarden Euro, heuer 45,2 Milliarden, das sind 1,4 Prozent des Brutto-Inlandprodukts, BIP. (4, 5) Deutschland gehört damit zu den 15 Staaten mit den weltweit höchsten Militärausgaben. Sollten gar 2,0 Prozent des BIP erbracht werden, so ergäben sich Mehrausgaben von mindestens 22 Milliarden Euro. (6)

Die Tagesschau machte aber in ihren Berichten über Trumps Truppenabzugspläne keineswegs kenntlich, dass seine 2-Prozent-Forderung lediglich auf vagen Absprachen und nicht auf vertraglichen Verpflichtungen beruht. (7, 8) Mit Schweigen überging die Redaktion ARD-aktuell zudem den zeitgeschichtlichen Hintergrund dieser aggressiven NATO-Formel: das völkerrechtswidrige und mörderische Treiben des US-Präsidenten Obama, sein Lostreten und Finanzieren des Staatsstreichs in der Ukraine anno 2014 (9), die nachfolgende Anarchie, die Volksabstimmung auf der Krim, deren Beitritt zur Russischen Föderation und der sich darauf gründenden US-Drohpolitik gegenüber Moskau

Olle Kamellen lutschen

Nichts von all dem in den Hauptsendungen der Tagesschau. Nachlesbar ist ein Teil dieser Angaben nur in einem zwar ordentlichen, aber gut versteckten Tagesschau.de-Beitrag in der Rubrik „Inland“. (10) Geschrieben im vorigen Jahr, als die NATO-Krieger wieder einmal an der ollen 2-Prozent-Kamelle lutschten. (11) Die stammte allerdings schon aus Zeiten, als der SPD-Politiker Peter Struck noch Verteidigungsminister in der rot-grünen Regierung Gerhard Schröders war und die „Sicherheit Deutschlands auch am Hindukusch verteidigen“ wollte. (12) Obwohl seither fast zwei Jahrzehnte vergangen sind und „der Russe“ immer noch nicht bei uns einmarschiert ist, obwohl der Umfang des deutschen Militärhaushalts nach wie vor keine 1,5 Prozent des BIP erreicht, fand die neue Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer, wenigstens dieses Zwischenziel müsse nun endlich angegangen werden. Tagesschau.de meldete das mit folgenden Sätzen:

SPD-Kritik, man dürfe sich von Trump jetzt nichts vorschreiben lassen, kontert Kramp-Karrenbauer so: ‚Es geht, um es deutlich zu sagen, nicht um Wünsche von außen. Es geht nicht um Aufrüstung. Es geht um Ausrüstung und Personal, es geht um unsere Bundeswehr.‘“ (13)

Die verschleiernde Schönrederei half der Kramp-Karrenbauer allerdings nichts, wie das Magazin Der Spiegel zu berichten wusste. (14) Der aktuelle „Wehr“-Etat hat denn auch den Rahmen von 1,4 Prozent des BIP zunächst nicht überschritten. (Das könnte zum Ende des Pandemiejahres 2020 ganz anders aussehen, weil das BIP um hunderte Milliarden Euro geringer ausfallen dürfte, der Militärhaushalt jedoch beim vollen Umfang bleibt). Die Tagesschau aber kriegte auch nach der Trump-„Drohung“ mit nunmehr fälligem Truppenabzug nicht die Kurve zu sachlicher Berichterstattung und angemessener Einordnung. Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni, selbst Mitglied der „Atlantik-Brücke“ (15), bewies das im Schaltgespräch mit dem Washington-Korrespondenten Jan Philipp Burgard, gleichfalls „Atlantik-Brücke“-Jünger (ebd.):

Burgard: „… aber Trumps Drohung, Truppen aus Deutschland abzuziehen, die gibt es ja schon länger … und die Gründe dafür: Präsident Trump ist extrem unzufrieden darüber, dass Deutschland seiner Verpflichtung gegenüber der NATO bei weitem nicht nachgekommen ist, 2 Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben…” (16)

Gleiche Brüder, gleiche Kappen. Zamperoni ließ das so stehen. Preisfrage: Wieviel journalistische Selbstverleugnung – wenn man schon nicht nach Charakterlosigkeit fragen will – gehört dazu, den Abzug fremder Truppen aus unserem Land als „Drohung“ auszugeben? In dieser Wortwahl steckt die gesamte Würdelosigkeit, mit der sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit der transatlantischen Politik und Gefolgschaftstreue der Bundesregierung gemein macht – trotz aller vordergründigen ARD-Kritik an Präsident Trump.

Dummschwätzerei statt Journalismus

Jahr für Jahr bezahlt Deutschland Millionen-Tribut für den Aufenthalt der „Freunde“ bei uns. (17) Die und ihre Familien genießen hier Sonderrechte, zahlen überhaupt keine Steuern, wenn sie nicht ausnahmsweise in deutschen Geschäften einkaufen statt in ihren garnisonsnahen „PX“-Läden, müssen nicht ihre Zivilfahrzeuge bei deutschen Ämtern anmelden und vom TÜV prüfen lassen, sind sogar nach Straftaten vor deutscher Strafverfolgung weitestgehend geschützt.

Doch das sind Peanuts. Längst steht fest, dass die USA mithilfe ihrer Satellitentechnik in der „Air-Base Ramstein“ Massenmorde per Drohnen in Afrika und Vorderasien begehen und die Bundesregierung, weil sie das duldet, sich des Völkerrechtsbruchs und der Verbrechen gegen die Menschheit schuldig macht. (18) Ebenso unbestreitbar wünscht eine überwältigende Mehrheit der Bundesbürger keine US-Atomwaffen auf deutschem Boden. (19) Doch die Tagesschau- Qualitätsjournalisten juckt das alles nicht. Sie schwadronieren ungeniert von einer Abzugs-“Drohung“ und von „NATO-Zahlungsverpflichtung“, um den selbstmörderischen Aberwitz der deutschen „Verteidigungspolitik“ als unumgänglich erscheinen und keine fundamentalen Proteste dagegen aufkommen zu lassen.

Als weiteres benebelndes Sedativ dient der Verweis auf das Wirtschaftsinteresse am Verbleib der US-Garnisonen in Deutschland und auf die davon abhängigen Arbeitsplätze für Bundesbürger. Auch beim Verabreichen dieser Dröhnung geniert sich die ARD-aktuell kein bisschen und ließ die Tagesthemen am 16. Juni titeln:

Was der Abzug von US-Soldaten für deutsche Gemeinden bedeutet” (20)

Klar doch, „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ (21); Bertolt Brecht warf diesen Satz zwar einer wohlsituierten Bourgeoisie entgegen, die sich moralisierend über Militärausgaben empört. Doch geht es hier nicht um bürgerliche Moralvorstellungen, sondern um journalistisches Berufsethos, wenn die ARD-aktuell Kriegsverbrecher-Zentralen wie Ramstein als “Drehkreuz nach Afrika und den Nahen Osten” verschleiert. Wie das eben Schreiberlinge so machen, die sich zwar in abfälligem Ton über US-Präsident Trumps abstruse, bildungsfreie und verlogene Sprüche ergehen, nicht aber seine ungezählten Verbrechen in Syrien, Irak, in Afrika und in Südamerika aufgreifen und die außenpolitische Unterstützung Deutschlands bei diesen massenmörderischen Schweinereien.

Zerrüttetes Verhältnis

Dass die deutsche Polit-Elite wie ein Haufen Deppen dasteht – sie war von Trump über dessen Abzugsankündigung weder vorinformiert noch gar um ihre Meinung gebeten worden – kam zwar in den Beiträgen der Tagesschau indirekt zum Ausdruck. Wie aber eine angemessene deutsche Reaktion auf den US-Affront aussehen könnte, sondierte die Redaktion weder bei der Kanzlerin noch beim Außenminister. (22) Dabei hätten sich die Tagesschau-Redakteure zwecks Erfüllung ihres Informationsauftrags nicht mal selbst hervorwagen müssen. Es fehlte ja nicht an kritischen Stellungnahmen von ausgewiesenen Experten.

Michael Staack, Professor an der Bundeswehr-Universität Hamburg und Dozent der Generalsakademie in Hamburg-Blankenese, plädiere für die Überprüfung der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA, berichtet das Internet-Magazin German Foreign Policy. (23) Mit Blick auf die zunehmenden Streitigkeiten zwischen Washington und Berlin komme er zu dem Schluss, „deutsche und amerikanische Interessen“ gingen heute „in allen wichtigen Fragen auseinander“. Hätten bestehende Interessengegensätze bis vor wenigen Jahren „in einem breiteren Spektrum von Gemeinsamkeiten unter Kontrolle gehalten werden“ können, so sei dies jetzt immer weniger der Fall.

Staack präzisiert: Die Regierung Trump sei im Gegensatz zu sämtlichen früheren US-Regierungen „bereit, Mittel gegen die Bundesrepublik einzusetzen, die man normalerweise gegen Gegner und nicht gegen Verbündete einsetzt.“ Bislang betreibe die Bundesregierung gegenüber Washington aber nur „partielle Opposition und, im Wesentlichen, Beschwichtigungspolitik.“ Doch die Interessengegensätze seien inzwischen so groß, dass es kaum möglich sei, diese Politik noch weiterzuführen. Derzeit gebe es jedoch

eine große Zögerlichkeit, eine klare Position gegenüber den USA zu formulieren: Man hat immer Angst vor Vergeltung.“ (ebd.)

Nein, von Staacks Einschätzung kam nichts rüber in der Tagesschau. Die bot uns stattdessen das platte Gewäsch des NATO-Generalsekretärs Stoltenberg und des transatlantisch verkrümmten Russlandhassers Norbert Röttgen, CDU, um nur einige Lieblings-Gesprächspartner für Tagesschau-Konformismus und Langeweile zu nennen.

Trumps große Klappe

Wenig Trost bietet der Gedanke, dass Trump von seinen widersprüchlichen Angebereien und „Drohungen“ bisher kaum etwas wahr gemacht hat. Weder hat er das US-Truppenkontingent in Südkorea verkleinert (24), noch seine Besatzungstruppen aus Syrien abgezogen oder die Zahl seiner heimtückischen Drohnenmorde reduziert. Er tobt sich nicht nur mit großmäuligen Sprüchen aus, sondern auch mit dem Abwürgen von friedenssichernden internationalen Verträgen.

Heiko Maas, der sich wundersamerweise noch immer als respektabler Außenminister vorkommt, und Annegret Kramp-Karrenbauer, chancenlos aber US-hörig, bestätigen und bestärken den selbstherrlichen Widerling in seiner Verachtung für die Bundesregierung. Maas, indem er zuletzt mit dem angeberischen Versuch gegen die Wand fuhr, ohne Placet der USA die Kriegsparteien in Libyen zu einem Waffenstillstand und zur Verhandlungsaufnahme zu bewegen. Kramp-Karrenbauer mit ihrer rückgrat- und bedenkenlosen Absicht, 30 US-Kampfjets vom Typ F-18 Hornet der Firma McDonnell-Douglas zu kaufen, auf dass die Bundesluftwaffe auch dann noch fähig sei, die in Deutschland lagernden US-Atombomben in Richtung Russland zu fliegen, wenn das letzte dafür geeignete „Tornado“-Flugzeug verschrottet ist.

Kramp Karrenbauer tut eben alles, um Deutschland zum atomaren Schlachtfeld des zukünftigen Weltkriegs der USA zu machen. Die Pfadfinderin kapiert einfach nicht: Wo Atombomben lagern, fallen auch Atombomben, und zwar die ersten. Die Tagesschau berichtete zwar über die deutschen Kaufabsichten (25), bewies aber mit ihrer Akzentuierung, dass sie das genauso wenig kapiert:

Grundgesetz-Verstoß beim Kampfjet-Kauf?“

Sorgfältig verschwieg die ARD-aktuell in ihren Fernseh-Ausgaben zudem den neuesten Klops: Kramp-Karrenbauer hat den Auftrag für das Mehrzweck-Kampfschiff MKS 180 freigeben lassen, eine mit Raketen bestückte Fregatte. (26) Ein paar Meldungen darüber erschienen lediglich in der Internet-Nische Tagesschau.de. (27) Vier Exemplare dieser bislang teuersten Angriffswaffe der Bundeswehr sollen zunächst gebaut werden, für 5.5 Milliarden Euro. Für Bewaffnung und Trainingssysteme gebe es weitere Verträge, berichtete das Neue Deutschland:

„… so dass man bei (aktuellen) Kosten von knapp sechs Milliarden Euro landet. Gesichert hat man sich die Option auf zwei weitere Schiffe dieses Typs.“ (28)

Die Zwillinge MKS 180 und FREMM

Das MKS 180 existiert zwar erst auf dem Papier, gleicht aber wie ein Ei dem anderen der italienischen Fregatte FREMM, die als hochmodernes Non-plus-ultra dieser Sorte Kriegsschiff gilt. (29) Das erst noch zu entwickelnde MKS soll pro Stück 1,3 Milliarden Euro kosten, der Zuschlag dafür ging an einen deutsch-niederländischen Werftenverbund. (30) Jeder halbwegs Kundige ahnt jedoch, dass der Ausschreibungsgewinner nicht bei seinem Preisangebot bleibt, sondern dass am Ende bis zu 1,8 Milliarden Euro pro Schiff fällig werden können. Wie solche Preisexplosionen entstehen und begründet werden, hat sich beim Pannenflieger Airbus A400M gezeigt, dem neuen Bundeswehr-Transportflugzeug. (31)

Was ist der Treppenwitz an der Geschichte? Kurzformel: Deutschland lässt für x-Milliarden Euro ein Schiff erst mal planen und dann in den nächsten Jahren bauen, das schon heute in absolut gleicher Qualität auf dem Markt ist, sich bereits bewährt hat, das auch die Amis für spitze halten, haben wollen und sogar selbst bauen – in den USA und zum halben Preis eines MKS-180! (32) Darauf allerdings verweist die Tagesschau mit keinem Wort.

Nun denn, Kramp-Karrenbauer, begnadet einfallsreich, wie sie nun mal ist, wollte ja auch schon mal einen Flugzeugträger für die Bundesmarine anschaffen. (33). Und sogar Änschii war dafür!

Warum die irrsinnige Geldverschwendung für das MKS 180? Falls jemand vom Stammpersonal des ARD-Hauptstadt-Studios jemals auf diese naheliegende Frage kommen sollte, würde er wohl die Antwort übermitteln: wegen der Arbeitsplätze in der deutschen Werftindustrie. Die AKK lässt uns halt nicht verkommen.

 

Update:

Der Züricher Tagesanzeiger berichtet an diesem Wochenende (27. Juni), dass die Produktion des Kampfjets F/A-18 Super Hornet demnächst eingestellt werden soll. (34) Vor lauter Begeisterung über die „nukleare Teilhabe“ Deutschlands hat die Kramp-Karrenbauer anscheinend nicht mal geschnallt, dass die Amis ihr ein Auslaufmodell andrehen wollen. Von der Tagesschau kann man also erst recht keinen solchen Durchblick erwarten.

 

Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/merkel-benennt-westliche-werte-als-basis-fuer-zusammenarbeit-mit-trump
(2) https://www.tagesschau.de/ausland/us-truppenabzug-105.html
(3) https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-37445.html
(4) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/150664/umfrage/anteil-der-militaerausgaben-am-bip-ausgewaehlter-laender/
(5) https://www.bmvg.de/de/themen/verteidigungshaushalt/verteidigungshaushalt-2020
(6) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183064/umfrage/militaerausgaben-von-deutschland/
(7) https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2014A54_mlg.pdf
(8)  https://www.baks.bund.de/de/arbeitspapiere/2019/mythen-der-zwei-prozent-debatte-zur-diskussion-um-die-nato-verteidigungsausgaben
(9) https://www.bbc.com/news/world-europe-26079957
(10)  https://www.tagesschau.de/inland/verteidigungsausgaben-103.html
(11) https://www.heise.de/tp/features/Muss-Deutschland-den-Ruestungshaushalt-auf-2-des-Bruttoinlandsprodukts-erhoehen-3935186.html
(12) https://www.heise.de/tp/features/Die-Sicherheit-Deutschlands-wird-auch-am-Hindukusch-verteidigt-3427679.html
(13) https://www.tagesschau.de/inland/verteidigungsausgaben-105.html
(14) https://www.spiegel.de/politik/deutschland/olaf-scholz-finanzminister-tilgt-nato-versprechen-aus-regierungsprogramm-a-1295367.html
(15) https://www.seniorenportal.de/community/forum/innenpolitik/atlantikbruecke?tid=340940
(16) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-711699.html
(17) https://www.tagesschau.de/inland/usa-truppen-deutschland-kosten-103.html
(18) https://www.sueddeutsche.de/politik/us-drohnenkrieg-ramstein-urteil-ovg-muenster-1.4373794
(19) https://www.faz.net/aktuell/politik/mehrheit-gegen-amerikanische-atomwaffen-in-deutschland-16151743.html
(20) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-716601.html
(21) https://www.inhaltsangabe.de/brecht/dreigroschenoper/
(22) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-716543.html
(23) https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8308/
(24) https://www.handelsblatt.com/politik/international/truppenstationierung-usa-und-suedkorea-brechen-gespraeche-ueber-verteidigungskosten-ab/25243464.html?ticket=ST-2987815-BehbfVwLhqnNQIJjXsCo-ap6
(25) https://www.tagesschau.de/inland/bundeswehr-eurofighter-f18-103.html
(26) https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8315/
(27) https://www.tagesschau.de/suche2.html?query=MKS+180&sort_by=date
(28) https://www.neues-deutschland.de/artikel/1138199.bundeswehr-milliarden-fuers-militaer.html
(29) https://navaltoday.com/2020/01/28/fincantieri-launches-tenth-italian-fremm-frigate/
(30) https://www.dbwv.de/aktuelle-themen/blickpunkt/beitrag/news/werften-einigung-mehrzweckkampfschiff-180-wieder-auf-kurs/
(31) https://www.dw.com/de/pannenflieger-a400m-hat-neue-mängel/a-51223399
(32) https://www.navaltoday.com/2020/05/04/fincantieri-wins-us-navys-ffgx-frigate-contract/
(33) https://www.tagesschau.de/suche2.html?query=MKS+180&sort_by=date
(34) https://www.tagesanzeiger.ch/deutsche-geben-konkurrenz-aus-den-usa-auftrieb-273490216209

Weitere Literatur zum MKS 180:

https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/erklaerstueck-mks-180

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verteidigungsindustrie-das-kampfstaerkste-schiff-in-der-geschichte-der-bundeswehr-wird-immer-teurer/23072948.html

https://www.kn-online.de/Kiel/MKS-180-wird-nicht-in-Kiel-gebaut-Massive-Kritik-an-Marine-Entscheidung

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/luerssen-und-german-naval-yards-holding-legen-militaergeschaeft-zusammen-a-1306965.html

https://www.welt.de/wirtschaft/article207985697/Luerssen-und-German-Naval-Yards-Deutschland-bekommt-Marineschiff-Giganten.html

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Gespraeche-ueber-neuen-Werftkonzern,werften400.html

https://www.nrz.de/wirtschaft/kampfschiff-thyssenkrupp-im-streit-mit-der-bundeswehr-id228196181.html

Weitere Literatur zum MKS 180:

https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/erklaerstueck-mks-180

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verteidigungsindustrie-das-kampfstaerkste-schiff-in-der-geschichte-der-bundeswehr-wird-immer-teurer/23072948.html

https://www.kn-online.de/Kiel/MKS-180-wird-nicht-in-Kiel-gebaut-Massive-Kritik-an-Marine-Entscheidung

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/luerssen-und-german-naval-yards-holding-legen-militaergeschaeft-zusammen-a-1306965.html

https://www.welt.de/wirtschaft/article207985697/Luerssen-und-German-Naval-Yards-Deutschland-bekommt-Marineschiff-Giganten.html

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Gespraeche-ueber-neuen-Werftkonzern,werften400.html

https://www.nrz.de/wirtschaft/kampfschiff-thyssenkrupp-im-streit-mit-der-bundeswehr-id228196181.html

Das Autoren-Team: 

Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, Jurist. 1975 bis 2008 Mitarbeiter des NDR, zeitweise Vorsitzender des NDR-Gesamtpersonalrats und des ver.di-Betriebsverbandes sowie Referent einer Funkhausdirektorin.

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, Redakteur. 1975 bis 1996 Mitarbeiter des NDR, zunächst in der Tagesschau, von 1992 an in der Kulturredaktion für N3. Danach Lehrauftrag an der Fu-Jen-Universität in Taipeh.

Anmerkung der Autoren:

Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung, nichtkommerzielle Zwecke der Veröffentlichung vorausgesetzt. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden vom Verein „Ständige Publikumskonferenz öffentlich-rechtlicher Medien e.V.“ dokumentiert: https://publikumskonferenz.de/blog

Foto;

Werner Menne

Prof. Kreiß über „zertifizierte Fehlprognostiker“ und „kriminelle Vereinigungen“

Video von Youtube gelöscht

Die Rede zum Nachlesen: kenfm.de

derzeit noch verfügbarer Re-Upload vom 16.06.2020:

 

Ken Jebsen mutiert zu Merkels Mainstream-Marionette und wirbt offensiv für ihre Politik!

Die Politik der Angela Merkel kann man im Grunde nur noch mit dem Wirken eines Jesus*_Innen von Nazareth vergleichen. Beide hatten zu Lebzeiten sowohl eine stabile Fan-Base, aber auch jede Menge Hater.

Was beide unterscheidet, ist der Zeitpunkt der gesellschaftlichen Anerkennung. Während Jesus erst posthum in die Hall of Fame der begnadetsten politischen Denker eingegangen ist, kann Angela Merkel schon zu Lebzeiten das Abschöpfen, was man Ruhm und Ehre nennt. Zu Recht. Ohne Merkel stünde unser Land heute nicht da, wo es steht. Am Abgrund. Aus der Sicht eines Paragliders ist das eine perfekte Position. Menschen ohne Rettungsschirm müssen improvisieren. Wir schaffen das, aber nur, wenn WIR jetzt alle exakt das tun, was sich Mutti für uns überlegt hat, sich hat überlegen lassen. Zuversicht ist vor allem dann der beste Ratgeber, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.

Ken Jebsen hat sich durch den Dauerkonsum von GEZ-Premium-Presse zu einer Person entwickelt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Politik der Angela Merkel noch besser verständlich zu machen. Er bezeichnet sich als Merkels Mainstream-Marionette und plädiert dafür, die Frau zur Kaiserin auf Lebenszeit zu ernennen.

Conspiracy

Vorsicht, enthält Spuren von Verschwörungstheorien

Benjamin Fulford: Wochenbericht vom 10.02.2020

Die Demokraten gegen Bernie Sanders

Der N8waechter – Gemengelage vom 10.Feb.2020

Jetzt neu: Eva Hermans Nachrichten fast live erleben

Oscars: Politische Redenschreiber verfassen die Dankesreden

DONALD TRUMP, XI JINPING, WLADIMIR PUTIN – GESPRÄCH MIT SANANDA

Eva Herman K.O. – stürzt jetzt Merkel?

Wochentalk Nr. 34

Pentagon Hides A $35 Trillion ‚Accounting Black Hole‘ Announcement Behind The Impeachment Theater (Ausländisch)

Wie sich #CSYOU weiter blamiert…

Die Merkel Schadensbilanz

Showdown um Erdgasvorkommen im Mittelmeer – War da was!?

Verfahren wegen Korruption gegen Obama eröffnet

Die Russophobie – ein sehr profitables Geschäft

Betrug bei US-Vorwahlen: Soros und Clinton involviert

Beim MDR: Friedensaktivist = Verschwörungstheoretiker | Aussage gegen Assange gefälscht

Juhuu, auf geht’s in den Krieg – Gib den Joystick her, Panzer-Uschi!

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Endlich – Call of Duty: Black Ops 4.0 ist da

Während für manche soeben ihr Alptraum wahr geworden ist (siehe z.B. Rubikon), so kann sich die Gamer-Community jenseits des Atlantik vor Jubeln kaum halten. Nach Jahren der Entwicklungsarbeit, in denen eine Hundertschaft an Programmierern und Militärexperten am Script gefeilt hat, ist er nun da, der ultimative Egoshooter mit einer zu allem entschlossenen Amazone in der Hauptrolle. Entwickelt unter dem Arbeitstitel „Armageddon“, wurde der jüngste Teil der Call of Duty / Black Ops-Serie aus gegebenem Anlass auf „Uschis Endsieg“ umbenannt und wird unter diesem Label vermutlich wieder Rekorde brechen und neue Maßstäbe in Sachen Grafik und Sound setzen.

Die verdeckte Umsturzoperation („Black Op“), um die Panzergrenadierin der Denkpanzergeneräle an die Spitze der Machtpyramide zu hieven, hätte diesmal glatter nicht laufen können (wir berichteten – siehe Into Darkness: Der Apokalypse-Engel breitet seine Schwingen aus). Doch die Panzergrenadierin steht erst am Beginn ihrer Mission. Geostrategischer Schauplatz des aus der US Softwareschmiede Activision stammenden Spiels ist das EU-Territorium und es geht diesmal um nichts weniger als: ums Ganze.

Drei Damen vom Grill

Europa kann also nun „weiblicher werden“, wie die Zeit meint. Viele sind ja derzeit geteilter Meinung darüber, was es für das Schicksal Europas bedeutet, dass die politisch-ökonomisch-militärischen Schalthebel unserer immerhin 350 Millionen Männer, Frauen, Kinder und Diverse zählenden Gemeinschaft nun in die Hände einer offenkundig suizidalen Karrierefrau gelegt werden. Doch Moment, machen wir mal halblang. Sich ohne Maulkorb politisch zu äußern ist ja heute nicht mehr „politisch korrekt“ und kann einem umgehend den Kopf bzw. die Reputation kosten, noch dazu wenn man an die aktuellen Geschehnisse den Maßstab des Hausverstands anlegt und nicht den DIN-ISO zertifizierten Maßstab unserer deutschen Qualitätsmedien (Relotius-Narrenspiegel, Südtäusche Scheisdung, Blöd-Zeitung, Springers Liliput-Welt & Co.). Ich enthalte mich daher einer politischen Stellungnahme und will mich nur aus der Sicht eines Feuilletonisten äußern. – Eines naiven Feuilletonisten, der seinerzeit noch „Die Wicherts von nebenan“ und „Drei Damen vom Grill“ geguckt hat, und der aufgrund der elementaren Lektionen in Sachen Hausverstand, die er in dieser eigentlich banalen, aber herzhaften Hausmanns*frauen*kost, die ihm dank des Erziehungsauftrages des öffentlich-krächzlichen Rundfunks serviert wurde, es einfach nicht fertig bringt, diesen Hausverstand nun über Bord zu werfen.

Ach herrje … „Drei Damen vom Grill“ (siehe fernsehserien.de), das kennt ja heute womöglich gar keiner mehr.  Nun ja, das war eine in den Jahrzehnten vor der Milleniumswende vom ARD ausgestrahlte Werktagsnachmittag-Endlos-Serie, in der drei gestandene Frauen – Oma Margarete, Mutter Magda und Tochter Margot – an einer Berliner Imbissbude Würstchen gewendet und dazu irgendetwas gememmelt haben. Also im Prinzip der gleiche Film, der auch heute noch in Berlin abläuft, nur eben mit anderer Schauspiel-Besetzung (ich glaube, Namensnennungen sind an dieser Stelle überflüssig). Dabei hatten die drei Damen vom Grill aus dem ARD-Klassiker den drei Damen vom transatlantischen Grill, die heute die Imbissbude übernommen haben, noch etwas Entscheidendes voraus: Sie verfügten über gesunden Hausverstand und auch über Humor. Beides sucht man bei den Damen vom transatlantischen Grill heute leider vergeblich.

Oma Margarete, Mutter Magda und Tochter Margot – ich meine natürlich: Oma Angela, die gleich siebenfache Mutter Ursula und das im Vogelkäfig der Oma persönlich herangezüchtete Kellerkind Annegret Ich-krieg-n’en-Merkelkrampf-Karrenbauer sind überzeugt davon, vollkommen ohne besagten Hausverstand auskommen zu können. Wer braucht diesen in Zeiten künstlicher Intelligenz auch schon (Axel „Artikel 13“ Voss lässt grüßen)?

Strahlende Zukunft

Leider mit fatalen Kollateralschäden. Hier ein paar hard facts der soften Frauenpower:
Die gerade erst aus dem Vogelkäfig entlassene und in die transatlantische Freiheit entflogene neue Verteidigungsministerin AKK fordert als erste Amtshandlung eine deutliche Steigerung der deutschen Rüstungsausgaben. Bis 2024 sollen diese um nicht weniger als 30% höher liegen als heute. Der deutsche Militäretat wird also schon bald 85 Milliarden Euro pro Jahr ausmachen (nur zum Vergleich: Russland, das immerhin größte Land der Welt, hat seinen Militäretat auf 61 Milliarden gesenkt). Das Land, indem sich 30.000 Tafeln vor abgelaufenem Essen biegen, die Schulen verschimmeln und 25% aller Kinder offiziell in Armut leben, wird also innerhalb der NATO gleich nach den USA auf Platz 2 der höchsten Rüstungsausgaben aufrücken. Für Grilloma Angela ist das genauso alternativlos (siehe handelsblatt).

Auch den Einsatz deutscher Soldaten in Syrien findet die neue Bundeswehrchefin eine gute Idee. Ebenso die Generalmobilmachung der deutschen Jugend. Die westliche Wertegemeinschaft braucht schließlich willige Kämpfer, die in Mali und am Hindukusch die marktkonforme Demokratie verteidigen. Jedermann/frau, der/die in dieser Art von Demokratie gut und gerne leben möchte, sollte auch bereit sein, gut und gerne für sie zu sterben. Vielleicht ist es aber auch ein Mittelding zwischen Leben und Sterben, das man als Soldat*In bei solchen Nato-Abenteuern erfährt. So wurde z.B. festgestellt, dass alleine von den hunderttausend deutschen Soldaten, die bisher in Afghanistan stationiert waren, fast ein Drittel der Heimkehrer durch Nato-Uranmunition kontaminiert ist. Dazu der Dokumentarfilmer Frieder Wagner: „Wenn die dann heiraten und Kinder zeugen, ist die Gefahr hoch, dass sie missgebildete Kinder zur Welt bringen. Diese Kinder haben dann in ihrer DNA genau dieselben giftigen Stoffe wie der Elternteil. Das wird auf Generationen weitergegeben“ (Quelle: Sputnik). Da soll noch jemand behaupten, die Bundeswehr böte unserer Jugend keine strahlende Zukunft.

Die im zivilen Haushaltsbudget schmerzlich fehlenden Milliarden werden nicht nur in Panzer, Kampfjets, Bomben, Granaten und Gewehre fließen, sondern auch, so der Wille der neuen Bundeswehrchefin, in den Bau eines Flugzeugträgers, den sie ebenso wie Grill-Oma Angela und die Powermutter Ursula eine gute Idee findet. Schlappe 4,5 Milliarden Euro würde der imperiale Schipper kosten. Da müssten die drei Damen vom Grill an ihrem Berliner Imbissstand schon eine ganze Menge an Würstchen braten, um diese Summe als Nettogewinn zu erwirtschaften. Aber zum Glück können wird die Rechnung samt Spesen, Provisionen und Beraterhonoraren ja umstandslos vom Steuerzahler beglichen.

Nackter Wahnsinn

Prof. Dr. Knut Hickethier, Leiter des Instituts für Germanistik der Universität Hamburg, hat die drei Damen vom Grill aus den 80ern mit einer eingehenden Würdigung in der Welt der Wissenschaft verewigt (seine zeithistorischen Forschungsergebnisse zu den drei Damen sind erschienen unter dem Titel „Die gemütliche Durchhalte-Gemeinschaft“, veröffentlicht in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 11 -2014, H. 2, Druckausgabe: S. 337ff.). An Professoren und wissenschaftlichen Experten, die auch über unsere heute am Berliner Grill stehenden Damen einen würdigen Nachruf verfassen, wird es wohl ebenfalls nicht mangeln. Könnte man meinen. Wäre da nicht diese verdammte Doomsday Clock, die laut „Bulletin of the Atomic Scientists“ gerade zwei Minuten vor Mitternacht, also kurz vor endgültigem Sendeschluss steht (Quelle: Spiegel). Sendeschluss? Können sich in einer Zeit, in der in unseren Straßen überall Milch und Honig bzw. Vodka und Red Bull fließt, die wenigsten vorstellen, ich weiß. Aber wenn es sogar in unseren ehrenwerten Qualitätszeitungen steht, dann sollte man es eventuell ernstnehmen – deren Schreibstuben, in denen bekanntlich keine Verschwörungstheoretiker sitzen, sondern Edeljournalisten, die die Wahrheit verkünden, lassen verlauten, dass ein Krieg gegen Russland unvermeidlich sei. Auch nukleare Erstschläge werden ernsthaft in Erwägung gezogen, um „Putin zu stoppen“ – „Jetzt“, bevor es zu spät ist.

Die Atomic Scientists, die ihre Arbeit an sich sehr gewissenhaft verrichten, müssten nach der nunmehrigen Wahl von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin, den Zeiger der Apokalypse-Uhr eigentlich um eine weitere Minute nach vorne stellen. Hat Von der Leyen doch bereits ganz unverhohlen ausgesprochen, was sie, die sie nun an den obersten Schalthebeln sitzt, machen will: „Putin weh tun“ ist offensichtlich einer der obersten Punkte auf ihrer – demokratisch nicht legitimierten, also privaten – Agenda, den „wir“ verfolgen „müssen“ (Quelle: Interview in BILDpolitik). Den atomar bestückten russischen Bären will sie dabei hart rannehmen, „mit allen Mitteln, die angemessen sind“.

In einem jüngsten Presseinterview kurz nach ihrer knappen Wahl zur EU-Kommissionspräsidentin bestärkte sie dieses Ziel auch sogleich. Ein Angebot des russischen Außenministers Lawrow zu einvernehmlicher Zusammenarbeit schlug sie brüsk aus und erklärte stattdessen unserem größten Nachbarn verbal den Krieg. Mit gebleckten Zähnen und lasziv lächelnd kündigte sie eine „harte Haltung gegenüber Russland“ an (Quelle: Welt). Nicht nur die Sanktionen gegen Russland, ebenso wie gegen Syrien, den Iran und Venezuela sollen beibehalten werden (Apropos „Sanktionen“: Was wie eine bloße wirtschaftspolitische Maßnahme in einem Monopolyspiel klingt, hat in Wirklichkeit verheerende reale Folgen für das Leben von Millionen Menschen; indem von der Leyen Sanktionen verlängert, spricht sie gleichzeitig das Todesurteil für tausende bis hunderttausende unschuldige Menschen aus der Zivilbevölkerung aus – siehe z.B. Bericht von Karin Leukefeld). Mit diesem diplomatisch fatalen Affront sabotiert die neue EU-Chefin mutwillig die europäische Friedensordnung und lässt uns ohne mit der Wimper zu zucken ins offene Messer laufen. Von der Leyen beweist damit auch, was sie von demokratischer Willensbildung hält. Denn ihren Feldzug gegen Russland tritt sie entgegen dem Willen der Bevölkerung los (laut statistischer Umfrage sieht die weitaus überwiegende Mehrzahl der Deutschen in Russland überhaupt keine Gefahr und wünscht freundschaftliche Beziehungen sowie eine Annäherung zu Russland, die Bürger in den meisten anderen Ländern Europas sehen das ähnlich).

Die Schlinge um den russischen Bären soll aber nicht nur durch verbale Geschosse und Sanktionen, sondern auch durch schwere Militärgerätschaft samt nuklearwaffenfähigen Luft- und Seestreitkräften zugezogen werden, die unter der Flagge der NATO bereits auf Hochtouren Manöver entlang der russischen Grenze abhalten. Der bislang gleichmütige russische Bär wird inzwischen durchaus nervös. Denn die von der westlichen Wertegemeinschaft nun unmittelbar an die russische Grenze herangerückten, mit nuklearen Sprengkörpern bestückbaren Marschflugkörper (deren Abschussrampen aus Satellitenperspektive nicht von bloßen Abwehrraketen zu unterscheiden sind), können die vitalen Metropolen Russlands innerhalb weniger Minuten erreichen. Im Falle von Fehlalarmen, wie es sie in der Geschichte schon mehrere Male gegeben hat, – und wie sie im Zuge zunehmend automatisierter Abwehrsysteme in Zukunft womöglich noch vermehrt zu erwarten sind – hätte man diesmal also nur wenige Minuten Zeit, um zu entscheiden, ob ein nuklearer Gegenschlag auf die vermeintlichen Urheber des Angriffs erfolgt oder nicht. Reichlich wenig Zeit, um besonnen zu entscheiden.

Und dass der Gegenschlag auch in Richtung jenes Landes erfolgen wird, das sich in der Ära Merkel/Von der Leyen gerade anschickt, zur aggressivsten Speerspitze der NATO zu werden, hat Kreml-Berater Sergej Karaganow in einem Spiegel-Interview schon vor einiger Zeit ganz unmissverständlich ausgesprochen:

„Russland wird nie wieder auf seinem eigenen Territorium kämpfen (…) Im Falle einer Krise werden genau diese Waffen vernichtet (…) Wenn die NATO eine Aggression beginnt – gegen eine Atommacht wie uns -, wird sie bestraft werden.“ (Quelle: Spiegel)

Das Land, dessen Einwohner angeblich alles dafür tun – und auch wählen –, um weiterhin Gut und Gerne leben zu können, würde in solchem Falle also einfach per Knopfdruck verdampft werden.

Party ohne Rotes Telefon

Ob weiter SUV gefahren und Oktoberfest gefeiert wird oder nicht, wird sich bei zukünftigen Krisen also innerhalb von Minutenfrist entscheiden. Verschärft wird der Nervenkitzel, indem unsere Freundinnen des russischen Roulette immer wieder versuchen, die Kommunikationsleitung zum Kreml lahmzulegen. Bisher gab es immerhin das „rote Telefon“, über das allfällige Fehlalarme notfalls abgeklärt und ein Armageddon abgewandt werden konnte. Wie oft wir schon am nuklearen Holocaust vorgeschrammt sind, ist den meisten immer noch nicht bewusst – nachzulesen  z.B. in den Erzählungen von Lee Butler, dem ehem. Oberbefehlshaber der US-Atomstreitmacht: „Es gab viele Krisensituationen, die meisten wurden niemals bekannt … Wir handelten wie Betrunkene!“ (Quelle: Spiegel). Siehe auch den Bericht des russischen Raketenabwehrtechnikers Stanislav Petrow, dem auch Sie, die Sie hier gerade diese Zeilen lesen, zu verdanken haben, dass Sie heute noch atmen dürfen (siehe Spiegel). Und dieses rote Telefon wurde zwischenzeitlich von NATO-Seite schon aufgekündigt. Mit so bösen Ländern wie Russland dürfe man doch nicht unnötig verhandeln und damit „Schwäche zeigen“. Von der Leyen stößt in einer jüngsten Pressekonferenz anlässlich ihrer Wahl zur EU-Chefin ins gleiche transatlantische Horn: „Der Kreml verzeiht keine Schwäche.“ Folglich müsse man „Härte zeigen“. Ich kenne den aktuellen Status um das rote Telefon nicht, habe erfahren, dass es in der Folge seiner Einstellung zumindest den Protest einiger couragierter Diplomaten gegeben hat, der dazu geführt hat, dass das rote Telefon wieder reaktiviert wurde. Selbst wenn die Leitung derzeit wieder aktiv ist, wenn man sich die wild zur Konfrontation mit der Nuklearmacht Russland entschlossenen Worte anhört, die alleine unsere drei Damen vom Grill in die Welt hinausposaunen, dann muss man um diesen letzten Rettungsanker der Vernunft erneut bangen.

Das Bangen überlässt man jedoch uns. Andernorts wird das deutsche Trio infernale bzw. die neue blonde Femme fatale indes gefeiert. „Partystimmung“ herrsche in Paris, titelt der Spiegel. Macron & die sonstigen Architekten des neuen, konsequent marktradikalen und militarisierten Europas seien außer sich vor Freude über die Wahl der neuen Kommissionschefin von der Leyen (siehe Spiegel).

Dass unsere hartgesottenen Damen vom Grill nicht nur „Härte zeigen“, sondern zumindest dann, wenn sie mit ihresgleichen unter sich sind, Party machen können, gibt Anlass zur Hoffnung. Vielleicht sind die äußerlich windelweich wirkenden Damen in ihrem Inneren ja gar nicht nur stahlhart wie sie bekunden. Vielleicht gibt es dort tief drinnen doch noch eine kleine Wattebausch-Oase, die einen Krieg gegen Russland, der in unserer DIN-ISO zertifizierten deutschen Qualitätspresse (laut Michail Gorbatschow: der „bösartigsten Presse überhaupt“) ja vielfach bereits als unvermeidlich angesehen wird, im Fall der Fälle doch noch abpuffert. Die Existenz dieser Wattebausch-Oase ist natürlich nur eine Hypothese bzw. Wunschdenken, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Würden die Bürger Europas jedenfalls realisieren, was die jüngste Ansage ihrer neuen, nicht demokratisch gewählten Präsidentin bedeutet, dann würden wohl selbst die friedliebendsten und unpolitischsten Menschen – einfach aus Liebe zu ihren Kindern, zur Natur und zur Menschheit -, jetzt einen nassen Fetzen zusammenwringen und diese offensichtlich suizidale Person gleich in der ersten Woche aus dem Amt jagen.

Dass die meisten Bürger dies nicht realisieren, dafür sorgen allerdings in gewohnter Manier die Produkte der Rat Media Solutions GmbH (Blöd-Zeitung, Relotius-Narrenspiegel, Südtäusche Scheisdung, Springers Liliput-Welt & Co.). Die Black Op kann also plangemäß weitergehen.

 


Nachsatz:

Ich bin jedenfalls froh, dass es das aufgeblähte Rüstungsbudget immerhin zulässt, dass sich unsere Damen vom Grill nun auch ein paar zusätzliche Reisejets genehmigen, damit sie nicht mehr wegen Flugzeugpannen im Ausland übernachten müssen. Mal im Ernst: Es ist ja für uns alle zum Fremdschämen, wenn wir es ausländischen Gastgebern zumuten müssen, sich über die notwendigen offiziellen Termine hinaus mit diesen hochnotpeinlichen Damen abzugeben. Die Staatschefs würden womöglich mitbekommen, welch gähnende und allesverschlingende Leere sich in diesen „Hohlraumfiguren“ (Sloterdijk über Merkel) verbirgt, wenn sie mit ihnen einmal abseits der festgelegten Pressekonferenzen und Scripted Reality-Statements Zeit verbringen müssen. Ohne vorgeschützter Geschäftigkeit, eiliger Smalltalk-Attitüde und ohne den Schutzmantel eines Beraterheers an PR-Experten und Ghostwritern, die den Elitedamen zwar nicht das Essen, aber immerhin die Worte vorkauen, welche diese dann nur noch vom Zettel ablesen müssen.

Wer von den Würstchen und dem Senf, den die drei Damen an ihrem transatlantischen Grill austeilen, eine Lebensmittelvergiftung bekommt und sich am Boden windet, der braucht sich im Übrigen nicht bei besagten Imbissdamen beschweren. Die braten nur und verkaufen. Die Füllung der Würstchen und die Ingredienzien des Senfs sind Sache ganz anderer Herrschaften. Nein, es sind nicht Günter Pfitzmann und Harad Juhnke, die den drei Damen vom Grill der 80er immer Nachschub gebracht haben, wenn das Fleisch ausgegangen ist. Es sind Herrschaften, die wir kaum zu Gesicht bekommen und die Angela Merkel kryptisch lächelnd immer nur als „unsere verlässlichen Freunde“ bezeichnet. Herrschaften, die jedenfalls wissen, wie der Hase läuft und vor allem: wie man ihn fängt. Was wirklich Sache ist, das überlassen diese Herrschaften nicht drei Memmelchen, die ohne Berater nicht einmal wissen, wie man eine Haselnuss knackt.

 

Fotocredits: Ursula von der Leyen/wikimedia commons/CC BY 3.0 de/Mueller /MSC + Rat Snake CC BY-SA 4.0/Bob Warrick (modified by pw / picture overlay)

 

 

Die Kopftransplantation

Eggink01

Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eggink

Florian Prosch i.A. der Piccolo Puppenspiele für die WP – Archiv der Piccolo PuppenspieleHandpuppe „Kasper“ von Theo Eggink; Fundus der Piccolo Puppenspiele

Wenn der Beschauarzt kommt zu einem möglichen Toten
dessen Herz schlägt noch und der Körper ist noch warm
der Arzt stellt den Totenschein aus und kassiert damit Banknoten
kommt man drauf, dass der Tote noch lebte, dann ist der Beschauarzt arm

Doch um dieses Gesetz zu umgehen
muss man nach dem Hirntode sehen
denn willst Du ein Organ entnehmen
muss das lebend noch geschehen

dieses neue Gesetz besagt
dass Du wirst nicht geklagt
wenn Du einem herzschlagenden Patient
entnimmst die Organe ganz behend

Wenn die Menschen völlern und saufen
bekommen sie Diabetes und Zirrhose
und wenn sie wie die Schlöte rauchen
dann brauchen neue Ersatzteile in Narkose

Wenn andere auf der Straße rasen ohne Ende
werden sie bald zur nötigen Organspende
die Organspende ist ein gutes Geschäft
das ist den Händlern und Verwertern nur recht

für ein gutes Organspende-Business
brauchts keine Tempolimits und ganz viel Stress
wer in Ruhe zur Arbeit will, fährt mit der Bahn
da kommt er in D oft zu spät, aber sicher an

da es nun gibt bald ein neues Gesetz über den Tod
kommt die Moral jetzt immer mehr in Not
vor allem wenn der Hirntod ist bald das Recht
dann ist das für hirnlose Banditen schlecht

denn wenn ein hirnloser Gauner ja offiziell nicht lebt
er in großer Todesgefahr schwebt
es könnte ja sein, dass ein von ihm Betrogener meint
dieser Bandit ist hirnlos, wie es scheint

da sieht der Betrogene sich im Recht
und dem Banditen geht es schlecht
flugs ist sein Leben ausradiert
der Betrogene denkt, dass ihm selbst deshalb nichts passiert

doch um diese Gefahr zu vermindern
möchte man in Bayern das gerne hindern
es kann da jeder ganz ohne Grund
angehalten werden, auch nicht vermummt

und eins zwei drei
hat jeden die Polizei
viele oben dürfen ihr Hirn gar nicht zeigen
sich nicht in Wärme den Bürgern hinneigen

Sie müssen die Unwahrheit sagen
auch wenn sie darüber klagen
und schon können die Bürger meinen
da oben sind hirnlose Vereine

und weil man ja nicht geduldig stillhalten will
für manche Bonzen gibts rasch einen neuen Kopf
eine Kopftransplantantation ist ja ohnehin nicht viel
und denkt der dann noch immer nicht, so pack ihn halt am Schopf

doch wenn der Kopf dann herunterfällt
und die Weisheit am Boden zerschellt
da war die Operation verfehlt
das kostet den Operateur viel Geld

Doch die Kopftransplantation
Kannte man schon im alten Rom!
Da kamen wahnsinnigen Cäsaren rasch zum Sturz
Ihre Regierungszeit die war oft kurz

Deshalb wurde auf den Statuen oft nur der Kopf getauscht
die Cäsaren waren trotzdem auch von ihrer Macht berauscht
die Köpfe musste man nur schrauben
dass das heute nicht mehr nötig ist könnt Ihr mir glauben:

Ein Entscheidungsträger kommt zu Verantwortung und hohen Ehren
da kann er sich seiner Berater gar nicht mehr erwehren
sein eigenes Gehirn das schickt er dann in den Ruhestand
geht er selbst in Rente, dann wird ihm das Denken wieder zuerkannt

Bei Tante Merkel hat gut keklappt die Geschicht
deshalb hat sie so ein merkwürdiges Gesicht
sie beherrscht die Kunst zu manipulieren
und viele tun das nicht kapieren

Eliten, Staat und Religion
das ist die Kunst der Manipulation
nicht nur im alten Rom
kannte man das schon

Die Moral von der Geschicht
verlier die Hoffnung nicht
lass das Land nur mehr von Rentnern regieren
da können wir nichts mehr verlieren

Lass doch Dein Denken nicht der Obrigkeit
da kommen wir alle nicht weit
da werden wir alle nicht gescheit
sei zu Änderungen gern bereit

doch an Stelle auf die da oben zu zielen
könnte man seinen Wissensdurst stillen
selber bauen gute Gedanken
die auch vor der Lüge nicht wanken

 

Tante Angela wirft das Handtuch!

31_2 neu wiki

Überall müssen ihr die Journalisten folgen. Sogar, wenn sie einmal schwimmen geht. In ihrem Altersvorsorgesitz nach Paraguay hat sie es noch nicht geschafft. Doch wenn die Journalisten so weiter machen, dann wird sie das Handtuch werfen. Sie hat ja schon zurückgetreten, oft, doch diesmal scheint alles nicht zu helfen (Quelle: qpress.de). Sie war im damals stalinistischen Osten des Landes aufgewachsen, durfte die mit der Muttermilch aufgesogenen Werte in Schule und Universität noch weiter vertiefen. Es gibt keine Hinweise auf Tätigkeiten von ihr als Dissidentin, stattdessen hat sie sich als schmiegsam genug erwiesen, um im wissenschaftlichen Betrieb eines planwirtschaftlich-marktkonformen Systems „Karriere“ zu machen.

Ist es nicht eine Ironie des Schicksals, dass jetzt durch Helfer, die dieselbe Schulung über sich ergehen lassen mussten, wie z.B. George Soros, dem ungarisch-stämmigen Großinvestor, ganz unbewusst die vormaligen Gedanken wieder Realität werden? Stalin hatte durch Deportationen viele Millionen Menschen in der Sowjetunion neu angesiedelt. Und bewusst möchte der gebürtige Ungar, der den Terrorismus des alten Systems erlebt hat, nun den Menschen in Nordafrika helfen, zur Freiheit zu gelangen (Quelle:  sueddeutsche.de). So entstanden gewaltige Flüchtlingsströme, der ehem. Asylrichter Peter Vonnahme spricht von regelrechten Völkerwanderungen, die durchaus die Größe der durch Stalin ausgelösten Völkerwanderungen annehmen, und auch waren die Russen in den baltischen Staaten dort nicht freiwillig hingezogen. Sie haben dort keine Rechte (Quelle: spiegel.de). Russland würde, diese selbstverständlichen Rechte, für die dort lebenden Russen gerne in die Realität umgesetzt sehen. Die dort früher lebenden Balten wurden bei Nacht und Nebel oft nach Sibirien deportiert. Die im Baltikum lebende russische Minderheit hat aber bis heute weder Staatsbürgerrechte noch Wahlrecht. Heute stehen dort deutsche Soldaten (Quelle: handelsblatt). Sollen die im Baltikum stehenden deutschen Soldaten krasse Menschenrechtsverletzungen der Balten an der russischen Minderheit durch Miltärgewalt schützen?

So ist eben die Politik der kleinen Leute: Merkel ist 1,60 m. Napoleon war ebenfalls klein, Stalin 1,65 m, Mussolini 1,52 m (Quelle: taz). Wenn man so klein ist, da fehlt einem ja die Überschau. Denn wie sollte man logisch verstehen, dass auf der einen Seite Europas, im Baltikum, der fehlende Schutz der Minderheitenrechte, die Menschenrechte sind, mit deutschen Soldaten geschützt wird und auf der anderen Seite Völkerwanderungen, aus Gründen der Menschenrechte, für ganz Europa gut geheißen werden? Nun, Väterchen Stalin starb 1953, ein Jahr vor Angelas Geburt. Doch die Probleme, die durch ihn, durch Russen-Deportationen z.B. auch im Osten der Ukraine angerichtet wurden, die bestehen bis heute. Manchmal wäre es nach 13 Jahren schon ganz gut, auch über den Tellerrand zu sehen? Aber vielleicht ist der Tellerrand so hoch, dass man nicht verstehen kann, dass die vor allem seit 2014 durchgeführte Politik Europas, bei linearer Fortführung zu einem Atomkrieg führen könnte, der von Europa nicht mehr viel überlassen würde?

Zugegeben, Angela hat viele Erfolge (siehe nachrichtenspiegel). Wer aber meint, auf den Opfern der Politik der oben erwähnten „Kleinen Leute“ herumhacken zu können, der hackt eben auf den Opfern der Mächtigen herum. Es gibt da auch einen älteren Karnevalsartikel, der versucht, etwas Licht ins Dunkel zu bringen (siehe nachrichtenspiegel).

Doch Vorsicht, werte Journalisten! Was passiert, wenn Tante Angela wirklich das Handtuch wirft? Es  könnte ein großes schwarzes Loch zum Vorschein kommen. Bitte denken Sie jetzt aber nicht so unter der Gürtellinie! Es kämen dann nämlich durchaus viele, jetzt wenig beachtete Katastrophen ans Licht! (Quelle: nachrichtenspiegel / Die Merkeldämmerung). Wenn aber Tante Angela das Handtuch wirft, dann sollte sie selbst auch nicht mehr nach Bayern fahren. Denn durch das neue Polizeigesetz könnte sie dann ohne Grund und Gerichtsbeschluss umgehend inhaftiert werden (Quelle: ksta.de). Denn warum sollte sie, die ja den Grund für dieses Gesetz, in Form von  Uncle Sam ausgebildeten, für die Freiheit kämpfenden Flüchtlingen, exzellenten Nahkämpfern, wo für einen nicht der Ordnung folgenden Flüchtling dann 3 Polizisten gebraucht werden (Quelle: taz ), nicht auch einmal auch in den Genuss dieses Gesetzes kommen?

Man sollte aber hier nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Die Häuser der Flüchtlinge wurden von Waffen aus Uncle Sams Produktion, von Europa und auch von Russland zerstört. Die Flüchtlinge sind die Opfer des derzeitigen Wahnsinns. Allerdings ist die Frage vielleicht auch legitim, ob sich Menschen, die die Hitze Arabiens und Nordafrikas gewohnt sind, wirklich hier im kühlen Mitteleuropa mit ganz anderen Krankheiten und Kulturen, wohl fühlen können? Es ist vielleicht auch wichtig zu verstehen, dass Krieg das größte Geschäft ist, und Frieden und Gesundheit teilweise ein Wirtschaftsschaden sind! Ein großes unüberschaubares Chaos hat die Politik für die kleinen Leute ausgelöst.

Wenn ich google, dann sind die Bilder von Paraguay wunderschön. Wenn man den Leitmedien folgt, dann würde die selbstverständliche und verdiente Rente für die bald 64 jährige und schon seit 13 Jahren im Stress an der Spitze von D stehende Kanzlerin, vielleicht sogar ein Problem für Europa? Durch welche Brillen die Leitmedien bei der Einschätzung des Geschehens ihre Informationen beziehen, darf dabei auch nicht ganz außer Acht gelassen werden (siehe swprs.org  oder nochmals swprs.org). Sehen die Leitmedien die Wirklichkeit etwa durch diese militärische CFR gesteuerte U-Boot Brille?

Bild1: wikimedia commons/PD

Bild2: own work by Карма2 / wikimedia commons /CC BY 4.0

 

 

Dummdreist? – Weit gefehlt!

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Bild: „Durchschnittsbürger oder 100% Gemüse in der Lammkrokette“, Jacques Prilleau

Wer meint, dass Angela Merkel und ihre von der Leyne gelassenen Maasmännchen ein Blinde-Kuh-Spiel und ‚Management by Chaos‘ betreiben, der übersieht die – womöglich unfreiwillige, aber nicht minder zielführende – Raffinesse dieses Chaos-Managements.

Während der böse russische Präsident Putin in unseren Qualitätsmedien gerade dafür gescholten wird, dass er im Rekordtempo nicht nur eine der längsten Gaspipelines quer durch Sibirien bis nach China baut (siehe orf), sondern soeben auch die größte Brücke Europas zwischen Krim und russischem Festland fertiggestellt hat (siehe ZDF heute), so investiert das Schlamerkelland sein Budget indes mit weitaus mehr Voraussicht. Während Putin durch schnöde Infrastrukturprojekte Arbeit schafft, so setzt man hierzulande auf die Anschaffung von Arbeitskräften: „Jeder Euro Überschuss des Bundes sei per Gesetz vollständig zur Finanzierung der Flüchtlingskrise reserviert … Geld für zusätzliche Wünsche aller Art ist schlicht und ergreifend nicht da“ (Jens Spahn als Finanzstaatssekretär 2016 / Quelle: Süddeutsche). – Wer meint, dass solche Aussagen dummdreist sind, der denkt nicht weit genug voraus: Dank dem durch die Massenimmigration für die Zukunft geschaffenen Niedriglohnsektor wird sich die deutsche Industrie Milliardenbeträge sparen und wettbewerbsfähiger werden. Die bei den Humanressourcen eingesparten Milliarden kann man dann nutzbringender in Industrie 4.0 und automatisierte Fertigung investieren. Wie sonst soll man gegen die rasant wachsende Wirtschaftsmacht China bestehen, die sich soeben den Roboterbauer und deutschen Idustriestolz Kuka einverleibt hat (siehe Focus)?

Lästige europäische Errungenschaften wie Ökologie, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Tierschutz können nun ebenfalls ad acta gelegt werden. Für die neu angekommenen Niedriglöhner wird es egal sein, ob das Schnitzel aus tierquälerischer Massenhaltung und ob das Getreidemehl von Glyphosat-getränkten Feldern stammt. Es geht auf deutschem Boden wieder ums nackte Überleben. Und auf solchem Boden hat man andere Probleme als eine Umstellung auf Bio und eine nachhaltige Wirtschaft  zu fordern. Man muss schauen, dass man die Familie durchbringt und deshalb wird im Supermarktregal schlicht zu dem Produkt gegriffen, das um 10 Cent billiger ist. Wen interessiert dabei noch das – meistens ohnehin nicht vorhandene – Kleingedruckte zu einem Produkt? Deutsche Arbeitskräfte, die nicht mehr bereit waren, sich unter neofeudalistischen Arbeitsbedingungen ausbeuten zu lassen und sinnentleerte Tätigkeiten zu verrichten, müssen nun wieder um Arbeit betteln. – Business as usual kann weitergehen!

Doch das ist nicht alles: Als angenehmer Nebeneffekt kann aufgrund der mit dem Niedriglohnheer mitimportierten Gefährder das schärfste Polizeigesetz seit 1945 verabschiedet und damit das Grundgesetz zu den Akten gelegt werden. Dingfest gemacht und auf unbefristete Zeit eingesperrt oder zwangsumgesiedelt werden kann künftig in Bayern jeder unliebsame Bürger, ohne dass er einen Straftatbestand erfüllt oder ein Gerichtsurteil erhalten haben müsste – die Vermutung bzw. das Bauchgefühl von Verwaltungs- und Exekutivbeamten, dass man ein „gefährlicher“ Zeitgenosse sei, reicht. Mit dem neuen Polizeiaufgabengesetz räumt sich die Regierung nicht nur das Recht ein, unser Privatleben nach Strich und Faden zu überwachen und unsere digitalen Kommunikationsdaten zu ändern (sic!), sondern proklamiert nun auch ihre Intention, den Souverän des Bürgers zu entmündigen und sein Verhalten nach eigener Willkür regelrecht zu steuern. Der ehem. Richter und Staatsanwalt Heribert Prantl spricht von einer „Mollathisierung des Rechts“ (siehe sueddeutsche I  und sueddeutsche II). Ganz im Sinne der marktkonformen Demokratie rüstet auch das deutsche Außenministerium auf und will „kampagnenfähig“ werden (siehe heise). Wer sich in dieser marktkonformen Fleischfaschiermaschine künftig nicht fügt … – dem Gnade die Friedensgöttin Angela und ihre transatlantisch-außerirdischen Neoinquisitoren!

Auch die wackelnde Regierungsmehrheit ist gesichert: Die Bürger sind nun dank der Grenzöffnung hoffnungslos gespalten und zerstritten, brüllen sich an und bewerfen sich sogar mit Steinen. Egal ob im Büro, in der Familie oder auf der Straße: Es sind überall ca. 50% der Bürger für freie Migration, während die anderen 50% dagegen sind. Während wir uns gegenseitig aufreiben, können im Windschatten dieser Debatte die unfassbarsten neoliberalen Machenschaften durchgezogen, der demokratische Rechtsstaat zu einem Orwell‘schen Überwachungssystem umgebaut, transatlantische Freihandelsabkommen durchgewunken, Rüstungsetats angehoben, unsere Brücken für einen Krieg gegen Russland  panzertauglich und Europa kriegsreif gebürstet werden (siehe Spiegel), um dann demnächst für unsere „verlässlichen Freunde“ aus Übersee am geopolitischen Schachbrett das Bauernopfer abgeben zu dürfen, dank dessen ein finanztechnisch und moralisch vollkommen bankrottes System noch ein paar Jährchen weiter vor sich hinsiechen kann.

Kaum jemand demonstriert gegen die wahnwitzig-suizidale Politik der Merkel-Regierung, sondern alle Augen, offenen Münder und Schreibgriffel sind auf den Kampf gegen „Räähchts“ gerichtet – ein inzwischen zahnloses Etikett, das mangels in ausreichender Anzahl verfügbarer echter Nazis mittlerweile jedem Kleinbürger und jeder Hausfrau umgehängt wird, der/die mit der Merkel’schen Regierungsagenda nicht einverstanden ist.

Martin Schulz‘ Ansage: „Was die Flüchtlinge mit zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“ (Quelle: Münchner Abendzeitung) hat sich also als buchstäblich wahr erwiesen.

Was für ein genialer Coup! – Der ehemalige CDU-Sicherheitssprecher Willy Wimmer versucht diesen mit rationalem Verstand kaum erfassbaren Coup in Worte zu fassen: „Eine Republik wird abgewickelt“ – so lautet der Untertitel seines neuen Buchs, das sich wie ein Requiem auf das ausnimmt, was in der Zeit vor der Millenniumswende noch als durchaus hoffnungsvolle und selbstverständliche Ideale mitteleuropäischer Prägung vor uns gestanden hat.

Der A234-Airbus im Kamikaze-Sturzflug und das nukleare Vabanque-Spiel der transatlantischen Maasmännchen

Boris „Nowitschok“ Johnson, Kapitän des derzeit im Bermudadreieck verschollenen Airbus A234
(Foto: flickr/by-nc-nd2.0/“2013“deleted)

Putin war’s. Wer denn sonst. Nun leider doch nicht.

In der Affäre rund um den Giftanschlag von Salisbury (siehe „Reiner Wahnsinn, verdünnt mit einem Schuss Essig“) rudert das britische Außenministerium inzwischen zurück. Der offizielle Tweet vom 22. März, wonach Analysen ergeben hätten, dass das tödliche Gift A234-„Nowitschok“ in Russland hergestellt worden sei, wurde mittlerweile gelöscht (Quelle: Spiegel). Entgegen den vorschnellen Bekundungen der Regierung verlautbarte der Chef des britischen Militärlabors Porton Down, Gary Aitkenhead, am Dienstag auf Sky News, dass keinerlei Beweise für eine Schuld Russlands vorliegen und die Herkunft des Giftes unbekannt sei (siehe Focus).

Dass sich die Skripal-Nummer nun als Rohrkrepierer erwiesen hat, hindert die westliche Wertegemeinschaft allerdings nicht daran, an ihrer Eskalationsstrategie gegenüber Russland festzuhalten (siehe Telepolis: „Die Eskalationsstrategie des Westens“ und Regierungspressekonferenz via RT Deutsch).

Der Kapitän des A234-Airbus, Boris „Nowitschok“ Johnson, hat das blutige Steak nun etwa nicht abbestellt, als sich herausgestellt hat, dass es den Keim des Rinderwahnsinns enthält und damit zu einer globalen Pandemie führen könnte – die Haubenköche des Vier-Sterne-Offizierscasinos in Porton Down, in dem er den Vorsitz führt, werden es schon hinbekommen, das verdorbene Fleisch zu würzen und zu braten, sodass man es den DIN-ISO-zertifizierten Qualitätsmedien erneut zum Fraß vorwerfen kann.

Auch die Stewardess des transatlantischen Kamikazefliegers, Theresa May, die im Zuge der Skripal-Affäre Russland implizit mit einem nuklearen Vergeltungsschlag gedroht hat, will ihren Passagieren weiterhin einen Bloody Mary servieren, obwohl mittlerweile jeder weiß, dass dieser übel nach Gärgas riechende Drink nicht nur mit Salmonellen verseucht, sondern auch mit psychedelischen Drogen aus dem Labor von Porton Down versetzt ist. Im Schulterschluss mit anderen willfährigen europäischen SpitzenpolitikerInnen ist man in der Downing Street offensichtlich wild entschlossen, down the drail zu gehen und die Eskalationsstrategie der transatlantischen Falken fortzusetzen (falls mancher Leser noch nicht ganz im Bilde sein sollte, hier in Kurzform die Vision dieser Falken für das zukünftige Europa: Chicago Council on Global Affairs / Youtube).

Moderate Terroristen und eine suizidale Bundeskanzlerin

Aber wer bekümmert sich in postfaktischen Zeiten schon noch um Fakten und enthüllte Wahrheiten? Genauso wie in Syrien nach der – nicht zuletzt durch die Unterstützung der russischen Luftstreitkräfte ermöglichten – Niederschlagung der IS-Terroristen eigentlich schon längst wieder Frieden herrschen könnte, so will die westliche Wertegemeinschaft – in einem jüngst geleakten Dokument  als „Small American Group on Syria“ (USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien) bezeichnet – dort trotzdem „ihren Sieg einfahren“ und an der geplanten Zerschlagung und Aufteilung Syriens unter besagter Wertegemeinschaft festhalten. Es lohnt, sich den Inhalt dieses Dokumentes einmal in einer ruhigen Stunde, wenn der Blutdruck nicht allzu hoch ist, zu Gemüte zu führen: Die alternative Nachrichtenplattform Rubikon und Daniele Ganser waren zunächst die einzigen, die dieses brisante Protokoll zu veröffentlichen wagten. Alle anderen Journalisten in der stolzen Landschaft der deutschen „Qualitätsmedien“ guckten betreten zur Seite – obwohl das aus Washington stammende, vom britischen Diplomaten Benjamin Norman verfasste Protokoll zur Erhellung des gegenwärtigen Weltgeschehens dienen würde und eine erschöpfende Erklärung des nicht zur Ruhe kommen wollenden Brandherdes im Nahen Osten böte.

Obwohl besagte Leitmedien ansonsten jede hanebüchene Information, die von einer der drei globalen transatlantischen Presseagenturen AP, AFP und Reuters ausgegeben wird (siehe swprs.org), umgehend mit Millionenauflage weitermultiplizieren, so herrscht unter den Qualitätsjournalisten über dieses diplomatische Protokoll absolute Funkstille. Aber kann man es den Journalisten überhaupt verübeln, dass sie ein Dokument nicht anfassen wollen, welches das Weltbild, dem sie huldigen, vollkommen auf den Kopf stellen würde? Wie sollen sie sich solcherart kopfstehend dann abends vorm 4K-Ultra-HD-extended-Smart-TV ihr gewohntes Bier schmecken lassen?

Wer sich das Protokoll durchliest, der braucht sich jedenfalls nicht mehr darüber zu wundern, warum den in der Wüste marodierenden IS-Barbaren und Al Nusra-Kopfabschneidern partout nicht der Sprit und die Waffen ausgehen wollen, obwohl diese Tagediebe ja gar keiner anständigen Arbeit nachgehen und gemäß dem unbarmherzigen Gesetz der marktkonformen Schwerkraft eigentlich innerhalb Tagesfrist dort landen müssten, wo mittellose Arbeitslose üblicherweise eben sogar in marktkonformen Demokratien landen (im Straßengraben)?

Pardon, ich weiß, ich bin aus hoffentlich verständlichen Gründen heute leider einfach etwas zu hitzig und affektiert und halte mich daher nicht an die von unseren DIN-ISO-zertifizierten  Leitmedien vorgegebene Terminologie. – Also: Wenn ich von IS-Barbaren, Terroristen und Kopfabschneidern spreche, die gegen Assad kämpfen, dann meine ich natürlich: moderate Rebellen.

Show must go on

Sollen die geostrategischen Milliardeninvestitionen der PNAC („Project for a New American Century“)-Brüder und CFR-Freunde so kurz vorm Endsieg etwa umsonst gewesen sein? Da dieser Endsieg bereits in Griffweite ist und auch nach Ansicht der exekutiven Streitkräfte bzw. führender NATO-Generäle ein Armageddon gegen Russland zwar etwas länger dauern und ein bisschen mehr kosten würde als erwartet (Quelle: New Eastern Outlook: „The Day of the Generals winning Armageddon“), ist Zaudern nun fehl am Platz. Vielmehr gilt es, den Highway to Hell durch Europa zügig auszubauen. Die EU-Kommission hat auch bereits einen entsprechenden Plan zur militärischen Ertüchtigung von Straßen und Brücken vorgelegt, sodass Panzer, Truppen und Munition zügiger an die russische Front rollen können (Quelle: Spiegel).

Würden wir uns noch in den 1980er Jahren befinden, dann könnte man sagen, dass das derzeit beobachtbare Gebahren unserer SpitzenpolitikerInnen eben einfach nur Dummdreistigkeit ist. Das ist es heute jedoch definitiv nicht mehr. Im Gegensatz zu vor noch wenigen Jahren sind die Motive der ehrenwerten Gesellschaft der transatlantischen Wertegemeinschaft heute für jedermann offenkundig. Pogo der Clown hat sich bereits demaskiert und grinst uns mit blutverschmiertem Mund unverhohlen an. Wer sich ihm trotzdem noch servil andient und ihm ein weißes Taschentuch zum Abwischen seines Mundes reicht, den wird die Geschichte der Mittäterschaft des Verbrechens gegen die Menschheit und des Genozids schuldig sprechen.

Was unsere SpitzenpolitikerInnen derzeit abliefern, ist also nicht Dummdreistigkeit, sondern ein hochkrimineller und brandgefährlicher Akt. Indem sie sich als willfährige Handlanger einer menschenverachtenden und aller rechtsstaatlichen und demokratischen Grundprinzipien spottenden Agenda verdingen, die sogar in der ansonsten streng NATO-konformen Schreibstube des Spiegel als „schockierend“ und „bizarr“ bezeichnet wird, riskieren sie mittlerweile sogar achselzuckend den nuklearen Holocaust.

Mir egal …

Sollte dieser Holocaust eintreten – und nach Ansicht des Bulletin of the Atomic Scientists stehen wir gerade so knapp davor wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr (Quelle: Spiegel) – dann wird Angela Merkel vermutlich dasselbe Statement abgeben wie schon zur Migrationskrise („Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin. Nun sind sie halt da.“ /Quelle: Wikipedia). Die schon jetzt jenseitig agierende Kanzlerin wird dann memmelnd aus dem Jenseits verlauten lassen: „Ist mir egal, ob auf der Erde jetzt nuklearer Winter ist, jetzt ist er nunmal da.“


Bild: Jacques Prilleau

In der wunderbaren Welt der Schwerkraft der schnöden Angela – eben wieder einfach alternativlos. Was ihre Vorgänger wie Willy Brandt gemacht haben: Regie ergreifen und politische Realitäten GESTALTEN, anstatt sich willfährig treiben zu lassen – in der alternativlosen Welt der von Peter Sloterdijk als „Hohlraumfigur“ bezeichneten Kanzlerin eine schier unvorstellbare und anmaßende Vorstellung. Sich aus der knienden Dackelposition erheben, die zur Raute gefalteten Hände lösen und seine beiden Hände zu dem zu gebrauchen, wozu man bei der Angelobung zum höchsten Regierungsamt des Staates einen Eid geschworen hat („alles zu tun, um Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden“) … Mammamia, da beginnen der Kanzlerin, die ansonsten immer breit wie eine Sumoringerin auf der Matte steht, ja augenblicklich die Knie zu zittern – dann erhält die gute Dame beim abendlichen Cocktaildinner im direkt neben ihrer Berliner Wohnadresse ansässigen Atlantikbrücke-Verein am Kupfergraben womöglich nicht mehr das wohlwollende Schulterklopfen derjenigen grauen Eminenzen, die sie uns gegenüber immer kryptisch als ihre „verlässlichen Freunde“ bezeichnet (Anm.: Falls jemand noch nicht ganz im Bilde über Angela Merkels verlässliche Freunde sein sollte: Der Journalist Peter Frey hat über diese ehrenwerten Herren ein kompaktes historisches Psychogramm erstellt – siehe Rubikon: „Paranoia, Wahn und der Dritte Weltkrieg“).

Wieder einmal verlieren wir jedenfalls wertvolle Zeit und Ressourcen, die wir bräuchten, um die drängenden sozialen, ökologischen, finanztechnischen und systemischen Probleme zu bearbeiten, die heranrollende Digitalisierungswelle zu bewältigen etc. Stattdessen haben wir nun alle Hände voll zu tun, um eine offensichtlich außer Rand und Band geratene Regierung im Zaum zu halten und ihr zumindest ihre schlimmsten Marotten auszutreiben. Vielleicht liegt des Rätsels Lösung für das sinnlose Konfliktschüren gegen Russland aber auch geradewegs darin begründet: Dass unsere Politiker damit einen Vorwand suchen, um sich mit all diesen Zeitfragen, die heute anstünden – und zu deren Lösung wir ihnen mit unserem Steueraufkommen auch ein nicht unbescheidenes Salär zugestehen – nicht konfrontieren zu müssen. Da heute ein „Weiter so“ nicht mehr möglich ist, würde dies ein fundamentales Umdenken erfordern. Das Fatale ist nun, dass der Mensch vielfach dazu neigt, künstlich einen Konflikt zu produzieren, um nicht umdenken zu müssen – und damit womöglich eine Katastrophe herbeiführt.

Gegengift

Angesichts der akuten Intoxikation auf der politischen Bühne, die auch uns Zuseher jederzeit umhauen könnte, gibt es zum Glück auch einige Ampullen Gegengift, die in die übel dampfende Politmelange hineingeworfen wurden – natürlich nicht ohne einen heftigen Shitstorm von solchen Mitbürgern zu provozieren, die Kriegstreiberei und Völkerrechtsbrüche achselzuckend hinnehmen, aber politische Korrektheit über alles halten.

So hat z.B. der Linke Bundestagsabgeordnete Dr. Diether Dehm Außenminister Heiko Maas in Hinblick auf seine Anti-Russland-Agitation ganz unverblümt als „NATO-Strichjungen, der meint, jede Rechtmäßigkeit und das Grundgesetz mit Füßen treten zu müssen“ bezeichnet (Quelle: Stern). Dehm fügte während seiner Rede auf der Berliner Osterdemo hinzu, es sei „wirklich erbärmlich, dass ein früherer Justizminister und Jurist den Rechtsgrundsatz ‚in dubio pro reo‘ (im Zweifel für den Angeklagten) umdreht und von Russland Beweise verlangt, unschuldig zu sein“.

Dehm musste sich daraufhin jedoch anschnallen. Aus den Lagern der selbsternannten Gedankenpolizisten von Jutta Ditfurth & Co./ der Intelligenzia 4.0 / der bored students violence / den Transhumanisten / den Smartphoneonanisten / den Teletubbie-Nerds / Sheldon Coopers Cumpels / der Antifa / Rattifa und den ganz besonders hellen „Brights“/GWUPs/Skeptikern brach ein empörter Shitstorm los: „Strichjunge“, das sei ja eindeutig ein homophobes Wort, außerdem wären Strichjungen schon unter den Nazis verfolgt worden … und außerdem … und überhaupt …!!

Dass es für Dehm wohl am wenigsten die Strichjungen waren, die er mit seiner Aussage ankreiden wollte, will auch sein Parteikollege und Berliner Vizebürgermeister Klaus Lederer nicht wahrhaben, der der Öffentlichkeit erst vor kurzem offenbart hat, wes Geistes Kind er ist, indem er Meinungsfreiheit unterdrücken und eine Journalistenpreisverleihung an Ken Jebsen sabotieren wollte. Mit einem empörten Tweet versucht Lederer dem sich schnell in den Medien verbreitenden Dehm-Zitat den Wind aus den Segeln zu nehmen. Auch Lederers Berliner Kollege Oliver Nöll übt sich im vorsätzlichen Missverstehen und hat sogar einen Antrag auf Parteiausschluss Dehms gestellt (womit das Thema „Linkspartei“ dann ja wohl endgültig abgehakt wäre – bleibt also nur zu hoffen, dass der linke Bundesvorstand die pseudolinken Saboteure, die Dehm nun in den Rücken fallen, schleunigst in die Schranken weist, bevor die Partei ihre Glaubwürdigkeit vollends desavouiert).

Diether Dehm reagierte prompt: „Gern entschuldige ich mich bei jeder Sexarbeiterin und jedem Sexarbeiter, die alle eine edlere Motivation haben als willfährige NATO-Politiker.“ In einem Interview mit der FAZ meint Dehm: Sicher, ich hätte besser Nato-Strichmännchen sagen sollen, damit sich niemand sonst diskriminiert fühlt. Aber eine politdiplomatische, unauffälligere Wortwahl versinkt meist im Mainstreambrei. Das halte ich für genauso unangemessen, wie ich es einst für falsch gehalten hatte, auf Straßenblockaden gegen Atomraketen zu verzichten oder auf anderen zivilen Ungehorsam.“  Die Vorverurteilung Russlands beziehungsweise Putins an dem Mordanschlag sowie die Diplomatenausweisung seien für Dehm weiterhin vollkommen untolerierbar und „lebensgefährlich für den Frieden“.

Auch der Jurist Dr. Alexander Unzicker bezeichnet das Verhalten unserer Volksvertreter gegenüber Russland schlichtweg als „politischen Durchknall“ und als „pathologisch“ (siehe heise.de).

Strichmännchen mit maßloser Eitelkeit und zu kleinem Anzug

Nach all den politischen Ereignissen der letzten Wochen, über die man angesichts ihrer naiven Skurrilität ja eigentlich lachen könnte, wenn sie denn nicht unser aller Leben bedrohen würden, dann müsste Boris „Nowitschok“ Johnson samt seinen transatlantischen Pappkameraden noch heute Nacht umgehend abdanken und sich in Grund und Boden schämen. Ebenso müsste Angela Merkels Flachmannschaft, die nach dem Ausscheiden von Sigmar Gabriel als Außenminister nun offensichtlich die letzten Reste an Besonnenheit eingebüßt hat und mit Heiko Mass sowie einer von der Leine gelassenen Bundeswehr-Chefin, die unbedingt „Putin weh tun“ will, scheinbar vollkommen verbiestert ist, sich in der Tagesschau öffentlich entschuldigen: Dafür, dass sie in einem Anflug von willfährig-suizidaler Umnachtung unser aller Leben aufs Spiel gesetzt haben, nur um das Schulterklopfen einiger moralisch verwahrloster Gestalten zu erhalten, die sie irrtümlich für ihre „verlässlichen Freunde“ gehalten haben. Mit gesenktem Blick müssten sie uns, die wir ihnen unser Vertrauen geschenkt haben, darum bitten, dass wir ihnen nicht wegen Hochverrats die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen und sie nicht nach Paraguay auswandern müssen. Der Generalbundesanwalt müsste ihnen das weitere Rühren der Kriegstrommel unter Androhung einer lebenslangen Seehofer’schen Gefährderhaft strikt untersagen.

Da Rücktritte bei Politikern heute allerdings vollkommen aus der Mode gekommen sind (inzwischen haben sie gelernt, dass man Skandale einfach aussitzen muss), so darf sich die Merkel-Regierung jedoch nicht darüber beschweren, wenn es ab jetzt umso mehr Frontaltritte auf sie hagelt. So wie das auch der Künstler Florian Kirner umgehend nach Angelobung „dieser verfluchten Merkel-Regierung“ verspricht: „Als guter Demokrat gelobe ich, diese neue Regierung Merkel von Tag 1 an mit beißender Kritik und fundamentaler Gegnerschaft zu … begleiten. Ich betrachte es sogar als meine Pflicht als Staatsbürger, einer Regierung, die keinerlei Anstalten machen wird, drohenden Gefahren existenzieller Dimension von uns abzuwenden, von vornherein meiner erbitterten Gegnerschaft zu versichern.“ (Quelle: Rubikon)

Auch der ehemalige Spiegel-Kolumnist Henryk Broder spart nicht an Tritten gegen die rücktrittsresistenten Strichmännchen der Merkel-Regierung. Den neu als Außenminister eingesetzten Heiko Maas charakterisiert er wie folgt:


Heiko Maas (Foto: EU2016 SK/CC0)

Er ist die Dekonstruktion des Deutschen … Eine maßlose schmalbrüstige Eitelkeit strahlt Maas aus. Und das ist auch schon alles.

Maas war schon als Justizminister die totale Fehlbesetzung, eigentlich ein gescheiterter Jurist mit einem schlechten Examen, den wahrscheinlich keine Staatsanwaltschaft und auch keine freie Anwaltskanzlei als Partner aufgenommen hätte. So jemand ist Justizminister geworden, hat sich durch sehr viele völlig unqualifizierte Bemerkungen einen Namen gemacht und nun wird er Außenminister … Und ohne ein großer Patriot oder Nationalist zu sein: ich möchte von Heiko Maas nicht im Ausland vertreten werden. Heiko Maas ist einfach eine Katastrophe in jeder Beziehung.

Grauenhaft … Dieses verdruckste, verschüchterte Auftreten, der Anzug zwei Nummern zu klein, aber immer chic auf Taille geschnitten. Und dann diese Phrasenhaftigkeit seiner Äußerungen. Es gibt von ihm keinen einzigen zitierfähigen Satz mit einem originellen Gedanken. Und dieser Mann wird jetzt Außenminister! Scham und Schande über Deutschland.“ (Quelle: Achgut via Youtube)

 

***

Ergänzung:

Es sei an dieser Stelle nochmals auf den soeben eingebrachten Klageschriftsatz von Rechtsanwalt Schmitz hingewiesen, in welchem Strafanzeige gegen Bundeskanzlerin Merkel und Bundesaußenminister Maas erstattet wird – u.a. wegen Volksverhetzung, Aufstachelung zur Aggression, übler Nachrede und Verleumdung.  Am Ende des lesenswerten Klageschriftsatzes erinnert der Anwalt die staatliche Hoheit an ein offensichtlich schon in Vergessenheit geratenes Dokument:

Klageschriftsatz von RA Schmitz im Volltext:

2.4.18 Fax.an.Generalbundesanwalt

Auf der Website des Anwalts finden sich in der Rubrik „Aktuelles“ auch lesenswerte Interviews zu weiteren aktuellen Initiativen (darunter auch eine Klage samt Petition zur Aufarbeitung der völkerrechtswidrigen Beteilung der Bundeswehr im Balkankrieg/Serbien und die Verweigerung von Rundfunkgebühren für öffentlich-rechtliche Medien, die schon seit geraumer Zeit ihren Auftrag nicht mehr erfüllen und durch ihre einseitige Berichterstattung z.B. über die Syrien-, Ukraine- und NATO/Russland-Krise nicht nur eine Beleidigung des gesunden Menschenverstands darstellen, sondern mittlerweile als regelrecht bellizistische Akteure einzustufen sind).

 

Reiner Wahnsinn, verdünnt mit einem Schuss Essig …

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Bild: Jacques Prilleau

„Sie zieh’n uns immer tiefer rein, Stück für Stück,
Und seit heute früh um fünf Uhr schießen wir wieder zurück!“
(Reinhard Mey, „Sei Wachsam!“)

Der Konflikt rund um die Affäre Skripal droht gerade zu eskalieren. Obwohl für den Anschlag auf den Doppelagenten kein einziger Beweis für eine Schuld Russlands vorliegt, kündigt gerade eine Serie an NATO-Ländern die diplomatischen Beziehungen zu Russland auf (siehe auch heise.de: „Die Eskalationsstrategie des Westens“). In unseren Leitmedien wird mit bisher ungekannter Leichtfertigkeit über die Möglichkeit eines nuklearen Schlagabtauschs gesprochen, die EU-Kommission hat soeben einen Plan zur Infrastrukturertüchtigung vorgelegt, sodass Panzer, Truppen und Munition zügiger an die russische Front rollen können (siehe Spiegel).

Laut einer jüngsten Pressemeldung will die britische Premierministerin Theresa May die Feinde Großbritanniens mit umfassenden Maßnahmen und allen zur Verfügung stehenden Ressourcen besiegen“. Und setzt auch sogleich hinzu, welche Art von Ressourcen sie da einzusetzen gedenkt: nicht nur „wirtschaftliche Hebel und politischen Einfluss“, sondern auch „Polizei, Geheimdienste, Militär (sic!)“ (Quelle: apa/orf)

Ebenso wie ihre britische Kollegin, will auch von der Leyen „Putin weh tun“ (siehe Interview BILDpolitik). Dabei will sie den atomar bestückten russischen Bären nicht etwa nur mit einer Stecknadel piesaken, sondern „mit allen Mitteln, die angemessen sind“ – sagt die Chefin der deutschen Bundeswehr.

Die hinter der von der Leine gelassenen Bundeswehrchefin stehende Angela Merkel? … – macht die Raute und ist offensichtlich wild entschlossen, als diejenige Bundeskanzlerin in die Geschichte einzugehen, die Deutschland am Anfang des 21. Jhdt. wie ein transatlantisches Senkblei Richtung Meeresgrund gezogen hat.

Grund für all die martialischen Töne gegen Russland, mit denen von unseren Leitpolitikern und ihren Leitmedien derzeit sogar ein nuklearer Holocaust achselzuckend in Kauf genommen wird: Ein bis dato ungeklärter Giftanschlag auf einen russischen Staatsbürger auf britischem Boden, der sich als Doppelagent betätigt hatte.

Dass das eingesetzte Gift vom Typ „Nowitschok“, das angeblich nur aus russischer Manufaktur stammen kann, den gegnerischen Geheimdiensten genauso zugänglich war, kann man sogar im Archiv einer genuin-britischen Nachrichtenagentur, der BBC nachlesen (datiert mit 9.6.1999): Dem BBC-Bericht zufolge hatten die USA nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bereits 1999 Zugang zu Giften der „Nowitschok-Reihe“, als US-Chemiexperten ein entsprechendes Labor in Usbekistan außer Betrieb setzten und dort „für Sicherheit sorgten“ (Quelle: BBC news).

Es wird jedoch noch wundersamer. Nach Aussage des russischen Laborchefs für chemische und analytische Kontrolle, Igor Rybaltschenko, liegt ein vom National Bureau of Standards der Vereinigten Staaten (NBS) veröffentlichtes Dokument vor, wonach das gegenständliche Gift gar nicht im dunklen Russland entwickelt wurde, sondern im strahlenden Sauberland USA selbst: “Ich bestätige, dass sie genau der Formel entspricht, die von Mirzajanow (Wil Mirzajanow, sowjetischer Chemiker, der in die USA ausgewandert und der Autor eines Buches über das Gas A-234 war) veröffentlicht wurde. Der chemische Name dieser Substanz ist A-234 und wurde von Boris Johnson “Novitschok” genannt — eine Substanz, die im Labor von Porton Down erhältlich ist.“  (Quelle: Sputnik)

2018: Thersa May macht den Colin Powell (Grafik: Markus Gelau/facebook)

Fakten, die einen nachdenklich machen können. Nur: Wer interessiert sich in einem postfaktischen Zeitalter schon noch für Fakten? Für Theresa May und Angela Merkels „verlässliche Freunde“ (falls jemand über diese „verlässlichen Freunde“ und ihre „Dienste“ noch nicht ganz im Bilde sein sollte: Peter Frey hat dazu ein kompaktes historisches Psychogramm erstellt –siehe Rubikon) ist der Fall klar: Putin war’s. Dass kein einziger Beweis vorliegt: Egal. Dass Putin umgehend Mithilfe zur Aufklärung des Falles angeboten hat (immerhin war es ja ein russischer Staatsbürger, der auf NATO-Boden angegriffen wurde): schlichtweg abgelehnt. Wozu auch kriminalistische Aufklärung, wo der Fall doch bereits klar ist und man sich auf Seiten der westlichen Wertegemeinschaft nach zwei Regierungsperioden Obama nunmehr an das Drohnen-Prinzip gewöhnt hat: Verurteilt und auch gleich exekutiert wird anhand von virtuellen Metadaten. Wozu da noch die Arbeit von Kriminologen, Richtern und Staatsanwälten abwarten?

Was ist aber nun der wirkliche Grund dafür, dass man derzeit unser aller Kopf und Kragen aufs Spiel setzt? Sind die furiosen Damen und Herren auf der Atlantikbrücke von einem tollwütigen Fuchs gebissenen worden, sodass sie nicht mehr zwischen echtem Leben und Videospielrealität unterscheiden können? Oder greifen sie einfach mit kühlem Kalkül zum Standardtrick aus der propagandistischen Mottenkiste und erschaffen ein künstliches Feindbild – diesmal, um eine kurz vor dem finanziellen, politischen und moralischen Bankrott stehende westliche Welt zu „einen“? Vielleicht lässt sich angesichts der Gefahr, die durch einen bösen Putin droht, und gegen die wir als verwesende – pardon: als westliche Wertegemeinschaft, zusammenstehen müssen, ja sogar das Zerbröckeln der EU aufhalten und der Brexit rückgängig machen? Wenn zwecks Zähmung dieser russischen Gefahr dann auch noch die Rüstungsindustrie im Vierschichtbetrieb neue Rekordergebnisse feiern kann, haben wir aus neoliberaler Sicht die perfekte win-win-Situation: dann profitiert sogar die Volkswirtschaft davon und unser bereits bis zur Rotglut erhitzter Motor, der eigentlich dringend einen Boxenstopp und ein umfassendes Service bräuchte, kann zumindest noch ein paarhundert Meter weiterrollen.

Es sind allerdings womöglich nicht nur die inzwischen öffentlich gemachten US Thinktank-Pläne betreffend ein mit Russland zerstrittenes, durch kriegerische Konflikte und Terror gezeichnetes Europa (Quelle: Chicago Council on Global Affairs / siehe Kurzfassung via Youtube), die nun in Erfüllung zu gehen scheinen. Solche sogar in der Schreibstube des Spiegel als „bizarr“ und „schockierend“ bezeichnete Pläne der neoliberalen US Falken würden meiner Ansicht nach dann, wenn es wirklich ans Eingemachte geht, durch den schlichten Überlebenstrieb der europäischen Politiker ausgebremst werden. Es hat sich jedoch in jüngster Zeit etwas breit gemacht, was diesen Überlebenstrieb lähmt und was sich des Gemüts unserer Spitzenpolitiker wie eine Art suizidaler Untergangssehnsucht bemächtigt macht (siehe „Die Götterdämmerung 2018 und die kollektive Lust am Untergang“), womöglich  – das ist jetzt eine unsubstanziierte Vermutung und kann auch andere Gründe haben –, weil ihnen die Arbeit, die sich zu verrichten haben und derentwillen sie, kaum dass sie aus dem Bett aufgestanden und vor den Badezimmerspiegel getreten sind, jeden Tag aufs Neue ihr Rückgrat verkrümmen und die Eide brechen müssen, die sie bei Amtsantritt zum Wohle des Volkes geschworen haben. Wie soll man es auf die Dauer auch ertragen, täglich aus seiner Wohnung ausrücken zu müssen und dann als Büttel eines sinnentleerten neoliberalen Systems zu agieren, das Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnet hat?

Wie dem auch sei. Ich hätte die Geheimdienste jedenfalls für effizienter gehalten. Anstatt diese mühsame Skripal-Nummer abzuziehen, hätten die „Dienste“ doch genausogut einen der tausenden Alkoholiker, die jährlich in Europa an russischem Wodka sterben, heranziehen können, um Putin verantwortlich zu machen und ihm ein Ultimatum zu stellen.

Aber vielleicht sollte man den derzeit am Horizont heraufziehenden Sturm weniger aus der Perspektive der Menschheitsfamilie heraus sehen, sondern einfach vom neoliberal-egoistischen Standpunkt, der uns ja von Kindesbeinen an beigebracht wurde: Dann kann man die derzeitige Anti-Putin-Propaganda einfach beinhart ausnützen: Wenn einem der Rasenmäher oder das Auto eingeht … oder der Kühlschrank leer wird: – einfach bei der Versicherung einreichen mit der Begründung: Putin war’s. Unter der derzeitigen transatlantischen Großwetterlage wird es kein Versicherungs-Sachbearbeiter wagen, den Antrag auf Schadenersatz abzulehnen. Muss er sich doch tunlichst hüten, als „Russenfreund“ zu gelten und Anschuldigungen gegen Putin durch sachliche Argumente zu rechtfertigen.

 


Nachsatz:

Mal im Ernst: Wenn wir unserer bis zur Rotglut erhitzten, kurz vorm Kolbenreiber stehenden Maschine jetzt nicht einen Boxenstopp und eine umfassende Reparatur vergönnen – und dem aufgrund eines transatlantischen Virus immerzu in Richtung Grand Canyon führenden Navi ein anständiges Softwareupdate verpassen –  dann könnte die Sache womöglich wirklich schon demnächst ins Auge gehen.  

Oft begegnet einem die Antwort: Man könne ja „eh nix machen“. – Es würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, zu ergründen, wo uns diese nihilistische Suggestion beigebracht wurde. Vorerst nur so viel: Es gibt keine größere Lüge als diese. Inmitten all der globalen Wolken, die uns bedrücken, vergessen wir leicht, wie groß gleichzeitig auch unsere Möglichkeiten sind –  sogar als einzelner Mensch hat man immer Möglichkeiten, die landläufig weit unterschätzt werden. Dabei muss es nicht nur um politischen Aktionismus gehen, obwohl auch dieser dringend angesagt wäre. Bereits der Wille, sich nicht mehr mit dem Einheitsbrei und den Schlaftabletten der Massenmedien abfüttern zu lassen (Medien, die übrigens ihrerseits nur von sage und schreibe drei Tankstellen gefüttert werden), sondern sich selbst Einsicht zu verschaffen, IST bereits eine wirksame demokratische Handlung des mündigen Bürgers. In Wirklichkeit ist dieses Sich-Einsicht-Verschaffen bereits die halbe Miete, alles andere wird sich dann zur rechten Zeit bei rechter Gelegenheit wie selbstredend ergeben. Wir würden damit eine gesamtgesellschaftliche Atmosphäre erschaffen, in der die derzeit bereits fast schon als Normalität akzeptierte Korruption und halsbrecherische neoliberale Agenda gar keinen Bestand mehr hätte. So wie Schwarzschimmel nur in einem sumpfig-feuchten Milieu, am besten unter Ausschluss des Sonnenlichtes wachsen kann. Sorgt man für Trockenheit und lässt man das gleißende Licht der Sonne auf den schwarzen Schimmelpelz scheinen – ist er erledigt.

In diesem Sinne auch ein anregender Appell auf Rubikon, in dem der Autor Karl-Jürgen Müller „dieser verfluchten Merkel-Regierung“ (Florian Kirner) den Vogel zeigt, dass sie sich erdreistet, mit einer eigentlich abgewählten Regierungs-Koalition der Wahlverlierer nun die Kriegstrommeln zu rühren:

„Nicht in unserem Namen!“

Zurechtgerückt am falschen Platz

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Antonio Gramsci meinte: „Die alte Welt liegt im Sterben. Die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster.“

Der „Freitag“ titelte in seiner letzten Ausgabe: „Da draußen sind Monster: GroKo – Diese Regierung ist der letzte Gruß einer untergehenden Zeit“.

Dass heute freilaufende Monster unterwegs sind, muss aber nun nicht unbedingt bedeuten, dass wir auch dumm genug sind, uns von diesen an die Wand drücken und erwürgen zu lassen. Wären wir nicht digital umnachtet und hätten noch alle Tassen im Schrank, dann würden wir den umherstreunenden Monstern ganz einfach einen Platz geben, wo sie nicht viel Schaden anrichten und sogar eine nützliche Arbeit für die Gesellschaft verrichten könnten. Aber wir würden sie um Gottes Willen nicht an die obersten Schalthebel der Macht setzen, wo sie nach rein technokratisch-nihilistischen Kriterien über das Schicksal ganzer Länder entscheiden und die Gleise unserer Zukunft in den Grand Canyon legen.

Man braucht diesbezüglich gar nicht nur auf Soros, Trump & Co. schauen – wobei sogar fraglich ist, ob Trump wirklich ein Monster ist, nur weil unsere Leitmedien ihn ständig als solches an die Wand malen. Immerhin hat er, von den Medien wenig berichtet, zum Kampf gegen die pädophilen Eliten geblasen (siehe epochtimes), ist also womöglich sogar ein Monsterjäger. Kehren wir also lieber vor unserer eigenen Tür. Da wir den Ball in Sonntagsfeiertagslaune unbedachterweise aus der Hand gegeben haben, steht nämlich auch in unserem Land mittlerweile alles Kopf und könnte uns schon demnächst Kopf und Kragen kosten. Hätten wir alle Tassen im Schrank, dann würden wir der gelernten Physikerin Angela Merkel z.B. einen Job als Laborantin in einem Labor für zerstörende Werkstoffprüfung geben oder meinetwegen auch als Prokuristin in einer Nudelfabrik – aber um Gottes Willen doch nicht viermal in Serie das allerhöchste Amt des Landes, das auch für das Gesamtschicksal von Europa maßgeblich verantwortlich ist. Oder Finanzminister Olaf Scholz und seiner Goldman-Sachs Gefolgschaft: man sollte den Mann wegen seiner physiognomischen Ähnlichkeit mit den Panzerknackern aus einem Donald-Duck Comic nicht vorschnell aburteilen. Obwohl ich feist grinsenden Kerlchen wie ihm nicht einmal meinen (nicht vorhandenen) Hund übers Wochenende anvertrauen würde, so könnten auch Prototypen wie er gemeinsam mit den anderen Panzerknackern von Goldman Sachs und Freshfields durchaus nützliche Dienste verrichten: z.B. indem man sie Sudoku-Kreuzworträtsel für die Bild-Zeitung austüfteln lässt. Als Spieltheoretiker der Chicagoer Schule wären sie prädestiniert für das Zusammenbasteln orthogonaler Denkstrukturen, bei denen sich die Katze letzlich in den Schwanz beißt.

Auch für Ursula Von der Leyen wäre gesorgt: Als mondäne Dame mit sportivem Flair könnte sie ohne weiteres die Grinsekatzenshow der bereits abgetakelten Heidi Klum übernehmen (siehe „Wunderkinder am Catwalk“). In der Disziplin des kalten Kampfgrinsens steht sie der Catwalk-Königin ja um nichts nach. Gäbe man der oft schmählich als „Flintenuschi“ bezeichneten Russlandfeindin auf diese Weise die Möglichkeit, aus allen Medienkanälen zu strahlen, dann würde das ihr transatlantisches Selbstbewusstsein gewiss befriedigen und die offensichtlich in einem Barbiehaus und in einer Videospielrealität groß gewordene Dame müsste sich nicht unnötig echauffieren, indem sie über unsere Leitmedien ständig für ein Armageddon gegen Russland wirbt.

Oder Mario Draghi: Der Mann könnte als Kassier an der Kino-Abendkasse gute Dienste versehen, aber um Gottes Willen sollte man dem Goldman Sachs Agenten doch nicht gleich die Europäische Zentralbank in die Hände geben, an deren Zapfhahn doch auf Gedeih und Verderben ein ganzer Kontinent hängt, wo er mit einer ruinösen Nullzinspolitik gerade all unsere Liquidität einem nimmersatten Finanzmoloch in den Rachen schaufelt und Europa vor die Wand zu fahren droht – siehe dazu ein recht informatives Interview mit Markus Krall, dem Autor des neuen Buches „Der Draghi-Crash“. Auf die Idee, ein Buch über Draghi und die EZB zu schreiben, ist Krall gekommen, als er bei der EZB vorbeispazierte und ihm aus einem offenen Fenster Cannabisrauch entgegengekommen ist. Angesichts der Geisterfahrt, auf der sich die EZB gerade befindet, steht jedoch zu befürchten, dass in den höheren Etagen des EZB-Turms noch durchaus härtere Substanzen konsumiert werden. Aber hören Sie selbst, was der gute Mann zu sagen hat:

(Warnung:  So sehr der Unternehmensberater Dr. Markus Krall mit seiner Diagnose des derzeitigen Finanzsystems und auch mit seiner Prognose über das, was wir demnächst zu erwarten haben, weitgehend richtig liegt, so toxisch sind leider die Vorschläge, die der Mann ganz am Ende des Interviews als Lösung präsentiert: Kapitalisierung der maroden Banken noch vor dem Crash mittels Staatsgeldern etc. Auch seine beiläufig ins Interview eingeflochtene – darwinistische – Theorie, wonach es in jedem Falle schlecht sei, Betriebe, die am freien Markt aufgrund mangelnder Profitabilität „nicht überlebensfähig“ seien, durch günstige Kredite am Leben zu erhalten [und damit nur Hitech-Konzernen eine Existenzberechtigung zuzugestehen, die besonders viele Umweltressourcen vernichten], ist m.E. eine sehr gefährliche und genuin neoliberale Position – woraus Krall aber auch kein Hehl macht: Im Interview bezeichnet er sich selbst mit glatter Selbstverständlichkeit als neoliberal. Da das Interview ein Schlaglicht auf Sachverhalte wirft, die in den Wirtschaftsrubriken unserer DIN-ISO-zertifizierten Leitmedien i.d.R. keinen Platz finden und der Zuhörer zumindest ein Bild davon bekommt, auf welches brisante Szenario wir mit der Geldpolitik der EZB gerade zusteuern, veröffentlichen wir diesen Link trotz der tückischen Angelhaken, die darin enthalten sind. Aber so kann das Ansehen des Interviews auch gleichzeitig als Schulung der eigenen Medienkompetenz dienen. Der Teufel liegt eben wie immer im Detail.)

Leichenberge und Schutthaufen am grünen Rasen, auf dem wir so gut und gerne Fußball spielen


cc by Parkwaechter

Der Lackmustest für unseren Rechtsstaat

Damit Entwicklungen, die im vorigen Jahrhundert zu einer nahezu vollkommenen Zerstörung Europas geführt haben, nie wieder Platz greifen können, haben die Väter unserer Verfassung einen an sich genialen Griff getätigt: Die Institutionalisierung einer Gewaltenteilung in Legislative, Judikative und Exekutive. Indem fortan die gesetzgebende Macht der Regierung, die rechtssprechende Macht der Gerichte und die maßregelungsbefugte Macht der Polizei jeweils im Rahmen autonomer, rechtsstaatlicher Handlungsbefugnisse limitiert war, wurden in den Staat wirkungsvolle Schutzwälle gegen unlautere Machtakkumulation eingezogen, die uns bis zur Milleniumswende auch ein durchaus prosperierendes gesellschaftliches Leben ermöglicht haben. Keine der drei genannten Mächte sollte mehr eigenmächtige Entscheidung entgegen dem Wohle des Volkes treffen können, von dessen Souverän ja bekanntlich alles Recht ausgeht.

Da wir also die besten rechtsstaatlichen Voraussetzungen, eine gewachsene Kultur in der Tradition der Dichter und Denker haben und obendrein unsere Wirtschaft „brummt“, frägt man sich, warum heute alle von Untergang reden. Warum sieht uns sogar der scheidende Außenminister Sigmar Gabriel auf der Münchner Sicherheitskonferenz „am Abgrund“ (Quelle: nzz) und „an einer Wegscheide, wie sie die Welt nur alle paar Jahrhunderte erlebt“?

Der Politikwissenschaftler Ulrich Mies formuliert in seinem Bestseller „Lügen die Medien?“ einen schrecklichen Verdacht und meint, dass die Gewaltenteilung von Bundeskanzlerin Merkel  massakriert wurde. Siehe auch ein Essay auf Rubikon, in dem Mies eine Regierung verortet, die „auf alle Grundsätze spuckt, die für ein halbwegs funktionierendes demokratisches Gemeinwesen konstitutiv sind, die der Öffentlichkeit täglich ihre Verachtung zeigt, Amtseide, Recht und Gesetz beiseite schiebt, die Gewaltenteilung massakriert und sich längst als rechtsnihilistisches, machiavellistisches und sozialdarwinistisches Regime etabliert hat, das alle maßgeblichen Positionen in Parteien, Regierungsinstitutionen und Medien kontaminiert“ und schließlich zu einem wenig beruhigenden Fazit kommt:

„Die Schausteller der deutschen Fassadendemokratie haben Demokratie, Anstand, faires Miteinander, Europa und den Frieden vor die Wand gefahren. Die Regierung Merkel ist keine Regierung eines demokratischen Verfassungsstaates, sie ist als illegitimes selbstinstalliertes Konzern-Regime der administrative Putsch-Part einer verfassungsfeindlichen Oligarchenherrschaft, nichts anderes: ein antidemokratisches Krebsgeschwür.“

Wenn man in der aktuellen Eskalationsdynamik im Nahen Osten und an der russischen Grenze einmal die Rolle unserer führenden PolitikerInnen betrachtet, die nonchalant lächelnd scheinbar gewillt sind, uns sehenden Auges ins offene Messer laufen zu lassen und „auf jeden Fall schießendes Personal nach Russland zu schicken“ (v.d. Leyen), obwohl bereits alle Alarmglocken läuten (siehe auch aktuelle Kommentare von Willy Wimmer, Ernst Wolff und  Jens Bernert), dann erscheinen die Worte von Ulrich Mies keinesfalls als Miesmacherei, sondern als durchaus nüchterne Bestandsaufnahme.

Francisco de Goya: „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“

Man kommt ja derzeit kaum noch nach, das Allernötigste zu Aufklärung über politisch-militärische Machenschaften zu veröffentlichen, die uns mittlerweile Kopf und Kragen kosten könnten. Erschwerend kommt hinzu, dass uns das Nachdenken über solche Machenschaften von der herrschenden Doktrin eigentlich verboten ist (Vorsicht, Verschwörungstheorie!) und jeder, der es trotzdem tut, somit außerhalb des vom öffentlich-rechtlichen Diskurs anerkannten Rahmens manövriert. Wer trotzdem in diesen Gewässern manövriert, hat überdies massive Orientierungsschwierigkeiten: Rund um die Uhr werden von der Lügen-/Manipulationsmaschinerie  unserer Leitmedien (siehe auch Dirk C. Fleck/facebook) scheinbar übermächtige schwarze Rauchwolken  produziert, sodass man nicht mehr die Sonne sehen und sich daher auch kaum noch orientieren kann, wo Norden, Süden, Osten, Westen sowie Oben und Unten gerade sind. Auch wo Links und Rechts zu verorten sind, ist in Hatespeech/Antifa-Zeiten mittlerweile vollkommen auf den Kopf gestellt. Zwar gibt es sie, die erhellenden Reportagen, und wenn man sich nur die Zeit nimmt, zu recherchieren, dann findet man auch zur Wahrheit. Nur wird man aktuell gar nicht fertig, mit diversen Links um sich zu werfen, die allesamt wichtig wären und in denen man schier Unglaubliches erfährt. So könnte man etwa ganze Bände darüber verfassen, wie die Krisenherde im Nahen Osten, der Ostukraine und Afrika ganz gezielt in Brand gesetzt wurden und wie die IS-/Al Quaida-/Nusra-Barbaren auf dem geopolitischen Schachbrett herangezüchtet wurden, um Staaten wie Syrien zu zerschlagen (siehe Rubikon), während unsere in transatlantische Lobbies eingebundenen Europapolitiker samt ihrer medialen Gefolgschaft in dem schändlichen Drama noch als nützliche Idioten dienen und unermüdlich Öl ins Feuer gießen anstatt deeskalierend / friedensstiftend zu wirken und uns zwei Minuten vor Mitternacht vor dem Armageddon zu bewahren.

Ja, ich weiß, es wird mühsam sein für Europa, sich aus diesen Netzwerken und aus der NATO herauszuringen, aber es führt leider kein Weg daran vorbei. Denn es würde später noch tausendmal mühsamer sein, die Leichenberge und Schutthaufen beiseite zu räumen, die im Falle einer Fortsetzung der Nato-Agenda den grünen Rasen übersäen werden, auf dem wir so gut und gerne Fußball spielen.

Tapsspuren ins Reich des Bösen

Zurück aber zum Tagesgeschehen. Es wird ja gerade wieder eifrig um das bereits geöffnete Pulverfass herumgezündelt. Ein Giftattentat an einem russischen Doppelagenten im englischen Salisbury hält die Welt in Atem. Das Attent soll der ansonsten so diplomatisch umsichtige Putin nun auf tölpelhafte Weise ausgerechnet am Unort und zur Unzeit kurz vor seiner Wiederwahl, vor der kommenden Fußball-WM und dazu noch mit einem unzweifelhaft russischen Spezialnervengift in Auftrag gegeben haben. Während man die Hackervorwürfe gegen Putin noch damit entkräften konnte, dass sich ja jeder Amateur eine russische Proxyserver-IP einrichten kann und damit Tapsspuren im Internet hinterlassen könne, die den politischen Gegner belasten, so sind die Tapsspuren des gegenständlichen Giftes nunmehr eindeutig: Solches Gift kann nur in dunklen russischen Labors gemischt werden, helle amerikanische HiTech-Labors sind mit dem Synthetisieren von Glyphosat bereits vollkommen ausgelastet und nehmen überdies aus moralischen Gründen keine Geheimdienstaufträge an. Colin Powell lässt grüßen. Der russische Bär war’s – nur der kann so tollpatschig sein, dass er barfuß mitten ins Honighaus marschiert und obendrein noch seine Fingerabdrücke samt seiner Visitenkarte hinterlässt (siehe auch Postillon), westliche Geheimdienste hätten so etwas wesentlich smarter erledigt, z.B. durch Drohnen oder virtuell. Blöd auch, dass der russische Geheimdienst im Jahre 2018 noch nicht einmal das ABC seines Handwerks beherrscht und seinen Präsidenten nun dermaßen in Verlegenheit bringt. Jeder 12jährige Ken Follet-Leser hätte das besser hingekriegt.

Auch in einem Artikel des Blauer-Bote Bloggers Jens Bernert („Deutschland im Krieg“) erfährt man Unglaubliches: Von unseren Leitmedien geflissentlich verschwiegen, waren in Syrien angeblich bereits 2016 deutsche Bodentruppen im Einsatz – vollkommen völkerrechtswidrig und ohne UN-Mandat natürlich. Quelle für diese Nachricht ist die ansonsten wegen ihrer proatlantischen Quellengüte ach so hochgehaltene, EU-finanzierte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ in London, unsere Leitmedien hingegen, die ansonsten jeden Mucks dieser „Beobachtungsstelle“ ausführlich rezipieren und multiplizieren … – guckten diesmal betreten beiseite und berichteten lieber über die neue Staffel von Germany’s Next Topmodel. Eigentlich verständlich, sind sie auch einigermaßen unappetitlich, die Hintergründe über die Verbindungen von Angela Merkels „verlässlichen Freunden“ und den IS-/Al Quaida-/Nusra-Barbaren, die von ARD, ZDF, Spiegel & Co. im Falle von Ghouta und Ost-Aleppo ganz ehrenvoll und heldenhaft als „Rebellen“ bezeichnet werden, die gegen „Milizen“ des „Machthabers“ Assad kämpfen (siehe Rubikon1: „Völkerrechtsbrecher und Terrorpaten“ und Rubikon2: „Wie der Westen den Islamischen Staat erschuf“). Ach ja, an dieser Stelle mag es erwähnenswert sein, dass Rubikon-Artikel auf Google, Facebook und Twitter neuerdings mit einem „Shadowban“ belegt werden (siehe rubikon/facebook) – so nennt sich die algorithmische Technik, mit der ein unten gleich näher erörtertes inquisitorisches Netzwerk Artikel, die kritisch über die transatlantische/NATO-Agenda berichten, für die virtuelle Community unsichtbar macht oder zumindest an die Peripherie verdrängt. Bei Verlinkung von Nachrichtenspiegel-Artikeln auf Facebook konnte ich bereits ähnliches feststellen – nicht immer, aber ganz offensichtlich nach einem algorithmisch gesteuerten Muster werden diese Posts aussortiert. Das Perfide: der Poster selbst merkt es nicht. Willkommen also in der virtuellen Echokammer, in der man nach Leibeskräften seine Empörung herausschreien darf, aber keiner hört es außer man selbst (siehe dazu auch Markus Fiedler auf Rubikon).

Der letzte Mohikaner: Ein Rechtsanwalt wider den Wahnsinn

Aber es gibt auch Licht am Horizont: Vor einigen Wochen hat der Rechtsanwalt Wilfried Schmitz eine couragierte Initiative gestartet und Strafanzeige gegen alle Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks (NDR) sowie auch aller anderen deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten erstattet, sowie gegen alle Verwaltungs- und Rundfunkräte sowohl des NDR als auch aller anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten wegen „aller in Betracht kommenden Straftatbestände, insbesondere wegen des Tatverdachts des gezielten Werbens um Mitglieder und Unterstützer zu Gunsten terroristischer Vereinigungen im Ausland gem. §§ 129 a Abs. 5, 129 b Satz 1 StGB und der Beihilfe zu Straftaten nach dem VStGB sowie wegen des Geschehenlassens solcher Straftaten gem. § 357 Abs. 1 und Abs. 2 StGB“. Des Weiteren hat er unter Verweis auf mehrere StGB-Paragraphen eine Strafanzeige gegen sämtliche Mitglieder des Bundestages – inklusive Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin von der Leyen – gestellt, die 2015 für den Syrieneinsatz der Bundeswehr gestimmt haben sowie gegen alle Bundeswehrangehörigen sowie alle Angehörigen aller Dienste und Behörden, die an der Umsetzung und Ausführung dieses Beschlusses mitgewirkt haben. Die Strafanzeige richtet sich zudem gegen alle Staatsanwälte der Bundesanwaltschaft, die trotz zahlreicher Hinweise und Anzeigen aus der Bevölkerung keine Ermittlungen zu den genannten Tatvorwürfen aufgenommen haben und führt als Vergehen „Strafvereitelung im Amt“ und „Rechtsbeugung“ auf. Die Initiative des Rechtsanwalts kann auch online unterstützt werden (–>openPetition).

Wie unsere Bundesanwaltschaft die Klage des Rechtsanwalts auffasst, wird der Lackmustest sein, ob die eingangs erwähnte Gewaltenteilung im Jahre 2018 realiter noch existiert oder etwa nicht mehr – also quasi ein Stresstest für unsere Judikative so wie beim EU-Bankenstresstest, als man abklopfen wollte, wieviel Substanz die ausgezehrten Institute für den Fall einer Krise noch besitzen. Die strafrechtlich bewehrten Sachverhalte liegen nun klar dokumentiert am Tisch, Staatsanwälte, die ihren Titel zu Recht tragen, müssten umgehend tätig werden und den von RA Schmitz vorgebrachten Regierungsskandal aufarbeiten. Falls sie es trotz der zum Himmel schreienden Faktenlage nicht tun (hier der lesenswerte Eingabeschriftsatz von RA Schmitz) … – nun, dann darf jeder von uns wirklich tief Luft holen, eine Bedenkminute einlegen und sich gut anschnallen für das, was wir dann zu erwarten haben.

Zivilcourage in Zeiten der Neo-Inquisition

Wie auch immer, die Initiative von Rechtsanwalt Schmitz verdient Respekt. Da es mich in Zeiten des kollektiven Duckmäusertums verblüfft hat, dass sich ein Rechtsanwalt zu einer solch couragierten Aktion aufschwingt, habe ich ein bisschen näher zu seiner Person recherchiert. Wer ist dieser Wilfried Schmitz? Auf seiner Website erfährt man, dass er zunächst als Kommunalbeamter die Strukturen der öffentlichen Verwaltung erforscht und das rechtswissenschaftliche Studium erst als zweiten Bildungsweg beschritten hat. Einige Absätze weiter gibt er von sich preis, dass er neben guter Literatur und Wandern auch Aikido, Schach und Gitarrenspiel praktiziert. Aha, dachte ich: Das hat den guten Mann also vor einem Betonschädeldasein bewahrt – Mensch sollte also mehr lesen, wandern, schachspielen, aikidokämpfen und gitarrespielen, um der Sklerose zu entgehen, die uns heute trotz flächendeckender Kinderlähmungsimpfung lähmt.

Am Ende seiner Vita ist es dem Rechtsanwalt jedoch auch noch ein Anliegen, expressis verbis seine höchstpersönliche Motivationsquelle anzuführen, die ihn zu seiner Klage gegen die Merkel-Regierung geführt habe. Manche mögen dieses Bekenntnis als sentimental oder unwissenschaftlich ansehen, aber ich halte es gerade in Zeiten, in denen der technokratisch-szientistische Nihilismus de facto in den Rang der Staatsreligion erhoben wurde und die öffentliche Meinungshoheit der inquisitorischen Knute der Gwup-/Psiram-/Skeptikerbewegung unterliegt, für ein bemerkenswertes Zeugnis des Mutes. Denn wer sich dieser Knute widersetzt, dem droht heute ein ähnliches Schicksal wie dem Ketzer im Mittelalter. Wie Markus Fiedler in seiner Reportage „Zensur“ nachgewiesen hat, beherrscht ein Netzwerk aus transatlantischen Spindoctoren  und dem vielarmigen Oktopus des US-Atheisten-Thinktanks der „Skeptiker / Brights“ heute fast alle relevanten Plattformen im Bereich Wissenschaft, Medien, Wissensenzyklopädien und Social Media, um für die effiziente Ausschlachtung der noch verbliebenen Umwelt- und Humanressourcen dieser Welt die passende Weltanschauung zu liefern: den Glauben an eine tote, dumme, mechanistische Erde, auf deren Kruste aus nicht restlos geklärten, aber unwesentlichen Gründen eben auch ein paar zweibeinige Biocomputer herumlaufen, die man ob ihrer mangelnden Effizienz schleunigst in die Obsoleszenz schicken sollte (siehe ARTE Doku „Welt ohne Menschen“). Nicht nur Wikipedia ist in genuiner Hand von Administratoren der Skeptiker-Bewegung, auch bei Facebook, dem Quasi-Monopolisten im Bereich Social Media dürfen die Skeptiker (dort als Teil des Zensurbüros „Correctiv“) alles löschen, was nicht ihrer streng „wissenschaftlichen“ Weltanschauung und der neoliberal-atheistischen Agenda entspricht. Wie in Fiedlers Doku aufgedeckt, werden durch dieses Netzwerk gesellschaftlicher Dialog und freie Meinungsentfaltung gezielt unterdrückt – eigentlich wäre auch dies ein Fall für die Staatsanwälte, denn immerhin leben wir im 21. Jhdt. und haben uns unter Blut, Schweiß und Tränen eine heute verfassungsmäßig verbürgte Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit errungen – wer DIESE sabotiert, der sollte an den Pranger gestellt werden, nicht diejenigen, die sich mit Courage zivilgesellschaftlich engagieren. So uns der Erhalt unseres Grundgesetzes lieb ist, dürfen wir diese plumpen inquisitorischen Mechanismen nicht tolerieren! Wenn dieses Krebsgeschehen noch länger metastasiert, dann ist es womöglich zu spät. Dann bringt sich die Gesellschaft um ihre wertvollsten Köpfe und weiht sich dem Untergang.

Unsere letzte Hoffnung: Die Ketzer

In einem derzeitigen Klima von Gesinnungsdiktatur, Inquisition und medialer Scheiterhaufen erscheint es mir jedenfalls als herkulischer Kraftakt, sich demgegenüber ganz offen als Ketzer zu deklarieren. Vielleicht bräuchte es nur eine Handvoll solcher Ketzer, um den mittlerweile abgründigen Verhältnissen eine Wende zu geben und die von Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnete Weltordnung durch eine humane Weltordnung zu ersetzen? Gäbe es mehr Ketzer wider die derzeit herrschende Weltanschauung , wer weiß, vielleicht könnten wir wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken? – Hoffnung und Humanität statt Apokalypse und Abgrund … Worte, die im Lichte der Rauchschwaden und tumultarischen Ereignisse des politischen Tagesgeschehens ja fast schon surreal und frivol klingen.

Wie auch immer, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und deshalb sollten wir sie auch im Schatten der momentanen Ereignisse – die im Vergleich zu dem, was in Zukunft noch auf uns zukommt, womöglich noch harmlos sind – keinesfalls zu früh aufgeben. Wie auch Hagen Rether in seinem Kabarett unermüdlich ausdrückt: Umkehr ist auch am Abgrund noch möglich. Jeder Mensch hat einen freien Willen und niemand kann uns zwingen, auch wirklich den zweiten Fuß in den Grand Canyon zu setzen.

Aus diesem Grund möchte ich auch das Motivationsschreiben des Rechtsanwalts Wilfried Schmitz in ungekürzter Fassung wiedergeben, auch wenn es, wie bereits angemerkt, viele „skeptisch aufgeklärte“ Zeitgenossen für sentimental halten mögen. Also mir persönlich sind Menschen, die aus solcher ‚Sentimentalität‘ die Kraft für couragiertes zivilgesellschaftliches Engagement wider Kriegstreiberei und für eine lebenswerte Zukunft schöpfen, jedenfalls hundertmal lieber als neunmalgescheite Experten, die die Fundamente unseres Rechtsstaates, unserer Ökosysteme, des Weltfriedens und unserer gesamten Zukunft systematisch zerstören. Und wer weiß: Vielleicht stehen Menschen, die nach neoliberalen Kriterien als sentimental angesehen werden, viel mehr in der Realität des Menschseins als die sogenannten Realos, die ja trotz aller noch so pragmatischer Beteuerungen und kurzer Strohfeuer letzlich nur verbrannten Boden hinter sich lassen – wohl da ihnen schlichtweg der Geist fehlt (siehe „Gastmahl der Geistlosen“) und alles Geistlose ebenso eine tote Kopfgeburt ist wie eine Eizelle, die nicht befruchtet wurde. Wenn man die griechische Philosophie und Permenides ernst nimmt, dann unterliegen wir ja heute einer fundamentalen Vertauschung von dem, was wir für Sein und Nicht-Sein halten (siehe „SEIN oder NICHTSEIN – eine Frage über Fortbestand oder Untergang unserer Spezies und ein Lanzenbruch für Permenides“).

Aus der Stellungnahme (Quelle: wilfried-schmitz.de):

„Da ich wegen meiner Petition zur strafrechtlichen Aufarbeitung der Entsendung der Bundeswehr nach Syrien (weitere Informationen dazu unter dem obigen Link „Aktuelles“) immer wieder gefragt worden bin, was mich denn motiviert oder woran ich glaube, möchte ich – auch wenn ein solches Bekenntnis auf der Homepage eines Anwalts wohl nur sehr selten zu finden ist – sagen, dass ich glaube, dass alle Religionen, richtig gelebt, Flüsse sind, die in das gleiche Meer münden, und dieses grenzenlose, unermesslich reiche und unvergleichlich schöne Meer ist Gott.

Ich bin zwar Christ und glaube, dass der Mensch die Wahrheit in der Religion suchen soll (auch wenn er dafür ggf. tief graben muss), in die er hineingeboren worden ist, aber ich glaube auch, dass die Freiheit des Glaubens  – ganz besonders – den Respekt gegenüber anderen Religionen und allen Menschen einschließt, die ihren Weg zu Gott noch nicht gefunden haben. Das Christentum hat auf Grund von kirchlichem Machtmissbrauch und Korruption schon im Mittelalter schwerste Krisen durchgemacht, und seine wahren Inhalte werden wohl wieder lebendig gemacht werden müssen, damit die Menschen für das Fehlen von Antworten auf ihre Fragen nicht den verantwortlich machen, der diese Religion begründet hat. Kirche und Religion sind nicht (mehr) dasselbe, wenn sich die Kirche vom Ursprung löst und eine andere Agenda verfolgt als der Botschafter der Nächstenliebe. Das bedeutet aber nicht, dass alle Schätze des Wissens und der Erkenntnis schon verloren sind. Sie können aber verloren gehen, wenn man Unrecht widerspruchslos geschehen lässt. Deshalb ist jeder Mensch, der seinen Glauben noch ernst nimmt, aufgefordert, allen Formen von Amtsmissbrauch und Willkür zu widersprechen, erst Recht allen Formen verdeckter und offener Kriegsführung, die nichts mit Selbstverteidigung zu tun haben, sondern bloß für einen Raubzug stehen, der alle Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen das Völkerrecht einschließt. Seht nicht, was Volksvertreter und Amtsinhaber sagen, sondern seht was sie machen. Eine Partei, die sogar das „c“ für „christlich“ in ihren Namen trägt, solche völkerrechtswidrigen Kriege aber unterstützt und mitträgt, die sollte dieses „c“ durch „u“ wie „unchristlich“ oder „unmenschlich“ ersetzen, wenngleich andere Adjektive wohl noch passender wären.

Daher werbe ich bei Menschen, die in sich eine tiefe Ablehnung gegenüber (anderen) Religionen empfinden, gerne für Bücher gerade aus diesen Religionen, damit sie die von Vorurteilen beladene Unbegründetheit ihre Ansichten hoffentlich feststellen können, wie z.B. https://www.reichel-verlag.de/978-3-926388-00-1.shtml

Die, die z.B. glauben, dass der Islam „an sich nicht gut“ sei, denen empfehle ich z.B. die Hadithe des Propheten,

und denen die glauben, dass der Hinduismus (Anhänger des Sanatana Dharmas) „keine wahre Religion“ etc. sei, empfehle ich die Lektüre des Ramayana, des Mahabharata oder auch der Verse des Rig-Veda und insbesondere die traditionelle ayurvedische Medizin, deren Ernährungslehre m.E. konkurrenzlos ist.

Denen, die ein inspirierendes Werk über den (tibetischen) Buddhismus suchen, empfehle ich gerne „Milarepa, Tibets großer Yogi“, usw.

Jede Religion hält solche Schätze der Weisheit bereit. Wer die tiefgründigen Wahrheiten in anderen Religionen suchen will, der – und nur der – wird sie auch finden, denn das spirituelle Wissen, das Gott bereit hält, ist  – so glaube ich – reserviert für die die es suchen. Im Handwerk wirft schließlich auch kein Meister dem lernunwilligen Lehrling sein Wissen hinterher.

Wer glaubt, dass der Glaube „Opium für das Volk“ ist, der sollte sich fragen, ob er nicht vielleicht der wohl mit Abstand dümmsten Lüge der Menschheitsgeschichte aufsitzt und welche Kreise ihn da eigentlich „aufgeklärt“ oder auch „illuminiert“ haben. Nichts öffnet – so meine Erfahrung jedenfalls – in Wahrheit den Blick für die Realität und das Leben mehr als der Weg zu Gott, nichts gibt dem menschlichen Leben und Denken so viel Schwere, Tiefe und Bedeutung wie der Glaube an Gott und das Wissen, das durch den lebendigen Glauben erlangt und erlebbar gemacht werden kann. Und mir ist nicht ein einziges Zitat bekannt, das auf den Begründer des Christentums zurück gehen soll, wonach der Mensch seinen Glauben und die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht mit seinen Verstandeskräften hinterfragen und vertiefen darf. Der angebliche Widerspruch zwischen Glaube und Wissenschaft gilt meines Erachtens nur für die, die die Schönheit Gottes nicht einmal in der Wahrnehmung der Schönheit der Natur und in dem Wunder des Lebens und deshalb schon gar nicht in den Formeln der Mathematik oder in den Erkenntnissen der Physik entdecken können. Ein lebendiger Glaube hat eben gerade nichts mit dem Opium zu tun, mit dem die Konsumgesellschaft – in Millionen Varianten – den Menschen von sich und der Natur entfremdet hat. Und wenn Gott „Opium“ wäre, dann sollte sich jeder mal auf den Rausch dieser Erfahrung, Gott zu suchen und zu finden, einlassen. Das „kostet“ auch nur ein Gebet, und das dürfte unabhängig vom jeweiligen Marktpreis sehr viel günstiger und ungefährlicher sein als Opium. Die Menschheit steht am Scheideweg und muss sich entscheiden: Will sie mit Menschlichkeit und Gerechtigkeit Ordnung ins Chaos bringen oder weiter zusehen, wie gewisse Eliten überall Chaos und Zerstörung stiften, damit sie aus diesem selbst inszenierten Chaos – so wie in Syrien und Serbien – ihre „Ordnung“ etablieren können, die nicht für „mehr Demokratie“, sondern bloß für Fremdherrschaft durch Marionetten steht?

Und wenn es in der Hochschulwissenschaft so wissenschaftlich zugeht, warum vermeidet sie sogar die öffentliche Auseinander mit z.B. altsumerischen Texten, die für jeden Menschen interessant sein dürften, siehe z.B. Eine Geschichte, die keiner kennt, aber jeder kennen sollte

Und wie „Wissenschaftler“ in Sendungen wie „Die Pyramiden-Lüge“ (auf Youtube kostenlos abrufbar) als allen Anschein senile geistlose Schwätzer vorgeführt werden, dann kann sich jeder selbst fragen, ob es in der etablierten Wissenschaft stets um die Suche nach der Wahrheit oder zuweilen nicht viel mehr um das Verdecken von Wahrheiten geht. Nicht, das einer mitbekommt, dass „die Alten“ (Hochkulturen) vielleicht mehr wussten als wir und dass die aktuellen Eliten vielleicht bloß von dem Wissen zehren, dass sie in den Trümmern dieser alten Hochkulturen gefunden haben.

Für alle, die den Frieden im (irdischen) Recht und durch das (irdische) Recht suchen, hier ein schönes Zitat aus unbekannter Quelle (ich werde die Quelle sofort bekannt geben, sobald sie mir bekannt ist), da ich persönlich glaube, dass der wahre – innere und äußere Friede – nicht vom geschriebenen, von Menschen verfassten Recht, schon gar nicht von völkerrechtswidrig inszenierten Kriegen und ungewollter Fremdherrschaft abhängen kann:

„Jesus sprach: sucht nicht das Gesetz in den Schriften, denn das Gesetz ist Leben, während die Schrift tot ist. In allem Lebendigen ist das Gesetz.
Ihr findet es im Gras, im Baum, im Fluss, im Berg, in den Vögel des Himmels, in den Fischen des Meeres, doch sucht es hauptsächlich in euch selbst.
Denn wahrlich ich sage Euch, alle lebendigen Dinge sind Gott näher als die Schrift, die ohne Leben ist.
Gott schrieb die Gesetze nicht auf Buchseiten, sondern in Eure Herzen und Euren Geist.
Sie sind in Eurem Atem, in Eurem Fleisch, Euren Eingeweiden, Euren Augen und Ohren und in jedem kleinsten Teil Eures Körpers. Sie sind gegenwärtig in der Luft, im Wasser, in der Erde, in den Pflanzen, in den Sonnenstrahlen, in den Tiefen und Höhen.
Sie sprechen alle zu Euch, damit ihr die Sprache und Willen des lebendigen Gottes verstehen könnt.
Aber ihr schließt Eure Augen, um nicht zu sehen, verstopft Eure Ohren um nicht zu hören.
Wahrlich ich sage Euch, die Schriften sind das Werk der Menschen, aber das Leben und all seine Heerscharen sind die Werke des Lebendigen.
Warum hört ihr nicht auf diese Worte, und studiert die toten Schriften die aus der Hand des Menschen sind?“


Ergänzung 18.03.2018:
Rechsanwalt Schmitz hat inzwischen nachgelegt und diese Woche auch noch eine Strafanzeige wegen des völkerrechtswidrigen Einsatzes der Bundeswehr im NATO-motivierten Balkankrieg (1999) erstattet. Hier der originale Text der Strafanzeige:

16.3.18 Strafanzeige.an.Generalbundesanwalt.zu.BW.in.Serbien.1999

(siehe auch Bericht bei humanrightsreporters

+ die soeben gestartete Petition II zur Unterzeichnung)

Auf der Website des Anwalts finden sich in der Rubrik „Aktuelles“ auch lesenswerte Interviews zu aktuellen Initiativen (darunter auch die Verweigerung von Rundfunkgebühren für öffentlich-rechtliche Medien, die schon seit geraumer Zeit ihren Auftrag nicht mehr erfüllen und durch ihre einseitige Berichterstattung z.B. über die Syrien-, Ukraine- und NATO/Russland-Krise nicht nur eine Beleidigung des gesunden Menschenverstands darstellen, sondern mittlerweile als regelrecht bellizistische Akteure einzustufen sind) sowie zeitkritische Essays wie z.B.  zur Frage „Was kann der Mensch in dieser Zeit tun und erwarten?“

 

Rette sich wer kann? – Gedenken an den Beginn eines sehr unseligen Zeitalters


Foto: cc by Parkwaechter

Trabanten des Schwarzen Lochs

„Da draußen sind Monster: GroKo – Diese Regierung ist der letzte Gruß einer untergehenden Zeit“ titelt der Freitag in seiner dieswöchigen Ausgabe.

Gestern wurden sie von Bundessteinadler Steinmeier also wieder vereidigt, die Monster. Gruppiert um die erosive Gravitationskraft eines alternativlosen schwarzen Lochs präsentieren sie sich den Kameras allen Umständen zum Trotz als Fleisch gewordenes „Wir schaffen das“ (siehe Foto). Während uns der abgesägte Außenminister Sigmar Gabriel auf der Münchner Sicherheitskonferenz „am Abgrund“ sieht (siehe nzz) und auch die Wissenschaftler und Nobelpreisträger des „Bulletin of the Atomic Scientists“ ihre Doomsday Clock gerade auf 2 Minuten vor Mitternacht gestellt haben (siehe Spiegel), so glauben die Ministranten der Rautenkönigin weiterhin unbeirrt an den Fortschritt von Technik und transatlantischer Demokratisierung – wild entschlossen, das zu tun, was Steinmeier als primäre Aufgabe der Regierung ansieht (Quelle: bilanz.ch) :

«Der Bundespräsident, vor allem die Mitglieder der Bundesregierung müssen Überzeugungsarbeit leisten, dass das transatlantische Fundament nicht infrage gestellt wird.»

Die Trabanten des schwarzen Lochs (siehe auch CDU-Gruppenfoto „Die Mitte“) werden sich nun also an ihr Werk machen und in immer enger werdenden Kreisbewegungen auf ihre gleichzeitig adipöse und nicht-existierende Mitte zusteuern, bis sie vollends im schwarzen Wurmloch verschwinden und vermutlich in den Omega 8-Quadranten jenseits unserer Milchstraße abgesaugt werden, wo sie dann weiterhin ihr Demokratie-Possenspiel betreiben können. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird dieses Spiel zwar womöglich nur halb so viel Spaß machen, aber was soll’s: Vielleicht bekommen sie ja auf einem Raumschiff der Borgs Asyl. Auf gleicher Wellenlänge mit diesen Feinden der Menschheit können Sie womöglich neue Coups schmieden, um technisch rückständige Zivilisationen in den Weiten des Weltalls mit den Segnungen der marktkonformen Demokratie zu beglücken.

Übelkeit beim Mittagessen

Zurück aber von Raumschiff Enterprise zu unserem Gegenwartsdrama: Da ich während eines Skiurlaubs gerade Gelegenheit hatte, in österreichischen Tageszeitungen zu blättern, wurde ich Zeuge einer unheimlich-grotesken Melange: Der Angelobungstag „dieser verfluchten Merkel-Regierung“ (Florian Kirner/Rubikon) fiel zusammen mit dem 80. Gedenktag an den österreichischen Anschluss 1938. In den Tageszeitungen mischten sich daher Reportagen über die neue Merkel-Regierung mit opulenten Berichten und Bildercollagen über den Triumphzug des „Führers“ und seiner historischen Rede am Wiener Heldenplatz, in welcher er einer ihm mit Fähnchen zujubelnden Menschenmasse Fortschritt und Wohlstand versprach – und mit dieser Fortschrittsverheißung die dunkelste Epoche einleitete, die das Land jemals erlebt hat. Die Zeitungsseiten quollen über vor Bildern mit Militärgerät, Nazi-Kohorten und ihren Claqueuren von der gleichgeschalteten Reichspresse, unmittelbar daneben Kolumnen mit Bildern von Angela Merkel während ihrer Angelobungsfeierlichkeiten, mal die Raute ganz klassisch auf Gebärmutterhöhe gefaltet, mal auch beidhändig über Kopf in der Pose, wie man sie sonst nur von Fußballern beim Erhalt der Champions League-Trophäe kennt. Angesichts dieser grotesken Bildercollage während des Mittagstisches verzichtete ich jedenfalls auf die im Hotelmenü inbegriffene Sachertorte ebenso wie auf meinen Mittagsschlaf, sondern suchte stattdessen unter leichtem Drehschwindel den Gang an die frische Luft.

Trotz des milden Frühlingswetters und des Vogelgezwitschers, das mich draußen erwartete, fiel es mir nicht leicht, zu meiner gewohnten Leichtigkeit zurückzufinden. Bisher ungekannte Gedanken gingen mir durch den Kopf: Soll ich am sinkenden Schiff bleiben oder wäre es an der Zeit, es Gerard Depardieu gleichzutun und das Land zu verlassen, bevor es zu spät ist? – Moment mal, bin ich denn vollkommen bekloppt?: Aus einem Land wegziehen, in dem doch alle gut und gerne leben und mit dem gerade halb Afrika als neue Wahlheimat liebäugelt? Nun, nicht wenige Menschen in meinem Umkreis tun dies bereits oder treffen ernsthafte Vorbereitungen zum Auswandern. Was mich dabei bisher verblüffte: es sind ausnahmslos gut situierte und hochintelligente Menschen, die das wohlstandsverwöhnte Schlamerkelland verlassen, viele davon mit kleinen Kindern – ihre Gegenwart wird mir schmerzlich fehlen. Bis vor kurzem dachte ich, dass die von mir beobachteten Abwanderungsfälle wohl einer übertriebenen Furchtsamkeit entspringen und nicht repräsentativ sind. Wie ich in einem gestern veröffentlichten Report des Statistischen Bundesamts erfahren habe, sind dies allerdings ganz und gar keine Einzelfälle: Allein im Jahr 2016 verließen 281.000 Bundesbürger das Land, ein bisheriger Rekord (Quelle: welt.de). Interessant dabei ist, dass bereits seit 2005 ein negativer Wanderungssaldo verzeichnet wird – also exakt ab jenem Jahr, in dem Angela Merkel ihre Regentschaft antrat.

Marktkonformer Migrationssaldo

Angesichts solcher statistischer Daten versteht man eventuell auch, warum sich mittlerweile sogar der beharrliche CSU-Chef Horst Seehofer Merkels Politik der offenen Grenzen angeschlossen hat, obwohl er doch noch vor Kurzem beim politischen Aschermittwoch verlautet hat, dass er sich „bis zur letzten Patrone gegen eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme“ sträuben werde. Was ein Saldo ist, versteht Seehofer schließlich: Mit negativem Saldo macht man’s als Betriebswirt nicht mehr lange. Wenn bei stagnierender Geburtenrate weiterhin jährlich mehrere hunderttausend Leistungsträger – mit derzeit exponentiell steigender Tendenz – aus Deutschland abwandern, dann findet die derzeit im Dreischichtbetrieb florierende deutsche Rüstungsindustrie womöglich nicht mehr genügend willige Arbeitskräfte, um die Sprengsätze, Panzer, Drohnen und Raketen zu produzieren, die unserem Land einen satten Exportüberschuss bescheren. Wenn die in Deutschland verbleibenden jungen Menschen, allesamt im politisch korrekten Gender Madstream auf „Make love, not war“  domestiziert, womöglich keine Lust mehr haben, diese Drecksarbeit zu verrichten, dank deren in die Krisengebiete exportierten Produkten weltweit Häuser, Kinder und wehrlose Menschen zerfetzt werden?  – Schreck lass nach, dann kommt unser solide „brummender“ Wirtschaftsmotor womöglich ins Stottern.

Oder wie ist es auch um die sonstigen ehrbaren Berufe in der gerade aufstrebenden Nanotechnologie-, Gentech-, Biotech- und Robotikindustrie bestellt, die viele Jugendliche bereits als „Bullshitjobs“ ansehen? Na da ist es doch wirklich ein genialer Schachzug, junge Menschen ins Land zu holen, die zu allem bereit sind und bestimmt keine ethischen Bedenken und Motivationsprobleme haben. – Deren Anwesenheit noch dazu den angenehmen Nebeneffekt mit sich bringt, dass sich die Bundesbürger untereinander hoffnungslos zerstreiten und dadurch politisch marginalisieren – so dass die marktkonformen Machtverhältnisse, in denen zumindest das obere 1 % der Gesellschaft gut und gerne lebt, niemals ernsthaft in Frage gestellt werden können.

Die entsprechenden Humanressourcen, die zur Verwertung der noch verbliebenen Umweltressourcen notwendig sind, stehen nun bereit. Laut der bereits erwähnten neuen Bundesstatistik wanderten im Jahr 2016 rund 1.720.000 und 2015 rund 2.016.000 Ausländer in die Bundesrepublik ein. Der starken Auswanderung von Deutschen steht also eine anhaltend hohe Zuwanderung von Ausländern gegenüber. In Westdeutschland inklusive Berlin stammen bereits 42 Prozent der neu geborenen Kinder aus einer Einwandererfamilie. Dass die armen Länder, die gerade um ihre jüngsten und leistungsfähigsten Menschen ausgeblutet werden, dadurch auch ihre eigene Zukunft und Kultur verlieren – egal, es geht um uns und unsere Wirtschaftsbilanz, WIR sind der Nabel der Welt … wenn WIR nicht gerade Fußball-Weltmeister oder Papst sind.

Beileid

Es ist im Übrigen auch lohnenswert, das Stimmungsbild in den über 600 Leserkommentaren zum vorgenannten  welt.de-Artikel zu sichten: Es sind laut eigenem Bekunden hauptsächlich Unternehmer und „Leistungsträger“, die sich hier zu Wort melden und die fast unisono ihren im Inland verbliebenen Landsleuten ihr Mitgefühl und Beileid ausdrücken.

Beileid? Beileid wozu? – Immerhin leben wir im Land, in dem sich die Tafeln vor abgelaufenem Essen biegen, doch so gut und gerne in einem nie gekanntem Wohlstand, der es möglich macht, selbst mit einfachst gestrickten Wahlkampfslogans unsere Stimme für ein „Weiter so!“ zu gewinnen. Wenn es also wahr ist, dass wirklich so viele Unternehmer und Leistungsträger unser Land verlassen – also Menschen, die den vielzitierten „brummenden Motor“ von innen kennen –, muss man dann daraus schließen, dass dieser brummende Motor womöglich eine Macke hat? Steht dieser Motor etwa kurz vorm Kolbenreiber, obwohl das hochglanzpolierte Gefährt, das er unter der Motorhaube antreibt, derzeit noch mit Höchstgeschwindigkeit am Highway über die Atlantikbrücke unterwegs ist?

Scheinbar ist der bereits eingangs erwähnte Gerard Depardieu nicht der einzige, der derzeit für Europa schwarz sieht und sich in Melancholie ergeht. In einem Interview mit dem Figaro spricht er davon, dass in seinem Land die Menschen und die Kultur „verloren gehen“ und er inzwischen Russland als seine neue Wahlheimat erkoren habe, da er „die Katastrophe nicht sehen“ wolle:

„… Wenn ich in Frankreich bin, bleibe ich hier zu Hause mit meinen Büchern: Ich möchte nicht rausgehen und das Desaster sehen. Wir haben Orwell bereits hinter uns und sind nun in Van Vogts ‚Space Wildlife‘ angekommen, wo niemand mehr etwas versteht. Das allgemeine Wahlrecht ist vorbei: Wir werden von Apple und Zuckerberg geführt.

… Deshalb nervt mich dieses Land, es ist zu sehen, dass die Franzosen so traurig sind wie der Tod. Sie wagen es nicht einmal mehr auf ihr Land zu schauen, da sie sich dafür schämen.“

Auch für den vom ihm geliebten Film empfindet Depardieu bloß noch Abscheu. Sehenswert findet er nur noch solche Produktionen, die „von der öffentlichen Kritik vernichtet“ würden.

Am neoliberalen Altar

Aber wir schweifen ab und vergraulen uns womöglich die Lust am strahlenden Fortschritt, der uns doch heute erwartet (siehe auch „Pig Business Monkey Events, Global Playboys und bezaubernde Jeannies – Auf dem Weg zur digitalen Transformation und zum Final Handshake“). Damit der zur Staatsreligion erhobene Fortschrittsglaube nicht kurz vor seinem Endsieg womöglich unerwartet zum Erliegen kommt, wurden in den letzten Wochen auch alle Register gezogen, um auf Biegen und Brechen und unter Ächzen und Stöhnen wiederum das zusammenzuschweißen, was nicht zusammen passt. Was hinter den Kulissen vor sich gegangen ist, um diese unsägliche Zwangsehe zu arrangieren, vor der nicht nur allen Schaulustigen, sondern auch den Brautsleuten selbst graut, hat der langjährige Leiter des ZDF-Parlamentsstudios Wolfgang Herles vor Kurzem ausgesprochen: „Das Chaos in der SPD ist zum Großteil Bundespräsident Steinmeier zu verdanken, der die Große Koalition erzwingen wollte“ (Quelle: focus).

Dem mittlerweile wieder in Würselen verschwundenen Martin Schulz war es dabei natürlich vollkommen klar, dass er sich und seine Partei vollkommen verheizt, wenn er wieder in die Arme der schwarzen Rautenkönigin geht. Um das zu erkennen, ist er als altgedienter EU-Berufspolitiker schlau genug – weshalb er ja nach der Wahl auch sofort in Opposition wollte … hätte nicht Bundespräsident Steinmeier interveniert und ihn in einem Vier-Augen Gespräch mit nicht in den Medien veröffentlichten, aber offensichtlich zwingenden Argumenten zum Fortsetzen des Projekts Merkel gezwungen. Indem Schulz sich und die ganze SPD-Mannschaft dazu als Opferstiere an den Schlachtaltar geführt hat, sind die zornigen Götter auf dem unantatstbaren Olymp der Atlantikbrücke nun hoffentlich befriedet und die transatlantisch-neoliberale Agenda kann in Europa ihrem Endsieg entgegenschreiten.

Aber wer weiß: Vielleicht taucht ja noch Perseus auf und schlägt der Hydra unerwartet das Schlangenhaupt ab.

 


Nachsatz:

So, nach all den demoralisierenden Regierungs-Gruppenfotos und dem schwer verdaulichen Gescholze und Gemerkel auf unserer marktkonform gewordenen Demokratiebühne möchte ich den Leserinnen und Lesern des Nachrichtenspiegel auch ein paar Sätze eines denkwürdigen Zeitgenossen mitgeben, der in unserer postmoderen Touchdisplay-Gesellschaft leider in Vergessenheit zu geraten droht – vermutlich aufgrund seiner nicht mehr ganz fortschrittskompatiblen Gesinnung. Immerhin hat er für diese Gedanken in analogen Zeiten noch den Literaturnobelpreis erhalten:

„Ich habe an vielen Dingen keine Freude und glaube an viele Dinge nicht, die der Stolz der heutigen Menschheit sind: Ich glaube nicht an die Technik, ich glaube nicht an die Idee des Fortschritts, ja nicht einmal an die Demokratie, ich glaube weder an die Herrlichkeit und Unübertrefflichkeit unserer Zeit, noch an irgendeinen ihrer hochbezahlten Führer, während ich vor dem, was man so ‚Natur‘ nennt, eine unbegrenzte Hochachtung habe.“  (Hermann Hesse)

  Hermann Hesse (Foto: PD)

Vielleicht ermuntern uns diese Worte ja dazu, vom toten Pferd, auf dem wir gerade reiten, noch rechtzeitig abzusteigen … – bevor es uns digital wiehernd in den Grand Canyon befördert.

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