Amnesty International

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Navalny – MI 6. Britischer Desinformationskrieg gegen Russland

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Navalny, Navalny, Navalny. Der Name des bekennenden russischen Rassisten, der sich bis heute noch nicht von seinen Gewaltvideos gegen Muslime und Menschen mit dunkler Hautfarbe distanziert hat, erscheint immer noch in vielen Schlagzeilen unserer selbsterklärten Qualitätsmedien. Aber statt ihn wegen seiner Verherrlichung von Gewalt gegen Menschen zu verurteilen, wird dieser dokumentierte, gemeingefährliche Prediger des Rassenhasses von den „Edelfedern“ des deutschen Journalismus als Freiheitsheld der Demokratie gefeiert und als Märtyrer und unschuldiges Opfer von Zar Putin dem Schrecklichen in beklagt. Was steckt hinter diesem Wahnsinn?

Derweil ist die westliche Öffentlichkeit vor dem Hintergrund des inzwischen 12 Monate dauernden Chaos aus willkürlichen und oft widersprüchlichen, aber stets diktatorischen Corona-Maßnahmen zunehmend demoralisiert. Hängt womöglich die Überflutung der Medien mit Navalny-Heldensagen und der Navalny-Opfer-Kult mit dem Versuch der westlichen Regierungen zusammen, vom eigenen Versagen abzulenken und zugleich die desillusionierte und müde gewordene, westliche Öffentlichkeit angesichts der geschilderten „Brutalität“ von Putin erneut für die tollen liberalen Werten der westlichen Demokraturen zu begeistern? Das wäre ein Erklärungsversuch, aber wie wir sehen werden, steckt da mehr dahinter.

Auf jeden Fall haben westliche Politiker und ihre Presstituierten erkannt, dass sich aus dem offiziell geschönten Navalny-Narrativ noch viel Honig zur Verleumdung und Diskriminierung Russlands saugen lässt, womit man auch weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau rechtfertigen kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Lack auf der Fake-Heldengeschichte über den mutigen „Oppositionspolitiker“ keine Kratzer bekommt und echte Geschichten über den Rassenhass-Prediger, die echten Geschichten über die CIA-Marionette und die echten Geschichten über Navalny als Bauchredner-Puppe des britischen Geheimdienstes weiterhin erfolgreich unterdrückt werden. Und hier kommt KenFM ins Spiel…

https://tube.kenfm.de/videos/watch/b91a4033-9156-4ffc-9fc8-205a99bbb19fE

Entzauberung Navalnys durch Amnesty International

Vom „Gewaltlosen, politischen Gefangenen“ zum rassistischen Hetzer. Dilemma für Sanktionspolitiker und Westmedien.

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In meiner Tagesdosis von letzter Woche sind wir den engen Beziehungen des angeblichen „russischen Freiheitshelden und Oppositionsführers“ Navalny mit der CIA nachgegangen. Das führte uns unter anderem zurück ins Jahr 2010, als Navalny unter anderem von der amerikanischen Botschaft in Moskau ein Stipendium für einen exklusiven Kurs am Maurice R. Greenberg World Fellows Program der US-Prestige-Universität Yale bekam. Diese angebliche Bildungsstätte ist inzwischen als ein Rekrutierungsinstitut der CIA einwandfrei identifiziert worden.

Für diese Woche war vorgesehen, dass wir uns Navalnys Verbindungen zum britischen MI6 ansehen – also zur „Military-Intelligence-Abteilung 6“ Ihrer Britischen Majestät. Aber auf Grund einer höchst erfreulichen, vollkommen unerwarteten Demaskierung Navalnys durch Amnesty International vom „Freiheitsheld“ zum rassistischen Hassprediger musste der MI6-Komplex auf eine kommende Tagesdosis verschoben werden.

Manchmal haben wir einfach Glück und es funktioniert nicht so, wie es sich die Eliten der neo-liberalen, US-geführten Weltordnung samt ihrer gekauften und bezahlten professionellen Kriegstreiber, Regime-Changer und Russenhasser in Politik und Medien und Forschungsinstituten ausgedacht haben.

Chen Guangcheng: chinesischer Dissident – und blind

Chen Guangcheng: chinesischer Dissident – und blind

Der Mut und die Unbeugsamkeit mancher Menschen ist zutiefst beeindruckend. Und nur dank dieser Menschen ist eine Weiterentwicklung hin zu einer menschlicheren Gesellschaft überhaupt denkbar. Sie sind wie Leuchttürme vor den Küsten eines fast schon in Vergessenheit geratenen Kontinents der Menschlichkeit, der Solidarität und der Verwirklichung des Traums „Menschheit“ als gemeinsame Vision. Und wir sind Bootsflüchtlinge in einer von Egoismus und Gewalt zerwühlten See, dem sicheren Untergang geweiht, wenn da nicht die Leuchttürme wären.

Chen Guangcheng, der chinesische Dissident, ist so ein Leuchtturm. 1971 geboren und seit früher Kindheit blind, setzte er sich während vieler Jahre gegen die menschenverachtende Ein-Kind-Politik der chinesischen Regierung ein, indem er Dorfbewohner in der ostchinesischen Provinz Shandong juristisch beriet, die sich gegen Zwangssterilisationen und erzwungene Schwangerschaftsabbrüche zur Wehr setzten. Das rechtliche Rüstzeug dazu eignete er sich im Selbststudium an, wohl nicht zuletzt weil ein blinder junger Mensch in der Provinz kaum Chancen auf eine höhere Ausbildung hat.

Natürlich geriet Chen Guangcheng durch sein Engagement ins Visier der lokalen Behörden und wurde nach längerer Zeit des Hausarests zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt – wegen „vorsätzlicher Zerstörung von Gemeineigentum und der Behinderung des Strassenverkehrs“. In der Haft wurde er im Auftrag der Gefängnisaufseher von seinen Mitgefangenen aufs brutalste zusammengeschlagen, weil er sich weigerte, sich den Kopf kahl scheren zu lassen, was in China als Kennzeichnung von Verbrechern gilt. Aus Protest trat er darauf in Hungerstreik. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis im September 2010 wurde Chen Guangcheng sofort wieder unter Hausarrest gestellt und wird seitdem durch die chinesischen Behörden und durch eigens für ihn abbestellte Sicherheitsbeamte aufs gröbste schikaniert. Diese „Beamte“ haben vor kurzem Journalisten von Le Monde, Le Nouvel Observateur und des Radiosenders RFI daran gehindert, den Dissidenten in seinem Haus zu besuchen.[1] Seit Jahren setzen sich Amnesty International und Human Rights Watch für ihn ein.

Im Jahr 2002 soll der blinde Dissident gesagt haben: „Ich will für die Menschen, die nie das Licht der Gerechtigkeit gesehen haben, eine Lampe anzünden – und koste es mich mein ganzes Leben.“

Wahrlich ein Leuchtturm! Und was besonders beeindruckt: Ein blinder Sehender stellt sich aus innerster Überzeugung gegen sehende Blinde – trotz Verurteilung und Einschüchterung, trotz gröbster Gewalt und Isolation.

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Fussnote:

[1] Siehe Meldung AFP

Weiterführende Links:

Bild via http://www.amnesty.fr/

Walter Bs Textereien
http://walbei.wordpress.com/

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