Allesdichtmachen

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Was man heute noch sagen darf? Shitstorms, Cancel Culture und #allesdichtmachen

“Der freie Austausch von Informationen und Ideen, der Lebensnerv einer liberalen Gesellschaft, wird von Tag zu Tag mehr eingeengt. Während wir dies von der radikalen Rechten nicht anders erwarten, breitet sich auch in unserer Kultur zunehmend eine Atmosphäre von Zensur aus: Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, öffentliche Anprangerung und Ausgrenzung sowie die Tendenz, komplexe politische Fragen in moralische Gewissheiten zu überführen. Uns gilt eine kernige, mitunter bissige Gegenrede viel. Aber allzu oft werden heute als Reaktion auf vermeintliche sprachliche oder gedankliche Entgleisungen schwere Vergeltungsmaßnahmen gefordert.” Warum ich diese Warnung von 153 renommierten Intellektuellen, unter ihnen Noam Chomsky, Mark Lilla und Salman Rushdie, aus dem Juli letzten Jahres für hochaktuell halte, nicht zuletzt angesichts der Debatte um die Aktion #allesdichtmachen​ – darum geht es in meinem Video der Woche

Die Macht um Acht (77) „Regierungs-Agenten im Sender“

ARD-Schlapphüte – Regierungs-Agenten im Sender!

Schlapphüte: Das ist einer der vielen Spitznamen für Agenten aller Art. Deshalb empfiehlt die MACHT-UM-ACHT den Sprechern und Redakteuren der Tagesschau bei ihrer Arbeit vor der Kamera Schlapphüte zu tragen, damit die Zuschauer sofort wissen: Achtung, es kommt mal wieder, statt einer echten Nachricht, die Weitergabe einer Regierungs-Position auf uns zu, die Tagesschau arbeitet mal wieder als Merkel-Agentur statt als echte Nachrichtensendung. An einer Reihe von Meldungen ist diese These gut zu beweisen.

„RKI-Corona-Zahlen – Inzidenz steigt leicht, Mutation dominiert“ droht eine Tagesschau-Überschrift in die Gegend. Das ist pure Angstmache, die sich auf diese scheinbaren Fakten stützt: „29.518 Neuinfektionen, 259 weitere Todesfälle“ geht es weiter im Text. Was die ARD-Sendung verschweigt: Neuinfektionen sagen nichts über die Krankheit aus, wer infiziert ist, muss nicht krank sein, muss nicht mal krank werden. Auch die Todes-Zahlen sind so lange unwissenschaftliche Panikmache, so lange nicht per Obduktion nachgewiesen wurde, dass die Verstorbenen AN Corona gestorben sind und nicht an ihren Vor-Erkrankungen. Wer das verschweigt, der handelt im Auftrag der Hysterie-Regierung und nicht im Auftrag der Zuschauer.

Rund um den Fall Nawalny meldet die Tagesschau ziemlich regelmäßig Festnahmen. Aber die finden in Russland statt. Dass es auch in Deutschland Festnahmen gibt, meldet die Tagesschau nicht. Die Berliner Zeitung zum Beispiel kann von „mehr als 200 Festnahmen“ bei der jüngsten großen Demokratie-Demonstration in Berlin schreiben. Von den brutalen Polizeiattacken gegen die Demonstranten kann und will die Tagesschau nichts berichten: Das mag die Regierung nun mal nicht. Zahlt Frau Merkel die Rundfunkgebühren oder Herr Spahn? Nö, die Schlapphüte der ARD machen den Verschweigen-Job mit Blick auf eine gute Rente fast freiwillig; man handelt als Agent, um nur ja nicht anzuecken.

Einen „Dammbruch“ nennt die ARD-Schlapphut-Redaktion die Video-Aktion von etwa 50 prominenten Schauspielerinnen und Schauspielern zum Corona-Regime von Merkel und Spahn. DAMMBRUCH: Dieses Wording unterstellt, dass die Schauspieler das Land überfluten, unter Wasser setzen. Damit nur ja keiner merkt, dass es sich bei der #allesdichtmachen-Video-Aktion um einen Akt der Befreiung handelt, lassen die Regierungsagenten der Tagesschau natürlich keinen der kritischen Schauspieler selbst zu Wort kommen. Um zum Beispiel von einem der Initiatoren selbst etwas zu erfahren, muss man auf die Website von RT Deutsch gehen und erfährt dort vom Regisseur Dietrich Brüggemann, einem der Mitinitiatoren und Teilnehmer von #allesdichtmachen, wie der über die Corona-Medien denkt:

„Es hat eingeschlagen. An alle, die jetzt von ‚Verhöhnung‘ schwurbeln: Ich schwurble jetzt auch mal. Ihr verhöhnt die Opfer. Ihr trampelt auf denen herum, die jetzt selbstmordgefährdet sind. Ihr spuckt auf all die, die ihre Existenz verloren haben. Ihr macht euch lustig über das Leid derer, die in ärmeren Schichten und ärmeren Ländern über die Klinge springen, die ihr ihnen hinhaltet. Ihr seid zynisch und menschenverachtend. Es macht Spaß, so herumzupöbeln, stimmt’s?“

Für diese klaren Worte muss man einen russischen Sender besuchen. Die Regierungsagenten der ARD wollen einfach keinen ehrlichen, sauberen Journalismus machen.

Der vorläufige Höhepunkt der Agententätigkeit ist eine Meldung über „Zahlen-Kosmetik in der Impfkampagne“. Für die Schlüsselzahl der profitablen Impferei muss man andere Medien konsumieren. Die bürgerliche FAZ weiß immerhin: „NUR MIT CORONA-IMPFSTOFF – Pfizer rechnet mit 15 Milliarden Dollar Umsatz“. Der Pfizer-Konzern macht seinen gigantischen Profit mit dem gemeinsamen Corona-Impfstoff von Biontech. Aber die Agenten der Pharma-Industrie wollen darüber nicht berichten. Die Impf-Opfer könnten ja auf Gedanken kommen. Zum Beispiel könnten sie denken, dass es beim Impfen nicht um Gesundheit geht, sondern um Geld. Huch, da setzen sie doch lieber schnell wieder ihren Schlapphut auf und üben „Omerta“, das Schweigegebot der Mafia.

Auch diese Ausgabe der MACHT-UM-ACHT stützt sich auf eine Vielzahl von Zuschauer-Zuschriften, die an diese Adresse gesandt wurden: DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE. Dafür bedankt sich die Redaktion ganz herzlich.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

Mensch, Schauspieler!

Die Reaktionen auf die Schauspieler-Aktion #allesdichtmachen zeigen, dass die Medien als eingeschworener Kampfverbund zur Unterstützung der Corona-Maßnahmen agieren.

Ein Standpunkt von Toralf Laibtzsch.

Etwa fünfzig Schauspieler sorgen seit einigen Tagen für Aufregung. Sie haben es gewagt, sich zur größten Krise der Nachkriegszeit zu äußern und nicht mehr nur Schauspieler, sondern auch Menschen zu sein. Am Tag der Verkündung der Bundesnotfallbremse schalteten sie in einer wohl über Monate geplanten konzertierten Aktion kurze Videos über ihre Meinung zum Pandemie-Geschehen. Unter verschiedenen Hashtags wie #niewiederaufmachen, #lockdownfürimmer und #allesdichtmachen finden sich beißend-kritische Stimmen, die auf die Absurdität unseres Alltags seit mehr als einem Jahr hinweisen. Die Reaktion darauf ist prompt und heftig.

Gotteslästerung

Prominente glauben zuweilen und mit Recht, dass sie größere Freiheiten und mehr Einfluss haben, egal, was sie tun und sagen. Sie haben eine große Schar an Fans und Followern, manche so treu ergeben, dass sie wie Jünger überall hin folgen. Ja, Prominente können in der Tat etwas bewegen. Und gerade in Zeiten wie diesen erwartet man auch von ihnen, dass sie sich äußern und Richtung geben. Nur eben bitte richtig.

Sonst kann es heikel werden, ganz heikel. Es kann Aufträge kosten, es kann die Karriere beeinträchtigen, vielleicht beenden. Auch Prominente können auf dem Altar der Pandemie geopfert werden, wenn sie ins falsche Horn blasen. Corona frisst auch Promis wie einst die Revolution ihre Kinder…

Kurznachrichten

Dirk Müller – Wollen wir die Kontrolle jedes Einzelnen? Respekt bewahren!

WIE DIE POLIT-VERBRECHER UNS ZUR IMPFUNG ZWINGEN WOLLEN: ERST HARTER LOCKDOWN DANN ARMEE !?

Aktuelles und etwas über die Dummen

„Respektlos“: Wie Maas und Twitterblase die Moralkeule gegen #allesdichtmachen​ schwingen

Das Framing hat funktioniert. Anstatt sich mit den Kritikpunkten der #allesdichtmachen​-Kampagne auseinanderzusetzen, sind Empörung über angeblichen Zynismus und die Moralkeule die einzig mögliche Reaktion auf die Aktion. Ein Überblick.

Fasbenders Woche: #Allesdichtmachen​: Kritik ist Nazi

Fasbenders Woche: Proteste gegen die Notstandsgesetze 1968 – kritische Linke war einmal | Freiwillig in die Öko-Verbotsdiktatur: ein Zeitgeist namens Kuckucksnest | Shitstorm nach Schauspieler-Aktion #Allesdichtmachen​: Kritik ist Nazi.

35 Jahre nach Tschernobyl-Katastrophe: Von der Todeszone zum Weltkulturerbe?

Vor 35 Jahren ereignete sich in Tschernobyl die schlimmste Atomkatastrophe der Welt. Die Katastrophe ereignete sich am 26. April 1986. Der Zugang zu diesem Gebiet der Ukraine ist noch jetzt streng kontrolliert. Gebiete, in denen das Strahlungsniveau immer noch hoch ist, sind eingeschränkt. Teile des Geländes könnten für Jahrhunderte radioaktiv sein, aber die Werte sind niedrig genug, damit Touristen sie besuchen und Wissenschaftler ihre Arbeit machen können. Die Ukraine verbietet langfristige Besiedlung innerhalb der Zone, obwohl etwa 100 Menschen – hauptsächlich ältere ehemalige Bewohner – sich der Anordnung widersetzen und weiterhin dort leben.

Die Sperrzone von Tschernobyl bleibt ein riesiges, leeres Denkmal für die massiven menschlichen Fehler, die von den Behörden vor 35 Jahren gemacht wurden, als Reaktor Nummer 4 explodierte, Feuer fing und dann radioaktives Material in die Atmosphäre spuckte. Die Organisation IPPNW bringt in einem Report von 2016 Hunderttausende Todesfälle statistisch in Verbindung mit der Nuklearkatastrophe. Mindestens dreißig Arbeiter des Werks kamen in direkter Verbindung mit der Katastrophe innerhalb weniger Monate ums Leben. Millionen von Menschen leiden unter gesundheitlichen Spätfolgen.

Die sowjetischen Behörden versuchten, die Katastrophe geheim zu halten, und die Welt erfuhr erst, dass etwas passiert war, als Strahlungswerte bis in den Norden Schwedens festgestellt wurden. Derzeit sind alle vier Reaktoren im Abbau begriffen. Der Abbau kann frühestens 2064 abgeschlossen werden.

Nach der Katastrophe wurden etwa 600.000 sogenannte „Liquidatoren“ eingesetzt, um die Folgen der Strahlung einzudämmen. Rund 350.000 Menschen, darunter alle 45.000 Einwohner der Arbeiterstadt Prypjat, mussten die Region verlassen. Eine neue Stadt, Slawutytsch, wurde gegründet, um Kraftwerksarbeiter und Wissenschaftler rund 30 Kilometer vom Reaktorstandort entfernt unterzubringen.

Erst jetzt trauen sich Beamte in der Ukraine vorzuschlagen, dass die Sperrzone, Prypjat und sogar der begrabene Reaktor irgendwann ein Touristenziel sein könnten – ein Denkmal nicht nur für die Fehler der Menschheit, sondern auch für ihre Fähigkeit, sich aufzurappeln und weiterzumachen. „Unser Tourismus ist einzigartig, es ist kein klassisches Konzept von Tourismus“, sagte Bohdan Boruchowski, der stellvertretende Umweltminister der Ukraine. „Dies ist ein Gebiet der Meditation und Reflexion, ein Gebiet, in dem man die Auswirkungen menschlichen Versagens sehen kann, aber auch den menschlichen Heroismus, der es korrigiert.“ Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij kündigte 2019 Pläne an, die Umgebung von Tschernobyl in eine touristische Zone zu verwandeln.

Durch die Ausstrahlung der gleichnamigen HBO-Serie verdoppelten sich die Touristenzahlen im Jahr 2019, sagen die Behörden, bevor die COVID-19-Pandemie sie bis Mitte 2020 vollständig zum Stillstand brachte. Wenn die globale Pandemie zurückgeht, hoffen die Behörden, dass sie das touristische Potenzial von Tschernobyl nutzen können. Derzeit, um in die 30 Kilometer lange Sperrzone zu gelangen, benötigt jeder Tourist einen Tagespass, der nur von zertifizierten Reiseagenturen ausgegeben werden kann.

Wie ein ZDF-Moderator als Spaltpilz arbeitet. Eine Polemik

 

Quellenverweis:

Dokumente zu den Inhalten der Videos und auch weiterführende Dokumente finden Sie immer unter:

https://clubderklarenworte.de/dokumente/

Artikel zum Video:

https://clubderklarenworte.de/boehmer…

Herman und Pop: Fortpflanzungsprobleme durch die „Impfung“?

Rechtsanwalt Ralf Ludwig ruft zur Verteidigung des Rechtsstaats auf

1. Mai, Weimar

Nachdem ein Weimarer Richter unter Druck gesetzt wird, weil er ein politisch ungewolltes Urteil gefällt hat, kündigt Rechtsanwalt Ralf Ludwig die Niederlegung einer weißen Rose vor dem Gericht in Weimar am 1. Mai an.

Bill Gates meldet baldige Überschüsse an Corona-Impfstoffen und Normalisierung bis Ende 2022

Mit Milliarden unterstützt Microsoft-Gründer Bill Gates die Produktion von Corona-Impfstoffen. In einem Interview sagte er, die COVID-19-Pandemie habe reichere Länder schlimmer getroffen. Deshalb sei es nicht überraschend, dass diese die Impfstoffe priorisieren.

Steimles Weltmusik Schallplatte (Vinyl LP )+ Zeit heilt alle Wunder Doppel CD von und mit Uwe Steimle

„Vorhang auf, hereinspaziert, hier in Steimles Welt“

Liebe Steimle Fans,

hiermit wollen wir Euch zwei musikalische Juwele an die Ohren geben, die Ihr hier direkt bei Uwe Steimle mit Autogramm bestellen könnt. Mit Eurer Bestellung unterstützt Ihr direkt Uwe Steimle in seiner Zuhause-Arbeit (Homeoffice) und die Sendung „Steimles Aktuelle Kamera“, die hier jeden Sonntag 19:00 Uhr auf Sendung geht.

Bestellinfos unter dem Video

Großdemo gegen Bürgerrechtseinschränkungen – Regierung nennt Protest ein „Verbrechen“

In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana sind am Dienstag rund 10.000 Menschen gegen die rechts-konservative Regierung unter Premier Janez Janša auf die Straßen gezogen. Es war die erste große Anti-Regierungs-Kundgebung, nachdem im Herbst ein monatelanger Lockdown verhängt wurde.

Die Demonstranten werfen der Regierung vor, die Corona-Krise auszunutzen, um Bürger in ihren Rechten zu beschneiden, die Opposition einzuschränken und Pressefreiheit zu beschneiden.

Der umstrittene Premier äußerte sich auf Twitter zu der Demonstration in Ljubljana und nannte diese ein „Verbrechen“.

Er schrieb: „Mit über 10.000 aktiven COVID-19-Infektionen im Land und einer epidemiologischen Beschränkung der Sammlung von bis zu 10 Personen wird diese heutige massive Ausbreitung des Virus in den kommenden Wochen zu Hunderten von Schwerkranken und Toten führen. Verbrechen!“

Nach „Masken-Urteil“: Wohnung und Büro von Weimarer Richter durchsucht

Anfang April untersagte das Amtsgericht Weimar per einstweiliger Anordnung an zwei Schulen unter anderen das Tragen von Gesichtsmasken. Richter Christian Dettmar argumentierte mit einer Gefährdung des Kindeswohls. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Nun wurden seine Wohnung und sein Büro sowie sein Auto durchsucht.

Heuchelei hat Hochsaison

Jens Berger

NachDenkSeiten-Podcast

Die Protestaktion „#allesdichtmachen​“ sei eine Verhöhnung derer, die jeden Tag an ihre Grenzen gehen, um auf den Intensivstationen das Leben Covid-19-Erkrankter zu retten. Diesen Satz hörte und las man in den letzten Tagen häufiger. Da bleibt einem wirklich die Spucke weg. Wo waren denn die moralinsauren selbsternannten Anwälte der Pflegekräfte vor Corona? Hat einer der Empörten sich eigentlich jemals für die Situation in den deutschen Krankenhäusern interessiert, wenn es nicht darum ging, die Corona-Politik der Bundesregierung zu verteidigen oder gar schärfere Maßnahmen zu fordern? Die Instrumentalisierung von Pflegekräften für die eigenen Belange hat mittlerweile ein Maß erreicht, das kaum mehr erträglich ist. Die Heuchelei hat Hochsaison.

So ticken DENUNZIANTEN! (Raphael Bonelli)

Der Psychiater Raphael Bonelli zeugt anhand eines Videos von

#allesdichtmachen​​ #niewiederaufmachen​​ #lockdownfürimmer wie die Psyche des Denunzianten funktioniert.

https://www.youtube.com/channel/UC3_d…

https://www.tagesspiegel.de/gesellsch…

Der Eifelphilosoph – 24.04.21

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Na – da ist ja was los!
53 Schauspieler haben ihre Meinung zu den Corona-Maßnahmen kundgetan: „allesdichtmachen“ war das Codewort. Öffentlich. Sogar Tatortkommissare waren dabei. Ging nicht darum, ob es das Virus gibt oder nicht, sondern um eine – ironische – Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit der Maßnahmen. Ich habe einige der Stellungnahmen gesehen – und fand da schon Themen drunter, die man mal hätte diskutieren können.
Leider wird in unserer Demokratie nicht mehr diskutiert, sondern gehorcht. Und wehe, wenn nicht! Der Shitstorm der etablierten Bezahlpresse war so gewaltig, dass schon jetzt viele Künstler ihre Videos zurückziehen und eifrigster Bekundung, dass man sich selbstverständlich jederzeit überall impfen und testen lasse und Abstand halte und niemanden mehr wiedersehen möchte geschweige denn anfassen und man niest selbstverständlich „AHA!“ in die Ellenbeuge.
Die Wikipediaseite über die Aktion ist zur Löschung vorgeschlagen. Intelligente, witzige, teils tiefgründige Perspektiven zur Auseinandersetzung mit einer Situation, die nicht mehr enden wird – im wahrsten Sinne des Wortes platt gemacht. Natürlich nur mit großer Wortgewalt – aber es gab auch mehrere Stimmen, die auf die bevorzugte Stellung der Schauspieler hinwiesen … mit dem leisen Unterton, dass man daran ja auch was ändern könnte. Gibt ja noch genug C-Promis, die auf eine Chance warten.
Ich zitiere hier keine der gehässigen Schmähungen, die aus allen Richtungen über die politisch neutralen Schauspieler ausgeschüttet wurden, Schmähungen, Beleidigungen, Drohungen die sich vor allem gegen eins richteten: da hat jemand eine eigene Meinung.
Das ist die Lehre, die wir Normalbürger aus diesem Vorfall ziehen dürfen: Meinungsfreiheit ist ab jetzt die Freiheit, die von der Regierung gewünschte Meinung öffentlich äußern zu dürfen. Wer dagegen verstößt, wird von einem wahnhaften, hasserfüllten Mob diszipliniert.
Gestern war auch zeitweise die Internetseite der Schauspieler nicht erreichbar. Heute – mit deutlich weniger Videos – kämpfen sie noch verzweifelt gegen ihre Verurteilung, die – wir kennen das – jeden Kritiker Merkels zum Hauptschlächter von Auschwitz erklärt – was natürlich dann überhaupt keine Verharmlosung des Holocaust ist.
Ja, einfach mal nachschauen: heute sind „Nazis“ Leute, die das Grundgesetz vorlesen, die für Freiheit, Frieden, Liebe und Demokratie auf die Straße gehen. Da verstehen historisch gebildete Leute die Welt nicht mehr. Während andererseits Impfautokraten wöchentlich neue, in ihrer Wirkung kaum erkennbare Maßnahmen heraushauen, als gäbe es da einen Wettbewerb. Ja, was brachte denn der Dauerlockdown seit Oktober? Die dämliche Maskentragerei im Sommer? Der Austausch der Stoffmasken gegen medizinische Masken? Erkennbar: nichts. Und die Impferei? Ein paar Tote, die noch gelebt hätten, die Erkenntnis, dass die Impfung bei 20 Prozent nicht lange wirkt – und dass man sich nach der Impfung achtmal häufiger mit der südafrikanischen Variante anstecken kann als ein Ungeimpfter. Und das wirkt nicht wie Pfusch am Bau ohne Ende?
Da darf man noch nicht mal drüber nachdenken?
Ja, kein Wunder, dass wir keine Diktatur mit Polizeiknüppeln haben – hier wird man ja schon verbal im Vorfeld so niedergebügelt, dass sich eine eigene Meinung gar nicht mehr bilden kann … und darf. Da Bann der Ächtung trifft Abweichler schon so weit um Vorfeld, dass es keiner Knüppel mehr bedarf.
Bei allem Verständnis für Vorsicht im Umgang mit einem unbekannten Virus … wir werden bei einer kompletten Entartung der politischen Kultur, wie wir sie gerade erleben, mehr Tote durch Politik als durch das Virus zu beklagen haben – auf Dauer gesehen.
Und dazu gibt es kein oder!
Und ich möchte an dieser Stelle meine große Sympathie für die mutige Schauspieltruppe zum Ausdruck bringen, die einer häßlich gewordenen Gesellschaft die Maske vom Gesicht gerissen hat – hinter der eine entstellte, hasserfüllte Fratze zum Vorschein kam, die Zurecht allen Angst machen sollte, die noch wissen, was eine Demokratie ursächlich ausmacht.

Oder liege ich damit jetzt total daneben?

2021: Aktion T4 4.0 (Der Influencer-Merkill)

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(Bilder: E-Gruppe Berlin)

#allesdichtmachen

Dass es in marktkonformer Maulkorbdemokratie „nur eine legitime Meinung“ gibt (Rezo), sollte mittlerweile jeder Bürger mit Internetanschluss wissen. „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“, dieses Gesetz des Schweigens (Omerta) bildet seit Generationen die Grundlage mafioser Strukturen. Wie konnten es nun also knapp über 50 Künstler wagen, die gute & gerne Omerta zu brechen? War ihnen nicht klar, dass sie dann die unbarmherzige Hand  des Paten bzw. der Patin ereilt (siehe gleichnamiges Buch der ehem. CDU-Beraterin Gertrud Höhler), vor der man bekanntlich an keinem Ort der Welt sicher ist?

Nun liegen sie allesamt auf der Streckbank der Inquisition, das glühende Eisen der Exkommunikation vor Augen, hinter sich einen geifernden Mob, der ihre Köpfe fordert. Über 20 der 50 Sektierer (von lat. secta – Abspaltung von der herrschenden Lehrmeinung) haben bereits abgeschworen. Einige halten trotz Brandblasen und klaffender Wunden noch durch, doch die geballte Macht eines rülpsenden Konsensmolochs (©W. Reiser) legt nun die Hände um ihren Hals und drückt erbarmungslos zu.

Die Schergen der heiligen Inquisition haben bei diesem unheiligen Treiben nicht allzuviel zu tun. Sie brauchen lediglich die Fackel an das Holz halten, das von tausenden dienstbaren Helfern herbeigeschafft wird. Wie schon im Mittelalter wird zur Verfolgung der Ketzer auch heute das gemeine Fußvolk eingespannt. Morddrohungen der guten & gernen Bürger, die keinesfalls „rechts“ sein wollen, ergehen nicht nur an die mutigen Schauspieler, sondern auch an deren Kinder.

Unterm Hund

Die südtäuschen Spiegelbildbürger sind außer sich vor Empörung. Was, da will uns jemand den Lockdown und unsere neue Staatsreligion (Corona) wegnehmen, in Namen derer wir gerade einen Kreuzzug gegen jegliche Vernunft und in die digitale Transformation unternehmen? Na dann Gnade ihnen Gott Mammon!

Noch vor einem Jahr haben wir uns unterm Hund gefühlt. Regisseur David Schalko sprach von „Perversion als letztem Ausdruck der inneren Verzweiflung“, die sich beim fernsehenden Kleinbürger breitmacht. Und dann kam Corona. Mit einem Schlag waren alle quälenden Fragen, die man sich als Mensch in dieser Zeit stellen muss, vom Tisch gewischt. Es gab jetzt nur noch ein Thema und eine Frage: Bist Du Corona-positiv oder negativ? Die Lämmer durften laut sein, aber das Gewissen konnte schweigen. Um ein guter Bürger zu sein, brauchte man fortan nur eines tun: Maske aufsetzen und die Maßnahmen einhalten. Alle sonstigen menschheitsbewegenden Fragen, die vor unserer Türe stehen und uns zu überollen drohen: weg. Welch Segen. Wie unendlich dankbar dürfen wir denjenigen sein, die uns diesen Einer-flog-über-das-Kuckucksnest-Schnitt verpasst haben.

Und jetzt bäumen sich da immer mehr Menschen auf, die diese Operation rückgängig machen wollen und wieder zu Vernunft und eigenständigem Denken anregen? Verdammt noch mal, Frieda, hol die Mistgabel aus dem Keller!

Um in einem Zustand blinder Raserei nicht versehentlich die Falschen aufzuspießen, gibt es neben den Leitmedien zum Glück auch viele rechtgläubige Influenzer mit jeweils Hunderttausendschaften an Followern (Mausbärlauch Böhmermann kommt mittlerweile allein auf Facebook auf über eine Million), die dem Lynchmob den Weg weisen. Selbst die gutesten und gernesten unter den Edelinfluencern zeigen Haltung und lassen keinen Zweifel offen, was von der #allesdichtmachen-Aktion zu halten ist. Den Vogel der Katzenschwanzlogik schießt wieder einmal Christoph Sieber ab. Als jemand, der immerzu mit mutiger Verve an seine Mitmenschen plädiert, nett und keinesfalls rechts zu sein, erlaubt er es sich natürlich nicht, sich in Hatespeech zu ergießen. Gesellschaftlichen Diskurs findet er erst mal gar nicht so schlecht. Um im nächsten Atemzug seinen Followern aber gleich einen unbeirrbaren Maßstab an die Hand zu geben, mit dem sie die #allesdichtmachen-Aktion beurteilen können: „Handle immer so, dass Hans-Georg Maaßen  [Anm.: der die Aktion gelobt habt]  es Scheiße findet.“

Ja wer will dieser erschlagenden Argumentation, bei der sich nicht nur die Katzen, sondern auch die Ratten in den Schwanz beißen können, noch etwas entgegensetzen? Innerhalb von Minuten nach diesem Post hagelte es Massen an Herzen und Schmachtsmileys, die digital-emotionale Währung des Social Media-Shitstorm-Zeitalters, in der Sieber fröhlich schwimmen kann wie Dagobert Duck in seinem Geldspeicher und keinen Pfifferling mehr darauf geben muss, was die restlichen 99,9% der Bürger von ihm denken. Auch dass laut Video-Bewertung auf Youtube nach 11,4 Mio. Aufrufen 96% der Deutschen die  #allesdichtmachen-Aktion gut fanden und nur knapp 4% mit Dislike reagierten: Wenn kümmert’s, wenn man in der guten & gernen Blase mit seinen Followern unter sich ist und sich gegenseitig unermüdlich auf die Schultern klopfen kann? Wo die Community den ein oder anderen, bei dem sich angesichts des immer hanbüchener werdenden Pandemie-Tagesschaugeschwurbels ein logischer Kurzschluss einstellt, sofort wieder aufrichtet und auf Linie bringt, wenn er mal kurz umfällt.

Follow the Merkill

Den Erfolg der derzeitigen Meinungsführer und angeblich kritischen Influenzer – all der Jokos, Lobos, Tilos, Rezos und Walulus – hat schon Aldous Huxley erklärt: „Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie jedoch wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.“ Das System dankt es den Tilos und überhäuft sie mit Medien- und Grimmepreisen, sogar mit dem Bundesverdienstkreuz (jüngst verliehen an Mailab) dafür, dass sie ganze Millionenschaften an Followern in seichten Gewässern in Strandnähe halten, während auf hoher See gerade der entscheidende Kampf um unsere Zukunft ausgefochten wird.

Doch wenn wir hier über Influenzer und Edeltrolle sprechen, dann nicht, um Zeit zu verschwenden. Denn keiner soll die Illusion hegen, dass diese von ihrer guten & gernen Haltung, mit der sie gerade vollen Rückenwind des Systems genießen, auch nur einen Millimeter abrücken werden. Wer die Filmaufnahmen zu den Bombenangriffen während des 2. Weltkriegs gesehen hat, weiß, dass es vergebliche Liebesmühe ist, auf den totalen Krieg eingeschworene Mitbürger aufwecken zu wollen. Die Bilder sprechen Bände: Deutsche Städte lagen bereits in Trümmern, aber man hatte irgendwie die Straßenbahn instandgesetzt und die Leute fuhren bis zuletzt weiter „in die Arbeit“ – es gibt Filmaufnahmen, wo die guten & gernen Bürger (denen es streng verboten war, „Feindsender“ zu hören) vor ihren ausgebrannten Ruinen auf die nächste Tram warten, adrett in Anzug und Arbeitsdress gekleidet, mit Aktenköfferchen in der Hand. Heute im Prinzip nichts anderes: Der marktkonforme Merkill findet statt, die Existenz der Bürger fällt absehbar in Trümmer. Und die Trümmerkinder der neuen SA rufen sogar: „Bomber Harris, do it again.“

Aktion T4 – 4.0

Ja, schon gut, ich reiß mich am Riemen. NS-Vergleiche gehen ja gerade sowas von gar nicht. Außer es geht um die Gefahr von Rechts, die bekanntlich an jeder Ecke und unter Großmütterchens Kopftuch lauert – weshalb die Polizei, unser Freund und Helfer mittlerweile auch unbarmherzig gegen greise Pensionistinnen vorgeht, den mit ihrem Hund gassi-gehenden Gefährderinnen die Hände in den Rücken dreht und sie unter Tränen aufgelöst erkennungsdienstlich „behandelt“.

Wer angesichts der Szenerie, die sich einem heute auf der Straße bzw. der Umnachtungsschau („Tagesschau“) bietet, NS-Vergleiche zieht, der ist wirklich von gestern. Der in Deutschland traditionell verwurzelte Drang nach Verfolgung und Säuberung (nicht erst seit der NS-Zeit, auch zur Zeit der Hexenverfolgung wurde es nirgends so exzessiv getrieben wie in Deutschland) hat schon längst das Next Level erreicht und die Ebene gewechselt. Während die Nazis mit Aktion T4 noch zum Ziel hatten, den Volkskörper von Behinderten zu „säubern“, so will sich die herrschende Intelligenzia in Deutschland heute derjenigen Menschen entledigen, die noch selbständig denken können. Mittlerweile werden alle medialen, legislativen und exekutiven Hebel in Bewegung gesetzt, um dieses Ziel voranzutreiben. Nicht wenige derjenigen kritischen Köpfe und alternativen Denker, die wir jetzt dringend bräuchten, um den Dingen eine Wende zu geben, sind bereits ins Ausland emigriert. Jeder darf sich ausrechnen, wohin diese wahnwitzige Agenda hierzulande führen wird. Wer „Idiocracy“ gesehen hat, mag eine vage Vorstellung davon haben – ein Film, der ebenso wie Orwells 1984 gerade mit Riesenschritten von der Realität eingeholt wird.

Wenn wir den Wahnsinn nicht stoppen, dann könnte die aktuelle Säuberung der Generation 4.0 weitaus lückenloser ausfallen als seinerzeit. Denn gegen die Überwachungstechnologie, Big Data-KI und Prozessor-Power, die den Betreibern des Great Reset heute zur Verfügung steht, wirken IBMs Hollerith-Maschinen, mit denen in der NS-Zeit der Holocaust organisiert wurde, vergleichsweise dilettantisch. Unlängst habe ich von der Tochter einer KZ-Überlebenden gehört, dass ihre Mutter mit einem aus einer Kartoffel geschnitzten, gefälschten Stempel eine Entlassungsurkunde angefertigt hat und auf diese Weise aus dem KZ entkommen ist. Das wird in Zeiten von 5G, Tracking-App und digitalem Impfpass vermutlich nicht mehr so leicht möglich sein.

Den inneren Tilo packen

Doch zurück zu den marktkonform-demokratischen Influenzern und ihren guten & gernen Followern: Bitte alle direkten Missionierungsversuche stoppen. Niemanden „aufwecken“ wollen, das stößt nur auf Widerstand. Besser seine Zeit und Ressourcen darin investieren, um selbst Lüge und Heuchelei abzustreifen und authentisch etwas zu entwickeln, was man dann in allen Worten und Handlungen wie von selbst verkörpert, ohne groß darüber reden zu müssen.

Und um diesen – nie endenden – Prozess zu bewältigen, ist eben auch der Blick nach außen auf Andere nützlich. Man soll ihn nicht vermeiden. Nochmals: nicht um an ihnen Kritik zu üben. Die werden zu Lebzeiten einen Teufel tun, ihre Haltung zu ändern. Zu wohlig bläht ihnen der Rückenwind des herrschenden Zeitgeists die Segel ihrer schnittigen Yacht, auf der hippe Parties steigen und ein lasziver Sound für Stimmung sorgt. Da nochmal umzudrehen und gegen den Wind zurück zu segeln, wo man es mit diesem öffentlich-rechtlichen Rückenwind doch schon so weit (bis kurz vor die Klippe der Niagara-Fälle) gebracht hat? So kurz vorm Endsieg des Guten & Gernen? Nie und nimmer!
Für wie dumm halten wir denn die grimmepreisgekrönten Kerlchen, die doch zur schlauesten Brut gehören, die unser Staatsschulsystem hervorgebracht hat und die gerade deswegen in pole position sitzen dürfen? – Und die uns von dort aus beibringen, wie man politisch korrekt kritisch sein darf, wenn man denn schon unbedingt kritisch sein möchte.

Doch was statt Ärger und fruchtloser Kritik immer fruchtbar ist: Das, was man beim Anderen als – zugegeben oft sehr raffinierte – Heuchelei erkannt hat, auch in sich selbst erkennen und eliminieren bzw. zurechtrücken. Denn wenn man ehrlich ist, findet man all diese Attitüden zumindest als Anlage auch in sich selbst. Man kann denen, über die man sich zunächst ärgert, also auch dankbar sein, dass sie so ein plakatives Anschauungsbeispiel geben. Jeder hat z.B. einen inneren Tilo in sich, der am Catwalk glänzen und abgefeiert werden möchte, ohne dass es ihn etwas kostet. Der superfeige superkeck rüberkommen möchte, auf clever macht und überlegen lächelt, während er nicht merkt, wie er sich von dem, was er eigentlich im Leben machen könnte und sollte, immer weiter entfernt und stattdessen einen Bärendienst leistet. Wer diesen inneren Knülch am Schlawittchen packt und trockenlegt, der hat wirklich einen Fortschritt geleistet. Er wird dies bei aller Mühsal auch unmittelbar als Zuwachs an Frische und Aufrichtekraft spüren. Doch man wird gehörig ins Schwitzen kommen. Der Aal wird sich nicht ohne weiteres an Land ziehen lassen, sondern alle verfügbare Kraft aufwenden, um durch die Hände zu gleiten und sich weiter im Schlamm zu suhlen. Noch schwieriger zu fangen sind Welse. Sie grundeln tief unten am Boden und richten im Teich oft gewaltigen Schaden an. Ein ausgewachsener Wels kann pro Tag so viele andere Fische fressen, wie in einen Wäschekorb passen. Doch hat man die Räuber einmal am Haken, dann kann sich die andere Fischpopulation wieder erholen.

 


P.S.: Die derzeitige Kontroverse um den Rückzug von mittlerweile 22 von 54 Künstlern der #allesdichtmachen-Kampagne darf man ruhig mit etwas Milde betrachten. Es gibt wohl nur wenige Menschen, die es aushalten, von der massenmedialen Stalinorgel ins Fadenkreuz genommen zu werden. Noch dazu in jenem Land, in dem laut Michail Gorbatschow die „die bösartigste Presse überhaupt“ waltet. Dass sich Personen aus dem Showbusiness, wo man es gewohnt ist, den Applaus und die Sympathie des Publikums zu genießen, entgegen dem herrschenden Zeitgeist aufrichten, in einer Zeit, deren signifikantestes Charakteristikum laut Byung-Chul Han der Shitstorm ist, ist eigentlich schon ein herkulischer Akt, der großen Respekt verdient. Sogar die Tempelritter, die noch aus anderem Holz geschnitzt waren, sind auf dem Folterbett schließlich eingeknickt und haben den Inquisitoren von König Phillip dem Schönen die schändlichsten Unterstellungen über ihren Orden unterschrieben, als man sie – wie in historischen Protokollen einsehbar –  „ad ossum“ (lat.: bis an die Knochen) bearbeitete.

Der Abend, an dem sie sozialen Netzwerke mit ihren erfrischenden, niveauvollen und Hoffnung auf ein Wiedererstehen der Vernunft machenden Botschaften geflutet haben, wird uns in Erinnerung bleiben und kann ebenso wie die Videos selbst nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Es war ein Aufbäumen des gesunden Menschenverstandes inmitten eines Treibsandes der Unvernunft, ein farbenfrohes Feuerwerk in einer Zeit der kollektiven Umnachtung.

Und wie die Beteiligten von #allesdichtmachen in einer jüngsten Stellungnahme auf ihrer Website schreiben:

„Wenn Videos von dieser Seite verschwinden, dann heißt das nicht zwingend, dass die jeweiligen Leute sich distanzieren. Es kann genausogut bedeuten, dass jemand sich einfach nicht in der Lage sieht, diesen Shitstorm auszuhalten, oder seine Familie schützen will.“

(siehe auch die Stellungnahme des Regisseurs Dietrich Brueggemann zum aktuell waltenden „Lynchmob“)

Selbst wenn einzelne Schauspieler nun schmählich Abbitte leisten und wieder zurück auf diejenige Bühne des Showbiz gehen, auf der Schein mehr Buchstaben hat als Sein und die nächste Staffel zu „Lady Chatterly’s lovers im lockdown“ abdrehen: Aus der Perspektive des Jenseits wird diese einzelne Aktion, zu der sie sich in der Zeit des Lockdown entgegen allem herrschenden Wind, aus Liebe zu Mitmensch, Vernunft und Zukunft aufgerafft haben, mehr wiegen als alle goldenen Romys, Emmys und RTL-Preise zusammen, die sie zu Lebzeiten eingeheimst haben.

Und selbst wenn es ihnen alles andere kosten sollte, war es das wert und rettet womöglich ihr Herz (das in Darstellungen in ägyptischen Tempeln bekanntlich auf eine Waage gelegt und mit einer Feder aufgewogen wird. Ist das Herz aufgrund angesammelter Bindungen aus dem absolvierten Leben so schwer, dass es mehr Gewicht auf die Waage bringt als die Feder, dann kippt die Waagschale nach unten, wo das Krokodil „Sobek“ lauert und es auffrisst. Erweist es sich als leicht wie eine Feder, darf es in die höheren Sphären aufsteigen).

Werde bei Gelegenheit ein Foto dieser Szenerie, der man heute immer noch in fast allen ägyptischen Ruinen begegnet, von meiner letzten Ägyptenreise nachreichen. Bin jetzt um 01:42 Uhr jedoch schon zu müde, um noch meine Festplatten zu durchwühlen. Es hat jedoch in einer Zeit, in der wir alles fertig vorgesetzt bekommen, auch etwas für sich, so ein Bild zunächst einmal selbst in der Phantasie vor sich entstehen zu lassen.

In diesem Sinne: Good night. And good luck!

Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 23

Liebe Uwe Steimle Fans,

eigentlich müsste man wie letzte Woche schreiben: „Die vergangene Woche war wieder von vielen Ereignisse und Emotionen geprägt.“

Es gab einen Sieg für die Demokratie und die Volksbeteiligung, Uwe Steimle mit den neusten Nachrichten vom Projekt Fernsehturm in Dresden. Ein Schlag für die Demokratie ist der Buttersäureanschlag auf den Buchladen der Dresdner Stadträtin Susanne Dagen.

Die Ereignisse nehmen so an Fahrt auf, dass wir Nostra Steimle gebeten haben für Deutschland in die Glaskugel zu schauen.

Die Aktuelle Kamera beleuchtet natürlich auch die Aktion „Alles dicht machen“, die zum Ende der Woche die gesamte Medienwelt auf den Kopf gestellt hat.

Am 25.04. veröffentlicht der TV-Journalist Imad Karim seinen neuen Film „Dekadenz – Jubelnd in den Untergang“ – hier der Trailer zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=6Zqp_…​

Zu Gast in der Sendung: Günther und Karl
Die beiden haben sich zum Sinnieren an einen einsamen See zurückgezogen.

Home Office # 114

Allesdichtmachen

53 Prominente haben es getan! Sich aus der Deckung getraut und mit der Aktion #allesdichtmachen für heftige Debatten gesorgt. Einige der ursprünglich 53 Künstler sind bereits nach wenigen Stunden umgeknickt. Andere halten noch durch.

Aus alles dicht machen wurde in der Außenwirkuhng ein Katalog verbotener Phrasen, die man besser nicht mehr von sich geben sollte, wenn man es sich nicht mit dem Establishment verscherzen will. Aus #allesdichtmachen wird #allesnichtmachen.

Notbremse gegen Mutanten und Kanzler*in Baerbock – Kartoffelmus (Folge 12)

Können Sie sich die zwölfte Folge von „Kartoffelmus“! Jeden Sonntagabend hält Margo Zvereva Sie auf dem Laufenden mit einem frischen Überblick über relevante Ereignisse der Woche. Auf Youtube, unserer Webseite oder in unseren Social-Media-Kanälen: Lehnen Sie sich abends mit uns entspannt zurück. Wir servieren nur das Nötigste und Leckerste. Vertraut und sättigend, wie die Kartoffeln – nur auf frische Art und Weise wiedergegeben. „Kartoffelmus“ eben.

00:00:42​ Dunkles Spiel mit #Inzidenz​
00:02:40​ #Baerbock​ neue Mutti?
00:03:53​ Was #Laschet​ verspricht
00:04:35​ Staatshilfe für Normalverdiener?
00:05:18​ #allesdichtmachen​ und Diffamierungspeitsche

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