AKW

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Behörden melden unidentifizierte Flugobjekte über mindestens 9 französischen Atomkraftwerken

Eine etwas verwirrende Meldung. Über neun französischen Atomkraftwerken sind verschiedene Flugobjekte aufgetaucht. Und dies sogar mehrmals. Geht hier etwas Seltsames vor oder ist das eine Aktion von Aktivisten oder Modellfliegern. Von Gesetz her ist das Überfliegen von Atomkraftwerken verboten. Irgendwas oder irgendwer scheint das nicht zu kümmern.

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Die Behörden haben einen eleganten Weg gefunden, nicht erklärbare Flugerscheinungen mit Drohnen ab zu tun. Bei der stetig steigenden Zahl von Hobby-Piloten, die eine Vielzahl von ungemeldeten Flugbewegungen durchführen, liegt diese Erklärung Nahe. Nur, wenn jemand unwissentlich eine Straftat begeht, wie das Überfliegen von AKW’s, dann ist es seltsam, wieso das gleich bei mehreren Atommeilern der Fall war. Da deutet auf eine geplante Aktion hin. Wenn neun „Drohnen“ über verschiedenen Reaktoren mehr oder weniger gleichzeitig schweben, dann verfolgt irgendjemand ein Ziel und ist sich seines Handelns bewusst. Das ist kein unwissentlicher Ausrutscher auf dem gesetzlichen Glatteis. Da steckt mehr dahinter.

Wer könnte einen Nutzen daraus ziehen? Die Flugobjekte waren zu klein, um einen Anschlag zu verüben. Aber sie konnten genaue Bilder von oben machen. Der Aufwand ist aber fragwürdig, weil man Fotos im Internet findet. Also, wieso riskieren verschiedene Modell-Piloten eine Strafe für Informationen, die sie zu Hause gemütlich im Netz gefunden hätten? Klingt irgendwie unlogisch. Das macht kein normal denkender Mensch, vor allem nicht mehrere gleichzeitig. Diese Erklärung fallt meines Erachtens schon einmal weg.

Dann hätten wir das Militär. Zur Zeit laufen überall auf der Welt Militärübungen und das Volk wird mit Sicherheit nicht genau über die Aktivitäten informiert. Vielleicht sind das Sicherheitskontrollen um zu schauen, wie die Betreiber, Medien und die Bürger reagieren, wenn plötzlich Flugobjekte über AKW’s auftauchen. Na dann kann das Militär beruhigt sein. Es interessiert praktisch niemand. Das heisst die internationale Presse schweigt sich darüber aus. In einschlägigen Foren und Webnachrichten fand man eine Spalte darüber. Aber sonst alles „pas problem“. Die Franzosen sind wirklich cool drauf. Da stellt sich einzig die Frage, warum das Militär so eine Aktion startet. Macht irgendwie auch keinen Sinn.

Oder war es ein Flugtraining für einen Terroranschlag. Das würde Sinn machen. Wenn ein Anschlag mit entsprechend präparierten Drohnen auf mehrere Atomkraftwerke gleichzeitig verübt werden würde, bräche vermutlich Panik aus. Egal ob wirklich was passiert oder nicht. Das Militär stände mit heruntergelassenen Hosen da und die Betreiber reagieren hysterisch. Ein Anschlag in nächster Zeit wäre eine Möglichkeit und die Drohnenflüge ein Training. Wer der Urheber dieser Flüge ist, liess sich nicht ermitteln oder ob es verschiedene Personen unabhängig voneinander waren. Welcher „Feind“ es gewesen sein könnte ist eigentlich egal, denn wenn nur einer von diesen atomaren Kochtöpfen in die Luft fliegt, heisst es gute Nacht Europa.

Wenn Europa unbewohnbar werden würde, der Westwind verteilt den atomaren Todesstaub über den Rest des Kontinents bis hin nach Russland, Nahen Osten und Teile von Afrika, dann hätten wir wirklich ein Problem. Hunderte Millionen auf der Flucht. Die grösste Völkerwanderung der Menschheitsgeschichte. Der einzige Nutzniesser, der hier seine Finger im Spiel haben könnte, wären wieder einmal die Amerikaner. Aber bei all den Gräueltaten, welche die USA fabrizierten und immer noch produzieren, so einen teuflischen Plan übersteigt sogar ihre zerstörerischen Fantasien. Zudem kämen die verstrahlten Partikel irgendwann bei ihnen an und sie haben schon genug Probleme mit dem ganzen radioaktiven, angeschwemmten, Fukushima-Müll und der dadurch verstrahlten Westküste. Es wäre selbstmörderisch, zusätzliche Radioaktivität freizusetzen. Daher liegt es Nahe, dass die Amerikaner dieses Mal nichts damit zu tun haben. Oder doch?

Die plausiblen Erklärungen für die Flugerscheinungen werden langsam dünn. Bleibt nur noch die Erklärung mit exotischem Hintergrund. Die vermehrten Beobachtungen von unidentifizierten Flugobjekten rund um den Globus könnten ein Hinweis sein, dass sich bei den „Besuchern“ was tut. Die Flugobjekte in Frankreich ähneln anderen Erscheinungen wie zum Beispiel den Lichtern von Hessdalen. Oder den leuchtenden Kugeln über Kornkreisen. Spiegelnde Oberflächen könnten eine Erklärung für die französischen Objekte sein. Aber die fragile Stabilität in der Luft von Drohnen hätte eher ein arrhythmisches Flimmern verursacht, nicht ein Pulsieren.

Erklärungen wären einige vorhanden, aber jede hat ihren Haken. Es bleibt abzuwarten, ob man von offizieller Stelle etwas erfährt oder ob diese Erscheinungen sich einreihen zu den ungelösten Rätseln dieser Welt.

Atomenergie – das schleichende Ende der Menschheit?

Sollte es die menschliche Geschichte irgendwie in eine ferne Zukunft schaffen, werden zwei wesentliche Ereignisse in den Analen zu finden sein. Erstens die Beherrschung des Feuers und zweitens die Spaltung des Atoms, was gleichzeitig das schleichende Ende der Menschheit einläutete.

Das Feuer katapultierte den Menschen vom Mittelfeld an die Spitze der Nahrungskette. Als sich noch der Verstand einklinkte, war der menschliche Schaffensgeist nicht mehr zu bremsen. Die Erfolgsgeschichte könnte endlos weitergehen, hätte der Homo Sapiens nicht Zauberlehrling gespielt. Er fing an Atome zu spalten. Die „Geister“, die er damit rief, ist er bis heute nicht losgeworden. Sie strahlen munter vor sich hin und kontaminieren/vergiften alles, was ihren Weg kreuzt.

Angefangen hatte die Tragödie kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Otto Hahn und seinem Assistenten Fritz Straßmann gelang am 17. Dezember 1938, im Berliner Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie der Beweis einer induzierten Kernspaltung von Uran. Schnell schwabbte das Wissen geheimdienstlich nach Amerika und wurde von Enrico Fermi erfolgreich umgesetzt.  Im Chicago Pile (CP-1)  stand der weltweit erste von Menschen gebaute Kernreaktor, in dem 1942 die erste kontrollierte kritische Kernspaltungs-Kettenreaktion stattfand. CP-1 war Teil des Manhattan-Projektes, das den Bau einer Atombombe zum Ziel hatte. Der Physiker Robert Oppenheimer und General  Leslie R. Groves leiteten das Projekt und krönten ihre Arbeit mit dem ersten erfolgreichen Atombombentest namens „Trinity“ 1945. Von da an ging alles sehr schnell. Nur drei Wochen später fiel „Little Boy“ auf Hiroshima. Mit einer Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT, tötete die Bombe 90’000 Menschen in kürzester Zeit.

So wie es die Geschichtsbücher wiedergeben, war die Kernphysik von Anfang an für militärische Zwecke gedacht. Das erste zivile Kernkraftwerk der Welt wurde 1954 im russischen Obninsk erfolgreich in Betrieb genommen. Also erst neun Jahre nach der Bombe. Seit dem wurden auf der ganzen Welt ca. 446 Atomkraftwerke errichtet. Obwohl mittlerweile die Kernspaltung meist zum Heizen und nicht zum Zerstören benutzt wird, hat die ganze Uranbenutzung einen gravierenden Nachteil, der die eigentliche Katastrophe ausmacht. Die Strahlung.

Entstehung von Strahlung

Instabile Atomkerne, sogenannte Nuklide, haben die Tendenz zu zerfallen/umzuwandeln.  Die durch diesen Prozess freigesetzte Energie wird  Alpha- Beta- und/oder Gamma-Strahlung genannt. Hohe Dosen dieser Strahlung sind für den Menschen schädlich bis tödlich. Nebst der Strahlendosis ist die Strahlungsart massgebend. Die drei Typen und ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus  lassen sich am einfachsten wie folgt umschreiben:

Alpha:                  wirkt auf der Haut

Beta:                     wirkt in der Haut

Gamma:              wirkt unter der Haut und tiefer

Radioaktive Strahlung ist extrem tückisch. Bei einem stark kontaminiertes Objekt mit hoher Strahlung, kann sie der Mensch mit keinem seiner fünf Sinne wahrnehmen. Gluthitze, also Wärmestrahlung sieht man als Luftflimmern, radioaktive Strahlung dagegen ist unsichtbar. Das Objekt sieht normal aus, riecht nicht, leuchtet nicht, glüht nicht und behält seine ursprüngliche Form. Das menschliche Auge ist nicht in der Lage, die radioaktiven Mikropartikel zu erkennen.  Und wenn man es kann (Fall-Out)ist die Strahlungsdosis so hoch, dass man kaum noch Zeit hat zu überlegen, mit was man da in Kontakt gekommen ist.

Nuklide

Beschreibt die physische Beschaffenheit eines Atoms. Es gibt stabile und instabile, sogenannte Radionuklide. Jedes Radionuklid hat seine charakteristischen Zerfallseigenschaften wie Halbwertszeit, Zerfallsart(en) und Zerfallsenergie. Beim Zerfall entsteht meist Alpha- oder Betastrahlung und/oder Gammastrahlung. Die „Geschwindigkeit“ dieses Zerfalls wird durch die Halbwertszeit  beschrieben. Nach einer Halbwertszeit ist die Hälfte aller anfangs vorhandenen Atome noch nicht zerfallen, nach zwei Halbwertszeiten nur noch ein Viertel usw.

Isotop

Beschreibt die Zugehörigkeit eines Elementes aus dem Periodensystem. In der Regel besitzt jedes natürlich vorkommende Element ein oder wenige stabile Isotope, während seine übrigen Isotope radioaktiv (das heißt instabil) sind und früher oder später zerfallen. Es gibt jedoch auch Elemente, bei denen alle Isotope instabil sind.

Sievert (Sv)

Es dient zur Bestimmung der Strahlenbelastung biologischer Organismen und wird bei der Analyse des Strahlenrisikos verwendet. Die zulässige Strahlenbelastung in Deutschland ist zurzeit 1 mSv/a (1 Millisievert pro Jahr). Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan vom 11. März 2011 wurde dort beschlossen, dass für die Schulkinder in der Region Fukushima eine Jahresbelastung von bis zu 20 mSv als unbedenklich einzustufen ist. 20 mSv entsprechen der Dosis einer Ganzkörper-Computertomographie und der nach deutschem Recht maximal zulässigen Strahlenbelastung für beruflich strahlenexponierte Personen pro Kalenderjahr.  Für Mitarbeiter des von Tepco betriebenen Atomkraftwerks wurde nach dem Vorfall die zumutbare jährliche Äquivalentdosis von 100 mSv auf 250 mSv erhöht. Symptome der Strahlenkrankheit sind ab 150 mSv/a möglich. Die Tepco-Mitarbeiter sind demzufolge alle verstrahlt und werden zukünftig mit gesundheitlichen Problemen zu rechnen haben. Dazu noch ein paar Vergleichszahlen, veröffentlicht von Tepco am 26. März 2011. Block 1 mit 1000 mSv/h und Block 4 mit 4750 mSv/h. Hochgerechnet sind das über 41’000 Sv pro Jahr im Block 4. Ab einer Dosis von über 80 Sv fällt der Mensch nach ein paar Minuten tot um.

Bequerel (Bq)

Gibt  die mittlere Anzahl der Atomkerne an, die pro Sekunde radioaktiv zerfallen.  Das heisst ein Becquerel entspricht einem radioaktiven Zerfall pro Sekunde. Wenn man die radioaktiven Mengen in Fukushima anschaut, Tepco schätzt die Zahl auf 81 Millionen Terabecquerel, reicht die restliche Lebensspanne der Erde nicht aus, um den radioaktiven Zerfall abzuschliessen.

Halbwertzeiten

Beim radioaktiven Zerfall ist die Halbwertszeit die Zeitspanne, in der die Menge und damit auch die Aktivität eines gegebenen Radionuklids durch den Zerfall auf die Hälfte gesunken ist. Das heisst, 50 % der Atomkerne haben sich unter Aussendung von ionisierender Strahlung in ein anderes Nuklid umgewandelt; dieses kann seinerseits ebenfalls radioaktiv sein oder nicht. Die Halbwertszeiten variieren zwischen den einzelnen radioaktiven Stoffen erheblich. Das Element Jod 131 halbiert seine Strahlung bereits nach 8 Tagen. Thorium 232 hingegen benötigt dazu über 14 Milliarden Jahre. Das Universum ist nach heutigem Wissensstand etwas über 16 Milliarden Jahre alt. Es gibt demnach radioaktive Stoffe, die nicht nach ein paar Jahren verschwunden sind, sondern  ewige Begleiter der Erde werden.

Gift

Einige Radionuklide haben ein Giftpotential, das Seinesgleichen sucht. Plutonium ist wie die meisten anderen Schwermetalle giftig und schädigt besonders die Nieren. Es bindet ebenfalls an Proteine im Blutplasma und lagert sich unter anderem in den Knochen und der Leber ab. Die für einen Menschen tödliche Dosis liegt wahrscheinlich im zweistelligen Milligramm Bereich. Ähnlich verheerend ist Uran. In jüngster Zeit wurden mehrere tausend Tonnen Uranmunition überwiegend in indisch-pakistanischen Grenzkonflikten, in Tschetschenien, während der sowjetischen Intervention in Afghanistan, im Bosnien-Krieg, im Kosovo-Krieg, im Zweiten Golfkrieg und im Irakkrieg eingesetzt. Alleine während eines dreiwöchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003 wurden von der Koalition der Willigen zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition eingesetzt. Das US-Energieministerium, unter dessen Beaufsichtigung sich derzeit rund 740.000 Tonnen abgereicherten Urans (DU) befinden, das in Puducah (Kentucky), Oak Ridge (Tennessee) und Portsmouth (Ohio) in speziellen Stahlzylindern gelagert wird, stellt den US-Streitkräften das DU fast kostenlos zur Verfügung und entsorgt damit einen Teil der nuklearen Abfälle des Landes.  Schon dieser Umstand ist ein Skandal, da so massenhaft radioaktive Substanzen durch das Militär unkontrolliert verbreitet werden. Insgesamt wurden im Irak, in Bosnien und in Jugoslawien rund eine Million Schuß uranhaltiger Munition bzw. knapp 340 Tonnen Uran-238 verschossen. Legt man zugrunde, dass davon durchschnittlich rund 40% zu inhalierbarem, toxischem Uranoxid zerstäubt wird, so ergibt das ca. 136 Tonnen tödlichen Staubes, der die ehemaligen Kriegsgebiete für die nächsten 4,5 Milliarden Jahre eingepudert hat.

Abfall

Hier liegt das eigentliche Problem der Atomindustrie. Seit dem ersten Reaktor weiss kein Mensch, was man mit den radioaktiven Abfällen machen soll. Die Halbwertszeiten übersteigen in den meisten Fällen das Zeitverständnis der Verantwortlichen. Diese Tatsache wird vermutlich das Schicksal der Menschheit bestimmen. Es wird berichtet, dass sämtliche Atommüll produzierenden Länder in weniger als 50 Jahren mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfall im Meer versenkt haben. Die Briten haben hierbei mit 80 % den größten Anteil beigesteuert, gefolgt von der Schweiz. Dazu kommen ca. 300’000 Tonnen mit hochradioaktivem Abfall, der irgendwo vergraben ist. Jährlich kommen 12’000 Tonnen dazu.  Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergieorganisation eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten versenkt zu haben. Aus Deutschland wurden einige hundert Tonnen Atommüll im Meer entsorgt. Im Oktober 2009 wurde durch die Berichterstattung um den Film „Albtraum Atommüll“ öffentlich bekannt, dass Frankreich seit den 1990er Jahren heimlich einen nicht unerheblichen Teil seines Atommülls nach Sibirien transportiert. In der Stadt Sewersk, in der mehr als 100.000 Menschen leben, lagern knapp 13 Prozent des französischen radioaktiven Abfalls in Containern unter freiem Himmel auf einem Parkplatz. Die kirgisische Stadt Mailuussuu ist umgeben von 36 nicht gesicherten Lagern von Uranabfällen und zählt zu den zehn am schlimmsten verseuchten Gegenden der Erde.

Nebst der einfachen Entsorgung irgendwo in der Wildnis, gibt es dubiose Institutionen, die sich mit der „Entsorgung“ von radioaktivem Müll eine goldene Nase verdienen. Im September 2009 wurde 28 Kilometer vor der Küste Süditaliens das Wrack eines 110 Meter langen Frachters mit 120 Behältern Atommüll an Bord entdeckt. Damit wurde der seit Jahrzehnten bestehende Verdacht bestätigt, dass die italienische Mafia Giftmüll im Mittelmeer entsorgt. Mindestens 32 Schiffe mit Gift- und Atommüll sollen auf diese Weise in der Adria, dem Tyrrhenischen Meer und vor den Küsten Afrikas versenkt worden sein. Die Herkunft des radioaktiven Materials ist bislang nicht geklärt. Es soll nicht nur die Ndrangheta beteiligt gewesen sein, sondern auch der Geheimdienst und die Politik – manche damaligen Ermittler dürfen „aus institutionellen Gründen“ nicht über die Vorfälle sprechen. Es gibt ungeklärte Todesfälle, die mit diesen Fällen in Zusammenhang gebracht werden.

Bis jetzt wurden nur die Abfälle erwähnt. Als weitere strahlende Konsequenz sind alle Atomreaktoren, die irgendwann ausgeschaltet werden müssen, bevor sie einem um die Ohren fliegen. Diese Atomruinen kann man nicht einfach in Fässer packen und verbuddeln. Die anfallenden Mengen sind zu gross. Dasselbe gilt für die tausenden von Atomraketen, Satelliten mit Atomantrieb, die irgendwann wieder runterkommen, wie die atomgetriebenen RORSAT-Satelliten, bei denen mehrere Reaktorkerne zurück auf die Erde fielen und beispielsweise im Falle Kosmos 954 eine Fläche von 124.000 Quadratkilometern der kanadischen Nordwest-Territorien mit Atommüll kontaminiert wurde.

steigende Radioaktivität

Bislang wurden weltweit etwa 2000 atmosphärische Kernwaffentests durchgeführt (davon 1030 durch die USA, 715 durch die Sowjetunion), wobei eine Sprengkraft von etwa 34.000 Hiroshima-Bomben freigesetzt wurde. Durch den von diesen Tests verursachten radioaktiven Niederschlag gab und gibt es heute im Umfeld dieser Gebiete bei der dort lebenden Bevölkerung hohe Raten an Krebserkrankungen und Fehlbildungen. Die Strahlenbelastung ist weltweit höher als vor den ersten Nuklearwaffentests. Auch europäische Böden und Gewässer enthalten – nebst dem Tschernobyl-Fallout – auch heute noch Rückstands-Nuklide dieser oberirdischen Tests. Um die Sache abzurunden kommt jetzt noch Fukushima dazu. Die weltweite Verseuchung lässt sich nicht abschätzen, geschweige den die Folgekosten.

Am 23. März 2011 erreichten die ersten radioaktiven Partikel aus Fukushima – transportiert über einen transatlantischen Jetstream – Europa bei Island und Norwegen. Messungen der CTBTO, die ein weltweites Messsystem (International Monitoring System – Radionuclide Network) betreibt und damit künstliche Radionuklide von natürlicher Strahlung unterscheiden kann, bestätigten dies. Die Konzentration der radioaktiven Substanzen sei jedoch zu gering, um eine Wirkung auf Menschen zu haben. Am 29. März waren radioaktive Partikel aus Fukushima an fast allen CTBTO-Messstationen nachweisbar.

Somit kann eines mit Sicherheit gesagt werden: Die Radioaktivität wird weltweit weiterhin zunehmen. Allein die Mengen, die in Fukushima noch in den nächsten Millionen von Jahren freigesetzt werden reichen, um den ganzen Planeten unbewohnbar zu machen. Es ist eine Lüge und schlichtweg unmöglich, die Verseuchung von Fukushima unter Kontrolle zu bringen. Die Strahlung in den einzelnen Blöcken ist so stark, dass sogar technische Hilfsmittel wie Roboter ihren Geist, aufgrund der hohen Strahlung, aufgeben.

Informationspolitik

Seit Jahren predigen die Medien über die AKW-Betreiber, wie sauber Atom-Energie ist. Der Irrglaube, sie sei umweltverträglich, wurde erfolgreich von den Atomlobbyisten in die Köpfe der Menschen geimpft. Die umweltschädigenden Konsequenzen durch Gewinnung, Verarbeitung und Entsorgung von spaltbaren Materialien wird entweder totgeschwiegen oder schöngeredet. Fakt ist, der Uranabbau führt bei Mensch und Umwelt zu Schäden, da durch den Uranbergbau Uran und radioaktive Folgeprodukte (z. B. das radioaktive Edelgas Radon) freigesetzt und aus dem Untergrund an die Oberfläche geholt werden.

Den Betreibern, allen voran Tepco, ist bewusst, dass sie die Bevölkerung nicht über die wahren Tatsachen informieren darf. Es würde Panik ausbrechen und halb Japan müsste evakuiert werden. Die gleiche Desinformation passiert im Rest der Welt. Ab April 2014 trifft die erhöhte Radioaktivität  des Pazifiks auf die westliche Küste der USA. Im 2013 wurde die strahlende Welle angekündigt, aber seither schweigen die Medien. Man findet keine Messwerte oder sonstigen Angaben über die Zunahme der Verstrahlung. Einzig die Meldung, dass die USA 14 Millionen Jod-Tabletten an der Westküste verteilen ist irgendwie durchgesickert. Ansonsten kann sich die amerikanische Bevölkerung nur anhand der millionenfach angeschwemmten, toten Meereslebewesen ein vages Bild der eigentlichen Katastrophe machen.

Wenn man die Möglichkeit hat, sich ein Strahlenmessgerät zu beschaffen, sollte man dies tun. Im Gegensatz zu den veröffentlichten Zahlen, werden die selber gemachten Messergebnisse das wahre Ausmass der atomaren Verseuchung aufzeigen.

In den Medien werden die Gefahren der Atomindustrie generell runtergespielt. Ebenso die Lagerung der radioaktiven Abfälle. Man spricht immer noch von „sauberer Energie“. Die Politiker instrumentalisierten die Katastrophe von Fukushima zu ihren eigenen Nutzen, sammelten Gönnerpunkte mit der Aussage, aus der Atomenergie aussteigen zu wollen. Aber sobald sich die öffentliche Meinung ein bisschen beruhigt hatte, war die Erinnerung an den Ausstieg wie weggeblasen. Japan hatte nach Fukushima ein Ende der atomaren Energiegewinnung angekündigt, jetzt schalten sie ihre Atomreaktoren wieder ein. Egal, in welchen Zustand sie sich befinden. Um ja keine oppositionellen Kräfte aufkommen zu lassen, wurde die Atomgeschichte kurzerhand zum Staatsgeheimnis gemacht. Seit dem sind unabhängige Meldungen über die Lage dort so selten wie ein Goldnugget im heimischen Garten. Zuwiderhandlungen werden als Landesverrat angesehen und dementsprechend geahndet.  Die gleiche Entwicklung ist in der westlichen Welt zu beobachten und wird langfristig gleich enden. Man wird nichts mehrt über Unfälle, Transporte und Opposition hören.

Notfallplan

Kein einziger AKW-Betreiber kann die Folgen eines Atomunfalls abschätzen, geschweige denn entsprechende Massnahmen ergreifen und die Folgekosten tragen. Wenn, zum Beispiel in der Schweiz das antiquierte AKW Mühleberg (Baujahr 1972) in die Luft fliegt, stehen die Eidgenossen von einem Moment zum anderen ohne bewohnbare Heimat da. Was machen sie dann? Die Atomlobby verspricht auch hier das Blaue vom Himmel, hat aber nicht einmal einen Einsatzplan, was in einem grossen Störfall zu machen ist. Dasselbe gilt in den anderen Ballungszentren wie Deutschland, Frankreich, Italien  und so weiter.

Kosten

Aufgrund der grossflächigen Kontaminierung, der aufwändigen Aufräumarbeiten, der Entsorgung und den Gesundheitsschädigungen von betroffenen Personen, entwickeln sich die Folgekosten einer Reaktorkatastrophe ins Unermessliche. Würde sich  in Frankreich ein ähnlicher Unfall wie in Fukushima ereignen, kämen auf den Staat Kosten in der Höhe von 430 Milliarden Euro zusammen. Dass diese Summe sehr positiv gerechnet ist zeigt die Erhebung der Folgekosten nach dem Unfall in Tschernobyl. Dort werden sie mittlerweile auf sagenhafte 5,467 Billiarden Euro geschätzt und ein Ende ist nicht in Sicht.

In Fukushima sind die Zahlen eigentlich noch höher, aber die Medien und Verantwortlichen präsentieren die verschiedensten Angaben zur Augenwischerei. So muss man sich selber fragen: was kostet ein verseuchter Pazifik, wie teuer ist ganz Japan, wie viel kostet die Behandlung von Millionen von Strahlenopfern, wie hoch wird der finanzielle Aufwand sein, wenn man die ganze Erde dekontaminieren muss?

Es liegt auf der Hand, dass kein einziger Atomkonzern die Folgekosten einer nuklearen Katastrophe dieser Grössenordnung bezahlen kann. Das übersteigt sogar die finanziellen Mittel eines Staates. Wenn man’s genau nimmt, kann niemand mehr die Kosten decken, auch nicht bei einer globalen Sammelaktion. Zudem ist es eigentlich sinnlos, so viel Geld für die Dekontaminierung aufzuwenden. Die Strahlung ist immer noch da, sie wurde nur verschoben, verbuddelt oder versenkt.

Atomindustrie

Die Atomkonzerne gehören zu den mächtigsten Institutionen auf der Welt. Die Verflechtungen mit Politik, Medien, Finanzwirtschaft  und kriminellen Organisationen ist in den letzten Jahrzehnten derart undurchsichtig geworden, dass es keine Kraft auf der Welt gibt, welche diesen Machtgebilden das Wasser abgraben kann. So gesehen sind sie allmächtig. Ausser bei der Beseitigung ihres strahlenden Erbes. Dort zeigen sie sich unfähiger wie ein Erstklässler, der das Schreiben lernt. Sie verwenden aber enorme Energie dafür, kritische Stimmen mundtot zu machen. Das geht über Blog-Einträge im Internet bis hin zum Auftragsmord. In Japan werden Oppositionelle und Alte kurzerhand zu Aufräumarbeiten in Fukushima gezwungen. Mit unzureichender Ausrüstung haben sie nicht mehr genügend Lebenszeit, um noch reklamieren zu können. In Europa wird es ähnlich passieren. Hier werden einfach die Grenzwerte laufend erhöht, bis sich die Leute fragen, warum an der Bürste mehr Haare sind als auf dem Kopf.

Zukunft

Einfach gesagt: Es gibt keine, zumindest nicht für den Menschen und alle Lebewesen, die atomare Strahlung nicht verkraften können. Die Menge an radioaktivem Material ist mittlerweile weltweit so hoch (Millionen von Tonnen), dass eine Entsorgung gar nicht mehr möglich ist. Die verkappten Abfälle im Meer, der vergrabene Atommüll und die wilden Deponien rund um den Globus haben das Schicksal der Menschheit längst besiegelt. Solange das Zeug auf der Erde verweilt, gibt es keine Zukunft. Einzig die Entsorgung ins All könnte eine Lösung sein. Aber wenn man die Kosten von 10’000 Dollar pro Kilo Fracht ansieht, sprengen auch diese Zahlen jegliche Möglichkeit. Dabei sind kontaminierte Böden und Wasser noch gar nicht eingerechnet. Tepco kann bis heute nicht sagen, wie sie die hundert tausenden von Tonnen verstrahlten Wassers reinigen kann. Bei einigen Radionukliden ist das gar nicht mehr möglich. Nun gehen sie wieder den einfachsten und billigsten Weg. Sie schütten die ganze Plörre einfach ins Meer.

Es ist sicher, dass Japan wieder ein schweres Erdbeben erleben wird und sich die Katastrophe von Fukushima wiederholt, vermutlich sogar mehrfach. Ebenso in anderen Ländern. Es hat schon immer Atomunfälle gegeben mit horrenden Konsequenzen und es wird sie weiter geben. Seit 1940 sind 34 dokumentierte Störfälle verzeichnet worden. Die Dunkelziffer dürfte einiges höher liegen. Bei der rasanten Zunahme von Reaktoren, Waffen und Abfällen wird sich die Zahl exponentiell erhöhen. Das Resultat wird immer das Gleiche sein. Verstrahlte Menschen, die kurz darauf sterben und kontaminierte Böden, welche für sehr lange Zeit unbewohnbar sind.

Auswege

So wie sich die Politiker und die Energiekonzerne verhalten, gibt es keinen Ausweg aus dem Atomdesaster. Auch wenn alle AKW’s auf der Welt abgestellt werden würden, hätte die Menschheit mit der Radioaktivität zu kämpfen und das noch Millionen von Jahren. Solange die globale Energieverschwendung anhält, wird sich nichts ändern. Die Atomindustrie verweist auf das Energiebedürfnis der Menschheit und legitimiert so ihr unverantwortliches Handeln. Bleibt eigentlich nur ein Ausweg. Jeder einzelne sollte seinen Energieverbrauch derart senken, dass eine Strom-Überproduktion entsteht. Erst wenn die Konzerne ihren Strom nicht mehr verkaufen können, werden unrentable Kraftwerke geschlossen, vorher nicht.

Sinnlose Standby-Geräte ganz ausschalten, am Abend vermehrt Kerzen anstatt Stromlampen verwenden, Schaufenster-, Strassen-, und Festtagsbeleuchtungen abschalten oder zumindest stark reduzieren und öfters etwas von Hand machen, als immer gleich ein elektrisches Gerät verwenden.

Aber wie gesagt, auch wenn der Mensch sich aus seiner Dekadenz erheben sollte, bleibt das strahlende Erbe erhalten. Also kommt es nicht mehr darauf an, ob man Energie spart oder nicht. Die Büchse der Pandora hat er vor knapp 70 Jahren geöffnet und sie lässt sich seitdem nicht mehr schliessen.

Die Forschung sollte alles daran setzen Möglichkeiten zu finden, wie man Radioaktivität loswird, respektive neutralisieren kann. Dies müsste oberste Priorität haben und mit allen Mitteln der Welt unterstützt werden. Ob so eine Rettung der Erde und somit der Menschheit gelingt, bleibt fraglich. Viele Radionuklide können nicht mehr extrahiert werden und verbleiben für immer im Wasser,  Boden oder in der Luft, zumindest bis der Zerfall soweit fortgeschritten ist, bis die Reststrahlung unbedenklich für biologische Organismen ist. Aber das dauert länger, als der Mensch noch Zeit  hat auf dieser Welt.

Schlusswort

Über 90% des Artikelinhaltes kann auf Wikipedia nachgelesen werden. Es wurden nur die „Fakten“ von dort zusammengetragen. Einige Einträge in der Datenbank sind vermutlich  geschönt und haben mit realen Werten wenig zu tun. Trotzdem lässt sich anhand der vorhandenen Zahlen, Berichte und Ergebnisse ein Bild zeichnen, dass alles andere als rosig für die Menschheit ist. Radioaktive Strahlung kann medial noch so zurechtzensiert werden, die reale Gefahr bleibt bestehen. Die Menschheit wird sich erst dann der atomaren Bedrohung bewusst, wenn sie direkt davon betroffen ist. So wie die Menschen rund um das Atomkraftwerk Fukushima und Tschernobyl. Alle anderen dürfen an die heile Welt glauben und mit den Worten von Holger Strohm „friedlich in die Katastrophe“ eintauchen, bis sie als nächstes Strahlenopfer an der Reihe sind.

Quellen:

http://www.antimilitarismus-information.de/ausgaben/2001/2-01_3.pdf

http://www.sonnenseite.com/Umwelt,28+Belege+dafuer-+dass+die+ganze+Westkueste+der+USA+durch+radioaktiven+Fallout+aus+Fukushima+belastet+ist,16,a27095.html

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/04/fukushima-welle-us-regierung-bestellt-14-millionen-jod-tabletten/

http://de.wikipedia.org/wiki/Radioaktivit%C3%A4t

http://www.welt.de/wirtschaft/article113436014/Fukushima-wuerde-Frankreich-430-Milliarden-kosten.html

http://www.stromtip.de/rubrik2/20200/Super-GAU-koennte-Billiarden-kosten.html

Land unter um das AKW in Nebraska

Tja, hoffentlich haben die da Unterwasser-Notstrom-Dieselaggregate:

http://www.omaha.com/article/20110626/NEWS01/110629782#flood-wall-fails-at-fort-calhoun

 
Hier mit Kommentar:

 
Gefunden bei Politaia. Dort geschieht das Lesen auf eigene Gefahr.

sensationelle fotobeweise: kanzlerin merkel schon immer gegen atomkraft!

fotobeweis_1_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

das nso recherche team hat keine kosten und vor allem mühen gescheut, um dem geneigten leser, welcher  vielleicht in den drastischen tönen, welche den etwaigen ausstieg aus dem ausstieg aus dem ausstieg begleiten, eine propagandaattacke der roten auf unsere hochverehrte kanzlerin und ihre fähigen wegbegleiter sieht, darzulegen, das unsere weise und vorausschauende, führungsstarke kanzlerin

schon immer gegen atomkraft war.

wie diese aufnahmen beweisen:
fotobeweis_1_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

brokdorf, 1980

fotobeweis_2_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

berlin, 2010

A is for Atom

aisforatom

„As a background to the ongoing crisis at the Fukushima Daiichi nuclear plant I am putting up a film I made a while ago called A is for Atom. It was part of a series about politics and science called Pandora’s Box.

The film shows that from very early on – as early as 1964 – US government officials knew that there were serious potential dangers with the design of the type of reactor that was used to build the Fukushima Daiichi plant. But that their warnings were repeatedly ignored.

The film tells the story of the rise of nuclear power in America, Britain and the Soviet Union. It shows how the way the technologies were developed was shaped by the political and business forces of the time. And how that led directly to inherent dangers in the design of the containment of many of the early plants.“

Wer ein wenig Ausländisch spricht (die Sprache unserer Herren), der sollte sich den Film unbedingt anschauen. Leider lassen sich Filme von der BBC Webseite nicht einbetten, daher Bild anklicken und den Film unten auf der Seite selber starten. 1 Stunde Zeit mitbringen.

 

1843 zeichen über den ausstieg aus dem ausstieg aus dem ausstieg

akw japan

unsere akws sind absolut sicher und es besteht kein grund zur beunruhigung, wenn die schrotthaufen von vattenfall, rwe und co. noch bis 2030 am netz bleiben. (über die beurteilung sogenannter störfälle habe ich mich ja bereits vor einiger zeit hier (klick!) ausgelassen.)
akw japan
akw deutschland
aber: neben super gau und super rtl haben wir ja auch noch super wahljahr. und deshalb hat unsere bundesregierung jetzt ein moratorium verkündet, welches über drei monate gehen soll. in dieser zeit möchte man überlegen,
ob man vielleicht doch den ausstieg aus dem ausstieg aus dem ausstieg vollziehen sollte.

grablichtschließlich muss man ja die s21 – prügel – junta in stuttgart an der macht halten. und wenn das jetzt schon wieder losgeht mit dem demonstrieren und der wählende normalbürger sich auf einmal an mahnwachen gegen den atomaren wahnsinn in dieser bunten replik beteiligt, da muss man ja mal zumindest überlegen und zwar so laut, das es für einen wahlsieg reicht.mit der dreimonatsfrist erkauft man sich immerhin ruhe für die wahlen in sachsen-anhalt, rheinland – pfalz und badem – württemberg.

temelinhinterher – kann man ja alles wieder vergessen und  durchprügeln. mit dem bahnhof in stuttgart hat das ja gut geklappt, herr sauerland (duisburg) ist auch noch im amt und nach einer fußball wm oder dem start der nächsten big brother staffel ist doch wieder alles vergessen,

und man kann sich wieder seinen lobby-freunden widmen oder den urlaub in mallorca verbringen.

es bleibt an dieser stelle eigentlich nichts, als an all die armen schweine in japan zu denken, die bislang auch dachten, das atomkraft todsicher ist. und dies jetzt gerade live erleben. ohne dazwischengeschaltetes tv, sondern in echt! und real! und… es bleibt zu hoffen, das zumindest einige wähler ihren stimmzettel zum denkzettel für frau merkel und konsorten machen!

Die Uhr läuft…

BinisaDieUhrluft_thumb.jpg

Binisa Die Uhr läuft

© Binisa-Foto

Zwei Kommentare aus fremder Feder über unsere Atomkraftwerke

http://www.corsafan.de/forum/images/smilies/sarkasm.gif

Fefe:

Mir tut ja die Merkel auch irgendwo ein bisschen leid. Die hat mir ihrer AKW-Laufzeitverlängerung voll ins Klo gegriffen und muss da jetzt peinlich rumlavieren. Und es gibt nichts, was sie sagen könnte, was nicht unglaublich offensichtlich hirntot rüberkommt. Das Niveau an Peinlichkeit wird eher noch steigen. Ich meine, bei Tschernobyl, da konnten wir uns noch einreden, naja, die Russen, die können halt nichts, das ist halt keine Hochtechnologie-Nation. Aber bei Japan? Es gibt nichts, was man da vorbringen könnte, um das für Merkels Atompolitik weniger desaströs zu machen. 

Das noch am wenigsten peinliche Argument, das sie gefunden haben (und jetzt auf allen Kanälen wiederholen), ist dass es bei uns ja keine Tsunamis gibt. Als ob das irgendeine Rolle spielt! Das ist eine der technologisch am weitesten entwickelten Nationen der Welt, die haben da drei-vier Lagen an Sicherheitsfeatures eingebaut, alle um zunehmend abwegige Angriffsszenarien zu überstehen. Das ist die Nation mit der meisten Erfahrung im Umgang mit Erdbeben. Keiner kann das besser als (oder auch nur ähnlich gut wie) die Japaner.

Und DENEN fliegen wegen eines Erdbebens ihre Atomkraftwerke um die Ohren!

Und wir wissen bereits, dass unsere Atomkraftwerke nicht ausreichend erdbebenfest sind, um auch nur die Beben sicher zu überleben, die wir schon hatten in der jeweiligen Gegend.

Es gibt nichts, was die vorbringen könnte, um die Situation weniger peinlich für sich zu machen. Sie kann es nichtmal auf die FDP schieben oder so! Oder auf eine Vorgängerregierung. Und schlimmer noch, wenn sie das Thema nicht schnell vom Tisch kriegt, dann fangen die Medien möglicherweise zu bohren an, und finden die ganzen Leichen in ihrem Keller. Für die unter uns, die sich für sowas interessieren, sind die Fakten ja eh seit Jahren bekannt. Merkel war die für die Endlagerwahl zuständige Umweltministerin, und hat mit der „Wahl“ von Gorleben nach Strich und Faden verkackt. Und das ganze Gerede, wir bräuchten den Atomstrom, ist auch Mumpitz, und auch das ist seit Jahren bekannt. Wir müssten keineswegs dann Atomstrom aus anderen Ländern importieren. Und wenn es hart auf hart kommt, kommt die Geschichte mit den Emissionszertifikaten auf den Tisch und die träge Bevölkerung merkt, wie sehr sie von der Merkel und der Energiemafia nach Strich und Faden verarscht wurden.

In diesem Sinne sollte jetzt unsere Hauptpriorität sein, diese Chance nicht verstreifen zu lassen und das Thema in der öffentlichen Diskussion zu halten.

Oh, übrigens, wer das „Statement“ der Merkel mitgekriegt hat, der wird sich angesichts der Dichte an Neusprech und Manipulationsversuchen in Schmerzen gekrümmt haben. Da liegt die Frage nahe, wie lange meine Kollegen vom Neusprechblog für ein Auskotzen brauchen werden. Und tatsächlich, der Schmerz war hoch genug, dass Martin Haase direkt eine längliche Zerpflückung gepostet hat. Viel Spaß bei der Lektüre!


Duckhome:

(aus: Aufgelesen und kommentiert 2011-03-14)

Bundesregierung will Sicherheitsstandards für deutsche Atomkraftwerke senken
Das war vor rund einem halben Jahr. Wenn Merkel also sagte, dass deutsche Atomkraftwerke „nach unseren Maßgaben sicher“ sind, dann ist das natürlich richtig. Diese Maßgaben werden ja schliesslich auch anhand der Höhe an geflossen Gelder ausgerichtet http://www.corsafan.de/forum/images/smilies/sarkasm.gif

Drei Monate lang soll nun also der schwarz/gelbe Atomdeal ausgesetzt werden. Drei Atomreaktoren sollen ebenfalls vom Netz, obwohl man problemlos sogar sieben (von 17) Meiler sofort abschalten könnte. Im Grunde hätten auch drei Wochen gereicht, also bis zur finalen Auszählung der Landtagswahlen. Aber ich bin echt mal gespannt, ob der Pöbel in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg diese durchsichtige Verarsche durchschaut – oder doch wieder jubelnd ins Messer rennt.

Ach ja: Die ausgebremsten drei Monate werden nach einem CDU-Wahlsieg natürlich an die bereits erfolgte Laufzeitverlängerung hinten angehängt http://www.corsafan.de/forum/images/smilies/sarkasm.gif

Bin ich eigentlich der Einzige, der die Abwiegelung „eine Verkettung eines derart schweren Erdbebens und eines schweren Tsunamis ist in Deutschland nicht vorstellbar“ für äusserst zynisch hält? Ein Unglück passiert doch IMMER nur dann, wenn sich nicht vorstellbare Ereignisse aneinanderreihen. Bei Atomkraftwerken mit unvorstellbar schrecklichen Folgen, die bekanntermassen auch keine Versicherung übernehmen kann (und will).

Dazu gehört auch die Lagerung des Atommülls, die auch auf den Diskussionstisch gehört!

Zugegeben: In Deutschland ist die Gefahr eines Tsunami sicherlich gering. Aber bezüglich Erdbeben oder auch Hochwasser sieht es schon wieder anders aus. Auch ist vielleicht die Flugzeugabsturzgefahr grösser? Und möglicherweise gibt es ja auch beherzte V-Leute mit Anti-Atom-Gesinnung, die sich (ähnlich wie beim

target=“_blank“>Oktoberfestattentat damals) zu drastischen Aktionen genötigt sehen? http://www.corsafan.de/forum/images/smilies/sarkasm.gif Ein deutscher GAU wird ganz sicher anders verlaufen als in Tschernobyl und Fukushima, aber die Folgen dieser Unglückskette sind genau das, weswegen Atomkraft unverzüglich abgeschafft gehört. Die Folgen sind einfach nicht hinnehmbar.

Etwas, was sich eigentlich auch auf das Finanzcasino übertragen lässt. Hier scheint es aber (unverständlicherweise) immer noch an der passenden Katastrophe zu fehlen, um mit gesellschaftlichem Druck die abgeschmierte Politik bewegen zu können. Dasselbe auch bei genmanipulierten Pflanzen und dem Überwachungswahn. Aber das nur am Rande.

Erstaunlich deutlich äussern sich die FAZ und Financial Times über Merkels Worte: „Bei der Sicherheit darf es keine Kompromissen geben. Das gab es nicht, das gibt es nicht und das wird es nicht geben.“ Denn exakt das Gegenteil ist der Fall. Bei der Sicherheit geht es NUR mit Kompromissen. Absolute Sicherheit gibt es nicht. Auch wenn das sogenannte Restrisiko 10 hoch minus 6 ist (also sehr klein), so ist es eben nicht Null, sondern die Wahrscheinlichkeit ist eins. Es ist also nur die Frage, wann und wo es passiert. Man muss also nur lange genug warten, es kann aber auch morgen passieren. „Wer bei der Sicherheit von Atomkraftwerken keine Kompromisse machen will, darf Kernenergie gar nicht erst nutzen. Denn diese Konzepte beruhen stets auf einer Gegenrechnung: Wie viele Menschen sterben, beispielsweise, jährlich im Straßenverkehr? Und wie weit lässt sich diese Zahl durch Sicherheitsstandards und ihre Kontrolle reduzieren? Und ab welcher Schärfe verursachen die Standards Kosten, die die Gesellschaft nicht zu tragen bereit ist? Diese stets zynische Gegenrechnung funktioniert im Fall der Kernenergie nicht.“

Tja, und sorgenvoll schaut man nun aufs Wetter. Bleibt die aktuelle Windrichtung erhalten, dann weht die Strahlung aufs Meer. Gleichzeitig leitet man Meerwasser in die explodierten Reaktoren und das danach verstrahlte Zeugs hinten wieder zum Meer hinaus. Reaktor 3 soll sogar Plutonium (!) enthalten. Und Tumor ist, wenn man trotzdem fischt http://www.corsafan.de/forum/images/smilies/sarkasm.gif

Falls die Atomlobby es nun schaffen sollte, Japan breitflächig unbewohnbar zu machen, werden sie es in Deutschland auch noch schaffen. Und wir können hoffen, dass die Afrikaner und Islamisten freundlicher mit uns als Flüchtlinge umspringen werden, als wir uns ihnen gegenüber präsentieren. Gerade gegen die Einwanderung durch CSU-Flachdenker könnten sie sich vielleicht „bis zur letzten Patrone“ wehren http://www.corsafan.de/forum/images/smilies/sarkasm.gif

Ach ja, haben sich eigentlich die 40 Manager und Promis, die letztes Jahr einen Pro-Atom-Brandbrief an Schwarz/Gelb sendeten, schon zum Aufräumen in Japan gemeldet? War ja eine wahrlich illustre Runde mit Ackermann, Maschmeyer, Clement, Merz, Lauk, Schily und Komplizen, die sich nach jahrzehntelangem parasitärem Schmarotzertum auch mal als nützlich für unsere Gesellschaft erweisen könnten.

Und um auch noch Positives zu berichten: Immerhin geht es wieder aufwärts.

target=“_blank“>So hoch flogen selten Trümmerstücke aufwärts. Und die PR-Agenturen können sich auf steigende Aufträgseingänge aus der Atomlobby einstellen. Ein Aufschwung XXL, würde Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) sagen. Selbst das ehemalige Nachrichtenmagazin hat dank explodierender Reakrtoren endlich mal eine Faktenbasis für ihre „Boom“ Meldungen, nachdem „Jobboom“ und „Einkaufsboom“ sich als reine Auftragspropaganda herausstellten. Und wie es sich für einen vorbildlichen Kapitalismus gehört, werden die Folgeschäden natürlich vom Pöbel abgetragen. Kein Milliardär (auch keiner der Atommafia) muss um sein Vermögen bangen. Einige Heuschrecken sollen bereits Finanzwetten laufen haben, um mögliche Dividendenverluste ihres Atomkonzern-Aktienpakets ausgleichen zu können. „Für Investoren, bei denen sich Mitgefühl mit den Opfern und ein rationales Kalkül bei der Geldanlage nicht ausschließen, eröffnen die zu erwartenden Abschläge durchaus Chancen“, schreibt die Financial Times. Seht ihr, somit hat alles Schlimme auch seine positiven Seiten.

Imho gibt es eigentlich nur eine vernünftige Forderung:

Die Teile SOFORT abschalten und den Rückbau auf Kosten derjenigen betreiben, die bisher die Milliarden damit verdient haben.

Beklemmende Kleidung

BeklemmendeKleidung.c_thumb.jpg

Beklemmende Kleidung.c © Jotha

Denkanstöße #2

In der Kolumne "Denkanstöße"  stelle ich hier in loser Folge einfach nur mal ein paar Fragen, die mir so durch den Kopf gehen.

Einfach die Frage in den Raum geworfen…

Denkanstoß vom 14.03.2011

Bundespräsident Wulff kann das Atomgesetz noch stoppen

Helft mit, den Appell von Campact an Wulff noch bekannter zu machen und verbreitet den Kampagnenfilm!

Die Technik des „queren Arguments“

Seit einiger Zeit untersuche ich mehr odere weniger ernsthaft, ob es sich bei der rhetorischen Technik des „queren Arguments“ tatsächlich um ein programmiert eingesetztes Stilmittel handelt.

Was ist ein „queres Argument“?

Der ehemalige Verteidigungsminister hatte vor vielen Jahren auf die Anfrage, was deutsche Soldaten in Afghanistan zu suchen hätten geantwortet:

„Die Sicherheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt.“

Wow. Das hat mich echt umgehauen und nebenbei die halbe Republik mitgerissen. Vermutlich wurde Struck damit bis jetzt mehr zitiert als Goethe, Kant oder Sokrates.

Natürlich ist das politischer, militärischer und auch geostrategischer Schwachsinn; das kleinste Schulkind nimmt den Schnuller aus dem Mund und sagt: „Aber wo sind denn am Hindukusch deutsche Grenzen?“

Dieses „Argument“ geht mit einer höchst perfiden Technik und Taktik vor: es impliziert, dass hinter der Offensichtlichkeit des vorliegenden Schwachsinnes irgendein höherer, uns (noch) verborgener Sinn liegen muss. Einfach muss, denn einer wie Struck wird doch wohl über verborgene Klar- und Einsichten verfügen, um sich offensichtlichen Unsinns entheben zu können. Heute wissen wir, dass es keine dieser geheimen Ansichten und vermuteten Wahrheiten jemals existiert hatte und der Schwachsinn Schwachsinn geblieben war.

Und gestern startete der frischgebackene Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Stefan Mappus, auch ein „queres Argument“:

„Wir sollten die Einnahmen aus den verlängerten AKW-Laufzeiten in die weitere Entwicklung erneuerbarer Energien investieren.“

Vorsicht! Nicht zuviel darüber nachdenken! Denn auch Mappus hat der Offensichtlichkeit des vermuteten Schwachsinnes nichts entgegenzusetzen! Auch hier ist nichts als rhetorisch abgeblasene, heiße Luft dahinter! Dieser Satz ist dahergeplappert und entbehrt natürlich jeder Grundlage. Denn jeder weiß ja schließlich, dass die Energiehersteller bereits ihre Schatullen für den neuen Geldstrom positionieren und auch der Bund reibt sich die Hände, das eine oder andere Haushaltslöchlein mit der Kohle zu stopfen – da geht selbstverständlich kein einziger Cent in die Entwicklung neuer Energien. Wie Vattenfall beobachten ließ, haben die überreichlichen Gewinne aus der Vergangenheit ja auch nicht dazu verführen können, die AKW-interne und marode Sicherheitstechnik sanieren zu lassen. Da wurde viel lieber kassiert als investiert und die Geldströme wanderten in zahlreiche Privatschatullen, während die Rauchwolken des brennenden AKW’s die politische und wirtschaftliche Landschaft verdüsterten.

Gebt nichts auf den Mappus-Blödsinn. Er genügt der Maßgabe eines hervorragenden Satzes, den Spät-68’er geprägt hatten:

Fighting for peace is like fucking for virginity.

Damit enttarnt man „quere Argumente“.

© 2010 Echsenwut.

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