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Hartz IV tötet immer noch – auch ganze Familien. Über die Opfer der Sanktionen gegen Deutschland.

Mittwoch, 28.11.2012. Eifel. Ich weiß, das ganze Geschreibsel über Hartz IV stört jetzt schon einige Leser. Habe ich schon mitbekommen. Aber nur weil Krieg und Goldpreis viel unterhaltsamer sind, verschwindet dieses Gräuel doch nicht einfach. Zudem ist es nur ein Ausdruck, eine Ausformung einer weltumspannenden Bewegung, die nichts weniger im Sinn hat als die Vernichtung der Lebensqualität und Lebensgrundlage vieler zugunsten der Fettlebe einiger weniger: ein Wahnsinnskrieg tobt da gerade, ein Krieg, der hauptsächlich erstmal wirtschaftlich geführt wird. Ja, Hartz IV stellt politische Sanktionen gegen das deutsche Volk dar - wir unterscheiden uns in dieser Hinsicht kaum von dem Iran, nur redet man mit uns nicht so deutlich darüber. Selbstverständlich sterben auch hier Menschen. Frank Schönwetter zum Beispiel, jener Aktivist, über den wir kürzlich geschrieben hatten: der wird übermorgen obdachlos, hat jetzt schon kein Geld mehr für Briefmarken. Den ersten Advent feiert Frank auf der Straße - bei Minus 10 Grad. Ja, ich weiß: er hatte uns versprochen, das das nicht geschehen wird. Er hat sich aber geirrt. Kann ja mal vorkommen.

Mittwoch, 28.11.2012. Eifel. Ich weiß, das ganze Geschreibsel über Hartz IV stört jetzt schon einige Leser. Habe ich schon mitbekommen. Aber nur weil Krieg und Goldpreis viel unterhaltsamer sind, verschwindet dieses Gräuel doch nicht einfach. Zudem ist es nur ein Ausdruck, eine Ausformung einer weltumspannenden Bewegung, die nichts weniger im Sinn hat als die Vernichtung der Lebensqualität und Lebensgrundlage vieler zugunsten der Fettlebe einiger weniger: ein Wahnsinnskrieg tobt da gerade, ein Krieg, der hauptsächlich erstmal wirtschaftlich geführt wird. Ja, Hartz IV stellt politische Sanktionen gegen das deutsche Volk dar – wir unterscheiden uns in dieser Hinsicht kaum von dem Iran, nur redet man mit uns nicht so deutlich darüber. Selbstverständlich sterben auch hier Menschen. Frank Schönwetter zum Beispiel, jener Aktivist, über den wir kürzlich geschrieben hatten: der wird übermorgen obdachlos, hat jetzt schon kein Geld mehr für Briefmarken. Den ersten Advent feiert Frank auf der Straße – bei Minus 10 Grad. Ja, ich weiß: er hatte uns versprochen, das das nicht geschehen wird. Er hat sich aber geirrt. Kann ja mal vorkommen.

Aktuell macht ja das Jobcenter Witzenhausen von sich reden. Dort berichtet Antenne Hessen über ganz neue Auswüchse der neudeutschen Asozialenkultur:

Ein weiterer Fall ist bekannt, wo man von einem hochschwangeren Teenager verlangt, trotz Mutterschutz einer Arbeit nachzugehen. Da dies durch die Schwangerschaft nicht möglich ist, sanktioniert Frau S. den 16-Jahre jungen Teenie mit 30% der Leitungen. Eine Katastrophe für die werdende Mutter.

Klar – mit 16 Mutter werden ist schon nicht gerade toll. Sich trotzdem für das Kind zu entscheiden, eine kleine Heldentat, denn: das eigene Leben ist dann im Eimer – für immer, denn die Zeit, die man wegen Geburt und Erziehung nicht im Hamsterrad mitrennt, holt man nie wieder auf. Was Antenne Hessen nicht weiß, aber mir aus verlässlicher Quelle zugetragen worden ist: Schwangere arbeiten zu schicken gehört zu den Richtlinien der Mitarbeiter. „Schwangerschaft ist keine Krankheit“, so der Leitsatz der Bundesagentur für Arbeit – Fehlgeburten durch Überlastung werden billigend in Kauf genommen.

Bei diesen Zuständen denkt man unwillkürlich an die Arschlochbeseitigungsinstrumente der französischen Revolution, bevor man sich wieder im Griff hat und vermeidet, auf das gleiche Niveau zu sinken wie der deutsche „Sozialstaat“.

Wen wollte man auch beseitigen? Die Mitarbeiter? Hören wir nochmal Antenne Hessen:

84 von 100 getesteten Sachbearbeitern / Jobcenter, waren überfordert mit Stresssituationen oder konnten einige Aufgaben nicht richtig lösen. So reagierte man auf gereizte Situationen, mit Ausbrüchen und Drohungen. Oftmals wollte man unserem Probanden das gesamte Geld Streichen, wenn er sich nicht sofort beruhigen würde.

Das sind die Kennzeichen eines Terrorregimes, das immer gerne die unfähigsten Dödel von der Straße holt, sie mit Macht ausstattet und dann auf die Bürger loslässt. Bei uns nannte man das früher mal die „SA“, wo der Krieg offener geführt wird, nennt man sie die „Todesschwadrone“.  Was hier perfide ist: erfüllen die Sachbearbeiter nicht ihre Zielvorgaben (die Sanktionierungsquote), kommen sie selbst ins Ghetto der Entrechteten.

Richtige Todesschadrone brauchen wir noch nicht. Das erledigen die Leute bei uns schon selber, siehe Welt:

Sie tötete ihre drei Kinder, schickte dem Vater SMS über die Morde. Später wollte sich die 38-Jährige auf der Autobahn umbringen. 

Ein Drama, über das die Welt oft berichtet. Man hätte die Geschichte auch anders schreiben können. Das Unternehmen des Vaters war insolvent, er war depressiv (ein Zustand, der immer mehr Menschen in Deutschland ergreift, auch ohne das das Jobcenter willkürlich ihre Restexistenz vernichtet) und … auf Hartz IV angewiesen. Dort landen Unternehmer immer sofort. Vater in der Klinik, Mutter mit drei Kindern vor der überforderten Sachbearbeiterin – noch Fragen? Ich höre bis hier das eifernde Gekeife „Nu machen Sie doch mal die Kinder ruhig„.

Hat sie gemacht. Die sind jetzt ruhig.

Ist natürlich alles nur Vermutung, vielleicht schwammen die auch in Geld.  Ich kenne selbst einen Unternehmer, der hat mehrere Mietshäuser, ein gut gehendes Geschäft mit Partybedarf, einen Mercedes-Benz der Luxusklasse und bezieht Hartz IV. Man muss halt wissen, wie das geht – und der Schritt vom Geschäftsmann zum Betrüger wird immer kleiner, je asozialer die Gesellschaft wird. Man weiß ja, wovor man fliehen muss.

Es gibt aber Studien, die belegen, das viele ihre Chancen in diesem System ganz realistisch sehen, siehe Handelsblatt:

Mehr als die Hälfte der aus einfachen Verhältnissen stammenden Menschen unter 30 Jahren glaubt nicht, dass in Deutschland ein Aufstieg in eine höhere soziale Schicht möglich ist. Einer neuen Studie zur Chancengerechtigkeit zufolge ist mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung überzeugt davon, dass Leistung sich nicht lohnt und allein das Elternhaus zählt. Der Glaube, sich durch Leistung verbessern zu können, sei aber eine Grundvoraussetzung dafür, sich verstärkt zu engagieren, sagte die Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts.

Hier ist es mal sehr wichtig, auf den Sprachgebrauch zu achten. „Aus einfachen Verhältnissen“ stammen dort die Menschen, während der Spiegel im gleichen Fall anders argumentiert:

Einmal arm, immer arm: Davon ist in Deutschland die Mehrheit der jungen Leute aus sozial schwachen Verhältnissen überzeugt.

„Sozial schwach“ sind Menschen mit einer Schwäche der Gemeinschaftsfähigkeit – Mörder, Diebe, Zuhälter, Vergewaltiger, Neoliberale oder Ausbeuter. Was der Spiegel meint, wenn er dieses Kampfwort der Unmenschen gebraucht, ist der Begriff „arm“ – also finanziell schwach. Das sollte der Spiegel aber wissen, denn er berichtet ja selbst darüber:

Dabei liegen die Karten seit Jahren offen auf dem Tisch. Der im Namen einer nebulösen Wettbewerbsfähigkeit in die Wege geleitete soziale Kahlschlag beispielsweise in Deutschland zeigt erste Effekte. Die Wirtschaft tut das, was man gerne „brummen“ nennt, mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,6 Billionen Euro ist das Land eine der größten Volkswirtschaften der Welt, die mit Abstand größte in Europa allemal. So reich ist unser Land, dass es sich sogar etwas so Unbezahlbares wie die Armut leistet. Nirgendwo in Europa – ausgenommen in Rumänien und Bulgarien – ist die Armut zuletzt schneller gewachsen. Fast drei Millionen Kinder leben unter der Armutsgrenze

Deutschland ist einer der weltweit führenden Armutsproduzenten!

Da werden die Agentenführer der deutschen Regierung begeistert sein, die Lobbyisten der Asozialen jubeln: Umbau Deutschland wird ein voller Erfolg. Wie der Iran bekommen wir Sanktionen aufgebrummt, aber anders als der Iran können die Bürger dieses Landes nicht hintenherum Geschäfte mit Gold machen, siehe Spiegel. Daran sieht man auch, wie ernst die „westliche Wertegemeinschaft“ ihre Gemeinschaft und ihre Werte nimmt: winkt einer mit Gold, dann ist der politische Sanktionswunsch sofort zweitrangig. Warum erklärt man das nicht unseren Arbeitslosen?

Ach ja – die mussten ihr erspartes Gold schon vorher abgeben, die leben eher unter den Bedingungen eines besetzten Landes – in einer der größten, brummenden Volkswirtschaften der Welt.

Irre, oder?

Nein, nicht irre. Deutschland hatte schon in den siebziger Jahren gestört. Die Gewerkschaften, die politischen Demonstrationen, die Bewegung der Grünen: da drohte Gefahr an der Ostfront der USA, das durfte so nicht lange weitergehen. Also erschuf man sich ein paar Instrumente, bestach ein paar hundert Politiker, Showmaster, Parteifunktionäre und Intellektuelle, um ein Klima zu schaffen, das wieder für Disziplin im Lande sorgte. Es wäre undenkbar gewesen, wenn die Bundesrepublik im Strudel des ökonomischen Putsches auf einmal zur Insel der Glückseligen geworden wäre, die fernab von aller Ausbeuterei ein funktionierendes alternatives demokratisches Wirtschaftssystem etabliert hätten – da musste dringend sanktioniert werden, sonst wäre das ganze Gerede von der Alternativlosigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung ja völlig unsinnig gewesen.

Die deutschen Bürger selbst – braucht man nicht mehr. Die sind über – weil demokratieverseucht. Die haben das Gerede nach dem Krieg über Menschenrechte und Demokratie  zu ernst genommen – und fühlten sich noch gut und edel dabei. Die will man nicht mehr, die sind zu teuer, ihre Gewerkschaften zu aufmüpfig, die Ausbeutungsquote der Bürger zu gering.

Nun – das ändert sich ja gerade im großen Stil – auch dank der von Goldman-Sachs konstruierten Euro-Krise, siehe Handelsblatt:

Statt Griechenland einen offenen Schuldenschnitt zu gewähren gibt es ein Bündel verschiedener Maßnahmen, die den Steuerzahler alle Geld kosten werden, die aber nicht so leicht zu durchschauen sind.

Wo der Steuerzahler für dumm verkauft wird, wird die Regierung zum Feind und Verräter – aber solche Worte benutzen wir hier nicht mehr, weil wir schon längst in der Sphäre der Alternativlosigkeit geistlos dahinvegetieren. Wir würden auch sonst merken, wohin die Reise geht, siehe Handelsblatt:

Im Wahljahr steigen die Renten, die Parteien beglücken die Ü65-Generation mit der Aussicht auf Mindestrente (SPD) oder Lebensleistungsrente (CDU). Dabei sagen Experten, dass das aktuelle Rentensystem keine Zukunft hat.

Wir können Europa nicht mehr bezahlen, wir können die Rente nicht mehr bezahlen – aber wir reden lieber nicht darüber, um die Konsumlaune nicht zu trüben. Das könnte ja dem Einzelhandel das Weihnachtsgeschäft vermiesen, bei dem man gerade (siehe Spiegel und Handelsblatt) ein dickes Plus erwartet, obwohl die Konsumlaune schon getrübt ist.  Das man von dem Geld dann mit Mineralöl verseuchte Schokolade kauft (siehe Spiegel) interessiert nur am Rande. Wir haben uns schon längst daran gewöhnt, von der Industrie nur noch mit fein verpackten Abfällen gefüttert zu werden. Fröhliche Weihnachten – an dem man Benzin nicht nur im Tank, sondern auch im Magen hat.  Für Leute mit „Benzin im Blut“ ein Superfest.

Unter den Sachbearbeitern, die gezwungenermaßen als Vollzugsbeamte der Armutvollstreckungsbehörden arbeiten, befinden sich auch Menschen mit einem Gewissen – und einem entsprechendem Urteilsvermögen, siehe Welt:

Dummerweise haben sie, als sie noch arbeiten konnten, ein Haus gekauft. Das müssten sie, nach dem Buchstaben des Sozialgesetzbuchs, verkaufen und den Gewinn erst einmal aufzehren, bevor sie Geld vom Staat bekommen. Jacobi ist vorhin vorbeigefahren und hat Fotos gemacht. Traurig betrachtet er das liebevoll restaurierte, wärmegedämmte Bauernhaus mit den Geranien vor den Fenstern. Ein Gesetz, das diesen Leuten nicht anders als durch Enteignung zu helfen weiß, nennt der gläubige Katholik „eine Perversion“.

Noch ein mutiger Mensch, der offen ausspricht, was alle denken, während die Medien das Gegenteil propagieren. Wir erfahren in dem Artikel auch nebenbei, wie viele Menschen schon als Opfer der Sanktionen gegen Deutschland in die Fänge der Armutsbehörde geraten sind:

Herr Jacobi hat via Computer den Zugriff auf 42 Millionen Datensätze. Das entspricht der Hälfte der Bevölkerung. Wer staatliche Leistungen beantragt, verzichtet faktisch auf die Privatsphäre. Da ist es für den gläsernen Bürger ganz gut zu wissen, dass er es mit einem Mann zu tun hat, der nicht nur gewissenhaft ist, sondern auch ein Gewissen hat.

Das erste Mal erfahren wir, wie viele Deutsche schon erfasst worden sind:

ZWEIUNDVIERZIG MILLIONEN!!!

Mal ein Grund, Farbe und Wortgröße deutlich zu verändern. Zweiundvierzig Millionen Deutsche – weit mehr als die Hälfte – sind von der Armutsvollzugsbehörde erfasst worden, ihre Vermögen sind registriert und zum Einzug vorbereitet. Zweiundvierzig Millionen Deutsche leben in einem von Arbeitslosigkeit verseuchten Umfeld. Sie sind halt nicht immer alle gleichzeitig arbeitslos – aber wir können doch wohl zurecht formulieren, das zweiundvierzig Millionen Deutsche in „ungesicherten Verhältnissen“ leben – und sei es auch nur, weil die Tochter mal drei Monate arbeitslos war.

Da die Jobcenter alle Daten erheben – unter Androhung drakonischer Strafen – haben wir also aktuell 42 Millionen gläserne Bürger … und nicht nur die drei- bis sieben Millionen Arbeitslosen, die man gelegentlich offiziell zugibt.

42 Millionen Bürger, die bis aufs Hemd ausgezogen werden, mit Müll gefüttert werden, sich das teuerste Gesundheitssystem der Welt leisten – mit äußerst miserablen Leistungen – und jetzt auch noch von ihren Ärzten verlassen werden, siehe Ärztezeitung:

Das Modell, die Kassenpraxis zwei Tage in der Woche zu schließen und in der Zeit in Teilzeit als Honorararzt oder in der Schweiz zu arbeiten, werde immer häufiger von Ärzten umgesetzt

Das sind die bestbezahltesten Ärzte Europas, laut Stepstone (wir berichteten) die Spitze der Besserverdiener in der BRD – und nachdem sie das alles abgeräumt haben, machen sie die Praxis dicht und verdienen zusätzlich noch im Ausland, während die Beiträge der Steuerzahler weiter in ihre Taschen fließen.

Unsere medizinische Versorgung gleicht bald der in einem sanktioniertem Land – aber wir wollen und dürfen das nicht so sehen. Eben sowenig wie die Gewalt in Altenheimen, siehe Ärztezeitung:

Gabriele Wilkens, Dozentin für Altenpflege an der Berufsfachschule in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen, schätzt die Dunkelziffer bei Gewalt in der Pflege „relativ hoch“ ein

Den letzten beißen die Hunde – schon jetzt kann man sehen, was für eine Welle an Gewalt über Deutschland hereinbrechen wird, wenn die 42 Millionen sanktionierten Deutschen in den Ruhestand gehen wollen und sich in einer erbärmlichen Altersarmut wiederfinden.

Schlechte medizinische Versorgung, grassierende Armut, minderwertige Nahrung: Kennzeichen eines sanktionierten Landes, die gekrönt werden von den Sanktionen der Atomlobby, die uns als Strafe für die Ausstiegsphantasien die Preise hochtreibt und den Strom abstellt, siehe Welt.

Wie das funktioniert in einem Land mit hochintelligenten Menschen? Nun – manchmal erfahren wir davon. Nicht immer, aber manchmal. So hat man auch die ganze deutsche Ärzteschaft bekommen und zu Geldsaugern umgebaut – und so bekommt man jeden, der an anderen Schaltstellen der Macht steht, siehe Handelsblatt:

Die abgewickelte WestLB hat Sparkassen-Chefs, Stadtwerker und Beamte auf Weltreise geschickt. Der Vorgang hätte ein Fall für den Staatsanwalt werden können, wenn die Bank nicht eine stille Lösung bevorzugt hätte.

„Stille Lösungen“ gibt es im ganzen Land – sonst würden ja die Zeitungen brennen müssen vor lauter Warnmeldungen. Wir finden diese Meldungen nur in der alternativen Presse, die täglich gegen die von der Regierung angeordneten Alternativlosigkeit anschreibt, siehe Hintergrund:

Jüngste Berichte, denen zufolge der taiwanesische Konzern Foxconn Fabriken in den USA errichten will, verdeutlichen, dass das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ nun in die vierte Phase eines Prozesses eingetreten ist, den man als eine „Rekolonialisierung“ bezeichnen könnte, der die USA wirtschaftlich auf einen „Dritte-Welt“-Status degradiert.

Das ist eine sehr gut Nachricht, die uns zeigt, welche Zukunft uns in Deutschland erwartet:

Foxconns Arbeiter hausen in überfüllten Schlafsälen, die sich auf dem Werksgelände befinden. Sie arbeiten in 12-Stunden-Schichten und sind üblicherweise gefährlichen Bedingungen ausgesetzt. Jüngst erkrankten 137 Arbeiter, nachdem sie iPads mit giftigen Chemikalien reinigen mussten. In den letzten fünf Jahren haben sich 17 Foxconn-Beschäftigte während der Arbeit das Leben genommen. Netze wurden rund um das Werk installiert, um jene Arbeiter aufzufangen, die aus den Fenstern springen.

Das ist unsere Zukunft, auf die wir mit großen Schritten zumarschieren. Die Altenheime dieser Zukunft werden – aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen, die mit Faschismus nichts zu tun haben – alternativlos an Konzentrationslager erinnern (falls sich dann überhaupt noch jemand an diese Todesfabriken erinnern kann). Die Zustände für Arbeiter und Angestellte werden kaum besser sein – aber ihre Lager liegen näher am Büro.

Das ist politisch so gewollt – und an vielen Dritte- und Zweite-Welt Ländern erfolgreich erprobt worden, bis man sich traute, das auch an der ersten Welt auszuprobieren – wir stehen ja nicht allein an dieser Front, sondern gehören – wie die USA selbst – zu den Opfernationen, die zur Ausschlachtung freigegeben worden sind.

Das Prinzip ist immer das Gleiche: man finanziert durch massive Verschuldung des Staates eine „Herrenkaste“, die dann – finanziell super ausgestattet, aber im sozialen Bereich ausserordentlich schwach ausgebildet – zum Melken der Eingeborenen antritt.

In Deutschland hat diese Bewegung einen Namen: Hartz IV.

Manche denken immer noch, es ging um die harmlose Zusammenlegung von Arbeits- und Sozialhilfe – das sind die, die auch dachten, in der Weihnachtsschokolade sei kein Mineralöl.

Dabei geht es um nichts anderes, als das, was man im Umgang mit feindlichen Nationen immer macht: das Volk durch Sanktionen in die Knie zwingen.

Alle Völker – der ganzen Erde.

 

 

 

 

 

 

Deutschland im Krieg – ein Sittengemälde aus dem Jahre 2012

Dienstag, 20.11.2012. Eifel. Nicht mehr lange, dann ist es soweit. Vier Wochen noch, dann ist das Ende der Welt da. Der Mayakalender läuft aus und dann ... erlischt die Dimension Zeit, explodiert der Planet, werden wir alle Engel oder stellen fest: "Oh, wir sind ja gar keine Maya".  Viele wollen aber wohl lieber Maya bleiben, denn am Weltuntergang wird mit Hochdruck gearbeitet - hier in Deutschland, gleich vor Ort. Wir wissen als kleine arme Menschen gar nicht mehr, wovor wir uns zuerst fürchten sollen: vor dem völlig von Plastik verseuchtem Planeten? Den ständig neuen unerklärlichen Rekordunwettern, die Atomkraftwerke und Megastädte zerschmettern? Vor der  langjährigen Wirtschaftskrise, die die europäischen Länder eins nach dem anderen zu Ramsch macht? Die Widergeburt des alten Unmenschengeistes im eigenen Land, der jedermann jederzeit kündigen und mit Entzug der Lebensgrundlage bestrafen kann? Die Vernichtung unserer natürlichen Lebensgrundlage durch eine energieintensive Spaßgesellschaft? Oder - noch schlimmer: vor der erbärmliche Inkompetenz und Führungsschwäche unserer hochbezahlten aber leider völlig uneffektiven "Leistungsträger", die jede Fürsogepflicht des Staates für "Sozialromantik" halten? Wir glauben nicht an den Weltuntergang im nächsten Monat. Ich auch nicht. Ich habe schon die ersten Geschenke für die Kinder gekauft, weitere sind in Planung. Denen noch eine Freude zu bereiten, ohne große Kredite aufzunehmen, kostet viel Arbeit und Mühe, wäre da schon doof, wenn kurz vorher der Vorhang fällt. Andererseits müssen wir sehen, das mit Hochdruck von allen Seiten darauf hingearbeitet wird - da wundert es nicht, das "Gäubige" aller Nationen Zuflucht ins Gebet nehmen, weil sie die Herrschaft des Antichristen deutlich vor Augen sehen.

Dienstag, 20.11.2012. Eifel. Nicht mehr lange, dann ist es soweit. Vier Wochen noch, dann ist das Ende der Welt da. Der Mayakalender läuft aus und dann … erlischt die Dimension Zeit, explodiert der Planet, werden wir alle Engel oder stellen fest: „Oh, wir sind ja gar keine Maya“.  Viele wollen aber wohl lieber Maya bleiben, denn am Weltuntergang wird mit Hochdruck gearbeitet – hier in Deutschland, gleich vor Ort. Wir wissen als kleine arme Menschen gar nicht mehr, wovor wir uns zuerst fürchten sollen: vor dem völlig von Plastik verseuchtem Planeten? Den ständig neuen unerklärlichen Rekordunwettern, die Atomkraftwerke und Megastädte zerschmettern? Vor der  langjährigen Wirtschaftskrise, die die europäischen Länder eins nach dem anderen zu Ramsch macht? Die Widergeburt des alten Unmenschengeistes im eigenen Land, der jedermann jederzeit kündigen und mit Entzug der Lebensgrundlage bestrafen kann? Die Vernichtung unserer natürlichen Lebensgrundlage durch eine energieintensive Spaßgesellschaft? Oder – noch schlimmer: vor der erbärmliche Inkompetenz und Führungsschwäche unserer hochbezahlten aber leider völlig uneffektiven „Leistungsträger“, die jede Fürsogepflicht des Staates für „Sozialromantik“ halten? Wir glauben nicht an den Weltuntergang im nächsten Monat. Ich auch nicht. Ich habe schon die ersten Geschenke für die Kinder gekauft, weitere sind in Planung. Denen noch eine Freude zu bereiten, ohne große Kredite aufzunehmen, kostet viel Arbeit und Mühe, wäre da schon doof, wenn kurz vorher der Vorhang fällt. Andererseits müssen wir sehen, das mit Hochdruck von allen Seiten darauf hingearbeitet wird – da wundert es nicht, das „Gäubige“ aller Nationen Zuflucht ins Gebet nehmen, weil sie die Herrschaft des Antichristen deutlich vor Augen sehen.

Wir befinden uns im Krieg – und gestern habe ich aus einer nicht näher zu bezeichnenden Quelle erfahren, das der Deal mit den Patriotraketen schon lange vorher geplant gewesen sein soll. „Man“ will wieder deutsche Soldaten im Krieg sehen. Nun – ich weiß – das sind Gerüchte. Angeblich sind die Raketen schon längst auf dem Seeweg, völlig am Parlament vorbei, weil es sich um eine „Hilfe zur Landesverteidigung“ handelt, das können Minister selbst entscheiden, so heißt es. Ich hätte dieses Gerücht nicht erwähnt, wenn es nicht eine gewissen Logik gäbe, eine Nachrichtenlogik, die es unterstützt. Man muss nur mal genau hinschauen: es gab gar keine allgemeine Anfrage der Türkei nach Hilfe, noch eine spezielle Anfrage nach Raketen. Wieso auch – die Nato hatte ja den Bündnisfall offiziell ausgeschlossen. Gab ja gar keinen Krieg – wozu also Soldaten entsenden? Und dann – plötzlich und überraschend – waren auf einmal die Raketen im Gespräch, noch BEVOR die Türkei auch nur „Pieps“ gesagt hat.  Die werden der Türkei ja geradezu aufgedrängt. Und was haben wir dann: deutsche Soldaten in der Türkei … jener Türkei, die gerade massiv gegen Israel hetzt, siehe Welt:

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat Israel am Montag als „terroristischen Staat“ bezeichnet, dessen Handlungen „Akte des Terrors“ seien. Außerdem schien er anzudeuten, Israel massakriere Zivilisten und Kinder im Gazastreifen, weil sie Muslime seien.

Wenn der jetzt ernst macht und – wie es aktuell üblich ist – den Terror mit Gewalt ausradieren will … dann kämpfen deutsche Soldaten wieder gegen Menschen jüdischen Glaubens.  Und das dies überhaupt möglich ist, scheint das Ergebnis einer langen Planung zu sein, siehe Focus:

Durch die derzeit laufende Bundeswehrreform soll die Zahl der Soldaten, die gleichzeitig in Auslandseinsätze geschickt werden können, von derzeit 7000 auf 10 000 erhöht werden.

Die öffentliche Debatte darüber, das wir eine Kolonialarmee aufstellen, ist an mir persönlich spurlos vorübergegangen. Entweder habe ich etwas schrecklich Wichtiges verschlafen … oder die gab es gar nicht, das wurde einfach über meinen Kopf hinweg beschlossen. Dabei soll ich doch der Souverän sein? Aber … der bin ich ja gar nicht mehr. Das steht wohl auch noch auf der Verpackung,  aber der Inhalt weicht – wie in unserer Kultur umfassen üblich – weit von der Werbung ab. Das war auch so gewollt. Guido Westerwelle hat das mal ausgeführt, siehe NRHZ

„…die eigentliche Frage bei der Debatte ‚schlanker Staat’ [ist] aus meiner Einschätzung viel grundsätzlicher. Es geht nämlich darum, wie wir eine Bewegung in Deutschland stoppen können, wo immer mehr Freiheiten und immer mehr Rechte beim einzelnen Bürger angesiedelt werden, aber immer mehr Pflichten und immer mehr Verantwortung beim Staat.“

Der Bürger an sich als Feind des Staates. Das war der Moment der Machtergreifung, das war der Moment, wo der Staat uns den Krieg erklärt hat … einen Krieg, dem allein letztes Jahr 10 000 Menschen infolge einer Totalsanktionierung zum Opfer gefallen sind, siehe Neues Deutschland. Wie in dem Artikel zu lesen ist, würde das Bundesverfassungsgericht einen solchen Umgang mit Asylbewerbern nicht erlauben. Hier will wohl jemand ganz bewußt neuen Rechtsextremismus auf breiter Front züchten, in dem er den Deutschen im eigenen Land zum rechtslosen Gesellen macht.

Auch unser Bundespräsident marschiert hier mit den Sturmtruppen der Unmenschengarde, siehe Holdger Platta beim Spiegelfechter:

Joachim Gauck hat die Sozialstaatsverpflichtung der Bundesrepublik gegenüber den Hilfsbedürftigen mit den Worten kritisiert: „Diese Reduzierung des Lebensglücks auf Wohlfahrt und Wohlstand halte ich nicht für kindlich, sondern für kindisch“. Die Forderung nach Wohlfahrt aller sei „Reduzierung des Lebensglücks“, sei „kindisch“? Ich meine: mit solcher Eiseskälte spricht kein mitfühlender Mensch, sondern ein Mann, der sich offenkundig eher als Steißtrommler der Nation versteht.

Derselbe Holdger Platta hat dementsprechend auch eine Antwort auf die Stille im Land, siehe scharf-links:

Von körperlich und psychisch kaputtverelendeten Menschen Aufstand zu verlangen; von Menschen, die vormals nie Solidarität und Ich-Stärke trainieren konnten, Bündnisfähigkeit zu erwarten und aufrechten Gang; von Opfern des kapitalistischen Systems Sympathie zu erwarten für eine System-Alternative, bei der die Opferzahl ebenfalls ins Zigmillionenfache geht; von Hartz-IV-Betroffenen revolutionäre Vorgeschichte in den Köpfen zu erwarten, die es niemals außerhalb ihrer Köpfe im Land tatsächlich gab; und Aktivitäten zu verlangen, die unbezahlbar sind für Menschen, die nichtmal mehr wissen, wie sie in der zweiten Monatshälfte das Obst für die Kinder bezahlen sollen: das ist etwa so rational, wie zu erwarten, daß fortan sich die Sonne um die Erde dreht! So realistisch, wie zu verlangen, daß alle Gesetze des Menschen, der Geschichte, der Natur sich verkehren ins Gegenteil!

Das wissen auch die Leistungsträger – will sagen, die Büttel der Putschisten. Die in Deutschland mühsam erworbenen demokratischen Strukturen werden mit groben Schlägen zerstört, das Übel der demokratischen Grundgesinnung eines an sich sehr friedliebenden Volkes wird an der wirtschaftlichen Wurzel zerstört. Wir haben schon längst wieder eine Kultur der Blockwarte und die offene Forderung deutscher Professoren nach einem Genozid an den armen, kranken und sonstigen überflüssigen Menschen dieser Gesellschaft, siehe Holger Platta in der NRHZ:

Heinsohns Vorschlag ist nicht mehr zu übertreffen an Menschenfeindlichkeit. Im Klartext fordert dieser Professor in FAZ und „Welt“ nichts anderes als den geplanten Völkermord, den Genozid an Millionen von Menschen in der Bundesrepublik. Sämtliche Zwangsarbeitslose, sämtliche Aufstocker, sämtliche Armutsrentner sollen Heinsohns Auffassung zufolge noch eine Gnadenfrist von fünf Jahren bekommen, dann sollen sie gefälligst krepieren.

Der merkt der deutsche Arbeitlose langsam, wie man sich ehedem als Jude in Deutschland gefühlt hat.

Die Entwicklung hat System. Man hat sehr viele Menschen mit ins Boot geholt, die gerade ihre Belohnung in Sachwerte umsetzen, siehe Manager-Magazin:

„Bei jeder neuen Hiobsbotschaft zum Euro steht bei uns ein neuer Lkw voller Bargeld vor der Tür“, sagt der Researchleiter des Maklerhauses Engel + Völkers auf einer Podiumsdiskussion zum Thema Immobilienblase. Der Satz sitzt. Selbst die Zuhörer in der letzten Reihe des Saals unweit des Berliner Reichstags ziehen verwundert die Augenbrauen nach oben. „Die Deutschen schwimmen im Geld“, legt Rieckhoff nach, „ganze Wohnblöcke werden aus der Tasche bezahlt“.

Ganz vorne mit dabei: die Helden eines immer schlechter werdenden Gesundheitssystems – die Ärzte. Eigentlich hinsichtlich der Finanzierung den Arbeitslosen gleichgestellt (ja, das zahlt alles der Steuer- und Beitragszahler), werden sie jedoch mit immensen Summen bedacht. Schon im Dritten Reich war die deutsche Ärzteschaft eine sichere Stütze der Macht, dem Euthanasiegedanken sehr zugetan, voller Freude über die unbegrenzten Möglichkeiten, die Konzentrationslagern ihren Experimenten boten. Leider ein vergessenes Kapitel der deutschen Geschichte, die sich vielleicht gerade wiederholt, siehe Thieme:

Laut der Berliner Umfrage weiß kaum ein Medizinstudent, dass sich die deutsche Ärzteschaft weit mehr als die Durchschnittsbevölkerung nationalsozialistisch organisiert hatte.

„Viele deutsche Ärzte haben sich im Ersten Weltkrieg bereits an energisches ,Durchgreifen‘ und Missachtung der Patientenrechte gewöhnt, schon lange vor 1933 den späteren nationalsozialistischen Herrschern bereitwillig, ja begeistert angedient“, schreibt der Arzt und Medizinhistoriker Till Bastian in seinem Buch „Furchtbare Ärzte“.

Auch am Massenmord an behinderten und geisteskranken Männern und Frauen beteiligten sich „ganz normale Ärzte“. Hitler bezweckte damit „das Ausmerzen nutzloser Esser“, die in Irrenhäusern verwahrt für das Reich von „keinem Nutzen“ mehr waren.

Das „Ausmerzen nutzloser Esser“ – heute auch ein Traum „bürgerlicher“ Kreise, der via „Sanktionen“ umgesetzt wird.

Und – nur um der Legende der „armen Ärzte“ vorzubeugen – hier das Ergebnis einer aktuellen Studie, siehe Welt:

Absolute Top-Verdiener sind die Ärzte. Mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 89.000 Euro stehen berufserfahrene Mediziner an der Spitze des Gehaltsreports.

Und demonstrieren trotzdem mit größtem Eifer für noch viel mehr Geld, das sie dem Steuer- und Beitragszahler aus der Tasche ziehen wollen. Und das bekommen sie auch.

Die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte weist aktuell auf einen ungeheuerlichen Vorgang hin, der die politische Macht der Ärztekaste noch weiter ausbauen soll:

Mit einem unglaublichen Gesetzgebungsverfahren, das in der legislativen Geschichte der Bundesrepublik seines Gleichen sucht, will die Bundesjustizministerin, flankiert von den Justizministern der Länder, die psychiatrische Zwangsbehandlung von Personen, die unter rechtlicher Betreuung stehen, im Betreuungsrecht gesetzlich verankern.

Angesichts der bekannten Tatsache, das die Jobcenter zunehmend Arbeitslose in eigener Regie als „geisteskrank“ deklarieren, eröffnen sich hier interessante Verdienstmöglichkeiten für Ärzte und Pharmaindustrie. Hätte unser Gesellschaftssystem den Aufkleber „Drittes Reich“, so würden wir inzwischen alle Amok laufen – jedenfalls alle diejenigen, die nicht mit riesigen Bargeldhaufen um sich werfen, um die Mietpreise in Deutschland in unbezahlbare Höhen zu treiben. Da wir aber den Aufkleber „demokratischer Sozialstaat“ haben, schlucken wir das in aller Ruhe – obwohl unser Präsident und unser Aussenminister in aller Deutlichkeit gesagt haben, was sie von diesem Aufkleber halten.

Dabei werden auch die reicheren Schichten der Gesellschaft nur noch von Angst getrieben. Anders als jene, die schon am 15. des Monats nicht mehr wissen, wie sie die Ernährung ihrer Kinder bis zum Monatsende sicherstellen sollen, haben sie noch Zeit, Nachrichten zu lesen und zu verstehen: die gigantische japanische Volkswirtschaft stand dicht vor der Insolvenz, siehe Spiegel:

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist das am höchsten verschuldete Industrieland. Die Staatsverschuldung beträgt laut Internationalem Währungsfonds mittlerweile 230 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Wenn das etwas geschieht, bricht unser kindisches Schuldnerkartenhaus weltweit zusammen. Da fühlt es sich schon gut an, einige Immobilien auf Kosten des Steuerzahlers auf die eigene Seite gebracht zu haben. Wir wissen alle, das die weltweite Finanzmacht nicht mehr zu kontrollieren ist. Mindestens 25 % aller Finanztransaktionen in Höhe von 67 000 Milliarden Dollar werden von ständig mächtiger werdenden Schattenbanken vorgenommen (siehe Spiegel). Von dem Geld könnte man 214 mal den deutschen Bundeshaushalt finanzieren –  und mutmaßlich somit sämtliche Staatshaushalte der Erde.  Aber diese Kapital wird nicht für die Menschen eingesetzt – sondern gegen sie.  Und wer das tut, darf mit Millionen rechnen, siehe Spiegel:

Der Ex-Chef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, darf seine umstrittene Millionenabfindung wohl behalten – selbst wenn er wegen Untreue oder Bilanzfälschung verurteilt würde.

Da wurden ja nur Milliarden und Abermilliarden von Steuergeldern versenkt – wen interessiert das schon. Die Bewegung, die immer mehr Rechte für den Bürger forderte, wurde ja erfolgreich gestoppt. Das hatte für Deutschland auf in anderer Hinsicht erstaunliche Konsequenzen, siehe Wikipedia:

In politischer Verantwortung des damaligen sächsischen Innenministers Thomas de Maizière wurde auf der Grundlage des Prüfberichtes vom 12. August 2005 trotz eines „Bezugs zur freiheitlichen-demokratischen Grundordnung in allen Fallkomplexen“ die Beobachtung der organisierten Kriminalität durch den sächsischen Verfassungsschutz zwar fortgesetzt, aber weder strafrechtliche Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft veranlasst noch das Parlament informiert. Aus dem Prüfbericht soll hervorgehen, dass der sächsische Verfassungsschutz bereits im zweiten Quartal 2005 von sexuellem Missbrauch von Kindern durch namentlich bekannte Leipziger Staatsanwälte und Richter Kenntnis hatte.

2007 gelangten die Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zum Sachsensumpf an die Presse. Darin tauchten auch die Namen Niemeyer und Röger als mögliche Kunden des Kinderbordells auf. Die Staatsanwaltschaft begann wegen Strafvereitelung gegen Niemeyer zu ermitteln. Im Prozess von 2008 erklärten zwei der ehemaligen Zwangsprostituierten, dass es sich bei den hochrangigen Leipziger Juristen um ehemalige Freier im Jasmin handelte. Der verurteilte Zuhälter Martin Kugler sagte aus, dass seine Anwältin sich mit dem Gericht auf eine milde Strafe geeinigt habe, sofern Kugler keine „schmutzige Wäsche“ wasche. Diese Behauptung widerrief Kugler später jedoch. Die Staatsanwaltschaft hielt die Aussagen der Frauen für unglaubwürdig und stellte die Ermittlungen gegen die Juristen ein; beide erhielten Schmerzensgeld vom Freistaat Sachsen. Die ermittelnden Beamten wurden versetzt, das Kommissariat K26 aufgelöst. Außerdem wurden mehrere Verfahren gegen Georg Wehling, den ehemaligen Leiter von K26, eingeleitet. Er ist immer noch (oder wieder) vom Dienst beurlaubt.

Gegen die ermittelnden Journalisten wurde erfolgreich ein Strafverfahren durchgeführt (siehe TAZ), ebenso gegen die Zeugen (siehe Spiegel), in dem Zusammenhang engagierte Politiker werden staatsanwaltlich verfolgt (siehe Mafialand.de).

Das es in Deutschland eigentlich keine minderjährigen Zwangsprostituierten geben dürfte, fällt dabei fast völlig unter den Tisch. Wir sind ja geneigt, auch trotzdem noch an den deutschen Rechtsstaat zu glauben (und wer glaubt schon dem Verfassungsschutz, der hier im „Sachsensumpf“ einen direkten Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung sah). Wenn wir aber lesen müssen, das es ähnliche Vorfälle auch in Hannover gab (siehe Zeit), können einem schon Zweifel kommen.

In wie weit die organisierte Kriminalität Einfluss auf Justiz, Politik und Polizei in Deutschland hat, werden wir wohl nie erfahren.

Und die Gegenmächte gegen dieses Spiel – die „Opposition“?

Beteiligt sich am Kampf Staat gegen Bürger nach besten Kräften, siehe Spiegel:

Grüne, SPD und Linke wettern unisono gegen Minijobs – doch in ihren Abgeordneten und Wahlkreisbüros haben sie selbst Hunderte geringfügig entlohnte Beschäftigte angestellt. Wie aus einer internen Statistik der Mitarbeiterkommission des Bundestags hervorgeht, lassen die Parlamentarier der drei Oppositionsparteien 273 Minijobber für sich schuften.

Merkt man jetzt langsam, warum immer mehr Menschen ihr Heil im Gebet suchen? Hier wird aus der Not eine Tugend gemacht – alle uns bekannten weltlichen Gewalten werden GEGEN den Bürger eingesetzt. Das wurde öffentlich von Guido Westerwelle bekannt gegeben und letztlich von einer breiten Mehrheit von Politikern durchgesetzt.

Darf ich hier vielleicht auch nochmal den Focus zitieren – wahrlich kein Mitglied der „linken Kampfpresse“? Vor einem Jahr wurde auch hier ein „Sumpf der Macht“ beschrieben, ein hannoveraner Sumpf, in dem sich viele bekannte Namen tummeln: Karsten Maschmeyer, Gerhard Schröder, Christian Wulff, die Hells Angels, Jürgen Großmann von der RWE, Bert Rürup, Sigmar Gabriel, Phillip Rösler, Ursula von der Leyen und weitere Größen aus dem „Show-Business“ und der Medizin.

Als Portugal sich in vergleichbarer Lage befand, gab es die Nelkenrevolution. Der Sumpf der Kinderschänder scheint daraus gelernt und die Machtergreifung im größten europäischen Industrieland gründlicher angelegt zu haben.

Laut Angaben der größten sächsischen Zeitung, der „Freien Presse“ hatte ein Dresdener Anwalt Strafanzeige gegen unseren jetzigen Verteidigungsminister erstattet. Dort liest sich der Fall noch ungeheuerlicher:

Bisher geheimen Aufzeichnungen des Verfassungsschutzes zufolge sollen Politiker sowie hohe Justiz- und Polizeibeamte über Jahre in einen Skandal um Rotlichtkontakte, Amtsmissbrauch, Bestechlichkeit, Mord und Kinderprostitution verstrickt gewesen sein. De Maizière hat eingeräumt, in seiner Zeit als Landesinnenminister von 2004 bis 2005 von Ermittlungsergebnissen des Verfassungsschutzes gewusst, diese aber nicht weitergeleitet zu haben, „weil die Erkenntnisdichte zu gering“ gewesen sei.

Ein Leser des „Westens“ fordert ebenfalls eine Strafanzeige, angeregt durch einen Artikel über das offensive Verhalten unseres Verteidigungsministers hinsichtlich der türkisch-syrischen Krise. Dort erhalten wir auch einen Ausblick auf die Dimensionen, die dieser Vorst0ß ganz schnell entfalten könnte:

Kujat, der auch Vorsitzender des Nato-Militärausschusses war, betonte aber zugleich, dass der Bündnisfall nach Artikel 5 des Nato-Vertrages vom Nato-Rat bisher nicht festgestellt worden sei. Und selbst dann gebe es für die Bündnispartner „keine Automatik“. „Das Ganze birgt ein enormes Eskalations-Risiko.“ Die Gründe dafür seien die enge Verbindung von Syrien zum Iran, der israelisch-palästinensische Konflikt und der letztlich unkalkulierbare Fortgang des arabischen Frühlings.

„Ein enormes Eskalationsrisiko“ … billigend in Kauf genommen von jenen, die derzeit auch die bedrohliche Entwicklung im Sachsensumpf ignoriert haben. Und man muss  sehr vorsichtig sein, wenn man diese Zeilen schreibt. Immerhin forderte unser Verteidigungsminister schon 2009 eine strengere Kontrolle des Internet (siehe Wikipedia) – und das Schicksal von Zeugen, Journalisten, Polizisten und Politikern im Sachsensumpf mag zeigen, wie der deutsche Sumpf der Macht mit seinen Gegnern umgeht.

Vielleicht brauchen wir auch erstmal wieder einen heißen Krieg, um den Krieg gegen den aufmüpfigen Bürger ebenfalls eskalieren zu lassen. Gut – das ist jetzt schon ein sehr düsteres Sittengemälde unserer bundesdeutschen Gegenwart. Warum aber nur finde ich beständig genug Farben dafür … und nicht nur für Deutschland?

Zum Abschluss des Gemäldes noch ein Bericht aus dem Spiegel – bevor das wieder untergeht.

Flammendes Inferno in Dubai: Ein 34-geschossiges Wohnhaus brannte stundenlang lichterloh. Das Feuer loderte von der Straße bis zum Dach – Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Nur 34 Stockwerke hoch, brennt licherloh … aber stürzt nicht zusammen. Am 11.9.2001 soll das in New York anders gewesen sein, bei einem viel kleinerem Brand – bei einem Ereignis, das im Prinzip jene Bewegung gegen den Bürger international in Bewegung gebracht hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland jetzt offiziell Bananenrepublik – mit tödlichen Folgen für jedermann.

Sonntag,24.6.2012.Eifel. Seit ein paar Tagen ist es offiziell: wir sind Bananenrepublik. Hat der Gerichtshof bestätigt, siehe Spiegel. 18000 Euro hatte eine Pharmareferentin unter die Ärzte verteilt - im Dienste des "Verordnungsmanagements".  Nun, ich habe ein paar Erfahrungen in dem Milleu. Ich weiß, das wird jetzt viele wieder entsetzen - aber ohne die Erfahrungen auf diversen Hierarchiestufen einiger Konzerne könnte ich hier nichts schreiben - außer Tütensuppenphilosophie ... und für eine kleine Familie war das Geld schon ganz in Ordnung. Eigentlich hätte ich gedacht, das sich das Geschäft nach vielen "Enthüllungsstorys" endlich normalisiert hat - aber das Urteil beweist das Gegenteil. Weiß eigentlich jemand, worum es dabei wirklich geht? Nun - ich habe da ein paar Ausblicke zu. Schauen wir doch erstmal die Kostentreiber im Sozialbudget an - Ärzte und Medikamente, siehe KVPortal:

Sonntag,24.6.2012.Eifel. Seit ein paar Tagen ist es offiziell: wir sind Bananenrepublik. Hat der Gerichtshof bestätigt, siehe Spiegel. 18000 Euro hatte eine Pharmareferentin unter die Ärzte verteilt – im Dienste des „Verordnungsmanagements“.  Nun, ich habe ein paar Erfahrungen in dem Milleu. Ich weiß, das wird jetzt viele wieder entsetzen – aber ohne die Erfahrungen auf diversen Hierarchiestufen einiger Konzerne könnte ich hier nichts schreiben – außer Tütensuppenphilosophie … und für eine kleine Familie war das Geld schon ganz in Ordnung. Eigentlich hätte ich gedacht, das sich das Geschäft nach vielen „Enthüllungsstorys“ endlich normalisiert hat – aber das Urteil beweist das Gegenteil. Weiß eigentlich jemand, worum es dabei wirklich geht? Nun – ich habe da ein paar Ausblicke zu. Schauen wir doch erstmal die Kostentreiber im Sozialbudget an – Ärzte und Medikamente, siehe KVPortal:

Ärztehonorare: 66,5 Milliarden

Arzneikosten: 39,6 Milliarden

Von diesen Arzneikosten sind 35,64 Milliarden überflüssig – siehe Pharmaprüfer Windeler ebenfalls bei KVPortal. Das sind für eine vierköpfige Familie 1782 Euro im Jahr, die man einsparen könnte.  Das Kind eines Arbeitslosen erhält für Essen, Kleidung, Schulmaterial nur 3012 Euro im Jahr – zum Vergleich. Der Vergleich ist deshalb interessant, weil Arbeitslosigkeit ja krank macht, die Kinder von diesen Almosen unmöglich gesund ernährt werden und ihre Zeit eigentlich nur noch vor dem Fernseher verbringen können, weil alle anderen Aktivitäten allein schon durch die Fahrtkosten unbezahlbar werden – da will ich auch jetzt kein Gemecker von weltfremden Politikern hören, ich habe Kinder und kenne diese Kosten.

Da werden gezielt die Patienten von Morgen gezüchtet, die dann von überbezahlten und bestochenen Ärzten jene nutzlosen Medikamente verordnet bekommen, die man dank Kürzungen beim Essen der Kinder bezahlen kann.

Nicht vergessen: Hartz IV, Ärzte und Medikamente sind alles das „Sozialbudget“, jenes Horrorbudget, das unbedingt weg gehört – wenn man den Medien trauen darf. Ist ja alles viel zu teuer,  können wir uns nicht leisten.

Wie viele Menschen an diesem System profitieren?

Nun – immerhin 4,4  Millionen in Deutschland – laut Wikipedia. Jeder zehnte Deutsche flüchtet vor Hartz IV in den Gesundheitshimmel, wo man Umsatz ganz einfach kaufen kann – mit Geld der Versicherten. Weiter kann man da lesen, das wir eins der teuersten Gesundheitssysteme der Welt haben. Dagegen wäre ja nichts einzuwenden, wenn es auch effektiv wäre … was es leider nicht ist. Nun – Müllprodukte in Massen zu schlucken ist halt nicht unbedingt gesundheitsfördernd, aber da mehr als zehn Prozent der Deutschen direkt von der Abzocke leben (und noch viel mehr indirekt), wird man so schnell dagegen keinen Wiederstand organisieren können.

245 Milliarden zahlen wir pro Jahr insgesamt in das System ein – 3062 Euro pro Person. Laut der Unternehmensberatung ATKearny fließen davon allein 40, 4 Milliarden in die Verwaltung (im Jahre 2010) – das sind 23 Prozent und damit ein vielfaches von dem, was ein normales Unternehmen sich an Verwaltung leisten kann – aber die Aufsichtsratspöstchen für Politiker sind halt unverzichtbar in diesem System. Jeder Bürger zahlt pro Kopf also knapp 500 Euro für Verwaltung des Gesundheitswesens im Jahr – selbst wenn er Kind eines Arbeitslosen ist. Sinnvoller wäre, er könnte sich davon Obst und Gemüse leisten – vielleicht sogar vom Biobauern. Das ist aber nicht drin, da müssen kostengünstige Fertiggerichte ausreichen – oder die beliebte Nudeln-mit-Industriezucker-Diät, die die Patienten von Morgen heranzüchtet.

Viel von dem Geld flließt natürlich auch als Werbeausgaben an die Medien – damit kritische Artikel nicht erscheinen. Selten kommt mal was im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – wie bei Frontal 21. „Das Pharmakartell“ hieß eine Sendung, die in der ZDF-Mediathek leider nicht mehr vorhanden ist – Suchende werden sie im Netz noch finden.

Dr. Leonard Hansen, Chef der KV Nordrhein berichtet dort von seinen Erfahrungen, die er gemacht hat, als er versuchte, die Arzneikosten zu reduzieren, „Wir machen Sie platt“, „Wir klagen Sie in Grund und Boden“ – so tönten die Vorstände der Konzerne, während „Mitarbeiter“ deutlicher wurden:

„Pass auf, das nicht mal irgendwann ein Reifen vom Auto auf der Autobahn fliegt“.  „Da war schon richtiggehend Angst im Spiel“, meinte Hansen, der ein Jahr später seinen Rücktritt erklärte.

Wie man sieht, ist das Geschäft ernst.

Allein die ganze Verwaltung kostet schon mehr, als alle Hartz IV-Abhängigen zusammen verursachen. Ab Montag wird das Schwungrad jetzt nochmal richtig dolle gedreht, denn jetzt kann das System ganz ungehindert zulangen: die Konzerne diktieren die Horrorpreise, von denen sie ihre Lobbyisten bezahlen, die dann die Ärzte bestechen, damit die Kassen den überteuerten Ramsch bezahlen müssen … und so häufen wir Schulden an, die niemand bezahlen kann.

Aber wir wissen, wer Schuld hat: die Arbeitslosen.  Solange das Gesundheitssystem aber mehr Menschen beschäftigen kann als Arbeitslose auf der Straße stehen, werden die weiter abkassieren können – immerhin sind das auch Wähler.

Bezahlen – können wir das schon lange nicht mehr.

Und doch ist der Gesundheitsbereich nur ein kleiner Bereich der gesamtgesellschaftlichen Misere, die insgesamt noch schlimmer wird. Das ist kein Wunder: die Konzernmanager der Pharmaindustrie werden von den gleichen Unternehmensberatern beraten wie der Rest, sie durchlaufen die gleichen Schulungen wie die übrigen Wirtschaftsfürsten, weshalb man davon ausgehen kann, das das Denken in allen Branchen das Gleiche ist – nur betrifft der Gesundheitsbereich ausnehmend jeden Menschen in diesem Land in sehr persönlicher Art und Weise.

Banken zum Beispiel demonstrieren das Prinzip jetzt gerade in ganz großem Ausmaß. Das Geschäft läuft halt immer auf die gleiche Art und Weise – die Lobbyisten schwärmen aus, schmieren das System an allen entscheidenden Stellen, merzen Widerstand gnadenlos aus, sorgen für viele „Fortbildungen“, „Beratungen“, „Studien“ – und nebenbei für angenehme Unterhaltung in gediegener Atmosphäre: man kann Menschen auch einfach durch Freundlichkeit und Zuvorkommenheit in die gewünschte Richtung bringen. Der einsame und oft verkannte Abgeordnete der auf hintersten Bänken im kalten Berlin sein Dasein fern von der Heimat fristet, weiß das schon zu schätzen.

Wenn man sich ganz sicher im Sattel fühlt, kann man das ganz große Rad drehen wie jetzt in Europa – erst senkt man im großen Stil das Rating der Banken, streut Gerüchte über die größte Bankenkrise der Weltgeschichte, lässt Meinungsbildner absurde Rettungspläne vorstellen, die alternativlos werden, wenn man sich die Horrorszenarien anschaut, die man andernorts veröffentlicht. Das die ganze Bankenrettungsgeschichte eins-zu-eins einem betrügerischen Schneeballsystem gleicht, merken nur noch wenige – und wenn, dann ist das folgenlos, weil die Realität alternativlos geworden ist.

Georg Diez veröffentlicht hierzu seine Beobachtungen im Spiegel:

Was hier passiert, ist eine Verdoppelung der Worte und damit der Wirklichkeit, das Gleiche wird als das Gleiche gezeigt, was nur bedeutet, dass es keine andere Möglichkeit gibt, keine andere Meinung, kein anderes Denken außerhalb der Funktionalität der Apparate. Das ist Staatsfernsehen, nichts anderes, und es ist eine Verbeugung vor Angela Merkel und ihrer Art, die Welt zu sehen: „alternativlos“, so hat sie das genannt, ein harmloses, ein gefährliches Wort, weil es eine Weltsicht birgt, die jede Utopie vernichtet. Und eine Lüge, die sich selbst auffrisst, denn wenn etwas „alternativlos“ ist, bedeutet das auch das Ende von Politik, die sich ja gerade dadurch auszeichnet, dass sie gestaltet und Alternativen aufzeigt.

Ich schätze mal, das die Beobachtungen des Herrn Diez zukünftigen Historikern als wichtiges Dokument gelten, das die Gründe des Zusammenbruches der Weltwirtschaft belegt: es ist eine Verrottung und Verrohung des Denkens, der Moral, der Sprache und der Werte, die dies möglich gemacht hat. Nochmal Georg Diez:

Mein Kollege Dirk Kurbjuweit hat neulich bemerkt, dass die deutschen Fußballer bei den Pressekonferenzen immer wieder „sehr sehr“ sagen, meistens ist irgendwas „sehr sehr gut“, manchmal ist man auch nur „sehr sehr zufrieden“. Das französische Theoriekollektiv Tiqqun nennt das in ihrem gerade erschienenen Buch „Anleitung zum Bürgerkrieg“ eine „positive Anthropologie“: „Bilder von Glück, volle, wohlbekannte Sensationen, sanfte Worte, glatte Oberflächen, vertraute Gefühle, selbstbezogene Innerlichkeiten, kurz: die Narkose im Kilopack, und vor allem: kein Krieg, vor allem, kein Krieg.“

„Narkose im Kilopack“ führt dazu, das führende Ärztevertreter in Deutschland folgenlos von Pharmakonzernen mit dem Tode bedroht werden dürfen, während die Korruption aller niedergelassenen Ärzte erlaubt ist – auch wenn sie zu einer end(und nutz-)losen Preisspirale führt, die aus vielen Managern und Ärzten Millionäre macht, während des Sozialsystem Deutschlands schlichtweg kollabiert – mit tödlichen Folgen für die Kinder von Arbeitslosen.

Aber die Bananenrepublik Deutschland hat ja auch hier schon eine Antwort: „Hartz IV“ heißt hier die Methode jener „sozialen Säuberung“, die laut dem von Georg Diez zitierten Autorenkollektiv momentan läuft: „durch Auslese, durch Unsicherheit, durch Normalisierung und Modernisierung“ – siehe Laika-Verlag.

24. Juni 2012 – Deutschland ist offiziell Bananenrepublik geworden – und wie es sich für eine ordentliche Bananenrepublik gehört, scheint nur noch der Bürgerkrieg als Ausweg denkbar zu sein.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum unsere gesellschaftlichen Wächtermechanismen bei der Ärztekorruption versagen: die Revolutionäre können sich die Versorgung ihrer Wunden in diesem System gar nicht mehr leisten … und bei dieser umfangreichen Schmiererei, die nach dem Urteil vom 22.6. noch deutlich zunehmen wird, wird hier auch kein revolutionärer Arzt mehr heranwachsen.

Sieht man sich aber die Medienjauche an, die Tag für Tag über unsere Bildschirme schwappt, dann wissen wir, das zumindest der Unterhaltungssektor schon völlig auf Bananenrepublik umgeschaltet hat: alles ist sehr sehr toll, alles ist sehr sehr super, Deutsch sein ist ultraschön, alles ist megagut … wären da nicht die Griechen, die Arbeitslosen, die Alten, die Kranken, die Juden … äh, ach nein. Die sind schon vergast.

Aber die anderen?

Wie viel kostet es eigentlich, tödliche Medikamente gezielt Regimegegnern zu verordnen?

Würde man kaum merken – schon jetzt sterben mehrere zehntausend Menschen jährlich durch Arzneimittel.

So gesehen – bilden unsere Ärzte das Äquivalent zu den Todeschwadronen der mittelamerikanischen Bananenrepubliken … allerdings hoffe ich, das sie einfach nur ungezielt in der Gegend herumverordnen und noch nicht gezielt den Widerstand auslöschen.

Das ist wohl die einzige Gerechtigkeit (und der letzte noch verbliebende Unterschied zu den klassischen Bananenrepubliken), die noch bleibt: das Medikament tötet arm und reich gleichermaßen – auch alternativlos.

Nur durch die Therapie von Arbeitlosen könnte das System nicht so heiß laufen – da müssen die „Leistungsträger“ halt auch dran glauben.

 

 

 

 

Wie die moderne Transplantationsmedizin Leben vernichtet: über den Einfluss der nationalsozialistischen Kultur auf die Medizinethik

Montag, 5.3.2012. Eifel. Dank eines Lesers hatte ich am Wochenende zu tun - es war Zeit, sich mal wieder mit dem Tod zu beschäftigen. Sie wissen ja: wir alle müssen sterben, glauben aber nicht daran. Die moderne Medizin erst recht nicht. Sie hält den Tod für ein Versehen, einen Unfall, einen großen Fehler in der Welt, den es auszumerzen gilt. Aber seien wir mal ehrlich: der Tod ist ganz normal. Alles stirbt um uns herum. Der Tod ist biologisch, ökologisch und völlig natürlich. Wahrscheinlich ist er auch nicht der Sprung ins absolute, beängstigende  "Gar Nichts" der Religion des dogmatischen Materialismus sondern nur ein weiterer Schritt zu anderen Formen der Existenz. Wäre es nicht so - wir würden den Teufel tun, unser Leben im Straßenverkehr oder auf dem Schlachtfeld in Gefahr zu bringen - und die Nahtodesforschung hat hier einige vielversprechende Erfolge erzielt - genug, das wir uns entspannt zurücklehnen können und uns um unser echtes, eigenes Leben zu kümmern. Leider hat die Religion des dogmatischen Materialismus etwas dagegen - sowohl etwas dagegen, das wir uns entspannt zurücklehnen, als auf, das wir uns um unser eigenes Leben kümmern. Wir könnten auf die Idee kommen, uns von dieser Religion zu verabschieden und uns unsere eigenen Wege suchen - das geht ja nun mal gar nicht.

Montag, 5.3.2012. Eifel. Dank eines Lesers hatte ich am Wochenende zu tun – es war Zeit, sich mal wieder mit dem Tod zu beschäftigen. Sie wissen ja: wir alle müssen sterben, glauben aber nicht daran. Die moderne Medizin erst recht nicht. Sie hält den Tod für ein Versehen, einen Unfall, einen großen Fehler in der Welt, den es auszumerzen gilt. Aber seien wir mal ehrlich: der Tod ist ganz normal. Alles stirbt um uns herum. Der Tod ist biologisch, ökologisch und völlig natürlich. Wahrscheinlich ist er auch nicht der Sprung ins absolute, beängstigende  „Gar Nichts“ der Religion des dogmatischen Materialismus sondern nur ein weiterer Schritt zu anderen Formen der Existenz. Wäre es nicht so – wir würden den Teufel tun, unser Leben im Straßenverkehr oder auf dem Schlachtfeld in Gefahr zu bringen – und die Nahtodesforschung hat hier einige vielversprechende Erfolge erzielt – genug, das wir uns entspannt zurücklehnen können und uns um unser echtes, eigenes Leben zu kümmern. Leider hat die Religion des dogmatischen Materialismus etwas dagegen – sowohl etwas dagegen, das wir uns entspannt zurücklehnen, als auf, das wir uns um unser eigenes Leben kümmern. Wir könnten auf die Idee kommen, uns von dieser Religion zu verabschieden und uns unsere eigenen Wege suchen – das geht ja nun mal gar nicht.

Damit kommen wir zum eigentlichen Problem der ganzen Geschichte: zum deutschen Arzt. Der hat politisch eine ganz besondere Ausprägung – eine große Begeisterung für den Nationalsozialismus. Das erste Mal bin ich vor 25 Jahren drauf gestoßen, als mir ein Dokument in die Hand fiel, in dem führende Funktionäre dem „Führer“ zum Geburtstag gratulierten, jenem „Führer“, der Deutschland von der „Vorsehung“ geschenkt wurde. Der Vertreter der Ärzteschaft hat ausdrücklich darauf hingewiesen, das der Nationalsozialismus jene politische Strömung war, die der Ärzteschaft genau jene Stellung im Volke verschaffte, die sie selbst meint, verdient zu haben. Diese Anschauung fand breite Zustimmung innerhalb der Ärzteschaft – keine andere Berufsgruppe hatte eine so hohe Mitgliedsquote bei der NSDAP:

Leicht entsteht der Eindruck, die medizinischen Verbrechen im Nationalsozialismus seien nur von einigen wenigen gewissenlosen Ärzten begangen worden, die sich von der NS-Ideologie verführen hatten lassen. Dabei wurde Hitlers Machtergreifung von vielen freudig begrüßt: 45% aller Ärzte traten nach 1933 in die NSDAP ein. Im gleichen Jahr gingen die beiden größten ärztlichen Standesorganisationen, der Hartmannbund und der Deutsche Ärztevereinsbund, mit dem Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebund (NSDÄB) ein Bündnis ein. „Viele deutsche Ärzte haben sich im Ersten Weltkrieg bereits an energisches ,Durchgreifen‘ und Missachtung der Patientenrechte gewöhnt, schon lange vor 1933 den späteren nationalsozialistischen Herrschern bereitwillig, ja begeistert angedient“, schreibt der Arzt und Medizinhistoriker Till Bastian in seinem Buch „Furchtbare Ärzte“.

Der Arzt als leitende Autorität in der Gesellschaft – die Stellung möchte er heute noch haben … und hat er auch. Vor allem finanziell. Schauen wir näher hin, werden die Zahlen noch erschreckender:

Bei Addition sämtlicher Ärzte, die Mitglied in der NSDAP und/oder in einer anderen Parteiorganisation oder -gliederung (zum Beispiel SA, SS, HJ, NSKK) waren, ergibt sich für die knapp 6 000 rheinischen Ärzte der erstaunliche und erschreckende Wert von exakt 74 Prozent. Kater hatte 69,2 Prozent errechnet. Demnach waren drei Viertel aller Mediziner im Rheinland in irgendeiner Weise institutionell mit dem NS-System verflochten. Wohlgemerkt: Einen Zwang hierzu gab es nicht.

Ein Großteil der deutschen Naziärzte hatte die Entnazifizierung unbeschadet überstanden … und prägten fortan die Medizinerausbildung der Bundesrepublik. Im Vergleich nun die anderen „anfälligen“ Berufsgruppen –  Lehrer und Juristen:

Etwa 25 Prozent der deutschen Lehrer traten von 1933 bis 1945 der NSDAP bei; auch die Juristen – gemeinhin als besonders „anfällig“ eingeschätzt – überschritten diesen Prozentsatz nie. 

Der Nationalsozialismus und das nationalsozialistische Denken sind für gewissen Berufsgruppen interessant – Berufsgruppen, die gerade in der Phase der Industrialisierung zu Macht und Einfluss gekommen sind, Berufsgruppen, die in der Bundesrepublik Deutschland den Bundestag dominieren und uns vielleicht gerade deshalb gnadenlos Hartz IV beschert haben – das erste Gesetz der BRD, das alte Naziphantasien vom „Parasiten“, vom „unnützen Esser“  wieder lebendig gemacht hat.

Aber bleiben wir bei den Ärzten. Ihre Stellung – schaut man sich das Bild in den deutschen Medien an – ist seit der NS-Zeit unverändert geblieben:

„Der Arzt ist berufener weltanschaulicher Lehrer und Erzieher, der Arzt ist berufener Politiker sowie politischer Lehrer und Erzieher des Deutschen Volkes“

So Dr. med. Peltret von der Führerschule der deutschen Ärzteschaft in Alt-Rehse.

Der Nationalsozialismus erlaubte den Ärzten Versuche, die sonst nur an Kaninchen möglich waren – das fand die breite Zustimmung der männlichen deutschen Ärzteschaft. Der Arzt wurde Halbgott in Weiß, und weil er ein Halbgott ist, bezahlen ihm die Krankenkassen auch heute noch göttliche Honorare. Die kassenärztlichen Vereinigungen achten darauf, das die beitragsfinanzierten Fürstentümer nicht durch preisgünstigere Modelle (oder gar durch billige Konkurrenz aus dem Ausland) bedroht werden – den Status, den der Führer dem Arzt in der Gesellschaft verliehen hat, verteidigt er sehr erfolgreich auch in der bundesrepublikanischen Gesellschaft sogar gegen jede marktwirtschaftliche Idee von Wettbewerb.

Schauen wir doch einmal, was der materialistische Arzt so tut, wenn die Gesellschaft ihm nicht auf die Finger schaut. Der Spiegel hat dazu etwas zusammengetragen:

Zu Forschungszwecken kastrierte beispielsweise der Obermedizinalrat Dr. med. Horst Schumann mindestens 152 Versuchspersonen durch Röntgenstrahlen, beobachtete im Block 28 der SS-Untersturmführer Prof. Dr. med. Dr. phil. Johann Paul Kremer die „Veränderungen im menschlichen Organismus unter Einwirkung des Hungers“, insbesondere die Schrumpfung der Leber, operierte SS-Sturmbannführer Dr. Eduard Wirths, um in Übung zu bleiben, „Krebsverdächtige“.

Andere SS-Ärzte in Auschwitz injizierten gesunden Häftlingen Eiter, fügten ihnen Brandwunden zu, experimentierten mit Drogen, Röntgenkontrastmitteln und Elektroschocks. Bei vollem Bewußtsein mußten junge Frauen die äußerst schmerzhafte Einspritzung sterilisierender Substanzen in die Gebärmutter erdulden. Alle diese, häufig tödlichen („terminalen“) Menschenversuche galten als wissenschaftliche Forschung. „Sie nahmen uns“, erinnert sich eine überlebende griechische Jüdin, „weil sie keine Kaninchen hatten.“

Wir finden hier auch eine Sprache wieder, die unlängst in Deutschland durch Hartz IV eine Wiedergeburt feierte: die Sprache der Unmenschen:

Die Ermordung hieß offiziell „Desinfektion“ oder „Sonderbehandlung“. Von den Gaskammern sprach man ohne Spott als „Zentralkrankenhaus“. Getötet wurden „Untermenschen“ und „lebensunwertes Leben“.

Tausende von „Ballastexistenzen“, „menschlichen Hülsen ohne Verstand“, „geistig Tote“ ließen die Ärzte Heinrich Bunke aus Celle und Aquilin Ullrich aus Stuttgart (mittlerweile beide 73 Jahre alt) im Rahmen der „Aktion T4“ 1940/41 in die Gaskammern der Tötungsanstalten von Bernburg und Brandenburg schaffen. Sie beaufsichtigten den Massenmord, drehten den Gashahn auf, fälschten die Totenscheine. Man hat sie, im letzten Jahr, nach 20jährigem Hin und Her, zu jeweils vier Jahren Gefängnis wegen Beihilfe zum Mord verurteilt. Sitzen müssen sie nicht.

Die Täter durften noch jahrelang ungestraft weiter praktizieren. Niemand kann bis heute die Frage beantworten, welche „Ballastexistenzen“ sie während ihrer Lebensarbeitszeit noch entsorgt haben – niemand forscht in ihren Patientenakten nach, ob sie nicht nach Kriegsende weiter im Sinne ihres Parteiprogramms gearbeitet haben. Es war keine kleine Gruppe von Verrückten, die dort an Menschen herumexperimentierten, es war die absolute Mehrheit der männlichen deutschen Ärzteschaft, die diesem Wahn anhing …. und deren Spuren man bis heute nachverfolgen kann. Doch bleiben wir zuerst noch einmal in der Vergangenheit.

Was wenig Aufsehen fand – und noch heute kaum bekannt ist: es waren nicht die Juden, die zuerst mit der „Sonderbehandlung“ überzogen wurden, die Vernichtung begann ganz woanders, siehe Süddeutsche:

Schwach und einsam – im Sommer 1939 konnten solche Eigenschaften für Psychiatriepatienten in Deutschland ein Todesurteil sein. Es ist die Zeit der ersten Massentötungen der Nationalsozialisten. Sie nehmen vieles voraus, was später beim Genozid an den europäischen Juden fortgesetzt wird. Opfer sind Behinderte und Psychiatriepatienten. Getötet werden vor allem Kranke, von denen sich die Nazis keinen ökonomischen Nutzen erwarten. Frauen sind fast doppelt so oft Opfer wie Männer. Pflegebedürftige, sozial isolierte oder unruhige Patienten trifft es am häufigsten.

Es war der Arzt, der sich dem leidenschaftlichen Kampf gegen die „Ballastexistenzen“ gewidmet hatte. Den Volkskörper von Krankheit zu befreien, hieß, kranke Existenzen unverzüglich auszurotten, die vollständige Machtausübung über den Körper der Patienten betrachtet er als sein natürliches Recht – im Namen von „Wissenschaft“ und „Fortschritt“.

Das Buch „Ärzte als Hitlers Helfer“ von Michael H.Kater führt uns nun in die Realität der Berliner Republik des 21. Jahrhunderts:

Dass Kater sich in seinem Buch auch ausführlich mit dem Kostenfaktor von Kranken beschäftigt, der in der NS-Zeit ein wichtiger Aspekt für die Vernichtung `unwerten Lebens` darstellte, gehört für Schumacher zu den Stärken des Buchs. Denn gerade die Kosten und Effizienz von Medizin spiele in der Gegenwart wieder eine wichtige Rolle im Gesundheitssystem, insofern biete das Buch einen „guten Einstieg in die historische Dimension solcher Diskussionen“

Das Buch stammt aus dem Jahre 1989 – ist also nicht mehr ganz aktuell … die Debatte um die Vernichtung unwerten Lebens im Dienste der Wirtschaftlichkeit ist jeodch hochaktuell, wird aber mit anderen Worten geführt. Wieder betrachten Mediziner in Deutschland den Menschen als „menschliche Hülsen ohne Verstand“ – wenn man gut daran verdienen kann.

Eine Konsequenz hatte das sinnlose herumexperimentieren der Nazi-Ärzte: im Rahmen der Nürnberger Prozesse wurde eine Richtlinie erstellt, die bis heute Gültigkeit hat:

„Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können.“.

Und hiermit sind wir endgültig in der Realität des Jahres 2012 angekommen, wo wir – wieder einmal – äußerst denkwürdiges beobachten können, wenn es um … Organspenden geht:

Das Neurolinguistische Programmieren ist eine Methode, die für Kommunikationstrainings aber auch in Verkaufsschulungen eingesetzt wird. Der Verkäufer – in diesem Fall derjenige, der um die Organspende bittet – lernt, die Wünsche seines Gegenübers mit seinem eigenen Ziel zu verbinden und ihn dann zur gewünschten Entscheidung zu führen. Das funktioniert über spezielle Techniken, mit denen Körperhaltung und Sprache des Gegenübers übernommen werden. So entsteht der Eindruck, der Gesprächspartner sei einfühlsam.

In einem zweiten Schritt lässt sich die Führung im Gespräch übernehmen und auf eigene Ziele, in diesem Fall auf die Zustimmung zur Organspende lenken. Die Technik ist sehr subtil und wird vom Gegenüber nicht bemerkt. Das könnte erklären, warum manche Angehörige erst hinterher plötzlich den Eindruck haben, das so eigentlich alles nicht gewollt zu haben.

Die Zustimmung zu Organspenden wird mit psychologischen Tricks erschlichen – ganz im Gegensatz zu den Richtlinien der Nürnberger Prozesse.

Zudem sehen viele Mediziner auch gar kein Dilemma in der Organspende, da die Lehrmeinung den Hirntod mit dem Tod gleichsetzt.

Es ist auch – seit den Zeiten der „Führerschule“ in Drehse – althergebrachte Lehrmeinung, das der Patient dem Arzt bedingungslos zur Verfügung stehen muss – erst recht, wenn sein wirtschaftlicher Nutzen gleich Null ist.  Schade nur, das die moderne Zivilgesellschaft nicht mehr jenes „energische Durchgreifen“ fördert, das das Kaiserreich vorbereitet und Hitler dann zur Regel gemacht hat.

Der Patient – der Mensch – ist wieder einmal völlig uninteressant.

Trotzdem möchte die Deutsche Stiftung Organspende durchsetzen, dass ausschließlich ihre Koordinatoren die Gespräche leiten. Nach eigenen Angaben führt dies zu 26 Prozent mehr Organspenden.

Das Thema Organspenden wird durch eine breite, an Rendite und Gewinn orientierte Klientel medial positiv besetzt. Die Fakten jedoch zeigen, das hier mit der gleichen Ethik, der gleichen Menschenverachtung gearbeitet wird, die wir von der deutschen Ärzteschaft schon kennen- hier mal Auszüge aus einer Information von KAO, einer kritischen Organisation von Opfern der Transplantationsindustrie:

Die Bürger werden einseitig informiert, obwohl die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und andere zuständige Stellen durch das
Transplantationsgesetz zur Aufklärung verpflichtet sind. Denn „wenn wir die Gesellschaft über
die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr“.

Und weil man die Organe unbedingt will, nimmt man die Patientenrechte auch nicht sonderlich ernst:

Persönlichkeitsrechte und Datenschutz der Patienten werden außer Kraft gesetzt:
Denn Krankenhausärzte sind verpflichtet, mögliche Organspender an die nächsten
Transplantationszentren zu melden. Diese Meldung erfolgt ohne Wissen und Zustimmung
der Angehörigen.

Ganz schnell landet man selbst auf dem Seziertisch, weil ein befreundeter Medizinprofessor dringend eine neue Leber braucht:

Vierundneunzig von hundert Patienten, die für eine Organentnahme in Frage kommen, haben
keinen Spenderausweis und haben somit nie selber in eine Organentnahme eingewilligt.

Und damit die Feststellung des – inzwischen äußerst umstrittenen – „Hirntodes“ auch wirklich im Sinne der Kapitalrendite erfolgt, wird nichts dem Zufall überlassen und auch gerne mal gegen das geltende Recht verstoßen:

Der Einsatz mobiler Hirntoddiagnostik-Teams, die von Transplantationszentren in die
„Spenderkliniken“ entsandt werden, verstößt gegen das Transplantationsgesetz. Denn in diesem Gesetz steht, dass zwei erfahrene, unabhängige Intensivmediziner den irreversiblen Hirntod
feststellen müssen. Die Unabhängigkeit ist aber nicht gewährleistet, wenn die Diagnostiker
Transplantationskliniken zugeordnet sind. Das Gesetz schreibt eine strikte Trennung von
Hirntodfeststellung und Organentnahme vor.

Da werden also wahrscheinlich einige „ausgeschlachtet“, die noch viel Leben vor sich gehabt hätten. Wir alle – wir Beitragszahler – bezahlen diese Schlächter fürstlich:

Die Spenderkliniken erhalten unterschiedliche Festbeträge: Bei der Entnahme eines Organs
2.090 Euro, bei der Multiorganentnahme: 3.370 Euro, bei Abbruch des Spendeprozesses
wegen Ablehnung durch Angehörige oder die Staatsanwaltschaft 200 Euro, bei Abbruch während der Intensivphase 1.270 Euro, bei Abbruch während der Entnahme 2.090 Euro.

Die Augenzeugen der Schlachtung sind sich einig, das hier eindeutig gegen das Grundgesetz Artikel 1 verstoßen wird.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegekräfte e. V. (DBfK) stellt fest:„Die Würde des Menschen und die Achtung vor dem Tod treten gegenüber den Interessen der Transplantationsmedizin und wirtschaftlichen Interessen zurück.“

Aber wen interessiert das schon. Da der Ungeist des NS-Mediziners immer noch in den Köpfen einiger Ärzte herumspukt, ist auch heute der Widerstand gegen die NS-Ideologie gering. Wieder haben wir „unwertes Leben“ – den angeblich hirntoten Patienten.

Da der Mensch im Sinne der Religion des dogmatischen Materialismus – jener Religion, die dem Kapitalismus größte Machtentfaltung erlaubt – nur Matsch ist, seelenlose Biomasse, spricht auch nichts dagegen, diese Biomasse nach Belieben auszuschlachten. Das hat Konsequenzen für jeden von uns, wie Dr. Georg Meineke – der „Nestor der deutschen Patientenanwälte“ – hier bei Politaia ausführt:

Seit die Schulmedizin die Organtransplantation in ihr Programm aufgenommen hat, ist also der Todeszeitpunkt juristisch
zeitlich vorverlegt worden und wird seitdem auch immer weiter vorverlegt, um dem „Toten“ – in Wirklichkeit einem
Sterbenden – lebendfrische Organe, wie z. B. das noch bis dahin schlagende Herz oder andere bis dahin voll durchblutete
Organe, wie Niere, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Augen etc. entnehmen zu können. Denn nach dem deutschen
Transplantationsgesetz (TPG) dürfen lebenswichtige Organe nur von Toten entnommen werden. Im Interesse der
Organtransplantation hat sich die Definition des „Hirntodes“ als Todeszeitpunkt des Menschen nahezu weltweit durchgesetzt.

Wer nun glaubt, man sei vor der Ausschlachtung sicher, wenn man ihr nicht zugestimmt hat, der sollte einmal genauer hinschauen – ganz schnell kann man im Ausland zum Rohstofflieferanten werden:

So können auch deutschen Touristen, deren Widerspruch nicht in einem dafür vorgesehenen
Widerspruchsregister des jeweiligen Landes festgehalten ist, nach ihrem Tode Organe jeder Art und in jedem Umfange zu
Transplantationszwecken entnommen werden, wenn sie im Urlaub sterben in Frankreich, Italien, Lettland, Liechtenstein,
Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Denn in
allen diesen Ländern gilt die sog. Widerspruchslösung. Welcher Tourist aber lässt seinen Widerspruch vor einer Reise in dasbetreffende Land in dem dort gültigen Widerspruchsregister eintragen? Nur in Belgien, Finnland und Norwegen haben
jedenfalls die Angehörigen noch ein Einspruchsrecht! In Bulgarien gibt es noch nicht einmal ein Widerspruchsrecht. Es gilt
dort stets die sog. „Notstandsregelung“. Entnommen werden kann, was jeweils dringend benötigt wird! Bulgarien kann man
also wohl nur als eventueller Organspender-Aspirant besuchen.

Entnommen werden kann, was jeweils dringend benötigt wird. Um so etwas überhaupt im Ansatz andenken zu können, braucht man ein gewisses Weltbild, ein Weltbild, das wir heute gerne „naturwissenschaftlich“ nennen, obwohl es mit Wissenschaft ungefähr soviel zu tun hat wie der Nationalsozialismus mit Politik.

In Rahmen dieses Weltbildes wird der Mensch Rohstoff – und kein Anhänger der Religion des dogmatischen Materialismus wird ernsthaft dagegen protestieren – obwohl es gerade die Naturwissenschaften sind, die uns ermahnen, vorsichtig mit der Problematik umzugehen, wie Dr. Meineke weiter ausführt:

Gemäß heutiger Neurowissenschaft sind die Eingeweide von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt. Dieses „2. Gehirn“
ist quasi ein Abbild des Kopfhirns. Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt gleich. Oft entscheidet der Mensch aus
dem Bauch heraus, pp. Solange noch das Bauchhirn lebt, kann es die Todesdefinition „Hirntod“ = Tod nicht geben.

Wir brauchen uns also noch nicht einmal auf des Gebiet der Religion zu begeben – oder das der „spirituellen“ philosophischen Lehren der Menschheit um hier zu sehen, das „Leben“ mehr ist als nur Strom im Gehirn. Das, was wir als Reste der Organentnahme auf dem Leichentisch liegen sehen, spricht für sich:

Die Spuren
dieses Vorganges werden danach auch von den Angehörigen – soweit es überhaupt dazu kommt – in der Leichenhalle
wahrgenommen. Das Antlitz zeigt nicht die heitere, friedliche Entspannung eines in Würde dahingeschiedenen Patienten,
sondern ist entstellt und verzerrt von erlittenen grausamen Schmerzen. Haut und Haare sind ergraut, zuvor blonde Haare eines
jungen Patienten möglicherweise auch weiß geworden. Grau-weiß erscheint die Haut des entbluteten bzw. nahezu entbluteten
Körpers

Das kann man meines Erachtens nach nur ungerührt hinnehmen, wenn man im Geiste, in der Ethik und Moral noch den alten Werten aus der NS-Zeit verpflichtet ist, die jetzt eine Wiederauferstehung feiern.

So weit sind wir wieder gekommen.

Ich kenne – beruflich bedingt – ungefähr 500o Mediziner in Deutschland persönlich. In breiter Front zeigen sich gerade jüngere Ärzte als politisch völlig unbedenklich – das kann ich aus eigener Anschauung sagen. Doch das, was sich im Rahmen der Transplantationsmedizin gerade wieder entfaltet, führt uns direkt in eine Welt, in der „unwertes Leben“ wieder bedingungslos geschlachtet werden kann … und je größer der finanzielle Anreiz ist, umso mehr Grenzen werden fallen.

Zahlen wir 200 Euro für die Organtransplantation und 3000 Euro für den sanften Tod – ganz schnell würden sich die Verhältnisse ändern.

Sie würden sich allein schon ändern, wenn wir den Tod als das aktzeptieren würden, was er ist: die ganz normale, natürliche, biologische und ökologische Folge des Lebens.

Und wer des Brötchen „Leben“ genießen will, muss auch bereit sein, den „Preis“ Tod zu bezahlen. Alles andere wäre … Betrug, mit schlimmen Folgen auch für die Hinterbliebenen:

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) ist eine Initiative, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen. Erst nachdem unsere Kinder beerdigt waren, haben wir begriffen, wozu wir ja gesagt hatten. Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben unsere Entscheidung daher bitter bereut. Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, in dem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen und einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das Ausschlachten eines Autowracks erschien.

Uns führt man man nur die armen, unschuldigen Kinder vor Augen, deren Leben wir durch eine Organspende verlängern können. Das wir aber durch die Transplantationsmedizin wieder einmal eine ganz ungeheuerliche Kultur Tür und Tor öffnen, die mehr Leben vernichtet als sie rettet, sagt man uns nicht.

Mit „Ballastexistenzen“ redet man über dieses Thema nicht – dabei entfaltet sich die neue barbarische Kultur bzw. die alte Nazikultur des „unwerten Lebens“ gerade wieder weltweit mit fürchterlichen Folgen:

Hunderte von afrikanischen Flüchtlingen sollen auf der Sinai-Halbinsel an den Folgen gewaltsamen Organraubes gestorben sein. Einer Dokumentation des amerikanischen Nachrichtensenders „CNN“ zufolge wurden den noch lebenden Opfern Nieren, Leber und andere Organe entnommen. Als Drahtzieher gelten korrupte ägyptische Ärzte und Beduinen, die die Flüchtlinge über die Grenze nach Israel schmuggeln.

Die Politik redet trotz aller Kritik wieder ganz offen, siehe Handelsblatt:

«Wir wollen penetranter dafür werben, dass sich Menschen für Organspende entscheiden», sagte CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn in der ARD.

«Nachdruck darf sein – Zwang darf nicht sein», betonte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier

Wann der Druck in Zwang übergeht? Erste Ansätze in Deutschland – ganz im Sinne der guten alten NS-Ideologie – sind schon vorhanden: jobcenterfreies Leben durch Organspende darf öffentlich diskutiert werden:

“Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.”

Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender ist im übrigen auch Mitglied der Bayerischen Bioethik-Kommission. Er ist – wie im SPIEGEL bereits 2004 nachzulesen – auch schon lange Befürworter eines freien Organhandels. Das passt ja.

Auch wenn es weh tut, auch wenn es schwerfällt, auch wenn man selbst ein großes Opfer bringen und geliebte Menschen gehen lassen muss: Widerstand gegen die Organspende ist Widerstand gegen den Ungeist der NS-Medizin, einer Ethik, der es leicht fällt, über „Ballastexistenzen“ und „unwertes Leben“ zu entscheiden – einer Ethik, die uns mit schönsten Worten und scheinbar edelsten Absichten in das finsterer Zeitalter der kannibalistischen Barbarei zurückführt.

Dieser Widerstand fällt aber um so leichter, je mehr man sich vergegenwärtigt, das der Tod … ganz natürlich ist.

Jeder sollte für sich selbst mal überlegen, wann der „Markt“ für Organe „gesättigt“ ist … und wer noch alles bis dahin zur „Ballastexistenz“ wird.

Meine Vermutung ist: er ist nie gesättigt – und die meisten von uns sind schon heute Ballastexistenz im Sinne der Konzernwirtschaft.

Kann man den wirklich sicher sein, das in einem alten, kranken oder psychisch labilen Menschen noch genug Hirn aktiv ist, um das als „Leben“ definieren zu können? Ist Leben in Armut eigentlich wirklich „Leben“? Ab wann ist ein Mensch eigentlich „geistig tot“? Ist er nicht eigentlich – mal recht frech gedacht –  schon „geistig tot“, wenn er den Organspendewahn ablehnt?

Bei monatlichen Kosten von eintausend Euro kann man sich auch schnell vorstellen, wohin die Reise letztendlich geht.

Reich frisst arm … und ein paar Wochen oder Monate – selten auch Jahre – weiter Segelyacht  fahren zu können.

Hitler ist tot, keine Frage.

Manchmal aber denke ich:  sein Geist ist noch sehr lebendig – und breitet sich wieder aus.

Killer-Keime

 

Bis neulich…

Der korrupte Arzt und das Gesundheitswesen: Todesurteile für das Sozialbudget

Vorgestern warnte ich noch vor Griechenlands Schicksal, das unsere Zukunft bedeuten könnte. Gestern wurde ich mal wieder von der Realität überholt.  Zum wiederholten Male forderten der Präsident der deutschen Ärzteschaft die Rationierung von medizinischen Leistungen.  Es sei einfach kein Geld da, sagt er. Ich war bereit ihm zu glauben, wurde jedoch nach einem Besuch bei der Barmer Ersatzkasse schnell eines Besseren belehrt:

Vorgestern warnte ich noch vor Griechenlands Schicksal, das unsere Zukunft bedeuten könnte. Gestern wurde ich mal wieder von der Realität überholt.  Zum wiederholten Male forderten der Präsident der deutschen Ärzteschaft die Rationierung von medizinischen Leistungen.  Es sei einfach kein Geld da, sagt er. Ich war bereit ihm zu glauben, wurde jedoch nach einem Besuch bei der Barmer Ersatzkasse schnell eines Besseren belehrt:

Insgesamt erzielen die ambulant tätigen Ärzte neben den GKV-Honoraren noch zusätzliche Honorareinnahmen, beispielsweise von der PKV,über Privatliquidationen, von sonstigen Versicherungsträgern, den öffentlichen Haushalten und den Arbeitgebern. Realistisch liegt die Gesamtsumme der Einnahmen der Arztpraxen im Jahr 2009 bei weit über40 Milliarden Euro beziehungsweise bei deutlich über 300.000 Euro je Arzt. Abzüglich der durchschnittlichen Praxiskosten ergibt sich ein aktueller Gesamtüberschuss vor Steuern in Höhe von durchschnittlich über 190.000 Euro je Arzt. Im Vergleich zu den Einkommen aller Arbeitnehmer in Deutschland liegen die zu versteuernden Einkommen der niedergelassenen Ärzte im Durchschnitt damit um ungefähr das Siebenfache höher.

Na, das ist doch eine ganz gute Verdienstmarge, oder? Siebenmal so viel wie der Durchschnitt. Und die Tendenz? Steigend, und zwar gewaltig:

Zieht man vom durchschnittlichen Gesamtumsatz in Höhe von 310.000 Euro die durchschnittlichen Praxiskosten in Höhe von 117.000 Euro (54 Prozent des GKV-Umsatzes) ab, so verbleibt ein durchschnittlicher Gewinn (vor Steuer) je abrechnenden Arzt in Höhe von etwa 193.000 Euro. Nach der Kostenstrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes (Statistisches Bundesamt 2006) lag der durchschnittliche Reinertrag je Praxisinhaber in 2003 bereits bei 126.000 Euro (bei einem Reinertrag je Praxis von 164.000 Euro). Seit dem Jahr 2003 sind die Gesamthonorare um insgesamt 8,7 Milliarden Euro (das entspricht 26 Prozent) gestiegen.

Während die Einkommen aller anderen Arbeitnehmer seit 1990 beständig gesunken sind, sind die Honorare der Ärzte gewaltig gestiegen. Könnte man von Ärzte Aktien kaufen – sie wären ein Bombengeschäft … jedenfalls, so lange der Steuerzahler bezahlt. Natürlich ist das auch ein Bombengeschäft für Finanzberater: Ärzte müssen mit dem Geld ja irgendwo hin. Es geht ja nicht an, das sie das einfach zu Hause unterm Bett liegen lassen. Natürlich arbeiten Ärzte viel für ihr Geld, da kann man jeden Arzt fragen, er wird das umgehend bestätigen, siehe Proxomed:

GEK-Vorstand Dr. Rolf-Ulrich Schlenker rechnet aus: „Bezieht man die Zahl auf die 137.000 niedergelassenen Ärzte in Deutschland, so hat jeder Arzt pro Arbeitstag rund 38 Patienten zu behandeln!“

38 Patienten pro Tag, 22 Arbeitstage im Monat bei 193000 Euro Einkommen macht: 230 Euro für einmal Händeschütteln.

Machen wir uns nichts vor: wer wirklich krank ist, der landet sowieso im Krankenhaus. Dort verdienen Ärzte deutlich weniger, schütteln aber mehr Hände. Die Frage, ob wir uns diese teure Überflussversorgung durch den „niedergelassenen Arzt“ überhaupt noch leisten können, stellt keiner – wagt auch keiner zu stellen, denn die deutsche niedergelassene Ärzteschaft ist fest in den Händen der internationalen Pharmaindustrie, von denen sie nicht schlecht unterstützt wird – alles auf Kosten der Beitragszahler übrigens, siehe Frankfurter Rundschau:

Erstmals hat ein Gericht niedergelassene Ärzte wegen Bestechlichkeit verurteilt: Die zwei Mediziner aus Baden-Württemberg haben rund 19.000 Euro von einem Arzneimittelhersteller erhalten.

Eine ganz kleine Firma aus dem Aachener Raum ist da mal unangenehm aufgefallen, weil den Behörden detallierte Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden, hier veröffentlicht im Spiegel:

Die Ermittler werfen den Ärzten Betrug und Untreue zu Lasten der Krankenkassen vor. Sie hatten unter anderem an Anwendungsbeobachtungen (AWB) für Trommsdorff-Medikamente teilgenommen. In einem Formular konnten sie ankreuzen, welche Belohnung sie wollten:

 

  • Für fünf Patienten gab es einen Flachbildschirm oder einen iPod,
  • für sieben Patienten einen DVD-Recorder,
  • für zwölf Patienten einen Jura-Kaffee-Vollautomaten,
  • für 14 Patienten das Navigationssystem TomTom Go,
  • für 18 Patienten konnten sie auswählen zwischen Laptop, Beamer oder Computer mit Drucker.

Nur Dilettanten gehen heute noch so vor, die meisten anderen wählen den sicheren Weg über Bargeld, sprich: Beratungshonorar. Jeder der großen Konzerne arbeitet so. Das ist seit Mitte der neunziger Jahre bekannt – auch den Behörden. Pharmafirmen legen umfangreiche Datenbänke über jeden einzelnen Arzt an, damit auch der Nachfolger des alten Pharmareferenten sicher seinen „Zugang“ legen kann – man weiß dann schon, wer Geld braucht, weil er noch Schulden vom alten Bauherrenmodell mit sich herumträgt.

Kleinere Modelle dieser Datenbänke sind – für Firmenneugründungen in dem Bereich unverzichtbar – käuflich zu erwerben. Wer will, kann gleich morgen damit loslegen, seine eigene kleine Pharmafirma aufzumachen. Für schlappe 699 Euro kann man 132000 Datensätze mit E-Mail-Adresse kaufen, dann die Tabletten bei einem der Lohnhersteller bestellen, Pharmareferenten bei einer Leihfirma ordern und schon geht das Abkassieren los … wenn man für den Arzt die notwendigen „überzeugenden Argumente“ hat – siehe Trommsdorff.

Die Politik ist seit zwanzig Jahren eifrig dabei, diesen Sumpf trocken zu legen … hat allerdings nicht mit der Industrie gerechnet, denn die hat zeitgleich ihre Lobbyistenoffensive gestartet, mit der sie alle ernsthaften Maßnahmen auf Regierungsebene blockiert und dafür sorgt, das noch mehr Geld aus dem Sozialbudget in die Taschen der Ärzteschaft fließt, bis letztlich für den Patienten kein Geld mehr übrig bleibt, weil der Rest in die Kassen der Konzerne fließt.

Das Geschäft in Deutschland funktioniert einwandfrei, weil wir hier mit unserem Sozialbudget einen weltweite Geldmaschine finanzieren, siehe FAZ:

Durch überzogene Pharmapreise entsteht dem deutschen Gesundheitssystem ein Milliardenschaden. Zu dem Schluss kommt auch in diesem Jahr wieder der von den Allgemeinen Ortskrankenkassen unterstützte „Arzneimittel-Report“. Arzneimittel seien in Deutschland um 50 bis 100 Prozent teuerer als in Nachbarländern, kritisierten die Autoren des Reports am Dienstag. Patentgeschützte Medikamente seien im Schnitt 50 Prozent teurer als etwa in Schweden. Für Nachahmerpräparate fielen die Kosten sogar doppelt so hoch aus.

„Nachahmerpräparate“ sind diejenigen, die wir mit unserer eigenen Firma gerade über Lohnhersteller und Mietaußendienste vertreiben wollen. Ein Supergeschäft in Deutschland, Ratiopharm macht kaum was anderes. So kann man leicht mal 19000 Euro für zwei Ärzte locker machen. Der Stern beschreibt das Geschäft in einem Artikel in Detail, spezielle Computerprogramme melden die Umsätze der Ärzte über Umwege direkt an Ratiopharm, die daraufhin gleich Schecks für Ärzte ausstellen – mit schrecklichen Folgen für das deutsche Gesundheitssystem:

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) hat festgestellt, dass Deutschland pro Einwohner so viel Geld in sein Gesundheitssystem pumpt wie kaum ein anderes. Nur die USA und die Schweiz geben pro Kopf noch mehr aus. Doch trotz höchster Ausgaben ist die Qualität im internationalen Vergleich nur mittelmäßig (gemessen an der Aufenthaltsdauer im Krankenhaus, der Lebenserwartung oder den Heilungschancen nach Brustkrebs). Warum das so ist und wo das Geld bleibt, zeigt zum Beispiel die Geschichte über die Verkaufsstrategien der Firma Ratiopharm.

Wir finanzieren mit unserem Sozialbudget keine Arbeitslosen, sondern riesige Gewinne von Unternehmen und Arztpraxen auf Kosten unserer Gesundheit. Das ist seit Jahrzehnten bekannt.  Wenn also demnächst wieder jemand brüllt: „Jeder dritte Euro geht für das Sozialbudget drauf!“, zeigt einfach auf die nächste Arztpraxis samt Pharmavertreter vor der Tür, bevor wieder jemand auf die Idee kommt, jetzt müsse die Obdachlosenunterstützung endlich komplett gestrichen werden, weil wir sonst alle verhungern.

Aktuell wird der volkswirtschaftliche Schaden, allein durch diese Praxis verursacht wird auf 20 Milliarden Euro geschätzt.  Im Vergleich: für Ärztehonorare geben wir allein 30 Milliarden Euro aus, 60 Milliarden kostet die Versorgung im Krankenhaus. Details gibt es bei Doc Check:

Während der größten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik ist das Honorar der rund 150 000 niedergelassenen Ärzte im vergangenen Jahr auf 30,8 Milliarden Euro gestiegen. Im Vorjahr hatten die Mediziner noch rund 1,8 Milliarden Euro weniger verdient.

Gegenüber dem Jahr 2007 bedeutet dies sogar ein Plus von 11 Prozent, wie aus einer Erhebung des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch vorlag.

30 Milliarden Euro für Honorare. Die gleiche Summe  geben wir für Arzneimittel aus … zu oft einfach nur teuer und nutzlos sind:

In den vergangenen zehn Jahren haben sich etwa 40 Prozent der als innovativ eingeführten Medikamente im Nachhinein als Präparate ohne Mehrwert für Patienten erwiesen. Zu dem Schluss kommt Gerd Glaeske, Professor am Zentrum für Sozialpolitik der Uni Bremen im heute, Mittwoch, in Berlin vorgestellten Barmer GEK Arzneimittel-Report 2010.

Ich denke aber, man versteht nun, warum auf einmal kein Geld mehr für die Patienten da ist. Nutzlose Medikamente zu Höchstpreisen unters Volk zu bringen, kostet halt was.  Das wäre ja auch in Ordnung, denn das ganze System finanziert ja auch Arbeitsplätze:

Ende 2008 waren insgesamt 4,6 Millionen Menschen oder etwa jeder neunte Beschäftigte in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das rund 76 000 Menschen oder 1,7% mehr als ein Jahr zuvor.

Das beschäftigt viele Menschen zu guten Preisen, die sonst arbeitslos wären. Wenn aber nun wieder einmal der Ruf durch das Land geht, das für die wirklich Kranken kein Geld mehr da ist bzw. das man nicht mehr alle von ihnen behandeln kann und von der Politik Selektionskriterien wünscht, nach denen man einfach mal ein paar Tausend Patienten auf den Biomüll werfen kann, dann ist es doch Zeit, einfach mal grundsätzliche Fragen zu stellen:

Brauchen wir wirklich den niedergelassenen Arzt?

Brauchen wir wirklich Höchstpreise für Ramschpillen?

Brauchen wir 4,6 Millionen Beschäftigte in einem Sektor, der weder Heilung bringt noch die Lebenserwartung verbessert?

Antworten auf diese Fragen werden wir nicht erhalten. Nicht nur gegen Dummheit, auch gegen Konzerne kämpfen Götter selbst vergebens.

 

Ein paar Worte über arme Ärzte und gebärfreudige Moslems

Kanzlerkandidat Steinbrück, die SPD, ihre Wähler, die Ärzte und das Sozialbudget

Spiegel-online verbreitet heute wieder mal das „Ach was bin ich froh das ich ein Deutscher bin“-Gefühl:

Die Wirtschaftskrise trifft auch privilegierte Amerikaner, selbst Absolventen teurer Top-Unis finden keine Jobs. Viele Studenten fürchten, auf ihren Schulden sitzen zu bleiben. Auch Julia aus Deutschland hat sich für einen Edel-Master 50.000 Euro geliehen – zahlt sich das aus?

Da sollte Julia doch noch froh sein: andere zahlten 200000 Dollar und gehören auch nicht zu den 0,5 % die noch einen Job bekommen. Ähnlich wie den US-amerikanischen Studenten geht es auch hierzulande den Langzeitarbeitslosen, allerdings machen die um inzwischen alle einen Bogen – es könnte „Bedarfsgemeinschaft“ drohen und somit hätte man den Arbeitslosen selbst am Hals. Wer kann sich das schon leisten? Auch die SPD soll ja jetzt von Rentern und Arbeitslosen Abstand nehmen … also: noch mehr Abstand nehmen als bisher. Sind ja auch nur knapp dreissig Millionen Wähler, so eine superfest im Sattel sitzende Partei wie die SPD kann auch die locker verzichten, wie man im Handelsblatt lesen kann:

Steinbrück rät SPD zu Teil-Abkehr von Rentnern und Arbeitslosen

Der frühere Bundesfinanzminister und stellvertretende SPD-Vorsitzende Peer Steinbrück rät seiner Partei, sich nicht einseitig auf bestimmte Wählerschichten zu konzentrieren. Die heftige Debatte um Thilo Sarrazin versteht er als Weckruf für alle etablierten Parteien.

Der „Weckruf“ mit seinem künstlich herbeigeführten Medienecho, der das Bild des bösen, häßlichen Deutschen wieder hervorrufen sollte (für den die SPD jetzt viel Verständnis zeigen möchte) , hat Gott sei Dank die Eifel noch nicht erreicht – bei uns, so sagt man, passiert alles hundert Jahre später. Also soll die SPD jetzt nach Steinbrück eine Partei werden, die zum einen am nationalsozialistischen Rand der Gesellschaft herumwühlt und sich zum anderen mit der FDP/GRÜNE/CdU/CSU – Abteilungen der Staatspartei um die fünf Prozent Reiche schart – in der Hoffnung auf Pöstchen und Parteispenden.

Aus der Sicht eines Parteiführers ist das sicherlich ein nachvollziehbarer Standpunkt – wer will schon als Politiker nach seiner Karriere bei Rentnern putzen gehen? Das hält das Ego doch nicht aus. Und nationalsozialistisch ist ja auch irgendwie sozialistisch gewesen – und für Hartz IV hätten die viel Verständnis gehabt. Das wäre denen noch alles viel zu weich gewesen.

Möglicherweise wird der Artikel im Spiegel-online Steinbrück auch zur Abkehr von deutschen  Studenten in den USA bewegen, Deutsche im Ausland leben ja nach Yahoo generell auch gefährlich:

Bei einem US-Drohnenangriff auf Aufständische im Nordwesten Pakistans sind nach pakistanischen Behördenangaben fünf mutmaßliche deutsche Islamisten getötet worden. Insgesamt seien acht Aufständische getötet worden, darunter fünf Deutsche türkischer Herkunft, bestätigten mehrere Vertreter örtlicher Sicherheitsbehörden sowie des pakistanischen Geheimdiensts der Nachrichtenagentur AFP.

„Mutmaßlich“ … das Wort gefällt mir besonders. Mutmaßlich könnte ich auch mal eine Handgranate in eine Nobeldisco werfen, mutmaßlich werden sich dort Kriminelle aufhalten. Aber hier ist sowas ja noch verboten.

Als Wähler für die SPD kommen ja unter anderem noch Ärzte in Frage, denn denen geht es ja laut Yahoo richtig gut. Das Honorarvolumen von 150 000 Ärzten ist höher als das Versorgungsvolumen von sieben Millionen Hartz IV-Abhängigen. Auf einen Arzt kommen fünfzig Langzeitarbeitslose – aber der bekommt deutlich mehr Geld als diese. Und jetzt bekommen die pro Jahr pro Arzt nochmal über 6000 Euro dazu. Macht fünfhundert im Monat – also hundertmal soviel wie ein Erwachsener Hartz IV-Abhängiger.

Kommt aber alles aus dem gleichen Topf – dem Sozialbudget. Und wer wird dafür wieder an die Wand gestellt?

Ungeachtet des Sparzwangs im Gesundheitswesen erhalten die 150.000 niedergelassenen Ärzte 2011 deutlich mehr Honorar: Einschließlich weiterer Einnahmen etwa aus Vorsorgeuntersuchungen können die Ärzte insgesamt mit über einer Milliarde Euro zusätzlichem Honorar rechnen, erklärte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Damit steige das Honorar von rund 32 Milliarden Euro in diesem Jahr auf gut 33 Milliarden Euro im nächsten Jahr.

Womit wir auch wissen, wieviel pro Arzt pro Jahr übrigbleibt: knapp 200000 Euro. Der hätte die 6000 wirklich nicht gebraucht, die Kinder von Langzeitarbeitslosen aber schon.

Ich denke, der Steinbrück weiß was, was ich nicht weiß. Ich schätze mal, da sind grundlegende Änderungen in den politischen Rahmenbedingungen im Gespräch, so ein altgriechisches Modell: Wahlrecht nur noch für Vermögende. Es gab ja schon die Stimmen, die Rentnern das Wahlrecht aberkennen lassen wollten, auch bei Arbeitslosen wäre das denkbar, so nach dem Motto: „Wählen darf nur, wer einzahlt!“.

Auch andere verhalten sich schon so als wäre die Meinung des Wählers langsam schnuppe: die Polizei. Nicht nur in Stuttgart sondern auch in der EU-Polizeiakademie, die laut Welt mit vollen Händen aus den Töpfen schöpft:

Eigentlich sollten sich die Mitarbeiter der EU-Polizeiakademie (CEPOL) in Bramshill bei London ganz besonders dem Gesetz verpflichtet fühlen. Sie bilden hohe Polizeioffiziere aus Europa für Führungsaufgaben aus.

„In der Vergangenheit ist es bei CEPOL zu Unregelmäßigkeiten gekommen. So wurden Autos, Handys oder Möbel der Angestellten für den privaten Gebrauch durch die Agentur bezahlt.“ Chatzimarkakis ist wütend. „Das“, so sagt er, „ist ein klarer Missbrauch von Steuergeldern. Die EU ist kein Selbstbedienungsladen.“

Irgendwie süß, dieser Chatzimarkakis. Natürlich ist die EU ein Selbstbedienungsladen, so wie das ganze Land. 1,7 Billionen Euro Schulden kommen nicht von ungefähr. Die Parteien verstehen es, ihren Funktionären den goldenen Lebensabend zu verschaffen. Wie sollte man es sich sonst erklären, das eine Behörde wie CEPOL  einen Verwaltungsrat mit 27 Mitgliedern hat, die alle von nichts wußten?

Offenbar lässt aber auch die Aufsicht über die Polizeiakademie zu wünschen übrig. Dabei hat der Verwaltungsrat 27 Mitglieder – bei nur 30 Mitarbeitern. Geier: „Es ist der 27-köpfige Verwaltungsrat aus nationalen Beamten, der sich nach seiner Aufsichtspflicht fragen lassen muss.“

Ich bin mir fast sicher, das die was wissen, was wir nicht wissen – sonst könnten die doch nicht alle ihre Rechnungen so ungeniert der Allgemeinheit aufdrücken.

Ich frage mich nur, was das ist?

Auf jeden Fall nicht das Geheimnis des Glücklichseins, denn das liegt laut einer Studie bei Spiegel-online anderswo.

Menschen können ihr Glück selbst in die Hand nehmen – sie sind nicht die Sklaven ihrer Gene. Das hat eine Auswertung von Fragebögen Zehntausender Menschen aus 25 Jahren ergeben. Egoismus schadet demnach der eigenen Zufriedenheit. Andere Faktoren verbessern das Befinden.

Uneigennützige Menschen, die sich sozial oder politisch engagieren, leben glücklicher als Personen, die die eigene Karriere verfolgen und nach materiellen Zielen streben.

Na, dann ist ja alles klar. Jetzt weiß ich auch, warum Polizisten auf Demonstranten einprügeln bis das Blut aus den Augen spritzt und Politiker das gut finden: die sind aufgrund ihre hemmungslosen Egoismus einfach nur unglücklich.

Na, da habe ich ja heute wieder was dazugelernt. Zum Beispiel warum ich so oft so glücklich bin.

Iatrogene Todesfälle, Sozialbudget und die Reduzierten

Es ist ja gerade mal wieder Notstand in Deutschland. Gestern dachte ich noch: alles wird heil, dann jedoch merkte ich schon heute Morgen:  nein, nicht alles wird heil. Den Ärzten geht es noch sehr schlecht in diesem Land.

Bundesweit bleiben heute Tausende Hausarztpraxen geschlossen. Tausende Mediziner protestieren auf diese Weise gegen die Sparpläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler. Die Ärzte sehen sich in ihrer Existenz bedroht, weil Rösler ihre Verdienstmöglichkeiten über eigene Verträge mit den Krankenkassen beschränken will. Rösler kritisierte in der Rheinischen Post“: „Den Protest auf dem Rücken von Patienten auszutragen, halte ich einfach für unfair – gegenüber ihren Patienten.“ Die Ärzte sehen dagegen die medizinische Versorgung der Patienten gefährdet und warnen vor einer Unterversorgung.

Quelle: Tagesschau

Die Fakten sprechen für sich:

Während der größten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik ist das Honorar der rund 150.000 niedergelassenen Ärzte im vergangenen Jahr auf 30,8 Milliarden Euro gestiegen. Im Vorjahr hatten die Mediziner noch rund 1,8 Milliarden Euro weniger verdient. Gegenüber dem Jahr 2007 bedeutet dies sogar ein Plus von 11 Prozent, wie aus einer Erhebung des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpa vorlag. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zunächst darüber berichtet. Die Aufstellung bestätigt dem Bericht zufolge die Einschätzung, dass die Mediziner-Honorare in den vergangenen drei Jahren sehr viel stärker stiegen als der Durchschnitt der Löhne und Gehälter in Deutschland. In Hamburg lag das durchschnittliche Honorarplus der Mediziner sogar bei gut 24 Prozent. Den geringsten Anstieg gab es in Bayern mit 2,6 Prozent.

Quelle: Die Welt

Wir kennen schon jetzt die Klagen, die aus diesen Zahlen erwachsen. „DAS SOZILABUDGET EXPLODIERT“.
Arzt zu sein ist kein einfacher Beruf – er hat vor allem im Klinikbereich viele häßliche Seiten.  Dort wird Schmutzarbeit geleistet, die nicht jedermann ertragen könnte.  So etwas ist mit Geld kaum aufzuwiegen.  Im niedergelassenen Bereich ist – wenn man die Notdienste organisiert bekommt – das Arbeiten vielfach erträglicher – und ertragreicher:
Starke Einkommenssteigerungen bei den niedergelassenen Ärzten: Jeder Praxisinhaber verbucht in diesem Jahr laut Krankenkassen-Berechnung durchschnittlich 164.000 Euro. Radiologen verdienen am besten, Allgemeinmediziner am schlechtesten.
Quelle: Spiegel-online

In einem Vortrag der Rechtsmedizin der Uni Rostock findet sich die – unbestätigte – Zahl von 30000 von Ärzten verursachten Todesfälle. 30000 jedes Jahr. Wenn die mal streiken, dann … sterben sofort weniger. Ist – laut Volker Pispers – statistisch erwiesen. Ich traue dem Mann. Er recherchiert nicht nur gründlich, er hat auch Humor – in dieser Reihenfolge.
Schnell wird man als Arzt zum Täter – ohne es zu wollen. Ein Beispiel aus der Praxis einer Schlichtungsstätte findet sich bei Cardio News:

Wir unterscheiden hinsichtlich der Schadenskausalität die fehlerbedingten iatrogenen
Schäden, die Ansprüche begründen, die iatrogenen, aber nicht erkennbar fehlerbedingten
Schäden, die keine Ansprüche begründen und schließlich die ohne Zusammenhang mit der
ärztlichen Behandlung, meist durch das Grundleiden entstandenen. Von den 46 Patienten mit
„kardiovaskulären Leiden“ und begründeten Ansprüchen hatten 18 schwere und 6 tödliche
iatrogene Schäden. In den „Kardio-Angiologen“-Verfahren waren es ebenfalls 46 Patienten
mit begründeten Ansprüchen, 24 von ihnen hatten schwere und 4 tödliche iatrogene Schäden.
Die mit Ärzten, von Ärzten bezahlten Juristen und Gutachtern ausgestattet Schlichtungsstelle hatte in dem Zeitraum 233 Fälle die zur Begutachtung anstanden.

Der Anteil der Verfahren, in denen schuldhafte Fehler festgestellt wurden (Fehlerrate) lag in
den von uns untersuchten Kollektiven zwischen 37 und 40%
Da sieht man, wie gefährlich der Arztberuf sein kann. Schneller als man denkt hat man der Rentenkasse Ausgaben erspart.
In China ist der Arztberuf mitlerweile richtig gefährlich geworden:
Immer häufiger werden Ärzte Opfer von tätlichen Angriffen seitens Patienten und / oder deren Angehörigen.
So wurden beispielsweise im Juni dieses Jahres ein Arzt und eine Krankenschwester in der Provinz Shandong erstochen. Der Sohn wollte damit den Tod seines Vaters rächen, der 13 Jahre zuvor an unheilbarem Leberkrebs verstorben war.

Ein Arzt verletzte sich schwer, als er, von Angehörigen eines verstobenen Kindes verfolgt wurde und in seiner Not aus einem Fenster im 5. Stock des Krankenhauses sprang.

Diese Entwicklung hat nach Ansicht des Autors klar erkennbare Gründe:

Nach der Machtübernahme durch die KP Chinas wurde das gesamte Gesundheitswesen verstaatlicht. Die Krankenhäuser wurden voll finanziell unterstützt. Das änderte sich jedoch mit dem Beginn der Wirtschaftsreformen im Jahre 1985.

Heutzutage müssen sich die Krankenhäuser selbst um die Finanzierung kümmern, mit der unerquicklichen Folge, den Patienten die Kosten aufzubürden, was vielfach offenbar nur bzw. am einfachsten durch unnötige Untersuchungen und unnötige Behandlungen zu bewerkstelligen ist.

Hinzu kommen die Extrazahlungen an die oftmals vergleichsweise unterbezahlten Ärzte. Sei es durch die Patienten selbst bzw. deren Angehörige, oder aber durch Pharmafirmen, die dann den Einsatz von ihren Präparaten erwarten.

Wie man sieht: die Privatisierung des Gesundheitswesens kann Leben kosten. Auch das Leben von Ärzten. In Deutschland gibt es die Extrazahlungen der Pharmafirmen an Ärzte ebenfalls, meist verdeckt als „Anwendungsbeobachtung“, oft auch als Sachhonorar. Fernseher, Computer, Reisen – was das Herz begehrt. Diese Zuwendungen tauchen nicht in den Berechungen der Statistik bezüglich des Ärzteeinkommens auf, aber in der Medikamentenstatistik:
Für Pharmakonzerne ist Deutschland ein Paradies: Sie können den Preis für neue Medikamente selbst festlegen – und die Krankenkassen müssen ihn zahlen. Laut „Arzneiverordnungsreport 2010“ hat das üble Folgen. Die Kosten seien 50 bis 100 Prozent höher als im Vergleichsland Schweden.

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind im vergangenen Jahr erneut um 4,8 Prozent gestiegen – auf mittlerweile 32,4 Milliarden Euro. Verantwortlich für den Anstieg sind vor allem Spezialpräparate für Bluthochdruck-Patienten, Diabetiker oder Krebskranke, die zwar neu und teurer sind, deren Zusatznutzen aber oft fraglich ist.



Diese Präparate „erklären bereits 80 Prozent des Kostenanstiegs“ der gesetzlichen Krankenkassen, wie der Heidelberger Pharmakologe Professor Ulrich Schwabe an diesem Dienstag in Berlin bei der Vorstellung des neuen Arzneiverordnungsreports (AVR) erklärte.


Eine Heerschar von Pharmareferenten kann von diesen Überschüssen in den Kassen der Pharmakonzerne finanziert werden, damit die Ärzte auch „überzeugt“ werden, diese unsinnigen Präparate einzusetzen. Studien, die belegen, das z.b. Blutdrucksenkung mit uralten Billigpräparaten genauso effektiv ist wie mit neuen Hochpreisentwicklungen werden so gezielt unterdrückt, ein Meinungsrauschen wird erzeugt, das kritische Stimmen schnell zum Verstummen bringt.
Das alles ist … „SOZIALBUDGET“.
Laut Cardionews sind es vor allem diese vielfältigen Arzneimittel, deren Handhabung den Ärzten schnell entgleitet – mit tödlichen Folgen.
Vielleicht auch ein Grund, einmal darüber nachzudenken, das Ärztewesen zu verstaatlichen. Ein Internist, der sich in einer allgemeinmedizinischen Praxis niedergelassen hatte,  erzählte mir mal sehr frustriert, das 90 % der Patienten, die er an diesem Tag gesehen hatte, nichts gehabt hätten, was ärztlicher Hilfe bedurft hätte. Viele hätten einfach nur Langeweile gehabt. Ich weiß natürlich nicht, wie weit man das auf das Gesundheitswesen insgesamt übertragen kann, aber es kann schon darauf hinweisen,  das wir hier möglicherweise ein Einsparungspotential im zweistelligen Milliardenbereich haben – all die Besuche werden ja abgerechnet. Möglicherweise wäre hier eine medizinische Grundausbildung der Patienten – wie sie Pharmareferenten erhalten bzw. nachweisen müssen – sinnvoll.
Es gibt – neben den Todesfällen, die die Medikamentenflut verursacht – auch noch einen anderen Grund, hier ganz dringend auf die Kostenbremse zu treten.
Die Überversorgung des medizinischen Bereiches führt zu einer eklatanten Unterversorgung in anderen Bereichen – eine Unterversorgung, die bekanntermaßen selbst wieder zu echten Krankheiten führt.
Bei Kinder-Alarm findet man die Worte eines solchermaßen Reduzierten dazu:

Man hat mich reduziert. Reduziert auf X Quadratmeter, X € Regelsatz, auf X Paragraphen und mehrere Gesetzbücher. Mein Wirken befasst sich mit der Beschaffung von Nahrung und Kleidung, die möglichst von Verstand geprägt sein sollte, damit ich nicht eines Tages hungrig und mit nacktem Hintern unter dem freien Himmel nächtige.

Die ständige Suche nach günstigem Essen und geeigneten Paragraphen will mir den Blick auf meine Mitmenschen rauben und die vielleicht einzige menschliche Regung müsste eigentlich Selbstmitleid heißen. Je mehr man mich jedoch reduziert und anscheinend von meinen Mitmenschen abtrennt, desto mehr bildet sich mein Inneres gegenüber der Welt da draußen, mit all den anderen Menschen ab. Ich fühle, wer ich bin und gerade deshalb, wer ich wirklich bin.

Es fallen mir diese eher trüben und teilnahmslosen Kinderaugen auf, die erst Glanz bekommen, wenn man das Kind per Gespräch und Blickkontakt auf sich fixiert. Vielleicht das Kind von Reduzierten?

Reduziert auf nacktes Überleben ist mein Inneres eingedampft worden und auf etwas konzentriert und deshalb spürbar. Was schert mich das reduzierte Äußere, wenn etwas eingedampftes Mentales in mir vorhanden ist?

Kognitive Fähigkeiten sind vorhanden, immer noch, nicht schlecht. Was also tun, wenn die innere Freiheit noch vorhanden ist und sich anscheinend auch gar nicht abtöten läßt? Eingesperrt in mir selbst bin ich und neben aufgestellten Nackenhaaren treibt es mir Tränen der Wut in die Augen. Wut ist schon mal irgendwie produktiv und somit ist nichts verloren. Irgendwie muss sich das ändern. Auf keinen Fall darf das so bleiben. Schreck lass nach! Was, wenn ich nicht der Einzige bin, dem es so ergeht ?


Ich gehe davon aus, dass euch andere Dinge umtreiben. Aber wäre es nicht irgendwie lohnend einmal so nebenher darüber nachzudenken wie man alle Menschen, die sowas betrifft aus ihrer Lethargie lösen könnte? Vielleicht würde es gelingen sich innerlich Luft zu verschaffen und diesen Freiraum nach außen widerzuspiegeln, so dass die anderen spüren, dass da noch mehr ist als irgend ein anderer der ohnehin nicht interessiert ist, weil er nichts hat oder hergibt was man selbst gebrauchen kann?

Hm, aber stimmt das so das mit dem nicht gebrauchen können, nicht hergeben wollen? Irgendwie merke ich, dass es mir ein Bedürfnis ist etwas weitergeben zu wollen; eine Verbindung zu meinen Mitmenschen zu schaffen und wieder Verbindungen von einem Menschen zum anderen zu entdecken, die nicht von X Quadratmetern, X € Regelsätzen, X Paragraphen und mehreren Gesetzbücher geknüpft werden. Und jetzt frage ich mich, ob ich tatsächlich allein mit meinen Gedanken stehe und komme zu der Überzeugung, dass dem unbedingt so sein muss denn eigentlich wollte ich die Bude sauber machen und andere hätten das schon längst erledigt, statt dem warum auch immer geneigtem Leser die Zeit mit diesem Geschreibsel zu reduzieren.


Gestiegene Arzthonorare und Patientenkosten führen nicht zu mehr Gesundheit. Ärzte sind beliebte Kunden bei Anlageberatern. Somit wird das Sozialbudget in großen Teilen gezielt den Finanzmärkten zugeführt um sich dort leistungslos zu vermehren – sehr zum Schaden jener, die das Sozialbudget erstmal erwirtschaften müssen und bei nachlassender Arbeitskraft (zum Beispiel in Folge einer jener recht seltenen „echten“ Erkrankungen) ganz schnell zu den Reduzierten gehören.

Auch wenn der Arztberuf ein harter Beruf ist … für Lehrer gilt das ebenso. Ihre Ausbildung dauert in etwa gleich lang. Lehrer – sind nicht so beliebte Kunden von Anlageberatern. Einfach mal den Herrn von MLP fragen:


Als MLP-Berater verbinden Sie Eigenverantwortung und Selbstständigkeit mit einer weit überdurchschnittlichen Einkommensperspektive.


Auch die leben dann vom Sozialbudget … allerdings von dem für Nichtreduzierte.



Sozialbudget von Asozialen hemmungslos ausgeplündert!

Sozialbudget von Asozialen hemmungslos ausgeplündert!

Na, das ist ja mal Grund für eine laute Schlagzeile. Das Sozialbudget ist ja dieses Jahr ein ganz großes Thema.

„JEDER DRITTE EURO“ so klagt und jammert die Schißbuchsenpresse und versetzt das Volk in Panik. Und alle wissen genau, wer gemeint ist: der asoziale Sozialschmarotzer in fleckigem ärmellosen Unterhemd mit der Bierdose in der Hand vor dem Fernseher, wo er hemmungslos Verblödungsfunk konsumiert.

Doch wie üblich … schießt das Volk weit daneben.

Denn wir üblich verwechselt es Sozialbudget mit Sozialhilfe, dem fast kleinsten Teil des Budgets.

Der wirkliche Täter … trägt entweder Anzug und Krawatte oder kommt mit einem Stethoskop daher:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,653048,00.html

Ärzte und Krankenkassen plündern den Gesundheitsfonds: Scheinerkrankungen breiten sich aus, Milliardenbeträge werden mit Hilfe manipulierter Diagnosen falsch verteilt.

Sozialbetrüger ist ja auch so ein Kampfwort der Neuzeit, doch leider betrügen Sozialbetrüger weniger als Leistungsträger. Vielleicht ist das sogar ein Richtwert: wer als Sozialbetrüger sehr erfolgreich betrügt, wird Leistungsträger.

Für Hartz-IV-Abhängige jedoch kaum zu schaffen, so wenig, wie die abgreifen könnnen.

Ärzte und Krankenkassen sind da viel professioneller.

Etwa 170 Milliarden Euro werden es am Jahresende sein, etwa 10 Milliarden Euro mehr als 2008. Der Betrag entspricht mehr als der Hälfte des Bundesetats.

Verglichen mit den 22 Milliarden, die die Arbeitslosen vom Staat bekommen, schon ein Leistungsträgerergebnis.

Und die Methoden sind außerordentlich elegant:

Seit das Gesetz vor neun Monaten in Kraft trat, nimmt die Zahl der Siechen und Gebrechlichen auf rätselhafte Weise zu. Es wird therapiert und diagnostiziert wie nie zuvor. Und niemand, so scheint es, achtet auf die Kosten.

Die Arzneimittelausgaben stiegen zuletzt um etwa fünf Prozent, die Krankenhauskosten um knapp sechs Prozent, die Ausgaben für ambulante Behandlungen um gut sieben. Herz-Kreislauf-Beschwerden verbreiten sich in einem Tempo, das man bislang nur von hochansteckenden Infekten kannte. Die Zahl chronischer Erkrankungen wie Asthma und Reflux ist auf gespenstische Weise nach oben geschnellt.

Wie gut, das ich gar nicht mehr zum Arzt gehe. Ich fürchte, man würde mir alten Mann gleich zwei Dutzend Krankheiten anhängen, deren Namen ich gar nicht aussprechen möchte. Allerdings habe ich eine hohe Wahrscheinlichkeit, Reflux, Asthma oder Kreislauferkrankungen zu bekommen.
Der Grund ist naheliegend:

Millionen Versichertendaten werden unter dem Aspekt der „Erlösoptimierung“ geprüft, wie es in einem Leitfaden für AOK-Mitarbeiter heißt. Ideal sind dabei Krankheiten, die niedrige Behandlungskosten verursachen, gleichzeitig aber mit hohen Zuschlägen aus dem Gesundheitsfonds belohnt werden.

Um welche Gebrechen es sich dabei handelt, haben die Krankenkassen mittels sogenannter Deckungsbeitragsrechnungen im Detail ermittelt. Mit einem durchschnittlichen Asthmatiker macht die Krankenkasse nach Abzug aller Kosten 192 Euro Überschuss im Jahr. Ein von Sodbrennen geplagter Reflux-Patient bringt 692 Euro Gewinn. Für Bluthochdruck sind immerhin 265 Euro drin

Da wundert es mich in der Tat, das Ärzte noch nicht auf den Straßen unterwegs sind, um Patienten einzufangen. Und die kostenbewußten Krankenkassen zeigen sich von ihrer besten Seite: plündert, wo ihr könnt, solange es noch geht.

Wie wäre es denn dann, wenn die Beteiligten einfach mal ein „Sonderopfer Sozialbudget“ entrichten?
So einen kleinen (aber nicht zu kleinen) Solidaritätszuschlag Sozialbudget? Immerhin verdienen sie ganz schön gut daran – und die Gier kennt keine Grenzen.

Kein Wunder, das nun auch die Rezession (die es nie gegeben hat, ebensowenig wie diese mediale Wirtschaftskrise) nicht mehr so schlimm ausfällt, denn den Pharmafirmen wird es ebenfalls angesichts der vielen neuen Kranken sehr gut gehen:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,653484,00.html

Die Prognosen zur weiteren konjunkturellen Entwicklung in Deutschland gehen derzeit auseinander. Während die Allianz optimistisch in die Zukunft blickt, äußert sich der Internationale Währungsfonds eher skeptisch. Die Deutsche Bank liegt mit ihrer Vorhersage in der Mitte, während die Unicredit zumindest bis Mitte 2010 Entwarnung gibt.

Das ist das schöne am Sozialbudget … obwohl kaum jemand daran denkt … es führt auch immer zu einer gewissen Steigerung der Wirtschaftsleistung bzw. des Bruttosozialproduktes.

Der Normalbürger jedoch … bleibt zurück mit tausend Fragezeichen im Kopf.

Müssen wir wirklich alle krank werden, damit der Aufschwung kommt?

Ich persönlich … bete nur zu allen erreichbaren Göttern, das niemand die Pillen nimmt, die jetzt verschrieben werden.

Denn die werden einige wirklich richtig krank machen. Das jedoch ist zwar schlecht für das Sozialbudget, aber gut für das Bruttosozialprodukt.

Wenn aber irgendwann alle krank sind, dann kann ja keiner mehr arbeiten gehen.

Wieder schlecht für das Sozialbudget, aber wieder gut für das Bruttosozialprodukt … und die Arbeitslosenstatistik. Wer krank ist, ist ja nicht arbeitssuchend.

Irgendwie ruft das nach einem Slogan:

„AIDS für den Aufschwung! Infiziert euch für die Rettung aus der Krise!“

Einige Rentner haben das schon mal vorgemacht:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,653048-3,00.html

Einigen Kassen war auf ihrer Abrechnung mit dem Gesundheitsfonds aufgefallen, dass sich eine überraschend große Zahl ihrer Versicherten mit dem Aids-Virus HIV infiziert hatte.

Noch ungewöhnlicher war das Alter der Betroffenen. Fast alle Neuinfizierten waren deutlich älter als 65 Jahre. Sogar einige Greise von über 80 Jahren hatten sich noch mit dem Immunschwächevirus angesteckt, darunter auch die Mutter eines Krankenkassenmanagers. Dem verschlug es erst einmal die Sprache. Wieso hatte ihm seine Mutter nichts von der schlimmen Neuigkeit erzählt? Und hatte man nicht geglaubt, Aids verbreite sich eher im Fixer- und Strichermilieu als im Seniorenheim?

Krieg und Frieden … in Deutschland. Über Ärzte, Tote und Beute

Über Krieg und Frieden haben sich Menschen viel Gedanken gemacht – und obwohl der Krieg schonmal als „Vater aller Dinge“ verherrlicht wurde, finden die meisten Menschen dieses Planteten Krieg doof – erst recht die, die gerade einen haben. Wir haben ja jetzt auch auf einmal gemerkt, das Krieg ist. Ganz plötzlich. Gott sei Dank haben wir jetzt einen Adeligen als Verteidigungsminister, sonst hätten wir das ja nie gemerkt, aber die kennen sich ja aus mit der Kriegführerei, haben ja jahrtausendelang nichts anderes gemacht.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article8466567/Guttenberg-Afghanistan-Einsatz-wurde-verharmlost.html

 Die Politik, die Gesellschaft – zu lange hätten sie die Augen vor den Realitäten im Einsatzgebiet verschlossen, zu lange wurde nicht von „Krieg“ in Afghanistan gesprochen.

Was ist das eigentlich: Krieg? Es wird immer oft davon geredet, doch wissen die wenigsten, was das wirklich ist. Der letzte echte Krieg in diesem Land ist 65 Jahre her, nur noch Rentner haben ihn erlebt – und auch die waren damals noch jung.  Mahner werden meinen: Krieg hat was mit Ballerspielen zu tun. Weit gefehlt … es sei denn, auch ein Jäger würde Krieg gegen Kaninchen führen. Die Jagd …  macht auch Frauen Freude. Ich kenne begeisterte Jägerinnen, die ihr Geld als Ärztin verdienen und nebenbei in der Praxis Yogakurse anbieten.

Wir sollten also Jagd und Krieg trennen … obwohl es bei beiden Formen der Auseinandersetzung um „haben“ geht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg

Das Wort „Krieg“ bedeutet ursprünglich „Hartnäckigkeit“, „Anstrengung“, „Streit“.[2] Das Verb „kriegen“ heißt einerseits „Krieg führen“, andererseits „bekommen, erhalten“: Dies kann Herkunft und Charakter dieser kollektiven Gewaltanwendung anzeigen. Auch wo andere Kriegsanlässe im Vordergrund stehen, fehlt selten ein ökonomischer Hintergrund.

Ich denke, mit etwas Anstrengung kann man aus diesem „selten“ auch ein „nie“ machen, denn ich vermute mal, das man auch hinter jedem Genozid handfeste wirtschaftliche Interessen finden kann – außer bei denen natürlich, wo der Grad der geistigen Zerrüttung die Freude am Krieg führen bestimmt. Und ein Staat … ist ursprünglich immer auf Raub gegründet. „Das Land ist meins!“ – steht am Anfang jeder Staatsgründung. Gäbe es in Afghanistan keine Rohstoffe, würde keine Sau dort die saudi-arabischen Terroristen des 11.9.2001 bekämpfen wollen.  Immerhin ist Krieg eine Investition, man benötigt Kredite und die Geldgeber wollen Sicherheiten – selbst wenn das Land noch einen König hat. Das konnte man schon von den Fuggern lernen.

Krieg ist einfach. Waffe nehmen, abdrücken: Schluß mit lustig. Oder man hungert den Feind aus, das geht auch, da stirbt er dann von alleine und man muß sich nicht auch noch die Hände schmutzig machen.

Frieden hingegen – ist schwerer:

http://de.wikipedia.org/wiki/Frieden

In der wissenschaftlichen Diskussion unterscheidet man zwischen dem oben genannten engen Friedensbegriff, der die Abwesenheit von Konflikten beinhaltet, und einem weiter gefassten Friedensbegriff. Letzterer umfasst neben dem Fehlen kriegerischer Gewalt, bei Johan Galtung direkte Gewalt genannt, auch das Fehlen kultureller und struktureller Gewalt. Nach dieser Definition bedeutet Frieden also zusätzlich das Fehlen einer „auf Gewalt basierenden Kultur“, sowie das Fehlen repressiver oder ausbeuterischer Strukturen. Ein struktureller Frieden wäre die konkrete Utopie eines sozialen Zusammenlebens in Harmonie und ohne Statuskämpfe und „Reibungsverluste“. Frieden wird hier positiv definiert als „die Fähigkeit […], Konflikte mit Empathie (= der Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellung und Mentalität anderer Menschen einzufühlen), mit Gewaltlosigkeit und mit Kreativität oder spielerisch zu klären und zu lösen.“ Dies erfordert neben kommunikativer Friedensarbeit das Erkennen der Bedeutung von „Rechtskommunikation“ und eine intensivere Beschäftigung mit den Ursachen streitlegenden Verhaltens, das mit „Machtkommunikation“ Streiteskalationen provoziert und begünstigt.

Ich denke, wir sollten diesen weiter gefaßten Friedensbegriff nehmen, damit nicht wieder irgendein Adelshampel uns nachher vorwirft, wir hätten da wieder was aus Überforderung verharmlost – diesmal wollen wir alles richtig machen, denn: möglicherweise haben wir ja auch Krieg im eigenen Land.  Wo es Verteilungskämpfe gibt, sollte es doch vorher einen Krieg gegeben haben, der die Beute auf die Seite der Verteiler gebracht hat.

Verteilungskämpfe haben wir auf jeden Fall beim Krieg um das Sozialbudget und der tobt immer weiter. Die Bastion der Arbeitslosenversicherung wurde schon erfolgreich geplündert – mit gravierenden Folgen für Staatstreue und Demokratieempfinden der Bürger – die Rentenversicherung ist noch zu mächtig aber das klar definierte Fernziel, die Gesundheit jedoch ist als zweitgrößter Posten des Sozialbudgets ist in greifbarer Nähe, also toben die Verteilungskämpfe erstmal dort:

http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,706513,00.html

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr etwas mehr Gewinne verbucht als erwartet. Der Überschuss lag rund 300 Millionen Euro höher als zunächst geschätzt und betrug 1,4 Milliarden Euro.

Die Krankenkassen haben Gewinne erwirtschaftet, weshalb wir jetzt alle noch mehr bezahlen müssen.  Ist ungefähr so, als wenn der Ober nochmal mit der Rechnung kommt, nachdem wir bezahlt haben.  Und weil wir alle so unermeßlich blöde sind, merken wir das nicht einmal und zahlen in Zukunft gerne noch mehr. Auch Kopfpauschalen. An Fuß- Bauch- und Handpauschalen wird ebenfalls gearbeitet, Ärzte sind da erfinderisch. Wenn´s um Geld geht, operieren die auch schon gerne mal ohne Zulassung, Hauptsache, man kann es abrechnen:

http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/aerztepfusch-in-drk-kliniken/

Jahrelang sollen Ärzte an DRK-Kliniken Patienten operiert haben, obwohl sie dafür nicht ausgebildet waren.

Toll, oder? Na ja, Löcher in Menschen machen kann jeder. Dann ein bischen rumrühren in den Innereien, wieder zunähen und man ist den Malediven und dem Ferarri schon wieder ein Stück nähergekommen.  Ärztepfusch geschieht nur selten? Leider nicht:

http://www.netdoktor.de/Magazin/Die-fehlbaren-Goetter-in-Weis-10481.html

Schwächen eingestehen? Diese Eigenschaft ist unter Ärzten nicht gerade weit verbreitet. Mediziner gehen mit ihren Missgeschicken jedoch freimütiger um als gedacht. In einer aktuellen Umfrage gaben von 985 Ärzten rund 95 Prozent ärztliche Pannen zu

95% … aber für diese Leistung möchte man natürlich gut bezahlt werden. Manche Menschen möchten gut dafür bezahlt werden, das sie sich morgens erfolgreich die Socken anziehen.  Des Menschen  Wunsch ist halt sein Himmelreich.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/medizin-mehr-tote-durch-aerztepfusch-als-im-strassenverkehr-1.603145

Demnach zählt das Risiko, an Kunst- und Behandlungsfehlern im Krankenhaus zu sterben zu den zehn häufigsten Todesarten – noch vor Aids und Brustkrebs. Rothmund forderte seine Zunft auf, eine „Politik des Schweigens“ zu beenden und Konsequenzen zu ziehen.

Mehr Todesfälle durch Ärztepfusch als durch den Straßenverkehr … aber unsere Streitkräfte operieren in Afghanistan. Dieser Artikel ist etwas älter … geändert hat sich seit dem nichts, außer das einige hundertausend Menschen durch den medizinischen Komplex umgebracht oder verstümmelt worden sind – zum einen, weil es Geld bringt und zum anderen, weil man immer irgendwo ein perverses Genie findet, das Frauen gerne die Brüste abschneidet. Da hat schon so mancher die Abweisungen durch hübsche Mädchen in der Schulzeit bitter gerächt. Ärzte sind nämlich auch nur Männer – in Wirklichkeit.

Und wem jetzt noch nicht schlecht ist, der findet hier auch noch mehr:

http://www.aerztepfusch-linkliste.de/

Trotz dieser Leistungsbilanz hört die Gilde der Brustabschneider zu den gierigsten im Lande. Gerade noch ordentliche Zuwächse gehabt, stehen sie jetzt schon wieder auf der Straße:

http://www.welt.de/wirtschaft/article8472147/Hausaerzte-wollen-aus-Protest-Praxen-schliessen.html

Patienten müssen sich auf geschlossene Praxen vorbereiten. Die Hausärzte wollen einem Bericht zufolge gegen die Gesundheitsreform streiken.

1. Halbjahr 2008: 89.839
1. Halbjahr 2009: 92.720
Veränderung: 3,2 Prozent

Da kann man nur sagen: stimmt. Das ist wenig. Da hat ja ein Pharmareferent mehr. Viele von denen kommen übrigens als Zeitsoldaten von der Bundeswehr, es gibt auch Pharmafirmen, die stellen grundsätzlich keine religiösen Menschen ein oder auch keien Wehrdienstverweigerer. Der Dienst an der Pille fordert den ganzen Mann, da kann man keine Zimperlieschen gebrauchen. Immerhin geht es um Leben und Tod … und man braucht Leute, die die gewieften Mediziner in die Tasche stecken können. Immerhin soll der Arzt verschreiben, was die Firma will und nicht, was Kassen oder Patienten Nutzen bringen würde. Und es bedarf schon außerordentlicher Überzeugungskünste um solchen Giftmüll noch an den Mann zu bringen:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/avandia-vermarktung-wichtiger-erfolg-fuer-glaxo-am-gruenen-tisch;2618751

Der britische Pharmakonzern Glaxo Smithkline hat bei seinem umstrittenen Diabetes-Mittels Avandia einen wichtigen Teilerfolg errungen: Trotz möglicher Herzrisiken sprach sich ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde FDA nach zweitägigen Beratungen mehrheitlich für eine weitere Vermarktung des umstrittenen Medikaments aus.

Ich kenne mich ein wenig aus mit Thiazolidindionen, alldieweil ich Glaxomitarbeiter zu dem Thema Ende der neunziger Jahre ausgebildet habe. Schon damals stand fest: das Zeug bringt Leute um. Deshalb waren alle froh, das es nicht kam. Jetzt … ist es da, wird bleiben und noch mehr Leute umbringen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,679261,00.html

Das Diabetes-Medikament Avandia ist offenbar schwer gesundheitsschädlich. Das berichtet die Online-Ausgabe der „New York Times“ („NYT“) unter Berufung auf einen internen Regierungsbericht. Dem vertraulichen Dokument zufolge könne das Medikament der Firma GlaxoSmithKline tödliche Herzkrankheiten auslösen. Allein im dritten Quartal 2009 habe das Mittel mit dem Wirkstoff Rosiglitazon 304 Tode verursacht.

Aber immerhin steht das dann im Beipackzettel. Und zwar so, das das keiner verstehen kann. Dann sind alle abgesichert.  Ich denke, solche Streifzüge durch die Welt der Medizin sind mal wichtig, damit man andere Meldungen erfolgreich verarbeiten kann:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,706575,00.html

Patienten sollen künftig einen Teil ihrer Arztrechnung aus der eigenen Tasche bezahlen – und so eher auf teure Behandlungen verzichten. Dies fordert eine Beraterkommission der Bundesregierung.

Das wird letztendlich viele Leben retten. Weil man nicht mehr hingeht. Aber was wir ja jetzt gelernt haben: Frieden – ist anders.

Nochmal, damit es nicht untergeht? Hier:

Nach dieser Definition bedeutet Frieden also zusätzlich das Fehlen einer „auf Gewalt basierenden Kultur“, sowie das Fehlen repressiver oder ausbeuterischer Strukturen.

Wir schießen momentan nicht in Deutschland. Aber wir sterben trotzdem – und Pharmafirmen, Apotheken und Ärzteschaft streiten sich wie ein hungriges Rudel Hyänen um die Beute….und die ist dieses mal sechsmal so hoch wie die Beute, die man durch die Enteignung der Arbeitslosen erziehlt hat. Mit Hilfe dieser Beute hat die BA immerhin einige hoch bezahlte Stellen für persönliche Freunde besetzen können.

Frieden … nochmal … Frieden ist anders. Ganz anders. Aber er macht nicht so viele Leute krank wie Krieg – und an Gesundheit kann man überhaupt nichst verdienen.

Und weil es gerade so paßt, noch ein paar Zitate:

http://www.miprox.de/Sonstiges/Arzneimittel-Tollhaus-Deutschland.htm

Deutsche Chirurgen amputieren bei Zuckerkranken viel zu häufig: In unseren Kliniken werden pro Jahr fast 30 000 Amputationen vorgenommen. „Das sind viel mehr als in anderen europäischen Staaten wie Frankreich, den Niederlanden, Italien und den skandinavischen Ländern“, sagte Hans Henning Wetz von der Universität Münster. „Es könnten 8000 bis 10 000 weniger sein.“ Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland schon vor Jahren in einer Deklaration aufgefordert, die Amputationen bei Zuckerkranken zu halbieren.

Derzeit werden auf Grund von jährlich vier Millionen „grauen Mammographien“ 100 000 Frauen operiert, die nicht operiert werden müssten, wenn stattdessen mit der Qualität der europäischen Nachbarländer wie zum Beispiel der Niederlande gescreent würde, heißt es in einem Gutachten des Sachverständigenrates für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen. Von den jährlich 100 000 operierten Frauen sterben im Schnitt 4000.

Kein Wunder, dass auch die Zahl der durch Arzneimittel geschädigten Patienten ohne direkte Todesfolge ungeheuer groß ist. So kam Professor Wehling an seinem Mannheimer Institut zu einem nicht weniger skandalösen Resultat: Mehr als zwei Millionen ältere Menschen über 60 Jahre müssen jährlich nur deshalb in Kliniken eingewiesen werden, weil sie von niedergelassenen Ärzten unsachgemäß mit Medikamenten behandelt werden.

Nach Prof. Dr. Peter Schönhöfer, Pharmakologe und seit vielen Jahren Mitherausgeber des unabhängigen Arznei-Telegramms in Berlin, steht zweifelsfrei fest: „Das allgemeine Handlungsprinzip im deutschen Gesundheitswesen ist Betrug.“ Mit einer im medizinischen Fachschrifttum seltenen Deutlichkeit hat sich auch die altehrwürdige Münchner Medizinische Wochenschrift in die gesundheitspolitische Diskussion eingemischt. Unter der Überschrift „Weiße Kittel und schmutzige Hände“ nahm das angesehene Ärzteblatt den Medizinbetrieb als „Unrechtssystem“ ins Visier und zitierte den Leiter der Sonderkommission „Abrechnungsbetrug“ beim Bundeskriminalamt, Raimund Schmidt, mit einer vernichtenden Feststellung: „Die kriminellen Strukturen im Gesundheitswesen sind nur noch vergleichbar mit der ‚organisierten Kriminalität‘.“

Darum möchte ich hier deutlich sagen: Wir befinden uns im Krieg. Es wird gestorben, verstümmelt, vergiftet, betrogen … nur geschossen wird nicht. Wurde aber im Mittelalter auch nicht – und aus der Sicht des Opfers ist mir relativ egal mit welcher Absicht ich umgebracht werden. Afghanistan ist ein Witz gegen das, was einem blühen kann, wenn man zum Arzt geht:

Angesichts der von ihm geschätzten 30 000 Arzneimitteltoten pro Jahr sei nun vor allem die Politik zu raschem Handeln aufgefordert; denn die durch diese Todesfälle verursachten Folgekosten allein beziffert Frölich auf mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr. Noch bizarrer sind die Untersuchungsergebnisse seines Kollegen Wehling, der jüngst in dem angesehenen Fachjournal Deutsche Medizinische Wochenschrift die Vermutung anstellte, dass von den 500 000 Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wahrscheinlich 100 000 verhindert werden könnten, wenn die Patienten nicht die falschen Arzneimittel bekämen.

Das ist nicht nur Krieg, das ist ein Vernichtungskrieg – auch wenn die Weißkittelkrieger noch so freundlich lächeln. Das konnten die Mongolen auch.

Das Wissenschaftliche Institut der Allgemeinen Ortskrankenkassen hat errechnet, dass die Lebenserwartung der Bevölkerung im gleichen Maße sinke wie die Arztdichte in Ballungsräumen zunehme. Der renommierte Medizinpublizist Dr. med. Hans Halter ist auf Grund eigener Nachforschungen zu ähnlich alarmierenden Ergebnissen gelangt: „Bürger, die in einem Gebiet mit vielen Ärzten und reichlich Krankenhäusern wohnen, verwandeln sich rascher in Patienten, werden häufiger operiert, nehmen mehr nebenwirkungsreiche Medikamente und sterben, gemessen am statistischen Durchschnitt, früher.“

Aber anders als in Afghanistan nennen wir dies jetzt auch mal ganz deutlich: Krieg. Damit nicht der nächste Adelige uns in Zukunft wieder sagen kann, wir hätten da etwas verharmlost. Doch dafür wissen wir jetzt auch, warum das alles so teuer ist.

Kriege kosten Geld.

Deutschland, das Land der Kranken, der Toten und der Ärzte

Manchmal sind es die kleinen Nachrichten, über die man im Netz stolpert. Harmlose kleine Geschichten, die in erster Linie viel Nutzen versprechen, so wie die hier:

http://lifestyle.t-online.de/lebenserwartung-maenner-verschenken-zehn-jahre-ihres-lebens/id_20004284/index

Männer verschenken zehn Jahre ihres Lebens … ja, sind die denn verrückt? Haben die nicht mehr alle Tassen im Schrank? Wieso machen die das? Oder haben die soviel von diesen Jahren, soviel Überfluß, das sie einfach mal was davon verschenken können? Und vor allem: WEM schenken die das?

Ein Mann in mittlerem Alter, der raucht, Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte hat, verschenkt zehn Jahre seines Lebens. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. So stirbt ein Mann mit den oben genannten Risikofaktoren im Schnitt zehn Jahre früher als ein gleichaltriger Mensch mit gesünderem Lebensstil. Die Forscher der Universität Oxford werteten die Daten von mehr als 19.000 Beamten aus, deren Gesundheitszustand vor 40 Jahren erfasst wurde.

Da ein Mensch eine Lebenserwartung von theoretisch 120 Jahren haben kann, würde man nur noch 110 Jahre alt werden können. Der älteste Mann Englands hat sein Erfolgsrezept für hohes Alter einst veröffentlicht:

http://www.n24.de/news/newsitem_5240956.html

„Zigaretten, Whisky und wilde, wilde Frauen.“

Ohne Zigaretten und Alkohol wäre er wahrscheinlich 125 geworden, so verstarb er im frühen Alter von 115.
Welch ein Verlust. Nun, wenn man die Berichte in der Presse liest, so werden die „Zigaretten“ oft weggelassen, weil der Feldzug gegen das Nikotin mitlerweile Glaubensbestandteil unserer Kultur geworden ist, wohl auch, um von einem ganz anderen Problem abzulenken, das uns zu schaffen macht.

Arbeit macht krank.

http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/1449979.html

Vor allem Beschwerden mit dem Bewegungsapparat:
Arbeit macht Millionen Menschen krank

Für Millionen ist ihr Arbeitsplatz ein Gesundheitsrisiko. Neben Rückenleiden und Beschwerden an Nacken und Schultern – vor allem bei Bürojobs – klagen viele über Zeitdruck und Überlastung. Arbeitsmediziner mahnen Prävention an.

Das könnte eigentlich eine gute Meldung sein, denn: wir haben ja Millionen von Arbeitslosen, die dankbar den geschundenen Arbeitskräften zu Hilfe eilen könnten.

Sowas geht aber in Zeiten der Renditediktatur nun mal gar nicht, denn nur, wenn immer mehr Menschen sich krank schuften und immer mehr Menschen arbeitslos auf der Straße stehen, klappt´s mit der Rekordrendite.

Einfach mal interne Papier der „Deutschen Bank“ befragen … eine zehnprozentige Reduktion der Belegschaft läßt Aktien um vierzig Prozent wachsen! Na, da gilt es doch zuzugreifen und abzusahnen.
Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nun könnte man denken: den Arbeitslosen geht es wenigstens gut. Die können kerngesund rauchen, Whisky und wilde Weiber genießen und werden deshalb urururalt. Wahrscheinlich ein Grund, weshalb viele Arbeitslose so neidvoll verachten.

Doch: weit gefehlt. Arbeitslosigkeit macht noch kranker als Arbeit:

http://www.medizinauskunft.de/artikel/service/politik/14_12_arbeitslose_gesund.php

Arbeitslosigkeit macht krank
Arbeitslose sind häufiger krank als Beschäftigte. Die Erkrankungen schmälern die Chance, einen neuen Job zu bekommen

Leider sind das Nachrichten die von Politik und Wirtschaft ungern berücksichtigt werden, denn das Konzept der Agenda 2010 funktioniert nur mit stinkefaulen kerngesunden Arbeitslosen, die nur die nötigen
„Anreize“ brauchen, um wieder gute Renditebeschaffer zu werden. Mal wieder ein krasses Beispiel dafür, wie mangelnde Markbeobachtung und Kundenforschung ein Projekt zum Scheitern verurteilt. Dabei müßte man in den Kreisen der Wirtschaft, die maßgeblich die Agenda 2010 gestalteten (wir berichteten) doch gewohnt sein, präzise Analysen zu erstellen – davon hängt der Erfolg eines jeden Unternehmens ab.

Für die Politik scheint man aber auch gerne mal weniger gut fundierte Analysen abzugeben, die scheinen mit weniger zu trotzdem hohen Preisen auch zufrieden zu sein – wie Indianer, denen man für Glasperlen
Riesengrundstücke abkauft.

Wer nun krank ist, denkt, er geht zum Arzt und wird wieder gesund. Weit gefehlt, denn neben Arbeit und Arbeitslosigkeit ist es gerade der Arztbesuch, der ein Gesundheitsrisiko darstellt.

http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article4563068/In-Deutschland-wird-zu-viel-operiert.html

Routinemäßige, meist problemlos verlaufende Operationen scheinen Zeichen eines gut organisierten Gesundheitssystems. Doch Experten kritisieren: Es gibt viel zu viele Eingriffe, die dem Patienten nicht nutzen, Risiken bergen und Kosten verursachen. Sie nutzen nur dem Operateur, der daran verdient.

Manche meinen ja, Gesundheit ist in Deutschland zu einer Ware verkommen. Das jedoch ist falsch.
Krankheit ist eine Ware, an der sich verdienen läßt. An Gesundheit verdient niemand auch nur einen Cent.
Das Sozialbudget ist voll von Kosten, die durch Krankheit verursacht sind.

Also müßte man eigentlich eine großangelegte Kampagne gegen Krankheit starten, um das Sozialbudget in den Griff zu bekommen.

Krankheitsminderne Arbeitsplätze für alle, ein gesundheitsförderndes Gesundheitssystem … und schon würden wir im Geld schwimmen.

Das jedoch … im Geld schwimmen … möchten andere ganz für sich allein beanspruchen.

Und dafür braucht man ein Land voller Kranker, denn mit unserem System verdient man nur an denen gut:

Aber warum setzen Ärzte ihre Patienten wider besseres Wissen einem Risiko aus? „Ökonomische Gründe spielen sicher eine gewisse Rolle“, meint Pässler. Verbandsgeneralsekretär Hartwig Bauer glaubt ebenfalls, dass finanzielle Interessen insbesondere niedergelassene Mediziner dazu verleiten können, solche Operationen vorzunehmen

Und das größte Risiko für´s Leben scheint nicht das Nikotin, das Übergewicht oder der Bluthochdruck zu sein, sondern … der Arztbesuch:

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/archive/t-7308.html

Die Todesursache Nummer 1 in Deutschland heißt Arzt“, präsentierte der Medizinjournalist Kurt G. Blüchel die gnadenloseste Attacke, die in Buchform je gegen das deutsche Gesundheitssystem geführt wurde.
Er sollte in nächster Zeit möglichst nicht ernsthaft krank werden.
„Kommen Sie uns bloß nicht in die Spitäler“ und „Wir werden Sie jagen wie einen räudigen Hund“, habe man ihm gedroht, berichtete Blüchel bei der Vorstellung seines Buches „Heilen verboten — Töten erlaubt“.
Auf solche Reaktionen musste der Autor gefasst sein angesichts der radikalsten Attacke, „die jemals gegen ein Gesundheitssystem weltweit geführt“ wurde. 416 Seiten benötigte der Medizin-Journalist, um zu beweisen, was und warum alles und am deutschen Gesundheitssystem marode ist. Dabei ist die Grundthese recht kurz zu fassen: Es ist alles marode, weil das System darauf basiert, dass möglichst viele Patienten möglichst lange krank sind.
„Schon bei der Lektüre des Kapitels „Geschichte“ dürfte der Adrenalinspiegel so manchen Arztes steigen.
Die deutsche Ärzteschaft, behauptet Blüchel, habe Hitler zur Macht verholfen und sei zum Initiator des Holocaust geworden. Und nach Hitler habe sich jede deutsche Regierung von der Ärzteschaft erpressen lassen.
Jährlich mindestens 83.000 Todesfälle pro Jahr in den 2200 Kliniken seien auf Ärztepfusch zurückzuführen, berichtet Blüchel. Noch vor Krebs und Herzinfarkt heiße die Todesursache Nummer eins „Arzt“. Alle Zahlen und Angaben habe er aus Fachpublikationen: „Ich habe nur das geschrieben, was veröffentlicht war“.

83000 Todesfälle durch Ärzte? Im Jahr? Ein starkes Stück. Wie schön, das das in Deutschland kaum untersucht wird.

Da kann man ja besser Medikamente nehmen, auch das steigert das Sozialbudget, kostet aber weniger Leben als der Artzbesuch:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/132/423891/text/

Nach Einschätzung des Bremer Gesundheitsforschers Gerd Glaeske werden jährlich 16.000 bis 25.000 Todesfälle durch Neben- und Wechselwirkungen verursacht. Exakte Zahlen gibt es nicht.

Exakte Zahlen gibt es nicht.

Aber in den USA wird schon mal genauer hingeschaut. Die sind nicht so gerne krank oder tot wie die Deutschen, glaube ich. Echte Cowboys, die Jungs da drüben:

http://www.medizin-blog.net/krankheiten/iatrogene-krankheiten/

Eine weitere US-Studie hat ergeben, dass 64% aller Sterbefälle in Krankenhäusern auf iatrogene Krankheiten zurückzuführen sind und verhindert werden könnten.

Studien belegen, dass lediglich 15% aller Therapien, sowohl medikamentös als auch ohne Medikamente, zum gewünschten Erfolg führen. Somit sind iatrogene Krankheiten eine Gefahr für die allgemeine Gesundheit und müssten dringend angegangen werden. Denn es kann nicht sein, dass mehr Menschen unter den Folgen falscher Behandlungen leiden, als an den eigentlichen Krankheiten.

Doch, das kann doch sein. Das Risiko zu sterben wird durch den Krankenhausbesuch drastisch erhöht und steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Und – stört das wen?

Nö.

Wir Deutschen opfern unsere Gesundheit und unser Leben gerne der künstlichen Aufblähung unseres Sozialbudgets sowie der allgemeinen Kapitalrendite. Das sind Ziele, für die es sich zu sterben lohnt!

Darum lassen wir uns ja jetzt auch alle im Dienste des Aufschwungs und der Rendite der Pharmafirmen gegen die Schweinegrippe impfen … zu Not dreimal täglich, um zu beweisen, das wir es ernst meinen mit dem Dienst am Vaterland!

Sozialabbau geht weiter … auch bei der Gesundheit

Nun, Sozialabbau heißt natürlich nicht nur, das man Arbeitslose und Rentern außen vor läßt.
Auch die Gesundheitsvorsorge und die Bildung geraten ins Visier. Die Speerspitze macht diesmal der Herr Hoppe, Präsident der deutschen Ärzteschaft:

http://www.welt.de/politik/article3706462/Wie-Hoppe-Krankheiten-priorisieren-will.html

Schwere Krankheiten zahlt die Kasse, leicht muß man selber zahlen.

Natürlich gehen die Deutschen zu häufig zum Arzt. Natürlich werden hier zu viele Medikamente verordnet, die zudem auch in Deutschland noch am teuersten sind. Und natürlich verdienen deutsche Mediziner im nierdergelassenen Bereich noch sehr viel.

Aber dieses von Hoppe angedachte Prinzip könnte man 1:1 auch auf den Bildungsbereich übertragen:

Hauptschule ist kostenlos, Abitur kostet.

Da wird deutlich, wo die Reise hingeht.

Zivilisation nur noch für Reiche.

Ärztliche Behandlung nur noch für den Adel des Wirtschaftsfeudalismus.

Aber schauen wir uns mal die Kosten im Detail an:

http://www.welt.de/politik/article3510175/Deutsche-geben-252-Milliarden-fuer-Gesundheit-aus.html

10,4 % des Bruttoinlandsproduktes werden für Gesundheit ausgegeben, schon jetzt aber geben Privathaushalte deutlich mehr aus, nämlich: 13,5 %.

41,7 Milliarden für Medikamente, 10 Milliarden für Präventionsmaßnahmen.

Und die anderen 200 Milliarden?

Knapp 150000 niedergelassen Ärzte und Psychotherapeuten mit einem Durchschnittseinkommen von
120000 Euro im Jahr … da kommt schon was zusammen. Und 2009 … wie schön … können die Mediziner in diesem Bereich noch mal mit einer Steigerung von 10 % rechnen.

Während die Krise brummt (auch heute übrigens wieder mediales PingPong … vorbei … wird schlimmer …
kommt erst noch … ist von gestern) greifen die Ärzte mal wieder selbstlos in die schwächelnden Krankenkassen.

Das nennt man Solidarität.

Natürlich … ist dann weniger Geld für Behandlungen da. Selbstverständlich kann die Pharmaindustrie noch mit guten Zahlen aufwarten, selbstverstänlich sind überdurchschnittliche Steigerungen der Ärztehonorare in Zeiten schrumpfender Wirtschaftsleistung nicht zu hinterfragen.

Und da das Gesundheitssystem nur noch Füllhorn für Konzernkassen und Geldgier der Ärzteschaft ist, muß natürlich da gespart werden, wo man sinnvollerweise in dem System am besten sparen kann: beim Kunden.

Der soll seine „billigen“ Krankheiten jetzt gefälligst selbst bezahlen, denn an denen verdienen Ärzte sowieso nicht mehr soviel.

Eid des Hypokrates?

http://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates

Zitat:

Ärztliche Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben.

Scheinbar bald zu ergänzen um: für den der es bezahlen kann.

Nun, es gibt auch Ärzte, die sind mit 10000 Euro im Monat zufrieden:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,614699,00.html

Warum auch nicht. Verglichen mit anderen Berufen ähnlich langer Ausbildung (Lehrer zum Beispiel) ist das doch ganz in Ordnung. Zudem ist es ein sinnvoller Beruf mit vielen Freiheiten, den andere auch für weniger Geld machen würden.

Aber selbst die angekündigten Steigerungen sind den Kollegen dieses bescheidenen Mediziners zu wenig:

http://www.sueddeutsche.de/politik/449/461077/text/

Da schimpft der KV-Chef Bayern (Jahreseinkommen: 238000 Euro) erstmal auf die Politik. Habe ich schon erwähnt, das zu seinem Einkommen noch prinzipiell das Einkommen seiner Praxis hinzukommt? Wäre jedenfalls in NRW möglich.

Ist Geldgier eigentlich eine Krankheit?

Sollte man schnell behandeln.

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