Transzendentes

Diese Kategorie enthält 58 Artikel

Was beim Sterben wirklich geschieht

Peter Fenwick (geb.1935) ist Neurologe, Psychiater und ein Pionier in der Sterbeforschung.

In diesem ausführlichen Gespräch erzählt er davon, wie er die Phänomene am Lebensende erforschte, was seine umfangreichen Studien gezeigt haben und wovon ein gutes, leichtes Sterben abhängt.

Er beschreibt die Phasen im Sterbeprozess und beleuchtet die Notwendigkeit des „Loslassens“, gibt aber auch Einblicke in faszinierende andere Phänomene, die in Todesnähe häufig vorkommen: Lichterscheinungen, ungewöhnliches Verhalten von Tieren, Sterbebettvisionen, Nachtodkontakte und ähnliches.

Die Untersuchung von Phänomenen in Todesnähe steht auch in engem Zusammenhang mit der Bewusstseinsforschung. Sie ermöglicht ein vertieftes Verständnis nicht nur dafür, was beim Sterben geschieht, sondern auch über das Wesen des Menschseins. Auch das ist Thema dieses Gesprächs mit Peter Fenwick.

Die fabelhafte Welt der Schweine

Entgegen der verbreiteten Annahme sind Schweine intelligente, wache und überaus anpassungsfähige Tiere. Ob in den eisigen Weiten Sibiriens oder in den türkisblauen Buchten der Bahamas – sie kommen überall zurecht. Die Dokumentation nimmt den Zuschauer mit auf eine vergnügliche Reise in die fabelhafte Welt der Borstentiere und räumt mit mancherlei Vorurteilen auf.

Dreckig, faul, verfressen? Zeit, mit den Vorurteilen gegenüber Schweinen aufzuräumen. Ob im indonesischen Regenwald oder in der sibirischen Eiswüste – Schweine beweisen sich überall als souveräne und intelligente Überlebenskünstler. So führt eine Gruppe verwilderter Hausschweine auf einer einsamen Bahamas-Insel ein geradezu paradiesisches Schweineleben, das selbst das Schwimmen im türkisblauen Meer mit einschließt. In Uganda haben Warzenschweine gelernt, fremde Hilfe zu rekrutieren, um ihre Parasiten loszuwerden: Sie lassen sich von Zebramangusten nach Zecken und Läusen absuchen. Im Zuge der Evolution haben die afrikanischen Tiere außerdem spezielle Zähne entwickelt, mit denen sie die zartesten Grashalme rupfen und besonders fein zermalmen können. Und die Babirusas in den indonesischen Regenwäldern, auch „Hirscheber“ genannt, verfügen über merkwürdige Hauer, deren Geheimnis noch ergründet werden will. Gedächtnis- und Intelligenztests bescheinigen den Tieren einen hohen Grad an Selbstwahrnehmung und Einfühlungsvermögen in der Gruppe, das sie sogar nutzen, um einander auszutricksen. Ihre weltweite Verbreitung ist nicht zuletzt der verblüffenden Fähigkeit zu verdanken, sich an widrige Lebensräume anzupassen. Zu ihren Hauptwaffen im Überlebenskampf gehört ihr mächtiger Rüssel und, damit verbunden, ein phänomenaler Geruchssinn, der in der Paarungszeit die Witterung von Duftstoffen ermöglicht, aber auch sonst eine wichtige Orientierungshilfe darstellt. „Die fabelhafte Welt der Schweine“ ist eine vergnügliche und faszinierende Reise, die den Blick auf die lang unterschätzten Säuger verändert.

Eine Dokumentation von Matt Hamilton (A 2018, 44 Min)

Die Kirche muss sich ihren Problemen stellen, sonst ändert sich nichts

Der Missbrauchsgipfel im Vatikan ist eine Enttäuschung für all jene, die sich von Papst Franziskus ein konkretes Schuldeingeständnis versprochen hatten.

Die Mayas und die Außerirdischen mit Nikolai Grube

Legten Besucher aus dem All den Grundstein für Hochkulturen in der Antike? Im März 2013 fand in der 9-Millionen-Einwohner-Metropole Mexiko-Stadt eine Pressekonferenz statt. Der Anlass war spektakulär: Der Öffentlichkeit wurden uralte archäologische Funde präsentiert. Die Artefakte deuten möglicherweise darauf hin, dass die Mayas Kontakt zu Außerirdischen hatten. Denn UFO-Forscher sind überzeugt: Die Gegenstände zeigen Raumschiffe aus anderen Welten. Wurden die Pyramiden für Götter erbaut, die vom Himmel herabstiegen?

Mystery Kurzmeldungen #02/02/2019

„Ich mag die Möglichkeit, dass Merlin vielleicht doch existiert haben könnte.“

What to do when Magick Doesn’t Work

And Episode three, in which I talk about loads of different topics in the monthly Q+A along with a description of my SIGIL OFFERINGS ritual!

Gregg Braden – Divine Matrix

Gregg Braden brings forward the discoveries and controversies surrounding a great universal field of energy which may be the matrix of all matter and influencer of everything that happens. He calls this the Divine Matrix.

Unheimliche Begegnungen

… in Wäldern.

Pyramids, Artifacts and Ancient Discoveries

Evidence of the Ancient Anunnaki can be found all around the globe, in the form of megaliths, pyramids, artifacts and sumerian texts. The origin of the Great Sphinx can be traced back hundreds of thousands of years, at the time when the Anunnaki ruled the Earth. Even more fascinating than that, the Giza Pyramids, the Egyptians did not build these pyramids. Then there is the huge stone platform in the mountains of Lebanon at a place called Baalbek. Were these ancient landing sites? These are many more impossible ruins all over Earth that show they were here. Some believe they never left this planet, others believe this mysterious beings are coming back very soon.

GREYS – Was wir über die ‚kleinen Grauen‘ wissen ?

DIe Informationen in diesem Video Stammen aus dem Buch „GREYS“ von Marcel Polte und sind eine Kollektion verschiedenster Quellen und Fallbeispiele. Es zeichnet sich ab, dass die Rasse der GREYS dabei sind, eine hybride Mensch-ET-Spezies zu züchten um ihres und unser eigenes Fortbestehen zu sichern.

Die Mayas und die Außerirdischen

Legten Besucher aus dem All den Grundstein für Hochkulturen in der Antike? Im März 2013 fand in der 9-Millionen-Einwohner-Metropole Mexiko-Stadt eine Pressekonferenz statt. Der Anlass war spektakulär: Der Öffentlichkeit wurden uralte archäologische Funde präsentiert. Die Artefakte deuten möglicherweise darauf hin, dass die Mayas Kontakt zu Außerirdischen hatten. Denn UFO-Forscher sind überzeugt: Die Gegenstände zeigen Raumschiffe aus anderen Welten. Wurden die Pyramiden für Götter erbaut, die vom Himmel herabstiegen?

Mythen Metzger – Kurzmeldungen #1/2019

u.a. *Flughafen Gatwick* + *Hexenprozess in Kanada*

Die Akasha Chronik

Was wäre, wenn die Akasha Chronik die Quelle zu unendlichem Wissen ist?

Alternativlos

In Alternativlos Folge 42 reden wir mit Joscha Bach (@plinz) über life, the universe, and everything.

https://alternativlos.cdn.as250.net/alternativlos-42.mp3

https://alternativlos.cdn.as250.net/alternativlos-42.opus

Nimm es dir zu Herzen – David Icke Interview deutsch

Jo Conrad´s bemerkenswertes Interview mit David Icke in der lang erwarteten deutschen Fassung. Icke spricht über die Manipulation teilweise feinstofflicher Mächte und deren irdische Handlanger und wie wir uns über die Herzensqualität befreien können.
2012

David Icke mit Eamonn Holmes

Ein Interview – leider in Ausländisch.

Ägypten: Granitsarkophag soll geöffnet werden, Kornkreise etc.

Der Zauber von Myrkwid – ein rebellischer Akt der besonderen Art

Die Zauber von Myrkwid

Die Zauber von Myrkwid

Mittwoch, 8.7.2015. Eifel. (Achtung: jetzt kommt WERBUNG). Ja – man kommt nicht mehr drum herum, ich gestehe es: ich habe auch fantastische Romane geschrieben. Für meine Kinder. Eine Jugendsünde von mir, könnte man meinen. 18 Jahre lagen diese Bücher im Schrank und wurde nur hervorgeholt, um sie meinen Kindern als „Gute-Nacht-Geschichten“ vorzulesen. Ja – damit hat es angefangen. Ich las meinen Kindern jeden Abend so lange vor, bis sie eingeschlafen waren, was meistens eine Stunde dauerte. Irgendwann ging mir das Material aus. Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als ich beschloss, das Problem in Eigenarbeit zu lösen – ich kam von einem Seminar von Jürgen Höller zurück  – einem Seminar, dass die Firma bezahlt hatte. Der Religionswissenschaftler in mir (ja, den gibt es auch) war verblüfft (zum wiederholten Male) wie sehr diese Trainer (von denen mir meine Firmen einige bezahlt hatten) in ihrer Arbeit auf Kunstgriffe der Magie und Zauberei zurückgriffen – und diese teilweise öffentlich demonstrierten, um die verblüffende Kraft des menschlichen Willens und die vielfältigen Möglichkeiten, diesem Ausdruck zu verleihen, zurück griffen.

Gut – es dürfte nicht oft passieren, dass Menschen, die ihren Studienschwerpunkt in den „Religionen des kleinen Mannes“ gelegt haben (Mythen, Sagen und Märchen) in teuren Industrieseminaren auftauchen. Menschen mit dieser Ausrichtung merken im Übrigen auch schnell, dass ein Adolf Hitler ein fieser, böser Magier war, ein „Saruman“ – und in der Tat findet man nach einiger Suche auch jene mystischen Gruppen, die „den Führer“ in den dunklen Künsten des Wortes ausgebildet haben und ihn auf die Menschheit losließen – nur zu dem Zweck, ein neues Blutbad anzurichten, vor allem unter jenen ersten Dienern des christlichten Gottes, die das „Gewissen“ fleissig verteidigten. Doch dies sind Themen, denen wir uns später mal widmen werden: „es gibt keine Magie“ – ist nur ein Tabu für den „kleinen Mann“: der große Mann feiert währenddessen große, magische Zauberfeste in aller Öffentlichkeit, bedient sich den feinen Künsten zu dunkelsten Zwecken …. ich verweise hier zum wiederholten Male z.B. auf die Riten des „Bohemian Grove“ – Riten, die einen Religionswissenschaftler mit meinen Schwerpunkten erschauern lassen: das sind Kulte, die unsere Altvorderen völlig entsetzt hätten. Wir … nehmen sie noch nicht mal wahr, was übrigens für uns sehr peinlich ist.

Zurück jedoch zu den Büchern. Ich hatte mein Leben damals sehr verändert, zugunsten meiner Kinder – die ich bei Arbeitswochen von bis zu 120 Stunden (Schlaf galt als Luxus, den nur Schwächlinge brauchen) – kaum noch zu Gesicht bekam – auf Karriere verzichtet (das beizubehalten, gelang mir im Folgenden leider nicht) um mehr Zeit für sie zu haben. Ich hatte auf einmal soviel Zeit, dass ich den Kindern (damals fünf an der Zahl) bald auf den Keks ging. Im Sommer konnte ich also den Samstag mit Gartenarbeit verbringen – im Winter jedoch, wenn es draußen stürmte und schneite, konnte ich mich dem Schreiben von Abenteuergeschichten widmen. Ich war zu der Zeit auch Mitglied der deutschen Inklings, hatte also auch Gelegenheit, meine Bücher mit dem Gründer der Inklings, Gisbert Kranz (inzwischen leider verstorben) besprechen zu können – und freute mich, dass er von ihnen sehr angetan war … so sehr, dass er mir ein Vorwort schreiben wollte. Aber: was sollte ich mit einem Vorwort? Die Bücher waren nie zur Veröffentlichung gedacht – sie waren meinen Kindern gewidmet, sollten ihnen ein Abenteuer im Reich der Ferne bescheren, eine magische Traumreise in ferne Gefilde. Wenn sie die Bücher gut fanden, war das für mich ein voller Erfolg – und sie fanden sie besser als Harry Potter … aber nicht so gut wie der Herr der Ringe. Damit konnte ich leben – auch wenn ich Harry Potter gar nicht kannte.

Zudem bin ich auch gar kein Schriftsteller. In der Tat schreibe ich ähnlich wie J.R.R.Tolkien, setze mich vor dem Bildschirm, erinnere mich kurz, was im letzten Kapital war – und schreibe drauf los. Oder …. wie ich es in einem anderen Manager-Seminar gelernt habe … „lasse ES durch mich hindurchfließen“ (eine weitere magische Technik, auf die ich andernorts mal näher eingehen kann). Regelmäßig bin ich überrascht, begeistert, verblüfft, welche Wendungen die Geschichten haben, die ich – wäre ich der Esoterik zugeneigt – durchaus als „gechannelt“ bezeichnen könnte, als „von oben eingegeben“ … doch den Anspruch habe ich nicht. Ich bin nur zu faul, großartige Pläne zu machen, mich mit Entwürfen zu plagen – und will außerdem lieber den Spaß an der Arbeit als ein perfekt ausgefeiltes Werk.

Man hätte es dabei beruhen lassen können, wäre ich nicht eines Tages in einem Gespräch mit meiner Verlegerin von Moti-Books darauf gekommen, dass ich auch noch ein paar Kinderbücher – dicke Schinken – im Schrank habe. Kinderbücher, die auch Erwachsene begeistern können – wie ich immer wieder feststellen konnte, wenn sich Besuch ungefragt die Kopien der Bücher, die ich für meine Kinder anfertigen lies, griffen und sie nicht mehr aus der Hand gaben. So ging es auch der feinen Gudrun Anders von Motibooks, die sich – extra für mich – wieder in die Verlagswelt gestürzt hat. Motibooks ist im Prinzip ein Fachverlag für motivierende, aufbauende Lektüre, geführt von einer Unternehmerin und Unternehmensberaterin, die ich wegen ihrer spirituellen Ausrichtung sehr schätze – wie so oft, wenn die Spiritualität echt und lebendig ist, kann man einen hohen Arbeitsethos erwarten, was jedem Kunden sehr entgegenkommen sollte. Hier wird noch mit Blick auf Erfolg für den Kunden gearbeitet – und weniger mit Blick auf die möglichst pralle Füllung der eigenen Börse.

Frau Anders will sämtliche Artikel des Eifelphilosophen auf den Markt bringen, eine Arbeit, die mir viel mehr Arbeit bringt, als gedacht: die meisten der 2600 Artikel müssen komplett überarbeitet werden, so dass man leider nicht (wie ich gehofft hatte) einfach alles bequem kopieren konnte, Die Herrscher der Welt, Krieg und Frieden, Gott und die Welt sind in verschiedenen Portalen veröffentlicht – aber bringen nicht genug Umsatz, um einen Verlag am Leben zu erhalten. Der Autor selbst würde verhungern, wenn er von den Erträgen leben müßte – eine seltsame Erscheinung angesichts der Tatsache, dass ich ein reicher Mann wäre, wenn ich von jedem Leser meiner Artikel nur 99 Cent bekommen würde. Ich hatte damals – vor einem Jahr – ein wenig gehofft, dass vielleicht manche Leser ihre Wertschätzung für meine Artikel durch den Erwerb von Bücher ausdrücken wollen (also … an jene, die mir Bargeld schenken wollten: das nehme ich nicht so gern an. Weiß auch nicht, warum.) Mit entsprechendem Umsatz hätten wir uns hier eine technische Ausstattung leisten können, die uns erlaubt hätte, noch mehr Menschen anzusprechen … wir können das echt nicht alles allein finanzieren … würden aber gerne der Tagesschau etwas visuelle Konkurrenz machen. Doch doch – das würde viel Spaß machen, habe da schon einige Ideen.

Zurück nun zu dem Zauber von Myrkwid.

Geschrieben war es für meine Kinder als erstes Buch einer Reihe von neun Büchern. Die Hauptdarsteller tragen jeweils ihre Namen, allerdings sind ihre Charaktereigenschaften dort nicht berücksichtigt (die waren ja auch noch klein…). Es war mir nicht sehr lieb, das zu veröffentlichen, weil es ein sehr persönliches Buch ist, sehe aber, dass der Verlag Umsätze braucht, um weiter arbeiten zu können. Andererseits sehe ich aber auch … die enorme politische Dimension dieser Art von Büchern, weshalb ich sie der Menschheit gerne zur Verfügung stelle.

Ja – das verblüfft sehr – aber politische Philosophie ist ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit. Hier – habe ich große, ja größte Sorgen über die Entwicklung der Zukunft und werde hierzu wohl noch häufiger den Herrn Krymanski zitieren (siehe Uni-Münster):

Aber die (post)moderne informatisierte und globalisierte Welt neo-kapitalistischer ‚Wertschöpfung‘ verlangt immer rücksichtsloser den ‚ganzen‘ Menschen. Es gibt keine freie Stelle in den Köpfen, die nicht vom Verwertungsanspruch der Renditejäger betroffen wäre. Die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit ist aufgehoben, die herrschenden Produktionsverhältnisse fressen den ganzen Menschen, dem jegliche Fluchtmöglichkeit außer der Hölle der totalen Ausgrenzung abgeschnitten ist

Herr Krymanski irrt hier – denn dass es hier noch Fluchtmöglichkeiten gibt, wusste schon Karl Marx, als er Religion an sich als „Opium fürs Volk“ bezeichnete, weil sie ihm Kanonenfutter für seinen geplanten gesellschaftlichen Umbau vorenthielt. Die Wirkung – die „therapeutische Wirkung“ – von Mythen und Märchen ist jedoch noch eine ganz andere: es ist Urlaub für den Geist, es ist genau jene Fluchtmöglichkeit, die der Geist braucht, um dem kannibalistischen Terror des Neokapitalismus zumindest eine Weile zu entrinnen … und jene Funktion haben Mythen und Märchen, die Religionen des kleinen Mannes, schon seit Jahrtausenden. Das sie noch ganz andere Dimensionen enthalten hat – aus der Sicht der Tiefenpsychologie – Eugen Drewermann deutlich gemacht (sehr empfehlenswert auch seine Arbeiten zu den „Märchen“ von Jesus Christus – den Evangelien), doch so weit möchte ich gar nicht gehen.

Mir reicht die Funktion der Märchen (wobei ich als weiteren Schwerpunkt meiner eigenen religionswissenschaftlichen Arbeit moderne Märchen als Schwerpunkt habe – was man demnächst noch sehen wird), dass sie für einen Moment einen Menschen aus der Kerkerzelle des Neokapitalismus herausholen können – nicht um ihn zu betäuben, sondern um ihm Erholung zu bieten von dem Schreckensterror einer völlig vermarkteten Welt, über der der Gott Mammon als unantastbare Autorität steht, dem man bedenkenlos mit pathetischen Worten Kinder in Massen opfert … wie aktuell in Griechenland. Nur das ist ihre politische Funktion – und das schon seit Jahrtausenden: einen geistigen Schutzraum zu bieten vor den Mythen der Unterdrücker, Ausbeuter und Folterknechte. Dieser Raum funktioniert nur kurz – keiner braucht hier Sorge vor Opium zu haben. Aber in jenen Räumen kann man die Kraft finden, selbst den schlimmsten Feinden in aussichtslosen Situationen zu trotzen.

Ein Beispiel dafür … bin ich wohl selber. Wer sich fragt, wie ich das eigentlich aushalte, jeden Tag durch die Gülle der Medien zu waten, um jene Perlen zu finden, die ich dann für alle aufpoliere und präsentiere (siehe jene „Offenen Brief“ an mich, der mich sehr berührt hat) ohne depressiv, wahnsinnig oder völlig mutlos zu werden, findet in dem Thema „Mythen und Märchen“ die Antwort: ich habe am eigenen Leib bzw. an der eigenen Psyche erfahren, wie heilsam und erholsam jene „kleinen Fluchten“ sein können – selbst bei unverhoffter Scheidung, Verlust sämtlichen Vermögens, Verlust von Gesundheit, gesellschaftlicher Akzeptanz (sprich: Verlust von sogenannten „Freunden“, die fliehen, wenn die Armut kommt), Verlust von Kindern, Familie, Arbeit und „Heimat“. Ein psychotherapeutisch ausgebildeter Arzt (und ehemaliger Freund) hatte mir damals gesagt, dass es ein Wunder sei, dass ich noch unter den Lebenden weile – angesichts der vielfältigen Schicksalsschläge, die ich in kurzer Zeit verarbeiten musste.

Für mich war es kein Wunder – sondern nur die Bestätigung des Satzes, dass es heilsam sein kann, wenn man ein „Reich“ besitzt, dass „nicht von dieser Welt ist“ – eine Erfahrung, die andere Menschen ebenfalls machen (siehe DIW: Wer regelmäßig zum Gottesdienst geht, leidet weniger unter einem Jobverlust) und die J.R.R. Tolkien (der Autor des „Herrn der Ringe“ und des „Hobbit“) in seinem Essay „Über Märchen“ (siehe Tolkien, Baum und Blatt, Ullstein 1982) ausführlich in einer Auseinandersetzung über den Vorwurf des „Eskapismus“ (der Weltflucht) bestätigt hat … mit dem kleinen Hinweis, dass diese Fluchten nur Gefängniswärter stören … oder jene, die es gerne werden wollen.

Nun gut, kommen wir zum geschäftlichen, einem für mich persönlich sehr peinlichen Moment, wo ich bitten und betteln muss, um dem Hunger zu entkommen.

Ich arbeite nun hier seit vielen Jahren unentgeldlich, schulde vielen Menschen, die an diesem Ort mitarbeiten, mehr, als ich je zurückzahlen könnte – was mich ebenfalls unangenehm berührt … und ja auch schon manche Künstler von diesem Ort fortgejagt hat … weil man nichts verdienen kann.

Ja – wir wollen diesen Ort als werbefreien Nachdenkhort mit höherem Niveau aufrecht erhalten – und gerne auch ausbauen. Wenn wir aber auch andere Formen der Rebellion bieten sollen – außer die Möglichkeit der Information, des Austausches und der heilsamen Flucht – brauchen wir etwas mehr Treibstoff, etwas mehr Tauschmittel – für Mikrofon, Kamera, Stoßdämpfer oder Tütensuppe, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Deshalb mein Wunsch an jene, denen wir viel gegeben haben: ladet Euch mal ein Buch herunter. Für den Verlag ist „Der Zauber von Myrkwid“ wichtig – fast sogar überlebenswichtig. Es gibt ihn bei Amazon, bei Tolino-Media, bei Thalia, bei Neobooks, bei Google.play oder bei Xinxii … und ich will da jetzt keine Klagen über die einzelnen Vertriebswege hören: wir sind finanziell nicht so aufgestellt, dass wir schon jetzt vollkommen frei vom aktuellen Wirtschaftssystem agieren können.

Es wird auch eine Printversion geben – für die, die wie ich lieber Papier in der Hand haben. Gerne auch mit persönlicher Widmung des Autors. Anfragen bitte an info@gudrun-anders.de (dort kann man auch die anderen Printbücher mit persönlicher Widmung bekommen …. aber Achtung: wir brauchen dazu schon ein paar Wochen!)

Im Juli gibt es zudem eine Sonderaktion – ein „Download“ kostet nur 1,99 – weniger als zwei Kugeln Eis.

Ungern würde ich mit der Erkenntnis leben, dass diese Arbeit meinen Lesern weniger wert ist. Wer gerne mal wissen will, wie lange die Produktion von Texten dieser Art dauert: exakt vier Stunden – hat dieser hier gekostet. Die Stunden, der der reinen – oft ergebnislosen – Recherche (dem Studium der täglichen Nachrichtengülle, die – gleich unserer leiblichen Nahrung – oft wenig Nährwert aber viel Füllmasse enthält) dienen, nicht mitgerechnet.

Für so ein Buch brauche ich exakt 36 Tage, die ich komplett durcharbeite – um mal ein paar Hausnummern zu nennen. (Ende der WERBUNG).

PS: was mache ich eigentlich mit dem Geld, wenn 10 Millionen Zuschauer den Zauber von Myrkwid herunterladen? Ganz einfach: von dem, was für mich abfällt, TREEEC beim Aufbau alternativer Wirtschaftsstrukturen in Griechenland unterstützen … bzw. das voll finanzieren. Kenne schon allein persönlich genug Leute, die einen Arbeitsvertrag gut gebrauchen könnten – so wie TREEEC ihre Arbeitskraft, ihre Fähigkeit und Kreativität gut brauchen könnte. Außerdem … hätte ich Spaß daran, den neokapitalistischen Medien visuelle Konkurrenz zu machen – was uns momentan sehr überfordert.

PS 2: wer alles in Kurzform möchte: Zaubergeschichten erhöhen die Resilienz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sterben empfohlen – eine Echttoderfahrung. Wissenschaft ist Herrschaftsmacht

Digital StillCamera

Samstag, 6.6.2015. Eifel. Haben Sie schon mal über den Tod nachgedacht? Ach – das habe ich Sie schon oft gefragt, nicht wahr? Ja – ich mag es, an Tabus zu kratzen, Dinge, über die man nicht reden darf, über die man nicht nachdenken darf noch über die man gründlich nachforschen darf sind der Tod einer jeden Demokratie – und wenn die Demokratie stirbt, folgen Armut, Folter, Einsamkeit und Furcht auf dem Fuße. Wer will das schon wirklich – als: für sich.

Der Tod ist – dass denke ich, kann man so sagen – ein Tabuthema, dabei wären gerade wir aufgeklärte Menschen des Westens mit unserer perfektionierten Reanimationstechnik die ersten, die das Mysterium des Todes entzauben könnten – doch das geschieht nicht, allenfalls durch Einzelkämpfer, die abseits des „Mainstream“ wundersame Berichte sammeln von Menschen, die alles andere als „Nichts“ nach dem Moment des Sterbens erlebt haben. Was wäre es für ein Wunder, wenn wir durch wissenschaftlich solide Arbeit aufarbeiten könnten, dass der Tod – wie seit anbeginn der Menschheit vermutet – nur eine Transformation darstellt, ähnlich der Verwandlung von Eis in Wasser oder Wasser in Dampf, eine Transformation, die das belebende Element in der Materie aus dem Zustand des „eingefroren seins“ befreit und es auf eine weitere Reise schickt.

Eingefroren? Ja, da habe ich so eine Erinnerung an Physiker, die meinten, Materie sei nur eingefrorene Energie – doch viel weiter gedacht haben die da nicht. Erinnert mich wieder an die Katharer, jene christliche Gemeinschaft, die von ihrer Umwelt den Namen „die Reinen“ mitbekommen hatten, weil sie den Versuch gestartet hatten, die christliche Lehre in reinster Form zu leben – meistens zogen sie paarweise, als Mann und Frau predigend durch die Lande, jedenfalls so lange, bis die weltlichen Mächte – damals Kirche und Staat – sie vollkommen ausrotteten: mit Feuer und Schwert. Ein kompletter Völkermord – aber wir reden heute kaum noch drüber.

„Die Reinen“ hatten die Mächtigen sehr gestört – und Sie merken schon: ohne Politik geht gar nichts, auch nicht das Tabu, über den Tod nicht zu reden. Ja – es macht Sinn, jegliche Spiritualität und Mystik aus dem Leben der Menschen zu verbannen, wenn man sie zu reinen, profitbringenden Arbeitsameisen dressieren will, die nichts anderes tun, als den ganzen Tag die ihnen zugewiesene Arbeit im Ameisenstaat perfekt zu erledigen – ein Grund, warum man auch Arbeitszeiten seit der Steinzeit endlos ausdehnt. Kaum zu glauben: die Primitiven haben 3-4 Stunden am Tag gearbeitet – inklusive Hausarbeit. Wir – die „Fortschrittlichen“ – kommen auf ein Vielfaches von denen, fürchten uns aber davor, wieder in der Steinzeit zu leben, wo uns die vielen Lebenskrücken (Auto, Fernseher, Stereoanlagen, Handy, krankmachende Vielfresserei) nicht mehr zur Verfügung stehen – Krücken, die wir eigentlich nur brauchen, um unseren Horroralltag zu bewältigen … bzw. um uns vor der Degeneration unsere sozialen und natürlichen Umwelt zu verstecken.

Jemand, der sein Sein auf bloßen Materialismus reduzieren läßt, wird schon aus purer Angst vor dem „schwarzen Mann“ jeglichen Gedanken an Widerstand gegen die Mächtigen sein lassen, er ist reduziert auf die einzige Wahrheit, die man ihm erlaubt: er ist eine plumpe, zufällig entstandene Materieballung, die täglich mehr der absoluten Vernichtung entgegentaumelt. Solche Menschen sind leicht zu führen – und sie riskieren auch nichts. Hätten wir diese Lebensphilosophie schon früher gehabt: wir wären nie von den Bäumen herunter gestiegen, noch hätten wir unsere Höhle verlassen. Heutzutage … wären wir einfach erloschen – wegen mangelndem Wagemut.

Denken Sie z.B. an die Wikinger, rauhe, materiell orientierte Menschen, ein Händlervolk, dass sich mit billigen kleinen Nussschalen auf den wilden Atlantik gewagt hat – oder in die noch viel gefährlichere Nordsee – um ein Abenteuer zu wagen. Niemand konnte ihnen garantieren, dass sie nicht einfach auf hoher See verhungern, von Ungeheuern verschlungen, von Stürmen zerschlagen werden – oder vom Rand der Welt fallen. Die Wikinger hatten aber einen anderen Rahmen – einen Jenseitsrahmen. Wer mutig in der Schlacht stirbt – oder bei einem großen Abenteuer – der wird mit den Göttern zusammen in den ewigen Jagdgründen schmausen. Ach nein – „ewige Jagdgründe“ – das waren die Indianer. Egal – man findet Jenseitsvorstellungen überall, auch heute im Islam, weshalb „der Westen“ ihn für so gefährlich hält. Religöse Menschen sind ziemlich schlecht steuerbar, ja, sogar den Fluch der Arbeitslosigkeit, den Hass ihrer Mitmenschen, die Verachtung der Gesellschaft ertragen sie ohne Verlust an Lebensqualität und Glücksempfinden: womit will man solchen Menschen noch drohen?

Gut – die „Nussschalen“ der Wikinger waren geniale Konstruktionen, wie wir sie heute kaum besser hinbekommen könnten, doch im Vergleich zu einem „Traumschiff“ schon sehr abenteuerlich.

Oder – nehmen wir etwas anderes: Liebeskummer. „Herzschmerz“ – sozusagen. Wird auch nur noch wenig drüber gesprochen, aber wenn sie mal das Glück hatten, große Liebe zu erfahren und dann das Ende erfahren müssen, werden Sie wissen, was ich meine: jene scheinbar unerträgliche Qual, die real Schmerzen im Herz verursacht – doch das Herz schmerzt gar nicht (hat gar keine Schmerzrezeptoren, meint mein Arzt): die Seele hat Qual. Jene Seele, deren Existenz wir schon völlig vergessen hatten.

Wir sind schon wieder vom Thema abgekommen, meinen Sie? Nein, überhaupt nicht. Wir müssen schon ein wenig auf die Realität der Existenz feinerer Strukturen im menschlichen Sein hinweisen, um plausibel darzustellen, dass der plumpe Materialismus große Schwächen hat – mal davon abgesehen, dass er dem einzelnen Menschen wenig nützt.

Natürlich kennen Sie die Todesangst – jenes Vernichtungsgefühl, dass mit einem Herzinfarkt einhergeht. Ja – das gibt es wirklich, doch auch hier müssen wir genauer hinschauen. Wir bewegen uns – behalten wir mal kurz dieses Bild bei – in einem Zustand „eingefrorener Materie“ – und unterliegen somit den Gesetzen des Eises, d.h.: natürlich merkt der Geist aufgrund seiner Verzahnung mit dem Eis (der gefrorenen Materie), wenn seine Zellen verrückt spielen: für die bedeutet der Tod in der Tat absolute Vernichtung – allerdings nur die Vernichtung ihrer Form, nicht ihrer Essens: hier geht nichts verloren, die Atome bleiben im Sarg liegen … und wandern durch gefräßige Würmer weiter, um das Leben weiter zu tragen. Das ist nur ein zu großer Horizont für eine kleine Zelle, die nur ihrer Programmierung folgt und bei Bedrohung ihres Auftrages häßliche Botenstoffe ausschickt, um den „Fahrer“ (also: uns) zu warnen. Ihr Auftrag? Weiterverbreitung ihres DNA-Strangs. Es gab sogar mal Wissenschaftler, die meinten: nur darum gibt es den Menschen – er ist eine geniale Konstruktion der Zellen, um ihren Auftrag besser zu erfüllen als andere Zellen dies vermögen … beispielsweise der Brontosaurus.

Was wäre das für eine Welt, in der so etwas direkt in der Schule gelehrt wird, in der Schüler sich diese Erkenntnisse selbst erarbeiten dürfte, um ihre eigene Welt zu gestalten … anstatt nur Füllmasse für die Maschinenwelt zu werden, die eine kleine Weile noch Menschen braucht, bis sie endlich völlig aus eigener Kraft existieren kann – doch das ist ein anderes Thema. Ach was – wo wir schon mal dabei sind: das ist kein anderes Thema: die Maschinenkultur ist Quelle jener „Wissenschaft“, die seit 300 Jahren den Planeten verarbeitet. Angeblich kamen sie, um uns das Leben zu erleichtern – doch im Jahre 2015 finden wir uns in Zuständen wieder, dass uns jeder Kleinbauernhof wie ein Paradies vorkommt: unsere Welt ist so „reizvoll“ geworden, dass sogar Kinder lieber den Tod durch Selbstmord suchen, als sich dieser Realität zu stellen: soziologisch ein einzigartiges Phänomen der Maschinenkultur.

Dieses Thema bewegt auch die Seelen der Menschen, Filme, die sich diesem Thema nähern, sind erstaundlich erfolgreich: „Terminator“ zeigt eine Welt, in der die Maschinen den Menschen den Krieg erklärt haben, „Star Trek“ zeigt uns „Borg“, Maschinenwesen, die alles Leben vernichten wollen, „Star Wars“ zeigt uns eine Republik, die durch Banken, Konzerne und Maschinen (und einer Prise purem Bösem) vernichtet wird – unsere Kinos sind voll dieser Geschichten, wie untotes, seelenloses Leben (das wären Maschinen aus der Sicht der Religion) die Menschheit verdrängt und vernichtet … doch auch das ist ein anderes Thema.

Einen Himmel für Maschinen gibt es nicht – im Sinne der sechsdimensionalen Mathematik des Burghard Heim werden sie nie die Qualität des Menschen erreichen, der erkennbar im fünf- und sechsdimensionalen Bereich arbeiten kann – was wären das für wunderbare Geschichten für den Schulunterricht, für unglaubliche Perspektiven für die Menschheit, gäbe es nicht auch noch die gute alte Politik.

Ja – wir glauben an die „Wissenschaft“ – was auch völlig in Ordnung ist. „Wissen ist Macht“ … dass haben wir in vielen tausend Jahren erleben dürfen. Was wir leicht verdrängen: „Wissenschaft“ ist dadurch auch „Herrschaftsmacht“ – und da schließt sich plötzlich der Kreis, der uns direkt zum Tabu des Todes führt: in einer Zivilisation mit „reiner“ Wissenschaft hätten wir nach einer kurzen Phase der Besinnung herausgefunden, dass die Beobachtungen, die weltweit in den Intensivstationen der Unikliniken gemacht werden, nur einen Schluß zulassen: das materielle Weltbild funktioniert, ist aber nicht erschöpfend – das menschliche Bewusstsein ist eine eigenständige Realität, nicht zwingend ewig an die Materie gebunden.

Nun- Sie merken vielleicht, dass ich diesmal gar keine Links gesetzt habe, um meine Hypothesen plausibel darzulegen, denn: ich wollte Ihnen nur ein Buch ans Herz legen: Sterben empfohlen! Eine Echttoderfahrung, geschrieben von Leander Moss (ein Pseudonym), veröffentlicht 2015, ISBN 978-3-7375-4149-7.

Ich kenne den Autor persönlich (nein, das ist jetzt keine geschickte Schleichwerbung für ein neues Buch von mir), habe das Buch gelesen und dachte: wow, was für eine spielerische Leichtigkeit, sich dem Thema Tod durch einen humorvollen, unterhaltsamen und wendungsreichen Abenteuerroman zu widmen, der ganz nebenbei viele Beobachtungen aus der Literatur und den älteren religiösen Schriften der Menschheit zu einer Geschichte vereint, die einem klar macht, wie es nach dem Tod weitergehen könnte. Nebenbei begegnet man auch Kermit, dem Frosch und einem bekannten, riesenhaften Wildhüter aus „Harry Potter“ – doch ich möchte da nicht vorgreifen.

Natürlich könnte ich auch die klassischen Werke der Thanatologie empfehlen – das ägyptische Totenbuch, das tibetanische Totenbuch, ja auch die Bibel – jene Werke, deren Inhalt so vielfältig die Beschreibungen der Todeserfahrungen der Menschheit wiedergeben, die wir uns langsam durch unerwartete Folgen moderner Reanimationstechnik erschließen müssen: aber wem wird durch die Maschinenkultur schon noch genug Muße gelassen, einmal soviel Zeit für sich selbst opfern zu dürfen, dass er dicke alte Bücher lesen könnte.

Und wer mag, darf sich nach der Lektüre dieses Buches auch ein ganz klein wenig mutig fühlen: es ist schon ein Akt des Widerstandes, sich um Wissen zu bemühen, dass die gegenwärtige Wissenschaft und Herrschaftsmacht für unerwünscht hält, weil es die Produktivität stören – oder, auf Deutsch gesagt: die Ausbeutbarkeit vermindern kann.

Jetzt werden Sie sagen: schön und gut – aber ich bin nunmal traurig, wenn ein Mensch stirbt: ist das nicht der Beweis dafür, dass der Tod zu fürchten ist und sterben nicht zu empfehlen sei? Nun – ordnen Sie diese Gefühle einfach mal der Kategorie „Liebeskummer“ zu – anstatt der Kategorie „endgültige Vernichtung allen Seins“, dort sind sie besser angesiedelt. Es ist die Abwesenheit eines geliebten und geschätzten Menschen, die uns traurig macht – und der etwas egozentrische Kummer, dass er uns nicht mehr zur Verfügung steht.

Außerdem: bedenken Sie eins – auch noch so viele Furcht vor dem Tod wird sein Kommen nicht verhindern, auch wenn uns die bunte Werbewelt täglich stundenlang suggeriert, dass wir ewig leben und ewig konsumieren werden und mit jedem Konsum noch viel glücklicher werden als gestern. Warum soll man sich eigentlich sein Leben lang davor fürchten, was man sowieso nicht verhindern kann? Wenn Sie sich sehr vor dem Tod fürchten – haben Sie sich schon jemals vor der Zeit vor ihrer Geburt gefürchtet? Nein? Wie auch immer: das ist der gleiche Zustand gewesen.

Also: viel Spaß mit „Sterben empfohlen“!

 

 

 

 

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