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Karfreitag: I’m a Loser, Baby. So why don’t you kill me?

Karfreitag: I’m a Loser, Baby. So why don’t you kill me?

[Ich habe diesen Artikel gestern, Karfreitag, nicht fertigbekommen. So stelle ich ihn also am Karsamstag ein, demjenigen Tag, der laut Liturgie die „Höllenfahrt“ beschreibt. Passt aber genauso gut. Denn die Phase, in die wir gerade global einzumünden drohen, könnte man durchaus unter das gleiche Motto stellen.]  

In einer Zeit, in der die totale Manipulation möglich geworden und wir laut Gerard Depardieu „Orwell bereits hinter uns haben und nun in Van Vogts ‚Space wildlife‘ eingemündet sind, wo keiner mehr etwas versteht“, ist es ja beinahe müßig geworden, noch über Politik und Tagesgeschehen zu disputieren – sofern man es nicht darauf abgesehen hat, auch noch mit den letzten verbliebenen Freunden und Gleichgesinnten über Kreuz zu kommen. Nachdem man uns vertikal, horizontal und nun auch noch diagonal gespalten hat, ist kaum noch ein gemeinsamer Nenner zu finden. Die meisten sind mit ihrer Geduld am Ende, auch alternative Journalisten fordern mehr oder weniger offen das Verstummen oder gar die Psychatrisierung derjenigen, die manche Dinge anders sehen als sie selbst – was wiederum willkommenes Wasser auf den Mühlen derjenigen Instanzen ist, denen die Existenz von alternativen Medien und abweichendem Denken schon seit jeher ein Dorn im Auge war und die emsig an einer Refeudalisierung der öffentlichen Meinung arbeiten.

Gießen wir also nicht noch mehr Öl ins Feuer, sondern wenden wir uns zur Abwechslung vielleicht einmal in eine ganz andere Richtung, abseits des evidenzbasierten Gemetzels an  Zahlen, Daten und Fakten, die gerade viral gehen und unseren gesamten Globus in einen Panikmodus und Shutdown versetzt haben, auf den nun ein großer Kurzschluss mit möglicherweise langanhaltendem Blackout droht.

Als Maschinenbautechniker bin ich eigentlich nicht berufen, mich zu diesem Thema zu äußern, noch dazu in einer Zeit, in der eine vorgetragene Meinung nur dann gilt, wenn man auf einem jeweiligen Gebiet ausgewiesener Experte ist – zumindest solange es die richtige Meinung ist, die dem politisch-medialen Narrativ entspricht. Tut sie das nicht, dann kann man auch als Experte mit jahrzehntelanger Erfahrung umgehend eingestampft und aus den digitalen Annalen gelöscht werden.

Über was wollen wir also dann reden außer über das lichterloh brennende Haus, in dem wir gerade Tagesschau gucken und uns an der „Renaissance der Medien und der Politik“ erfreuen (so eine kürzlich vernommene Radio-Meldung) – also derjenigen meinungsbildenden Institutionen, die  wir vor Kurzem noch in die Tonne treten wollten? Welche Themen gibt es überhaupt noch, die nicht vermint sind? Wo man es sich nicht gleich mit mindestens 50% aller Anderen verscherzt und einen Shitstorm riskiert, wenn man seine ehrliche Meinung bekundet?

Nun, wie wäre es mit einem Gebiet, das keine Sau mehr interessiert … das aber bei näherer Betrachtung wesentlich mehr mit unserem heutigen Desaster zu tun hat als manche Hedgefonds und politische Machenschaften, die gerade in der Kritik der intellektuellen Vernunft stehen: Der Theologie. In einer Zeit, von der der italienische Publizist Giorgio Agamben in Hinblick auf Covid-19 meint, dass die Menschen „an nichts mehr glauben – außer an das nackte biologische Leben, das es um jeden Preis zu retten gilt“ (siehe NZZ), sollte es doch zumindest im Feld der Theologie möglich sein, dass man eine häretische These aufstellt, ohne sogleich einen Kopf kürzer zu sein.

Wie schon gesagt, bin ich auf diesem Gebiet nur Stümper. Mein Kollege, der Eifelphilosoph wäre da als studierter Theologe zweifellos berufener. Aber auch als schnöder Techniker stolpere ich zuweilen über manch unübersehbaren Knoten, der durch die Jahrhunderte hinweg für Kurzschlüsse gesorgt hat und den ich daher nicht einfach auf sich beruhen lassen kann. Da heute Karfreitag ist, packe ich die Gelegenheit also beim Schopf. Die Frage, die sich dabei aufwirft, mag zur Beurteilung derjenigen Kirche, die seit fast 2000 Jahren Kulturgeschichte geprägt hat, nicht ganz ohne Bedeutung sein- einer Kirche, die nach begründeter Einschätzung des Eifelphilosophen schon vor geraumer Zeit „die Seiten gewechselt“ hat und es lieber mit dem Mammon hält  als mit demjenigen der gesagt hat: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“. Eine Kirche, deren mondäne Fürsten den Spatz in der Hand der Taube auf dem Dach vorgezogen haben und die mittlerweile in einem Sumpf an Missbrauchsfällen und Schandtaten versinkt.

Zum Anlass des Tages also nicht wie gewohnt die Worte irgendwelcher korrumpierter Politiker, sondern die Worte eines gerade den Leibestod sterbenden Gottes:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ – Diese klagenden Worte soll derjenige Mann, dessen Kreuzestod wir heute gedenken, mit seinen letzten Atemzügen gesprochen haben. Hat er das wirklich so gesagt? Wenn ja: Kann man dann seiner Lehre überhaupt noch folgen, wo er, der Blinde sehend gemacht und Tote auferweckt hat, zuletzt doch selbst von allen guten Geistern verlassen wurde und um Hilfe ruft? Hat er damit nicht selbst zugegeben, dass seine Lehre von Mitmenschlichkeit und kompromissloser Suche nach Wahrheit („Die Wahrheit wird euch befreien“), die uns in Zeiten des eskalierenden marktradikalen Neoliberalismus eigentlich nicht schaden könnte oder die wir vielleicht sogar brauchen könnten wie einen Feuerwehrschlauch in einem Flammeninferno, gescheitert ist? Und dass das tobende Volk Recht behalten hat, als es sich vor dem römischen Statthalter Pilatus lieber für einen richtigen Pragmatiker entschieden hat (den Mörder Barrabas) anstatt für einen utopischen Idealisten, dessen Reich „nicht von dieser Welt“ ist?

Seit damals haben wir nun Jahr für Jahr die Entscheidung des Volkes für den Barrabas erneuert. Bei jeder Wahl rufen wir erneut frenetisch zum Statthalter: „Wir wollen den Barrabas!“ Wir wollen gefuchste Gewinner, keine aufopferungsvollen Menschen. Wer sich für eine aufrichtige Sache opfern will, wird verachtet oder medial geschlachtet.

“I’m a loser, baby. So why don’t you kill me?” – Diese Headline des Songs von Beck hallte in den Köpfen meiner Generation jahrelang nach. Radiomoderatoren bezeichneten ihn schlicht weg als „genial“, wenn sie den Beck-Ohrwurm anmoderierten. In der Tat kam in diesem Satz so etwas wie eine Kurzformel der damals aufkommenden The-Winner-Takes-It-All / Geiz-ist-Geil – Mentalität zum Ausdruck, wie sie auf allen medialen Kanälen propagiert wurde. Bloß kein Opfer werden, sondern einer, der schlau ist, absahnt und seine Spaßmöglichkeiten maximiert. Mit dieser Attitüde hat man uns ins Rennen geschickt, nachdem wir vom Förderband des Bildungssystems gespuckt wurden: Selbst im Angesicht des Ökozids noch ein Mini-Clooney sein, der seinen Schnitt macht, während hinter ihm alles zusammenkracht und die Sintflut kommt. Inzwischen ist diese Mentalität State of the Art. Sich für etwas opfern, noch dazu für Werte, die man nicht sehen, greifen oder fressen kann? Ja, ey lol, mann, du verf.ckter Goethe! „Du Opfer“ ist nach Bericht des Psychologen Götz Eisenberg heute eines der schlimmsten Schimpfwörter auf Schulhöfen. Wer schwach bzw. Opfer ist, wird im besten Falle verachtet, oder auch gleich abgefackelt, so wie das Obdachlosen auf der Parkbank ergehen kann, wenn sie „zur falschen Zeit am falschen Ort waren“, so wie man das Kriminologen in letzter Zeit oft sagen hört, wenn sie der Presse eine Gewalttat erklären.

Doch kehren wir zu unserem Wort des Tages zurück: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ („Eli, Eli,lama sabachthani”)

George Lamsa, ein assyrischer Schriftsteller, der die Bibel aus dem Aramäischen, also der Muttersprache des historischen Jesus, ins Englische übersetzt hat, vertritt aufgrund einer etymologischen Analyse des aramäischen Wortes shbakthani die Überzeugung, dass das genannte Kreuzeswort „auf keinen Fall“ dasjenige bedeuten könne, was uns von der Kirche seit Jahrhunderten überliefert wird (George M. Lamsa – Die Evangelien in aramäischer Sicht, H.J. Maurer Verlag).

Es ist nicht leicht, Näheres über dieses Kreuzeswort zu erfahren. Wer über Kirchengeschichte zu recherchieren beginnt, muss schnell zur Kenntnis nehmen, dass die Inquisition im Mittelalter ganze Arbeit geleistet hat. Wo diese vom päpstlichen Stuhl ermächtigten Herren mit ihren Schergen aufgetaucht sind, wurden nämlich nicht nur Hexen und Ketzer verbrannt. Eines der Hauptaugenmerke der Inquisitionstruppe, so erfährt man in einer Doku des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, galt damals insbesondere der Vernichtung von alten überlieferten Schriften. In den Klöstern, wo die Inquisition auftauchte, wurden die Bibliotheken akribisch „gesäubert“ und sogar die Steinmauern abgeklopft, ob sich etwa irgendwo ein Hohlraum befindet, in dem verbotene „Ketzerschriften“ aufbewahrt wurden.

Wer also Näheres über den Hintergrund von Bibelzitaten wie dem Vorgenannten erfahren möchte, der muss sich in Ermangelung noch existierender Quellen in Bereiche wagen, die für den anständigen fernsehenden Tagesschaubürger auch heute noch tabu sind. Fündig wird man etwa bei den altertümlichen Überlieferungen, wie sie von Helena Blavatsky bei ihren Reisen um die Welt gesammelt wurden. Man kann von ihren eigenen esoterischen Schriften halten, was man will, fest steht jedenfalls, dass Blavatsky zu ihrer Zeit, als das für Frauen noch ein äußerst gefährliches Unterfangen war, die hintersten Winkel der Welt aufgesucht hat und z.B. in alten tibetischen Klöstern Zugang zu alten Schriften bekommen hat, die dort lange gehütet und vor der Welt geheim gehalten wurden. Sie hat diese Schriftrollen abgeschrieben oder auswendig gelernt. Unter den solcherart in den Westen gebrachten Texten befinden sich Überlieferungen, die in der Welt der Hochkulturen nicht nur beim Brand der Bibliothek von Alexandria verloren gingen, sondern im Laufe des Mittelaltes durch die kirchliche Inquisition systematisch vernichtet wurden.

Blavatsky zufolge wäre der Ausspruch „Eli, Eli, lama sabachtani“  ein im Tempelgeschehen aller Zeiten und Kulturen gebräuchlicher Sinnspruch, den jeder, der eine Initiation im sogenannten Tempelschlaf absolviert hat (bei dem ein todähnlicher Zustand herbeigeführt wurde, in welchem der Einzuweihende die Prinzipien des Weltendaseins erkennen sollte) von sich gibt, nachdem er diese Prozedur vollbracht hat und wieder aufwachte. Wörtlich bedeute er: „Mein Gott, mein Gott, wie hast Du mich erhöhet!“ oder „Wie hast Du mich verherrlicht“ – womit der Eingeweihte sein Staunen zum Ausdruck gebracht haben soll, über die Erkenntnis der großen Seinszusammenhänge, wie sie durchaus dem ähneln, was heute die moderne Quantenphysik konstatiert. Oder wie es der Physiker Hans-Peter Dürr populär formuliert: Dass „Materie nur geronnener Geist“ ist und der Ursprung aller Dinge, allen Lebens und allen Bewusstseins daher immer auf der geistigen Ebene zu finden sei und nicht umgekehrt. Gut möglich, dass unsere heutige Impotenz, Dinge grundlegend zum Besseren zu wenden, auf der Tatsache beruht, dass wir das Pferd eben geradewegs andersrum aufzäumen möchten: Ausgehend von alternativlosen „Fakten“, in denen wir nur leider trotz aller Reformen immerzu noch mehr versinken und geknebelt werden. Den Geist – gibt es heute laut herrschender Lehrmeinung nicht mehr. Die Materie droht nun vollends zu übernehmen. Kein Wunder eigentlich, dass wir uns zunehmend erdrückt fühlen.

Es ist erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Geschichtsschreiber wie Plutarch oder Iamblichos über solche Tempelschlaf- Todesinitiationen berichten. Oder wie Pharaonen wie z.B. Thutmosis III. ihr Erleben schildern, man vermutet in den tiefen Schächten einer Pyramide:
(aus einer Übersetzung von Hieroglyphen:)

„Er öffnete mir die Türflügel des Geisteslands
und tat mir auf die Tore zum Lichtland.
Ich schwebte empor zum Himmel als Falke
und schaute sein geheimes Bild.
Ich erblickte die Verwandlungen des Horizontischen
auf seinen geheimen Wegen im Geistesland …“

Oder wie es auf Pyramidenspruch 222 – 209 zu lesen ist:

„Du steigst auf, indem du hinabsteigst,
in Dunkel gehüllt mit dem Niedergesunkenen / dem toten Leib
(…)
Du hast dich gewandelt
du bist hoch geworden
du bist Geist geworden.“

Und im Sinne dieses Hochwerdens / Geistwerdens sei auch das Kreuzeswort zu verstehen: „Mein Gott, mein Gott, wie hast Du mich erhöhet!“

Wobei es das Novum gewesen sei, dass solche Worte erstmals nicht in den lichtlosen Hallen einer Pyramide oder eines Tempels bei Anwesenheit einer kleinen Schar Priester gesprochen wurden, sondern vor aller Öffentlichkeit bzw. einer geifernden Menschenmasse.

Dieses „Eli, Eli, lama sabachtani“  in seiner ursprünglichen Bedeutung wurde im kirchlichen Evangelium allerdings gemäß einem hebräischen Psalm umgeändert auf „Eli, Eli, lama asabthani“  (אלי אלי למה עזבתני), was eben bis heute übersetzt wird mit „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“

Die genannte Verhunzung überlieferter Schriften ist nur eine von Vielen. In den wenigen authentischen Schriften, die diesbezüglich zur Verfügung stehen, finden sich Hinweise, dass es in den ersten ca. 200 Jahren nach dem Jahre Null eine intensive Entfaltung christlichen Kulturlebens gegeben haben soll, von dem aber nach der Einverleibung in die römische Staatsmacht und Begründung der römisch-katholischen Kirche nahezu alles vernichtet wurde, was bedeutsam war. Katharer, Templer, Waldenser, Albigenser etc., die versuchten, den überlieferten Quellentexten treu zu bleiben, wurden von dieser Kirche auf brutale Weise ausgerottet.

Warum die Päpste und Kirchenfürsten solchen Wert darauf gelegt haben, alles auszurotten, was auf ein Verständnis des Geistes hinweist? Nun, vielleicht deswegen, weil diese Dimension, wie man vorgenannten Schriften entnehmen kann, immer mit Kategorien wie Tugend, Charakterschulung und Moral zu tun hat, also mit Dingen, die nach Mühe riechen. Und warum soll man es als wohlbeleibter Fürst einer Institution, die mittlerweile in einem Sumpf aus Missbrauchsfällen, Völlerei und Korruption versinkt, auf die Taube auf dem Dach abgesehen haben, wo man doch den Spatz in der Hand haben kann?

Foto:Rosa-Maria Rinkl/CC BY-SA 3.0/Wikimedia 

Corona Impfen

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Bild:pixabay.com/CCO

Sie können dafür oder dagegen sein, doch oft wäre bei manchen Fragen, eine klare persönliche Entscheidung, durch kompetente nicht kommerzielle Beratung sehr vorteilhaft. Leider ist das nicht immer einfach. Denn vieles spricht dafür, dass die Forschung immer mehr kommerzialisiert wird. (Quellen: msn.com,ndr.de, sueddeutsche.de,zeit.de). Warum sollte das gerade in der Medizin anders sein? (Quelle: orf-at). Wissenschaftler, die sich für die Wahrheit einsetzen, die werden heute von den Lobbies diskreditiert, mit Fälschungsvorwürfen bedacht und auch wenn sie sich höchstgerichtlich rehabilitiert haben, dann nehmen weder Politik, noch Medien davon Notiz. (Quelle: youtube.com oder der Film von Scheidsteger Thank you for calling). Auch die Medien sind werbefinanziert. (Quelle: bpb.de). Man könnte berechtigt sagen: Die freien Medien sind in der Person Julian Assange in England inhaftiert, und mit schon längst in der Botschaft Ecuadors abgesessen Vorwürfen konfrontiert. Die bestehenden Anklagen des einvernehmlichen Sex mit 2 verschiedenen Frauen, aber ohne Kondom, würden auch kaum vor anderen Gerichten standhalten. Schweden hat die Anklage auch ruhen lassen. Wegen Verstoß gegen die öffentliche Ordnung sitzt Assange jetzt weiter in England.  Die Medienfreiheit wird also mit Füssen getreten!!  Chelsea Manning hat ihre Strafe schon abgesessen, doch war sie wieder inhaftiert worden. Eduard Snowden befindet sich in Russland und darf von dort nicht weg. Alle drei haben Menschenrechtsverletzungen der Weltmacht veröffentlicht und wurden deshalb ihrer Freiheit beraubt. Dieses System, die wirtschaftskonforme Demokratie, mit autoritären Tendenzen, höhlt die Demokratie aus. Das wirtschaftsliberale System geht bis zu der obersten Gesundheitsbehörde, der WHO. (Quelle: aerzteblatt.de ,deutschlandfunkkultur.de). Die Mittel der WHO stammen zu 80% aus Spenden, die aber eine Eigendynamik der sogenannten Gesundheitsbehörde als Folge haben. Die Tendenzen sind immer mehr Impfungen und Einfluss der Industrie.

Gerade bei dem Szenario der Covid 19 Erkrankung, wird immer wieder auf die Hilfe durch Impfungen gehofft. Wie sieht es jetzt aus in der Welt? Haben die gegen Grippe Geimpften jetzt eine bessere Situation?  In der Österreichischen Zeitung der Standard (Quelle: derstandard.at) vom 13.12.2018 werden die Grippeimpfzahlen für Europa aufgelistet:

Großbritannien (70,5 Prozent)

Spanien (55,5 Prozent),

Irland (54,4 Prozent),

Italien (49,9 Prozent),

Frankreich (49,8 Prozent),

Schweden (49,1 Prozent)

Finnland (47,3 Prozent).

Unter dem EU-Durchschnitt rangierten

Dänemark (40,8 Prozent),

Luxemburg (37,9 Prozent),

Deutschland (35,3 Prozent),

Litauen (22,6 Prozent),

Kroatien (21,0 Prozent),

Slowakei (13,3 Prozent),

Slowenien (9,78 Prozent),

Rumänien (7,8 Prozent),

Österreich (6,4 Prozent)

Lettland (4,3 Prozent)

Estland (2,8 Prozent)

Hier sind die Zahlen aus der USA: cdc.gov/flu/fluvaxview/coverage

Es geht hier nicht um Impfen oder nicht Impfen, es geht hier nicht um Grundsatzdiskussionen. Impfen kann Leben retten. Aber es gibt auch zahlreiche Nebenwirkungen. Auch Intensiv-patientinnen durch Impfungen, von denen die Medien nicht berichten.

Es gibt hier die Statistik der Corona Fälle: https://www.worldometers.info/coronavirus/

Aus rechtlichen Gründen darf ich die heutige Statistik nicht hier hineinkopieren. Suchen Sie die Schlusslichter bei den Grippeimpfungen jetzt in der Corona Statistik. Die Staaten Rumänien, Lettland, Estland, sind auch weit hinten bei den Infizierten. Das heißt, es gibt bei den am wenigsten Grippe Geimpften auch am wenige Infizierte. Stand 30.03.2030

Warum? Wie gesagt es geht hier nicht um eine generelle Grundsatzdiskussion. Es geht um einen Gedankenanstoß: Sie gehen einen Berg hinauf, immer wieder? Sie entwickeln dadurch Muskeln? Und sie können bei Bedarf auch einen unbekannten Berg relativ leicht besteigen?

Und im Immunsystem? Sie lassen sich impfen? Keine Frage für alte und Immunsuprimierte, oder Organgeschädigte, sondern vielleicht auch für Otto Normalverbraucher? Sie haben durch die Impfung weniger Arbeit für das Immunsystem,  weil Sie einen Totimpfstoff verabreicht bekommen haben. Ihr Immunsystem ist daher bei einer neuen Herausforderung nicht so trainiert, als wenn Sie regelmäßig gewohnt sind, Ihr Immunsystem neuen Erregern auszusetzen. Alles natürlich mit Maß und Ziel. Wenn Sie sich vor einer Reise nicht gegen Malaria schützen, so kann das fatal enden, wobei man Malaria natürlich nicht mit Impfungen vorbeugt, sondern mit anderen Mitteln. Gelbfieber wäre so etwas, wogegen man sicher auf Reisen impfen sollte. Auch Kinder brauchen Schutz.

Ob Sie für das Covid 19 Virus mehr Schutz brauchen, als gegen Influenza, das erklärt Ihnen sehr kompetent Prof.Dr.Stefan Hockertz. (Quelle: youtube.com). Mein Beitrag hier ist durch die immer wieder durchsickernden Informationen von Zwangsimpfungen zu sehen. Es heißt, Dänemark hätte ein Gesetz zur Zwangsimpfung der Bevölkerung erlassen?

2009 war die „Schweinegrippenpandemie“. Die Folgen der Impfung wurden erst Jahre später entschädigt. 30 Millionen Europäer erhielten damals den Impfstoff Pandremix. Allergischer Schock, Gesichtslähmungen Zuckungen wurden festgestellt. (Quelle: spiegel.de ). Nebenbei gab es 4 Tote in Schweden. (Quelle: taz.de).

Es gibt noch immer zahlreiche Informationen, dass die Spanische Grippe bei den durch einen Impfstoff, in einer katastrophalen Qualität Geimpften, zum Tode geführt hat. (Quelle z.B: equapio.com). Sie werden sich wundern, warum ich vor 5 Tagen, Möglichkeiten, bei der Spanischen Grippe in Dänemark, als Erfolg, gut ernährt und nicht überlastet, eine Grippe überstanden zu haben. Dann kommt bei mir vor 3 Tagen die Frage auf, ob nicht auch die Elektromagnetischen Felder bei der Entstehung der vielen schweren Symptome, der spanischen Grippem 1918 eine wichtige Rolle gespielt haben. Es wurde damals die Elektrizität in Europa und der USA eingeführt. Dann Tote durch nicht ausgereifte Impfungen, laut equapio oft 25 Impfungen pro Person. Man könnte zusätzlich anführen, dass berichtet wird, dass die Menschen damals auch Aspirin in großen Mengen konsumiert haben, mit Magenblutungen und Blockierung des Immunsystemes. (Quelle: spektrum.de). Wahrscheinlich gab es, viele Faktoren, die damals diese Katastrophe ausgelöst haben.

Da jetzt so viel Hoffnung auf einen schon im Herbst zu testenden Impfstoff da sind, wollte ich die Gedanken an unfertige Impfungen, die ich aus Schilderungen auch aus der Ukraine, mit fatalem Ausgang kenne, lenken. Auch in Indien gab es Probleme durch Wohltätigkeitsstiftungen, die Impfungen, wohl noch nicht ausgereift, an Kinder verabreichten. (Quelle: netzfrauen.org). Stiftungen haben auch, was die WHO betrifft, wie erwähnt eine gewisse Eigendynamik, (Quelle: deutschlandfunk.de).

Länder, wie Frankreich, Spanien, aber auch Italien haben meiner Information nach, sehr restriktive Gesetze gegen die Komplementärmedizin erlassen. Andere Staaten im Norden auch, doch haben diese weit bessere Gesundheitssysteme. Die Methoden der Komplementärmedizin arbeiten mit dem Aufbau der Selbstheilungskräfte. Gerade das ist bei einem neuen Erreger wichtig. Es wäre eine großartige Ergänzung, zu den sicher gut bewährten etablierten Methoden in der Medizin.

Hat Italien nicht überhaupt einen anderen Erreger? Prof. Claudia von Werlhof hat zu dieser Frage interessante Informationen. (Quelle: nrhz.de).

Es war so wichtig, dass Dr.Ignaz Semmelweiß seine Forschungen, die ihn in das Irrenhaus gebracht haben, der Welt geschenkt hat, er war der Vater der heutigen Hygiene: Ganz einfache hygienische Maßnahmen, Abstand halten, Menschenansammlungen vermeiden, wären einfach durchzuführen. In Taiwan hatten ganz normale, bei uns jetzt als nicht sicher bezeichnete Masken einen großen Erfolg. Taiwan hatte es, laut Freund-innen geschafft, ohne Quarantäne, nur mit Hygiene, ohne Kollateralschaden für die Wirtschaft, die Krise zu überstehen. (Quelle z.B: businessinsider.com ). Die Bundesregierung wusste seit 2013, dass es dieses Szenario einer Corona-Virus Epidemie aus China geben kann. (Quelle: bundestag.de). Die Liste der freiwilligen Möglichkeiten wäre groß gewesen, doch hat die WHO die Panik und das Vertrauen der Bevölkerung, durch Schweinegrippe und Vogelgrippe schon ziemlich ausgereizt. Deshalb werden die jetzigen Hygiene-Maßnahmen, ich rede von Hygiene und nicht von Quarantäne nicht mehr sehr ernst genommen. Leider sind meine Informationen aus einer Intensivstation wirklich nicht beruhigend, so dass man die Sache mit Ruhe und Gelassenheit, aber durchaus ernst nehmen soll!

So wichtig wäre es, dass wir wieder unabhängige Forschung und unabhängige Medien bekommen. In der USA werden Forschungen durch gemeinsame Forschungsstiftungen, durchgeführt. Großartig wäre es, wenn es solche Forschungstöpfe gemeinsam mit Staatlichen Mitteln gäbe, wobei weder der Staat, noch die Industrie Einfluss auf die Ergebnisse nehmen könnte. Wenn man sich die Brillen färbt, oder wenn man die Brillengläser verformt, was sinnbildlich geschieht, wenn Forschungsergebnisse manipuliert werden, dann wird man die Wahrheit nicht sehen können. Vor allem aber die oberste Gesundheitsbehörde, die WHO sollte frei von industriellem Einfluss sein!!

Vorerst bleibt es an uns,uns unser Urteil so gut wir können, selbst zu bilden. Es gilt wieder Vertrauen aufzubauen und Grenzen für überbordende Wirtschaftsprozesse, die die Wahrheit, die Erziehung und die Politik ja die Demokratie überwuchern.

Die Zeit ist offen für gute klare Ideen. Kein System kein Gegenstand ist ohne Gedanken und Plan entstanden. Da Teile der Wissenschaft, derzeit die Medien auf Pandemiestatus, ohne Bürgerrechte sind, die Politik sich auf Wissenschaft, der diese Situation doch relativ neu ist, oder doch nicht, denn der deutsche Bundestag hat sich 2013 ganz genau mit diesem Szenario eines Corona-Virus aus China befasst, (Quelle: bundestag.de ab Seite 55 wird es spannend) so sind unser aller Gedanken, der Input, aus dem wieder etwas Gesünderes entstehen kann!!

Der Blob – Intelligenz ohne Gehirn?

Es ist weder Tier noch Pflanze, sondern – ein Blob. Dieser schleimige Superorganismus stellt alles in Frage, was der Mensch über intelligentes Leben zu wissen glaubt. Der faszinierende Einzeller ist quasi unsterblich, hat einen unstillbaren Appetit, kann komplexe Probleme lösen und zeigt erstaunliche Lern- und Kommunikationsfähigkeiten.

Was ist eigentlich der Überwachungskapitalismus?

Von der #Digitalisierung wird zwar laufend geredet, mitunter auch von der Übermacht der #SiliconValley-Konzerne, aber was meint das genau? Leben wir jetzt einfach in einer Wirtschaft 4.0 oder braucht es einen anderen Begriff, der zugleich als Analyseinstrument dient? Die US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin Shoshana Zuboff hat den Begriff Überwachungskapitalismus geprägt und beschreibt in ihrem Buch detailliert, wie sich das Internet verändert hat und wir alle zu überwachten Subjekten gemacht werden, die den Tech-Unternehmen zuarbeiten. Alles begann mit #Google, doch anfangs, so beschreibt es Zuboff, haben die Gründer der Suchmaschine gar nicht verstanden, wo ihre eigentliche Geldquelle liegt. Inzwischen sind alle Digital-Konzerne (außer Apple) mächtige Akteure des Überwachungskapitalismus.

Der Konsens-Nonsens – Markus Fiedler bei SteinZeit

Zu Gast bei Stein-Zeit.Tv war der Diplom-Biologe und Lehrer Markus Fiedler, der vielen bekannt geworden ist durch seine Filme über die manipulativen Machenschaften der Wikipedia. https://wikihausen.de/dokumentarfilm-…

Im Interview mit Robert Stein bespricht er den angeblichen Konsens in der Wissenschaft in Sachen Klimaforschung. Zentraler Bestandteil war eine Studie vom Januar 2013 von Cook et al, die immer wieder herangezogen wird um die Einigkeit unter den Wissenschaftlern zu illustrieren. Von fast 12.000 ausgewerteten Studien stimmen nicht 97% der These des vom Menschen verursachten Klimawandel zu, sondern sage und schreibe nur 0,54%. Zusätzlich erklärt Markus Fiedler anhand der Rohdaten dieser Studie wie die Ergebnisse ad absurdum geführt wurden und Ursache und Wirkung einfach vertauscht wurden.

 

Die Lunar Society – Von der Mechanisierung der Welt zu Darwins Evolutionstheorie

Die Evolutionstheorie von Charles Darwin ist das vielleicht wichtigste Dogma der modernen Naturwissenschaften. Es ist ein materialistisches und nihilistisches Weltbild, in dem die Entwicklung des Lebens dem Zufall überlassen wird, ohne Geist und Seele.

Doch woher kommt dieses Weltbild, das den Menschen und alle Lebewesen auf einen seelenlosen Zellhaufen reduziert? Die Spur führt ins 18. Jhdt. nach England in die Zeit der Aufklärung. Dort gründete eine kleine Gruppe Wissenschaftler, Unternehmer, Künstler und Denker die Lunar Society of Birmingham. Ausgehend von einem antiklerikalen und utilitaristischen Weltbild entwickelten die Mitglieder neue Konzepte und Technologien und entfachten die industrielle Revolution. Die Welt wurde entzaubert und mechanisiert. Die Evolutionstheorie nach Darwin projeziert diese Weltsicht auf das Phänomen Leben, der Darwinismus wird zum Narrativ und Ersatzreligion im Industriezeitalter.

In der Lunar Society tauchen auch erstmals die Namen Darwin, Galton und Wedgewood auf, drei Familien, die sich über mehrere Generation miteinander verheirateten und deren Vertreter massiven Einfluss auf die Entwicklung von Wissenschaft, Fortschritt und Kultur im 19. und 20. Jhdt. nahmen. Siehe auch Folge #10, Evolutionstheorie, Eugenik & Transhumanismus. https://www.youtube.com/watch?v=XnVpx…

Wir sind schon vor langer Zeit falsch abgebogen. Es ist an der Zeit, sich neu zu besinnen und zu orientieren.

Warum der Untergang naht … und warum wir uns jetzt trotzdem entspannen können

Vergiftete Brunnen und Influencer mit Morbus Science

Manchmal schafft es auch ein Bericht in die Massenmedien, der nicht der Banalität oder der Desinformation dient, sondern durchaus lesenswert ist. So etwa ein gestern in der NZZ erschienenes Essay einer promovierten Historikerin, die es wagt, die Käseglocke anzuheben, unter welcher die Welt der akademischen Lehre gerade vor sich hinschimmelt.

Die Historikerin beschenkt uns in ihrer Betrachtung auch mit einem historisch denkwürdigen Begriff, den wir uns merken sollten, um dasjenige zu verstehen, wo der gesunde Hausverstand derzeit kapitulieren muss: „Agendawissenschaft“. Wissenschaftlern dieser neuen, sich epidemisch ausbreitenden Zunft ginge es nicht mehr um ergebnisoffene Forschung und Erkenntnis, sondern darum, „mithilfe von Forschung und Lehre ein ideologisch verbrämtes gesellschaftspolitisches Programm voranzubringen“. Inzwischen habe sich in der wissenschaftlichen Welt ein regelrechter Widerwille etabliert, sich mit <<falschen Positionen>> zu befassen“.

Wer in dieser Nichtwissenwollenschaft den Kopf über den Tellerrand heben – oder eigentlich nur die Augen für die unmittelbare Realität öffnen möchte, der muss mit Disziplinierungsmaßnahmen rechnen. Disziplinierungsmaßnahmen, an denen sich bereits Erstsemestrige eifrig beteiligen, um Lehrende, die nicht auf Linie sind, zu diskreditieren und aus dem öffentlichen Diskurs zu verdrängen.

In Zeiten von Social Media geht das per Knopfdruck und in Echtzeit. Auf Phasen der Reflexion über Gehörtes und allenfalls verflogene Wut nach einem  Heimspaziergang kann heute nicht mehr gerechnet werden. „Daumen runter“ gibt’s sofort, wenn einem eine Ansicht begegnet, welche der persönlichen Kompassnadel widerspricht. Dass diese persönliche Kompassnadel nur deswegen in eine bestimmte Richtung zeigt, weil „Manufacturing Consent“-Spezialisten einen kleinen Magneten installiert haben, der eine freie Bewegung der Kompassnadel nicht zulässt, wird nicht in Betracht gezogen.

Nach Beobachtung der Historikerin werde stattdessen „die enorme Komplexität des Wissens, mit der sich Studenten vor allem in den ersten Semestern konfrontiert sehen, auf ein leicht verstehbares und durch Aneignung der «richtigen» Sprache schnell anwendbares Schema“ reduziert, mit dem die Welt in Gruppen aufgeteilt werden könne. Alles natürlich, um dem Guten und Gernen Leben zu dienen. Um ein auf Andersdenkende disziplinierend wirkendes Klima zu erzeugen, bedürfe es einer kritischen Masse solcher Agendawissenschaftler in jeweiligen Forschungsfeldern. Nach Ansicht der Historikerin habe der Marsch durch die Institutionen vor allem in den Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften dazu geführt, dass diese kritische Masse vielfach bereits erreicht wurde.

Wer nachfolgenden Artikel liest, wird verstehen, wie der Brunnen der herrschenden Lehre gerade sukzessive vergiftet wird und wie es dazu kommen konnte, dass wir im gesellschaftlichen Diskurs derzeit regelrecht wahnhaften Vorstellungen folgen. Denn aus besagtem Brunnen der herrschenden Lehre der (Agenda-)Wissenschaft schöpfen auch alle Influencer, die derzeit ihre Millionenschaften an Followern und fast eine ganze Generation mit dieser Influenza influenzieren: All die Junk Science „Bildungskanäle“ wie maiLab (bereits bedacht mit dem Grimme Online Award für Wissen und Bildung), Rezo, Porno-Katja & die 90 Super Youtuber etc.

Da die WHO den Virus von Morbus Science immer noch nicht in seiner letalen Auswirkung erkannt hat, hat sich diese bislang nur in bestimmten Thinktanks und Universitätsinstituten grassierende Krankheit mittlerweile zur Pandemie ausgeweitet.

Ritter*Innen der Kokosnuss

Natürlich gebietet es das Selbstverständnis eines im akademischen Leben verankerten Nichtwissenwollenschaftlers, dass er nicht untätig bleibt. Das Schul- und Universitätssystem hat ihm einen aufs Höchstmaß zugespitzten Intellekt aufgesetzt, mit dem er jetzt nicht ganz tatenlos zusehen kann, wie rundherum in der Welt alles den Bach runtergeht. Er muss diesen Intellekt auch schon aus Gründen der reinen Selbsterhaltung in irgendeine Richtung einsetzen. Denn würde er sich  mit einem mit 400 U/min vor sich hinrotierenden hybriden Intellekt nicht irgendwo einkuppeln sondern nur im Leerlauf drehen, dann würden sich die Zahnräder seines Getriebes selbst zerreiben. Doch wo darf man ihn in Zeiten wissenschaftlichen Prekariats noch einkuppeln, diesen Intellekt? Für irgendetwas möchte man kämpfen, damit man sich nicht ganz wertlos vorkommt. Aber die von Regierung und Medien vorgegebene Linie lässt kaum noch etwas zu, gegen das man kämpfen bzw. für das man sich engagieren darf. Nur zwei mickrige Ventile werden der Masse angeboten, über die sie ihren Überdruck abpfeifen lassen darf. Angesichts des massiven Überdrucks, der sich jetzt über diese beiden Ventile Ausdruck verschaffen möchte, hat es die Ventilsitze samt den Adaptern allerdings bereits vollkommen durchgerissen, sodass nun der ganze Reifen plattmacht.

pixabay/CC0

Diese beiden, mittlerweile ausgeleierten Ventile sind jedem bekannt: Einerseits der „Kampf gegen Rechts“ (laut Prof. Mausfeld ein „Fake-Kampf“, der vor der Konfrontation mit den wirklich anstehenden Problemen ablenken soll) und andererseits der Kampf für Geschlechterneutralität. Wer also nach Schulende seinen vorgeschriebenen Grundwehrdienst als Infanterist im Kampf gegen Rechts schon abgeleistet hat und der Gesellschaft besonders progressiven Fortschritt bescheren möchte, der darf beim Orden der Ritter*Innen der Kokosnuss seine Lanzen brechen. Nach sechs Semestern Gender Studies kann er dann als Bätschelor mit evidenzbasierten Studien die drängende Frage abarbeiten, ob es noch Inklusion oder bereits Diskriminierung ist, wenn man Mushroom Mermaids als Reinigungskräfte einsetzt, um das Stehurinal zu putzen, in dem Wombat Cockster und Hustler Hedgehogs ihre Notdurft verrichten.

Relax, don’t do it!

Wer den nzz-Artikel liest (der in Wirklichkeit nur die Spitze eines von hunderten Eisbergen zeigt und der sehr zurückhaltend geschrieben ist, da die Autorin ansonsten ja ihre eigene Position als Masterstudiengangs-Leiterin gefährden würde), der wird auch etwas sehr Ernüchterndes realisieren: Dass es angesichts des bereits vorangeschrittenen Grades an neoliberaler Indoktrination wohl nur eine relativ kleine Anzahl an Menschen sein wird, die sich der Vermassung entziehen und ein gesundes, eigenständiges Denken ausbilden wird können.

Diese an sich fatale Tatsache einzusehen, hat aber auch etwas Entspannendes: Man ist dann nicht mehr versucht, die gesamte Gesellschaft zu retten bzw. dem kollektiven Wahnsinn eine Wende geben zu müssen (dazu ist dieser Wahnsinn bereits zu weit vorangeschritten bzw. in das Innere der Menschen hineingedrungen).

Auch wenn es also nur vergleichsweise Wenige sein werden, die nicht Opfer des Wahnsinns  werden (siehe Dostojewskijs Traum von der szientistischen Pest), so kommt es aber gerade darauf an, dass es sie gibt. Wie sie in einer weitgehend irre gewordenen Welt leben werden können, ich vermag es auch nicht zu sagen. Man kann nur darauf hoffen, dass sich schon irgendwie Möglichkeiten ergeben werden. So wie auch nach einem Vulkanausbruch am aschebedeckten Umfeld wieder vereinzelt Samen aufgehen und zu Bäumen heranwachsen, die Anderen Schatten spenden können.

Mit ‚Entspannen‘ meine ich natürlich nicht, dass man jetzt die Füße auf den Tisch legen und Dschungelcamp gucken soll. Ganz im Gegenteil: Man muss jetzt äußerste Kraft aufwenden und in Bewegung bleiben, damit man im neoliberal vergletschertem Lebensumfeld nicht erfriert. Wer gesund bleiben und verhindern will, dass einen der Wahnsinn packt, der muss geistig rege sein wie noch niemals zuvor. Insofern ist es auch nicht umsonst, dass es Einzelkämpfer gibt, die mit ihren kleinen Piratensendern die Stellung halten, obwohl der Wind des Wahrheitsministeriums mit aller Kraft versucht, sie von der Bildfläche zu blasen (was dank Zensur und Shadowbanning-Techniken in den sozialen Medien auch durchaus erfolgreich vorangetrieben wird). Denn diejenigen, die noch geistig gesund sind, brauchen auch gesunden, nicht mit dem Virus des Wahnsinns influenzierten Input von anderen, sonst müssten auch sie mehr oder weniger verzweifeln.

Mit ‚Entspannen‘ meine ich vielmehr, dass man es sich weitgehend abschminken kann, andere überzeugen zu wollen, die ihre Wahl vorerst bereits getroffen haben, obwohl man ihnen die Worte von Max Jacob zurufen möchte: „Ich weine vor Euch, weil ich weiß zu welchen Schlünden ihr wandert.“ Das heißt nicht, dass man nicht den ein oder anderen bei Gelegenheit doch davon abhalten könnte, in den Abgrund zu marschieren. Doch wer sich dies für die Gesellschaft als Ganzes erwartet, der würde sich hoffnungslos verausgaben. Die Verpflichtung, die jeder noch gesund denken könnende Mensch hat, ist jedoch: sich selbst und diejenigen, die sich ebenfalls dem Wahnsinn verweigern, geistig gesund zu erhalten bzw. aus dem medial verordneten Eintopf der Ignoranz zu emanzipieren und jetzt vollkommen unabhängig  denken zu lernen. Auch vollkommen unabhängig von denjenigen Autoritäten, die sich in schönen Gewändern als Wissenschaft bezeichnen, aber meist nur eine Nichtwissenwollenschaft verkörpern. Ebenso unabhängig von Intellektuellen, von denen derzeit ja viele enttäuscht sind, da sie sich in mancherlei Hinsicht ebenfalls der Agenda des Mainstream ergeben haben. Mit dem Erlangen und Bewahren dieses unabhängigen Denkens ist das Notwendige getan. Was dann kommt, wird sich schon ergeben.

Aufgrund verschärften Zitaterechts diesmal nur ein schlichter Link zum vorgenannten Artikel:

Wenn Wissenschafter eine Agenda verfolgen: wie Macht und Moral an den Hochschulen die Erkenntnis ersetzen (nzz)

 

P.S.:
Was an diesem nzz-Artikel eventuell zu bemängeln wäre, ist die Verwendung des Wortes „Moral“, mit welcher die besagte Disziplinierung neben „Macht“ erfolge. Um wohl klingende Wörter sind wir ja heute nicht verlegen, um unsere Lebenslüge zu rechtfertigen, obwohl das Motiv der Agendawissenschaftler eher mit dem Wort „Moralisieren“ zu charakterisieren wäre – wobei „Moralisieren“  ja geradewegs das Gegenteil von wirklicher Moral und eigentlich eine Amoral oder sogar Antimoral ist.

Auch wird im nzz-Artikel die Frage, wer denn eine solche Agenda der Agendawissenschaften überhaupt ausgibt, nicht einmal berührt. Wer sich darüber kundig machen möchte, der wird eventuell bei Noam Chomsky (siehe „Die Wachhunde der Machtelite“), bei Edward Bernays oder bei Bertrand Russel fündig:

>> Ich denke, das Thema, das politisch am wichtigsten sein wird, ist die Massenpsychologie. … obwohl diese Wissenschaft sorgfältig studiert wird, wird sie starr auf die regierende Klasse beschränkt sein. Die Bevölkerung wird nicht wissen dürfen, wie ihre Überzeugungen entstanden sind. Wenn die Technik perfektioniert ist, wird jede Regierung, die für die Erziehung einer Generation verantwortlich ist, in der Lage sein, ihre Untertanen sicher zu kontrollieren, ohne dass Armeen oder Polizisten benötigt werden … Bald werden verschiedene Ergebnisse erzielt werden: dass der Einfluss der Heimat hinderlich ist … Erziehungs-Propaganda könnte mit Hilfe der Regierung dieses Ergebnis in einer Generation erreichen. Es gibt jedoch zwei mächtige Kräfte, die gegen eine solche Politik sind: die eine ist die Religion, die andere der Nationalismus. … Eine wissenschaftliche Weltgesellschaft kann nicht stabil sein, wenn es keine Weltregierung gibt. <<  (Bertrand Russell, Der Einfluss der Wissenschaft auf die Gesellschaft, 1953)

Dr. Daniele Ganser: Der illegale Krieg gegen Libyen 2011

Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser sprach am 18. November 2019 in Karlsruhe über den Angriff von Frankreich, Grossbritannien, den USA und anderen Ländern auf Libyen im Jahre 2011, den er als illegal einstuft.

Dabei stützt sich Ganser auf das UNO-Gewaltverbot, das klar und deutlich Kriege seit 1945 verbietet und sagt: Alle UNO-Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede Androhung oder Anwendung von Gewalt.

Fukushima – Ende nicht in Sicht

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen…

Im März 2011 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9 die Küste von Japan. Auf das Beben folgte ein Tsunami. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es daraufhin zur Kernschmelze. Die Region um Fukushima wurde zum Sperrgebiet. Vier Jahre nach der Katastrophe haben wir uns vor Ort ein Bild machen können.

Warum die Versicherungen Mobilfunkschäden nicht versichern, und die Wahrheit unterdrückt wird

Die Dokumentation zeigt Strategien der Mobilfunk-Industrie gegen kritische Wissenschaftler und gegen deren brisante Forschungsergebnisse zu gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Mobilfunk-Strahlung. Die Industrie weiß sehr wohl, dass Mobilfunk gesundheitsschädlich ist und teilt dies auch ihren Investoren mit. Nicht aber den Verbrauchern. Quelle:zero5g.com

Wir können viel tun, um der Wahrheit, der Freiheit und unserer Gesundheit zu nützen: Ein maßvoller Einsatz der Technik, genug Zeit für Regeneration, sehr aktiv werden, wenn uns, an Stelle uns mit einem Glasfasernetz zu versorgen, überall Sender aufgestellt werden! Man kann jedes Handy auch über das Kabel anstecken, wenn man vorher auf Flugmodus gestellt hat. Entsprechende Adapter gibt es im Handel. Die Gurus von Silikon Valley, die wir gerne als Vorbild sehen, machen alles anders als es uns empfohlen wird, und wir könnten es ihnen nachmachen. Denn sie sind gerne offline. Quelle: Berliner Zeitung

Denn sowohl die Firmen, als auch Silikon Valley und die Versicherungen wissen um die tatsächliche Gefahr. Wissenschaftler warnen immer wieder vor der Krebserregung der Strahlen. Quelle: diagnose funk.org

Ein Experte spricht über die Gefahren von 5G

Wenn ein Mensch nach jahrelangem Kampf gegen seinen eigenen Tod noch Arzt studiert, dann Facharzt, dann Umweltmediziner, dann Dozent an Universitäten, zum Gerichtsgutachter wird und vom Landtag in Bayern und bei Politikern in Brüssel und Luxemburg geladen wird, dann geht es schlicht und einfach nur um das Zusammentragen von Fakten. Der Gast, Dr. med. Joachim Mutter erklärt dem Moderator vom Schweizer Privatfernsehen QS24, was man zur Mobilfunk, zu Grenzwerten und zum angehenden 5G einfach wissen sollte – und was man primär für seine Gesunderhaltung tun kann. Viele wissenschaftliche Publikationen zu diesem Thema kann auf der Homepage des Gastes kostenfrei heruntergeladen werden. Zum Dank für seine brisanten Recherchen, ist er, so wie sehr viele unserer besten Köpfe, auch in PSIRAM, dem Nachschlagewerk der Skeptiker, genannt GWUP, bearbeitet worden. Ja der Gesinnungskontrolle, GWUP Erich Honeckers, der früheren DDR, sind Menschen wie Prof. Hüther, oder Doz.Dr. Mutter natürlich unbequem. Da Angela Merkel, ohne Probleme, in diesem Umfeld groß geworden ist, so sind ihr sicher auch diese Informationen unbequem. (Quelle: merkur.de). Die Information, dass Merkel in ihren jungen Jahren, die nur auf die thermische Gefahr der Mobilfunkstrahlung reduzierten E-Smog Grenzwerte fixierte, die natürlich deshalb viel zu hoch sind, entstammt einem Video eines anderen Insiders nämlich von Herrn Weiner, das hier sicher schon veröffentlicht war : Quelle: YouTube

Der Mainstream und die Politik möchte uns nämlich glauben, machen, dass der E-Smog keine gesundheitlichen Probleme erzeugt, und dass das Ziel nur unser rasches Internet ist, das wir natürlich, E-Smog arm, durch ein Glasfaserkabel erreichen könnten. Es wurden viele Forscher gemobbt, die die Gefahren der Mobilfunkstrahlung belegten. Man konnte die Forscher, die einen Wirtschaftsbereich, wo Billionen investiert wurden, der ein riesiges Wachstum verspricht, zwar nicht lebenslang ächten. Doch ist die Information, wie Krebs-erregend und Spermien-tötend, Hirn Tumor-auslösend, Schlaf-störend, Kopfschmerzen und Müdigkeit-auslösend der Mobilfunk ist, doch sehr lange unterdrücken. Eine Reporterin hat sich dieses Themas angenommen und die Forscher rehabilitiert, die sich der Wahrheit, der Freiheit und nicht dem Kommerz verschrieben haben. (Quelle:YouTube ).

Zu Gast: Dr. med. Joachim Mutter
Moderation: Herr Alexander Glogg

 

 

Audi 100 – nur 1,76 Liter auf 100km

das sparsamste Auto der Welt 1989.

Der Audi-Technikvorstand versprach 1989, ein Auto mit deutlich weniger als 2,5 Liter Verbrauch auf 100km im Februar 1990 auf den Markt zu bringen.
Unglaublich. Vor 30 Jahren war dies bereits möglich.

Gegenargumente:

https://www.mdr.de/wissen/der-sparsamste-diesel-aller-zeiten-100.html

Dr. Manfred Spitzer über den vorprogrammierten Absturz (Wie wir Generation Doof 4.0 züchten)

Die Penetranz, mit der uns Digitalisierung als tolle und unaufhaltsame Entwicklung verkauft wird, steht leider in krassem Gegensatz zur Realität, auf welche diejenigen, die sich gerne als „Realos“ geben, ja scheinbar so viel halten. Basierend auf mittlerweile sehr umfangreichem Studienmaterial mit Statistiken über Millionen an Schülern in 60 Ländern und über Beobachtungszeiträume von 10 Jahren, kann Spitzer heute eine einfache Gleichung aufstellen, vor der es uns leider nichts nützt, die Augen zu verschließen:

Je mehr digital, desto dumm.
Oder: Je früher digital, desto kaputt.
Oder auch: Je lieber digital, desto suizidal.

Die Frage, warum unser evidenzbasiertes Altmaier-Kabinett trotzdem gerade Milliardenbeträge ausgibt, um unsere Kinder möglichst frühzeitig in eben diese degenerative Entwicklung hineinzuprügeln, mag sich jeder selbst beantworten.

Wer wenig Zeit hat, mag sich eventuell nur eine Minute ab 1:04:45 ansehen: Da wird in aller Kürze erklärt, wozu der für Deutschlands Schulen beschlossene „Digitalpakt“ in Kürze führen wird: Andere Länder haben das Ganze bereits durchexerziert – und sind vollkommen abgeschmiert. Sogar in Finnland, das bei PISA-Vergleichstests bislang immer top war, sind die Schülerleistungen nach Einführung der Digitalisierung mittlerweile in den Keller gefallen.

Mit anderen Worten: In einer Situation, in der wir ohnehin bereits mit einer Bildungskatastrophe biblischen Ausmaßes zu kämpfen haben (nicht nur die humanistische Bildung und die Empathiefähigkeit drohen zu verdunsten, auch die ganz konkreten kognitiven Fähigkeiten – 40% der Abiturenten beherrschen etwa keine Bruch- und Prozentrechnungen mehr, obwohl sie mit einer Zwei im Zeugnis entlassen wurden), züchten wir nun eine Generation Doof 4.0.

Der Zeitpunkt, wo diese verhängnisvolle Entwicklung in die Wege geleitet wird, könnte ungünstiger nicht sein. Denn angesichts der Herausforderungen, die heute vor uns stehen und von denen die drohende Robotisierung/Mechatronsierung des Menschen und der Lebensumwelt nur eine ist, wäre echte Bildung bzw. Erziehung zu eigenständigem, kreativem Denken heute so notwendig wie noch niemals zu vor.

Manfred Spitzers Vortrag soll diesbezüglich keineswegs Anlass zur Resignation sein, sondern kann vielmehr Ansporn sein, umso mehr Eigenregie zu übernehmen. Denn wenn die Regierung versagt und unsere Kinder nur noch willfährig der Agenda von Lobbyinteressen der IT-Industrie ausliefert, dann müssen wir im privaten Rahmen umso mehr gegensteuern. Durch das echte, basale Leben, das wir unseren Kindern nahebringen können, durch Liebe zu Natur, Büchern und humanistischer Bildung. Dann wird dasjenige, was aus neurowissenschaftlicher Sicht ohne Pathos schlicht als digitales Gift bezeichnet werden kann, in seiner Schädlichkeit zurückweichen. Denn was viele ratlose Eltern heute übersehen: Die Beziehung der Kinder zu ihnen bzw. zu Erwachsenen ist im Vergleich zu den Medien entgegen allem äußeren Anschein immer der gewichtigere Faktor. Wer diese Beziehung pflegt – und sich dabei selbst als immer in Entwicklung begriffener Mensch versteht und nicht als Biocomputer – hat das notwendige Gegengewicht gespendet, damit seine Kinder einigermaßen gesund durch das digitale Zeitalter kommen.

[Warnung: Wer im Glauben an die Digitalisierung seine Ersatzreligion gefunden hat, dem könnte es nach dem Vortrag von Dr. Spitzer eventuell den Boden unter den Füßen wegziehen. Er wird danach womöglich nicht mehr länger vor Gott KI knien können, sondern wieder aufstehen. Daher Vorsicht: Dieses Video kann einen zum Digitalismus-Agnostiker machen!]

Flug in den Tod mit ausgeschalteter Gehirnhälfte …

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Eine riesige Population an weißen Gänsen ist vor Kurzem verendet. Bei ihrem alljährlichen Zug in ihr Winterquartier sind die Tiere in einem See zwischengelandet. Der See war vergiftet, ein dort ansässiger Konzern hatte gewinnschonend darauf verzichtet, seine Altlasten zu bereinigen. Äußerlich war der See idyllisch anzusehen, doch sein Wasser hatte sich mit hochtoxischen Substanzen aus einem stillgelegten Bergwerk angereichert.

Augenzeugen berichten von einem erschütternden Anblick. „Der ganze See war bedeckt mit toten weißen Vögeln wie mit herabgefallenen Blüten“. Ich finde den Zeitungsbericht nicht mehr, will ihn auch gar nicht suchen, ebenso wie ich darauf verzichte, weitere Links und Statistiken über das alljährliche Gemetzel an unseren Zugvögeln anzuführen, sie wären zu deprimierend.

Jedes Jahr verlassen alleine in Deutschland  ca. 50 Millionen Zugvögel ihre Brutgebiete und machen sich auf einen Weg, der laut Schätzungen von Ornithologen für mehr als die Hälfte der Tiere den Tod bedeuten wird. Es ist meist kein natürlicher Tod, es sind industrielle und vom Menschen geschaffene Einrichtungen, die den gefiederten Freunden zum Verhängnis werden. In deutschen Windrädern en masse verhäckselt, in kilometerlangen Fangnetzen in Ägypten oder in Klebefallen an Zweigen in Zypern gefangen, finden sie ihr schnelles oder qualvolles Ende.

Sie fliegen schon seit undenklichen Zeiten, die Vögel. Warum sie jedes Jahr unter Aufbietung aller Kräfte und unter großen Verlusten Kontinente und Meere überqueren, wir wissen es in Wirklichkeit immer noch nicht. Vielleicht sind sie interkontinentale Botschafter, die etwas Wichtigeres vermitteln als unsere Leitmedien. Auch welche grandiose Aufgabe sie im Haushalt unseres Ökosystems erfüllen, ist den wenigsten von uns bewusst. Ihr Orientierungs- und Durchhaltevermögen sind uns kaum begreiflich. Flüge von tausenden Kilometern, mitunter über hohe Gebirge, durch Regen, Schnee und Eis, bewältigen manche Enten- und Gänsearten, indem ihre beiden Gehirnhälften während des Marathonfluges abwechselnd schlafen und wachen. Ohne Nahrungsaufnahme und unter Verlust eines großen Teils ihres Körpergewichts landen die Tiere dann schließlich ohne Kompass an der Destination, zu der ihnen die große Vogelseele den Weg gewiesen hat. Von der Evolution über Millionen von Jahren mit faszinierenden Fähigkeiten ausgestattet, um den herben Bedingungen der Elemente zu trotzen und ganze Meere überqueren zu können, stehen sie allerdings den technischen Errungenschaften, auf die wir heute so stolz sind, vollkommen hilflos gegenüber. Ihr Manko: Sie haben schlichtweg kein Sensorium für diese evolutionär gänzlich neuartigen Gefahren.

Da ja laut Novalis für uns Menschen „alles äußerlich Sichtbare nur ein Gleichnis“ ist, frage ich mich gerade, wieviele von uns den Zug, den wir gerade unternehmen, wohl schaffen werden. Und wie viele von uns und unseren Kindern in einem der unzähligen Netze und Klebefallen enden werden, die für uns ausgelegt wurden. Oder in einem scheinbar idyllischen See, in dem man Spaß haben kann, der aber hochtoxisch ist und den niemand, der von seinem Wasser getrunken hat, wieder verlassen kann. Er mag zwar physisch weiterleben, aber trotzdem an „Mentalvergiftung“ (Prof. Mausfeld) und innerer Vermorschung zugrunde gehen.

Doch nicht nur der geistige Tod droht, sondern auch ganz schnöde gesundheitliche Fatalismen. Dabei sind es nicht nur fremde Hände, die uns zum Verhängnis werden können, sondern vor allem auch unsere eigenen. Denn gleich den Gänsen haben in Wirklichkeit auch wir für viele der technischen Errungenschaften, als deren Herren wir uns dünken, noch kein rechtes Sensorium ausgebildet. Was deren Gefährlichkeit bzw. deren langfristige Folgen für unsere Gesundheit und unsere Psyche anbelangt, stellen wir derzeit eine grenzenlose Naivität unter Beweis. Als jemand, der als Produktentwickler selbst im Hurrikanauge des R&D steht, könnte ich jetzt Bände erzählen, was hinter vielen Produkten und Technologien, die uns von einer Hochleistungs-Marketingindustrie täglich schmackhaft gemacht werden, so alles an desaströsen Nebenwirkungen steckt, über die man in den oberen Etagen Bescheid weiß, aber nicht darüber spricht. Alleine die zum Teil unveröffentlichten Studien über die gesundheitlichen Nebenwirkungen der heute unseren Alltag prägenden Drahtlostechnologien und LED-Beleuchtung, in die ich bisher Einblick hatte, würden jedem Gutbürger der glaubt, mit diesen Techniken Spaß zu haben, die Haare zu Berge stehen lassen.

Zurück aber zu den Gänsen und Vögeln. Diesmal also keine schlimmen Bilder und keine verstörenden Links, stattdessen ein poetisch-berührendes Video von Mike Oldfield, eine Hommage an das Luftelement und unsere zarten gefiederten Freunde, die jetzt gerade auf Messers Schneide ihren Weg durch Sturm und Schnee suchen. Jahr für Jahr kehren weniger von ihnen zurück und in manchen Landstrichen ist es im Frühjahr bereits bedrückend still. Fröhliches Gezwitscher und Gesänge, die unser Herz  beschwingen, sind selten geworden.  Jeder, der sich schon einmal näher mit einem Vogel angefreundet bzw. ihn aufgezogen hat, kann nur staunen über das Faszinosum seines Wesens, das langsam heranwachsende Wunderwerk jeder einzelnen Feder, die sich zusammenfügt zu einem farbenprächtigen und mit unglaublicher Liebe zum Detail gezeichneten Kleid, mit dem die Lufttiere – sogar ihre Knochen sind mit Luft gefüllt -, von der Natur in ihrem Großmut eingekleidet werden. Wie ein kostbarer, filigraner Juwel kann einem solch ein gefiederter Geselle erscheinen, der sich da seinen gefahrvollen Weg durch Schnee und Sturm bahnen muss. Und wie leicht kann dieser Juwel zerschellen.

Obwohl die Bilder und die Musik Oldfields im untigen Video keinerlei Grausamkeiten andeuten, sondern nur eine feine Poesie verströmen, mögen bei einem empfindsamen Gemüt dabei womöglich mehr Tränen zutage treten als bei einer noch so erschreckenden Zeitungsreportage über den alljährlichen Todesflug. Er braucht sich dabei keine falsche Scham antun. Das, was uns ein zynisches System heute mit aller Gewalt abzutrainieren versucht: unsere Empathie und Mitfühlensfähigkeit, darf sich ruhig auch einmal regen. Wer diese nicht bewusst kultiviert, den wird sie womöglich unbewusst einholen und ihren Tribut fordern … denn in Wirklichkeit geht die gewaltige Zerstörung an menschlicher und zivilisatorischer Substanz, die gleich der Vernichtung der Vogelmassen bei ihrem jahreszeitlichen Zug für uns Menschen jeden einzelnen Tag stattfindet, nicht spurlos an uns vorüber. Auch wenn wir alles tun, um diese Zerstörung nicht wahrhaben zu müssen.

Video leider nur noch audio ohne Vögel verfügbar: Youtube2

(Foto: pixabay/CCo)

Was verbindet Pancakes und die Blockchain?

Sara Tucci ist Expertin für Algorithmen und Codierung. Sie arbeitet an der Technologie der Blockchain, die den Bitcoins beispielsweise zugrunde liegt. Sie könnte uns eines Tages helfen, die Kontrolle über unsere Daten zu behalten, statt sie in Clouds der Kontrolle durch Google und Co. auszusetzen. Was das mit leckeren Pancakes zu tun hat, erklärt diese Folge von Verknüpft.

Frischer Wind in der Betäubungszone des Bundestags

Jörn Gutbier, der Vorsitzende der Initiative „Diagnose Funk“, ist Architekt. Wenn er seine knapp bemessene Freizeit und ungezählte nächtliche Stunden, in denen der gute Bürger normalerweise schläft, dafür aufwendet, um sich für uns alle einer Maschinerie entgegenzustellen, die uns schon demnächst überrollen könnte, dann mag der ein oder andere eventuell 30 Minuten opfern, um sich das anzuhören, was Gutbier hier in kompakter Form vorträgt. Es könnte sein, dass es im Gegenzug zu diesen 30 Minuten viele gesunde Lebensjahre sind, die er dazugewinnt, falls er für die gegenständliche Thematik aufwacht und zumindest für sich selbst Konsequenzen im Umgang mit der strahlenden neuen Welt zieht (nützliche und einfach umzusetzende Tipps für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation in den eigenen vier Wänden finden sich auch in einer Informationsbroschüre der Landessanitätsdirektion Salzburg).

Die Rede wurde vorletzte Woche vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gehalten, jenem Gebäude, in dem eine Bundeskanzlerin nun schon seit 14 Jahren mit jedem ausgesprochenen Wort nichts anderes macht als das, was Roger Willemsen bei ihr beobachtet hat – der zum Schreiben seines Buches ein Jahr lang dem Bundestag als Beobachter beigewohnt hat: „Betäubungszonen ausbreiten“ und „das Land chloroformieren“ (Quelle: Tagesspiegel).

In dieser Betäubungszone, in der auch die meisten anderen von uns gewählten Volksvertreter wie transatlantische Wasserleichen vor sich hintreiben, wurde nun etwas beschlossen, was sich bereits nach derzeitigem, gesichertem Wissensstand als sehr viel größerer Umwelt-/Gesundheitsskandal herausstellen könnte als die Folgewirkungen von Contergan, Asbest, DDT und PCP zusammen. – Eine neue Technolgie, die sogar der Wissenschaftliche Beirat für globale Umweltfragen der Bundesregierung als Klimakiller und als disruptive Kraft beschreibt, welche die Schädigung von Umwelt und Klima in gewaltiger Weise beschleunigen werde, falls man sie jetzt nicht reguliert – was laut Jörn Gutbier ohne großen Aufwand jederzeit möglich wäre. Nur: Wie stellen wir das nun an, innerhalb einer chloroformierten Betäubungszone, in der viele technikverliebte Bürger die Illusion liebgewonnen haben und über unangenehme Wahrheiten lieber hinwegsehen möchten? Wie auch immer, eine nicht unbeträchtliche und stetig wachsende Anzahl von Menschen erkennt jedenfalls bereits die Zeichen der Zeit und organisiert sich gegen den Wahnsinn, den uns eine hochprofessionelle PR- und Lobbyindustrie als Normalität verkaufen will (siehe auch gegen5g.de).

Zum Weiterlesen/-sehen:

diagnose-funk.org (Informationsportal zu gesundheitlichen Nebenwirkungen von technischen Feldern)

WarGaming für den Profit (25-minütige Doku mit bisher nicht veröffentlichtem Originalmaterial von Zeitzeugen)

Welcome to the final Show (Nachrichtenspiegel)

Die Hard 4.0: Arma5Geddon (Nachrichtenspiegel)

Auf die Knie vor Gott KI (Nachrichtenspiegel)

 

KenFM im Gespräch mit: Erwin Thoma („Strategien der Natur“)

Erwin Thoma ist der Mann und Ansprechpartner, wenn es um Fragen eines gesunden, nachhaltigen und erfüllten Lebens in und mit der Natur geht. Wenn er beginnt vom Wald zu erzählen, hat man das Gefühl, den Geruch sauberer Waldluft in der Nase zu spüren. Berichtet er von den Kreisläufen und Lebenszyklen eines Baumes, fängt man fast automatisch an, den eigenen Lebensstil zu überdenken. Erwin Thoma ist kein Träumer, er ist ein Mann der praktischen Vernunft, mit einem strahlend breiten Lächeln um die Mundwinkel, die von seiner aufrichtigen Liebe zur Natur zeugen.

Das Rätsel des künstlichen Hirns

Sehr gruselig

Viele Science-Fiction-Filme handeln von Wissenschaftlern, die Maschinen Leben einhauchen. Wird diese Zukunftsvision jetzt Wirklichkeit? Neurowissenschaftler und Robotologen verfolgen ein und dasselbe Ziel: die Schaffung eines dem menschlichen Gehirn ähnlichen Kunsthirns. Traum oder Albtraum? Der Film beleuchtet die Forschungsarbeiten mit schier unerschöpflichen Mitteln.

Der Wettlauf ins All war gestern, heute ist der Wettlauf ums künstliche Gehirn die nächste zu erobernde Grenze. Vom einfachen Molekül bis hin zur komplexen Verknüpfung der Gehirnzellen hat man bereits mit der Kartographie des Gehirns begonnen. Ziel ist die Schaffung eines dem menschlichen Gehirn ähnlichen Kunsthirns, was von Neurowissenschaftlern und Robotologen auf der ganzen Welt verfolgt wird. Aber so unterschiedlich wie die Forschungskonsortien sind auch deren Beweggründe. Vorrangig geht es den meisten Wissenschaftlern darum, das Gehirn als eines der wenigen letzten Mysterien besser zu verstehen und somit auch fortschrittlichere Behandlungsmethoden entwickeln zu können. Doch auch Transhumanisten sind am Wettlauf um das Kunsthirn beteiligt und suchen nach Möglichkeiten der Unsterblichkeit, während sich der Internetriese Google dafür interessiert, wie künstliche Intelligenz mit der Welt interagieren und eigenständig lernen kann … Traum oder Alptraum? Ist es wirklich möglich, das menschliche Gehirn durch eine Maschine zu ersetzen? Dafür müssten die Funktionen von 100 Milliarden Neuronen reproduziert werden, die durch ein Netz hochkomplexer Verbindungen miteinander verbunden sind. Und was passiert, wenn diese Suche tatsächlich gelingt und es eines Tages das künstliche Hirn geben wird? Wird es einigen exzentrischen Milliardären die digitale Unsterblichkeit bescheren? Die packende Dokumentation folgt verschiedenen Forschungsarbeiten weltweit, die mit schier unerschöpflichen Mitteln an dieser Vision arbeiten – mit viel Science und immer weniger Fiction!

Miesepeter des Universums oder freie und liebesfähige Menschen? – Teil 2: Auf die Knie vor Gott KI!

Gott oder Google?

„Gott oder Google?“ In wortgewaltiger Weise eröffnet Wolf Reiser ein jüngstes Interview mit Gernot Brauer, dem Autor des Buchs „Die Bit-Revolution – Künstliche Intelligenz steuert uns alle in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft“. Das Interview erschien auf Rubikon. Es ist begrüßenswert, dass alternative Medien auch Standpunkte vermitteln, in denen Alternativlosigkeit suggeriert wird (siehe auch Rubikon 2) – so bleiben wir als Leser stets wachsam, auch alternativen Medien gegenüber. Um was geht es also? Nun, um nichts weniger als um Sein oder Nichtsein – zumindest um das Sein, wie wir es bisher kannten. Denn hinter dem Horizont braut sich gerade ein Tsunami zusammen, der uns nach Ansicht des KI-Spezialisten Brauer zweifellos „überrollen“ wird.

„Der Wandel [die „digitale Transformation“] wird kommen. An uns liegt es jetzt, ihn ethisch verträglich zu gestalten.“ – Ja, dem ist wohl zuzustimmen. Nur leider werden wir dann, wenn wir Menschsein als das auffassen, als was es der interviewte Experte auffasst, da leider nicht viel ausrichten und dem Wandel weitgehend hilflos gegenüberstehen.

Brauer: „Folglich können wir auch uns selbst als Datenfaktum wahrnehmen. Insofern ist der Mensch eine Rechenaufgabe (…)  Denken und Fühlen, also die Essenz unseres Menschseins in Computern auslagern lässt. Wenn dann ein Mensch stirbt, lebt sein Geist maschinell weiter.“

Auch wenn dies viele als fortschrittlich ansehen. Aber es ist, ohne zu werten, technizistisch-amerikanische Denkart und nicht genuin-europäisch-humanistische. Es steht natürlich jedem frei, daran zu glauben, dass in der jenseits des Atlantik liegenden, der Furche des Silicon Valley entsprungenen Denkweise die Zukunft liegt. Nicht wenige schließen sich heute dieser Meinung an. Und in der Wahl ist der Mensch auch vollkommen frei. Nur im Tragen der Folgewirkungen dieser Wahl dann leider ganz und gar nicht mehr. Und diese Folgewirkungen auf Ökologie und Mensch sind eigentlich bereits jetzt schon für jedermann sichtbar und spürbar, wir brauchen dazu eigentlich gar keine Zukunftsforscher und Experten aus Silicon Valley, die uns die immer mehr überhand nehmende Technisierung erklärbären.

Und bei aller unbestreitbaren Klugheit und Zahlenmächtigkeit von Gernot Brauer lebt in dem, was der Computer-/Kybernetikexperte sagt, leider auch eine ungeheure Naivität. Vor allem, dass der Mensch als eine Rechenaufgabe, die man „lösen“ könne, auffassbar sei bzw. als ein Zahlenbündel, das man in eine Maschine uploaden kann, ist m.E. ein folgenschwerer Irrtum. Wer den menschlichen Geist bzw. seine Bewegungen des Denkens, Empfindens und Willens auf ein digitales „Datenfaktum“ reduzieren möchte, der verkennt vollkommen das Wesen des Menschen, das eigentlich in aller großen Literatur und Kunst in überzeugender Weise zum Ausdruck kommt – oder besser gesagt: anklingt. Denn dingfest machen kann man den menschlichen Geist nie, er ist unwägbar, jenseits der binären, stromdurchflossenen Logik eines Computers und immer in kreativer, unberechenbarer Entwicklung begriffen – was ihn aus Sicht des von Brauer zitierten Softwareentwicklers Hardy Schloer auch gefährlich macht. Das Fazit Schloers, nachdem er sich im Selbststudium durch gleich fünf Wissenschaften (Mathematik, Physik, Philosophie, Soziologie, Sozialpsychologie) gearbeitet hat: „Kein Computer wird jemals so unberechenbar und gefährlich agieren wie Menschen. KI ist sicherer, berechenbarer und humaner, also verantwortlicher einsetzbar als jemals der Mensch.“

Um diese Gefährlichkeit zu heilen, hat der Deutsch-Amerikaner die revolutionäre Software Prisma Analytics programmiert, die laut Brauer „das Zeug hat, die Welt zu verändern … Sie scannt in ihrem Weltmodell alles, was Menschen erschreckt und erfreut, was sie befürchten und ersehnen, was sie wollen und tun. Sie errechnet in Millisekunden, was daraus folgt, was man also wann tun oder lassen sollte. Sie denkt für uns, schneller als wir selbst das vermögen.“

Lechzend nach Selbstkastration

Prisma Software ist nicht der einzige Big Data Konzern, der an der lückenlosen Kartographie der menschlichen Lebenswelt bis in die Genomsequenzen hinein arbeitet. Alle machen inzwischen einen auf KI. Ohne dass es allzuvielen Bürgern bewusst ist, existieren längst kommerziell genutzte Datenbanken wie die des US Konzerns Acxioms, in denen wir praktisch alle  – mit größter Wahrscheinlichkeit auch Sie, die Sie das hier lesen – aufgelistet sind, fein säuberlich eingeteilt nach unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und monetären Potenz. Die unterste Kategorie der hier analysierten Menschen heißt lt. Acxiom übrigens „waste“, also Abfall oder Müll (siehe Süddeutsche). Was wird die grandiose Künstliche Intelligenz, wenn wir ihr einmal vollkommen die Schalthebel in die Hand geben, da wir uns nicht mehr die Mühsal des Selbst-Denkens und Selbst-Entscheidens auferlegen wollen, einmal mit den Menschen in dieser untersten Kategorie machen (siehe dazu erste, bereits überwältigende Ansätze in Chinas „Social Scoring“-Bürgerüberwachungs-/bestrafungssystem)? Ich will es mir ehrlich gesagt nicht ausmalen. Denn dazu müsste ich mich als Spaßverderber und Fortschrittsverweigerer unbeliebt machen, wo ich doch am Surfen auf der euphemistischen Technikwelle selbst voll Spaß habe und damit auch ein lukratives Einkommen beziehe. – Nein, das mit dem Entenzüchter, als der ich mich immer ausgebe, war natürlich nur Fake, in Wirklichkeit drehe ich selbst kräftig am Rad derjenigen Branche mit, die auch im o.a. Rubikon-Artikel besungen wird – als Automatisierungstechniker und Berater von global agierenden Konzernen, die nun auch in Sachen Big Data kräftig aufrüsten und sich der „digitalen Transformation“ anheimgeben.

Mal unter uns gesagt …

Wir Techniker sehen die Sache rund um Digitalisierung und KI übrigens sehr viel nüchterner als die Journalisten und Politiker, die unsere Innovationen besingen. Die meisten von uns lassen sich in ihrem eigenen Haus so wenig Technik wie möglich installieren, da sie wissen, wieviel Schwierigkeiten und Wartungsaufwand sie bedeutet. Viele von uns schirmen auch ihre Hauselektronik, ihr WLAN und ihr DECT-Telefon ab (BMW macht das nach Absprache mit Strahlenschutzexperten und Fachleuten von Siemens übrigens konzernweit) – Nur Sie Otto Normalverbaucher dürfen das nicht. Wenn Sie sich dem verweigern und unsere Drahtlos-Gadgets nicht bedingungslos toll finden, dann … setzen Ihnen unsere Schergen von der Gwup-/Skeptikerbewegung (übrigens gesponsert vom „Forum Mobilkommunikation“, dem Zusammenschluss aller gewerblichen Mobilfunkbetreiber) einen Aluhut auf und führen Sie geteert und gefedert durchs digitale Dorf.

Wir Techniker lassen die Manufacturing Consent-Säue durchs Dorf treiben und ziehen unsere eigenen Schlüsse. In unserem privaten Bereich reduzieren wir die Technik, die wir selbst entwickeln, auf ein Minimum. In unseren eigenen vier Wänden leben wir gerne entspannt, um am nächsten Tag fit für den Job zu sein. Smart Home und Smart Living mit dauerstrahlender Drahtlostechnologie überlassen wir daher den naiven Konsumenten, die sich auf Parterrehöhe tummeln.

Ich weiß von Generaldirektoren namhafter LED-Hersteller, die in ihrem eigenen Heim niemals eine LED-Leuchte einbauen würden, da sie um die Schädlichkeit dieses elektronischen Lichtes wissen. Sie verwenden die gute altmodische Glüh- oder Halogenbirne, führen diese sogar auf ihren Reisen mit und schrauben sie im Hotelzimmer für die Dauer ihres Aufenthalts um. Für den gemeinen Kleinbürger: streng verboten. Die Direktoren und Manager meiden ihre eigenen Produkte aus guten Gründen. Ab einer gewissen Etagenhöhe kennt man die Forschungslage und möchte, dass die eigenen Kinder gesund aufwachsen. Sogar in Silicon Valley  geben die Chefs bei Google, Apple, IBM & Co. ihre Kinder nicht in die Mühle der Frühdigitalisierung, sondern in die Waldorfschule, wo sie zumindest in den ersten Klassen ganz ohne Technikkrimskrams aufwachsen und ein gesundes Denk- und Handlungsvermögen entwickeln können. Sie sollen ja ebenfalls einmal Führungsrollen übernehmen, und wenn ihr Nervensystem dissoziiert ist, geht das nicht. Die Kinder so früh wie möglich an den Computer und ans WLAN anstöpseln: Das überlässt man wiederum dem Pöbel auf Parterrehöhe.

Wenn wir im Meetingraum oder in der Kantine beisammen sitzen, können wir uns nur wundern, wie gerade diejenigen Bürger und Politiker, die am allerwenigsten Ahnung von Technik haben, am lautesten nach dieser rufen und nun sogar nach der totalen Digitalisierung lechzen, während wir ihnen immer größere und raffiniertere Guillotinen zur Selbstkastration und zukünftigen Entmündigung liefern. Anfangs haben wir unter Kollegen darüber gewitzelt, inzwischen ist uns der Hype, der beinahe schon die Dimension einer neuen Religion angenommen hat, fast schon ein bisschen unheimlich. Aber so what, bei dieser Gelegenheit ein kleines Statement an die fortschrittsfreudigen, fernsehenden Spiegelbildbürger da draußen: Wir schaffen das. Mit links und lächelnd. Wenn Ihr es unbedingt wollt, dann werden wir liefern. Und das nicht zu knapp. Bitte nachher aber nicht rumheulen.

Paradies oder Dantes Eishölle?

Lasst es mich einmal ganz offen sagen, so wie ich es als Techniker sehe (der aktuell selbst an mehreren Projekten zur Mensch-Maschine-Interaktion arbeitet): Der Mensch als analoges, vielschichtiges, mit Leben erfülltes Wesen ist in Wirklichkeit vollkommen inkompatibel zum Computer. Ein Mensch ist auch nicht multitasking-fähig. Bereits jetzt nehmen wir die Dinge viel zu oberflächlich wahr und verpassen dadurch das Wesentliche (was auch mit der Grund ist, warum sich immer mehr Menschen leer und depressiv fühlen). Wenn unsere Aufmerksamkeit jetzt noch mehr abgezogen bzw. auf mehrere „Tasks“ gesplittet werden soll, dann wird sich dieser Abwärtstrend noch weiter verschärfen. In den Entwicklungsabteilungen sind wir übrigens nicht so dumm, dass wir uns nicht bei Experten aus Medizin, Neurobiologie u.a. Gutachten über die Human- und Umweltverträglichkeit einholen. Das machen wir nicht aus Gründen des Vorsorgegedankens, sondern schlicht aus haftungsrechtlichen Gründen. Wir wollen ja nicht, dass uns aus unseren neuen Produkten und Technologien Schadenersatz- und Regressanspruche erwachsen, die den Profit mit selbigen übersteigen. Mir liegen umfangreiche Ordner mit Unterlagen vor, die mit „confidential“ beschriftet sind und in denen Erschütterndes über die Verträglichkeit neuer smarter Technologien für Mensch, Fauna und Flora dokumentiert ist. Ich könnte alleine über die gut dokumentierten Nebenwirkungen elektromagnetischer Felder, insb. gepulster Hochfrequenzstrahlung wie sie von Bluetooth- und Wifi-Geräten ausgeht, Bände erzählen.

Obwohl ich diesbezüglich zum Schweigen verpflichtet bin, kann ich sagen: Im Grunde steht da gar nicht viel anderes drin, als was diejenigen Forscher erzählen, die da in klassischer Manier des „Wargame-Memos“ am laufenden Band medial diffamiert und lächerlich gemacht werden. Was z.B. ein von der Südtäuschen Zeitung (laut neuestem Gerichtsbeschluss zu Unrecht) diffamierter Prof. Adlkofer über DNA-Strangbrüche und Zellmembranschädigungen durch Mobilfunkstrahlung erzählt, ist auch nach anderen, nicht veröffentlichten Studien, die mir vorliegen, 1:1 wahr. Nachdem uns aber von politischer bzw. ministerieller Seite signalisiert wurde, dass das alles kein Problem darstelle, da man dem technischen Fortschritt unbedingten Vorrang gebe und diesbezüglich keinesfalls im Wettlauf mit anderen Ländern zurückbleiben wolle, bleiben diese Sachverständigengutachten im Schrank. Auch die großen Rückversicherer wie Swiss Re wissen um diese Studien und haben daher alle Haftungsansprüche für zukünftige Schäden aus Mobilfunkstrahlung vertraglich ausgeschlossen. D.h., wenn der Schaden an Mensch und Umwelt einmal evident werden wird – und eigentlich ist er das nach gegebener Studienlage bereits jetzt (siehe z.B. die jüngste und bislang größte Studie des U.S. Department of Health and Human Services, welche “Clear evidence of tumors” konstatiert) – dann wird der Staat, also der Bürger mit seinen Steuergeldern selbst den Schaden tragen dürfen. Von konzernwirtschaftlicher Seite werden wir Techniker uns auf die heute herrschende, vom Umweltministerium getragene „streng wissenschaftliche“  Sicht berufen, wonach „nach derzeitigem Wissensstand unter Einhaltung der thermischen Grenzwerte keine Gefahr für den Menschen“ bestehe. Um uns Techies braucht sich also niemand Sorgen machen, wir sind fein raus. Sie: nicht. Aber jubeln Sie uns ruhig weiter zu für den strahlenden Fortschritt, den wir der Menschheit bescheren, wir lieben das.

Alleine wenn man die derzeitige Wissenslage um die gesundheitlichen Nebenwirkungen von gepulster Hochfrequenzstrahlung ernst nähme, müsste man den Ausbau von 5G umgehend stoppen (in Brüssel, wo unsere wertvollsten Köpfe sitzen, hat man das auch bereits getan). Nur würde man 5G stoppen, dann wird das nichts mit Gott KI. Dann fehlt diesem Gott der Thron, auf dem er in Zukunft Platz nehmen und in Echtzeit alles beherrschen will.

Stoned

Diese Fakten kann man natürlich alle ausblenden, und glauben Sie mir: niemand würde das lieber als ich, denn dann könnte ich ungehemmt weiter meiner Arbeit am Fortschritt bzw. an der digitalen Transformation frönen. Leider kümmern sich elektromagnetische Kräfte ebensowenig um das, was wir wahrhaben wollen und was nicht wie Gravitationskräfte. Die wirken einfach gemäß ihrer Gesetzmäßigkeit. Ja, ich kann sie ausblenden, und wenn ich das mental nicht schaffe, dann kann ich ein Gläschen Schnaps oder eine Prise Weißes zu Hilfe nehmen, wie es nicht wenige meiner Kollegen tun, um der derzeitigen Geschwindigkeit des Fortschritts standhalten zu können. Dann ist mein Bewusstsein weg, aber die Naturgesetzmäßigkeiten sind immer noch da. Wenn ich in diesem High- (eigentlich: Low-)Zustand vom Balkon im 10. Stock ins Freie trete, weil ich gerade voll gut drauf bin und meine, ich werde jetzt wie Batman geradeaus weitersegeln, dann wird die Gravitation trotzdem weiterhin unbarmherzig ihr Werk verrichten und mich mit exakt 9,81 m/s2 Fallbeschleunigung nach unten ziehen (siehe Steve Cutts: In the fall).

Trockennasenaffen

Ach ja, über Gott oder Google bzw. Gott und die Welt wollten wir ja noch reden – ein Thema, über das ja derzeit in unseren Medien viel gelacht und gepoltert wird. Man will endlich Schluss machen mit allen Vorstellungen von Geist und Religion, wie sie die Menschheit bisher pflegte. Es braucht jetzt eine neue Religion und einen neuen Gott – einen Gott, der zwar allwissend und allmächtig, aber leider nicht allgütig ist … was ja auch schlecht fürs Geschäft wäre und die restlose Ausschlachtung der noch verbliebenen Umwelt- und Humanressourcen nach rein „evidenzbasierten“ Kriterien (siehe „Über Evidence Based Bullshit“) verhinderte. Um diesen Gott namens KI auf den Thron zu setzen und der digitalen Transformation den Weg zu ebnen, muss zuerst tabula rasa gemacht werden.

Dieser Job wird von einer ganz besonderen Garde bzw. Sturmstaffel erledigt: Denjenigen, die in den Medien gerade omnipräsent sind und auf den WCs unserer Talknudelshows rauf und runter gespült werden. Der Religionswissenschaftler Prof. Hubertus Mynarek nennt sie „die Neuen Atheisten“. In seinem empfehlenswerten Buch „Die Neuen Atheisten – Ihre Thesen auf dem Prüfstand“ (Verlag Die Blaue Eule, 2010) durchleuchtet er akribisch die Apologeten dieser Bewegung rund um Richard Dawkins, Daniel Dennett, Sam Harris, Christopher Hitchens, Michel Onfrey & Co. und führt die geradezu grotesken Widersprüche und Kurzschlüsse ihrer Denkweise vor Augen. Das Buch Mynareks ist m.E. genau das, was Wolf Reiser über das eigentlich nur mäßig interessante Buch des KI-Experten Gernot Brauer sagt: „ein echter Erkenntnisgewinn“ und Augenöffner. Gleichermaßen empfehlenswert von Mynarek: „Vom wahren Geist der Humanität – Die Giordano Bruno Stiftung in der Kritik“, Nibe Verlag, 2017). Wer diese Bücher liest, ist damit gefeit gegen die Propaganda desjenigen technokratischen Nihilismus, den man uns gerade quasi als Staatsreligion aufoktroyieren möchte. Er hat damit das notwendige Gegengift gegen die von Dostojewskij vorhergesagte und bereits rasant um sich greifende szientistische Pest zur Hand.

Wir haben jetzt noch verhältnismäßig leicht lachen, aber wer sich nicht vorbereitet und probates Gegengift in seinen Adern zirkulieren hat, der wird dann, wenn der szientistische Virus bzw. die Borgs (dazu unten gleich mehr) mit ihrer berüchtigten Ansage: „Sie werden jetzt assimiliert, Widerstand ist zwecklos!“ an ihn herantreten, in der Tat wenig entgegenzusetzen haben und der von Dostojewskij vorhergesagten Epidemie erliegen. Wir mögen also über diese Epidemie noch scherzen, aber wer ihr in Zukunft erliegen wird, der wird sehen: Es wird entgegen allen Verheißungen ein Siechtum werden, das alle bisher bekannten Leiden des Menschen übersteigt und in der vollkommenen inneren Vermorschung endet. Wer Mynareks Bücher liest, erfährt, dass die Chefideologen dieser neuen, KI-kompatiblen Staatsreligion eigentlich gar keinen Hehl daraus machen, dass sie den homo sapiens, den zu Weisheit fähigen Menschen, abschaffen wollen und stattdessen ein Bild des „homo demens“ entwerfen, dem laut Michael Schmidt-Salomon „tollsten Witz des Witz der Geschichte“, der „dümmer nimmer geht“, einem Artefakt im Urschlamm, der „in der tiefsten galaktischen Provinz“ ein Dasein der „kosmischen Bedeutungslosigkeit“ und ohne freiem Willen fristet. Das einzig Erstrebenswerte, das „wir aufrecht gehenden Deppen“ in dieser „Scheißgegend“ (Science Busters) tun könnten, wäre zufolge Schmidt-Salomon, uns zu „sanften , freundlichen … Affen zu entwickeln“, uns in ein besseres Verhältnis zu „Bruder Schimpanse und Schwester Bonobo“ zu bringen (Zit. aus „Die Giordano Bruno Stiftung in der Kritik“, H. Mynarek). Schmidt-Salomon ist uns da schon einen Schritt weit voraus: Er bezeichnet sich selbst als Trockennasen-Affen.

Plattgehämmert

Viktor Frankl, Erich Fromm und viele andere Vertreter des echten Humanismus haben eindringlich vor einem solchen Reduktionismus des Menschen auf seine bloße Physis und ein Wegrationalisieren seines Geistes gewarnt. Gerade dieses Dingfestmachen des Geistes wünschen sich aber die vermeintlich fortschrittlichen Apologeten aus Silicon Valley.

Dann wird uns die Digitalisierungswelle allerdings nicht nur „überrollen“, wie das der KI-Experte Gernot Brauer in Wolf Reisers Interview sagt, sondern uns auch platt machen. An diesem Platthämmern in die Zweidimensionalität kann leider auch die brillante und von mir durchwegs bewunderte Wortkunst des Autors Wolf Reiser nichts ändern (ganz im Ernst, Reiser ist einer meiner Lieblingsautoren und jeder Satz von ihm ist an sich ein Lesegenuss), aber in seinem aktuellen Essay hat er sich von der Fortschrittseuphorie womöglich doch ein bisschen zu sehr beflügeln lassen. Aber sei’s drum, davor ist ja wirklich niemand von uns gefeit. Insbesondere angesichts der gerade auf vollen Touren laufenden medialen Offensive zur Propagierung einer Smart City Zukunft, die „unseren Planeten mit Supertechnologie global vernetzt, für jedermann kostenlos zugänglich, politisch-ideologisch völlig unabhängig … und unglaublich spannend“ machen werde (Brauer). Wem soll da nicht das Wasser im Mund zusammenlaufen und wer wird es schon wagen, hinter diesem strahlenden und gechippten Paradies womöglich Dantes Eishölle zu verorten? Nein, solche Ketzer und Fortschrittsverweigerer müsste man ja wirklich umgehend auf den digitalen Scheiterhaufen verbringen. Sie bringen uns sonst womöglich um das Gute und Gerne Leben, das uns immer versprochen wird und das nun endlich in Reichweite ist.  Diese „Altlinken, Romantiker und Abermillionen sympathisch überforderter Zeitgenossen“ (der gute Wolf – ich liebe ihn wirklich, einfach köstlich, diese Eloquenz, mit der er ganze Millionenschaften in einem Schwupps abfrühstücken kann), die sich dieser strahlenden Zukunft in den Weg stellen, ja, sie werden in Zukunft wohl wirklich keinen leichten Stand haben. Sie werden sich womöglich sogar in Katakomben begeben müssen, um nicht gelyncht oder in fortschrittsfreundliche Umerziehungslager gesteckt zu werden. Aber kommt Zeit kommt Rat, und wie Hölderlin sagt: Wo Gefahr droht, wächst das Rettende auch. Also, kein Grund für Panik auf der Titanic. Noch ist nicht abgemacht, dass wir ein Planet der (Trockennasen-)Affen werden. Vielleicht entscheiden sich die Götter ja für einen kleinen Solar Max, und das war’s dann mit der ganzen mühsam aufgebauten Infrastruktur für den Affengott KI.

Wer mit echten Wissenschaftlern, und nicht mit in der dritten oder vierten Reihe stehenden Gwup-Szientisten redet, der hört übrigens ganz andere Töne: Meist trotz allen hochspezialiserten Wissens eine tiefe Bescheidenheit angesichts der Unauslotbarkeit unseres Dasein. Jeder Wissenschaftler, der etwas tiefer gedrungen ist, wird es zugeben: Was dieses Leben ist, das uns erfüllt, und wie es entstanden ist, kann die Naturwissenschaft nicht erklären. Und schon gar nicht, wie Bewusstsein entstehen konnte. Sogar Richard Dawkins, der wohl bekannteste und vehementeste Vertreter der Neuen Atheisten und quasi deren „Papst“, auf den sich alle anderen Franchise-Nehmer des Neuen Atheismus wie Schmidt-Salomon, Sharmer & Co. beziehen, räumt in seinem – von seinen Anhängern offenbar nicht gelesenen – Grundlagenwerk „Der Gotteswahn“ ein, dass die Entstehung des Universums eigentlich kaum denkbar sei, ohne dass man „ein bisschen deistische Mitwirkung bei den Anfangsbedingungen“ annähme. Er äußert sogar Worte, bei denen allen Mitgliedern der Gwup-/Psiram-/Skeptikerbewegung, die Dawkins wie eine Feldstandarte vor sich hertragen, augenblicklich das Blut in den Adern gefrieren würde: „Es könnte sogar ein übermenschlicher Gestalter sein!“ (ebd., S.219 – bitte nachlesen, liebe Skeptiker). Na Potzblitz! – wenn es da also womöglich schon einen Gott gibt, dann wäre die ganze nervenaufreibende Arbeit, einen neuen Gott zu erschaffen, womöglich unnütz.

Die Miesepeter des Universums

Apropos Geist. Dieses unter den Neuen Atheisten neben „Moral“ wohl meistverhasste und –geschmähte Wort soll nach ihrer Intention dann ja bald aus dem Duden gestrichen werden. Momentan haben wir es aber noch, dieses Ärgernis des menschlichen Geistes, „dieses konfusen Einwohners“ (Jacques Lusseyran), der uns in die Katastrophe des Bewusstseins und damit einhergehender Fragen von Moral und Verantwortung gestürzt hat, aus der wir nun mittels KI wieder fliehen und zu virtuellen Affen werden wollen.

So inkompatibel dieser menschliche Geist ebenso wie der menschliche Organismus auch mit dem Computer sind, die Fortschrittsfreunde aus Silicon Valley haben durchaus recht mit ihrer Ansicht, dass es trotzdem möglich ist, Mensch und Maschine zu koppeln. Das ist technisch möglich bzw. wird angesichts der Milliardenetats an Forschungsgeldern, mit denen dies derzeit vorangetrieben wird,  immer mehr möglich werden. Wenn wir diese Mensch-Maschine-Kopplung allerdings ohne Berücksichtigung des menschlichen Geistes vollziehen (ich weiß schon, den würden wir ja laut derzeit herrschender Lehre am liebsten eliminieren bzw. für nicht existent erklären), dann könnte sich in der Tat etwas Verheerendes vollziehen. Dann würde die Menschheit in Form mechatronisierter, kybernetisch vernetzter Körper zwar weiterexistieren, aber vollkommen entgegen dem naturgemäß vorgesehen Sinn – und dann tatsächlich unter Ausmerzung des menschlichen Geistes, denn dieser kann unter rein technischen Bedingungen nicht existieren, er verträgt Technik nur zu einem gewissen Grade. Der Mensch würde dann – wiederum ganz wertfrei gemeint – „unmenschlich“ werden. Da nützt es auch wenig, diese Unmenschlichkeit in euphemistischer Weise als übermenschlich zu bezeichnen. Eine neue Evolutionen sich selbst replizierender Maschinenintelligenzen würde beginnen, die man dann wie auch immer bezeichnen möchte, aber eben nicht mehr als (geistbegabte, also mit freiem Willen, Empathie und Liebesfähigkeit begabte) „Menschen“.

Der Mensch würde dann in Konsequenz wohl eher dem entsprechen, was uns die Star Trek-Autoren mit der Spezies der „Borgs“(*) bereits recht anschaulich vor Augen gerückt haben. Was die „Borgs“ sind? Das sagt uns „der Doktor“ in Raumschiff Voyager: „Die Borg, das sind die Miesepeter der Galaxie.“

Ob wir Miesepeter oder freie, liebesfähige Wesen werden wollen … – das steht nun wie gesagt ganz in unserem freien Willen. Beide Wege stehen uns offen.

 

(*) Definition der Borg laut Memory-Alpha Wiki: „eine Zivilisation kybernetisch vernetzter Bioorganismen bzw. Cyborgs, welche die Assimilation von anderen wertvollen Wesen und Technologien in das Kollektiv anstreben, um höchstmögliche körperliche und technische Perfektion zu erreichen.“ – Anm.: Vergleiche dazu das Ziel der neu gegründeten Partei „Die Humanisten“ lt. ihrer eigenen Website, die neben Kernkraft und Gentechnik auch auf Transhumanismus setzt: „Wir ebnen den Weg zum Körper 2.0“

Die „Borgs“ verachten alles, was in irgendeiner Weise mit Menschlichkeit, Kultur, Empathie, Seele oder Kunst zu tun hat. Sie wollen es eliminieren, da diese Erscheinungen nur lästige, irrationale Hindernisse gegenüber ihrem Ideal einer großen, hocheffizienten Technikmaschinerie sind.

Captain Jean-Luc Picard findet in Folge 8 ebenfalls klare Worte, was die Borg sind: „Die Borg, unser tödlichster Feind (…)“ Wenn wir den Borgs zujubeln, als wenn sie unser bester Freund wären, so wie uns das eine hochprofessionelle Werbeindustrie gerade vermitteln will, nun ja, dann … wird das Aufwachen aus unserem euphorischen Techniktraum womöglich umso ernüchternder. Oder wie Prof. Konrad Paul Liessmann sagt: Und nach der Katastrophe wird es wieder einmal niemand gewesen sein. Liessmann:

 „… Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es manchen nicht schnell genug gehen kann, bis die jungen Menschen jede Form des Denkens, Fühlens und Handelns, die nicht von den Algorithmen der Internetkonzerne bestimmt ist, nicht nur verlernt, sondern erst gar nicht gelernt haben und dadurch in jeder Hinsicht von ihren Geräten abhängig werden: digitale Drogen, nun auch staatlich verordnet. Von der Seite der Pädagogen ist kaum Protest zu erwarten, wer möchte schon als technik- oder fortschrittsfeindlich gelten. Dass der vielbeschworene kritische Umgang mit den digitalen Medien eine Distanz zu diesen zur Voraussetzung hat, die sich aus Kenntnissen und Fähigkeiten speisen muss, die sich nicht der digitalisierten Welt verdanken, ist eine Einsicht, die ausgeblendet wird, obwohl gerade darin eine der zentralen Aufgaben von Schulen läge. Immerhin: Für das unmündige Leben in einer postdemokratischen Gesellschaft, deren digitalisierte Kommunikation zunehmend totalitäre Züge annimmt, werden diese jungen Menschen bestens vorbereitet sein. Und nach der Katastrophe wird es wieder einmal niemand gewesen sein.“ (Quelle: nzz)

 


siehe auch Teil 1:

Miesepeter des Universums oder freie und liebesfähige Menschen? – Teil 1: Über den drohenden Overkill und den Ausweg

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zum Weiterlesen:

Die Globalisierung und der Transhumanismus (Peter Frey)

Pig Business Monkey Events, Global Playboys und bezaubernde Jeannies – Auf dem Weg zur digitalen Transformation und zum Final Handshake  (Nachrichtenspiegel)

Der Führer 4.0 – Er ist schon längst da. Und der Kampf um die Zukunft hat begonnen … (Nachrichtenspiegel)

Endzeit-Poesie 4.0: Unser „Ich“ – Staatsfeind Nr.1 (Nachrichtenspiegel)

 

Fotos: pixabay – CC0 (1/2/3/4/5)

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