Moderne Mythen

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Denver Airport: Was läuft denn da gerade?

Bullshit Jobs

Aspekte

Blutlinien, Hybriden&Reptiloide beherrschen die Welt

David Icke, deutsche Übersetzung

Positionen 15: Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit?

Der Tiefe Staat. Eine Begrifflichkeit, die im öffentlichen Diskurs nur selten Verwendung findet. Man könnte fast meinen, dass es sich hierbei bloß um einen Mythos handelt. Die 15. Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ möchte Licht ins Dunkel des Tiefen Staates bringen und fragt: „Der Tiefe Staat: Mythos oder Wirklichkeit?“.
Ist der Tiefe Staat real?
Und wenn ja, wie konnte es ihm gelingen, so lange nicht von den Menschen wahrgenommen zu werden, obwohl sie von seinem Handeln direkt betroffen sind? Die Öffentlichkeit, die Gesellschaft, wir alle?

Dichtung oder Wahrheit

Die Klimaskeptiker:

„Das „Beste“ (…) aus der Sendung von gestern Abend, von mir (= FMDs Channel) kommentiert (20.08.2018). Titel der Sendung war, „Der Dürre-Sommer – wie müssen wir unser Verhalten ändern?“. Die ganze Sendung kann unter https://www.ardmediathek.de/tv/Anne-W… angesehen werden.“

Max Spiers

Das rätselhafte Ende eines Aufklärers.

Die seltsamen Wege der Hochschul-Geschichtsschreibung oder die Frage: Was hat eine Wissenschaft, die zu Themen, die jeden betreffen, schweigt oder nachweislich unzutreffend informiert, noch mit „Wissenschaft“ zu tun?

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(Dieser Text ist meinem Freund und Mentor Werner Exner gewidmet, der mich auf zwei der nachfolgenden Bücher über altsumerische Grabungsfunde und eine historisch ungemein bedeutsame Insel in der Nordsee aufmerksam gemacht hat.)

Beiträge vieler „alternativer“ Portale wie der „Propagandaschau“, „Der Blaue Bote“ etc. begründen – um es einmal sehr höflich zu formulieren – erhebliche „Zweifel“ daran, dass die sog. Leit- und Qualitätsmedien wirklich wahrheitsgemäß über das Geschehen in der Welt informieren und diese Fakten „objektiv“ und „unbefangen“ bewerten wollen. Zu dieser Thematik ist schon viel gesagt und geschrieben worden, so dass sie hier nicht weiter behandelt werden muss. Ein jeder wird sich längst sein eigenes Urteil gebildet haben.

Aber wie sieht es denn mit den Verlautbarungen von Vertretern der sog. „Wissenschaften“ bzw. wissenschaftlichen Disziplinen und Institutionen aus?

Prof. Christian Kreiß hat zuletzt einige Beiträge über die Wissenschaft im Dienst der Konzerne geliefert, siehe u.a.:

Heise

Süddeutsche

Youtube

Aber bevor wir der Frage nachgehen, ob wirklich nur wirtschaftliche Interessen Wissenschaft, Forschung und Hochschulausbildung einschl. Promotionswesen bestimmen können, soll zunächst noch einmal in Erinnerung gerufen werden, was „Wissenschaft“ eigentlich ist:

Der Begriff „Wissenschaft“ wird unter Wikipedia wie folgt definiert (Zitat):

„Das Wort Wissenschaft (mittelhochdeutsch wizzen[t]schaft = Wissen, Vorwissen, Genehmigung für lat. scientia)[1] bezeichnet die Gesamtheit des menschlichen Wissens, der Erkenntnisse und der Erfahrungen einer Zeitepoche, welches systematisch erweitert, gesammelt, aufbewahrt, gelehrt und tradiert wird.[2]

Die Wissenschaft ist ein System der Erkenntnisse über die wesentlichen Eigenschaften, kausalen Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Natur, Technik, Gesellschaft und des Denkens, das in Form von Begriffen, Kategorien, Maßbestimmungen, Gesetzen, Theorien und Hypothesen fixiert wird.[3]

Wissenschaft bezeichnet auch den methodischen Prozess intersubjektiv nachvollziehbaren Forschens und Erkennens in einem bestimmten Bereich, der nach herkömmlichem Verständnis ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen hervorbringt. Methodisch kennzeichnet die Wissenschaft entsprechend das gesicherte und im Begründungszusammenhang von Sätzen gestellte Wissen, welches kommunizierbar und überprüfbar ist sowie bestimmten wissenschaftlichen Kriterien folgt.

Wissenschaft bezeichnet somit ein zusammenhängendes System von Aussagen, Theorien und Verfahrensweisen, das strengen Prüfungen der Geltung unterzogen wurde und mit dem Anspruch objektiver, überpersönlicher Gültigkeit verbunden ist.[4]

….“

Man könnte auch vereinfacht sagen, dass Wissenschaft das systematische Streben nach neuen Erkenntnissen ist, die den Menschen dem Verstehen der von ihm wahrgenommenen „ Welt“, „Realität“ oder auch „Wahrheit“ näher bringen sollen.

Wer die Disziplin bzw. den Prozess der Geschichtsschreibung einmal philosophisch vertieft hinterfragen möchte, so wie dies Egon Friedell in seiner „Kulturgeschichte des Altertums“ (siehe dortige Kapitel:  „Die Historische Urteilskraft“, „Der Autor der Geschichte“, „Der historische Kontakt“ und „Geschichte und Philosophie“) oder gerade auch in den ersten 81 Seiten seiner „Kulturgeschichte der Neuzeit“ getan hat, der wird erkennen, dass sich der Mensch in seinem Bemühen um „historische Wahrheit“ nie von den Einflüssen befreien kann, die ihn und seine Zeit und seinen Raum kulturell geprägt haben.

Solche Prägungen ändern aber nichts daran, dass es einen fundamentalen Unterschied macht, ob der Mensch, der historische Zusammenhänge aufarbeiten und darstellen möchte, seinen freien Willen, den auch die stärkste Prägung nicht suspendieren kann, dahingehend betätigt, dass er entweder von dem edlen Ringen um die Wahrheit oder von der Absicht geleitet wird, diese Zusammenhänge für Andere zu verwirren, verdunkeln oder gänzlich zu verdecken.

Eine Wissenschaft, die unseren Erkenntnisgang durch die Geschichte nur durch zusammengedichtete Nebelwände verhindern und in die Irre führen – plastisch formuliert: uns zu diesem Zwecke schlicht für dumm verkaufen und „die Hucke volllügen“ würde – könnte also mit wahrer „Wissenschaft“ nur so viel gemein haben wie ein Journalist, der – auf Grund welcher Motive auch immer – bloß Fake News verbreiten und seine Adressaten im gewünschten Sinne manipulieren will.

Sind denn wenigstens die „historischen“ Wissenschaften in diesen Zeiten nun also noch eine Oase der Glückseligen, wo die Suche und die Verbreitung der Wahrheit unbestechlich über allen Anfeindungen und unredlichen Versuchen der Einflussnahme entsteht, was auch immer die Quelle und Motivation zu solche Einwirkungen auf den „wissenschaftlichen Erkenntnisprozess“ sein mag?

Wenden wir uns also dem Bereich der sog. Geschichtswissenschaften zu, um dieser Frage ein wenig auf den Grund zu gehen.

Zitate wie

„Die Sieger schreiben die Geschichte“ oder

„Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat“ (Voltaire) oder

„Immer schreibt der Sieger die Geschichte der Besiegten
Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge.
Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge.“ ( Bertold Brecht)

dürften weithin bekannt sein.

Aus den nachfolgenden Gründen würde ich die Manipulation der Überlieferung von Berichten über historische Ereignisse nicht so sehr von „Sieg“ oder „Niederlage“ oder Fragen der „Macht“ und „Herrschaft“ abhängig machen. Lieber wage ich die Hypothese:

„Geschichtsschreibung wird von denen verfälscht, die daran ein Interesse und dazu die Gelegenheit haben bzw. dahingehend einen bestimmenden Einfluss ausüben können.“

Es gibt unzählige Beispiele, die die Annahme rechtfertigen, dass sich auch Historiker immer wieder von politischen Interessen vereinnahmen ließen und zur Befriedigung dieser Interessen immer wieder anerkannte Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens verraten haben.

Damit nicht von dem gewünschten Schwerpunkt dieses Beitrags abgelenkt wird, sollen hier weitere aktuelle Nachweise zu einer „Politisierung“ einer wissenschaftlichen Einrichtung vernachlässigt werden, so wie sie z.B. David Ray Griffin in seinem Buch „“Der mysteriöse Einsturz von World Trade Center 7 – Warum der offizielle Abschlussbericht zum 11. September unwissenschaftlich und falsch ist“ liefert.

Denn m.E. lässt sich das ganze Ausmaß des „wissenschaftlichen Betruges“ gerade dadurch ahnen, wenn man der Frage nachgeht, ob es auch offensichtliche Falschdarstellungen von Wissenschaftlern gibt, die keinen aktuellen Bezug zu haben scheinen, eben weil sie „bloß“ in den Bereich der sog. „Altertumswissenschaften“ fallen.

Jedem sollte klar sein: Die Geschichte der Menschheit, insbesondere auch des Altertums wird immer hochaktuell bleiben, solange es Menschen gibt, da sie das kulturelle Erbe der gesamten Menschheit betrifft. Für das Selbstverständnis des Menschen, seine Verwurzelung in „seiner“ Geschichte und seine „Standortbestimmung“ in der Geschichte des Universums und des Lebens ist es von existenzieller Bedeutung, ob der Mensch mit diesem Erbe verbunden ist oder nicht. Ich wage die Hypothese: Die Menschheit wäre hoffnungslos verloren, wenn sie ihr kulturelles Erbe verlieren würde. Sie gliche dann nur noch ein Schiff ohne Schwere und Ziel.

Nun ein paar Beispiele zur seriösen Hochschul-Altertumswissenschaft?

1.

Wer sich einmal über die so seriös daherkommenden Äußerungen sog. „Koryphäen“ der Ägyptologie wundern möchte und dabei auch gerne herzhaft lachen möchte, der sollte sich einmal von einem in Youtube kostenlos abrufbaren Video über die „Pyramiden-Lüge“ unterhalten lassen, siehe: Youtube

Wenn gegenüber diesen stringenten mathematischen  Annahmen beispielsweise „einer der weltweit angesehensten Ägyptologen“ wie Toby Wilkinson seinem Buch über „Aufstieg und Fall des alten Ägypten“ – von offensichtlich falschen Prämissen ausgehend – darüber nachsinniert, wie die Cheops-Pyramide denn innerhalb von nur 20 Jahren errichtet worden sein kann, dann belassen sie es ganz einfach bei dem Reichenbeispiel, dass jeder dieser tonnenschweren Steine im 2-Minuten-Takt gelegt worden sein müsste. Wilkinson schreibt (ebenda, Seite 96, Zitat): „Nach einer einfachen Rechnung hätten die Erbauer bei einem Zehnstundentag das ganze Jahr hindurch alle zwei Minuten einen Steinblock einsetzen müssen, um die Pyramide während der zwei Jahrzehnte von Cheops Regierungszeit (2545 – 2525 v. Chr.) vollenden zu können.“ Weitere Überlegungen dazu, wie ein solches Tempo denn überhaupt möglich gewesen sein soll? Fehlanzeige!

Selbst wenn zaubertrankgestärkte Arbeiter vom Format eines Obelix ein solches Tempo ermöglicht hätten: Selbst mit den größten Kräften hätte wohl kein Sklavenheer in diesem Tempo den Steinen ihre Bauform geben (Ein perfekter  Quader ist in der Herstellung doch ein wenig anspruchsvoller als ein Hinkelstein) und diese zur Baustelle schaffen können.

2.

Jürgen Spanuth hat in seinem Buch „Atlantis – Heimat, Reich und Schicksal der Germanen“ sehr starke Indizien dafür geliefert, dass sich das sagenumwobene „Avalon“ (die „Apfelinsel“) bei Helgoland befunden hat.

Ein hochspannendes Thema von sicherlich größtem Interesse. Aber kein Kind dürfte in seiner Schulzeit jemals von diesen Erkenntnissen gehört haben.

3.

Fragen und Fakten zu den Ursachen des 1. Weltkriegs, die die „Schuld der Deutschen“  grundsätzlich in Frage stellen, konnten von Gerry Docherty & Jim Macgregor in ihrem Buch „Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den 1. Weltkrieg stürzte“ gründlich aufgearbeitet werden.

Aber weder unsere sog. „Leitmedien“ noch die Kultusministerien, die für die Erziehung und Wissenschaft zuständig sind, tragen etwas dazu bei, eine solche Sicht auf die jüngste Geschichte Europas und Deutschlands zu ermöglichen.

Dabei sollte jeder Europäer und insbesondere auch jeder Deutsche doch das Recht haben, die Ereignisse im Vorfeld des 1. Weltkrieges ein wenig differenzierter nachvollziehen zu können.

4.

Die Tatsache, dass neueste Erkenntnisse der Physik offensichtlich schon vor Jahrtausenden bekannt waren, wurde von Autoren wie Armin Risi oder auch Dr. Heinrich Rhyner, die sich vertieft mit altindischen bzw. vedischen Texten befasst haben, bereits eindrucksvoll nachgewiesen.

Wer konkrete Beispiele sucht, der möge nur Armin Risis Buch: „Der multidimensionale Kosmos / Gott und die Götter: Das Mysterienwissen der vedischen Hochkultur“ – oder Hans Heinrich Rhyners Einleitung zu dessen Werk „Das Neue Ayurveda Praxis Handbuch“ (5. Auflage) lesen, wo es heißt (Zitat):

„Andererseits finden wir modernste wissenschaftliche Erkenntnisse in den ältesten schriftlichen Überlieferungen der Menschheit, dem „Rigveda“. Zum Beispiel schrieb der vedische Gelehrte SAYANA 1387 (!!) in einem Gebet mit Bezug auf ältere Schriften (!!): „Ich verbeuge mich mit tiefem  Respekt vor der Sonne, deren Strahlen 2202 Yojana in einem halben Nimesha reisen.“ Ein Yojana sind 14,52218 Kilometer und ein Nimesha sind 16/75 Sekunden. Die mathematisch Talentierten unter Ihnen haben schnell herausgefunden, dass laut Sayana das Sonnenlicht in der Sekunde 299.792 Kilometer zurücklegt. Heureka, er hat die genaue Lichtgeschwindigkeit angegeben.“

Schon diese Einführung sollte ahnen lassen, wie unglaublich hoch die Mathematik in altindischer Zeit entwickelt gewesen sein muss…und welchen Wert das Lehrsystem der traditionellen ayurvedischen Medizin für die Gesundheit der Menschen haben könnte.

Übernimmt Ihre Krankenkasse irgendwelche Kosten für eine vorbeugend wirkende ayurvedische Medizin?

5.

Es gibt aber m.E. noch dramatischere Beispiele dafür, wie gewisse „Auslassungen“ der sog. Hochschulwissenschaft dazu beitragen, dem Menschen Antworten auf die grundsätzlichsten Fragen seiner Existenz zu geben, insbesondere auf die Frage:

„Woher kommt das Leben und wie kam das Leben auf die Erde?“ und „Was ist die Geschichte der Menschheit?“

Wer sich auf diese Fragen keine Antworten geben kann, der findet nicht zu seiner wahren Geschichte, die letztlich sein Selbstverständnis als Mensch und seine feste Verankerung in der menschlichen Kultur begründen.

Die Wissenschaften haben immense Summen verlangt, um Antworten auf diese Fragen in den Weiten des Universums oder auch im Gestein der Erde zu finden, gerade so, als könnten diese Antworten nur mit den aufwändigsten Forschungen gefunden werden.

In Zeiten, in denen gerade auch die scheinbar sinnwidrige Verschleuderung von Mitteln zuverlässig immer dankbare Nutznießer findet, sei aber die Frage erlaubt:

Halten Sie es für möglich, dass es Hinterlassenschaften menschlicher Kultur gibt, die auf diese Fragen vielleicht sehr konkrete und nicht in irgendwelchen „Mysterienkulten“ begründete Antworten geben und die eigentlich jedem Menschen ohne jeden besonderen Aufwand zugänglich gemacht werden könnten?

Könnte es wirklich so einfach sein, auf diese fundamentalen Fragen des Menschseins eine Antwort zu finden?

Es gibt literarische Quellen, die sich auf archäologische Grabungen zur sumerischen Kultur im heutigen Irak in den ersten Jahrzehntendes 20. Jahrhunderts beziehen. Der Inhalt der Geschichte, der in den Berichten zu diesen Grabungen wiedergegeben worden ist, ist m.E. weitaus bedeutsamer ist als das Gilgamesch-Epos.

Man fand bei Grabungen im heutigen Irak (unserer Erinnerung nach zu Beginn des 20. Jahrhunderts) zwei große, tonnenschwere Steinstelen, die ein König – von seinen weisen Ratgebern entsprechend beraten – mit einem Text versehen hat, der im Stile eines Tatsachenberichts verfasst worden ist. Die Auswahl derart schwerer Steine sollte offensichtlich gewährleisten, dass diese „Geschichte“ der Nachwelt nicht verloren geht.

Und ich betone nachdrücklich, dass diese Überlieferung nichts mit den – nur Verwirrung stiftenden – Werken eines  Zecharia Sitchin oder dem gemeinhin bekannten sog. Enuma Elisch (eingedeutschte Schreibweise) zu tun hat. Dieser altsumerische Text ist wesentlich älter als das babylonische Schöpfungs-Mythos Enuma Elisch, was die Annahme rechtfertigen kann, dass das Enuma Elisch  – seinem Inhalte nach – nur die (schon in babylonischer Zeit erfolgte) Verfälschung eines viel älteren Originals ist. Wird das Motiv für diese Fälschung  die Absicht gewesen sein, die Menschheit von ihren wahren kulturellen Wurzeln abzuschneiden? Die Vertiefung dieser Frage könnte sicherlich ein ganzes Buch füllen, aber darum soll es in diesem Beitrag nicht gehen.

Hier nun die altsumerische Überlieferung:

Der Gott AN reist auf seinem Planeten Nibiru durch die unendlichen Weiten des Universums bis an den Rand des Universums, wo er auf einem Planeten trifft, wo der Schöpfer dieses Universums lebt (mit seiner Frau und seinem Sohn).Dieser Schöpfer des Universums hat den Keim des Lebens entwickelt, und es wird auch davon berichtet, dass dieser Keim des Lebens sich unter den widrigen Bedingungen am Rande des Universums nicht vorteilhaft entwickeln konnte, so dass eine erste Schöpfung mit diesem Keim des Lebens schließlich untergegangen ist.

Dieser Schöpfergott reist sodann in seinem goldenen Körper als Satellit des Planeten Nibiru und AN durch das Universum, bis er auf das System trifft, in dem sich die (noch ungeordneten) Planeten unseres Sonnensystems befinden. Der Vorgängerplanet der Erde heißt Tiamat.

Der Schöpfergott opfert seinen Goldkörper, indem er seinen Goldkörper mit dem Planeten Tiamat kollidieren lässt. Durch die Wucht des Aufpralls wird ein Teil des Tiamat abgespalten. Diese Masse wird später einerseits zum Mond und andererseits zu dem Ring des Saturn.

Gott AN ordnet das Sonnensystem, so dass die Planeten ihre heute bekannte Bahn annehmen. Dadurch entsteht auch die Zeit (im Sonnensystem), und in der Folgezeit entwickelt sich das (tierische) Leben auf der Erde.

Da die Söhne des AN viel Lärm auf der Erde machten, kam es auch zu Konflikten mit der Mutter Erde, die schließlich dazu führten, dass die Götter die Dinosaurier ausrotteten, indem sie Kometen auf die Erde gelenkt haben.

Vor einigen hundert tausend Jahren beginnen dann die Söhne des AN – unter der Führung von Enlil und Enki – mit der Suche nach Gold auf dem Planeten Erde. Zunächst war diese Arbeit nicht so beschwerlich, da das Gold auf der Erdoberfläche und im Wasser leicht abgebaut werden konnte. Dann wurde die Arbeit aber immer beschwerlicher, weil das Gold nur noch in der Erde zu finden war.

Daraufhin kam es zu Unmut unter den Göttern, weil sie nicht für diese beschwerlich Arbeit bestimmt waren. In dieser Situation entschloss sich der Gott Enki letztlich – gegen den Willen von AN und Enlil – den Menschen zu machen, damit er die schwere Arbeit der Götter auf sich nimmt. Hierzu benutzte er die DNA seiner Schwerster Ninhursag, mit der er die DNA von Affen veränderte.

Das ist der wesentliche Inhalt dieser Geschichte.

Es ist im Grunde unfassbar, dass nicht jeder Mensch auf diesem Planeten von dieser hochspannenden Überlieferung aus sumerischer Zeit weiß.

Man höre und staune: Sogar eine ZDF-Produktion „Die Suche nach dem Paradies“ lässt (ab ca. Minute 30) erahnen, welche kirchlichen Einflüsse schon vor mehr als 100 Jahren zu „bittersten Enttäuschungen“ und einem Verlust der wissenschaftlichen Reputation führen konnten, wenn ein Wissenschaftler neueste Erkenntnisse über altsumerische Texte bekannt gemacht hat:

siehe ZDF

Ich lobe hiermit aus, dass ich dem oder der Ersten, der mir mitteilen und nachweisen kann, in welchen Büchern diese Geschichte –  in deutscher Sprache – wiedergegeben wird, 100,00 € auszahlen werde (Rechtsweg ausgeschlossen).

Soweit mein Bemühen, die Altertumswissenschaften ein wenig zu fördern und dazu beitragen, ggf. ein wenig mehr Licht in die Frühgeschichte der Menschheit zu bringen.


Wilfried Schmitz

Rechtsanwalt

Kontaktdaten unter: https://www.rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de


Bild: Pixabay CC0

Zukunft in Europa – Dunkle Prophezeiungen

Alles in Butter: Prof. Michael Butter – Wie man tapfer feige eine wissenschaftliche Lanze bricht


Eiserne Jungfrau, aufgenommen im Folterkeller einer Burg aus dem 14. Jhdt. (CC BY Parkwaechter / nachrichtenspiegel.de)

Butter am Brot der Gedankenpolizisten

Prof. Michael Butter, ein von unseren DIN-ISO-zertifizierten Leitmedien wie Spiegel, Welt & Co. vielrezipierter Autor, der in besagten Medien unermüdlich darüber aufklärt, wie verwerflich es doch sei, „Verschwörungstheorien“ aufzustellen (siehe auch Jens Wernicke: Vorsicht, Verschwörungstheorie!), hat nun ein ganz dickes Ei gelegt und selbst ein apologetisches Grundlagenwerk wider die Ketzerei geschrieben: „Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien“ (Suhrkamp Verlag, Berlin 2018).

Eines der Hauptziele von Butters publizistischen Schmähungen: Der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser. Bei nüchterner Betrachtung des gegenwärtigen Weltgeschehens darf man sich an dieser Stelle vielleicht einmal eine naive Frage stellen: Was bewegt einen an der Uni Tübingen angestellten Professor, in einer verhängnisvollen Zeit, in der der Weltfrieden dermaßen bedroht ist, dass uns nicht nur der scheidende Außenminister Sigmar Gabriel an der Münchner Sicherheitskonferenz MSC „am Abgrund“ sieht (Quelle: nzz) und auch das aus Nobelpreisträgern und renommierten Wissenschaftlern zusammengesetzte Gremium des Bulletin of the Atomic Scientists seine „Doomsday Clock“ gerade auf zwei Minuten vor Mitternacht, d.h. der symbolischen Apokalypse vorgestellt hat (Quelle: Spiegel), nun ausgerechnet auf einen couragierten Friedensforscher einzuschlagen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über die politisch-ökonomischen Hintergründe der gegenwärtigen Übelstände aufzuklären, eine neue Friedensbewegung anzuregen und damit die gnadenlos tickende Doomsday Clock, kurz bevor endgültig der Kuckuck herausschnellt und „Game Over“ verkündet, womöglich doch noch anzuhalten? Wären wir in solch unheilsschwangerer Zeit, in der unsere Leitmedien mit bisher ungekannter Leichtfertigkeit über die Möglichkeit eines nuklearen Schlagabtauschs zwischen NATO und Russland, also über ein Game Over für uns alle sprechen, nicht besser beraten, wenn wir zusammenhalten, anstatt uns in akademischen Grabenkämpfen gegenseitig aufzureiben?

Denn leider haben publizistische Affronts wie die von Michael Butter einen unangenehmen Schneeballeffekt: Es ist nicht nur die Lebenszeit eines möglicherweise gelangweilten Professors aus Tübingen, die durch solche Dispute fruchtlos in den Sand gesetzt wird, auch ein Teil der Arbeitszeit von Daniele Ganser und vielen anderen Menschen der Friedensbewegung ist jetzt damit gebunden, da man sich nun mit Butters Angriffen auseinandersetzen, Erwiderungen schreiben, Behauptungen mit entsprechenden Quellenangaben widerlegen muss etc. – wer schon selbst einmal eine akademische Arbeit verfasst hat, der weiß, wieviel Kapazität damit okkupiert wird und wie geschlaucht man sich oft fühlt, nachdem man alle dokumentierten Sachverhalte gemäß den herrschenden Zitierregeln mit Quellenangaben versehen und in einen im akademischen Diskurs akzeptierten Kontext gestellt hat. – Zeit und Kapazität, die man in der Friedensbewegung angesichts der vielen Brandherde, die derzeit auflodern, eigentlich für wesentlich dringendere Arbeitsaufgaben bräuchte, um das Schlimmste zu verhindern.

Wie dem auch sei: Exerzieren wir das gegenwärtige Malheur ruhig einmal exemplarisch durch, auch wenn wir mit unserer knapp bemessenen Zeit Besseres anzufangen wüssten. Da uns der Fehdehandschuh nun mal bereits hingeworfen wurde, dann heben wir ihn eben auf und betrachten, aus welchem Stoff er eigentlich gewoben ist. – Vielleicht löst sich mit dem, was wir anhand dieses eigentlich unwichtigen, aber symptomatischen Falles erkennen können, ja ein fundamentaler gordischer Knoten, an dem die Welt derzeit fast zu ersticken droht.  Stricken wir also die Ärmel hoch, knipsen wir die Stirnlampe an und machen wir uns ans Werk: Wer ist der akademische Ritter, der aktuell eine Lanze gegen Ganser und gegen „Verschwörungstheorien“ bricht?

„Ein deutscher Amerikanist“ …

In einem einzeiligen Wikipedia-Eintrag erfährt man über Michael Butter nicht mehr, als dass er „ein deutscher Amerikanist ist“. Nun, eventuell finden sich demnächst einige Freunde der amerikanistischen Zunft, die seinen mageren Wikipedia-Eintrag um ein paar weitere Lorbeerkränze und Verdienstorden auffetten, aber vielleicht ist mit dem derzeitigen Einzeiler auch wirklich schon alles gesagt, was es über seine Person zu wissen gilt.

Butters neues Buch soll nach eigenem Bekunden „mit Mythen aufräumen … und zu einem besseren Verständnis des Phänomens beitragen, indem es die Grundlagen, Funktionen, Effekte und die Geschichte verschwörungstheoretischen Denkens vorstellt“. In Anleihe an diejenige Framing-Technik, die der Kognitionsforscher Rainer Mausfeld als „mentale Vergiftung“ bezeichnet, wird der Historiker Daniele Ganser hierbei in eine Reihe neben Alex Jones, Reptiloiden-Theorien und sonstigen ufoesken Ansichten gestellt und als „bekanntester Verschwörungstheoretiker des deutschsprachigen Raums“ bezeichnet. In seinem Buch deutet Butter des Weiteren an, dass Ganser wohl aus finanziellen Motiven Verschwörungstheorien verbreite.

Die Gilde der Gwup/Psiram-Schreiberlinge wird nun frohlocken: Mussten sie ihre auf Daniele Ganser gerichteten Giftpfeile bisher immer aus dem Off der Anonymität abschießen, so haben sie nun eine akademisch akkreditierte, zitierfähige Quelle zur Verfügung. Die Aussage, dass Ganser „ein Verschwörungstheoretiker ist“, entstammt nun nicht mehr nur irgendwelchen Trollen und digitalen Schlägertrupps aus dem Dunstkreis der Psiram-/Skeptiker-Bewegung, die auf zwielichtigen, in Panama und Hongkong lokalisierten Servern ihr Unwesen treiben, sondern dieses Etikett wird der Fachwelt nun in zitierfähigem Normformat von einer wissenschaftlich anerkannten Autorität am digitalen Tablet serviert: von einem Professor an der Universität Tübingen, also einem in der akademischen Hierarchie oberhalb des nur mit der Doktorwürde versehenen Ketzers Ganser rangierenden Würdenträger – über dessen Verdikt sich damit auch alle Zweifel erübrigen sollten. In der Folge kann Professor Butters Butter nun von dem bereits durch Markus Fiedler in seiner Reportage „Zensur“ erläuterten Skeptiker-Netzwerk auf Wikipedia & Co. hundertfach rezipiert und als Teil der „anerkannten wissenschaftlichen Lehre“ ausgewiesen werden. Mit anderen Worten: unzählige trockene Brote werden nun mit der akademischen Butter von Prof. Butter bestrichen werden. Dank der professoralen Butter als Deckschicht ist der unbedarfte Konsument, der noch nie etwas von Ganser & sonstigen alternativen Denkern gehört hat, geneigt, in die akademischen Brötchen der Gegenaufklärer hineinzubeißen, nicht ahnend, dass diese womöglich arg verschimmelt und daher eigentlich ungenießbar sind.

(K)ein Witz

Vor Kurzem habe ich am Marktplatz einen Witz aufgeschnappt: >> Sagt ein Schaf zum anderen: „Du, ich hab‘ gehört, wir werden nächstes Jahr alle geschlachtet.“ – Milde lächelnde Antwort des anderen Schafs: „Aber geh‘, das ist bestimmt eine Verschwörungstheorie!“ <<

Sollte in Zukunft wieder einmal ein Whistleblower ein internes Memo wie dasjenige von NATO-General Wesley Clark veröffentlichen, in dem von einer bis dato noch nicht festzumachenden Instanz aus dem oberen Bürogeschoss der Auftrag erging, „innerhalb von fünf Jahren sieben Länder zu zerstören: beginnend mit Irak, dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und zuletzt den Iran“ (Quelle: Democracy Now/Youtube), dann wird dies beim skeptisch aufgeklärten Bürger in Zukunft womöglich nicht mehr die Alarmglocken zum Läuten bringen, sondern nur noch ein müdes Lächeln hervorrufen: „Aber geh‘, das ist nur eine blöde Verschwörungstheorie.“

Auch über diejenigen grauen Eminenzen, über die unsere Bundeskanzlerin immer nur kryptisch als „unsere verlässlichen Freunde“ spricht und denen sie so blind vertraut, dass diese nicht nur die private Kommunikation des Fußvolks, sondern auch ihr eigenes Telefon lückenlos überwachen dürfen, sollte man nicht unnötig Fragen stellen. Wie meinte schon Kater Carlo, als ihm die detektivische Mickey Maus bei seinen im Schutze der Nacht durchgeführten Coups auf die Schliche kam: „Schnüffeln ist aller Laster Anfang.“

Im Schutze der Nacht und unter Ausschluss der Öffentlichkeit durften sich besagte „verlässlichen Freunde“ daher vor einigen Wochen auch zusammenfinden, um nichts weniger zu planen als eine gezielte Zerschlagung Syriens (siehe Bericht in Rubikon) – Ein entsprechendes Protokoll von Benjamin Norman, einem für die Politik des Mittleren Ostens zuständigen Diplomaten der britischen Botschaft in Washington wurde von einem Whistleblower der libanesischen Tageszeitung Al Akhbar zugespielt. Der Inhalt dieses Protokolls entlarvt nicht nur einen menschenverachtenden Bruch des Völkerrechts, das Sabotieren des Friedensprozesses von Sochi und die Instrumentalisierung der UNO sowie der Genfer Syriengespräche durch die sogenannte „Small American Group on Syria“ (USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien), sondern lässt vor allem tief in die Abgründe einer kriminellen Energie blicken, mit der hinter den Kulissen das Schicksal ganzer Länder ökonomischen Interessen und geostrategischen Plänen geopfert wird. Die alternative Nachrichtenplattform Rubikon und die FB-Seite von Daniele Ganser waren zunächst die einzigen, die dieses brisante Protokoll zu veröffentlichen wagten. Alle anderen Journalisten in der stolzen Landschaft der deutschen „Qualitätsmedien“ guckten betreten zur Seite, obwohl das transatlantische Dokument nun für jedermann verfügbar war. Auch von Seiten der Zunft der an unseren Universitäten habilitierten „deutschen Amerikanisten“ – herrscht Funkstille.

Was, wenn in den Kellern und verspiegelten Hochhäusern derjenigen grauen Eminenzen, von denen uns NATO-General Wesley Clark erzählt, nicht nur detaillierte Pläne über die neoliberale Neugestaltung von Syrien und den Nahen Osten, sondern ebenso über das Schicksal Deutschlands und die zukünftige politische, wirtschaftliche und demografisch-ethnische Gestaltung Europas existieren, zu deren Absegnung auf demokratischem Wege die Bevölkerung niemals bereit wäre? – Eine wilde Verschwörungstheorie? Wo solche Pläne von gewichtigen US Thinktanks wie CFR, PNAC, STRATFOR & Co. doch mittlerweile bereits ganz unverblümt publiziert wurden (siehe Nachrichtenspiegel)? Dass den Denkpanzergenerälen hierbei von der Zukunft Europas nicht das Bild einer friedlichen Insel der Humanität und der Sozialdemokratie vorschwebt, sondern dass ihnen ein mit Russland zerstrittenes, durch kriegerische Konflikte und Terror gezeichnetes Europa im neoliberalen Zeitalter als zeitgemäßer erscheint (Quelle: Chicago Council on Global Affairs / siehe Kurzfassung via Youtube)? – Nein, leider keine Verschwörungstheorie eines psychopathischen Spinners, sondern der nüchterne Report eines der einflussreichsten US Strategen und Politikwissenschaftlers George Friedman, der nicht nur Kommandeure der US-Streitkräfte eigenhändig ausgebildet hat, sondern dessen Thinktank-Organisation STRATFOR laut New York Times weltweit über 4.000 Unternehmen, Personen und Regierungen berät, darunter das US-Außenministerium, Monsanto, Microsoft, Lockheed Martin und die Bank of America. – Vom Tübinger Institut für Amerikanistik wiederum: Kein Kommentar, alles in Butter.

Würden all die Verschwörungstheorien, die in diesen Kreisen abseits der demokratischen Meinungsbildung ausgedacht werden, bloße Theorien bleiben, dann könnte man sich ja in der Tat gemeinsam mit Professor Butter gemütlich aufs Sofa zurücklehnen und süffisant über solche Gehirngespinste lächeln. Blöd nur, dass diese Pläne, über die man sich sogar in der transatlantisch orientierten Redaktion des Spiegel fassungslos gab (siehe Spiegel) und die auch der US Präsidentenberater Brzezinski in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ relativ detailliert darlegt, nun sukzessive in der Realität ihre Verwirklichung finden, sogar mit erstaunlich akkuratem Zeitplan. Aber wer im derzeitigen Weltgeschehen unlautere Absichten vermutet, macht sich ja in Wirklichkeit nur lächerlich – wo doch heute jeder weiß, dass es die unsichtbare Hand des Marktes ist, die alles regelt.

„Sapere aude!“ („Wage es, weise zu sein!“) lautete einmal die Losung der Aufklärung, die gerade bei lebendigem Leibe zu Grabe getragen werden soll.  Dass die postfaktischen Totengräber der Aufklärung nun sogar die Chuzpe haben, sich selbst als Aufklärer zu präsentieren, setzt der grotesken Szenerie noch das Sahnehäubchen auf. Aber egal ob man darüber lachen oder weinen möchte, das „Sapere aude“ scheint ausgedient zu haben. Wozu auch sich selbst seines Verstandes zu bedienen, wo es doch heute Experten gibt, die alle Fachgebiete auf akademischem Niveau „beherrschen“? (siehe auch Nachrichtenspiegel: „Warum überhaupt noch denken?“)

Was aber, wenn in der Gilde der herrschenden Lehre gähnende geistige Leere herrscht, so wie uns das in einem köstlichen Essay der nzz nahegelegt wird: siehe „Das Gastmahl der Geistlosen“– in dieser Betrachtung verortet der Jurist Milosz Matuschek ein „akademisch zertifiziertes, aber intellektuell desinteressiertes Diplom-Proletariat aus Ärzten, Juristen, Lehrern, Bankern und Ingenieuren“, das den klassischen Bildungsbürger abgelöst hat und „uns in einen Zustand der Wohlstandsbehinderung hineinpäppelt“. Das Gesprächsniveau in solcher Gesellschaft verhalte sich laut Matuschek oft indirekt proportional zur Höhe des Durchschnittseinkommens. Nun, darf es uns dann wundern, wenn die ehrenwerten akademischen Ritter, die in dieser Gesellschaft sitzen, sich weniger dem Interesse des gemeinen Bürgers verpflichtet fühlen, sondern sehr viel lukrativeren Interessen nachgehen (siehe z.B. Noam Chomsky: „Die Wachhunde der Machtelite“ oder Christian Kreiß: “Missbrauchte Wissenschaft“)? Das Menü bei diesem Gastmahl der Geistlosen ist bei aller Fortschrittlichkeit, zu der sich die Ritter der Tafelrunde bekennen, allerdings ein altbekanntes:

Das Tagesmenü: Aufgewärmte Naphtalin-Kugeln aus Heinrich Kramers Mottenkiste

„Verschwörungstheoretiker“ – eigentlich ein läppisches Wort, das mittlerweile etwas abgewetzt ist, nach Einschätzung des Publizisten Mathias Bröckers jedoch auf der nach unten offenen Denunziations- und Diffamierungsskala weiterhin nur knapp über „Kinderschänder“ rangiert und daher ein genuines Mittel ist, um diejenigen Personen, die man mit diesem Etikett belegt, zu ächten. Wie einem historischen Memo der CIA zu entnehmen, ist dieses Schmähwort ein gezielt zum Zwecke tendenziöser Meinungsmache erschaffenes Konstrukt, um seinerzeit Kritiker der offiziellen Version der Ermordung Kennedys zu diffamieren. Obwohl über die „Markteinführung“  dieses Wortes 1967 bereits hinreichend aufgeklärt wurde, hat es seine Wirksamkeit auch im 21. Jahrhundert noch nicht ganz verloren und dient heute weiterhin dazu, um unliebsame Stimmen zum Schweigen zu bringen. Die Anwender dieses Keulenbegriffs bauen dabei weniger auf die – nicht vorhandene – Substanz dieses Wortes, sondern auf einen schlichten psychologischen Mechanismus: Niemand möchte gerne geächtet sein und die meisten Bürger wollen auch nicht mit gebrandmarkten, an den Rand gedrängten Personen der Gesellschaft zu tun haben. Da dieses, eigentlich genuin kirchlich-inquisitorische Dogma („Gut ist, wer sich der herrschenden Lehre/Macht anschließt, böse und verdammenswert ist derjenige, der sich gegenüber dieser Macht selbständig macht“) immer noch nicht gesprengt wurde, kann es weiterhin wirksam sein – was von den Spindoktoren der herrschenden Lehre auch weidlich ausgenutzt wird.

Der Affront von Professor Butter erfolgt akkordiert mit Angriffen gegen Daniele Ganser in mehreren Schweizer Tageszeitungen. Darin wird Ganser mit weiteren diffusen Begriffen wie „Verschwörungsmystiker, Guru, Sekte“ etc. belegt. – Begriffe, die in Wirklichkeit nicht das geringste über eine Sache oder eine Person aussagen, sondern die ganz im Gegenteil einer bloßen Vernebelung dienen, um sich mit einem Sachverhalt bzw. mit dem, was eine Person zu sagen hätte, gar nicht erst auseinandersetzen zu müssen.

Man könnte heute in Zeiten einer verfassungsmäßig verbrieften Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit über solche Diffamierungsbegriffe lachen. Nur leider waren es ebensolche Begriffe, welche in der Geschichte schon bisher die Legitimationsbasis für die allergrößten Verbrechen gebildet haben – sind solche Begriffe doch ein genuines Mittel, um andersdenkenden Mensch quasi das Persönlichkeitsrecht abzusprechen und sie für vogelfrei zu erklären. Genauso wie es im Mittelalter ausgereicht hat, jemanden als „Ketzer“ oder als „Hexe“ zu bezeichnen oder in der McCarthy-Zeit als „Kommunisten“, um ihn auszugrenzen und existenziell zu vernichten, so wird mit diversen Synonymen auch heute noch die Diffamierungskeule geschwungen. Ein inhaltlicher Diskurs mit dem, was diese „Ketzer“ wirklich zu sagen hätten, wird dadurch vermieden. – Auf diese Weise hat sich die Gesellschaft schon bisher um ihre wertvollsten Köpfe gebracht. Vielleicht ist das Verbrennen der Ketzer bzw. das Ausmerzen alternativer Denker auch der schlichte Grund, warum wir heute vor schier unlösbaren globalen Problemen und lt. Sigmar Gabriel sogar „am Abgrund“ stehen (Quelle: nzz). Ein unangenehmer Verdacht drängt sich auf: Die allerortens prädominierende Geistlosigkeit (siehe nzz: „Gastmahl der Geistlosen“) und scheinbare Alternativlosigkeit – sind diese womöglich allesamt nur eine Konsequenz unserer akademischen Arroganz und einer chronifizierten Ignoranz?

Der Hexenhammer 4.0

Wie dem auch sei, wie es scheint, sind gewichtige Vertreter unserer akademischen Intelligenzia gewillt, den Marsch in den Grand Canyon unbeirrt fortzusetzen, obwohl dessen gähnender Abgrund bereits für uns alle in Sichtweite ist. Der streng wissenschaftlichen Fachwelt liegt mit dem Grundlagenwerk von Professor Butter zum Thema „Verschwörungstheorien“ also nun eine Art Hexenhammer 4.0 vor, um alternative Denker plattzumachen. Der „Hexenhammer“ war ja schon im Mittelater ein von der herrschenden Lehrmeinung herausgegebenes probates Mittel, um die allerorts treibenden Blüten der Häretiker und Hexen wieder einzustampfen bzw. dem Scheiterhaufen zuzuführen. Der Inhalt des Hexenhammers lässt sich verkürzt in dem historischen Zitat „Alle Zauberei sollst Du töten!“ wiedergeben – ein Imperativ, der in der Folge von einem ein Heer an Inquisitoren und ihren exekutiven Schergen auch mit eifriger Akribie befolgt wurde. Auszug aus ARD-Enzyklopädie/planet-wissen.de:

„Es gilt als eines der verheerendsten Bücher der Weltliteratur und hat Tausenden von Menschen den Tod gebracht: Der „Hexenhammer“ des Dominikanermönchs Heinrich Kramer. Von seiner ersten Auflage im Jahr 1487 an ist das Buch ein mächtiges Instrument für die Inquisitoren. Es legitimiert die Hexenverfolgungen durch den Papst und dient als Anleitung zur Überführung und Verurteilung von vermeintlichen Hexen (… ) Auch Kritik am „Hexenhammer“ kann zu jener Zeit überaus gefährlich sein, werden doch im „Hexenhammer“ auch mögliche Beschützer der Hexen als Ketzer bezeichnet. Sie sollten den gleichen Verfahren ausgesetzt werden wie die Hexen.“

Zurück aber aus dem dunklen Mittelalter in unsere helle, LED-beleuchtete Gegenwart. Ketzern und Hexen mit glühenden Zangen, Daumenschrauben und eisernen Jungfrauen zu Leibe rücken, nein, das geht in unserer politisch korrekten, gentrifizierten Zeit gar nicht mehr – gäbe üblen Schmorgeruch und gellende Schreie, die heute jeder Anrainer der wissenschaftlichen Hochburgen mit seinem Smartphone aufzeichnen und per Knopfdruck via Youtube ins Licht der Öffentlichkeit stellen könnte. In Zeiten von Industrie 4.0 braucht es heute ein wesentlich smarteres Vorgehen, um von der herrschenden Lehre abweichende Meinungen auf Linie zu bringen.

Wobei sich solche smarte soft power und „Governance“-Knigge hinsichtlich ihrer Abschreckungswirkung im Übrigen als wesentlich effektiver erweisen als archaische Gewalt, die in der Geschichte dann ja doch immer zu einer Revolution gegen die Obrigkeit geführt hat. Und eine Revolution gegen die herrschende – von Jean Ziegler als kannibalisch bezeichnete – Lehre können die amtierenden Polit- und Wirtschaftsmächte heute am allerwenigsten gebrauchen, dazu laufen ihre Geschäfte einfach zu gut. – Wie Noam Chomsky feststellt, gibt es heute im Parlament zwar Demokraten, Republikaner etc., aber in Wirklichkeit nur eine einzige Partei: „Die Partei des Business“.

Um Abweichler dieses gut eingespielten Business wieder zur Räson zu bringen, braucht es heute in einer perfekt vernetzten Wissenschafts- und Medienwelt keinen Hexenhammer und keine Folterwerkzeuge mehr – eine bloße Tastatur und einige Mausklicks reichen aus. Sofern man eine akkreditierte akademische Signatur daruntersetzt, kann man mit den Buchstaben, die man in diese Tastatur hämmert und damit in die Welt setzt, bei anderen Menschen und sogar in ganzen Ländern und Kontinenten mitunter gewaltige Verwerfungen bewirken (siehe z.B. Essay von Dirk C. Fleck „Wenn die Fetzen fliegen“), ohne dass man sich bei dieser gleichermaßen ehrenwerten wie hochdotierten Arbeit sein weißes Hemd bekleckert.

Jeder Ansatz von Aufbegehren gegen die anerkannte, „streng wissenschaftliche“ Lehre kann auf diese Weise im Handumdrehen befriedet werden. Friedensmission nennt man so etwas. Die neuzeitlichen digitalen Ritter, die man auf das Schlachtfeld dieser Friedensmission schickt, stattet man gegebenenfalls auch noch mit einem „robusten Mandat“ aus – sie sollen schon klotzen, nicht nur kleckern dürfen, wenn sie erfolgreich ihre Lanze für die allein seligmachende herrschende Lehre brechen sollen. Jüngst hat ein solcher unbeirrter Ritter also wieder eine Lanze gebrochen und sich dabei selbst um Kopf und Kragen geschrieben.

In der Arena

Der Ritter: Der eingangs erwähnte Michael Butter – seines Zeichens Freiherr und Fahnenträger des mit der kaiserlichen Bulle ausgestatten Ritterordens der „deutschen Amerikanisten“ (Wikipedia), einem mittlerweile säkularisierten Orden, der den hehren ritterlichen Tugenden der Tempelritter schon längst abgeschworen hat und sich stattdessen lieber auf handfeste Werte ausgerichtet hat. Böse Zungen, die diese Art von Rittern als Raubritter bezeichnen, werden von umsichtigen Ordnungshütern umgehend von der Bühne entfernt und auf die mediale Streckbank gespannt.

Der längst überfällige Ketzer, dem die szientistische Lanze diesmal in den Leib gerammt werden soll: Daniele Ganser. Es war auch höchste Zeit, dass diesem unerhörten Sektierer (von lat. secta: abgespaltene Lehrrichtung; also: einer, der sich von der herrschenden Meinung emanzipiert hat und individuelle Wege geht) das Handwerk gelegt wird, schließlich war er gerade drauf und dran, eine ganze Generation junger Menschen wachzurütteln und dazu zu bewegen, in einer Welt, die laut dem bereits erwähnten Bulletin of the Atomic Scientists „zwei Minuten vor Mitternacht“, d.h. dem symbolischen Weltuntergang steht, in letzter Minute doch noch den Zeiger anzuhalten. Ganser geht es dabei nicht um oberflächliche Kontroversen, mit denen sich zeitgenössische Nerds die Nächte um die Ohren schlagen wie z.B. die Frage, ob nun Microsoft oder Linux das bessere Betriebssystem ist, um darauf dann Powerpoint und Call of Duty laufen zu lassen. Nein, Ganser stellt Powerpoint und den Call of Duty bzw. das von Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnete Betriebssystem an sich in Frage! Er fordert nämlich nichts weniger, als das neoliberal-transatlantische Business auf ein humanes Betriebssystem umzustellen – Welch Häresie! Welch Vermessenheit! Welch verwerfliche Irrlehre! Mein Gott, Walter/Heinrich Kramer, steh‘ uns bei! … schick‘ uns Deinen Hexenhammer!

Eile ist nun dringend geboten, schließlich sprengen Gansers Videovorträge auf Youtube bereits die Millionenmarken, seine quer in Europa gehaltenen Vorträge sind restlos ausgebucht, Ganser-Bücher wie „Illegale Kriege“ avancieren zu Bestsellern und alle Versuche zum Mundtotmachen haben bisher nur ein umso größeres Interesse an dem bewirkt, was der eloquente Schweizer zu sagen hat. Manche rechnen ihm sogar eine historisch größere Bedeutung zu als Robin Hood oder William Wallace, man nennt ihn bereits den neuen „Wilhelm Tell aus den Schweizer Bergen“, die Rubikon-Autorin Christiane Borowy bezeichnet ihn als „das schärfste Schwert, das die Schweizer Friedensforschung zu bieten hat“:

„Der Historiker Daniele Ganser ist das schärfste Schwert, das die Schweizer Friedensforschung zu bieten hat. Präzise zerschlägt er mit seinen aufklärerischen Büchern und Vorträgen politische Narrative — und zieht damit den Hass von Kriegsbefürwortern und deren medialer Gefolgschaft auf sich.“ (siehe Rubikon 1)

Eine schnöde Erklärung

In einem weiteren Beitrag auf Rubikon versucht Conrad Knittel das Machwerk von Professor Butter aufzuarbeiten (siehe Rubikon 2), widerlegt die Vorwürfe Punkt für Punkt und zeigt auf, wie Butters Lanzenstöße Richtung Daniele Ganser eigentlich ins Leere gehen. Butters Ausritt ist in Wirklichkeit aber nicht der einzige Lanzenstoß in Richtung alternativer Denker. In unseren Qualitätsmedien kommen einem ähnliche, teilweise noch deutlich aggressivere Bekundungen samt „Bekenntnissen“ der Autoren zur herrschenden wissenschaftlichen Lehre derzeit in geradezu inflationärer Weise entgegen.

Was intelligente Menschen dazu treibt, solche Pamphlete zu verfassen, fragen sich in diversen Foren gerade viele unbedarfte Leser, die bisher an die herrschende Wissenschaft und ihr Versprechen der Aufklärung geglaubt haben. Wo doch unsere Zeit heute so knapp ist und es so viel Wichtiges und Schönes zu tun gäbe, warum dann mit solch zähneknirschender Vehemenz Bücher in einen bereits übersättigten Markt pressen, in denen andere Personen, die sich ganz offensichtlich redlich bemühen, diffamiert werden?

Nun, um nicht noch weiter abzuschweifen, erlaube ich mir diese Frage an dieser Stelle einmal ganz unverblümt und schnöde zu beantworten:

Wie sollen akademische Würdenträger denn sonst ihre Würde und ihr Selbstbewusstsein aufrechterhalten, wenn sie es selbst nicht wagen, für Wahrheit, Frieden und Humanität das Wort zu ergreifen, sondern sich stattdessen feige in den Windschatten einer inzwischen monströsen Lügen-/Manipulationsmaschinerie der herrschenden Meinung und ihrer medialen Claqueure stellen und lieber demjenigen System dienen, das Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnet?

Solche Professoren, die eigentlich das Privileg einer erstklassigen Bildung im kulturell reichen Herzen Mitteleuropas und dazu noch Wohlstand und die Sicherheit eines pragmatisierten Berufsstands besäßen … und deren intellektuelle Kapazität die in Brand gesetzte und in vielerlei Hinsicht aus dem Gleichgewicht geratene zeitgenössische Welt dringend bräuchte – wie sollen sie ihr eigenes Versagen sonst rechtfertigen? Entweder sie gingen zerknirscht in eine Eremitage in den Wald (wo ihnen aber der gewohnte Zustrom an Anerkennung durch ihre Kollegen aus dem „wissenschaftlichen“ Diskurs verlustig ginge und damit auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebensfreude) – oder sie müssen eben auf Andere, die das wagen, was sie selbst nicht wagen, eindreschen und versuchen, dasjenige, was für einen der Aufklärung verpflichteten Menschen eigentlich das Normalste auf der Welt wäre (herrschende Narrative zu hinterfragen, sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und neue Wege zu gehen), als „nicht normal“ zu diskreditieren.

Denn das Eingeständnis, als renommierter Exponent der Wissenschaft eigentlich eine Nichtwissenwollenschaft zu verkörpern, würde wohl umgehend zu einem Kollaps der eigenen intellektuellen Großartigkeit führen.

Nachsatz:

Mit diesem wieder einmal viel zu lang gewordenen Aufsatz verabschiede ich mich dann auch schon wieder aus dem Feld der Amerikanistik, in dem ich schnöder Maschinenbautechniker in Wirklichkeit blutiger Laie bin und das ich daher lieber versierten und akademisch akkreditierten Experten wie Prof. Butter überlasse. Damit mich an dieser Stelle niemand falsch versteht: Als Techniker bin ich vielzusehr Pragmatiker, als dass ich die Logik von Prof. Butter & Konsorten nicht nachvollziehen könnte. Wenn ich in einem Auto sitze, in dem der Motor aufgrund eines Kühlerschadens völlig überhitzt ist und kurz vorm Kolbenreiber steht, was mache ich dann mit dem rot blinkenden Warnlämpchen, das mich auf diesen Umstand aufmerksam macht? – Ja, genau: Ich schraube es aus dem Armaturenbrett heraus und werfe es bei voller Fahrt aus dem Fenster, das nervig piepsende Teil.

Wer hat heute schon Zeit zum Anhalten, wenn er mit 130 km/h auf der Autobahn mit Verspätung zum nächsten Meeting unterwegs ist und sich ranhalten muss, wenn er außerdem noch rechtzeitig zum abendlichen Endspiel der Champions-League vor seinem 4K-extended-Ultra-HD-Smart-TV sitzen möchte?

 


zum Thema „Wissenschaft und ihre Wächter“ siehe auch zwei lesenswerte Essays von Matthias Burchardt:

“March for Science – Dead Men Walking”

“Terror und Technokratie”

sowie eine Rezension zu Noam Chomsky:

„Die Wachhunde der Machtelite“

„Uns geht’s gut“ – Darwins gnadenlose Führungskräfte oder: Die Sendung mit der Maus

Wie uns das Handelsblatt jüngst mitteilte, sind die Spitzen unserer Gesellschaft „in weiten Teilen von Naivität, Dummheit und Bösartigkeit gekennzeichnet“. Wie das möglich ist, hat uns ein findiger Kopf in einem kurzen Cartoon mundgerecht aufbereitet (alle Aussagen, mit denen das Video hintermalt ist, stammen aus sozialwissenschaftlichen Studien):

Unser Kollege Frank Ullrich von der Dresdner Sozialwacht hat sich schon vor einiger Zeit ebenfalls auf die Socken gemacht, um herauszufinden, ob die im obigen Cartoon dargestellten wissenschaftlichen Thesen tatsächlich in der Realität wiederzufinden oder doch nur Satire sind. Das Schleudertrauma, das unser Kollege bei dieser Recherche davongetragen hat, hat er glaube ich immer noch nicht ganz überwunden.

Anmerkung: Damit der Leser die beiden Videos nicht nur passiv konsumiert, eine kleine Denksportaufgabe: Wo finden sich in Video 2 das in Video 1 ersichtliche Krokodil wieder, wo die Katze, wo die Maus und wo die Elefantin? – …dann also viel Spaß beim Suchen!

PPS: Wer kein besonderer Spaßvogel ist, sondern mehr ein philosophischer Geist, der kann die Aussagen unserer Politiker und Wirtschaftskapitäne in Video 2 auch unter dem Gesichtspunkt des legendären UN-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld betrachten: „Achtung vor dem Wort ist die erste Forderung in der Disziplin, durch welche der Mensch zur Reife erzogen werden kann (…) Das Wort missbrauchen, heißt die Menschen verachten. Das unterminiert die Brücken und vergiftet die Quellen. So führt es uns rückwärts auf der Menschwerdung langem Weg.“

(aus: Dag Hammarskjöld, „Zeichen am Weg“, Pattloch Verlag S.99 )

Sonntagsvideos

Möge sich jeder das Ihm genehme raussuchen.

Christoph Sieber über Feindbilder:

Erwin Pelzig über Wahrheit, Lügner und Verlogenheit:

Jasinna über ein Gedankenexperiment:

Gemeingut.org über die Autobahnprivatisierung:

Plusminus über die Renten in Österreich und in Deutschland:

Andreas Popp über Querfronten und Politik im Allgemeinen:

Benjamin Fulford, der Großmeister der Verschwörungstheorien, über globale Politik (27.03.2017 – Deutsch, Vorgelesen)

Dr. Rupert Sheldrake über Bewusstsein (Deutsch Synchronisiert)

…und über Wissenschaft (Deutsch Synchronisiert)

Exopolitik.org über Raumschiffe im alten Indien (Vimanas)

ZDF Neo über die gelenkte Konsumgesellschaft

Der Euro der Stabilitätsfaktor schlechthin!

Da taucht man in fremde Kulturen ein, ergibt sich den zu erforschenden kulinarischen Genüssen. Beim Einkaufsbummel durch die Basare, immer den Blick gerichtet auf etwaige Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen ausmachend – doch spätestens beim bezahlen in der Cafeteria, fällt es einem wie Schuppen von den Augen – da ist es, das verbindende Element, der Euro, plötzlich ist man sich so nah – gar heimelig fühlt man sich.

Aber nicht nur dass es ein verbindendes Element zwischen den verschiedenen Völkern symbolisiert, nein – auch in der Heimat hat er zu mehr Wohlstand für alle beigetragen. Allein die Tatsache, dass ich früher für meine Zweizimmerwohnung 400 D-Mark zahlen musste, heute 400 Euro, sich quasi der Mietspiegel über all die Jahre stabil gehalten hat, ist eine Bereicherung für die Gesellschaft. Warum die Politik sich trotz stabiler Mietpreise sich mit der Thematik Mietpreisbremse beschäftigt – da kann man als überzeugter Europäer doch nur den Kopf darüber schütteln.

Selbst Spirituosen sind bezahlbar geworden, früher legte man für eine Flasche Mumm dry 0,75 l – 11,95 DM auf den Tressen, heute, nur 8,54 €. Oder Meister Popper Citrus Frische 1 l, vor der Einführung des Euros – 3,19 DM, heute, 1,69 €. Der große Bauer Fruchtjoghurt 250 g – 92 Pfennige, heute, nur 59 Cent. Der Kaffeepreis ist sogar stabil geblieben vorher 7,31 DM, heute – 7,77 €. Ein fahrbarer Untersatz z. B. der Audi A4 Avant Kombi 150-170 PS – unbezahlbar, vor der Einführung des Euros, stolze 60.000 DM – heute, nur noch 38.000 € – also Peanuts im Vergleich. Und man darf dabei auch nicht vergessen – man verdient heute immer noch genauso viel als damals – umgerechnet.

Da soll noch einmal einer auf den Euro schimpfen.

Übrigens: Der Ex-Finanzminister der BRD, Theo Waigel, gab zu, dass der Euro gegen den Willen der Deutschen durchgedrückt wurde. “Hätten die Deutschen in einer Volksabstimmung für den Euro votiert?” Waigel: “Nie. Wir hätten jede Abstimmung verloren.” (SZ, 17.05.2015)

Wir können dafür nur dankbar sein!

Die Rückkehr des Bösen nach Deutschland … und dem Rest der Welt.

Digital StillCamera

Montag, 15.12.2014. Eifel. Glauben Sie eigentlich an „das Böse“? Na – ich weiß: das ist eine dumme Frage. Die Antwort kennt jeder: natürlich glauben Sie an das Böse. Das tut jeder. Jeder glaubt an das Böse – und sein Erstarken, seine Wiederkehr beschäftigt Millionen – wenn nicht Milliarden Menschen. Nun schauen Sie nicht so verdutzt: Wahrscheinlich haben Sie sich selber schon über das Böse informiert, haben viel Geld ausgegeben, um sich über seine Taten kundig zu machen, seine Fortschritte zu studieren und zu schauen, wie edle Helden es unter großem Leid mühsam zurückdrängen. Ja – genau, das macht das Böse so unangenehm: wo es aufblüht, wird es meistens sehr hässlich und schmerzhaft, es wieder in den Karton zu bekommen.

Sie schauen ja immer noch verdutzt? Reicht es nicht, dass wir Montag morgen haben, den Tag, der seit einigen Jahren an und für sich schon böse ist, weil man zurück muss in die unmenschliche Tretmühle, weil man – anstatt ein Christoph Columbus zu werden, ein Buffalo Bill, Newton, Dali, Goethe oder Beethoven – wieder ein kleines Rädchen in der großen Maschine wird, die wir Gesellschaft nennen, eine Maschine, in der sich das Rädchen so lange immer schneller dreht (ja, was meinen Sie, warum man „Führen mit Zielen“ erfunden hat?), bis es mit Burn Out beim Jobcenter zur staatlichen Resteverwertung überwiesenwird? Ja – darum fürchten wir diesen Tag so, daher hat er seinen schlechten Ruf: am Wochenende können wir noch davon träumen, was möglich wäre, wozu wir berufen sind, können uns hineinfühlen in jene Bestimmung, das wir zum Fliegen geboren worden sind, während uns der Montag wieder in Beton gießt.

Während Ihr Kopf immer noch Fragezeichen produziert, fängt ihre Seele langsam an, zu begreifen. Ihre Seele, ihr Gemüt, ihr Bauchgehirn: nennen Sie es, wie sie wollen – jener Teil einfach, der Sie von einer Rechenmaschine unterscheidet.

Nichts beschäftigt uns mehr als das Böse und wann immer wir Neues von ihm erfahren, wann immer es sein finsteres und abartiges Haupt erhebt, eilen wir ins Kino, um etwas von ihm zu erfahren. Ja – nehmen wir mal drei Beispiele, wovon eins etwas älter ist: „Der Herr der Ringe“.  Ist es schon das meistverkaufte Buch der Erde? Es erzählt eine schöne Geschichte, ist im Prinzip keine Erfindung, sondern eine Sammlung ältester Mythen und Legenden, tief verankert in den Erzählungen des nordischen Menschheit, eine Geschichte von Engeln (Elben) und Dämonen (Orks), von dem gefallenen Bösen (Melkor) und seinem treuesten Dienern (Sauron), geschrieben von einem sehr gläubigen Katholiken (weshalb man beim genaueren Hinschauen auch merkt, dass es eine sehr religiöse Geschichte ist, voller Fügungen, Zeichen und Wunder – aber ganz ohne Gott).  Was sind die Menschen begeistert von diesem Kampf der in der Natur verankerten Menschen, Elben, Zwerge, Ents, Adler und Hobbits gegen die Maschinen Isengarts und die uniformierte Hässlichkeit Mordors, die alles unter ihre Macht werfen und mit einer Nummer versehen will (kommt im Film leider nicht vor).

Wir kennen die Geschichte irgendwie, oder? Wir sehen den Erfolg Saurons jeden Morgen, wenn wir zur Arbeit fahren. Frodo hat versagt, Gandalf ist in den Abgrund gestürzt – Tolkien selbst hielt die moderne Autoindustrie für eine Erfindung von Orks, die den Ring gefunden haben. Die Fortsetzung des „Herrn der Ringe“, das „Vierte Zeitalter“, wo der böse Geist „Herumon“ die Geister der Menschen verwirrt und sie dazu verführt, sich wie Orks zu verkleiden und verhalten, spielt genau jetzt, möchte man meinen: und wir stehen diesem Geist ohne Elben, Ents, Hobbits, Zwerge, Adler und Zauberern hilflos gegenüber, können nur mit ansehen, wie durch „Fracking“ weite Teile der USA verloren gehen, wie Saurons Diener das ach so knappe Trinkwasser in unvorstellbaren Mengen zu Gunsten ihrer Maschinen verseuchen.

Merken Sie langsam, wie wahr dieser Mythos vom Herrn der Ringe ist?

Unheimlich, oder?

Ich mag ihnen noch eine Geschichte aufzeigen, die Sie völlig begeistert hat, Millionen und Abermillionen Menschen sind ihr verfallen, sind begeistert von ihr: Harry Potter. Die Geschichte von dem kleinen Jungen, der durch ein kleines Wunder den Angriff eines Menschen erlebt hat, der durch und durch böse geworden ist. Dieser Böse erstarkte langsam wieder – doch niemand wollte es glauben. Das Böse? War „der, der nicht genannt wurde“ – wie heute. Und langsam aber sicher brachte er das Zaubereiministerium unter seine Kontrolle, langsam und schleichend gab es immer mehr merkwürdige Erlasse, Menschen verschwanden, Zucht und Ordnung kehrte wieder ein, die Medien berichteten auf einmal nur noch sehr einseitig, die Welt wurde zunehmend finsterer … kommt Ihnen das bekannt vor? Wird Ihnen schon mulmig? Merken Sie jetzt, dass Ihre Seele, ihr Gemüt, ihr Bauchgehirn eine Wahrheit spürt, die Ihr Verstand so gar nicht erfassen kann, weil er perfekt manipuliert wird?

Reicht noch nicht? In den hintern Rängen gibt es noch Gemurmel?

Gut. Noch ein Mythos der Moderne: Star Wars.

Die Geschichte einer Republik, die von einer bösen Kraft heimgesucht wird, noch einem bösen Lord. Hand in Hand mit Banken, Ingenieuren, Handelskonzernen und Roboterfabrikanten wird die Republik unterwandert, bis letztlich – als Folge eines wirklich absolut genialen und perfekt durchdachten Planes – die ganze Welt in einen Krieg verstrikt wird, der nur ein Ziel hat: die freie, demokratische, zivile Republik zu vernichten und ein neues Imperium zu errichten, in dem des nur noch Herren und Sklaven gibt. Die wenigen Wesen (Jedis: eine absolute Multi-Kulti-Fraktion übrigens, alles Hippies in Frisur, Kleidung, Sprache und Denken), die merken, dass es nicht „Zufälle“ sind, die den Kurs der Welt (der Galaxie) in eine lebensfeindliche Richtung drängen, die es später sogar möglich macht, dass ganze Planeten vernichtet werden, werden gejagt, verfolgt und als „Verschwörungstheoretiker“ diffarmiert. Na ja – letzteres ist ein wenig übertrieben, wiederfuhr dafür aber dem guten Harry Potter umso mehr.

Ist Ihnen schon mal der Gedanke gekommen, dass ihr Gemüt solche Filme und Geschichten sucht, gezielt aussucht, um die Wahrheit des Fühlens mit der Wahrheit des Denkens überein zu bringen … so wie früher alte Mythen erzählt wurden, um herrschaftsfeindliche Geschichten zu tradieren, die dem König nicht zu Ohren kommen durften … wie die Geschichten von Till Eulenspiegel oder Robin Hood? Geschichten, die von der Herrschaft des Bösen berichteten, die allen klar vor Augen stand, über die man aber nicht reden durfte, weil man sich sonst den Zorn des Königs und seiner Büttel zuzog? Der ganze Sitzungs- und Uniformkarneval verdankt seine Existenz dieser Tatsache: gegen die strenge Diktatur französischer Streitkräfte in Deutschland konnte man direkt nicht vorgehen – also suchte man sich andere Wege.

Wie heute.

Wie werden jetzt meckern, stöhnen und höhnen wollen, weil: die Rückkehr des Bösen nach Deutschland (und in die ganze übrige Welt) einfach ungeheuerlich erscheint.

Wir wissen aber, dass es schon mal hier war, oder? Wir haben es erlebt, was geschieht, wenn das Böse Regierungsmacht bekommt. Was hätte man daraus nicht alles lernen können: wir aber sind beruhigt, weil niemals wieder ein Adolf Hitler mit seiner NSDAP im Bundestag sitzen wird! Als ob das Böse sich … nach Äußerlichkeiten richten würde.

Die Griechen – die den Körper noch als Ausdruck der Seele verstanden – hatten es sich damals einfach gemacht: das Böse – soviel war klar – musste hässlich sein. Wir sind der gleichen Meinung – jedenfalls in den gerade genannten modernen Mythen. Wäre schön, wenn die ganze Welt so wäre. Irgendwie hält sich dieses Denken ja auch noch, weshalb unsere „Guten“, unsere „Promis“, alle wunderschön sind.

Unsere Regierung jedoch … ach, urteilen Sie selbst. Schönheit liegt ja oft im Auge des Betrachters.

Wir haben einen anderen Begriff vom „Bösen“ – wir haben aber auch eine ganz schöne Strecke „Geschichte“ hinter uns gebracht, um das zu Erkennen: obwohl unsere Promis immer noch nach dem alten griechischen Modell trachten und besonders schön sein wollen um uns zu zeigen, wie minderwertig doch wir Hässlichen sind, wissen wir, dass das Böse nicht immer an der ausgeprägten Hässlichkeit zu erkennen ist. Wir wissen, dass es aus dem Inneren der Seele kommt, überwiegend geprägt wird durch die Umwelt und sich eindeutig äußert in brutaler, verächtlicher, kalter Gewalt.

Googeln Sie mal: bei ARTE gab es mal eine Dokumentation dazu: „Das Böse – Warum Menschen Menschen töten“. Hier sprach unter anderem der Sozialpsychologe Harald Welzer, der erforschte, wie „aus ganz normalen Männern innerhalb kürzester Zeit Massenmörder werden“ (im Film ab Minute 42). Was erläutert uns der Herr Welzer? Das – um es ein wenig in meine Worte zu kleiden – die „Bösen“ anderen Menschen die

„Zugehörigkeit zum gemeinsamen sozialen Universum absprechen“.

Schauen Sie mal in Ihren Alltag. Kann es sein, dass es da Menschen gibt, denen die Zugehörigkeit zum gemeinsamen sozialen Universum abgesprochen wird? Wenn so etwas geschieht, dass können Sie sicher sein, dass sich etwas Böses anbahnt – und das Ihr Gemüt sie in Filme zieht, die dieser erlebten Realität „wahre“ Bilder bieten.

Darf ich ein wenig helfen?

Putin – gehört der noch zu unserem sozialen Universum? Oder … Arbeitslose? Oder … der Moslem? Erleben wir nicht gerade 2014, dass das Böse wieder Menschen aus dem gemeinsamen sozialen Universum entfernt – eine Bewegung, die 2005 an die Öffentlichkeit gedrungen ist – unter der Bezeichnung „Agenda 2010“? Kommt noch jemand auf die Idee, mit Putin oder den Moslems ein vernünftiges Gespräch zu führen … oder sind die schon aus dem Raster „Mensch“ herausgenommen und so aus dem gemeinsamen sozialen Universum entfernt worden … wie unsere Arbeitslosen?

Nun – der Film auf Arte kümmert sich um eine besondere Form des Bösen, eine Form, die jeder verstehen kann: den Psychpathen, den eiskalten Massenmörder. Wie sie ticken, erklärt uns eine Psychologin (siehe t-online)

Sie haben kein oder kaum Mitgefühl oder Schuldgefühl. Normale Menschen haben einen unwillkürlichen emotionalen Impuls, wenn sie beispielsweise sehen, wie ein Kind sich verletzt. Der fehlt Psychopathen. Wenn Sie aber in ihrem Leben noch nie Mitgefühl empfunden haben, dann fehlt Ihnen automatisch auch das Schuldbewusstsein. Das entsteht nämlich nur, wenn wir uns schuldig fühlen, weil andere sich wegen uns schlecht fühlen.

Kaum Mitgefühl oder Schuldgefühl? Etwa … wie Abgeordnete des deutschen Bundestages, die sich selbst fürstliche Diäten gönnen, während der Staat immer mehr Schulden hat? Die arbeitslose Menschen aus dem sozialen Universum herauskicken, ohne im Mindesten daran zu denken, wie sich sie oder ihre Kinder fühlen? Die als „Chefs“ mit kalten Kalkül Massenentlassungen vornehmen, um die Börsenkurse zu beflügeln … oder Sanktionen verhängen, ohne auch nur im Geringsten an die Menschen zu denken, die darunter leiden?

Machen Sie selber mal das Experiment: gehen Sie mal einige Checklisten für Psychopathen durch. Ich habe mal eine Kurze herausgesucht (siehe Onmeda)

Er verhält sich verantwortungslos und unbekümmert.
Er ist rücksichtslos und verletzt die Rechte anderer.
Der Psychopath ist „gefühlskalt“ und kann sich nicht in andere Menschen hineinversetzen (mangelnde Empathie).
Er ist impulsiv und langweilt sich schnell; er braucht ständig „etwas Neues“.
Es fehlt ihm an langfristigen Zielen.
Der Psychopath empfindet im Vergleich zu anderen Personen kaum Angst.
Schuldgefühle, Reue oder Gefühle von Scham sind ihm fremd.
Er ist nicht in der Lage, Liebe zu empfinden.
Er reagiert oft aggressiv und neigt zu Gewalt.
Sein Selbstwertgefühl ist deutlich übersteigert.

„Warum fällt mir da nur der Satz ein „Deutschland geht es gut“?.

Wissen Sie, was das ist? Das ist eine Beschreibung unserer medialen Spaßgesellschaft – ohne diese Voraussetzungen würden die Witze der „Heute-Show“ oder die Scherze eines hochintelligenten Dieter Nuhr nicht funktionieren – auch sie finden ganz schnell die Schwachstellen von Menschen heraus und führen sie ohne Rücksicht auf ihre Gefühle vor, desintegrieren so immer mehr Menschen aus unserem sozialen Universum … und wir halten das inzwischen sogar für „gute Unterhaltung“. Ja – da hat er eine besondere Qualifikation, der Psychopath (siehe Welt):

Der Psychopath jedoch ist stets auf der Jagd nach dem Aufdecken von Schwächen anderer und bedient sich der Suggestion, um Macht über seine Mitmenschen auszuüben. Er greift an der empfindlichsten Stelle an und verstärkt damit das Unterlegenheitsgefühl des Opfers. Der Angriff kommt in Form von scharfer Kritik, Lächerlichmachen oder scheinbar unbedeutenden Andeutungen, die nur der Betroffene selbst versteht.

Die kleine, heile Welt der Comedy ist aber nur ein kleiner Ausfluss einer viel größeren Psychopathenoffensive, die sich vor allem in Führungspositionen niederschlägt (siehe Zeit):

Neueren Untersuchungen zufolge sind Menschen mit einer narzisstischen oder psychopathischen Persönlichkeit etwa drei- bis viermal häufiger in Machtpositionen vertreten als im Bevölkerungsdurchschnitt.

Und dort sind die besonders gefährlich:

Weil sie extrem gefühlskalt und hochmanipulativ sind. Sie denken nicht an das Unternehmen, sondern handeln nur in ihrem eigenen Interesse. Sie haben Spaß an Dominanz und Kontrolle. Sie demütigen gern andere und mögen es oftmals auch, wenn andere Angst vor ihnen haben. Selbst haben sie keine Angst. Gerade das macht sie in Führungspositionen gefährlich, denn sie treffen oft hochriskante Entscheidungen, die ein Unternehmen in den Ruin treiben können.

Mag sein, dass sie deshalb gerne Positionen aussuchen, die … ihnen erlaubt, Sanktionen auszusprechen? Das ihnen außer „Sanktionen“ gar kein andere Umgang mit Mitmenschen mehr in den Sinn kommt?

Und trotzdem … werden Sie inzwischen als Vorbilder hingestellt, als Leistungsträger, als vertrauensvolle Führungspersönlichkeiten (siehe 3sat):

Was hat Richard Fuld, Ex-Chef von Lehman Brothers und Milliarden-Pleitier, mit Neil Armstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond, gemeinsam? Welche Wesenszüge teilt manch erfolgreicher Chirurg mit manchem Priester? Der Psychologie-Professor Kevin Dutton kennt die Antwort: Viele sind Psychopathen. Dutton hält nicht alle Psychopathen für geisteskrank. Im Gegenteil: Er lobt sie als Vorbilder.

Sehen Sie nun, wie weit das Böse schon in Ihren Alltag vorgedrungen ist? Klar sehen Sie das, denn in Wirklichkeit gibt es nur einen Grund, warum die Menschen in riesigen Massen den modernen Mythen von der Wiederkunft des Bösen lauschen: sie wollen ihre gefühlte Wirklichkeit mit der Realität der Tagesschau in Einklang bringen, sie wollen verstehen, warum sie ein Gefühl der Angst umtreibt, warum sie Demonstrationen meiden und sich immer mehr in ihre Wohnung verkriechen:

sie haben einfach Angst, weil sie merken, dass das Böse wieder erwacht ist. Das Böse ist aggressiv und neigt zu Sanktionen, auch gegen Schwächere, es hält Liebe für Sozialromantik, macht Schulden ohne Reue oder Scham, betreibt Fracking und Atomkraftwerke ohne jeden Gedanken an die Zukunft, verletzt die Rechte von Schwächeren ohne jedes Mitgefühl und muss am besten jeden Tag aufs Neue durch immer stärkere Konsumkicks bei Laune gehalten werden, ohne Visionen oder Utopien (die für krankhaft gehalten werden, obwohl sie lediglich eine Form von konstruktiver Zukunftsplanung darstellen) für die Zukunft hangelt es sich von Legislaturperiode zu Legislaturperdiode, von Quartal zu Quartal. während die Umwelt (auch die soziale und wirtschaftliche) zunehmend kollabiert … was dem Bösen allerdings aufgrund seines übersteigerten Selbstwertgefühls keinerlei Angst bereitet.

Ja – das Böse ist wieder da.

Alle merken es – aber wir dürfen nicht mehr drüber reden … oder sind schon so verängstigt, dass wir nicht drüber reden möchten.

Aber die Filme … die gönnen wir uns noch, um Gefühl und offiziell dargestellte Wirklichkeit in Einklang bringen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Behörden melden unidentifizierte Flugobjekte über mindestens 9 französischen Atomkraftwerken

Eine etwas verwirrende Meldung. Über neun französischen Atomkraftwerken sind verschiedene Flugobjekte aufgetaucht. Und dies sogar mehrmals. Geht hier etwas Seltsames vor oder ist das eine Aktion von Aktivisten oder Modellfliegern. Von Gesetz her ist das Überfliegen von Atomkraftwerken verboten. Irgendwas oder irgendwer scheint das nicht zu kümmern.

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Die Behörden haben einen eleganten Weg gefunden, nicht erklärbare Flugerscheinungen mit Drohnen ab zu tun. Bei der stetig steigenden Zahl von Hobby-Piloten, die eine Vielzahl von ungemeldeten Flugbewegungen durchführen, liegt diese Erklärung Nahe. Nur, wenn jemand unwissentlich eine Straftat begeht, wie das Überfliegen von AKW’s, dann ist es seltsam, wieso das gleich bei mehreren Atommeilern der Fall war. Da deutet auf eine geplante Aktion hin. Wenn neun „Drohnen“ über verschiedenen Reaktoren mehr oder weniger gleichzeitig schweben, dann verfolgt irgendjemand ein Ziel und ist sich seines Handelns bewusst. Das ist kein unwissentlicher Ausrutscher auf dem gesetzlichen Glatteis. Da steckt mehr dahinter.

Wer könnte einen Nutzen daraus ziehen? Die Flugobjekte waren zu klein, um einen Anschlag zu verüben. Aber sie konnten genaue Bilder von oben machen. Der Aufwand ist aber fragwürdig, weil man Fotos im Internet findet. Also, wieso riskieren verschiedene Modell-Piloten eine Strafe für Informationen, die sie zu Hause gemütlich im Netz gefunden hätten? Klingt irgendwie unlogisch. Das macht kein normal denkender Mensch, vor allem nicht mehrere gleichzeitig. Diese Erklärung fallt meines Erachtens schon einmal weg.

Dann hätten wir das Militär. Zur Zeit laufen überall auf der Welt Militärübungen und das Volk wird mit Sicherheit nicht genau über die Aktivitäten informiert. Vielleicht sind das Sicherheitskontrollen um zu schauen, wie die Betreiber, Medien und die Bürger reagieren, wenn plötzlich Flugobjekte über AKW’s auftauchen. Na dann kann das Militär beruhigt sein. Es interessiert praktisch niemand. Das heisst die internationale Presse schweigt sich darüber aus. In einschlägigen Foren und Webnachrichten fand man eine Spalte darüber. Aber sonst alles „pas problem“. Die Franzosen sind wirklich cool drauf. Da stellt sich einzig die Frage, warum das Militär so eine Aktion startet. Macht irgendwie auch keinen Sinn.

Oder war es ein Flugtraining für einen Terroranschlag. Das würde Sinn machen. Wenn ein Anschlag mit entsprechend präparierten Drohnen auf mehrere Atomkraftwerke gleichzeitig verübt werden würde, bräche vermutlich Panik aus. Egal ob wirklich was passiert oder nicht. Das Militär stände mit heruntergelassenen Hosen da und die Betreiber reagieren hysterisch. Ein Anschlag in nächster Zeit wäre eine Möglichkeit und die Drohnenflüge ein Training. Wer der Urheber dieser Flüge ist, liess sich nicht ermitteln oder ob es verschiedene Personen unabhängig voneinander waren. Welcher „Feind“ es gewesen sein könnte ist eigentlich egal, denn wenn nur einer von diesen atomaren Kochtöpfen in die Luft fliegt, heisst es gute Nacht Europa.

Wenn Europa unbewohnbar werden würde, der Westwind verteilt den atomaren Todesstaub über den Rest des Kontinents bis hin nach Russland, Nahen Osten und Teile von Afrika, dann hätten wir wirklich ein Problem. Hunderte Millionen auf der Flucht. Die grösste Völkerwanderung der Menschheitsgeschichte. Der einzige Nutzniesser, der hier seine Finger im Spiel haben könnte, wären wieder einmal die Amerikaner. Aber bei all den Gräueltaten, welche die USA fabrizierten und immer noch produzieren, so einen teuflischen Plan übersteigt sogar ihre zerstörerischen Fantasien. Zudem kämen die verstrahlten Partikel irgendwann bei ihnen an und sie haben schon genug Probleme mit dem ganzen radioaktiven, angeschwemmten, Fukushima-Müll und der dadurch verstrahlten Westküste. Es wäre selbstmörderisch, zusätzliche Radioaktivität freizusetzen. Daher liegt es Nahe, dass die Amerikaner dieses Mal nichts damit zu tun haben. Oder doch?

Die plausiblen Erklärungen für die Flugerscheinungen werden langsam dünn. Bleibt nur noch die Erklärung mit exotischem Hintergrund. Die vermehrten Beobachtungen von unidentifizierten Flugobjekten rund um den Globus könnten ein Hinweis sein, dass sich bei den „Besuchern“ was tut. Die Flugobjekte in Frankreich ähneln anderen Erscheinungen wie zum Beispiel den Lichtern von Hessdalen. Oder den leuchtenden Kugeln über Kornkreisen. Spiegelnde Oberflächen könnten eine Erklärung für die französischen Objekte sein. Aber die fragile Stabilität in der Luft von Drohnen hätte eher ein arrhythmisches Flimmern verursacht, nicht ein Pulsieren.

Erklärungen wären einige vorhanden, aber jede hat ihren Haken. Es bleibt abzuwarten, ob man von offizieller Stelle etwas erfährt oder ob diese Erscheinungen sich einreihen zu den ungelösten Rätseln dieser Welt.

Die grausame Lüge der „freien Wahl“

Die grausame Lüge der "freien Wahl"

Dienstag, 24.6.2014, Eifel. Wir sind frei, ja? Ich meine: wir haben die Wahl, oder? Jedenfalls wird uns das gepredigt. Kolonnen von esoterisch angehauchten und philosophisch ungebildeten „Trainern“ und „Coaches“ hämmern uns dies ein. Wir hören das gerne. Warum? Es gibt uns ein Gefühl der MACHT. Wir haben ja die Wahl, wir sind SELBST verantwortlich für unser Schicksal. Hört sich ja auch gut an. Frei und stark. Vorbei die Zeiten wo die Ikonen der linken Philosophie von einem „in-die-Welt-geworfen-werden“ sprechen durften und klar war, dass man eigentlich was an den Verhältnissen ändern muss, in denen der Mensch eingebettet ist.

Der moderne Mensch jedoch – ist Gott. Endlich Gott geworden. Jedenfalls … hält er sich dafür.

Das ist neu. Sehr neu. Früher – als es noch keine Coaches und Trainer gab – flochten noch Nornen und Moiren an den Fäden des Schicksals, das als unentrinnbar empfunden wurde, Sokrates, der große Urgeist der Philosopie, hat uns durch seinen Schüler Platon mitteilen lassen, dass das ganze Leben vorbestimmt sei – anders konnte man sich das Chaos nicht erklären. Dem animistischen Modell, dass böse Geister in einer perfekten Welt für Unheil sorgen, wollte man sich nicht anschließen – man war Städter geworden und stolz darauf.

Freiheit … ja … Freiheit erträumte man sich später erst wieder – nach Imperialismus und Feudalismus. Zuvor regierte die Angst: Missernten rotteten ganze Landstriche auch. Die Pest besorgte den Rest. Was überlebte, schuftete als Leibeigener für den „Herrn“. Was man aber hatte: keinen Krebs. Nach einem dreissigjährigen Krieg war aber ein Befreiungsschlag unabwendbar – in ganz Europa begann es zu gären. Das ein Gott dies Drama ersonnen haben sollte, glaubten immer weniger – vor allem jene nicht, die wussten, wovon sie redeten. Das Kirche sich zum Instrument der Herrschenden hat machen lassen, wurde immer deutlicher, dass hier Weltbilder zu Unrecht im Auftrag des Adels verbreitet wurden, wurde immer klarer.

Es war die Rede vom Auszug des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit … damit war aber die Menschheit an sich gemeint, nicht das Individuum. Niemand wäre auf die Idee gekommen, zum Köhler in den Wald zu gehen und ihm zu sagen, er solle jetzt mal frei werden – und sich nicht mehr so dämlich anstellen.

Legt man Kant zugrunde, scheint es logisch zu sein, dass wir jetzt endlich frei sind. Die Kirche ist wieder im Dorf, der Adel scheint fort, die Pest ist ausgerottet, Kriege scheinen der Vergangenheit anzugehören: das Paradies scheint nah!

Endlich sind wir FREI und HABEN DIE WAHL – jeden morgen!

Mal abgesehen von … der Notwendigkeit des Trinkens. Des Essens. Der Wärme.

Ja – unser „Freiheit der Wahl-Philosophie“ funktioniert erst im Wohlstand. Vorher kann man das keinem verkaufen. Vorher ist „Freiheit“ auch ein sehr untergeordneter Wert. Durst, Hunger und Kälte zwingen den Unachtsamen schnell in die Knie. So etwas erlebt man nicht in den Etagenwohnungen mit fließend Wasser, Heizung und Kühlschrank. Darum gibt es ja auch „soziale Menschenrechte“ – dem Joch des Körpers muss man schon entkommen können, die Wahl beginnt erst nach dem Schlafen, dem Essen und dem Trinken … es sei denn, man will den frühen Tod.

Gehen wir einfach mal hinein in dieses tolle, moderne Leben der Wahlfreiheit. Ziehen Sie einfach hinaus in die Welt, stecken sich ihren Claim ab und beginnen Sie mit dem Aufbau ihrer Existenz, leben Sie den amerikanischen Traum!

Scheitert in Deutschland daran, dass alles Land schon vergeben ist. Kleinere Parzellen werden zwar noch gehandelt, aber da gibt es hohe Nutzungsauflagen – und Steuern, die man bezahlen muss. Landwirte können nur noch als Großindustrielle überleben, ansonsten werden sie von Steuern und Strompreisen aufgefressen. Ach ja – Trinken ist noch umsonst, aber Essen und vor allem Wärme sind sehr teuer. Im Wald zelten ist verboten, jagen dürfen dort nur die Reichen – wie früher. Sie brauchen also eine „Unterkunft“, die oft von vielen gewählte Freiheit der Eremitage gibt es in diesem Land nicht mehr.

Natürlich gibt ihnen der Staat etwas Geld, damit sie überhaupt überleben können. Jahrzehntelang war das auch selbstverständlich: man kann nicht gleichzeitig den Zugang zu allen natürlichen Ressourcen verbauen UND vom Menschen gelebte Freiheit verlangen – das ist geradezu pervers. Ein Sartre hätte das noch verstanden, im degenerierten Wunderland des Neoliberalismus ist das ein völlig fremder Gedankengang geworden: „Sozialromantik“ pur. Ja – das natürlich Existenzrecht des Menschen, sein Anspruch auf die existentiellen Güter des Planeten, die VÖLLIG UMSONST geliefert werden, gilt nicht mehr, ist dumme Träumerei: die Raubgesellschaft teilt die Menschheit wieder in Adel und Pöbel – und alle klatschen, weil: man hat ja die FREIE WAHL.

Zehn Jahre lang „schult“ der Staat die junge Generation. Früher gab es da klare Erziehungsziele: „Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung“ – man roch Werte wie „Demokratie“, „Gemeinschaft“, „Freiheit“, „Respekt“. Heute ist das anders. Der adelige Wehrmachtsoffizier Hartmut von Henting (der sich im Falle des Kindesmissbrauches an der Odenwaldschule ordentlich daneben benommen hatte) wird momentan in Ausbildungsseminaren für Lehrer zitiert. Ob das so ganz in seinem Sinne ist, mag ich nicht beurteilen, aber die Zitate können auch für sich sprechen, siehe „Studienseminar Koblenz„:

Da Pädagogen keine Menschen „machen“ und ihnen die Verbesserung der Welt weder aufgetragen noch möglich ist, müssen sie sich auch nicht mit Entwürfen einer anderen oder besseren gesellschaftlichen Ordnung abgeben. Sie haben den Auftrag, den jungen Menschen in die gewordene teils gewollte, teils ungewollte Kultur einzuführen, so dass er in ihr bestehen kann und sie nicht behindert oder beschädigt oder zerstört.

Zur Erläuterung: In „Studienseminaren“ werden Lehrer „erzogen“, die frisch von der Universität kommen. Das obige Zitat ist Satz drei in dem Vortrag und definiert so nebenbei die Auslegung der übrigen Sätze … unter denen wir ganz weit hinten auch noch die Schulgesetzgebung und die „Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung“ finden.

Das „Pädagogik“ eigentlich nur Sinn macht, wenn sie Menschen „macht“, dass die Investition des Steuerzahlers in „Schule“ einzig und allein der fortschreitenden Verbesserung der Welt durch Schulung der nächsten Generation gilt und sonst kaum zu verantworten ist, ist in Vergessenheit geraten. Der Mensch soll kritiklos in eine bestehende, offen als dysfunktional erklärte Kultur eingeführt werden – und zwar so, dass er sie nicht behindert, beschädigt oder zerstört: das ist ein Leitsatz für Arbeitsameisen.

Freie Wahl? Nicht gewünscht. Wollen Eltern sich diesem System entziehen, reagiert der Staat mit exekutiver Gewalt: die Bildung von alternativen Gesellschaften wird mit Waffengewalt unterbunden (siehe gestrigen Artikel) – obwohl man (wie Schopenhauer schon vermutete) eigentlich weiß, dass unterschiedliche Gesellschaftsmodelle im Nebeneinander ohne weiteres sehr fruchtbar sein können … und vor allem die Wahl überhaupt erst möglich machen!

Nach der Schule wird die Freiheit erstmal von Rechnungen diktiert – und das bleibt so bis ans Lebensende. Rechnungen für Wärme, Speise und Trank. Das gibt es nicht mehr „einfach so“, das gibt es „von jemandem“, „dem das gehört“. So unfrei war noch nie eine Gesellschaft vor uns …. doch diese Unfreiheit bemerkt man erst, wenn man aus der Konsumkultur vollständig heraustritt, sich in jene aussterbenden Kulturen begibt, die  – noch – anders leben können, drei Stunden am Tag arbeiten und 21 Stunden Spaß und Schlaf haben, indigene Kulturen, die uns vorleben, wie die Welt seit Anbeginn der Zeiten angedacht war … oder wie wir sie als Menschheit vorgefunden haben: mit sehr wenig sinnvoller und nicht entfremdeter Arbeit beherrschbar.

„Entfremdete Arbeit“? Inzwischen ein unbekanntes Wort. 99 % der Tätigkeiten in unserer Gesellschaft sind „entfremdet“, sogar Pflegetätigkeiten werden durch die Stopuhr so reglementiert, dass keine humane Beziehung zur Tätigkeit mehr aufkommt, „Dienstleistung“ ist da Zauberwort … und wieviel Freiheit in „Dienst“ ist, kann sich eigentlich jeder selbst denken. „Freiheit“ – ist Herrschaft. Auch Herrschaft über das eigene Leben. Was will ich anziehen? Was essen? Wie wohnen? Wie lang möchte ich meine Haare wachsen lassen, wie wild soll mein Bart sein, wie außerordentlich meine Kleidung?

Rektoren in Sonderschulen höre ich klagen, dass gerade jene Kinder bei ihnen landen, die den ausufernden Konformismus nicht mehr ertragen oder ihm entsprechen können. Ein Gegenbeispiel? Gehen sie mal auf ein Fest der „Rainbow Family„, auf ein „Gathering“ – und schauen sich an, wie frei dort die Mode ist: jeder zieht an, was ihm gefällt. Jeder ist ok mit dem, was er an hat – Schulungen in „Ich bin ok, Du bist ok“ braucht man dort nicht … das ist allgemeiner Grundkonsens. Gut, Alkohol und Nikotin sind dort nicht erwünscht, auch Waffen und raffinierten Zucker sieht man dort nicht gern – aber Heiterkeit, Gesang und gute Laune sind dafür gern gesehen. Schauen Sie sich die Reste der Hippiekultur an … und dann einfach mal Ruckzuck hinein ins konforme Gewühl einer deutschen Einkaufspassage: erkennen Sie den Unterschied?

Freiheit? Freie Wahl?

Gönnen Sie sich doch einfach mal eine ganz besondere Freiheit, die Freiheit auf körperliche Unversehrtheit, ein gewichtiges, naturgegebenes Menschenrecht: schneiden Sie sich nicht mehr die Haare. Denken Sie daran: lange Haare bei Männern sind Zeichen des Königtums (siehe Christus), nur der Sklave ist zur Schur verpflichtet. Ach – ist gar nicht mehr bekannt? In Haaren liegt Zaubermacht – alte biblische Geschichte. Auch die Germanen, Kelten, Franken und Wikinger sahen dass so. Die Indianer erst recht … und nach einem Märchen bei Sott.net (Wissenschaft des Geistes, „Die Wahrheit über Haare und warum Indianer ihr Haar lang trugen“) brauchen Menschen diese langen Haare, die wie Antennen die Wahrnehmung verfeinern.

Gut, ich möchte sie nicht überfordern. Bleiben wir bei der zweiten Haut des Menschen – der Kleidung. Sie sind frei – also: ziehen Sie doch morgen mal an was sie wollen! Fesch sehen zum Beispiel die Uniformen napoleonischer Husaren aus. Klassisch ist die gediegene Toga – über Jahrtausende hinweg ein Vorbild für Stil und Eleganz. Oder einfach mal … gar nichts, außer Tatoo – und vielleicht ein winziges Schürzchen. Ist ebenfalls seit Jahrtausenden der Hit. 5000 Jahre Kleidungsgeschichte stehen uns zur freien Verfügung! Aber was sehe ich in den Supermärkten der Stadt? Na?

Einfach mal selber schauen.

Freie Wahl der Nahrung? Es sind eine Hand voll Konzerne, die unsere Nahrungsversorung kontrollieren. Was an Zusatzstoffen drin ist, was sie bewirken, weiß kein Mensch. Als „Insider“ kann ich Ihnen sagen: das gilt auch für die Zusatzstoffe in Medikamenten – habe ich gelernt bei Dr. med. Arno Heinen. Was an Giften in Nahrung, Wasser und Luft seit der Geburt wirkt, merken wir an den rapide ansteigenden Krebsraten – und an dem rapiden Anstieg aller möglichen Arten von Krankheit.

Gehen wir weiter. „Freie Wahl“ wird gesucht. Gehen wir über zur Dritten Sphäre räumlicher Existenz: dem Wohnraum. Es gibt hunderttausend spannende, kreative, lebendige und beflügelnde architektonische Entwürfe für Wohnraum – vom Baumhaus über den Zigeunerwagen bis hin zum Traumschloß … jetzt lassen Sie ihrer Phantasie mal freien Lauf und denken sich ihr eigenes Traumhaus aus! Gut – Sie haben gar kein Grundstück. Das ist doof – aber das ignorieren wir mal. Sie haben auch kein Geld – das ignorieren wir auch mal … sie scheitern nämlich schon an den Bauvorschriften. Jedenfalls in Deutschland – in den USA sieht das noch anders aus.

Was bleibt übrig von der freien Wahl?

Die Pippi-Langstumpf-Methode: ich denke mir die Welt, wie sie mir gefällt. „Neuro-linguistische Programmierung“ ist hier das Zauberwort, die Techniken sind aber schon im klassischen Wohlstandssatanismus bekannt und wurden intensiv im Kommunismus und Nationalsozialismus angewandt: man wiederholt eine Botschaft so lange und kritiklos, bis sie das ganze Bewusstsein erfüllt: „Ich bin glücklich, mir geht es gut, ich bin frei!“. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute – ein religiöses Mantra. Mönche kennen so etwas auch, die Technik ist in Wirklichkeit tausende von Jahren alt und dient der Konzentration auf Gott … bzw. der gezielten Konditionierung des Denkens an sich. Mit „Freiheit“ hat dies nichts zu tun – eher mit der Erzeugung von biologischen Robotern.

Das kann übrigens Glücksgefühle produzieren – keine Frage.

Gleichzeitig erzeugt es aber eine völlige Ignoranz von allem, was dem Mantra entgegensteht: wie im Wahn wird „Realität“ ausgeblendet … jene Realität, die gerade uns moderne Menschen einen schauerlichen Rahmen vorgibt: Massenvernichtungswaffen, Massenvernichtungslager, Massenverblödungsmedien. Aus Mitleid wird alternativlos „Sozialromantik“: der so konditionierte Mensch braucht diese Sicht, weil er durch die Konditionierung den Anderen schon gar nicht mehr sehen kann … geschweige denn mit ihm leiden – oder ihm helfen. Er wird nicht nur von „Arbeit“ entfremdet, sondern in der nächsten Stufe sogar von der Menschlichkeit selbst. Einbildung durch einhämmern von Glaubenssätzen („mir geht es gut, ich fühl mich wohl, ich bin soooo frei!“) ersetzt Bildung. Was sagt man dazu im Lehrerseminar: „Maßstab ist weniger ein definierter Moralkodex, sondern Kriterien des Miteinander-Auskommens“.

Oder: konfliktscheue Anpassung an das, was man so vorfindet, in das man – nach Sartre – so „hineingeworfen“ wurde.

Haare, Kleidung, Wohnung … hatten wir schon. Alles streng genormt und vorgegeben. Jetzt kommen wir … zum DENKEN.

Wie frei sind Sie im Denken?

So unfrei wie nie zuvor. Die Gedanken sind nicht mehr frei – und äußern darf man sie schon gar nicht mehr. Erzählen Sie doch einfach mal Ihrem Nachbarn vor Ihrer UFO-Sichtung letzter Woche! Keine Scheu: solche Beobachtung begleiten die ganze Geschichte der bekannten Menschheit. Oder davon, wie sie Christus getroffen haben! Buddha geht auch! Oder wie sie dem grenzenlosen Nichts in der ZEN-Meditation begegnet sind – und seine Liebe gespürt haben!

Schon Angst bekommen? Noch Bombergeneral Harris hang dem uralten Feenglauben der britischen Inseln an – ist noch nicht so lange her, dass das Bestandteil normaler Alltagskultur war.

Gehen Sie mal zu Ihrem Nachbarn und erzählen Sie ihm, dass Sie an der Verschwörungstherorie der US-Regierung zu den Anschlägen vom 11.9.2001 zweifeln, wonach Osama und seine 19 Räuber die gesamte Verteidigung der mächtigsten Nation der Erde mit Teppichmessern unterwandert haben … und gerade der Ausweis des Hauptverdächtigen eine Explosion überstand, die ein gigantisches Hochhaus zum Einsturz brachte. Zufällig landete gerade dieser Ausweis vor den Füßen eines Regierungsbeamten – um nur eine von hundert Ungereimtheiten dieses Anschlags zu nennen, dessen offizielle Erklärung wir schon aus rein wissenschaftlicher Sicht ablehen müssen: zu viele Hypothesen.

Kommt jetzt langsam Panik auf? Gehen Sie mit dieser Geschichte mal auf den Marktplatz und erzählen sie vor vielen Leuten – dies ist ein freies Land, Rede und Denken sind frei! Na – noch Freiwillige übrig für diese Experiment?

Ja – ein paar. Die lassen gerade als „Montagsdemos“ den Hass von Rechts und Links über sich ergehen, weil sie … nonkonforme Gedanken äußern. Ja – das ist der kleinste gemeinsame ideologische Nenner der sogenannten „Spinner“ – sie äußern nonkonforme Gedanken. Nicht alle sind von hinreichender Qualität …. aber nonkonforme Gedanken haben in der Regel weder soviel Zeit zu wachsen, noch einen ganzen Planungsstab, der sie ausformuliert.

Zwang und Konformismus bis ins Innerste hinein: aber wir tanzen dazu mit dem fröhlichen Lied der Freiheit auf den Lippen … eine Lied, dass wir auch den Insassen von Auschwitz, den Opfern von Hiroshima oder den Toten von nine-eleven vorsingen: ihr hattet die FREIE WAHL.

Das ist schön bequem …. denn dadurch sind sie nicht nut tot (oder im Elend), sondern auch noch selbst Schuld, d.h.: man kann diese Opfer zurecht völlig vergessen … und ist dadurch mit einem Schlag auch die Notleidenden der eigenen Kultur los.

Was für ein Paradies …. für Egomanen und Soziopathen.

Gut, dass allein schon Elternschaft vor diesem Wahn schützt … da wird man schnell mit allen Normen konfrontiert, die von einem erwartet werden – und deren Nichterfüllung sofortige Konsequenzen hat … bis hin zum Kindesentzug.

Schade nur, dass immer wenige Menschen Eltern werden … in dieser ach so freien Welt. Aber das ist eine Bedingung, um den Wahn von der freien Wahl noch leben zu können.

Krank, arm, alt, einsam? Liegt im Rahmen der „Tun-Ergehens“-Philosophie des nordamerikanischen Protestantismus allein im Bereich der Selbstverantwortung des Individuums! Der „gute“ Mensch ist ewig reich, ewig gesund, ewig jung und immer überall hoch beliebt … bis die Realität ihn einholt und er merkt, dass er doch kein Gott war.

So bleibt am Ende ziemlich wenig Freiheit übrig … und ich habe noch nicht einmal angefangen, über die Zwänge der Seele zu spreche, über familiäre Muster, die sich Wege bahnen, über archaische Instinkte, die nach Herrschaft gieren – und über dunkle Gefühle, die sich Bahn brechen wollen.

Aber wir wollen heute die Selbstherrlichkeit der Wohlstandsblasen nicht zu tief erschüttern, ihr träumerischer Wahn vom völlig selbstbestimmten, freien Leben ist ja sowieso nur für ein Prozent der Menschheit lebbar: für Reiche.

Und davon hat Deutschland immer mehr, die sich gerne aus der Verantwortung für ihre Mitmenschen stehlen wollen, nachdem sie deren Leistung gerne mitgenommen haben: dazu ist die Lüge der „freien Wahl“ allerdings sehr nützlich.

Nur – den „Verlierern“ gegenüber ist sie sehr grausam, gemein, hinterhältig …. und zudem zutiefst FALSCH.

 

 

 

 

 

Der Flughafen von Denver

Merkwürdige Geschehnisse und Symbole um den Flughafen von Denver haben viele Fragen aufgeworfen. Warum wurde der Flughafen neu gebaut, obwohl die neue Konstruktion keine Vorteile bietet? Warum wurden die fünf ursprünglich gebauten Gebäude einfach vergraben? Warum zeigt der den Flughafen umgebende Stacheldraht nach innen, statt nach außen? Wozu braucht man eine Sprinkler-Anlage in den 50 Metern in der Tiefe liegenden Tunnel, die die vergrabenen Gebäude verbinden?

Was haben die seltsamen Wandgemälde zu bedeuten, bei denen es um die Zerstörung der Welt und um Völkermord geht? Wem ist der Widmungsstein in Wirklichkeit gewidmet, wenn es die auf dem Stein erwähnte „Neue Weltordnungs-Kommission“ gar nicht gibt?

Sämtliche Fragen, die an die Betreiber des Flughafens gestellt wurden, wurden nicht beantwortet….

 

Bild und Wirklichkeit

Falls noch jemand Fragen zum Wahrheitsgehalt von Photos hat:

(mehr …)

„Hartz IV als Chance“ – die teuflische Botschaft des Robert Betz und die unglaubliche göttliche Kraft des NEIN.

"Hartz IV als Chance" - die teuflische Botschaft des Robert Betz und die unglaubliche göttliche Kraft des NEIN.

Donnerstag, 26.9.2013. Eifel. Heute morgen hat es mich gegruselt. Wo und warum  – dass soll mal egal sein. Mir liegt nichts daran, Menschen zu verletzen – allerdings gehöre ich zu den Menschen, die laut „Vorsicht!“ rufen, wenn jemand unaufmerksam auf die Hauptstraße läuft. Gerade bei Kindern hat sich das schon mal als lebensrettend erwiesen, obwohl ich natürlich etwas ganz Schlimmes getan habe: ich haben laut „NEIN“ gesagt, habe in das Schicksal eingegriffen und dem jungen Menschen eine einzigartige Erfahrung vermasselt. Ja – so kann man denken. Es gibt Menschen, die denken so. Es gibt sogar ganze Schulen, die lehren dieses Denken. Es ist eine der erfolgreichsten Philosophien des letzten Jahrhunderts – sogar „DIE“ klassische US-Philosophie. Sie hat viele Namen – ich nenne sie hier mal die Kunst des positiven Denkens, die solche wundersamen Sätze gebiert wie „Hartz IV als Chance“.

Ich bin auch persönlich dazu berufen, über diese Philosophie zu sprechen: sie hat mich ein Haus gekostet, zwei Eigentumswohnungen und vier Baugrundstücke; außerdem wurde meine Familie dadurch zerstört … und in Folge dessen auch meine Gesundheit. Natürlich ist das eine interessante Erfahrung – sie hat sechs Kindern Heimat und Familie genommen, sie völlig aus der Bahn geworfen und ihnen ein Leben mit deutlich geringeren Chancen auf eine selbstbestimmte Existenz beschert – was nur als gut anzusehen ist, denn: was wäre wohl geschehen, wenn dies nicht so geworden wäre? Also danken wir der Person, die das Desaster angerichtet hat – jene Person, die die Finanzen der Familie dem Positiven Denken überantwortet hat. Ja, natürlich, es gab ein paar Nebenwirkungen. Sie sind allgemein bekannt, siehe Wikipedia:

Aufgrund unreifer Ziele und mangelnder Fähigkeiten kann das willentlich aufgesetzte, zwanghafte Positive Denken nicht nur nutzlos sein, sondern auch erheblichen Schaden für die Psyche des (fanatischen) „Positiv-Denkers“ anrichten. Zugleich zeigt sich nach Scheich auch, dass viele Menschen, die bewusst positiv denken wollen, noch nie so stark negativ gedacht haben. Es ist ein Paradoxon der „entgegengesetzten Wirkung“ von Abschottung, Realitätsverlust und Bewusstseinsspaltung in das „positiv denkende Ich“ und den „übermächtigen Rest der Seele“

Auch so etwas habe ich beobachten können – bis hin zu einem „Lottokult“, der alle real angerichteten Schäden (und die ganze Lebensplanung der Kinder) dem „heiligen Lotto“ übergibt, dessen Millionen irgendwann „ganz sicher fließen werden“.

Ich habe mir dazu mal Rat geholt bei einem der Prediger dieser Philosophie – obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er sich selbst genügend reflektiert, dass er sich bewusst ist, was er da tut. Er heißt Robert Betz und veröffentlicht regelmäßig Sprüche bei Facebook, heute vor zwei Stunden kam dieser hier:

Der zweite Schritt der Veränderung ist es zu sagen: „Alles in mir/in meinem Leben darf jetzt da sein! Ich bin bereit, es mir anzuschauen bzw. zu fühlen, was es in mir auslöst.“ 1. Wahrnehmen, 2. Annehmen. Dein JA! zu dem, was jetzt da ist und deine mit innerem Abstand beobachtende und bejahend fühlende Haltung öffnet den Weg zur Veränderung. Dein „Nein!“ blockiert den Weg zur Veränderung und hält dich im Bewusstsein eines armen Opfers anderer Menschen oder des vermeintlichen Schicksals.

Schreibe einmal alles auf, wozu du jetzt in deinem Leben, in deinem Körper, deiner Partnerschaft, an deinem Arbeitsplatz „Nein“ sagst. Unsere „Neins“ verstärken unsere Mangel- und Leidenszustände und machen unser Leben so anstrengend. In der Natur gibt es kein „Nein“, der Fluss fließt nicht rückwärts und die Eiche ist nicht neidisch auf den weißen Stamm der Birke.

Ja … dieses unglaubliche, übermächtige, positive JA. Wenn demnächst meine Tochter mit dem Dreirad auf die Bundesstraße fährt, werde ich dieses überwältigende JA aussprechen – und ruhig zuschauen, was passiert. Mein Nein würde den Weg zur Veränderung versperren – das sehe ich jetzt ein.

Nun – wozu ich alles NEIN sage, findet man zuhauf in diesem Nachdenkmagazin. Es ist ziemlich viel: Ausbeutung, Dummheit, Egoismus, Arroganz, Unmenschlichkeit, Folter, Mord, Sadismus, Lüge, Diebstahl, Betrug, Verrat, Hass, Neid – schon einfach soziale Gleichgültigkeit ist mir zuwider. Und ich weiß auch, dass es in der Natur ein starkes, kräftiges NEIN gibt: das deutliche, energische, kraftvolle NEIN des Ebers, der den Wolf daran hindert, die Frischlinge zu fressen, das NEIN der Fuchsmutter, die ihren Kinder eine Höhle besorgt, um sie vor dem Kältetod zu schützen, das NEIN des Sklaven, der sich eine Stadt baut, um den Feudalherren zu entkommen.

Überraschend oft funktioniert dieses NEIN ganz wunderbar – es ist die Quelle jedes realen Erfolges. Ich sollte Seminare geben über die zauberhafte Kraft des NEIN – nur leider habe ich auch NEIN zur Ausbeutung gesagt, was mich daran hindert, jetzt so richtig materiell erfolgreich zu sein. Die Eiche ist natürlich nicht neidisch auf den Stamm der Birke – aber schmettert dem Sturm, der sie fällen will, ein energisches NEIN entgegen. Nur deshalb ist sie so kräftig gewachsen: aus Erfahrung wird man halt klug.

Mir persönlich geht es mit meinem NEIN übrigens sehr gut. Ich bin oft sehr glücklich – weil ich NEIN sagen kann. Ich bin chronisch krank – multimorbide, unheilbar und zur ewigen Armut verdammt – aber mir geht es oft phantastisch. Ich fühle mich sehr wohl als Fels in einer Brandung des Unheils und denke mir gern: „na, irgendjemand muss das halt machen“. Man erfährt so viel über seine Kraft, seine Lebendigkeit, seine Fähigkeit zur aktiven Gestaltung des Lebens und merkt, dass es eigentlich nichts gibt, was einem das Glück vermiesen kann – außer natürlich solche Prediger des Bösen wie Robert Betz.

Prediger des Bösen?

Ja – ich habe da einen ganz klaren Begriff des Bösen. Der ist nicht sonderlich moralisch, ethisch oder religiös hergeleitet, sondern ergibt sich mehr aus der Anschauung heraus – vor allem aus der Anschauung der Folgen von Lebensphilosophien … und ich sehe da einen Robert Betz mit leuchtenden Augen vor den Toren des Vernichtungslagers Ausschwitz, wie er den Insassen zuruft: „Genießt Eure Erfahrung“.

Man merkt: diese Philosophie hat nur eine begrenzte Tüchtigkeit – sie wirkt nicht außerhalb des Wohlstandes der westlichen Welt. Innerhalb wirkt sie eine Zeit lang betäubend wie Opium, vermittelt sie doch dem Individuum die Illusion, es könnte mit ein wenig Veränderung des Denkens selbst zum Gott werden: für Egoisten eine unglaubliche Verlockung: kraft der eigenen Gedanken seine eigene Welt erschaffen – ohne Rücksicht auf Folgen für den Rest der Welt … wie wunderbar.

Die Verheerungen, die der Egoismus in die Welt gerufen hat, lassen sich in den täglichen Nachrichten detaliert studieren, Frank Schirrmacher hat ein ganzes Buch darüber geschrieben. Ich nenne den Egoismus böse, weil er entgegengesetzte Werte zu den traditionell „guten“ Werten unserer Kultur predigt: Nächstenliebe, Mitleid, Fürsorge – Werte, die viel anstrengender sind als die passive Beobachterkultur des positiven „Wunsch“denkens.

Diese Werte gehen auf einen Prediger zurück, der die Menschheit nachhaltig beeindruckt hat – wir nennen ihn Jesus Christus. Er hat vor 2000 Jahren ein gewaltiges NEIN gesprochen: sein Reich ist nicht von dieser Welt. Diese Welt ist für ihn eine gefallene Welt, eine üble Welt, die beständig von Dämonen belauert wird, die den Menschen quälen und in ihre Gewalt bringen wollen – einer der Dämonen ist der Mammon, heute gerne „Erfolg“, „Leistung“ und „Reichtum“ genannt. Wie sehr er den Charakter deformiert, kann man täglich in den Medien studieren. In dieser Welt ist Leiden kein selbstverursachter Zustand, für den das eigene mangelnde Denken die Schuld trägt, sondern einfach das alltägliche Standardprogramm, dem man sich nur entziehen kann, wenn man deutlich und energisch NEIN sagt. Oft genug ist das Leiden sogar ganz unnötig von Menschen verursacht worden, die sich selbst für unglaublich toll (ja … fast göttlich …) halten und meinen, deshalb stünden ihnen von den Gütern der Welt viel mehr zu als den anderen Menschen. Ohne diese Leute … wären wir fast schon im Paradies.

Huch – Robert Betz als Antichrist?

Wir wollen ihn mal nicht so sehr aufwerten. Er ist einer von 100 000 Predigern, die ihre eigene Luxusexistenz auf Lesbos durch das Leid vieler unschuldiger Menschen finanzieren (und ihnen eine gewaltige Schuld aufbürden) – es sind die armen, kranken und schwachen Menschen, die zu ihm finden. Die anderen wähnen sich im Sinne des (ebenso teuflischen) „Wohlstandsevangeliums“ als gottgewollte Sieger in einem Universum, dass nur den Starken möchte, den Menschen, der Gott werden möchte.

Es gab schon mal einen ganz großen Engel, der daran gescheitert ist: der höchste, strahlendste, edelste von ihnen – Luzifer, auch Satan genannt, heute das Urbild des Bösen.

Manchmal kann man aus alten Mythen viel lernen – vor allem: sich vor neuen Legenden zu schützen.

Ich kenne aber auch die Rede der Prediger des Bösen und ihre Versuchungen. „Was ist mit Gott“ fragen sie. „Ist es etwas nicht sein WILLE, der sich in der Welt manifestiert?“

Nun – begebe ich mich in dieses System, dann sollte ich das konsequent tun. Wenn Gott das NEIN nicht gewollt hätte, dann hätte er kein Immunsystem geschaffen, dass uns täglich vor tödlichen Angriffen unserer Umwelt (Viren und Bakterien) bewahrt. Dieses Immunsystem – und jetzt kommen wir in die Welt der Zauberei – reagiert in der Tat auf optimistisches Denken. Spontanheilungen von Krebs sind hier denkbar, denn Krebs ist nichts anderes als ein Zustand, in dem das Immunsystem sein NEIN vergessen hat: jeder von uns hat Krebs, doch das Immunsystem erledigt ihn … tagtäglich. Sagt es aber JA zur Krankheit … ist die Heilung vergeblich.  Die Psychoneuroimmunologie hat hier erstaunliche Erkenntnisse zu Tage gefördert.

Wo aber das Immunsystem keinen Einfluss hat, versagt auch der Optimismus: das amputierte Bein wächst nicht nach, das erschossene Kind steht nicht mehr auf, das Trauma nach Vergewaltigung verschwindet nicht von selbst.

Viel wichtiger im religiösen Kontext (in den sich die Prediger des Bösen immer schnell flüchten, wenn es ihnen zu heiß wird) ist das Gebot, das wir uns über Gott kein Bild, keine Gedanken und keine Vorstellungen machen sollen. „Keine Macht den Priestern“ – steht gleich ganz vorne in der Bibel. Es sein denn, sie wirken Wunder und legitimieren sich so: über Wasser laufen, wundersame Brotvermehrung, Heilung von Kranken und Toten – so etwas sollte ein korrekter Prediger Gottes schon bringen. Bringt es das nicht (wie Herr Betz und die 100 000 anderen, die durch böse Worte der Täuschung unsägliches Leid verbreiten), sollte man ihn als das bezichtigen, was er ist: ein Scharlatan. Ein Betrüger. Ein Feind Gottes.

Leid in jeder Form ist Preis des Lebens – nicht Schuld von „schlechtem Denken“. Es ist ein Preis, den wir für Freiheit zahlen müssen – Freiheit, die zum Bösen führen kann. Wenn man nicht aufmerksam ist, nicht aufrichtig, nicht wach und gedanklich klar gehört man schnell selbst zu den Menschen, die Gutes wollen und Böses tun.

Spricht hier nun ein tumber Materialist? Jemand, der – ganz unwissenschaftlich – die geistige Welt ablehnt und ihre Botschaften verschmäht?

Nein – hier spricht ein Pragmat.

Wenn jemand mit der geistigen Welt spricht, dann will ich Ergebnisse sehen – und nicht nur bloßes  Wortgeklingel.

Die Gemeinschaft von Findhorn zum Beispiel (heute nicht unbedingt empfehlenswert) hatte durch ihre Praktiken Kohlköpfe im nährstoffarmen Sand großgezogen, die wegen ihrer erstaunlichen Größe Biologen aus der ganzen Welt begeisterten – und Theologen ebenso. Die Botschaften ihrer „Stimmen“ waren von einem hohen ethischen Niveau und erstaunlicher gedanklicher Klarheit … über Jahrzehnte hinweg.

Von diesen Menschen weiß ich auch, dass sie – wie Christus – neben der Stimme Gottes viele andere Stimmen vernahmen, die von Geistern kamen, die übler Natur waren.

Einer spricht hier – für 149 Euro pro Person – und verspricht ein gesundes Leben – lebenslang:

Schmerzen und Krankheiten sind absolut nichts Natürliches. Sie sind hausgemacht und vom Träger des Körpers in aller Regel unbewusst erschaffen. Aber der Normalmensch will davon nichts hören, dass er selbst seine Krankheiten erschafft. Diesen Gedanken zuzulassen, wäre ihm peinlich.

Schmerzen – sind nur eine übersteigerte Form von Gefühlen – von Nervenenden produziert, wenn was falsch läuft. Die gleichen Nerven, die die positive Wirkung von Wärme melden, melden die vernichtende Kraft des Feuers. Sie sind keine Krankheit. Die folgt, wenn man die Schmerzen ignoriert und die Hand weiter ins Feuer hält.

Aber wie schön, welch´ schöne Botschaft wird hier versprochen: ewiges Leben. Und wie bequem sie ist: kümmere Dich nicht um Deinen Nebenmann – er trägt selber die Schuld für sein Leid. Wenn er jammert: sage ihm, dass er selbst Schuld ist an seiner Arbeitslosigkeit – das enthebt jeden jederzeit aller Verantwortung, jeder kann dann auch tun, was er will und möchte. Steche ich ein Messer in Dein Herz, vergifte ich Dein Wasser, übergieße Dich mit Säure – DEINE SCHULD, WENN ES WIRKT.

Und MICH – MICH LIEBT GOTT, WEIL ICH REICH BIN. Ich habe PORSCHE, OMEGA und BOSS – was kann ich anderes sein als Gottes Sohn?

Und weil das so ist – ist jeder materielle Reichtum göttlich, ja, jeder Reiche ein wahrer Sohn Gottes.

Anders als der arme Zimmermannssohn mit seiner Sozialromantik können die „wirklichen“ Söhne Gottes, die jederzeit mit der „Geistigen Welt“ kommunizieren können, ihren Anspruch durch GELD legitimieren. Ihm – dem LOOSER – hatte Satan die ganze Welt angeboten … und der Trottel hat sie abgelehnt. Kein Wunder, das man ihn gefoltert, entwürdigt und gekreuzigt hat!

Im religiösen Bereich bewegen wir uns hier in der Sphäre des absolut Bösen – und so sind letztlich auch die Wirkungen (oder „Nebenwirkungen“) zu erklären, wenn der Rausch der Selbstvergötterung verflogen ist und man immer noch in seinem armen, kranken, einsamen und fremdbestimmten Leben aufwacht, in dem einem die gebratenen Tauben nicht wie im Schlaraffenland in den Mund fliegen – obwohl man ständig „richtig“ gedacht und es allen 100 000 Predigern des Bösen recht machen wollte.

Im nichtreligiösen Bereich haben wir es hier mit einer unglaublichen Scharlatanerei zu tun, dem Denksystem einer äußerst schädlichen soziopathischen Psychosekte, die jede Perversion menschlichen Seins heilig spricht – und so erfolgreich auf Dummenfang geht.

Und ich nun – als von der Welt gebeutelter Mensch, dessen Bandscheiben nur noch Trümmer sind … eine natürliche Folge von einer Million Kilometern in Kraftfahrzeugen?

Ich gebe jetzt Seminare über die unglaubliche Kraft des NEIN. Sicher – weltliche Werte habe ich nur wenig, Gesundheit ebenso … aber ich habe gelernt, dass dort kein Glück zu finden ist. Glück gibt es im NEIN. Das NEIN ist der Sinn des Lebens, es macht stark, gibt Kraft – und letztlich überwindet es auch den Tod.

Wieso?

Nun – das lehren alle Kulturen, die Lehren des Todes entwickelt haben. Jene Momente, wo die Seele gewogen wird, wo geprüft wird, ob sie stark genug geworden ist – oder zu jenen Früchten gehört, die ins Nichts gehören. Dort wird der Moment sein, wo man in die Hölle blickt – oder in den Abgrund des NICHTS. Wer dazu JA sagt: gute Reise und angenehmen Aufenthalt.

Wer jedoch seinen Charakter durch das NEIN gestärkt hat – über Jahre hinweg durch alles Elend – wird einfach weiter gehen und den Tod ignorieren.

Das lehrt das tibetanische Totenbuch, das Totenbuch der Maya und das Totenbuch der Ägypter, das lehrt der Glauben der Germanen und Griechen – und das predigt auch die Bibel.

Das NEIN gibt ewiges Leben, wenn es kräftig genug ist, auch dem Tode NEIN zu sagen. Wer das nicht schafft, stirbt eben den Zweiten Tod – wie es der Apostel Johannes oder der Zauberer Don Juan Matus (bei Carlos Castaneda nachzulesen) dargestellt haben.

Natürlich wird der Tod nicht angenehm: der Körper wird seine Arbeit tun und Warnsignale über den Tod der Zellen ausschicken – das ist sein Job. Aber auch zu diesen Schmerzen kann man NEIN sagen. Niemand kann einen zwingen, sie zu begrüßen.

Bevor ich aber jetzt Anmeldungen für die Seminare bekomme: ich werde sie nicht halten. Ich könnte Bücher über die revolutionäre und evolutionäre Kraft des NEIN schreiben, die sehr erfolgreich sein könnten. Man würde mich mit Geld überschütten – und mein Lebensglück zerstören.

Ich bin froh, dass ich das gefunden habe und möchte es mir nicht durch bloßen Materialismus vermiesen lassen – obwohl die Kraft des NEIN etwas Wesentliches im Menschen bewirkt: die Erfahrung der Selbstwirksamkeit. Die schützt vor Krebs – das ist bewiesen. Das JA zu allem und jedem … macht unglaublich schwach.

Und obwohl ich diese Zeilen mit ironischem Lächeln schrieb, könnten sie doch einen realen, metaphysischen Hintergrund haben.

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein Reicher in das Reich Gottes gelangt„.

Man sollte Herrn Betz mal fragen, warum er wohl möchte, dass so wenig Menschen in das Reich Gottes gelangen – und aus welchen abgründigen Gefilden wohl seine Geister zu ihm sprechen.  Die Botschaft seiner Geister ist klar:

Und das ist das nächste Thema das ihr kennt auf der Achse der Transformationszeit.

Wer zieht mir Energie ab? Wer geht mit mir und wer nimmt mir Energie? Und mit wem gehe ich und es ist Erhöhung und es ist Kraft und es ist Schönheit, Leben, Tanz und Gesang? 

Schönheit, Tanz und Gesang findet man nicht bei den Armen und Kranken dieser Welt – Not und Elend ist ihr täglich Brot – fernab von jeder „Erhöhung“, die die Jünger des Bösen so sehr ersehnen. Und was ist das – „Energie“?

Na: Geld. Und dazu gibt es klare Aussagen:

Liebe das Geld!

Wie denkst du über Geld? Geld ist weder gut noch schlecht. Geld ist. Und es hilft uns, unser Leben zu organisieren. Wenn du das Geld nicht liebst, gibt es keinen Grund, warum es dir zufließen und bei dir bleiben sollte. Wenn du Schulden hast, kümmere dich um deine Schuldgefühle, deine Selbstabwertung und dein Mangeldenken.

Tja – ich habe weder Schulden noch Geld. Dafür die unglaubliche Kraft des NEIN.

Und die führt mich direkt in das Reich Gottes – was will ich mehr?

Und die kurze irdische Durststrecke überstehe ich locker – und habe soviel Kraft, noch anderen dabei zu helfen. Ganz ohne Geld – will mir ja nicht das Reich Gottes versauen.


 

 

 

 

 

Folter, Kreuzigung, Kannibalismus

Man will es sich nicht ausmalen: Mitten in Deutschland feiert eine obskure Kultvereinigung den blutigen Foltertod eines unschuldigen Menschen. Bilder und Skulpturen der Grausamkeiten werden vorgeführt, der widerwärtige Akt auch noch nacherzählt, besungen und befürwortet. Was unvorstellbar klingt, ist grausame Realität – die verrückte Sekte feiert heute ihr krankes Horror-Ritual: die sogenannte „Karfreitagsmesse“.

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