Volkswirtschaft

Diese Kategorie enthält 115 Artikel

Grundeinkommen? Nein, danke! – WOHLSTAND FÜR ALLE Ep. 67

In einer berühmten Passage des „Kommunistischen Manifests“ fordern Karl #Marx und Friedrich Engels „eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“.
Eine solche Gesellschaft, in der ein jeder die Chance zur Selbstverwirklichung hat, stellen heute die Befürworter eines Bedingungslosen Grundeinkommens in Aussicht. Die Hoffnung: Ein #BGE könnte dafür sorgen, dass nicht mehr jede Erwerbsarbeit angenommen werden muss, um über die Runden zu kommen, wie es etwa im derzeitigen #HartzIV-System für viele Menschen der Fall ist.

So könnten ungeahnte Potentiale freigesetzt werden, die in uns allen schlummern, und wir könnten die Freiheit haben, „heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden“.

Wer hingegen täglich acht Stunden lang harte (und oftmals schlecht bezahlte) Arbeit leisten muss, kann kaum kreativ werden, Leidenschaften entdecken und diese ausleben. Ein Grundeinkommen soll vom existentiellen Zwang der Erwerbsarbeit befreien, wäre Marx also heute ein BGE-Anhänger? In der aktuellen Krise sind die Stimmen, die ein Grundeinkommen fordern, noch einmal lauter geworden. Doch ist es wirklich sinnvoll?

Warum gehen die Lämmer schweigend zur Schlachtbank?

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Die Quote der Intensivbettenbelegung in Deutschland ist seit Anfang August sehr konstant bei etwa 75 Prozent. Die Quote der freien Betten liegt fast durchgehend bei 25 Prozent. Bezieht man die Notfallreserve an freien Intensivbetten ein, liegt der Anteil an freien, zur Verfügung stehenden Intensivbetten seit Monaten zwischen 45 und 50 Prozent, also beinahe jedes zweite Bett ist frei.1 Die freien Kapazitäten sind sehr groß, es gibt seit Monaten keinerlei Anzeichen für einen generellen Engpass in deutschen Kliniken oder für die Gefahr einer unzureichenden Behandlungsmöglichkeit.

Trotzdem wurde Ende Oktober in Deutschland der zweite Lockdown ausgerufen. Bereits der erste Lockdown hat uns eine Jahrhundertrezession beschert. Jetzt durchleiden wir erneut massive Unterbeschäftigung, Millionen von arbeitslosen Künstlern und Kulturschaffenden, Gastronomie- und Hotelzwangsschließungen, Reiseverbote und Maskenzwang selbst für Grundschüler am Platz, obwohl kleine Kinder sich weder nennenswert infizieren noch zum Infektionsgeschehen irgendetwas beitragen.2 Maskenzwang für Grundschüler bringt keinerlei Nutzen, aber massiven Schaden für unsere jüngsten Schulkinder.

Chinas Abstieg

Um Chinas gegenwärtigen Weg zur Weltmacht zu begreifen, müssen wir uns mit der chinesischen Geschichte befassen. Keineswegs ist es bloße Rhetorik, wenn Präsident Xi Jinping immer wieder auf die lange Tradition seines Landes verweist, denn vor dem 19. Jahrhundert war China tatsächlich ein Weltreich und genau daran will man nun anknüpfen, und damit auch alte Wunden endlich heilen können. Denn Chinas Aufstieg ist nur durch den Abstieg zu verstehen, bei dem die Briten eine entscheidende, unrühmliche Rolle gespielt haben: China war Ende des 18. Jahrhunderts #Exportweltmeister, die Welt gierte geradezu nach Porzellan, Seide und Tee, hingegen importieren wollten die Chinesen von europäischen Nationen nichts. Interessiert war die Quing-Dynastie nur an Silber. Die Briten begannen deshalb im 19. Jahrhundert heimlich eine Ware nach China zu importieren, von der die Chinesen süchtig werden sollten: Opium. Es folgten bald darauf zwei #Opiumkriege, mit katastrophalen Verlusten für China. Der Abstieg war besiegelt – und noch lange nicht beendet. In der Mitte des 20. Jahrhunderts war die Wirtschaftsleistung drastisch gesunken, da plante #Mao den sogenannten Großen Sprung nach vorn, der jedoch Millionen Menschenleben kosten sollte. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt den wirtschaftlichen Abstieg des einstigen Weltreichs.

Prof. Christian Kreiß spricht Klartext wie noch nie: Die Schlinge wird jetzt zugezogen

(Vortrag in Innsbruck am 3.10.2020)

?t=30

RUBIKON: Re-Upload: „Wer profitiert vom Lockdown?

Christian Kreiß

Rede in Ulm

Die Große Geldflut: Wie Reiche immer reicher werden

Seit Jahren drücken die Notenbanken dieser Welt die Zinsen, um verschuldete Staaten zu stabilisieren, Banken zu retten und Wachstum anzukurbeln. Eine noch nie dagewesene Geldflut führt zu neuen Blasen. Beispiel Immobilien: Nicht nur in deutschen Großstädten explodieren die Preise. In London kostet ein Einzimmerapartment leicht mehr als eine Million Euro. Und immer mehr Geld wandert weg von der realen Wirtschaft in den spekulativen Bereich. Im globalen Casino finden hochkomplexe Finanzwetten statt. Zocken ohne jede Kontrolle.

Gleichzeitig spaltet das billige Geld die Bürger immer mehr in arm und reich. Bei uns und weltweit.
Was läuft schief? Mit der Liberalisierung der Finanzmärkte entkoppelten sich Geldgeschäfte und Realwirtschaft. Heute benötigen nicht nur Banken immer neues, billiges Geld sondern auch Staaten, um ihre Schuldenberge im Griff zu halten. Ein Schneeballsystem. Geld ist die Droge, die alles am laufen hält. Und: viel mehr, als nur ein Tauschmittel, wie uns die Wirtschaftswissenschaftler Glauben machen wollen.

Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Lockdowns

Daten und Fakten, die von unseren Leitmedien unter den Teppich gekehrt werden

„Wir lassen Millionen von Menschen verhungern, weil sie sich sonst mit Covid infizieren könnten“

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Nach Angaben der UNO1 droht durch die weltweiten Corona-Lockdowns nach westlichem Vorbild fast der Hälfte aller Arbeitskräfte der Erde eine existenzielle Bedrohung der Lebensgrundlage. „Betroffen seien vor allem 1,6 der zwei Milliarden Menschen, die irregulärer Arbeit nachgehen, also ohne Arbeitsverträge, und die oft von der Hand in den Mund leben,“ berichtet die ILO in Genf: „Für Millionen Arbeiter bedeutet kein Einkommen kein Essen, keine Sicherheit, keine Zukunft. Millionen Unternehmen rund um die Welt können kaum atmen. Sie haben keine Ersparnisse oder Zugang zu Krediten. Dies sind die wahren Gesichter der Arbeitswelt. Wenn wir ihnen jetzt nicht helfen, werden sie einfach untergehen.“ […] Das Einkommen dieser Menschen sei im weltweiten Durchschnitt um 60 Prozent eingebrochen, in Afrika und Lateinamerika sogar um mehr als 80 Prozent.2 Der Grund: 436 Millionen Unternehmen und Selbständige weltweit sind in Branchen tätig, die besonders stark unter den Lockdown-Maßnahmen leiden. … weiterlesen hier: https://kenfm.de/wirtschaftliche-ausw…

Prof. Kreiß über „zertifizierte Fehlprognostiker“ und „kriminelle Vereinigungen“

Video von Youtube gelöscht

Die Rede zum Nachlesen: kenfm.de

derzeit noch verfügbarer Re-Upload vom 16.06.2020:

 

Droht den USA Bürgerkrieg und Zerfall?

Tagesdosis

Rainer Rupp

Der Lockdown und der digital-finanzielle Komplex

Heute ist Samstag, der 30. Mai, und die Welt befindet sich zurzeit auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft.

Der weltweite Lockdown wird nach und nach beendet und viele Menschen hoffen, nun wieder ins alte Leben zurückkehren zu können. Aber die Hoffnung trügt: In den vergangenen 3 Monaten ist im globalen Wirtschafts- und Finanzsystem ein Prozess vorangetrieben worden, der keine Rückkehr in das alte Leben mehr zulässt.

Wir sind ja bereits mit einer einsetzenden Rezession und einem schwer angeschlagenen globalen Finanzsystem in das Jahr 2020 gestartet und haben dann Anfang März einen Absturz des Ölpreises um mehr als 50 Prozent erlebt. Das allein hätte schon ausgereicht, um das System ins Wanken zu bringen.

Über das kollabierende Kartenhaus und bewusst herbeigeführtes Massenelend … (Interview mit Prof. Christian Kreiß zur Coronakrise)

Wer bis jetzt unsicher darüber war, ob das Ergebnis der aktuell angestellten Rechnung 2 + 2 wirklich 4 sein wird (die Zahl 4 ist übrigens nicht nur nach abendländischer, sondern auch nach japanischer Tradition die Zahl des Unglücks – vgl. „40 Tage Regenwetter“, die vier apokalyptischen Reiter etc.), der mag hier die Auflösung  der Rechnung aus dem Munde eines Volkswirten und ehemaligen Investment-Bankers vernehmen:

Huge Bailout: Socialism To Save Capitalism?

Yet again our capitalist system is turning to socialism to save it with A MASSIVE multi-trillion-dollar bailout. Plus Trump is talking about bailing out everything from cruise lines to big banks to oil and fracking companies, to hotels, to airlines and weapons contractors like Boeing.

Ernst Wolff über die „finale Plünderungsorgie“

Nachdem wir alle „Aaa“ gesagt und uns die von der Bundeskanzlerin ausgeteilte Schlaftablette auf der Zunge zergehen haben lassen, hier der notwendige Eimer Wasser, um uns wieder aufzuwecken:

Modern Monetary Theory

Warum ein Staat nie pleite geht

Die Staatskassen sind leer, das Geld fehlt an allen Ecken und Kanten, deshalb muss gespart werden – so heißt es seit Jahr und Tag. Überhaupt seien die Schulden viel zu hoch, die nächsten Generationen würden einen Schuldenberg erben und die vom Finanzminister verfochtene #SchwarzeNull sei die letzte Rettung, um zu verhindern, dass Deutschland pleite geht.
Doch was, wenn dies überhaupt nicht geschehen kann und wir es hier bloß mit einem modernen Wirtschaftsmärchen zu tun haben? Die Vertreter der Modern Monetary Theory behaupten nämlich genau das Gegenteil: Geld ist nicht knapp für einen Staat, weil er sich Geld einfach drucken kann und zwar so viel er benötigt. Auch Steuern, besagt die #MMT, dienen nicht dazu, Staatsausgaben zu finanzieren.
Fest steht: Die moderne Geldtheorie ist – auch dank Bernie Sanders – inzwischen in aller Munde und stellt herrschende Denkgewohnheiten auf den Kopf.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ stellen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die Modern Monetary Theory vor und zeigen, wie revolutionär diese Betrachtungsweise wirklich ist.

Prof. Christian Kreiß: Das Mephisto-Prinzip (Wie wir zu Lügnern und Verderbern erzogen werden)

181 maske pixabay

Wer meint, dass Mephisto ein hässlicher, übel riechender Geselle mit Krötenhaut ist, hat weder Faust gelesen noch aufmerksam die Rolling Stones gehört:

„Please allow me to introduce myself
I’m a man of wealth and taste
I’ve been around for a long, long years
Stole many a man’s soul and faith

Pleased to meet you
Hope you guess my name
But what’s puzzling you
Is the nature of my game.“ (Stones, “Sympathy for the devil”)

Würde ja auch niemand auf ihn reinfallen, wenn der Advocatus Diaboli gleich als derjenige aufträte, der er eigentlich ist. Er muss sich also maskieren, um uns für seine Ziele zu gewinnen. Und mittlerweile beherrscht er die Kunst des Maskierens auch auf meisterhafte Weise. Selbst den Weg in das abgründigste Verderben vermag er uns als „Gutes und Gernes“ zu verkaufen und den eigenen Garaus als lustige Grillparty.

Einer, der sich ganz im Gegenteil auf die Kunst des Demaskierens versteht, ist Prof. Christian Kreiß. Als promovierter Volkswirtschaftler und Investmentbanker hat er sich selbst in Mephistos Labyrinthe begeben, in die er nun mit seinen Büchern „BWL – Blenden, Wuchern, Lamentieren (Untertitel: „Wie die Betriebswirtschaftslehre zur Verrohung der Gesellschaft beiträgt“), „Gekaufte Forschung“, „Geplanter Verschleiß“ und „Werbung – Nein Danke“ hineinleuchtet. Allesamt hochkarätige Lektüre, in der Mephisto und seinen Schergen die Maske vom Gesicht gezogen wird. Es ist auch höchste Zeit, diese Maske herunterzureißen, denn Mephisto setzt gerade zum Endsieg an, ist dabei, uns in eine Sackgasse zu führen, aus der es womöglich kein Zurück mehr gibt.

Die Diagnose des Volkswirtschaftsprofessors ist eindeutig: „Unser Wirtschaftsleben ist schwer krebskrank und steht vor einer tragischen Bereinigung, sei es durch Depression, Bürgerkrieg oder Krieg – wenn wir nichts ändern.“ Er erklärt uns auch, warum diese Krankheit entstanden ist: Weil in unserem Schul-/Universitäts-/Medien-/Wissenschaftssystem Wahrheit nicht nur verabscheut, sondern systematisch und von Kindesbeinen an zerstört wird. Dass wir de facto dem mephistophelischen Prinzip huldigen (von hebr. mephiz=der Verderber und tophel=der Lügner). Dass diese Mechanismen der Lebenslüge und des Verderbens mehr unbewusst als bewusst ablaufen, ändert an ihrer Konsequenz nicht das Geringste. Nachdem wir die Ausbildung dieses Schul-/Universitäts-/Medien-/Wissenschaftssystems durchlaufen haben, sind viele von uns heute der Wahrheit sehr abhold, reagieren sogar mit vehementer Allergiebereitschaft, wenn sie irgendwo durchschimmert (…ich musss aufpassen, dass ich jetzt nicht wieder in mein Lieblingsthema „Gwup“ verfalle und aus zwei geplanten Einleitungsabsätzen ein elegischer Aufsatz entsteht). Derart konditioniert, sind wir dann auch bereit, solche Politiker*Innen zu wählen, die uns die Lebenslüge gut garniert servieren und uns mit dem Brustton der Überzeugung in Aussicht stellen, dass es so weitergehen könne.

Kreiß belässt es auch nicht beim bloßen Feststellen des Status Quo, er führt auch vor Augen, wie relativ einfach man den gegenwärtigen Verhältnissen eine Wende geben könnte – man bräuchte dazu zunächst nur die derzeit vorherrschenden (mephistophelischen) Glaubenssätze in ihr Gegenteil umdrehen.

Welchen Teufelskreisen wir derzeit unterliegen,  wie Werbung systematisch die Wahrheit zerstört, warum sich Mephisto gerade diebisch freut und wie wir den armen Teufel überwinden können, wenn wir uns nur ein bisschen aufraffen, das erklärt uns Christian Kreiß in einem kurzweiligen Vortrag. Im Unterschied zu vielen anderen Ökonomen, die derzeit mit ihren Crash- und Finanzanalysen Rekordklickzahlen erzielen, ohne jedoch auch nur annähernd an die Wurzel des eigentlichen Problems zu gehen (was heute auch Grundbedingung ist, um in den Leitmedien herumgereicht zu werden), wagt sich Prof. Kreiß in ebendiese Untiefen hinab und manövriert dort auch mit sicherer Hand, sodass man nicht ohne Gewinn wieder auftaucht, wenn man ihn auf diesem Tauchgang begleitet.

+++
Sein demnächst im Buchhandel erscheinendes Buch „Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft“ hat Prof. Kreiß übrigens als PDF zum Download freigegeben: siehe

www.menschengerechtewirtschaft.de

In dem Buch finden sich auch gleichermaßen unerwartete wie aufschlussreiche Betrachtungen, z.B. dass mindestens 50% unserer Arbeitszeit nicht nur unnötig, sondern regelrecht schädlich verbracht wird, wie Wahrheit im heutigen Wissenschaftsbetrieb systematisch ausgeschaltet und wir in einem Zustand von „Trivialität und Leere“ gehalten werden sollen oder die Frage, warum Mephistopheles heute so großen Wert darauf legt, dass Architektur so trostlos und hässlich wie möglich erscheinen muss.

 

Foto: mask-businessman/pixabay/CC0

Gut und gerne? – Nee, so Gut wie noch nie!

171 crash pixabay

Nur mal kurz eingeworfen … zu den aktuellen Untergangsszenarien der Crashpropheten

Viele kreisen ja derzeit um die Frage, wann der Crash kommt – siehe z.B. jüngstes Interview „Der größte Crash aller Zeiten“, in dem sich der Bestseller-Autor Marc Friedrich mit Roland Tichy (wahlweise auch im öffentlichen Format auf n-tv) darüber unterhält, wie man auf der untergehenden Titanic nun sein Vermögen sichern und in „Sachwerte“ anlegen kann. Für die Anlageprofis steht nämlich fest: Alle verbrieften Werte, Kontoguthaben, Lebensversicherungen, Anleihen etc. werden demnächst radikal entwertet. Was danach komme, sei „Das Zeitalter der Sachwerte“.

Zahlreiche andere Experten blasen ins gleiche Horn. Ihre Videobeiträge weisen jeweils Rekordklickzahlen auf. Nicht ganz zu unrecht, immerhin treffen sie den Nerv der Zeit, wo viele ahnen, dass im Land, in dem wir scheinbar gut und gerne leben, irgendetwas gewaltig faul ist und dass dasjenige, was der Dichter und Staatspräsident Vaclav Havel „das Leben in der Lebenslüge“ genannt hat, kurz davor ist, zu kollabieren.

Gemäß den Berechnungen und Extrapolationen der Experten soll er nun also kommen, der Crash. Nächstes Jahr, übernächstes Jahr, vielleicht auch schon morgen. Nicht dass man die Zahlen, Daten und Fakten, die bei solchen Expertengesprächen zum Besten gegeben werden, abstreiten möchte, jene sind in der Tat alarmierend und die Kompensationsmöglichkeiten von EZB & Co. weitgehend erschöpft. Wer sich bei solchen Expertisen nicht sogleich von den Zahlen und Fakten in den Bann schlagen lässt – wozu wir ja von Kindesbeinen an konditioniert wurden – dem mag eine solche Diskussion wie die oben erwähnte dennoch befremdlich anmuten.

Sich auf den Crash vorbereiten? Im Ernst? Haben diese Experten etwa den Knall nicht gehört und nicht realisiert, dass alles, was wir gerade um uns herum abbröckeln und in Auflösung begriffen sehen, nur die Folge von einem bereits eingetretenen Crash sind? Tag für Tag findet eine großskalige Vernichtung wertvollster zivilisatorischer, ökologischer und vor allem menschlicher Substanz statt, eine ganze Generation wird im Rekordtempo verdummt und in die Dekadenz flachgeprügelt, viele der Erwachsenen mit dazu. Dass man diese Dummheit „gut und gerne“ nennt, ist dabei nur der Gipfel des Wahnsinns von Wohlschandsbürgern, denen es ja auch nach Ansicht der obigen Interviewpartner in diesem Land scheinbar immer noch „gut geht“, sogar „so gut wie noch nie“.

In dieser Situation, wo wir menschlich abzuschmieren drohen, wollen wir ernsthaft unser Vermögen sichern und „Sachwerte“ anschaffen? Was werden uns all diese Sachwerte nützen in einer barbarisierten Welt, die sich nicht einmal Orwell hätte ausmalen wollen? Und wer sagt, dass wir mit solchen Sachwerten um den Hals nicht noch schneller in die kalte Tiefe gezogen werden, wenn die Kapelle auf der Titanic demnächst zu spielen aufhört und wir mit einem Schwimmreifen einwässern müssen?

Hermann Hesses „Kastalien“ scheint derzeit jedenfalls in weite Ferne gerückt. Das „Zeitalter der Sachwerte“ hat begonnen.

Foto: pixabay / CC0

Hartz 4 war gestern, jetzt kommt Hartz 4.0 ! – Siemens-Chef Joe Kaeser über die demnächst „über uns hereinbrechende Hölle“

Während derzeit viele – zu meiner Verwunderung als Techniker meist diejenigen, die von Technik am wenigsten Ahnung haben – mit einer geradezu kindlichen Naivität darüber schwärmen, erklärt Siemens-Chef Joe Kaeser ganz nüchtern, zu was die vielbesungene Digitalisierung wirklich führen werde: „Die Digitalisierung wird die Mittelklasse vernichten. (…) Von zehn Menschen der Mittelklasse steigt einer auf und neun gehen unter.“

Kaeser weiter: „Eine untergehende Klasse hat nichts, von dem sie profitieren kann.“ Er plädiert daher für Ehrlichkeit im Umgang mit der Digitalisierung. Man müsse vielen Leuten sagen: „Du, das wird dir gar nichts bringen!“

Sollten wir diese Ehrlichkeit im Umgang mit der Digitalisierung nicht aufbringen, dann werde nach Überzeugung des Siemens-Chefs „die Hölle über uns hereinbrechen“.

(Youtube-Video gelöscht, Ersatzlink: https://www.focus.de/digital/internet/dld-2016/dldsummer-2016-siemens-chef-joe-kaeser-die-digitalisierung-wird-die-mittelklasse-vernichten_id_5640629.html )

+++
zum Weiterlesen:

Auf dem Weg zur digitalen Transformation und zum Final Handshake

Der Führer 4.0 – Er ist schon längst da … und der Kampf um die Zukunft hat begonnen

Welcome to the final Show: „Hör endlich auf mit deinem Weinen … die Salami ist jetzt zuende!“

Die Hard 4.0: Arma5Geddon

Gut und Böse – letzte Worte eines Ketzers vor seiner Enthauptung

Miesepeter des Universums oder freie und liebesfähige Menschen? – Teil 1: Über den drohenden Overkill und den Ausweg

 

Welcome to the final Show: „Hör endlich auf mit deinem Weinen … die Salami ist jetzt zuende!“

155 chess-board-2375511_960_720

Ab in die schlüsselfertige Tyrannei

Nein, die nachfolgende Meldung stammt nicht vom 1. April, sondern vom 14. Juni. Die Schlinge soll also nun enger gezogen werden. Diejenigen grauen Eminenzen, welche die Bundeskanzlerin immer kryptisch als „unsere verlässlichen Freunde“ bezeichnet, planen jetzt Schluss mit Lustig zu machen. Man kann es den transatlantischen Spindoctoren nicht verübeln, denn der Zeitpunkt war wohl noch nie so günstig wie jetzt – wo die Bürger, die einfach nur Gut und Gerne leben wollen und dafür nicht nur ihre Schäfer nach mehr Sicherheit anbetteln, sondern auch bereit sind, jeden hasserfüllt zu zerreißen, der „den Herdenschutz gefährdet“ und seine Kinder dem Zugriff einer profitorientierten Pharmaindustrie verweigert … nun, welcher Zeitpunkt könnte günstiger sein, um den entgegen ihrem Willen aufgeklärten und in die Katastrophe des individuellen Bewusstseins gestürzten Bürgern, die so gerne wieder Herde sein würden, nun endgültig das Fell über die Ohren zu ziehen? Eine riesige Verwertungsindustrie giert bereits nach dem Fleisch, der Wolle und den Organen dieser Herde. Und die alles übertönende Losung lautet: Der „Wirtschaftsstandort“ muss gesichert werden.

Schon wieder also so ein Kassandraschrei von uns Verschwörungstheoretikern? Müssen wir denn immer solchen Krach machen und den wohlverdienten Spaß verderben? Was steht denn diesmal vor der Tür, dass wir uns erdreisten, den Astroturf-Surfer von seiner DSDS-Couch aufzurütteln? Nun, meine lieben Freunde des Astroturfs und des Goldenen Aluhuts, diesmal nichts weniger als eben das Ende der Meinungsfreiheit und des freien Denkens. Übertrieben, meint der an die Big Bang Theory und die unsichtbare Hand des Marktes glaubende Skeptiker? Schon vor einiger Zeit haben führende Konstrukteure der CIA-/NSA-Bürgerüberwachungsmaschinerie selbst in einem offenen Brief davor gewarnt, dass wir gerade schlüsselfertige Tyranneien („turnkey tyrannies“) errichten / Quelle: The Guardian.

Ende der Wurststange und der Salamitaktik

Bei der in klassischer Salamitaktik schon die ganzen letzten Jahre über durch maaslose Grundrechtsdemontage, Netzwerkdurchsetzungs-Gesetze und dgl. abgehobelten Wurststange ist nun das Ende der Füllung erreicht. Die nächsten Schnitte gehen daher nicht mehr in die Salami, sondern werden die Finger absäbeln, die die Stange bislang hielten. Die Schmerzensschreie, die mit dieser Verrichtung einhergehen, werden bei den ausführenden Organen nicht einmal Achselzucken, geschweige denn Mitgefühl hervorrufen. Denn nach Vorstellung der EU-Technokraten werden es in Zukunft nicht einmal mehr echte Menschen mit Kopf und Herz sein, die diese Zensurarbeit ausführen, sondern ein sehr viel effizienteres Organ: die von Axel “Artikel 13” Voss bereits mit leuchtenden Augen angekündigte “Künstliche Intelligenz” wird das erledigen.

Die Verteilung der Maulkörbe, Kontosperren und Reiseverbote (sic), welche der jüngst von der EU-Kommission vorgelegte “Aktionsplan gegen Desinformation” vorsieht, wird also  algorithmisch automatisiert mit KI erfolgen. It’s market-conform democracy, stupid!

Sanktioniert werden sollen laut EU-Aktionsplan nun Personen, die „Desinformation“ verbreiten. Hierbei ist “Desinformation” als ein Vorgang definiert, der darauf abzielt, “abzulenken und zu spalten, durch die Verdrehung und Verfälschung von Tatsachen Zweifel zu sähen und so die Menschen zu verwirren und ihr Vertrauen in die Institutionen und die etablierten politischen Prozesse auszuhöhlen.” (dazu unten gleich mehr)

Eigentlich ist das Ansinnen auch gar nichts Neues, in China läuft das KI-gesteuerte Sanktionieren der Zivilgesellschaft mittels “Social Scoring” bereits auf Hochtouren (siehe Youtube). Neben anderen “evidenzbasierten” Parametern erfasst das System, wie der Bürger politisch denkt und hat für Abweichungen vom politisch Korrekten bereits jetzt einen breiten Strafenkatalog zur Hand. Man benötigt relativ wenig Phantasie, um sich auszumalen, welche Sanktionstechniken sich das System in Zukunft noch einfallen lassen wird.

Die unentbehrliche Infrastruktur, um das alles in Echtzeit durchführen zu können: 5G – die neue, fantastische Mobilfunkgeneration, mit der sich der junge&naive Nerd bekanntlich in 2 Sekunden das neue Batman-Movie in 4K-Qualität runterladen kann. Wie geil ist das denn? Ich frage mich zwar, wann sich der Gwupster all die tausenden Videos, die er sich in Sekundeschnelle aus dem Netz gezogen hat, dann auch ansehen wird. Da wird er sich ranhalten müssen, wenn er den ganzen Stoff abarbeiten und so nebenbei im System auch noch die erwartete Leistung bringen will. Aber die Zukunft gehört ja laut unseren Experten (siehe “Über Evidence Based Bullshit”) denjenigen Menschen, die über “Multitasking”-Fähigkeiten verfügen.

Angesichts solch paradiesischer Zukunftsvisionen kann man es verstehen, dass unsere Freunde Sheldon Coopers in ihren Internetforen jeden sofort angeifern und mit Zähnen und Klauen übel zurichten, der es wagt, ihren neuen Gott KI und seinen Thron: 5G, zu kritisieren. Denn diesem Gott können sie jetzt schon hier im Iridischen begegnen, sie müssen nicht erst aufs Jenseits warten wie all ihre Vorfahren. Er soll gleich dem Gott ihrer Vorfahren allwissend und allmächtig sein. Leider nicht allgütig so wie der Gott aller bisherigen Hochkulturen, aber so what. Alles geht halt nicht. Und für Sozialromantik ist in Zeiten marktkonformer Demokratie bekanntlich sowieso kein Platz mehr.

Die Besten und Smartesten werden im survival of the fittest schon das Rennen machen. Sie werden eine Weile im Hamsterrad sprinten und Social Credit Punkte sammeln dürfen, bis sie mit Mitte 40, womöglich schon in ihren 30ern, der Burnout oder der Herzinfarkt ereilt. Um sich auszumalen, was mit den weniger Smarten passiert, benötigt man inzwischen ebenfalls relativ wenig Phantasie. Meine Mutmaßung: Sie kommen ins Katzenfutter. Schon jetzt werden von großen Silicon Valley Konzernen Datensätze angelegt, mit welchen die Schienen zur Aussiebung und Verwertung der Humanressourcen gelegt werden. Die US Firma Acxiom verfügt z.B. bereits über eine Datenbank, in der mehrere Milliarden User, darunter mit allergrößer Wahrscheinlichkeit auch Sie westlicher Wohlstandsbürger, der Sie das hier gerade lesen, enthalten sind – fein säuberlich eingeteilt nach seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und montären Potenz bzw. Impotenz. Die unterste Kategorie dieser Datenbank nennt der Big Data Konzern übrigens selbst „waste“, also Abfall oder Müll (siehe Süddeutsche). Nicht nur Darwin, auch Goebbels wäre begeistert.

Gesundheit und Vorsorgeprinzip? – War gestern

Dass es über hundert Studien gibt, die zelltoxische Effekte von Mobilfunkstrahlung nachweisen: Egal.  Dass nun auch von der US Gesundheitsbehörde in der bisher umfangreichsten Mobilfunkstudie erschreckende gesundheitlichen Nebenwirkungen von gepulster Hochfrequenzstrahlung attestiert werden  – lt. Abstract nun sogar erstmals “Clear evidence of tumors” (siehe U.S. Department of Health and Human Services): Egal.  Dass das Institut der US Regierung aufgrund der Brisanz dieser Ergebnisse weitere 15 externe Mediziner und Ingenieure mit der Überprüfung beauftragt hat und diese die Studie bestätigt haben: Egal. Dass die EU-finanzierte, von der Industrie und den Leitmedien angezweifelte REFLEX-Studie unter Prof. Adlkofer (die zu ähnlichen Ergebnissen kam wie die aktuelle Studie des US Amtes) mittlerweile durch zwei unabhängige Institute bestätigt und sogar gerichtlich rehabilitiert wurde: In postfaktischen Zeiten ebenfalls egal. 5G macht einfach zuviel Spaß, um es abzublasen.

Auch mit einer Unzahl an Studien untermauerte Appelle und Resolutionen, z.B. derjenigen von hunderten renommierten Wissenschaftlern und Ärzten aus 36 Ländern zum Stopp von 5G sind dann, wenn es drauf ankommt eben nicht mehr Wissenschaft, sondern Esoterik. Aus Sicht der „evidenzbasierten“ Gwup-Wissenschaft sind es ja bekanntlich gar keine elektromagnetischen Wellen, auf denen Mobilfunk basiert, sondern  haben wir es eher mit so einer Art Telepathie bzw. einer homöopathischen Größe zu tun. Und so gefährlich Homöopathie aufgrund ihrer angeblichen Unwirksamkeit ist, so ungefährlich ist im Gegenzug die homöopathische, also vernachlässigenswerte Dosis, mit der wir durch die Mobilfunkstationen bestrahlt werden. Kann also alles nur Einbildung und Spinnerei sein, wenn jemand physikalische Wirkungen solcher unsichtbarer, unriechbarer und unspürbarer Wellen behauptet – wo überdies doch jeder mit eigenen Augen sehen kann, wie alle Welt an ihren Endgeräten unglaublich Spaß mit diesen Mobilfunkwellen hat.

Und dieser Spaß soll mit der neuen Mobilfunkgeneration 5G nun ins Grenzenlose steigen. Was als unabdingbar für diesen Spaß angesehen wird: neben 20.000 5G-Satelliten auch ein bislang beispielloses Netz an bodengestützten Sendeeinrichtungen in einem Raster von ca. 100 m zur möglichst lückenlosen Durchdringung unserer Lebensumwelt mit elektromagnetischer Strahlung. Soweit ich es in einem Manuskript des Herstellers Ericsson entnehmen kann, werden diese Basisstationen je nach Abstand mit Strahlungsintensitäten von 95.000 bis 38.000.000 µW/ m2 strahlen (vergleiche dazu: die bei Studien wie der o.g. US Gesundheitsbehörde gefundenen Zelldegenerationen treten bereits bei Leistungsflussdichten von knapp oberhalb 1.000 µW/m2 auf, Umweltmediziner empfehlen für den Außenbereich nicht mehr als 10 µW/m²). Übrigens: Auch der BMW-Konzern erlaubt auf seinen Arbeitsplätzen nach eingehender Konsultation mit Strahlenschutzexperten und Fachleuten von Siemens weltweit nicht mehr als 100 µW/m2 und schirmt seine WLAN-Router zu diesem Zweck mit metallbedampften Platten oder Folien ab – jaja, diese Aluhüte von BMW eben …

Die Kunden wollen 5G gar nicht? – Egal, sie bekommen es trotzdem!

Soweit man hören kann, kommt das 5G System in den USA bisher gar nicht gut an. Ein doch unerwartet großes Maß an Widerstand und Bürgerprotesten macht sich breit (schuld sind lt. US Medienberichterstattung wie der New York Times natürlich wieder Putin und RT, die über 5G aufklären; auch das Schweizer Massenmedium 20 Minuten titelt: „Darum will Russland, dass wir Angst vor 5G haben.“) Im Übrigen finden sich bisher auch kaum Kunden, die bereit sind, für das tolle 5G Netz zusätzliche Servicegebühren zu zahlen. Dem ansonsten streng gewinnorientierten US Telekomgiganten Verizon ist das egal: Er bietet 5G dann nun eben gratis an (siehe businessinsider). 5G muss kommen, um jeden Preis.

Sogar die Grünen haben da wenig Sinn für Querulanten und Forschrittsverweigerer. Der 5G Ausbau hat oberste Priorität. Eine “Taskforce Mobilfunk” gegen besorgte Bürger wurde bereits gegründet. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann richtete hierbei an die Bürgermeister des Landes folgende Worte:

„Ihr dürft wegen jedes einzelnen Sendemasten zu mir kommen und ich sorge dafür, dass er aufgestellt wird.“

Der Grüne Riese weiter:

 „Ein zentraler Baustein der Taskforce Mobilfunk muss deshalb eine breit angelegte Informationskampagne zur Überwindung der Vorbehalte gegen neue Mobilfunkmasten sein (…) Und was die flächendeckende Versorgung mit 5G betrifft, will ich nicht verschweigen, dass dabei auch auf die Bevölkerung noch einiges zukommen wird. Denn klar ist: Wir werden dafür wesentlich mehr Sendemasten benötigen als heute. Da wir Grünen aus der kritischen Bevölkerung kommen, haben wir aber eine große Erfahrung damit, die Menschen mitzunehmen. Insofern bin ich sicher, dass wir bei der digitalen Infrastruktur den Anschluss schaffen werden.“ (Quelle: diagnose-funk.org)

Da die Grünen ja laut Meinungsumfragen und Wahlergebnissen im Allzeithoch sind und Habeck in den Leitmedien schon als der neue Kanzler gehandelt wird, steht einer strahlenden Zukunft somit wohl nichts mehr im Wege. Wenn nun auch unsere mitunter klügsten Köpfe im freien, alternativen Medienspektrum – und ich meine das gar nicht einmal ironisch – in ihren Essays endlich genug haben von all der deutschlandtypischen Lamentiererei bzw. Verhaltenheit gegenüber der Künstlichen Intelligenz und endlich den „Quantensprung“ ins Wurmloch der digitalen Transformation fordern (aktuell siehe Rubikon), nun ja … dann steht ja dem Fortschritt kaum noch etwas im Wege.

Welcome to the final show

In diesem Sinne: Machen Sie es sich bequem auf Ihrer Netflix-Couch: “Welcome to the final show … Just stop your crying, it’s a sign of the times … They told me that the end is near … We gotta get away from here!” – so wörtlich der Songtextext zur Untermalung des offiziellen Werbespots zur Ankündigung des 5G Ausbaus der österreichischen Telekom (Übersetzung: “Willkommen zur finalen Show … Hör einfach mit deinem Weinen auf, es ist ein Zeichen der Zeit … Sie sagten mir, dass das Ende nah ist … Wir müssen hier weg!”
– ganzer Text nachzulesen hier: songtexte.de).

Aber nicht nur die Worte, auch die Bildersprache des Videos spricht Bände bzw. sagt alles. Der Psychoanalytiker Sigmund Freud hat wohl recht gehabt: Unser Unterbewusstes ist schlauer (und bringt oft eine Wahrheit zum Ausdruck, die man im Oberstübchen niemals auszusprechen wagte bzw. selbst  gar nicht bewusst realisiert). Ich bin mir trotzdem sicher, dass viele das nachfolgende Video absolut cool finden und mit emotionaler Gänsehaut am Rücken womöglich nur noch zwei Worte hervorbringen werden: “Will haben …!”

Für diejenigen, die auf das Video aufgrund der Youtube-Ländersperre nicht zugreifen können, hier die Bypass-Lösung über Webproxy:

http://webproxy.at/surf/index.php?q=nqmmpqZtk5PZqKdirailp6aYnGGUn9BkrZapxp9v16GBo3ydm5epuq2ofVqbpW10hQ

[falls auch das nicht funktioniert, dann auf http://webproxy.at folgende URL eingeben + Enter drücken:]
https://www.youtube.com/watch?v=KnJghdEVKwM


P.S.: Ganz ohne Widerstand ist die Taskforce der Grünen gegen 5G-besorgte Bürger, die ihre Gesundheit behalten und nicht am Altar des Technikglaubens opfern wollen, zum Glück nicht. Bundesweit formieren sich gerade zahlreiche Bürgerinitiativen, die sich der Grünen Alternativlosigkeit entgegenstellen und gegen 5G mobilisieren. (Anm.: Mir gefallen all diese „Gegen“-Formulierungen eigentlich auch nicht, daher also eher: FÜR die Zukunft, Selbstbestimmung und Gesundheit ihrer Kinder). Wir bräuchten ja eigentlich eine ganz neue Demonstrationskultur: Nicht immer nur protestieren und notdürftig das Schlimmste verhindern wollen, damit hinken wir ja meist doch nur hinter den – undemokratisch von oben gesetzten – Dreistigkeiten hinterher. Viel wirksamer wäre es, wenn wir ein positives Bild von Mensch und Umwelt ausformen, das so überzeugend und – im besten Sinne dieses von neoliberalen Zuhältern erbärmlich geschundenen Wortes: für jeden Menschen mit Kopf und Herz wirklich alternativlos ist, sodass niemand mehr an diesem Idealbild  vorbeikommt: Wie das Selbstverständnis des Wesens Mensch im empathischen Zusammenleben mit seinen Mitmenschen, insbesondere auch mit solchen in fernen Ländern, ebenso wie in seinem verantwortlichen Zusammenleben mit Fauna, Flora und den Ökosystemen der Erde – die lebendige sind und keine toten so wie uns das die derzeit herrschende Lehre und ihre technokratisch-nihilistischen Apologeten beibringen möchten ! – und damit einhergehende unveräußerliche Werte  idealerweise aussehen sollten bzw. könnten. Wir müssten dann nicht immer mit schreckgeweiteten Augen irgendwelchen desaströsen Machenschaften hinterherschustern, sondern wir könnten aktiv den Takt vorgeben. Und wieder mit Würde und erhobenem Haupt zuversichtlich der Zukunft entgegengehen.

Nein, das wird nicht gehen, indem wir auf unserem Smartphone auf den METOO-Button drücken, sondern nur, indem sich jeder individuell aufrichtet und verantwortlich fühlt.  Und nein, das wird auch leider nicht gehen, indem man Grün wählt (an die Youngsters unter uns: Glaubt mir, ich habe das schon probiert mit dem Grün-Wählen. Rausgekommnen ist das genaue Gegenteil von dem Erhofften: Verwicklung des Souveräns in NATO-Angriffskriege, Zerstörung der Europäischen Friedensordnung durch von Grünen gezeichneten Ukraine-„Assoziierungsvertrag“, mittlerweile ans Suizidale grenzende Kriegstrommelei gegen Russland, Panzer auf ehemals russischem Gebiet, sogar direkter Ausverkauf der Umwelt durch Glyphosat- und Pestizidlobbying, Fracking etc. – siehe z.B. aktuellen Artikel von Jens Bernert: „Die Umwelt-Verräter“).

Zurück aber zu 5G. In diesem Falle eilt allerdings in der Tat bereits die Zeit. Die Wirtschafts- und Politmächtigen wollen uns in Juncker’scher Manier wieder einmal unter Ausschluss der Bürger, also des Souveräns, von dem laut Verfassung alle Macht ausgeht, vor vollendete Tatsachen stellen. Dass es durchaus erfolgreich sein kann, wenn sich Menschen entgegen der Juncker-Demokratur aufrichten, kann man bereits mancherorts beobachten: So musste sogar die belgische Regierung den 5G-Ausbau in Brüssel vor Kurzem verbieten, nachem die Umweltministerin Fremault nach Sichtung des aktuellen Forschungsstandes zum Schluss kam: „Ich kann eine solche Technik nicht zulassen, wenn die Strahlungsstandards, die die Bürger schützen sollen, nicht beachtet werden – 5G hin oder her. Die Brüsseler sind keine Meerschweinchen, deren Gesundheit ich aus Profitgründen verkaufen kann.“ Neben italienischen Metropolen hat auch das Schweizer Kantonsparlament Genf den 5G-Netzausbau mit deutlicher Stimmenmehrheit untersagt. Man sieht also: Vieles ist möglich und die menschliche Vernunft kann sich durchaus durchsetzen – zumindest solange nicht Grüne am Ruder sind. Wer sich einer der Stop 5G-Initiativen in Deutschland anschließen oder in seiner Gemeinde selbst eine begründen möchte, der kann sich z.B. hier bei Facebook melden.

Nachsatz:

Jetzt sollte das Ganze eigentlich nur ein paar Einleitungszeilen mit dem Hinweis auf den jüngsten Artikel von Hannes Hofbauer betreffend EU-Zensurpläne werden und ich bin thematisch wieder einmal vollkommen abgedriftet. Hier also die hard facts, um die es mir eigentlich ging:

Hannes Hofbauer, laut dem britischen Historiker Tariq Ali  „einer der führenden progressiven Intellektuellen Österreichs“, der den „anscheinend einzigen linken Verlag“ des Landes führt, hat sich zu den Plänen, was unsere Schäfer mit der Schafherde zu tun gedenken, in den Nachdenkseiten geäußert. Daraus ein kleiner Ausschnitt:

<< Wer den am 14. Juni 2019 von der EU-Kommission vorgelegten “Bericht über die Umsetzung des Aktionsplanes gegen Desinformation” liest, wird erschreckt feststellen, dass der Aufbau einer EU-weit tätigen Zensurbehörde bereits weitgehend abgeschlossen ist. Demnächst soll die Verbreitung von Informationen, die Brüssel als falsch und gefährlich einschätzt, mit Sanktionen bis hin zu Kontosperren und Reiseverboten geahndet werden.

Im Papier der EU-Kommission, für das nebstbei auch die außenpolitische Speerspitze Federica Mogherini verantwortlich zeichnet, wird der Terminus “Desinformation” als ein Vorgang definiert, der darauf abzielt, “abzulenken und zu spalten, durch die Verdrehung und Verfälschung von Tatsachen Zweifel zu sähen und so die Menschen zu verwirren und ihr Vertrauen in die Institutionen und die etablierten politischen Prozesse auszuhöhlen.” Im Visier stehen dabei nicht die großen meinungsbildenden Medienkonzerne, die tagein, tagaus von Tatsachen ablenken und Wahrheiten verdrehen, dies aber gerade in Hinblick auf die Stabilisierung der bestehenden Herrschaftsverhältnisse tun. Als zu bekämpfender Desinformant gilt, wer solche in Zweifel zieht und ihre Institutionen aushöhlt.

Die Themenkreise, über die ihrer Meinung nach Desinformation verbreitet wird, sind insbesondere die “Infragestellung der demokratischen Legitimität der Union sowie Debatten über Migration und Souveränität”, mithin: die großen Brüsseler Schwachstellen. 

Ein EU-eigenes Frühwarnsystem zum Erkennen falscher Informationen verstärkt zudem seine Zusammenarbeit mit den Organisationen der globalen westlichen Wirtschafts- und Militärstruktur, den “internationalen Partnern wie G7 und NATO”. >>

 

+++

zum Weiterlesen:

Tagesspiegel: „Wie gesundheitsschädlich ist 5G wirklich?“ (erstaunlich gut recherchierte und qualitativ hochwertige Reportage in einem Mainstreamblatt; geschrieben von einem der wohl letzten echten investigativen Journalisten: Harald Schumann)

Diagnose Funk (Interview mit dem Vorsitzenden Dipl-Ing. Jörn Gutbier zur aktuellen Forschungslage betr. Mobilfunkstrahlung mit vielen weiterführenden Links)

Auf dem Weg zur digitalen Transformation und zum Final Handshake  (Nachrichtenspiegel)

Die Hard 4.0: Arma5Geddon  (Nachrichtenspiegel)

 

 

Bild: Pixabay CC0

Brief eines dürren Süd-Ost-Menschen an das adipöse Altmaier-Kabinett im Schlamerkelland (Aufruf zum Antifaschierpakt)

143 Doozers


Foto: pixabay CC0/edit parkwaechter

Kultur und Vielfalt statt McDonaldisierung – Aufruf zum Antifaschierpakt

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Abgeordnete!

Um den Ton meiner Wortmeldung richtig einordnen zu können, gleich vorneweg: Ich bin es an sich gewohnt, mich zu beugen und Respekt zu bezeugen. Nicht nur aufgrund jahrhundertelanger Domestizierung in Kolonialtradition, die mir mittlerweile in den Knochen sitzt, sondern auch aus ganz ehrlicher Wertschätzung gegenüber eurer mitteleuropäischen Kultur, zu der ich und meinesgleichen bislang immer bewundernd aufgeschaut haben.

„Am deutschen Wesen soll die Welt genesen …“ – nein, ich habe über diesen Satz nie gelacht, sondern ihn ehrlichen Herzens für bare Münze genommen. Wenn ich mir ansehe, im Besitz welcher kulturellen Schätze das Land der Dichter und Denker ist und welche feinsinnigen Geister des Humanismus und der Philosophie sich dort  ein Stelldichein gegeben haben, dann war dieses Herz Europas für uns immer so etwas wie eine große Hoffnung, dass sich die Maßstäbe von Humanität, sozialpartnerschaftlicher Solidarität und freier Persönlichkeitsentfaltung auch in den Rest der Welt hineintragen und einen Ausgleich zwischen der Kluft von Ost und West bilden werden.

Dass Ihr diese Brückenfunktion zwischen Ost und West nun vollkommen aufgegeben habt und Euch stattdessen mit einigen moralisch verwahrlosten Wegelagerern unter der Atlantikbrücke zusammengetan habt, um dort hundsgemeinen Hurendienst zu verrichten, während die nadelgestreiften Zuhälter, die Ihr „eure verlässlichen Freunde“ nennt, sich einen ablachen, wie ihr willfährig Euren Hintern hinhaltet und sehenden Auges ins offene Messer hineinlauft … das hat meinen Faden der Bewunderung nun jäh abreißen lassen.

Und bevor die Artikel 13-Uploadfilter es mir demnächst unmöglich machen, unflätige Worte ins Netz zu stellen, so ergreife ich jetzt eben die letzte Möglichkeit, um euch Backpfeifen-Pack mal meine Meinung zu sagen. An meiner vulgären Sprache möge sich niemand stoßen. Ich bin eben Ackerbauer, den der harte Überlebenskampf zeitlebens gezwungen hat, zu klotzen und nicht zu kleckern. Feine Manieren, wie sie eure „linken“ Spitzenpolitiker*Innen am Parkett des Bundespresseballs in den Armen der Wirtschaftsmagnaten und vor den Insignien der Macht unter Beweis stellen (siehe FAZ), konnte ich mir leider nie aneignen. Ich musste zeitlebens eigenhändig mit Schwielen an den Händen den Stall ausmisten und hatte nie die Möglichkeit, an der Uni einen Master of Bullshit Administration oder Gender Studies zu machen.

Verflucht seid Ihr!

Die Tradition meiner Ahnen hat mich gelehrt, dass Hass und Flüche Unglück bringen. Der nachfolgende Fluch (eigentlich ist es gar kein Fluch, sondern ich halte Euch nur einen Spiegel entgegen, an dem der Fluch, den IHR über Deutschland und ganz Europa ausgesprochen habt, auf Euch selbst zurückprallt) gilt nicht den Bürgern des von Euch regierten Landes – diese sind meist gutmütige Micheln und Frauken, die keine Ahnung haben, wozu sie und ihre Kinder gerade umgebaut werden sollen und denen ich mein tiefstes Mitleid zolle. Nein, mein Fluch, den ich Euch angesichts des generalstabsmäßigen Totalschadens, auf den Ihr Euer Land zusteuert, nicht ersparen kann, gilt allein Euch Regierenden. Obwohl man auch die Menschen, die Euch viermal in Serie gewählt haben, selbst zu dem Zeitpunkt, als bereits für jedermann offenkundig war, dass Ihr Europa an die Wand fahren wollt, nicht ganz aus ihrer Verantwortung herausnehmen kann. Ich will darauf aber nicht weiter eingehen, ihre letzte Wahlentscheidung wird den Bürgern gleichzeitig ein Schicksal bereiten, aufgrund dessen man sie für die Zukunft einfach nur bedauern und ihnen keinesfalls auch noch grollen sollte.

Warum ich heute so zornig bin, obwohl ich es gewohnt bin, mein schmutziges Haupt zu beugen? Nun, weil das Maß nun voll ist und ihr uns alle gerade um Kopf und Kragen bringt. Eure politisch-mediale Lügen-/Manipulationsmaschinerie stinkt mittlerweile zum Himmel, die beißenden schwarzen Rauchschwaden abgefackelter Altmaierreifen, die diese Maschinerie tagtäglich in die Atmosphäre bläst, rauben uns allen den Atem.

Dooser – Warum Ihr so unglücklich seid

Eure Aufgabe wäre es gewesen, Geisteswissenschaft und Philosophie zu pflegen und damit die Welt zu bereichern. Ihr habt dieses Kulturerbe absterben lassen und stattdessen einem ökonomischen Rinderwahnsinn US-amerikanischer Prägung gehuldigt, der Euch nun die Luft abschnürt. Man hat Euch zu Doosern gemacht, das sind jene kleinen Männchen mit Helm aus Jim Hensons Fraggles-Serie, die in unterirdischen Gefilden mit Pressluftbohrern in der Hand sinn- und ziellos immerzu am Fels herumackern. Ihr Deutschen seid aber von Eurem Naturell her gar keine Dooser! Ihr seid Dichter und Denker, Philo-Sophen (wörtlich: Freunde der Weisheit). Dooser, das sind die Amerikaner und Briten. Aber wenn Ihr Euch zu Doosern machen lasst, dann vergewaltigt Ihr Euer Naturell. Lasst Euch das von einem alten Ackerbauern sagen: Genau das ist der Grund, warum Ihr so unglücklich und depressiv geworden seid.

“Doozers“ (Grafik pw nach Vorlage aus: The Fraggles)

Auch wenn es Euch in Eurem Selbstverständnis von den Socken haut, aber: Der übersteigerte Wirtschaftswahn, Finanzkrimskrams und Maschinenbau sind gar nicht Euer Ding, obwohl Euer Philosophengeist geschmeidig genug ist, um auch auf diesen Gebieten Höchstleistungen zu erzielen. Ihr braucht auf Höchstleistungen auf diesen Gebieten allerdings nicht besonders stolz zu sein, denn Ihr arbeitet damit diametral gegen Euer Naturell und verpasst die Entwicklung von dem, was eigentlich Eure Anlage und damit Eure Aufgabe wäre. Jetzt seid Ihr also „Export-Weltmeister“ und stolz auf Euren „Maschinenbau“. Ihr könnt Euch das immer noch nicht vorstellen, aber: Es wird einmal nichts davon übrigbleiben als Schall und Rauch. Die Chinesen und andere können Maschinenbau inzwischen genausogut wie Ihr und besser. Sogar Euer ganzer Maschinenbau-Stolz Kuka ist jetzt schon in chinesischer Hand. Ihr hättet ein bescheidenes, aber trotzdem gut prosperierendes Land werden können, dessen inspirierende Kultur die ganze Welt bewundern würde. Ihr habt Euch aber geradewegs für den Weg entschieden, vor dem Euch alle Eure großen Geister von Goethe, Schiller, Hegel bis Erich Fromm eindringlich gewarnt haben.

Nun seid ihr so verödet und in Euch unerträglich gewordenen Krusten so gefangen, dass Ihr sogar von uns Entwicklungsländlern, die wir kulturell und hinsichtlich unseres Frauenbildes vielfach noch im dunklen Mittelalter leben, eine „Kulturbereicherung“ erwartet. – Ich könnte mich wirklich krumm lachen, wenn mein Rücken von der Feldarbeit nicht ohnehin schon krumm wäre!

(Disclaimer: Nein, „Naturell“ und „Anlage“ sind keine rechtsesoterischen Wörter, sondern das, was jeder überall rund um sich herum sehen kann: Bunte, unbestreitbare und wunderbare Individualität. Dass wir alle „gleich“ sind, ist ja in Wirklichkeit reiner Stuss, und das wisst Ihr auch. Wenn wirklich alle Menschen gleich wären, dann wäre die Welt ja ein Zombiefriedhof – was gäbe es Schrecklicheres? Ich liebe die Menschen, eben weil sie nicht gleich sind und ich würde nie jemanden, der die Anlage zum Musiker hat, zu einem Mechatroniker machen wollen. Das käme einer Vergewaltigung gleich. Auch Länder, Kulturen und Traditionen der Menschen sind natürlich nicht gleich, sondern kreuzverschieden. Das ist ja geradewegs der Reichtum unserer Erde. Und diese Vielfalt sollten wir schützen. Denn die neoliberalen Globalisten wollen uns alle mcdonaldisieren – man will uns alle in eine große Faschiermaschine werfen und zu Einheitskonsumenten machen, die dann jeden Dreck fressen, den man ihnen am Flachbildschirm vorhält. So werden wir nichts gewinnen, sondern alles verlieren werden, was uns als Individualitäten wertvoll macht.)

Schaut Euch nur Eure Nachbarn, die Franzosen an: Wie Ihr seht, sind die auch nicht gleich wie Ihr Deutschen. Die bleiben nicht daheim sitzen und gucken Tagesschau, während sie von den Politikern nach Strich und Faden verraten und verkauft werden, sondern die gehen auf die Straße. Warum? Weil sie schlichtweg ein anderes Naturell haben als Ihr. Die reagieren auf Ungerechtigkeiten eben traditionell revolutionär und gehen ins Handeln. Dass Ihr Deutschen daheim bleibt – obwohl Ihr angesichts Eurer Regierung, die Euch gerade kalt lächelnd das Fell über die Ohren zieht und ins offene Messer laufen lässt, sogar noch sehr viel mehr Grund zur Empörung hättet -, nein, das ist nicht bloß Feigheit oder Trägheit. Es liegt eben in Eurem Naturell, die Situation mehr denkerisch zu verarbeiten und daran zu glauben, dass es doch möglich sein sollte, die aus dem Ruder laufende Politik durch Vernunft zur Räson zu bringen anstatt mit Molotowcocktails. In Wirklichkeit ergänzen sich die unterschiedlichen Naturelle und Völker in wunderbarer Weise – dass die einen konstruktive Gedanken bilden, unterstützt die anderen, auf richtige Weise ins Handeln zu kommen und umgekehrt kann deren Aktivismus wieder die gesamteuropäische Situation verbessern und kommt denjenigen zugute, die mehr die philosophisch-gedankliche Grundlagenarbeit leisten. Wenn man uns aber alle „gleich“ macht, entwurzelt und verschippert, nimmt man uns unseren gesamten Saft und unsere Kraft. Wenn wir auf diese Gleichmacherei reinfallen, dann ist es um uns geschehen. Dann sind wir alle bald nur noch Matsch, formbare Knetmasse in der unbarmherzigen – pardon: unsichtbaren natürlich – Hand des Marktes. Ohne souveräne Staaten mit funktionierender Sozialpartnerschaft werden wir der Verwertungslogik des Neoliberalismus nichts entgegenzusetzen haben und allesamt im Katzenfutter landen.

Eure Zukunft ist grau, nicht bunt

Die Zukunft, die man Euch seitens von Thinktanks und Massenmedien als bunt und spaßig ausmalt, wird in keiner Weise bunt sein, sondern grau, bitte rafft das endlich … lest euch nur die Überschriften im „Business Case for Migration“  Dokument des World Economic Forums durch – dann werdet Ihr erkennen, dass es bei der Migrationsagenda aus Sicht der Wirtschafts- und Finanzmächte nicht die Bohne um Humanität geht, sondern schlicht um die gewinnbringende Nutzung von  Humanressourcen. Den ausgebeuteten Ländern, die Eurer Ansicht nach eh schon im Eimer sind, sollen jetzt also noch die verwertbaren Facharbeitskräfte und medizinisches Personal abgeschöpft werden, während in ihrer Heimat alte und kranke Menschen bei kaputten Wasserleitungen dahinsiechen müssen und alles zusammenbricht. Dass man Fluchtursachen durch einfache Maßnahmen und mitunter sogar ganz schnell beheben könnte, wird in Euren Businesspapieren mit keinem Wort angesprochen.

Glaubt ihr adipösen Säcke und Säck*Innen  wirklich, dass wir Füllmasse sind? So wie ihr es gewohnt seid, im Osten und Süden schwarzes Öl aus dem Boden zu saugen, wollt ihr nun verwertbare Menschenmasse absaugen?

Ihr wollt Eurer Bevölkerung allen Ernstes verkaufen, dass Ihr uns aus Gutmenschlichkeit aufnehmt? Wo bei Euch einzig und allein die Profitmaxime gilt und Ihr aus diesem Grund sogar Eure Brüder in Griechenland eiskalt vor die Hand gefahren habt, sodass die Menschen dort nun verrecken können? Rentner und Arbeitslose müssen bei Euch im Müll wühlen und nach Pfandflaschen suchen, 860.000 deutsche Staatsbürger wandeln obdachlos durch die Straßen. 4,4 Millionen Kinder leben im Land, in dem es sich angeblich Gut und Gerne lebt, in Armut. Aber für uns Neuankömmlinge macht ihr freigiebig Eure ansonsten geizig und austeritär gehüteten Haushaltsmilliarden locker?

Eure verzogenen Gören, die nach sechs Semestern Gender Studies in eurer vielgepriesenen freien Wirtschaft eigentlich zu nichts nütze sind und eigentlich selbst Therapie und Betreuung bräuchten – ja, die freuen sich natürlich darüber, dass hier nun Menschen ankommen, die noch weniger können als sie, die nicht mal das ABC können und die man beim Einkaufen begleiten muss. Na dann kostet es ruhig noch eine Weile aus, Euch toll dabei vorzukommen, wenn Ihr zum ersten Mal in Eurem Leben etwas Nützliches machen dürft, was Euch im Job ansonsten streng untersagt ist: Menschen zu helfen, anstatt sie durch legalisierte ökonomische Betrugsmodelle auszubeuten.

Trash Junkies und Trailer Park Boys

Wundert Euch aber bitte nicht, wenn Ihr selbst und Eure Kinder demnächst ebenso ausrangiert werdet wie der jüngst im Fernsehen gezeigte, fast blinde alte Mann, den man ohne Toilette, Wasser und Heizung in einem Campingwagen dahinvegetieren lässt (siehe ZDF: „Abgeschoben mit Hartz4“).

Aber Ihr bereitet Eure Kleinen ja bereits auf diese Zukunft vor. Von klein auf sitzen sie vor Trash-TV Serien wie „Trailer Park Boys“. Dabei können sie sehen, dass man auch in einem Wohnwagen in einem Trailer Park mit ein paar heruntergekommenen Kumpels voll Spaß haben und Dosenbier und Pornokacke schlürfen kann.

„Diese EU ist krank und stirbt!“, hat eine Eurer letzten aufrechten Bundestagsabgeordneten, die ihr nun ja auch erfolgreich weggemobbt habt, zuletzt im Plenum verkündet. Und Ihr Aasgeier wollt uns Migranten nun aus unserer Heimat weg- und in einen Kadaver hineinlocken, in dem auch wir dann demnächst mitverrotten sollen? Glaubt Ihr wirklich, wir sind dummes Vieh, das man über die Weltmeere und Wüsten verfrachten kann, um dann dort in einem neoliberalen Schlachthaus zu landen und uns zu Katzenfutter zu faschieren? Ich verspreche Euch: Da habt Ihr die Rechnung ohne uns gemacht. Wir werden den Spieß schneller umdrehen, als Ihr Euch das träumen lasst. Das Zerschnetzeln von Rinderhälften zu Katzenfutter beherrschen wir noch weitaus besser als Ihr.

„Wir brauchen jedes Jahr 400.000 Zuwanderer netto, um den Bedarf der Unternehmen zu decken“, fordert Detlef Scheele, Chef der deutschen Bundesagentur für Arbeit (Quelle: Welt). Verdammt noch mal, Ihr könnt euch selber was in den Arsch stecken – meinetwegen eines eurer 60 Geschlechter -, aber nicht uns. Wenn Ihr wirklich etwas für uns Süd- und Ostländer machen wollt, dann schützt uns um Gottes Willen vor dieser neoliberalen Migrationsagenda. Wir wollen Zukunft in unserer Heimat, die wir lieben. Wir wollen uns nicht bei Euch in einem neoliberal vergletscherten Assi-Land den Arsch abfrieren und als Humanressource in der Knochenmühle landen. Und Ihr könntet uns diese Zukunft in unser Heimat auch augenblicklich ermöglichen, wenn Ihr endlich Schluss macht mit dieser hintertriebenen transatlantischen Ausbeutungs- und Regime Change Politik. Wenn Ihr uns unter Vorspiegelung falscher Hoffnungen in diese Knochenmühle hineinlockt, dann kann ich Euch versprechen: Wir werden komplett durchdrehen.

Gebt uns bitte einen Grund, Respekt haben zu können – sonst ist Sendeschluss!

Neben Ärzten und Facharbeitern kommen leider auch jede Menge Kerle, die bei uns straffällig geworden sind, über deren Verschwinden wir hier eigentlich froh sind und die unsere Regierung auch gar nicht mehr zurückhaben will, da sie nichts als Probleme machen und unsere Gefängnisse ohnehin schon überfüllt sind. Macht meinetwegen was Ihr wollt, aber nur so nebenbei: Schon mal überlegt, was diese Jungs machen werden, wenn der Euro crasht und ihre Sozialhilfe nicht mehr ausbezahlt wird? Die haben nicht Die Wicherts von Nebenan geguckt so wie Ihr in Eurer Jugend, die sind mit harten Gangstarap-Beats und Gangbang-Sessions aufgewachsen, haben sich von klein auf in Slums auf der Straße durchbeißen müssen und wissen, wie man überlebt.

Nicht, dass es nicht möglich wäre, straffällig gewordene und verwahrloste Personen zu resozialisieren. Das ist theoretisch möglich. Aber dazu müssten diese Personen in eine menschlich intakte Umgebung gestellt werden, in der authentisch gelebte Werte und Ideale vorherrschen. Nachdem in einem Land, das sich der marktradikalen Ausbeutung und dem Geschäftsmodell „legalisierter Betrug“ verschrieben hat, davon kaum noch die Rede sein kann, ist eine Radikalisierung dieser Personen fast schon vorprogrammiert. Die Zustände, die dann bei Euch herrschen werden, wenn die nahkampferprobten Clanmitglieder Schluss mit Lustig machen, will ich Euch gar nicht ausmalen. Glaubt nicht, dass unsere Jungs nicht clever genug sind, zu durchschauen, was bei Euch läuft. Die haben das schon zwei Tage nach ihrer Ankunft heraußen. Sogar Menschen, die guten Willens waren, werden anfangen, Euch zu hassen, wenn Sie sehen, wie das, was sie bisher über Eure Kultur und Europa gelesen und gehört haben, nur noch eine Farce ist und Ihr meist nur noch ein Haufen dekadenter Hedonisten seid, die sich mit billigster Unterhaltung abfüttern lassen und sich bedusselt von einer Spaßpulle zur nächsten hanteln, während der Rest der Welt, der dringend Eurer Hilfe und Aufmerksamkeit bedürfte, vor die Hunde geht. Was spricht also dagegen, Euch einfach den Hals umzudrehen?

(Ich weiß natürlich, dass Ihr nicht alle dekadente Hedonisten seid, sondern dass sich viele Deutsche selbst im Existenzkampf um ihr Überleben befinden und trotzdem sehr feinsinnige, hilfsbereite und soziale Menschen sind. – Aber die schaffen es leider nicht in die Medien. Und meine Brüder informieren sich nun mal hauptsächlich über die Medien. In diesen Medien bekommen sie nur arrogante Wichtigtuer, selbstverliebte Hipster, dekadente Lemuren, metrosexuelle Swinger und Schrillkreischfurien im Gender Madstream zu sehen. Und jede Menge Gangstarap, den Eure Medien ja nun schon seit Jahren hypen. Nicht dass wir vor niemandem Respekt hätten. Wir sehnen uns sogar danach, vor Euch Respekt haben zu können. Aber gebt uns bitte einen Grund, das auch tun zu können!)

Dynamit

Aber vielleicht wisst Ihr Marionettenspieler das ja alles ohnehin ganz genau und wollt ganz gezielt die Scheiße hochkochen lassen, da Euch bei geordneten Verhältnissen niemand von den europäischen Bürgern – die Euch mittlerweile großteils durchschaut haben und hassen – mehr wählen würde und auch kaum noch ein Mensch, der ganz bei Trost ist, ein neoliberal-ausbeuterisches, auf den Ökozid und eine hirnlose (nukleare) Ost-West-Konfrontation zusteuerndes System stützen möchte, wie Ihr es im Auftrag der Finanzkonzerne und transatlantischen Thinktanks trotzdem krampfhaft aufrechtzuerhalten sucht. Jetzt wollt Ihr also mit uns Migranten kurz vorm Finanzkollaps nochmal Kasse machen und ein Strohfeuer anzünden, das den Zusammenbruch Eurer Wirtschaft noch ein paar Jährchen hinausschieben soll? Na dann macht nur weiter so und erntet, was Ihr gesät habt. Ihr werdet Euch noch wünschen, in Ogadougou oder am Nordpol geboren worden zu sein und nicht in dem Land, in dem Ihr jetzt noch glaubt, gut und gerne zu leben.

Für diese Leistung wollte man Ihnen, Frau Bundeskanzler, kurzzeitig mal den Nobelpreis verleihen? Verdammt noch mal, einen Eimer Gülle sollte man Ihnen überschütten und Sie dann auf den Mond schießen, wo Sie keinen Schaden mehr anrichten können. Mit dem „Business Case on Migration“ wollen Sie also noch ein letztes Mal politisches Kleingeld schlagen und Ihre Bürger, denen vor Empörung über Ihre Politik fast schon der Kragen platzt, ins Bockshorn jagen? Ja, ich muss zugeben: Mit welch perfider Raffinesse Sie und Ihre hochbezahlten Berater einen nicht unbeträchtlichen Teil der Bürger gängeln haben können, verdient schon höchsten Respekt. Wie Sie die letzten in Ihrem Land vorhanden Reste an Mitmenschlichkeit, sozialem und christlichem Selbstverständnis noch dazu missbrauchen, um vollkommener Ausbeutung und Verelendung den Weg zu bereiten, das ist schon ein meisterhaftes Husarenstück, für das Ihnen in einer marktkonformen Demokratie dann ja nun eigentlich doch der Nobelpreis zusteht – stellt die neoliberale Sprengladung, die Sie für Europa geschaffen haben, doch das von Alfred Nobel 1866 erfundene Dynamit weit in den Schatten.

VerHochachtungsvoll,

Mehmed Ogadougu

 

+++

Nachwort (an den gemeinen Bürger):

Es kann einem ja einmal passieren, dass man hereingelegt wird und einem ein Shitsandwich verkauft wird. Wenn man diesen Shitsandwich dann trotzdem zuende isst, obwohl bei jedem Zubeißen der Dünnpfiff links und rechts herausquillt und Auge, Nase, Gaumen und das ganze Innere gegen das Herunterschlucken rebellieren … nun ja, dann kann man dieses Verhalten eventuell noch einer altbackenen Erziehung zuschreiben, die einem geboten hat, alles brav aufzuessen, was einem vorgesetzt wird.

Wenn man dann aber nach heruntergewürgtem Shitsandwich wieder erneut zum Tresen geht und genau den gleichen Shitsandwich wieder bestellt … nun, das grenzt dann schon eher an Schizophrenie oder eine Borderline-Störung. Ihr habt nun viermal in Serie einen Shitsandwich bestellt, obwohl Ihr Euch schon mit Krämpfen am Boden gewunden habt und Euch beim Anblick des groß am Plakat prangenden Shitsandwich jedesmal das nackte Grauen aufgestiegen ist. Wer soll Euch jetzt noch retten? – Wir Facharbeitskräfte? Im Ernst?  

 

Die letzten 100 Artikel