Wirtschaft

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Augen zu und mitten rein!

Der Kamikaze-Kurs der EZB

Ein Kommentar von Thomas Röper

Dirk Müller – Wirecard: Was für ein Debakel!

Auszug aus dem Cashkurs.com-Marktupdate vom 24.06.2020.

Tönnies Schweinesystem und grüne Arroganz. Muss Fleisch teurer werden?

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie #Fleisch im Supermarkt kaufen? Wer die aktuell wieder aufgebrandete Diskussion um die Fleischproduktion verfolgt, könnte den Eindruck bekommen, es wären die Niedrigverdiener, die sich beim Aldi ein günstiges Schnitzel holen, die verantwortlich sind für die schlechten Zustände in den Schlachtfabriken von #Tönnies, Wiesenhof und Co. Dabei waren es 20 Jahre Bundesregierungen, die das Lohndumping ermöglichten, die Werkverträge, die Vergabe an Sub-Sub-Sub-Unternehmer und schlussendlich die fast sklavenähnlichen Zustände an deutschen Schlachthöfen, wo die Arbeiter kaum besser behandelt werden, als das Vieh, dass sie verarbeiten sollen. Jahre, in denen Deutschland vom Fleisch-Importeur, zum zweitgrößten Exporteur von Schweinefleisch der Welt wurde und Schlachthöfe in halb Europa aus dem Geschäft drängte.
Anstatt eine völlig fehlgeleitete Debatte darüber zu führen, ob es eine Fleischssteuer braucht oder ob die Preise im Supermarkt erhöht werden sollten, müssen wir über ein System sprechen, dass es Leuten wie Tönnies ermöglichte, mit Ausbeutung von Mensch und Tier Milliardenvermögen aufzubauen und mit Lohndumping die Fleischindustrie in halb Europa zu zerstören.

USA: Halbherziger Kampf gegen Rassismus im Zeichen der Imagepflege

Keine Regierung, kein Politiker und kein Unternehmen können es sich leisten, nicht öffentlichkeitswirksam gegen Rassismus zu Feld zu ziehen. Auch die großen Technologiegiganten machen mit großen Spenden und noch größeren Worten auf sich aufmerksam.
Doch handelt es sich hierbei nur um Imagepflege? Denn sämtliche Global Player unserer Zeit – multinationale Konzerne, die auf der ganzen Welt produzieren, Handel treiben und Waren kaufen oder verkaufen – leben davon, Arbeitskräfte in Schwellen- oder Entwicklungsländern auszubeuten. Die Rassismusdebatte scheint spätestens an der Landesgrenze zu enden. Ab dort beginnt wieder das Geschäft.

Im Gespräch: Jens Berger (Nachdenkseiten)

“Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?”

„Ich wär‘ so gerne Millionär“, sangen Anfang der 90er Jahre ein paar selbst ernannte Adelige und wurden damit berühmt. Eine Million Euro besitzen – das wäre schon was. Für diejenigen, über die wir heute im Jahr 2020 reden, ist eine Million aber kaum noch von Bedeutung. „Peanuts“, wie man so schön sagt. Die Rede ist von den „Big Playern“ am Finanzmarkt, und die kümmern sich lieber um die großen Nüsse – Kokosnüsse, riesige Kokosnüsse…

Um den Zahlendimensionen kurz ein einigermaßen vorstellbares Bild zu verleihen: 1 Milliarde sind 1.000 Millionen, 1 Billion steht für 1.000 Milliarden, also eine Million Millionen. Irgendwie ist das kaum noch begreifbar. Dennoch werden bei einem Vermögensverwalter wie BlackRock mehr als 7 Billionen US-Dollar in 2.000 Tochterfirmen verwaltet.

Hinter BlackRock steht Laurence D. Fink, der den Traum vom Sohn eines Schuhverkäufers zum Milliardär lehrbuchartig hat wahr werden lassen. Seine Fondsgesellschaft ist mittlerweile in nahezu allen DAX-Unternehmen investiert.

Doch BlackRock ist nicht der einzige Gigant auf dem Markt. Die Vanguard Group oder die State Street Corporation spielen ebenso in der Oberliga der „Geldverwalter“ mit. Doch was wird hier eigentlich verwaltet? Gewinnmaximierung. Und was ist das Ziel? Macht. Und wie gewinnt man? Indem andere verlieren.

So klar, so verständlich. Doch Jens Berger, der Autor des Buches „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?“ geht tiefer. Er analysiert die Auswirkungen auf den Finanzmarkt, auf die Wirtschaft und auf den Endverbraucher. Er deckt auf, wie viele Steuern ein solch finanzkräftiges Unternehmen eigentlich bezahlt und erklärt, warum BlackRock immer gewinnt – egal ob Krise, steigende Kurse, Börsencrash oder Boom.

Im Gespräch geht es um einen Haufen Geld, um einen schwarzen Fels und um einen riesigen Berg von Erkenntnisgewinn. BlackRock‘n‘Roll!

 

Inhaltsübersicht: 0:02:00 Unterscheidung der Finanzunternehmen von Investmentbanken 0:08:19 Wie BlackRock, Vanguard und State Street den Weltkapitalismus steuern 0:13:49 Anonymisierte Finanzgeschäfte durch Schattenbanken und Darkpools 0:19:04 Über das Renten-Umlagesystem und die drohende Privatisierung 0:25.28 BlackRocks verschleierte Firmenorganisation und Steuerumgehung 0:28:15 Larry Finks Weg zum ‘Paten des Finanzsystems’ 0:43:45 Die absolute Macht Vermögensverwalter über das Finanzsystem 0:55:48 Über Indexfonds, ETFs und Vanguards Barclays-Coup 1:12:53 Verselbstständigung der ‘finanziellen Massenvernichtungswaffen’ 1:19:42 BlackRocks “Bankenrettung” in Europa 1:25:45 Wie man die Vermögenskonzernen reglementieren sollte 1:37:09 Ausblick auf die anstehende Privatisierung der Welt

Geld & Wirtschaftssystem – ist eine Alternative möglich?

Transformative Ideen mit Lino Zeddies

In diesem Interview mit Autor und Aktivist Lino Zeddies untersuchen wir die grundlegenden Probleme unseres sozioökonomischen Systems, insbesondere hinsichtlich der Rolle von Geld und Finanzen. Darüber hinaus erörtern wir Alternativen im Sinne einer nachhaltigen und glücklicheren Gesellschaft, einschließlich der Frage, wie der Übergang zu einer solchen Gesellschaft effektiv gestaltet werden könnte. Auf der Mikroebene betrachten wir die Herausforderungen, mit denen Organisationen und Einzelne konfrontiert sind und wie diese bewältigt werden können. Zum Abschluss des Interviews sprechen wir über das neueste Buch von Lino Zeddies mit dem Titel „Utopia 2048“.

Vermögen der Superreichen ist während der Pandemie um 434 Milliarden Dollar gestiegen

In diesem Interview mit Omar Ocampo, der am Institut für Politikstudien zu Ungleichheit und dem Gemeinwohl forscht, sprechen wir darüber, warum der Reichtum der Reichen seit Beginn der Coronavirus-Pandemie um Hunderte Milliarden Dollar zugenommen hat. Darüber hinaus thematisieren wir, welche Auswirkungen die Vermögenskonzentration und steuerlich absetzbare Spenden von Milliardären auf unsere Gesellschaft haben. Schließlich zeigen wir die kurz- und langfristigen Lösungen auf, die politische Entscheidungsträger und Bewegungen verfolgen können, um das System zu verbessern.

Undemokratisch: TTIP und der Freihandel

Der Freihandel verspricht Wohlstand, viele neue Arbeitsplätze, bessere internationale Beziehungen und nicht zuletzt eine vielfältige Produktpalette. Doch ist das wirklich so? Zweifel sind angebracht, wenn man nur an das Freihandelsabkommen TTIP denkt, das zwischen EU und USA geschlossen werden sollte, jedoch von Präsident Donald Trump nun vorerst gebremst wurde, weil er Deals mit einzelnen Ländern bevorzug. Die Proteste gegen die #Intransparenz – und nicht nur gegen das ominöse Chlorhühnchen – bei den Verhandlungen schlugen damals auch in den Medien hohe Wellen, während viele Politiker der Bundesregierung eine regelrechte Desinformationskampagne betrieben; dabei assistierten ihnen sogenannte Wirtschaftsexperten, die TTIP als Jobwunder und Wachstumsmotor priesen, was mit Zahlen aber kaum zu belegen war. Fair und demokratisch ist die Verfahrensweise nicht, und sie soll es auch gar nicht sein: Der #Lobbyismus auf der einen Seite und eine globale Antwaltsindustrie auf der anderen sorgen dafür, dass die staatliche Souveränität und damit die Stimme des Bürgers zurückgedrängt wird und stattdessen große #Konzerne ihren Einfluss ungehindert ausdehnen können. Frei ist am Freihandel wenig, wie Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ zeigen.

Sudan als Versuchskaninchen für Bargeldabschaffung, …

Standpunkte

Prof. Kreiß über „zertifizierte Fehlprognostiker“ und „kriminelle Vereinigungen“

Video von Youtube gelöscht

Die Rede zum Nachlesen: kenfm.de

derzeit noch verfügbarer Re-Upload vom 16.06.2020:

 

Ernst Wolff – „Lockdown für das Finanzsystem!“

Ernst Wolff, „The Wolff of Wall Street“, ist in China geboren. Seine Eltern verließen China mit ihm während der Kulturrevolution, wo seine Großeltern ein größeres Unternehmen aufgebaut hatten. Nach einem kürzeren Zwischenstopp in Hamburg zog es die Familie wieder zurück nach Asian, diesmal nach Südkorea. Das dort neu aufgebaute Geschäft ermöglichte seinen Eltern und ihm ein wohlhabendes Leben. Dieser selbst erlebte große Wohlstand wurde ihm in seiner Kindheit ein prägendes Erlebnis. Die Unterschiede zwischen dem, was er als Kind in Südkorea sah, zum einen die Wohlhabenden und zum anderen die fast schon bettelarmen Menschen, empfand der noch junge Ernst Wolff als extrem ungerecht.

Dieser Unterschied ließ ihn bis heute nicht mehr los. Er empfand diesen Unterschied als ungeheuerlich und unmoralisch, so dass er zu einem Kritiker des Finanzwirtschaftssystems wurde, mit einem Durchblick über die Weltwirtschaft, wie sie nur wenige Menschen im Laufe ihres Lebens entwickeln können. Ernst Wolff ist ein gefragter Mann und viel gebuchter Vortragender in Fragen der Weltwirtschaft, zu der er auch mehrere Bücher geschrieben hat.

Droht den USA Bürgerkrieg und Zerfall?

Tagesdosis

Rainer Rupp

Virologie ist die neue Theologie

Dr. Karin Kneissl zur aktuellen Wirtschaftslage in Europa

Die ehemalige österreichische Außenministerin Dr. Karin Kneissl sagte in einem Interview mit RT, dass man die Folgen der pandemiebedingten Wirtschaftskrise erst aufgrund der großen Verwerfungen am Arbeitsmarkt sehen werde. Das Schlimmste sei noch nicht vorbei. Man solle den Menschen keine Angst einjagen, dass in drei bis vier Monaten eine neue Viruswelle ausbrechen könne. Es gehe letztendlich darum, Vertrauen zu schaffen. „Dieses Vertrauen kann man nicht durch Rettungspläne kaufen“, so die Ex-Außenministerin.

While Everyone’s Distracted, The Rich Steal Billions

The mega-wealthy have gained hundreds-of-billions of dollars in wealth since the beginning of the pandemic. Their wealth has increased by around 12%. At the same time the people have lost their jobs en masse & were given a measly one-time $1,200 check.

RUBIKON: Im Gespräch: „Der Wirtschaftskollaps“

Dirk Müller und Flavio von Witzlebe

Die Ideologie des Freihandels

David Ricardo und Karl Marx

Vom #Freihandel profitieren alle, heißt es immer wieder: Staaten treten miteinander in einen produktiven Austausch, der weit über den Warenaustausch hinausgeht, der Verbraucher kann sich über sinkende Preise freuen und unsere Wahlfreiheit (vor dem Supermarktregal) vergrößert sich um ein Vielfaches. Doch stimmt das so wirklich?
Über die Schattenseiten des Freihandels wird viel zu selten gesprochen, dabei sind diese in der Theorie, die Anfang des 19. Jahrhunderts entstand, bereits abzusehen. Der Ökonom David Ricardo erklärt in seinem Standardwerk „Über die Grundsätze der Politischen Ökonomie und der Besteuerung“, dass die Profitrate nur steigen kann, wenn die #Löhne sinken. Ricardo kommt der Freihandel deshalb sehr gelegen. Diese Überlegung denkt Karl Marx in seinen Ausführungen zum Freihandel zu Ende und entlarvt zugleich die völkerverbindende Idee als hübsche Illusion, die in erster Linie dazu dient, die Profitmaximierung zu legitimieren. Die #Globalisierung erscheint heute häufig als Schicksal und die Freihandelsidee als entsprechende Ersatzreligion, dabei ist, wie Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ zeigen, Kritik – nicht zuletzt im Hinblick auf den Klimawandel – dringend geboten.

Der Lockdown und der digital-finanzielle Komplex

Heute ist Samstag, der 30. Mai, und die Welt befindet sich zurzeit auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft.

Der weltweite Lockdown wird nach und nach beendet und viele Menschen hoffen, nun wieder ins alte Leben zurückkehren zu können. Aber die Hoffnung trügt: In den vergangenen 3 Monaten ist im globalen Wirtschafts- und Finanzsystem ein Prozess vorangetrieben worden, der keine Rückkehr in das alte Leben mehr zulässt.

Wir sind ja bereits mit einer einsetzenden Rezession und einem schwer angeschlagenen globalen Finanzsystem in das Jahr 2020 gestartet und haben dann Anfang März einen Absturz des Ölpreises um mehr als 50 Prozent erlebt. Das allein hätte schon ausgereicht, um das System ins Wanken zu bringen.

Dirk Müller über den Börsencrash 2020: „Nach der Erholung kommt der Schlag“

Vor gut zwei Monaten sind die Börsenkurse aufgrund der Coronapandemie in den Keller gerasselt. In der Zwischenzeit haben sich die meisten Indizes wieder erholt und Anleger stellen sich zurecht die Frage, ob es das mit der Krise war oder noch ein zweiter Börsencrash auf uns zukommt.

Brave New Work

Selbst jene Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren beharrlich geweigert haben, #HomeOffice für die Angestellten anzubieten, mussten jetzt in der Krise das Arbeiten außerhalb des Büro schätzen lernen. Die Furcht, dass das Home Office ein „Paradies für Faulenzer“ sein könnte, war unbegründet – wie aber bereits auch schon vor der Krise diverse Studien belegt hatten.
Der Arbeitnehmer hat dadurch jedoch nicht nur Vorteile. Neben dem Home-Office-Trend ändert sich aber auch die Arbeitsatmosphäre in den Büros: vom Kicker bis zu bunten Lounges, in denen gearbeitet und gechillt werden darf und soll, beziehen sich die modernen #Management-Konzepte gern auf die Idee von New Work, die der Philosoph Frithjof Bergmann vor Jahrzehnten entwickelt hat. Er wollte allerdings nicht nur die Erwerbsarbeit, sondern auch den #Kapitalismus radikal verändern.

Doch was ist von diesem Ansatz heute übriggeblieben, da sich inzwischen alle cool sein wollenden Unternehmen New Work auf die Fahnen schreiben? Nicht selten handelt es sich um Etikettenschwindel, oft wird unter dem Deckmantel der Erneuerung bloß ein neues Disziplinarsystem etabliert, erläutern Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

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