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Über bluttriefende Kaffeekränzchen im Hosenanzug – ein kleiner Nachtrag zur Ibiza-Affäre

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Noch ein kurzes Nachwort zum aktuellen Ibiza-Gate rund um H.C. Strache („Just gimme one night in Ibiza“):

Mit Fäkalausdrücken als Synonyme für den am Angelhaken im Blitzlicht unserer Wahrheitsmedien baumelnden Strache wird ja derzeit nicht gespart. Von „Lurch“, „Arsch“, „Zuhältertyp, der jetzt sein Snuff-Video hat“ (Robert Misik) und ähnlichem ist die Rede.

Ja, es tut wahrscheinlich gut, dass wir uns jetzt endlich an etwas abarbeiten können, wo alle, Mainstreammedien ebenso wie Bonsaitopfblogger, einer Meinung sind. Auch die Grünen haben ja frei zugegeben, dass sie es müde waren, immer gegen die Interessen der Industrielobby anzukämpfen und es eine schöne Erfahrung wäre, in Sachen Energiepolitik, dem Energiesparlampenkurzschluss, der Nato-/Russland-Poltik u.a. endlich mal an einem Strang mit den Global Playern zu ziehen. Die ehemalige Parteichefin der österreichischen Grünen, Eva Glawischnig, ist auch ganz begeistert, nun bei einem internationalen Konzern wie Novomatic an Bord mitrudern zu dürfen („Die Industrie hat mich schon immer fasziniert … An Novomatic fasziniert mich vor allem die Internationalität.“ / Quelle: ORF).

Alle – auch die strammen alternativen Medienköpfe – setzen ja gerade energische, wütende und kreativst-süffisante Kommentarvideos über den in die Mausefalle getappten Strache ab. Ja, wirklich, wie schmuddelig dieser Mann doch da in Ganovenmanier in einem verrauchten Hinterzimmer um Macht, Mediengunst und Parteifinanzierung schachert. Als aufgeklärter und wikipedialesender Bürger sollte man das doch schon immer geahnt haben, die Qualitätsmedien haben uns ja immer vor dem Russlandfreund Strache gewarnt. Die von ihm eingesetzte Außenministerin Kneissel hat sich zuletzt sogar erdreistet, Putin persönlich zu ihrer Hochzeit nach Österreich einzuladen. Die westliche Wertegemeinschaft war sprachlos – womöglich versauen diese versifften österreichischen Hinterwäldler besagter Wertegemeinschaft noch den geschlossenen Marsch gegen Russland, für den Europas Straßen gerade mit Milliardenaufwand panzertauglich gemacht werden. Höchste Zeit also, dass diese Hinterwäldler (laut Böhmermann: „acht Millionen Debile“, die sich dem Anschluss an Merkels „europäische Lösung“ verweigern) zur Räson zu bringen.

Jetzt wird uns daher allen gezeigt, wie letztklassig und schmutzig diese rechten Querfront-Typen sind. Gut, dass es neben solch käuflichen Hinterhofpolitikern auch unsere Guten, Sauberen und Alternativlosen gibt, dank deren Agenda in unseren marktkonformen Landstrichen viele immer noch Gut und Gerne leben. Wenn sich Deutschlands Polit-, Wirtschafts- und Medienmächtige bei Bertelsmannparties einfinden oder wenn sich Memmelchen Merkel im sauber gebügelten Hosenanzug bei gehäkelter Tischdecke und Goldrand-Biedermeier-Servis mit Liz Mohn und Friede Springer in diskreten privaten Nichtraucher-Etablissements zu Kaffee und Kuchen trifft, dann ist das zweifellos sauberer als wenn Strache in einem schmuddeligen Hinterzimmer bei Vodka, im Unterhemd-Ballermannlook mit heraushängender Wampe und blonder Mieze auf der Schmuddel-Couch ganz frei heraus staatliche Bauaufträge gegen Mediengunst in der „Kronen-Zeitung“ (=Österreichs Bild-Zeitung) in Aussicht stellt.

Wer das supersaubere Merkel-Kaffeekränzchen aber einmal etwas tiefer betrachtet (deren veröffentlichter Wortlaut der Kanzlerin übrigens genauso das Genick brechen würde wie Strache), der ist gut beraten, zuvor Maßnahmen gegen aufkommende Übelkeit zu treffen und vorsichtshalber einen Brechbeutel zur Hand zu nehmen. Denn er wird bei seiner Betrachtung womöglich zu dem Ergebnis kommen, dass das, was dort gemerkelt wird, in Wirklichkeit hundertmal ekliger und in seinen weltpolitischen Konsequenzen de facto elender und bluttriefender ist als die schmuddeligsten Deals an einem Unterwelt-Pokertisch oder eben das Strache-Ibiza-Gepoltere. Es wird nur wohl keinen Geheimdienst geben, der die Szenen solcher Kaffekränzchen filmt und den Leitmedien zuspielt, da Agenten ja nicht dafür bezahlt werden, die eigene Agenda zu hintertreiben … eine skrupellose Agenda, die in Syrien, Afghanistan, Libyen, Ukraine u.a. bereits hunderttausenden Menschen das Leben gekostet, noch viel mehr Zivilisten zu Invaliden verstümmelt, Millionen Menschen in Obdachlosigkeit und Elend getrieben und weite Landstriche mit Uranmunition verseucht hat. Im Vergleich zum Kollateralschaden solcher Kaffeekränzchen ist die plump-naive Bauernposse in Straches Ibiza-Urlaub wohl nicht viel mehr als das, was man in Österreich gemeinhin einen „Lercherlschas“ nennt.

Wer also seinen (berechtigten) Polit-Frust jetzt in der Ibiza-Affäre ablässt, der übersieht, dass es denjenigen Akteuren, die in hochprofessioneller Manier das entsprechende Video erstellt und dann, zwei Jahre nach seiner Erstellung, perfekt getimt (zwei Wochen vor der Europawahl) über Deutschlands Leitmedien SZ und Spiegel an die Öffentlichkeit gespielt haben – dass es diesen Strippenziehern in Wirklichkeit nicht im Geringsten um die moralischen Qualitäten bzw. Schwächen irgendeines B-Klasse Politikers aus einer Alpenrepublik  geht. Denn wäre es wirklich das Anliegen dieser grauen Eminenzen, korrupte Charaktere zu enttarnen und aus dem politischen Leben zu entfernen, dann hätten sie ja gar keine geeigneten Figuren mehr zur Hand, mit denen sie ihre neoliberale Agenda und ihre wirtschaftlich-militärische Globalstrategie vorantreiben könnten.

In diesem Sinne, in einer Zeit, in der der Hausverstand zwar weitgehend suspendiert ist, aber immerhin das Energiesparschweintum medial fest in unserem Bewusstsein verankert wurde und man daher zumindest an dieses appellieren kann: Also, an diejenigen, die bereits den Sinn von Energiesparlampen eingesehen haben: Save your energy! Verbratet nicht unnötig eure Duracell-Batterien, sondern lasst sie im Schrank. Denn ich fürchte, ihr werdet sie womöglich schon demnächst brauchen, wenn ihr nachts mit der Taschenlampe zum ausgefallenen Kühlschrank und zum WC finden müsst.


Fotos: pixabay/CC0

 

 

Ergänzung 28.05.2019 (Quelle: Swiss Propaganda Research):

Der geostrategische Hintergrund des Ibiza-Coups wird nun mit jedem Tag deutlicher. Mit Gudenus und Strache wurden bereits die beiden Hauptarchitekten der Achse Wien-Moskau neutralisiert. FPÖ-Spitzenkandidat Vilimsky, der sich 2014 noch gegen die Russland­sanktionen aussprach (»umgehend einstellen«), kündigte nun an, das 2016 vereinbarte Koop­e­ra­tions­­abkommen zwischen der FPÖ und der Putin-Partei Einiges Russland auslaufen zu lassen. Er betonte, keine »Verstrickungen nach Russland« zu haben, und verwies auf seine guten Kontakte zum Pentagon. Eine bemerkenswerte Wende, die gewiss im Sinne der »Integrity Initiative« ist.

Das österreichische Verteidigungsministerium hat am Dienstag, 21. Mai, wenige Stunden nach Rücktritt der FPÖ-Minister, die Durchführung der seit langem geplanten russisch-europäischen Valdai-Diskussionsrunde in Wien, zu der unter anderem der russische Vize-Außen­minister eingeladen war, ganz kurzfristig abgesagt und den Saal gesperrt. Dies meldete der Wiener Publizist Hannes Hofbauer, offenbar ohne die volle Tragweite des Vorgangs zu realisieren.

Das Verteidigungsministerium wurde bis zum 20. Mai von FPÖ-Minister Mario Kunasek geführt, am 22. Mai übernahm Vize-General­stabs­chef Johann Luif, der zuvor als Kommandant im Kosovo und in Bosnien diente. Die kurzfristige Absage der traditionellen Valdai-Diskussion ist ein weiterer Hinweis auf die geopolitischen Hintergründe des Coups.

Das US Foreign Policy Magazine titelte »Europe Is Ripe for a Return to Establish­ment Politics«, der britische Economist »Why cosying up to populists rarely ends well for moderates«.

Die Salzburger Nachrichten sprechen sogar explizit vom »Ende der “russischen” Fraktion in der FPÖ«.

Der in die Falle gelockte Gudenus ist jener Politiker, der 2014 als Wahlbeobachter auf der Krim war und der russischen »Annexion« damit einen »Persilschein« (NZZ) erteilte, und der 2016 das Kooperations­­abkommen zwischen Straches FPÖ und Putins Partei »Einiges Russland« einfädelte. Nun sollte die FPÖ durch eine vermeintliche Russin zu Fall gebracht werden.

Mit der FPÖ traf es Nationalkonservative, doch auch Sarah Wagenknecht dürfte letztlich von denselben Kreisen, und aus denselben Gründen, aus der eigenen Partei gedrängt worden sein. Die Salzburger Nachrichten sprechen sogar explizit vom »Ende der “russischen” Fraktion in der FPÖ«.

Klar ist auch, dass der deutsche Nach­richten­dienst – der die elektronische und telefonische Kommunikation österreichischer Ministerien und Politiker als einziger in Europa systematisch überwachen kann (durch Frankfurt und Bad Aibling) und dies in der Vergangenheit auch tat – über diese Operation von Anfang an mindestens »im Bilde« gewesen sein müsste.

Größter Makel der Operation dürfte sein, dass der Rücktritt der parteifreien aber Putin-nahen Außenministerin Kneissl (noch) nicht gelang. Deutsche Medien schäumen (»verweigert Rücktritt«, »darf weitertanzen«), österreichische Medien beruhigen (»wenig Spielraum«). Kneissl hatte etwa die Anerkennung Guaidos abgelehnt, bis sie von Kanzler Kurz überstimmt wurde.

Insgesamt ist diese Aktion somit als veritabler Coup gegen eine Moskau-freundliche und EU-kritische Regierungspartei einzustufen, sowie als Warnung an andere Regierungen. Dieser Aspekt wird von den transatlantischen Medien, die daran beteiligt waren, allerdings kaum beleuchtet werden.

Just gimme one night in Ibiza

„Wir haben Orwell bereits hinter uns und sind nun in Van Vogts ‚Space Wildlife‘ angekommen, wo niemand mehr etwas versteht.“
(Gerard Depardieu)

Na das war ja Rettung in letzter Sekunde: Zwei Wochen vor der Europawahl platzt in Österreich, der bisher stärksten europäischen Hochburg der Rechten, eine politische Bombe: Vizekanzler Heinz-Christian Strache, verdeckt gefilmt vor zwei Jahren auf der Partyinsel Ibiza. Die Szenerie mutet an wie in einer schmierigen Folge von „Kottan ermittelt“ … Strache im Unterhemd, bedusselt mit Vodka, auf der Couch neben einem blonden, langbeinigen, natürlich russischen Lockvogel, der ihm illegale Parteispenden in Aussicht stellt. Und Strache, der medienwirksame Partner der Achse des Bösen (AfD, Orban, Le Pen) und Fürsprecher einer Entspannungspolitik mit Russland, beißt an … und baumelt nun, aus dem Fischteich gezogen, am Haken im Blitzlichtgewitter der Wahrheitspresse.

Die SZ und der Spiegel haben das ihnen zugespielte, mutmaßlich von Geheimdiensten erstellte Skandalvideo zeitgleich am Freitagabend veröffentlicht und der Öffentlichkeit damit den finalen Beweis vorgelegt, mit welch korrupten Halunken es der gutgläubige Wähler doch mit diesen Rechtspopulisten zu tun hat. Politiker, die im Hinterzimmer mit Wirtschafts- und Medienoligarchen um Parteispenden und Macht feixen und als Gegengeschäft die Vergabe öffentlicher Bauaufträge in Aussicht stellen? Potzblitz, wo gibt es denn sowas? Womöglich irgendwo am Balkan oder in den USA, aber doch nicht im Europa, in dem der aufgeklärte Spiegelbildbürger und Wikipedialeser gut und gerne lebt. Nein, das geht gar nicht.

Zerknirscht musste also der fiese Populist, der Angela Merkel (laut ZDF-Politbarometer wieder die beliebteste Politikerin des Landes) als „gefährlichste Frau Europas“ bezeichnet hat, seinen Rücktritt bekanntgeben, die Regierungskoalition wird aufgelöst. Die von FPÖ-Innenminister Kickl gegründeten „Ausreisezentren“ für abgelehnte Asylwerber können nun wieder aufgelöst bzw. in Einreisezentren umgewandelt werden und Außenministerin Kneissl, die sich erdreistet hat, Putin zu ihrer Hochzeit nach Österreich einzuladen, wird die westliche Wertegemeinschaft nicht mehr mit ähnlichen Fauxpas schockieren können.

Die Gefahr von Rechts ist damit gesprengt, das Gute (Merkel, Habeck, Weber, Timmermanns, Correctiv, Amadeu Antonio Stiftung & Co.) können uns nun in eine grenzenlos strahlende Zukunft und in die digitale Transformation führen …

Mit einem Wort: Wir sind gerettet. Wenn man da nicht vor Jubel durch die Decke gehen möchte …

War echt knapp, dass wir in der derzeitigen Lage (mittlerweile sogar ganz offen in Massenmedien wie dem Focus ausgesprochen) noch die Kurve gekriegt haben. Aber wie sagt man so schön: Ende gut, alles gut.
Let’s party. Ibiza, I love you.


siehe auch Nachtrag 1: Über bluttriefende Kaffeekränzchen im Hosenanzug

und Nachtrag 2: Ibiza-Gate: Die Auflösung des Kreuzworträtsels

Drohnenkrieg: Neue US-Bombe soll Feinde „zerstückeln“

Eine neue Waffe des US-Militärs ist offenbar so angelegt, dass Gegner bei Drohnenangriffen nicht mehr durch eine Explosion getötet werden, sondern durch Klingen. Diese durchschneiden selbst Fahrzeuge und können buchstäblich alles zerstückeln.

Entwickelt wurde die Waffe mit der Bezeichnung „Ninja Bomb“ mit der Absicht, zivile Opfer bei Drohnenangriffen zu minimieren. Ob das Waffensystem tatsächlich die Anzahl sogenannter „Kollateralschäden“ verringern wird, ist jedoch fraglich.

Dirk Müller – Handelskrieg und China vs. USA

USA: Die Demokratische Partei auf der Suche nach neuen Wählern

2020 finden in den USA die nächsten Präsidentschaftswahlen statt. Anwärter auf die Nominierung gibt es innerhalb der demokratischen Partei nunmehr ganze 20. Bisher fehlen jedoch die Wähler, die diesen Kandidaten dann auch in Weiße Haus befördern könnten. Nicht nur hat die Partei in der Mitte der Gesellschaft viel Unterstützung verloren. Ausgerechnet Donald Trump war offenbar in der Lage, Teile diese Menschen für sich zu gewinnen.
Auf der Suche nach neuen Wählern gehen die Demokraten nun ungewöhnlich Wege. Die Stimmen der illegalen Einwanderer sind ihnen bereits sicher. Nun hätten sie gerne noch die der Gefängnisinsassen.

„Land of the Free“ verbietet seinen Bürgern Reisen nach Kuba

US-Sicherheitsberater John Bolton hat weitere Sanktionen gegen Kuba angekündigt. Unter anderem ist es US-Bürgern zukünftig untersagt, den Inselstaat zu besuchen, sofern sie dort keine Verwandten haben. Zudem droht Washington mit Klagen gegen ausländische Firmen in Kuba.

Julian Assange verhaftet (Über Individualität und Vermassung)

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Foto: RT / screenshot aus Youtube 11.04.2019

Und so sehen sie aus … die Schergen, die auf Knopfdruck ohne mit der Wimper zu zucken die Drecksarbeit verrichten und das Scheitholz für die Großinquisitoren schlichten. – Menschen, die das gleiche machen wie Du und ich in den Konzernen, für die wir arbeiten … Menschen mit pausbäckigen Wangen und erloschenen Gesichtern, die sofort absalutieren und Befehle, die von oben kommen, willfährig ausführen. Während daheim im Vorgarten der Mähroboter fein säuberlich den Rasen kämmt und jedes zarte Pflänzlein des Gewissens, das in der sterilen Fläche aufkeimt, umgehend verhäckselt und in den Fangkorb wirft.

„Stell Dir vor, es ist Krieg, aber keiner geht hin“, lautete einmal der Slogan einer progressiven Friedensbewegung. Ein Slogan, der keinesfalls so trivial ist, wie er zunächst klingen mag, sondern in dem eigentlich der Schlüssel zur Lösung aller Übelstände liegt.

Venezuela: Das Prinzip „Brutkastenlüge“

Der von den USA unterstützte Putschversuch in Venezuela geht in die nächste Runde. Für diesen Samstag hat die Opposition rund um den selbsternannten Präsidenten Juan Guaido neue Aktionen angekündigt. Derweil planen die Vereinigten Staaten ein großes Rettungsprogramm für die venezolanische Wirtschaft. Details sind keine bekannt. Voraussetzung für die Rettung sei jedoch eine Absetzung Maduros.

„Eine Flut aus Lügen“ – Abby Martin und Ex-UN-Ermittler decken Putsch-Strategien der USA auf

It’s the Oil, stupid: Am Vorabend eines weiteren US-Krieges entlarvt Abby Martin die am häufigsten wiederholten Lügen über Venezuela. Zusammen mit dem Ex-UN-Menschenrechtsexperten Alfred De Zayas deckt sie auf, wie US-Sanktionen zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit führen.

ZUR SACHE: Venezuela und der Iran – im Fadenkreuz der Demokratie

Die Einforderung von Demokratie seitens der USA im Rahmen ihrer Definitions- und Deutungsgrundlage, bedeutet rückblickend für viele Länder dieser Erdkugel Krieg, Elend und Zerstörung.

USA und NATO, als auch durch die EU begleitete Interventionen auf politischer sowie kriegerischer Ebene, bringen nicht nur den eingeforderten Regime Change, sondern für Millionen von Menschen meist schmerzhafte bis zerstörerische Realitäten. Neben der Zerstörung durch militärische Einsätze, wird eine todbringende Maßnahme von vielen Menschen unterschätzt und nicht bedacht – Sanktionen.

Hands off Venezuela

Lasst uns doch heute einmal unseren Blick auf Venezuela werfen. Das wollte ich eigentlich schon lange machen, aber die Situation vor Ort verändert sich täglich so schnell, dass ich erst einmal abwarten wollte, wie sich die Lage entwickelt. Unser Mainstream hat sich ja an diesem Thema jetzt schon viele Wochen festgebissen und es gibt Berichte am laufenden Band aus Südamerika. Wenn wir nur die Meldungen der öffentlich rechtlichen Medien lesen würden, dann müssten wir davon ausgehen, dass mit dem „Machthaber“ Maduro wieder mal ein ganz übler Diktator auf seinem geschundenen Volk herumtrampelt, dass er sich persönlich bereichern würde und das arme Volk hungern muss, weil er so eine schreckliche Politik macht. Sogar sein Vorgänger, Hugo Chavez, soll seit dem Jahr 2000 das Land kontinuierlich in den Ruin getrieben haben.

Ukraine? Geht Sie nichts an

 

Dr. Gniffkes Macht um Acht

 

ARD-aktuell ist dem politischen Schweigekartell beigetreten, das Desaster in Kiew verlangt aber den Offenbarungseid

In nicht einmal mehr zwei Wochen, am 31. März, dürfen die Ukrainer ihren nächsten Präsidenten wählen. Die Aussichten für den erneut kandidierenden Amtsinhaber Petro Poroschenko sind beinah genauso gering wie die Kenntnis des deutschen Durchschnitts-Fernsehzuschauers von den Verhältnissen im osteuropäischen Nachbarland. Wer weiß schon, dass im Bewerberfeld auch die Hasspredigerin Timoschenko wieder und der Komiker Selenski erstmalig antreten (1) – und was das über die politische Kultur der Ukraine besagt? Unsere wichtigsten Nachrichteninstitute, voran ARD-aktuell, bieten eben keine fortlaufende Information über den Brandherd Kiew. Geben Sie das Stichwort „Ukraine“ in die Suchfunktion auf tagesschau.de ein, dann können Sie sich vor Augen führen, wie der deutsche Qualitätsjournalismus baden geht. (2) (mehr …)

Legal, illegal, scheißegal

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Dies ist der Modus Operandi des angeblichen „Leuchtturms der Freiheit und der Demokratie“ jenseits des Atlantiks. In früheren Jahren haben die Oligarchen in Washington allerdings noch versucht, ihre verbrecherischen Interventionen, ihre einseitigen Sanktionen und Wirtschaftskriege und gewaltsame Regierungsumstürze auf internationaler Ebene als gute Taten zu verkaufen. Mit Hilfe von Medienoffensiven konnten sie ihre „guten Kriege“ gegen die „neuen Hitlers“ von Jugoslawien über Afghanistan und Irak, über Libyen, Syrien und Jemen in der Regel mit Unterstützung ihrer europäischen NATO-Vasallen führen. Schließlich wurden die Kriege und Umstürze ja zum Schutz der Menschenrechte, der Demokratie und vor allem der freien Märkte und damit zum Wohl der westlichen „Un-Wertegemeinschaft“ geführt.

Eva Bartlett widerlegt Medienberichte zu Syrien

Die unabhängige kanadische Journalistin Eva Bartlett bereiste seit Ausbruch der Unruhen in Syrien mehrmals das Land, insbesondere auch die dortigen Krisengebiete wie z.B. Aleppo. In einem Vortrag, den Eva Bartlett im November 2018 in Reykjavik hielt, berichtet sie über ihre Live-Begegnungen mit der syrischen Bevölkerung. Ihre Berichterstattung, z.B. über den „bösen Assad“ oder die „Giftanschläge auf die syrische Bevölkerung“, widerlegt die Medienberichte westlicher Medien. Welche Bedeutung haben wohl die weiterhin geltenden westlichen Sanktionen in dem Wiederaufbauprozess des vom Krieg und Terror gezeichneten Land? Sehen Sie selbst, was die Syrer Eva Bartlett über den „Hungertod“ in Madaya berichtet haben.

Spiel im Schatten – oder die geheimen Strippenzieher der Wall-Street als die größten Kriegstreiber der Menschheit

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[Autor: Michel Veritas Quichotte]

Wäre es verfehlt zu behaupten: Im Mittelalter litten die Menschen unter der Pest, seit Anfang des 20. Jahrhunderts unter der Wall-Street?! Reichlich unverschämt, so etwas zu behaupten, da doch jeder weiß, dass die Welt ohne Captain America und seine Kumpels schon längst und gleich mehrfach von irdischen und außerirdischen Terroristen in die Luft gesprengt worden wäre.

Wer dem Autor angesichts dieses zugegeben etwas polemischen Einstiegs in diesen Beitrag jetzt sofort „revisionistische“ oder „schuldabwälzende“ Absichten unterstellen möchte, den frage ich: Wird irgendeine individuelle Schuld relativiert, wenn man nach den Kräften fragt, die Hitler und dem Nationalsozialismus den Weg bereitet haben?

Das Richten überlässt der Autor gerne dem lieben Gott bzw. dem Jüngsten Gericht, da dieses Gericht wohl über mehr Information und Sachkompetenz verfügen wird als jeder Historiker, da er nicht über den Nächsten richten darf und möchte. Aber wenn er in der Wahrheit leben will, dann muss, darf und will er Fragen stellen, gerade dann, wenn sie im Mainstream nicht auftauchen.

Es sei vorweggenommen: Das offizielle Geschichtsbild muss in wesentlicher Hinsicht ergänzt und damit „revidiert“ werden, damit das Gesamtbild der Ursachen der beiden großen Weltkriege des 20. Jahrhunderts endlich weniger lückenhaft wird. Diese Aufgabe ist von allergrößter Wichtigkeit, wenn die Katastrophe weiterer militärischer Konflikte und insbesondere eines weiteren Weltkriegs abgewendet werden soll. Zu lange haben sich regelrechte Schattenwesen im Dunkel der Geschichtsschreibung versteckt, nachdem sie zuvor selbst systematisch alle für sie kontrollierbaren Scheinwerfer umgedreht haben, die diese Schattenreiche ausleuchten könnten.

Wer einen gebildeten Zeitgenossen darauf hinweisen möchte, dass es durchaus lohnenswert ist danach zu fragen, ob die Bewegung des Nationalsozialismus nicht von Anfang an nicht nur „auch“, sondern insbesondere durch mächtige ausländische Geldgeber finanziert worden ist, der wird wohl nicht selten mit dem schon reflexartig erhobenen Einwand (in Verbindung mit einem erhobenen Zeigefinger) konfrontiert werden, dass man bei solchen Überlegungen doch auf keinen Fall die deutsche Schuld für die vielen Kriegsverbrechen im 2. Weltkrieg vergessen dürfe. Bitte doch immer bei der deutschen Schuld anfangen, immer, so haben wir es schon in der Schule gelernt. Nachdem man dann das Mantra „Wir Deutschen sind schuld“ mindestens 10 x aufgesagt hat, dann darf man sich vielleicht auch fragen, ob auch bei Nicht-Deutschen vielleicht ein kleines bisschen Schuld zu finden ist, zumindest ein klitzekleines bisschen.

Schließlich gingen viele deutsche Städte – nicht unbedingt die Werkshallen, an denen US-amerikanische Unternehmen beteiligt waren – mit unzähligen unschuldigen Menschen in Flammen auf, und viele andere Verbrechen an Deutschen – auch nach dem 2. Weltkrieg – würden ebenfalls eine umfassende Würdigung und Verankerung im öffentlichen Bewusstsein verdienen.

Aber es geht in diesem Beitrag nicht um die Folgen des 2. Weltkriegs, in dem die Gesetze der Menschlichkeit immer wieder suspendiert worden sind, sondern um seine wahren Ursachen.

Es bestehet auch keine wirkliche Gefahr, der Deutsche könne vergessen, welche Schuld viele seiner Vorfahren vor Gott und den Menschen auf sich geladen haben, besteht aktuell wohl kaum: Der Deutsche hat von Kind auf gelernt, nicht nur für die Gräuel der Konzentrationslager, sondern im Grunde für alle Übel des 20. Jahrhunderts verantwortlich zu sein. Die „Schuld“ des 1. Weltkrieges wurde ihm schon (ohne offizielle Klärung der Schuldfrage) angelastet, und die alleinige Schuld am Aufstieg Hitlers und am Ausbruch des 2. Weltkrieges (diesmal auch mit den Nürnberger Prozessen) sowieso.

Es wurde bereits gewürdigt, dass das Deutsche Reich der Jahre 1871 bis 1918 für den Ausbruch und die Fortsetzung des 1. Weltkrieges nicht verantwortlich gemacht werden kann:

https://www.nachrichtenspiegel.de/2019/02/16/die-geschichte-des-1-weltkrieges-als-urkatastrophe-des-20-jahrhunderts-hatte-ganz-andere-ursachen-und-verantwortlichkeiten-als-es-die-etablierte-hochschulwissenschaft-jahrzehntelang-behauptet-hat/

In der Tat dürfte es in Kreisen des rituellen Missbrauchs einem alten Ritual entsprechen, den niedergeschlagenen Opfern auch noch einzureden, in Wahrheit doch selbst für die erlebte Vergewaltigung verantwortlich zu sein. Wenn die Widerstandskraft eines Landes erst einmal gebrochen ist, dann werden auch seine eigenen Historiker und Beamten in den Kultusministerien den Schülern und Studenten die Geschichte lehren, die von den Siegern geschrieben worden ist, so lange, bis jeder diese Geschichte glaubt, und wenn auf Seiten der Sieger nahezu die ganze Welt eingespannt worden ist, dann wird es auch außerhalb der besiegten Nation schwierig werden, überhaupt noch einen Historiker zu finden, der dem offiziellen Narrativ von der alleinigen deutschen Schuld widersprechen würde.

Abermals: Jedes Schulkind hatte schon ausgiebig Gelegenheit, die unfassbaren Verbrechen von SS und Wehrmacht vor und während des 2. Weltkrieges zu reflektieren. Wohl niemand wird dementieren, dass es diese Verbrechen gab und die Erinnerung an solche Ereignisse und ihre Ursachen aufrecht erhalten werden muss, damit sie sich nicht mehr wiederholen. Genau aus diesem Grunde wurde dieser Beitrag verfasst. Die Strukturen, die für solche zivilisatorischen Katastrophen verantwortlich sind, bestehen immer noch, und bis in die Gegenwart hinein sind Kriege aus rein wirtschaftlichen Gründen geführt worden, alle möglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit inklusive. Der schmutzige Krieg gegen Syrien ist dafür ein hervorragendes und zugleich unendlich trauriges Beispiel.

Für besseres Verständnis der Ereignisse des 20. Jahrhunderts und für die Lösung der Probleme der Zukunft ist es somit dringend geboten, sich der Frage zu stellen, welche Kräfte seinerzeit maßgeblich den rasanten Aufstieg Hitlers vom vormaligen Bewohner einer Obdachlosenunterkunft zum zeitweise mächtigsten Mann Europas ermöglicht haben und mit warum – mit welchem Ziel – dieser Aufstieg gefördert worden ist.

Nur sehr wenige Historiker sind dieser Frage nachgegangen, jedenfalls „offiziell“ durch die Veröffentlichung fachwissenschaftlicher Beiträge, und wenn sie dies taten, so war dies ihrer Karriere und ihrem Ansehen in der Fachwelt nicht gerade förderlich. Ein Historiker, der den Mut hatte, sich dieser Aufgabe zu stellen, war Antony C. Sutton, an dessen Werk mit diesem Beitrag erinnert werden soll, da seine Erkenntnisse nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

Von seinen drei Büchern über die „Schattenspiele“ der Wall Street:

„Wall Street and the Rise of Hitler“,

„Wall Street and FDR (= Franklin D.Rosevelt, 32. Präsident der USA von 1933 bis 1945)“ und  „Wall Street and the Bolshevik Revolution“

liegt nur das erstgenannte mit dem Titel „Wallstreet und der Aufstieg Hitlers“ in deutscher Übersetzung vor.

Sutton nennt viele Namen von Privatpersonen und Firmen, zeigt die Verflechtungen von US-Firmen mit deutschen Firmen ab den 20er Jahren bis Kriegsende auf, folgt den Spuren des Geldes und dem Transfer von kriegswichtigem Knowhow an deutsche Firmen und verweist hierzu auf zahlreiche eindeutige Beweismittel, so dass er u.a. zu folgenden Schlussfolgerungen gelangt:

1.

Die Wallstreet hat die deutschen Kartelle, insbesondere die IG Farben, seit Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts finanziert, die wiederum Hitler mit an die Macht brachten. Der deutsche Chemiekomplex IG Farben war am Vorabend des 2. Weltkrieges „das größte Unternehmen der Welt zur Herstellung von Chemikalien, mit einer außergewöhnlichen politischen und wirtschaftlichen Macht und Einflussnahme innerhalb von Hitlers nationalsozialistischem Staat. …. Ohne das von der Wall Street gelieferte Kapital hätte es in erster Linie gar keine IG Farben gegeben und fast sicher nicht einen Adolf Hitler und einen zweiten Weltkrieg.“ (Sutton, ebenda, S. 35)

2.

Die Finanzierung Hitlers und seiner NS- und SS-Schergen entsprang zum Teil den Partner- und Tochterfirmen von US-Firmen, wozu Zahlungen von IG Farben, Generel Electric (AEG), Tochterfirmen der Standard Oil of New Jersey und ITT an den Freundeskreis Heinrich Himmler bis in das Jahr 1944 hinein zählten. Henry Ford unterstützte Hitler bereits im Jahre 1922.

3.

Die unter der Kontrolle der Wall Street stehenden multinationalen US-Firmen zogen gewaltige Gewinne aus Hitlers militärischem Aufbauprogramm der 30er Jahre (bis mindestens 1942).

4.

Die Wallstreet-Banker nutzten ihren politischen Einfluss in den USA, um ihre Kollaboration mit Hitler-Deutschland während des Krieges zu verschleiern und unterwanderten zu diesem Zweck den US-Kontrollrat für Deutschland.

Sutton stimmt mit dem Historiker Caroll Quigley darin überein, dass das von den Vertretern der angloamerikanischen Hochfinanz geschaffene System nicht weniger war (Zitat) „als die Schaffung eines Weltsystems der finanziellen Steuerung in privaten Händen zur Beherrschung des politischen Systems eines jeden Landes und der Wirtschaft der Welt als gesamter“. (Sutton, ebenda, S. 29).

Hierzu führt Sutton weiter aus (Zitat):

„Dieses Feudalsystem funktionierte in den zwanziger Jahren, so wie es heute funktioniert, durch das Medium der privaten Zentralbankiers in jedem Land, die die Geldschöpfung der Wirtschaft des jeweiligen Landes steuern. Während der zwanziger und dreißiger Jahre übten das New Yorker Federal Reserve System, die Bank of England, die deutsche Reichsbank und die Banque de France mehr oder weniger indirekten Einfluss auf den politischen Apparat ihres jeweiligen Landes durch die Steuerung der Geldmenge und der Gestaltung der monetären Gesamtumstände aus. Ein direkterer Einfluss wurde durch die Bereitstellung oder Entzug politischer Fonds  für Politiker und politische Parteien ausgeübt. In den Vereinigten Staaten gab beispielsweise Präsident Herbert Hoover 1932 dem Entzug der Unterstützung seitens der Wall Street und deren Umschalten auf Finanzierung und Beeinflussung Franklin D. Roosevelts die Schuld an seiner Niederlage.

Politiker, die für die Ziele des Finanzkapitalismus zugänglich sind, und Wissenschaftler, die reichlich Ideen zur Beherrschung der Welt produzieren, wie sie den internationalen Bankiers nützlich erscheinen, werden durch ein System der Belohnung und Strafe bei der Stange gehalten. Anfang der dreißiger Jahre war die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel / Schweiz das führende Vehikel dieses internationalen Systems finanzieller und politischer Steuerung, das Quigley als „die Spitze des Systems“ bezeichnete. Die BIZ-Spitze setze ihre Arbeit während des Zweiten Weltkrieges als Medium fort, durch das die Banker – die anscheinend nicht gegeneinander im Krieg standen – einen gegenseitig nutzbringenden Austausch an Ideen, Informationen und Plänen für die Nachkriegswelt fortsetzen konnten.“(Sutton, ebenda, S. 29).

In jedem Land dieser Erde, in dem es ein Strafrecht gibt, werden nicht nur die Täter, sondern auch alle Mittäter, Anstifter und Gehilfen bestraft, stets abhängig von ihrem Tatbeitrag.

Auch wird sich die Strafrechtspflege überall dafür interessieren, ob ein Täter, wenn er nicht bloß aus eigenem Antrieb gehandelt hat, vielleicht sogar kriminelle Strukturen eingebunden ist und wie diese Strukturen beschaffen sind.

Warum wurden diese Fragen nicht bei der Aufarbeitung des 2. Weltkrieges gestellt?

Bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen wurden die deutschen und nicht die amerikanischen Mitglieder des Vorstands der amerikanischen Konzerne verurteilt (Sutton, ebenda, S. 49), so dass Sutton feststellt (Zitat):

„Wenn die Direktoren eines Großunternehmens für die Aktivitäten des Unternehmens gemeinsam verantwortlich sind, dann hätten auch die amerikanischen Direktoren zusammen mit den deutschen Direktoren in Nürnberg verurteilt werden müssen – das heißt, wenn der Zweck der Prozesse darin bestand, die Kriegsschuld zu ermitteln. Wenn allerdings der Zweck der Prozesse darin lag, die Aufmerksamkeit von der amerikanischen Verwicklung in die Machtergreifung Hitlers abzulenken, dann haben sie natürlich ihr Ziel sehr erfolgreich erreicht.“

Der große Nachteil einer derart selektiven Aufarbeitung der Geschichte und Bestrafung der beteiligten Täter besteht freilich auch darin, dass die Frage offen bleibt, warum die angloamerikanische Hochfinanz Hitler überhaupt aufgebaut hat. Die Antwort auf die Frage dürfte sich aber aus der Würdigung dessen ergeben, was Hitlers – gemeinhin bekannten – Pläne waren und wie der Krieg verlaufen ist:

Hitler wollte Lebensraum im Osten schaffen und den Kommunismus zerschlagen.

Es dürfte ebenfalls im Interesse der Wall Street Banker gelegen haben, den Kommunismus der UdSSR zu zerschlagen und eine direktere Kontrolle über dieses riesige Land und seine Reichtümer zu erlangen.

Denn genau aus diesem Grunde hat das US-Imperium in den letzten Jahrzehnten einen „Regime-Change“ nach dem anderen herbeigeführt, so wie dies aktuell wieder einmal vor den Augen der ganzen Welt ganz offen in Venezuela versucht wird.

Und zu diesem Zweck hat sich die angloamerikanische Hochfinanz dann des Werkzeugs „Nationalismus“ mit einem äußerst radikalen Außenseiter wie Hitler bedient. Ein anderer radikaler Fanatiker hätte es sicherlich auch getan, wenn sich seine Interessen nur den Interessen der Hochfinanz eingepasst hätten.

Natürlich ist ein Weltkrieg auch ein phantastisches Geschäft für alle Banken und Firmen, die Produkte herstellen oder Leistungen anbieten können, die ein Land oder gar einen ganzen Kontinent zerstören und dann wieder aufbauen können. Aber wer von der Weltherrschaft träumt, der will Kontrolle über alles und jedes. Und dieses Ziel sollte offensichtlich über den 2. Weltkrieg und die Errichtung totalitärer Systeme errichtet werden, die letztlich nur an den Strippen der unter der Kontrolle der Hochfinanz stehenden Banken und Firmen stehen.

Ist dieser Beitrag nun „antisemitisch“, weil er die Machenschaften der Hochfinanz geißelt? Dieser Gedanke soll schon jetzt wie folgt zurück gewiesen werden:

Dieser Beitrag fragt nicht danach, welcher Religion die Männer angehört haben, die die beiden Weltkriege aus rein finanz- und machtpolitischen Gründen losgetreten haben. Zu den Förderern von Hitler gehörten Personen wie Henry Ford, die für ihren Antisemitismus bekannt sind. J.P. Morgan und John D. Rockefeller waren ebenfalls keine Juden.

Nach der Überzeugung des Autors glauben Menschen, die aus rein machtpolitischem und wirtschaftlichem Kalkül einen Weltkrieg initiieren und damit unendliches Leid über Millionen Menschen bringen können, mit absoluter Gewissheit nicht an denjenigen Gott, der in allen Religionen und Hochkulturen aufgrund von Attributen wie unendlicher Liebe und Gnade verehrt wird. Das heißt aber nicht, dass diese Herrschaften an gar keinen Gott glauben – es gibt ja bekanntlich auch dunkle Götter. Die genannten Plutokraten sind ohne jede Empathie und haben ihre Seele offenbar an den Satan des Geldes verkauft und glauben an gar nichts – sofern sie nicht explizit dunklen Kulten angehören wie zuletzt der Eliten-Bankier Ronald Bernard berichtet hat-, so dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob diese Personen auch noch die Dreistigkeit besitzen, sich als Angehörige einer Glaubensgemeinschaft zu bezeichnen, die den Menschen den spirituellen Weg zum Gott der Nächstenliebe aufzeigen will.

Da wir für die dunkle „Religion“, der die von R. Bernard beschriebenen Finanzplutokraten huldigen, im Duden bzw. Wikipedia noch keine passende Bezeichnung finden, nennen wir sie vorläufig vielleicht einfach „Anti-Essener“. Denn den Grundsatz der Essener: „Darum sage ich euch, verschwendet keinen Gedanken daran, weltliche Güter anzuhäufen, Besitz, Gold und Silber, denn dies bringt nur Verderben und Tod.“ (Quelle: Dr. E. Bordeaux Székely, Schriften der Essener – Buch 2, S 81) haben die „Anti-Essener“ in ihr Gegenteil pervertiert und suchen geradewegs durch das Geschäftsmodell „Verderben und Tod“ weltliche Güter und Reichntum anzuhäufen.

Es ist verdienstvoll, wenn Autoren über die illegalen Kriege der NATO und wichtige Beiträge zur Aufklärung der Ursachen von Kriegen und Weltkriegen beisteuern. Aber diese Bemühungen müssen dazu führen, allen Menschen zu verdeutlichen, dass die Welt neue, menschliche Strukturen in der Welt der Wirtschaft und Finanzen braucht.

Es entspricht keiner Ideologie, sondern schlicht gesundem Menschenverstand und einer Würdigung der wahren Geschichte der Kriege der letzten Jahrhunderte, wenn man fordert:

Keine Gesellschaft darf zulassen, dass zentrale Bereiche der Wirtschaft und der Daseinsvorsorge in private Hände geraten, so dass einzelne Private so viel Vermögen aufbauen können, dass sie – und sei es auch nur auf kommunaler Ebene – die Kontrolle über die Einrichtungen erlangen können, die von den Menschen dazu bestimmt worden sind, ausschließlich dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen.

Die zinsbasierten Zentralbanken waren übrigens bei der Erschaffung der Welt noch nicht vorhanden, sie kamen erst sehr viel später.

So wie die im Mittelalter revoltierenden Bauern unter Bezugnahme auf die Bibel die Frage stellten:

„Als Adam grub und Eva spann,
wer war da der Edelmann?“

So ließe sich im Hinblick auf die Entwicklung der Welt in den letzten Jahrhunderten aktuell die Frage stellen:

„Als Adam grub und Eva spann,
wo war denn da der (Zentral-)Bankkaufmann?“

Es ist also höchste Zeit, dass die Menschen offen diskutieren, wie man nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft gestalten sollte, damit wirksam verhindert werden kann, dass die Entscheidung über Wohl und Wehe ganzer Völker nicht in der Hand einiger weniger Superreicher liegt, über deren wahres Wirken niemand wirklich Bescheid weiß und die von niemandem gewählt und legitimiert worden sind.

 


Bild: pixabay / CC0

Exklusiv-Interview mit venezolanischem Botschafter: USA sind bereit für die Invasion, aber …

RT hat Orlando Maniglia Ferreira, Verteidigungsminister unter Hugo Chávez und derzeit Botschafter der Bolivarischen Republik Venezuela in Deutschland, zum Interview geladen. Ein Gespräch über die Loyalität des Militärs, die fragliche Legitimität Guaidós sowie nötige Selbstkritik und fehlende Dialogbereitschaft.

Der venezolanische Botschafter in Deutschland Orlando Maniglia Ferreira blickt als Viersternegeneral auf eine lange Karriere in den venezolanischen Streitkräften zurück und verfügt über einen tiefen Einblick in die derzeitige Stimmungslage im Land. Im Gespräch mit RT-Deutsch-Redakteur Florian Warweg spart er nicht mit Kritik und Selbstkritik an der Regierung von Nicolás Maduro und Fehlentwicklungen etwa im Bereich der Ernährungs- und Gesundheitsversorgung sowie der Wirtschaftspolitik.

Die Geschichte des 1. Weltkrieges als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts hatte ganz andere Ursachen und Verantwortlichkeiten als es die etablierte Hochschulwissenschaft jahrzehntelang behauptet hat

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„Immerhin stiegen während des (Ersten) Weltkrieges in den USA mindestens 21.000 Profiteure in den Rang von Millionären und Milliardären auf. So viele jedenfalls gaben ihre blutbefleckten Gewinne beim Einreichen der Steuererklärung zu. Wie viele Kriegsmillionäre allerdings ihre Ausbeute verheimlicht haben, das weiß niemand.

Krieg ist ein schmutziges Geschäft, das war schon immer so. Es ist wahrscheinlich das älteste, bei Weitem das lukrativste und mit Sicherheit auch das übelste kriminelle Gewerbe. Krieg ist ein verschwörerisches organisiertes Verbrechen von internationalem Ausmaß, noch dazu das einzige, bei dem die Gewinne in Dollars in die Verluste in Menschenleben bilanziert werden.

Das Perfide an diesem Geschäftsmodell ist, dass die Mehrheit gar nicht mitbekommt, was da vor sich geht. Nur eine kleine Gruppe von „Insidern“ weiß Bescheid. Diese wenigen bereichern sich auf Kosten der großen Masse und streichen dabei riesige Vermögen ein.“

(Smeadley Butler, Träger der Medal of Honor, 1914 und 1919, Generalmajor im United States Marine Corps)

Fundstelle: Das vorherige Zitat findet sich im Vorwort des Buchs „Der Krieg, der nicht enden durfte“, das aus der zehnjährigen Recherche der beiden schottischen Historiker Jim Maggregor und Gerry Docherty hervorgegangen ist.

Nachdem diese beiden Autoren schon in ihrem Werk „Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den 1. Weltkrieg stürzte“ mit unzähligen überzeugenden Beweisen und Quellen schlüssig darlegen konnten, dass eine kleine anglo-amerikanische Elite den 1. Weltkrieg gezielt herbeigeführt hat, um das Deutsche Reich dauerhaft als wirtschaftlichen Konkurrenzen zu zerschmettern, haben sie in ihren jüngst erschienen vorgenannten Buch eindrucksvoll aufgezeigt, dass der 1. Weltkrieges von eben diesen geheimen Eliten absichtlich in die Länge gezogen worden ist, damit diese Eliten und einige zehntausend Kaufleute in den USA, Großbritannien und Skandinavien unvorstellbare Gewinne einfahren konnten.

Das Fazit des 1. Buchprojekts der Autoren Macgregor/Docherty war, dass äußerst einflussreiche Personen aus der Finanzwelt, der Politik und des Hochadels im Vorfeld des 1. Weltkrieges alle wichtigen Schlüsselstellungen der Staatsverwaltung, des Militärs und des Hochschulwesens mit getreuen Gefolgsleuten besetzt haben, die die Vorstellung eines weltumspannenden „British Empire“ teilten.

Die wesentlichen Entscheidungen, die nach den Vorstellungen und Plänen dieser Eliten zur Erreichung dieses Ziels erforderlich waren, wurden von Vertretern dieses Netzwerks am Volk, am Parlament und sogar an dem Großteil der (nicht eingeweihten) Regierung vorbei getroffen und in die Tat umgesetzt.

Der Wille oder auch der Protest der Bevölkerung und überhaupt aller – auch gesellschaftlich hochstehenden – Persönlichkeiten, die nicht zu dem Netzwerk dieser Eliten zählten, wurde stets vollkommen ignoriert oder durch vorsätzliche Lügen und Täuschungen weitestgehend egalisiert.

Wer die „illegalen Kriege der NATO“ und insbesondere die völkerrechtswidrigen militärischen Interventionen der USA in den letzten 100 Jahren kritisch reflektiert hat, in dem mag der Eindruck entstehen, als hätten diese beiden schottischen Autoren das Drehbuch offenbart, nach denen alle großen militärischen Konflikte der jüngeren Geschichte abgelaufen sind.

Die aktuelle Weltpolitik dürfte ohne Kenntnis der wahren historischen Zusammenhänge, die diese Autoren offenbart haben, unmöglich angemessen zu erfassen und zu würdigen sein.

Somit kann man das Verdienst dieser Autoren gar nicht hoch genug einschätzen, zumal ihre Recherchen über den Aufwand einer Habilitation, die ihren Urheber maximal 7 Jahre beschäftigen dürfte, ganz offensichtlich weit hinausgehen, ohne Stipendium bzw. öffentliche Förderung finanziert wurde und ihre Schlussfolgerungen in wichtigen Punkten der gesamten „offiziellen“ Geschichtsschreibung der Hochschulwissenschaft widersprechen:

Die Nationen sind nicht in den 1. Weltkrieg „hineingeschlittert“. Diese Schlussfolgerung ist falsch. Der 1. Weltkrieg wurde generalstabsmäßig vorbereitet und provoziert, damit das Deutsche Reich zerschlagen und das British Empire weltweit gefestigt und ausgebaut werden kann.

Das Deutsche Reich war in keiner Weise für den Ausbruch des 1. Weltkrieges verantwortlich, und es ist bezeichnend, dass dem Deutschen Reich die alleinige Schuld am Ausbruch des Kriegs auferlegt wurde, damit es die Kriegskredite zurückzahlen wird, die die Alliierten bei den Wallstreet-Bankern aufgenommen hatten.

Die angesehensten Historiker des British Empire standen in enger Verbindung zu den Eliten, die für den Ausbruch des 1. Weltkrieges verantwortlich waren. Damit schrieben nicht nur „die Sieger“, sondern gerade auch die Urheber die Geschichte des 1. Weltkrieges, die die gesamte Geschichtsschreibung bis in die Gegenwart hinein geprägt hat. Viele zentrale Lügen haben sich deshalb als extrem langlebig herausgestellt.

Zu dieser Manipulation der Geschichtsschreibung gehört auch, dass Herbert Clark Hoover, der spätere 31. Präsident der USA, unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg damit beauftragt wurde, in ganz Europa alle Beweise aufzufinden und einzusammeln, die belegen könnten, dass der 1. Weltkrieg in Wahrheit das Ergebnis einer Verschwörung angloamerikanischer Eliten war. Für diese Aufgabe rekrutierte Hoover mehrere Gesichtsprofessoren und -studenten und insgesamt ca. 1.000 Agenten, die schon „im ersten Fischzug“ 375.000 Bände geheimer Kriegsunterlagen europäischer Regierungen abgriffen und in die USA zur Stanford University transportierten. Die aus Deutschland entfernten Dokumente umfassten 15 Wagenladungen, darunter die „vollständigen Geheimprotokolle der Obersten Heeresleitung“, später auch alle offiziellen und geheimen Dokumenten zu den Kriegsvorbereitungen des Kaisers. Aus Petrograd (heute: Sankt Petersburg) konnten Hoovers Agenten 25 Wagenlagen herausholen. Aus dem Archiv des russischen Außenministeriums wurden insbesondere auch alle Depeschen des Jahres 1914 entfernt. Dieses Material lagert seitdem im heute als Hoover Institution on War, Revolution, and Peace genannten Archiv.  Aktuell und wohl für alle Zeit ist unbekannt, was dort unter Verschluss geblieben ist und was vernichtet wurde. Aber wir können festhalten: Hätten sich bei dieser gigantischen Sammelaktion stichhaltige Beweise für Deutschlands Schuld gefunden, dann wären sie sicherlich sofort öffentlich gemacht worden. Hier wurde offensichtlich „Geschichte gestohlen“, um die wahren Verantwortlichen zu schützen.

Der 1. Weltkrieg wurde von diesen Eliten absichtlich in die Länge gezogen, gerade auch auf Kosten der eigenen Soldaten und des eigenen Volkes, indem US-amerikanische und britische Waren, die für das Deutsche Reich die Fortsetzung des Kriegs und insbesondere für die Produktion von Waffen und die Versorgung der Deutschen unerlässlich waren, über angeblich „neutrale“ Länder, insbesondere über Skandinavien, faktisch ungehindert und zu deutlich überhöhten Preisen in das Deutsche Reich geliefert werden konnten.

Zentrale Aspekte für die mutwillige Verlängerung des 1. Weltkrieges waren insbesondere:

  • Die Nichtverteidigung der französischen Eisenerzvorkommen im Bassin de Briey, damit die deutsche Rüstungsproduktion nicht zusammenbrach.
  • Eine Seeblockade in Nordsee und Atlantik, die von britischen Eliten selbst vereitelt wurde und nur ein Witz war.
  • Lieferung von Rüstungsgütern und Lebensmitteln etc., insbesondere aus den USA und auch aus Großbritannien, über Skandinavien nach Deutschland.
  • Die Schlacht von Gallipoli, bei der zehntausende britische, neuseeländische und australische Soldaten aus rein strategischen Motiven geopfert wurden.
  • Das belgische Hilfswerk als groß angelegter Betrug und insbesondere als Mittel zur Selbstbereicherung und Versorgung des Gegners Deutschland mit Lebensmitteln.
  • Die Versorgung Deutschlands mit Öl durch den britischen Konzern Premier Oil & Pipeline Company.
  • Personen wie der im Volk hoch verehrte Feldmarschall Lord Kitchener, der für einen „guten“ und „gerechten“ Frieden mit Deutschland eintrat, oder wie die Krankenschwester Edith Cavell, die offenbar brisante Informationen über das wahre Treiben des belgischen Hilfswerks bekannt machen wollten, wurden verraten und verkauft und umgebracht.

Wer die ganze Perversion des 1. Weltkrieges und die Parallelen und Hintergründe zu aktuellen Konflikten wie denen in Syrien, Serbien, Afghanistan und insbesondere auch die aggressive Politik der NATO gegen Russland erfassen will, der kommt an der Lektüre dieser Bücher von Jim Maggregor und Gerry Docherty nicht vorbei. In einer Welt, in der die Wahrheit in allen Mainstreammedien die höchste Tugend wäre, hätte längst die ganze Welt von diesen Büchern gehört. Jeder Europäer und insbesondere auch jeder Deutsche, der die Geschichte des 20. Jahrhunderts verstehen will, sollte wissen, was in diesen Büchern steht.

Kein Soldat, der – egal in welcher Funktion – in den letzten Jahrzehnten an einer militärischen Intervention der NATO oder der USA teilgenommen hat, darf davon ausgehen, dass er damit seinem Vaterland, seiner Familie, seinen Kumpels im Graben oder auch sonst einem hohen Ideal gedient hat. Er hat bloß nichts von den wahren Absichten der Eliten erfahren, die ihn für den Krieg verheizt haben, und er hat letztlich ausschließlich den Interessen einiger weniger Superreicher und einer Großkonzerne gedient, die den Hals nicht voll bekommen können und für die er in Wahrheit nichts weiter war und ist als ein nützlicher Idiot, als Kanonenfutter, das man beliebig ersetzen und mit ein wenig Propaganda in jede gewünschte Richtung lenken kann.

Wie die hohen Suizidraten gerade auch unter US-amerikanischen Kriegsteilnehmern zeigen, gelangt offenbar jeder Soldat irgendwann an den Punkt, wo er genau das erkennen musste, auch wenn er vielleicht noch nicht alle Zusammenhänge erfasst hat.

Die Superreichen, für die er gestorben ist, gehen in vornehmen Salons ein und aus, essen und trinken das Beste vom Besten, leben in den schönsten Häusern und würden selbst nie Gefahr laufen wollen, dass ihnen auch nur das Blut auf das edle Seidenhemd spritzt, das auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt vergossen wird.

Was tun?

Es ist schon sehr viel damit getan, die Handlanger dieser Eliten zu identifizieren und öffentlich als das zu bezeichnen was sie in Wahrheit sind: Empathielose Psychopathen, denen nichts und niemand heilig ist und die offensichtlich nicht daran glauben, dass es so etwas wie ein Seelenheil gibt, das man bei den Kriegswetten auf den Märkten der Wallstreet und anderswo verlieren kann.

Und vor allem: Nicht mitmachen. Cassius Marcellus Clay alias Muhammad Ali war deshalb eine so große Persönlichkeit und ein weltweit hoch geachteter Sportler, weil er sich weigerte auf Menschen zu schießen, die – wie er sagte – ihn nie als „Nigger“ beleidigt hatten. Das war ihm wichtiger als seine Karriere als Sportler und sein Einkommen.

Wer seine Vermögensinteressen höher stellt als sein Gewissen ist ein Feigling und Opportunist. Das ist schlicht die Wahrheit.

Und wer sich in dieser Zeit – trotz Internet – nicht aus alternativen Quellen informiert und alles glaubt, was die Mainstreammedien ihm auftischen, der ist ein Mitläufer, der bloß in den Tag hinein lebt und den es letztlich nicht schert, ob die ganze Welt um ihn herum in Flammen steht, solange er sich noch auf einer Oase des äußeren Friedens bewegen kann.

Für solche Einstellungen ist in der heutigen Zeit kein Platz mehr. Es ist höchst Zeit, dass alle aufwachen und nicht mehr den Kräften und Interessen dienen, die unsere Erde für unzählige Menschen in aller Welt in eine regelrechte Hölle verwandelt haben, und das letztlich nur zum Nutzen einer weniger Superreicher, deren Wahn von einer Weltherrschaft nicht nur eine unmenschliche, sondern nur noch eine regelrecht teuflische Verschwörung sein kann.

Du, lieber Leser, musst Dich entscheiden, ob Du willst oder nicht.

Die Politik der NATO der letzten Jahre lässt nur noch einen Schluss zu: Die Russische Föderation soll aus den gleichen Gründen und im Grunde mit den gleichem Methoden wie damals das Deutsche Reich (der Jahre 1871 bis 1918) endgültig zerstört werden.

Damals hat sich der russische Zar von den Versprechungen der Briten blenden lassen (Verwicklung des alten russischen Traums von einer  Kontrolle über den Bosporus und den Zugang zum Mittelmeer), denn ohne ein Zweifrontenkrieg wäre das deutsche Heer – da waren sich die Strategen der angloamerikanischen Eliten einig – nicht zu schlagen gewesen. Nur so konnte das Deutsche Reich ausgeblutet und auf Dauer zerstört werden. Das wurde auch erreicht, aber um den Preis, dass Millionen Russen – schlecht ausgerüstet und von einer dekadenten und inkompetenten Armeeführung verheizt – für nichts und wieder nichts in den Tod gegangen sind und die Zarenfamilie ihren eigenen Untergang besiegelt hatte.

Jetzt soll die russische Föderation mit Hilfe Deutschlands als Bestandteil der NATO zerstört werden, damit auch im flächengrößten Staat der Erde bloß keine Politik mehr für die Menschen gemacht wird und die russischen Bodenschätze – und sicherlich auch die russischen Kunstschätze – endlich geraubt werden können.

Was wurde Merkel & Co. denn versprochen, damit sie sich von der NATO und den Lenkern der US-Administration haben blenden lassen? Hat man Ihnen im Falle einer erfolgreichen Zerstörung Russlands ebenfalls das Paradies auf Erden versprochen? Einen Orden? Ein wenig Geld für das Ticket in den Himmel?

Der russische Zar durfte mit seiner Familie seinerzeit jedenfalls ein Ticket in die Hölle einlösen, als er von den angloamerikanischen Eliten nicht mehr gebraucht und von seinem ganzen Volk wegen der sinnlosen Opfer des russischen Volkes nur noch gehasst wurde.

Und wer weiß, wie viele britische und US-amerikanische Soldaten in den letzten Kriegen alleine wegen der Nichtaufklärung über die Risiken des Einsatzes von Uranmunition elendig verreckt sind, der sollte nicht daran zweifeln, dass es sich nicht lohnt, für die Interessen der Eliten zu kämpfen, die jetzt einen großen Konflikt mit Russland schüren wollen.


Foto: pixabay / Köln, bombardiert / CC0

Putins scharfe Kritik an der Kiewer Regierung auf deutsch

Am Rande des G20-Gipfels in Argentinien am Wochenende gab Russlands Präsident Putin eine kleine Pressekonferenz mit zahlreichen Journalisten. Natürlich würde er dabei nach dem militärischen Zwischenfall in der Straße von Kertsch befragt.

Konkret wollte ein russischer Journalist von ihm wissen, ob er es geschafft habe, Merkel und Macron davon zu überzeugen, dass es sich beim Grenzkonflikt – wie es die russische Version ist – um eine Provokation der Kiewer Regierung handelt. Diesem Punkt wich Putin aus, diktierte dann aber eine große Portion seiner persönlichen und nicht sonderlich guten Meinung über die Staatsspitze in der Ukraine unter Poroschenko in die Mikrofone der Journalisten. Bei uns wie immer in Originalübersetzung des Kremlmanuskripts.

Pressefreiheit (in Frankreich) adé

Frankreich führt Gesetz gegen „Fake News“ ein,

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