Ausland

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Brüssel Zusammenfassung 11 9 2021

Maskenverbot in Brüssel. Die Rechtsanwälte Dirk Sattelmaier und Dr. Alexander Christ fassen die Ereignisse am 11. September 2021 auf der friedlichen und polizeifreien Großdemonstration in Brüssel zusammen. Wichtigstes Thema: die Anordnung der Polizei in Brüssel an die Demoteilnehmer, keine „Mund-Nasen-Bedeckungen“ zu tragen.

Fauci – I Can Only Describe Him As A Mass Murderer

Analyse: Die Taliban sind jetzt militärisch besser ausgerüstet als viele NATO-Länder

Nach der US-geführten NATO stehen nun die afghanischen Taliban an zweiter Stelle der Rangliste der größten und militärisch bestausgerüsteten Terrororganisationen der Welt, sogar mit eigener Luftwaffe. Allerdings mehren sich die Zweifel, ob der Begriff Terrororganisation für die Taliban noch angebracht ist.

Chinas Jahrhundert der Erniedrigung

Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier:
https://kenfm.de/chinas-jahrhundert-der-erniedrigung-von-rainer-rupp

Das Trauma der Hundert Jahre Fremdherrschaft und Erniedrigung spielt nicht nur eine prägende Rolle in Chinas jüngerer Geschichte, sondern auch in der aktuellen Politik des Landes. Es erklärt, warum China sich rigoros gegen jede Einmischung in seine inneren Angelegenheiten verwahrt.

Von Rainer Rupp.

Die westliche imperialistische Aggression gegen China war von kolossaler, unerbittlicher und soziopathischer Natur. Die moralische Verdorbenheit der westlichen Eindringlinge ist reichlich dokumentiert. Und die Dokumente führen alle westlichen Ansprüche, eine überlegene Zivilisation zu repräsentieren, ad absurdum. Die meisten dieser Nationen, insbesondere die anglo-amerikanische Allianz, sind immer noch dabei zu versuchen, dem chinesischen Volk durch Drohungen, Zwang und offene Gewalt ihre Vorherrschaft aufzuzwingen.

Wer begreifen will, was heute in China vor sich geht, der sollte sich bemühen, die 3.600 Jahre alte, schon damals schriftlich aufgezeichnete Geschichte der großen Kulturnation China besser kennenzulernen. Erst dann wird voll verständlich, mit welcher Wucht China vom „Jahrhundert der Erniedrigung“ getroffen wurde und welche tiefen Narben diese Zeit im kollektiven Gedächtnis des chinesischen Volkes hinterlassen hat.

Das „Jahrhundert der Erniedrigung“ bedeutete für die Chinesen, im eigenen Land rechtlos kolonialer Willkür unterworfen zu sein und in absolutem materiellem Elend zu leben.

MARKmobil Aktuell • Ich war ein ‚Never-Trumper‘

MARKmobil Aktuell – Prof. David Clements mit interessanten Erläuterungen zu aktuellen Narrativen.

https://t.me/MARKmobil

MARKmobil Aktuell – Kampf um die Wahrheit (Bericht über Wahlbetrugsbeweise in den USA)

Fasbenders Woche: Merkel und Putin

Fasbenders Woche: Afghanistan und das Klima – das Scheitern, aus dem wir wieder nichts lernen | Letzte Moskaureise als Kanzlerin: Merkel und Putin | Comeback der Migration: Stacheldraht in Litauen, eine Mauer in der Türkei, Null-Asyl in Dänemark und Österreich

Mythos 9/11: Alles klar, Herr Kommissar

Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl. ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier: https://kenfm.de/mythos-9-11-alles-klar-herr-kommissar-von-mathias-broeckers

Am 2. August ist “Mythos 9/11 – Die Bilanz des Jahrhundertverbrechens” erschienen. Hier ein Auszug aus der Einleitung

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Die Terroranschläge des 11. September 2001 sind das „crime of the century“, das schrecklichste Verbrechen des Jahrhunderts. Nicht nur wegen der 3.000 Menschen, die in den Flugzeugen und durch den Einsturz des World Trade Center ums Leben kamen, nicht nur wegen der hunderttausenden Opfer, die in der Folge im sogenannten War on Terror getötet und den Millionen, die in die Flucht getrieben wurden, und auch nicht nur wegen der Einschränkung bürgerlicher Freiheiten durch eine Flut „Anti-Terror-“ und „Sicherheits“gesetzen. Sondern vor allem weil dieses Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt ist und seine Hintermänner auf freiem Fuß sind.

Dass der arabische Agent mit dem CIA-Namen Tim Osman, der 1986 in den USA Stinger-Raketen eingekauft, Schulungen erhalten hatte und später als „Osama Bin Laden“ bekanntwurde, als Haupttäter die Angriffe aus einer Höhle in Afghanistan organisiert und gesteuert hat – diese schrecklich-schaurige Geschichte entspricht zwar der offiziellen Legende und dem Abschlussbericht der Untersuchungskommission (dem 9/11 Report), hat aber mit den Tatsachen wenig zu tun. Kein Gericht der Welt hätte die zentrale Aussage zur Täterschaft Osama Bin Ladens und der 19 „Hijacker“, die von dem in Guantanamo einsitzenden Kronzeugen Khalid Scheich Mohamed (KSM) in 182 Foltersitzungen durch Waterboarding gewonnen wurde, als beweiskräftig akzeptiert. Die von Präsident George W. Bush erst nach über einem Jahr und massiven Protesten von Opferangehörigen eingesetzte Untersuchungskommission durfte den Kronzeugen nicht persönlich befragen, auch seine Verhörer, denen gegenüber er seine Aussagen gemacht haben soll, durften nicht aussagen. Den Ermittlern wurden die Aussagen des Zeugen nur schriftlich zur Verfügung gestellt und auf Basis dieser Folterprotokolle, aus denen dann dutzendfach zitiert wird, erstellten sie den abschließenden 9/11 Report.

Lion Media – Game Over für Hunter Biden: Dealer stehlen zweiten Laptop

Immer wenn man denkt die Biden-Familie habe es mit der Absurdität schon auf die Spitze getrieben, legen sie noch eine Schippe drauf: Neue Videos von Hunter Bidens Laptop führen uns erneut vor Augen, wie gefährlich diese Familie für die USA ist.

Tacheles #66

Auch dieses Mal haben Röper und Stein wieder viele Nachrichten gefunden, über die in Deutschland nicht berichtet wurde.

Aber was ist eigentlich interessanter?

Wenn die Medien in Deutschland über etwas nicht berichten, wie zum Beispiel über die Rolle der OSZE bei den anstehenden Wahlen?
Oder wenn die Medien über etwas nur zur Hälfte berichten, wie zum Beispiel den Umgang Litauens mit Flüchtlingen?
Für beides finden sich in dieser Sendung wieder einige Beispiele, entscheiden Sie selbst…

 

 

Links zur Sendung

Grüne: Putsch durch Ermächtigung

Doppelstandards: Kinder auf Demos

Die weißrussische Sportlerin Timanowskaja

OSZE als Instrument des Westens

Gute und böse Wahlbeeinflussungen

Ausgewiesene russische Diploamten

Litauen und Migranten

Wie die USA ihren Afghanen «helfen»

Der Spiegel und Dr. Faucis Finanzierung der Corona-Forschung in Wuhan

Wieder einmal beschäftigt der Spiegel sich mit Dr. Fauci und seiner Rolle bei der Entstehung von Covid-19. Der Spiegel tut sich sichtlich schwer mit dem Thema und es ist fast schon bemitleidenswert, wie sich das ehemalige Nachrichtenmagazin dabei quält.

Stew Peters – Nazi-Like Markings, Bracelets For the Un-Vaxxed + Trump KNOWS

Nazi-Like Markings, Bracelets For the Un-Vaxxed – No Longer ‚Conspiracy‘ – NFL Begins Shaming

DeAnna Lorraine reveals the shaming reminiscent of the Holocaust as marking begins in the National Football League, soon to be a mainstream tool used to divide Americans into separate classes.

Trump KNOWS! Bombshell Evidence About Election and ‚Vaccines‘ EXPOSED!

Doug Billings, „The Right Side“ Host, joined Stew Peters to discuss Trump’s hard-hitting speech in Arizona, General Michael Flynn on the 180 degree turn by Republicans like Ron DeSantis and hosts like Sean Hannity around the shots being called ‚vaccines‘.

X22 Report vom 17.6.2021 – Der Plan des [DS] ist entlarvt, wenn die Wahrheit über die Wahlen aufgedeckt wird – Alarmstufe Rot – Episode 2506b

Fakten, die die Medien als Verschwörungstheorie verleugnen

Das Deutsche Informationsfreiheitsgesetz:

https://www.gesetze-im-internet.de/ifg/IFG.pdf

X22 Report vom 2.6.2021 – Wenn ein [DS]-Spieler fällt, fallen sie alle – Den Schuss wird man auf der ganzen Welt hören – Episode 2493b

Meldungen aus einem sterbenden Staat

June 4th, 2021

Dazu passt:

Donald Trump: „US-Präsident Biden zerstört unser Land“

In einem Interview beschuldigt der ehemalige US-Präsident Donald Trump den neuen US-Präsidenten Joe Biden, die Vereinigten Staaten mit der „gescheiterten Grenzpolitik“ seiner Regierung „zu zerstören“. Trump äußerte auch scharfe Kritik an der Biden-Administration bezüglich der US-Politik im Nahen Osten und in China.

Das Maas ist voll!

Im Nahostkonflikt zeigt sich an den Entscheidungen des Außenministers, dass Deutschland seiner historischen Verantwortung für den Frieden nicht nachkommt.

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Ein Standpunkt von Annette Groth.

Es geht wieder einmal gegen Muslime. Wenn Menschen in deutschen Städten gegen die Bombardierung von Gaza auf die Straße gehen, sind naturgemäß viele unter ihnen, die sich den arabischen Palästinensern besonders verbunden fühlen. Von „importiertem“ Antisemitismus wird dann gesprochen, als hätten sich die schlimmsten Formen des Antisemitismus nicht im „christlichen Abendland“ manifestiert. Noch wichtiger ist allerdings die Frage, ob es sich bei der aktuell wieder aufflammenden Kritik an israelischem Staatshandeln überhaupt um „Antisemitismus“ handelt. Yakov Rabkin sprach von einer Politik „ethnischer Dominanz“ seitens der israelischen Regierung. Wenn Deutschland seine „Lehren aus der Geschichte“ gezogen hätte, würde es gerade hier aufseiten der Opfer eingreifen oder wenigstens einen neutralen, vermittelnden Standpunkt einnehmen. Dazu scheint speziell Außenminister Heiko Maas jedoch weder fähig noch willens. Nibelungentreue und eine ausgeweitete militärische und sicherheitspolitische Zusammenarbeit prägen das Verhältnis zwischen Israel und Deutschland. Das Land in Nahost exportiert zudem Methoden des „Sicherheitsstaats“ und der Aufstandsbekämpfung und positioniert sich als Vorreiter eines neuen Illiberalismus.

Nach 11 furchtbaren Tagen der Gewalt in Palästina/Israel und der Bombardierung Gazas mit über 230 Toten, darunter mindestens 64 Kinder, fast 1.400 Verletzten und Zehntausenden Wohnungslosen gibt es seit der Nacht zum 21. Mai einen Waffenstillstand. Die ökologischen, materiellen, aber auch insbesondere die psychologischen Schäden und die Traumatisierungen, vor allem die der Kinder, sind unbeschreiblich und werden sehr lange nachwirken, in Gaza und in Palästina/Israel.

Deutsche Politiker wiederholen das Selbstverteidigungsrecht Israels wie ein Mantra, ständig ist die Rede von den militanten Palästinensern und der radikal-islamistischen Hamas. Ständig wird die Gefahr vor dem „importierten Antisemitismus“ beschworen, da viele Teilnehmende bei den sogenannten „israelfeindlichen und antisemitischen Demonstrationen“ migrantischen Ursprungs mit muslimischer Religionszugehörigkeit sind. Es ist höchst besorgniserregend, wenn Politiker wie Philipp Amthor ausgerechnet anlässlich des Jahrestags der Befreiung von Auschwitz davon spricht, Judenhass sei „natürlich vor allem in muslimisch geprägten Kulturkreisen stark vertreten“.

Dieser unsäglichen geschichtsverfälschenden Behauptung widerspricht Ronen Steinke und betont, dass diese Aussage „schon rein faktisch Unfug“ ist.

„Juden haben zwar auch unter muslimischer Herrschaft jahrhundertelang keine Gleichberechtigung genossen. Von regelmäßigen blutigen Pogromen à la Europa war man dort aber weit entfernt. Nirgends ist die Unterdrückung von Juden harscher gewesen als im christlichen Abendland“ (1).

Wenn Politiker und Politikerinnen, Antisemitismusbeauftragte oder andere „Berufene“ von „importiertem Antisemitismus“ schwadronieren, sollte man ihnen diese klare Zurückweisung von Ronen Steinke um die Ohren hauen.

Die einseitigen Solidaritätsbekundungen von Bundesaußenminister Heiko Maas für den rechten israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und sein Besuch in Israel sind mehr als peinlich.

Ich schäme mich dafür und frage mich, ob Maas, ein Mitglied der SPD, sich jetzt mit dem rechtsextremen ungarischen Premierminister Victor Orban auf eine Stufe stellt.

Ungarn verhinderte einen Aufruf zu einem Waffenstillstand vonseiten der EU-Mitgliedsstaaten durch sein Veto. Laut dem EU-Außenbeauftragten Joseph Borrell störte sich Ungarn an dem Hinweis in dem EU-Positionspapier, dass Israel humanitäres Völkerrecht beachten sollte und die Räumungen in Ostjerusalem beendet werden müssten.

Wie Maas geißelte auch Österreichs Kanzler Sebastian Kurz die Angriffe auf Israel und verbietet seit der Großdemo am 12. Mai in Wien alle Protestaktionen, auch eine stille Mahnwache für die neutrale Österreichische Verfassung wurde verboten; Begründung: „exzessive antisemitische Gewalt“. Die Österreicher haben aber mit einer Mahnwache ohne Reden ihren Protest ausgedrückt und haben trotz der Verbote weitere Aktionen auf der Straße angekündigt.

Palästinenser bezahlen für die Sünden Europa.…

X22 Report vom 24.5.2021 – Ein Wasserfall an Informationen – Das öffentliche Bewußtsein zerstört ihren Schutzwall – Schnall‘ Dich an – [Verräter]- Episode 2486b

Fakten, die die Medien als Verschwörungstheorie verleugnen

MMT: Irrweg oder Chance? – WOHLSTAND FÜR ALLE Ep. 94

Joe Biden pumpt sehr viel Geld in die Wirtschaft, um Arbeitsplätze zu schaffen und um den grünen Wandel zu vollziehen. Manche vergleichen die Maßnahmen bereits mit Roosevelts „New Deal“ der 1930er-Jahre. Die Biden-Administration wird von Vertretern der Modern Monetary Theory beraten, was die Debatte auch hierzulande weiter befeuert: Ist die MMT ein Allheilmittel für die westlichen kapitalistischen Systeme, in denen man zu lange gespart und zu wenig investiert hat? Konservative und neoliberale Politiker bezweifeln das freilich, aber auch von linken, marxistisch geprägten Theoretikern gibt es Kritik an der MMT.

Ein Vorwurf lautet: Die MMT fokussiere sich zu sehr auf den Staat und seine Ausgaben, während die privatwirtschaftliche Produktion und ihre Funktion weitgehend ausgeklammert werden. In der Privatwirtschaft wird Geld investiert, um noch mehr Geld zu bekommen – der Weg dorthin führt über die Produktion und den Verkauf von Waren. In erster Linie wird also produziert, um einen Profit zu erwirtschaften – nicht um Bedürfnisse zu stillen.

Somit sind auch staatliche Maßnahmen begrenzter, als manche MMTler annehmen. Der Staat ist auf die Kooperation von Unternehmen und Investoren angewiesen, sonst kann er zwar beliebig Geld drucken, aber es wird keinen Effekt für die Wirtschaft haben bzw. auch eine Kapitalflucht ist durchaus denkbar.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ stellen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die Kritikpunkte an der MMT vor.

 

Literatur:

Ingo Schmidt: Geldspeicher, Gelddrucker und die Fantastillionen der MMT, online verfügbar unter: https://oxiblog.de/mmt-geldspeicher-g….

 

Steinbrück/Stoiber-Papier online verfügbar unter: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaf….

 

Ingo Stützle: „Money makes the world go green? Eine Kritik der Modern Monetary Theory als geldtheoretisches Konzept“, in: PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Nr. 202.

 

Gamechanger in den USA: Wahlbetrug versetzt Elite in Panik

Das Streben nach der Wahrheit und Aufdeckung des Wahlbetruges verbreitet sich wie ein Lauffeuer im ganzen Land. Immer mehr Bundesstaaten ordnen forensische Prüfungen an und die Medien greifen in ihrer Verzweiflung zu Lügen-Kampagnen. Doch die Lawine, die auf die Elite zurollt, kann nichtmehr aufgehalten werden.

Corona-Volkabstimmung: Die Welt schaut auf die Schweiz

Die Schweiz ist das einzige Land auf der Welt, in welcher der Souverän über die Maßnahmenpolitik abstimmen kann. Gelingt ein helvetischer Flächenbrand der Freiheit?

Von Milosz Matuschek.

Das Corona-Narrativ geht gerade aus dem Leim: Keine schlimmen Mutanten, fallende Inzidenzen trotz Panikmache, keine Überlastung der Intensivstationen (#DiviGate) sowie irrlichternde Taskforce-Experten, deren Modelle sich als Kaffeesatzleserei entpuppten. Seit über einem Jahr herrscht auch in der Schweiz mit dem Covid-Gesetz ein technokratisches Notstandsregime, dem die Schweizer nun aber ein Ende setzen können. Am 13. Juni sind sie durch die “Freunde der Verfassung” (1) zu einer Volksabstimmung über das Covid-Gesetz (2) aufgerufen.

Jede Schweizerin und jeder Schweizer kann jetzt ein Signal setzen: weiter Fremdbestimmung oder doch lieber Selbstbehauptung des Souveräns?

Keine Abstimmungsvorlage ist je perfekt, doch es geht bei dieser Abstimmung weniger um Detailfragen als um die Art der zukünftigen Lösungsfindung in der Krise. Es ist letztlich die Entscheidung zwischen einem technokratischen Wächterstaat nach platonischem Vorbild durch die Hintertür oder einer echten deliberativen, dezentral ausgeübten Volkssouveränität, vor welcher das Wahlvolk jetzt steht. Zwischen diesen beiden Konzepten verläuft im Politischen gerade die Spaltung. Eine Spaltung in diejenigen, die vermeintlich immer wissen, was zu tun ist und es von oben herab diktieren. Und diejenigen, die an den Vorgaben ersterer begründete Zweifel haben und sich einen Prozess der Aushandlung der besten Lösungen wünschen, dafür aber Diffamierung ernten.

Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand befindet, notierte einmal Carl Schmitt. Und egal, was man von Schmitt hält, hat er in diesem Punkt Recht. Doch damit ist es gerade vorbei. In einer Situation des verhängten Notstands kann es keine Souveränität für den Bürger geben. Es liegt eine Käseglocke über dem Souverän, die ihn von echter Teilhabe de facto abhält. Zur Demokratie gehört zentral, dass eine Minderheit auf unblutigem Wege zu einer Mehrheit werden kann. Dazu gehört, dass sie sich praktisch ungehindert artikulieren können muss; sich aussprechen; sich versammeln. Ungestört ihre Petitionen einreichen.

Initiativen, wie die Jugendbewegung „Mass-voll“ (3), die auch in den Nachbarländern medial stark beachtet werden, wurden hierbei immer wieder behindert. Empfohlen sei hierzu das im Schriftartikel verlinkte Interview von Gunnar Kaiser mit Nicolas A. Rimoldi (4), dem Co- Präsidenten von „Mass-voll“.

Wer in der Schweiz gerade den Wert der Demokratie verteidigt, muss kurioserweise gegen allerhand Gegenwind ankämpfen. Wer dagegen taskforcemäßig Panik schürt und dann doch im Dunkeln tappt, bekommt den roten Teppich ausgerollt und die Journalistenriege verbeugt sich mit einem adretten Knicks vor den allerneuesten Weisheiten in den Pressekonferenzen. Beliebte Nachfragen lauten im Tenor dann häufig: Warum kommen die verschärften Massnahmen nicht sofort? Wieso macht man nicht noch mehr? Im Coronadiskurs hat eine Riege von Technokraten die Herrschaft übernommen und ihre Claqueure gefunden. Die Schweizer sind in der Hand professioneller Eskalationsbeauftragter. Es wird Zeit, dass der Souverän ihnen den Stecker zieht.

Für den Rest der Welt ist es ein Privileg, was für die Schweizerinnen und Schweizer normal ist: Nämlich dass der Bürger der Chef ist und direkt Entscheidungen erzwingen kann. Die Abstimmung über das Covid-19-Gesetz ist besonders schicksalhaft. Es ist eine Abstimmung darüber, ob man weiter unter technokratischer Vormundschaft stehen oder seine Geschicke selbst in die Hand nehmen will. Diese Abstimmung ist damit auch ein Glaubensbekenntnis an die Kraft der Demokratie. Sie wird die Koordinaten zwischen Bürger und der Politik neu kalibrieren, egal wie sie ausgeht. Sicher fühlen sich manche in einer hygienisch sterilen Zuschauerdemokratie mit autoritärem Anstrich gerade ganz wohl.

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