Psychologie

Diese Kategorie enthält 66 Artikel

Corona-Diktatur? Machtergreifung im Deckmantel der Volksgesundheit?

«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin die Pandemie ›.»

Die Demokratie in Europa wurde vorübergehend auf Eis gelegt. „Wir befinden uns im Krieg“ sagen immer
mehr Spitzenpolitiker. Der Feind heißt Corona. Corona ist extrem gefährlich erklären Regierungen überall in der EU. Daher gilt: Hausarrest für Alle. Auf unbestimmte Zeit. Warten bis eine Medikament erfunden wurde das uns alle zu rettet.

Remdesivir, vom US-Pharma-Riesen Gilead Sciences könnte das sein. Hauptaktionär der Firma ist Donald Rumsfeld. Er hatte schon 2009 bei Tamiflu die Finger im Spiel. Tamiflu wurde seinerzeit für Milliarden an X Regierungen verkauft um die Welt vor der Schweinegrippe zu retten. Die kam dann aber gar nicht. Pech.

Die Verträge zwischen Big-Pharma und unser Regierung sind wie immer geheim. Transparenz endet in der Demokratie wenn die Pharma-Industrie das befiehlt. Der Bürger hat kein Recht zu wissen was die Regierung für ihn zu welchem Preis einkauft. Der Bürger soll Befehle abwarten. Impflicht mit Remdesivir? Möglich.

Wir erleben aktuell die Wiederholung eines Geschäftes, dass 2009 schon einmal abgewickelt wurde.
Damals machte Arte noch auf diesen Deal aufmerksam. „Profiteure der Angst. Impfstoff-Marketing mit erfundenen Pandemien“ nannte sich die Doku.Zu finden bei Youtube.Damals ging es darum, Impfstoffe gegen die Schweinegrippe an die Regierungen der Welt zu verkaufen. Die WHO hatte die Schweinegrippe zu einer Pandemie erklärt. Wer sich den Bericht ansieht, fasst sich an den Kopf, nur das es der Pharma-Industrie jetzt gelungen ist die Demokratie abzuschaffen. Ist das eine vorübergehende Machtergreifung oder wird das etwas längeres? Wer es wagt das zu fragen ist suspekt.

Es ist erschreckend wie einfach es heute wäre eine totale Diktatur umzusetzen. Alles was man heute benötigt um die Bürger in den eigenen vier Wänden zu verbanne, ist ein Feind den man nicht sehen kann, eine paar Ärzte die als Super-Autorität inszeniert werden und Massenmedien die jeden in den Staub treten der Fragen stelle oder gar Zweifel äussert.

Der Shutdown ist ein shut up für den Bürger. Die Demokratie wurde weggesperrt und das Volk gehorcht. 1933 wäre schon Morgen wieder möglich. Fakt ist dieses Land kann nie wieder zu Tagesordnung übergehen. Die Menschen müssen endlich erkennen wie man sie gedrillt und dressiert hat.

Die Regierung macht einen guten Job? Mag sein. Nur für wen?

Gestern Abend rief mich Julian Assange an.

Über folgendes haben wir gesprochen…

Me, Myself and Media 56

Shutdown oder shut up?

Die Pseudo-Krise

Alltäglich sterben 150.000 Menschen auf der Welt. 25.000 davon verhungern, aber Hunger ist ja nicht ansteckend, also brauchen wir auch wegen dieser 25.000 kein zusätzliches Klopapier. 15.000 unser 150.000 täglichen Toten sterben an den Folgen des Rauchens. Auch Passivrauchen ist nicht ungefährlich, aber wir schaffen wegen dieser Gefahr nicht die Versammlungsfreiheit ab. Und wegen unserer zahlreichen Verkehrstoten reißen wir auch nicht all unsere Autobahnen aus dem Boden.

Ausnahmezustand – Gerhard Wisnewski bei Stein Zeit

In ihrem ersten Statement zur Viruskrise verkündet Angela Merkel recht unemotional, das sich wohl demnächst 60-70% der deutschen Bevölkerung infizieren werden. Gemessen an derzeitigen Sterblichkeitsraten und schweren Krankheitsverläufen, wäre dies eine Katastrophe, denn unser Gesundheitssystem wäre schnell überfordert.

„Alles nur Panikmache, um eine neue Weltordnung zu installieren“, meint Journalist Gerhard Wisnewski. Wir fragen nach.

Immer lustig und alle Zeit bereit: Pornographie und Sexualität

Der Corona-Virus ist der Star der internationalen Berichterstattung. Doch wir halten es diesmal mehr mit Boccaccio, dem italienischen Schriftsteller des 14. Jahrhunderts und einem Zeitzeugen der Großen Pest von 1348. Er verlegte die Handlung seines Buches „Decamerone“ in ein Landhaus unweit des damals pestverseuchten Florenz. Zehn junge Menschen, die aus der Stadt aufs Land geflüchtet waren, erzählen sich gegenseitig heitere und vor allem erotische Geschichten, um sich die düsteren Gedanken zu vertreiben. Denn auch Freude und Angstfreiheit stärken bekanntlich das Immunsystem. Und genau deshalb geht es heute bei uns auch um die angeblich schönste Sache der Welt: das Virus! Nein, scherz, es geht um Sex.

Wie wird man eigentlich Pornodarsteller? Eine Möglichkeit dafür sind klassische Porno-Castings. Da kann erstmal jeder hinkommen und darf mit ein bisschen Glück zeigen „was er kann“. Marcus Robbin war bei einem Casting war dabei – natürlich nur mit der Kamera.

Gibt es so etwas wie Pornosucht? Die Antwort ist klar: Ja. Inzwischen ist diese auch offiziell als Krankheit anerkannt. Welche Ausmaße das erreichen kann, weshalb Pornos ein Problem sind und weshalb es schlecht ist, wenn Kinder bereits früh mit Hardcore-Pornografie in Kontakt kommen hat, Alexander Palucki in Erfahrung gebracht.

Die Venus in Berlin ist die größte Erotikmesse der Welt. Dort gibt es PornodarstellerInnen hautnah und zum Anfassen. Doch mittlerweile ist die Messe auch ein wichtiger Vertrieb für Dessous-Wäsche, Sextoys und den größten aktuellen Trend: Erschreckend realistische Sexpuppen. Margarita Bityutski war vor Ort.

Wie hat sich Sexualität im Laufe der Jahrzehnte entwickelt? Sind wir heute prüder oder enthemmter als früher? Und waren die Nazis im Bett eigentlich verkrampft oder aktiv? Dr. Gerhard Fritz ist Professor für Geschichte und Autor von „Geschichte der Sexualität“. Jasmin Kosubek hat sich mit dem Experten unterhalten, um Licht ins Dunkel zu bringen.

Dr. Daniele Ganser: Was macht Angst mit uns?

Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser sprach am 20. Oktober 2019 in Bern beim ersten Angstfrei-Kongress der Schweiz.

Ganser erklärte, dass Angst in der Kriegspropaganda seit langer Zeit benutzt wird, um die Menschen aufzuhetzen und zu verwirren.

Jeder Mensch hat immer wieder Angst. Aber Ganser betont, dass es wichtig ist, die Angst nicht ans Steuer zu lassen, sondern mit Mut und Zuversicht auch in bewegten Zeiten seinen eigenen Weg zu gehen.

Die Macht der einfachen Worte – wie Phrasen in Kriege führen

Der Iran solle ein „normales Land“ werden, erklären US-Regierungsvertreter dieser Tage immer wieder. Derlei Verlautbarungen beschreiben kein politisches Ziel, vielmehr geht es um die Vermarktung der eigenen Kriegspolitik. Die Methode ist nicht neu – aber erfolgreich.
Politiker und Medien machen sich häufig nicht mehr die Mühe, politische Spannungen und dahinterliegende Sachverhalte zu erklären. In wenigen Worten werden der Bevölkerung die vermeintlichen Gegner ganz einfach „präsentiert“. Im Grunde genommen handelt es sich um Vermarktung, wie sie auch bei Käse, Softdrinks oder Hamburgern Anwendung findet. Noch erschreckender als diese Methode ist einzig ihr durchschlagender Erfolg. Viele scheinen sich dieser Ignoranz widerstandslos zu ergeben.

Wir sind Geschöpfe des Waldes – Dr. Wolf-Dieter Storl

Wolf-Dieter Storl lebt seit über drei Jahrzehnten mit seiner Frau auf einem abgelegenen Hof mitten in der Natur im Allgäu. Geboren in Crimmitschau, aufgewachsen in den USA, lehrte er mehr als 20 Jahre lang Ethnobotanik an den verschiedensten Universitäten dieser Welt. Die Sprache der Pflanzen lernte er selbst von den Medizinmännern der Cheyenne-Indianer. Seitdem gibt er sein Wissen weiter in unzähligen Büchern und Seminaren. Er ist überzeugt, dass jede Pflanze eine Seele hat und das die Trennung von der Natur den Menschen krank macht.

„Mensch des Jahres“ (Blinddarm-Durchbruch auf der Black Rock Party)

"Mensch des Jahres" (Blinddarm-Durchbruch auf der Black Rock Party)

Zeitgeist im Rampenlicht

Das „Time“-Magazin hat also wieder eine „Person des Jahres“ gekürt, beim Magazin „Profil“ ist die Wahl des „Menschen des Jahres“ ebenso eindeutig ausgefallen. Nachdem sie bereits den Alternativen Nobelpreis und vor wenigen Wochen als Spitzenkandidatin beinahe auch den Friedensnobelpreis erhalten hat, so ist sich nun auch die Medienwelt einig, wer DER MENSCH ist, der diesem Jahr die Signatur gegeben hat bzw. in unserer gegenwärtigen Zeit aufs Podest zu heben ist: Die Fridays-for-Future-Gründerin Greta Thunberg.

Um die Absurdität solcher Leitmedien-Ikonisierungen vors Auge zu führen, will ich gar nicht erst politisch unkorrekte Vergleiche mit anderen Führern wie Hitler und Stalin heranziehen, wie sie in der Geschichte ebenfalls schon als Time-Personen des Jahres gekürt wurden. Damals haben eben noch viele Menschen den Verheißungen von Fortschritt und volkswirtschaftlicher Effizienz Glauben geschenkt. Ich bin aber doch der Meinung, dass der allergrößte Teil der Menschen seine Lehren aus diesen Erfahrungen gezogen hat und solche Führer bzw. solche Ideologien keinesfalls wieder haben möchte. Viel interessanter finde ich hingegen die Frage, für welche spezielle Art von Ideologien bzw. für welche Art von Menschenbild die Massen heute empfänglich sind. Und zur Ergründung einer solchen Frage ist es ausgesprochen aufschlussreich, auf welche Art von Person die Wahl des „Time“-Magazine alljährlich fällt. Denn wie die etymologische Bedeutung des Wortes Person (von lat. personare – „widerhallen, hindurchtönen“) bereits andeutet, tönt durch solch eine als repräsentativ für eine jeweilige Zeitspanne angesehene Person etwas hindurch. Man könnte auch sagen: Der Zeitgeist tönt hier hindurch bzw. kondensiert sich in einer besonders charakteristischen Form.

Was kann man also von diesem aktuell waltenden Zeitgeist ablesen?

Nun, ich möchte natürlich niemandem gerne seine Illusionen und seine gerade erst wieder aufgeflammten Hoffnungen rauben, aber wer das Ganze nüchtern beobachtet, kann dabei eine ausgesprochen ambivalente und für unsere Zukunft leider alles andere als ungefährliche Motivlage erkennen:

Auf der einen Seite bekommt heute jeder Mensch, der es wagt, sein Denken zu betätigen und zum aktuellen Weltgeschehen Stellung zu nehmen, umgehend massive bis hin zu existenzbedrohliche Probleme. Er wird dann durch eine mittlerweile gut eingespielte Maschinerie aus Presse, Rundfunk und Social Media Netzwerken diffamiert, gebrandmarkt, kriminalisiert, oder wenn das nicht gelingt, dann zumindest ins Abseits gedrängt, in eine Art virtuelle Gummizelle, in welcher er nicht mehr wirksam am öffentlichen Diskurs teilnehmen kann. Während also jede kleine ernsthafte Bemühung (z.B. der Friedensbewegung, der Montagsmahnwachen, Assange etc.) sofort medial niedergeknüppelt und mit einem politisch correctiven Shitstorm überzogen wird, springt man im Gegenzug gut und gerne auf jeden infantilen Faschingszug von Greta, Rezo & Co. auf, wo in Wirklichkeit NULL gedankliche Substanz gegeben ist, auf der man aufbauen könnte, sondern wo lediglich Emotionen zum Besten gegeben werden, die verpfuffen, noch bevor man sich umgedreht hat.

Und leider nicht nur verpuffen – sie werden auch gleich als willkommenes Vehikel für eine Massenmanipulation genutzt, die sich womöglich verheerender auswirken wird, als so manches was wir aus der Geschichte bisher kennen.

Black Rock Party

Wer das für übertrieben hält, der hat die Sektkorken nicht gehört, die in den oberen Etagen von Black Rock & Co. gerade knallen. Bereits im September dieses Jahres haben 515 Finanzkonzerne vor dem UN-Klimagipfel in New York dem angeblich systemkritischen Anliegen der Fridays-for-Future-Bewegung maximalen Nachdruck verliehen: Indem diese Finanzkonzerne, die gemeinsam ca. das Zehnfache  des deutschen BIP verwalten, die rasche Einführung einer CO2-Steuer gefordert haben.

Die Gunst der Stunde blieb auch nicht ungenutzt, nachdem Greta und Rezo nicht nur einer ganzen Generation an Kindern und Jugendlichen, sondern ebenso einer großen Anzahl an „erwachsenen“ Leitmedienbürgern ebenso wie einer erstaunlich großen Anzahl an alternativen Journalisten und Intellektuellen weisgemacht hatte: „The science is settled.“ Alles, was Jung und Alt nun bloß tun müssten, sei: sich dieser Wissenschaft bzw. den „Experten“ anzuschließen. „UNITE BEHIND THE SCIENCE!“ lautet die Losung. Warum sind wir da nicht bloß schon früher draufgekommen?

Ja, also wenn ich mir diesen Bonbon so auf der Zunge zergehen lasse, dann muss ich zugeben: „UNITE BEHIND THE SCIENCE“ schmeckt zweifellos besser als „UNITE BEHIND THE ECONOMY“ oder „UNITE BEHIND THE POWER“. Nachdem ich die Schokoglasur des Drops abgelutscht habe, und das geht sehr schnell, komme ich allerdings auf genau diese Schnapsfüllungen.

Ich kann es dann plötzlich auch nachvollziehen, warum sich weite Teile des politischen Establishments und ihrer medialen Claqueure, die ansonsten jede Person, welche die herrschenden systemischen Strukturen infrage stellt, entweder eisern totschweigen oder umgehend niederknüppeln, dermaßen für Greta und die FFF-Bewegung begeistern.

(Blinddarm-) Durchbruch

Indes wurde heute der ersehnte Durchbruch bei den Verhandlungen zum Klimapaket vermeldet: Gemäß einer Einigung von Bund und Ländern soll also der CO2-Preis mehr als verdoppelt werden. Der br fasst die Reaktionen auf diesen Beschluss zusammen: „Von Politik und Wissenschaft kommt viel Lob.“ (siehe br.de/nachrichten). Die Erhöhung war eine zentrale Forderung der Grünen, die sich ja derzeit nicht zuletzt dank Greta und Rezo in einem ungeahnten Höhenflug befinden, bereits in mehreren Länderparlamenten maßgeblich mitregieren und sich dem Vernehmen nach schon anschicken, den nächsten Kanzler zu stellen. Doch nicht nur die Grünen jubeln, auch CSU-Chef Markus Söder ist ganz aus dem Häuschen: „Die drohende Klima-Blockade ist abgewendet. Jetzt kann der Klimaschutz in Deutschland durchstarten.“

Das Wirtschaftsforschungsinstitut IW Köln formuliert sehr charmant, was die kommende Klima-Steuer nach sich ziehen werde: „spürbare Verteilungswirkungen“ seien nun „unvermeidbar“. Dass derartige Verteilungswirkungen von bestimmter Klientel begrüßt werden, braucht uns ja in keiner Weise zu verwundern. Was dann doch erstaunlich war, ist allerdings, dass sogar viele unserer scharfsinnigsten und ansonsten kritischsten Intellektuellen emotionalen Massenphänomenen wie rund um Greta, Rezo, Porno-Katja & den 90 Supertoubern weitgehend unkritisch gegenübergetreten sind. Obwohl diese Superyoutuber bzw. Pornoyoutuber*Innen ganz offen fordern, dass wir uns nun bedingungslos hinter die Büttel und Lobbyisten desjenigen Establishments stellen sollen, gegen das besagte Intellektuelle zeitlebens immer gekämpft haben.

Wer genügend (Galgen-)Humor hat, der könnte ja wirklich herzlich lachen, wie sich hier die Katze nun in den Schwanz beißt und die neoliberale Polit-/Wirtschafts-/Medienmaschinerie nun sogar ihre bislang schärfsten Kritiker unter das Diktat der herrschenden Lehre bringt und für ihre Agenda dienstbar macht. Namhafte Intellektuelle finden Greta nicht nur „gut“, sondern sogar „nur gut“ und meinen, dass es „viele Gretas“ bräuchte.

Niemand wird Dich retten – Sei Dein eigener Held!

Wie auch immer. So wie immer, kann man aus der derzeitigen Situation, so trostlos sie einem auch erscheinen mag, dennoch eine wichtige Lehre ziehen: Jeder muss jetzt selbst mündig werden und eigenständig denken lernen. Die Hoffnung, dass das ein paar andere kluge Köpfe für uns regeln und der neoliberalen Misere ein Ende bereiten, müssen wir uns nun endgültig abschminken. Wir dürfen erkennen, dass es so ist, wie das Edward Snowden schon vor einiger Zeit festgestellt hat: „Niemand wird Dich retten – Sei Dein eigener Held!“

Insofern haben die Enttäuschungen, die gerade eine große Anzahl an systemkritischen Bürgern erleben, auch etwas Heilsames: Die Erwartung, dass irgendjemand anderes dasjenige für uns denkt und tut, was jeder nur auf individuelle Weise selbst bewerkstelligen kann, muss man nun notgedrungen aufgeben. Aber wenn jeder an seinem Platz eben das machte und gemäß dem, was er unabhängig von allen anerkannten oder alternativen Meinungsführern erkannt hat, mutig Position bezieht: Wäre dann nicht auch alles getan und die Merkapolypse abgesagt?

 

Titelfoto: Stencil Greta Thunberg/Flickr/Ersteller: Carsten Smithby (CC BY-NC-ND 2.0)

 

Rainer Mausfeld: Angst und Macht in kapitalistischen Demokratien

weltnetz.tv im Gespräch mit Rainer Mausfeld über sein neues Buch „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“

„Macht hat für den, der sie hat, viele Vorteile und für diejenigen, die ihr unterworfen sind, viele Nachteile, denn Macht erzeugt bei den ihr Unterworfenen Angst. Angsterzeugung wiederum ist ein Herrschaftsinstrument, und Techniken zum Erzeugen von gesellschaftlicher Angst gehören zum Handwerkzeug der Macht.“*
Pascal Luig sprach für weltnetz.tv mit Rainer Mausfeld über sein neues Buch „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“. Unter anderem wurden folgende Fragen diskutiert: Wie wird Angst in kapitalistischen Demokratien erzeugt? Wie werden wir dadurch manipuliert? Wie können wir uns davon befreien und welche Alternativen gibt es?

Antikriegswaffe Bewusstsein – Andreas Winter

Wie können wir Krieg am besten verhindern? Auf diese Frage hat Andreas Winter nurt eine Antwort: „Nicht mit Krieg“. Die beste Antikriegswaffe sei unser aller Bewusstsein. Denn nur durch eine neue Einstellung zur Realität und ein Bewusstwerden der eigenen Erwartungshaltungen, können wir unser Stresslevel so weit absenken, dass kriegerische Auseinandersetzungen weniger notwendig erscheinen.

Im Land der Lügen

Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren

Zahlen lügen nicht! Diese angebliche Wahrheit machen sich viele zunutze – vor allem Politik und Wirtschaft, lassen sich doch hinter scheinbar objektiven Zahlen die wahren Interessen und Ziele „wissenschaftlich“ verbergen.
Zahlen, Daten, Diagramme nach Interessenlage? Wie kommen Versicherer z.B. auf Lebenserwartungen von 115 Jahren bei ihren Prämienberechnungen?

Diese Dokumentation begibt sich auf eine objektive Suche nach der Wahrheit im „Land der Lügen“. Zeigt, mit welchen Tricks getäuscht und manipuliert wird. Und worauf wir in Zukunft achten sollten, wenn wir nicht im Zahlenmeer ertrinken wollen. Denn ohne Glaubwürdigkeit haben die besten Zahlen und die schönsten Statistiken jeden Wert verloren.

Prof. Mausfeld, Kreuzkirche Dresden „Warum schweigen die Lämmer?“ 30 Jahre Mauerfall

Im Rahmen der Reihe “Kultur für den Palais Sommer” wurde die Serie der Palais.Gespräche fortgeführt und nahm sich am 9. Oktober 2019 in der Dresdner Kreuzkirche eines der brisantesten Themen unserer Gesellschaft in dieser Zeit vor. Zu Gast war der emeritierte und zuletzt an der Universität Kiel tätige Psychologie-Professor Dr. Rainer Mausfeld. In seinem Vortrag, der auf seinem jüngst erschienenen Buch „Warum schweigen die Lämmer“? basiert, behandelt Mausfeld die gegenwärtige soziale Spaltung der Gesellschaft und die Wahrnehmung weiterer „Krisen“ des politischen Systems.

„Das Volk ist überhaupt nicht der Souverän“ – Albrecht Müller im Gespräch

Albrecht Müller ist Herausgeber der NachDenkSeiten und langjähriges SPD-Mitglied. Im Jahr 1972 war Müller außerdem Wahlkampfleiter von Willy Brandt. Mit dieser konkreten politischen Erfahrung möchte Müller heute über Manipulationen und Meinungsmache aufklären. So spricht er in seinem Buch von der Kampagne für mehr private Altersvorsorge, aber auch der damals propagierten „Politik der Stärke“ unter Konrad Adenauer, die dann von einer „Politik der Entspannung“ abgelöst wurde. Die Macht der Worte, aber auch jene der Emotionen ist dabei nicht zu unterschätzen. Im Gespräch räumt Müller außerdem ein, dass er als Wahlkampfleiter auch die Instrumente der Manipulationen angewendet hat. Schlussendlich geht es dem Publizisten um Aufklärung, denn nur so könne das Volk auch wirklich als Souverän agieren.

Die Wahrheit über die Lüge

Jeder Mensch lügt, jeden Tag sogar mehrfach. Das gilt zwar als unmoralisch, scheint aber ein uraltes Naturerbe zu sein. Auch Tiere schwindeln für ihren Vorteil. Und auch nicht jede Lüge ist zu verurteilen. Manche gelten als Schmierstoff für das tägliche Zusammenleben. Mit Lügendetektoren und Wärmebildkameras versuchen Wissenschaftler, Lügnern auf die Spur zu kommen.

Public Relations – Manipulation der Masse

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts stellte sich die Frage, wie die Massen in demokratischen Systemen zu steuern seien. So benötigte 1917 die USA für den Kriegseintritt die Zustimmung der Öffentlichkeit. Theoretiker der Massenpsychologie arbeiteten an einer Methodik der Meinungsbeeinflussung, die schon bald zu einem der florierendsten Geschäftsfelder unserer Zeit wurde …

Wie kann man die Massen in demokratischen Systemen steuern? Mit zunehmenden Arbeiterrevolten entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts Methoden zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung – ein Propagandainstrument, dessen sich erstmals die USA vor ihrem Eintritt in den Ersten Weltkrieg bedienten. In weniger als 50 Jahren entwickelte sich daraus eines der blühendsten Geschäftsfelder unserer Zeit: Public Relations. Einer der führenden Theoretiker und Architekten der Meinungsmache war Edward Bernays, Neffe von Siegmund Freud. Seine Eltern wanderten in die USA aus, als er gerade ein Jahr alt war. Das „Life“-Magazin erwähnte ihn als eine der 100 einflussreichsten amerikanischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Obwohl in der breiten Öffentlichkeit unbekannt, übte Bernays entscheidenden Einfluss auf die Staatslenkung in den Vereinigten Staaten aus – und in der Folge auf alle liberalen Demokratien. Wer nichts über Bernays weiß, kann die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüche des letzten Jahrhunderts nur schwer nachvollziehen. Bernays Werk war zum Beispiel, dass Bacon aus dem typischen US-amerikanischen Frühstück nicht mehr wegzudenken ist und Frauen anfingen, als Zeichen der Emanzipation Zigaretten zu rauchen. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere soll er sogar maßgeblich zum Sturz der Regierung in Guatemala 1954 beigetragen haben. Getreu dem Erbe seines berühmten Onkels war Edward Bernays der Erste, der psychoanalytische Konzepte zur Meinungsbeeinflussung einsetzte, um kritisches Denken zu umgehen. Anstatt auf tatsächliche Bedürfnisse einzugehen, schürte er irrationale, unbewusste Wünsche.

Entziehe der Faschismus-Maschine den wichtigsten Treibstoff: Deine Angst!

Während der Mäusefriedhofsbürger in Zeiten marktkonformer Demokratie alles tut – und auch alles in Kauf nimmt – nur, um nicht „rechts“ zu sein, hat er womöglich übersehen, dass er mittlerweile selbst dem allergrößten und menschenverachtendsten Faschismus huldigt.

Dazu ein bemerkenswerter Text von Anna Zollner (veröffentlicht in: Tagesdosis / Ken FM am 11.09.2019)
„Die Faschismus-Maschine“

Auszug (edit pw):

„… Wer diese Wahrheit erst einmal akzeptiert hat, hat ein ähnliches Problem wie jene Deutschen, die als „Personal“ in den Vernichtungslagern im Ausland nur ihre Befehle ausführten, Zyklon B durch die Decke der Duschen kippten,  und dann den Urlaub in der Heimat antraten. Wie antworten, wenn die Verwandten fragten, wo man denn so eingesetzt sei?

Schweigen bedeutete Mittäter zu sein, Nicht-Schweigen bedeutete Opfer werden zu können.
Wie entscheiden? Die meisten Menschen damals haben geschwiegen. Aus Angst. Was sie mit den meisten Menschen heute verbindet.

(…)

Die Wahrheit erreicht uns nicht mehr. Wir haben uns gegen den Schmerz, der automatisch eintritt, wenn man die eigene Freiheit und die seiner Kinder verrät, abgesichert. Konsum als Kondom. Folgenloser Sex, mit dem vollkommen verlogenen Zeitgeist.

Es spielt offenbar keine Rolle, dass heute wirklich jede vom Mainstream abweichende Meinungsäusserung zu jedem Thema zum Risiko der eigenen Existenz werden kann. Wir haben uns damit abgefunden. Widerstand? Wozu? Es gibt doch Netflix. Wir sitzen vor der Glotze und halten so auch in den eigenen vier Wänden die Fresse. Besser ist es. Alexa könnte uns verpetzen.

Es zählt weder was wir sehen, hören, geschweige denn empfinden, es zählt nur, was die Regierung sagt oder was der Algorithmus rät. Menschen, die zu Völkerrechtsbruch X geschwiegen haben, haben auch bei Drohnenmord Y weggesehen.

Klug im Sinne des Systems. Wer gehorcht, fällt nicht dumm auf, weiss von nichts, ist zu jedem Verbrechen bereit oder aber duldet es, wenn er Zeuge dessen wird. Öffentliches Ausblenden, damit es privat blendend geht.

Der Bürger 2.0  ist auch dann Mittäter, wenn ihm gar keine echte Gefahr droht, wenn er sich verweigern würde. Dem Bürger 2.0 ist es gelungen Party und Apathie zu einem braunen Klumpen Restleben zu verschmelzen. Leben im Dreck. Leben in der von aussen verordneten Bedeutungslosigkeit.“

(…)

Schweigen bedeutete Mittäter zu sein, nicht-schweigen bedeutete Opfer werden zu können.

Wie entscheiden?

Die meisten Menschen damals haben geschwiegen. Aus Angst. Was sie mit den meisten Menschen heute verbindet.

(…)

Wer jetzt immer noch schweigt, ist nicht nur Opfer der neuen Faschismus-Maschine er ist ein Teil von ihr und rechnet damit, dass er von den Resten der Beute weiter so gut leben kann, dass es auch morgen noch für eine Dauer-Betäubung reicht.

(…)

Unabhängig davon gilt für jeden von uns: Sprich die Wahrheit aus. Nenne die Fakten. Entziehe der Faschismus-Maschine den wichtigsten Treibstoff überhaupt, deine Angst.

Sei Mutig. Kein Mitläufer. Mach nicht dieselben Fehler wie deine Großeltern. Geschichte wiederholt sich nur, wenn wir, wenn Du es zulässt.

(…)
Wer wider besseren Wissens mit-schweigt aus Furcht die Nachbarn, die Kollegen, die Presse oder der Staat könnten einen sonst ins Visier nehmen, täuscht sich, wenn er davon ausgeht, dass sich am Ende der Dauer-Lüge irgendwann die Wahrheit schon noch zeigen würde. Wahrheit hat einen Preis und muss mit Mut und Rückgrat jeden Tag neue verteidigt werden. Wer nur Feigheit einzahlt, kann nicht mit Mut als Dividende rechnen.“

(zum ganzen Text: https://kenfm.de/tagesdosis-11-9-2019-die-faschismus-maschine/ )

 

Rainer Mausfeld – „Warum schweigen die Lämmer“ und „Gibt es Hoffnung für die Lämmer“

Angsterzeugung als Herrschaftstechnik in neoliberalen Demokratien

Der emeritierte Psychologieprofessor Rainer Mausfeld zeichnet die Institutionalisierung der Angst als Mittel zur Herrschaftsstabilisierung nach und macht uns für die vielfältigen psychologischen Beeinflussungsmethoden sensibel.

Demokratie und Freiheit sind nach Rainer Mausfeld zwei Wörter, von denen heutzutage kaum mehr ein Schatten von der mit ihnen ursprünglich verbundenen Hoffnungen geblieben ist. Ihre ursprüngliche Bedeutung sei entleert, verfälscht, missbraucht und gegen diejenigen gewandt worden, deren Denken und Handeln sie beseelen. Demokratie bedeutet heute in Wirklichkeit eine Wahloligarchie ökonomischer und politischer Eliten, bei der zentrale Bereiche der Gesellschaft, insbesondere die Wirtschaft, grundsätzlich jeder demokratischen Kontrolle und Rechenschaftspflicht entzogen sind.

Die letzten 100 Artikel