Leben

Diese Kategorie enthält 181 Artikel

Rainer Mausfeld – „Warum schweigen die Lämmer“ und „Gibt es Hoffnung für die Lämmer“

Angsterzeugung als Herrschaftstechnik in neoliberalen Demokratien

Der emeritierte Psychologieprofessor Rainer Mausfeld zeichnet die Institutionalisierung der Angst als Mittel zur Herrschaftsstabilisierung nach und macht uns für die vielfältigen psychologischen Beeinflussungsmethoden sensibel.

Demokratie und Freiheit sind nach Rainer Mausfeld zwei Wörter, von denen heutzutage kaum mehr ein Schatten von der mit ihnen ursprünglich verbundenen Hoffnungen geblieben ist. Ihre ursprüngliche Bedeutung sei entleert, verfälscht, missbraucht und gegen diejenigen gewandt worden, deren Denken und Handeln sie beseelen. Demokratie bedeutet heute in Wirklichkeit eine Wahloligarchie ökonomischer und politischer Eliten, bei der zentrale Bereiche der Gesellschaft, insbesondere die Wirtschaft, grundsätzlich jeder demokratischen Kontrolle und Rechenschaftspflicht entzogen sind.

Wie rette ich mich vor der totalen Versulzung? (Ein Survival-Kit für die Apokalypse – Teil 2)


(Bild: pixabay
/Apokalypse)

Mit Politik, „dieser Scheiße mit Schulz und Merkel“, wolle sie nichts zu tun haben, erklärte mir vor einiger Zeit eine junge Studentin. Sie habe andere Interessen. Ich kann das gut verstehen, niemand löffelt gerne Grütze aus einem umgekippten Ententeich. Und niemand stiert gerne in ein bodenloses Nichts, das einen ebenfalls in die Tiefe ziehen will, je länger man es anblickt. Falls Sie das ähnlich sehen wie die junge Dame, habe ich dafür ebenfalls vollstes Verständnis. Dann lassen Sie die ersten Absätze über solche Dummheiten wie die des Weltwirtschaftsforums eben ruhig aus und springen Sie gleich nach unten. Denn es geht mir eigentlich um etwas ganz anderes: Um eine auch für Sie buchstäblich entscheidende Wahl, die zwar nirgends offiziell ausgeschrieben ist, aber über nichts weniger entscheidet als über Ihren Kopf und Ihren Kragen.

Nein, ich meine nicht solche Albernheiten wie EU-Wahlen oder dergleichen. Gegen diese Superbowl-Wahl, die jetzt ansteht, verblassen alle anderen Wahlen, von denen spätestens seit der letzten EU Wahl ohnehin schon jeder bemerkt haben sollte, dass sie in Wirklichkeit vollkommen witzlos bzw. eine bloße Farce sind. Wahlen, bei welchen dann plötzlich irgendein rosa Duracell-Plüschhase aus dem Zylinder gezogen und zur Chefin gemacht wird, der nirgends zur Wahl gestanden ist – und der wohl Grund genug gewesen wäre, dass viele gar nicht zur Wahl gegangen wären, wenn er denn zur Wahl gestanden hätte. Halten wir uns also nicht länger mit diesem Theater der „simulativen Demokratie“, wie es Jean Ziegler bezeichnet, auf. Fassen wir lieber diejenige Wahl ins Auge, die jetzt wirklich unser individuelles Schicksal bestimmen wird. Dazu unten gleich mehr.

Der öffentliche Raum: Versulzt

Zuvor aber noch ein paar Worte zur Tagespolitik. Ganz ersparen kann ich Ihnen diese „Scheiße mit Schulz und Merkel“ leider doch nicht (um nicht inflationär mit Fäkalwörtern um mich zu werfen: im Folgenden also „Sulz“). Ich verspreche, die Sache möglichst kompakt zu halten, aber zumindest eine kleine Dosis dieses Sulzes muss ich Ihnen zumuten. Man will es ja vermeiden, in dieses Sulz hineinzutappen. Und wenn wir immerzu weggucken, dann wird dieses Sulz ja auch nicht weniger. Unsere Straßen und Parks sind bereits voll davon, ohne dass sich jemand bemüßigt fühlt, die Sulzhäuflein aufzusammeln und in einem Säckchen zu einer Deponie zu befördern. Es liegt daher derzeit auch ein eigentümliches Aroma in der Luft. Manche, die im Land, in dem sich 30.000 Tafeln vor abgelaufenem Essen biegen und 500.000 Kinder hungern (Quelle: DerWesten, Stand: 2011), den Vorzug genießen, sich mit vollklimatisiertem SUV durch die marktkonformen Landstriche zu bewegen, mögen von diesem Aroma nichts bemerken, aber einer rasant wachsenden Anzahl an Bürgern raubt es zunehmend den Atem. Wenn wir uns um die herumliegenden Sulzwürste also nicht kümmern, obwohl sie sich sogar schon vor der eigenen Haustür auftürmen, dann könnte es sein, dass wir morgens irgendwann nicht mehr aus der Tür herauskönnen.

Genau über dieses Szenario berichtet aktuell Norbert Häring. In einem jüngsten Artikel beleuchtet der Wirtschaftsjournalist einen besonders dreisten Zugriff des Weltwirtschaftsforums. Wonach es greift, dieses Forum? Nun, nach der “Global Governance”, nach Ansicht Härings also nach nicht weniger als der Weltherrschaft. Moment mal, was ist das überhaupt, das Weltwirtschaftsforum? Nun, das ist der Lobbyverband der 1000 größten multinationalen Konzerne mit Sitz in Genf, laut eigener Darstellung „DIE internationale Organisation für öffentlich-private Kooperation“. Weiter aus dem Mission Statement des Forums: „The Forum engages the foremost political, business and other leaders of society to shape global, regional and industry agendas.“ (Quelle: World Economic Forum)

Nach Vorstellung dieses Forums sollen in Zukunft konzernwirtschaftliche Experten die Entscheidungen treffen. Die UN und die Regierungen sollen diese Entscheidungen dann den Bürgern verkaufen und sie nachträglich legitimieren. Im Prinzip eigentlich kein anderer modus operandi als er auch jetzt schon gängige Praxis ist, nun jedoch auch ganz offen kommuniziert. Mit der Absicht, diesen modus operandi auch legislativ festzuschreiben, am besten auf Ebene supranationalen Rechts bzw. Völkerrechts, das bekanntlich oberhalb nationaler Gesetze und sogar Verfassungen steht (was übrigens immer noch vielen nicht bewusst ist, die zuletzt mit selbstbewusster Brust zur EU-Wahlurne geschritten sind: auch EU-Recht bricht nationales Verfassungsrecht, also diejenige bislang höchste und sakrosankte Rechtsebene, welche die von unseren Vorfahren mühsamst unter Schweiß, Blut und Tränen errungenen Grundrechte bzw. rechtsstaatlichen und demokratischen Grundsätze schützen soll).

Norbert Häring schlägt nicht leichtfertig Alarm. Es sind in der Tat höchst bedenkliche Ambitionen, die von konzernwirtschaftlicher Seite in einem jüngsten Memorandum nun ganz unverhohlen ausgesprochen werden. Eine Kostprobe davon im o-Ton:

“Koalitionen der Willigen und Fähigen sollten die Führungsrolle bei der Bewältigung ungelöster globaler Probleme übernehmen.
(…)
Probleme können schneller angegangen werden, ohne zögerliche Regierungen und abweichende Meinungen in der Zivilgesellschaft.
(…)
Diese Führer der Zivilgesellschaft können wichtige Kanäle sein, um zu helfen, wichtige ideologische Botschaften von den internationalen Eliten an unterschiedlichste Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu senden.
(…)
Im Fall der Multinationalen Konzerne hat ihre effektive Reichweite als de-facto Institutionen der globalen Governance schon lange die Tätigkeit des UN-Systems überflügelt. … Multinationale Konzerne und zivilgesellschaftliche Organisationen müssen als vollwertige Akteure im globalen Governance System anerkannt werden, nicht nur als Lobbyisten.“

Die Zeit des Understatements ist also vorbei, es ist nun soweit und es war ja auch wirklich höchste Zeit: Jetzt müssen endlich die Experten ran! Denn kein Mensch, der den Fernseher aufdreht oder die Zeitung aufschlägt, wird es noch bestreiten können: Wir können die Schalthebel nicht mehr länger in den Händen von dummen Politikern lassen, die von noch dümmeren Wählern gewählt werden.

Händeringend gesucht: Experten!

Nachdem nun auch die Super-Youtuber mit ihren Millionenschaften an Followern sich bedingungslos auf die Seite der Experten gestellt haben (aus dem ebenfalls millionenfach angeklickten Folgevideo von Rezo & den 90 Super Youtubern: „Das sagen nicht wir, sondern die wissenschaftlichen Experten … Und wir, wir stellen uns auf die Seite der Experten“) und auch die gewichtigsten Vertreter der alternativen Medien das entschlossene Zu-Wort-Melden der neuen Influencer einfach nur toll finden, steht dem Siegeszug der Experten dann ja nichts mehr im Wege. Auch ich kann ja nicht anders, als es toll zu finden, wenn Influencer, die ihr erfrischendes Talent und ihre jugendliche Authentizität bislang nur im Rahmen von Sitcom-  und Gaming-Videos zum Besten gegeben haben, nun endlich zum politischen Bewusstsein erwachen, ihre Generation zum vernünftigen Wählen auffordern und endlich mithelfen, „diese Scheiße mit Schulz und Merkel“ beiseitezuschaufeln … wenn die Influencer nicht so nebenbei auch eine Lanze für  die konzernwirtschaftlichen – pardon: „wissenschaftlichen“ natürlich – Experten brechen würden.

Anm.: Ja, ist schon gut, ich weiß, die machen das ganz ohne schlechtem Hintergedanken und in bester Absicht. Lassen wir diese ermüdende Diskussion, die derzeit im Netz stattfindet, bitte einmal beiseite. Man braucht nur mal zurückdenken, welchen Wissensstand wir selbst in diesem Alter gehabt haben, Grün gewählt und ähnliche Dinge gemacht haben, die wir aus heutiger Perspektive als reinen Wahnsinn ansehen. Die Youngsters geben eben nur das wieder, was sie eben über Schule und Medien als Input erhalten haben. Die wenigsten haben wohl schon einen Chomsky, einen Bernays oder einen Mausfeld gelesen (hier z.B. ein kurzer Crashkurs in Form einer Rezension über Mausfelds jüngtes Buch: „Wie die Lämmer zum Schweigen gebracht werden“), oder gar einen Goethe, Marc Aurel oder Erich Fromm, die einem noch ganz andere Dimensionen des Lebensverständnisses öffnen können als unsere Kognitionsforschung. Aber das kann ja alles noch kommen, und ich bin optimistisch: Es wird kommen! Nicht für alle, aber für viele. Denn eines haben die jungen Menschen heute: einen ziemlich guten Bullshitsensor. Und der zeigt vielen immer deutlicher an, dass da irgendetwas gewaltig faul ist, auch an den als „Wissenschaft“ bezeichneten Informationen, die ihnen über Schule, Uni und Leitmedien gefüttert werden. Mir geht es also bestimmt nicht darum, Rezo & Co. anzukreiden. Wäre ich in ihrem Alter, ich wäre vermutlich ebenfalls auf diese „Wissenschafts“-Nummer reingefallen, wie sie einem heute ja von Kindesebeinen an auf allen Kanälen quasi als Ersatzreligion beigebracht wird, vor der man andächtig niederzuknien hat.

Mir geht es an dieser Stelle weniger um die Kinder, die noch viel Potential und Lernfähigkeit haben, sondern vielmehr um die bereits ausgebufften und mit allen konzernwirtschaftlichen  Wässerchen gewaschenen „Experten“, die sich gerade zu unserer gestrengen Gouvernante bzw. zur Global Governance aufschwingen wollen. Besagte Experten wissen nicht nur in Sachen Klima, was zu tun ist. Es gibt sie auf ausnahmslos allen Gebieten des Lebens und sie erstellen jeden Tag so viele Studien und Papers, dass man damit unseren ganzen Planeten rundum mumifizieren könnte. Man versteht es nicht, warum wir angesichts solch einer geballten und noch dazu rechnergestützten akademischen Intelligentia noch nicht schon längst im Paradies und ein freudestrahlender Planet geworden sind, sondern stattdessen praktisch auf allen Gebieten am Abgrund stehen und überall nur Kahlfraß und Vergiftung sehen.

Aber ich habe da einen Verdacht: Gäbe es nicht diese unverbesserlichen Querfrontler, Verschwörungstheoretiker und sonstigen Fortschrittsfeinde, dann hätten uns die wissenschaftlichen Experten schon längst ins Paradies befördert und die Nato hätte ein tausendjähriges Reich des Friedens, eine neue Pax Romana errichten können, in dem buchstäblich alles strahlt. Aber an der Ausmerzung dieser Fortschrittsverweigerer aus dem öffentlichen Diskurs wird ja bereits sehr effektiv gearbeitet. Die streng wissenschaftlichen Wirtschaftsexperten, Finanzexperten, Pharmaexperten, Chemieexperten, Nuklearexperten, Umweltexperten, Militärexperten, Gentechnikexperten, Biotechnologieexperten, Geoengineering-Experten, Pädagogikexperten, Sexualexperten, Ernährungsexperten, Robotikexperten, Drohnenexperten werden uns also im Verein mit den allerwichtigsten Experten: den Medien- und Marketingexperten schon demnächst ins Paradies führen.

Wer meint, dass sich das versprochene Paradies in Wirklichkeit als Dantes Eishölle bzw. Orwells Alptraum herausstellen wird, der ist ein Ketzer und gehört ebenfalls auf den – heute digitalen – Scheiterhaufen der Inquisition.

„Evidenzbasierte“ Fabrik für Untertanen und nützliche Idioten

Matthias Burchardt, akademischer Rat am Institut für Bildungsphilosophie der Universität Köln meint zwar, dass „die allseits wuchernde Rationalität des ökonomisch-technokratischen Steuerns ja zutiefst nihilistisch und deshalb unfähig ist, eine Sinnfigur hervorzubringen“ (siehe sein lesenswertes Esssay „Terror und Technokratie“) und sieht in der neoliberalen „Governance“ nichts anderes als ein globales Entwurzelungs- und Umverteilungsprojekt, das zu zerstörerischen Verwerfungen ungeahnten Ausmaßes führen werde. Die Idee des „Fortschritts“ flankiere dabei nur die Abwicklung der Sozialsysteme, denn schließlich müsse man „den Gürtel enger schnallen“, damit alles „besser“ werden könne. Die neue, angeblich evidenzbasierte Technokratie wird uns allerdings mit den schönsten Worten verkauft. Jeder, der diese wohlschmeckenden Worte kritisiert, outet sich sogleich unweigerlich selbst als Verhinderer all jener Wohltaten, die da über die Menschheit ausgegossen werden sollen, also als Störenfried des Guten und Gernen Lebens.

Burchardt lässt sich davon jedoch nicht beirren. In seiner Betrachtung enttarnt er auf souveräne Weise, welche Mogelpackungen uns hierbei verkauft werden sollen wie wir bei dieser Agenda der Experten eigentlich um alles betrogen werden, was unser Menschsein in Freiheit und Würde ausmacht. Er stellt dar, wie die Unterwerfung des Einzelnen unter Sachzwänge uns noch als „Freiheit“ verkauft wird und „Menschenrechte“ als Kriegsgrund. Letztlich würden alle die vordergründig wohlklingenden Worte wie „Menschenrechte“, „Demokratie“, „Rationalität“, „Humanismus“ etc. (die schon FAZ-Redakteur Frank Schirrmacher als „mit Null multipliziert“ und daher „der Menschheit geraubt“ angesehen hat) zu nichts anderem dienen als zur Legitimierung des totalen Marktes und der Ausschlachtung der verbliebenen Umwelt- und Humanressourcen:

„Dem Neoliberalismus und seiner Ideologie geht es um die Atomisierung sozialer Zusammenhänge und des Kampfes Jeder gegen Jeden. Alles soll „Markt“ werden, nichts mehr so bleiben, wie es einst war.“

Den von den konzernwirtschaftlichen Experten des Weltwirtschaftsforums soeben wieder aufs Tablett gebrachten Wunsch nach globaler „Governance“ denkt Burchardt konsequent zu Ende:

„Das universell wuchernde Konzept der „Governance“ muss daher unbedingt genauer analysiert und politisch bekämpft werden, da es uns zu Insassen einer apolitischen, technokratisch-ökonomistischen Untertanenfabrik macht.“

 

zum Weiterlesen:

“Terror und Technokratie” (Matthias Burchardt)

“Der Griff Großkonzerne nach der Weltherrschaft” (Norbert Häring)

“Endlich: Jetzt schlägt die Stunde der „Experten“! – Über Evidence Based Bullshit” (Nachrichtenspiegel)


Nachwort:

Wir täten eventuell gut daran, es Burchardt, dem Geschäftsführer der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. (Anm.: eine Seite mit interessanten Analysen und Ansätzen zur Überwindung unserer Bildungskatastrophe, die sich ja nicht nur bei der letzten EU-Wahl auch in Form von Wahlergebnissen auswirkt) gleichzutun und etwas genauer hinzusehen. Denn aus dieser Untertanenfabrik wieder hinauszukommen, wenn einmal hineingeplumpst, könnte sich als ausgesprochen langwierig und hundertfach mühsamer erweisen, als wenn wir jetzt die Augen öffnen und um den offenen Gullideckel – aus dem eine zugegebenermaßen betörende Musik schallt – einen Bogen zu machen.

Aber es steht uns natürlich auch frei, die Einladung anzunehmen und direkt in den Gulli hineinzumarschieren. Das ist neben seiner Tragik ja auch die grandiose Größe des freien Willens, der dem Menschen gegeben ist: In der Wahl ist jedermann vollkommen frei. Nur im Tragen der Folgewirkungen dieser Wahl dann eben ganz und gar nicht mehr.

Die Ausrede: „Ich habe es nicht bessser gewusst, ich wurde durch eine raffinierte medial-politisch-ökonomische Maschinerie manipuliert“ wird man aus Sicht der Zukunft nicht gelten lassen. „Dann hättest Du Dich bemüht, diese Maschinerie zu durchschauen“, wird die Antwort lauten. Denn die Mittel dazu und auch der freie Wille, sein Leben auch entgegen der herrschenden Windrichtung entsprechend zu gestalten, sind jedem Menschen in die Hand gegeben. Wir werden dann einsehen, dass der Gegenwind nicht dazu da war, damit wir uns ihm willfährig hingeben, sondern dass wir ihn geradezu nutzen sollten, um besondere Stärke und Fähigkeiten auszubilden. Ein bretonisches Sprichwort sagt: „Eine ruhige See hat noch keinen guten Steuermann hervorgebracht.“ Sehen wir die derzeitige Wetterlage also durchaus sportlich und nützen wir die uns entgegenschlagenden Windböen und Turbulenzen sogar, um im Umgang mit diesen eine besondere Geschicklichkeit zu entwickeln. Wer etwas von Segeln versteht, der weiß, dass man nur die Segel richtig zu setzen braucht, dann kann man auch schräg gegen den Wind segeln und der scheinbare Gegenwind bringt einen zügig voran.

Kentaur (PD)

Nochmals aber zurück zu unserem Willen. Dieser freie Wille, den manche zwar als Fluch ansehen, dem sie durch Künstliche Intelligenz so schnell wie möglich wieder entkommen möchten, ist in Wirklichkeit das kostbarste Gut, über das wir verfügen. Ich verstehe nicht, warum wir seinen Wert so gering schätzen. Allen anderen Ressourcen, die auf Welt knapp oder einmalig sind wie z.B. Gold oder Diamanten, wird ja auch ein entsprechend außergewöhnlicher Wert zugemessen. Und wenn man sich so umsieht: Der Mensch ist das einzige Wesen weit und breit auf diesem Erdenrund, das mit freiem Willen begabt ist, alle anderen Lebewesen stehen unter Determination. Ob er diesen freien Willen nutzt, ist natürlich eine andere Frage und die „streng wissenschaftlichen“Apologeten der neuen Governance (siehe Der Psiram Lehrmeister – Massentaugliches Infotainment und marktkonformer Brainfuck) stellen den freien Willen aus vorhin angeführten Gründen nicht ohne Grund in Abrede, ich weiß), aber betrachten wir es einmal ganz nüchtern: Egal ob Hund, Katze, Alligator oder Gockelhahn: Wenn das Tier hungrig ist, dann kann es nicht anders, als zuzubeißen und zu fressen. Und wenn ein Weibchen vorbeigeht und die Hormone gebieten Paarung, dann kann der Hund /  Kater / Alligator / Gockelhahn nicht anders und muss aufspringen. Der Mensch trägt diese Instinkte und Hormone, die ihn zwingen wollen, ebenfalls in sich, und er ist, was seine Körperlichkeit betrifft, auch mehr tierähnlich als er sich das eingestehen mag – was auch das tiefe Sinnbild des in der griechischen Mythologie dargestellten Kentaurs ist: Ein Wesen, das mit seiner unteren Hälfte ein zotteliges Pferd bzw. tierisch ist, und mit seiner oberen Hälfte Mensch … ein Mensch, der einen Bogen spannt, der also seinen Willen auf ein gewähltes Ziel richten kann.

Die Philosophie hat diesen unteren Bereich bzw. den Tiermenschen nicht verurteilt, aber sie hat doch die Ansicht vertreten, dass es nicht das Ziel sein dürfe, vollendet Pferd zu werden bzw. zum Tier zu mutieren. Sie hat hingegen den umgekehrten Weg gewiesen: Wie wir immer mehr Mensch und damit aus angeblich „alternativlosen“ Determinationen frei werden können. Wobei es leider ein folgenschwerer Irrtum ist, zu glauben, dass man mit seiner Geburt oder mit Abschluss der Schulausbildung (nach Ansicht des Präsidenten der Akademie der Wissenschaften übrigens eine „reine Vertrottelungsanstalt“) bereits vollreifer Mensch sei und sich sich jede individuelle Anstrengung zur Ausbildung von Ethik und innerer Reife erübrige. Menschen aller bisherigen Hochkulturen – die bei weitem nicht so dumm waren für wie wir sie heute halten und wie wir sie in unseren Filmen darstellen -, würden über eine solche Ansicht nur milde lächeln. Sie hatten damals zwar noch keinen entwickelten Intellekt so wie wir heutzutage, damit aber auch noch keinen Abriss zur Natur und keine Verschattung ihres Wahrheitsempfindens gegenüber den Dingen der Welt – vgl. die „Sophia“ (griech. Weisheit), von der sich noch der alte Grieche ganz lebendig durchpulst fühlte und die nichts mit dem abstakten Stroh zu tun hatte, das heute auf unseren Universitäten gebüffelt wird. Eine naturgegebene Weisheit, dank derer er in der Natur einfach schon durch Anblicken und sinnierendes Verweilen bei einer Pflanze intuitiv Heilmittel finden konnte, ohne diese in Rasterelektronenmikroskopen und Thermodilutionschromatographen zu analysieren.

Dass es mittlerweile eine beachtliche Strömung gibt, die die obere Hälfte des Kentauren bzw. des Menschen  am liebsten komplett abschneiden und nur noch ins wohlige Tiersein zurücktauchen möchte, beobachten wir schon seit einiger Zeit. Der Skeptizisten-Vordenker Michael Schmidt-Salomon z.B. bezeichnet sich selbst nur als „Trockennasenaffen mit Haarausfall“. Mit dem homo sapiens, dem zu Weisheit fähigen Menschen, will er ein für allemal Schluss machen. Das einzig Erstrebenswerte, das „wir aufrecht gehenden Deppen“ in dieser „Scheißgegend“ (Science Busters / die Skeptiker) tun könnten, wäre, so Schmidt-Salomon in seiner Bibel für Affen und solche, die es werden wollen: Uns zu „sanften , freundlichen … Affen zu entwickeln“, uns in ein besseres Verhältnis zu „Bruder Schimpanse und Schwester Bonobo“ zu bringen (Zit. aus Hubertus Mynarek, „Vom wahren Geist der Humanität – Die Giordano Bruno Stiftung in der Kritik“, Nibe Verlag 2017).

Die großen Verlage überbieten sich derzeit im Herausgeben von Grundlagenwerken der neuen neoliberalen Religion des Skeptizismus rund um Richard Dawkins, Daniel Dennett, Sam Harris, Christopher Hitchens, Michel Onfrey & Co. Man darf staunen: In einer Zeit, in der angeblich kaum noch Bücher gelesen werden, finden Bücher, die um das gähnende Nichts kreisen bzw. ein Loblied auf den Nihilismus singen, reißenden Absatz. Vielleicht ist der Grund für diesen Durst nach Evidenz des Nichts bzw. der Nichtigkeit des Menschen ein sehr verständlicher. Überbringen die neuen Missionare doch eine „frohe Botschaft“, die der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Hubertus Mynarek in seiner ganzen Banalität benennt: Mit der Skeptizisten-Bibel am Nachtkästchen kann der zeitgenössische Fortschrittsbürger endlich „alle Moral, allen Ballast der Humanität und ihrer Verpflichtungen abwerfen und ganz ins Tiersein, ins schuld- und verantwortungslose Affensein zurücktauchen“ (Mynarek, ebd., S.159 ). Kein Wunder, dass Schmidt-Salomon & Co. heute in keiner Talkshow mit weltanschaulicher Thematik fehlen darf. Mit seiner Weltanschauung des mechanistischen Determinismus, der Negation von Willensfreiheit und ethischer Selbstbestimmung ebnet er den ersehnten Weg zur digitalen Transformation und zur Robotisierung von Mensch und Lebensumwelt, also zur Endlösung der leidlichen Menschheitsfrage und zur Befreiung von der Last des freien Willens.

Die neue Pferde- bzw. Affenreligion wird auch bereits mit – noch verbalem – Feuer und Schwert verbreitet, es wird auf allen Ebenen missioniert, was das Zeug hält. Eine nicht geringe Anzahl an Menschen scheint darin ihre neue Religion gefunden zu haben. Dass es neuerdings eine solche Affenreligion gibt, braucht niemanden verwundern, sondern passt in Wirklichkeit perfekt zur oben geschilderten Agenda der Global Governance. Prof. Mausfeld hat es bereits treffend formuliert: Wir haben es heute mit einer Gegenaufklärung zu tun, die es perfiderweise geschafft hat, sich als Aufklärung zu tarnen. Man kann aus den derzeitigen Bestrebungen trotzdem seine persönlichen Schlüsse ziehen und sich umso mehr um die Entwicklung von dem bemühen, was derzeit durch eine weitgehend perfekt verzahnte Medien-Polit-Wirtschafts-„Wissenschafts-„Meinungsmache-Maschinerie verhindert werden soll: der individuelle Mensch bzw. seine Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit.

Wie schon gesagt, hat jeder von uns nun die Wahl. Er kann der Aufforderung zum Anschluss an die neue Religion einwilligen und fortan am – zunächst fraglos amüsanten – „Gastmahl der Geistlosen“ (Milosz Matuschek) teilnehmen. Oder er kann sich diesem Anschluss verweigern und stattdessen individuelle Wege gehen, sich seinen Geist nicht nehmen lassen, sondern ihn sogar in gesteigertem Maße kultivieren und wertschätzen. Niemand muss nun sogleich zum Sokrates werden oder Goethes gesammelte Werke inhalieren. Denn er wird merken: Hat etwas substanziellen Geist, dann wiegt es ungleich mehr als das intellektuelle Pferdewissen, das die Szientisten ihr eigen nennen. Wenn man nur ein bisschen Geist bzw. abends ein paar Minuten Lektüre eines guten Philosophen auf die Waagschale bringt – und diese Zeilen nicht so aufnimmt wie ein Pferd Stroh frisst, sondern in der Haltung der klassischen Schüler der Philosophie: mit Staunen und sokratischer=nicht-wissender Perspektive (siehe „Ein Survival-Kit für die Apokalypse – Teil 1“) -, dann reicht das aus, um Tonnen an Bullshit aufzuwiegen, der uns heute von allen Seiten bedrängt. Wer diese paar Gramm Geist nicht aufbringt, nun, der mag jetzt ruhig noch ein bisschen lachen und sich in seiner szientistischen Hybris schlau vorkommen, solange er kann, aber es wird ihn einmal vollkommen ausheben und er wird sich dann im Nirgendwo bzw. in der inneren Vermorschung wiederfinden, die jetzt schon immer mehr Menschen ergreift (siehe „Dostojewskijs Traum von der szientistischen Pest“).

Eigentlich ist das DIE Wahl, vor der heute jeder Mensch als Individuum steht: Geist bzw. individuelle Entwicklung oder Geistlosigkeit bzw. Vermassung in einer Orwell’schen Dystopie.  Gegen diese Superbowl-Wahl (siehe Bild oben) verblassen alle anderen Wahlen, die ja im Übrigen mittlerweile so grotesk sind, dass man eigentlich nur noch hoffen kann, dass professioneller, evidenzbasierter Wahlbetrug stattfindet, denn wenn diese Wahlergebnisse echt sind, dann steht es wahrlich nicht allzu gut um uns. Fassen wir also lieber diejenige Wahl ins Auge, die wirklich unser individuelles Schicksal bestimmen wird. Wie unser kollektives Schicksal verlaufen wird, steht in den Sternen und liegt nur in sehr geringfügigem Maße in unserer Hand. Welches individuelle bzw. innere Schicksal wir uns bereiten, liegt hingegen zu 100% in unserer eigenen Entscheidungsvollmacht. Bei dieser Wahl sollte also niemand daheim bleiben und anderen die Entscheidung über sich überlassen.

 

Vaxxed

Muc-24532

Freunde der wahrheitsgemässen Berichterstattung geben auf Bitchute im Suchfeld mal „Vaxxed“ ein…

Avocados: der Dieselskandal unter den Früchten

Alle lieben die grüne Butter vom Baum! Aber weiß auch jeder, wie schädlich die Avocado für die Umwelt und das Klima ist?

HYPNOTISIERTE MASSEN

Jasinna

2014

Kindergarten Gang Bang

In den Medien und sozialen Netzwerken herrscht gerade Entsetzen über eine Gruppenvergewaltigung in Mülheim an der Ruhr. Einige der mutmaßlichen Täter sind erst 12 Jahre alt und damit nicht strafmündig. Das Opfer musste nach massiver Gewaltanwendung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Tat war noch nicht aufgeklärt, da stand Mülheim erneut unter Schock: Gestern, am 9. Juli meldeten die Medien einen weiteren sexuellen Angriff, bei dem sich Jugendliche bzw. Kinder zusammengerottet hatten. Das Opfer hatte diesmal Glück: Beherzte Passanten griffen ein und schlugen die kleinen Gremlins in die Flucht. Einer der mutmaßlichen Täter ist erst 11 Jahre alt.

Wie kommen 11- und 12jährige Kinder auf die Idee, solche Gangbang-„Scripts“ abzuziehen? Vielleicht lassen wir die Migrations-Thematik dabei mal beiseite und nützen wir die aktuellen Geschehnisse, um über etwas nachzudenken, bei dem wir im Allgemeinen genauso achselzuckend weggucken bzw. zugucken wie beim breitflächigen Einsatz von Uranmunition durch die westliche Wertegemeinschaft: Wie eine inzwischen irrwitzig gewordene Pornolawine bereits unseren Kindern systematisch das Hirn verkleistert und mitunter fatale Kurzschlüsse verursacht.

Man mag zum Liedermacher Hans Söllner stehen wie man will. Ja, seine Political Correctness sucht man wohl vergeblich. Auch am spiegelglatten Parkett der Gender-Interpunktation kann er nicht punkten und ist immer noch ein astreiner Tollpatsch. Aber in manchen Angelegenheiten ist er einer der wenigen, die noch 2+2 zusammenzählen können und sich kein Blatt vor den Mund nehmen. Für die Kaulquappenquabbelbrühe, die heute jedes Kind per Knopfdruck aus der Tube seines Matschphone drücken kann, findet er das wohl einzig angemessene Wort: Dreck bzw. Rotz.

Söllner zur aktuellen Gruppenvergewaltigung in Mülheim:

„…Wenn ihr Erwachsenen, ihr Abschaum die diesen Porno Müll produzieren und Millionen damit verdienen, ihr, die uns diesen Dreck in jeden Haushalt senden, diese Pornogesellschaft nicht in den Griff bekommt und sich diesen Wahnsinn schon 8jährige auf ihren Handys ansehen können, dann ist das, was gerade passiert, erst der Anfang.“  (Quelle: Facebook)

Bei den ansonsten so schwätzsüchtigen Grünen Empörern und Geschlechterrechtskämpfern hört man zu diesem – nicht nur zutiefst frauenverachtenden, sondern regelrecht frauenvernichtenden (soweit ich gelesen habe, wird eine „Sexarbeiterin“ durchschnittlich nicht älter als knapp über 40, bevor sie durch Krankheiten, Gewaltanwendung, Medikamente, Drogen oder Suizid aus dem Leben scheidet) – Hardcorebusiness: Schweigen im Walde. Passt wohl irgendwie nicht zum „Darkroom“-Unterricht, den die Gender Madstream-Astroturfer unseren Kleinen angedeihen lassen. Powered by Greenred Bull und „dekonstruktivistischer Sexualpädagogik“ baumeln in Klassenzimmern schon seit einiger Zeit Dildos und Vaginalkugeln, werden unsere Kleinen im Unterricht darüber in Kenntnis gesetzt, dass man auch mit Sado-Maso in der Dunkelkammer voll Spaß haben kann (siehe welt.de). Durch frühkindliche Masturbation für 0-4jährige laut neoliberaler WHO-Richtlinie vorbereitet, sollen die Kinder im Unterricht ein „Puff für alle“ bauen und Analverkehr simulieren. Man frägt sich, was für ein Puff die fortschrittlichen Ideologen im Sinn haben, wo man doch in einer jüngsten ZDF-Doku erfährt, dass Deutschland bereits das größte Bordell Europas und zum Paradies für Sextouristen aus der ganzen Welt geworden ist – Wer sich am Running Sushi schon den Bauch vollgefressen hat, der kann auf Touristenmeilen im ehemaligen Land der Dichter und Denker ins Nebengebäude wechseln. Dort gibt‘s „Happy Hour“ mit „All you can fuck“-Flatrates schon um 99 Euro  (siehe  ZDFinfo: „Bordell Deutschland“ via youtube).

Es gibt in Skandinavien bereits sehr erfolgreiche Modelle mit einem Totalverbot von „Sexarbeit“. Kinder wachsen dort ganz selbstverständlich mit der Haltung auf, dass Frauen keine Nutzobjekte sind, sondern Menschen mit unveräußerlicher Würde und akzeptieren dies. Im Schlamerkelland bzw. im Bundestag, in dem Claudia Roth & Co. gut und gerne leben: kein Thema. Auch zu den Auswirkungen der neuen Frühsexualisierung gibt es bereits erschütternde Praxiserfahrungen, die unsere Bundesregierung aber genauso kalt lassen wie sämtliche wissenschaftlichen Studien über die fatale Wirkung digitaler Medien in der Schule auf Kinder. Fortschnitt muss Fortschritt bleiben. Im Deutschlandfunk erfährt man etwa über eine Mainzer Kita, die geschlossen werden musste, nachdem sich Kinder dort mit sexuellen sadistischen Gewalthandlungen gegenseitig quälten, ihre Kameraden unter Zwang entblößten und ihnen Gegenstände in die Anusöffnungen steckten. Zurück bleibt ein Scherbenhaufen von über 50 schwer traumatisierten Kleinkindern. Michael Huss, Chefarzt der Kinder- und Jugend-Psychiatrie der Rheinhessen-Fachklinik zögert noch mit der Schlussfolgerung,  ob die fortschrittlichen sexualpädagogischen Materialien wie etwa die „Pimmelpuppe Lutz“, deren Plastikpenis die Kleinkinder in die Vulva einer entsprechenden weiblichen Puppe stecken können, denn etwa womöglich doch „altersunangemessen“ gewesen sein könnten:

„Gar nicht so klassisch jetzt im sexuellen Missbrauchssinn zu verstehen, sondern eher eine stark sexuell getönte sadistische Gewalthandlung, die da zwischen den Kindern vollzogen wurde mit Erpressung, Unterdrückung, Demütigung. Das sind sehr sadistisch gewaltgeprägte Impulse, da muss man tatsächlich davon ausgehen, dass sich die Kinder das mit dieser Tönung nicht selbst ausdenken. Und ob das nun pornografisches Material ist, dem die altersunangemessen ausgesetzt waren, oder ob an ihnen selbst auch sexueller Missbrauch verübt wurde, das sind Spekulationen, aber in diese beiden Richtungen geht natürlich unser Denken.“

Auch die Mainzer Staatsanwaltschaft war bei den Ermittlungen in der Kita ratlos und wusste nicht, „wie die Beteiligung von handelnden und betroffenen Kindern zu gewichten ist (…) Wer konkret von den sieben fristlos gekündigten Mitarbeitern und der Leitung als mutmaßliche Beschuldigte in Frage kommt, steht noch nicht fest.“ – am Ende wird es also wieder einmal niemand gewesen sein.

Falls uns also der nukleare Holocaust erspart bleibt, dann dürfen wir uns jedenfalls auf den sexuellen Overkill freuen – in einer Gesellschaft, in der viele Menschen unfähig sein werden für eine wirkliche partnerschaftliche Beziehung, da sie von klein auf dahingehend konditioniert wurden, in ihren Mitmenschen nur ein Lustobjekt für die eigene Triebbefriedigung zu sehen.

siehe dazu auch eine lesenswerte Betrachtung von Wolf Reiser: Die Pornografisierung als globale Waffe

Fotos: pixabay CCO (Quellenlinks: 1 / 2)


P.S.: Der Shitstorm war perfekt, als der böse Putin am Rande der jüngsten G20 Konferenz in Osaka zu sagen wagte, dass diese grandios liberale Sexualpädagogik der westlichen Wertegemeinschaft bereits beginnt, das Leben und die Kultur selbiger Wertegemeinschaft zu zerstören. Putin:

>> Wie könnte man sich vorstellen, dass in einigen europäischen Ländern den Eltern gesagt wird: „Mädchen sollten aus Sicherheitsgründen keine Röcke in der Schule tragen.“ Was ist das für ein Zustand? Hören Sie, die Menschen leben in ihrem eigenen Land in ihrer eigenen Kultur. Was soll das werden? Wie ist es so weit gekommen? Das ist es, wovon ich gesprochen habe. Meiner Meinung nach ist es viel zu weit gegangen, und diese liberale Idee beginnt, sich selbst zu zerstören.  

(…)

Wir [haben in Russland] wirklich eine sehr ruhige Haltung gegenüber der LGBT-Gemeinschaft. Sie ist wirklich ruhig und absolut unvoreingenommen. Wir haben ein Gesetz, für das uns alle getreten haben – ein Gesetz, das homosexuelle Propaganda unter Minderjährigen verbietet. Hören Sie: Lassen Sie einen Menschen erwachsen werden, reifen und dann entscheiden, was er oder sie ist! Lassen Sie die Kinder in Ruhe! Es gibt heutzutage so viele Erfindungen. Ich sagte auch in diesem Interview, dass sie fünf oder sechs Geschlechter erfunden haben, Transformers, Trans…
Sehen Sie, ich verstehe nicht einmal, was das bedeutet. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass dieser Teil der Gesellschaft der Mehrheit aggressiv ihre Meinung aufzwingt. Wir müssen loyaler zueinander sein, offener und transparenter. Ich habe nichts Ungewöhnliches gesagt. Wir müssen jeden respektieren, das ist wahr, aber wir dürfen anderen nicht unsere Standpunkte aufzwingen. Unterdessen zwingen Vertreter der so genannten liberalen Idee ihre Ideen einfach anderen auf. Sie diktieren die Notwendigkeit der so genannten Sexualaufklärung. Die Eltern sind dagegen, und dafür werden sie fast schon ins Gefängnis geworfen. Das ist es, wovon ich gesprochen habe. <<  (Quelle: RT/youtube)

Also wenn der böhse Putin unsere affengeile dekonstruktivistische Sexualpädagogik kritisiert, dann kann ja wohl kein Zweifel bestehen: Dann sind wir am richtigen Weg.

 

Rainer Mausfeld – Weltgewaltordnung der USA beenden

28. Juni 2019
Apostelkirche Kaiserslautern

„Staatsräson contra Völkerrecht – sind wir auf dem Weg in den ewigen Krieg?“

Rainer Mausfeld ist ein deutscher Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel und wurde durch seine 2015 veröffentlichte Kritik an der repräsentativen Demokratie und den Funktionen der Massenmedien bekannt. In seiner Publikation „Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören“ thematisiert er die Verfälschung der ursprünglichen Definitionen von Freiheit und Demokratie und spricht von einer „Wahloligarchie“, in der die Macht der ökonomisch Mächtigen gehört. Außerdem kritisiert er in seinem Werk die Einschränkung des öffentlichen Debattenraums durch eine subjektive Berichtserstattung der Massenmedien in kapitalistisch organisierten Gesellschaften.

Wilde Tiere in der Großstadt

Kein Lebensraum der Welt wächst sich so schnell wie die Städte. Die rasante Urbanisierung führt zum Rückgang der Naturzonen – oft zum Leidwesen der dort lebenden Tierarten. Manche von ihnen haben die Lösung gefunden: Sie ziehen in die Stadt! Im vermeintlich grauen Asphaltdschungel finden Wildtiere mit ein paar Tricks alles, was sie zum Leben brauchen. Und meistern bisweilen ähnliche Herausforderungen wie der Mensch …Die erste Folge von „Tierisch urban“ enthüllt die sagenhaften Strategien, mit denen sich Tiere im urbanen Raum zurechtfinden. Indische Fischotter in Singapur, Netzpythons in Bangkok und riesige Fledermauskolonien in Adelaide – in „Tierisch urban“ entdeckt der Zuschauer berühmte Metropolen aus neuer Sicht.

Das Transen-Paar des Verderbens (Wie Angst und Hass gerade unsere Gesellschaft auffressen – und wie man sich vor jenen rettet)

154_Wolkenlandschaft

Vergiftet im Schlaf

Wer im derzeitigen „Wer nicht hüpft, der ist …“ – Rinderwahnsinn nicht mehr weiß, wo Links und Rechts und wo Oben und Unten zu verorten sind, und der daher vielleicht an seiner eigenen Vernunft und psychischen Gesundheit zweifelt, der sei beruhigt: Er kann nichts dafür. Er ist selbst Opfer. Er wurde vergiftet.

Das Gift, das ihm täglich dargereicht wird, besteht aus einer unseligen Mischung zweier hochtoxischer Komponenten, über die man auch als chemischer Laie Bescheid wissen sollte, wenn man in heutiger Zeit, in welcher laut Peter Sloterdijk „der Lügenäther so dicht ist wie zu Zeiten des Kalten Krieges nicht mehr“, überleben will: Angst und Hass. Um sie zu verstehen, muss man wissen, dass die beiden Geschwister sind. Hass ist sogar der regelrechte Zwilling von Angst und diese beiden Gebrüder können sich auch fließend ineinander umwandeln. (Gender-Disclaimer: Ob’s jetzt Gebrüder sind oder Geschwister oder Neutra, lass‘ ich jetzt mal dahingestellt. Bitte mir solche Simplifizierungen also nicht übelzunehmen und mich als transphob abstempeln.)

Derzeit wird über massenmediale Mechanismen in gewaltigem Maße Angst (von lat. angustia – ‚die Enge‘ und angor – ‚das Würgen‘) in die Atmosphäre und damit in die Köpfe und Herzen der Menschen geblasen – auch und gerade durch die scheinbar so souveränen und beruhigenden Hochglanzmoderatoren und TV-Formate, die suggerieren, dass wir alle, die wir Merkel oder Habeck wählen, doch zu den anständigen Bürgern gehören und alles Gute und Gerne auch weiterhin Gut bleibt, notfalls man die faul vermorschte Borke eben mit Beton eingießen muss.

All diese massenmedialen Informationen, die im Wesentlichen nur als Vehikel für tendenziöse Meinungsmache und mit ihrem Wahrheitsgehalt als Zierrat gut verpackte Lügen und Manipulationen dienen (und die umso überzeugender klingen, wenn sie der verkündende Journalist bzw. Talkmaster selbst internalisiert hat und fraglos für das Rechte hält), bewirken in unserem Inneren nichts anderes als gewaltige Gärungen und Kurzschlüsse. Sie sind auch beim besten Willen nicht auf die Reihe zu bringen und aufgrund ihrer Toxizität auch nicht verdaulich. Auf der Ebene ihres Intellekts lassen sich die Menschen mit diesen massenmedialen Inhalten reinlegen, aber unterbewusst spürt jeder Mensch sofort die Wahrheit bzw. dass das alles Lüge bzw. Manipulation ist – und wenn Bewusstes und Unterbewusstes nicht mehr zur Deckung zu bringen sind, sondern sich sogar diametral widersprechen, dann hat der Mensch das Gefühl, dass er demnächst durchdrehen muss. Die Furcht, die all die unwahren und tendenziös verbrämten Inhalte im Menschen auslösen, wandelt sich dann leicht in Hass. Und dann ist natürlich die Gefahr da, dass sich Menschen Ventile für diesen Hass suchen.

Das besonders Perfide: Auch diese Ventile bzw. die Zielobjekte, an denen sich der Hass entladen kann, werden den Menschen von den Leitmedien vorgegeben: Arbeitslose, Russland, Putin, Verschwörungstheoretiker etc. … – momentan gut beobachtbar z.B. an „Impfverweigerern“, auf welche sich in den Foren ja gerade der geballte Wust an Angst und Hass entlädt, da die Zwangsimpfungsgegner durch ihr Beharren auf Selbständigkeit und Mündigkeit des Individuums vermeintlich „den Herdenschutz gefährden“. Und wenn’s um die Herde geht, dann ist bekanntlich Schluss mit Lustig. Eine riesige Industrie giert nach dem Fleisch, der Wolle und den Organen dieser Herde. Ihre Schäfer werden daher nicht tatenlos zusehen, wie sich die Individuen dieser Herde emanzipieren und eigene Wege gehen wollen. Damit die Herde im sicheren Gatter im Zaum gehalten wird, leisten die „streng wissenschaftlichen“ Gatekeeper der herrschenden Lehre (laut Noam Chomsky: „die säkularen Hohepriester der Machtelite“) derzeit einen tadellosen Job.

Von Goebbels lernen heißt siegen lernen

Es ist im Prinzip das Gleiche wie zu Goebbels Zeiten, als das System wirtschaftlich und moralisch eigentlich bankrott war. Dass die Wirtschaft damals nicht komplett eingebrochen ist, konnte man nur verhindern, indem man die Bedrohungs-/Aufrüstungs-/Kriegskarte ausgespielt hat. Auch heute wird diese Pik Ass Karte wieder schamlos ausgespielt, selbst wenn die Mär vom bösen Russen inzwischen kaum noch jemand glaubt.

Auch damals wurde den Bürgern über die massenmedialen Kanäle präsentiert, wer an der ganzen Misere schuld sein soll: die Juden, Sinti und Roma, die „Asozialen“, die „Intellektuellen“, ethnische und religiöse Minderheiten wie die Zeugen Jehovas etc. Blöd dabei war nur: nachdem man all diese Sündenböcke in KZs entsorgt und eingeäschert hatte, hatte sich an der eigentlichen Misere nicht das Geringste geändert, sondern ist der Arschlochfaktor sogar nur noch ins Unendliche gestiegen, bis die ganze Propagandamaschinerie schließlich in einem großen Scherbenhaufen geendet hat.

An sich könnte man diesen Teufelskreis aus Angst und Hass (der wiederum zur Projektion auf an sich harmlose Sündenböcke bzw. Randgruppen führt) jederzeit durchbrechen. Man kann sich sogar mit der Angst anfreunden und ihr einige positive Seiten abgewinnen. Sie macht einen z.B. wach für gewisse Umstände und kann einem dazu verhelfen, Verdrängungen und fatale Irrwege zu vermeiden. Hätte der Bergsteiger beim Besteigen eines vertikalen Felsens nicht auch eine Portion Angst, dann würde er womöglich leichtsinnig seinen Hals riskieren. So würde man auch den scheinbar völlig angstbefreiten und euphorischen Wissenschaftlern, die Mensch und Umwelt durch Hochrisikotechnologien wie Gen-, Bio- und Nanotechnologie gerade neu erschaffen wollen, bei ihrem täglich fortschreitenden Treiben eine gesunde Portion Angst wünschen. Denn sie könnten nicht nur selbst in den Grand Canyon abstürzen, sondern uns alle dorthin mitreißen.

Orwells Hasstage zur Kompensation der Lebenslüge

Und erst wenn man sich seiner Angst bewusst ist, kann man bewusste Schritte zur Überwindung festgefahrener Verhältnisse setzen und neue Wege eröffnen. Solange die Angst jedoch im Unterbewussten bleibt, und man sie sogar mit krampfhaft euphemistischen Bekundungen von Begeisterung und Fortschrittswillen zu kaschieren versucht, ist das Unglück fast schon vorprogrammiert und das Aufwachen aus dem Fortschrittstraum wird umso ernüchternder sein. Denn dort unten im Unterbewussten ist die Angst nicht minder real und wirkt von diesem Keller-Stützpunkt auch ohne Unterlass und mobilisiert gewaltige Kräfte … die sich eben jederzeit in Hass verwandeln können. Inzwischen ist die angestaute Angst so groß geworden, dass sogar das Potential besteht, dass ganze Länder mit Wahnsinn überzogen werden. George Orwell hat uns wie mit vielem anderen davor gewarnt, dass man in Zukunft „Hasstage“ feiern wird, an denen sich der Wust an innerer Frustration und Hass auf Andersdenkende in emotionalen Gemetzeln entladen kann.

Das Fatale in der heutigen Situation ist nur: Indem wir nun schon jahrzehntelang, viele von uns schon von Kindesbeinen an, mit demjenigen konditioniert wurden, was Vaclav Havel ein Leben in der „Lebenslüge“ genannt hat, ist der Anblick der Wahrheit nun umso schmerzvoller. Wir haben mit dem Huldigen dieser Lebenslüge bzw. mit der Illusions- und Entertainmentmaschinerie dieses Systems gewaltig viel Lebenszeit verloren und sind jetzt gewissermaßen in einer Situation wie ein Student, der vor schwierigen Prüfungen steht, in denen er Integral- und Infinitesimalrechnungen lösen soll, aber er nicht einmal die vier Grundrechenarten beherrscht.

Da wir der Wahrheit bisher weitgehend den Zugang zu unserem Inneren verwehrt haben, ist der Druck, den diese verdrängte – ebenfalls nicht nur außen, sondern in uns selbst bzw.  unserem Unbewussten lebende –Wahrheit ausübt, nun umso größer. Die Angst vor der Wahrheit hat sich bei vielen sogar schon in Hass auf die Wahrheit gewandelt, sodass sie mit aller Verve gerade diejenigen hasserfüllt attackieren, die es wagen, auf irgendeinem Gebiet des Lebens eine Wahrheit anzusprechen und damit die Lüge zu demaskieren. Ganze Bewegungen und politische Parteien formieren sich, um krampfhaft den Deckel am Topf der Lebenslüge zu halten, obwohl dieser bereits überquabbelt – so wie die mittlerweile schon über 10.000 Mitglieder zählende radikalnihilistisch-szientistisch-transatlantische Gwup-/Psiram-/Skeptikerbewegung, die nun auch über einen politischen Arm in Form der Partei „Die Humanisten“ verfügt und bei der jüngsten EU-Wahl immerhin 62.600 Stimmen und damit im ersten Anlauf stattliche 0,2% der gesamten Wählerstimmen einfahren konnte. Um ein Haar wären die Freunde Monsantos und transhumanistischen Science Busters („Wir wollen mit neuen Technologien den Weg zum Körper 2.0 ebnen“) damit im Europaparlament gelandet und hätten uns von dort aus den totalen Scihad zu erklären können – medial wirksam ins Fußvolk breitgetreten durch ihren hauseigenen „Humanistischen Pressedienst / hpd“ bis in die Leitmedien, mit deren Redaktionen die Gwupper bestens vernetzt sind.

Das Gegengift: Mut zur Wahrheit

Der Autor Dirk C. Fleck kommt daher nicht von ungefähr dazu, dass er meint, die Wahrheit sei dem durchschnittlichen Bürger heute gar nicht mehr zumutbar. Fleck spricht dabei allerdings von der Masse bzw. der Majorität. Diese sollte im derzeitigen Unwetter nicht unser Maßstab sein. Denn es hat in der gesamten Geschichte der Menschheit noch nie einen Fortschritt gegeben, wenn man sich an der Masse orientiert hat. Fortschritt ist immer nur vom einzelnen Individuum ausgegangen bzw. von kleinen Gruppen, die sich aus solchen freien Individuen, die über den Tellerrand hinauszublicken wagten, zusammengefunden haben, und zwar ganz ohne Zwang, sondern nur einem humanen Ideal verpflichtet.

In welche Richtung die Masse marschiert, darf uns in der jetzigen Situation also nicht groß bekümmern oder frustrieren, so tragisch es auch sein mag. Umso wichtiger ist es auch heute, dass sich möglichst viele Individuen – auf ihre jeweils individuelle Art, die man niemals für allgemeinverbindlich erklären darf – zu mehr Wahrheit oder etwas bescheidener ausgedrückt: zu mehr Mut zur Wahrheit durchringen. Denn ganz Unrecht hat Dirk Fleck nicht: Die Wahrheit ist gewaltig – auch die Wahrheit über die Verhältnisse des eigenen Inneren, in dem ebenfalls respektable und gut gemästete Feinde namens Gier, Eitelkeit, Unehrlichkeit, Ignoranz etc. lauern – und man braucht durchaus starke Sicherungen, um den Strom dieser äußeren und inneren Realitäten aushalten zu können. Wenn wir uns in den Strom der Wahrheit allerdings nicht einklinken, dann wird er sich andere Wege suchen – als Kriechstrom unerwartete Wege gehen und gewaltige Kurzschlüsse verursachen. Die Blackouts, die nach diesen Kurzschlüssen eintreten werden, wieder zu erhellen, würde tausendmal anstrengender sein als die vermeintliche Anstrengung, uns aus dem heuchlerischen System des „Manufacturing Consent“ aufzurichten und mit der Wahrheit zu konfrontieren, die wir derzeit noch scheuen wie die Teufel das Weihwasser.

Wer sich allerdings mit der Wahrheit konfrontiert und sich ihr täglich ein Stück weit mehr annähert (und mit „Wahrheit“ ist hier nicht nur das Anschauen der globalen Schrecknisse und Machenschaften der Tagespolitik gemeint, sondern auf der anderen Hand auch das Vertiefen in positive Ideale über Sinn und mögliche Ziele des menschlichen Daseins, wie sie uns die europäische Geistesgeschichte ja ebenfalls in reichlichem Überfluss zur Hand gibt – man muss bloß zugreifen), auf den hat das vorgenannte Transen-Paar des Verderbens keinen Zugriff mehr. Er wird dadurch nicht nur weitgehend immun gegen die Giftwirkung der medialen Lügenschwaden, die heute die Atmosphäre durchziehen, er wird auch fähig zu einer wirklich revolutionären, da individuell gegründeten Haltung mit sehr weitreichender Wirkung. Wenn er selbst Zeuge von Lüge, Rufmord oder Korruption wird, dann wird er das Spiel nicht mitspielen, sondern Rückgrat behalten. Er wird dann die Kraft zur Verfügung haben, im Sinne von Lothar Zanetti nicht mitzulachen, wenn alle lachen, nicht mitzuspotten, wenn alle spotten und zu denken, was keiner wagt zu denken:

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht.

 

Foto: pw/nachrichtenpiegel.de

Gut, besser, vegan? | Doku | ARTE

Moderner Veganismus, der auf nichts verzichten will, ist der neue Lifestyle einer jungen, gesunden Generation: Pariser Gourmetrestaurants mit veganen Spitzenkreationen, vegane Supermärkte in deutschen Großstädten, Prominente und Blogger, die im Netz Rezepte für vegane Torten und Cupcakes teilen. Aber Veganismus ist nicht einfach eine modische Variante des Vegetarismus, sondern ein neues Profit versprechendes Forschungs- und Geschäftsfeld. Unzählige Möglichkeiten, Milch, Käse, Eier und Wurst durch ein veganes Trompe-Œil zu ersetzen, drängen auf den Markt. Veganer essen kein Fleisch, trinken keine Milch und verzichten aufs Frühstücksei. In den USA ist die vegane Welle längst ein Tsunami. Und ein Milliardengeschäft. Kein Wunder, dass sich in Kalifornien die ersten Biotech-Firmen gegründet haben, um Milch- und Fleischprodukte aus der Retorte herzustellen. Sind vegane Produkte aus dem Labor die bessere Wahl? Sind sie gesund? Wie „grün“ und nachhaltig sind sie eigentlich? Und ist „vegan“ moralisch der bessere Lifestyle? Der Berliner Journalist John Kantara ist ein Genussmensch. Er kann sich ein veganes Leben nicht vorstellen, er liebt das Kochen, das Grillen, das Braten. Fleisch gehört bei ihm fast immer dazu. Auf der anderen Seite sieht er die Probleme der Massentierhaltung, der begrenzten Ressourcen und die Notwendigkeit, das Konsumverhalten zu ändern. Ist Veganismus im 21. Jahrhundert der einzige ethisch vertretbare Lebensstil? John Kantara begibt sich auf eine spannende und nicht nur für ihn erhellende Reise zu den Visionären der Veganerszene.

5G-Apokalypse – Das Ausrottungsereignis

Das 5G-Zeitalter soll kommen, besser gesagt die „5G-Apokalypse“. Zumindest nennt es so Sacha Stone in seinem höchst alarmierenden und aufrüttelnden Dokufilm. 5G-Technologie wurde bereits im 2. Weltkrieg als militärische Waffe verwendet. Wird uns über 5G die Wahrheit gesagt?

Giftige Saat

Bauer Michel bricht auf seinem Hof zusammen; es wird Leukämie festgestellt. Sein alter Freund Guillaume, Parlamentsabgeordneter, wird durch den Vorfall stark motiviert: Endlich will er sich für einen Gesetzesentwurf gegen das Pestizid einsetzen, das Michel stets verwendete.

2018 wurde Jean-Xavier de Lestrades Mini-Serie beim Fernsehfilm-Festival von La Rochelle prämiert.

Demo gegen die Impfpflicht am 15.06.19 in Köln

Hier der Flyer zur Veranstaltung:

http://www.diebandbreite.de/wp-conten…

 

Gaby Weber: Monsantos Mitgift für Bayer

Die Übernahme des Agrarkonzerns Monsanto durch Bayer ist bisher nicht gerade eine Erfolgsgeschichte. In der neuen Ausgabe von Summa Summarum erklärt die Journalistin Gaby Weber, wie es zu der Übernahme kommen konnte, obwohl gegen Monsanto in den USA Sammelklagen anhängig sind.

https://www.heise.de/tp/features/America-First-oder-wer-profitiert-vom-Deal-Bayer-Monsanto-4424220.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom

Rainer Mausfeld über Anarchismus, Wikileaks, Prinzipien der Demokratie & die Rolle der Wirtschaft

In Teil 1 dieses exklusiven Interviews mit Rainer Mausfeld, Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel und Autor des Buches „Warum schweigen die Lämmer“, reden wir über seinen Werdegang und darüber, wie sich seine Ansichten und Ideen über die Zeit entwickelt haben. Wir nehmen auch den Begriff Anarchismus unter die Lupe, betrachten seinen historischen Kontext und was man heute darunter verstehen sollte. Daneben sprechen wir über das Verständnis von Demokratie, was die Grundvoraussetzungen dafür sind und wie Wirtschaft in einer Demokratie aussehen sollte. Schließlich reden wir auch über die Rolle der Medien und des Finanzsektors in unserer Gesellschaft und was der Fall Julian Assange & Wikileaks für unsere Demokratie bedeutet.

Geheime Monsanto Akten ☠️ Gift in Essen & Politik

Die geheimen Monsanto-Listen: Kritiker überwachen & umerziehen!

Wie sicher sind Impfstoffe wirklich?

Dr. Klaus Hartmann arbeitete zehn Jahre lang von 1993 bis 2003 als Impfstoff-Zulasser bei der obersten Bundesbehörde Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Wegen immer neuen Todesfallmeldungen zum 6-fach-Impfstoff Hexavac, die keine Konsequenzen nach sich zogen, kündigte er dort. Dann als privater Kinderarzt und Impfschaden-Gutachter tätig.

Weizen: Ein ungesundes Lebensmittel?

Weizen ernährt die Welt. Aber ist er ein ungesundes Lebensmittel? Die Doku „Weizen im Visier – Lebensmittel oder Krankmacher?“ zeigt, warum dieses Lebensmittel in Verruf geraten ist.

Immer mehr Menschen leiden an einer Weizenunverträglichkeit. Was verursacht diese diffusen Beschwerden, die auch viele Ärzte immer noch vor Rätsel stellen? Die Forschung ist sich uneins …

Fabelhafte Pflanzenwelt

Jürgen Feder ist Diplomingenieur für Landespflege, Flora und Vegetationskunde und Deutschlands populärster Extrem-Botaniker. Jahrelang war er im Umweltschutz aktiv, bekam jedoch keine Aufträge mehr, weil er zu viel wusste. In seinen Büchern und in Talk-Shows wirbt er mit Leidenschaft und Begeisterung um Aufmerksamkeit für eine Pflanzenvielfalt, die wir gerade zerstören. Als Chef- Kartierer hat er mehr als 800 000 Pflanzen gesammelt. Aufregend findet er den botanische Dschungel Deutschland: Gleich vor der Haustür, auf der Deponie oder hinter der Autobahnleitplanke warten spannende Gewächse darauf entdeckt zu werden, denn das Essen liegt auf der Straße.

Die letzten 100 Artikel