Ernährung

Diese Kategorie enthält 24 Artikel

Avocados: der Dieselskandal unter den Früchten

Alle lieben die grüne Butter vom Baum! Aber weiß auch jeder, wie schädlich die Avocado für die Umwelt und das Klima ist?

Giftige Saat

Bauer Michel bricht auf seinem Hof zusammen; es wird Leukämie festgestellt. Sein alter Freund Guillaume, Parlamentsabgeordneter, wird durch den Vorfall stark motiviert: Endlich will er sich für einen Gesetzesentwurf gegen das Pestizid einsetzen, das Michel stets verwendete.

2018 wurde Jean-Xavier de Lestrades Mini-Serie beim Fernsehfilm-Festival von La Rochelle prämiert.

Gaby Weber: Monsantos Mitgift für Bayer

Die Übernahme des Agrarkonzerns Monsanto durch Bayer ist bisher nicht gerade eine Erfolgsgeschichte. In der neuen Ausgabe von Summa Summarum erklärt die Journalistin Gaby Weber, wie es zu der Übernahme kommen konnte, obwohl gegen Monsanto in den USA Sammelklagen anhängig sind.

https://www.heise.de/tp/features/America-First-oder-wer-profitiert-vom-Deal-Bayer-Monsanto-4424220.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom

Weizen: Ein ungesundes Lebensmittel?

Weizen ernährt die Welt. Aber ist er ein ungesundes Lebensmittel? Die Doku „Weizen im Visier – Lebensmittel oder Krankmacher?“ zeigt, warum dieses Lebensmittel in Verruf geraten ist.

Immer mehr Menschen leiden an einer Weizenunverträglichkeit. Was verursacht diese diffusen Beschwerden, die auch viele Ärzte immer noch vor Rätsel stellen? Die Forschung ist sich uneins …

Fabelhafte Pflanzenwelt

Jürgen Feder ist Diplomingenieur für Landespflege, Flora und Vegetationskunde und Deutschlands populärster Extrem-Botaniker. Jahrelang war er im Umweltschutz aktiv, bekam jedoch keine Aufträge mehr, weil er zu viel wusste. In seinen Büchern und in Talk-Shows wirbt er mit Leidenschaft und Begeisterung um Aufmerksamkeit für eine Pflanzenvielfalt, die wir gerade zerstören. Als Chef- Kartierer hat er mehr als 800 000 Pflanzen gesammelt. Aufregend findet er den botanische Dschungel Deutschland: Gleich vor der Haustür, auf der Deponie oder hinter der Autobahnleitplanke warten spannende Gewächse darauf entdeckt zu werden, denn das Essen liegt auf der Straße.

Brexit: USA freuen sich schon auf britische „Partner“

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte sich für die Vereinigten Staaten lohnen. Dort freut man sich schon darauf, mit den unabhängigen Briten ein Abkommen auszuhandeln. Für die gewöhnlichen Menschen stellen sich diesbezüglich die allseits bekannten Fragen nach Chlor-Hühnchen und Hormon-Fleisch Importen aus den USA.

Doch womöglich wären Verhandlungen mit den USA derzeit aus gänzlichen anderen Gründen mit Vorsicht zu genießen. Die britische Position ist momentan schwach. Die USA wären ein entsprechend harter Verhandlungspartner. Mehr auf unserer Webseit

NRW-Untersuchungsausschuss: Die Hacker-Affäre, die keine war

Hat die Landesregierung in der „Hacker-Affäre“ um die frühere Agrarministerin Christina Schulze Föcking die Öffentlichkeit getäuscht?

Hat eigentlich jemand mal nachgefagt, wie es den Schweinen geht bzw. ob es ihnen jetzt besser geht?

Tierquälerei für Weihnachten

Die Franzosen und ihre Stopfleber

Weihnachten steht vor der Tür. Und in Frankreich ist dieses Fest undenkbar ohne eine ganz bestimmte Speise.

Gesundheit und Gesundung durch (richtige) Ernährung … in wenigen Worten

13 ernährung pixabay

(Anm. d. Red./parkwaechter:) Schlechte Ernährung ist wohl ein gewichtiger Grund, warum sich heute viele Menschen in einem dermaßen antriebsschwachen, passiven Zustand befinden. Um auf diesem Gebiet des Lebens zum Nachdenken anzuregen, begrüßen wir eine Diskussion und veröffentlichen auch kontroverse Ansichten, denen wir uns nicht vollumfänglich anschließen können. Eine Diskussion bzw. ein Aufbrechen der herrschenden Dogmen auf dem Gebiet der Ernährung erscheint insbesondere deshalb vonnöten, als dieses – äußerst umsatzträchtige – Themenfeld heute in ähnlich „alternativloser“ Weise von „Experten“ der herrschenden Lehre dominiert wird wie geopolitische und wirtschaftliche Themen. Gerade durch eine gesündere Ernährung ließen sich nicht nur viele Zivilisationskrankheiten weitgehend vermeiden, auch die psychische Befindlichkeit kann sich schnell aufhellen und damit mehr Aktivkraft zur Auseinandersetzung mit der sozioökonomisch-politischen Realität und ihren manipulativen Techniken des „manufacturing consent“  freisetzen. Insofern könnte ein Ändern der Ernährungsgewohnheiten auch die substanzielle Basis geben, um die heute vorherrschende Apathie zu überwinden und wieder zu einem angemessenen Selbstbewusstsein und Handeln zu kommen.

Wir danken daher dem Autor des nachfolgenden Artikels für seine Denkanstöße und Hinweise auf alternative Sichtweisen. Da der „Beirat“ des Nachrichtenspiegel auch ärztliche Kompetenz sowie Personen umfasst, die ebenfalls eine jahrzehntelange Erfahrung mit bewusster Ernährung haben, sehen wir uns jedoch verpflichtet, auf die Eigenverantwortlichkeit des Lesers im Umgang mit den ggst. Empfehlungen hinzuweisen. Maßnahmen, die schon nach kurzer Zeit unzweifelhaft gesundheitlich positive Effekte bewirken, können bei einseitiger Handhabung auch zu einem langfristigen Ungleichgewicht und wiederum zu pathologischen Tendenzen führen. Da in unserer zu Extremen neigenden Zeit auch der Umgang mit Ernährung und mit Nahrungsergänzungsmitteln oftmals in unverhältnismäßiger Weise praktiziert wird (und Links gerne zu Hypes werden), sehen wir uns insbesondere zu folgenden Hinweisen verpflichtet:

ad 1.) Rohkost

Rohkost besitzt ohne Zweifel einen außerordentlich vitalisierenden Effekt und kann insofern für unsere eher träge Stoffwechsellage sehr heilsam sein. In Form einer gezielten Diät oder auch als regelmäßige Beigabe zu den Mahlzeiten kann Rohkost daher einen wertvollen Beitrag zum Gesundwerden und -bleiben leisten. Insb. auch bei Gelenksbeschwerden zeigen sich bei Patienten oft erstaunliche Verbesserungen. Im Allgemeinen fühlt man sich leichter und es nimmt die vitale Expansionskraft zu. Wie bei allen Dingen im Leben kann man jedoch selbst förderliche Dinge einseitig verstehen, sodass sie sich dann wieder kritisch auswirken. Aristoteles hat daher die Tugend als das Maß der Mitte zwischen zwei Polaritäten definiert (also nicht eine bloße Dualität zwischen Gutem und Schlechtem). Er gibt dabei z.B. das Beispiel von Geiz: Man könnte zunächst meinen, es wäre für einen geizigen Menschen unbedingt gut, wenn er nun die Großzügigkeit pflegt. Was passiert aber, wenn er diese Großzügigkeit übertreibt? – Er wird verschwenderisch!  Oder ein feiger Mensch, der Mut kultiviert. Was passiert, wenn er den Mut überspannt? – Er wird halsbrecherisch! So gilt es mE. auch hinsichtlich Rohkost eine gesunde Position der Mitte zu finden, wenn man nicht in Einseitigkeiten landen will. Man könnte sagen, dass Rohkost eine Herausforderung und damit eine Zunahme elementarer Willenskraft bewirkt – man muss sich dabei ja im wörtlichen Sinne „durchbeißen“. Im Vergleich zu gekochter Nahrung wird an unsere Verdauung dabei eine wesentlich höhere Anforderung gestellt, sie trainiert sich also quasi daran, diese elementare Naturnahrung aufzuschließen und auf ein für den Körper verwertbares Niveau zu bringen (was durch die Wärme beim Kochprozess der Verdauung zum Teil abgenommen wird). Die positiven Effekte dieser Anforderung  sind unbestritten. Auf der anderen Seite fördert gekochtes Essen eher das Denk- und Empfindungsvermögen, also mehr die innerliche Seite des Menschen – eine Seite, die heute ebenfalls stark geschwächt wird (und die man aus der Sicht eines Nachdenkmagazins  beim Leser nicht noch mehr reduzieren sollte). Würde man nur gekochtes Essen zu sich nehmen, dann würde die Verdauung zu träge werden, mit den bekannten Folgen von Übersäuerung etc. Würde man jedoch nur Rohkost zu sich nehmen, dann eignete man sich damit im Übermaß eine der Natur entlehnte vitale Kraft an, die ebenfalls nicht dem Maß der Dinge entspricht und zu Einseitigkeiten des inneren Befindens führen kann. Auch wird dem Organismus durch reine Rohkost auf Dauer zu viel Wärme entzogen  (die er zur Bewältigung der unaufgeschlossenen Rohkost aufwenden muss), was den primär gesundheitsfördernden Effekt der Rohkost dann wieder zum Kippen bringen kann.

ad 2.) Fleischkost / Vegane Ernährung

Ein sehr kontroversielles Thema, zu dem es viel zu sagen gäbe. Hier nur in Kürze: Zweifellos wäre eine Reduktion der Fleischkost für die Mehrzahl der Menschen und auch für unseren Ökohaushalt eine Wohltat. Dass die Bedingungen der Massentierhaltung indiskutabel sind und mit unsagbarer Qual einhergehen, dürfte wohl jedem bekannt sein. Man muss jedoch anmerken, dass es auch Menschen mit dermaßen geschwächtem Organismus gibt, der mit rein vegetarischer oder gar veganer Kost nicht gut zurecht kommen würde, da er schnell aufschließbare Energie von Fleischgerichten oder zumindest von proteinreicher Nahrung aus Eiern, Milchprodukten oder Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen etc.) benötigt. Umgekehrt gibt es auch Menschen, die Fleischkonsum direkt krank macht. Die Fleischindustrie hört es nicht gerne, aber es gibt Fälle, wo Menschen, die eine natürliche Abneigung gegen Fleisch gehabt haben, aufgrund „wissenschaftlicher“ Empfehlungen zum Fleischgenuss genötigt wurden und daraufhin umgehend erkrankt sind.

ad 3.) Vitamin D

Wir haben es in den Themengebieten Medizin und Chemie heute mit der paradoxen Situation zu tun, dass sich vieles, was als besonders gut propagiert wird,  wenn man die Hintergründe recherchiert, in Konsequenz, insbesondere bei langfristiger Anwendung, als sehr abträglich herausstellen kann – und auch umgekehrt. Die (kurz- oder mittelfristigen) positiven Aspekte diverser Maßnahmen mögen dabei nicht einmal von der Hand zu weisen sein und sind „wissenschaftlich“ untermauert. So erleben wir derzeit auch hinsichtlich Nahrungsergänzungsmittel, Impfungen, Hormontherapien, Cholesterin, Blutdruck, LED-/Energiesparlampenlicht, Sonnencremes mit Faktor 40 und eben auch Vitamin D eine überwältigende Flut an Empfehlungen von Seiten der Wissenschaft und der Pharmaindustrie.

Was die Ursache für den heute weit verbreiteten Vitamin D-Mangel bzw. für eine offensichtlich mangelhafte Verwertung von Sonnenlicht ist, wäre unbedingt diskussionswürdig. Die Substitution durch künstliche Vitamingaben erscheint dabei als naheliegend. Soweit ich von Ärzten, die sich etwas intensiver mit dem Thema Vitamin D befasst haben, erfahren habe, sind die langfristigen Folgen von künstlichen Vitamin D-Gaben jedoch hochproblematisch. Dies insbesondere, wenn man weiß, dass „Vitamin D“ gar kein Vitamin, sondern eigentlich ein Hormon ist. Dass die Gabe synthetischer Hormone im Organismus zu unabsehbaren Nebenwirkungen führen kann, ist bekannt (Hormone sind immer so etwas wie Schlüsselsubstanzen, d.h. sie sperren etwas auf oder zu, regeln damit den Haushalt aller anderen Vorgänge im Körper, bringen oft also eine massive Interventionen in die an sich weisheitsvoll abstimmten Vorgänge im biochemisch-elektrischen Haushalt unseres Organismus). Von den lange Zeit zum Standard erhobenen und immer noch praktizierten Östrogengaben für Frauen im Wechselalter weiß z.B. man inzwischen, dass sie die Neigung zu Brustkrebs fördern können.  Die Wirkung von Vitamin D ist eine äußerst komplexe. Insbesondere in Kombination mit den heute obligatorischen Calcium-Gaben wirkt sie sich nach vertraulicher Auskunft befreundeter Ärzte jedoch langfristig verheerend aus und fördert regelrecht die Tendenz zu Arteriosklerose und Verhärtungen. Aus biochemischer Sicht zwingen künstliche Vitamin D-Gaben unsere Verdauung zu einer erhöhten Calcium-Aufnahme. Es wird also viel mehr Calcium eingelagert, als dem individuellen Maß entspricht – wiederum mit langfristig nachteiligen Wirkungen für Gefäßwandungen etc. Aus der Medizingeschichte ist bekannt, was mit Kindern geschehen ist, denen man früher hochdosierte Vitamin D-Gaben verabreicht hat: Sie sind an verhärteten Gefäßwandungen gestorben.

Der aufmerksame Beobachter kann des Weiteren feststellen, wie  künstliche Vitamin D-Gaben nicht nur mit Gefäßverhärtungen, sondern vielfach auch eine innere Verhärtung bzw. eine Verengung des menschlichen Horizontes und Verarmung des Innenlebens einhergehen können (aus der Sicht eines Nachdenkmagazins ebenfalls wenig wünschenswert). Wer die Möglichkeit dazu hat, mag anstatt künstlicher Vitamin D-Gaben daher auch an regelmäßige Sonnenbäder mit aufgestrickten Ärmeln und wenn möglich freiem Bauch und Beinen denken – hebt im Übrigen die Stimmungslage ungemein, selbst wenn man das nur für wenige Minuten praktizieren kann! Dann wird das im Blut zirkulierende Provitamin D zu vollkommen unbedenklichem – körpereigenem – Vitamin D umgewandelt und im Organismus eingelagert – quasi als gespeicherte Sonnen-/Lichtwirkung.

ad 4.) Milch

Milchprodukte führen heute bei vielen Menschen zu Unverträglichkeiten und stehen in Verdacht der Beteiligung bei chronischen Krankheiten. Bemerkenswert ist dennoch, dass selbst schwere Milchallergiker mitunter kein Problem mit Milch haben, die aus guter biologischer Freilandhaltung stammt. Die Unverträglichkeit von Milch mag daher weniger im Produkt Milch selbst wurzeln, sondern vielmehr in der Art der Haltung und ihrer Verarbeitung. Jeder, der schon einmal den gnadenlosen Mastbetrieb zur industriellen Milchkuhhaltung besichtigt hat, wird unweigerlich zum Eindruck gelangen, dass aus solchen Anstalten wohl nur schwer ein Produkt kommen kann, das dem Menschen zuträglich ist. Es gibt jedoch auch Alternativen: Schaf- und Ziegenmilch bzw. –käse, auch Kuhmilchprodukte aus artgerechter biologischer Haltung. Hochwertige Milchprodukte können insofern auch eine wertvolle Bereicherung des Speiseplans darstellen.

Selbiges gilt für industriell hergestelltes, mit chemischen Additiven versehenes Brot vs. qualitativ hochwertiges Brot aus biologischem Anbau, idealerweise hefefreies / Sauerteig-Brot, wie es ja mittlerweile auch in gewöhnlichen Bäckereien angeboten wird.
– – –
Unser Autor möge das lange Vorwort entschuldigen, aber Ernährungsratschläge sind nach unserer Einschätzung eben etwas außerordentlich Sensibles und sollten bei all ihrer Nützlichkeit nie pauschal genommen, sondern immer auf die individuelle Konstitution des Menschen abgestimmt werden. Was für den einen Konstitutionstyp zu einer bestimmten Zeit sehr förderlich ist, mag für den anderen durchaus abträglich sein und vice versa. Wie bei allem im Leben sollte man daher auch an Ernährungslehren „cum grano salis“ (lat. „mit einer Prise Salz bzw. Weisheit“) herangehen und empfohlene Maßnahmen vorher selbst durchdenken bzw. während der Anwendung beobachten. Für die nachfolgenden Denkanstöße, die für viele Menschen, die ihre Gesundheit bewahren oder wiedergewinnen wollen, sehr wertvoll sein können, sei dem Autor jedenfalls herzlich gedankt. Jeder einzelne der nachfolgend angesprochenen Punkte wäre wohl eine umfassende Betrachtung in einem eigenen Artikel wert.


 

 

Gesundheit und Gesundung durch (richtige) Ernährung … in wenigen Worten

 

 – Der Artikel wurde vom Autor am 26.11.2018 zurückgezogen –

 

Foto: pixabay CC0

(Nicht nur) Deutsche Waffen für den Frieden

Das Ergebnis:

Nicht vergessen, JETZT stirbt gerade wieder ein kleines Kind.

Facebook will Euch sowas übrigens nicht zeigen:

https://www.rt.com/news/442481-facebook-yemeni-girl-story/?fbclid=IwAR1khfqG8PVCgiMqzIVdsg1n6FBW5Lv0h_nwRTrq9ZwsKhfhc_k9BLJT6Cg

Warum ist Fleisch so billig?

Dank der Bauernlobby!

Der Deutsche gibt nur einen von zehn Euros für Lebensmittel aus. Da muss ein Quadratmeter Wohnfläche pro Schwein ausreichen.

Dr. Leonard Coldwell seine Krebsheilungsgeheimnisse

Im Moment geistert ein Kulturstudio Spezial Video durchs Internet, in dem ein Dr. Coldwell von seinen Erkenntnissen bei der Krebsheilung berichtet. Er ist erfolgreich, hat 90% irgendeiner Menge Mensch vom Krebs errettet und er hat Geheimnisse. Steht jedenfalls auf seiner Webseite.

Und wenn man diese Geheimnisse erfahren will, zahlt man nur:

Aufnahmegebühr: 499.– Euro

Monatliche(!) Gebühr: 89.– Euro (Jahresvertrag, erneuert sich, wenn nicht 30 Tage vor Ablauf gekündigt)

(im Moment (28.07.15) wird die Anfnahmegebühr nicht berechnet und im Voraus bezahlt kostet das Jahr „nur“ 900.– Euro – ein echtes Schnäppchen 😉 )

Lustig sind auch die verbindlichen Geschäftsbedingungen – wenn sie nicht so viele Rechtschreibfehler enthalten würden. Erinnerte mich ansonsten ein wenig an Scientology: Zahle ganz viel Geld für unsere Geheimnisse und halte deinen Mund, oder wir verklagen Dich bis in alle Ewigkeit. Was dann auch die meisten Gläubigen getan haben, hieße Whistleblowing doch zuzugeben, für eine schlechte Science Fiction Story zig Tausende von Euros auf dem Tisch gelegt zu haben.

Kann man übrigens alles hier nachlesen [Klick]

Was man davon zu halten hat, könnt ihr sicherlich selber entscheiden. Ich persönlich habe nichts gegen alternative Heilungsmethoden, werde hier natürlich nicht zugeben, daß ich ab und an MMS nutze und bin der Meinung, daß die richtige Ernährung einer Menge Krankheiten vorbeugen und evtl. sogar viele davon heilen kann. Nach dem Studium dieser Webseite allerdings denke ich, daß bei Ihm und seiner Methode, egal wie geheimnisvoll, nicht mal mehr der Placebo-Effekt einsetzen kann. Den der benötigt (zumindest bei mir) subjektives Vertrauen in die Medizin und den Heiler.

Ach ja, von „bricht sein Schweigen“ (siehe Videovorschau unten) kann leider auch keine Rede sein. Er schreibt auf seiner Webseite von Seminaren, Vorträgen, 2.9 Millionen Zuhörern seiner Radioshow und 300 Millionen Zuschauern seiner Videos. Ist ein ziemlich lautes Schweigen.

Abschließend, als Entscheidungshilfe, hier nun das besagte Kulturstudio SPEZIAL Video:

Wir distanzieren uns aus rechtlichen und verstandesmäßigen Gründen von den Inhalten und Heilsversprechen dieses Videos. Und aus den Gründen, die da Oben stehen…

 

Vom Vizepräsident der Citibank zum geläuterten Mann

„Thinking Vegan“-Interview mit Philip Wollen und anschließendem Video (Unterhalb vom Text)

 

(Übersetzung: Heike Maria Struwe)

„Philip Wollen“ war der Vizepräsident der Citibank. Heute ist er Philantrop, steht zu allen Lebewesen und setzt sich für die Erde ein.

 

Wie bist Du zum Veganismus gekommen, was hat Dich aufgeweckt?

 

Ich kam in die vegane Welt aus der fleischessenden Welt der beendeten Ignoranz. Wer hätte gedacht, dass der Blitz einschlagen würde? Ich war Investmentbanker, spezialisiert auf Unternehmensfinanzierung, Fusionen und Übernahmen. Ich erhielt einen Auftrag von einem Großkonzern und besuchte dessen verschiedene Betriebe, von denen sich einer als ein Schlachthof herausstellte. Es war die schockierendste, schrecklichste und gewaltsamste Erfahrung meines Lebens. Es war der handfeste Beweis für das erbärmliche Versagen des Menschen, Empathie für das Leiden anderer Lebewesen zu entwickeln. Ich glaube, ich verstehe jetzt, was Hannah Arendt in ihrem Werk „Eichmann in Jerusalem“ meinte, wo sie den Begriff „die Banalität des Bösen“ ins Leben rief.

Der schiere Horror an diesem Morgen berührte mich tief. Ich begann, jeden alltäglichen Teil des Alltagslebens durch das Prisma der Grausamkeit gegen Tiere zu sehen. An einem gut besuchten Restaurant vorbeizugehen, und zu wissen, dass es eine Ansammlung von mörderischen Kaufgelegenheiten verbarg. Eine attraktive Frau in einem Ballettheater zu sehen und abgestoßen zu sein beim Anblick ihres Pelzmantels. Zu wissen, dass jede Metzgerei eine Verkaufsstelle für Körperteile von Mordopfern ist; jede Fast-Food-Kette wurde in meinem Geist zu einem gastronomischen Tabakhändler mit dem gleichen tödlichen Resultat.

Ich denke also, der Schlachthof meines Kunden machte mich vom Fleck weg zum Vegetarier. Der Gedanke, dass Milchbetriebe ein genauso elender Gulag für Tiere sind, kam mir nicht. Erst als ich das Gemetzel bei Kälbern sah, die künstliche Befruchtung von Kühen, das Wegnehmen winziger Kälber von ihren Müttern, das gewaltsame Töten ‚unrentabler‘ Kälber, wurden Milchprodukte zu einer weiteren Grausamkeit auf der Liste.

 

Wie lange dauerte es von diesem Moment der Erkenntnis bis zur Veränderung?

 

Eine Nanosekunde. Sobald der Groschen gefallen war, gab es kein Zurück mehr. Es war ein so blendender Blick auf das Offensichtliche.

 

Was hat sich seit dieser Entscheidung in Deinem Leben geändert?

 

Die wichtigste Veränderung ist, wie ich mich selbst sehe; morgens mit einem reinen Gewissen in den Spiegel schauen zu können. Ich fühle mich involvierter, mehr mit allem verbunden, geerdeter, sensitiver, und lebendiger. Auf einer weiteren Ebene fühle ich mich gesünder, faszinierter von der Welt der Natur, und verantwortlicher für den Schutz machtloser, kostbarer Wesen.

 

Wie bist Du vom vegan-sein dazu gekommen, im Namen der Tiere zu sprechen?

 

Paradoxerweise war ich immer ein sehr zurückhaltender Mensch. Ich schätzte immer den preußischen Genaral Moltke, ein Mann, der angeblich das Denken dem Sprechen vorzog, ein Mann, der in 7 Sprachen still sein konnte. Rupert Murdochs Zeitung beschrieb mich einmal als scheu. Und in gewisser Weise ist das wahr. Ich nahm die Einladung zu einer Debatte über die Tierprodukte-Industrie an, weil die Grausamkeit, die sie den Machtlosen zufügen, so ungeheuerlich ist, dass ich sie nicht unbeantwortet lassen konnte. Fast alles, was die Fleischindustrie uns ins kollektive Bewusstsein eingehämmert hat, ist eine Lüge. Schlicht und einfach. Reine Lügen. Die Welt schreit nach nur zwei Dingen. Führung. Und die Wahrheit. Ich habe nicht den Wunsch, irgend jemanden zu führen. Aber ich bin bereit, die Wahrheit auszusprechen.

 

Bitte erzähle uns vom Kindness Trust [Philips Organisation]. Wie begann es und was ist seine Mission?

 

Nach meiner Erfahrung im Schlachthof steckte ich all meine Energie hinein, so viel wie möglich über die Not der Tiere zu lernen. Fleisch, Milchprodukte, Jagd, Tierversuche, Mode, Welpenfabriken, Fischerei, Haustiere, Shark Finning [das Abschneiden der Flossen vom Körper eines Hais, um zB Haifischflossensuppe daraus zu machen; die Haie werden anschließend zum Sterben ins Meer zurückgeworfen], eingesperrte Vögel, Aquakultur, Leder, Zirkusse, Hundekampf, Pferderennen, um ein paar zu nennen. Die abscheuliche Grausamkeit des Menschen betraf das gesamte Reich der Tiere. Genau genommen konnte ich keine einzige Spezies finden, die nicht durch den Menschen missbraucht worden war. Nicht eine einzige. Auch konnte ich keinen einzigen Lebensraum finden, der nicht von menschlichen Eingriffen betroffen war.

Als ich den Horror erst einmal begriffen hatte, war meine Entscheidung unausweichlich. Ich würde ein Aktivist für soziale Gerechtigkeit werden. Ich entschloss mich, alles was ich besaß, mit noch warmen Händen [also: noch zu Lebzeiten] wegzugeben. Und bankrott zu sterben. Und ich gebe zu, bis jetzt bin ich absolut im Budget!

Ich wollte anonym sein. Deshalb kreierte ich den Namen „Kindness“, um meine Identität zu verbergen. Als die Veranstaltungen stattfanden, war meine Deckung aufgeflogen, und nun bin ich sichtbarer, als ich wollte. Wir werden als „Unternehmens-Anleger für wohltätige Dinge“ gesehen. Gerade im Moment unterstützen wir Hunderte von Projekten für Kinder, Tiere, die Umwelt, aufstrebende Jugendliche und für unheilbar Kranke. Die Projekte sind im allgemeinen in Ländern, in denen ich das größte Resultat erhalte. In gewisser Weise messe ich unbewusst, wieviel ich zurückerhalte von den investierten Mitteln, indem ich die Zahl der geretteten Leben in Vergleich setze zu dem eingesetzten Kapital. Darüber hinaus haben Tierrechte in den meisten Entwicklungsländern eine niedrige Priorität. Selbst dort, wo es eine gut etablierte Tradition des Mitgefühls Tieren gegenüber und einen gut gebildeten Kader von Tierrechtsaktivisten gibt wie zB in Indien, ist es innenpolitisch eine riesige Herausforderung [für die dortigen Aktivisten], dort finanzielle Mittel zu beschaffen.

 

Kannst Du die beiden Bestimmungen mit uns teilen, die in Deinen Finanzierungsvereinbarungen enthalten sind?

 

Eines meiner ‚ungewöhnlichen‘ Projekte ist das Kindness House [Bürohaus der Stiftung]. Es begann als Experiment, als ‚Inkubator‘ [Brutkasten] für gemeinnützige Organisationen. Der ‚Kindness Campus‘ ist ein Gebäude, das etwa 40.000 Fuß bedeckt. Es steht in einem belebten, bunten, gedeihenden Einzelhandelsbezirk, mitten zwischen Hunderten von peppigen Restaurants, Clubs, Cafés und Geschäften, in gut erreichbarer Nähe des Parlaments und des Finanzzentrums. Etwa 300 sehr gut gebildete, tatkräftige und engagierte junge Aktivisten arbeiten in unserem Gebäude – einschließlich Dutzender wundervoller Gruppen wie Greenpeace, Sea Shepherd, Wilderness Society, Beyond Zero Emmissions, Lawyers for Animals, Wildlife Victoria, National Multicultural Broadcasting Commission, und Vegetarian Victoria, um einige zu nennen. 85 Prozent der Gruppen bezahlen nichts im Gebäude. Alles ist kostenlos für sie. Wir zahlen alle Arbeitskosten wie Gemeindegebühren, Steuern, Wasser, Strom, Klimaanlage, Heizung, Reinigung, Sicherheitsdienste, Reparaturen, Wartung, und Internet. Der ‚Inkubator‘ stellt Büros, Sitzungszimmer, Meeting-Räume, Internet, Küchen, Duschen, Post, Sprechanlagen, Fahrradräume, Kino, eine Meditationsgalerie und einen Kindergarten zur Verfügung.

Wir haben zwei sonderbare Punkte in den Bestimmungen. Erstens, wenn Du in meinem Gebäude Tiere ißt, schmeiße ich Dich raus. Zweitens, wenn Du einen Hund hast, und Du bringst ihn nicht mit ins Büro, schmeiße ich Dich raus. Jeder Hund hat ein Körbchen, eine Matte, Kauspielzeug und einen Napf.

 

Wie siehst Du die Tierrechtsbewegung? Wo siehst Du uns erfolgreich und was würdest Du uns gern tun sehen, um eine größere Veränderung zu bewirken?

 

Tierrechte sind die größte Angelegenheit in sozialer Gerechtigkeit seit der Abschaffung der Sklaverei. Sie (die “Sache“ der Tierrechte) wächst, aber noch hat sie nicht die Schallgeschwindigkeit erreicht. Sobald es soweit ist, wird es kein Halten mehr geben.

Unglücklicherweise sind unsere moralisch bankrotten Politiker unter der Kontrolle der industriellen Fleisch- und Milchprodukte-Drogenkartelle. Der Begriff, den ich seit vielen Jahren verwende, ist „der Tierprodukte-Industriekomplex“. Aber dieses kranke Paradigma wird nicht ewig dauern. Ignoranz ist keine unheilbare Krankheit.

 

Die Tierrechtsbewegung ist größtenteils eine führerlose Bewegung. Glaubst Du, wir brauchen Anführer, und würdest Du zur Verfügung stehen?

 

Ich sehe es nicht so, dass es der Bewegung an Anführern mangelt. Wenn überhaupt, haben wir eine große Zahl an Anführern, die unterschiedliche Uniformen tragen, jeder verantwortlich für Kolonnen, Divisionen und Brigaden, alle in verschiedenen Einsatzgebieten des Krieges kämpfend. Aber wir haben keine einzelne, einheitliche Armee unter der Führung eines einzelnen Generals. In gewisser Weise ist das die Kraft einer vielköpfigen Hydra. Man kann uns nicht so leicht umbringen – und, gut für uns, es gibt nicht allzuviele Herakles, die es tun könnten.

Aber vielleicht brauchen wir neue Arten von Anführern, damit man sich zu der Bewegung hingezogen fühlt. Ich wünschte, sie alle bemühten sich, ‚mitzusingen‘, wenn nicht die gleiche Hymne, dann vielleicht zumindest im gleichen Notenschlüssel… der gleichen Tonart. Leider sind so viele Gruppen so auf ihren eigenen Kampagnen konzentriert, dass sie dazu neigen, sich von Kampagnen zu isolieren, die von anderen Aktivisten gemacht werden. Wie oft beispielsweise siehst Du einen Wald-Aktivisten bei einer Zusammenkunft gegen Walfang, Milchindustrie, Hundefleisch, Jagd, Nutztierhaltung, Welpenfabriken, Hunde- und Hahnenkampf, Bärenjagd, Zirkus oder Tierversuche? Die Wald- und Ozean-Aktivisten sind auch Interessenvertreter im Kampf gegen die Fleisch-, Milch-, Geflügel- und Jagd-Industrie.

Wir sind alle Mitglieder einer großen Gemeinde. Jeder ist willkommen. Wir müssen miteinander kooperieren und die gemeinschaftliche Botschaft der Solidarität überall hörbar machen. Trix und ich ermutigen Gruppen, andere nicht als Konkurrenten für knappe Spendenmittel zu sehen, sondern als Reisekameraden auf dem gleichen Zug der Güte; den Zug miteinander zu teilen, die Lokomotive, die Gleise und die letzliche Richtung. Das ist zum Teil der Grund, warum wir uns nicht so sehr an den Details der Gruppen, die wir unterstützen, beteiligen. Wir versuchen, ruhig etwas abseits zu stehen, nur aufzutauchen, wenn wir auf handfeste Art helfen können.

Eine der erfreulichen Erfahrungen im Kindness House ist, zu sehen, wie die verschiedenen Gruppen einander ohne großes Aufhebens helfen – selbst mit einfachen Dingen wie dem Teilen von Computerkenntnissen oder dem Talent, Filme zu erstellen, dem Sammeln von Lieferungen von Kurieren, der Teilnahme an Kinoabenden zur Spendenbeschaffung in unserem Kino, oder bei gemeinsamen Mahlzeiten an Freitagabenden. Natürlich gab es auch einige Romanzen zwischen Menschen aus verschiedenen Gruppen im Kindness House, ich denke, das ist unvermeidbar! Es ist sehr erfreulich, zu sehen, wie viele junge Anführer aus dem Kindness Campus hervorgehen.

 

Wie definierst Du Deine Tierrechts-Philosophie?

 

Da wir alle Tiere sind, sehe ich Tierrechte als untrennbar verbunden mit Menschenrechten. Dostojewski fragt in „Die Brüder Karamazov“, „Ist das Leiden eine Kindes all den Wohlstand in der Welt wert?“ Und er antwortet mit einem empathischen „Nein“. Aber, was wenn das Kind das Kind eines Affen ist? Für mein Gefühl würde das überhaupt keinen Unterschied machen. Tatsächlich sehe ich es noch absoluter: Von einem Mitglied Deiner eigenen Spezies gefoltert zu werden ist schon schlimm genug. Aber von einem Mitglied einer mächtigeren Spezies gefoltert zu werden, zu einem Zweck, den Du nicht ergründen kannst, ist entsetzlich. Für mich geht es um mehr, als zugunsten der Rechte von „Tieren“ zu sprechen. Es geht auch darum, sich gegen das Falsche, das Menschen tun, auszusprechen.

 

Wie siehst Du Wohltätigkeit oder zurückhaltende Reformen? Glaubst Du, das hilft der Befreiung der Tiere oder behindert sie? Glaubst Du, dass die Abschaffung dieser Sklaverei durch Wohltätigkeit erreicht wird?

 

Die Tierrechts-/Tierschutz-Bewegung ist sehr gespalten. Und diese Schwäche wurde durch die Tierprodukte-Industrie ausgenutzt. Unglücklicherweise gibt es eine Anzahl von Gruppen, die von der Industrie verführt wurden. Sie haben ihren „Schritt-für-Schritt“-Zugwagen an das Geschäftsmodell der Industrie angehängt, und in diesem Prozess wurden die Tierrechtsgruppen beiseite gedrängt. Um einen technischen Begriff zu verwenden, die Tierrechtsaktivisten wurden verdrängt von den größeren, besser finanzierten Gruppen, die behaupten, dass größere Käfige dazu führen, dass es eines Tages keine Käfige mehr geben wird, und dass schnellere Tötungen dazu führen, dass es eines Tages keine Tötungen mehr geben wird. Wir alle wissen, das ist eine lächerliche, unlogische Schlussfolgerung. Jeder, der sagt, es gebe so etwas wie „humane Schlachtung“, sollte mich kontaktieren – ich sehe eine wundervolle Gelegenheit, ihm aufgrund seiner Leichtgläubigkeit auch die Hafenbrücke von Sydney zu verkaufen. Ich frage mich ernsthaft, wie sie das Wort „human“ definieren. Es ist ein zuckersüßes Wohlfühlwort, geschaffen um bequemerweise einen entsetzlichen Akt der Barbarei zu verdecken. Und es gibt Konsumenten das selbstzufriedene Gefühl, dass es im Grunde doch ethisch ok ist, Tiere zu essen. Ein entsetzlicher Betrug – ein Betrug der schlimmsten Sorte.

In Australien hat die Fleischindustrie schon begonnen darüber zu sprechen, ihre eigenen „Tierschutz“-Organisationen zu gründen, um „ihre Seite der Geschichte“ zu erzählen. Zweifellos werden sie Mitglieder aus der Gruppe der Tierschützer anwerben. Die Nutztier-Industrie hier ist schon so weit gegangen, dass sie die Domain-Namen sehr angesehener Tierschutzgruppen gestohlen haben, indem sie andere unregistrierte Domains wie .org oder .edu beanspruchen.

Andererseits bin ich dafür, das Wohlergehen der Tiere im derzeitigen System zu verbessern. Aber lasst uns ganz deutlich feststellen, dass dies ein Zwischenschritt ist im schnellen Marsch auf das Ziel, die Ausbeutung der Tiere komplett zu beenden. Wie Palliativpflege [lindernde Pflege] in einer Krebsstation; den Leidenden helfen, während man hart daran arbeitet, ein Heilmittel zu finden, das diese Krankheit überall beseitigt. Keine Illusionen. Keine Täuschungen. Mein Haupt-Anliegen ist, dass die Tierprodukte-Industrie aufhört, überhaupt zu existieren. Meine Vorstellung vom Himmel. Ein bisschen wie die alte Sowjet-Union: Wir wachen eines Morgens auf, und weg ist es.

 

Was denkst Du über direkte Aktionen?

 

Ich frage mich umgekehrt, was ist mit indirekter Aktion gemeint? Einen Brief an einen Politiker zu schreiben, an die Zeitung, oder einen Radiosender anzurufen? Klar, tut das, auf jeden Fall! Ich bin für jede ‚indirekte‘ Aktion, solange sie auch eine effektive Aktion ist. Aber es gibt Zeiten, da genügt das einfach nicht. Wir scheinen uns selektiv die Angelegenheiten herauszupicken, wo direkte Aktion akzeptabel ist. Ein Eingreifen, um einen Akt der Grausamkeit an einem Welpen oder einem Kätzchen zu beenden, wird Beifall finden. Vielleicht sogar, wenn jemand eingreift, um einen kommerziellen Hundekampf zu beenden? Aber wie ist es mit der Grausamkeit, wenn ein Tier für ein religiöses Festival auf der Straße getötet wird? Oder wie sieht es mit dem Eingreifen aus, wenn ein Jäger ein Reh mit Pfeil und Bogen tötet? Oder wenn weibliche Kängurus für Haustierfutter getötet werden und winzige Kängurukinder sterbend zurückgelassen werden? Und, ich wage es zu sagen, was ist mit der allgegenwärtigen Massentierhaltung? Sich in diese ‚heiligen‘ Dinge einzumischen kommt ja fast der Verbrennung der Landesflagge gleich. Ich folge dem AHIMSA-Prinzip der Gewaltlosigkeit so sehr ich nur kann, aber Gandhi hat uns gelehrt, dass passiver Widerstand, Gewaltlosigkeit und ziviler Ungehorsam erfolgreich sein kann für einen moralischen Fortschritt.

 

In Interviews sprichst Du darüber, wie das Wort ‚vegan‘ von der Industrie geraubt wurde. Kannst Du darüber etwas sagen, und ich frage mich auch, wie Du über diejenigen aus der Tierrechtsgemeinde denkst, die, um der Öffentlichkeit nicht auf den Schlips zu treten, nicht das Wort ‚vegan‘ benutzen, sondern lieber das Wort ‚vegetarisch‘. Glaubst Du, dass es wichtig ist, auch in der Sprache ehrlich zu sein?

 

Ich finde, ‚vegan‘ ist ein wunderschönes Wort. Es ist mehr als eine Beschreibung unserer Ernährungsweise. Ich sehe es als sichtbare Leitlinie für ein ethisches, gesundes, mündiges und vernünftiges Leben. Denn es beschreibt unseren Charakter. Es besagt, wir nehmen nicht einem anderen Lebewesen das Leben, um unsere Wünsche zu befriedigen.

Sprache wird oft ‚geraubt‘ für die abscheulichen Zwecke der Missbraucher. Das Wort ’schwarz‘ (negro) kommt aus dem dichterischen Latein, ’niger‘. Bald schon wurde daraus der beleidigende Ausdruck ‚Nigger‘. Das Wort ‚human‘ wurde gepaart mit ‚Schlachtung“ und wurde zu ‚humaner Schlachtung‘. ‚Genozid‘ (Völkermord) wurde bereinigt in ‚ethnische Säuberung‘. Die Japaner töten Wale, die sie nicht brauchen, in Gewässern, die ihnen nicht gehören, für Fleisch, das sie nicht verkaufen können, für einen Geschmack, den sie gar nicht mögen, und sie nennen es ‚Forschung‘. Das Zeichen des Kreuzes wurde 1.000 Jahre vor Christus in Asien und Europa verwendet und bedeutete Gutes tun oder Segen. Jetzt ist es an öffentlichen Plätzen verbannt, weil Hitler es raubte und es Hakenkreuz nannte. Ebenso wird die vegane Philosophie nun als höhnischer Ausdruck missbraucht.

Ich weiß nicht, warum ethische Menschen das Etikett ‚vegan‘ fürchten sollten. Letztlich ist es der Fleischesser, der beschämt sein sollte. Ohne überhaupt danach zu suchen, ist der Veganer moralisch im Recht. Es ist der Veganer, der sich auf der rechten Seite der Geschichte befindet. Ich möchte eine simple Frage stellen. Stell Dir zwei Menschen vor, die in jeder denkbaren Hinsicht identisch sind – außer in einem. Einer ist Veganer und der andere ist Fleischesser. Alles sonst ist gleich. Welches Individuum ist ethischer? Der Veganer oder der Fleischesser? Die Antwort ist blendend klar für jeden. Daher, um Deine Frage zu beantworten, glaube ich selbstverständlich, dass wir in unserer Sprache ehrlich sein sollten. Es ist moralisch feige, zu beschönigen. Die armen Tiere in diesen Höllenlöchern verdienen wenigstens unsere Ehrlichkeit, findest Du nicht?

 

Wie findest Du Kampagnen, die sich nur auf eine Sache konzentrieren? Glaubst Du, dass Kampagnen, die z.B. gegen Pelz kämpfen, gegen Stopfleber, für das Verbot von Wildtieren in Zirkussen, effektive Kampagnen sind in unserem Wunsch, die Tiere zu befreien?

 

Sicher. Jede Grausamkeit, die beendet wird, ist eine Zerstörung weniger auf dieser Erde. Außerdem habe ich festgestellt, dass Erfolg … Erfolg hervorbringt. Wenn Aktivisten in einer Arena ihr Ziel erreichen, ziehen sie sich nicht in einen Kokon zurück und verschließen ihre Augen und Ohren vor dem Leiden anderer Spezies. Ein Aktivist, der erfolgreich gegen die Jagd kämpfte, wendet seinen Blick nun vielleicht auf den Walfang, die Fischerei oder Springrennen, oder allgemeine Bildung in Tierrechten. Wir haben sich auf eine Sache konzentrierende Aktivisten im Kindness House, die für die Wälder arbeiten, gegen Klimaerwärmung, für Flüchtlinge aus Kriegsregionen oder für kranke Menschen – und die aber auch auftauchen, um Spenden für Sea Shepherd, die Wilderness Society, Edgar’s Mission und Beyond Zero Emissions zu sammeln. Und umgekehrt. Ich finde es beruhigend, und vollkommen vorhersagbar, dass ein Mensch, der Tierrechte unterstützt, auch Amnesty International unterstützt oder Kampagnen gegen häusliche Gewalt oder gegen Plastik auf den Straßen.

 

Wie gehst Du mit Verzweiflung um? Wie schaffst Du es, nicht von dem ungeheuerlichen Ausmaß der Ausbeutung von Tieren überwältigt zu werden?

 

Ich glaube, jeder in der Tierrechtsbewegung leidet mehr oder weniger an einer „Mitgefühlsüberlastung“. Im meinem Fall zB sind die meisten meiner Gruppen in anderen Ländern und anderen Zeitzonen. Wenn es also Notsituationen gibt, die kritisch für das Projekt werden könnten, klingelt das Telefon in Australien zu seltsamen Zeiten, was ununterbrochenen Schlaf zu einem Luxus macht. Selbst wenn das Telefon nicht klingelt, rast der überaktive Geist durch die Nacht und man wacht mit den Geistern vergangener Alpträume auf. Ich habe das Glück, eine außergewöhnliche Frau zu haben, Trix. Ohne sie wäre ich verloren. Es ist ein großer Trost, zu wissen, dass ich immer einen sicheren Ort habe, wenn ich emotional abgleite.

 

Hast Du einen Rat für Aktivisten? Wie man nicht ausbrennt?

 

Immer wenn die Dinge für uns schlimm werden, denke ich daran, wie schlimm es für die machtlosen, unschuldigen Tiere in diesen entsetzlichen Gulags der Verzweiflung ist. Das rückt meinen Schmerz in die richtige Perspektive. Und ich erinnere mich selbst daran, dass ich aus freiem Entschluss an diesem Platz bin. Die Tiere nicht.

Ich bitte Aktivisten dringend darum, auf ihre Gesundheit zu achten. Ihren Familien und denen, die sie lieben, nahe zu sein. Seid sanft miteinander. Und habt etwas Humor. In letzter Zeit habe ich begonnen zu meditieren und das war mir eine große Hilfe. Ich empfehle außerdem, viel Wasser zu trinken, Sport zu machen, wenigstens eine Sportart, Musik zu hören, viel zu lesen und mindestens einmal am Tag herzlich zu lachen.

Stress gehört einfach dazu. Aktivisten leben intensivere, sensitivere und aufmerksamere Leben als andere. Sie sind per definitionem verletzlicher gegenüber der allgegenwärtigen Grausamkeit. Aber, müsste ich zwischen beidem wählen, ich würde lieber ausbrennen, indem ich ein mitfühlendes, authentisches Leben lebe, als vor mich hin zu rosten, während ich ein brutales, nicht-hinsehendes Leben lebe. Ich bereue nichts.

Es gibt kein Zurück.

 

Danke für das schöne Interview…

Liebe Grüße, die PHO

Die Private-Health-Organisation über Schulessen: Die Machenschaften der Schulen.

Hier schildert die Private-Health-Organisation in ca.13 min. wie Schulen vorgehen können um zu vertuschen, was Schülern als Mahlzeit angeboten wird. Der Spießrutenlauf einer Mutter die sich um die Gesundheit ihres Kindes sorgte. Eine Geschichte in der die Schule, der Caterer, Ämter, Bürgermeister und der Verbraucherschutz auf ganzer Linie versagt haben. Eine Seltenheit?!..wohl kaum…

 

Lotterbetten der Macht: Soja

Dankeschön an Frau Kopfstaendler für ihren Windmühlenkampf um unsere Gesundheit.

Karriere der Giftpflanze Soja.

Udo Pollmer – Nahrungsmittelchemiker – klärt auf über eine Giftpflanze. Wenn man sich das anschaut, lernt man, dass hier wieder ein Propagandafeldzug stattfindet, um Sojaprodukte in den Markt zu drücken.

Es rechnet sich, wie immer, wenn Überschüsse an Müll einen Markt suchen. Mütter verfüttern im Vertrauen auf die Kontrollfunktion des Staates die Sojamilch an ihre Kinder. „Der Staat lässt nicht zu, dass unsere Kinder vergiftet werden“.

Bauern verfüttern Soja an ihre Schweine im Vertrauen auf den Staat, der doch nicht wagen würde, die Nahrung verseuchen zu lassen. Aggressiven Ringelschweinchen wird dann einfach der Schwanz abgeschnitten.

http://www.tiernotruf-111.de/voice19.html

Geschichtsklitterung trägt dann dazu bei, dass man unterstellt, dass schon im alten China Soja hoch im Kurs stand. Alles dem Markt untergeordnete Lügen! Und der Bürger gehorcht!

Hier nun kommt die Agrarindustrie zum Zuge, die ja nicht weiß, wohin mit dem Dreck. Man beruft sich auf Studien, die so nie stattfanden und dann den Nachweis der Unbedenklichkeit erbringen sollen. Unsere Politiker, zu faul zum Nachdenken, segnen das dann ab. Und fortan sagt die Agarindustrie: Vom Staat überprüft und zugelassen.

Wer da im Lotterbett zusammengelegen hat und welche Nuttenhonorare gezahlt wurden, lässt sich wohl schwer ausmachen. Aber so viel Dummheit in der Zusammenarbeit der Mächtigen unterstellen wir nicht. Die wissen genau, was sie da veranstalten. Vielmehr kommt der Verdacht auf, dass hier bewusst der Bürger indoktriniert und umerzogen werden soll.

Dement und impotent durch Soja.

Viele Pflanzen wehren sich, von Feinden gefressen zu werden. So auch die Sojabohne. Der Mensch benutzte sie als Bodendünger. Wenn er ein Sojafeld unterpflügte, so versorgte die Sojabohne den Boden mit Stickstoff. Ein Zukauf von Düngemitteln aus der chemischen Industrie erübrigte sich. Das war gut!

Als man herausfand, dass Soja enorme Mengen an giftigen Ölen enthielt, wurde diese zur Kunststoffgewinnung benutzt. FORD baute Autokarosserien unter Einsatz von Sojaöl. Kunststoffe hat man immer schon aus der Petro-Industrie gewonnen, hier nun gab es eine billigere Alternative. Das war gut!

Übrig blieb ein Eiweiß-Kuchen in höchster Eiweißkonzentration. Dumm nur, dass das Zeug hochgiftig war.

Mit Hilfe von vielen Einzelschritten zur Entgiftung wurden Methoden ersonnen, die Giftstoffe im verträglichen Rahmen zu erhalten, so dass man zumindest die Tiere damit füttern konnte. Dafür wurde der Abfall irreversibel denaturiert. Und heute? Macht man Sojamilch für Kinder daraus. Oder Tofu. Das ist grottenschlecht!

Entwickelt wurde ein Riesenmarkt für ein Produkt, das die Psyche verändert in Richtung Aggressivität. Bei Schweinen zeigt sich, dass sie einander die Ringelschwänze abbeißen. Darum ist das Ringelschwanzschwein heute selten zu sehen, weil man die Schwänzchen bereits nach der Geburt amputiert. Ohne Betäubung, einfach ritsch-ratsch!

Nach einem Leben unter Einwirkung der Sojaprodukte und der daraus resultierenden vorgezogenen Altersdemenz, spricht man dann sogar von aggressiver Altersdemenz, will aber über die Ursachen nichts wissen.

http://stopesm.blogspot.de/2012/12/soja-sondergiftmull-was-ist-dann-wohl.html#.UVWyhJBwaaA

Wieviel Sojahormone hat der betreffende Demenzkranke im Laufe seines Lebens über sojaverseuchtes Fleisch, Tofu etc. zu sich genommen?

Kinder, die an Sojamilch gewöhnt wurden, entwickeln ein schlechtes Immunsystem. Ihre Thymusdrüse baut sich bereits im Säuglingsalter ab.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45997527.html

Die Thymusdrüse ist das Organ, das bis zur Pubertät wächst (bis auf 40 g) und nach voller Entwicklung eines guten Immunsystems langsam wieder abgebaut werden kann (bis zu etwa 6 g beim Erwachsenen).

Ein schlimmer Eingriff in die Entwicklung des Kindes ist die IMPFUNG.

Leider können Sie heutzutage keinen Arzt oder Apotheker mehr um Aufklärung bitten, ob er jemals an Kindern den Ausbruch verschiedener Kinderkrankheiten zur gleichen Zeit beobachten konnte.

Konnte er nicht. Es gab jeweils nur eine Kinderkrankheit in einem bestimmten Zeitrahmen! Erst wenn die ausgeheilt war, kam irgendwann die nächste Kinderkrankheit. Und jede Erkrankung hatte das Immunsystem trainiert und gestärkt.

Heute lassen wir diese Krankheiten nicht mehr natürlicherweise zu. Der Markt befiehlt Impfstoff-Konsum! Der arme Körper wird mit 5-6-7fach-Impfungen total überfordert.

Die Entwickler dieser Seren begründen das damit, dass man die Belastung mit Quecksilber, Aluminium, Formaldehyd-Formalin, Virenbelastung aus Affennieren, Hühnereiern, Squalenen und was sich sonst noch so in der Spritze tummeln mag, in Grenzen halten will. Löblich? Aber warum überhaupt mit solch verseuchten Impfstoffen die Kinder impfen?

Die heutigen Vielfachimpfstoffe kommen direkt in den Körper unserer Kleinkinder. Da es niemals in der Natur vorkommt, das Masern, Röteln, Windpocken, Keuchhusten, Hepatitis B, Diphterie, Mumps etc. gleichzeitig im Verbund auftreten, ist eine Vielfachimpfung eine totale Idiotie!

Der Organismus dieser Kleinkinder mit einem Immunsystem, das sich ja erst noch formen will, ist total überfordert. Die aus der Impfung resultierenden und eigentlich auch unspezifischen Antigen-Antikörper-Komplexe werden irgendwo in die Gelenke oder Organe abgeschoben, eingekapselt und bestenfalls vergessen. Später rätselt man, woher die Autoimmunerkrankungen, Gelenkbeschwerden herkommen. Ja, da hat dann endlich eine Reaktion stattgefunden, aber eine sehr unschöne.

Da der vermatschte Impfstoff nicht spezifisch wirken kann, besteht noch nicht einmal ein richtiger Impfschutz. Die Kinderkrankheiten brechen in höherem Alter aus und sind dann richtig bösartig und schwerer zu entdecken, weil die Krankheitsbilder dann atypisch sind. Darum empfehlen die Kinderärzte immer wieder die „Impfauffrischungen“. Geschäftemacherei!

Was sagt der Staat? Die Impfstoffe sind sicher! Und wenn nicht, haben wir ja einen Fond bei Impfschäden, den man schlimmstenfalls um finanzielle Hilfe ersuchen kann. Gezahlt wird vom Steuerzahler, weil man der Impfindustrie von vornherein Straffreiheit gewährt hat. Kotzt hier immer noch keiner?

Lesen Sie mal über die Diskussion Pasteur versus Bernard/Bechamp:

http://kopfstaendler.blog.de/2013/05/27/rohmilch-pasteur-bernard-bechamp-16061637/

und über genmanipulierte Organismen:

http://kopfstaendler.blog.de/2012/09/20/unfreundliche-erdlinge-bedrohen-ernaehrung-14842895/

So geht das also, wenn in den Lotterbetten Pharmanutten liegen.

Dürfen wir Tiere essen?

[Video, bitte Beitrag anklicken]

Unser Verhältnis zu Tieren ist komplex und widersprüchlich. Es reicht vom Kind-Ersatz bis zum industriell verarbeiteten Nahrungsmittel, vom Partner der menschlichen Gemeinschaft mit einem moralisch begründeten Lebensrecht bis zum käuflichen Objekt, das rechtlich gesehen lange Zeit als Sache betrachtet wurde. Unsere Haustiere werden verzärtelt, wilde Tiere ehrfürchtig bestaunt und eine Mehrheit in unserem Land würde laut einer Umfrage eher ein Theater oder ein Museum schließen als den Zoo. Andererseits akzeptiert unsere Gesellschaft zweifelhafte Methoden der Massentierhaltung, Tierversuche und Jagdveranstaltungen. Die verwahrlosten Hunde Mallorcas rühren viele Menschen, aber die Frage, wie das Schnitzel auf unseren Teller kommt, wird gerne verdrängt.

Agraprofit – Der Film

Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ von Naturland und dem Weltladen-Dachverband statt.

Ein kurzer Film über Lebensmittelspekulationen

[Video, bitte Artikel anklicken]

E10 im Tank und mit Getreide heizen

Brot-für-den-Tank


Boom Town: Selbstverständlich sind wir hierzulande umweltbewusst, ökologisch un(d)sozial. So etwas lassen wir uns eine Menge kosten, denn wir wissen schon seit Jahrhunderten von der Kirche, dass ein reines Gewissen nicht zum Nulltarif zu haben ist sondern nur über schmerzliche Zäsuren im Portemonnaie zu realisieren ist, da sonst keine Erlösung vom Übel und auch keine Vergebung zu erlangen ist.

Jetzt ist die Kirche schon eine Weile abgesagt, aber die Mechanismen sind dem Grunde nach noch dieselben. Wenn wir schon nicht an Gott glauben, dann eben an den Mammon und die Prinzipien des Marktes die es schon richten werden. Und siehe da, es funktioniert. Nachdem heutzutage eine Menge biogener Stoffe wie beispielsweise Mais und Zuckerrohr zu Ethanol verarbeitet werden damit unsere liebsten Blech-Gefährten auch anständig was zu saufen haben, müssen wir diesen Faden unbedingt weiterspinnen. Warum soll der Bauer im Winter sein Anwesen mit Heizöl erwärmen – welches auf 1.000 Liter (zirka 10.000 kWh Brennwert) locker schon mal 900 Euro kosten kann – wenn er sich den Brennstoff doch von seinem Acker holen kann. Für eine Tonne Getreide bekommt er am Markt rund 200 Euro. Eine Tonne Getreide enthält rund 4.000 kWh an Energie. Wenn er jetzt statt der 1.000 Liter Heizöl 2,5 Tonnen Getreide verheizt, dann kostet dem Bauern das rund 500 Euro. Er spart also noch rund 400 Euro wenn er sein Getreide nicht am Markt verkauft sondern es stattdessen gleich zuhause wohlig wärmend verbrennt.

Wenn jetzt genügend Leute anfangen Getreide zu verheizen dann ist dies erstens ökologisch, ziemlich nachhaltig und insofern absolut umweltbewusst. Randerscheinungen, wie beispielsweise Verknappung von Lebensmitteln und damit einhergehender Preissteigerungen für die tägliche Ernährung sind in diesem Fall der Preis für unser ausgeprägtes Umweltbewusstsein. Die Lebensmittel folgen damit im allgemeinen Kontext den Rohölpreisen und sorgen so für eine weitere gerechte Balance der Marktwerte. Ferner können wir ganz nebenher wieder die Form an Gerechtigkeit auf diesem Planeten herstellen die wir aus unserem Kulturkreis gewohnt sind. Wir verarbeiten dann weltweit erheblich mehr Biomasse zu nutzbarer Energie und helfen damit auch den Leuten vor Ort (Regionalitätsprinzip). Mit diesem kleinen geschickten Schachzug ist sichergestellt, das Abermillionen Menschen in relativ kurzer Zeit verhungern können (vorzugsweise in den Entwicklungsländern) und wir auf diese galante Art und Weise von der prognostizierten Überbevölkerung auf diesem Planeten geheilt werden. Damit drängen dann auch nicht mehr so viele Billigarbeitskräfte in die Industrienationen. Hatte bislang doch kaum jemand vermutet, dass auch dieses bedrohliche Problem durch den Markt geregelt werden kann, so werden wir seit E10 eines besseren belehrt. Wir können mit dieser Wirtschaftsweise sogar die Problemlösung bezüglich der Überbevölkerung noch beschleunigen, weil für den Anbau entsprechender Nutz- und Energiepflanzen noch Unmengen von Urwäldern abgeholzt werden können. Dieses edle Holz ließe sich übrigens auch hervorragend verheizen, wäre der Transport aus den Urwäldern hierher nicht so unverschämt teuer und unwirtschaftlich … ergo wird es gleich vor Ort verbrannt und erwärmt einmalig die tropische Landschaft nebst der Herzen seiner Abholzer.

Wir müssen stolz auf unsere soziale – vielmehr freie – Marktwirtschaft sein, denn wie der vorstehende Kontext beweist, können wir damit viele Arbeitsplätze im Urwald schaffen und sogar unser ökologisches Gewissen damit noch befrieden. Alle so produzierten Brenn- und Treibstoffe sind hierzulande als umweltverträglich und ökologisch mit reinstem Gewissen an unsere Blechkamele und Heizungen zu verfüttern. Nicht selten können wir für soviel Liebe zur Ökologie auch noch Fördermittel in Anspruch nehmen. Solange wir es also bezahlen können werden die ärmsten der Armen ökologisch einwandfrei verhungern. Letztlich ist mit dieser Energiepolitik allen geholfen. Unsere Geldbeutel können weiterhin im Sinne der notwendigen Umverteilung von unten nach oben geschröpft werden. Dafür bekommen wir ein gutes Gewissen weil wir jetzt ökologisch echt sauber sind und wir helfen gut „gemainstreamt“ mit diesen Planeten ökologisch korrekt zu ramponieren.

Also liebe Leser, tankt unbedingt E10, heizt mit Getreide, gebt das Brot den Schweinen damit die schön fett und knusprig werden, setzt euch für umfassende Abholzungen ein damit wir mehr Energiepflanzen anbauen können und Arbeitsplätze in der „Dritten Welt“ geschaffen werden. Ach ja, dann lasst bitte noch das Pupsen sein, wegen dem Klimakiller Methan und stellt bitte auch die Atmung ein damit die Erde nicht an eurem CO2 erstickt. Denn nach neuesten Erkenntnissen ist CO2 nicht mehr der Grundbaustein des Lebens sondern das Übel dieser Welt. Kann auch sein, dass diese bahnbrechende Erkenntnis modebedingt irgendwann mal wieder revidiert wird, aber derzeit sehen eben die Klimaberechnungen schlecht aus und der Mensch ist daran Schuld, natürlich! Als es den Menschen noch nicht gab, da war an solchen Ereignissen übrigens immer die Sonne schuld wegen ihrer Wechselhaftigkeit, unnatürlich – nicht wahr? Der Sonne kann man aber kein schlechtes Gewissen einreden und die kauft auch keine CO2 Zertifikate, deshalb muss unter Marktgesichtspunkten unbedingt der Mensch an diesem Debakel schuld sein. Und damit sind wir auch schon wieder beim schlechten Gewissen und dem Geldbeutel und beim profitablen Verheizen von Getreide. Dann sollten wir noch ein Danktelegramm an unsere perfekte Regierung schicken, die uns eindrucksvoll mit einer solchen Energiepolitik beweist wie sehr der Markt und das Geld doch alles so ökonomisch, ökologisch und nachhaltig von alleine regelt, wobei der Mensch hierzulande nur noch die Funktion eines Faktors inne hat, was vermutlich den sozialen Fortschritt unseres Systems kennzeichnen soll.

Mit Dank an:

WiKa von der Nachrichtenagentur QPress

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