Literatur

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Uwe Steimle im Gespräch mit Max Otte über sein neues Buch

Willkommen in Steimles Sushi Welt

Am Dialekt-Tisch in Steimles Sushi Welt gibt es nicht nur feine Japanische Küche, sondern auch ein sehr persönliches Gespräch mit Max Otte über sein neues Buch.

Max Otte ist als Unternehmer, Publizist und politischer Aktivist bekannt. Nun macht er sich in diesem Buch auch auf die Suche nach sich selbst. Was hat ihn geprägt und befähigt, Dinge zu sehen, die andere nicht sehen?

Hier spricht er über seine Kindheit, seine Eltern, die Großeltern und die Menschen, die ihn beeinflusst haben, über seine mennonitischen Vorfahren mütterlicherseits, Flucht und Vertreibung in Vaters Familie, seine Lehrer und die Zeiten, in denen er aufgewachsen ist. Wie all das einen Menschen prägt, erzählt er in diesem sehr persönlichen Buch.

FB Verlag
Gebundene Ausgabe 270 Seiten,
incl. 40 teils farbigen Abbildungen
ISBN: 978-3959724036

Big Brother Bill

Sven Böttcher skizziert in seinem neuen Buch, wie wir die Gates-Agenda durchkreuzen und stattdessen unsere eigene neue Weltordnung errichten.

Ein Standpunkt von Roland Rottenfußer.

Das Cover hat eigentlich zwei Titel. Im Fragesatz „Wer, wenn nicht Bill?“ ist das letzte Wort durchgestrichen und durch „wir“ ersetzt: „Wer, wenn nicht wir?“. So fährt Sven Böttchers neues Meisterstück von Anfang an zweigleisig. Der Autor entwirft darin zwei alternative Zukunftsvisionen. Die eine beschreibt eine Welt, wie sie wohl auf uns zukäme, wenn wir Bill Gates die Führung überlassen. Die andere ist ein postapokalyptisches Worst-Case-Szenario. Der Autor macht keinen Hehl daraus, dass er letztere Variante vorziehen würde. Denn während der omnipotente Microsoft-Macher wohl in Richtung einer technokratischen, transhumanistischen Weltdiktatur steuern würde, sucht das andere Team — „Wir“ — kreative Lösungen nach dem zu erwartenden großen Zusammenbruch. Wir wären arm, auf Improvisation und Gemeinschaft angewiesen — dürften aber noch Menschen bleiben. Unter King Bill wäre das nicht so sicher.

Sie haben schon alles über Corona gelesen, wissen schon alles und brauchen keine weiteren diesbezüglichen Nörgelattacken? Ein solches Urteil könnte sich als verfrüht erweisen. Zunächst: Zwar schreiben manche Autoren Ähnliches wie Sven Böttcher, aber sie schreiben es niemals so wie Sven Böttcher. Der Mann ist ein stilistischer Solitär. Meist lacht und weint man bei der Lektüre gleichzeitig, denn Böttchers Milde ist grimmig und giftgetränkt, seine Untergangsszenarios lassen einen frohgemut zurück.

Ferner ist das ganz Außerordentliche an diesem Autor, dass er für seine Erzählung einen weitaus größeren Rahmen absteckt als die meisten anderen — selbst wenn es sich um hellsichtige Corona-Analysten handelt. Das Virus-Thema ist bei Böttcher eingebettet in den Kontext eines noch größeren Themas: der Klima- und Umweltkatastrophe. Wenn wir zurückgehen ins Greta-Jahr 2019, so stellen wir fest, dass dessen Erkenntnisse mittlerweile fast verschwunden sind hinter Corona.:…

Bartleby, der Schreiber – Literatur #4

„I would prefer not to“ – dieser Satz aus Herman Melvilles Erzählung „Bartleby, der Schreiber“ ist weltberühmt geworden. Bartleby ist bei einem Anwalt an der Wall Street angestellt und arbeitet als Kopist, doch von einem Tag auf den anderen weigert er sich, die ihm zugedachten Arbeiten auszuführen. Was können wir von diesem passiven Protest lernen, ist er vielleicht sogar revolutionärer als manche Aktivität? Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der vierten Ausgabe von WfA-Literatur.

Herman Meville: Bartleby, der Schreiber. Eine Geschichte aus der Wall-Street, Insel.

Joris-Karl Huysmans: Monsieur Bougran in Pension, Friedenauer Presse.

David Graeber: Bullshit Jobs. Vom wahren Sinn der Arbeit, Klett-Cotta.

Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist

Judith Sevinç Basad

NachDenkSeiten-Podcast

Judith Sevinç Basad empört sich – und stemmt sich vehement gegen die sich aufgeklärt wähnende Meinungsmache, gegen Denkverbote und Unschärfen in den Argumenten einer selbsternannten kulturellen Elite. Ist es denn, genau betrachtet, wirklich so, dass die „Privilegierten“ den sozialen Aufstieg von Migrantenkindern verhindern? Kann es sein, dass eine selbsternannte Elite bestimmt, wie sich unsere Sprache entwickelt und welche Filme wir sehen dürfen? Ist es im Kampf gegen Rassismus mit der Entmachtung des „alten weißen Mannes“ getan? Judith Sevinç Basad stellt in ihrem Buch „Schäm dich – Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist“ unangenehme Fragen und warnt vor den vermeintlich couragierten Kriegern für eine bessere Welt. Ein Auszug.
[…]
Lesetipp: Judith Sevinç Basad: „Schäm dich! Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist“, 224 Seiten, Westend Verlag, 29.3.2021

Die Macht um Acht (75) „Hampel-Schau“

Hampel-Schau – Kurze Regierungs-Strippen für die Redaktion!

Die Tagesschau ist ein Hampelmann, die Regierung zieht daran: Dieser neue Kinder-Vers sollte bereits in den Kindertagesstätten gelehrt werden. Denn man kann Kinder nicht früh genug auf die Medienwirklichkeit des Landes vorbereiten. Das und warum die Tagesschau eigentlich Hampel Schau heißen sollte, belegt DIE-MACHT-UM-ACHT, die Alternative zur Tagesschau, an einer Reihe von Meldungen und vor allem auch: An Informationen, die von der Tagesschau-Redaktion konsequent verschwiegen werden.

Gefährliche Test-Stäbchen

Im ersten Fall wird unter der Überschrift „Corona-Infektionsgeschehen – Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 129,7“ ein Foto von einem der obligaten Watte-Teststäbchen präsentiert. Während im Text die übliche „Corona-ist-gefährlich“ Propaganda abgelesen wird, blendet die ARD konsequent aus, wie gefährlich die Test-Stäbchen sind. Denn die Dinger, die in Nase und Rachen eingeführt werden, sind mit der Chemikalie „Ethylenoxid“ sterilisiert. Dieses Zeugs ist krebserregend, sagen die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags. Aber die Hampelmänner sagen dazu kein Wort.

NENA gibt es nicht!

Einer der wenigen deutschen Popstars von internationaler Bedeutung ist NENA. Die Sängerin, die mit weltweit 25 Millionen verkauften Tonträgern ein Star geworden ist, hatte sich öffentlich bei den Verteidigern der Demokratie bedankt, die in Kassel demonstriert hatten „Danke, Kassel!“ konnte man von ihr auf INSTAGRAM lesen. Die Tagesschau schwieg diese Nachricht tot. Möglicherweise hat die hirntote Redaktion gedacht, wenn sie schweigt, dann erfährt es keiner. Irrtum: Andere deutsche Redaktionen (z. B. der Stern) haben sich in diesem Fall nicht zum Hampelmann der Regierung machen lassen.

Opposition? Gibt es nur in Weißrussland

Die schwer erträgliche Sylvia Stöber durfte mal wieder lang und breit über Proteste der Opposition in Belarus berichten. Der Hintergrund ist klar: Weißrussland wird als das NATO-Hintertürchen zu Russland betrachtet, da ist für die Hampel-Schau eine Opposition immer willkommen. Dass es zeitgleich zu Aktionen der weißrussischen Opposition auch Aktionen der deutschen Opposition gab und gibt, dass die deutsche Polizei diese heimische Opposition nach Kräften schikaniert, dass jüngst mal wieder eine Demonstration und eine Kundgebung der Demokratiebewegung widerrechtlich aufgelöst wurde: Dazu bei der täglichen Hampel-Schau kein Ton, kein Bild, keine Meldung. Die Strippen sind kurz, mit denen an der Redaktion gezogen wird.

Auch diese Ausgabe der MACHT-UM-ACHT stützt sich auf eine Vielzahl von Zuschauer-Zuschriften, die an diese Adresse gesandt wurden: DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE. Dafür bedankt sich die Redaktion ganz herzlich.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Das Buch ist hier erhältlich. https://reading-matters.de/die-macht-um-acht

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

Spieglein, Spieglein… Jahrbuch 2020 – Thomas Röper

Die Pille für Mainstream-Gläubige: Das neue Propaganda-Jahrbuch von Thomas Röper ist im Handel, das war für Röper und Stein Grund genug, sich noch einmal in den Sumpf der Medienberichterstattung von 2020 zu begeben.
Weil die Reaktionen auf sein erstes «Spieglein» positiv waren, hat Thomas entschieden, auch 2021 ein solches Jahrbuch mit den krassesten Beispielen für Propaganda in den Medien zu schreiben. Viele Leser haben ihm geschrieben, dass das erste «Spieglein» Leute zum Nachdenken gebracht hat, die vorher unkritisch Tagesschau und Spiegel konsumiert haben.
In diesem Interview sprechen Röper und Stein über einige der über 40 Kapitel in dem Buch.

Kapitalismus und Rassismus – WOHLSTAND FÜR ALLE Ep. 83 + Buchvorstellung

Kapitalismus und Rassismus

Der Markt regelt – so lautet das Motto der Neoliberalen. Und so wundert es nicht, dass viele neoliberale Theoretiker glaubten und glauben, dass der Markt auch gesellschaftliche Fortschritte befeuern wird, ja, dass er sogar dazu entscheidend beitragen kann, den Rassismus zu überwinden.
Fest steht: Es gab und gibt Rassismus in kapitalistischen Ländern, aber auch sozialistische und vor-kapitalistische Systeme können rassistisch sein. Der Rassismus ist also nichts, was exklusiv im Kapitalismus vorkommt. Doch Milton Friedman betont die anti-rassistische Seite des Kapitalismus.
Wenn sich nur der Staat weitgehend aus dem Marktgeschehen heraushält, also auch keine Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsgesetze verabschiedet, wird über kurz oder lang der Markt die Ungerechtigkeit beseitigen, da dort am Ende nicht die Identität entscheidet, sondern nur Geld und Verträge etwas gelten. Diese Idee beruht auf der Annahme, dass der Mensch in erster Linie ein homo oeconomicus ist, jemand also, der allein an der Mehrung seines Nutzens (und besonders seines Reichtums) interessiert ist.

Rassismus aber, so die Schlussfolgerung von Friedman und Becker, schadet nicht nur den Opfern, sondern letztendlich auch den Tätern. Wie tragfähig ist diese Weltanschauung wirklich? Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

Literatur:
Gary S. Becker: Der ökonomische Ansatz zur Erklärung menschlichen Verhaltens, Mohr Siebeck.

Milton Friedman: Kapitalismus und Freiheit, Piper Verlag.

John Stuart Mill: Einige ungelöste Probleme der politischen Ökonomie, hrsg. v. Hans G. Nutzinger, Metropolis Verlag.

Unser Buch ist da: „Influencer. Die Ideologie der Werbekörper“

Sie legen sich in Badewannen voller Nutella, präsentieren bei der Morning-Routine immense Produktpaletten und propagieren vehement Konsum: Die Influencer sind symptomatische Sozialfiguren unserer Zeit. In der Abstiegsgesellschaft scheinen noch einmal Aufstiegsträume wahr zu werden, der Spätkapitalismus hübscht sein Gesicht mit Filtern und Photoshop auf, mit einer revolutionären Form der Werbung komplettieren Instagrammer und Youtuber das Geschäftsmodell des kommerziellen Internets. Bei aller ausgestellten Modernität beeinflussen die Influencer jedoch noch in einer weiteren Hinsicht den Zeitgeist: Indem sie rückwärtsgewandte Rollenbilder, Konsumismus und rigide Körpernormen propagieren, leisten sie einem konservativen Backlash Vorschub. In unserem Buch „Influencer. Die Ideologie der Werbekörper“ analysieren wir – nicht ohne Polemik – ein wichtiges Phänomen des digitalen Kapitalismus.

Literatur:

Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt: Influencer. Die Ideologie der Werbekörper, Suhrkamp.

Otto, der Großaktionär – Literatur #3

Gisela Elsner ist die große Außenseiterin des deutschen Literaturbetriebs: Nach ersten Erfolgen in den 1960er Jahren und Auftritten bei der legendären Gruppe 47 schrieb Elsner zwar immer weiter, doch das Publikum für diese bissige, grelle und radikallinke Literatur wuchs nicht.
Mehr und mehr zog sich Elsner aus der Öffentlichkeit zurück, immer bizarrer muteten ihre seltenen Auftritte an, bis sie 1992 in München ihrem Leben ein Ende setzte.

Einige Jahre zuvor versuchte sie literarisch noch einmal etwas Neues: Sie schrieb den Roman „Otto, der Großaktionär“, in dem sie nicht wie sonst die Perspektive der herrschende Klasse einnahm, sondern einen Arbeiter in den Mittelpunkt rückte, der immerhin ganze fünf Aktien an dem Konzern hält, für den er schuftet. Otto ist Arbeiter in einer Ungeziefervertilgungsmittelfabrik, aber er zählt sich nicht zur Arbeiterklasse, er meint der bürgerlichen Mitte anzugehören, denn schließlich fährt auch er wie seine Vorgesetzten einen Mercedes, wenn auch einen uralten, klapprigen.

Zudem hat er die liberale Ideologie – die erst später in Deutschland, in den 1980er Jahren aber bereits in Großbritannien und in Amerika propagiert wurde – völlig internalisiert: Jeder Bürger soll ein Aktionär sein, um am Erfolg der Unternehmen partizipieren zu können.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Gisela Elsners bitterböse Satire.

Der Paukenschlag

Flo Osrainik hat mit „Das Corona-Dossier“ das Standardwerk zur Krise vorgelegt — es ist die Geschichte eines beispiellosen Betrugs.

Ein Standpunkt von Roland Rottenfußer.

„Tabulos gegen den Strich des Mainstreams“ lautet der Untertitel eines anderen Buchs von Flo Osrainik: „Im Namen der Russen“. Das gilt mit Sicherheit auch für sein neues Werk „Das Corona-Dossier“, das am 1. März 2021 im Rubikon-Verlag erscheint. Osrainiks Stärke liegt in der Ausführlichkeit und relativen Vollständigkeit des präsentierten Materials. Sie können über Corona gar nicht so viel gelesen haben, dass Sie daraus nicht noch neue Informationen ziehen können. Und es wird Ihnen schwerfallen, ein Unterthema zu finden, das „fehlt“: Ob es nun um die wahren Ursachen des ganzen Corona-Theaters geht oder um die Folgen, denen der Autor bis in die kleinsten Verzweigungen folgt. Ob es um Tests, Impfungen, Maskenzwang, Medienmanipulation oder das Gegenmodell Schweden geht. Der Grundvorwurf Osrainiks, den er schon im Untertitel seines Buchs erhebt, geht dahin, dass das Corona-Establishment „unter falscher Flagge“ fahre. Das heißt: Es ging nie wirklich um Gesundheitsschutz, sondern um einen Großangriff auf Freiheit, Menschenrechte und Demokratie. Anknüpfend an diesen Grundgedanken entwickelt Osrainik ein wuchtiges „J’accuse“, das all den zaghaften bis regierungshörigen Schreiberlingen zeigt, wie mutiger Journalismus heute aussehen muss.

Corona-Skeptikern wird gern vorgeworfen, dass sie komplizierte Sachverhalte vereinfachten. „Verschwörungstheoretiker“, so heißt es in billig gemachten Propagandaartikeln, scheuten die Komplexität der Realität, der der regierungstreue Journalist natürlich furchtlos ins Auge blickt. So werde alles auf ein simples Gut-Böse-Schema heruntergebrochen. Die Wahrheit ist: Einfach macht es sich vor allem der, der die Regierungsverlautbarungen und den kleinsten gemeinsamen Nenner der Medienberichte zu Corona einfa6ch nachplappert..

Charles Fleischhauer – Geheimnisvolle Geschichte

Ich entführe Euch in die geheimnisvolle Welt der frühchristlichen Katakomben. Anhand des weltberühmten Fresken „Fractio Panis“ (Brotbrechung / Breaking of Bread) aus der Capella Greca (Girechischen Kapelle) in der Priscilla Katakombe in Rom, werde ich die tiefe astrotheologische, astralmythologische und astrologische Bedeutung dieser frühesten bekannten Darstellung einer Eucharistie erklären.
Wir machen einen geistigen Streifzug in die okkulten und mystischen Vorstellungswelten der Frühchristen. Taucht mit mir ein, in ein unterirdisches Schattenreich das dazu diente, den nach Erleuchtung suchenden Menschen mit den kosmischen Sphären zu verbinden.
Frühes Christentum wie Ihr es noch nie gesehen habt!
Nichts ist wie es scheint

in diesem Reaction-Video gehen Frank Stoner und Charles Fleischhauer gemeinsam auf die Episode „Frühchristliche Katakomben & Astrotheologie“ aus der Reihe „Geheimnisvolle Geschichte“ ein! Auch Reaktionen der Zuschauer werden thematisiert!

Das Paradies der Damen – Literatur #2

Jeff Bezos scheint von Émile Zola gelernt zu haben: Schon in diesem fast 140 Jahre alten Meisterwerk können wir die Mechanismen des Monopol-Kapitalismus erkennen.
Die Protagonistin Dénise Baudu kommt zu Beginn des Romans mit ihren Brüdern nach Paris, um dort nach dem Tod ihrer Eltern ihr Glück zu suchen. Doch ihr Onkel, der einen kleinen Laden besitzt und auf dessen Hilfe sie setzt, ist mittlerweile selbst in Not geraten: Das Paradies der Damen, ein gigantisches Kaufhaus auf der anderen Straßenseite, drängt alle Mitbewerber vom Markt.
Dabei bedient sich der genialische Unternehmer Octave Mouret derselben Strategien, die wir auch heute aus dem Silicon Valley kennen, seine Devise lautet: Wachstum vor Profit.
Bald schon nimmt Dénise eine Stelle als Verkäuferin im verlockenden Kaufhaus an – und verändert das Paradies der Damen von innen.

Literatur:

Siegfried Kracauer: Die Angestellten. Aus dem neuesten Deutschland, Suhrkamp.

Émile Zola: Das Paradies der Damen, dtv.

Thalia und der Tarifvertrag – WOHLSTAND FÜR ALLE Ep. 75

Die Buchhandelskette Thalia steigt aus dem Tarifvertrag aus. Angeblich wegen der Pandemie und der Digitalisierung, dabei berichtete das Handelsblatt noch im Oktober 2020, dass Thalia trotz der Krise ein Umsatzwachstum verzeichnen könne.

Dieser Fall ist beispielhaft: Immer weniger Arbeitnehmer können heute von Tarifverträgen profitieren, so werden zum Beispiel viele Redakteure in Zeitungen unter Tarif beschäftigt (eigentlich verwunderlich, dass es trotzdem noch immer so viele Journalisten gibt, die den Neoliberalismus preisen).

Doch welche Bedeutung haben Tarifverträge und wann sind sie entstanden? Zunächst einmal ist festzuhalten, dass der Kampf für Tarifverträge oft die Vorhut für Reformen bildete, die allen Arbeitnehmern später zugute kamen. Bereits im 19. Jahrhundert entstanden die ersten Abkommen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, die den Lohn, die Arbeitsbedingungen oder die Arbeitszeit regelten. Die #Gewerkschaften waren es, und sind es noch heute, die mit Arbeitgebern oder #Arbeitgeberverbänden die Verträge aushandeln. Stellt sich die Arbeitgeberseite uneinsichtig und stur, können die Gewerkschaften zum #Streik aufrufen und so den Druck erhöhen.

 

Literatur:

Berliner Morgenpost: Interview mit DGB-Chef Reiner Hoffmann, online verfügbar unter: https://www.morgenpost.de/politik/art…

Institut der deutschen Wirtschaft: Gewerkschaftliche Mitgliederstrukturen im europäischen Vergleich. Ergebnisse des European Social Survey, online verfügbar unter: https://www.iwkoeln.de/studien/iw-tre…

Hagen Lesch/Dennis Byrski: Flächentarifvertrag und Tarifpartnerschaft in Deutschland. Ein historischer Rückblick, online verfügbar unter: https://www.iwkoeln.de/studien/iw-ana…

Walther Müller-Jentsch: Tarifautonomie. Über die Ordnung des Arbeitsmarktes durch Tarifverträge, Springer VS. Michael Schneider: Kleine Geschichte der Gewerkschaften. Ihre Entwicklung in Deutschland von den Anfängen bis heute, Verlag J. H. W. Dietz Nachf.

Charlie und die Schokoladenfabrik – Literatur #1

Wir sprechen über Literatur und Ökonomie: In der ersten Ausgabe von „Wohlstand für Alle – Literatur“ geht es um das weltberühmte Kinderbuch „Charlie und die Schokoladenfabrik“ von #RoaldDahl, das #TimBurton mit Johnny Depp als Willy Wonka verfilmt hat.
Willy Wonka ist ein kauziger Fabrikbesitzer, der vor vielen Jahren all seine Arbeiter entließ, und statt ihrer Oompa Loompas anstellte, die er nicht mit Geld, sondern mit Kakaobohnen bezahlt. Die Haselnüsse werden im Akkord von Eichhörnchen geknackt, während sich Wonka selbst vor allem um die Kreation neuer Köstlichkeiten kümmert.

Der Titelheld Charlie ist fasziniert von den Geschichten, die über die Schokoladenfabrik kursieren, und eines Tages hat er die Gelegenheit, gemeinsam mit vier anderen Kindern das Werk zu besichtigen und den genialischen Willy Wonka kennenzulernen. Was erzählt uns dieser Kinderbuchklassiker über das Unternehmertum, den #Kolonialismus und die Ideologie der Familie in einer kapitalistischen Gesellschaft?

Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der ersten Folge von „Wohlstand für Alle – Literatur“.

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