Kolumne

Diese Kategorie enthält 383 Artikel

Die Außenseiter

Eine Internatsschülerin berichtet, wie mit Schnelltests und Maskenpflicht an Schulen ein verhängnisvoller sozialer Druck ausgeübt wird.

Ein Standpunkt von Henriette Kabisch.

Die Schule: ein Ort der Begegnung, des freien Austauschs, der sozialen Gemeinschaft, des Lernens fürs Leben — so weit die Theorie. Die Realität sieht in Deutschland aber ganz anders aus. Für viele junge Menschen ist die Schule vor allem ein Ort des Leistungsdrucks, der Abwertung, der ersten Ausgrenzungserfahrung, des Mobbings. Laut einer DAK-Studie leidet jeder dritte Schüler an depressiven Stimmungen (1).

Diese Tendenz hat sich verschärft, seit auch die Schulen zum Schauplatz der Corona-Repressionen geworden sind: Plötzlich kommen zu den verhärteten Hierarchie- Strukturen unter Schülern und Lehrern auch noch die „Anti-Corona-Maßnahmen“ hinzu — und mit ihnen eine mächtige Welle sozialen Drucks. Anstatt beruhigend und aufklärend zu wirken, fördern viele Schulen ein ungesundes Schwarz-Weiß-Denken, das jedes Hinterfragen als Gefährdung brandmarkt und den kritischen Diskurs im Keim erstickt. Wie umfassend diese Ausgrenzung sein kann, erzählt eine Internatsschülerin aus eigener Erfahrung.
Das Wort „Corona“ löst in uns allen etwas aus. Angst, Verzweiflung oder Panik scheinen seit einem Jahr die Menschen im Griff zu haben — mich eingeschlossen. Aber nicht, weil ich Panik vor dem Virus habe, nein, ich habe Angst vor der gesellschaftlichen Spaltung und dem teils sehr extremen Vorgehen gegenüber Regierungskritikern. Es scheint, als würde sich die Welt immer schneller drehen.

Wir blicken mit Ungewissheit in die Zukunft und niemand kann einem versichern, was in ein paar Tagen sein wird, geschweige denn in einem halben Jahr. Diese Unsicherheit und Überforderung spiegelt sich immer mehr in unserer Gesellschaft wider.
Im Laufe des vergangenen Jahres bin ich immer kritischer geworden. Meine Mitschüler würden mich wahrscheinlich mittlerweile als ignorante „Corona-Leugnerin“ betiteln.

Weder trage ich eine Maske noch lasse ich mich dreimal pro Woche in der Schule testen.…

Home Office # 105 + 106

105 Merkeldämmerung

Nach fast 16 Jahren im Amt als Bundeskanzlerin bringt es Frau Merkel fertig, sich zum ersten mal für eine Fehlentscheidung zu entschuldigen. Dabei erweckt sie den Eindruck, als ob dies ihr allererster Fehltritt gewesen wäre. Und dafür gabs dann auch noch fleißig Respektbekundungen und viel Applaus – BRAVO! Außerdem blicken wir nach Taiwan und sprechen mit Artur, den die Liebe bereits vor vielen Jahren auf die Insel verschlagen hat.

106 Der fehlende Paart

Neben all den Irrwegen, die es auch heute wieder zu erörtern gilt, möchten wir die heutige LIVE-Sendung nutzen, um den fehlenden Paart endlich zu aktivieren und animieren.

Bitte unterstützt das erste Album von Paart MC mit einer kleinen Spende. Wir würden uns sehr freuen, wenn es uns als NuoViso Community gelingt, dem Manuel sein erstes Album zu finanzieren.

Narrative #39 – mit Klaus Stöhr

Klaus Stöhr hat Erfahrungen bei der Internationalen Seuchenbekämpfung als ehemaliger Leiter des Globalen Influenza-Programms der WHO und Sars-Forschungskoordinator und arbeitete in der Impfstoffforschung und -entwicklung eines internationalen Pharmakonzerns in den USA; auch während der Schweineinfluenza-Pandemie. Er liebt die Debatte und das gemeinsame Ringen um die beste Idee.

Home Office # 104

Der Frühling ist da! Und mit ihm auch die angekündigten Großdemonstrationen in vielen europäischen Städten. Und mal wieder liegen zwischen der Wahrnehmung der Maßnahmenkritiker und der Maßnahmenkritiker-Kritiker ganze Welten. Uns geht der Stoff jedenfalls nicht aus.

Verclusterung – oder: Die Strategie der Corona-Putschisten

Ein Standpunkt von Anselm Lenz.

Im März 2020 ist die Neoliberale Epoche vor unser aller Augen in sich zusammengestürzt. Seither regieren irrationale New-Age-Sektierer. Deren Strategeme sind Verclusterung und Zentralisierung. Doch es tun sich demokratische Wege aus der Zivilisationskrise des Westens auf.

Zum Thema Corona gibt es von Anbeginn gut begründete Ansichten, die stark von den Verlautbarungen von Regierungseinrichtungen und Konzernmedien abweichen. Zum einen wurde dargelegt, dass SARS-CoV-2 und dessen „Mutanten“ nicht oder nicht wesentlich gefährlicher sind, als die Grippeinfektwellen vergangener Jahre, und dies zumindest seriös und öffentlich diskutiert werden muss, damit abgewogen und verhältnismäßig entschieden werden kann. Diese Abwägung zwischen der Regierungs- und Konzernlinie einerseits, unabhängiger Wissenschaft und Bürgertum andererseits, hat nie stattgefunden. Dies stellten mehrere Gerichte bereits fest. Mit der gewaltsamen Unterdrückung Tausender oppositioneller Mediziner wurde es lebenspraktisch evident gemacht.

Zum zweiten sind Regierungskritiker der Ansicht, dass das Grundgesetz und das Menschenrecht kein „Geschwurbel“ sind, sondern volle Gültigkeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft behaupten kann. Damit sind selbst für den Fall einer hochgefährlichen Seuche alle Grundrechte in Kraft und binden nach Artikel 1 Absatz 3 des Grundgesetzes „vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht“. Dies gilt selbst bei ansonsten verfassungswidrigen Ausnahmezuständen in Regierungsstellen oder bei Fehlbesetzungen des Bundesverfassungsgerichtes. Jeder Beamte hat das Recht, sich auf das Grundgesetz in dessen Wortlaut und Sinngehalt zu beziehen und die eigene Tätigkeit daran auszurichten.

Nach den Erfahrungen mit Diktaturen auf deutschem Boden kommt jeder Bundesbürgerin und jedem Bundesbürger auch dem Gesetz nach ein Widerstandsrecht nach Artikel 20 Absatz 4 zu.…

Frühling im Wahljahr – Ruderboot mit Steimle & Huß

Der Frühlings ist da! Idealer Zeitpunkt für eine neue Ruderboot Runde. Auch diesmal begrüßen Katrin Huß und Uwe Steimle wieder interessante Gäste in der Pfännerhall in Braunsbedra.

Mit dem ehemaligen RTdeutsch-Chefredakteur Ivan Rodionov standen die Medien im Fokus des Gesprächs.

Bei dem Experte für Körpersprache und Mystik, Bernhard P. Wirth, stand dagegen der Mensch im Mittelpunkt.

Die Gesprächsrunde wird komplettiert von Filmregisseur Jens Magnus. Mit ihm sprachen wir über sein neues Filmprojekt „WAHLEN“, einer Dokumentation die sich mit den Themen Demokratie, Wahlen und Mitbestimmung in Deutschland beschäftigt.

H̶o̶m̶e̶ ̶O̶f̶f̶i̶c̶e – Gott und die Welt

Bei SteinZeit sind heute gleich 3 Gäste zugegen. Mit seinen beiden Kollegen aus dem Home Office Frank&Frank bespricht Robert Stein alle dringernden Fragen der Welt. Ist Gott eine Frau? Gibt es ein kosmisches Räderwerk, welches uns alle steuert? Oder beruht unser komplettes Sein auf einem Zufall der Physikgeschichte?

Unser Gast Dr. Dominique Görlitz hat jedenfalls zu jeer Frage nochmal eine 4. Sicht und ergänzt diese Gesprächsrunde optimal.

REISETIPP: GUATEMALA, LAND DES EWIGEN FRÜHLINGS

Das kleine Land Guatemala in Mittelamerika gehört zu den besten Reisezielen der Welt. Ohne große Reisestrapazen kann man spannende Kultur und vielfältige Natur erleben, oder im karibischen Flair baden.
Das Hochland ist von, teilweise noch aktiven,Vulkanen geprägt, der Atitlansee gilt als einer der schönsten Orte des Planeten. Dort hat sich eine eigene Kultur bewahrt, die Quiché gelten als die Nachfahren der Maya. Im Norden des Landes liegt das tropische Tiefland Petén. Tief verborgen im dichten Regenwald befinden sich archäologische Stätten von Weltrang, die Ruinen der Maya, darunter die legendäre Stadt Tikal.

Zum Chillout bieten sich die Strände der Karibik an. Problemlos kommt man über die Grenze ins kleine, englischsprachige Belize oder auf die mexikanische Halbinsel Yucatan.
Ob Abenteurer oder Easy-Going-Traveller: in Guatemala kann man intensive Reiseerlebnisse haben, selbst wenn man nicht so viel Zeit mitbringt.

Eure Fragen zu Russland (Teil 1) – Tacheles #53

In diesem ersten Teil von Tacheles Spezial beantwortet Thomas Röper eure eingesandten Fragen zu Russland.

Home Office #98

1+1=2, oder? Wenn es nach den neuesten Bildungsempfehlungen geht, sind zukünftig auch alle anderen Antworten richtig, solange der Prüfling von der Richtigkeit seiner Antwort überzeugt ist. Ethnomathematik heißt diese Logik und soll den Rassismus aus der Mathematik verbannen, denn Objektivität an sich, sei bereits rassistisch. Alles zu diesem Irrsinn und was Bill Gates nun schon wieder damit zu tun hat, erfahrt ihr im Home Office #98.

Home Office #97

Mörder von Hanau und sein Motiv | Regimechange in Russland

Heute vor einem Jahr zog er „zum Kämpfen“ aus, wie es der Attentäter von Hanau in seiner Videobotschaft bezeichnete. Er hinterließ eine Blutspur mit zehn Toten, einschließlich seiner Mutter, und schoss sich zum Schluss selbst eine Kugel in den Kopf.

Volksverpetzer widerlegt | maiLab und Impfstoffe | mit Clemens Arvay

Biologe Clemens Arvay reagiert auf Volksverpetzer und maiLab. Ursprüngliches Video über „maiLab-Impfstoff-Propaganda“: https://www.youtube.com/watch?v=gOdAQ…
FUSSNOTEN:
[1] Vita, Expertenstellungnahmen und EU-Zertifikat: https://www.clemensarvay.com/vita und Offizielles Register der Träger des Titels „European Professional Biologist“ gemäß EU-Richtlinie 2005/36/EG: https://eurprobiol.eu/index.php/membe… Hintergründe über die Diskreditierungskampagne gegen CGArvay: https://www.nachdenkseiten.de/?p=6947… [2] Gescheiterte Kandidaten gegen SARS-1 und MERS: https://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/… und Arvay, Schweizerische Ärztezeitung, Frühjahr 2020: https://saez.ch/article/doi/saez.2020… [3] Beispiel: Adverse Effekte bei einem Adenovirus-Vektorimpfstoff gegen HIV erst durch Langzeitbeobachtung sichtbar: https://www.thelancet.com/journals/la… [4] Hamish Duncan (2020), “We are sleepwalking into a massive prospective cohort study”, British Medical Journal, https://www.bmj.com/content/371/bmj.m… [5] Rückenmarksentzündungen (transverse Myelitis) in Studie von Astra Zeneca: https://www.nature.com/articles/d4158… [6] Originales Video von Clemens Arvay über maiLab-Impfstoffpropaganda: https://www.youtube.com/watch?v=gOdAQ… [7] A. Read und M. Mackinnon, Pathogen evolution in a vaccinated world, in: S. Stearns und J. Koella (Hrsg.), Evolutions in Health and Disease, S. 139-152, Oxford University Press, 2008. [8] Frankfurter Rundschau über Mai Thi Nguyen-Kim: Youtuberin widerspricht Experten: https://www.fr.de/kultur/tv-kino/tv-k… [9] LESENSWERT: Denunziation auf WIKIPEDIA: https://www.nachdenkseiten.de/?p=69475 und Studie: Wikipedia unseriös (RBB): https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/… und Wissenschaft als Sektierertum (Der Standard): https://www.derstandard.at/story/2000… und https://www.derstandard.at/story/2000… und Diffamierungskampagnen gegen Pharmakritiker (DW): https://www.dw.com/de/impf-kontrovers… |

WENIGER ANZEIGEN

Von wegen „Wissenschaftskanzlerin“ – Ein Jahr Anmaßung und gebrochene Versprechen

Das Coronavirus begleitet uns nun schon ein Jahr. Was hat die Regierung in dieser Zeit alles erzählt, was hat sie versprochen, was hielt sie ein? Hat sie wirklich »alles Mögliche und Nötige« getan, um Arbeitsplätze zu retten und die Folgen der Krise für die Betroffenen abzufedern? Gab es nicht schwere Fehler und Versäumnisse, die etwa dazu geführt haben, dass im Januar in Deutschland ungleich mehr Menschen gestorben sind als in den meisten europäischen Ländern? Warum wird über dieses Versagen kaum gesprochen? Was ist mit den Millionen Menschen, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen weil es für sie keine schnellen und unbürokratischen Hilfen gab? Warum wird erst jetzt – ein Jahr nach Beginn der Pandemie – darüber diskutiert, mit kostenlosen Schnelltests die Risiken der Ansteckung nicht nur in Einrichtungen der Altenpflege zu verringern? Angela Merkel gibt sich gern als „Wissenschaftskanzlerin“, die im Einklang mit „der“ Wissenschaft regiert. In Wahrheit hat ihre Regierung immer wieder willkürlich ihre Politik verändert und sie achtet genau darauf, immer nur von Wissenschaftlern beraten zu werden, die genau das empfehlen, was sie hören will. Im Video werfe ich einen Blick auf ein Jahr Corona-Politik und die Versprechen der Bundesregierung: was sie eingehalten hat – und was nicht.

Dirk Pohlmann im Gespräch mit Uwe Steimle über seinen Bruch mit dem MDR

Uwe Steimle wurde durch Antideutsche bzw. deren Netzwerke gezielt aus dem Öffentlichen Rundfunk herausgemobbt.

Mit unhaltbaren Vorwürfen zur angeblichen rechtsradikalen und antisemitischen Ausrichtung Steimles hat sich vor allem das NDR Magazin Zapp als Propagandasendung selbst entlarvt.

Insbesondere die Redakteurin Anja Reschke versteht ihren Job in der politischen Belehrung der Bürger und nicht im neutralen Angebot von Informationen.

Uwe Steimle äußert sich nunmehr ausführlich zu den Vorgängen aus seiner Sicht.

Eine Zensur findet statt

Aber nennen Sie es um Himmels Willen bitte nicht so!

Ein Standpunkt von Milosz Matuschek.

Willkommen in der Diktatur. In der Corona-Diktatur. Huch, ist das nicht das Unwort des Jahres 2020? Ich benutze es trotzdem oder gerade deswegen. Denn die Zeit der kosmetischen Kritik ist vorbei. Man kann derzeit gar nicht schnell genug schauen, wie Kritiker stummgeschaltet und wegzensiert werden. Und wie schnell ganze Gesellschaften ihre Grundprinzipien über Bord werfen. Von der westlichen Wertegemeinschaft ist nur noch das übrig, was der Einzelne davon aufrecht erhält.

Oder kennen Sie eine Institution, die gerade glaubwürdig die Grundfesten der Demokratie verteidigt?

Freiheit ist unteilbar und Meinungsfreiheit gehört ebenso wie Gleichheit vor dem Gesetz und Gewaltenteilung zu den unverhandelbaren Pfeilern der Demokratie. Als die Weltgemeinschaft dabei zusah, wie Julian Assange in Isolationshaft in Großbritannien psychologischer Folter ausgesetzt wurde, und dazu weitgehend schwieg, befiel mich nicht nur wegen dieses Falls ein ungutes Gefühl sondern auch allgemein: Wenn es bei einer Person keinen Aufschrei gibt, dann kann man ebenso versuchen, Ähnliches der ganzen Bevölkerung anzutun.

In der kommunistischen Daumenschraube

Nun, man tut es gerade in gewisser Weise. Die Zwangsmaßnahmen in Sachen Covid folgen 1:1 den psychologischen Zwangsmethoden chinesischer Kommunisten, die der Soziologe Albert Biderman in den 50er Jahren kategorisiert hat:

Und wo bleibt der Aufschrei? Suizide und Pleiten nehmen gerade sprunghaft zu, ebenso psychische Befindlichkeitsstörungen; die Welt wie wir sie kannten wird gerade ausgelöscht und jeder Widerspruch daran in die Nähe von Verschwörungstheorie und Spinnerei gestellt. Aber die größte Sorge der Diskursraumvermesser und Rote-Linien-Verwalter ist stets nur die eine: Bitte nennen Sie es um Himmels Willen nicht Diktatur!

Ja sind wir denn verrückt geworden?

Jens Berger

NachDenkSeiten-Podcast

Die NachDenkSeiten haben stets vor den Kollateralschäden rigider Lockdowns gewarnt und gleichzeitig den mangelnden Schutz der Risikogruppen, insbesondere in den Alten- und Pflegeheimen, kritisiert. Ein geradezu erschreckendes Beispiel dafür, was in diesem Lande in Sachen Corona schiefläuft, lässt sich derzeit in meiner Heimat dem Landkreis Goslar beobachten. Seit Beginn des Winters hat sich die Zahl der coronabedingten Todesfälle hier fast verdreifacht – maßgeblich verantwortlich dafür waren Massenausbrüche in Altenheimen. Dort existieren zwar Hygiene- und Schutzkonzepte auf dem Papier, jedoch wird deren Einhaltung offenbar nicht kontrolliert. Das ist „verständlich“, hat das hiesige Ordnungsamt doch viel wichtigere Dinge zu tun – z.B. die Einhaltung der Maskenpflicht beim Rodeln mit aller Schärfe zu kontrollieren. Man weiß nicht, ob man da bitter lachen oder weinen soll. Offenbar ist unsere Gesellschaft verrückt geworden.

Hoffnung und Widerstand – Aya Velázquez, David C. Siber, Sebastian FriebelGunnar Kaiser

In Folge 2 des „Wettbewerbs der Ideen“ spreche ich mit Aya Velázquez, Sebastian Friebel und David Claudio Siber über Möglichkeiten des Widerstands und Räume der Hoffnung.

Assange und Navalny, die westliche Doppelmoral

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Warum machen westliche Medien und Politiker den Fall Nawalny zur Staatsaffäre gegen Russland und kehren den Fall Assange unter den Teppich? Assange, wohl der bedeutendste Journalist der Gegenwart, wird im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh laut Befund der Vereinten Nationen gefoltert, während Navalny zwecks medizinischer Behandlung ins Ausland ausgeflogen wurde und auch nach seiner Rückkehr nach Moskau im Gefängnis mit Samthandschuhen behandelt wird. Bei der Verhandlung im Moskauer Gerichtssaal gegen Nawalny waren weitaus mehr britische und westliche Journalisten anwesend als bei Assange jüngst im Londoner Gerichtssaal.

Wie schon so oft in den letzten Jahrzehnten zeigt auch die nicht enden wollende Fake-Berichterstattung über den Fall Nawalny, dass die einstigen Qualitätsmedien der westlichen Presselandschaft inzwischen zu reinen Propagandaorganen der Politik ihrer Regierungen verkommen sind. Denn trotz der Fülle von Widersprüchen in der offiziellen westlichen Darstellung des Falls Navalny (sie z.B. hier, hier, und hier) bleiben die westlichen Medien ungerührt bei ihrer anti-russischen Räuber-Pistole und erfüllen damit voll und ganz die ihnen von den herrschenden Eliten zugedachte Funktion, als Unterabteilung für „Psychologische Kriegsführung“ der NATO im Westen die Bevölkerung gegen Moskau in Stellung zu führen.

Allerdings geben unsere selbsterklärten „Qualitätsmedien“ bei diesem Unterfangen ein denkbar schlechtes Bild ab. Denn ihre gekauften und bezahlten Presstituierten glauben in ihrer abgehobenen Arroganz, sie könnten dem blöden Volk jede auch noch so idiotisch zurecht gezimmerte Story, wie z.B. die angeblichen Novitschock-Vergiftungen von Skripal und dann von Navalny, als Wahrheit und nichts als die Wahrheit verkaufen. Nach den vielen sarkastischen Fragen und Witzen zu urteilen, die man im Internet selbst auf Webseiten findet, deren Verbreitung weit ins bürgerliche Lager reicht, kann davon ausgegangen werden, dass die große Mehrheit der politisch interessierten Bevölkerung längst erkannt hat, dass sie im Fall Navalny nach Strich und Faden belogen und betrogen wird.

Zur Erinnerung, nach der Notlandung in Omsk, um den komatösen Passagier zu retten, war Nawalny im lokalen Krankenhaus behandelt worden. Aber selbst hochqualifizierte Mediziner und Toxikologen haben weder Novitschock noch ein anderes Gift gefunden. Später konnten auch die Mediziner in der Berliner Charité keine Vergiftung feststellen. Allerdings hatten die Ärzte in Omsk auf Grund des Krankheitsbildes des Patienten bei der Einlieferung den Verdacht auf einen Diabetes-Schock, bzw. auf ein diabetisches Koma gehabt. Laut der in Berlin beheimateten, auf Wirtschaftsnachrichten spezialisierten Webseite Intellinews hatte Nawalny im Jahr 2019 selbst gesagt, dass er an Diabetes leidet…

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