Kolumne

Diese Kategorie enthält 218 Artikel

Deutsche Kolonialverbrecher: Was tun mit ihren Statuen und Straßen?

In den USA, Großbritannien und Europa fordert die Black Lives Matter Bewegung, dass Statuen aus der Kolonial- und Sklavenhalterzeit abgebaut werden. In Deutschland sind solche Proteste deutlich schwächer. Ein Grund dafür: Es sei zu wenig über die deutsche Kolonialzeit bekannt, sagt der Berliner Soziologe Oumar Diallo. Man habe sich bisher überwiegend mit den Verbrechen des Dritten Reichs befasst. Das würde sich nun langsam verändern.

Westlicher Geschichtsrevisionismus

Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft

Der Geschichtsrevisionismus ist nicht neu. Immer und überall haben interessierte Parteien versucht, die Vergangenheit in ihrem Sinne umzudeuten. Wer jedoch aus der Vergangenheit nichts lernt, läuft Gefahr, alte Fehler zu wiederholen. Das macht den Revisionismus bei so gewichtigen Themen wie dem zweiten Weltkrieg besonders gefährlich.

Deutschland, einig Zwergenland

Oder: Die Diktatur des großen Nichts

„Alle tun so, als würden sie auf Eierschalen laufen“, sagte Clint Eastwood einst als eine Art Zeitdiagnose. Nur niemandem wehtun, und beim kleinsten Widerstand einknicken. Unser Gastautor Wolf Reiser zeigt auf, was das mit dem deutschen Sieg beim Eurovision Song Contest 1982 zu tun hat.

Wladimir Putin über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs

Ende 2019 hat Putin angekündigt, einen Artikel über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges zu schreiben. Der sehr lange Artikel ist am Freitag veröffentlicht worden und sein Inhalt dürfte viele überraschen. Ich habe Putins Artikel übersetzt.

Da Putins Artikel in der Tat sehr lang ist, erlaube ich mir dazu ein paar einleitende und zusammenfassende Worte, die aus meiner Sicht beim Verständnis des Artikels helfen.

In seinem Artikel schlägt Putin einen sehr weiten Bogen. Er schreibt über das, was er in Archiven über den Weg in den Zweiten Weltkrieg und über den Verlauf des Krieges gefunden hat und beruft sich auf neue, in Russland veröffentlichte Originaldokumente. Das macht den größten Teil des Artikels aus.

Aber Putin schlägt dann den Bogen weiter zur Nachkriegszeit und bis heute. Er plädiert dafür, aus der Vergangenheit zu lernen, nicht die Geschichte umzuschreiben oder bestehende Regeln und Institutionen, die seit 1945 einen neuen Weltkrieg verhindert haben, zu schwächen. Im Gegenteil plädiert Putin für die Beibehaltung und die Achtung des nach 1945 entstandenen Völkerrechts und er plädiert für das, was manche Journalisten als „neue Jalta-Konferenz“ bezeichnet haben, wie Putin ganz am Ende des Artikels schreibt. Auf dieser Konferenz – so Putins Wunsch – sollen sich die „Großen Fünf“ auf Regeln einigen, die auch in Zukunft einen globalen Konflikt verhindern können.

Zum Verständnis des Artikels ist es auch wichtig, Russland ein wenig zu kennen, denn ein Teil des Artikels ist durchaus auch für das russische Publikum bestimmt. Im Zweiten Weltkrieg hat jeder siebte Sowjetbürger sein Leben verloren, jede Familie hat Menschen verloren, der Krieg ist tief eingebrannt in die russische Seele und in das kollektive Gedächtnis der Russen. Der Zweite Weltkrieg ist in Russland immer noch präsent, wesentlich stärker, als in allen westlichen Ländern.

Daher ist der Tag des Sieges über den Faschismus der wichtigste Feiertag in Russland und mit nichts zu vergleichen, was wir im Westen kennen. Vor kurzem wurde von der russischen Zivilgesellschaft eine neue Tradition ins Leben gerufen: Das Unsterbliche Regiment. Dabei ziehen die Menschen mit Fotos ihrer Vorfahren, die im Krieg gekämpft haben und gestorben sind, durch die Städte. Die Prozession dauert Stunden und am Straßenrand sehen Zehntausende zu. Es sind Millionen Menschen an dem Tag auf den Straßen und gedenken der Opfer und den Entbehrungen ihrer Vorfahren. Ich kenne keinen Feiertag in anderen Ländern, an dem die Menschen in so großer Zahl teilnehmen.

Die Atmosphäre ist dabei nicht aggressiv oder „anti-deutsch“, es ist eine friedliche Atmosphäre, eine Mischung aus Gedenken, Respekt und Stolz. Zum Mitmachen müssen die Menschen nicht gezwungen werden, sie machen es aus eigenem Antrieb, weil ihnen dieses Gedenken wichtig ist. Das muss man zum Verständnis einiger Passagen dieses Artikels wissen.

Putins Artikel ist so etwas wie ein Grundsatzprogramm. Putin erklärt in dem Artikel sowohl den einfachen Russen, als auch den wichtigen Politikern der Welt, wie er geschichtliche Zusammenhänge sieht und vor allem, welche Lehren seiner Meinung nach daraus für die heutige und zukünftige Politik gezogen werden sollten. Die geschichtlichen Fakten, die er nennt, sind unbestreitbar, sie erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, der Artikel ist kein Geschichtsbuch. Die Lehren, die Putin aus der Geschichte zieht, kann man diskutieren und genau dazu ruft er auf.

Am 18. Juni 2020 veröffentlichte der Präsident Russlands in der US-amerikanischen Fachzeitschrift für internationale Beziehungen „The National Interest“ einen Artikel über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges. „Heute möchten europäische Politiker, vor allem polnische Spitzenpolitiker, das Münchner Abkommen unter den Teppich kehren. Der Verrat von München zeigte der Sowjetunion, dass die westlichen Länder Sicherheitsfragen lösen werden, ohne Rücksicht auf sowjetische Interessen zu nehmen.“ Putin richtet den Fokus darauf, welche Lehren man heute, 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, ziehen muss.

„Wir brauchen eine Revolution“

Schauspielerin Rose McGowan vergleicht USA mit einer Sekte.

Bei den anhaltenden US-Protesten gehe es nicht nur um Gewalt, wie es manchmal in den Medien dargestellt wird. Die Proteste seien ein Aufstand gegen das „sektenartige System der Unterdrückung“, sagte Schauspielerin und Aktivistin Rose McGowan im Interview mit der RT-Sendung „Going Underground“. Die Schauspielerin und Ikone der MeToo-Bewegung sagte unter anderem, sie sei zufrieden mit der Zerstörung der Columbus-Denkmäler in den USA: „Man kann einerseits nicht leugnen, dass ein Mensch großartige Dinge erreicht hat. Aber zu welchem Preis? Ich denke, es ist in Ordnung, keine Menschen zu feiern, die andere verletzen“.

Corona-Warn-App

#IchAppMit – Neues von der Nudging Front

Bernhard Loyen.

Corona-App – ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen

Jens Berger |

Seit gestern ist die viel diskutierte „Corona-App“ der Bundesregierung verfügbar. Der mediale Trommelwirbel war eindrucksvoll. Kritische Töne fanden da keinen Platz. Das ist bemerkenswert, da Sinn und Zweck einer solchen Tracing-App selbst unter idealen Bedingungen zumindest fragwürdig sind. Die App ist jedoch mehr. Sie ist auch ein großes soziales Experiment. Sollte die App tatsächlich von einer Mehrheit der Bevölkerung genutzt werden, würde dies zweifelsohne bei der Politik Begehrlichkeiten wecken – Risiken und Nebenwirkungen inbegriffen.

Amthor korrupt? | Bye Bye Bento! | BLM gegen Kant

Ist die ZDF heute-show der neue NATO-Bündnispartner? Gibt es strukturellen Rassismus bei Immanuel Kant? Wer sind Philipp Amthors Arbeitgeber? Da wird noch mal ganz schön aufgefahren, bevor wir uns alle ins Sommerloch stürzen!

Philipp Amthor ist schon lange unser Lieblings-CDUler! Egal ob er auf YouTube den Zerstörer spielt oder auf Facebook Lobby betreibt – sicher ist, bei #Amthor kann man immer auf ein bisschen Schabernack hoffen! Hat er sich mit der Lobby-Affäre jetzt selbst ins Aus geschossen?
Auch das Magazin bento, das für realsatirischen Schabernack im ganzen Land nicht so wirklich bekannt war, muss sich jetzt verabschieden. Wir werfen einen rückseligen Blick auf die Highlights von #bento.
Und während der Deutschlandfunk Immanuel Kant hinterfragt und weltweit auch andere Denkmäler gestürzt werden, läuft bei der #heuteshow alles weiter wie zuvor. Das Feindbild Russland glänzt wie eh und je. Das Zwei-Prozent-Ziel ist wohl die einzige Lösung, wenn man sich diese NATO-Propaganda so ansieht. Der Abzug der US-Truppen scheint vielen auf ganz persönlicher Ebene weh zu tun. Oder was ist der Grund dafür, dass eine links gefärbte Satiresendung plötzlich eine Armee aufbauen will?
Muss sich Europa schützen? Schreibt uns in den Kommentaren, was ihr über die NATO denkt! Und lasst auch dem lieben Kommissar eine Nachricht da! Wir lesen sie ihm vor, versprochen!

Hongkong und Minneapolis

STANDPUNKTE

Gendergerechte Sprache – Julia Szarvasy und Rico Albrecht

Liebe Freund*innen der gendergerechten Sprache. Liebe Autor*innen, Journalist*innen, Politiker*innen, liebe Lehrende, Schüler*innen, Studierende, Professor*innen, liebe Abonnent*innen und alle anderen Interessierten.

Wenn es nach dem Willen von Teilen unserer Gesellschaft ginge, darunter Behörden wie z.B. die Stadt Hannover, viele Universitäten oder die Verantwortlichen für die Änderungen der Straßenverkehrsordnung, hätten wir Sie auf diese neue Weise begrüßen sollen.

Die feministische Sprachkritik und die Genderlinguistik sind überall auf dem Vormarsch. Was ist aus sprachwissenschaftlicher Sicht richtig oder falsch? Was ist aus soziologischer Sicht geboten? Und welche Auswirkungen haben die Änderungen der Sprache auf das Verhältnis zwischen den Geschlechtern und unsere gesamte Gesellschaft?

USA brennt | Gewolltes Chaos | Cui bono | Trumps Amerika

I’m [sic!] of all the bullshit.

Home Office #32

BLACK LIVES MATTER lautet die Parole dieser Tage, welche weltweit Millionen Menschen auf die Straße treibt, um gegen Rassisms zu demonstrieren. In dieser Ausgabe ergründen wir die Hintergründe von Hass und suchen nach Auswegen aus der Gewaltspirale.
Als Gäste in dieser Ausgabe präsentieren wir den Free21-Aktivisten Lukas Puchalski sowie den Musiker und Künstler „Schwrzvyce“.

Der Kampfbegriff einer super großen Koalition: Verschwörungstheoretiker!

Gestern Abend war ich zum ersten Mal nach corona-bedingter Absage aller Veranstaltungstermine bei einem öffentlichen Gespräch – in der Karlsruher Hemingway Lounge. Gesprächsgegenstand sollten meine Erfahrungen mit Willy Brandt und anderen Politikern sein – einschließlich meiner politischen Tätigkeit und der Aufklärungsarbeit bis hin zu den NachDenkSeiten. Der Gesprächsleiter, Ullrich Eidenmüller, eröffnete die Diskussion mit einem Zitat aus Wikipedia. Dort wird den NachDenkSeiten unterstellt, Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Albrecht Müller.

Urban Priol: Die virtuelle CSU Parteitag

Urban Priol ist ein gerngesehener Stammgast im schlachthof. Diesmal nimmt er sich die CSU vor …

und

Der unheimliche Söder-Kult

US-Unruhen: Hysterie und Heuchelei

Tobias Riegel

Eine unerwartete Reise: THE UNCERTAINTY HAS SETTLED

Seit dem Erscheinen des Kinofilms „Paradogma“ 2018, in welchem auch Dirk Müller zu Wort kommt, haben wir Sie hier auf Cashkurs immer wieder über die Projekte des Filmemachers Marijn Poels auf dem Laufenden gehalten. Heute freuen wir uns sehr darüber, mitteilen zu können, dass jetzt der Startschuss für die frei zugängliche Veröffentlichung der gesamten Trilogie auf unserem Cashkurs*Youtube-Kanal gefallen ist! Ab sofort ist hier der erste Teil „The Uncertainty Has Settled“ mit deutschen Untertiteln zu sehen…

Home Office #30

Steht ein Bürgerkrieg in den USA bevor? Will man von den fatalen Folgen der Anti-Virus-Maßnahmen ablenken? Die ARD schreibt schon einmal das neue Narrativ: Patienten, die wegen der Maßnahmen auf eine wichtige OP verzichten mussten, sind selber schuld. Aber Bundesvirologe Drosten darf sich damit rühmen, bi zu 100.000 Deutschen das Leben gerettet zu haben.

Den täglichen Wahnsinn besprechen wir in dieser 30. Ausgabe mit Anti-Spiegel Kollegen Thomas Röper.

Newsletter [KW22]: Bedauern als Waffe | Minneapolis und Twitter | „Faktenchecker“ von Correctiv

Trotz mehr als Hunderttausend Corona-Toten in den USA richtet sich der Fokus des nationalen Interesses auf das Feindbild Russland. Der scheidende US-Botschafter Grenell maßregelt gar den deutschen Außenminister, nicht genug gegen Russland getan zu haben. Und während Twitter sowie die Ereignisse in Minneapolis Trump vor große Herausforderungen stellen, muss Correctiv eine juristische Niederlage hinnehmen.

USA: Ausspionieren der Bürger weiterhin ohne Gerichtsbeschluss möglich

Mit einer Stimme Mehrheit hat der US-Senat einen Zusatz zum „Freedom Act“ abgelehnt. Laut diesem wäre die Einsicht in Online-Aktivitäten der Bürger durch Sicherheitsbehörden nur noch mit einem richterlichen Beschluss möglich gewesen.

Derzeit reicht ein „hinreichender Verdacht“ aus, um die überaus vielsagenden Daten einzusehen. Als „hinreichend“ gilt offenbar schon das reine „Gefühl“ eines Beamten, jemand könnte etwas Verbotenes getan haben.

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