Kolumne

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Strom gesperrt

Wenn einkommensarme Verbraucher in eine Abwärtsspirale geraten

Jedes Jahr sperren die Energieversorgungsunternehmen mehreren hunderttausend Haushalten den Strom. Die Folgen für die Betroffenen sind oft weitreichend. Bei der Sperrpraxis liegt vieles im Argen, wie Stephanie Kosbab, Leiterin Projekt „Energiearmut“ bei der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen, im NachDenkSeiten-Interview aufzeigt. Kosten für das Sperren und Entsperren, oft zu hohe Raten bei vereinbarten Tilgungsplänen, eine fehlende Deckelung der Kosten: Das sind einige der Punkte, die dafür sorgen, dass die ohnehin finanziell ins Straucheln geratenen Haushalte noch weiter belastet werden. Im NachDenkSeiten-Interview erklärt Kosbab, was sich ändern muss, und schildert, wie die Verbraucherzentrale Betroffenen hilft.

Verschwörungen zwischen Theorie und Praxis

Mit dem Abklingen des Virus namens „SARS-CoV-2“ und den Lockerungsübungen des „Corona-Kabaretts“ geht auch die Zeit der Proteste zu Ende, die sich gegen das „Corona-Regime“ gerichtet haben. Unabhängig von der Einschätzung, wie real oder übertrieben die Gefahr durch das Virus war, ist die Befürchtung nicht von der Hand zu weisen, dass unter der Flagge des „Gesundheitsschutzes“ Grund- und Menschenrechte einschließlich sozialer Rechte dauerhaft außer Kraft gesetzt oder eingeschränkt werden können. Es wäre naiv anzunehmen, dass die Herrschenden in ihren „Maßnahmen“ nicht auch den Aspekt des „Gehorsams-Experiment“ mitgedacht hätten, woraus der „Kollateralnutzen“ in Richtung eines reaktionären Staatsumbaus zu.

Dazu passt unter anderem:

Im Gespräch: Hans-Joachim Maaz (“Das gespaltene Land”)

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Menschen sehnen sich nach Zusammenhalt, Gemeinschaft und nach sozialen Kontakten – das macht uns zu dem, was wir natürlicherweise sind: selbstbewusst, innovativ, frei.

Was im Moment in Deutschland und auch weltweit unter dem Schlagwort „Social Distancing“ praktiziert wird, ist das genaue Gegenteil von dem, was dem Menschen gut tut. Es ist unnatürlich und verstärkt Misstrauen sowie Isolation. Gleichzeitig wird Gehorsam gefördert, da durch die Einschränkung von Gruppenaktivitäten (Schließung von Spiel- und Sportplätzen, Verbot von Großveranstaltungen) und durch das Verbergen der Gesichtszüge (Mundschutz) soziale Interaktion nur noch schwer möglich ist.

Vollständige Kommunikation besteht aus Mimik, Gestik, Körperhaltung. Fehlt davon ein Aspekt, so wird ein Gespräch unecht und führt zu Missverständnissen – Ein Gespräch mit Mundschutz ist so, als würde man durch eine Glasscheibe versuchen, ein Eis zu essen – halbgar, unbefriedigend, Fake.

Ob nun diese so genannten „Schutz-Maßnahmen“ begründet sind oder nicht, steht hier nicht zur Debatte. Fakt ist, die Bewegungs- und Verhaltensfreiheiten, die wir noch im letzten Jahr genießen durften, sind eingeschränkt. Hinzukommen Eingriffe ins Grundgesetz, der politisch gewünschte „aufmerksame“ Bürger sowie eine direkte Ausgrenzung von Skeptikern und Andersdenkenden.

Aktuell existiert eine ganze Liste von Werkzeugen, die das Potenzial für eine massive gesellschaftliche Spaltung haben. Gefährliche Zeiten für Menschen, die die Freiheit lieben und Dinge sagen wie: „Parallelen zur DDR – Überwachungsstaat dank Corona-App – Die Maske muss weg, sie ist ein Symbol der Angst“.

Die Antworten sind immer ähnlich: „Ach, der Vergleich hinkt doch! Quatsch, ist doch alles Open-Source! Krude Verschwörungstheorie!“

Im Gespräch fragen wir Hans-Joachim Maaz nach seiner Meinung zum geistigen Zustandes der Bürger in Zeiten von „C“. In seinem Buch „Das gespaltene Land“ beschreibt der Psychiater und Psychoanalytiker was passiert, wenn eine Gesellschaft die Sehnsucht nach einem/r FührerIn noch nicht überwunden hat.

Hören wir mal, was laut Maaz eine gesunde Gesellschaft ausmacht, wie wir aus den Spaltungsprozessen wieder herauskommen und zu einem aktiven, selbstbestimmten Zusammenleben zurückfinden können.

Vom Marschall zum Gartenzwerg

Das Schindluder mit dem Kriegshelden Ivan Konev nimmt kein Ende. Der Ruf des Befreiers von Auschwitz, Prag und vielen weiteren Städten wird in der böhmischen Hauptstadt mit Schmutz beworfen. Jedoch nicht von den Pragern selbst. Die bleiben oft in großer Anteilnahme stehen und schütteln den Kopf. Aus dem Helden der Sowjetunion ist mittlerweile ein golden angepinselter Gartenzwerg geworden, der zum Abschuss durch Vandalen freigegeben ist.

An weiteren interessanten Beispielen aus Kunst und Musik belegt der Reporter Mark Hegewald, dass die Anti-Russland-Propaganda in Osteuropa auf vollen Touren läuft. – Immer noch.

Manipulation oder Fehler: Top fünf größte Peinlichkeiten der Qualitätsmedien

Erfundene Protagonisten, manipulierte Bilder, konstruierte Zusammenhänge und durch nichts belegte Behauptungen. Dem gängigen Narrativ zufolge ist das typisch für die Boulevardpresse, aber unvorstellbar in den Qualitätsmedien. Doch die Realität der Medienwelt sieht oft anders aus.

 

 

Jimmy Dore Show + Redacted Tonight

Hillary Supporter Demands Hillary Clinton Will Be Biden’s VP!

Trump Flops, Thrones Toppled, Bolton Adored?

US “Humanitarian Intervention” Is A Lie (with Dan Kovalik)

Deutsche Kolonialverbrecher: Was tun mit ihren Statuen und Straßen?

In den USA, Großbritannien und Europa fordert die Black Lives Matter Bewegung, dass Statuen aus der Kolonial- und Sklavenhalterzeit abgebaut werden. In Deutschland sind solche Proteste deutlich schwächer. Ein Grund dafür: Es sei zu wenig über die deutsche Kolonialzeit bekannt, sagt der Berliner Soziologe Oumar Diallo. Man habe sich bisher überwiegend mit den Verbrechen des Dritten Reichs befasst. Das würde sich nun langsam verändern.

Westlicher Geschichtsrevisionismus

Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft

Der Geschichtsrevisionismus ist nicht neu. Immer und überall haben interessierte Parteien versucht, die Vergangenheit in ihrem Sinne umzudeuten. Wer jedoch aus der Vergangenheit nichts lernt, läuft Gefahr, alte Fehler zu wiederholen. Das macht den Revisionismus bei so gewichtigen Themen wie dem zweiten Weltkrieg besonders gefährlich.

Deutschland, einig Zwergenland

Oder: Die Diktatur des großen Nichts

„Alle tun so, als würden sie auf Eierschalen laufen“, sagte Clint Eastwood einst als eine Art Zeitdiagnose. Nur niemandem wehtun, und beim kleinsten Widerstand einknicken. Unser Gastautor Wolf Reiser zeigt auf, was das mit dem deutschen Sieg beim Eurovision Song Contest 1982 zu tun hat.

Wladimir Putin über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs

Ende 2019 hat Putin angekündigt, einen Artikel über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges zu schreiben. Der sehr lange Artikel ist am Freitag veröffentlicht worden und sein Inhalt dürfte viele überraschen. Ich habe Putins Artikel übersetzt.

Da Putins Artikel in der Tat sehr lang ist, erlaube ich mir dazu ein paar einleitende und zusammenfassende Worte, die aus meiner Sicht beim Verständnis des Artikels helfen.

In seinem Artikel schlägt Putin einen sehr weiten Bogen. Er schreibt über das, was er in Archiven über den Weg in den Zweiten Weltkrieg und über den Verlauf des Krieges gefunden hat und beruft sich auf neue, in Russland veröffentlichte Originaldokumente. Das macht den größten Teil des Artikels aus.

Aber Putin schlägt dann den Bogen weiter zur Nachkriegszeit und bis heute. Er plädiert dafür, aus der Vergangenheit zu lernen, nicht die Geschichte umzuschreiben oder bestehende Regeln und Institutionen, die seit 1945 einen neuen Weltkrieg verhindert haben, zu schwächen. Im Gegenteil plädiert Putin für die Beibehaltung und die Achtung des nach 1945 entstandenen Völkerrechts und er plädiert für das, was manche Journalisten als „neue Jalta-Konferenz“ bezeichnet haben, wie Putin ganz am Ende des Artikels schreibt. Auf dieser Konferenz – so Putins Wunsch – sollen sich die „Großen Fünf“ auf Regeln einigen, die auch in Zukunft einen globalen Konflikt verhindern können.

Zum Verständnis des Artikels ist es auch wichtig, Russland ein wenig zu kennen, denn ein Teil des Artikels ist durchaus auch für das russische Publikum bestimmt. Im Zweiten Weltkrieg hat jeder siebte Sowjetbürger sein Leben verloren, jede Familie hat Menschen verloren, der Krieg ist tief eingebrannt in die russische Seele und in das kollektive Gedächtnis der Russen. Der Zweite Weltkrieg ist in Russland immer noch präsent, wesentlich stärker, als in allen westlichen Ländern.

Daher ist der Tag des Sieges über den Faschismus der wichtigste Feiertag in Russland und mit nichts zu vergleichen, was wir im Westen kennen. Vor kurzem wurde von der russischen Zivilgesellschaft eine neue Tradition ins Leben gerufen: Das Unsterbliche Regiment. Dabei ziehen die Menschen mit Fotos ihrer Vorfahren, die im Krieg gekämpft haben und gestorben sind, durch die Städte. Die Prozession dauert Stunden und am Straßenrand sehen Zehntausende zu. Es sind Millionen Menschen an dem Tag auf den Straßen und gedenken der Opfer und den Entbehrungen ihrer Vorfahren. Ich kenne keinen Feiertag in anderen Ländern, an dem die Menschen in so großer Zahl teilnehmen.

Die Atmosphäre ist dabei nicht aggressiv oder „anti-deutsch“, es ist eine friedliche Atmosphäre, eine Mischung aus Gedenken, Respekt und Stolz. Zum Mitmachen müssen die Menschen nicht gezwungen werden, sie machen es aus eigenem Antrieb, weil ihnen dieses Gedenken wichtig ist. Das muss man zum Verständnis einiger Passagen dieses Artikels wissen.

Putins Artikel ist so etwas wie ein Grundsatzprogramm. Putin erklärt in dem Artikel sowohl den einfachen Russen, als auch den wichtigen Politikern der Welt, wie er geschichtliche Zusammenhänge sieht und vor allem, welche Lehren seiner Meinung nach daraus für die heutige und zukünftige Politik gezogen werden sollten. Die geschichtlichen Fakten, die er nennt, sind unbestreitbar, sie erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, der Artikel ist kein Geschichtsbuch. Die Lehren, die Putin aus der Geschichte zieht, kann man diskutieren und genau dazu ruft er auf.

Am 18. Juni 2020 veröffentlichte der Präsident Russlands in der US-amerikanischen Fachzeitschrift für internationale Beziehungen „The National Interest“ einen Artikel über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges. „Heute möchten europäische Politiker, vor allem polnische Spitzenpolitiker, das Münchner Abkommen unter den Teppich kehren. Der Verrat von München zeigte der Sowjetunion, dass die westlichen Länder Sicherheitsfragen lösen werden, ohne Rücksicht auf sowjetische Interessen zu nehmen.“ Putin richtet den Fokus darauf, welche Lehren man heute, 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, ziehen muss.

„Wir brauchen eine Revolution“

Schauspielerin Rose McGowan vergleicht USA mit einer Sekte.

Bei den anhaltenden US-Protesten gehe es nicht nur um Gewalt, wie es manchmal in den Medien dargestellt wird. Die Proteste seien ein Aufstand gegen das „sektenartige System der Unterdrückung“, sagte Schauspielerin und Aktivistin Rose McGowan im Interview mit der RT-Sendung „Going Underground“. Die Schauspielerin und Ikone der MeToo-Bewegung sagte unter anderem, sie sei zufrieden mit der Zerstörung der Columbus-Denkmäler in den USA: „Man kann einerseits nicht leugnen, dass ein Mensch großartige Dinge erreicht hat. Aber zu welchem Preis? Ich denke, es ist in Ordnung, keine Menschen zu feiern, die andere verletzen“.

Corona-Warn-App

#IchAppMit – Neues von der Nudging Front

Bernhard Loyen.

Corona-App – ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen

Jens Berger |

Seit gestern ist die viel diskutierte „Corona-App“ der Bundesregierung verfügbar. Der mediale Trommelwirbel war eindrucksvoll. Kritische Töne fanden da keinen Platz. Das ist bemerkenswert, da Sinn und Zweck einer solchen Tracing-App selbst unter idealen Bedingungen zumindest fragwürdig sind. Die App ist jedoch mehr. Sie ist auch ein großes soziales Experiment. Sollte die App tatsächlich von einer Mehrheit der Bevölkerung genutzt werden, würde dies zweifelsohne bei der Politik Begehrlichkeiten wecken – Risiken und Nebenwirkungen inbegriffen.

Amthor korrupt? | Bye Bye Bento! | BLM gegen Kant

Ist die ZDF heute-show der neue NATO-Bündnispartner? Gibt es strukturellen Rassismus bei Immanuel Kant? Wer sind Philipp Amthors Arbeitgeber? Da wird noch mal ganz schön aufgefahren, bevor wir uns alle ins Sommerloch stürzen!

Philipp Amthor ist schon lange unser Lieblings-CDUler! Egal ob er auf YouTube den Zerstörer spielt oder auf Facebook Lobby betreibt – sicher ist, bei #Amthor kann man immer auf ein bisschen Schabernack hoffen! Hat er sich mit der Lobby-Affäre jetzt selbst ins Aus geschossen?
Auch das Magazin bento, das für realsatirischen Schabernack im ganzen Land nicht so wirklich bekannt war, muss sich jetzt verabschieden. Wir werfen einen rückseligen Blick auf die Highlights von #bento.
Und während der Deutschlandfunk Immanuel Kant hinterfragt und weltweit auch andere Denkmäler gestürzt werden, läuft bei der #heuteshow alles weiter wie zuvor. Das Feindbild Russland glänzt wie eh und je. Das Zwei-Prozent-Ziel ist wohl die einzige Lösung, wenn man sich diese NATO-Propaganda so ansieht. Der Abzug der US-Truppen scheint vielen auf ganz persönlicher Ebene weh zu tun. Oder was ist der Grund dafür, dass eine links gefärbte Satiresendung plötzlich eine Armee aufbauen will?
Muss sich Europa schützen? Schreibt uns in den Kommentaren, was ihr über die NATO denkt! Und lasst auch dem lieben Kommissar eine Nachricht da! Wir lesen sie ihm vor, versprochen!

Hongkong und Minneapolis

STANDPUNKTE

Gendergerechte Sprache – Julia Szarvasy und Rico Albrecht

Liebe Freund*innen der gendergerechten Sprache. Liebe Autor*innen, Journalist*innen, Politiker*innen, liebe Lehrende, Schüler*innen, Studierende, Professor*innen, liebe Abonnent*innen und alle anderen Interessierten.

Wenn es nach dem Willen von Teilen unserer Gesellschaft ginge, darunter Behörden wie z.B. die Stadt Hannover, viele Universitäten oder die Verantwortlichen für die Änderungen der Straßenverkehrsordnung, hätten wir Sie auf diese neue Weise begrüßen sollen.

Die feministische Sprachkritik und die Genderlinguistik sind überall auf dem Vormarsch. Was ist aus sprachwissenschaftlicher Sicht richtig oder falsch? Was ist aus soziologischer Sicht geboten? Und welche Auswirkungen haben die Änderungen der Sprache auf das Verhältnis zwischen den Geschlechtern und unsere gesamte Gesellschaft?

USA brennt | Gewolltes Chaos | Cui bono | Trumps Amerika

I’m [sic!] of all the bullshit.

Home Office #32

BLACK LIVES MATTER lautet die Parole dieser Tage, welche weltweit Millionen Menschen auf die Straße treibt, um gegen Rassisms zu demonstrieren. In dieser Ausgabe ergründen wir die Hintergründe von Hass und suchen nach Auswegen aus der Gewaltspirale.
Als Gäste in dieser Ausgabe präsentieren wir den Free21-Aktivisten Lukas Puchalski sowie den Musiker und Künstler „Schwrzvyce“.

Der Kampfbegriff einer super großen Koalition: Verschwörungstheoretiker!

Gestern Abend war ich zum ersten Mal nach corona-bedingter Absage aller Veranstaltungstermine bei einem öffentlichen Gespräch – in der Karlsruher Hemingway Lounge. Gesprächsgegenstand sollten meine Erfahrungen mit Willy Brandt und anderen Politikern sein – einschließlich meiner politischen Tätigkeit und der Aufklärungsarbeit bis hin zu den NachDenkSeiten. Der Gesprächsleiter, Ullrich Eidenmüller, eröffnete die Diskussion mit einem Zitat aus Wikipedia. Dort wird den NachDenkSeiten unterstellt, Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Albrecht Müller.

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