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The Great Reset – das Ende der Welt, wie wir sie kennen

Sonntag, 2. August 2020, Eifel. War ja gestern Demo. Die höchste Zahl an Teilnehmern, die ich den Meldungen bei Facebook entnehmen konnte, war 3,5 Millionen. Die Zahl, die ARD und ZDF melden: 20 000, bwz. „Zehntausende“. Der Streit darüber wird wohl noch lange andauern, schätze ich. Dabei ist es egal, wie viele Leute sich da die Beine in den Bauch gestanden haben. Schrecklich egal. Das haben viele schon verstanden, aber die meisten sind auf der Suche nach dem Event, nach dem „totalen Flash“ (wortwörtliches Zitat einer Teilnehmerin). Ja – das ist so wie der Abend am Stammtisch, nach zehn Maß Bier fühlen sich alle als Helden und erobern die Welt, aber nächsten Morgen ist alles wieder wie üblich.

Was ist heute nach der Demo Fakt? Wer da demonstriert hat, marschierte neben Menschen mit Reichsflaggen und Hakenkreuztattoos, ohne sich daran zu stören: alles Irre, wie die Berliner Gesundheitssenatorin meinte, oder: Nazis (siehe: Tagesspiegel). Und gegen die muss was unternommen werden. Gab ja auch Gegendemos, zum Beispiel „Omas gegen Rechts“. Regierungskritisch sein, ist heute verfassungsfeindlich – nichts anderes meint ja das Narrativ von „gegen rechts“. Geradezu unerträglich waren die Politikerkommentar am gestrigen Tag: soviel künstlich empörte Obrigkeit sah man selten vereint: was dem Bürger natürlich noch mal deutlich macht, dass da die wirklich Irren unterwegs waren.

Was wirklich Sorgen machte, war die Aktion der Victoria Hamm, die spontan 100 000 Leute für eine neue Partei zusammenbekam, aber ihre Mitstreiter – inzwischen jeder mit eigener Partei – konnten mit dem Potential nicht umgehen, die Stimmen hätten sie schon gerne gehabt – aber für sich allein. Nun – jetzt krebsen da neue Kleinparteien am Rande des Systems herum, wo schon hunderte andere ein sinnloses Dasein führen und Wählerpotential vergeuden – machtpolitisch gesehen.

„Friedlich demonstrieren“ – kann man auch in jeder Diktatur – notfalls. Was wichtig ist, dass die Ordner innerhalb der Demonstration für den notwendigen Frieden sorgen. Solange die Herrschenden nicht fürchten müssen, dass die Massen das Parlament, das Bundeskanzleramt oder die staatlichen Machtzentralen besetzen, interessiert es Machthaber keinen Deut, was da weit draußen vor der Tür abgeht. Irgendwann ist wieder Montag – und all´ die Schreihälse haben dann wieder einen Chef, der ihnen sagt, wo es langgeht, auch in Richtung Corona. Arbeite selbst in einer Firma, in der die obersten Chefin schon die dringende Mahnung per Videobotschaft ausgesprochen hat, sich diese Corona-Warn-App herunterzuladen, kenne auch schon mindestens einen weiteren Fall, ebenso habe ich schon eine beachtliche Sammlung von Fällen von „Corona-Risikopatienten“, die massivem Mobbing innerhalb der Firma unterliegen – selbst Betriebsräte wurden da bedroht.

Das Land ändert sich.

Es wird selektiert.

Währenddessen wird unsere Zukunft geplant. Das war vor den Demos in Berlin beschlossen – und das wird auch durchgezogen, selbst wenn 10 Millionen Loser auf die Straße gehen. Und Loser (oder auch „Waste“ – Müll) ist eine der Kategroien, mit der die Banken- und Finanzwelt die Menschen auf den Straße titulieren würde – und die Meinung von Müllmenschen interessiert nicht.

Wo die Zukunft geplant wird?

Nun – in Davos. Beim Weltwirtschaftsgipfel. Da trifft sich die Entscheidungselite der Welt, oder – wie es ein Reichtumsforscher mal sinngemäß beschrieben hat: der exekutive Hofstaat der Mächtigen. Der nächste Gipfel ist in Davos 2021 geplant – mit so viel Sicherheitsvorkehrungen, dass Demonstranten noch nicht mal ansatzweise in die Nähe kommen. Diesmal soll es ein besonderer Gipfel werden, ein einzigartiger: man will alle „Stakeholder“ der Gesellschaft einbinden für den Entwurf einer neuen, gerechteren Welt. Bevor nun jemand ins Träumen gerät: Gerechtigkeit ist ein sehr zwiespältiges Thema, weshalb die französische Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ wohlüberlegt in den Schlagwortkanon aufnahm, denn: manche finden halt sehr sehr ungerecht, wenn Menschen, die nicht ihre Arbeitskraft verkaufen, auch noch Hartz IV als Geschenk obendrauf bekommen. Oder wenn Menschenmüll ärztliche Leistungen umsonst bekommt.

Hören wir mal die Managin Direktorin zu dem Thema (siehe NrhZ):

„Aus der Sicht des IWF verfügen wir über einen massiven fiskalischen Stimulus, um den Ländern bei der Bewältigung dieser Krise zu helfen und die Weichen für eine Rückkehr des Wachstums zu stellen. Es ist von überragender Bedeutung, dass dieses Wachstum in Zukunft zu einer grüneren, intelligenteren und gerechteren Welt führt.“

Es hört sich natürlich schön an, wenn sie von einer grüneren, intelligenteren und gerechteren Welt spricht – allerdings sehen das andere Menschen anders. Viele Ökoprojekte oder Naturschutzprojekte werden mit Gewalt durchgeführt (einfach mal „grüner Kolonialismus“ googeln – auch die Meinung afrikanischer Intellektueller dazu ist sehr interessant), eine „intelligentere Welt“ kann ebenso eine Welt sein, die von einer künstlichen Intelligenz oder einer wissenschaftlichen (aber ethisch verrohten) Akademikerelite geführt wird (womit wir jenseits jeglicher Demokratie wären) – und die „gerechtere Welt“ – nun ja, das Thema hatten wir schon.

Lauschen wir doch nochmal genauer hin – die vielen wohlfeilen Worte wollen genau geprüft sein (siehe wef):

„Wir haben nur einen Planeten, und wir wissen, dass der Klimawandel die nächste globale Katastrophe mit noch dramatischeren Folgen für die Menschheit sein könnte. Wir müssen die Wirtschaft in dem kurzen noch verbleibenden Zeitfenster dekarbonisieren und unser Denken und Verhalten wieder in Einklang mit der Natur bringen“,sagte Klaus Schwab, Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums“Um unsere Zukunft zu sichern und Wohlstand zu schaffen, müssen wir unser Wirtschaftsmodell weiterentwickeln und die Menschen und den Planeten in den Mittelpunkt der globalen Wertschöpfung stellen. Wenn es eine entscheidende Lektion aus dieser Krise zu lernen gibt, dann die, dass wir die Natur in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen müssen. Wir dürfen einfach nicht noch mehr Zeit verschwenden“, sagte S.K.H.der Prinz von Wales.

Das hört sich gut an. An dem Statement „Seiner Königlichen Hoheit“ haben sicher viele intelligente Schreiber gearbeitet – ich jedoch frage mich: wie passt das mit unserer bürgerlichen Zivilgesellschaft zusammen, dass 220 Jahre nach der französischen Revolution immer noch ein Königssproß das Sagen in der Welt hat? Was haben wir da draußen eigentlich wirklich für Strukturen? Ja, „wir“ haben nur einen Planeten … aber wer ist dieses „wir“? Zum Teil kann man das schon erfahren:

„Zu diesem Zweck wird das Weltwirtschaftsforum Tausende junger Menschen in mehr als 400 Städten auf der ganzen Welt (die „Global Shapers Community“) zusammenbringen, die über ein leistungsfähiges virtuelles Hub-Netzwerk mit den führenden Persönlichkeiten in Davos interagieren werden.“

Da wird eine Gemeinschaft junger Menschen gebildet. Die alten … nun ja, sind ja sowieso Corona-Risiko-Patienten. Oder? Und was heißt das eigentlich: Global Shapers Community? Wer sucht diese Leute nach welchen Kriterien aus? Dürfen auch unabhängige ältere kritische Intellektuelle teilnehmen, deren Verstand über die Jahre schon ein höheres Level der Wendigkeit erreicht hat und Täuschungen schnell durchschaut, vielleicht mit Altersmilde auch auf die Folgen des „shapens“ schaut? Shapers – das englische Wort kann für Gestalter stehen … aber auch für eine Frässmeissel. Mir wäre nicht wohl bei dem Gedanken, dass eine Gesellschaft so behandelt wird.

Ich bin da zu negativ, oder? Ich scheine in der Tat der Regierung und den Finanzgewalten des Planeten nicht zu vertrauen. Wie kann das nur sein? Womöglich haben die kriminellen Machenschaften der Finanzkrise 2008 (die immer noch weiter laufen) oder der Cum-Ex-Skandal (der immer noch weiter läuft) oder die Lügen zu den Kriegen in Jugoslawien und dem Irak dazu geführt, dass ich nicht sofort „Hurra“ rufe, wenn die Regierung eine Erklärung abgibt. Ich kann die Liste übrigens noch beliebig verlängen – über deutsche Geheimdienste, die Bombenattentate auf deutsche Gefängnisse verüben, über französische Geheimdienste, die Greenpeaceschiffe in die Luft sprengen bis hin zu Stasi-Agenten, die im Auftrag der Deutschen Bank ihre Kritiker ausspionieren: das ist halt die Welt, in der ich so lebe – und mir ist bewusst, dass die aufgedeckten Verschwörungen nur die Spitze des Eisberges sind.

Wollen wir wirklich wissen, wozu der ganze Maskenball in Davos dienen wird, müssen wir nochmal die Neue Rheinische Zeitung bemühen (siehe oben), der Herr Schwab ist da nämlich noch mal deutlich geworden:

„Um ein besseres Ergebnis (als die Depression in den 1930er Jahren, R.H.) zu erzielen, muss die Welt gemeinsam und schnell handeln, um alle Aspekte unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften zu erneuern, von Bildung über Sozialverträge bis hin zu Arbeitsbedingungen. Jedes Land, von den Vereinigten Staaten bis nach China, muss teilnehmen, und jede Industrie, von Öl und Gas bis hin zu Technologie, muss transformiert werden. Kurz gesagt, wir brauchen einen ‚großen Reset‘ des Kapitalismus.“

Mir schauderts da ein wenig, wenn ich die Formulierungen höre, mir reicht aber das „kurz gesagt“: der große Reset ist der Neustart des Kapitalismus, der Umbau der Welt durch große Kapitalgesellschaften, die sich jetzt schon mal die Waffenfirma Heckler und Koch gekauft haben (siehe Spiegel). Der große Reset ist … die offene Bildung einer bislang weniger öffentlichen Weltregierung – mit anderen Worten.

Ist die Wirtschaft eigentlich so angeschlagen, dass wir einen solchen Neustart überhaupt andenken müssen? Nach Angaben von McKinsey scheint die Panik unangebracht – auch wenn vor 2023 „kaum Grund zu feiern“ besteht (siehe Manager Magazin). Dass das ganze Drama nicht an Corona hängt, erfahren wir in der FAZ: der globale Welthandel hatte schon vorher Probleme (siehe FAZ). Und die Insolvenzen? Der Wirtschaftsinformationsdienst Euler-Hermes geht von einer Steigerung der Insolvenzen in Deutschland 2020 von 4 Prozent aus (siehe Euler Hermes) – für die USA allerdings um 47 Prozent. Aber alles noch weit unter dem Niveau von 2009.

Darf ich nun mal kurz spekulieren, dass dieser Neustart schon lange vor Corona angedacht und geplant war? Das Corona gerade passend kam? Das beim Totalumbau der Wirtschaft hin zum totalen Einklang reicher Menschen mit den letzten Naturreservaten dieser Welt eine völlig durchkontrollierte Bevölkerung in den Massezentren gerade ganz günstig wäre?

Ach – ich denke schon wieder negativ.

Die Entscheider dieser Welt werden mithilfe der Klimajugend ein wunderschönes Paradies auf Erden schaffen, wie es es immer schon wollten. Es gibt auch schon Handlungsanweisungen für die Gruppenführer der Klimajugend (siehe: jetzt):

„Die Wissenschaft weiß aber auch: Ältere sind anfälliger für Falschnachrichten im Internet.“

Deshalb sollte man mit ihnen reden. Und wo die Jugend die Älteren nicht überzeugen kann … nun, da hat der Tagesspiegel eine klare Antwort – unter dem fröhlichen Linktitel „Halt mal den Rand, Onkel“ (siehe Tagesspiegel):

„Diskutieren ist Zeitverschwendung. Was dagegen hilft, ist Druck.“

Das sahen Hitler, Göring, Goebbels und Himmler genau so. Nur mal so nebenbei bemerkt, in welcher Gesellschaft man sich auf einmal befindet.

Nicht schön, oder?

Aber da … ruft kein Politiker „Nazi“.

Und bevor jetzt wieder jemand eine Kiste aufmacht, um mich da hineinzustecken: der Verfasser dieser Zeilen ist sowohl ein Zeuge Coronas als auch ein Covidiot. Mir ist bewusst, dass auf der Grundlage der bis heute immer noch nicht von all den emsigen Kritikern der Maßnahmen widerlegten Studien des RKI aus China keine Regierung der Welt hätte anders handeln können als geschehen.

Und ebenso ist mir bewusst, dass gerade auf der Grundlage dieses Handelns andere auf den Zug aufspringen und ihn übelst missbrauchen werden.

 

 

 

Corona – der geheime Plan der „neuen Normalität“

Sonntag, 19.7.2020. Eifel. Wir haben ja jetzt Pandemie- seit 4 Monaten schon. Man sieht draußen nicht viel davon, außer, dass alle mit einer Maske herumlaufen.  Zwischendurch demonstrieren mal ein paar tausend Menschen für schwarze Menschen in den USA, weil das angesagt ist, für rote Menschen demonstriert übrigens niemand hier: redlivematternix, auch nicht, wenn sie derzeit gerade am Amazonas abgeschlachtet werden bzw. an Corona sterben. Ja, der tolle Präsident Brasiliens hat die Corona-Schutzmaßnahmen für indigene Völker aufgehoben – die sterben doppelt so häufig an Corona (siehe Zeit). Schon zuvor hat er den Schutz der indigenen Gebiete aufgehoben (siehe dw), damit dort ordentlich ausgebeutet werden kann, da gibt es Gold, Erdgas, Öl – und der rote Mann sitzt wieder einmal nutzlos darauf herum und lebt sein einfaches Leben.

Ich kann nicht umhin, etwas zu diesem einfachen Leben der Amazonasindianer zu sagen – immerhin leben sie ein Leben, dass wir alle mal gelebt haben: vollkommen eins mit der Natur, nachhaltig, effizient und mit nur drei Stunden Arbeit am Tag – Einkauf und Hausarbeit inbegriffen. Ihre schamanische Religion – bzw, die Weltsicht, die dahintersteckt – wurde von den ernstesten Kritikern und Kennern der Machtstrukturen der USA  als große Hoffnung für das Überleben der Menschheit angesehen. Nur selten hat jemand so tief in die Strukturen des Finanzimperialismus geblickt und sein Wissen veröffentlicht wie John Perkins und so detalliert die Methoden aufgeführt, wie man mit Schulden – oft ohne einen einzigen Schuss – Länder erobert … inklusive ihrer Stimme in der UN (siehe Artikel im Deutschlandfunk).  Heute macht er Werbung für die schamanische Weltsicht, schreibt Bücher über die Aussöhung mit der Natur (Und der Traum wird Welt, Integral 1997) und hilft den Menschen, ihre Angst in Handlungsimpulse umzusetzen (siehe johnperkins.org). Schade, dass die Quelle der Weisheit jetzt durch biologische Waffen ausgerottet wird.

Es sind aber nicht nur die Yanomami, die Corona zum Opfer fallen – auch der weiße Mann,  gegen den ja im Westen unablässig demonstriert wird, überlebt die Krise nicht: aktuell berichtet der Standard über den „Rasanten Niedergang der amerikanischen Mittelklasse“ (siehe Standard), die hauptsächlich aus weißen Arbeitern bestand. Stieg die Suizidrate schon 2018 stark an (es gab 2018 doppelt so viele Suizide wie 2016 Morde, siehe Spiegel), so bekommt sie aktuell noch mal einen deutlichen Schub, was ja Sinn macht im Kampf gegen die Überbevölkerung, über die allen Ortes immer noch schwadroniert wird, obwohl die Bevölkerung gar nicht mehr so dramatisch ansteigt, sich womöglich auf 8 Milliarden einpendelt (wir berichteten).

Den rasanten Niedergang der deutschen Mittelklasse werden wir wohl auch noch erleben, obwohl die Medien gerade darüber sehr zurückhaltend schreiben. Nebenbei hatte ich bemerkt, dass Sparkassen und Raiffeisenbanken in Zukunft Probleme bekommen sollen wenn die Insolvenzwelle der kleinen und Mittelständischen Unternehmen  kommt, die in zwei Monaten beginnen soll, Städte und Gemeinden haben Probleme mit der Gewerbesteuer (allein im März war ein Einbruch um 60 Prozent zu verzeihnen, siehe DerneueKämmerer oder – noch drastischer: wiwo) und auch die Kirchen klagen über Einnahmeverluste (siehe Tagesschau) – das alles wird massive Konsequenzen haben – und schon jetzt überbieten sich Gewerkschaften mit Lohnkürzungen (siehe br), die Auflistung von schon beschlossenen Kündigungen erspare ich mir mal, da wird in Zukunft noch drüber zu berichten sein.

Nun – schauen wir mal, was übrig bleibt von der Mittelklasse – schon jetzt können wir aber sagen, was politisch folgen wird. Thomas Piketty, Autor des Werkes „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ (Beck 2016) hat das deutlich ausgeführt: Demokratie hängt am Mittelstand. Dort, wo es einen kräftigen Mittelstand gibt, herrscht auch Demokratie, dort, wo er abgebaut wird oder gar nicht mehr wachsen kann, eben nicht.

Nun ist Corona ja für viele zu einer Religion geworden. Man glaubt daran – oder man glaubt nicht daran. Ich erlebe mit großem Staunen, wie auch aufgeklärt wirkende, souverän denkende Menschen nach und nach dem Wahn verfallen, sich diesem Glaubenskrieg anzuschließen … einem Glaubenskrieg, der nicht zufällig zustande kam, sondern gezielt angefacht wurde – weit ab jeglicher Rationalität (man denke nur, dass alle Autoren des „Rubikon“ zu einer Linie verpflichtet wurden – etwas, das man sonst nur den „Mainstreammedien“ unterstellt, selbst aber gerne praktiziert, wenn es sich lohnt. Mit Glaubenskriegern kann man nicht mehr rational diskutieren … und ich muss sogleich wieder an den Lugano-Report denken.

Lugano-Report? Außer Piketty hatte sich schon jemand Gedanken über das Kapital im 21. Jahrhundert gemacht: Susan George, Attac-Aktivistin, die ein erstaunliches Werk in die Welt setzte: sie schrieb aus der Sicht ihrer „Gegner“, was zu tun sei, um den Kapitalismus im 21. Jahrhundert zu retten (nun – eigentlich wurde nicht der Kapitalismus gerettet, sondern die Besitztümer der Superreichen, von denen wir immer mehr haben … aber das ist ein anderes Thema). Eine Forderung war zentral: die drastische Halbierung der Weltbevölkerung war notwendig. Die gute Nachricht: Auschwitz wird es nicht mehr geben, Gulags auch nicht mehr, sie sind „zu kostspielig hinsichtlich Zeit, Geld, Personal und Material“, außerdem „scheiterten sie völlig“ – weder gelang es dem Sowjetregime, seine Existenz durch die Gulags zu retten, noch gelang den Nazis die Auslöschung des Judentums (siehe Susan George, Der Lugano-Report, Rowohlt 2001, Seite 93-94).

Die Eliminierung der Massen würde auf ganz natürlichem Wege zu leisten seien: Eroberung, Krieg. Hungersnot und Seuchen würden hinreichend Chaos stiften, um das Reduktonsprogramm ruhig und unauffällig ablaufen lassen zu können, aber es gab auch psychologische Faktoren, die dabei eine Rolle spielten: unbedingt musste der Gedanke an einen Staatsbürger verdrängt werden (siehe George, a.a.O., Seite 120) im Rahmen einer „Identitätspolitik“ sollte ein Klima geschaffen werden, in dem sich Bürger zu 100 Prozent mit einem Nebenthema identifizierten (zum Beispiel Transgender, Fussball – „ich bin Schalke 04“, oder … Virologie), aber nicht mehr als „Arbeiter, Gemeindemitglied, Elternteil, nationaler oder internationaler Bürger“ (ebenda).

Rainer Mausfeld nennt dies: Empörungsmanagement (siehe NZZ).

Wie bitte? Sie meinen, Ihre Meinung zu Corona können Sie mit Studien zweifelsfrei belegen?

Gut – lassen Sie mich dazu etwas anmerken – und eine Frage stellen.

Wie Sie merken, habe ich gar nicht über Ihre Meinung zu Corona gesprochen – ich habe nur unterstellt, dass Sie irgendeine Meinung dazu haben.  Und nun die Frage: selbst wenn ein großes, internationales Tribunal im Jahre 2021 (von mir aus: nachdem Dr. Bodo Schiffmann Bundeskanzler geworden ist) feststellt, dass genau Ihre Meinung zu Corona genau die Richtige war … was genau ändert sich dann wirtschaftlich? Welche Schulden lösen sich in Luft auf, wer bekommt seinen Arbeitsplatz wieder, wer sein Leben, seine Existenz?

Keiner.

Ganz im Sinne der Strategie der „Economic hit man“ verschulden sich die Staaten der Welt um Kopf und Kragen (wobei die fetten Milliarden an die großen Konzerne gehen und so die Reichen wieder nochmal etwas reicher machen, während die Millionen von „Kleinen“ gerade merken, dass sie vor die Wand laufen, bzw. trotz Staatshilfe in Hartz IV landen). Wie durch ein Wunder wächst die Macht der finanziellen Oligarchie nochmal ein großes Stück, während der Mittelstand stirbt – in den USA dank Suizid wortwörtlich.

Wir können aber auch gerne mal die Frage des Virus diskutieren, den ich persönlich erstmal ganz nüchtern und unaufgeregt unter der Kategorie „Naturkatastrophe“ ablegen würde, anstatt in gewaltig zu politisieren. Einerseits … ist erkennbar, dass die großen Demonstrationen nicht zu einer neuen Welle an Infektionen geführt haben. Warum eigentlich? Nun – Viren sind für Wärme nicht zu haben, sie mögens eher kühl, wie in Schlachthöfen (siehe Quarks). Andererseits … scheinen selbst harmlose Verläufe schwere Hirnschäden hervorrufen zu können (siehe dw), was zu Erzählungen junger Menschen aus Gangelt passt, die das Virus konzentriert erleben durften (siehe „Ein Rundgang durch Gangelt“ WDR 5). Die Wahrheit scheint aktuell – wie so oft – irgendwo in der Mitte zwischen den beiden Panikmachern zu liegen – aber die Panikmacherei legt die Menschen als Staatsbürger lahm, ich fürchte, die werden noch obdachlos unter der Brücke zwei Fronten bilden, jede auf einer Seite, und sich mit Studien bewerfen – während sie darauf warten, dass die Essensausgabe der Notküchen öffnet.

Jetzt schulde ich aber dem geneigten Leser noch eine Erklärung für die Überschrift … wo von einem „geheimen Plan“ die Rede war.

In der Tat läßt sich das bisherige Geschehen in einfachster Art zusammenfassen: in China tritt ein „unheimlicher“ neuer Virus auf, der die chinesischen Behörden sehr beunruhigt, die Daten aus China sorgen bei der WHO (und dem RKI) ebenfalls für Besorgnis – woraufhin – mit ziemlicher Verzögerung – die Regierungen der Länder weltweit Maßnahmen ergreifen, um die Zahl der Todesopfer möglichst gering zu halten. Am vorbildlichsten zeigt sich Angela Merkel in Deutschland, dass aufgrund seiner weisen und vorausschauenden Maßnahmen mit erstaunlich wenig Opfern davon kommt. Als Dank für ihre aufopferungsvolle Arbeit wird sie damit belohnt, dass ihre Partei 10 Prozent der Wählerstimmen dazu bekommt und wieder super  dasteht.

Ich bin nun nicht der Meinung, dass man einem Verschwörungsfanatismus aufsitzen muss und in jeder Erscheinung der politischen Welt eine Verschwörung hineindeuten muss – wenn es nicht notwendig ist. Notwendig ist es dann, wenn sich aufgrund nüchterner Wahrscheinlichkeitsrechnung für eine alternative Theorie eine höhere Wahrscheinlichkeit ergibt – wie es zum Beispiel bei der Ermordung von JFK oder den Anschlägen von nine-eleven ganz deutlich der Fall ist.

Die Geschichte des Corona-Virus ist logisch, glatt, ohne Ecken und Kanten – und überzeugt die absolute Mehrheit unserer Mitmenschen.

Und hat einen Haken, der leider kaum besprochen wird, weil … wir uns ja lieber darüber streiten, ob Corona ein Schnupfen ist oder nicht.

Welcher Haken?

Nun – das Handelsblatt hat darauf aufmerksam gemacht.

Am 5.5. 2020 schrieb Thomas Hanke vom Handelsblatt denkwürdige Zeilen (ähnlich wie 15 Jahre zuvor Arno Luik mit seinem Artikel „Putsch von oben“ als einziger Journalist im Stern beschrieb, was Hartz IV wirklich bedeutete…und was bis heute nur wenige verstanden haben – siehe Tacheles):

„Die Grenzen müssen öffnen – sonst lernen wir wieder, uns zu hassen“

Und im Untertitel finden wir etwas sehr erstaunliches:

„Mit dem Gesundheitsschutz ist das neue Grenzregime nicht zu begründen. Wer Grenzen wieder hochzieht, setzt historische Erfolge Europas aufs Spiel.“ (siehe Handelsblatt)
Wenn das „neue Grenzregime“ nicht mit Gesundheitsschutz zu begründen ist – womit dann?
Was der Autor nicht berücksichtigt: dieses neue Grenzregime galt weltweit. Doch nicht nur die Grenzen zu anderen Ländern wurden dicht gemacht, auch innerhalb Deutschlands gab es auf einmal wieder Grenzen  wie 1840. Und nicht nur das – überall wurden auch – weniger bemerkt, weil ja sowieso alle zuhause bleiben sollten – Naturreservate geschlossen, bei uns zum Beispiel das Hohe Venn mit dramatischem Polizeiaufgebot (siehe Grenzecho), gesperrt wurden die Externsteine (siehe Lippe-news) – aktuell werden wieder die ersten Ostseestrände gesperrt (siehe BZ) …. aber Aldi, Norma, Lidl und Netto haben bundesweit geöffnet.
Wo steckt man sich eher an: in weitgehend fensterlosen, nicht gelüfteten Hallen mit offenen Tiefkühlzonen oder im windumtosten, weitläufigen, sonnendurchfluteten Moor?
In der Tat ist das „neue Grenzregime“ mit Corona nicht zu erklären …. aber mit dem Lugano-Report.
Wegen einem Virus zuhause zu bleiben, um andere nicht anzustecken, ist ok. Man fühlt sich gut dabei. Aber von Naherholungsgebieten ausgeschlossen zu werden, das Land – selbst wenn man wollen würde – nicht mehr verlassen zu können, ja, noch nicht mal das eigene Bundesland innerhalb Deutschlands verlassen zu können, erzeugt … keine guten Gefühle. Macht manipulierbar. Nimmt einem die Luft zum Atmen. Demonstriert weltweit den starken Arm der Staatsmacht.
Wer profitiert davon?
Jeder, der an der Macht ist. Auch finanziell … denn es werden gerade Billionenvermögen verteilt – von Staat zu Privat.
Braucht man dazu eine große Verschwörungstheorie?
Nein. Betriebswirtschaftliches Denken reicht da völlig. Und „Economic Hit Man“, die durch die Welt eilen und die Botschaft einer einmaligen Chance verkünden, das Rad der Geschichte wieder zurück zu drehen ins selige 18. Jahrhundert, wo Reiche noch Titel hatten und Arme sich verbeugen mussten, wenn der Herr Baron vorbeischlich. Jeder der Macht hat, würde mehr davon bekommen, wenn er sich dem neuen Deal anschloss. Jeder, der Macht hat, würde auch mehr Geld bekommen. Und jeder, der laut „Nein“ sagt … nun ja, man kann bei Perkins nachlesen, was mit denen geschieht. Das ist auch im Bundestag hinreichend bekannt – nicht erst seit Uwe Barschel.
Und wer wissen will, wie die „neue Normalität“ für uns Normalmenschen aussieht, kann sich ja mal bei Elon Musk bewerben: was da gefordert wird, kann kaum einer lebenslang erbringen. Einfach mal selber in die schöne, neue 80-120-Stunden-Woche des neuen Helden der Arbeit hineinriechen – dann wird man wissen, wozu Corona gut war. Und viele werden dankbar sein, wenn sie nächste Jahr so einen miesen Job bekommen.
Und man sieht: sogar ohne das Narrativ um Bill Gates kann man schon jetzt sagen: es wird schlimm für uns. Wir werden komplett erschlagen im Schatten der Pandemie. Oder?
(Ein PS. Ich diskutiere gerne über meine Ausführungen. Sehr gerne. Nur – wir können aufgrund der DSGVO hier einen Kommentarservice aus auch finanziellen Sicherheitsgründen nicht mehr leisten. Deshalb muss ich notgedrungen auf ein Angebot der neuen Oberschicht eingehen und habe ein Autorenforum bei Facebook, wo diskutiert werden kann – ruhig, sachlich, kontruktiv und kooperativ. Ist kein Ort für Gläubige, aber für Staatsbürger).

Zehn Jahre Nachrichtenspiegel … und ein Ausblick auf die kommende Finsternis


Samstag, 4.7.2020. Eifel. Ein besonderer Tag heute: es gibt etwas zu feiern! Heute vor 10 Jahren wurde der Nachrichtenspiegel gestartet – mir nur zwei Mann. Die beiden sind immer noch dabei, wobei ich zugegebenermaßen seltener hier bin, was einem ausuferndem Arbeits- und Familienleben geschuldet ist – und dem Verlust meines alten Heimes in 2015. Zehn Jahre lang haben wir die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Bundesrepublik Deutschland begleitet – und wer hätte schon gedacht, dass wir heute mitten in einer Katastrophe stecken?

Nun – über die laufende Katastrophe hatten wir eigentlich regelmäßig berichtet, ich alleine hier in knapp 1400 Essays, die immer länger geworden sind, weil immer mehr Informationen verknüpft werden mussten. Schon recht früh begegnete mir die Perspektive, dass der demokratische Prozess in einem Land recht leicht durch eine Virusepedemie ausgehebelt werden kann, der texanische Radiomoderator Alex Jones hatte dies in Zusammenhang mit den Fema-Camps in den USA hervorgehoben – diese Camps haben nie die Funktion erfüllt, die er ihnen angedichtet hat, ein Beispiel dafür, wie die „freie Graswurzelpresse“ daneben liegen kann – und sie liegt immer öfter daneben, beinahe wöchentlich werden auch dort neue Säue durch die Dörfer getrieben, versehen mit tausend Fragezeichen, weil man gemerkt hat, dass man Geld mit Schreiben verdienen kann – bzw. mit der Werbung für sein You-tube-Video. Es ist immer ein zweischneidiges Schwert, mit Aufklärung Geld für den eigenen Lebensunterhalt verdienen zu müssen: man tendiert automatisch dazu, sein Schreiben anzupassen, damit man nicht aneckt, damit man möglichst viele Vorurteile bedient, um Zuschauer und Leser zu gewinnen, kommt noch Werbung dazu, schielt man immer mit einem geheimen Auge auf die Anzeigenkunden: da läuft dann schon automatisch viel Zensur, ohne dass man eine große Verschwörung vermuten muss.

Nun meine ich mit der laufenden Katastrophe nicht diese Virengeschichte, sondern den sterbenden Kapitalismus, der mal wieder sein Ende erreicht hat. Immer, wenn er sein Ende erreicht, bekommt er dieselben Probleme: es ist zu wenig Geld für die Gier der Kapitalisten da – und es gibt immer eine wachsende Zahl von Menschen, für die kein Geld mehr übrig ist: die „viel-zu-vielen“, von denen Nitzsche schon gesprochen hat und die als solche immer gerne durch die Salonzirkel der Superreichen gereicht werden, es sind jene, für die auch ein Karl Marx keine Sympathie hatte: das Lumpenproletariat, wie er es genannt hatte – dem gehören heute die Mehrzahl der Bürger an.

Diese Virenepedemie haben wir nun weltweit, aber Alex Jones hat sich geirrt: die Fema-Camps kommen nicht zum Einsatz. Wozu auch: die Existenz des Virus selbst spaltet die Bevölkerung mehr als jede politische Position zuvor, genau genommen ist es sogar schon ein Wahnsinn an sich, dass aus einer Naturkatastrophe ein politischer Aufreger der Extraklasse gemacht wird – aber soweit denkt kaum noch einer. „Pro-Virus“ und „Contra-Virus“ beherschen das Land, als würde das eigene Überleben davon abhängen, die Flüchtlingsdebatte, das Genderproblem, der Veganismus oder die normalen politischen Debatten der Vergangenheit versinken dagegen in die Bedeutungslosigkeit, Familien brechen auseinander. alte Freundschaften vergehen: wer wie zum Virus steht, wird zur Existenzfrage. Natürlich nicht zu Unrecht: das Virus kommt zur rechten Zeit, kaschiert den Zusammenbruch eines heiß gelaufenen Kapitalismus, der jenseits aller Marktlogik nur noch für eine Minderheit von Reichen arbeitet, während immer mehr Menschen in den Industriestaaten in Armut versinken. 14,5 Millionen Deutsche allein landeten insgesamt von 2006 bis 2016 in Hartz IV (siehe Spiegel): Enteignung des ganzen Vermögens inbegriffen. Reiseverbote und Isolation sind seit der Agenda 2010 normal für die von der Wirtschaft aussortierten „Minderleister“: die brauchen keinen Virus, um Quarantäne zu erleben, das besorgt schon die Armut selbst.

Ich habe nun andernorts auch ein wenig über den Lugano-Report geschrieben: er stammt aus dem Jahre 2000, geschrieben von der 1934 geborenen Politikwissenschaftlerin Susan George, die zu der Zeit Vizepräsidentin von Attac-Frankreich war und sich eine besondere Aufgabe gestellt hat: sie schreibt einen Bericht einer fiktiven Kommission, deren Aufgabe es sein soll, den Kapitalismus im 21. Jahrhundert zu retten. Dieses Buch zwanzig Jahre später zu lesen, führt zu verblüffenden Erkenntnissen: es sieht so aus, als würde diese Kommission nicht mehr fiktiv sein, als würden die Maßnahmen zur Rettung des Kapitalismus in der Tat so durchgeführt, wie von Frau George beschrieben: die Atomisierung der Bevölkerung der Länder in kleine Fraktionen, die sich lediglich um ihre eigenen kleinen Rechte kümmern, inbegriffen: man sieht sich primär als Frau, als Homosexueller, als Andersgläubiger, als Veganer – aber nicht mehr als Staatsbürger und Souverän des Landes. Überraschend, dass die Zunahme der Weltbevölkerung seit dem Lugano-Report wirklich abgenommen hat: seit 2015 nimmt das Wachstum ab, wir pendeln uns unter 8 Milliarden ein (siehe Statista): das reicht natürlich noch nicht – der Lugano-Report klärt unmissverständlich darüber auf, dass wir wieder auf vier Milliarden Menschen zurückfallen müssen, als bevölkerungsreduzierende Maßnahmen werden Eroberung, Krieg, Hunger und Seuchen propagiert, wobei Seuchen ganz vorne stehen. Im Mai 2009 trafen sich übrigens in New York eine Reihe von führenden Großkapitalisten (Milliardären), um sich über das Problem der Überbevölkerung zu unterhalten, sie gründeten „the good club“ (siehe guardian). Womöglich hat dieser Club ja dann in Folge einige Maßnahmen eingeleitet, die … nun ja … das Problem der Überbevölkerung angingen?

Erinnern Sie sich noch an den Sommer letzten Jahres? Da waren 114 Privatjets zur Google-Klimakonferenz angereist (siehe FAZ). Es war das siebte Jahrestreffen der „globalen Elite“, zu der seit einiger Zeit auch Schauspieler gezählt werden, von denen noch keiner Milliardär ist. Thema war: Klima, und zufälligerweise kam dann Ende des Jahres ein Ereignis, das in der Tat drei Monate später für sauberen Himmel sorgte: das Corona-Virus. Persönlich kam es mir ganz gelegen: endlich kann ich mal wieder blauen Himmel fotografieren – ohne diese schmierigen weißen Balken, über die man auch schon gar nicht mehr reden darf. Zufällig verschaffte dieses Virus dem Klima bzw. den Interessen der Klimakonferenz eine dringend benötigte Atempause. Nun ja – Zufall.

2020 nun wird das Wendejahr sein. Das merkt ja eigentlich jeder – und man kann ja auch kaum dem neuen Narrativ entkommen, das belegt, das wir eine „neue Normalität“ bekommen werden. Dieses Narrativ kam schon sehr schnell in Umlauf, eine ganze Reihe von Wasserträgern der Elite brachte es in Umlauf, das Volk wurde darauf dressiert, dass die guten alten Zeiten nun vorbei sein werden, man darf jetzt noch einmal nach Mallorca (nur die Deutschen, keine Festlandspanier) und wenn man dann zurückkommt, hat man sich auf die neue Normalität eingestellt.

Was sie bringt, die neue Normalität?

Nun: Selektion.

Ich kann nun keine medizinische Beurteilung des Corona-Virus abliefern, bin auch nicht in der gesegneten Lage, es ignorieren zu können, weil zu viele Betroffene in meiner eigenen Lebensumgebung existieren (wir leben nun mal wirklich nicht sehr weit weg von Gangelt, wo es so heftig war – und ich habe Augenzeugenberichte vor Ort studieren dürfen, auch von jungen, überlebenden Patienten: das muss wirklich schon heftig gewesen sein), wenn es wirklich schon Anfang 2019 im Abwasser in Spanien nachweisbar war, dann bricht natürlich die offizielle Geschichte in sich zusammen – ich habe allerdings auch noch nie so viele Lügengeschichten im Bereich der „alternativen Wahrheiten“ wahrnehmen müssen wie derzeit (angefangen mit der vor zehn Jahren noch völlig unvorstellbaren These, dass die Erde nun doch eine Scheibe sei) – so viele, dass ich inzwischen den Mainstream-Medien mehr traue als den Alternativen. Was ich aber machen kann: ich kann seine Funktion in der Gesellschaft beschreiben – eine Funktion, die momentan noch niemand (soweit ich sehen kann) auf dem Schirm hat.

Selektion – das alte Unwort, das gleich an Auschwitz erinnert: und in der Tat ist es wichtig wie nie, dass wir uns an diese Zeiten erinnern. Schon durch Hartz IV kamen auf einmal Schlagworte auf, die wir längst vergessen hatten: Menschen wurden durch Ministerien wieder „Parasiten“ (siehe z.B. Stern), wer nicht arbeitete sollte auch nicht essen (A. Hitler bzw. F.Müntefering) – man erinnere sich daran, dass „der Schoß noch fruchtbar ist, aus dem dies kroch“ (B. Brecht, 1941).

Was ich wahrnehme – als „Risikopatient“  auch an eigener Person – ist, dass es Maßnahmen von Firmen gegen die unliebsamen Risikopatienten gibt. Man würde sie gerne loswerden. Ärzte bestätigen mir, dass diese Bewegung in der ganzen Wirtschaft beobachtbar ist: ich sammle aber da noch Daten. Die nächste Selektion der „Minderleister“ erfolgt sehr geschickt: nur die teuersten der Handys können diese angeblich so tolle „App“ installieren, mit deren Hilfe man irgendwie Corona-Infizierte anpeilen kann. Das Konzept habe ich noch nicht ganz verstanden: angeblich kommen die Infizierten doch in Quarantäne – und welcher Infizierte weiß schon, dass er infiziert ist und gibt das in das Handy ein? Aber es geht ja vielleicht gar nicht um Corona, sondern … um einen Umbau der Gesellschaft im Sinne des Lugano-Reports zur Rettung des Kapitalismus im 21. Jahrhundert. Schon gibt es laut Bild-Zeitung (verlinke ich hier nicht) die ersten Konzertveranstalter, die fordern, dass nur Besucher mit App eingelassen werden. Die mit Judenstern … also: die ohne App und ohne Geld …. bleiben draußen. Ich denke: das wird sich jetzt so weiter fortsetzen, bis die risikofreien, leistungsfreudigen Übermenschen von den „anderen“ sauber getrennt sind.

Die Zahl der Risikopatienten wird immer größer, fast von Tag zu Tag: je mehr Wirkungen dieses Virus auftauchen, umso größer wird die Zahl der Risikopatienten, die es besonders zu schützen gilt, in dem man sie wegsperrt – was in Altenheimen ja schon geschehen ist. Und dass Alte und Kranke nicht mehr als besonders schützenswert gelten, haben wir in den letzten Monaten ja deutlich erleben müssen: quer durch die Gesellschaft empörte man sich darüber, dass man „denen“ zuliebe Lasten zu tragen hatte, die doch sowieso bald sterben würden: ein historischer Bruch innerhalb der letzten 3000 Jahre christlich-jüdischer Kulturgeschichte, den kaum einer bemerkt hatte: menschliches Leben an sich war wieder angreifbar geworden, fing an, zur Verfügungsmasse der Unmenschen zu werden: schlimmer kann es eigentlich gar nicht mehr werden – der Mensch wird dem Menschen zum Wolf, zum Feind, zum Menschenfresser.

Nun ja – immerhin kann ich sagen: wir haben es vorhergesagt.

Nun läuft es ab.

Unaufhaltsam.

Die Menschen hatten ja Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Jeder hatte die Gelegenheit, vorzusorgen und sich ein paar Millionen an die Seite zu legen, um sich aus dem Reich der Minderleister zu verabschieden.

Viele haben auf diese Chance verzichtet. Jedenfalls stellt man es in gewissen Kreisen schon so da.

2020 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in der es „gekippt“ ist, in der die Strömung Oberhand gewann, die wir hier in den letzten zehn Jahren beschrieben haben – wir und viele andere mit uns: als worst-case-Szenario. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass ich mich geirrt hätte: ich habe Kinder, die Zukunft brauchen. Es wird sich auch nicht mehr lohnen, über die Netzwerke zu berichten: die Montpellier-Society kam schon in einer Satire-Sendung des ZDF, die Bilderberg-Konferenzen sind in aller Munde (aber immer noch geheim) und der Bohemien Grove – über den wir ohne Alex Jones nichts wissen würden – ist wieder weit jenseits der öffentlichen Wahrnehmung … obwohl dort die Politik der Welt gemacht wird.

Nun wäre im Prinzip die Zeit des Schreibens vorbei: die Zeit des Handelns ist gekommen. Die kurze Geschichte von Widerstand2020 zeigt, dass Handeln derzeit unmöglich ist: die atomisierte Gesellschaft ist nicht mehr konsens- oder bündnisfähig, jeder zieht „sein Ding“ durch. Ich habe drei Stunden mit der Gründerin Viktoria Hamm telefoniert: ein feiner Mensch, der viele hätte vereinen können – an ihr hat es nicht gelegen.

Nun denn: wenn wir die Zukunft nicht ändern wollen, werden wir lernen müssen, sie zu erdulden.

Ich hoffe sehr, dass ich – bevor die Lagerhaltung für Risikopatienten Realität wird – noch Zeit finde, ein wenig darüber zu schreiben.

 

 

 

Widerstand2020: das große Drama zum Schluß – und die dunkle Zukunft Deutschlands

Sonntag, 7.6.2020. Eifel. Ja, immer wildere Zeiten, oder? Corona ist vorbei, aber wir müssen uns vermummen, haben keine Gesichter mehr, der Staat dirigiert uns nun bis ins letzte Detail. Noch ist nicht klar ob überhaupt jemals wieder die alte Normalität des letzten Jahres eintreten wird, die Medien bereiten uns auf jeden Fall auf eine „neue Normalität“ vor, die ab sofort ewig andauern wird (siehe dw). Ob diese neue Normalität notwendig ist, ist fraglich, wir brauchen sie aber gar nicht zu hinterfragen, sie ist da und wird mit großer Staatsgewalt durchgedrückt. Das Virus scheint unseren Alltag verlassen zu haben, die Debatten darüber, ob es gefährlich ist oder nicht laufen immer noch – völlig unwissenschaftlich und deshalb eigentlich völlig zu irgnorieren – in der Öffentlichkeit über youtube ab anstatt mit Studien belegt über seriöse Wissenschaftsmagazine: aber egal, derzeit drehen halt alle durch. Die Menschen fangen an, den Virus wie eine Fussballmannschaft zu verstehen – vielleicht war er auch für viele der Ersatz für die Fussballspiele: man wählte eine Seite und hielt möglichst laut dafür, „Team Wodarg“ trat gegen „Team Drosten“ an, wobei Team Wodarg die Meinung der Bundesregierung von Anfang März wiedergab („alles völlig ungefährlich“), während Team Drosten die Meinung der Bundesregierung von Mitte März anbetet. Eine schöne Zusammenfassung der Entwicklung der Meinungen des Herrn Spahn findet man in der Tagesschau (siehe Tagesschau), da kann man live dabei sein, wie absolute Unfähigkeit sich als große weise Eule verkauft.

Reden wir mal kurz über die Sieger des Spiels Wodarg gegen Drosten. Eindeutiger Gewinner: die CDU/CSU, die gestern bei Forsa auf ÜBERRAGENDE VIERZIG PROZENT kam. In Zahlen: 40%. Das sind 7,1 Prozent mehr als bei der Wahl 2017. Juniorpartner SPD kam gestern auf 16 Prozent – immerhin noch im Bundestag vertreten. Linke. FDP und AFD verlieren gewaltig, letztere liegt noch bei 8 Prozent, Tendenz: stetig fallend. Kein Wunder, nach dem Hartz IV-Debakel im Bundestag, aus dem sich die FDP klugerweise einfach mal herausgehalten hat: geschlossen stimmte die AfD (jedenfalls, die, die gerade da waren) GEGEN eine Erhöhung von Hartz IV für die Ärmsten der Armen und verriet damit breite Wählerschichten wie zuvor die SPD, was insgesamt einen bitteren Beigeschmack hat, weil nun klar ist: die Verlierer der Globalisierung haben niemanden mehr, der sich für sie einsetzt (Zahlen aus: Wahlrecht.de). Der große Aufstand gegen Angela Merkel ist krachend gescheitert, Dank gebührt den Virenteams, die die Regierungsmeinung in breiter Front getragen haben und so ein massives Versagen der Regierung vertuscht haben, ein Versagen, das tausende von Menschenleben gekostet hat. Ja – hätte Jens Spahn, der alte „Virenleugner“, nicht Corona noch für eine Grippe gehalten, hätte man Menschenleben retten können. Aber: wer hätte das schon gewollt, waren doch eh´ nur die Alten und Kranken, die unnütz Wohnraum, Vermögen und Arbeitsplätze besetzen.

Ja – das ist eine weitere Lehre aus der Corona-Epedimie: der faschistische Bodensatz in diesem Land ist größer, weitaus größer als man je vermutet hätte – und er liegt weit jenseits der üblichen Verdächtigen. Die alten Eugeniker, die durch Massenmord ein reines, sauberes, super gesundes Erbgut für die Deutschen schaffen wollten (zu der Zeit war Hitler noch gar nicht geboren), sind wieder da: von der Frau eines Spiegel-Schreiberlings bis zum grünen Bürgermeister (also: eigentlich da, wo man was „linkes“ vermutet hätte) hat keiner ein Problem damit, wenn das Virus die Schwachen und Alten aussondert, weil die ja sowieso gestorben wären. Mit der Begrüdung kann man übrigens auch bedenkenlos Brandbomben auf Demonstranten werfen: auch die wären sowieso gestorben – irgendwann. Wissen Sie übrigens, wie viel Lebensjahre Armut kostet? Acht Jahre. Acht Lebensjahre verliert ein Mensch durch Armut (siehe MDR), ein Jahr weniger als durch Corona (siehe Tagesschau): da kommt aber niemand auf die Idee, dass wir schnell die ganze Wirtschaft stilllegen müssen, um Menschenleben zu retten. Im Gegenteil: der Hartz-Horror wird seit 15 Jahren brutal durchgezogen. Unglaublich, oder? Und das lassen wir Bürger, wir Staatsbürger, wir Steuerzahler alles widerstandslos über uns ergehen und zahlen auch noch dafür: 50 Prozent von dem, was wir erwirtschaften, geht in diesen Irrsinn.

Widerstandslos?

Nun – eigentlich: nein. Denn mitten in der Corona-Krise geschah ein kleines Wunder. Victoria Hamm, eine junge Frau aus Weimar, hatte eine spontane Idee – eine Partei zu gründen, die den Widerstand gleich im Namen hatte: Widerstand2020. Der Name schon war genial, denn Widerstand gegen aktuellen Wahnsinn – nun, der wäre auf breiter Front zu leisten, es brennt an allen Ecken. Käme ja auch niemand auf die Idee, dass „Feuerwehr“ sich zu negativ anhört, weil da ja „wehren“ drin steckt. Schnell gab es eine Internetseite – und ein paar Ideen. Womit niemand gerechnet hatte: binnen kurzer Zeit hatten sich 106 000 Mitglieder angemeldet. Die politische Welt war empört! Mal ein Vergleich der Mitgliederzahlen politischer Parteien? SPD 430 000, CDU 414000, CSU 138000, Grüne 75000, FDP 63000, Linke 62000 und AfD 33000 (siehe Statista), die Daten sind aus 2018, also leicht veraltet, die Grünen sollen derzeit über 100 000 liegen. Man darf sich die Zahlen auch generell mal anschauen: eine Million Parteimitglieder entscheiden über 82 Millionen Bürger. Ja. die eine Million entscheiden, welche zwei Dutzend Köpfe wir dann wählen dürfen: eine sonderbar enge Form von Demokratie. Ob es Studien dazu gibt, in wie weit die knapp  1,4 Millionen Millionäre (siehe Welt) in diesem Land auch in diesen Parteien zu finden sind, weiß ich nicht – wäre aber mal interessant. Im Bundestag kann man – bei längerer Verweildauer – dem Millionärssein ja auch gar nicht entkommen, die Diätenfürsten sind schon vorbildlich versorgt.

Zurück zu Frau Hamm. Ihre Idee war die einer Mitmachpartei. Wir kennen das schon von der Piratenpartei (auch ein Supername, der dem 21. Jahrundert völlig angemessen war), nur: die Technik war angeblich dazu gar nicht marktreif. Aber noch viel brisanter war … das Empathie ein zentraler Wert dieser neuen Partei seien sollte. Was ist das eigentlich, diese Empathie? Nun – zitieren wir einfach mal Wikipedia dazu:

„Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden“ (siehe Wikipedia). Man steht also nicht nur auf der Straße und schreit „NAZI“ mit ausgestrecktem Finger auf irgendjemanden, man brüllt nicht nur „links-grün-versiffte Kommunistensau“ … sondern geht hin, redet, fragt nach und versteht, warum jemand ist, wie er ist. Erstaunlicheweise würde man ganz viele Paralellen erkennen, die Nazi und Kommunistensau vereinen würden, oft sind es sowieso im Kanon der Meinungen nur wenige Äußerungen, die nicht miteinander vereinbar sind. Der Psychoanalytiker Arno Gruen hält die Fähigkeit zur Empathie sogar für absolut zentral für des ganze menschliche Sein, für die gesamte kulturelle Entwicklung und für das Überleben der menschlichen Rasse generell (siehe z.B. literaturtips), ohne Empathie gibt es keine Demokratie … und das Fortschreiten der eugenischen Pest in diesem Land zeigt, wohin das führen kann. Frau Hamm – die sich innerhalb der Partei als „einfach nur Mensch“ vorgestellt hatte (zitiere ich aus der Erinnerung, ist alles leider gelöscht) – hat den wichtigsten Wert der Gegenwart vorangestellt … und am Presseecho konnte man sehen, sie brisant das für die breite Masse der Medien und Parteien war: das war geballt negativ.

Das verwundert nicht, hier spielen Erkenntnisse eine Rolle, die Arno Gruen in einem Buch zitiert hatte: er erwähnt eine Studie, die mit normalen Menschen, Psychopathen aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Deutschland und Bankern durchgeführt wurde. Sie stammt aus seinem Buch „Dem Leben entfremdet“ (Klett-Kotta, 2013, Seite 136): „Das Ergebnis war aufschlussreich: Die Bankergruppe verhielt sich in der Testsimulation rücksichtsloser, egoistischer und unkooperativer als die der Psychopathen„. Schlimmer noch: sie verzichteten sogar auf eigenen Gewinn, wenn sie dadurch anderen den Gewinn vermiesen konnten. Banker – sind schlimmere Psychopathen als unsere Schwerstkriminellen.
Und ja: Jens Spahn ist Banker. Und unser ganzes Leben hängt von Bankern ab, ebenso jede Geschäftsidee, jede Inovation, jede Firma. Hätten wir Mörder als Regenten: es würden weisere, sozialere, konstruktivere Entscheidungen gefällt werden. Denken wir jetzt noch noch mal über Organspenden, Patientendaten, Heilpraktikerverbot und Krankenhausschließungen sowie Corona-Pandemie nach, wird´s mulmig im Gemüt. Mir jedenfalls, denn: das sind schon Entscheidungen, die einen erstaunlichen Mangel an Empathie erkennen lassen.

Zurück zu Widerstand2020.

Es begab sich zu der Zeit, dass ein Arzt aus einer Schwindelambulanz eine Partei suchte, die seine Ideen vertrat. Name – ist egal, weil bedeutungslos, erwähnt sei: er behandelt nur Privatpatienten und Selbstzahler: also ein Arzt der oberen Zehntausend, sozusagen. Was der in einer basisdemokratischen Mitmachpartei wollte, bleibt ein Rätsel – ist mir aber auch viel zu spät aufgefallen. Kaum war er da, gab es Probleme. Sicher, es gab auch Gemeinsamkeiten: er war eher ein Anhänger des „frühen Spahn“ (Corona ist weniger gefährlich als gedacht) und ein Gegner des späten Spahn (Corona rafft uns alle dahin), aber sonst … nun, hat er in seinem Abschiedsvideo ja erzählt, wie er sich die Mitmachpartei vorstellte: da sollte natürlich nicht jeder überall mitreden dürfen. Wo kämen wir da auch hin?

Das hatte man aber schon vorher gemerkt. Kaum war er da, konnte sich niemand mehr anmelden. Wenig später trat die Gründerin der Partei, Victoria Hamm, aus dem Vorstand zurück – was viele verdutzte und ziemliche Verwirrung hervorrief, zumal die öffentlichen Statements nur recht rudimentär waren. Dann wurde es immer wilder: alle 106 000 Daten wurden gelöscht, dafür aber in einer besonders peinlichen Bundespressekonferenz verkündet, dass man nun 33 auserlesene Mitglieder dazu berufen hätte, den Arzt in den Vorstand zu wählen – was noch mehr verdutzte. Und kaum eine Woche später traten er und die gewählte Vorstandsfrau samt dem Schwarmbeauftragten wieder zurück, er verließ sogar die Partei und will jetzt eine eigene bauen – die Partei des frühen Spahn, sozusagen. Das es auch Landesverbände ohne Mitglieder, ja, sogar Kreisverbände gab, ohne dass die 106000 Interessenten auch nur das kleinste Detail erfuhren, erstaunte viele: dass „Transparenz“ eigentlich anders aussieht – nun ja. Wozu das noch erwähnen?

Gestern trat wieder einer zurück, diesmal der Schatzmeister, im Forum wird diskutiert, eine Strafanzeige zu stellen: immerhin sind da noch 60000 Euro Spendengelder – währenddessen ist die Gründerin noch nicht mal mehr Mitglied – sorgte aber für Transparenz (siehe Facebook): wer das liest, kann verstehen, was in den letzten vier Wochen dort geschehen ist – bzw. warum dort eigentlich nichts geschehen ist.

Gibt es sie eigentlich, diese 106000 Mitglieder? Nun – es gibt drei Gruppen bei Facebook, die an die Partei angebunden sind: eine Gruppe für die Organisation der Parteigründung mit 7300 Mitgliedern (waren schon mal mehr), eine offizielle Parteiseite mit 31000 „Likes“ und eine parteiunabhängige Diskussionsgruppe mit 45 000 Mitgliedern: die Vermutung von Anonymus, das wären nur 3000 Menschen, läßt sich also nicht so genau belegen – eher haben wir hier Interessenten auf AfD-Niveau: was schon viel ist … für eine kleine Aktion einer einzelnen Person. Warum es so viele Menschen sind? Nun – einfach mal an Arno Gruen denken: die Folgen einer empathielosen Gesellschaft sind für jeden erkennbar, in den letzten Monaten umso mehr.

Die offizielle Presse jedenfalls erkannte die Gefährlichkeit der neuen Partei ein: noch nie wurde so schnell aus allen Rohren gegen eine noch gar nicht exisierende Partei geschossen – von allen Seiten, allen voran die AfD – die wohl vorsorglich auch Mitglieder in die Foren schickte, bei einer Umfrage bei Telegram zeigte sich, dass 20 Prozent der „Widerständler“ nicht „Widerstand2020“ sondern die AfD bei der nächsten Wahl wählen würde (das aber bitte bei Interesse mal selber suchen).

Man könnte sogar sagen: die Psychopathen aller Stände vereinigten sich (wie auch bei der geschlossenen Front gegen eine Hartz IV-Erhöhung, die ja nur die gestiegenen Lebensmittelpreise und die geschlossenen Tafeln ersetzen sollte: man hat also im Prinzip für Hunger der Armen gestimmt – und nein: da diskutiere ich auch nicht drüber, um mal Volker Pispers zu zitieren) im Kampf gegen eine empathische Gegenbewegung einer Bevölkerung, die als Rekordsteuerzahler der Welt (siehe Welt) nach Corona mit dem Rücken zur Wand stehen. Wir dürfen uns auch gerne daran erinnern, dass diese Psychopathen, deren Ego größer ist als der ganze Kontinent, gezielt nach dem Krieg gezüchtet wurden: das ist nun keine Verschwörungstheorie, sondern einfach nur die Analyse des konservativen Autors Frank Schirrmacher, die er in seinem Buch „Ego“ vorstellt.

Was nun aus Widerstand2020 wird? Nun – wenn nicht ein Wunder geschieht, ist er schneller tot, als ich vor zwei Wochen noch annahm.

Und was aus unserem Land wird?

Das ist leicht gesagt – sogar in wenigen Worten. Die nächsten fünfzig Jahre erwartet uns das, was alle hoch verschuldeten Länder erwartetet hat: die offensive Strategie der globalisierten Konzerne und Banken, dirigiert durch die WTO – PRIVATISIERUNG und SOZIALABBAU. Wir alle werden Griechenland – und das zeigt sich schon in diesen Tagen: Rentenkürzungen werden gefordert, Senkung des Mindestlohnes, Zurückhaltung bei Lohnsteigerungen – ja, sogar die Senkung der Mehrwertsteuer, die allen zugute kommen sollte, wird erstmal vom Handel abgegriffen. Noch aber gibt man mit vollen Händen (außer den Armen, die damit die Realwirtschaft stärken würden), weil nächstes Jahr wieder Wahl ist; außerdem sitzt der Schock tief, den Widerstand2020 für einen Moment ausgelöst hat: da wollte der Staatsbürger doch in der Tat selbst das Ruder in die Hand nehmen: das ging ja gar nicht. CDU/CSU haben mit der AfD und der SPD zusammen eine gewaltige Mehrheit im Parlament, was die de-facto-Koalition für die weitere Verteilung von fleißig nach reich angeht – mal abgesehen von dem künstlichen Theaterdonner gegen die AfD und deren Heuchelei als „Anti-Merkel-Partei“.

Ich jedenfalls erwarte, dass nach der Wahl 2021  – so lange werden die Herren des Geldes warten – das Rating unseres Landes herabgesetzt wird, was die Megakredite enorm verteuern wird, damit werden wir vom Haushalt des Bundes immer mehr Geld für Kapitaldienst opfern müssen – und das werden wir weder bei Diäten noch bei Rüstung einsparen werden, sondern: bei Rentnern, Frauen, Kranken und Arbeitslosen – den Schwachen also.

Wäre schön gewesen, wenn wir bis dahin eine Partei gehabt hätten, die … dagegen Widerstand leistet. Eine echte Opposition, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt des Handelns stellt.

Nach wie vor fände ich es schön, wenn wir … für die Lufthansa klatschen würden, wenn die mal wieder vorbei fliegt – und die neun Milliarden den Alten- und Krankenpflegern geben würden.

Aber das wird wohl ein Traum bleiben.

Oder?

 

 

Widerstand2020 – das Ende. Über den Triumph der neuen antisozialen Supergroko in Berlin.

Donnerstag, 21.Mai. Eifel. Vatertag. Es gibt Dinge, über die man gerne schreibt. Am 1.Mai – absichtlich am „Tag der Arbeit“, dem Feiertag der Gewerkschaften – schrieb ich was über die Partei Widerstand2020, eine Spontangründung im Internet, die innerhalb kürzester Zeit 106 000 Anmeldungen im Internet aufwies. Programm war so großartig keins da, es sollte ja auch eine „Mitmachpartei“ werden, eine basisdemokratische Partei, die anders sein wollte als die anderen. Es gab nur eine grobe Skizze über den Umgang miteinander und über den Umgang mit Problemen: der Wert „Empathie“ stand ganz groß im Vordergrund. Wer die Schriften von Arno Gruen kennt (z.B.: „Dem Leben entfremdet, warum wir wieder lernen müssen, zu empfinden“), weiß, dass dies leicht dahergesagt aber ein großer zivilisatorischer Wurf ist, der sich quer durch alle Themenbereiche zieht, ein Wert, dessen Abwesenheit für sämtliche Probleme des modernen gesellschaftlichen Lebens verantwortlich ist – inklusive Konzentrationslagern, Weltkriegen, Umweltvernichtung und was einem sonst noch so den Tag vermiest. Gruen zeigt dies anhand vieler Beispiele auf, die hier nicht wiedergegeben werden können (einfach mal das Buch lesen), bezieht sich auf die Studienergebnisse vieler Anthropologen und überzeugt vor allem dadurch, dass er aufzeigt, dass eine empathische Kultur nicht nur in ferner Zukunft möglich ist, sondern sogar schon längst etabliert und erfolgreich gelebt wird – und zwar seit Jahrtausenden. Die „primitiven“ Kulturen sind es, in denen Empathie als oberster Wert gelebt wird – und schnell merkt man: die brauchen dann auch gar keine tausende von Gesetzen (2003 hatten wir laut Wikipedia 2197 Bundesgesetze mit 76382 Artikeln und Paragraphen) um überhaupt durch den Tag zu kommen – die schaffen das so.

Ab dem 3.Mai war Widerstand2020 schon vorbei: massive Hackerangriffe von Anonymus (gab ein Bekennervideo mit diesen Namen) sorgten dafür, dass die Anmeldewelle nicht mehr fortgesetzt werden konnte, die Mitmachpartei von Bürgern für Bürger war … vorbei. Unglaublich, was seitdem medial gegen die Bewegung geschossen wurde: selbst ein Herr Höcke, den man ja offiziell „Faschist“ nennen darf, kommt in den Medien deutlich besser weg als eine Bewegung, die einen verständnisvollen Umgang miteinander zur Grundlage hat – und man sieht: Arno Gruen hatte gar nicht so Unrecht mit seinen Beobachtungen: eine Bewegung, die unsere Gesellschaft in Richtung eines empathischen Gemeinwesens umbauen möchte, gefährdet alle Diätenparteien im Land – und das ganze kapitalistische Geschäftsmodell. Diätenparteien? Nun – so nenne ich mal die große Allianz der im Bundestag vertretenen Parteien, die neben den Diäten noch eine große Gemeinsamkeit haben: sie alle finden den Raubtierkapitalismus im Prinzip gut – würden die Beute nur gerne anders verteilen: die einen finanzieren lieber Drogenhandel und Bordelle, die anderen Schlägertrupps und Windkrafträder. Und natürlich in erster Linie: sich selber. Der große Plan von Deutsche-Bank-Chef Ackermann bezüglich des Bundestages ist hervorragend aufgegangen: wenn man alle Abgeordneten einfach mit Geld überschüttet, produziert man ohne große Mühe loyale Anhänger des Neoliberalismus. Wer auf der Strecke bleibt? Nun – der normale Bürger, jene 98 Prozent der Bevölkerung, die zwar politisch aber nicht als Parteisoldaten in geschlossenen Verbänden aktiv sind. Das sind auch die, die jetzt bezahlen sollen, weil sie immer alles bezahlen.

Es wäre also dringend notwendig, das alte, überkommene, verbrauchte und festgefahrene verkrustete Parteiensystem durch etwas Neues zu ersetzen, denn: dieses System ist nicht länger finanzierbar, braucht immer mehr Geld, um sich über Wasser zu halten und alle gierigen Münder zufriedenzustellen, Münder, die sich vor allem in Form von Lobbyisten der großen Konzerne in Massen im Bundestag tummeln und so für eine Dimension der offenen Korruption sorgen, die uns zu einer perfekten Bananenrepublik macht. Die Notwendigkeit einer radikalen Kurskorrektur – weg von der Rendite, hin zum Menschen – zeigt sich in diesen Tagen sogar noch deutlicher, denn: die Wirtschaft befindet sich in freiem Fall. Nun – nicht die Finanzwirtschaft, nicht die Superreichen, aber die Menschen diesen Landes, die den „Shutdown“ nicht überstanden haben. Wie viele das sind? Nun – 10 Millionen Kurzarbeiter (siehe Tagesschau), von denen mindestens 2 Millionen entlassen werden (siehe IFO), 2 Millionen Soloselbständige, die die Krise nicht überstehen werden (siehe Welt) plus 7,5 Millionen Minijobber, die als erste gehen durften (das war nur eine Radiomeldung, da 3,5 Millionen Minijobs als Zweitjobs laufen – siehe Statista – wird es hier schwer, die konkreten Zahlen zu bestimmen): wir stehen dicht vor der größten Massenarbeitslosigkeit der Geschichte der Bundesrepublik. Während Millionen Existenzen vernichtet werden, geht es den Konzernen blendend: hat man in guten Zeiten die Gewinne steuerschonend auf Steueroasen in Sicherheit gebracht (siehe Manager-magazin), wird in schlechten Zeiten der Steuerzahler zu Hilfe gerufen. Stellen Sie sich mal vor, Sie dürften das auch: im Casino spielen, die Gewinne behalten, die Einsätze (die Verluste also) zahlt der Staat – ein Traum, oder? So wird am Roulettetisch jeder irgendwann Millionär. Oder – anders gerechnet: Sie geben Ihr Gehalt (im deutschen Durschnitt 4000 Euro Brutto, siehe Welt) einfach in der ersten Woche des Monats aus – und für den Rest des Monats kriegen sie dann staatliche Hilfe! So ließe sich doch leben, oder?

Nun – so leben viele, dass ist das Leben der „Leistungsträger“, wie sie sich selber gerne nennen, jener kleinen Kaste, die sich als Speckgürtel und Erfüllungsgehilfen um das große Kapital versammeln, um das Geld ihrer Meister und Herren stetig zu vermehren – auf Kosten der anderen (das sind auch die, wegen denen das Durchschnittseinkommen so hoch ist – nur, falls sich einer wundert, warum er selbst so weit unter dem Durchschnitt liegt). Dass das System so weiterlaufen soll, hat der Ex-Black-Rock-Master Merz nun angekündigt: alle staatlichen Leistungen sollen auf den Prüfstand (siehe z.B. Ärzteblatt) – und viele haben ja schon während der Corona-Krise neue Argumente gelernt: wieso eigentlich Rente zahlen, Menschen mit durchfüttern, sie sowieso bald sterben? Wieso Arbeitslose und Behinderte mit durchziehen, die auch nur irgendwann sterben? Corona hat – bedauerlicherweise – einen enormen Abgrund von Unmenschlichkeit offenbart, der sich durch das Land zieht und nur auf einen Führer wartet, der endlich Schluss macht mit den „Parasiten“ (Wirtschaftsminister Clement 2005 über Arbeitslose, siehe Stern). Die echten Parasiten jedoch – füllen sich die Taschen wie nie zuvor: 40 Prozent aller staatlicher Hilfe, die bisher geflossen ist, gehen an 19 (in Worten: neunzehn) Konzerne (siehe ntv bei Xing), manche offenbaren ihre Pläne mit enormer Dreistigkeit wie die Deutsche Bahn, die 5 Milliarden Euro Hilfen will – und dafür sofort 10000 Arbeitsplätze abbaut (siehe Spiegel). Wäre es da nicht mal schön, wir würden mit den wirtschaftlichen Megaverbünden einfach so verfahren wir mit echten systemrelevanten Berufen … und einfach mal Abends auf dem Balkon für Deutsche Bank, Lufthansa und Addidas klatschen anstatt stetig zu zahlen?

Nun ja, Widerstand2020 – ich komme vom Thema ab … obwohl es ja wichtig ist, zu belegen, wie dringend die Notwendigkeit bürgerlicher Selbstorganisation in diesen Zeiten ist. Am 1. Mai 2020 waren es 106 000 Mitglieder der Partei, heute, am 21. Mai, sind es 50 (in Worten: fünfzig). Richtig gelesen. Fünzig im Geheimen ausgewählte unbekannte Menschen wurden von wem auch immer ausgewählt, Mitglieder der Partei zu sein – verifizierte Mitglieder der Partei. Klar, bei der Online-Anmeldung war es zu unredlichen Akten gekommen: ein AfD-Funktionär hatte sein Huhn angemeldet (was auf mich den Eindruck machte, dass man bei dieser Partei wohl der Meinung sei, dass selbst Hühner Politik gute AfD-Politik machen können – genau genommen hat sich allerdings ein AfD-Funktonär unter falschem Namen … dem seines Huhnes … angemeldet, denn Hühner können bekanntlich keine E-Mails verschicken), andere behaupten, sie hätten ihren Kühlschrank angemeldet. Klar gibt es Betrüger, aber nur weil es Betrüger gibt, ist nicht alles gleich Betrug. Klar ist man überwältigt von 100000 Anmeldungen, dann schmeißt auch noch einer der drei Vorstände hin, die Vorstand an sich wird handlungsunfähig – alles ungute Fügungen, die nicht glücklich stimmen und für die man viel Verständnis hat, ganz abgesehen von dem massiven Druck der Diätenparteien im Deutschen Bundestag und dem Druck einer geschlossenen Phalanx der deutschen Millionärsmedien, deren Inhaber verdutzt zur Kenntnis nehmen mussten, dass diese neue Partei wirklich Parteispenden wieder zurückschickt, wenn sie zu groß sind: wie will man denn da als Millionär Einfluss kaufen – das geht ja gar nicht.

Wer sind diese 50? Wer hat sie ausgewählt? Wo kommen sie her, was machen sie in der Partei? Alles unbekannt. Dabei sollte doch Transparenz so wichtig sein. Nur duch Zufall erfuhr ich von einer Bundespressekonferenz der Partei, die wohl gestern als Liveschaltung lief. Dort konnte man von diesem Geheimbund der 50 erfahren, auch von den 60000 Euro Spenden, von denen man jetzt Mitarbeiter einstellen möchte. 60000 Euro – das reicht gerade mal für 2-3 Leute, für ein Jahr: wenn es Menschen sind, die jetzt einen Job haben, dann kann man denen nur raten: lasst die Finger davon – schaut euch an, was wir wirtschaftlich die nächsten drei Jahre erwarten – da kann jeder froh sein, wenn er irgendwo untergekommen ist. Zugeschaltet zur Pressekonferenz war auch eine Frau Gabi Reiss, der man beim Rauchen zusehen durfte. Sie ist Inhaberin des Reissverlages, der ein lokales Lifestylemagazin für den gehobenen Geldbeutel herausgibt: als was sie dort im Bild zu sehen war, blieb im Rahmen der Pressekonferenz unklar, vielleicht war sie Presse, vielleicht auch Mitglied oder einfach nur zufällig dabei. Hatte mir diese Pressekonferenz angeschaut – was anstregend war, es war kaum ersichtlich, welche Pressevertreter da Fragen stellten, oft wurde nur geschwiegen – und nebenbei im Parteiforum (Widerstand2020-der Parteischwarem, bei Facebook nur zugänglich für registrierte Mitglieder) gelesen, wo die registrierten Nichtmitglieder der Reihe nach aus allen Wolken fielen. Betrugsvorwürfe wurden laut, Austritte wurden angekündigt, Klagen ebenso. Einige versuchten, weiterhin zu Geduld zu mahnen im Sinne von: „wird alles noch ganz toll“ – aber andere waren klar in ihren Vorstellungen, dass es nicht so lustig sei, Geld von Mitgliedern auszugeben, denen man den Mitgliedsstatus verweigert.

Nun – ich habe mir die „Bundespressekonferenz“ nicht zu Ende angeschaut. Mit Mühen habe ich den Namen eines dritten „echten“ Mitgliedes herausgefunden: des Berliner Arztes Fernando Dimeo (siehe Redaktionsnetzwerk Deutschland), ein Arzt gleichen Namens kann man bei Londonspeakerbureau als Referent mieten, der schreibt auch regelmäßig für den Spiegel. Eventuell kenne ich noch ein viertes „echtes“ Mitglied, Sandra Wesolek, nach eigenen Angaben „selbständige Lebenskünstlerin“ (siehe kommwirreisen), die 30 Eu-Länder mit dem Van bereisen wollte aber am Februar keine Berichte mehr schreibt … bin mir aber nicht sicher, ob sie noch dazu gehört. Früher – so kann ich mich erinnern – war sie mal „Scharmbeauftragte“. Warum ich die Pressekonferenz nicht zuende geschaut habe? Nun – weil mein spontaner Eindruck war: das war jetzt das Ende von Widerstand2020. Ist blöd, ja, ich weiß – aber nun mal nicht zu ändern, oder? Es gibt einfach ein paar Dinge, die gehen nicht im Umgang mit Menschen – bei allem Verständnis für die Probleme, die dort aufgelaufen sind. Fünf Minuten Text jeden Tag im Forum schreiben, damit alle wissen, wann und wie es weitergeht, hätten mehr gebracht, als immer wieder neue you-tube-Videos in die Welt zu setzen – wäre meine Meinung als Nichtmitglied gewesen. Einfach mal kurz erklärt, wer warum jetzt von wem ausgewählt wird. Sowas nennt man: Transparenz. Soll toll sein. Was das jetzt an Misstrauen, Frust, Enttäuschung gesät hat, wird man so schnell nicht in den Griff bekommen, mal abgesehen davon, dass ich momentan nicht abschätzen kann, wie die Anzeigen wegen Betruges ausgehen werden – sofern die überhaupt gestellt werden. Vielleicht gehen die Leute auch einfach so und vergessen den Spuk.

Freuen darüber wird sich eine neue, inoffizielle Koalition in Berlin, die sich – auch unter Ausschluß der Öffentlichkeit – still und heimlich in Berlin gebildet hat, eine der neuen Entwicklungen der in der Bundespolitik, die nicht kommentiert werden. Es ist eine de-fakto-Koalition, keine de-jure-Koalition: es gibt also keine Posten dafür noch schriftlich festgelegte Vereinbarungen – soweit man sehen kann: seit TTip wissen wir ja, wie viel da im Geheimen an uns vorbei verhandelt wird, weil wir Bürger einfach zu blöd sind zu begreifen, was gut für uns ist.

Zu den Fakten:

am 14.5.2020 kam es im Bundestag zu einer namentlichen Abstimmung über eine Erhöhung der Grundsicherung: „Beschlussempfehlung 19/19204 zu Corona-Aufschlag in der Grundsicherung das Existenzminimum sichern“. Die Empfehlung lautete: den Vorschlag der GRÜNEN, Hartz IV und verwandte Leistungen der Grundsicherung angesichts der massiven Preissteigerungen von Lebensmitteln um 100 Euro im Monat für Erwachsene und um 60 Euro im Monat für Kinder zu erhöhen, abzulehnen.

Die Erhöhung wurde abgelehnt von:

Allen anwesenden Mitgliedern der CDU: 246 Stimmen

Allen anwesenden Mitgliedern der SPD (abgesehen von einer einzigen Stimme): 152 Stimmen.

Allen anwesenden Mitgliedern der AfD: 89 Stimmen.

Das ist neue neue Supergroko im Bundestag: eine geschlossene Front für die fortschreitende Verarmung wachsender Bevölkerungsschichten, ja, dank Corona sogar massiv (exponentiell) wachsender Bevölkerungsschichten.

Die FDP enthielt sich mit 70 Stimmen (was mich sehr überraschte), allerdings waren 6 für die Erhöhung, Grüne und Linke waren mit allen Anwesenden dafür – kamen aber nur auf 136 Stimmen (siehe Bundestag.de). Eine Beschwerde der Bundeskanzlerin, dass die Abstimmung nicht zu akzeptieren sei (analog zu Thüringen), weil ja die AfD mitgestimmt hatte, gab es nicht. Kippt die FDP auch noch um, hat die aktuelle Supergroko AfD, SPD, CDU/CSU die absolute Mehrheit und kann das Grundgesetz nach Belieben ändern – soviel zur „Alternative“ für Deutschland. Für die Armen – ist es keine Alternative. Die dürfen jetzt beten, dass der Herrgott ihnen den Merz erspare – der war schon früher für massive Kürzungen von Hartz IV: von 132 Euro im Monat kann man ja auch leben wie ein Fürst (siehe Welt). Und wenn Merz Chef der Groko wird, kann der das durchsetzen. Oder Hartz und Rente gleich ganz streichen und das Geld  zum Vermehren Black-Rock leihen.

Armut kostet übrigens statistisch genau so viel Lebensjahre wie Corona. Verblüffend, oder? Für Corona hat man die ganze Wirtschaft an die Wand gefahren, weil … nun ja: Merkel und Merz waren auch infiziert. Dafür, dass die beiden – und viele andere – nie Armut erleben brauchen, haben andere gesorgt – und bekommen dafür jetzt Steuergelder ohne Ende.

Wäre schön, wenn wir dagegen mal hätten angehen können. Aber wie die Tagesschau uns ja deutlich erklärte: wer gegen die Diätenparteien angehen will, kann nur ein Spinner sein.


 

Widerstand 2020: über Transparenz, offene Diktatur und Verschwörungstheorie

Sonntag, 10.5.2020. Eifel. Eigentlich sollte man ja froh sein, oder? So lange habe ich mir Gedanken über die seltsamen Verzerrungen der Politik gemacht, die den erwarteten Verlauf der Geschichte so unglücklich trübten, so viele Worte habe ich darüber gemacht: und jetzt entfaltet sich weltweit genau das, was zu erwarten war, jedenfalls als worst-case-Szenario. Das es so kommen wird, war mir auch klar – unglücklicherweise. Ich habe Kinder, denen ich gerne Zukunft gegönnt hätte – doch die werden die jetzt nicht mehr haben. Jedenfalls nicht die, die ich ihnen gegönnt hätte. Und das es sich zu meinen Lebzeiten entfaltet – nun, dass hätte auch nicht sein müssen.

Verzerrungen? Entschuldigen Sie, das sollte ich erläutern. Philosophisch gesehen entstamme ich aus der Schule des deutschen Idealismus des 18. Jahrhunderts und erwarte eine von Vernunft geprägte historische Entwicklung, wie Immanuel Kant sie in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ skizzierte, eine seiner kleineren, leichter verständlichen Arbeiten. Der ewige Friede ist zwar ein Zustand, der gestiftet werden muss – er kommt nicht von alleine, aber da er der menschlichen Vernunft entspringt, wird er irgendwann eintreten – und es sah alles so aus, als würde nach den Schrecken des ersten und zweiten Weltkrieges die Vernunft triumphieren: der Völkerbund kam als UN wieder, die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte sollte jeder Diktatur der Zukunft den Boden unter den Füßen fortziehen und die moderne Waffentechnik schien jeden Krieg sowieso unführbar werden zu lassen, vor allem hatte man sich entschieden, Kanonen durch Diplomatie zu ersetzen. Es wurde auch höchste Zeit, denn: im Unterschied zum ersten Weltkrieg wurde im zweiten Weltkrieg die Zivilbevölkerung immer häufiger Ziel der Kriegsanstrengungen, sei es durch Einkesselung zwecks Aushungerns wie in Leningrad oder durch Bombenangriffe wie auf Coventry, London, Köln, Berlin, Hamburg, Dresden, Hiroshima oder Nagasaki oder auch durch Erschiessungskommandos im eroberten Hinterland, wobei Deutschland da doppelt hervorstach: hier wurde deutsche Zivilbevölkerung im Inland auch von den Nazis selbst in Massen vernichtet.

Der Schrecken des letzten Weltkrieges hätte reichen sollen, dass sich Vernunft durchsetzt – und nichts anderes geschah durch die Studentenrevolten der sechziger Jahre, als dass sich Vernunft Bahn brach gegen die überkommenen Dogmen der Vergangenheit, die freie Menschheit schüttelte noch mehr Fesseln ab, vorbei waren die Zeiten, wo Mann und Frau nur noch einen Mietvertrag bekamen, wenn sie verheiratet waren und die Frau nur mit Erlaubnis ihres Mannes arbeiten gehen durfte. Doch dann, irgendwann in den achtziger Jahren, änderte sich das Klima. Schleichend, langsam, aber beharrlich. Wo es zuerst auffiel? In Hollywood. Einst Hochburg des Widerstandes gegen Washington, kamen auf einmal immer mehr Filme ins Kino, die das Militär positiv darstellte: unmenschlich harte Helden im Kampf gegen das Superböse erschienen dort. Und auch die USA – einst Hort der Freiheit – änderten sich langsam. Schritt für Schritt verlies die Welt den Kurs der Vernunft … und wurde seltsam, bis 1999 der Supergau kam: wieder einmal bombadierten deutsche Bomber ein fremdes Land: wieder Jugoslawien – unter dem Kommando von SPD und Grünen, jenen Parteien, die eigentlich für Frieden hätten stehen sollen. Wie konnte das geschehen?

Dieses Rätsel beschäftigte mich sehr, doch es dauerte seine Zeit, bis ich Zeit hatte, mich darum zu kümmern. 2001 das nächste Event: nine-eleven, Auftakt eines beispiellosen Eroberungsfeldzuges der USA gegen die islamische Welt, die Bundeswehr ganz vorne mit dabei; 2005: Einführung von Hartz IV: der Krieg gegen die Bürger im Inneren begann von neuem. Man bekam ja kaum noch Luft vor lauter Tabubrüchen, die sich – natürlich alle aus guten, vernünftigen Gründen – in aller Öffentlichkeit abspielten und medial so gut verkauft wurden, das alle jubelten – außer die Millionen Opfer natürlich. Vernunft? Ich spüre da Stirnrunzeln: wie kann es vernünftige Gründe gegen, die gegen die Vernunft handeln? Nun – das ist relativ einfach zu erklären: wird Vernunft nicht „rein“, sondern nur zweckgebunden eingesetzt, sind ihre Lösungen … sagen wir mal: abenteuerlich. Das „Framing“ ist da ausschlaggebend. Ein Beispiel? Gut. Setze ich den „Rahmen“ (also: frame), dass der Jude der Agent des Antichristen ist, so gebietet die Vernunft seine Auslöschung. Ebenso, wenn ich den Menschen als Feind der Natur darstelle. Oder den Kommunisten und Verschwörungstheoretiker als Feind der Vernunft. Können wir ewig so durchspielen. Nur: für die Vernunft als solche sind solche willkürlichen Setzungen völlig inakzeptabel, weshalb sie in einem politischen System,  in dem Vernunft oberster Wert ist, nie stattfinden können.

„Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“ – das ist laut Kant die Essenz der Vernunft als praktische, moralische Handlungsanweisung – und kann problemlos von Menschen aller politischer Richtungen anerkannt werden, außer von den religösen Fanatikern, die sich als besonders auserwählt erachten: die können mit allgemein anerkannten Gesetzgebungen nichts anfangen. Framing und Reframing sind zentrale Steuerungsaspekte von Massenmeinungen: ist der Arbeitslose ein Parasit, ist seine Auslöschung zwingend notwendig, ist der Muslim ein blinwütiger Mörder und Vergewalter, ebenso. Sind Verschwörungstheoretiker religiöse Fanatiker: auch. Kann Corona die ganze Menschheit auslöschen, sind die momentanen Maßnahmen zwingend notwendig zum Schutz des menschlichen Lebens.

Eine lange Vorrede – und wir sind immer noch nicht bei Widerstand2020. Keine Sorge, wir kommen da noch hin. Mir ist es wichtig, den historischen Kontext zu beschreiben, in dem ich die aktuelle Entwicklung sehe, denn: was aktuell geschieht, ist die logische Fortsetzung einer Entwicklung, die sich seit Jahrzehnten abzeichnet. Kurz gesagt, ist es schlicht und ergreifend die Gegenrevolution von 1789, jenem Jahr, wo sich das Volk erhob – das Volk und weite Teile von Militär und Adel – um ein jahrtausendealtes System zu stürzen: den Feudalstaat, der sich ursprünglich aus Räuberbanden gründete, die sich in Burgen verschanzten, um dort gut von der Arbeit der anderen leben zu können. Und genau der – kommt jetzt wieder. Ja, viele reden immer davon, dass der Bürger nur bis zum Monatsende plant, während der Adel über Generationen hinweg denkt – aber nur wenige machen sich Gedanken darüber, wie das konkret aussieht.

Man musste einfach nur warten, bis ein Ereignis kam, das die alten Unheilsmächte wieder an ihren angestammten Platz setzen konnte. Das dies ein Virus sein wird, hatte schon Alex Jones vorhergesagt: gegen den politischen Missbrauch eines Virus wären die demokratischen Strukturen der USA machtlos – das dies sogar weltweit gilt, sehen wir gerade. Natürlich musste dieses Virus gefährlich sein – jedenfalls so gefährlich, dass weltweit die Gesundheitsbehörden Alarm schlagen würden, unabhängig von den jeweiligen politischen Systemen. Aber man hatte ja Zeit. Im Inland wurde derweil alles auf den großen Moment vorbereitet: die Bundeswehr wurde zu einer Freiwilligenarmee umgebaut – von den Rechten, nicht von den Linken – so dass die Art der Menschen, die dort dienten, schon mal eine besondere wurde: es war keine Armee aus dem Volke mehr. Die zivil-militärische Zusammenarbeit wurde etabliert: die flächendeckende Verzahnung des Militärs mit zivilen Strukturen sorgte für eine elegante Einführung des Einsatzes der Bundeswehr im Inneren, aktuell dürfen Soldaten in Uniform umsonst bei der Bundesbahn mitfahren: das Primat des Militärs im öffentlichen Raum wird kritiklos akzeptiert – die Demokraten der siebziger Jahre rotieren im Grab bei solch´ einer Schändung des Grundgedankens einer zivilen Demokratie, die nun mehr und mehr wie eine Militärdiktatur erscheint: mit Sonderrechten für Uniformträger.

2020 dann erscheint das Virus. US-Geheimdienste warnen Nato und Israel schon mal im Vorfeld. Länder wir Vietnam reagieren sofort – und bekommen die Infektion schnell in den Griff, ganz ohne Tote. Die Natoländer jedoch- reagieren trotz Warnung erstmal nicht. Man braucht schon ein paar tausend Tote, um weitreichendere Maßnahmen für lange Zeit zu etablieren. Gleichzeitig läuft ein eleganter Angriff auf die Wisssenschaft selbst. Sicher: in weiten Teilen ist Wissenschaft Machtinstrument geworden – sie setzen den Rahmen, erledigen das Framing, in dessen Grenzen wir dann frei denken dürfen. Andererseit ist Wissenschaft ein wesentliches Standbein der Demokratie, gerade sie soll uns vor Willkür schützen – vor einer Welt, in der der Landesvater das „Recht der ersten Nacht“ bekommt, also alle jungen Bräute nach der Hochzeit erstmal in seinem Bett landen, als wäre es eine Besetzungscouch. Darum ist das Verfahren „These – Antithese – Synthese“ so wichtig – und Verschwörungstheorien als Antithese so unverzichtbar für das Funktionieren einer Demokratie – egal, wie albern sie auch sein mögen. Darum muss das Virus in Frage gestellt werden – aber es darf niemals zur Glaubensfrage werden, weil wir dann das Gebiet der Vernunft verlassen und ins Gebiet der Willkür vorstoßen. Das ist es aber gerade geworden: Coronabefürworter und Coronagegner sind Gläubige geworden, die Frage der Gefährlichkeit eines Virus wird nicht mehr Bestandteil nüchterner Debatte oder Analyse, sondern eine Glaubensfrage, man verehrt Experten wie seine Fußballmannschaft – und noch ein wenig Wahnsinn mehr, dann wird im Duell früh morgens hinter der Kirche mit schweren Säbeln ausgefochten, wer Recht hat: der Überlebende bestimmt, was wahr ist und was nicht: hunderte Jahre der Aufklärung waren umsonst.

Harte Kost bislang?

Kommt noch besser, denn: Corona ist flankiert von brutalen wirtschaftlichen Maßnahmen, die kaum in den Medien besprochen werden. Saudi-Arabien spielt da eine wichtige Rolle: ihre Ankündigung, die Ölförderung massiv auszuweiten, hat den Ölpreis absacken lassen – das war der Grund für die Verluste des Dax (mal abgesehen davon, dass die Aktienwerte hauptsächlich durch das Gratisgeld der EZB so aufgeblasen waren und dem Wert der Aktien gar nicht mehr entsprachen). Das Ergebnis von Mercedes im ersten Quartal brach um 78 Prozent ein (siehe Tagesschau vom 23.4.): das wird uns locker als Folge von Corona verkauft, obwohl in dem Quartal nur zwei Wochen von den Maßnahmen betroffen waren. Warum brach das Ergebnis also wirklich ein? Wieso kann man eigentlich keine Autos mehr produzieren, nur weil draußen Pandemie ist? Wenn weltweit keiner mehr deutsche Flugzeuge landen läßt, dann ist klar, warum die Lufthansa Probleme bekommt – aber Autos werden doch noch verkauft? Nun – eigentlich nicht: die Neuzulassungen sanken im ersten Quartal um 61 Prozent (siehe Autozeitung): ich gehe davon aus, dass die Nato also auch Autokäufer informiert hat, dass da bald ein Virus kommt? Oder – wurde im 1. Quartal 2020 – so im Januar, Februar, als Corona noch keine Rolle spielte, der Autobauernation langsam klar, dass keiner mehr Geld für so viele neue Autos jedes Jahr hatte, weil die Einkommen von immer mehr Menschen schon seit langer Zeit stagnierten – genau genommen seit 20 Jahren (siehe Handelsblatt). Nebenbei dürfte man Fragen: wieso kommen in schlechten Zeiten eigentlich nicht die Firmeneigner für ihre Konzerne auf – immerhin ist das ja genau das unternehmerische Risiko, weshalb man zuvor so viel verdient hat?

Doch jetzt wird das Einkommen nicht nur stagnieren – man bereitet uns medial auf eine „neue Normalität“ vor – und das auf breiter Front. Wer die aber wahrnimmt und zu beschreiben versucht, ist ein „Verschwörungstheoretiker“. Verschwörungstheoretiker sind übrigens generell vernünftiger als der Durchschnittsbürger, während ihre Gegner mehr vom ihrem Reptilienhirn gesteuert werden und somit aggressiver sind  (siehe Forschung und Wissen).

Was ist nun die neue Normalität?

Nun: darüber informiert Rainald Becker uns am 6.5.2020 um 20.19 Uhr in den Tagesschau. Rainald Becker? Nun – Chefredakteur des ARD, hat in seinem Leben nur Medien gemacht – also von Beitragsgeldern gelebt – und bejubelt alles, was die Regierung so macht. Er wendet sich in seinem politischen Kommentar (eine Sendeform, die den Begriff des „betreuten Denkens“ zurecht verdient – in einer Demokratie freier und souveräner Bürger überflüssig wie „Experten“ und „Aktienanalysten“) ausdrücklich gegen Widertand2020 („Spinner“ – ein qualitativ wohldurchdachtes und ausgewogenes Urteil) und definiert sie als Menschen, die die alte Normalität zurückwollten – die es aber nie wieder geben wird.

Die Frage, wieso eigentlich nicht, wird gar nicht zugelassen, die Begründung dafür ist … erstaunlich grotesk: Madonna, Robert de Niro und 200 weiter Amerikaner hätten das so gesagt. Ich musste mir das ein paar mal anhören, um das glauben zu können. Lebensstil, Konsumverhalten und Wirtschaft sollen grundlegend verändert werden. Ich gehe mal davon aus, dass er nicht den Lebensstil von Madonna meint. Madonna ist Milliardärin (siehe Stern), Robert de Niro kommt auf 500 Millionen (siehe Popkultur). Ihr Ansinnen ist im Prinzip noch nicht mal so verkehrt … doch man kann bei Menschen, die jährlich zu ihren auf der Welt verstreute Villen jetten, kaum erwarten, dass sie sich selbst mit dem Verzicht meinen. Wer seinen Lebensstil jetzt ändern muss … das sind WIR. Die Bauer. Der Pöbel. Das Pack. Der Abschau. Die „viel-zu-vielen“, von denen schon Nietzsche zu berichten wusste. Der Adel hat beschlossen, dem Pöbel die Wurst zu verbieten, er darf in Städten wohnen, die immer weiter verdichtet werden sollen (siehe Handelsblatt), damit er nicht mehr Madonnas Idyll am Comer See stört: Stadtpark von Gelsenkirchen ist gerade gut genug für den gesellschaftlichen Bodensatz der 95 Prozent Verlierer, die es einfach nicht schaffen – noch nicht mal nach 50 Jahren Arbeit – Millionär zu werden: sowas gehört auch einfach auf die Halde.

Sehen Sie, wie sich der Kreis schließt? Wie sie wieder da sind – die „besseren Damen und Herren“? Und ihre aschfahle buckelige Dienerschaft? Keine Sorge: man wird sie bald noch besser erkennen können. Und wir? „Wir“ – sind über. Uns braucht in der digitalen Welt keiner mehr – und diese Welt hat durch Corona einen großen Sprung nach vorne gemacht (siehe Tagesschau). Uns braucht auch in der neuen Welt keiner mehr. Wir dürfen in unseren verdichteten Städten in immer teurer werdenden Wohnungen hocken, immer weniger essen (gerne vegan, die Fleischtöpfe waren schon immer für die bessere Gesellschaft), weniger verbrauchen, weniger denken, weniger leben – wir werden die Minusmenschen.

Und damit sind wie bei WIR2020 – jenen, die sich damit nicht abfinden wollen. Eine Million Menschen sind in Deutschland in politische Parteien organisiert und führen Madonnas Willen aus – und den ihrer Klasse. Alle täuschen immer Opposition vor – und dienen dann dem Moloch, der jährlich Millionen Tote produziert: durch Kriege, Hunger, Armut. Das sollte es doch möglich sein, dass sich die 82 Millionen anderen Menschen auch mal zusammenschließen, oder?

WIR2020 war die Idee einer jungen Frau, die etwas besonderes in die Politik einführen wollte: Empathie. Laut Arno Gruen DER elementare Faktor für eine menschenwürdige Gesellschaft. Ich kann ihre Gedanken dazu nun leider nicht zitieren, weil sie komplett aus der Seite gelöscht wurden bzw. nicht zugänglich sind. Die junge Frau hat die Partei verlassen – ein Tag nach ihrem ersten Interview. Über Gründe – kann man nur spekulieren, ebenso wie darüber, warum wohl ihre Gedanken dazu auch gelöscht wurden. Kommunikation – nun: findet über Facebook statt, Moderation übernimmt im parteiinternen Forum „Widerstand2020 – der Parteischwarm“ (mit überraschenderweise nur 4000 Mitgliedern) ein persönlicher Referent einer AfD-Abgeordneten, eine der drei Administratoren – die „Schwarmbeauftragte“ – macht aus ihrer Begeisterung für manche AfD-Politiker ebenso keinen hehl. Am 21.4. wurde wohl im Rahmen einer Gründungsversammlung ein Vorstand gewählt und ein Programm beschlossen, doch ist der Vorstand unbekannt – wie auch das Programm. Wie man heute auf der Seite erfährt, ist niemand mehr im Vorstand. Aber was man sieht: SPD-Mann Olav Müller begleitet Parteigründer Dr. Schiffmann wie zuvor die junge Frau, die einst diese tollen Ideen hatte. In den Foren selber – nun ja: wird Moderation gerne genutzt, um willkürlich Diskussionen zu erlauben oder abzuwürgen: sagen mir die Leute da. Selbst Demo-Termine werden nicht veröffentlicht. Und eigentlich … kann da bei der Mitmachpartei auch nicht jeder mitmachen, jedenfalls kann nicht jeder Beiträge schreiben. Ja, ich wollte hier im Prinzip jetzt nach der langen Vorrede ein Lob über WIR2020 schreiben, weil die Idee … nun ja, zukunfstorientiert, mehrheitsfähig, notwendig und längst schon fällig ist, aber ich merke gerade, während die diese Zeilen schreibe: das geht aktuell nicht, denn: Transparenz geht anders. Sicher – Ralf Ludwig hat ein in meinen Augen beeindruckends Interview am 8.5. gegeben aber das interessierte von den angeblich 100 000 Mitgliedern noch nichtmal 9000 – was bedauerlich ist, denn es waren recht weise, offene Worte eines der Gründer – und eines sehr sympathischen Menschen ohne Machtanspruch.

Andere lassen sich da gerade wieder ausgiebig über rechts/links aus und wie blöde so was doch wäre – dabei ist das eine Kernfrage, der man mit dieser Scheindebatte nur ausweicht. Ich kann diese Frage aber anders stellen, damit sie in einen historischen Kontext passt: Bist Du nun für Madonnas neuer Milliardärswelt oder dagegen? Nein, ein bequemes dazwischen gibt es nicht! Ist ja auch eine einfache Frage. Als Antwort reicht JA oder NEIN völlig aus. Bei NEIN steht man dann in der Tradition linker Politik, ob das gerade Schick ist oder nicht. Nun: Schick – ist es sicher gerade nicht. Man darf sich auch gerne selber dann ultrarechts nennen – nur: aus der Sicht der politischen Philosophie und der Wissenschaft ist man das nicht. Aber was rede ich da: heutzutage darf die Erde ja auch wieder Scheibe sein.

Und wer nun meint, er könne sich heraushalten, könne sein gemütliches normales Leben weiterführen, dem sei gesagt: genau um Dein gemütliches kleines normales Leben geht es: das soll weg. 60 Stunden-Woche, 12-Stunden-Tage, Arbeiten bis 80 – und massive Rentenkürzungen stehen uns bevor. Rentenkürzungen? Hies es nicht vor kurzem noch, die Besteuerung der Renten sei schon verfassungwidrig und müsse beendet werden? Ja, aber dann kam Corona – und jetzt fodert die Wirtschaft erstmal, dass die Rentner zahlen müssen (siehe Handelsblatt) – damit die Lufthanse der Lumpenelite wieder Boni zahlen kann, die dann auf den Kaimaninseln landen.

Ach, es ist zum … ich sage es nicht.

Und ich habe auch überhaupt keine Freude daran, nach 11 Jahren Recherche nach den Ursachen der Verwerfungen und ihren zukünftigen Entwicklungen Recht behalten zu haben – kein bischen. Ich wollte, ich hätte mich geirrt – aber seitdem Rainald Becker im ZDF den Willen Madonnas als alternativlos hingestellt hat, muss ich sagen: das war es jetzt.

Und meinen Kindern – nun ja, denen kann ich nur sagen: die Menschheit hat sogar die Eiszeit überstanden. Also: zieht euch warm an. Wird sehr kalt werden in den nächsten 50 Jahren. So – sozial gesehen. Und dagegen wird auch keine Erderwärmung helfen.

 

 

 

Widerstand2020 – und die unwiderbringliche Vernichtung der allgemeinen Menschenrechte

Freitag, 1.Mai 2020. Eifel. Bewegte Zeiten, oder? Zeiten von äußerster Brisanz. Ein lange verschwiegenes Thema bricht sich langsam wieder Bahn: nachdem über 70 Jahre geleugnet wurde, dass irgendwas auf der Erde herumfliegt, was wir nicht kennen, bleibt das Phänomen selbst von der Leugnung unbeeindruckt: UFO´s rücken wieder in die Aufmerksamkeit von Politik, Medien und Militärs – mal wieder (siehe Heise). Obwohl die Piloten meinen, dass Regierungsexperimente sie nie in so in Gefahr bringen würden, wie es die seltsamen Flugkörper machen, sollten sie vielleicht mal das Patentamt fragen: dort hat die Navy Patente eingereicht, die mehr als exotisch sind und hinreichende Erklärungen liefern könnten (siehe Grenzwissenschaften.de). Würde mich gerne mehr mit dem Thema beschäftigen, das mich schon als Kind stutzig gemacht hat: aber das sind Themen, die für den kleinen Mann tabu sind, nur Regierungen, Wissenschaftler und Geheimdienste dürfen sich damit beschäftigen. Auch das Thema Umwelt bedürfte mehr Aufmerksamkeit: es regnet zu wenig – Waldbrände in Tschernobyl könnten für erneute Probleme mit Radioaktivität sorgen. Doch wer hat schon noch Zeit, sich um Tschernobyl zu kümmern – oder um die Natur?

Ja, ich weiß, wieder einmal eine Einleitung, vor der mich jeder Profi warnen würde, weil sie nicht zum Thema passt, aber ich möchte jede Gelegenheit nutzen, meine Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen, dass wir immer noch in einer Welt voller Rätsel und Wunder leben – und dass es sich lohnt, die Pfade des erlaubten Denkens zu verlassen. Ach ja: erlaubtes Denken. Manches Denken war zurecht verboten, ist es auch noch – aber nicht mehr lange. Das Denken darüber, dass es unwertes Leben gibt. Dieses Denken hat Millionen Deutschen das Leben gekostet, weil ihre Schädel von der Wissenschaft vermessen und für unwürdig befunden wurden. Seitdem haben wir auch in der Wissenschaft Sicherheitsmechanismen eingebaut, die so was verhindern, der größte Mechanismus war aber die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte, die den Schutz jeglichen menschlichen Lebens auf der Welt garantierte – jedenfalls in der Theorie. Für das jüdische Denken im Übrigen eine Normalität, sie haben schon seit 3000 Jahren ethische Direktiven, die das Leben des Menschen – jedes Einzelnen – besonders schützen (siehe Jüdische Allgemeine), ihre Botschaft „Du sollst nicht töten“ (nicht stehlen, die Eltern nicht vergammeln lassen) ist vielleicht auch der Hauptgrund, warum die mächtigen Räuber und Banditen das jüdische Volk gerne ausgelöscht sehen: seit Jahrtausenden schon.

75 Jahre lang waren die allgemeinen Menschenrechte Maßstab für den Umgang mit Menschen, setzten Diktatoren unter Druck und Demokratien unter Rechtfertigungszwang. Nicht jedes Leben konnte gerettet werden, aber „der Wind hatte sich gedreht“, in vielen demokratischen Staaten sogar so sehr, dass „Die Wirtschaft“ Renditeträume aufgrund von Arbeitsschutzrecht und/oder Kinderschutz nicht realisieren konnte, „Sozialstaat“ federte manche (nicht alle) Härten ab – was vor allem in den USA für große Empörung sorgte: was hätte man mit Privatisierung in Europa nicht für enorme Gewinnmöglichkeiten – erst Recht, seitdem Konzerne nur noch Gewinne einstreichen, aber bei Verlusten sofort „Sozialstaat“ schreien!

Diese allgemeinen Menschenrechte – nun, sie gehören nun der Vergangenheit an. Schon lange wird an ihnen herumgesägt, seit 15 Jahren gibt es in unserem Land das unsägliche und unerträgliche Hartz IV, das aktuell aufgrund der rasant gestiegenen Lebensmittelpreise Millionen Deutsche an den Rand des Hungers bringt: auch Kinder. Fehlernährungen sind da schon lange Thema: ernähren Sie mal einen Erwachsenen von 4 Euro am Tag gesund (ohne billiges Fleisch aus der Massentierhaltung) – oder sorgen Sie für 2,50 Euro täglich für die gesunde Ernährung eines heranwachsenden Kindes: Sie müssten Jesus heißen und die Kunst der wundersamen Brotvermehrung beherrschen, um das zu bewältigen.

Nein, offiziell gelten sie noch, diese Menschenrechte. Noch können Gerichte Schutz geben aufgrund von Gesetzen, die die Armen und Schwachen schützen sollen – aber das Grundparadigma wird geändert – jedenfalls in Deutschland, da aber auf breiter Front. Ich kann mir sogar vorstellen, dass dies gerade weltweit geschieht, denn alle Mächtigen dieser Erde – ob sie nun Kommunisten, gewählte Repräsentanten, Milliardäre mit dem Vermögen von mehreren Staaten, allmächtige Präsidenten oder auch nur einfache Warlords sind, die gerade mal regieren: sie alle werden in ihrer Machtausübung durch die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte gebremst, bekommen Ärger mit den Unterdrückten, die die Botschaft verstehen und so Hoffnung bekommen, dass es auch mal anders werden kann.

Der Mann, der nun das Rad der Geschichte umdrehen möchte, ist Wolfgang Schäuble, seit Jahrzehnten der große Koordinator der deutschen Politik (von dem ich immer noch gern wüßte, wo er die 100000 Taler des Waffenhändlers Schreiber verloren hat), der nun den Eintritt in ein neues Zeitalter eingeläutet hat: einem Zeitalter, wo jeder, der Geld hat, leben kann, wie er will. Sein Satz klingt harmlos, aber er hat es in sich, siehe Tagesspiegel:

„Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig.“

Er setzt damit – geschickt eingeflochten in andere Gedankengänge – ein Zeichen für eine Prioritätenänderung, einen Paradigmenwechsel, eine Vernichtung oberster Leitwerte der letzten Jahrzehnte, kurz gesagt: Profit vor Leben (siehe WSWS). Er setzte damit ein Zeichen für eine historische Umwälzung, die – wie in Zeiten großer Umwälzungen oft – schon andere angestoßen hatten, siehe „Junge Welt„:

»Wirklich erschütternd fand ich jetzt bei Corona auch die allgemeine Empörung darüber, dass alte Menschen sterben. Einer der natürlichsten und für die Population gesündesten Vorgänge der Welt, das Sterben alter Individuen, wird plötzlich zu einer Ungeheuerlichkeit«, schrieb die Biologin Meike Lobo am 9. März auf Twitter und legte mit »Die Überbevölkerung der Welt ist übrigens die nächste Müllschwemme« noch einmal nach.

Man könnte dem nur entgegnen, dass die Verrohung des humanen Wohlstandsmülls kapitalistischer Ausbeutersysteme wohl noch erschütternder ist – oder ihre grenzenlose Blödheit in Bezug auf Historie, Psycholgie oder Recht. Doch die gute Frau Lobo – über deren Weltsicht sich ein Heinrich Himmler wohl sehr gefreut hätte – steht ja nicht allein da im Rahmen einer asozialen Bewegung, die sich nun auf breiter Front im Schutze des Corona-Virus mutmaßlich sogar weltweit erhebt: sogar Ethikexperten stimmen Schäuble zu (siehe MDR). Und auf einmal versteht man, warum alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Die Berichte über ein gefährliches Virus liegen seit November 2019 vor: man hätte anders reagieren können. Die Daten des RKI aus China waren eindeutig – und doch reagierte die Regierung erst so spät, dass radikalste Maßnahmen notwendig waren, um das Schlimmste zu verhindern.

Warum?

Das 500000 Ärzte in Deutschland ruhig blieben, obwohl die Maßnahmen gerade dem niedergelassenen Bereich sehr schaden, war verständlich: anders als professionelle Laien haben sie die offen darliegenden Daten des RKI wahrgenommen und verstanden, aber warum blieb die Wirtschaft so ruhig, lies alles über sich ergehen?

Nun – man braucht schon etwas Not, um das Volk gefügig zu machen. Die Hälfte der weltweiten Arbeiterschaft steht gerade vor dem Abgrund (siehe Heise): die größte Geiselnahme der Weltgeschichte. Während Großkonzerne sich die Hände reiben und trotz Massenentlassungen (siehe Mercedes und Lufthansa) Staatshilfen bekommen, bleibt vielen Selbständigen nur Hartz IV (siehe FR). Ach ja – Lufthansa, Adidas, Tui sind auch große Freunde von Steueroasen (siehe Manager-Magazin), da, wo die normale Familie nüchtern wirtschaften und vom Ersparten leben muss, greifen Weltkonzerne bei kleinsten Krisen sofort in die Steuerkasse – und zwar mit ganz großen Händen: bekommt die Lufthansa ihre 10 Milliarden, so hat sie pro Mitarbeiter 74000 Euro bekommen (von denen sie aktuell bis zu 18000 entlassen werden), während kleine mittelständische Unternehmen da pro Mitarbeiter gerade mal bei 1800 Euro liegen. Und gerade die Lufthansa präsentiert sich in dieser Krise – wie andere Konzerne auch – gerne noch zusätzlich als Räuber und Bandit, der mit windigen Tricks nebenbei noch mehr Geld abgreifen will (siehe wiwo).

Und die Superreichen? Erstaunlicherweise – obwohl sie am Ende der Nahrungskette stehen und 2008 noch viel Federn lassen mussten, hat es diesmal nur drei Wochen gedauert, bis sie wieder das alte Format erreicht hatten (siehe Heise). Scheint so, als wäre da jemand inzwischen gut vorbereitet auf globale Krisen.

Lauert da nun eine gigantische Verschwörungstheorie, verstoßen wir gegen das allgemein anerkannte Tabu, dass die Reichen, Schönen und Mächtigen nie unterstellt werden darf, dass sie jemals etwas anderes als nur das Allerbeste ihrer Mitmenschen wollen (was auch stimmt: sie wollen nur Geld, Ländereien und billige Arbeitskraft)?

Nein: wir setzen nur voraus, dass alle Mächtigen betriebswirtschaftlich denken und Kosten minimieren wollen: die Müllschwemme der Menschheit ist da der größte Kostenfaktor. Und seitdem der Finanzsektor zeigt, wie toll man ohne die Realwirtschaft auskommt, die sowieso nur nutzlose Mitesser durchfüttert, dürfte der Wunsch nach weniger Mensch (vor allem: weniger Alten und Kranken) in allen politischen Systemen weltweit als normal angesehen werden. Was nur dabei stört, ist die Erkärung der allgemeinen Menschenrechte, die weltweit in den Köpfen der Müllmenschen herumschwebt und auch einige Mächtige noch infiziert hat. Aber was wäre, wenn eine zufällige Pandemie einem ungeahnte Chancen in die Hand gibt – auf Kontrolle, Reduzierung, Macht? Da wäre jeder Machtmensch blöd, wenn er die Chance der Stunde nicht nutzen würde – und gleich auch noch die Superchance ergreift, den Menschen endlich klar zu machen, dass diese allgemeinen Menschenrechte völliger Unsinn sind und in Zukunft gilt, dass die „Wirtschaft leben wird, auch wenn wir sterben müssen“ (siehe Heise).

Da rottet sich gerade der asoziale Abschaum der Welt zusammen – für einen ganz großen, finalen Schlag gegen die Zivilgesellschaft. Letztlich werden wir dann damit leben müssen, dass Polizei, Krankenhäuser, Krankenversicherung, Feuerwehr, Ärzte, Lebensmittel, Wohnraum, Verkehrsmittel, Heizmöglichkeiten nur noch letztlich für ein Prozent der Menschheit zugänglich sein werden, der Rest wird in hundert Jahren „Selbstverantwortung“ in einer zuvor schon völlig ausverkauften und ausgeplünderten Wüste leben dürfen, falls man nicht Himmlers Weg geht und den Müll nicht einfach systematisch entsorgt. Zu schlimm gedacht? Obwohl wir das teuerste Gesundheitssystem der Welt haben, obwohl wir eine Pandemie haben, läuft das Kliniksterben in Deutschland weiter als ob nichts gewesen wäre (siehe Jungewelt) -und in Frankreich ist man schon ein Stück weiter und schläftert Menschemüll einfach ein (siehe Zeit).

Ach- was lamentiere ich hier eigentlich herum, seit 11 Jahren beschreibe ich diese Strömungen … ich hatte nur gehofft, dass es bis zur unvermeidlichen Machtübernahme noch etwas dauert – am besten solange, bis meine Kinder im hohen Alter das Zeitliche gesegnet hätten, doch Corona bot halt allen die Chance zur sofortigen Machtergreifung, die gerade mit voller Wucht abläuft.

Und dann geschieht in diesen Zeiten doch tatsächich noch etwas, womit ich nicht mehr gerechnet hätte. Schon längst wollte ich noch mal eine große Klage darüber ablassen, wo eigentlich die Fähigkeit zur Selbstorganisation der Bevölkerung geblieben ist, die in meiner Jugend noch so hoch war – wo man für jeden Kinderspielplatz, für jede 30-Zone oder jede Parkbank gleich eine Bürgerinitiative zusammen bekam.

Und dann – organisiert sich die Bevölkerung doch einfach nochmal so.

Widerstand2020 heißt das Projekt, angestoßen von zwei jungen Frauen und einem Rechtsanwalt – allerdings ist eine der Frauen jetzt ersetzt worden durch den Arzt Bodo Schiffmann, einem der Helden der „Virenleugnerszene“ (also: Virenleugner kommt aus deren Reihen, das hat keiner erfunden). Ich war umso überrascht, dass Dr. Bodo Schiffmann gar kein Virenleugner war. Noch überraschter war ich, als ich erfuhr, dass er selbst von der Virenleugnerszene mit einem irreführenden Video in die Irre geführt wurde (einem billigen Zusammenschnitt, der die Aussagen eines Abgeordneten ins Gegenteil verkehrte – denen scheint wirklich alles Recht zu sein, um Recht zu haben), aber die größte Überraschung war, dass er sich in einem Interview als ganz normaler, nüchterner, wissenschaftlicher Mensch erwies – und gar nicht so ein Irrsinnsfanatiker war wie viele, die mit seinem Namen auf der Jagd nach Klicks sind.

Widerstand2020 greift viele Themen und Aspekte auf, die schon lange in Deutschland zirkulieren und von denen einige schon in der Piratenpartei angedacht wurden: eine transparente Mitmachpartei – mit ohne Weiteres spannenden Ideen. Sie nehmen nur anonyme Spenden an – und lehnen Großspenden ab, weil sie unabhängig sein wollen. Parteifunktionäre verdienen nichts, noch nicht mal an den angedachten Werbemitteln. Es ist die einzige Partei in Deutschland, die auch wirklich an Arme denkt: ein Mitgliedsbeitrag von 0 Euro ist möglich – also endlich mal eine Partei, die auch für Millionen Hartz IV-Abhängige finanziell möglich ist, ohne gleich auf mehrer Tage Lebensmittel verzichten zu müssen. Mitarbeit ist auch preiswert: alles geschieht online. Und die Idee eines Bürgerparlamentes finde ich schon lange attraktiv – allerdings auch als „Gegenparlament“.

Nun habe ich selbst gegenüber allen Parteien große Vorbehalte: SPD, Grüne, Linke, Piraten, AfD – alle haben letztlich versagt und ihre Wähler betrogen – und angesichts der Verhältnisse in Berlin, die vom Geld großer Lobbyisten bestimmt werden, wird sich daran wohl auch nichts ändern – zudem korrumpiert Macht jeden Menschen (außer König Arthus und die Ritter der Tafelrunde – aber die sind alle tot und ein Märchen). Ich habe aber deshalb extra eine lange Vorrede gewählt, um die momentanen historisch gravierenden Verhältnisse zu skizzieren, die uns in eine unvorstellbare Barbarei führen werden, vor der schon viele gewarnt haben, damit klar wird: diese Bürgerinitiative ist womöglich unsere letzte Chance – und womöglich unsere einzige, die noch bleibt, bevor sich die Barbarei durchsetzt. Sie haben in wenigen Wochen 65000 Mitglieder bekommen – damit fast doppelt soviel wie die AfD in den letzten Jahren. Das ist erstaunlich.

Natürlich werden sie Fehler machen. Dr. Schiffmanns Aufforderung an Abgeordnete aller Parteien, ihre Parteien zu verlassen und zu seiner überzutreten, ist dreist und fast schon das Ende der Bewegung: die Berufspolitiker würden aller Innovation schnell einen Riegel vor- und alle Gründer so schnell wie möglich abschieben: allen voran Dr. Schiffmann selbst.

Sie werden viele Fehler machen. Es werden auch wieder die Irren auftauchen mit ihren Sonderwünschen („nur für Veganer!“ – war schon da). Aber trotzdem: vielleicht gibt es eine kleine Hoffnung, dass sich die 90 Prozent Verlierer der Politik der letzten Jahre zusammenfinden – und zeigen, dass sie weder Schlafschafe noch völlig verblödet sind. Ja, es werden Karrieristen kommen. Elende Figuren, die es bei anderen Parteien nicht geschafft haben. Sie werden auch schlimme Fehler machen, weil es keine Profis sind – aber sie werden daraus lernen. Die Bedrohung, die ich aktuell für die planetare Zivilgesellschaft sehe – oder auch nur für die deutsche Bürgergeselschaft – sind so immens, so menschenverachtend, so barbarisch und brutal, dass diese Fehler allerdings kleinlich sein werden gegenüber dem was droht, wenn man keinen praktischen Widerstand möglich macht. Sollte diese Bewegung mehr Mitglieder bekommen als die Groko-Parteien (was gar nicht so schwer ist), werden diese von ganz allein anfangen, nochmal über alles neu nachzudenken. Vielleicht können wir so nicht die Welt retten, aber unser kleines Bundesdeutschland als Oase erhalten, in der Menschenrechte noch gelebt und nicht nur systematisch hintergangen werden.

Die Chance, dass sie etwas ändern werden ist klein, aber wie ich meinen Schülern immer sage: euch reichen 5 Prozent Chancen völlig aus – ihr müsst dann nur besser zielen.

Letztlich ist es vielleicht die letzte Chance der Bürger, sich davor zu schützen, endgültig zu Müll zu werden – so als Selbsthilfegruppe angesichts totalen Versagens der politischen Grundstrukturen.

Es wäre auf jeden Fall schön, denn ich möchte vor dem Ende meiner Lebenszeit auf Erden doch noch mal wissen, was da eigentlich so durch die Luft fliegt und Militärs beunruhigt – immerhin habe ich mitbekommen, was 1990 in Belgien los war – und was Tausende gesehen haben. Es gibt nämlich noch so viel mehr als nur Politik im Leben.

Natürlich werden jetzt auch viele auf sie losgehen – und darum brauchen sie jeden Einzelnen von uns.

Jeden – einzelnen – von – uns.

Auch Dich.

Oder anders gefragt: was hätten wir jetzt noch zu verlieren?

 

 

 

2020 Deutschland in der Diktatur

Sonntag, 26.4.2020. Eifel. Ab Morgen ändert sich das Straßenbild in ganz Deutschland: alle tragen Masken. Wie schön. Bundesdeutscher Maskenball zum Frühlingsbeginn. Am 30.1.2020 war Prof. Droste, Star-Virologe der Bundesrepublik, im RBB zu Gast und äußerte dort: mit einer Maske hält man das Virus nicht auf. Einfach mal selber suchen, ist leicht zu finden. Drei Monate später tragen alle Masken, die das Virus nicht aufhalten. Was sagt eigentlich das RKI dazu?

„Ein mehrlagiger medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist geeignet, die Freisetzung erregerhaltiger Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum des Trägers zu behindern und dient primär dem Schutz des Gegenübers (Fremdschutz). Gleichzeitig kann er den Träger vor der Aufnahme von Tröpfchen oder Spritzern über Mund oder Nase, z.B. aus dem Nasen-Rachen-Raum des Gegenübers, schützen (Eigenschutz).“

Hört sich ja gut an, hört sich auch sinnvoll an. Erst Recht bei Menschen, die zwei Meter Abstand halten. Wie sabbernd redet eigentlich der durchschnittliche Deutsche? Man darf die Empfehlung des RKI aber ruhig weiterlesen: es sind spezielle Anweisungen für den Schutz medizinischen Personals, die mit eindeutig identifizierten Patienten zu tun haben – es sind keine fachärztlichen Empfehlungen für den flächendeckenden Massengebrauch: hier würde es einfach reichen, in die Ellebeuge zu husten – falls man überhaupt Husten muss. Die meisten Husten aber gar nicht.

Gesund sind solche Masken nicht. Auch wenn die großen Enthüller dies nicht wahr haben wollen. Man atmet sein eigenes CO2 ein, was auf Dauer Recht ungesund sein soll. Das ist nun nicht das übliche You-Tube-Video-Experten-Statement, sondern eine nachvollziehbare Doktorarbeit an der Uniklinik München (siehe mediatum). Zudem sind solche Masken auf Dauer sogar richtige Virenzuchtanstalten – darauf hat mich ein Biologe hingewiesen. Viren sind nicht sonderlich lebensfähige Konstrukte – sie müssen ständig mit Wasser versorgt werden. Hustet uns jemand auf die Kleidung geht das Virus kaputt (sterben kann es ja nicht, weil es nicht lebt). Hustet uns derjenige auf die Maske, halten wir es mit der eigenen feuchten Atemluft am Leben.

Nun ja – es ist Diktatur, da ist die Zeit für Debatten vorbei. Diktatur scheinen auch viele gut zu finden, sie findet nicht nur von Seiten der Regierung statt, sondern auch auf der Gegenseite: dem Magazin Rubikon, dass ja einst antrat für die Freiheit und gegen die bösen gelenkten Mainstreammedien. Aktuell ist es bei Rubikon nicht so frei: man kopiert den Gehorsam der öffentlich-rechtlichen Medien als Standardmethode „guter“ journalistischer Arbeit und präsentiert gegen die bösen gelenkten Mainstreammedien gute gelenkte Antimedien – wie der Rubikon-Autor Florian Kirner deutlich ausführt (siehe Freiheitsliebe). Und wehe, man ist dem Rubikon nicht gehorsam: da rollen gleich reihenweise you-tube-geschulte Straßenkämpfer an, um einen verbal ihre Argumentationsduschen zu verpassen. Ja, man soll selber denken, aber bitte nur in Richtung der Herausgeber. Schade, dass so viele gute Autoren unglaubwürdig werden, weil sie den Rubikon-Makel an sich tragen – und schade, dass gerade so die Mainstream-Medien gewaltig an Glaubwürdigkeit gewinnen. Wem das wohl nützt? Nun – das wird man in Zukunft sehen.

Nun – man darf es dem Rubikon nicht übel nehmen – immerhin geht es da ums Geld verdienen. Man muss Sensationspresse werden wie RTL um genug Spendengelder einzutreiben, das erreicht man nicht mit nüchterner Sachlichkeit – obwohl gerade die angesichts einer Diktatur geradezu geboten scheint … nur: die Mehrheit der Kritiker scheint sich gerade lieber von nüchterner Sachlichkeit zu verabschieden. Zwar wettert man groß gegen einen neuen Faschismus, der gerade jetzt startet – scheut sich aber nicht, mit den Methoden des Faschismus gegen Andersdenkende vorzugehen: da sind alle Mittel Recht, die auch der „Stürmer“ gern angewendet hat. Ja, auch mir wird vorgeworfen, dass ich ja irgendwie ganz anders geworden sei – nun ja, man wird älter, Schreibstile entwickeln sich, aber Überzeugungen bleiben halt die gleichen: ich habe es nicht so mit Gehorsam.

Darf ich zum Thema Gehorsam mal jemanden zu Hilfe holen? Arno Gruen?

„Aber während Besitztum und autoritäres Verhalten sich entwickelten, mussten auch Strukturen des Gehorsams entwickelt werden, um Besitz und Autorität rechtfertigen zu können. Und Feinddenken muss sich hier entwickelt haben, um Besitz und Autorität zu untermauern. Feinddenken ist ein Ablenkungsmanöver, so dass der eigentliche Feind, der Aggressor und Unterdrücker, nicht wahrgenommen werden kann. Indem Menschen sich einem Mächtigen unterwarfen, weil sie glaubten, dadurch an  Macht gewinnen zu können, könnten sie den eigentlichen Feind nicht mehr erkennen. Man muss dann den Feind im Außen finden, um ihn für die Demütigung der erlebten, selbstverschuldeten Unterjochung zu bestrafen, die man nicht zugeben darf“. (Aus: Arno Gruen, dem Leben entfremdet, Klett-Cotta, 2. Auflage 2013, Seite 28.39)

Ganz wichtige Gedanken. Würde sie am Liebsten nochmal vorlesen. Hier haben wir die Grundlagen der Hexenjagden, der Kommunistenhatz (die in den USA immer noch Hochkonjunktur hat, weil die Räuberbarone wissen, wer ihnen mal gefährlich geworden ist), der Judenverfolgung … und das setzt sich bis heute vor. Das wird jetzt einigen übel aufstoßen, darf aber in ernsten Zeiten nicht stören – und DIKTATUR ist nun mal eine äußerst ernste Zeit. Die Attacken gegen eine 16-jährige Autistin namens Greta Thunberg sind nichts anderes als ein solches Ablenkungsmanöver, die Angriffe gegen Rezo ebenso wie aktuell die Angriffe gegen Bill Gates. Wer immer sich davon angesprochen fühlt, wer immer meint, da mitmachen zu müssen, der sollte sich erst einmal Gedanken über seine eigene, selbstverschuldete Unterjochung machen – ist die gelöst, braucht man auch keine persönlichen Feindbilder mehr und man kann nützlich werden im Kampf gegen die Diktatur, anstatt ihr nur devot zu dienen, in dem man die Bürger von den eigentlichen Themen ablenkt. Ach ja – Rezo … und die Bürger.

Da wir uns gerade in einer Diktatur denken, dürfen wir annehmen, dass einige Aktionen in der Öffentlichkeit auch direkt von staatlichen oder privaten Geheimdiensten gesteuert werden: wir müssen also höllisch aufpassen, dass wir nicht manipuliert werden. Wissenschaftlich sorgfältiges Arbeiten ist oberstes Gebot – der Feind schäft nicht. Rezo – jener wackere Filmemacher – hat der herrschenden Elite den schlimmsten Schlag in der Geschichte der Bundesrepublik verpasst. Er macht auch weiter: in einem aktuellen Video („Wie Politiker momentan auf Schüler scheißen…“) arbeitet er spannende Sachen heraus – die den ganzen kurfürstlichen Großkritikern völlig entgangen sind: die Landesregierung NRW weist darauf hin, dass Kinder, die wegen der verfrühten Öffnung der Schulen Angehörige durch Corona verlieren, ja Trauerbegleitung bekommen. Ja: bitte anschauen. Ich hoffe, ich habe das auch richtig verstanden – der redet immer so schnell: ist aber auf jeden Fall ein Thema, dass man vertiefen darf – wie schnell ist die Regierung bereit, Menschenleben zu gefährden? Ja – und ich denke: schaut man sich die haltlose und an den Haaren herbeigezogene (und oft peinliche) Kritik an diesem jungen Mann an, dann sollte man sich die Kritiker merken: da wird – neben der Geistesgröße Phillip Amthor – auch der eine oder andere V-Mann dabei sein, der auf eine Festanstellung hofft.

Und dann die Bürger. Ihre Beschreibung als „Schlafschafe“ entspringt dem gleichen Mechanismus der Hexenjagden – nebenbei erhöht man sich selber natürlich ins Unermessliche, poliert sein Ego auf das Deutlichste, wenn man selber als einziger Denker 80 Millionen Hirnlosen gegenüber steht: da sind selbst Kant und Einstein Waisenknaben gegen – die können mit so einer geballten Omnipotenz nicht mithalten. Ich frage mich nur: warum schreibt man denn eigentlich gegen das Irrsinnssystem an, wenn … man nicht das Wohl gerade dieser Bürger im Auge hat? Welchen Sinn sollte es machen, sich den Mächten und Gewalten dieser Welt entgegen zu stellen, wenn man nicht seine Brüder und Schwestern schützen möchte? Oder hat man es hier nur mit selbsternannten, eingebildeten Propheten zu tun, die ganz beleidigt sind, weil sie von den doofen Schafen einfach nicht als Hirten anerkannt werden? Wir bewegen uns da schon langsam in dem Bereich von Diagnosen – und in Zeiten einer Diktatur können wir uns solche Schwächen nicht erlauben.

Sicher, es gibt gerade einige, die drehen durch. Wer in seinem Leben nur shoppen und Urlaub kannte, wer sich von der Wirtschaft zum Konsumzombie dressieren lies oder dressiert wurde (hier darf immer mal wieder das Werk „Ego“ von Frank Schirrmacher zu Rate gezogen werden), der wird gerade hysterisch, weil er in seinen eigenen vier Wänden mit der eigenen inneren Leere brutal konfrontiert wird. Das ist nicht schön, kann aber helfen, von einem Irrweg abzukommen. Aber die meisten Bürger verhalten sich einfach folgerichtig. Sind ja auch tolle Leute: machen ihren Job, wirtschaften sinnvoll, bringen sich in die Gemeinde ein, pflegen den Zusammenhalt der Menschen: ich mache da zwar persönlich aus Zeitgründen nicht mit, finde es aber gut, was die machen, denn der Zusammenhalt der Menschen ist das, was wir in einer Diktatur als erstes pflegen müssen – ohne Kompromisse. Da muss uns auch egal sein, dass der bei der letzten Wahl das Falsche gewählt hat, denn: die Freiheit der Wahl ist gerade das, was wir verteidigen wollen.

Ich hole noch jemanden zu Rate. Jemanden, der uns vor dieser Diktatur schon lange gewarnt hat – haben halt nur wenige hingehört. Einige vom „Mainstream“, keiner von den „Alternativen“. Ich spreche von Vivianne Forrester und ihren Werken Terror der Ökonomie und Diktatur des Profits, aus letzterem möchte ich ein paar Zeilen zitieren:

„Die Massen mögen hysterisch werden, wenn sie einmal vor vollendeten Tatsachen stehen – aber es ist nicht die vorgefaßte oder allmähliche Überzeugung irgendwelcher Leute, die dem Totalitarismus erlaubt, Fuß zu fassen, es ist vielmehr die fehlende Überzeugung jener, die ihn identifizieren und ablehnen könnten. Den Völkermord virtuell abzulehnen ist nicht genug. Er ereignet sich nicht aus heiterem Himmel: Er benötigt einen bereiteten Boden: und man muss ihm bereits im Vorfeld Widerstand leisten. Wer duldet, dass jemand offiziell oder halboffiziell, im Zuge der Verwaltung oder nach gewissen unausgesprochenen Codes diskriminiert wird, läßt damit die Bedingungen zu, die zum Völkermord führen. Wer duldet, dass wem auch immer nur ein Haar gekrümmt wird, billigt bereits Völkermord“. (Vivianne Forrester, Die Diktatur des Profits, Hanser Verlag München, 2001, Seite 204-205).

Auch hier möchte ich die Zeilen lieber nochmal vorlesen, weil sie so wichtig sind. Der Totalitarismus ist da – und der Beginn des Völkermordes ebenfalls. Er begann in Deutschland vier Jahre, nachdem die eigentlich unpolitische Literaturkritikerin Vivianne Forrester ihr zweites Werk veröffentlichte, weil sie das Elend nicht mehr mit anschauen, den Terror nicht noch mal erleben wollte, mit der Agenda 2010, sprich: Hartz IV. Und Hartz IV ist nun jenes Loch, in das aktuell wieder Millionen Deutsche versenkt werden – entwürdigt, enteignet, entmenschlicht. Was wir momentan erleben – alles im Schatten von Corona – ist die nächste Welle einer Diktatur von Ökonomie und Profit. Sie zielt auf die komplette Vernichtung des Mittelstandes, dessen Durchfüttern als sinnlos angesehen wurde. Außerdem schadet er der Umwelt massiv. Ja – es ist jener Mittelstand, der sich immer so gerne an der Welt der Reichen und Schönen orientiert, aber nie begriffen hat, dass er niemals dazu gehören wird – auch dann nicht, wenn er sich das teuerste Geschirr kauft und in Monaco Urlaub macht.

Die Dikatur beginnt nicht jetzt – sie begann schon in den achtziger Jahren. Wir haben halt nicht aufgepasst. Auch jetzt läuft ein großes Ablenkungsprogramm, angeführt vom „Rubikon“: wir sollen entscheiden, ob das Virus echt ist oder nicht. Nein, schlimmer noch: wir sollen ohne jede Laborausrüstung, ohne jede medizinische Erfahrung und ohne jegliche Erfahrung mit Patienten dafür gerade stehen, dass er nicht gefährlicher als ein Schnupfen ist – also für eine simple Meinung Menschenleben in Gefahr bringen. Da mache ich nicht mit. Die anderen wollen, dass wir für Shopping und Fernreisen Menschenleben in Gefahr bringen (obwohl bislang noch kaum einer realisiert hat, dass die anderen Länder uns gar nicht mehr ´reinlassen würden: in Südafrika zum Beispiel gelten wir als Hochrisikoland) – auch da würde ich nicht mitmachen.

Dabei wäre jetzt die wichtige Diskussion: wie schützen wir uns vor dem Terror der Ökonomie und der Diktatur des Profits, die uns jetzt die 60-Stunden-Woche und den 12-Stunden-Tag liefern, die Forderungen nach Rentenkürzung kam schon, die Forderung nach Kürzung oder ersatzloser Streichung von Hartz IV wird noch kommen, weil die Krise ja so teuer war. 9000 Euro bekommt ein Kleinbetrieb mit 5 Mitarbeitern. Macht: 1800 Euro pro Mitarbeiter. Die Lufthansa – für die 10 Milliarden Euro an Rettungsgeldern vorgesehen sind – bekommt 74000 Euro pro Mitarbeiter und entläßt dafür 18000. Darf jeder mal für andere Branchen nachschauen, es wird überall ähnlich laufen: die Großen können wieder Riesenboni ausschütten, die Kleinen werden in Hartz IV gedrängt: schöne neue Welt. Was vielen wohl immer noch nicht klar ist: das globalisierte Finanzkapital braucht den Mittelstand nicht mehr – der atmet denen nur die Luft weg. Der Mittelstand kostet Geld, ist ein altes Relikt aus revolutionären demokratischen Zeiten, als man dem Adel die Köpfe abgeschnitten hat: das hat der Adel dem Mittelstand bis heute nicht verziehen.

Und die Zukunft?

Ich sehe keine Lager. Kein Auschwitz. Wozu auch: man kann die Menschen in ihren eigenen Wohnungen eingehen lassen – das wird ja schon praktiziert, bei Millionen. Einfach die Preise immer höher schrauben und die Einkommen weiter senken: das Problem löst sich von selbst. Schon jetzt haben Arme eine viel höhere Sterblichkeit als Reiche – und zwar ein 150 Prozent höheres Risiko, sogar im Alter zwischen 30 und 59 Jahren (siehe Ärztezeitung). Das ist stille Eugenik. Davon wird es jetzt noch mehr geben.

Hätte es dazu eine Alternative gegeben? Zum Lockoutshotdowndingens?

Nun – nicht, wenn man die chinesischen Studien ernst nimmt. Dreh- und Angelpunkt allen – im Prinzip rein mechanischen – Handelns sind die beim RKI offen einsichtigen Daten aus China. Und was besonders auffällig ist: sicher 10000 Stunden Videomaterial mit oft billigstem Gewäsch wurden von den „Virusleugnern“ produziert … die Liste der akademischen Kritiker wurde täglich verlängert (obwohl einige von denen gar keine Kritiker waren und offen von einer Pandemie warnen, aber: das stört den V-Mann nicht, wenn er Stimmung machen will), aber nicht einer – NICHT EINER – hat die Daten aus China widerlegt. Dabei wäre das für echte Virusleugner, die nicht nur ablenken wollen, der zentrale Ansatzpunkt: sind die Daten Mist, gelogen, falsch interpretiert, fällt das ganze Kartenhaus zusammen. Aber an dieses Kartenhaus wagt sich keiner ´ran. Auch seltsam, oder?

Vielleicht so seltsam wie die Tatsache, dass in der zweiten Novemberwoche US-Geheimdienste die Nato und Israel über eine gefährlichen Virenausbruch in Wuhan informierten (siehe Timesofisrael, oder ABC), während China selbst das erst im Dezember erkannte. Coole Dienste – warum mussten erst so viele Menschen sterben, bis die Regierungen reagierten? Da hätte vieles verhindert werden können. Gleichzeitig berichtete die hochangesehene medizinische Fachzeitschrift Lancet (siehe thelancet) über gefährliche Lungenkrankheiten in Norditalien im November. Darf gerne eine Verschwörungstheorie draus gemacht werden, Virenleugner jedoch werden dafür keinen Bedarf haben, weil das Virus ja ungefährlich ist (per Beschluss des Obersten Sowjet) – und springen der Diktatur mal wieder zur Seite.

Aber: wäre das nicht denkbar? Eine globale Offensive zur Vernichtung des Mittelstandes, an dem sich alle Beteiligen – auch die, die sich als unerbittliche Gegner gegenüberstehen? Nur bei ausgeprägter Paranoia. So geschlossen ist noch nicht mal die Konzernwelt. Natürlich kann man alles hinterfragen – sogar, ob man selber überhaupt existiert. Genau genommen haben wir überhaupt keine validen Beweise dafür, dass außerhalb unseres eigenen Bewusstseins noch andere Menschen existieren – weil die Fähigkeit des Menschen zu kritisieren größer ist als sein Vermögen, Wahrheiten zu erkennen.

Das heißt … nun ja, also: eine Geschichte gäbe es schon, die weltweit alle Reichen – ob nun Ayatollah, Diktator, Premierminister oder König, Kanzler, CEO und Feldmarschall überzeugen könnte: die Geschichte vom menschengemachten Klimawandel. Die – gut verkauft, mit Aussicht auf sofortigen privaten Gewinn durch die notwendigen Maßnahmen – könnte schon verfeindete Regierungen einen … nur fehlen dafür jegliche Hinweise. Außer natürlich diese inoffiziellen Treffen der Reichen und Schönen, wo über diese Probleme unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesprochen wird (siehe FAZ), wo im Namen des Klimaschutzes der Himmel von Privatfliegern verdunkelt wird. Ja – wer Privatflieger hat, braucht keine Lufthansa mehr.

Und nun: schönen Sonntag noch.

Und: viel Spaß beim Maskenball!

 

 

 

 

Corona – die Lager kommen. Und die Psychiatrie für Gegner ist da.

Samstag, 11.4.2020. Eifel. Wilde Zeiten, oder? Alle kriegen sich in die Haare wegen Corona. Keiner hat zwar richtig Ahnung von Medizin, geschweige denn von Virologie, aber jeder hat eine felsenfeste Meinung, von der er keinen Millimeter abweicht, weil sie – und nur sie – die Richtige sein kann. Völlig irre – aber in Krisenzeiten völlig normal. Wir haben sogar wieder die Wunderheiler, die auftauchen und predigen, dass nun alle Veganer in eine „4-D-Welt“ entrückt werden … gegen eine kleine Gebühr, versteht sich …. und die nebenbei per „Schwingungserhöhung“ Frequenzen anbieten, die gegen alle Viren – wirklich: alle Viren – schützen. Kostet auch nicht so viel.

Was in der Krise vor allem umgeht, ist die Angst – und der verzweifelte Versuch, alle mit seiner eigenen Angst anzustecken. Wie viele schreiben sich die Finger wund, um von der großen konzertierten Aktion der Dunkelmächte zu schreiben, die Namen von Gates und Soros herumtragen als seien sie die Teufel persönlich – im verzweifelten Versuch, ihre eigenen Ängste auf andere zu übertragen. Nur zur Erinnerung: Alex Jones hatte vor über zehn Jahren in Zusammenhang mit den Fema-Camps schon davon gesprochen, wie leicht die demokratische Grundordnung bis ins letzte Glied durch die Seuchenschutzgesetze ausgehebelt werden kann … und dass wir dann nichts dagegen tun können außer uns mit Waffengewalt auf unseren Farmen zu verteidigen. Doof für uns: wir haben weder Waffen noch Farmen, aber die Waffenverkäufe in den USA sind um 85 Prozent gestiegen – nur im Vergleich zum Vormonat (siehe Zeit). Die sind nun auf die Zukunft vorbereitet – uns bleibt nur die Angst. Da wir auch im Nachrichtenspiegel darüber berichtet haben, wäre nun die korrekte Frage: wie haben Sie sich eigentlich auf diese Zeit vorbereitet?

Ich selbst habe letztlich mehrfach öffentlich verkündigt, dass ich mich zum Virus erst am 1.5.2021 abschließend äußern möchte, vorher ist meines Erachtens kein vergleichendes Urteil möglich. Jetzt Grippetote mit Corona-Toten zu vergleichen, ist absoluter Humbug – die Grippewelle ist vorbei, die Covid-19-Welle ist am Anfang – aber natürlich finden solche Vergleiche in Krisenzeiten großen Absatz … „Leugnen“ ist oft die erste Reaktion auf Wahrheiten, die das eigene Leben unangenehm tangieren – findet ja auch statt, wenn man böse Diagnosen im eigenen Leben bekommt. Und nebenbei – haben wir auch ein Informationschaos, das in Krisenzeiten schnell äußerst gefährlich werden kann, denn: die angeblichen 20000 Grippetoten, die uns die Grippe 2018/2019 gekostet haben soll, sind nur „geschätzt“ wie ich einem Kommentar der Ärztezeitung entnehmen kann (siehe Ärztezeitung). Dieser Link wird bei Facebook wegen Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards regelmäßig gelöscht – ich verstehe nicht ganz, warum – aber ich bin ja nicht Facebook, ich nutze es nur als öffentlichen Debattenraum. Die realen Grippetoten sollen nach Angaben dieses Arztes bei 26 bis 198 liegen – pro Jahr.

Nun ja – Ärzte. Ich habe mal nachgerechnet: ich kenne ungefähr 5000 von ihnen – beruflich bedingt war ich da sehr viel unterwegs. Darunter sind alle möglichen menschlichen Typen zu finden, alle Schwächen, die wir bei Patienten finden, finden wir bei Ärzten auch: Habsucht, Geltungssucht, Alkoholsucht, Sexsucht, Gier, Korruption, Hinterlist, Lüge, Betrug – Ärzte sind halt nur in Arztromanen Halbgötter in Weiß. Ich selbst habe keinerlei Scheu, mit Ärzten in Debatten zu gehen, mein Behandlungsschema selbst zu bestimmen – ebenso wann ich wie lange in ein Krankenhaus gehe – und meine Entlassung bestimme ich ebenfalls zum Ärger der Ärzte selber. Ich habe nur eine kleine medizinische Grundausbildung – und kenne Ärzte, die das für alle Bürger fordern (aber nicht öffentlich, weil es dann Ärger mit Kollegen gibt): die Arztpraxen wären leer. Wie ein Internist mir mal sagte (einer, der erstaunlich lange unbestechlich blieb und ein bescheidenes, alternatives Leben lebte): mit so einer Grundausbildung würden 90 Prozent der Patienten zu Hause bleiben – und man hätte Zeit für die richtig Kranken. Vor diesem Hintergrund zucke ich nicht zusammen, wenn da mal jemand einen Arzt zitiert – und ich hatte Dr. Wodarg in meinem Facebook-Auftritt Platz eingeräumt, lange bevor er modern wurde. Ich kenne aber auch die Grenzen – zum Beispiel Ärzte (renommierte Mediziner aus Düsseldorft), die mir im Vertrauen erzählten, dass sie frische Herzinfarkte gerne mit Fußreflexzonenmassagen behandeln … was nicht immer gut ausgeht aber bestimmt interessant aussieht.

Im schlimmsten Fall kann man über Ärzte das sagen, was für alle Experten gilt: zehn Ärzte, dreizehn Meinungen. Das ist sogar sehr wissenschaftlich, denn Medizin ist – wegen dem Objekt Mensch – keine „exakte“ Wissenschaft. Man weiß nie wie der Mensch reagiert, deshalb ist vieles Theorie und nur weniges gesichert. Hätten Sie sich zum Beispiel vorstellen können, dass all´ die antihypertensive Therapie, die wir machen (für gigantische Summen) nur für ein einziges Präparat wirklich auch eine Lebensverlängerung aufgezeigt hat? Den Rest haben wir jahrelang umsonst genommen – allerdings gilt die Aussage nur für die Vergangenheit, die neuen Studienlage kenne ich da nicht. Trotzdem ist es – eigentlich – der Job von Ärzten, Leben zu schützen. Wenn allerdings Politik Leben als „unwert“ definiert, dann … sind Ärzte auch schnell dabei, ihren Nutzen daraus zu ziehen, können sogar besonders skrupellos werden, weil das Experimentieren mit Menschen, das Herumschneiden an ihnen für sie kein Problem mehr darstellt. Ich kann mir aber vorstellen, dass verängstigte Menschen aktuell gerne nach jedem Strohhalm-Mediziner greifen, der ihnen sagt: alles halb so schlimm. Das ist auch verständlich – nur halt in der Krise nicht zielführend.

Da ein Freund von mir mutmaßlich an Corona verstorben ist (nicht getestet, nicht obduziert), ich selbst zur Risikogruppe gehöre, bin ich allerdings nicht ganz so begeistert, wenn mir Hobbyvirologen mit lustigen Zahlenkunststücken vorrechnen, dass das alles ganz harmlos ist – sie kommen mir immer so vor wie jene Leute, die Probleme damit haben, bei Unfällen Rettungsgassen zu bilden: immerhin könnte es ja theoretisch sein, dass die Regierung die Autobahn nur gesperrt hat, um einen selbst zu ärgern – wie soll man da auf seinen Platz auf der Überholspur verzichten? Auch meine Kinder übrigens – medizinisch ungebildet, aber sonst noch bei Verstand – plädieren für Kontaktminimierung (trotz Geburtagsfeiern), weil „es keinen Grund gibt, Risiken einzugehen“ – und mir erschließt sich auch keine Haltung, die sinnvollerweise Menschenleben riskiert, wenn es nicht absolut notwendig ist – noch hege ich viel Sympathie für Menschen, die mein Leben ohne Grund riskieren wollen.

Gut – wir haben wirtschaftliche Schäden. Wer Wirtschaftsblätter wie Manager-Magazin, Handelsblatt, Wiwo und Capital regelmäßig liest, die Krise 2008/2009 verstanden hat, der weiß: der Knall war ganz lange vorhergesagt. War jedem klar, dass ein erneuter Crash bevorstand – aber die Mehrheit der Deutschen reagierte auf die Botschaft wie jetzt auf das Virus: durch Leugnen wollten sie zum Heil kommen. Für den Kapitalismus ist das jetzt toll: anstatt dass wir über den erneuten Zusammenbruch reden, reden wir über Viren – machen aus einer Naturkatastrophe einen politischen Akt. Wir haben hier über diesen Crash viel geschrieben – und ich hoffe sehr, dass jeder sich darauf vorbereitet hat. Schreibe hier ja nicht nur zur Unterhaltung. Die Schäden sind gigantisch und enorm – ich habe darüber geschrieben, die Folgen sind momentan überhaupt nicht zu berechnen – außer dass für die, die ihr Geld durch Arbeit verdienen, noch mehr Arbeit zu erwarten ist, sogar die 60-Stunden-Woche wird jetzt eingeführt (siehe Süddeutsche), der 12-Stunden-Arbeitstag wird zur Norm werden.

Das ist auch Gegenstand eines bislang nur für den internen Gebrauch im Bundesinnenministerium kursierenden Strategiepapiers, aus der schon diverse Mainstreammedien zitiert haben – da die von meinen Steuergeldern finanziert wurde, möchte ich sie auch zitieren (siehe: FragdenStaat):

„Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben, zeichnen sie doch ein alarmierendes Bild. Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können
anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzinfarkt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder
das Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren. Eine viel häufigere Folge ist monate

und wahrscheinlich jahrelang anhaltende Müdigkeit und reduzierte Lungenkapazität, wie dies schon oft von SARS-Überlebenden berichtet wurde und auch jetzt

und auch jetzt bei COVID-19 der Fall ist, obwohl die Dauer natürlich noch nicht abgeschätzt werden kann“ (Seite 13)
Das Covid-19 auch das Herz angreifen kann, war mir neu – ist aber für Virenerkrankungen nichts besonderes. Viele sind schon an Herzmuskelentzündung gestorben, weil sie sich mit ihren Erkältungen immer in die Firma geschleppt haben. Das hier aber auch schon bereits Infizierte tödliche Rückfälle erleiden können …. nun, das ist sehr brisant, denn: wie will man denn dann die geplanten Massenimpfungen rechtfertigen? Wäre es dann nicht Körperverletzung (oder Massenmord), wenn man absichtlich Viren injiziert? Zu den modernen Mythen, die bei jeder Krise herumgeistern, gehören auch die Beruhigungsgeschichten – das trifft nur Alte oder Vorerkrankte. Ja, das mag stimmen – im ersten Schub. In Witten starb jetzt ein 36-jähriger (siehe WAZ) und – noch viel alarmierender – in Italien starben bislang 100 Ärzte an dem Virus (siehe Ärztezeitung). Ich denke nicht, dass man voraussetzen kann, dass die alle uralt und vorerkrankt waren … die hätten dann gar nicht mehr praktzieren dürfen.
Wenn man näher sucht, findet man natürlich auch einen Professor (sogar einen mit Verbindung nach Wuhan), der ganz unaufgeregt und nüchtern darlegt, woran man erkennen kann, dass Corona/Covid-19 eine Pandemie ist … und dass 30 Prozent der Patienten an kardiologischen Problemen sterben (siehe mittelständisch.ch) – allerdings gibt´s von dem keine You-Tube-Videos – der hat halt derzeit noch mit Patienten genug zu tun.
Bleiben wir aber bei dem Strategiepapier, dass – da würde der Schweizer Professor zustimmen – auch gezielt anspricht, den Bürger mit Worst-Case-Szenarien zu schocken …. was im Zuge einer Pandemie durchaus sinnvoller ist, als sie so lange zu leugnen, bis die Leichenberge überhand nehmen. Interessant ist, wie man die Meinung der Bürger einschätzt – eine Meinung, die sich im Nachhinein vor allem bei jüngeren Menschen in der Tat bestätigt hat:
«Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher» (Seite 13).
Spannend, wie die Regierung ihre Bürger sieht – aber leider auch realistisch, wie wir gesehen haben. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon darüber geschrieben habe, dass diese modernen Mythen über die „viel-zu-volle“-Erde irgendwann den Wunsch nach menschlicher Massenvernichtung nach sich ziehen wird – aber dieser einfache logische Schritt scheint viele zu überfordern. Ich weiß auch nicht, ob es jetzt groß Sinn macht – außer, dass es die eh´ schon vorhandene Panik noch verstärkt – zu erwähnen, woran die Regierung sonst noch so denkt:
„Alle positiv getesteten Personen müssen isoliert werden, sei es zu Hause oder in einer Quarantäneanlage; dies muss noch genauer abgeklärt werden. Selbst Einzelquarantäne zu Hause (ohne Mitbewohner) kann bei unsachgerechter Handhabung leicht zu weiteren Infektionen im gleichen Wohnblock führen.“ (Seite 15)
Quarantäneanlage? Was ist das denn? In Serbien gibt es sowas angeblich – sieht scheußlich aus (siehe Krone). Quantäneanlagen können übrigens – bei unsachgerechter Handhabung – ebenfalls zu weiteren Infektionen führen, erst Recht dann, wenn die Faktenlage unsicher ist, die Fallzahlen zum Beispiel nicht so seriös wie möglich dargelegt werden (siehe Multipolar). Hier fängt es an, irrational  zu werden – was immer der Fall ist, wenn Ängste im Spiel sind. Selbst die aktuelle Heinsberger Studie, die ja so vielen Hoffnung gab, dass endlich alles wieder normal wird, ist eher zweifelhaft zu sehen – und wird von einer Firma betreut, die vom Bild-Manager Kai Dickmann und dem Lebensgefährten vom verstorbene Guido Westerwelle gegründet wurde (siehe Zeit) – sehr ungewöhnlich für wissenschaftliche Arbeiten – und sehr interessant die privaten Verbindungen zwischen dem Virologen und dem Establishment.
Doch damit nicht genug: Sachsen hat nun die ersten Psychiatriebetten für „Quarantäne-Verweigerer“ eingerichtet (siehe Welt) – darf man fragen, was die da sollen? Sicher – in der Theorie sind sie eine Gefahr für die Menschheit (wie jene Autofahrer, die keine Rettungsgasse freiräumen wollen) – aber doch nicht psychisch krank? Und warum übermittelt man beständig Daten von Corona-Infizierten an die Polizei (siehe Netzpolitik) – ist krank sein jetzt strafbar?
Panik – ist die schlimmste Folge einer Krise. Eine Folge, die sich keiner vorstellen will, kann oder mag. Panik führt dazu, dass Menschen andere Menschen bei lebendigem Leibe mit bloßen Händen in Stücke reißen und ihre Beuteteile an andere verkaufen (so geschehen bei Johan de Witt), führt dazu, dass sie Menschen bei lebendigem Leibe auf Scheiterhaufen verbrennen – oder sogar backen (in Spanien). Ein wütender Mob kennt keine Grenzen mehr – das ist eine Lehre, die man aus der Geschichte ziehen darf. Am Ende einer solchen Entwicklung wird in dem bislang gemütlichen Deutschland nur noch die Waffengewalt herrschen – und nun raten Sie mal, wie es jenen gehen wird, die keine Waffen haben? Da werden keine Petitionen mehr nützen. Auch keine Sonntagsreden.
Bedenklich ist nun, dass gerade alle Richtung Panik arbeiten: die Mainstreammedien und die „Alternativen“ ebenso, wo Besonnenheit, Ruhe und Gelassenheit gefragt ist, wird Angst gesät: vor dem Todesvirus oder dem neuen Faschismus. Ja – es gibt da einen sehr bedenkenswerten Artikel von Florian Kirner, einem der Mitbegründer des Blogs „Rubikon“ (heute eher die Bildzeitung der alternativen Medien), der in seinem eigenen Format nicht mehr publizieren darf, seine „Kritik des Rubikon an der Corona-Krise“ darf gerne mal gesehen werden (siehe Freiheitsliebe): jene, die sich die Meinungsfreiheit auf die Fahne geschrieben haben, streichen sie sofort, wenn man nicht ihrer Meinung ist: Heuchelei pur – und die absichtliche zusätzliche Zerstörung des öffenlichen Debattenraumes, die der Gegenseite natürlich genug Munition gibt. nun Psychiatrien und Lager einzusetzen – das ist halt die Welt, wenn man nur Schwarz und Weiß zuläßt und nicht mehr in der Lage ist, sich dem nüchternen, unaufgeregtem Dialog zu stellen. Da werden nun Dynamiken in Gang gesetzt, die wir irgendwann nicht mehr beherrschen werden – und die geeignet sind, die Welt in Blut und Chaos versinken zu lassen.
Wenn dann erst die Massenarbeitslosigkeit kommt (ich persönlich gehe von eher 10 Millionen aus, wenn ich noch mehr Zeit geschenkt bekomme, werde ich das mal vorrechnen – ist einfach nur eine Verlängerung der Daten von 2009 auf der Basis von angemeldeter Kurzarbeit 2020), die Massenpleiten laufen, viele, die sich jetzt über die Einschränkung der Bürgerrechte beschweren, merken werden, dass sie ähnlich sind wie die Einschränkungen bei Hartz IV, die jahrzehntelang ignoriert wurden – dann werden die „Mächte und Gewalten“ mit den kopflosen Hühnern ein ganz leichtes Spiel haben.
Aber vielleicht gelingt es den stabileren Geistern unter uns, noch eine gewisse Masse zur Ruhe zu bringen, bevor der Vulkan ausbricht – wie in den Risikoanalysen der Regierung schon vorausgesagt (wir berichteten). Gelingt dies nicht, wird man sehen, dass es neben Faschismus noch andere Formen unangenehmen Alltags gibt: die Barbarei. Da wird dann auch kein Militär und keine Polizei mehr auf den Straßen sein – die bleiben zuhause und schützen ihre eigenen Familien, während blutdürstige Horden von Angst gebeutelt durch die Straßen ziehen werden und ihren dysfunktionalen Gefühlen mit Gewalt Ausdruck verleihen …. und nebenbei plündern, rauben, morden, vergewaltigen und brandschatzen was das Zeug hält.  Die „Apostel de Sades“ (wir berichteten) haben weniger Interesse an faschistoiden Staatsstrukturen denn an staatenloser Barbarei, in der der Stärkere endlich wieder machen kann, was er gerade will, ohne durch Gesetze oder Staatsmacht ausgebremst werden zu können.
Die Reichen sind übrigens auf solche Situationen vorbereitet – Sie auch?
Ich weiß nun: es ist nicht schön, so was zu lesen. Die Ausbrüche von Wahn (denken Sie nur an Ruanda) fürchte ich halt mehr als einen theoretisch beginnenden Regierungsfaschismus, der denkbar ist – aber kaum gleichzeitig global in allen Ländern starten könnte: die Zahl der Mitwisser wäre irre hoch – entsprechend auch die Zahl der Whistleblower … und Hinweise auf eine solche globale Aktion, die in China (die haben den eigentlich schon, die deutsche Wirtschaft ist ganz neidisch darauf), Indien, den USA, Russland, dem Iran und eigentlich jedem konkurrierenden Land gleichzeitig stattfinden muss haben wir nun mal überhaupt nicht. Diese Worte können auch Angst machen – ich hoffe aber eine positive Angst, die zum Handeln motiviert.
Krise – ist immer auch eine Chance … für die dunklen Kräfte, aber auch für die, die Freiheit lieben. Es zeigt sich allein jetzt: wer ist in der Krise in der Lage, konstruktiv zu sein – und wer schürt nur Ängste aus eigener Hilflosigkeit heraus. Wer nutzt die Krise zu seinem eigenen Vorteil – und wer führt lieber die Menschen zusammen. Hier trennt sich nun von selbst der Spreu vom Weizen.
Hoffen wir, dass am Ende genug Weizen übrigbleibt – momentan häuft sich die Spreu auf beiden Seiten der künstlich geschaffenen Fronten, die sich exakt so verhalten, als wären sie nur dafür geschaffen worden: Angst und Unsicherheit zu verbreiten: „Empörungsmanagement“ im Sinne von Rainer Mausfeld (siehe Warum schweigen die Lämmer, Westend 2018, Seite 176) pur – getragen von den „Mainstreamedien“ und ihren angeblichen Gegnern, die hier Hand in Hand arbeiten, um die „Lämmer“ Richtung Abgrund zu treiben.
Für die angemessene, notwendige Reaktion auf das, was kommt, brauchen wir auf jeden Fall kühle, nüchterne, unaufgeregte, stabile Menschen – je mehr, umso besser. Parteiliche Bindung ist da fast schon bedeutungslos – jedenfalls in der Krise. Danach kann man die Verteilungsfragen ja weiter engagiert aushandeln.

Oder?

 

 

Corona: die Zeit danach – eine Dystopie

Sonntag, 5.4.2020. Eifel. So, wie lange dauert Corona jetzt eigentlich noch? Eine Frage, die sicher viele interessieren wird – mich auch, weil meine berufliche Arbeit liegen bleibt und bald irreparable Schäden zu erwarten sind. Für andere sind die Schäden schon da: je kleiner das Unternehmen, umso größer die Not – und die Panik. Ich habe da drei Auskünfte, alle ohne Gewähr. In Belgien sollen die Ausgangssperren bi 3.5 verlängert werden – mindestens. Mein Hausarzt sprach schon vor drei Wochen von mehreren Monaten, auf die ich mich einzustellen habe, eine befreundete Unternehmerin bekam von ihrer Bank den Rat, mit dem Kredit der Regierung sparsam umzugehen: vor Ende des Jahres sei mit einer Normalisierung der Situation nicht zu rechnen.

Unschöne Aussichen, aber ich hätte halt gerne Planungssicherheit für die Zukunft – auch für meine. Der Corona-Sonderurlaub war ja ganz gut und schön, aber es gibt da draußen nun viele Probleme zu lösen, täglich mehr.

Die Frage, wie lange Corona noch dauert, hängt direkt ab von dem Kontext, in dem Corona gedeutet wird. Hier haben wir aktuell zwei Extreme.

Extrem A ist die These, dass wir aktuell eine Pandemie haben, einen nie dagewesenen Supervirus, dessen Gefährlichkeit momentan wissenschaftlich gar nicht bestimmt werden kann – weshalb 99 Prozent der Virologen sehr nervös werden. Natürlich sind Virologen auch Menschen, einige sind froh, ihr Gesicht endlich mal wieder in eine Kamera halten zu können, andere hatten schon seit zehn Jahren keinen öffentlichen Auftritt mehr und einige wittern neue Geschäfte: tolle Studien mit 20000 Patienten, um Vergleiche zwischen normalen Grippeviren und Corona anstellen zu können: diese Studien bringen den Durchführenden viel Geld, dauern Jahre und die Ergebnisse sind wegen der Mutation der Viren veraltet, wenn sie auf den Markt kommen.

Die Datenlage für die Beurteilung dieses Virus – da kann ich immer nur drauf hinweisen – ist gering, das geben Virologen auch offen zu, nur verhärten sich die Daten beständig Richtung „Gefahr“ (siehe z.B. die Studie im „Lancet“ über 191 Patienten aus Wuhan – siehe br).

Soviel zu Extrem A, den Rest dazu kann man der Tagesschau entnehmen, die sich aktuell dafür bedankt, dass sie nie dagewesene Zuschauerzahlen hat (siehe Tagesschau) – mit einem kleinen Seitenhieb auf die alternativen Medien.

Extrem B ist die Antithese: der Virus ist absolut ungefährlich (außer bei überflüssigen Menschen, die nicht schützenswert sind, den Alten und Kranken, von denen einer der letzten Grippewellen 25000 allein in Deutschland zum Opfer gefallen sind), die ganzen Maßnahmen zur Einschränkung des bürgerlichen Lebens dienten nur der Vernichtung der deutschen Wirtschaft. Diese These mutiert jedoch beständig und modifiziert sich gerade noch, nachdem die großen Helden Trump/USA und Johnson/GB vor der Gewalt des Virus eingeknickt sind und die Zahl der täglichen Todesopfer sich dem vierstelligen Bereich nähern – und bald schon 2600 am Tag erreichen sollen (siehe Tagesschau). Das ist aber nur ein Teil der Thesenflut, die durch alternative Medien geistert – und die schwächste sicherlich, weil die arrogante Annahme, 99 Prozent aller Virologen würden lügen und 99 Prozent aller Regierungen wären Teil einer Superverschwörung zur Vernichtung deutscher Kleinbetriebe eher in den Bereich einer Diagnose denn einer Theorie geht.

Was ist aber nun mit den ganzen aufklärerischen Arbeiten der letzten Jahre – an denen auch wir hier uns beteiligt haben? Ist es denn nicht wirklich so, dass es Verschwörungen gibt? Brutkastenlügen? Lügen über Massenvernichtungswaffen – die den Tod von einer Million Menschen nach sich zogen? Und das Celler Loch – war das nur ein Fake? Nun – gewiss nicht. Ebensowenig wie die Existenz von Kinderschändern in höchsten Kreisen, die vor Mord nicht zurückschrecken – was auch schon mal im Tatort massentauglich publiziert wurde (siehe: Jagdgesellschaft) – wie auch die unschönen Ereignisse um Detroux und die toten Zeugen (siehe Welt). Da draußen geht etwas dunkles vor sich, dass das Potential hat, Bürger sehr zu änstigen – und zwar zurecht.

Nun – es widerspricht sich nicht, beides gleichzeitig wahrnehmen zu können: die Existenz einer Supergrippe – und die Existenz einer geisteswissenschaftlichen Strömung, die man gut und gerne plakativ als „satanistisch“ beschreiben kann, obwohl ihre geisteswissenschaftlichen Wurzeln eher in der Überzeugung des Marquis de Sade liegen (siehe hierzu die ausführliche Arbeit von Guido Giacomo Preparata, „Die Ideologie der Tyrannei“, Dunker und Humblot 2015). Es kann nämlich in der Tat einen Supervirus geben – und gleichzeitig ein Netzwerk des Bösen (ich möchte heute mal plakativ bleiben, es geht um die Ausarbeitung von Prinzipien, da sei das erlaubt).  Man müsste sich also gar nicht streiten – nur hier müssen zwei weitere Faktoren berücksichtigt werden: das eine ist die menschliche Art und Weise, mit Trauer (bei Sterbenden) umzugehen (siehe z.B. Kübler Ross bei Basenio). Dort finden wir die fünf Phasen der Emotionen, die bei Sterbeprozessen auftreten: Phase 1 ist Leugnen, Phase 2 Aggression, Phase 3 Verhandeln, Phase 4 Depression, Phase 5 – letztendlich – Akzeptanz … eine übrigens für die Abwehr einer Pandemie völlig unzureichende Strategie, weil sie zu lange dauert. Auch die Regierung war erst in Phase eins (wie auch Donald Trump), dann in Phase 2 (Lockout) – und ist jetzt am Verhandeln: bitte bitte, lieber Virus, wir opfern 1,5 Billionen Euro (während die Jugend das Leben der Alten als Opfer anbietet): aber geh an uns vorüber.  Steigen die Opferzahlen weiterhin kontinuierlich an, weiß man, welche Phasen folgen werden.

Das andere wären die laufenden Desinformationskampagnen auf allen Ebenen, die nur ein Ziel haben (und dies wunderbar erreicht haben): die Spaltung der demokratischen Zivilgesellschaft in kleine, unvereinbare Grüppchen von „Gläubigen“ – für oder gegen Klimawandel, für oder gegen vegane Ernährung, für oder gegen Diesel, für oder gegen Viren, für oder gegen FC-Bayern, für oder gegen Merkel, für oder gegen rechts … so dass letztlich nur vereinzelte Individuen übrigbleiben – oder Parteisoldaten, die die jeweiligen Dogmen widerspruchslos schlucken.

Und „die Bösen“? Nun – es ist ganz klar zu sagen: wer die eigenen Bürger in den Tod schickt, um Männer, Frauen und Kinder im Ausland zu töten (was wir hoffentlich als Fakt ansehen dürfen – natürlich kann man das genau so in Frage stellen wie die Grippetoten in Italien oder den Kugelcharakter der Erde), wer die eigenen Hochhäuser in die Luft jagt, die eigenen Präsidenten ermordet, ganz offen Pläne zur Unterjochung der ganzen Welt hat und auch schon tausende jährlich willkürlich durch Drohen ermordet, dem wird diese Situation sehr gelegen kommen.

Spricht eigentlich etwas für diese These, dass die Virusgeschichte nur hochgeputscht wurde, um ganz andere Maßnahmen durchzusetzen? Nun – die Verklammerung des Virusthema mit dem Verlust der Bürgerrechte ist der erste ganz geschickte Trick, denn die Manipulateure des öffentlichen Debattenraums anwenden, um substantielle Debatten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Es spielt keine Rolle, ob das Virus echt oder unecht ist, wenn man nur medial die Macht hat, es echt zu machen. Gleichzeitig kann man auch das echte Virus zum Ausgangspunkt für gesellschaftlich große Umwälzungen benutzen – es wäre ein willkommener Ausgangspunkt und … ganz ganz wichtig … man bräuchte dafür viel weniger Verschwörer.

Recht plausibel wäre die Theorie, dass China die Informationen über Covid-19 so geschickt manipuliert hat, dass es nun als Superlöser von Problemen dasteht … und nebenbei mit seinen Dollarreserven nun amerikanische und europäische Firmen in Mengen aufkauft, so dass es nach der Krise wesentlich stärker ist – und die erste Schlacht im unvermeidbaren Krieg mit den USA gewonnen hätte – allerdings deuten momentane Erkenntnisse nicht darauf hin, dass das Virus künstlich geschaffen wurde (siehe NZZ)  das braucht man aber auch nicht, um die gewünschen Effekte z erzielen.

Wir konzentrieren uns sehr auf die Virusdebatte – und nehmen wenig am Rande war, so zum Beispiel die Empfehlungen aus dem Innenministerium, die nahelegen, den Deutschen Angst zu machen, um sie für die angedachten Maßnahmen zu disziplinieren (siehe Focus). Nebenbei erfährt man, dass man von einer großen Bereitschaft für Massensterben von Alten ausgeht, weil wir sowieso zu viele Menschen auf der Erde sind, die Alten die Wirtschaft enorm belasten und man vielleicht ja früher erben könnte – ein nicht unwichtiger Aspekt, der sich in der Tat in den Folgetagen bestätigt hatte.

Was auch seltsam ist: das große Schweigen in der Wirtschaft. Wenn ich daran denke, was es für ein Getöse um die Einführung von Hartz IV gab, wo sogar ganze Zeitungsseiten von der Wirtschaft gekauft wurden um klar zu machen, dass ohne Hartz IV Deutschland zum Dritte-Welt-Land wird, so wundere ich mich jetzt über die Stille, ja, die demütige Bescheidenheit, mit der die großen Lenker der Republik diese Maßnahmen hinnehmen. Ich meine: gut – sie werden dafür bezahlt, haben immer noch enorme Boni und für ihre Firmen kriegen sie auch reichlich aus dem Säckel … aber dass diese „liberalen“ Apostel des „freien“ Marktes solche Beschränkungen einfach hinnehmen – und sich nicht den „Virusgegnern“ (also: den Kritikern der akademischen Mehrheitsmeinung) anschließen, finde ich erstaunlich.

Und was ich gleichfalls merke: ohne großes Getöse werden hier in der Umgebung Landstriche abgesperrt – das Hohe Venn in Belgien (siehe bfr), die Narzissentäler bei Monschau und „Traumpfade“ bei Ahrweiler (siehe WDR) … ich war allerdings noch nicht persönlich vor Ort, um mir das mal anzuschauen. Wäre auch risikoreich: es wurden Polizeikontrollen angekündigt.

Ebenso auffällig: der Zerfall der EU und der Bundesrepublik Deutschland – also: der Zerfall der föderalen Struktur. Kaum gibt es die erste Krise – zerfällt die EU in lauter Einzelstaaten, die alle ihr eigenes Ding durchziehen. Doch nicht nur das: auch die Bundesländer machen Front gegeneinander: man lese sich mal durch, was das Land Mecklenburg-Vorpommern seinen Touristen empfiehlt (siehe MV) … also: den Deutschen. Wer da ´rein möchte, muss draußen bleiben, wer drin ist, sollte das Land so schnell wie möglich verlassen. Die Fähren nach Schweden fahren noch. Das ist dann die gelebte Solidarität unter Deutschen – die von den Bundesländern gebeten werden, gefälligst dahin zu verschwinden, wo sie hergekommen sind.

Es scheint mir nicht so plausibel zu sein, Menschen weiterhin das Einkaufen zu erlauben, ihnen aber den Aufenthalt in freier Natur zu verbieten. Aber da kommen wir gleich zu den nächsten Maßnahmen, die „die Bösen“ unternehmen werden – die jedes machtbessene, narzistische, verantwortunglose, ich-bezogene Individuum unternehmen würde: die Lebensmittelläden werden geschlossen. Alle. Und die Tankstellen. Gleichzeitig wird das Internet und die Telekommunikation ausgeschaltet. Das so etwas geht, dürfte Ihnen bekannt sein, dass mit so etwas zu rechnen ist, dürfte den Lesern dieses Blogs nicht fremd sein.

Im Anschluss an die Sperrung der Läden werden Großräume abgesperrt: 2/3 der Deutschen – vor allem die Jungen – leben in Städten, mehr sogar: Statista weist für 2017 aus, dass 77,3 Prozent in Städten wohnen (siehe Statista), dank moderner Überwachungstechnologie und Massenvernichtungswaffen (nicht umsonst haben die modernen Panzer der Polizei MG-Halterungen … und man darf sich auch mal überlegen, warum die Polizei überhaupt Panzer angeschafft hat – siehe Morgenpost) wäre das auch durchsetzbar. Wie zufällig sind die zum richtigen Zeitpunkt da.

Das kann man mit der Bevölkerung nicht machen? Und wieso sollte man das tun? Lesen Sie nochmal gründlich das Papier des Innenministerium im Focus, wie bereit die moderne, junge Bevölkerung ist, Alte in großen Mengen sterben zu lassen: es gibt billige Wohnungen, günstige Wohnungseinrichtungen, Arbeitsplätze werden frei (auch für Migranten), Erbe droht – und man braucht sich keine Sorge mehr um die Überbevölkerung zu machen, also: keine Angst davor haben zu müssen, selbst auf Pool, SUV und Fernurlaube verzichten zu müssen, weil noch andere Menschen auf der Erde leben.

In den abgesperrten Zonen sorgen dann Hunger, mangelnde mediznische Versorgung und der Kleinkrieg um Ressourcen (Stichwort: Toilettenpapier) für den nötigen Abbau von Volk – wesentlich preiswerter als in jedem Konzentrationslager. Womöglich findet man auch genug Freiwillige für private Sicherheitsdienste, die derzeit ja schon Läden bewachen: die können dann in den Straßen dafür sorgen, dass sich da kein Widerstand rührt, es empfiehlt sich da Personal aus dem Ausland einzusetzen, die keine persönlichen Bindungen haben.

Na – schon Angst bekommen?

Das ist das Szenario, dass sich – als „worst case“ – entfalten wird, wenn die „Bösen“ … also: die Ausbeuter, die Machtgeilen, die Egomanen, die Sadisten, die Psychopathen … sich soweit vernetzt haben, dass sie Geschichte bewegen und schreiben können wie in Deutschland 1933-1945. Ja – da kann deutsche Historie auf einmal nützlich sein, um zu belegen, wie so was selbst in dem damals zivilisiertesten Land der Welt (Michael Moore) geschehen kann … denn wenn es da möglich ist, ist es überall möglich.

Und wir diskutieren darüber, wie schlimm der aktuelle Schnupfen ist.

Wir haben seit Jahrzehnten eine Blitzkrieg dessen, was man verharmlosend „Neoliberalismus“ nennt, was aber im Kern eine dunkle, antichristliche (nicht im kirchlichen Sinne, die Kirche ist hier schon lange Bestandteil der Gegenbewegung), extrem menschenfeindliche Bewegung darstellt, die erstaunlich offen auftritt – ich habe da mal ein interessantes Beispiel: Dr. Mark Benecke („Dr. Made“, ein Mann mit Vorliebe für düstere Symbolik) wurde mal gefragt, ob er an eine höhere Macht glaube (siehe Benecke), die Antwort war erstaunlich, siehe Zitat:

„Ich bin Naturwissenschaftler und Rationalist. In meiner Welt ist kein Platz für höhere Mächte oder Gedanken an Gerechtigkeit. Es existiert nur die Wahrheit.“

Ja – Geisteswissenschaftler könnten so einen Horrorsatz nicht schreiben. Naturwissenschaftliche  „Wahrheit“ war mal, dass man die Qualität von Menschen anhand von Schädelvermessungen feststellen konnte – und wer den falschen Schädel hatte, wurde von Naturwissenschaftlern zu tödlichen Menschenexperimenten verbraucht. Ja – das geschieht, wenn man nicht mehr im Ansatz eine Ahnung hat, wozu „Gerechtigkeit“ gelebt werden darf.

Ich persönlich hoffe sehr, dass der Grad der Vernetzung der Apostel De Sades noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass es zur offenen Machtübernahme ausreicht – aber denkbar wäre es schon. Wir haben noch nicht mal Ansatzweise eine Ahnung, mit wie vielen Desinformationskampagnen wir überschüttet werden, noch wissen wir auch nur im geringsten ewas über die wirklich Mächtigen der Erde (die nicht Soros oder Gates heißen, wie man uns oft einreden möchte) und ihre Absichten.

Trifft Extrem A zu, haben wir es jedoch ebenfalls mit großen Verwerfungen zu tun, erinnern Sie sich an die große Wirtschaftskrise 2008: dort haben im Anschluss (2009) 55000 Firmen Kurzarbeit anmelden müssen (siehe Statista) … bei uns sind es im Anfang der Krise schon 470 000 – also fast zehn mal soviel (siehe Tagesschau). Damals schrumpfte die deutsche Wirtschafstleistung um fünf Prozent (siehe Spiegel). Darf ich davon ausgehen, dass uns dann ein Schrumpfen um 50 Prozent bevorsteht?

Ich denke schon. Und wie werden die Reichen, die Schönen, die Mächtigen mit einer so geschwächten Bevölkerung umgehen? Werden sie der totalen Machtübernahme über die „viel zu vielen“ widerstehen können?

Nun ja – die Entscheidung darüber kann ich Ihnen nicht abnehmen. Das ist der Sinn des Wortes „krinein“, aus dem später das Wort „Krisis“ wurde: scheiden, trennen (siehe Wiktionary).

Sowohl Extrem A wie auch Extrem B verlangen das gleiche Verhalten: Ruhe bewahren, zusammenhalten, aufmerksam beobachten und Vorurteile vermeiden. In einer Krise ist für Spalter kein Platz, sorry, ich weiß, das ist nicht schön, aber ist so: Streit um Kleinkram ist gerade extrem nervend und destruktiv – zumal unnütz: zum Jahresende wissen wir Bescheid, so oder so: warum sich also jetzt darüber aufreiben? In einer Krise muss man auch Entscheidungen treffen, ohne genügend Informationen zu besitzen – das ist ein Element, dass jede Krise begleitet. Ist unangenehm – aber nicht zu ändern. Kann man also weder Virologen noch Regierung vorwerfen.

Beide Extreme beinhalten auch persönliche Herausforderungen, die gleich sind – Extrem B allerdings viel mehr, und das ist: Überleben. Erstmal nur: die Säuberungen überleben. Damit es Menschen gibt, die den Widerstand organisieren können, die verstehen, warum Gerechtigkeit ein unabdingbares Menschenrecht ist und wieso wir gut beraten sind, die allgemeine Erklärung der Menschenrechte nicht in Frage zu stellen.

Extrem B wurde in den neunziger Jahren schon mal angedeutet – von der reizenden 80-jährigen Schriftstellerin Viviane Forrester, die ihrer Zeit weit voraus war … und zeigte, wie es enden wird, wenn wir uns der „Diktatur des Profits“ und dem „Terror der Ökonomie“ (so die Titel ihrer Bücher) nicht widersetzen werden: wir werden Superzentren für Superreiche bekommen (der Paypal-Chef plant sowas aktuell als Inseln, siehe Horizonworld – ja, das ist der gleiche, der auch Menschenblut konsumiert – siehe Zeit), Organfarmen mit Menschenvieh im direkten Umfeld … und unsägliches Ödland drumherum.

Das kann aber noch zwanzig Jahre dauern.

Und wie lange dauern jetzt die Corona-Maßnahmen?

Bei Extrem A … noch Monate bis Jahre, hängt aber von der Infektionsgeschwindigkeit ab.

Bei Extrem B: ewig. Bzw: bis zur nächsten französischen Revolution.

Ich entscheide mich aus ganz pragmatischen Gründen für: Extrem A. Auch wenn das beinhaltet, dass Rente mit 90 und die 60-Stunden-Woche feste Bestandteil unseres Alltags werden wird, um die Kosten der Krise ausgleichen zu können. Das geht ja nur mit Arbeit – jedenfalls, wenn man die Renditen nicht gefährden will.

Ich kann mich aber irren – und gleichzeitig kann die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen.

 

 

 

Corona und der Schlaf der Vernunft: Überleben in hysterischen Zeiten

Sonntag 29.3.2020. Eifel. Lassen Sie uns zuersteinmal eins klar stellen: wie heute mal wieder jeder bemerkt hat, war die große Mehrheit der Bürger, die gegen die permanente Zeitumstellung war, völlig nutzlos – es wird wieder umgestellt. Das sich hier eine gewissen Politikmüdigkeit breit macht, scheint angemessen: man kann wählen und machen was man will – geliefert wird, was „oben“ will.

Nun zu dem Thema, das alle umtreibt: Corona, aktuell als Covid-19 unterwegs. Ich gestehe: zu dem Thema kann ich nichts sagen – trotz medizinischer Grundausbildung und 17 Jahren Pharmaindustrie. Ich habe versucht, mir eine Meinung darüber zu bilden – vergeblich. Zwar sind die sozialen Medien momentan voll von ehrenamtlichen Hobbyimmunologen, die ganz genau wissen, was da vor sich geht – nur sind sie sich so schrecklich uneins, dass ich mir kein klares Urteil bilden kann. Die Meinungen reichen von „Viren gibt´s gar nicht“ bis hin zu „dieser Virus ist so gefährlich, dass er 80 Prozent der Weltbevölkerung auslöschen kann“ – die letztere Meinung war sogar ausführlicher begründet … sollte ich dazu noch Material bekommen, werde ich das umgehend veröffentlichen.

Veröffentlichen – ja, das kann ich ja jetzt. Gehöre zu den Corona-Gewinnern – habe fünf Wochen Ferien, drei davon extra. Für einen Arbeitnehmer unglaublich. Für mich persönlich – ein Segen, weil ich meine angeschlagene Gesundheit daheim kurieren und die angedachte Reha-Maßnahme erstmal weit verschieben kann. Bekomme jetzt langsam wieder Zeit, zu schreiben, was in letzter Zeit – abgesehen von morgendlichen Kurzkommentaren bei Facebook – nicht so der Fall war. Ich kenne sehr viele Corona-Gewinner, die es genießen, der Arbeitshölle entkommen zu sein (wobei meine Arbeit keine Hölle ist, ich darf die seltene Kombination von Arbeit und Sinn erleben, die einen freudig zur Arbeit fahren läßt).  Ein Geschenk von Freiheit, wie ich es die letzten 60 Jahre kaum genießen durfte – dazu noch die unglaubliche Stille des ausbleibenden Verkehrs, der unendlich blaue Himmel, die leeren Geschäfte … ich gehöre zu denen, für die die Maßnahmen der Regierung gar nicht lang genug dauern können.

Klar – natürlich: die Freiheitsrechte. Auf einmal sind sie ein großes Thema. Wo waren eigentlich diese edlen Verteidiger der Freiheitsrechte, als alles noch „normal“ verlief und wir Lohnsklaven jeden Tag in den Betrieb MUSSTEN – ob sie wollten oder nicht? Egal, ob da Asbest im Teppich war, die Klimaanlage falsch eingestellt, die Neonröhren krank machten, die Arbeitsverdichtung uns unter Dauerstreß setzte und das „Bossing“ uns jeglicher Würde beraubte? Wo waren sie, als inoffiziell die 50 Stunden-Woche eingeführt wurde – die von Baumarktverkäuferin bis zum angestellten Architekten Norm war – weil man ja gern für seinen Konzern arbeitet, auch unentgeldlich in seiner Freizeit (fünf Milliarden Überstunden – Tendenz steigend, siehe Welt)? Und wo werden sie sein, wenn die Zeit der Ruhe vorbei ist und wir wieder zu den Ausbeutungsplätzen gerufen werden? Ja – ich rede von Ausbeutungsplätzen, weil das Kapital nie Gewinn machen würde, wenn Sie einen Lohn bekommen würden, der dem Wert Ihrer Arbeit entspräche. Ich kann Ihnen garantieren: die, die jetzt für „Freiheitsrechte“ streiten, werden wieder fort sein, wenn die Ausbeutungsmaschine wieder ans Laufen kommt – dabei wäre jetzt auch der Zeitpunkt, mal über die Vier-Tage-Woche zu sprechen, nachdem jeder mal erlebt hat, wie schön so eine Auszeit sein kann – nach dem Motto „Free Day for Future“ – weil Arbeit dem Klima schadet (siehe Zeit).

Gut, ich muss sagen: ich habe leicht reden. So wie Sie jetzt ihre Coronapause verbringen, verbringe ich meinen Urlaub. Aus gesundheitlichen und familiären Gründen bin ich „ans Haus gefesselt“, Theaterbesuche, Restaurantbesuche und sogar das gute alte Kino sind für mich aus Kostengründen schon seit Jahrzehnten gestrichen – und Fernurlaube waren mir schon immer ein Gräuel, auch wegen der Umweltvernichtung und dem Kulturimperialismus. Ich vermisse also derzeit nichts, habe aber viel Gewinn, Zeit für lange, ärztlich dringend angeratene Wanderungen, Zeit für Bücher und Studien, die lange schon brach lagen. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht alle so entspannt sehen können – besonders rührt mich das Schicksal vieler kleiner Dienstleister, die von heute auf morgen null Einkommen haben und noch nicht mal ihre Miete zahlen können – Menschen, die eher von der Hand in den Mund leben, anders als die großen Konzerne, die jetzt absichtlich keine Mieten zahlen wollen, um ihre reichhaltigen Gewinne noch mehr zu erhöhen (siehe Manager-Magazin). Da erwarten uns schreckliche Schicksale – wie immer bei großen Katastrophen.

Und der Virus? Nun – es gibt ja viele Experten, die inzwischen von Massen von aufgeregten Hobbyvirologen durchs Netz getragen werden – so wie Heiligenbilder auf katholischen Prozessionen.   Wolfgang Wodarg, 73, zeitweise stellvertretender Vorsitzender der sozialistischen Fraktion des Europaparlaments, auch bekannt durch seine freie Mitarbeit am „Entscheidertraining“ der Firma Metaplan (siehe wodarg.com) gehört dazu, oder auch – ganz beliebt – Professor Hockertz, Biologe und geschäftsführender Gesellschafter der Technologieberatungsfirma TPI-Consul (siehe tpi). Leider redet Hockertz ganz offen dummes Zeug – wenn man ihm nur zuhören würde, anstatt nur beständig seinen Namen zu nennen, als würde man zu Heiligen beten – (siehe Tagesschau):

„In einem Interview des Radiosenders RS2, das derzeit ebenfalls massenhaft im Netz geteilt wird, behauptet der Immunologe Stefan Hockertz, lediglich fünf Prozent der Bevölkerung seien überhaupt gefährdet, die Krankheit Covid19 „auszubilden“. Zu dieser gefährdeten Gruppe zählt er „Alte, Kranke, vorgeschädigte Menschen, Raucher“. 

In Deutschland rauchen rund ein Viertel aller Erwachsenen. Mehr als 20 Millionen Menschen sind älter als 60 Jahre alt. Und es gibt eine Reihe von Risikofaktoren bei Millionen Menschen durch Vorerkrankungen. Auch wenn es Schnittmengen gibt, entspricht dies deutlich mehr als fünf Prozent der Bevölkerung. Die meisten Experten sprechen zudem nicht von einer Risikogruppe von lediglich fünf Prozent, sondern befürchten, dass bei 20 Prozent der Infizierten Covid19 schwer verlaufe. Dies könne aber auch jüngere Menschen treffen, die gesund sind.“

Ja – würde Professor Hockertz einfache Grundrechenarten beherzigen, würde er verstehen, warum das Robert-Koch-Institut nervös wird – unser in den letzten Jahren massiv eingespartes und privatisiertes Gesundheitssystem wird dieser Belastung nicht stand halten – den privaten Kliniken laufen ja inzwischen sogar schon die Ärzte weg, weil die Arbeitsbedinungen unter der Knute der Gewinnmaximierung unerträglich sind – für Arzt und Mensch (siehe FAZ).

Sicher hat auch Dr. Wodarg wichtige Argumente, die zu berücksichtigen sind: viele ältere Corona-Patienten werden an Krankenhauskeimen sterben – Keime, die jedes Jahr zehntausenden das Leben kosten. Nur – der Umkehrschluss, dass Corona deshalb harmlos ist wie eine Grippe funktioniert nicht. Ja – wir hatten eine Grippe, die 25000 Menschen das Leben gekostet hat (siehe RKI) und oft genug wird diese Zahl ja zitiert … aber niemand kommt auf die Idee zu sagen: ist das nicht schrecklich? Wir haben 25000 Menschen sterben gelassen, nur damit der Betrieb weiterläuft? Ach ja – hat ja nur die Alten getroffen. Das die weg können, scheint langsam eine Grundüberzeugung zu werden.

Darf ich mal das Bulletin des RKI zitieren (siehe RKI)?

„Es hat sich bestätigt, dass ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 haben, so wie es auch bei saisonaler Influenza der Fall sein kann. Dennoch gab es bei COVID-19-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen einen höheren Anteil jüngerer Menschen und einen höheren Anteil an Pa-tienten ohne Vorerkrankungen als man bei Patienten mit Pneumoniediagnose während saisonaler Influenza-wellen beobachtet hat. Der Anteil an COVID-19-Patienten mit ARDS und Beatmungspflichtigkeit in China scheint deutlich höher zu sein als bei Pneumoniepatienten zu Be-ginn der jährlichen Grippewelle in Deutschland. Nach Daten einer Studie aus China muss zudem mit vergleichsweise deutlich längeren Beatmungs-zeiten gerechnet werden. Während der Influenza-pandemie 2009 wurden allerdings im ARDS-Netz-werk in Deutschland ähnlich lange Beatmungs-zeiten berichtet.

Also, auf deutsch: nach vorliegendem Datenmaterial ist Covid-19 für jüngere Patienten schlimmer als eine normale Grippe.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich mit diesem Bulletin zu befassen: es ist ausgewogen, nüchtern, sachlich und weit jenseits von irgendeiner unsinnigen Panikmache – trägt aber der Tatsache Rechnung, dass wir momentan die Lethalität des Virus nicht einschätzen können – also Menschenleben riskieren, wenn wir uns dumm stellen. Anders die Panikmache in den alternativen Medien: dort ist ganz klar, dass der Virus vom CIA gemacht wurde – andererseits aber harmloser als die Grippe ist (wieso das CIA viel Arbeit in einen harmlos Schnupfen steckt – nun ja, „Schlaf der Vernunft“ eben), dort warnen Menschen, die die weltweite Machtübernahme des Kommunismus  – vor allem in Europa – fürchten (eine Theorie, die ich persönlich noch alberner finde als selbst die Reptiloidentheorie – wonach wir von außerirdischen Echsenwesen unterwandert wurden, die sich als Menschen verkleiden können) mit dem Sozialisten Wodarg: es wird halt alles benutzt, um mehr Klicks zu bekommen, mehr Werbeeinnahmen, mehr Spenden, mehr Aufmerksamkeit – gemäß den Parametern der Transaktionsanalyse versuchen gerade viele die Konstruktion von Drama-Dreiecken, in denen sie selbst die edle Retterrolle spielen, das doofe Volk natürlich das Opfer ist und die Regierung samt aller Ärzte die bösen Verfolger … so können sich selbst unsicherste Existenzen enorm aufwerten. Diese Dramen jedoch selbst: bringen nur Zwist und Unfrieden in einer Gesellschaft (wie auch in jede Beziehung), das „Spiel der Erwachsenen“ „mein Experte ist aber unermesslich besser als Dein Experte“ zerstört nicht nur Ehen sondern auch Gesellschaften – und gerade in Notzeiten kann das tödlich sein.

Heißt das denn, dass alle Gesellschaftskritik nur Unfug war, Zeitvertreib, lustige Unterhaltung? Nun – vernunftbegabte Wesen dürfen wahrnehmen, dass die Hochhäuser am 11.9.2001 in New York nicht durch das Feuer eingestürzt sind, hier liegen inzwischen evidenzbasierte Fakten vor, die die Verschwörungstheorien der US-Regierung um Osama bin Laden als Fake-News offenbaren (siehe Grenzwissenschaften): nur ist die Zivilgesellschaft inzwischen so ohnmächtig geworden, dass sie mit solchen Fakten nicht mehr umgehen kann. Ebenso darf man wahrnehmen, dass wir alle in den Auseinandersetzungen eingereiht werden, die sich aus den USA kommend weltweit ausbreiten – „Roosevelt gegen Rockefeller“ wurde das mal genannt (siehe Cicero), es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Kriege gerade wirklich ausgefochten werden – und schon seit 150 Jahren toben: der Krieg des großen Geldes gegen die kleinen Leute, begonnen als der Krieg der Ölkonzerne gegen den Staat, jetzt als Krieg Konzern gegen planetare Zivilgesellschaft (… in dem Szenario ist allerdings überhaupt kein Platz für Fantasien über die Machübernahme ominöser „Kommunisten“, dafür aber viel für den beständigen Machtzuwachs der großen Räuberbarone – mit denen sich aber keiner wirklich anlegen will).

Der letzte Schlag der Konzernwelt gegen die Gesellschaft war die Priorisierung des „Shareholder Value“ in jeder Unternehmensführung – sollten Sie wenig Geld für Ihre Arbeit bekommen und für dieses wenige Geld miserable aber überteuerte Produkte, so verdanken Sie das der Strömung, die in den neunziger Jahren alle Firmen erfasst hat – weltweit, obwohl es ja gar keine Verschwörungen gibt – und die verlangt, dass wir alle nur noch für eins schaffen: für die Maximierung der Renditen großer Kapitaleigner. Die wirklich Reichen unter ihnen – so die Reichtumsforscher – kennen wir überhaupt nicht, wir kennen nur die eitlen Gockel, die Forbes unbedingt erzählen müssen, wie viel Geld sie haben. Ja – wer das nicht freiwillig angibt, wird nicht erfasst.

Eine Folge des „Share Holder Value“ (ich hoffe, Sie haben überhaupt schon mal von dem Begriff gehört – er prägt Ihr persönliches Leben bis ins Detail, ist hauptverantwortlich für Hartz IV und Rente ab 67) ist: während unser Lohn im Laufe der Jahre um das zweieinhalbfache gestiegen ist, steigen unsere Kosten um das vierfache (siehe Handelsblatt), eine Entwicklung, die beständig fortschreitet, bis Sie komplett bankrott sind. Zu diesem Denken gehört auch, dass man selbstverständlich für Polizeieinsätze zusätzliche Rechnungen schreibt – wie aktuell in Deutschland eingeführt (siehe Telepolis). Schauen Sie sich doch einfach mal an, wer wirklich hinter den grassierenden Mietsteigerungen steckt (siehe lokalkompass.dortmund) – wo die letzten Gewinne aus Arbeitskraft wieder entzogen werden. „Rockefeller“ ist wieder ganz groß im Vormarsch, „Roosevelt“ würde heute – da „Rockefeller“ die sozialen Medien weitgehend infiziert hat – als „Kommunist“ angesehen, der die Weltherrschaft an sich reißen will: schon geschickt, wie die Publik Relations Abteilungen der neuen Weltherrscher historische Entwicklungen verdrehen und alle zu Rockefellers Gefolgsleuten machen, die fleißig für die Konzernwelt arbeiten – ohne es selbst zu bemerken.

Selbstverständlich müssen wir damit rechnen (seit dem Celler Loch auch in Deutschland) dass Geheimdienste, Konzerne und Regierungen (man denke an die Brutkastenlüge oder die Massenvernichtungswaffen im Irak – eine Regierungslüge der USA, die eine Million Menschen das Leben kostete), dass wir manipuliert werden. Wir kennen auch die Hebel, mit denen wir durch´s Leben geschubst werden, obwohl wir doch Souverän sein sollten: sie entstammen alle samt und sonders aus der Konzernwelt, die ihren Willen direkt durchdrücken kann – jener Konzernwelt, für die – auch bar jeder Vernunft – unendliches Wachstum in einer endlichen Welt eine Selbstverständlichkeit ist und die über tausende von „Unternehmensberatern“ ihre neue Weltordnung seit Jahrzehnten offen predigt und durchdrückt – was kaum einer merkt, weil alle in die Zukunft schauen und dort irgendeine NWO erwarten … die schon seit den achtziger Jahren bittere Realität ist.

Doch Corona? Mal abgesehen davon, dass dieses Thema von vielen Medien (auch alternativen) dazu benutzt wird, ihre Umsätze mit ständig neuen Bedrohungsszenarien zu steigern („Das Böse kommt und wird siegen“), ist es in erster Linie eine Naturkatastrophe. Bei Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Sturmfluten stört sich auch keiner an den Einschränkungen der Freiheitsrechte im Katastrophengebiet – noch würde einer freiwillig dorthin reisen. Virenkatastrophen sind nun anderer Natur – aber trotzdem eher Naturkatastrophen als politische Verschwörung. Sie verlangen notwendiges, der Art der Katastrophe angemessenes Verhalten, dass aber nicht aus politische Willkür entspringt, sondern aus der Art der Katastrophe selbst. Kommunisten Anarchisten, Faschisten und sonstige -isten reagieren auf Naturkatastrophen alle gleich: da ist kein Platz für Ideologien, da geht es um die Rettung von Menschenleben. Die Tagesschau – mal zur Kontrolle angeschaut – informiert nüchtern und sachlich über die Fakten, die in erster Linie darin bestehen, dass offen zugegeben wird, dass momentan niemand weiß, wie gefährlich das Virus wirklich ist (siehe Tagesschau) – wo ist da Virenpanik? Andere reden von Millionen von Toten – allein 500 000 in Großbritannien – wenn wir die Ausbreitung nicht stoppen (siehe Tagesschau): aber all´das sind nur Berechnungen.

Sicher … nur „Berechnungen“.

Aber seien wir mal ehrlich: wie viele Menschenleben möchten Sie persönlich opfern, um Ihren alten Lebensstil beibehalten zu können? Wie viele Menschen dürfen frühzeitig sterben, damit Sie wieder schön bekocht und im Theater unterhalten werden? Wie viel wären sie persönlich bereit zu erledigen?

Halten Sie diese Fragen bitte nicht für rhetorisch, faktisch bringt unsere Lebensweise schon hunderte von Millionen Menschen um – aufgrund von Corona wird das nur greifbarer. Schlecky Silberstein zum Beispiel wäre bereit, die „Alten“ zu opfern, damit genüg für ihn übrig bleibt (siehe Welt) – und wie es scheint, wächst da eine ganze „Generation Rücksichtslos“ nach (siehe News4teacher).  Und in Frankreich … nun ja, da zitiere ich mal die Medien (siehe t-online):

„Nadelöhr seien die zu beatmenden Patienten, heißt es in dem Papier. Seit dem Wochenende würden Patienten, die älter sind als 80 Jahre, an der Straßburger Klinik nicht mehr beatmet. So werde auch verfahren mit Patienten in Pflegeheimen in dem Alter, die beatmet werden müssten. Sie sollen durch den Rettungsdienst eine „schnelle Sterbebegleitung“ erhalten.“

„Schnelle Sterbebegleitung“ … das ist auch: Euthanasie. Das in Kombination mit „Generation Rücksichtslos“ sehe ich persönlich als viel gefährlicher an als Covid-19. Als sehr viel gefährlicher. Der Schlaf der Vernunft … gebiert Ungeheuer (siehe Goya).

Aber Millionen von uns haben nun mehr Zeit geschenkt bekommen, die man nutzen kann, um über die Zeit danach zu reden. Der „Generalstreik“, der von vielen kritischen Menschen immer gefordert wurde, ist da – allerdings hat Angela Merkel die Streikführung übernommen … was nicht ganz so günstig ist. „Generalstreik“ – das merken wir gerade – kostet Geld. Viel Geld. Wird auch Arbeitsplätze kosten – viele Millionen. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich selbst zu fragen, wann eigentlich aus „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst“ „Du sollst Deinen Nächsten ausbeuten wie Dich selbst“ geworden ist – und ob die erstere ethische Richtlinie nicht sinnvoller wäre als die letztere, auch für einen ganz persönlich.

Ich kann sogar noch weiter gehen, biblisch werden: jetzt ist die Zeit, sich noch einmal bewusst zu entscheiden, denn – man kann nur einem Herren dienen …. Gott oder dem Mammon, so wurde schon von 2000 Jahren gelehrt. Und der Mammon verlangt nach Menschenleben – und Geldopfern.  Und eine Entscheidung für Gott … ist sehr schwer und teuer in diesen Zeiten.

Politisch ist die Zeit außerordentlich gefährlich – das merken aber schon viele, denke ich mir. Wem wird nicht mulmig, wenn er solche Pläne der Bundeswehr wahrnehmen muss (siehe Spiegel):

„Und auch die möglichen Aufgaben, die auf die Soldaten zukommen könnten, listet der Plan präzise auf: „Massenunterbringung (z.B.: Container)/Quarantäneunterbringungen“

Wieso man Pläne für Massenunterbringung in Containern macht, während Kontaktverbot angesagt ist, bleibt im ersten Moment erstmal fraglich.

Welche Ungeheuer wird der Schlaf der Vernunft noch gebären? Je mehr Menschen sich gegenüber der Naturkatastrophe Virus (wussten Sie übrigens schon, dass ein Virus gar nicht lebt – jedenfalls nach unserer Definition von Leben? Sind spannende Dinger, diese Viren) ignorant sind, um so drastischer werden die Maßnahmen werden, mit denen die Regierung antworten muss, je mehr man Desinformation und Panikmache betreibt (bis hin zu „Bevölkerungsreduktion“ – wobei diese Thesen manchmal sogar von denselben Menschen propagiert werden, die zuvor noch „bewiesen“, dass der Virus nur eine normale Grippe ist ….) umso mehr spielt man jenen in die Hand, die die Macht, die solche Naturkatastrophen den Behörden sinnvollerweise geben, nicht gerne wieder abgeben möchten (siehe Frodo und die Problematik des „einen Rings“ im Herrn der Ringe).

Ebenso gefährlich ist das, was uns nun droht: die Hyperinflation. Da kostet die Rolle Klopapier schnell 5000 Euro. 50000 eine Woche später. 500000 am Monatsende. Das die droht, meint jedenfalls Mr. Dax (siehe finanzmarktwelt) – und beschreibt, wie die „Rockefellers“ nun dank Krise noch mächtiger werden. Wer viel Geld hat, kann jetzt richtig viel günstig einkaufen. Wer nichts hat … dem wird noch genommen werden.

Wir können auch gerne ein abschließendes Gedankenexperiment machen … und überlegen, was denn wäre, wenn „die“ jetzt wirklich beschlossen hätten, nach nine-eleven und dem Irak noch mehr Menschenopfer zu bringen? Nehmen wir für einen Moment an: das wäre so. Was würden wir denn dann tun? Nach draußen gehen und uns dem tödlichen Virus stellen? Ach ja- der ist ja gar nicht tödlich, jedenfalls nur für Uralte (stimmt nicht: aktuelle Zahlen aus Gelsenkirchen: 95 Erkrankte, davon 74 unter sechzig Jahren – siehe Gelsenkirchen.de). Was machen wir denn dann, wenn die Kabale uns das Licht ausmacht? Generalstreik? Was ähnliches läuft gerade schon, scheint also nicht zu reichen. Was machen war dann – konkret? Eine Petition an den (unterwanderten?) Bundestag einreichen, er möge das beenden? Da scheint mir beten erfolgversprechender zu sein. Also: was soll dann konkret getan werden … wenn die Militärregierung kommt? Hat jemand eine Idee die kräftig genug ist, das aufzuhalten – mit Personal, das schon der Mangel an Toilettenpapier an den Rand des Wahnsinns bringt?

Meine erste revolutionäre Idee wäre: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Werden wir dringend brauchen in der Zeit nach Corona. Und das wäre nur der erste Schritt zu einer Werterevolution, um den Share Holder Value und seine Priester friedlich zum Teufel zu jagen. Alternativ zu dieser Revolution dürfen wir natürlich auch Hungersnöte und Massenarbeitslosigkeit erleben, die solche Hyperinflationen mit sich bringen. Nur: ich persönlich würde gerne auf die Erfahrung verzichten.

Wie mir aber scheint, werde ich mit dieser Devise recht allein auf weiter Flur stehen … weshalb ich auch gern allein zu Hause bleibe, um das Leben meiner Mitmenschen nicht weiter zu gefährden – und selbst wenn es „nur“ 25000 Menschenleben wären, die wir der letzten ernsteren Grippewelle noch gerne geopfert haben. Finde es auch schön, dass ich dafür nicht auch noch finanziell bestraft werde – und schön, dass es nun eine erste Form von „Grundeinkommen“ gibt. Bin schon ganz gespannt, wie diese Erfahrung verarbeitet wird und sich wirtschaftlich auswirkt.

Ansonsten … möchte ich dem Schlaf der Vernunft bis auf weiteres entgegenwirken so gut ich kann – denn mich schaudert vor den Ungeheuern, die er schon jetzt gebiert.

 

 

 

 

 

 

Coronia-Virus: Apokalypse Now

Sonntag, 22.3.2020. Eifel. Na – wunderbare Zeiten, oder? Man wird vorzüglich unterhalten. Vor allem mit Nachrichten, die geneigt sind, Panik zu erzeugen, aber immer begleitet werden von dem Gleichklang: „bloß keine Panik“. Keine Panik – und keine Angst. Haben Sie schon mal überlegt, was Sie Ihrem Gehirn damit antun, wenn Sie beänstigende Nachrichten erhalten, darauf aber nicht natürlich reagieren dürfen? Wenn Sie wahrnehmen, dass die vertraute Welt um sie herum in Chaos versinkt, Sie aber auf „Urlaub-in-der-Karibik“-Modus schalten sollen? Das erzeugt massiven, schädlichen Stress – so habe ich jedenfalls gelesen … und bei mir selber würde das auch stimmen. Und wie man an der Überschrift sieht, mache ich mir schon ein wenig Sorgen – vor allem darum, dass die Regierung jetzt heute abend beschließt, dass ich in Isolationshaft muss, weil „Experten“ das so wollen. Gut, meine Kinder sind hier, es gibt tolle Nachbarn, Telefon, Skype – aber das hat nicht jeder.

Vor dem Virus habe ich im Übrigen keine große Angst, ich bin zwar gesundheitlich sehr angeschlagen (seit ein paar Wochen auch vom Blutdruck her), verfüge aber über ein gutes, jahrzehntelang erproptes Immunsystem. Ich habe – obwohl Hochrisikogruppe – jede Grippeimpfung abgelehnt, nie eine Grippe bekommen … außer einmal, als ich mich testweise habe impfen lassen. Zudem habe ich Übergewicht und eine Studie in Erinnerung, wonach Übergewichtige seltener an Infektionen erkranken … was ich im familiären Rahmen bestätigen kann: meine schlanken Kinder fangen sich das eine oder andere ein, während ich unbeeindruckt weiter durch die Welt laufe: eine gute Grundlage, gelassen zu bleiben – was den Virus angeht. Natürlich nehme ich wahr, dass „Experten“ – also jene Menschen, die den Dax in 2020 bei 14000 sahen …. anstatt bei 8000, wo er momentan ist – fürchterliche Ängste ausleben. Ich nehme auch die Zahlen in Italien wahr – und den Meinungstsunami, der durch den öffentlichen Debattenraum (das Internet) weht. Ich weiß aber auch aus meiner aktiven Zeit in der medizinischen Industrie, dass ich für jede Meinung einen Experten kaufen kann. Mir ist also zur Meinungsbildung nicht damit geholfen, dass man mir dauernd einen Superexperten vor die Nase hält, der alles super besser weiß.

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus begrüße ich sehr – weil mir die Corona-Ferien gerade gut in den Kram passen und – so hoffe ich – sogar eine lästige Reha-Maßnahme ersparen – und generell ist es immer vernünftiger, vom schlimmsten auszugehen, dann stemmt man die Folgen locker. Natürlich hätte man schneller handeln müssen, können, dürfen – zudem die Gefährlichkeit von Coronaviren und ihr immenses Potential schon lange bekannt waren … und da, ja da … kommen wir so langsam in den Bereich der Apokalypse.

2012 lies die Bundesregierung eine Risikoanalyse auf meine Kosten durchführen – und da ich die bezahlt habe, erlaube ich mir, auch daraus zu zitieren (siehe Bundestag):

„Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass Erreger mit neuartigen Eigenschaften, die ein schwerwiegendes Seuchenereignis auslösen, plötzlich auftreten können (z. B. SARS-Coronavirus (CoV), H5N1-Influenzavirus, Chikungunya-Virus, HIV).14 Unter Verwendung vereinfachter Annahmen wurde für dieses Modi-SARS-Virus der hypothetische Verlauf einer Pandemie in Deutschland modelliert, welcher sowohl bundesrelevant als auch plausibel ist.“

Nebenbei haben die noch andere Krisenszenarien durchgeführt (Schmelzhochwasser im Mittelgebirge), doch bei der Pandemieanalys war das Robert-Koch-Institut beteiligt. So konnten realistische Beschreibungen des Virus angefertigt werden:

„Das hypothetische Modi-SARS-Virus ist mit dem natürlichen SARS-CoV in fast allen Eigenschaften identisch. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Übertragung des Virus auf einen Menschen bis zu den ersten Symptomen der Erkrankung, beträgt meist drei bis fünf Tage, kann sich aber in einem Zeitraum von zwei bis 14 Tagen bewegen. Fast alle Infizierten erkranken auch. Die Symptome sind Fieber und trockener Husten, die Mehrzahl der Patienten hat Atemnot, in Röntgenaufnahmen sichtbare Veränderungen in der Lunge, Schüttelfrost, Übelkeit und Muskelschmerzen. Ebenfalls auftreten können Durchfall, Kopfschmerzen, Exanthem (Ausschlag),Schwindelgefühl, Krämpfe und Appetitlosigkeit. Die Letalität1ist mit 10% der Erkrankten hoch, jedoch in verschiedenen Altersgruppen unterschiedlich stark ausgeprägt. Kinder und Jugendliche haben in der Regel leichtere Krankheitsverläufe mit Letalität von rund 1%, während die Letalität bei über 65-Jährigen bei 50% liegt.“

Letalität heißt: Tödlichkeit. 50 Prozent der Alten sind in dieser Simulation gestorben, jener Simulation, an der das Robert-Koch-Institut maßgeblich beteiligt war. Ich vermute, dass diese Simulation auch mit für das Gerücht verantwortlich war, dass junge Leute nicht gefährdet sind – ein Gerücht, dass langsam widerlegt wird, seitdem immer mehr junge Menschen an dem Virus erkranken. Und was meldet das Robert-Koch-Institut am 27. Januar diesen Jahres? Corona (ich benutze lieber weiter diese erste Bezeichnung) ist harmlos wie ein Schnupfen (Meldung bei Radioeins). Das sind also die „Experten“, in deren Hände wir nun unser Leben legen. Der „Schnupfen“ SARS-Corona verursachte in der Simulation 7 Millionen Todesfälle in Deutschland.

Interessant ist auch die Schadensauflistung der Pandemiesimulation: man rechnet mit maximalen wirtschaftlichen Schäden – sowohl das öffentliche Haushalte, Firmen oder private Haushalte angeht, ebenso mit maximalen psychologischen und politischen Verwerfungen.

Wirtschaftlich ist die Apokalypse schon längst da – allerdings möchte da niemand gerne drüber reden. Allein heute überschlagen sich die Wirtschaftsnachrichten im Handelsblatt – davon dass der Dax-Absturz der schnellste Wirtschaftscrash in der Geschichte war und noch lange nicht zuende ist bis hin zu der Meinung, dass das nur kurz anhält: soviel zu unseren Experten. Eine erste Studie (veröffentlicht vor ein paar Tagen bei „deraktionär“ – ich finde sie nicht wieder) sagte einen Zusammenbruch des Bruttoinlandproduktes im 2. Quartal um 28 Prozent voraus … andere Experten liegen bei 1 Prozent (siehe ntv), sprechen aber trotzdem deutlich von der unvermeidbaren Rezession. Gleichfalls ist man sich sicher, dass die Corona-Krise keinen einzigen Arbeitsplatz kosten wird (Minister Altmeier) – oder aber viele Millionen (der vernunftbegabe Rest Deutschlands).

Natürlich haben wir jetzt Rettungsprogramme. 150 Milliarden Euro will man ausgeben, um die Folgen der Krise zu dämpfen. Das sind pro Bürger? Unter 2000 Euro. Überlegen Sie mal, wie lange sie als kleiner Selbständiger mit 2000 Euro auskommen – oder als großes Geschäft. Sicher, die wollen noch viel mehr drucken – aber wissen Sie, wie lange die Krise in der Simulation dauerte? Man ging von drei Jahren aus. Das sehen Flugverkehrsexperten genau so, wenn es um die Zukunft des Luftverkehrs geht: eine Normalisierung erwarten die in 2-3 Jahren (siehe finanztreff) – die Lufthansa hat erstmal 700 von 763 Maschinen (andere Experten sprechen von 780 Maschinen, der Zahlenraum über 100 stellt sich für Experten halt schwierig da) eingemottet (siehe Welt).

Die Nachrichten müssten eigentlich nun voll sein von Wirtschaftsnachrichten, denn wir befinden uns in einer Situation, deren Ende wir noch nicht kennen, deren Verlauf bisher allerdings den der Weltwirtschaftskrise von 1929 an Schnelligkeit übertrifft – damals sackte der Aktienindex zwar in den nächsten Jahren noch weiter ab … aber wir sind ja noch ganz am Anfang – und in Wirklichkeit kann niemand sagen, wie die nächsten 10 Jahre sich entwickeln werden und wie sich der Schock auswirkt, innerhalb von wenigen Tagen 40 Prozent seines Vermögens an der Börse zu verlieren.

In der Pandemiesimulation ist dieser Wirtschaftscrash schon vorausgesagt worden – aber nicht nur der. Ebenso wurde die Gefahr für die öffentliche Ordnung als maximal schwer eingestuft – genau so wie politischen Auswirkungen auf Bundesebene als maximal groß beschrieben wurden. Letzteres dürfen wir schon bemerken, der Ruf nach Grundgesetzänderungen ist schon da (siehe Spiegel), die Regierung giert nach Macht wie im Kriegsfalle – wo die Demokratie komplett abgeschafft wird. Letzteres wird auch schon diskutiert, weil die Demokratie manchen Philosophen in der Krise nicht effizient genug ist (siehe Handelsblatt). Auch die föderale Struktur der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland wird massiv angegriffen (siehe Focus).

Ebenso apokalyptisch werden die Auswirkungen auf die Psyche der Menschen beschrieben:  über 40 Millionen – so die Pandemiestudie – werden ihr Verhalten ändern … und das bekommen wir ja auch schon deutlich mit. Das neoliberale Kasperle Schlecky Silberstein freut sich schon auf die Pandemie: die Alten können eh, weg, weil die die Welt an die Wand gefahren haben (so wie früher die Juden) und außerdem hält er Massensterben für sinnvoll, weil es eh zu viele Menschen gibt, die nur für „Ressourcenknappheit“ sorgen (siehe Welt) – eine Meinung, die auch der durchschnittliche SA-Schläger im Dritten Reich teilte, wenn er die geklauten Pelzmäntel der jüdischen Familien seiner Ehefrau als Geschenk mitbrachte. Auch die Frau vom „Quotenmedienpunk“ Sascha Lobo freut sich über zukünftiges Massensterben, hält „Überbevölkerung für die nächste Müllschwemme“ (siehe Facebook) – was da heranwächst an den Fleischtöpfen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und in den sicheren Refugien des Quotenjournalismus hat so eine Panik vor dem Verlust des Luxuslebens, dass sie vor Massenmordfantasien nicht mehr zurückschrecken – und das beschreibt deutlich, welche psychischen Veränderungen vor allem bei denen zu erwarten sind, die nie selbst richtig gearbeitet haben: maximal Verrohung … und deshalb wird die öffentliche Ordnung kaum aufrecht zu erhalten sein.

Übrigens hat sich nicht nur die Bundesregierung mit solchen Pandemieszenarien befasst, auch in den USA sind – eher privat organisiert – solche Szenarien durchgespielt worden, zuletzt im Oktober 2019 unter Mitarbeit der Bill- und Melinda-Gates-Stiftung, das Szenario bekam den Namen Event 201, ebenfalls wurde eine Corona-ähnliche Mutation angenommen, die 65 Millionen Menschen das Leben kosten könnte … und uns nach der politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Apokalypse gleich zur nächsten führt: der Informationsapokalypse.

Wie selten zuvor ist das Internet und die reale Welt voller Propheten, Häuptlinge und Chefauslegern der Realität, die in ihrer Gesamtheit des wirren Fabulierens vor allem eins bewirken: Meinungsbildung und Entscheidungsfindug unmöglich zu machen. Nicht das wir uns falsch verstehen: Wissenschaft besteht in erster Linie daraus, Meinungen zu diskutieren – und nicht einen Staatsvirologen zu ernennen, der nun alles im Alleingang regelt. Wissenschaft ist im positiven Sinne gemeinsames Ringen um Vereinbarungswahrheiten (ja – mehr leider nicht) im demokratischen Diskussionsraum – und nicht Kommandowirtschaft von „Experten“. Nur – die Frage, ob das Virus nun in erster Linie Fleischesser „erledigt“ (inklusive der darauf folgenden wirren Diskussionen um Fleischkonsum und Verganeredelmut) führt niemanden weiter. Genau genommen ist es sogar egal, ob es aus einem Labor stammt oder durch die Natur entstanden ist: wir müssen mit beidem rechnen – die evidenzbasierten Virologen arbeiten weltweit daran, gefährliche Viren ansteckender zu machen (wir berichteten hierzu über Arbeiten in einem ganz normalen Labor in den Niederlanden), ohne dass ihnen jemand einen Riegel vorschiebt.

Und wenn es gar absichtlich ausgesetzt wurde – zur Bevölkerungsreduktion? Unfug – die Analyse von Event 201 zeigte, dass nur 65 Millionen durch derartige Viren sterben würden – viel zu wenig für „Bevölkerungsreduktion“. Darf man überhaupt darüber nachdenken, dass Menschen mit Macht und Geld solche Strategien fahren würden? Eindeutig: ja. Und die würden sich noch gut dabei fühlen, wenn sie die Weltbevölkerung auf 500 Millionen reduzieren würden – solche Typen wie Schlecky Silberstein und Frau Lobo gibt es auch mit Geld und Macht – und ich würde vermuten, da sogar mehr davon. Man schaue doch auch wirklich einfach mal, wie viel Leid der Mensch dem Tier zufügt: kann es da vermessen sein, sich eine Welt mit ganz wenig Mensch zu denken – wo das Tier fröhlich und glücklich hüpft, bis der Wolf es frisst? Wie schön wäre es, die Schöpfung für jene zu erhalten, die es wirklich verdient haben: die Schönen und die Reichen, die dann in Ruhe in der Savanne Löwen schießen könnten, ohne von den „Plebs“ gestört zu werden.

Die Gefährlichkeit des Virus kann ein Laie momentan nicht abschätzen – aber die Verwerfungen, die es in der Gesellschaft bewirkt, sind schon jetzt offenbar: die aufgeblasene Aktienwirtschaft liegt danieder, was zu Pleitewellen in der Realwirtschaft führen wird, die wiederum den staatlichen Haushalt so belasten werden, das Transferleistungen wie Rente und Hartz IV den Verantwortlichen übel auf den Magen schlagen werden. Politisch kriechen nun die dunkelsten Absichten unter dem Corona-Schirm auf den Plan: die Vernichtung der Reste der Demokratie kann nun enorm beschleunigt werden. Und menschlich offenbart sich jetzt das Ergebnis jahrzehntelaner Indoktrination durch hauptsächlich privat geführte Millionärsmedien: einige werden zu Bestien, zu Raubwesen, zu lebenden Toten, die das Leben der anderen vertilgen wollen, um selbst mehr zu haben: die Zombieapokalypse beginnt real mit dem Kampf um … Toilettenpapier.

Und nun? Was ist zu tun in Zeiten der Apokalypse?

Panik und Angst wären schon angemessen und hilfreich. Angst ist – wie Liebe – ein natürliches und enorm nützliches Gefühl, wenn Gefahr droht – zum Beispiel die Abschaffung des Bargeldes. Panik macht immer etwas kopflos – und gerade den Kopf werden Sie jetzt brauchen, um ihre täglich neu manipulierten Gefühle in den Griff zu bekommen: sonst mutieren sie selber zu einer dieser Bestien, die für Klopapier in Autos einbrechen (siehe Focus). Ohne Panik jedoch bleiben Sie einfach auf dem Sofa hocken – wo Sie ja auch hinsollen. Wir brauchen nun mehr Bürger, die einen klaren Kopf bewahren – aber auch Kraft zum Handeln haben. Dazu kann sogar auch gehören, in Erwägung zu ziehen, dass jene Kräfte, die nine-eleven durchgeführt haben, nun den nächsten Schritt unternehmen, um ein neues, herrliches „amerikanisches Jahrhundert“ einzuläuten – was ein Jahrhundert der Räuber werden wird. Man darf sich sogar vorstellen, dass die NWO schon längst da ist anstatt irgendwann in Zukunft zu kommen: das ist – soweit wir die Reichtumsforschung ernst nehmen wollen – schon längst Fakt, wird aber durch die NWO-Debatte erfolgreich verschleiert.

Ich kann allerdings niemandem sagen, was er machen soll – ich kann nur sagen, was ich mache. Ich beschäftige mich erstmal mit evidenzbasierten Todesforschungen, die nahelegen, dass ein Refraiming unseres dogmatisch-materialistischen Weltbildes des 19. Jahrhunderts (in der Geschichte der Weltbilder ein neuartiger und ziemlich wirrer Entwurf) dringend angesagt ist. Der Tod ist ja das schlimmste, was uns persönlich passieren könnte – jetzt wäre die Zeit, sich dem mal zu stellen, damit man aus der Angststarre herauskommt. Überhaupt ist jetzt die Zeit, sich mal in Ruhe Gedanken darüber zu machen, welchen Sinn das eigene Leben haben soll – und auf welche guten Taten man an seinem Ende zurückblicken möchte. Nebenbei betreibe ich private Forschungen über Familienaufstellungen – mit verblüffenden, rational nicht erklärbaren Beobachtungen, die ebenfalls nahelegen, dass wir unser Weltbild drastisch ändern dürfen. Hierzu später mehr.

Dann – nun ja: ich pflege mein Immunsystem – und baue Netzwerke auf.

Wie bei allen Apokalypsen brauchen wir nun Netzwerke konstruktiver Menschen, die schon jetzt den Grundstein für den Wideraufbau legen. Wir können damit rechnen, dass sich unsere angegriffenen wirtschaftlichen und politischen Systeme von dem Schock nie mehr erholen werden, dass Räuberbanden die Macht an sich reißen wollen (also: auch jene Banden, die nur in Nadelstreifen den Raum betreten, in großen Villen wohnen und mit ihren Anwälten dort neue Cum-Ex-Strategien ausarbeiten) und dass die verweichlichte dekadente Schmalzschicht der Dienstleistungskasperle völlig durchdreht, weil auf einmal echtes Leben und echte Verantwortung drohen – und harte Arbeit, der man als Werbetexter immer schön bequem aus dem Weg gegangen ist.

Wie schlimm diese Apokalypse wird, kann ich nicht vorhersagen: das hängt von vielen Faktoren ab, über die ich momentan keine klaren Informationen bekomme – der wichtigste Faktor ist: wie mächtig sind die Räuberbanden im Land, wie moralisch integer ist unsere Regierung bzw. unsere „Elite“.

Ja – mir wird auch schwer im Herzen bei diesem Gedanken.

Aber das wir eine Apokalypse ungeahnten Ausmasse haben: ja, das läßt sich jetzt schon sagen.

Und der Virus erweist sich da als kleinstes Problem – obwohl er alle Nachrichtenkanäle überschwemmt … was wohl Absicht ist.

 

 

 

 

2020 – Der Zusammenbruch Deutschlands und der zivilisierten Welt

Sonntag, 1.3.2020. Eifel. Das Hauptproblem von Zeitungen ist: man muss sie jeden Tag voll schreiben, auch wenn gar nichts passiert ist. Diese Sorge braucht man aktuell nicht zu haben – es ist ja genug los. So viel, dass man gar nicht dazu kommt, alles wahr zu nehmen. Vor allem international passiert sehr viel, die USA brechen alle Regeln, die einst für die Erhaltung des Friedens geschaffen wurden, morden mit ihren Drohnen weltweit herum – und die demokratischen Parteien in Deutschland morden durch Schweigen mit. Mit Julien Assange wird ein kritischer Enthüllungsjournalist mit aller Macht des Staates öffentlich vorgeführt und gefoltert (siehe Zeit) und niemand unternimmt etwas zu seiner Befreiung. Wie nennen wir eigentlich Systeme, in denen diese Willkürjustiz, die iranische Generäle wie australische Journalisten gleichermaßen hinrichten läßt – wobei ich hier den zu erwartenden Tod von Julien Assange einfach mal frecherweise vorwegnehme?

Nun … menschenverachtende Diktaturen – wobei wir hier Großbritannien und die USA in einen Sack stecken … und heimlich froh sein dürfen, dass die Briten schon mal aus der EU heraus sind. Aber die Briten und die USA haben ja – zusammen mit Kanada, Neuseeland und Australien – schon seit 1946 eine ganz besondere Allianz hinter allen Allianzen: UKUSA, bekannter als „Five Eyes“, eine enge Zusammenarbeit der Geheimdienste dieser Länder … ein Geheimdienstkonzern, der auch Natopartner überwacht. Hört man auch immer weniger von, dafür sind wir bestens informiert, was im britischen Königshaus los ist oder was die Kardashians machen.

Machen wir heute aber das, was alle machen: kehren zuerst vor unserer eigenen Tür – denn da finden wir genug Mist. Sogar äußerst brisanten Mist, denn auch für Deutschland war dieses Jahr bislang nicht sonderlich gesegnet, gleich angefangen beim Debakel von Thüringen, das gleich auf verschiedenen Ebenen den Anfang vom Ende darstellt.

Was war da geschehen?

Nun – das übliche: die Wähler hatten wieder mal falsch gewählt, wie so oft, wie eigentlich jedesmal. Sehr viele hatten sich für die AfD entschieden, die dort vom West-Import Höcke geführt wird, den man jetzt sogar schon öffentlich „Faschist“ nennen darf und der zumindest schon jetzt darüber nachdenkt, wie der mit Grausamkeit das Land durchregieren wird … auch wenn diese Grausamkeit „wohltemperiert“ sein soll (siehe Zeit). Und was macht diese AfD? Wendet einen raffinierten Trick an (so sagen die einen) oder erklären das Parlament zum Narrenball (sagen die anderen): sie stellen einen Kandidaten zur Ministerpräsidentenwahl auf und wählen dann – schwupps – einfach mal einen FDP-Mann (auch Westimport – ohne die scheints im Osten nicht zu gehen). Natürlich wählt auch die FDP ihren eigenen Kandidaten – und ebenfalls die CDU, die gar keinen eigenen aufgestellt hat. Für den AfD-Mann besonders hart: ihn wählt niemand. Im Sinne von „Ätschebätsch“ wird das Parlament auf Kindergartenniveau betrieben. Die Wahl führt zu einer selten offenen Offenbarung der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die aus dem fernen Südafrika befiehlt, dass die Wahl rückgängig zu machen sei (siehe Tagesspiegel). Was ist das auch für eine Anmaßung des Wählers: auf einmal müssten Politiker nicht nur Pöstchen verteilen und Befehle von oben abwickeln – auf einmal müssten sie richtig arbeiten für ihr Geld! Ihren Job machen – verschiedene Interessen besprechen und ausgleichen.

Wir könnten jetzt auch über das weitere Herumeiern aller Parteien sprechen, aber Thüringen ist so klein, dass es eigentlich keine weitere Aufmerksamkeit verdient. Ob da regiert wird oder nicht: wen kümmert das schon. Was wir registrieren sollten ist die offen dargestellte Politikunfähigkeit der Parteien, deren Job es eigentlich ist, Politik zu machen. Wenn dann der ehemalige CDU-Staatssekretär Gauland dann noch fordert, dass die AfD jetzt den Linken Ramelow wählen sollte, scheint der Narrenstall komplett zu sein: sowas sollte man von Steuergeldern einfach nicht mehr finanzieren. Da wäre es doch schön, wenn die Piratenpartei sich mit „Liquid Democracy“ durchgesetzt hätte – eine neue Form von Demokratie, die dem Wähler wieder mehr Macht geben würde und auch außerhalb der Piratenpartei Achtung erlangte (siehe Bundeszentrale für politische Bildung): dank neuer Technologien könnte der Wähler jede Entscheidung jederzeit selbst treffen … und den Parteien, die ihre Politikunfähigkeit öffentlich feiern, sofort nach der Wahl komplett wieder aus dem Parlament schmeißen – ein Recht, das normalerweise jeder Arbeitgeber hat. Vielleicht versteht man nun besser, warum die politische Kaste in Deutschland dieses „Internet“ in Deutschland so langsam ausbaut und so wenig mag: Macht in den Händen der Bürger, die den ganzen Zirkus mit ihrer Arbeitskraft und ihrem Geld bezahlen: wer will das schon angesichts des finanziellen Überflusses, in dem die Abgeordneten schwelgen dürfen.

Natürlich hat die AfD die Rechnung ohne den Wirt gemacht und bekam sofort die Retourkutsche. Vielleicht sollte man den Höckes dieser Republik mal sagen, dass eine NSDAP – auch bei allerbester Goebbels-Imitation – in diesem Land keine Chande mehr hat und keine Mehrheiten mehr erreichen wird und dass er es im Extremfall eines erfolgreichen Putsches mit EUROGENDFOR zur tun bekommt … und mit den Five Eyes. Darf ich nochmal erwähnen, dass US-Personalpolitik im Ausland hauptsächlich mit Hellfireraketen durchgeführt wird? Die Retourkutsche war Hanau, wo ein in meinen Augen sichtlich geistig angegriffener Mensch einen Massenmord begann und 9 Menschen in Sisha-Bars umbrachte – wofür die Parteien, die man in Thüringen noch an der Nase herumführte, hart zurückschlugen und die AfD verantwortlich machten – mit empfindlichen Folgen für diese Partei bei den Umfrageergebnissen. Da war das Gejammer groß bei den „Blauen“, die auf einmal selber vorgeführt wurden – und so dargestellt, als hätten sie selbst geschossen.

Und Hanau? Für Gewaltforscher längst überfällig – aber wir denken nicht mehr so. Ich durfte letztens bei einer Verantstaltung von Wellenbrecher teilnehmen, einem Verein, der sich seit 40 Jahren der Gewaltprävention bei Jugendlichen widmet. Die Fortbildung dauerte drei Stunden, richtete sich an Lehrer – wobei Thema nicht nur der Umgang mit gewalttätigen Jugendlichen war – sondern auch mit gewalttätigen Lehrern. Das Modell, das dort vorgeführt wurde, verblüffte durch seine Einfachheit – und war geeignet, einen nachdrücklich zu erschüttern. Es gibt, so hieß es dort, nur einen einzigen Grund für Aggression … und das ist die Ohnmacht bzw. die empfundene Ohnmacht des Täters. Der Referent forderte uns auch auf, diese These zu widerlegen – es gelang auf Anhieb keinem. So einfach wäre also der Abbau der Aggression, der Gewalt in der Gesellschaft und der Welt: einfach die Ohmacht der Menschen auflösen, schon herrscht Frieden.

Bei Jugendlichen gelingt so was einfacher als bei Staaten – aber das Prinzip ist das Gleiche. Wie fühlt sich wohl ein gewöhnlicher muslimischer Bürger, wenn die USA seine Mitmenschen – ob er die nun selber mag oder nicht – in Stücke sprengen: ohne Anklage, ohne Richter, ohne Urteil, ohne die Möglichkeit der Verteidigung? Massiv ohnmächtig. Wie fühlen sich wohl Millionen geflüchteter Menschen in Deutschland, wenn sie merken, dass die Versprechungen der Schlepper über Haus, Auto und Frau nur Lügen waren – und dass sie mir ihrer brachialen Bildung hier nur die Möglichkeit haben, die letzten Drecksjobs zu machen, um die Rechnungen ihrer neuen Herren bezahlen zu können – falls sie überhaupt einen Job bekommen?

Und wie fühlen sich Millionen armer deutscher Bürger … vor allem im Osten … wenn auf Befehl der Bundeskanzlerin Angela Merkel Millionen fremder Menschen mit zum Teil nur schwer nachvollziehbaren kulturellen Praktiken wie Kinderheirat, Frauenunterdrückung und brutalem Strafrechtsverständnis („Kopf ab“) sowie ausgeprägtem antisemitischem Hintergrund ins Land gelassen werden – Menschen, gegen die „wir“ als „BRDUSA“ in ihrem Heimatländern Krieg führen? Ich bin mir sicher: der gastfreundliche Deutsche hätte gerne Kriegsflüchtlinge aufgenommen – wenn es ihm nicht gewaltsam übergestülpt worden wäre. Wir sind seit Jahrzehnten ein sehr hilfsbereites Volk, wenn andere in Nöten sind – und folgen damit einer Tradition, die schon in der alten Edda begründet ist (hat Höcke wohl nie gelesen) …. aber auf Ohnmacht reagieren wir wie alle Wesen – mit Aggression. Nur gut, dass die sich in vielen Fällen einfach nach innen richtet: Depression, Suizid, Drogen, Alkohol – wir feiern ständig neue Rekorde auf diesem Gebiet, ohne dass sich jemand darüber Gedanken macht. Auch häusliche Gewalt nimmt wieder zu – so bleibt alles in der Familie. Manchmal aber – geht die Gewalt eben auch nach außen und wird dann lauter, in Hanau wie in Volkmarsen: hier gab es keine Toten, aber 75 Verletzte, darunter 18 Kinder, weil jemand mit seinem Auto in die Zuschauermenge eines Karnevalszuges geraten ist – seltsamerweise ist diese – ebenso abscheuliche Tat wie Hanau – kein Gegenstand öffentlicher Debatte, es wurde sogar eine Art Nachrichtensperre verhängt – die Bürger wurden aufgefordert, keine Aufnahmen zu verbreiten. Für die Leute von Wellenbrecher wohl keine Überraschung: man darf wohl davon ausgehen, dass bei anhaltender Ohnmacht der Gewaltspiegel im Lande weiter steigt.

Von wem geht eigentlich die Gewalt im Lande ursprünglich aus? Vom Volke. Also: im Prinzip. Also: von uns. Wir dürfen sie nur nicht ausüben, weil das Gewaltmonopol aus gut überlegten Gründen beim Staat liegt, weshalb wir angehalten sind, im Konfliktfalle die Polizei zu rufen anstatt zum Revolver zu greifen. Lief ja auch ganz gut hier – in Großbritannien sogar so gut, dass Bobbys keine Schusswaffen brauchen, um ihre Autorität durchzusetzen. Ich erinnere in dem  Zusammenhang auch gerne an die kanadischen Mounties, die allein durch Indianergebiete ritten um für Ordnung zu sorgen – während gleichzeitig in den USA der Höhepunkt der Indianerkriege stattfand: Frieden waren geht halt auch anders als mit Gewalt.

Aber was, wenn sich der Staat gegen die Bürger wendet? Die größte Gefahr für Bürger, die ihr Recht auf Gewaltausübung im Rahmen eines Gesellschaftsvertrages abgegeben haben (was, wie wir bei Hobbes sehen, schon mal die Rechtfertigung für die Einsetzung absoluter Herrscher war), ist, wenn der Staat mit aller Gewalt auf seine Bürger losgeht – gleich welcher politischen Art dieser Staat nun sei.

Geht bei uns nicht, meinen Sie? Wir sind nicht so?

Gerne erinnere ich da immer wieder an das Celler Loch – wo Geheimdienste ein Loch in ein Gefängnis sprengten, um des „den Linken“ in die Schuhe zu schieben: eine Tat, die für mich die Bildung jedweder Form von Verschörungstheorie in diesem Land im Sinne der Ausübung eines ehrenamtlichen Wächteramtes legitimiert. Wir könnten diese Liste sogar noch verlängern, doch ich will auf andere Gewalten hinaus, die unseren Alltag schon längst massiv prägen … und für eine erbärmliche Ohnmacht sorgen. 1975 las ich ein Buch, dass mir – als damals 16-jährigem – viel Hoffnung gab: der US-amerikanische und österreichische Aggressionsforscher Friedrich Hacker – ein seinerzeit sehr renommierte und anerkannter Wissenschaftler – hatte es geschrieben – Aggression – Die Brutalisierung der modernen Welt . Ich möchte eine einzige These aus diesem durchaus auch in seiner Gesamtheit lesenswerten Werk zitieren … weil sie den scheinbaren Frieden der Gegenwart völlig demaskiert:

„Gewalt, als Delikt verboten, wird als Sanktion geboten, umbenannt und gerechtfertigt“ (hier aus: Rowohl Sachbuch, Taschenbuchausgabe 1973, Seite 13 These 6)

Und jetzt schauen sie mal selbst, gegen wie viel Länder die friedliche Bundesrepublik via Sanktionen Gewalt ausübt. Eine Liste finden sie unter dem Link Zolltarifnummern, wo eine PDF-Datei zu finden ist, die Art und Umfang der Sanktionen auflistet. Sind über dreissig Länder. Aber mir geht es ja um die Sanktionen gegen Bürger im Inland, die sich des schweren und unverzeibaren Vergehens der Arbeitslosigkeit schuldig gemacht haben: 15 Jahre hat es gedauert, bis das Bundesverfassungsgericht sie als teilweise verfassungswidrig erkannt hat – wobei die politische Welt – allen voran die CDU – umgehend Gesetzeslücken suchten, um die Gewalt gegen die eigenen Bürger weiter ausüben zu dürfen – siehe z.B. rf, während die AfD sogar plant, Leistungsempfängern ganz treu in alter Systemparteitradition das Wahlrecht ganz zu entziehen – Beziehungsweise, sie vor die Wahl zu stellen, ob sie wählen oder essen wollen (siehe fr).

Wie weit waren wir 1973 – dass wir so viel über Gewalt verstanden – und dass sie unbedingt zu verhindern ist. Wie weit ist der kleine Verein Wellenbrecher, dass er uns einfach und verständlich erklären kann, wie leicht wir Aggressionen vermeiden könnten. Und wie dumm, unfähig oder sogar bösartig ist die politische Kaste, dass sie dieses Wissen ignoriert … wenn nicht sogar willentlich gegen die Menschen einsetzt.

Aber es kommt ja noch besser: für die Einsätze der komplett steuerfinanzierten Bundespolizei ist aktuell eine Gebührenliste eingeführt worden, die … ganz im Sinne der AfD-Forderung … die politischen Rechte der Bürger direkt von ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit abhängig macht: da kann die Demoteilnahme schnell mal ein paar Hundert Euro kosten, allein die Identitätsfeststellung („Die Papiere, bitte“) kostet 53,75 Euro (siehe: BMI Bund), allein ein vergessener Koffer am Bahnhof wurde schon mti 550 Euro berechnet (siehe wz).

Die friedliche Nachkriegsordnung der Bundesrepublik Deutschland zerbricht mit rasender Geschwindigkeit – und die aktuelle Hysterie um das Corona-Virus zeigt, dass es wirklich nur wenige Tage dauern kann, bis über das ganze Land – natürlich aus Gründen des Seuchenschutzes – das Kriegsrecht verhängt werden kann … inklusive der kompletten Abschaffung des Bargeldes, das natürlich auch ein Überträger sein kann. Und gleichzeitig zeigt uns die Börse, auf welch´ wackeligen Beinen wir als Gesellschaft stehen: noch ein wenig Panik mehr – und Höcke kann nach seinem Putsch ein Volk von verarmten Arbeitslosen regieren.

Ein alter Indianerhäupling sprach dereins zu seinen Söhnen und bat jeden, zwei kleine Stöcke zu suchen. Er nahm die ersten – und zerbrach jeden einzeln. Dann nahm er die zweiten, bündelte sie und bat seine kräftigen Söhne, sie zu zerbrechen: sie scheiterten. So wollte er ihnen zeigen, was in jeder Gemeinschaft das Wichtigste sei: der Zusammenhalt. Eine kleine Geschichte, die keiner Quelle bedarf, weil jeder mit seinen Söhnen die Geschichte im nächstgelegensten Wald nachprüfen kann. Sie zeigt, worin der eigentlich Grund des schleichenden aber unaufhaltsamen Zusammenbruchs unserer friedlich erdachten Gesellschaft liegt: wir sind nur noch ein Haufen einzelner, die jederzeit leicht zerbrochen werden können – währen die neuen neoliberalen Räuberbarone so hochgradig perfekt organisiert sind, dass sie ihre Politik von jeder Partei ausführen lassen können, die gerade angesagt ist.

Was wir bräuchten? Eine Partei, von der ich letztens im Radio gehört habe – habe nur nicht mitbekommen aus welchem Land sie stammt: die „Partei der gewöhnlichen Bürger“. Mit schauert aber schon vor der Gründung dieser Partei: die erste Frage wird sein … „seid ihr auf vegan? Sonst mache ich nicht mit“ Und dann … wird schnell geschaut, ob man nicht das „rechts“ – oder das „Sozialismusetikett“ draufkleben kann, damit das große Abkassieren weiter läuft. Aber es wird schon daran scheitern, dass Parteiprogramm zu schreiben, weil kaum einer durch die neue Genderschreibweisen durchsteigt – und man schnell riskiert, wegen Diskriminierung verklagt zu werden, weil man ein Sternchen falsch gesetzt hat.

 

Klimahysterie, Migrantenkriege, Antiamerikanismus – über den Terror der Unwörter und die Zukunft Europas

Sonntag, 19.1.2020. Eifel. Klimahysterie ist jetzt „Unwort des Jahres“. Wie überraschend. „Klimaleugner“ fand ich fiel schlimmer, setzt es doch Menschen, die auf einen seriösen Diskurs im Rahmen wissenschaftlicher Gepflogenheiten setzen mit Menschen gleich, die den industriell organisierten Massenmord an Polen, Juden, Russen, Kommunisten, Sozialisten, Sinti, Roma, Christen (also jene paar, die ihre Religion ernst nahmen) für ein Märchen der Propaganda halten. Zwar ist diese Position kaum haltbar – die Datenmenge zur Vernichtungsorgie ist (abgesehen von der immensen Zeugendichte) gigantisch – aber manche finden es halt schön, einen von Gott (genauer gesagt: der Vorsehung) geschickten unfehlbaren Führer zu finden, der einem sagt, wo es langgeht. Menschen, die den Begriff „Klimahysteriker“ benutzen – so wie ich – verweisen in dem Zusammenhang nur darauf, dass die ruhige, seriöse, nüchterne wissenschaftliche Debatte über mögliche Auswirkungen eines möglicherweise menschengemachten Klimawandels einer Stimmung gewichen ist, die ihnen hysterisch erscheint. Hysterie wird im Allgemeinen verstanden als neurotische Störung, die unter überschäumender Affektivität und einem gesteigerten Wunsch nach Anerkennung und Geltung einhergeht (siehe Wikipedia).

Wer das Wort „Hysterie“ gebraucht, hat mit Sicherheit auch die Folgen hysterischer Massenbewegungen im Auge, die allein in Deutschland Millionen Menschen – vor allem Frauen – das Leben gekostet hat. Die erste Massenhysterie die mir da in den Sinn kommt, ist die Hexenverfolgung zu Beginn der Neuzeit, die – beängstigenderweise – zu einem Zeitpunkt eintrat, als sich die Vernunft anfing, Raum in der Gesellschaft zu schaffen. Jenseits der hysterischen Christenverfolgung („die Kirche ist an allem Schuld“) weisen seriösere Untersuchungen andere Nutznießer aus: Juristen und Ärzte gelangten ab 1560 zu großer Macht und großem Ruhm, in dem sie die weisen Frauen des Dorfes (also: die Konkurrenz) ausrotten halfen (siehe dhm – Ausstellung und Aufsätze zum Hexenwahn).

Neben dem Hexenwahn war der Judenhass die nächste Hysterie, die allerdings schon viel weiter verbreitet war: bei jeder größeren wirtschaftlichen Krise (da gibt es auch Zusammenhänge mit den Hexenverfolgungen) schoben die Verantwortlichen dieser Krise die Verantwortung gerne dem jüdischen Volk unter, was immer leicht zu belegen war: da die meisten anderen Geschäfte für sie verboten waren, blieben Finanzgeschäfte als eine der wenigen Tätigkeiten übrig, die ihnen das Überleben ermöglichte – und außerdem hatten sie Christus verraten, für tumbe Gemüter guten Grund, der Hoffnung zu folgen, durch nur genügend Menschenopfer die unsichtbare Hand des Marktes so zu besänftigen, dass die Krise an ihnen selbst spurlos vorübergehen möge.

Vor diesem Hintergrund ist der Gebrauch des Wortes „Klimahysterie“ schon verständlicher: als Mahnung davor, auch angesichts eines möglichen menschengemachten Klimawandels (der erstmal – wie jegliche seriöse wissenschaftliche Aussage – eine Theorie ist, über die man möglicherweise in hundert Jahren ebenso lachen wird wie über tausend andere wissenschaftliche Theorien, die zwar anfangs überzeugend mit Macht und Kraft vorgetragen wurden, sich aber letztlich als Unwahr erwiesen) als Menschen untereinander ruhig und gelassen zu bleiben. Angesichts der massenvernichtenden Potenz jeder Art von Hysterie eigentlich eine sinnvolle Wahrnung, immerhin gab es schon einen staatlichen Lehrbeautragten aus Graz, der Klimaleugnung (und die Ablehnung von Kondomen!) unter Todesstrafe legen wollte (siehe Spiegel) – im Übrigen Grund genug zu sagen: es ist mal wieder soweit.

Es hätte natürlich auch andere Worte gegeben, die zur Wahl standen, eines, dass nicht zur Wahl stand, aber seit kurzem in den nationalen Diskurs mit Verweis auf Belgien eingespeist wird, ist den meisten wohl noch gar nicht bekannt: die „Migrantenkriege“.

Ich mag hierzu keine Quelle nennen – aber keine Sorge: ich bin mir sicher, dass dieses Wort sich sehr schnell verbreiten wird. Es wird von einer kleinen Geschichte begleitet, denn – angeblich – berichten namentlich nicht genannte Polizisten aus Brüssel davon, dass sie diese Kriege schon ausfechten – und das sie sich bald über ganz Europa ausbreiten. Namentlich nennen darf man sicherlich deutsche Qualitätsmedien die – so ganz am Rande – davon berichten, was in Brüssel eigentlich so geschieht: aus keinem Land der Welt sind so viele Kämpfer nach Syrien gezogen wie aus Belgien – in Brüssel gibt esStadtteile mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 45 Prozent (siehe Welt).

Und siehe da: wir sind schon wieder bei einer Hysterie – einer „überschäumenden Affektivität, begleitet von einer gestiegenen Geltungssucht und dem übergebührlichen Drang nach Anerkennung“ – der beide Seiten betrifft. Die eine Seite fürchtet fast panisch den Untergang des Abendlandes, die andere Seite die sofortige Rückkehr der NS-Vernichtungslager. Beides natürlich Humbug, aber alle geilen sich daran auf.

Humbug?

Ich sehe schon: darüber darf gesprochen werden.

Das „Abendland“ – speziell Deutschland – hat seit Jahrtausenden wichtige kulturelle Impulse aus dem Ausland bekommen … auch aus dem arabischen Raum. Körperhygiene zum Beispiel – die Kreuzritter waren fasziniert von den Möglichkeiten, die sich da eröffneten. Oder allein die Zahlen: die indo-arabischen Zahlen sind zuerst mit den Mauren nach Spanien gekommen und bildeten streng genommen die Grundlage für alle unsere naturwissenschaftlichen Erfolge, weil sie die „Null“ denken konnten (siehe typolexikon). Das, was wir „deutsch“ nennen, ist schon längst ein Sammelsurium aus vielen Kulturen, dereinst willkürlich herausgeschnitten aus der Sprachgemeinschaft der Mitteleuropäer – wobei darauf hinzuweisen ist, dass die deutsche Sprache in der Tat eine Sonderstellung innerhalb der Sprachenfamilien hat: ohne ihre Ausdrucksmöglichkeit wäre deutsche Philosophie nicht denkbar bzw. formulierbar gewesen. Diese Sprachfamilie hat schon viele Einwanderungswellen überlebt, war jahrhundertelang Schlachtfeld europäischer Großmächte, was nach Rudolf Augstein ein wichtiger Aspekt bei der Beurteilung der deutschen Mentalität sein sollte. Es gibt guten Grund anzunehmen, dass die Bewohner diesen Fleckens der Erde auch andere gesellschaftliche Zerrüttungen gut überstehen können – letztlich auch Stolz sind auf die Söhne der Einwanderer wie z.B. Kommissar Schimanski (polnischer Ursprung).

Viele denken uns da viel zu schwach.

Kommen wir nun zum anderen Humbug: der Neueröffnung von Auschwitz auf deutschem Boden. Sicherlich, zugestanden: die Tatsache, dass diese Sprachgemeinschaft schon einmal industriell organisierte Vernichtungslager geschaffen hat, sollte nicht vergessen werden – die Deutschen können sowas. Haben sie von den Briten gelernt (siehe NZZ zu Konzentrationslagern – das sind die guten Ausländer, weshalb wir darüber nicht sprechen: immerhin war Boris Johnson kürzlich zwecks einer „Auszeit“ auf den karibischen Besitzungen des in London wohnenden Urenkels von Otto von Bismark zu Gast – siehe Handesblatt… worüber man sich erstmal öffentlich keine Gedanken gemacht hat, was das wohl für Allianzen sind). Und sicherlich gibt es in der Politik wieder einen erkennbaren, manchmal sogar glasklaren Vernichtungswillen … der sich aber in erster Linie massiv gegen die Verlierer des Kapitalismus richtet: die Armen (Schmarotzer, Parasiten oder Unterschicht genannt). Wer nach Götz Aly mal weitere Elemente der Vernichtungsmaschinerie untersucht, wird schnell finden, dass diese Stimmung gegen arme Untermenschen ein zentrales Moment für die betriebswirtschaftlich alternativlose Vernichtung der Insassen der Lager darstellte – hier droht viel größere Gefahr als von Menschen, die nicht gerne der Machtergreifung einer mittelalterlichen Religion auf europäischen Boden zusehen.

Sicher – mit dem Islam haben wir jetzt noch ein Fass aufgemacht, dass viel zu groß für einen Sonntag Vormittag ist – weshalb auch hier nur soviel gesagt sei: ein säkularer Staat darf zurecht Bedenken äußern, wenn sich wieder eine Religion erhebt, die Anspruch auf die Gestaltung des Alltagslebens der Bürger hat, erst recht, wenn Hinrichtungen, Verstümmelungen, Zwangsheirat von Minderjährigen und kolossale Frauenverachtung Grundfundamente des Alltagslebens jener Länder sind, in der diese Religion Macht ausübt. Wir haben gerade mühsam den Katholozismus und die protestantische Prüderie samt ihrem Arbeitswahn abgelegt (aber noch nicht überwunden), ich denke, wir dürfen zu Recht mal eine Pause fordern.  Aber dazu ein andermal mehr.

Klimahysterie und Migrantenkriege – da haben wir jetzt drüber gesprochen. Beide Unwörter haben miteinander zu tun.

Dürfen wir auch mal über die Ursachen der beiden Unwörter sprechen?

Nein, dürfen wir nicht.

Ein drittes Unwort verbietet uns überhaupt nur darüber nachzudenken – und wir haben eine breite Front von Agenten und Sympathiesanten, die darüber wachen.

Dieses Wort halte ich ebenfalls für ein großes Unwort. Es verbietet uns, auch nur den Hauch von systematischer Kritik an einer agressiven Gesellschaftsform zu üben, die nach dem Überrennen und Vernichten der indigenen Kulturen drauf und dran ist, sich auch den Rest der Welt untertan zu machen, einer Gesellschaftsform, die Migranten in ihren eigenen Ländern bedinungslos umbringt – ohne Kriegserklärung (wie es unter zivilisierten Staaten üblich ist), ohne Gerichtsurteil, ohne die Möglichkeit, sich zu verteidigen. Ich rede hier von einer Kultur der Räuberbarone, die auch in ihrem eigenen Land brutale Herrschaft ausüben gegenüber jenen, die ihrer Meinung nach den „american way of life“ (also: Massenmord an Grundstückseigentümern zwecks räuberischer Aneignung) in Gefahr bringen.

Ein Einschub, damit wir uns nicht falsch verstehen: ich kenne einige Bürger der USA persönlich, habe dort sehr viele nette Menschen kennen gelernt, die ich für überaus wertvoll halte – und war oft neidisch über die Lebensmöglichkeiten dort, von denen wir Europäer (und vor allem wir Deutsche) nur träumen können, ich vermute sogar, dass man dort überdurschnittlich viele freundliche Menschen trifft – anders als am Montag Morgen in Gelsenkirchen: nicht also, dass wir jetzt eine neue Hysterie anfachen wollen. Die USA haben sogar heute noch anarchistische Elemente (also: Elemente der Abschaffung jeglicher Herrschaft von Menschen über den Menschen) in ihrer politischen Praxis, die ich sehr begrüßen würde: auch ich würde den Polizeichef gerne persönlich wählen. Es geht beim dritten Unwort um größere, systemische Probleme, nicht um „Antiamerikanismus“.

Wer, liebe Klimahysteriker, ist denn die größte Umweltsau auf der Welt?

Die Armee der USA (siehe Heise). Jene Armee, die auch für die Migranten aus Afghanistan, dem Irak, Syrien, Lybien hauptverantwortlich ist und die zunehmend mehr Lebensmöglichkeiten im arabischen Raum vernichtet – vor allem gerne dort, wo der Islam keine Macht über den Staat hat, was seltsam scheint: ist doch der Kampf der Kulturen angeblich das neue große Weltdrama, das bevorsteht – aber die USA und die Kopf-ab-Staaten bilden dort eine geschlossene Einheit. Islam plus Neoliberalismus – das scheint zu gehen. Säkulare Staaten scheinbar nicht.

Natürlich dürfen wir die Armeen der anderen Staaten – und zwar aller – nicht außer acht lassen. Sie sind überflüssig wie Hundekot am Schuh, zerstören die Umwelt und rufen immer heftigere Migrantenwellen hervor. Aber wo finden wir noch die Stimmen, die die Abschaffung aller Panzer, Bomber und Atom-U-Boote fordern?

Nirgends.

Das hat auch Gründe: mit Atlantikbrücke und diversen anderen Vereinen sind unsere Politiker fest im System verankert, Lionsclub, Rotarier und andere Gruppen sorgen für eine feste Verankerung des Proamerikanismus in allen Schichten der Leistungselite, die Konzerne übernehmen sukzessive alle unsere Versorgungstrukturen. Sollte es die AfD jemals schaffen, dass isolierte Deutschland in die Welt zu bringen, werden die sich sehr wundern, wie arm und kläglich die Reste sind, die sie dann regieren dürfen – und den Kriegerischen unter Ihnen, die noch vom alten Reichsglanze träumen, sei gesagt, dass ein einziges veraltetes Atom-Uboot der Ohio-Klasse sämtliche deutschen Städte mit einem Schlag vernichten kann (mit 24 Raketen, von denen jede 8 Atomsprengköpfe trägt: damit wären 192 Städte Asche – mit nur einem Schiff) . Der Krieg des Vierten Reiches gegen die USA würde nur 8 Minuten dauern. Das ist die Realität, in der wir – und alle Länder dieser Welt – leben.

Die größten Antiamerikanisten leben aber in den USA selbst: in Gestalt von Präsident Roosevelt. Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen (Cicero – Roosevelt gegen Rockefeller), denn: diese Auseinandersetzung bestimmt im Prinzip die ganze US-Kultur bis heute (Roosevelt vs. Rockefeller), ist Grundlage des ganzen globalen (und vernichtenden) Konzernwesens, dass sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitet und schon längst jeden Nationalstaat zur Bedeutungslosigkeit verdammt hat (außer Russland, China und dem Iran). Gut: Roosevelt ist tot, aber die Anhänger seines „New Deal“ bilden die hellere Seite der USA – und stellen auch unsere Hoffnung da: sie haben die Chance, den Konzernterror aufzuhalten wie sie es schon einmal getan haben. Schaffen sie dies, könne wir das Klima sofort massiv entlasten, ohne wieder dem „kleinen Mann“ alle Lasten aufzubürden, ebenso könnten wir Frieden in die aktuellen Völkerwanderungen bringen – und wieder eine Zukunft für uns gestalten, die Lebenswert ist – für alle Menschen auf der Welt.

Erstmal so, wie die Finnen: deren Regierungschefin die vier Tage Woche a´sechs Stunden täglich andenkt (siehe Kontraste.at). Das geht mit dem US-Konzern-Diktat des „shareholder value“ natürlich nicht: wir wären überrascht, wer alles in Deutschland auf die Barrikaden gehen würde, um unsere 48-Stunden-Woche zu verteidigen – im Dienste der Eigenkapitalrendite.

Nie.

Was uns als Sprachgemeinschaft helfen würde, diese Zeiten zu überstehen? Sowohl den Amerikanismus, als auch den Klimawandel wie auch die Verwerfungen durch US-Kriege?

Solidarität.

Oder besser: Menschlichkeit.

Aber gerade der Umgang mit Sprache sorgt dafür, dass diese im Alltag kaum noch lebbar ist. Wir zerfleischen uns lieber um die Frage, ob für die vielen Deutschen, die jährlich ins Ausland abwandern (180000) eigentlich auch mal Ausländer nach Deutschland dürfen, um die Lücken zu füllen – oder darüber, wie das Wetter in hundert Jahre sein wird  – alles aus Angst davor, über die wahren Ursachen zu reden.

Es wird weder Klima noch Europa geben, wenn der Moloch der Räuberbarone nicht aufgehalten wird.

Und das … können angesichts der gewaltigen Macht des Imperiums nur die Amerikaner selbst … was sie auch schon bewiesen haben. Und wir können – bis die es geschafft haben – nett zueinander sein, um das Leiden etwas erträglicher zu machen.

Auch zu den Kindern der Einwanderer, die unsere Zukunft mit tragen werden, weil viele Deutsche lieber „double income no child“ gelebt haben.

Vielleicht wird unser nächster Lieblingstatortkommissar Ahmed heißen – und mit Ruhrpottslang Cum-Ex-Verbrecher jagen.

 

 

 

Die Zukunft – das dunkle Evangelium

Samstag, 7.12.2019. Eifel. So ist das Jahr bald vorbei. Eine Arbeit wäre noch zu tun: die Antwort auf die Frage „Wie wird das alles enden“. Was bringt uns die Zukunft? Leider wird die Antwort viele nicht glücklich machen – schlimm für alle, die Kinder haben. Aussagen über die Zukunft zu machen ist – sofern man kein „Seher“ ist – immer ein Unterfangen, das mit Risiken behaftet ist: schon morgen kann die regierende Oberschaft sich besinnen und sagen: „Wir gehen hin, verkaufen alles, was wir haben und geben es den Armen“. Der Binnenkonsum würde explodieren, Armut wäre beseitigt, die Wirtschaft bekäme einen enormen Schwung – außer bei Luxusgegenständen, die man nur braucht, weil man sonst nicht weiß wohin mit seinem Geld – und viele Menschen neuen Lebensmut. Könnte ja passieren. Dann wären alle Gedanken zur Zukunft überflüssig.

Ehrlich gesagt, halte ich das für möglich, aber nicht für sehr wahrscheinlich. Wir halten uns ja auch extra Geisteswissenschaften, um darauf ein Auge zu haben – aber immer mehr geht es in den Geisteswissenschaften nicht ums Ringen um die Wahrheit, sondern um das Ringen um den nächsten Jahresvertrag: so kann man nicht nüchtern und unabhängig arbeiten. Wäre das nicht so: man müsste sich nicht selbst hinsetzen und sich unbequeme Gedanken über die Zukunft machen, man könnte es überall nachlesen, wo wir landen werden, wenn wir nicht mit dem Unfug aufhören, der uns gerade eingeredet wird.

Jede einzelne Entwicklung vorauszusagen, ist eine Kunst, die ich mir nicht zutraue – aber die Philosophie zu beschreiben, nach der die Zukunft sich richten wird: das mag ich wohl wagen. Fangen wir an mit einem Leitsatz der modernen Kultur.

„Du sollst tausend Götter haben – und noch mal tausend, so viel es Dir gefällt“

Wir haben ja viele Atheisten unter uns – doch bemerkenswerterweise sind die alle durch die Bank blind für jene abartigen kultischen Religionen, die unsere Neuzeit geboren hat. Der Focus – dieses Werbeblatt mit Textbeilagen – hatte unlängst einen Artikel über unsere neuen Götter, der für sich schon gruselig genug war. Es ging im „Popstars“, deren Namen mir leider nicht so geläufig sind – ich denke aber, jeder kennt die großen Namen die uns die Medien täglich präsentieren, damit wir mit Ehrfurcht an sie denken, sie bewundern und … in einiger Zukunft wohl auch anbeten werden. Madonna, Rhyanna und wie sie alle heißen: ja, sogar ein kleiner Schrein für Dieter Bohlen ist denkbar – wenn er nicht heute schon in manchen Zimmern steht. Kaum ein Unterschied besteht zwischen den Erzählungen der alten Sagen über ihre vielfältigen Götter und den Narrativen moderner „Promi“-Magazine – und der Markt mit Devotionalien (wir nennen das modern: „Merchandising“) blüht wie nie zuvor: oft genug laufen die Menschen herum wie kleine Littfasssäulen, gespickt mit Markensymbolen, die auch langsam die Wohnungen erobern – alles religiöses Tun um Verehrung zu zeigen, Verbundenheit mit dem heiligen Geist Coca Cola, der mächtigen Hauch der Marlboro oder dem Apostel Jack Wolfsskin, der das edle Wilde repräsentiert … von dem wir so weit weg sind. Und wie viele Altäre es heutzutage für Adolf Hitler gibt, den ersten Popstar der Moderne, den Heiligen der Menschenfresser, kann man bei jeder Neonazi-Razzia selbst beobachten – und dann hochrechnen.

„Du sollst den Namen des Höchsten nicht beschmutzen, sein Name ist MAMMON und ihm dienen alle, die Großen und die Kleinen“

Vor knapp einhundert Jahren schrieb der Philosoph Walter Benjamin ein kleines Fragmentstück mit dem Titel „Kapitalismus als Religion“, auch wenn er meinte, dass die Zeit noch nicht reif sei für eine umfassende Analyse des Phänomens. Dirk Baeker, ein Soziologe der Universität Witten/Herdecke, hat den aktuellen Stand kurz und prägnant zusammengefasst (siehe Werkstatt-kritische-Bildungstheorie):

„Seit die sozialistische Alternative nicht mehr verfügbar ist und damit die Form der Gesellschaft nicht mehr Gegenstand einer ideologisch begründeten politischen Entscheidung ist, glaubt diese Gesellschaft an den Kapitalismus. Sie glaubt, dass er ihr Schicksal ist. Und sie glaubt, dass er die einzige Chance ist, ihr Schicksal zu gestalten. Die Gesellschaft fühlt sich im Kapitalismus zu Hause, wie sie sich früher mit jenen Geistern und Göttern zu Hause fühlte, die man zwar anrufen, zu denen man beten und denen man opfern konnte, deren Launen und Ratschlussjedoch trotz allem überraschend und letztlich unerforschlich blieben.“

Nie zvor in der Geschichte der Menschheit hat eine Religion (an die sich Atheisten überhaupt nicht heranwagen – was wahrhaft mächtig ist, meiden sie wie der Teufel das Weihwasser) so tief in den Alltag hineinregiert, die Erziehung der Kinder bestimmt, die Familienstrukturen zertrümmert, den Arbeitsalltag verdichtet, die Werte und Normen selbst in den fernsten Ecken der Gesellschaft und der Welt geformt wie der Kapitalismus, nie zuvor ist eine aufgeklärte Gesellschaft so sehr von Geisterbildern (der „unsichtbaren Hand des Marktes“) tyrannisiert worden, nie zvor waren die Opferzahlen so hoch (ja – der werden selbst die Azteken blass) – und noch lange ist die Diskussion nicht zuende, was alles zu den Opfern zu zählen hat, zu den Opfern jener Philosophie, die allein betriebswirtschaftliche Denken als höchste Form des Urteils zuläßt – verstehe ich Götz Aly richtig („Die Vordenker der Vernichtung“ zusammen mit Susanne Heim und „Hitlers Volksstaat“) so müssen wir auch die Holocaustopfer als Opfer jener Philosophie verstehen, die Menschenleben nur dann akzeptiert, wenn es betriebstwirtschaftlich irgendwie dem Mammon dient – dient es nicht, kann es weg. Wer meint, dass sei Geschichte, der darf sich gerne einmal mit der Philosophie des aktuellen Hartz-Horrors auseinandersetzen: wer hier nicht verwertbare Leistungen für den Höchsten erbringt (Pflege der Eltern zählt nicht dazu, Pflege der Kinder auch nicht, eben so wenig ein Leben für die Kunst, die Musik, die Philosophie) und sich weigert, der Obrigkeit zu gehorchen, riskiert, Wohnung, Essen, Wasser, Wärme und letztlich das Leben zu verlieren – bezeichnenderweise war die erste Reaktion der Armenverfolgungsbehörde Jobcenter und der heiligen Bundesagentur für Arbeit, nach dem Spruch des Verfassungsgerichtes, das eine Sanktionierung von 100 Prozent für unmenschlich hielt, eben jene Sanktionierung durch die Hintertür wieder möglich zu machen.

„Kein Tag soll dem Höchsten entgehen, bringe ihm alles dar, was Dir an Zeit geschenkt wurde“

Weihnachten – das … fälschlicherweise … höchste Fest unserer Unkultur – verdeutlicht mit seinen Materialschlachten schon deutlich genug, wohin die Reise geht, Rente mit 70, Rente mit 80 oder 90 Lebensjahren folgt diesem Denken auf dem Fuße, auch zu Ostern – so wird mir zugetragen – rollen nun Müllberge durch die Wohnungen, beständig rückt die Wirtschaft näher an die Feiertage – erste sind schon gestrichen worden, um Geld einzuspielen – und für viele schrumpft die Zeit beständig, die Tempel des Mammons werden bald 24 Stunden am Tag geöffnet sein, 7 Tage die Woche: wer den Segen des Herrn hat (also: Geld) darf jederzeit opfern gehen (also: shopping). Und wer nicht arbeiten geht, darf in den Gottesdienst der Medien, wo die Triumphe, Erfolge und Heilungswunder des Kapitalismus („Schau: Ken war unglücklich – jetzt trinkt er Promillewunder und ist wieder froh, mehr als je zuvor“) und seine tausend Götter täglich gepriesen werden.

„Du sollst gegen Deine Eltern und ihre Eltern aufstehen, verkünde ihre Sünden und verbanne sie, so Du die Kraft dazu hast“

Wer betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll verwertet werden kann, hat keinen Sinn mehr auf Erden. Hier gilt: „Arbeit macht frei“ – und wer keine Arbeit hat, keiner Arbeit nachgehen kann, zu keiner Arbeit nützlich ist, der darf nicht auf die Gnade des Herrn hoffen, er hat Strafe verdient: allein, mit dementen Patienten auf dem Zimmer, willenlos durch Psychopharmaka gemacht, eingewiesen von den eigenen Kindern, die sich des Elends schämten und das Erbe früher wollten, als „Gammelfleisch“ verhöhnt: das ist das Schicksal der Generation, die das aufgebaut hat, worin wir leben, das Schicksal von Generationen, die in nahezu allen alten Kulturen als die Weisen galten  und denen man blind Führung anvertraute – weil sie aus viel mehr Fehlern lernen konnten als die Jungen, was die noch leicht erkannten.

„Du sollst Leben beenden, wie es Dir gefällt: so es dem Höchsten nicht gerecht wird, darf es gehen“

Wofür wir nicht alles schon töten – und vor allem: wo. 100 000 Schwangerschaftsabbrüche im Jahr, 70 000 Tote durch unbesiegbare Krankenhauskeime, 10 000 Tote durch Unfälle im Haushalt, 4000 durch den Straßenverkehr, Selbstmorde sind inzwischen bei Jugendlichen Todesursache Nr. 1 (siehe MZ). Wir töten auch in Afghanistan und in Mali, unser Elektromüll tötet in Ghana Kinder gleich hundertfach, unser Rohstoffhunger nach Lithium tötet Kinder und Erwachsene weltweit, die Kriege um Rohstoffe und Neuordnung von Regierungen ermorden Millionen, ebenso wie die künstliche Verseuchung der Umwelt durch unsere Abfälle – die Liste ließe sich endlos verlängern, aber auch in der Medienerziehung setzt sich der Mord als Mittel der Wahl immer mehr durch: zwar gesellschaftlich noch verboten, aber … in Zeiten höchsten Zorns doch immer verständlicher, immer akzeptabler. Mehr und mehr fallen auch die letzten Grenzen: durch mühsam konstruierte „Hirntod“-Definitionen nebst staatlicher Organspendepflicht werden neue Märkte eröffnet und so der Herr befieht, die Pharmaaktien zu befördern, befiehlt der Staat auch sofort die Impfpflicht.

„Du sollst Frauen verbrauchen wie es Dir gefällt, nimm sie, so Du Macht hast, dass ist der Lohn des Herrn“

Die Verwertung von Frauen ist inzwischen wieder Standard geworden – und wird wohl … wie die letzten Jahre auch … wieder zunehmen, ihre Körper werden zu Werbezwecken ausgeschlachtet, dienen zur Unterhaltung einer milliardenschwaren Pornoindustrie, ihre Verkaufbarkeit ist inzwischen soweit gefördert worden, dass Deutschland „Das Bordell Europas“ genannt werden kann (siehe ZDF), als Ausgleich für die harten Fakten gerndern wir derzeit die Sprache – so sind alle beschäftigt und achten nicht darauf, wie wir weltweit Frauen nach Deutschland verschleppen, damit der Herr Vergnügen an ihnen findet.

Nun – der geneigte Leser hat schon längst gemerkt, was sich hier bildet: es formen sich die zehn Gebote eines dunklen Evangeliums, die ihre Kraft noch lange nicht entfaltet haben. Die letzten vier wiederholen sich ein wenig, darum wollen wir sie kurz abhandeln:

„Du sollst nehmen, was Dir gefällt, denn das ist das Recht des Höchsten“ – so ist das Gebot der Shopping Mals und der ganzen bunten Warenwelt, täglich wird es auf hunderten Kanälen in zigtausenden Sendungen gepredigt

„Du sollst lügen und betrügen wie es in Deiner Macht steht – denn so gefällt es dem Herrn, die Wahrheit sei auf immer Dein Feind, damit das was Deinem Nächsten gehört bald Deins sein soll“ – Grundsatz jeder Marketingoffensive

„Du sollst benutzen Deines Nächsten Frau und ihre Kinder, bis Du ihrer müde wirst, dann werfe sie in die Gosse, in die sie gehören“ – und

„Du sollst begehren Deines Nächsten Hab und Gut auf dass es DEIN werde“ – Grundsatz allen kapitalistischen Wirkens (ausgenommen der Frau und Kinder, die haben einen Sonderparagraphen) und allen Strebens „cleverer“ Geschäftsleute, die sich vom Grundsatz des „ehrbaren Kaufmanns“ schon lange verabschiedet hatten, Crede alle Anlageberater und Investmentbanker

So ungefähr lauten die ungenannten Leitsätze der Gegenwart, wer nun wissen will, was die Zukunft bringt, der kann seiner Phantasie freien Lauf lassen, wer weniger Phantasie hat, darf ins Kino gehen: „Die Tribute von Panem“ sind eine Vision der Zukunft, die nur linear hochrechnet, was aktuell schon längst läuft – auf niederem Grade. Wie beim Rodeln stehen wir gerade am Anfang einer Entwicklung, die allerdings schon 200 Jahre alt ist und inzwischen schon ziemlich Fahrt aufgenommen hat. Sicher – inzwischen können wir wissen, wer den Schlitten angestoßen hat: es waren die mächtigen Familien in den USA, die sich mit dem Bankensystem ein Herrschaftsinstrument geschaffen haben, dass so einfach wie genial ist – einfach jedenfalls für jene, die es sich ausgedacht haben. Sie drucken wertloses Geld, verleihen es dem Staat und seinen Bürgern und bekommen dafür als Zinsen echtes Geld zurück – einfacher reich werden geht gar nicht. Hört sich blöd an, ist aber so: es gibt genug seriöse Abhandlungen, die diesen Kern des Kapitalismus detalliert beschreiben. Das Recht auf dieses Geschäft ist durch viele Verträge abgesichert – und dieses Geschäft frisst sich seit hundert Jahren ungehindert durch alle Länder der Welt – außer sie sind kommunistisch und betreiben das gleiche Geschäft auf eigene Rechnung.

Geschützt wird dieses System durch die mächtigste Armee die die Welt je gesehen hat 649 Milliarden Dollar werden jedes Jahr in diese Wehrmacht gepumpt, die weltweit agiert – im Vergleich dazu: die reichen Saudis (denen die obigen Gebote sehr gefallen dürften) kommen auf 67 Millionen, das „böse“ Russland auf 61 Millionen (siehe Statista). Eine Befreiung von diesem Joch kann eigentlich nur aus den USA selbst starten – und der Kampf Roosevelt gegen Rockefeller zieht sich eigentlich kontinuierlich durch die Geschichte der USA – wobei Rockefeller seit den achtziger Jahren gewinnt – und zwar haushoch. Aber womöglich schaffen es dort soziale Kräfte noch, den Kurs vom Abgrund fort zu lenken. Hoffnung – habe ich da wenig, da sich die Macht der Gangster in diesem Land potentiert und die Heimatschutzgesetze nach „nine-eleven“ jeden Widerstand im Keim ersticken können.

Es fehlt aber noch der zentrale Satz für unser „Dunkles Evangelium“, einem Satz, an dem wir immer mehr arbeiten, dem wir täglich immer mehr folgen:

„Du sollst Deinen Nächsten hassen und verachten wie Dich selbst“

Den befolgen meiner Meinung nach derzeit immer mehr Menschen: Männer gegen Frauen, Junge gegen Alte, Reiche gegen Arme, Starke gegen Schwache, Rechte gegen Linke, Deutsche gegen Ausländer (und Ausländer gegen Deutsche), Veganer gegen SUV-Fahrer, Renter gegen Kinderlärm, Anwohner gegen Falschparker und Klimaheilige gegen Umweltsäue, Soldaten gegen Pazifisten, Rocker gegen Grüne oder einfach gesagt: Millionäre gegen Arbeitslose, Arbeitslose gegen Ausländer, Ausländer gegen Frauen, Frauen gegen Männer, Männer gegen Kinder und Kinder gegen Gammelfleisch: auch eine Liste, die beliebig verlängert werden kann. Dass das „Dschungelcamp“ Deutschlands beliebteste Sendung ist – eine Sado-Maso-Orgie in vollendeter Entwürdigung des Menschlichen – sagt eigentlich schon deutlich genug, was wir noch zu erwarten haben.

Und wo das alles enden wird?

Wir haben den Ball schon vor´s Tor gelegt – für die schlimmste Barbarei, die die Menschheit je gesehen hat. Auschwitz-Birkenau war nur ein leichtes Vorbeben für das, was nun langsam möglich ist: die Überbevölkerungsprediger und die Klimahysteriker flüstern schon jetzt leise das Lied von der Endlösung, Hand in Hand mit Tier- und Umweltschützern der dunkleren Art:

„Der Mensch muss weg – und das ist gut so.“

Und das Ausrufen der Klimanotstandes macht die ersten Notstandsgesetze denkbar, die in diese Richtung gehen werden – allein, weil die Reichen nicht mehr länger tolerieren wollen, dass die Armen ihnen die Landschaft zersiedeln, ihre Luft wegatmen und in ihren Seen plantschen.

 


PS: trotz vieler Worte noch ein Nachwort der persönlichen Art. Man liest nicht mehr so viel von mir an diesem Ort, an dem ich nun seit vielen Jahren Texte veröffentliche. Damit sich keiner die falschen Gedanken macht, hier die Erkärung für den Umstand, dass ich rarer geworden bin: zwei Kinder von mir sind schwer erkrankt – es sind die, die bei mir wohnen. Das kostet mich so ziemlich alle Zeit, die ich übrig habe, denn: wir reden hier auch über Pflege. Es reicht gerade bei mir nur noch dafür, kurze Gedankensplitter beim Frühstück zu veröffentlichen – mehr nicht. Die Zeit wird sich – so hoffe ich – irgendwann mal ändern, dann werde ich mich wieder mehr auf die geistige Auseinandersetzung stürzen können, aber momentan muss ich dringend andere Prioritäten setzen – auch jene, dass ich Zeit für Erhohlung brauche. Und natürlich zehrt das sehr an Kräften und Gedanken, lenkt ab von den großen Blicken über den Tellerrand hinaus. Aber: das ist halt Leben. Da muss man durch. Und dann: ist auch wieder Zeit für´s schreiben. Ja: wirklich.

 

 

 

 

 

 

 

Die Zukunft: der Triumph der Barbarei

Sonntag, 20.Oktober 2019, Eifel. Vor unseren Augen bricht derzeit eine ganze Weltordnung zusammen, doch niemanden kümmerts. Erdogan, der Mann, der Gegner und Journalisten verfolgen läßt wie kein anderes Natomitglied, überfällt ganz offen und ohne Scham sein Nachbarland – aber erst nachdem die Amerikaner, die es vorher überfallen hatten, abgezogen waren. Kriegserklärungen gab es keine, die Genfer Konvention wurde augenscheinlich auch nicht eingehalten, jedenfalls hört man von „türkischfreundlichen Milizen“, die Hinrichtungen vollziehen (siehe t-online). Er spricht offen davon, dasser sich am großosmanischen Reich orientiert, es als „Vorbild“ nimmt – angeblich erzählt er häufiger sogar stolz von der Belagerung Wiens durch die Türken (siehe Welt). Erinnert mich an Mussolini, der sich am römischen Reich orientierte und das Mittelmeer zu seinem Meer machen wollte. Wer finanziert diese Milizen? Nun – Überraschung: die Bundesrepublik Deutschland. Ja – wir finanzieren dort sogar rechtsextreme Brigaden (siehe Heise). Nur damit Sie mal wissen, was mit  Ihrer CO2-Steuer so alles gemacht wird.

Was ist nur aus unserer einst so modernen, aufgeklärten Welt geworden? Wir hatten nach zwei verheerenden Weltkriegen – bei denen Deutschland nicht so gut weg gekommen ist – so viele politische Mechanismen installiert, die Kriege auf ewig verhindern sollten – und doch gelingt es nicht. Auch die Aussichten für die Zukunft sind entsprechend düster: wir erklären keine Kriege mehr – so wie Japan noch offziell den USA oder auch Hitlerdeutschland – wir führen einfach militärische Offensiven durch, die Kollateralschäden in Millionenhöhe hinterlassen, nehmen aber das Wort Krieg gar nicht mehr in den Mund: genial, oder? Man stelle sich vor, wir würden alles so verfahren: einfach das Wort „Raub“ aus dem Sprachgebrauch streichen und demnächst mit der Kalaschnikow bei Aldi einkaufen, lustige Beschreibungen würden uns sicher dafür einfallen – zur Not gibt es eine ganze gut bezahlte Branche, deren Beruf es ist, solche Begriffe zu erfinden … „Einkauf mit robustem Mandat“ käme mir da so in den Sinn. So kann auch jeder zu einem sonst unerschwinglichem umweltfreundlichen Tesla oder Elektroporsche kommen. Auch die Mietprobleme könnten sich so lösen lassen: einfach einziehen und es „Wohnungstausch“ nennen: wir kriegen eure Villa, ihr unsere Schimmelbude, die ihr uns zuvor teuer vermietet habt.

Bezogen auf das eigene Land wird einem schnell klar: solche Regeln der Barbarei wollen wir national gar nicht haben, international sind sie aber schon längst da – und sie färben ab. Das Respekt und Anstand, Ehre und Würde eher seltenere Erscheinungen geworden sind, kann eigentlich jeder schnell merken, ich sage nur: Hartz IV. Wir haben oft darüber gesprochen, Fallbeispiele veröffentlicht – man muss die Klage nicht endlos neu formulieren. Den einen ist es zur Genüge bekannt, die anderen beten, dass sie nicht in eine solche Situation geraten: wie 1933-45, als immer mehr Nachbarn spurlos verschwanden. Sie staunen? Meinen, dass sei nicht so schlimm? Mir liegt ein Protokoll eines Hausbesuches des Ermittlungsdienstes des Jobcenters Rhein-Neckar vor, das einem die Haare zu Berge stehen läßt. Leider kann ich es nicht veröffentlichen – ich traue mich nicht … und merke selbst schon die Angst, die die Betroffenen selbst spüren müssten. Klar wäre es ein leichtes, die Beschreibung zu kopieren und hier hinein zu stellen: aber was dann? Es sind zwei schwer kranke Menschen, die davon betroffen sind – und dass dieser Staat selbst alleinerziehenden Müttern die Bezüge um 100 Prozent kürzt: das war sogar schon Thema in der satirischen Heute-Show des ZDF. Kürzung heißt: auch Miete und Krankenkassenbeiträge werden nicht mehr bezahlt. Was heißt das eigentlic konkret? Nun: das Kind wird zum Tode durch verhungern preis gegeben, weil die Mutter nicht genug anschafft. Soweit sind wir in diesem Land. Und deshalb halte ich mich lieber zurück, um die Augenzeugen des Vorfalls zu schützen.

Sicher, werden Sie jetzt sagen: das sind Einzelfälle. Bedauerliche Einzelfälle, die nun mal vorkommen. Nur: als Philosoph darf man das anders sehen, weil wir nach den allgemeinen Prinzipien schauen, die unsere Zivilisation tragen und ausmachen, jene viel beschworenen Werte, für die wir jeden Tag aufs neue in den Krieg ziehen und uns völlig unbekannte Menschen töten – wie in Afghanistan und Mali.

Sie werden wahrscheinlich nun auch anbringen: die schreckliche Zeit des Dritten Reiches ließe sich doch überhaupt nicht vergleichen mit der Gegenwart: immerhin haben wir keine Konzentrationslager – obwohl sowas für Arbeitslose auch schon mal gefordert wurde … ebenso wie ihre öffentliche Kennzeichnung, wobei noch nicht klar war, wie denn das Symbol aussehen sollte, dass jeder Arbeitslose zu tragen hätte.

Sie verkennen die taktische und strategische Situation der damaligen und der heutigen Zeit. Damals war Deutschland noch ein Land mit viel Ackerbau, voller Felder und Wälder. Man wusste, wo was zu holen war, die dezentrale Versorgung hatte eben auch Vorteile, zumal – die Deutschen an sich (von ihren Führungen mal abgesehen) ein recht anständiges, hilfsbereites und gastfreundliches Volk waren – so wie es die germanischen Sitten (siehe Aphorismen) verlangten: es war also denkbar, dass schnell viele Nachbarn einsprangen, wenn Not war. Also musste man die Menschen zur Vernichtung ins Lager verfrachten – was teuer war.

Heute aber – gibt es nur noch wenig landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland, ihre Zahl hat allein seit 1975 rapide abgenommen (siehe Statista). Wer hier was zu essen haben will, der braucht Geld, denn unsere Anbauflächen liegen in China bzw. Afrika. Und wenn man den Menschen das Geld streicht … nun, dann gibt es eine gute Chance, dass sie verhungern. Noch gibt es genug Mitmenschen, die diese Situation verhindern, aber machen wir uns nichts vor: nach dem Willen des Staates wären sie dem Tode geweiht. Das geht bei unserem hohen Organisationsgrad ganz ohne Lager.

Flankierend zu der Versorgungssituation sind jedoch auch zwei weitere Maßnahmen ergriffen worden – nicht nur in Deutschland – die dafür sorgen, dass die Hilfsbereitschaft heutzutage nicht mehr all zu weit reicht.

Die eine Maßnahme war: eine große Medienoffensive auf breiter Front, die den arbeitslosen Mitmenschen als asozialen Parasiten darstellte – sogar in Broschüren des Ministeriums (siehe Harald Thomé)

„Biologen verwenden für „Organismen, die zeitweise oder dauerhaft zur Befriedi-gung ihrer Nahrungsbedingungen auf Kosten anderer Lebewesen – ihren Wirten – leben“, übereinstimmend die Bezeichnung „Parasiten“. Natürlich ist es völlig unstatthaft, Begriffe aus dem Tierreich auf Menschen zu übertragen. Schließlich ist Sozialbetrug nicht durch die Natur bestimmt, sondern vom Willen des Einzel-nen gesteuert. Wer den Grundstock seines Haushaltseinkommens bei der Arbeitsagentur oder der für das Arbeitslosengeld II zuständigen Behörde kassiert und im Hauptberuf oder nebenher schwarzarbeitet, handelt deshalb besonders verwerflich. Schwarzarbeiter nehmen den Staat auf doppelte Weise aus: Erstens verdienen sie Lohn, für den sie weder Steuern noch Sozialabgaben entrichten. Dabei benutzen sie dieselben Straßen, schicken ihre Kinder in dieselben Schulen und rufen in Not dieselben Polizisten zu Hilfe wie die ehrlichen Steuerzahler. Aber schwarzarbeitende Arbeitslose verweigern nicht nur ihren Anteil an der „Ge-meinschaftskasse“; zusätzlich bedienen sie sich aus den Töpfen, die von der Mehrheit der Ehrlichen im Land gefüllt werden.“

Liest sich wie eine Abhandlung nationalsozialistischer Völkerkundler über jüdische Mitbürger – ist auch im Prinzip dasselbe. Da hat eine Menschenverachtung in den Behörden und der Regierung überlebt, die noch schlimme Folgen haben wird, wenn wir sie nicht eindämmen. Übrigens kommt niemand auf die Idee, den gleichen Grundsatz, der hier für Arbeitslose aufgestellt wird, auf große Konzerne zu übertragen: auch sie nutzen unsere Straßen, schicken ihre Kinder (und die ihrer Mitarbeiter) auf unsere Schulen und rufen in Not diesselben Polizisten wie die ehrlichen Steuerzahler – obwohl sie teilweise trotz Milliardengewinnen weniger Steuern zahlen als … ich.

Die andere Maßnahme war subtiler, läuft aber weltweit mit sehr großem Erfolg: die Zerstörung des Urvertrauens in die Menschheit als solche, die ebenfalls in breiter Front vorgenommen wird. Sie ist substantiell noch zersetzender als die Schaffen einer neuen Kaste von Ausgestossenen (früher: Juden, heute: Arbeitslose) und kommt ganz harmlos daher: als Unterhaltungsfilm. Im nationalen Filmmarkt sind es die Krimis, die uns umerziehen: dort sehen wir mindestens zehn mal soviel Mordopfer wie es überhaupt in der Realität gibt, ein grenzenloses Gemetzel in deutschen Stuben (siehe z.B. Stern). Der „Gast“ der Edda ist … ein potentieller Mörder geworden.

Noch brutaler zeigen sich internationale Produktionen, die mit großem Aufwand herausgebracht werden – nehmen wir als herausragendes Beispiel die Endlosserie „Walking Dead“, die den Weg einer kleinen Gruppe verlorener Menschen in einer von Dämonen (Zombies) überranten Welt beschreibt … eigentlich ein Mythos, der wie geschaffen ist, eine Geschichte zu erzählen, wie sich die Menschheit vereint angesichts größter Gefahr – doch erzählt wird eine andere Geschichte, denn: nicht die Zombies sind das eigentlich dämonische, sondern – die Menschen. Kannibalen, Massenmörder, Barbaren, sadistische Tyrannen: der Zusammenbruch der bürgerlichen Ordnung zeigt, was der Mensch wirklich ist: eine Bestie.

Der nächste Blockbuster: Games of Thrones. So eine Art „Dallas“ im Mittelalter – und in der Tat wurde mit dieser alten Serie über texanische Ölbarone der Angriff auf das allgemein positive Menschenbild in breiter Front gestartet: Held der Serie war J.R.Ewing (genial dargestellt von Larry Hagman), ein sadistischer asozialer Psychopath, der genau den „Erfolgstyp“ zeigte, den Reagan und Thatcher hervorzubringen wünschten. Während es bei „Dallas“ noch einen positiven Gegenpol zu dem Bösen gab (den jüngeren Bruder, die ruhigen Eltern), fällt der bei Games of Thrones völlig weg: der Mensch ist dort des Menschen Wolf – und ich behaupte, dass so etwas mit völliger Absicht verbreitet wird. Es ist eine Serie, die dem Weltbild von „Aktenzeichen XY“ Recht gibt, wo jeden Freitag Abend dem westdeutschen Bürger gezeigt wurde, wie niederträchtig, hinterhältig und gemein sein Nachbar war – eine ganze Industrie an Versicherungen und Sicherheitsfirmen hat sich eine goldene Nase an der Philosophie verdient … während wir in der Eifel noch offene Wohnungstüren haben, damit die Nachbarn auf ein Pläuschchen hereinkommen können.

Noch mehr Beispiele? Machen Sie doch einfach den Fernseher an – die Menschenverachtung sieht man nicht nur in angelsächsischen Serien, sondern auch im Dschungelcamp. bei DSDS, Big Brother oder diversen Modell- und Datingshows. Soll ja jetzt auch ein Fernsehformat geben, wo „der Hartzer“ vorgeführt wird. Und Anschläge wie der in Halle sorgen dafür, dass solche dunklen Mythen weiter verbreitet werden, wie es scheint, hat der antisemitische Attentäter nebenbei einen Gesinnungsgenossen erschossen (siehe Taz): Barbaren unter sich, das zeigt, wie gefährlich die Welt da draußen geworden ist. Kein Wunder, dass nur noch Kinder demonstrieren gehen.

Das ganze hat einen sehr bedeutsamen Hintergrund aus der Tradition der politischen Philosophie. Thomas Hobbes (1588-1679) hatte seinerzeit in seiner Schrift Leviathan ein Plädoyer für den absoluten Herrscher gehalten, dass in sich logisch und sehr überzeugen war. Damit seine Staatstheorie funktioniert, bedurfte es nur einer kleinen Voraussetzung: der Mensch musste an sich ein absolut asoziales Wesen sein – der Mensch musste zum „Wolf des Menschen“ werden. Natürlich müssen alle Menschen – oder wenigstens die Mehrheit – dieser Idee zustimmen … und da sind wir auf dem besten Wege. Dort wo der Mensch der Wolf des Menschen ist, braucht man eine – alternativlose – Supermacht, die diese Bestie im Zaum hält: den Monarchen. Ich gebe der Menschheit keine hundert Jahre mehr, dann haben wir ihn wieder: den absolutistischen Herrscher. Praktisch gesehen ist er heute schon da, als Weltherrscher in Form von weitgehend unbekannten „Investoren“, die die Geschicke des Planeten lenken.

Ist der Mensch aber ein soziales Wesen – wie etwa die alten Germanen – dann brauchen wir keinen Kaiser. So einfach ist politische Philosophie.

Und wenn Länder anfangen, sich untereinander wie Barbaren zu verhalten: wie wird wohl dann die politische Forderung der Zukunft aussehen? Die Schlussfolgerung ist jetzt schon erkennbar: wir werden eine autoritäre Macht brauchen, die mit strenger Hand durchgreift – gegen Erdogan und gegen Arbeitslose.

Und alle werden wieder jubeln.

Erstmal.

Und dann wird man wieder merken, was es wirklich bedeutet. wenn Menschen keine Würde mehr haben – und was dann wieder alles passieren kann.

Denken Sie nur mal daran, was Wirtschftsminister Peter Altmaier gerade an die Wand malt: es ist kein Geld für Rente mehr da (siehe ntv). Und was dann?

Hartz-IV-Folter – ein Livebericht

Sonntag, 6.10.2019. Eifel. Springer, Bosch, Daimler, Ford, VW, Continental, Siemens, Deutsche Bank, Galeria Kaufhof, Ryanair, Tesla, Opel, Ing Diba – alles große Firmen, die in Massen Stellen abbauen, oft im fünfstelligen Bereich. Da die Wirtschaft insgesamt schwächelt, wird da noch mehr zu erwarten sein. Im Vergleich zum Vorjahr sehe ich bei Lehrstellen in unserer Umgebung ebenfalls einen massiven Abbau von Angeboten an real vorhandenen Ausbildungsstellen: nur eine lokale Momentaufnahme, die aber auch so aussieht, als ob man sich auf harte Jahre einstellt.

Früher waren wir Sozialstaat. Nachdem wir verkohlt, geschrödert und zugemerkelt wurden, ist wenig davon über. Folter ist in unseren Alltag eingezogen – doch wir sehen sie nicht, weil nicht darüber berichtet wird. In einem geniale Coup hat die Schweinebande diesen Landes (denke da an die Farm der Tiere, Orwell) es geschafft, dass Arbeitnehmer für die Schaffung von Arbeitsplätzen nun völlig allein verantwortlich sind. Da ist jetzt jeder eine Ich Ag und selbst dafür verantwortlich, sich so professionell und effektiv zu vermarkten, dass weder Alter noch Brüche im Lebenslauf noch Krankheit ihn daran hindern, innerhalb weniger Wochen eine neue Arbeit zu bekommen. Das erwartet jetzt hunderttausend Deutsche, denn nach einem Jahr ist die Schonfrist vorbei: Hartz IV kommt. Man wird zum Abschaum erklärt, zum Untermenschen, zum neuen Juden, der dankbar sein darf, dass man ihn nicht sofort der Vernichtung zuführt.

Vernichtung? Zu hart gesprochen? Schwebt da Empörung über das Käse-Sahne-Torte? Wird der Kaffee womöglich kalt darüber?

Wir reden hier über Millionen Mitmenschen, die der Folter unterworfen werden: absichtlich und mit ausdrücklichem staatlichen Willen. Ich sage es nochmal: Folter.

Was sagt Wikipedia zu Folter (siehe Wikipedia):

Folter (auch Marter oder Tortur) ist das gezielte Zufügen von psychischem oder physischem Leid (Gewalt, Qualen, Schmerz, Angst, massive Erniedrigung) an Menschen durch andere Menschen oder Interessengruppen.

Zu Folter gehören nicht nur glühende Eisen, Streckbänke und Marterpfähle, sondern auch … Angst und massive Erniedrigung. Also dass, was unsere Politiker so liebevoll „Druck“ nennen. Hartz IV Empfänger müssen in ständiger Angst leben, dass der Sachbearbeiter keine Sanktionen ausspricht – oder nach dem Sektfrühstück nach der Feier des Kollegengeburtstages nicht übersieht, die Miete zu überweisen … was schon Menschen in die Nähe von Obdachlosigkeit geführt hat. Jeden Tag Angst vor der Post, die im Briefkasten liegt. Vielleicht wieder ein Arbeitsangebot im Rotlichtmillieu für die junge Mutter? Wieder ein Job, den man mit angegriffener Gesundheit nicht machen kann? Oder einer, der die Gesundheit massiv verschlechtern wird, dafür aber superschlecht bezahlt wird? Ist alles im Angebot: was an Stellen beim Jobcenter landet ist der Bodensatz der Angebote, die freiwillig nie einer machen würde.

Aber ich sehe: bevor ich fortfahre mit meinen Argumenten, sollte man die Opfer mal selbst zu Worte kommen lassen. Ich habe hier einen Livebericht zugesandt bekommen, der eloquent und feinsinnig die neuesten Instrumente beschreibt: das Chancenteilhabegesetz. Erinnern Sie sich bei der Lektüre bitte daran, dass massive Erniedrigung auch Folter ist – und es ist von der Empfindsamkeit (oder der Selbstachtung) des Einzelnen abhängig, ab wann Erniedrigung als massiv empfunden wird: ein Leibeigener des Mittelalters hat da sicher eine größere Toleranzschwelle als ein gebildeter Bürger des Mittelstandes wie unser Zeuge hier:

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Chancenteilhabegesetz, Maßnahmenträger, heiße Luft. Anonymisierung (der folgende Beitrag wird im Hinblick auf mögliche rechtliche Folgeauseinandersetzungen anonymisiert verfasst. Der sog. Maßnahmenträger ist in der Region, die den Verfasser beheimatet, ein wirtschaftliches Schwergewicht, das bei einer konkreten Namensnennung durchaus einen gewichtigen juristischen Einfluß auf eine Unterlassung dieses Textes geltend machen könnte. Ein sog. „Hartzer“ sollte sich sowieso immer dreimal überlegen, was er öffentlich äußert oder unternimmt. Die real existierende Parallelgesetzgebung des SGB II bis X zum GG der BRD macht dies eben möglich. Nichtsdestoweniger versichert der Verfasser ausdrücklich,hier lediglich die Wahrheit zu schildern, ohne jegliches Zudichten irgendwelcher Farbnoten, seien sie positivistischer oder negativistischer oder sonstwie subjektivischer Art)Hartz-IV-Überschau (wem dies bereits elementar bekannt ist, springe gleich zum u. g. Abschnitt Chancenteilhabegesetz) Über das meist kontraproduktiv oder doch massiv an den Interessen der Betroffenen vorbei wirkende Hartz-IV-Repressionsregime wurde sowohl in den auf der Nachrichtenspiegelseite erschienenen Artikeln wie auf mannigfach vorhandenen anderen Internetplattformen berichtet. Das ursprünglich postulierte „Fördern und Fordern“ dieser Gesetzgebung hat sich für den Interessierten wie Betroffenen längst als eine Art sadomasochistischer Nonsense herausgestellt. Ein technokratischer Nonsens zudem, der weder Betroffene wieder in Arbeit bringt, noch dem Staat Ausgaben einspart. Das Gegenteil indes ist der Fall: mit solchem Aktionismus, wie ihn die Überschrift bereits andeutet, werden bedeutsame Kosten einer jeden praktischen Sinn entbehrenden „Armutsindustrie“ zu allem Überfluß noch zusätzlich generiert. Wie dies im einzelnen nun geschieht – darüber möchte dieser Artikel Auskunft geben. Genug nun der einleitenden Worte, die dem interessierten Bürger nun bereitsals zu zahlreich oder zu tendenziell vorkommen mögen. Ein sog. „Hartzer“ wird sich viel einfacher in einer solchen Schilderung als mitbetroffen wiederfinden. Doch genau hier liegt ja der Dreh- u. Angelpunkt der Notwendigkeit solcher Schilderungen: von der Hartz-IV-Repression betroffen zu sein, ist dem Mitbürger tatsächlich schwer zu vermitteln. „Die im Dunkel sieht man nicht“ – sagte wie eben heutigentags wieder passend einst Berthold Brecht.

Und gerade ein solch positivistisch färbender Ausdruck wie „Chancenteilhabegesetz“ verleitet nun den voreiligen Betrachter von außerhalb zu realitätsfernen Schlußfolgerung. Allerdings, wie in meinem Fall, auch den in dieser Sache zunächst unerfahren gewesenen Hartz-IV-Betroffenen.

Chancenteilhabegesetz

Nach der Dürre solch theoretischer Gesamtbetrachtungen nun jedoch zu den frischen Wassern des prallen Direkterlebens einer solchen Maßnahme, die da angeblich fluggs und flott in Arbeit bringen sollte. Im folgenden will ich versuchen, das Zwiegespräch zwischen den Ansichten des Mitbürgers außerhalb und das reale Erleben des Betroffenen innerhalb des Maßnahmenmechanismus flüssig in Einklang zu bringen. Auch um aufzuzeigen, welche Paradoxie sich da durchaus um bzw. innerhalb eines einzigen Kopfes aufbaut. Es beginnt an einem Tag im Jobcenter vor dem Schreibtisch eines Arbeitsvermittlers. Die mageren Zahlungen des JC wurden zuvor von der Leistungsabteilung desselben auf Euro 300.- pro Monat festgesetzt, da eine Bedarfsgemeinschaft statt einer tatsächlich vorhandenen Wohngemeinschaft vorläge. Dies bedeutet konkret, das dieser Hartzer nun für seinen Lebensunterhalt und seine Mietaufwendungen nun nicht mehr als eben Euro 300.- erhält. Den gesamten restlichen Lebensaufwand soll seine Mitbewohnerin, die das Jobcenter als Teil der imaginierten Bedarfsgemeinschaft einstuft, ab nun von Euro 1000.- Erwerbsminderungsrente pro Monat mittragen. Die Miete in einer Hochpreisregion beträgt ca. Euro 600.-. Somit verbleiben ihr und ihm nunmehr Euro 700.- für den Lebensunterhalt: also Nahrung, Kleidung, Energie, Kommunikation und das sonstige Leben. Wozu dann im Falle zweierPersonen über fünfzig auch überlebenswichtige Medikationszuzahlungen gehören, sowie jegliche Kosten des in der Region unabdingbaren ÖPNV. Auch eine Fahrt um JC schlägt Euro 12.- bereits zu Buche. Ein Besuch der Tafelläden entfällt, da ebenfalls mit Fahrtkosten von Euro 7 bereits behaftet. Kurzum: es reicht nicht nur nicht; es reicht hinten und vorne nirgends. (ich betone diese Problematik zuvörderst, da sie eine wichtige Rolle in der Auseinandersetzung mit dem Maßnahmeträger spielen wird). An diesem Tag vor dem Schreibtisch der Integrationsfachkraft des JC wird nun dem Hartzer eine Maßnahme gemäß Chancenteilhabegesetz diktiert. Wie, diktieren? Wird der Mitbürger sich hier fragen? Ich lasse mir nichts diktieren! Nun: ohne Einwilligung u. Unterschrift in und unter eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) wird sanktioniert werden. Zuerst 30% der Leistungen, dann 100%. Obwohl die Hartz-IV-Gesetze dies explizit so nicht vorsehen, wird es dennoch praktiziert. Informationen über die wirkliche rechtliche Situationen werden selbstverständlich nicht erteilt. Anordnung – Unterschrift – Befolgung: oder Sanktion.

An diesem Tag vor dem jetzt schon dreimal erwähnten Büromöbel werden aber auch Versprechungen laut. Hoffnungen geweckt. Perspektiven projiziert.„Endlich wieder Arbeit. Endlich raus aus Hartz-IV. Ende der Repression, des Mangels – Freiheit. Lebensinhalt ganz neu“. Zufolge des Chancenteilhabegesetzes soll Arbeit auf fünf Jahre vom Staat finanziert werden. Das heißt salopp: ein Arbeitgeber nimmt den Hartzer als Azubi wie einen Menschen der HKL II in den Betrieb, und erhält auf 2 Jahre 100% des Tariflohnes (oder des Mindestlohnes – dieser Punkt ist nach wie vor strittig – auch trotz hartnäckigem Nachfragen wurde mir dies nicht punktgenau dargelegt), danach jeweils 10% weniger. Der Mitbürger oder der illusorisch nicht realitätsnahe Hartzer wird in jedem Falle den hier ausgelegten Köder „Arbeit“ willig aufnehmen. Schlechter kann sich das Leben ja nimmer entwickeln. „Arbeit hat noch niemandem geschadet. Besser was tun, als gar nichts. Gegen den Amtsschimmel kommt niemand an“ – diese Weisheiten haben wir alten BRD-Hasen von unseren Altvorderen zur Genüge gelernt. Besser, sie wieder zu befolgen. Und nun lockt doch da dieser rote Teppich, der mir Hartzer beim Eintritt in den Betrieb ausgerollt wird: da wird man mich wohl einarbeiten. Besser könnte es eigentlich nicht kommen. Da wird man doch an der Ehre gepackt, es endlich wieder zu versuchen. Vielleicht gibt es ja auch gute Jobs, die man kann und auch wirklich machen will? Ergebnis: unterschrieben, wacker hingegangen, machen: so schlimm kann ́s nicht werden. Auf die Integrationsberatung folgt auch bald der Bescheid: 6 Wochen Kursdauer beim Maßnahmeträger, individuelle Betreuung u. Zeitlicher Umfang innert dieser 6 Wochen nach Maßgabe der Coaches. Rührend: man wird sogar regelrecht trainiert – fast wie die Stars. Hier wird der Mitbürger noch freudig einstimmen: den Hartzern schadet es nicht, mal was zu machen.Geholfen wird ihnen auch noch dabei. SO schön hab ich ́s nie gehabt. Kriegen sogar Geld vom Staat. Geht an den Chef, ja. Aber für so einen: der kann ja nimmer soviel. Soll er froh sein über das, was er hat. Soweit, so klar.Erster Tag beim Maßnahmenmträger. Anreise zu immerhin Euro 7.- auf eigene Kosten vorverauslagt. Freundlicher, verständnisvoller Empfang. Hochmotivation schafft motivierte Ausgangslage auf beiden Seiten.

Zunächst Gespräch. Nochmals Gespräch. Viele Gespräche sollen folgen. Darlegung des eigenen berufllichen Werdegangs: Ausbildung, dann Studium, internationale und nationale beruflliche Stationen. Fremdsprechen, BWL, VWL, SAP-Kenntnisse, verhandlungserfahren, businessversiert: phantastisch. SIE sind unser Mann. Wir tun alles für Sie. Irgendwelche Wünsche? Abneigungen? Probleme: wir lösen sie. Für Sie! Auf uns ist Verlaß. Wie steht ́s mit der Psyche? WIR sind auch Therapeuten! Die Mitarbeiterin, halb so alt wie ich, gab sich größte Mühe aus – wie ich annehme – sogar ehrlichem Herzen und einer gewissen Sympathie. Ich meinerseits gebe alles, hier professionell und geschäftlich konstruktiv mitzuwirken. Tatsächlich scheint sich dieses Berufbildungswerk auszukennen im Fördern und fordern.Zunächst wie gehabt also Gespräch, die ersten zwei Tage lang. Auch am dritten Tag noch Gespräche. Es wird rundrum eruiert, wer man ist; was man kann; wohin man möchte; welche tatsächlichen Vermittlungsprobleme bisher vorlagen. Die sind auch kurz erzählt: Alter über fünfzig, Langzeitsarbeitslosigkeit, Freelancer-Karriere = diskontinuierlicher Lebenslauf, nicht wenige notgedrungene Jobwechsel, stark generalisiertes Know-How-Profil, längere Auslandserfahrungen statt zwei, drei Festanstellungen in der beruflichen Vita. Dazu eben die finanzielle Not als Bedarfsgemeinschaft, die auch die Arbeitsaufnahme im Büro erschwert. Keine berufsadäquate Kleidung, keine Fahrtkosten drin, keine Telekommunikation. Kurzum: die zwangsläufige Misere desjenigen, der zuvorkeinerlei Fördern vor dem Fordern erlebt hat. Hier spätestens müßte der Mitbürger mir zustimmen, da er als kfm. Gebildeter von Werbungskosten etwas verstehen müßte. Immerhin kann er die ja in seiner Einkommenssteuererklärung geltend machen. Danach wendet sich das Blatt, und Mitarbeiterin etwa in meinem Alter tritt auf den Plan. Es spielt sich nun ein good cop – bad cop Szenario vor meinen Augen ab. Mit einem Mal wird das einladende verständnissimulierende Verhalten von einem scharfen Erzieherton abgelöst.

Es folgen Sprüche wie: [„Lippenbekenntnisse kann hier niemand dulden. Wer meint, sich auf Staatskosten bei einem Arbeitgeber ausruhen zu können, fliegt gleich wieder raus. Solch einen Fall hatten wir bereits hier. Einen Hund, den man zum jagen tragen muß, braucht niemand. Seien Sie dessen gewiß! Fahrtkosten werden hier nur erstattet, wenn Sie sich vorab eine Monatskarte besorgen. Haben Sie sich nicht so mit dem Geld: Sie kriegen es ja von uns wieder. Ihre Mitbewohnerin bezieht doch eine sehr hohe Rente. Da haben Sie ́s in Ihrer BG doch besser als ein Hartz-IV-Betroffenener alleine. Ihre Sorge um berufsgemäße Kleidung und eine nötige Zahnreinigung interessiert hier nicht. Jedenfalls jetzt nicht. Ihr Kurs hier wird insgesamt zunächst 5 (in Worten„fünf“) Monate dauern, und nötigenfalls auch länger, bis wir sie vermittelt haben. Der Bescheid vom JC ist für uns irrelevant, WIR entscheiden, wie lange es für Sie hier dauern wird. Die Arbeitgeber akquieren wir hier – das hat Sie nicht zu interessieren, wo und bei wem Sie arbeiten werden. Zunächst ist es für Sie wichtig, daß Sie sich an einen Rhythmus gewöhnen, hier dreimal die Woche zum Gespräch zu erscheinen. (auf meinen Einwand hin, das ich mein Leben lang immer um sechs aufstehe, wurde nicht bzw. abweisend eingegangen). Wichtig ist, das Sie das hier erst wieder erlernen. Ihre bisherige Qualifikation ist nicht entscheidend. Zwischen der SAP und uns besteht keinerlei Verbindung (was nachweislich eine grobe Lüge ist, da das Berufsbildungswerk 2012 eine Ausbildungskooperationsvereinbarung mit der SAP-AG unterzeichnet hat). Kleidung können sie günstig im 2nd-Hand-Ladenkaufen. Reden Sie mit Ihrer Mitbewohnerin. Sie müssen endlich lernen, sich selbst nicht mehr im Wege zu stehen. Denken Sie positiv! Deuten Sie negativen in positiven Streß um. Distress wird zu Eustress (was immer damit gemeint sein soll. Scientologen werden das besser zu erklären wissen als meine Wenigkeit; Streß ist für mich ganz einfach Streß). Hier haben wir für Sie drei mögliche Stellenbewerbungen bei der DB: Lokführer, Elektroniker, Busfahrer. (als ob mich die DB je als chron. Hep-C u. Schmerzkranken je nehmen würde, ganz davon abgesehen, das ich für das techn. Personal wenig geeignet bin). Hören Sie mit ihren paranoiden Gedanken auf: Sie stehen sich nur selbst im Weg. Wenn wir Sie nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt vermitteln können, steht in einem unserer nachhaltigen Projekte (gemeint war ein eventgastronomisches Privatprojekt des Maßnahmeträgers) ein zweiter Arbeitsmarkt zur Verfügung für Sie. Auch die Callcenterjobs des JC sollten Sie ernstnehmen – da können wir auch für Sie tätig werden. Vorab jedoch ist es prioritär, das Sie regemäßig fünf Monate lang bei uns dreimal die Woche hier erscheinen, vorerst zum Gespräch, daß wir Ihre erstarrten Denkweisen aufbrechen können. Sollten Sie unsere Anweisungen ignorieren, hätte das ernste Konsequenzen für Sie“

Darüber hinaus nötigte mich der Maßnahmenträger dann noch, an einer dubiosen Gruppensitzung teilzunnehmen, wo einander vollkommen wildfremde Leute auf einmal zu viert über teilweise innerste persönliche Dinge zu sprechen genötigt wurden. Hauptinhalt dieses Coachings war dann ebenfalls die Unsinnsmanie der negativen in die angeblich positive Streßumwandlung, sowie die Abwehr anscheinender „Depressionen“ u. „Paranoia“, die hier den Kursteilnehmern unterstellt wurden. Zeitgleich dazu war Duktus u. Tonfall der Belehrungen von DER Art, wie man sie in einem dieser unglückseligen Heime für sogenannte schwererziehbare Jugendliche aufbringt.

Die Generalstrategie in solchen Gesprächen ist eigentlich eine einfache: auf eine Antwort des Hartzer-Probanden erfolgt eine dreimalige Nachfrage, ob es denn verstanden hätte, worum es ginge. Also der Art, wie man mit geistig gehandicappten oder erziehungsunwilligen und damit unmündigen Personen zu sprechen pflegt. Auch der schon ein paarmal angesprochene Mitbürger müßte sich hier wundern, ob er SO behandelt werden wollte, wenn er tatsächlich einfach nur eine Arbeit antreten möchte. Kein Personalwirt würde so mit Bewerbern verfahren können. Selbst in einem wirklich derben Assessment-Center neueren Typs SO nicht. Nach einem sechsten Tag und einem darauffolgenden Telephonat mit eben dieser bad-cop-Dame (die jüngere Kollegin hatte nach drei Tagen überraschenderweise ihren letzten Arbeitstag dort und überließ sozusagen einem Nachfolger das sensible Feld der Menschenbeackerung) war mir dann kristallklar zu Bewußtsein gekommen, das es diesen Maßnahmeträgern in keinster Weise um Vermittlung in Arbeit geht. Auch und gerade die etwaigen Möglichkeiten eines Chancenteilhabegesetzes sind diese armutsindustriellen Geschäftemachern offensichtlich völlig egal (ungeachtet der Tatsache, das staatliche Lohnsubventionen ohnehin fragwürdig sind). Ohne hier große Analyse betreiben zu müssen, würde auch Dir, verehrter Mitbürger, klar sein, das sich hier ein quasi-mafiöser Moloch auf dem Rücken der Erwerbslosen wie zu Lasten des Steuerzahlers Geldbeutel breit gemacht hat, dessen einziges Interesse es offensichtlich ist, an jedem Hartzer so viel als nur möglich mitzuverdienen. Die Propaganda vom ach so faulen Hartzer, der trotz ach so liebenswürdiger Maßnahmen nicht in Arbeit zu bringen ist, dürfte in spätestens einem Jahr kaum auf sich warten lassen. Unter leider notwendiger Auslassung so manch anderer unappetittlicher Details beendete ich diese Aufführung hier für das erste. Der Hauptzweck dieser Arbeit besteht ja auch in einem einzigen Zweck, nämlich den der nötigen Warnung vor solchem verlogenen Budenzauber. Zum einen, um unbedarfte andere Hartz-IV-Betroffene vor dieser Art Maßnahmen zu schützen. Zum anderen, um Dir, lieber Mitbürger, vor Augen zu führen, wie hier Dein hart verdientes Steuergeld für den privaten Nonsenseprofit einiger Armutsindustrieller verschleudert wird, so daß Du weißt, was Du der Bildzeitung glauben kannst, wenn diese wieder titelt:„Hartzer findet trotz teurer Hilfemaßnahmen keinen Job.Hartzer will nicht arbeiten“Ich hoffe, mich hier sowohl für den Mitbürger, wie für den Hartz-IV-Betroffenen als auch den interessierten Mitleser verständlich genug ausgedrückt zu haben.„Wer Augen hat, der sehe, wer Ohren hat, der höre“ – sagt die Bibel, und damit schließe ich rechtmäßig, warnend eben vor genau dieser HEISSEN LUFT. Amen.


Und – alles gelesen? Sofern Sie noch kein Millionär sind, sollten Sie dem aufmerksam lauschen. Hier schreibt kein versoffener Asozialer, sondern ein akademisch geschulter Bildungsbürger: der Foltermaschine ist egal, wer da reinkommt. Bin zwar kein Journalist und erfinde solche Geschichten auch nicht wie Relotius vom „Spiegel“, habe aber trotzdem mal mit Menschen gesprochen, die für solche Bildungsträger arbeiten und solche Maßnahmen durchführen. Das gelang erst nach langem Vertrauensaufbau und Zusicherung der absoluten Anonymität. Was fand ich: Menschen, die auch eine Hartz IV-Vergangenheit hatten. Keine pädagogische Ausbildung, aber Krankheiten und Alter als Handicap. Menschen, die ihren Job machen, um der Hartz-Folter zu entkommen. Das gleiche Modell wurde in den Konzentrationslagern gefahren, wo Aufseher aus den Reihen der Häftlinge ausgesucht werden. Junge Sozialarbeiter habe ich auch gesprochen: die gehen schnell wieder, wenn sie merken, wo sie da gelandet sind, wenden sich entsetzt und erschrocken ab.

Und die Menschen vom Jobcenter selbst? Viele vom gleichen Schlage, kaum vermittelbar im echten Arbeitsmarkt – aber: Glück gehabt. Und die Maßnahmen? Müssen sein, wird von oben angeordnet, widersetzt sich jemand, könnte der Zeitvertrag nicht verlängert werden. Und ist ja auch toll: jeder, der in einer Vernichtungsmaßnahme ist, wird nicht als Arbeitsloser gezählt.

Ich kann nur sagen: nehmen Sie diese Berichte ernst. Während ganz Deutschland offiziell einmütig Händchen haltend im „Kampf gegen Rechts“ aufsteht und Annette Kahane hinter jedem Mädchenzopf die Auferstehung der Waffen-SS sieht, ist der echte Faschismus schon längst tief im Staat verwurzelt – jener Faschismus, der nicht mit lächerlichen Symbolen spielt um „die anderen“ zu ärgern, sondern der, der mit staatlicher Allmacht Menschen in die Vernichtung treibt – jedenfalls erstmal in die soziale Vernichtung.

Zehntausende werden das jetzt merken. Nach einem Jahr wird jegliche Qualifikation aberkannt (seitdem haben wir auch das Märchen vom Fachkräftemangel), man wird zum ungelernten Hilfsarbeiter und bekomme die entsprechenden Jobs.

Und dann gilt für Sie: „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“. Franz Müntefering, SPD.

Und dieser Staat hat schon bei Millionen Menschen dafür gesorgt, dass dieser Befehl von oben bittere Realität wurde – auch für Kinder. Und DAS – ist das Land in dem wir wirklich leben. Und deshalb gibt es auch keine großen Demos mehr, jeder weiß: es ist wieder soweit. Demokratie ist vorbei, jetzt geht es nur noch darum, der Folter zu entkommen.

Menschen mit philosophischer Vorbildung dürften das früher erkennen, weil man hier darauf geschult wird, die hinter den Fakten liegenden Prinzipien zu erkennen und weniger der Werbung und Manipulation anheim zu fallen. Aber auch die sind erschreckend ruhig geworden. Oder: verständlicherweise ruhig.

Kapitalismus am Ende: Massentötung beschlossen, Kannibalismus angedacht

Sonntag, 15.9.2019. Eifel. Was machen wir eigentlich, wenn sich die Wirtschaft aus dem Staat zurückzieht? Einfach, weil „Staat“ nicht genug Rendite bringt? Fremdartige Frage, oder? Wir sind gar nicht mehr gewöhnt, solche Fragen zu stellen. Wir können auch fragen: was machen wir, wenn „die Wirtschaft“ sich aus der Gesellschaft zurückzieht – um es ganz klar auf den Punkt zu bringen, denn Staat: das sind in erster Linie wir alle – auch wenn weder wir noch unsere Regierung das wahrhaben will.

Wir brauchen auch nicht lange auf die Antwort zu dieser Frage warten: die Wirtschaft hat sich gerade mit einem großen Paukenschlag aus der Gesellschaft verabschiedet – Sie werden es in den Nachrichten mitbekommen haben: die großen Pharmafirmen verabschieden sich völlig aus der Antibiotikaforschung – und die kleinen haben nicht das Geld dafür, Präparate zur Marktreife zu bringen (siehe Tagesschau). Die Begrüdung der Konzerne ist einfach: es bringt nicht genug Rendite. Nun darf man sich ein wenig in die Materie einarbeiten, um zu verstehen, was diese Entscheidung bedeutet – und ich fürchte, viele haben das noch nicht verstanden, obwohl die Tagesschau ausdrücklich auf diese Gefahr hinweist.

Seit der Einführung des ersten Antibiotikums (Penicilin) und seiner unüberlegten und massenhaften Anwendung (auch bei Tieren, wodurch wir schon Antibiotika im Trinkwasser haben – siehe Handelsblatt – wobei gesagt werden muss, dass unser Trinkwasser oft besser ist als teure Blubberwässer – siehe Test) haben wir ein Problem: die Natur schlägt zurück. Die Bakterien entwickeln Resistenzen gegen Antibiotika, weshalb wir neue erfinden mussten. Das war ja auch lange ein gutes Geschäft für die Industrie: nach ein paar Jahren waren die einst neuen Substanzen nicht mehr so wirksam – neue Waffen mussten an die Front. Auch die kamen bei der Tierzüchtung in Massen zum Einsatz (dafür waren sie nie gedacht – aber egal, war gut für die Rendite).

Nun – Jahre lang lief das ganz gut: bis jetzt. Dabei hatten sich erst vor 3 Jahren noch einhundert Pharmafirmen zusammengeschlossen, um der Bedrohung durch resistenze Keime Herr zu werden. Doch jetzt – ist keine Firma mehr da. Keine einzige. Wirkstoffe gibt es wohl noch (siehe das Schicksal der kleinen Firma Achaogen – siehe Tagesschau) aber die werden nicht bis zur Marktreife entwickelt. Was ist mich frage: wer hat eigentlich jetzt – nach dem Konkurs – die Patente für diese Superantibiotika von Achaogen? Denn immerhin: auch wenn sich diese Stoffe für die breite Masse nicht lohnen, so können doch jene Menschen, die ein eigenes Raumfahrtprogramm finanzieren können, auch die Herrstellung von Superantibiotika finanzieren – jedoch nur für einen kleinen Kreis als Notfallpräparate.

Gruselige Gedanken?

Es gibt zu dem Thema viel Resonanz im Netz – was nicht wundern sollte. Auch jenseits spezieller Deutungen der Georgia Guide Stones (siehe Wikipedia) wird klar, dass viele der Meinung sind, es gäbe zu viele Menschen auf der Erde – und nicht nur das: der Mensch ist auch noch schlecht. Es gibt eine breite Front gegen die Menschheit, in der sich Scientologen, Veganer, Tierschützer, Esoteriker, Politiker, Konzernchefs, Wissenschaftler und Superreiche einreihen und die Meinung pflegen: der Mensch sei schlecht (außer denjenigen selbst natürlich). Sogar als Krankheit für die Erde wurde er schon bezeichnet (siehe morgenpost) – aber hier kommen wir ja wieder in den Bereich des verbotenen Denkens, der „Verschwörungstheorie“ – jenes Schlagwort, dass alle Ideen in den Orkus des Verderbens verbannt, die auch nur im Geringsten andeuten, dass die Mächtigen dieser Erde etwas anderes als nur das Gute, Reine, Edle im Schilde führen. In einem solchen Klima wird es viele Menschen geben, die die Entscheidung der Konzerne still begrüßen.

Die Tagesschau berichtet von 30000 Toten im Jahr in Europa, die den Superkeimen zum Opfer fallen: bleibt die Menschheit ohne jene Antibiotika, wird die Todesursache Krebs von der Todesursache Keime bis 2050 überholt werden: Zustände wie im Mittelalter, wo Epedemien ganze Landstriche auslöschten, werden wieder denkbar – erst recht, weil wir duch Dauerurlauberei jeden noch so irren Keim aus den letzten Ecken der Erde nach Europa holen.

Unglaublich, oder? Da verurteilen die reichsten Konzerne der Welt 10 Millionen Menschen zum Tode, weil lebensretttende Maßnahmen nicht mehr genug Profit einbringen.

Ich hoffe, Ihnen ist klar, was das bedeutet?

Nun – das ist der Startschuss zur Abwicklung der demokratischen Zivilgesellschaft, deren Überleben den Superreichen und ihren Bütteln zuviel kostet. Es war absehbar, dass die Realwirtschaft – also: wir Menschen und unsere elendigen Versorgungsbedürfnisse – irgendwann mal lästig werden würden, so lästig wie die Insassen der Konzentrationslager ihren Verwaltern wurden. Eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösung wäre: es gäbe diese Menschen gar nicht, die mit viel Aufwand versorgt werden müssten, die unendlich viel Geld kosten, das sich doch auf den Finanzmärkten so wunderbar von selbst vermehren könnte – während die Rendite bei der Lebensrettung ziemlich bescheiden ausfällt. Manchmal muss man sogar draufzahlen.

Darum „entkoppeln“ sich die Finanzmärkte von der Realwirtschaft – die bringt einfach zu wenig. Solche Aussagen findet man nicht in sozialistischen Kampfblättern sondern in seriösen konservativen deutschen Wirtschaftszeitungen wie Wiwo, wo der Textchef schon 2013 die Entwicklung beschrieb (siehe Wiwo) die Heute zur Antibiotikakatastrophe geführt hat.

Der Hintergrund ist relativ einfach zu verstehen: damit noch ordentlich Rendite in Realwirtschaft gemacht werden kann, muss die Politik Zwangsmaßnahmen ergreifen, um die Geld- und Habgier der Anleger (wie sie so fein genannt werden im Krieg der Worte – dabei sind sie eher Faulpelze und Parasiten) zu befriedigen. Brauchen wir ein paar Beispiele dafür? Gut.

Nehmen wir die Dieselautos. Kurz vorher noch als umweltfreundlichstes Auto der Welt gepriesen (unter anderem mit großem Werbeaufwand in den USA, wo kaum Diesel fuhren), war er auf einmal des Teufels. Von heute auf morgen war er böse: und das eröffnete vielen ein gigantisches Geschäft. Schauen Sie mal, wo die überall fahren, diese Diesel (siehe Focus): in ganz Europa konnte man mit deutschen Diesel gute Geschäfte machen, weil Millionen deutsche Autofahrer fürchten mussten, nächste Woche nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren zu können, dann gekündigt zu werden und der Horrormühle Hartz IV anheim zu fallen, wo man nach einem Jahr zum Hilfsarbeiter degradiert wird – allen Doktortiteln zum trotz. Wer da schlau war, hat auf Export gesetzt: hier Diesel günstig eingekauft und dann mit Milliardengewinnen im Ausland verkauft. Gezahlt hat das – der kleine Mann. Also: Sie.

Weil das noch nicht reicht, gibt es jetzt die Automaut für alle (siehe Focus). Für Straßen und Autobahnen, die wir schon längst mehrfach bezahlt haben, dürfen wir jetzt noch mehr bezahlen. Das geschieht, sobald der Kapitalismus keine ausreichende Rendite mehr findet: dann muss mit Staatsgewalt Rendite geschaffen werden. Und glauben Sie mal nicht, dass die Steuergelder einfach nur so dann der Allgemeinheit zugute kommen: von dem Geld sichern sich die Großfürsten in der Bundespolitik ihre persönliche Entourage, da werden Aufträge an Firmen erteilt, üppige Beraterhonorare gezahlt (siehe Focus – Frau von der Leyen zahlt da schon mal für 7 Monate 200 000 Euro an „Berater“ – an mehrere. Was soll´s: ist ja nicht ihr Geld. Aber so wird man überraschend Königin von Europa).

Ach ja: Diesel. Da ist jetzt auch dem letzten aufgefallen, dass der Feldzug gegen Diesel im Prinzip auch gegen Ölheizungen geführt werden muss: immerhin verbrennen die denselben Stoff. Riesengeschäft für Konzerne: Ölheizungen sollen verboten werden (siehe FAZ). Im sterbenden Kapitalismus hat der Staat nur noch eine Aufgabe: mit Staatsgewalt neue Renditemöglichkeiten zu schaffen – auch durch die Körper der Bürger.

Ja – was ist denn die Impfflicht anderes als ein großes Geschenk an die Pharmaindustrie? Und was machen wir eigentlich, wenn die neben der Antibiotikaforschung auch noch die Impfforschung einstellen? Oder mit ihrem ganzen Kapital nur noch an den Finanzmärkten spekulieren? Nun – solange der Staat die Impferei bezahlt, ist ja alles gut. Nachdem der Staat die Organe seiner Bürger per Gesetz zum Staatseigentum erklärt hat – es sei denn, man hat die Möglichkeit, laut und deutlich zu widersprechen … unter Zeugen … – wurden auch die Pauschalen für die Krankenhäuser erhöht, damit auch reichlich Organe verpflanzt werden (siehe Bundesgesundheitsministerium) … und so ein renditefreundlicher Markt entsteht.  Viele, die sich ihre Leber durch Suff versaut oder die Herzkranzgefäße durch fettiges Essen und Rauchen verstopft haben, haben nun die Chance auf völlig neue Organe, so dass die Völlerei weitergehen kann – auf Kosten von Menschenleben, die durch die einzigartige Diagnose „Hirntod“ (also nur teilweise tot) Ware wurden. Wie fragwürdig die recht beliebig auslegbare Diagnose sein kann, kann man einem Artikel der Frankfurter Rundschau entnehmen (siehe FR), verantwortungsbewusste Politik sehe anders aus.

Prima, oder?

Was machen wir eigentlich, wenn die Mineralölfirmen beschließen, kein Öl mehr nach Deutschland oder Europa zu liefern – weil es sich nicht mehr lohnt? Lachen Sie nicht: die Firmen haben sich schon mal verabschiedet, weil es hier Arbeitsschutzgesetze, Gewerkschaften und Anstand gab – sowas mag der Raubtierkapitalismus nicht. Nun – das wurde ja auch alles ausgehölt und wir haben einen großen Teil unserer Bevölkerung dafür abgestellt, Sklavenarbeit für „die Wirtschaft“ zu machen: als entrechtete Niedriglöhner, von denen es immer mehr gibt (siehe Focus). Warum kostbares saudisches Öl nach Sachsen liefern, wenn es in Texas viel mehr Dollar dafür gibt? Und durch die Niedrigzinspolitik – die als einzige das marode System noch schützen kann – wird der Euro langfristig immer weniger Wert. Wer noch genug Geld hat zu sparen, wird dadurch auch noch nebenbei enteignet.

Wussten Sie schon, dass die Schweiz nun ihre Züge hier reparieren läßt – weil wir offiziell Billiglohnland geworden sind (siehe Tagesschau). Über der Schweiz lacht die Sonne, über Deutschland die ganze Welt. Ja – wir sind hier krasser, weil wir Frontland sind im Kampf gegen den Bürger, weil wir europäische Führungsnation sind, die alles sofort umsetzt, was die Märkte für sinnvoll erachten. Und das kostet uns einiges.

Können Sie sich noch an Franz-Josef-Strauß erinnern? Wahlkampf in den siebziger Jahren? Was hat der über die Sozis geschimpft: die könnten nicht mit Geld umgehen. 1975 hatten wir eine Staatsverschuldung von 130 Milliarden Euro. 1982 – 1998 regierte die CDU unangefochten, 1995 hatten wir schon 1000 Milliarden Euro Schulden. 2005 übernahm Angela Merkel das Ruder mit 1500 Milliarden Euro Schulden und fügte in nur fünf Jahren nochmal 500 Milliarden oben drauf – mehr als Kohl zwischen 1990 und 1995 geschafft hatte (siehe Statista).

Das Geld ist natürlich nicht weg – es ist nur woanders. Unsere Staatsschulden sind die Rendite der Wirtschaft. Eine endlose Reihe irrsinniger Projekte – und gleichzeitig eine endlose Reihe von Zahlungen an die „Investoren“ – bis nichts mehr geht.

Jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Man kann noch ein wenig Geld mit Diesellügen, Organorgien und Co2-Steuer machen – das war es dann aber auch. Magnus Söderlund, ein Schwede, Lehrstuhlinhaber eines der renommiertesten Institute Schwedens, das international bestens vernetzt ist, brachte unlängst im schwedischen Privatfernsehen eine neue Idee ein: wir könnten doch auch das Fleisch der Toten essen (siehe TV 4): auf  der Suche nach Rendite werden die letzten Möglichkeiten ausgeschöpft.

Und wenn die nicht mehr reichen?

Nun – was dann passiert, haben die Pharmariesen vorgemacht: wir machen den Laden einfach dicht. Niemand verdient mehr genug (was ja sehr relativ ist) an der Versorgung von 500 Millionen Europäern, die nur Endverbraucher sind, aber sonst keinerlei Nutzen mehr haben. Schon das Wort „Endverbraucher“ schreit ja geradezu nach einer „Endlösung“.

Mindestens 10 Millionen Menschen kostet diese Entscheidung der Wirtschaft das Leben. Und wenn hier die Tankstellen zugemacht werden, weil niemand mehr Öl nach Europa liefern möchte und der Haufen zerstrittener Kleinstaaten keine Bedeutung mehr auf den Märkten hat, dann werden auch die Letzten merken, dass die fetten Jahre vorbei sind.

Sie sehen also: die Überschrift zu diesen Gedanken war mal wieder reisserisch, aber zu verantworten.

Und was jetzt zu tun ist? Nun – viel, wenn wir überleben wollen … und nicht damit zufrieden sind, in Zukunft nur noch Ware (oder „Fleisch“) zu sein. Was zu tun ist, das gab das Wirtschaftsmagazin Wiso schon in dem oben zitierten Artikel vor: wir müssen die Systemfrage stellen. Aber wer das macht – wer Wörter wie Kommunismus und Sozialismus in den Mund nimmt – darf sich in diesem Land sicher sein, gerade von denen am meisten Gegenwind zu bekommen, die ihren Diesel verramscht haben, mit seltsamen Substanzen gespritzt werden, deren Organe nun Staatseigentum snd, die ständig weniger Lohn für ständig mehr Arbeit bekommen und dafür keine Rente mehr erhalten.

Darum wohl werden die Anstößte zur Systemdebatte aus dem konservativen Wirtschaftsraum ungehört bleiben – und wir eine Zukunft bekommen, in der der Tod wieder Erlösung bedeutet.

 

 

Deutschland 2019: POLITIKNOTSTAND – auf breiter Front

Sonntag, 25.8.2019. Eifel. Mehr und mehr Gemeinden rufen den Klimanotstand aus. Was das soll, habe ich so nicht verstanden – aber das wird auch selten ausführlich erläutert. Generell geht es wohl darum, den Volkssturm gegen den Klimawandel zu entfachen bzw. erstmal zu erklären, dass ein Notstand da ist. Also – so eine symbolische Maßnahme, die viel Papier verbraucht und keinerlei Effekt erkennen läßt: genau das richtige für postdemokratische Strukturen – viel Rauch um Nichts wäre hier die Devise. In dem Zusammenhang kam mir eine fiese Idee: wäre es nicht auch mal Zeit, den Politiknotstand auszurufen? Am besten weltweit? Also: POLITIKNOTSTAND!

Auch politisch steuern wir einer großen Katastrophe entgegen – mal wieder. Die Medien sind ja voll davon: Krieg mit Russland, Krieg mit China, Krieg mit Iran – und die Bundesrepublik ganz vorne mit dabei als internationale Söldnertruppe der Globalisierer, dienstbar, gehorsam, devot … ausgestattet mit dem bald größten Wehretat der bundesdeutschen Geschichte von 85 Milliarden Euro. Hartz IV kommt jedes Jahr nur auf 22 Milliarden: der angebliche so große Kostentreiber erscheint auf einmal ganz schön preiswert. Wieso brauchen wir so einen großen Wehretat? Welche Feinde haben die gemütlichen Deutschen eigentlich noch in der Welt?

Nun – wir haben eigentlich keine Feinde mehr (außer die USA, die den alten Nazi immer noch als Feindbild für Hollywood brauchen und ohne den keine Angstbilder kreiren können) – und selbst können wir ja auch aktuell kein Land benennen, dessen Existenz zu unserer ganz persönlichen Sicherheit erstmal ausgelöscht werden müsste – keins jedenfalls aus Russland, dass uns nun zum dritten Mal in hundert Jahren von der Millionärspresse als Erbfeind vorgeführt wird, weil die Inhaber der Millionärspresse sich über Lebensraum im Osten freuen würden – und ganz viele US-Anleger ebenfalls. Da gibt es Bauland und Rohstoffe in großen Mengen, wäre da nicht der Putin: was könnte man da verdienen!

Nun Außenpolitik ist eins der Felder, wo sich der Politiknotstand deutlich abzeichnet – wie ich finde. Anstelle von Diplomatie sind wieder Bomben bevorzugtes Mittel der Wahl – wir brauchen auch keine eigenen Bomben mehr, es reicht, wenn wir uns wie in Rammstein als Flugzeugträger der USA demütigst und devot zur Verfügung stellen: dann wird unsere Kanzlerin auch von allen gelobt, wenn sie die USA besucht. Völkerrechtswidrige Kriege – früher mal ein absolutes NO-GO – sind heute an der Tagesordnung, weil die USA einen großen Haufen auf das Völkerrecht setzen: ihr Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert läuft auf vollen Touren – mehr und mehr wird die Welt mit Militärbasen überzogen. Noch nicht mal das allgemeine unantastbare Menschenrecht des Individuums wird respektiert: weltweit werden Männer, Frauen und Kinder willkürlich – ohne Prozess, ohne Verhandlung, ohne Gerichtsbeschluss – von automatisierten Kampfmaschinen zerfetzt … ohne dass sich auch nur eine Stimme dagegen erhebt. Das hier ist Mord aus niedrigsten Beweggründen – kann doch nicht angehen, dass sowas ungeahndet bleibt? Serienmord – in aller Öffentlichkeit – ohne dass die demokratische Zivilgesellschaft ihre Stimme erhebt?

Nun gut: die USA haben viele Serienkiller, das gehört wohl schon zu ihrer Tradition dazu, dass immer mal wieder ein loszieht um etwas Stimmung zu machen. Aber das die das auch jetzt weltweit dürfen – und der Hauptverantwortliche dafür immer noch seinen Friedensnobelpreis besitzt … nun ja: wir reden gerade über POLITIKNOTNSTAND. Wir erhöhen übrigens unseren Wehretat auf direkte Anweisung aus den USA – ich hoffe, das ist soweit in den Nachrichten mitverfolgt worden? Trump wird von allen – in manchmal ziemlich arroganter Art und Weise – kritisiert und lächerlich gemacht: aber seinen Befehlen gehorcht man trotzdem – als freie, souveräne Nation unter freien, souveränen Nationen?

Gehen wir fort von der Weltpolitik. Kehren wir zuerst vor unsere eigenen Tür. Wissen Sie eigentlich noch, wofür wir Politik machen? Was Politik eigentlich ist? Ist gelegentlich mal sinnvoll zu schauen, was Wörter meinen, die wir täglich gebrauchen: das Wort stammt aus dem altgriechischen – polis = Stadt/Staat. Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, bedarf es viel Gerede damit der Friede gewahrt bleibt. Darum hat man ja überhaupt Städte gebaut: damit man Frieden vor den Räuberbanden hatte. Und diesen Frieden wollte man – trotz der Enge – auch innerhalb der Stadt erleben dürfen. Der Sinn aller Geisteswissenschaften – soweit darf man sagen – ist Friedenssicherung. Sie sollen jeden befähigen, den jeweils anderen verstehen zu können, erkennen zu können, dass auch er ein Mensch ist, der durch sein Schicksal zu dem geworden ist, was er nun mal ist – so wie man selbst durch ein anderes Schicksal anders geworden ist.

Dafür – und nur dafür – geben wir Geld aus für Ökonomen, Historiker, Sprachwissenschaftler aller Art, Psychologen, Soziologen und Philosophen aus: sie alle sollen uns helfen, den Frieden zu bewahren, in dem wir den jeweils anderen verstehen. Niemals wieder wollten wir verführbar werden, den anderen zum „Hunnen“ werden zu lassen (das waren die Deutschen in der Propaganda des ersten Weltkrieges), zum Untermenschen, zum Nichtmenschen – denn dann ist der Frieden in Gefahr. Übrigens ist auch schon die Differenzierung „Frieden“ und „sozialer Frieden“ ein kriegerischer Akt in einer Gemeinschaft – er suggeriert, dass der soziale Frieden eine Unterform von Frieden ist … doch dem ist nicht so: Frieden – können nur soziale Wesen leben, also Menschen. Ein Land, dass keinen sozialen Frieden hat – hat gar keinen Frieden. Was hier vertuscht wird? Nun – die Art der Waffe, die den Frieden stört- hier ist es die Wirtschaft. Lehmannpapiere und CumEx-Skandal haben gezeigt, dass die Räuberbanden jetzt hinter den Stadtmauern aktiv sind: Zeit, Alarm zu schlagen.

Das alle sollten Sie übrigens als mündiger Bürger wissen, ja geradezu auswendig aufsagen können: eine Demokratie fordert schon etwas mehr geistige Leistung von einem als ein Platz im römischen Zirkus oder auf einer US-Plantage – aber wahrscheinlich werden diese Grundlagen friedlichen Zusammenlebens gar nicht mehr gelehrt: der Gipfel der Verblödung war für mich hier ein Gymnasiallehrer (Mathematik) der für die AfD ein politisches Amt anstrebte – und sich über die „Schwafelwissenschaften“ ausließ … aber sich gleichzeitig für ein Schwafelamt bewarb. Sowas unterrichtet unsere Kinder, nebenbei bemerkt. Gott sei Dank nur in Mathematik – im Vergleich zu Geisteswissenschaften ist das ein sehr einfaches Fach.

Schauen wir also mal, wie friedlich unser Leben in Deutschland ist.

Wir arbeiten mehr als die Hälfte des Jahres für andere – Tendenz steigend. Das bezieht sich jedoch nur auf den Staat und seine gierigen Diener, zusätzlich arbeiten wir noch für Energiekonzerne, Banken und Versicherungen – also eigentlich für jeden, der willkürlich Rechnungen schreiben kann und gerne wie ein Großfürst auf Kosten anderer lebt. Wissen Sie, wie viele Millionäre die Umverteilung von unten nach oben bislang produziert hat? Wir haben über 2 Millionen Millionäre. 2023 rechnet man mit einem weiteren Anstieg auf 3 Millionen (siehe FAZ), das ist eine Steigerung von 41 Prozent. Gut für die, die in dem Strom mitschwimmen können – schlecht für die, die diese Vermögen bezahlen sollen. Das sind dann die anderen … die mit „abhängiger“ Arbeit, jene, die so langsam aussortiert werden, nach dem man ihr ganzes Vermögen enteignet hat. Ja – das gibt es in Deutschland: Enteignung. Aber nur bei Armen – ganz Armen. Gehört zum Prinzip Hartz IV oder Grundsicherung im Alter dazu, dass man all sein Hab´und Gut versilbern muss, wenn man überleben will – und 18 Millionen Menschen wurden bisher allein durch das Hartz IV-System ihrer Vermögen beraubt … die jetzt woanders sind. Viele haben jetzt kein Haus mehr, während ein paar wenige viele Häuser haben und an den Wuchermieten fett verdienen. Zeit für Politik, oder?

Wir kennen die Warnungen über die Umverteilung von unten nach oben. Zudem gibt es sie auch von Staat zu Privat – und Süd nach Nord (global betrachtet). So läuft die Maschine seit 70 Jahren – und inzwischen auf Hochtouren, so dass auch wir in der kleinen Bundesrepublik unter die Räder kommen. Doch die real existierende Umverteilung ist ja nur ein Problem. Ein ganz anderes, kleines Beispiel findet sich vor Ihrer Haustür: der gelbe Müll. Nur wenige können sich daran erinnern, wie wir den MÜLLNOTSTAND angegangen sind, in dem wir anfingen, Müll zu trennen. Wir haben sogar – manipuliert durch Bilder von häßlichen Müllhalden – eine Ökosteuer eingeführt, ein duales System, das die Plastikmüllberge verhindern sollte. Und – wo sind wir heute?  Seit 1993 trennen wir Müll vorbildich – seit über einem Vierteljahrhundert. Und was passiert? Mein Müll schwimmt gerade vor Malayisa. Ja – es sind ein paar Leute Millionäre dadurch geworden – doch das Müllproblem ist immer größer geworden. Und die gleichen Leute versprechen nun, dass sie mit Hilfe der Co2-Steuer das ganz große Rad drehen wollen. Jene Leute, die bewiesen haben, dass sie selbst einfachste Bauprojekte wie BER, Elbphilharmonie oder Stuttgart 21 nicht hinbekommen …. aber daran super abkassieren können. Bin sicher, auch die drei Projekte haben wieder Millionäre produziert – auf Kosten von uns allen.

So läuft ja auch das Projekt Migration. Ganz viele junge Männer aus unterenwickelten Teilen der Welt mit zum Teil gruseligen Frauenbildern werden in Massen importiert und arbeiten dann fleissig im Billiglohnbereich – wo der Unternehmer am meisten abgreift. Die übrigen, nicht integrierbaren bezahlt der Steuerzahler. Manchmal sogar mit seinem Leben. Ja – aber so versteht man, wie die klassische Unternehmerpartei CDU auf einmal so für offene Grenzen ist: damit können einzelne richtig gut verdienen. Die meisten aber – bezahlen dafür.

Gründe genug für das Ausrufen des POLITIKNOTSTANDES?

Nein, natürlich nicht. Außenpolitisch haben wir ein Totalversagen – das Recht des Stärkeren setzt sich gnadenlos durch, weil Feiglinge Hochkonjunktur haben. Innenpolitisch ist das Totalversagen ebenso groß: wir haben eine Regierung von Reichen (und wer zuvor nicht reich war, wird durch „Diäten“ reich gemacht) für Reiche – und die anderen sollen immer mehr dafür bezahlen … bis sie nicht mehr können und zunehmend aussortiert werden. Wir haben aber noch ein Problem: die Sprache.

Ohne Sprache gibt es keine Politik. Diktaturen können auch ohne Wortsprache funktionieren: der Knüppel reicht als Zeichensprache. Merken ja gerade viele Franzosen. Und plündern kann man völlig kommunikationslos – sogar in unserem Land. Einfach die Preise erhöhen und die Kohle ist im Sack. Demokratien jedoch – brauchen die Sprache dringend, immerhin muss viele Angelegenheiten innerhalb der Gemeinschaft regeln – und will man das ohne Waffen schaffen, braucht man Worte dazu.

Die Sprache jedoch – das merke ich zusehends – hat man uns raffiniert geklaut. Gehört mit zu den Techniken des Empörungsmanagements. Ganz fatal: die fehlende Links-Rechts-Unterscheidung, die Rainer Mausfeld noch für „ganz fundamental für den ganzen politischen Bereich“ hält (Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer, Westendverlag, Seite 210). Es war mal lange Zeit sehr einfach, über „links“ und „rechts“ zu reden. Rechts, das war: Adel, Klerus, Militär. Links – alle, die von Rechts getreten, geschlagen, ausgebeutet wurden und damit nicht glücklich waren. Jeder, der die Pyramide aufbauen wollte (unten die Fleissigen, die alles tragen – oben die Pharaonen, die sich sonnen), war rechts … oder hätte rechts genannt werden müssen, damit die Unterteilung noch Sinn macht. Ja – auch der „real existierende Sozialismus“ ist demnach „rechts“, von Stalin ganz zu schweigen. Auch nur Räuberbanden, die anderen Adel (Kommissare), einen anderen Klerus (Parteibüro) und andere Generäle hatten, aber das alte System nicht gundlegend änderten. Jene „Linke“, die das wollten, sind schon lange ausgerottet.

Ja – während ich gelegentlich von Narrativen höre, nachdem eine linke sozialistische Internationale Brüssel erobert haben soll und nun eine neue Weltordnung etabliert – Hand in Hand mit linken Supermilliardären – machen politische Aktivisten vor Ort ganz andere Erfahrungen: Bewegungen (hier Extinction Rebellion, siehe Spiegel) haben nur dann eine Chance, wenn sie jedweden Kontakt mit „links“ vermeiden. Die Obrigkeit ist sich immer noch bewusst, was links eigentlich bedeutet: Widerstand gegen die Enteignungsgewalt.

Wir werden also im Rahmen der Ausrufung des POLITIKNOTSTANDES unsere Sprache zurückerobern müssen – und auch ein paar Begriffe für die linke Seite zurückerobern müssen: Frieden, Sicherheit, Freiheit, Wohlstand – und Fortschritt sind klassisch linke Werte. Man hört sie auch von Rechten – aber da gelten sie nur für sich selbst: da ist ein Einzelner sicher, frei, lebt friedlich seinen Wohlstand und schreitet bei der Kapitalbildung fort – Linke jedoch wollen das für alle und jeden. Die besonders Mutigen sogar weltweit. Um Links zu sein, muss man schon auch sein Hirn bemühen: Parolen brüllen, die Hacken gehorsamst aneinanderschlagen – nun, das wäre eher rechts. Natürlich kann man den grassierende Neoliberalismus auch als sozialistisch bezeichnen – weil er  so viele wie möglich enteignen will um ein paar wenigen ein Kurfüstendasein zu bescheren – aber dann kommen wir vollend in den Bereich der Sprachverwirrung: wenn wir Hühnchen Tisch nennen und grün nass, dann kommen wir grün aus dem Bad und bestellen uns im Restaurant gebratene Tische. Und soweit sind wir gerade – sehr zur Belustigung der Pharaonen.

Die jedoch treiben ihr Spiel weiter, den Krieg Reich gegen Arm, Privat gegen Staat, Nord gegen Süd. Schritt für Schritt werden wir zurückgedrängt in eine mittelalterliche Gesellschaft, wo Gott (also: „der Markt“ – jener Gott, der auch von Atheisten kritiklos akzeptiert wird) alles prima eingerichtet hat, wo eine gottgewollte Obrigkeit über die niedere Gattung der Untermenschen herrscht, die für diesen Dienst ja wirklich gern jeden Cent opfern möchten, um der Obrigkeit das harte Los der Regentschaft angemessen zu vergüten.

Und falls Sie sich nun entspannt zurücklehnen und sagen: ich gehöre noch lange nicht zu den Menschen mit einem Jahreseinkommen unter 21 000 Euro (nach einem Radiokommentar bei WDR 5 angeblich inzwischen über die Hälfte der Einkommen in diesem „reichen“ Land), die beständig weiter absacken: hören Sie zuvor mal den Herrn Kaeser von Siemens: 90 Prozent der Mittelschicht werden in den nächsten Jahren gnadenlos vernichtet – durch Maschinen (siehe: Nachrichtenspiegel).  Denken Sie daran: wenn 300 Krankenhäuser geschlossen werden, dann fallen auch 300 Chefarztpositionen weg. Betrifft also bald alles nicht mehr nur die „anderen“.

Wir werden uns neue Methoden einfallen lassen müssen, wie wir als demokratische Zivilgesellschaft gegen die rechte Offensive (die auch immer schön mit linken Worten verkleidet wird: Reformen … zum Beispiel) vorgehen. Dazu müssen wir erstmal Entscheidungen treffen – allein, ohne Hilfe von oben: die Entscheidung, ob es gerechtfertigt ist, den Politiknotstand auszurufen.

Meine Meinung wäre: ja – schon lange. Seitdem Zeitpunkt, an dem man deutschen Bundeskanzler vorgetragen hat, dass sie von nun an unter der Diktatur der Märkte stehen.

Was aber nun Adel, Klerus und Militär angeht – so darf man auch hier umdenken. Adel – ist heute komplett Großkapital. Der Klerus ist durch die Medien erstetzt worden – und das Militär wird weitgehend durch Geheimdienste und Privatarmeen ersetzt. Wir gehen auch öfter zur Kirche als damals: immer wenn wir den Fernseher anmachen, leisten wir unseren Gottesdienst und lauschen der Botschaft der Märkte. Aber das Prinzip bleibt das Gleiche wie zu Zeiten der Pharonen.

 

 

 

 

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