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Die Mächte der Finsternis und der Künstler des Lichtes: zum Geburtstag von Carsten Kaiser

Wer aufmerksamen Auges durch die Eifel fährt, wird – mitten zwischen Wiesen, Hügeln, Wäldern und Feldern – eine alte Mühle wahrnehmen können, an der man viel zu schnell vorbeirauscht. An dieser Mühle wird der wache Geist einen Spruch finden: Epheser 6.12. Ein Bibelspruch. Man mag geneigt sein, dort Zeugen Jehovas zu vermuten, die mal wieder vor dem Ende der Welt warnen, doch weit gefehlt. Die Mühle ist das Heim eines Künstlers, der in der Eifel schon Preise (den des EVBK)  bekam – für einen interessanten Thron: den Karls des Großen.

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Doch bleiben wir erstmal bei dem Bibelspruch, der dort an der Fassade der Mühle der Welt präsentiert wird. Er lautet in der Einheitsübersetzung (siehe Bibelserver):

„Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen.“

Über den Epheserbrief wird viel diskutiert – ob er denn wirklich von Paulus ist oder nicht doch eher von einem seiner Schüler. Die Debatte wogt hin und her, ebenso ist seine Entstehungszeit unklar – man schwankt zwischen 70 und 100 nach Christus, verständlich, dass man da einen anderen Verfasser vermutet, denn Paulus starb – auch nur eine Vermutung – 64 nach Christus. Persönlich fand ich dieses Zitat immer sehr erhellend: trennt es doch wunderbar den Menschen von seinen bösen Gedanken – etwas, das wir heute sehr verlernt haben. Treffen wir heute auf eine andere Meinung – etwa zum Klimawandel, zur Flüchtlingsfrage, zu Corona und der Impfung, zum Krieg in der Ukraine – dann wird sofort mit voller Wucht gegen den Menschen geschossen: wer den menschengemachten Klimawandel leugnet, ist ein Verbrecher, wer nicht alle armen Menschen der Welt aufnehmen will, ebenfalls, wer gegen die Impfung ist, gar ein Massenmörder und wer der Natopropaganda zum Ukrainekrieg nicht sklavisch folgt, schon gar kein menschenähnliches Wesen mehr. Anders sieht dies der Verfasser des Epheserbriefes: nicht der Mensch ist der Feind, sondern „böse Geister in den himmlischen Bereichen“ – die die Gedanken der Menschen verwirren. Was für eine erholsame Sicht gerade in dieser finsteren Zeit, wo sich Bruder gegen Schwester, Vater gegen Sohn, Mutter gegen Tochter erheben, um den Weisungen der Geister zu gehorchen – und dabei alle Menschlichkeit über Bord werfen.

Die Weltsicht des Verfassers ist auch eine ungewöhnliche: es gibt dort keine Hölle – was die Kirche sehr bedauern wird: womit soll man denn die Menschen sonst zum Gehorsam zwingen, wenn nicht mit der Aussicht auf ewige Folter durch sadistischste Ungeheuer? Ausnahmsweise zitiere ich mal Wikipedia (was mir eine Rüffel durch meinen jüngsten Sohn einbringen wird, der mir erst am Wochenende einen Lehrvortrag darüber gehalten hat, warum man das gar nicht machen darf):

„In der Antike wurde meist ein dreistöckiges Weltbild vorausgesetzt (Himmel, Erde, Unterwelt). Der Epheserbrief teilt dieses nicht. Er kennt keine Unterwelt, sondern die Erde unten, die in Zonen eingeteilten Himmel darüber. In der untersten Himmelszone hat der Teufel seinen Machtbereich. Die Menschen ragen in diese Himmelszone hinein und sind deshalb seinem Einfluss ausgesetzt. In der oberen Himmelszone herrscht Gott. Die Kirche als kosmischer Christusleib ragt in diese Zone hinein und ist damit der Macht des Teufels entzogen, so auch die individuellen Christen, die diesem kosmischen Organismus eingegliedert sind“

Mal abgesehen von der Selbstheiligsprechung der Kirche – die, nebenbei bemerkt, eher wirkt, als sei sie völlig durchdrungen von jenen Mächten und Gewalten, vor denen der Verfasser des Briefes warnt – haben wir hier eine interessante Weltsicht, die uns viel erklären könnte … wenn wir sie nicht gegen Mitte des neunzehnten Jahrhunderts verbannt hätten zugunsten eines platten, geistlosen Materialismus, der uns seitdem eine geistig tote Welt hinterlassen hat, in der Vernichtungskriege gegen Zivilbevölkerungen, massivste Umweltzerstörung, industrielle Massenvernichtung von jeweils unerwünschten Menschen und die nukleare Auslöschung der gesamten Schöpfung auf einmal Realität wurden. Nicht der Mensch ist böse – das wird jetzt viele auf die Palme bringen, die das als festen Glaubenssatz mit sich herumtragen … geschichtlich gesehen aus guten Gründen – sondern seine Schwäche gegen himmlische Geister treibt ihn zur Untat, die Mickrigkeit seines Geistes, den er für so wahnsinnig überlegen hält. Erholsam, oder? Vor allem, wenn man merkt, dass man selber zu diesen Menschen gehört.

Der Teufel ist gefallen – und so sehr nahe an die Menschenwelt gerückt, die seinem Einfluss ausgesetzt ist: seinen Visionen von einer ganz anderen Welt, von einer Schöpfung, die nur ihm gehorcht, die nach seinem Willen geprägt ist. In seinem Werk „Das Rätsel des Bösen“ von Alfred Schütze (das einzige Buch, dass ich drei mal lesen musste – im Abstand von dreißig Jahren – bis ich überhaupt verstanden hatte, was der Autor von mir möchte) beschreibt Alfred die Wirkung des Bösen, die er als zweierlei wahrnimmt: zum einen die völlig Auflösung des Menschen in Drogenexzessen mit fürchterlichen Ausuferungen in perversesten Orgien, was den Leib angeht, zum anderen die kältere Variante, die in völliger Emotionslosigkeit eiskalt Vernichtung und Auslöschung planen und durchführen kann.

Ja, es ist immer heikel, wenn man auf solche religiösen Muster zurückgreift, nur: wissenschaftlich können wir die menschenfeindlichen Exzesse der Gegenwart schon lange nicht mehr erklären: Auschwitz war des definitive Ende der Unschuld des Materialismus und hat viele – die meisten – Denker hilflos zurückgelassen: soweit, dass der „Tod der Philosophie“ inzwischen als Fakt intern  kritiklos hingenommen wird: wir stehen fassungslos vor einer Geschichte, die wir nicht mehr erklären können. Der Verfasser des Epheserbriefes wäre nicht so hilflos – ohne Handy, Fernsehen, teure Weine und Sportwagen hätte er eine klare Antwort gehabt: die Menschen sind unvorsichtig geworden, haben die Macht der Geister des Himmels unterschätzt – und folgen so ihren Einflüsterungen wie ein Mörder, der den Stimmen folgt, die er hört. Sowas passt auch nicht in unsere selbstverliebte Gegenwart, in der der Mensch wieder – wie zu katholischsten Zeiten – Mittelpunkt des Universums ist, das einzige verunftbegabte Wesen in der Galaxie – und wer meint, Ufos zu sehen, gehört in die Anstalt.

Ach ja: Ufos. Da sind wir wieder bei unserem Künstler, der sein Haus mit diesem sehr tief gehenden Bibelvers verziert hat:

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Das Skelett dieses Ufos steht heute in seinem Garten, wird demnächst noch vervollständigt. Ich habe schlicht vergessen, wie denn diese Ausstellung noch genau hieß (glaube, es war von der ESA), doch es gab andere, wo man seine Kunst sehen konnte: Metallbilder in Essen, Ludwigforum in Aachen, Villa Nachttanz in Heidelberg, Galerie Gemmenich und nicht zu vergessen die fr-ei-Austellungen, die er selbst in Belgien organisierte (siehe kunstnet).

Lieber als die Metallarbeiten sind mir jedoch die Arbeiten mit Licht – und sie passen ja auch zu dem Bibelspruch. Sicher wird man einwenden können: gegen die Weltherrscher der Finsternis muss man politisch angehen, mit Aktionen, Demos, Streitschriften und Revolutionen – dabei sind gerade letztere oft genug von reichlich Finsternis geprägt. Wir wäre es, wir nehmen für einen Moment mal die Sicht des Schreibers des Epheserbriefes ernst … und setzen Licht gegen die Finsternis, vertrauen darauf, dass die Kunst des Lichtes den Menschen helfen kann, sich selbst aus den düsterern Gedanken der Finsternist zu befreien? Überhaupt schätzen wir – so denke ich gerade – die politische Wirkung von Kunst viel zu gering ein … und erst recht die heilsame Wirkung, die sich auf die Seele der Menschen haben kann.

 

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Was brauchen wir auch in der Finsternis anderes als Licht? Und wo Licht ist, kann keine Finsternis sein, denn die Dunkelheit hat an sich keine Substanz: es gibt Lichtstrahlen – aber keine Finsterstrahlen. Ach – jetzt sind wir schon wieder beim mythischen Denken, dass ja so sehr aus unserem Fühlen verbannt wurde. Die Leser von Tolkiens „Herr der Ringe“ haben überwiegend von einem großen Gefühl der Trauer berichtet, als sie sein Werk zuende gelesen hatten, dabei hatte es doch eine frohe Botschaft vermittelt: der allmächtige Ring des Königs der Finsternis war vernichtet worden, die Mächte und Gewalten, die die Menschheit vernichten wollten, zerstört … aber gleichzeitig war klar, dass der Zauber die Welt für immer verlassen wird: alles Schöne, Wunderbare, Zauberhafte war für immer fort – und uns blieb eine leere, kalte, tote Welt, in der ein Bach nur noch Wasser war und kein Spielplatz für Nymphen, Luft war nur noch Sauerstoff und kein Tummelplatz für Sylphen, die Erde nur noch Dreck anstatt prächtig gekleidete Göttin. Aber vielleicht mag ja gerade die Kunst uns etwas von diesem Zauber, diesen Wundern wiederbringen.

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Womöglich sind es in diesen finsteren Zeiten, in denen die gesamte dereinst so hoch gepriesene westliche Zivilisation in Millionen selbstverliebter Individuen zerfällt, die die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage billigend in Kauf nehmen, gerade die Künstler, die uns helfen, unsere Menschlichkeit nicht zu verlieren, die Licht ins Dunkle bringen.

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Soll ich noch etwas zu dem Künstler selbst sagen, der gerade die ganze alte Mühle samt Garten in ein Kunstwerk verwandelt – mit nahezu unermüdlicher Arbeit? Ich habe wirklich nur selten einen so freien Geist getroffen, der sich nicht scheut, auch Gedanken zu folgen, die andere für absonderlich halten würden, der offen ist für Ideen von Menschen, die der „Mainstream“ noch nicht mal im Ansatz erwägen würden. Selten habe ich eine solche bedingungslose Hilfsbereitschaft erlebt – und großherzige Gastfreundschaft, die uns in diesem Jahr sogar ein Treffen in seiner Mühle ermöglichte, damit sich die Menschen, die über dieses Medium hier verbunden sind, auch mal persönlich kennenlernen konnten. Und nebenbei: die Arbeiten, die seine Lebensgefährtin mit Holz, Licht und Pilzen erstellt, sind auch … zauberhaft.

Nun ja: lange Rede, kurzer Sinn: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag mein Lieber! Mögest Du den Deinen weiterhin ein Licht in der Finsternis sein.

Und hier … noch ein wenig Licht:

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Deutschland 2022 – als die geistlosen Netzwerke der Macht die Gesellschaft vernichteten

Dienstag. 20.9.2022. Eifel. Immer wieder wird heute die Frage gestellt: wie konnte es so weit kommen? Wie konnte in so kurzer Zeit die gesamte, mühsam erarbeitete Nachkriegsordnung zerschlagen werden? Wie konnte es passieren, dass die demokratische Zivilgesellschaft in so kurzer Zeit zu vielen Haufen sich gegenseitig aus verschiedenen Gründen hassenden Grüppchen wurde, zwischen denen es keine Kommunikation mehr gibt? Wie konnte es passieren, dass die Menschen völlig vergessen haben, dass das REDEN mit dem Anderen und das VERSTEHEN des Anderen die Grundfeste jeglichen demokratischen Miteinanders waren? Selbst die „primitiven“ Völker – seien es nun die alten Germanen, die manche für unser Vorväter halten, die Stämme der „wilden“ Sioux und Navajo oder die Bantu im fernen Afrika kennen dieses Gesetz: Reden rettet Leben, reden verhindert Kriege, ja: reden kann aus Feinden Freunde machen. Und wir so? Klimawandelleugner gegen Klimafanatiker, Veganer gegen Fleischesser, Asylbefürworter gegen Einwanderungskritiker, Coronaleugner gegen Zeugen Coronas, Impfbefürworter gegen Impfskeptiker – wobei sie diese Fronten auch noch innerhalb aufspalten: Klimawandel ja, aber nicht wegen CO2, Impfen ja, aber nicht gegen Grippe, vegan ja, aber Fisch dann doch – oder Eier, Corona ja – aber dann doch nicht so gefährlich. Erklärt wurde mir das mal mit dem „narzistischen Zeitalter“ – jeder sucht halt mit Gewalt politische oder gesellschaftliche Positionen, die ihn einzigartig machen, damit man in der Masse noch als Individuum wahrgenommen wird – und viele lügen was das Zeug hält, um für drei Sekunden Aufmerksamkeit bei Telegramm, Twitter und Facebook zu bekommen – was ein Zeichen für eine gravierende Einsamkeit des Menschen sein soll. Wäre verständlich: wer nicht mit anderen redet, den Sinn des Redens vergessen hat, der wird ganz schnell ganz einsam – selbst mitten unter Menschen, was die schlimmste Form der Einsamkeit sein soll.

Nun aber macht man es sich einfach, wenn man alles nur auf plötzlich aufblühenden Narzissmus schließt, vergisst, verdrängt, ignoriert die politische Wucht und Gewalt, mit der diese Entwicklung seit 1945 eingeleitet wurde: Frank Schirrmacher beschreibt das wunderbar in seinem Buch „Ego“ – ein Werk, das bedauerlicherweise völlig folgenlos blieb, weil niemand mehr die Macht hatte, notwendige Gegenmaßnahmen zu ergreifen: man kann ruhig überall bekannt machen, dass das Haus brennt – wenn niemand zum Löschen kommt, die Feuerwehr privatisiert wurde, brennt das Haus eben weiter … bis Krieg kommt und Auschwitz wieder eröffnet wird. Krieg haben wir schon – und der Ruf nach einer Wiederinbetriebnahme einer Menschenmassenvernichtungsindustrie wird langsam auch immer lauter. Unglaublich? Geschehen im bayrischen Landtag: in einer Rede forderte dort die grüne Politikerin Katharina Schulze „das der Handel endlich für Ungeimpfte geschlossen wird“ – was auf deutsch heißt: die sollen wegen Ungehorsam ausgehungert werden. Als zitierfähigen Text habe ich das nicht gefunden, aber halt eine Erkärung der grünen Fraktion in Bayern von eben dieser Frau Schulze (siehe Grüne).

„Einige Maßnahmen, vor allem für bisher Ungeimpfte, können und müssen jetzt noch verschärft werden: Umfangreichere und flächendeckendere Kontaktbeschränkungen für alle ungeimpften volljährigen Bürgerinnen und Bürger Bayerns: möglich sollen nur noch Treffen zwischen Mitgliedern eines Haushalts mit maximal einer weiteren erwachsenen Person sein“

Ja – die können dann nicht mehr einkaufen. Wer nicht gerade viel Geld für Lieferdienste hat, darf hungern. Auswüchse wie im Dritten Reich – aber das atomisierte und verblödete Volk merkt es nicht mehr. Jeder weiß, wie Bayern gespielt hat und wer im Dschungelcamp wen geküsst hat, aber niemand kennt mehr Kennzeichen für offen faschistische Entwicklungen in der Gesellschaft.

Und wie konnte es soweit kommen?

Nun ja – ich könnte es mir bequem machen, persönlich sagen: ich schreibe seit dem 19.2.2009 öffentlich meine Meinung, seitdem beobachte ich den politischen und gesellschaftlichen Raum immer intensiver – und wer all die tausende Kommentare und Artikel gelesen hat, weiß, dass es hinreichend Gründe für Beunruhigung gab. Es sind jedoch vor allem drei Momente, die mich sehr aufmerksam gemacht haben: zwei davon waren kleine Beobachtungen am Rande der Informationswelt.

Der erste war ein Artikel im Manager-Magazin aus dem Jahre 2011 mit dem Titel: Die geheimen Machtzirkel der Manager – ein Blick in die Hinterzimmer der neuen Deutschland AG (siehe Manager Magazin). Es geht um ein Treffen am 20.11.2010 in der Bertelsmann-Repräsentanz unter den Linden, an denen folgende Menschen teilnahmen (ich zitiere):

„Johannes Teyssen (51,), Frank Appel (49, Post), Martin Blessing (47,), Kasper Rorsted (48,). So sind folgende Großkaliber dabei: Hartmut Ostrowski (52, Bertelsmann-Chef), Oliver Bäte (45, Vorstand), Günther Jauch (54, TV-Eminenz), Oliver Bierhoff (42, Fußballmanager). So rundet das Gremium folgender Unternehmsberater ab: der Kölner McKinsey-Direktor Klaus Behrenbeck (43).“

Ich war verdutzt: das sich Manger von Konzernen treffen, war mir klar. Es sind ja nur – nach Günter Oggers Buch „Nieten in Nadelstreifen“ 400 Menschen – meist Männer – die die Wirtschaft dieses Landes kommandieren: da hilft es, wenn man sich kennt und weiß, wann welcher Posten frei wird. Probleme lösen war ja gestern, meist bleibt man ein paar Jahre Topmanager, bevor das Versagen nicht mehr zu verschleiern ist, dann wechselt man eben die Branche und schadet einem anderen Unternehmen. Was aber macht ein Günther Jauch da? Oder ein Fußballmanager? Nun – beide können helfen, die Massen so zu manipulieren, dass sie die krummen Geschäfte der Mächtigen nicht mehr wahrnehmen, es für wichtiger halten, wer bei Jauch welche Frage nicht beantworten kann oder wie Schalke spielt als zu reflektieren, welchen krummen und brandgefährlichen Kurs unsere Gesellschaft gerade nimmt. Dass Bertelsmann dabei eine große Rolle spielt, verwundert nicht – ist aber ein anderes Thema. Wer sich näher dafür interessiert, warum Deutschland zu einem sozialen Experiment der Bertelsmannstiftung verkommen ist, mag bei Lobbypedia nachlesen (siehe Lobbypedia), ältere Artikel vom Tagesspiegel über diese unheimliche „Macht ohne Mandat“ von 2006 sind leider … nicht mehr auffindbar … aber zu den Bertelsmannpartys hatte ich ja auch schon was geschrieben (siehe Nachrichtenspiegel: Die Bertelsmannparty als Motor der Refeudalisierung. Auch für mich immer spannend, so alte Sachen zu lesen: „Motor der Refeudalisierung“ ensprang der Analyse eines Mediensoziologen – und nebenbei konnte ich lesen, dass die Schweizer Armee sich schon 2015 im Rahem der Übung Conex 15 auf  ein zerfallendes Europa vorbereitet hat – auf den Schutz schweizer Vorräte vor deutschen Flüchtlingswellen.

Doch was war nur die eine Seite. Die Andere? Ein Artikel in der Neuen Züricher Zeitung: Das Gastmahl der Geistlosen (siehe NZZ). Es beantwortet uns hinreichend die Frage, was denn eigentlich innerhalb dieser Kreise passiert, worüber die reden, wenn die als Freunde unter sich sind – und das, was Milosz Matuschek dort berichtete, hatte mich damals zutiefst erschüttert:

„In solchen Runden wird nicht mehr deklamiert, propagiert, agitiert, musiziert, rezitiert und aus zu grossen Flaschen zu schlechter Rotwein getrunken. Die grossen Themen sind ohnehin auserzählt, tot und zu riskant. Man ist schliesslich nicht anwesend, um Irritationen, Widerstände oder Zurückweisung zu erleben, geschweige denn, etwas Neues zu erfahren. Stattdessen ergeht man sich in der Kommentierung der unmittelbaren Gegenwart: grosse Pfeffermühlen, der perfekte Garzeitpunkt des Fleisches, Herkunft und ideale Röstung von Kaffee, der Preis der Weinflasche, die neueste Sorte Himalajasalz. Wer zu diesem Stichpunktekarussell so gar nichts beizusteuern hat, verfügt vielleicht noch über eine exotische Nahrungsmittelunverträglichkeit, um sich interessant zu machen.“

„Wohlstandsverwahrlosung“ nennt es der Autor, der inzwischen wegen einem kritischen Artikel verbannt wurde (siehe NZZ: „Kollabierte Kommunikation: Was, wenn am Ende die „Covidioten“ Recht haben“?). Was lernen wir daraus? Dass ein „akademisch zertifiziertes, aber intellektuell desinteressiertes Diplom-Proletariat aus Ärzten, Juristen, Lehrern, Bankern und Ingenieuren “ sich geistig aus der politischen Gestaltung der Gegenwart verabschiedet hat, die Geschenke der Plutokratie („Herrschaft des großen Geldes“) dankend in Kauf nimmt und ab da vorauseilenden Gehorsam praktiziert, wenn es um Themen geht, die die Ballastexistenzen angeht. Was ist denn der kleinste, gemeinsamen Nenner zwischen den Machtzirkeln der Manager und dem Gastmahl der Geistlosen?

Die leise, stille, auf breiter Front erfolgte Organisation der Absahner, der „Besserverdienenden“, der Kriegsgewinnler. Man rottet sich zusammen … gegen die Niedermenschen, die Ballastexistenz, die „viel zu vielen, die „Kosten auf zwei Beinen“. Man hat Geld – die anderen nicht. Das vereint. Und man trifft sich zwanglos, um Themen zu besprechen, die geheim sind – aber wohl eins zum Ziel haben: das man selbst weiterhin bis in alle Ewigkeit „oben“ bleibt und auf denen „unten“ weiter herumtreten kann.

Aber dies geschieht ja auch noch in viel größerem Rahmen.

Am 22.4.2008 lud Angela Merkel die reichen und mächtigen Menschen zu einer Geburtstagsparty von Josef Ackermann ein, die Gästeliste war lange geheim, das Kanzleramt wehrte sich – trotz verlorener Prozesse – lange gegen die Veröffentlichung der Dokumente (siehe taz). Das Gerichtsurteil kann leider nicht mehr zitiert werden – die gemeinsame Datenbank des Gerichtes ist zum 31.12.202 eingestellt worden (siehe Gericht Berlin-Brandenburg). Ein Portal hatte sich gegen den Wunsch der Bundesregierung gestellt und die Liste veröffentlicht (siehe Netzpolitik).

Wer ist eigentlich dieser Ackermann? Nun – jemand, der wegen der Mannesmannaffäre einige Millionen bezahlt hat, um einem Urteil zu entgehen (siehe FAZ). Auch beim Cum-Ex-Skandal wird gegen ihn ermittelt (siehe Süddeutsche Zeitung). Und Frank Elstner? Nun – es ist wenig über den Skandal zu finden, der am 11. Dezember 1982 geschah: im Rahmen einer Wette wurden für 24 Heimkinder Pflegeeltern gesucht … und gefunden. Menschenhandel im ZDF – natürlich „gut gemeint“. Roland Berger war auch da – dessen „nutzlose Gutachten“ Essener Bürger auf die Straße brachten (siehe lokalkompass). Gerhard Cromme – 2013 von allen Ämtern zurückgetreten, nachdem die Kripo die Konzernzentrale durchsucht hat (siehe Wiwo). Verdacht: „Massive Kartellabsprachen“. Jürgen Hambrecht – auch bei Roland Berger stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums (siehe Roland Berger), Mitglied im Aufsichtsrat von Trumpf (dessen Eigentümer ebenfalls beim Dinner war) und Daimler hat noch Glück gehabt: als in Südafrika 2012 40 Arbeiter einer Platinmine nach einem Streik für ihre Rechte erschossen wurden, war er gerade mal nicht für die Geschäfte von BASF verantwortlich – das Platin landete aber auch nach dem Massaker weiterhin in deutschen Autos (siehe brot für die Welt).

Ackermanns Geburtstagsfeier im Kanzleramt war sozusagen der Startschuss für ein ganz neues Deutschland, ein Deutschland, in dem sich ein „oben“ geschlossen organisiert, seine eigene Pfeffermühlenwebergrillluxusblase schafft, um ja – angesichts des Grauens in der Welt – nicht in Anteilnahme zu versinken. Diese Netzwerke – da mag man gerne selbst weiter recherchieren – wuchern seitdem weiter. Die Themen, die sie besprechen, sind geheim – im Großen wie im Kleinen. Nicht gekommen zu der Feier ist Dr. Henning Kagermann, seit 3.5.2010 Leiter der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ (siehe FAZ – ein Artikel, der auch sonst lesenswert ist, weil man etwas über Rangeleien im Hintergrund erfährt) – man kann erahnen, dass die Offensive für Elektroautos dort schon vorbereitet wurde – ohne Prüfung, ob unsere Stromnetze das überhaupt aushalten.

2022 sehen wir nun das Ende unseres Landes. Aktuell liegen mir zwei Gasrechnungen vor: eine für einen Proberaum (anstieg von 38o auf 3000 Euro – pro Monat), eine für eine Mietwohnung (Anstieg von 59, 33 Euro im Monat auf 474,65 Euro, für 2023 werden MONATLICH VIERTAUSEND EURO – 4000 – angekündigt, womöglich kann man das hier über Facebook sehen).

Wer seit 2008 an die Netzwerke der Macht angebunden war, zahlt das aus der Portokasse – oder läßt sich das per Gasumlage vom Verbraucher bezahlen. Wer zu den 1,63 Millionen Millionären gehört, die perfekt vernetzt sind, kommt damit auch gut klar. Aber wer nur Bürger und Mensch ist … nun ja: der verliert. Großflächig. Total. Das ist die komplette Vernichtung der Nichtmillionäre in Deutschland, eine Säuberungsaktion, die die Gesellschaft von den Armen befreien soll. So geplant? Kann man nicht beurteilen – aber viele haben sich schon zuvor in Sicherheit gebracht, haben Netzwerke der Macht gebildet – mit strengem Sprachkodex im privaten Bereich – die auf einen solchen Moment optimal vorbereiten. Jahrelang wurde hier gezielt am Machterhalt gearbeitet, an der Disziplinierung der technischen Elite … was sogar soweit geht, dass Ehen weniger aus Liebe sondern aus Nutzengründen eingegangen werden, wobei die gegenseitigen Vermögen die Hauptrolle spielen (ein Sternartikel – leider nicht mehr auffindbar). Und nebenbei wurden die Bürger dieses Landes gegeneinander ausgespielt … oder irre ich da?

Ackermann sollte übrigens auch seinerzeit sehr dafür plädiert haben, die Diäten der Abgeordneten drastisch zu erhöhen – damit die mit den Managern auf Augenhöhe verhandeln können: so hatte man den ganzen Bundestag im Boot der Reichen. Sicher nur Zufall.

Oder man wusste wie die Schweizer Armee schon vorher, dass Europa zerfallen wird. Das ein Wirtschaftskrieg mit Russland vom Zaun gebrochen wird, den vor allem Deutschland total verlieren wird – was den totalen Zusammenbruch nach sich zieht. 4000 Euro im Monat Heizkosten für eine kleine Mietwohnung im Block von Zwickau … das ist ein Exekutionsbefehl. Oder sehe ich das jetzt wieder zu düster? Was übrigens gleichzeitig mit der Macht der Netzwerke wuchs, war die Ablehnung von Verschwörungstheorien. Sicher nur ein Zufall, dass das Aufdecken von Verschwörungen verpönt wird, als sie langsam entlarvt wurden.

Und ja: Medienleute von Bild und Faz waren auch bei Ackermanns Geburtstag.

Sogar die Friede Springer selbst, die „mächtigste Medienfrau in Deutschland“ (siehe FAZ). Aber was die besprochen haben – nun ja. Bleibt immer noch geheim. So weit geht deren Macht schon.

Und jetzt müssten wir eigentlich noch über die älteren Netzwerke reden: die Atlantikbrücke, die Bilderbergertreffen, die Mont-Pelerin-Society und – eines meiner Lieblingsthemen wegen der „druidischen Riten“ (ohne Frauen) – den Bohemian Grove. Aber das machen wir lieber ein andermal. Netzwerke aufzuschlüsseln … dafür braucht man dicke Bücher, die keiner mehr lesen mag.

Parasiten in der Solidargemeinschaft

Was würde ich nur machen, wenn ich nicht diese täglichen Warnungen über die Löschung dieser Seite hier von FB bekommen würde? Wahrscheinlich genau so leben wie jetzt – aber man freut sich ja doch über jede Form der Aufmerksamkeit von seinen Gastgebern. Mal schauen, wie das jetzt ankommt: das Geschrei geht nämlich wieder los – das Geschrei der kriminellen Megaabgreifer, die nun wieder wettern, dass der Staat den Bürgern hilft, die ihn finanzieren, tragen, mit Leben füllen und bezahlen – also jener Menschen, die FÜR den Staat leben … anstatt nur von ihm. Im Handelsblatt lassen sich derzeit vier Autoren über die „Vollkaskopolitik“ des „starken Staates“ aus. Wieder einmal stehen die „hohen Sozialausgaben“ im Zentrum der Kritik – ohne das die … wahrscheinlich noch sehr jugendlichen Autoren aus gutem Hause – nur im Mindesten begreifen, dass wir ein SOZIALSTAAT sind, der in erster Linie nicht der Gewinnmaximierung von Anlegern zu dienen hat, sondern eine SOLIDARGEMEINSCHAFT darstellt in der man sich gegenseitig nach Kräften hilft – jedenfalls im Prinzip. Ganz ruhig wird es mit dem Geschrei, wenn es darum geht, Banken zu retten – mit Irrsinnssummen, Kredite abzusichern, wenn Firmen mit unsicheren Ländern Handel treiben oder Konzerne mal wieder ihren Job nicht richtig gemacht haben: da darf Staat nach Meinung dieser Mischpoke das ganz große Fass aufmachen … aber WEHE, ein Arbeitsloser bekommt mal hundert Euro um nicht erfrieren zu müssen: sofort ist das Geschrei groß. Das ist natürlich nicht uneigennützig: die Anzeigenkunden des Handelsblattes möchten diese hundert Euro gerne für sich selbst haben – und zwar von allen, da kommt dann schon ein schönes Sümmchen zusammen. Lebensformen, die sich nur an andere dranhängen, um Gewinne abzuschöpfen, nennt man in der Natur „Parasiten“ – und manche dieser Geschöpfe sind jetzt besonders dreist: so richtet Uniper jetzt – nach der Rettung durch die Solidargemeinschaft – erstmal ein Galadiner in einer Nobelvilla in Mailand aus … ohne das großes Entsetzen durchs Handelsblatt tobt. Womöglich wurden auch Journalisten eingeladen. Natürlich zeigt man beim Stichwort „Selbstbedienungsmentalität“ immer gerne auf den Arbeitslosen – der nach dreißig Jahren harter Arbeit wegen zunehmender Arbeitsverdichtung den Leistungsanforderungen der Ausbeuter nicht mehr vollumfänglich gerecht werden kann … allein, weil die Leistungsfähigkeit im Alter einfach auch mal nachläßt – macht aber der Konzern mit Steuergeldern die große Sause, na dann: ist das alternativlos. Ich denke: wenn wir halbwegs unbeschädigt durch die große Krise kommen wollen, müssen wir als Gemeinschaft konsequent und entschlossen darüber nachdenken, wie viele dieser parasitären Existenzen wir noch mit durchfüttern können – auf Kurfürstenniveau. Möglicherweise sind manche beim Bürgergeld besser aufgehoben: da können sie dann keine menschenfeindliche Konzernpropaganda mehr verbreiten. Oder sie gehen mal in echten Jobs arbeiten: auf dem Bau, im Lager, auf dem LKW, in der Gastronomie oder im Pflegeheim … sowas kann sehr heilsam sein und echten Sinn machen – anstatt immer nur dem schnellen Geld auf Kosten der Solidargemeinschaft nachzujagen. Od

Die Fischstäbchen und der Endsieg

Mein Gott, was bin ich froh! Ich hätte vorgestern fast Fischstäbchen gekauft – nur durch eine glückliche Fügung des Schicksals ist das vermieden worden! Hätte ganz schön blöd aus der Wäsche geschaut, wenn ich die jetzt hier liegen hätte: wie Wiwo heute mitteilt, hätte ich durch den Kauf direkt die russische Kriegsmaschine finanziert! Warte jetzt auf Mahnwachen vor den Fischregalen des Landes. Gut – lange wird das nicht mehr gut gehen: laut ntv wird bald wegen Ad-Blue-Mangel kein LKW mehr fahren können – und die Versorgung der Bevölkerung wird nicht mehr möglich sein. Unglaublich, aber wahr. Nur gut, dass die Bevölkerung bald sowieso kein Geld mehr haben wird, das Handelsblatt berichtet aktuell über die neue Grundsteuerreform, an einem Beispiel wird erläutert, dass jeder Bürger (Mieter und Eigentümer) bald mit dem Zehnfachen der Grundsteuer zu rechnen hat – Gerüchten zufolge wird die Steuer bei Ackerland das Hundertfache betragen. Wie glücklich werden wir dann vor den lehren Regalen stehen und feststellen, dass wir sowieso kein Geld gehabt hätten, wenn es noch Ware gegeben hätte: den Frust können wir uns also ersparen. Das hebt die Laune! Aber es wird ja in naher Zukunft kaum noch was produziert werden: 40 Prozent aller Unternehmen sind laut Bundesverband der mittelständischen Unternehmen akut von Pleite bedroht: zu viele Krisen. Dann werden da eben auch keine unnötigen Ressourcen verbraucht! Wie wunderbar doch alles ineinandergreift! Das Arbeits-ABC klärt derzeit auf, welche Führungsfehler Unternehmen unbedingt vermeiden sollten: Mitarbeitern nicht zuhören, sie nur als Arbeitsvieh begreifen. sie nicht mehr als Menschen ansehen, ihnen die Selbstständigkeit absprechen … da liegt die Regierung voll im Trend. Wenn man zu üblen Verschwörungstheorien greifen würde, könnte man zu dem Schluss kommen, dass irgendwo im Dunkelraum der Netzwerke die Eliminierung weiter Schichten des Mittelstandes beschlossen wurde – oder das unsere Regierungsmanager völlig inkompetent sind. Dankenswerterweise liefern vor allem die Grünen für den Beleg der letzten These immer wieder neue Fakten. Der Kanzler kann sich ja glücklicherweise an nichts erinnern. Also alles in Ordnung, oder?

Krisenintervention a´la Habeck.

Unsere Qualitätsmedien mal wieder: Focus mit einer Supertopeiltschlagzeile: Autozulieferer insolvent, 4000 Jobs betroffen. Man beruft sich auf eine Meldung von „infranken“ – da sind allerdings nur 2000 Jobs betroffen. Cool. Je größer die Zeitung, um so mehr Jobs sind in Gefahr? Ja – Focus hat mehr Leser, die müssen schon klotzen, um Eindruck zu machen. Solche Medien passen auch zu unserem Habeck, der uns ja jetzt erklärt hat, was man an Stelle von Insolvenz machen könnte: einfach nicht produzieren. Ja – wenn wir nur früher darauf gekommen wären! Was hätten wir an Geld sparen können! Jetzt lachen alle über den Habeck, weil der ja nur Kinderbuchautor ist und dieser Ratschlag zur Bewältigung der Krise auch aus Kindermund stammen könnte, aber die haben einfach nicht weiter gedacht. Sind eben Qulitätsmedien. Was der Habeck wirklich meinte ist: wenn man kein Geld hat, einfach nichts bezahlen! Einfach so! Einfach still stehen und sich nicht regen – das wird dann schon keiner merken. Also: wenn jetzt die fetten Strom- und Gasrechnungen kommen – einfach nichts machen. Ja: als Endverbraucher ist nicht die Produktion unser Kerngeschäft, sondern das bezahlen – und das lassen wir dann einfach. Genial, oder? Einfach mal ausprobieren: zwei Brötchen beiim Bäcker kaufen (sofern man noch einen findet) und wenn die Geld wollen, einfach Zeigefinger hoch und „Habeck“ sagen. Obwohl – da kann man auch den Scholz machen. „Brötchen? Da kann ich mich nicht daran erinnern“. So helfen uns politische Fachkräfte durch die Krise – und werden so falsch verstanden, das sie einem leid tun können. Oder?

Christoph Sieber zur gewollten Armut

Warum eigentlich immer eigene Sätze machen, wo doch andere so schöne dazu gemacht haben – wie hier, Christoph Sieber auf Facebook zum Problem Armut. Übrigens: wie man heute in der Süddeutschen Zeitung nachlesen kann, ist die Eliminierung von Armut einer der fünf Programmpunkte, die dringend erledigt werden müssen, wenn die Welt noch eine Chance haben sollte … sagen die Wissenschaftler. Doch wozu braucht die Welt eine Chance, so doch der Merz bald Kanzler wird. Aber jetzt: Bühne frei für Christoph Sieber:

 

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Corona und die Impfung – die Abrechnung. Über das Ende der Vierten Macht.

Dienstag, 6.9.2022. Eifel. Was für ein Jahr, oder? Ein geradezu apokalyptisches Jahr. Und die Kirche hat es verpasst. Apokalypse? Ja – Steht ganz hinten in der Bibel. Da kommt der Antichrist. Und mit ihm die ganzen Übel: die vier apokalyptischen Reiter. Ja, man mag darüber lachen, aber im Jahr des Antichristen sind schon drei der Reiter da. Das Jahr? 2022 hat als Quersumme die 6, 666 ist (von einigen Auslegern, die die 616 bevorzugen, mal abgesehen) die Zahl des Antichristen – und die hatten wir als Datum dann dieses Jahr öfter:  zum Beispiel am Pfingstmontag, den 6.6.. Und die Reiter? Nun ja: die Pest erstmal. Corona. Darüber werden wir gleich noch reden müssen. Dann nächste Reiter: Krieg. Frau Baerbock scheint ganz heiß darauf zu sein, diesen noch heißer werden zu lassen. Und dann der dritte apokalyptische Reiter: der Hunger – für uns erstmal als Energiemangel da, aber auch die Nahrungsmittel könnten schon knapp werden, und wenn die Vorhersagen für eine Rezession richtig sind – nun ja, dann kann es noch ganz dicke kommen (siehe Tagesschau). Der vierte Reiter – der auf einem fahlen, blassen Pferd – ist der unheimlichste, der Tod selbst, der massenhaft ernten wird … wovor Lauterbach und Drosten ja fast täglich lautstark warnen – schon lange. „Für Ungeimpfte über 60 wird es jetzt richtig gefährlich“ – hieß es am 31.12.2021 (siehe Spiegel). Allerdings blieb – mal wieder – das große Massensterben der Ungeimpften aus. Es sind auch mehr die über 80-jährigen, die in der Statistik auffällig werden – während die über 90-jährigen von der Pest eher verschont werden (siehe Statista) – und Männer erwischt es mal wieder häufiger als Frauen – was Herr Drosten auch nicht erklären kann.

Die Todesfallzahlen zu Corona sind beeindruckend (siehe Statista) – doch sieht man sich die Statistik genauer an, fällt auf: es sind die westlich geprägten Länder wie die USA (mit über einer Million Toten), die dort auftauchen – inklusive Russland. Asiatische oder afrikanische Länder sind dort nicht zu finden. Eine Seuche nur für den alten weißen Mann? Schauen wir mal nach China: 1,4 Milliarden Einwohner – 5226 Tote (siehe Corona in Zahlen). Ja, ich weiß: der Chinese ist brutal und gemein zu seiner Bevölkerung, außerdem Kommunist und deshalb maximal verlogen. Schauen wir deshalb mal ins pro-amerikanische Taiwan: 23 Millionen Einwohner – 10 000 Tote. Südkorea: 51 Millionen Einwohner – 27000 Tote. Und Japan? 125 Millionen Einwohner – 41 000 Tote. Deutschland: 80 Millionen Einwohner – 148 000 Tote. Wie kann das sein – in unserem superteueren Gesundheitswesen? Und bei unseren tollen Impfungen? Wir dürfen sogar den vierten Booster setzen – obwohl offizielle Studien deren Sinn stark anzweifeln (siehe Handelsblatt). Die kanadische Ärzteorganisation CCCA hat die sechs-Monats-Studie von Pfizer ausgewertet – mit erstaunlichen Ergebnissen (siehe Alschner-Klartext):

„Dieser Bericht zeigte eine Wirksamkeit von 91,3 %, was bedeutet, dass die geimpfte Gruppe eine Verringerung der positiven Fälle im Vergleich zur Placebogruppe aufwies, aber schockierenderweise zeigte die geimpfte Gruppe auch einen Anstieg der Erkrankungen und Todesfälle. Das ist ein Problem, denn eine Verringerung der Fälle ist wertlos, wenn sie mit einer Zunahme von Krankheiten und Todesfällen einhergeht.“

Es lohnt sich, diese Arbeit zu den Pfizer-Studien noch weiter zu lesen – vor allem, was den Anstieg der kardiovaskulären Todesfallrate unter den Geimpften angeht: sehr aufschlussreich, wie ich finde – und ja auch für unsere Medien kein Tabu mehr: Berichte über massive Impfnebenwirkungen – und die Hilflosigkeit der Ärzte demgegenüber – nehmen zu (siehe Focus): hier zeigt sich der Erfolg von großem politischen Druck auf die Gesellschaft: Kritik an der Impfung bzw. an der Pandemietheorie der Regierung gilt als Landesverrat … oder offenem Bekenntnis zu nationalsozialistischem Gedankengut, obwohl wir unter Umständen mit einer halben Million schweren Impfnebenwirkungen zu rechnen haben (siehe Berliner Zeitung).

Dabei stimmen die Fakten bedenklich: man mag die Quelle als bedenklich ansehen – aber wahrnehmen wird man wohl ja noch dürfen, dass es Studien gibt, die nahelegen, dass die modernen Impfmethoden das gesamte Immunsystem nachhaltig schwächen (siehe Epoch-Times). Eine solche Faktenlage würde hinreichend ein Phänomen erklären, dass wir bislang noch nicht erklären können (siehe Tagesschau):

„Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben sich Beschäftigte so lange krank gemeldet wie noch nie im selben Zeitraum. Das geht aus einer Studie der Techniker Krankenkasse hervor. Hauptgrund waren Atemwegserkrankungen.“

Explizit wurden die Corona-Krankschreibungen erwähnt – sie spielen eine absolut untergeordnete Rolle in diesem Geschehen. Irgendetwas scheint also da draußen umzugehen, was die Menschen krank macht – und wenn es die Impfung wäre, wäre das eine Katastrophe – denn dann könnten wir doch noch den vierten apokalyptischen Reiter bekommen.

Haben wir denn auch zuviele Tote?

Ja (siehe Tagesschau):

„Fast 10.000 Menschen mehr als sonst im Juli sind in Deutschland im vergangenen Monat gestorben. Laut Statistischem Bundesamt liegt das auch an der Hitze. Das Phänomen sei nicht neu – aber viel stärker ausgeprägt als bislang.“

Wir erfahren leider nichts über die konkreten Todesursachen. Wie üblich, wenn es um das politische – oder religiöse – Thema Impfen geht, eiert man um den heißen Brei herum. Wir werden also warten müssen, was uns 2024 als Todesursachen geliefert werden. An Hitze an sich stirbt man übrigens nicht so leicht – aber an Kälte schon. Dazu werden ja in diesem Herbst einige Studien an den Armen in Deutschland durchgeführt – sehr breitflächig.

Was nun die Corona-Toten angeht – nun ja. Da wird es schwierig, denn: es ist die Frage, ob man an oder mit Corona gestorben ist. Hinweise in der Presse zeigen, dass hier wohl nicht sehr sorgfältig gearbeitet wurde – jedenfalls nicht in Deutschland: beim ersten „Corona-Toten“ in Schleswig-Holstein wurde die Infektion erst NACH seinem Tod festgestellt: „Man kann nicht sagen, welche Rolle das Virus im Geschehen des Sterbens gespielt hat“, sagte der Sprecher des Klinikums.“ (siehe Spiegel): trotzdem wurde er als der erste Covid-19-Tote Schleswig-Holsteins dargestellt. Seriös geht anders. Wenn die westlichen Länder alle diese regierungsfreundliche Zählweise angewendet haben, dann … nun ja: erklärt sich  einigermaßen, warum in Asien deutlich weniger Menschen an Corona gestorben sind. Man darf dann auch darüber nachdenken, ob die Todesfallraten in Zusammenhang mit den Einflüssen westlicher Pharmakonzerne stehen … das sie also dort maximal sind, wo es maximale Einflüsse gibt (USA) und dort real sind, wo andere die Macht ausüben (China). Könnte ja sein, oder?

Über die unglaubliche Macht der Pharmaindustrie schreibt ja auch der inzwischen unbeliebt gewordene Thomas Röper in seinem Buch „Inside Corona“. Er ist übrigens kein „Corona-Leugner“, hält die Erkrankung für real … zeigt aber auch auf, wie nach dem Desaster mit der Schweinegrippe (auch da war Herr Drosten ganz vorne mit im Panikorchester), wo der große Impfstoffverkauf ausblieb – die Industrie sich gezielt Gedanken machte über die Steigerung der Impfbereitschaft weltweit. Seine These: die Industrie hat seitdem dazugelernt und die nächste Pandemie planmäßig vorbereitet – des Umsatzes wegen. Soweit denken die nicht? Das machen die nicht? Vor einiger Zeit – einigen Jahren – kam ein Bericht über neue Machenschaften der Pharmaindustrie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wonach die Industrie inzwischen – über befreundete Apotheken – Arztsitze kauft, was den Arzt dazu verpflichtet, nur die Medikamente der Firma zu verschreiben – was die Apotheke komplett kontrollieren kann. Wer sich sowas ausdenkt – der kann auch weiter denken. Überhaupt erlauben wir uns nicht mehr, strategisch zu denken – weshalb wir glauben: andere können das auch nicht. Was Thomas Röper allerdings belegt, ist schon recht dicht – und immerhin hat die ganze Pandemie dazu geführt, dass „die Anleger“ richtig abräumen: die Reichen haben ihren Reichtum nochmal deutlich gesteigert, während die Masse dahinsiecht.

Aktuell haben wir Verträge über die Lieferung von Corona-Impfstoffen bis ins Jahr 2029 (siehe Pharmazeutische Zeitung), dabei sinkt inzwischen sogar bei Ärztefunktionionären die Impfbegeisterung (siehe wdr). Inzwischen darf man sogar die Frage stellen, warum manche Menschen noch nie einen positiven Corona-Test hatten (siehe Spiegel), inzwischen darf sogar bemerkt werden, dass manche sich gar nicht anstecken, also eine natürliche Immunität besitzen (siehe Quarks): für diese Menschen wäre eine Impfung also reinweg Körperverletzung. Und auch andere „Fakten“ werden inzwischen immer offener angesprochen (siehe Focus): so ist die Zahl der Corona-Toten unsauber, weil nicht hinreichend die Todesursache geklärt ist, die Wirkung der FFP-2-Maske bei Normalbürgern fraglich – und Karl Lauterbach generell zunehmen unseriös.

Aber ändert das etwas an dem Kurs der Regierung – und jener, die mit ihr im großen Corona-Bündnis sitzen? Nach wie vor riskiert jeder, der auf dem US-Portal Facebook kritische Bemerkungen zu Covid-19 macht, die völlige Löschung all seiner Konten und Daten, nach wie vor wird zu jedem Beitrag ein Link zu Regierungspropaganda gelegt, wo Meinungen der Regierung ohne Beleg, ohne Studien oder Fakten vervielfältigt werden – und generell ist es ja bundesweit nicht anders. Noch nie zuvor gebärdete sich die Presse so gleichgeschaltet, so unkritsch, so monoform wie in der Coronakrise – und das scheint mir ein weiteres Indiz für Thomas Röpers These zu sein, dass ein großer Teil des Corona-Hypes Teil einer umfassenden, langfristigen Planung zur Maximierung von Konzerngewinnen ist. Gruselig, ich weiß – aber trotzdem denkbar und möglich. Wir haben als Gesellschaft lange und ausdauernd all die Netzwerke ignoriert, die um uns herum gesponnen wurden – selbst wenn mal eins öffentlich aufgeführt wurde – wie die Mont-Pelerin-Gesellschaft in der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ – hatte dies keine Konsequenzen, immer noch drohte das Schlagwort „Verschwörungstheorie“, wenn man auf solche Machenschaften hinwies. Auch Bankenskandale, Cum-Ex-Machenschaften oder dubiose Parteispenden haben nichts daran geändert, dass die Medien uns eine superheile Welt präsentieren, in der die Regierung immer alles richtig macht und jeder Querdenker ein verfassungsfeindlicher Unhold ist.

Dafür gibt es natürlich auch Gründe: die Medien stehen wirtschaftlich am Rande des Abgrundes – und warten auf staatliche Hilfe (siehe rnd). Da ist man schon mal geneigt, dem Staate seine Nützlichkeit ganz deutlich zu präsentieren.

Und sicher hat jeder mitbekommen, wie Staatsmacht inzwischen reagiert (siehe dpa-factchecking):

„Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sind Lipps Äußerungen dazu geeignet, das Vertrauen in das demokratischen Systems insgesamt zu erschüttern und die Stimmung in Deutschland aufzuhetzen. Mit ihren verzerrenden und teils wahrheitswidrigen Darstellungen säe die Youtuberin Zweifel an der öffentlichen Meinungsbildung und der Wahrhaftigkeit der medialen Berichterstattung in Deutschland.“

Das muss man erstmal ganz langsam lesen. Es geht um die deutsche You-tuberin Alina Lipp, die aus dem Donbass berichtet. Das eine einzige Frau „das Vertrauen in das demokratische System insgesamt“ erschüttern kann, in dem sie kleine Filmchen dreht, verstört schon sehr – dass zudem das säen von Zweifeln an der Meinungsbildung und Wahrhaftigkeit der medialen Berichterstattung in Deutschland eine Straftat wird, verwirrt erst Recht: was ist denn mit denen die die US-Lügen über die Massenvernichtungswaffen im Irak verbreitet hatten, über die Brutkastenlüge – oder die Lügen, die zum Kriegseinsatz der Bundesewehr in Jugoslawien führten? Haben die nicht auch Zweifel an der Wahrhaftigkeit der medialen Berichterstattung gesät? Und Julian Assange? Ist ok, dass man im Westen Menschen verhaftet, die Kriegsverbrechen des Westens offenbaren?

Man muss vorsichtig sein. Es gibt zwar inzwischen einen Sachverständigenausschuss, der die Wirkung der Impfung deutlich in Zweifel zieht (siehe Ingenieur.de), „da der Infektionsschutz der Impfungen relativ schnell nachlasse“, aber generell kann er keine großartigen Aussagen machen, denn: „Ferner fehlte eine ausreichende und stringente begleitende Datenerhebung, die notwendig gewesen wäre, um die Evaluierung einzelner Maßnahmen und Maßnahmenpakete zu ermöglichen.“

Kurzum: öffentliche Debatte ist unerwünscht, wissenschaftliche Forschung findet so gut wie nicht statt, Regierungen sind zu ausführenden Organen der Industriemeinung degradiert, die Medien zu Handlangern der Regierung mutiert: damit ist die Vierte Macht im Staate, die alle anderen kontrollieren sollte, ausgelöscht … und die anderen drei stehen im Dienste der Anleger. Oder?

Eine Abrechung mit der Pandemietheorie kann somit gar nicht abschließend erfolgen, weil gar keine Daten erhoben werden, eine Diskussion darüber von den Medien maximal kriminalisiert wird und man sogar vor Rufmord und Staatsanwalt nicht mehr sicher ist. Womöglich ändert sich noch nicht mal dadurch etwas, dass vollgeimpfte junge Presseleute spontan einen Herzinfarkt erleiden – direkt nach dem Booster (siehe Tennesse Star).

Darf ich dann nochmal erwähnen, dass 75 Prozent der Ü-60-jährigen Coronainfizierten die Krankenhausbehandlung gar nicht überleben (siehe Spiegel) … aber wohl als Corona-Tote gezählt werden?

Besser nicht. Schaut man sich an, wie mit Kritikern der Pandemietheorie umgegangen wird, merkt man, dass man vorsichtig werden muss.

Und womöglich ist das gerade der vierte apokalyptische Reiter … der den sozialen Tod bringt, den Tod von Meinungen, Worten, Redefreiheit.

Dann wird es bald sehr ruhig im Land.

Wem das wohl gefällt?

 

Faschismus in Deutschland 2022: eine Momentaufnahme

Dienstag, 24.8.2022. Eifel. Ja – ein schweres Thema: Faschismus in Deutschland – und das gerade jetzt, wo wir doch im besten Deutschland leben, dass wir je hatten: jedenfalls hatte unser Bundespräsident diese Definition und Sprachregelung letztes Jahr mal vorgegeben (siehe rnd). Und das beste Deutschland das wie je hatten kann natürlich mit Faschismus nichts zu tun haben, wir sind ja sowas von „gegen rechts“ , dass selbst ein Hitler vor uns Angst kriegen würde. Allerdings ist schon dieses „gegen rechts“ ja nicht ernst gemeint: niemand würde ernsthaft gegen CDU/CSU oder die FDP vorgehen wollen …. oder die SPD, die immer gerne links blinkt und dann rechts überholt. Oder die GRÜNEN, die noch linker blinkten und dann mit dem ersten Militäreinsatz deutscher Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg sogar die SPD noch rechts überholten … natürlich nur mit enorm gequälten Gewissen, aber das half den Bombenopfern in Jugoslawien auch nicht weiter.

Wie immer, wenn es um Begriffe geht, scheint es mir sinnvoll zu sein, bei der Bundeszentrale für politische Bildung vorbeizuschauen, damit man mal auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Immerhin: wenn da jemand Tisch Stuhl nennt, die Tasse Stift, sein Auto Hund und den Teppich Garten, dann ist er zwar ausgesprochen originell und kreativ, aber in Wirklichkeit nur noch zum Austausch von Tönen befähigt, nicht mehr zur Kommunikation. Bei der BpB erfahren wir nun etwas über den Ursprung des „rechs-links“-Schemas in der Politik, der im alten Frankreich zu suchen ist (siehe bpb):

„Dort saßen – vom Präsidenten aus gesehen – auf der rechten Seite diejenigen Parteien, die für den Erhalt der gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eintraten. Auf der linken Seite saßen diejenigen Parteien, die eine Änderung der politischen und sozialen Verhältnisse anstrebten.“

Aha. Rechts sitzen die, die uns für das beste Deutschland halten, das es je gab – und deshalb nichts verändern wollten – links sitzen jene, die sich gut Veränderungen vorstellen können. Und schon sind mir mitten drin im Problem: welche Partei in Deutschland möchte eigentlich wirklich die politischen und sozialen Verhältnisse ändern, die so sehr durch den „Markt“ geprägt sind, durch den veralteten Kapitalismus und den unsäglichen Neoliberalismus? Ich kenne keine. Ein wenig Makulatur hier und da, sicher, ein wenig linke Tünche, sicher – aber sonst? Nehmen wir ein Beispiel für den klassischen Faschismus: die Ausländerfeindlichkeit – wobei dieses Merkmal außer acht läßt, dass nie so viele Ausländer in Deutschland waren wie zu Hitlers Zeiten: als billige Arbeitskräfte (Zwangsarbeit) waren die Industrie und Politik immer willkommen. Wir lassen also ganz viele Ausländer im Sinne der – ja sehr begrüßenswerten – Asylgesetzgebung ins Land … wer das kopflos fand, unverantwortlich, gedankenlos war der Logik folgend gleich „rechts“. Dass einige diese Gäste dann mit der freizügigen Kleiderordnung deutscher Frauen überfordert waren, Frauen selber für willkürlich benutzbare Waren hielten, die man notfalls – bei Ungehorsam – auch mal töten konnte, wurde dann weniger thematisiert. Dass viele dieser Gäste unter unmenschlichen Bedinungen in Niedriglohnjobs für die Millionengewinne der fetten Deutschen arbeiteten, interessierte überhaupt niemanden mehr: da gab es kein linkes Geschrei.

Warum eigentlich nicht?

Nun ja: bleiben wir bei der Definition: weil keine Partei im Bundestag mehr an der grundlegenden Änderung der Verhältnisse interessiert ist: immerhin sind es gerade diese Verhältnisse, die den Abgeordneten selbst Traumbezüge auf Kurfürstenniveau liefern. Klar: bei den Linken muss man mehr abgeben, aber es bleibt wohl noch genug übrig, um dem Sozialamt zu entkommen. Wenn aber – da bitte ich mir zu folgen – keine Partei im Bundestag mehr an der grundlegenden Änderung der Verhältnisse gelegen ist, wie müssen wir dann laut BpB diesen Bundestag definieren?

Als stramm rechts.

Unheimlich, oder?

Sicher, wir kriegen „rechts“ in verschiedenen Geschmacksrichtungen, aber das Ergebnis bleibt das Gleiche. Und der „Kampf gegen Rechts“? Nun – alte Geschichte: der Dieb schreit: „haltet den Dieb“ … und entkommt so straflos mit den Cum-Ex-Geldern und der Gasumlage. Wie ernsthaft der Kampf gegen Rechts ist, sieht man ja im Umgang mit Katar: Homosexuelle werden wie unter Hitler verfolgt, Frauen sind Menschen zweiter Klasse, Pressefreiheit ist nicht existent und Arbeiter werden wie Sklaven gehalten (siehe FAZ): aber wir feiern da problemlos König Fußball. Selten treffen so viele Definitionen des Faschismus auf ein Regime zu wie dort – aber wir sehen lieber einen „einzigartigen russischen Faschismus“ in dessen Bann Putin steht (siehe Focus).

Jetzt haben wir eine Erkenntnis: der Bundestag ist fest in den Händen eines rechten Blocks. Wir wollten aber über Faschismus reden. Da ich Thomas Wieczoreks Buch über die verblödete Republik (ein sehr nachdenklich machendes Werk) gelesen und verstanden habe, möchte ich die Definition von Faschismus aus eine Lexikon für Kinder entnehmen – damit auch der Durchschnittsblöde eine Chance hat, die Gedankengänge zu verstehen (siehe cwp):

„Eine faschistische Partei oder Bewegung herrscht alleine und diktatorisch (Einparteienstaat) und versucht, alle Bereiche des Staates und der Gesellschaft vollständig zu durchdringen. Auch ein übersteigerter Nationalismus, die Hervorhebung des eigenen Volkes als etwas ganz Besonderes, gehört zu den Merkmalen des Faschismus. Außerdem schließt der Begriff Faschismus immer auch eine hohe Gewaltbereitschaft ein. Und schließlich zeichnen sich faschistische Bewegungen zumeist durch einen starken Willen zur Macht aus und scheuen nicht davor zurück, diese Macht mit Gewalt zu erringen.“

Nun – und ist dieses Volk, das im besten Deutschland lebt, das wir je hatten, schon nicht allein deshalb etwas ganz besonders? Edelmenschen erster Güte, Herrenmenschen, deren Krieger in Afghanistan, in Jugoslawien, in Mali, im Irak, im chinesischen Meer, in Jordanien, im Mittelmeer, im Libanon, in Bosnien, in der Westsahara – „Auf drei Kontinenten und auf zwei Weltmeeren“ – so positioniert sich die neue Bundeswehr selbst (siehe Bundeswehr)- für Ruhe und Ordnung sorgen, den Mindermenschen beibringen, wie man sich zu benehmen hat? Aktuell steuern wir auf einen großen Konflikt mit Russland zu, denen wir auch mal erklären wollen, wo der Hammer hängt – weil wir, die wir was ganz besonderes sind, sowas einfach ohne nachdenken und Grübelei machen dürfen. Also … eine hohe Gewaltbereitschaft sehe ich da schon. Und was ist mit dem übersteigerten Nationalismus? Nun – ist kanalisiert … aber jederzeit umformbar: König Fußball und die Geschichte mit Katar sagt eigentlich alles: wenn Deutschland spielt, ist egal, wieviele Sklaven sterben.

Aber den Einparteienstaat – den haben wir nicht! Wir haben viele Parteien!. Oder? Nun – wie wir gerade gesehen haben, haben wir nur noch einen rechten Parteienblock. Die einen tun etwas mehr für Hotels, die anderen etwas mehr für Küken, manche gendern lieber oder schonen Privatflieger – jeder hat so eine Subgruppe für sich, die er gerne hegt und pflegt. Wer nur gar nicht mehr bedacht ist: die Armen, deren Zahl ständig wächst – und im Winter diesen Jahres aufgrund der kriegerischen Abenteuer unserer Regierungen in der Ukraine explodieren wird. Alles, was ehedem im französischen Parlament von den Linken vehement verteitigt wurde, ist im besten Deutschland das Frank Walter Steinmeier je hatte der Willkür von Rechts schutzlos ausgeliefert – was die unsägliche Hartz-IV-Gesetzgebung deutlich zeigte.

Und alle Bereiche des Staates und der Gesellschaft durchdringen – das wollen die doch auch nicht, oder?

Nun – alle Bereiche der Medien haben sie inzwischen durchdrungen. Durch eine Vielzahl von Stiftungen nehme sie Einfluss auf weite Bereiche der demokratischen Zivilgesellschaft – und durch die Schulen indoktrinieren sie komplette Generationen, die inzwischen weit weg sind von dem alten demokratischen Ideal: „Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung“.

Der Faschismus hat übrigens auch einen Glaubenssatz: „Glaube, gehorche, kämpfe“ (siehe wieder cwp). Wenn sie jetzt meinen, das würde hier nicht gelten, im Deutschland des Jahres 2022 könnte man alles kontrovers diskutieren, dann versuchen sie doch mal einen Artikel in die Zeitung zu bringen, der sich kritisch mit der Pandemietheorie zu Corona der Regierung auseinandersetzt, oder einen Artikel, der die Wirkung der Impfung in Frage stellt oder die Nebenwirkungen in den Fokus rückt – oder äußern sie sich mal kritsch zu den kriegsfördernden Maßnahmen der Nato bzw. der USA von 2013 bis heute in der Ukraine: sie werden sich wundern, wie schnell sie zum „Pöbel“ gehören. Ja – wir dürfen wieder Pöbel genannt werden (siehe Spiegel)

„Der Kanzler versuchte es mit Ironie gegenüber Leuten, die man früher »Pöbel« genannt hätte, und früher war bekanntlich nicht alles schlechter.“

Da ist er, der deutsche Herrenmensch in Reinkultur, der sich selbstherrlich über die anderen erhebt:

„Notfalls sollen die Polizei, der Verfassungsschutz oder die Strafverfolgungsbehörden ihre Arbeit machen, und gut ist.“

Glaube, gehorche, kämpfe … bzw im Falle von Herrn Blome: lasse die Polizei für Dich kämpfen, was diese ja immer radikaler auch macht (siehe taz) : vier Tote durch Polizeigewalt in einer Woche – in der Tat, das beste Deutschland, das wir je hatten. Da macht die Polizei ihre Arbeit und gut ist. Schon dieses „notfalls“ läßt einen schaudern – denn diese Behörden machen ihre Arbeit immer, aber „notfalls“ eben auch … mal anders. Mit harter Hand gegen den Pöbel durchregieren. Vor allem gegen die Querdenkerszene. Denker jeder Art sind dem Faschisten ein Gräuel – glauben und gehorchen: da fühlt er sich wohl.

Ich finde nun wenig Quellen zu dem Kernzitat von Mussolini selbst zum Faschismus: „Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“ Viele zitieren es, ich fand es aber noch nicht, brauche es auch nicht, denn: mir reicht die bpb-Definition von links und rechts: wie eng Konzerne, „Wirtschaft“ und Politik im Deutschland des 21. Jahrunderts miteinander verflochten sind: eine feste Allianz von denen, die von der momentanen Wirtschaftsordnung maximal profitieren – auf Kosten der Verelendung der Massen, die glauben, gehorchen und … arbeiten sollen. Oder in der Ukraine kämpfen. Nicht zum Wohle der Volksgemeinschaft, wie es der alte Faschismus so gerne hatte, sondern zum Wohle des Bruttosozialproduktes – von dem immer weniger was haben.

„Jeder Faschismus ist anders“ – schrieb die Zeit noch 2018 (siehe FAZ) und sensibilisiert uns so dafür, dass das alte Böse nicht mehr mit nationalsozialistischer Kostümierung einhergehen muss. Wenn der Philosoph Jason Stanley über Faschismus als das „Partygesicht des Sozialdarwinismus“ schreibt und erläutert, dass „faktenbasierter Journalismus hingegen, wie etwa jener der New York Times, wird mit dem seiner ursprünglichen Bedeutung beraubten Terminus „Fake-News“ belegt“ wird (siehe Zeit), dann darf 2022 daran erinnert werden, dass „Faktenchecker“ – zentral organisiert von der US-Firma Poynter (siehe poynter.org) inzwischen flächendeckend alle regierungs- und konzernkritische Meinung als „Fake-news“ deklarieren und so für eine flächendeckende Gleichschaltung der Meinungen sorgen wollen. Wer Zweifel an der engen Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft in Deutschland hat, sei auf das Werk „Die geschmierte Republik“ des leider viel zu früh verstorbenen Thomas Wieczorek verwiesen (Knaur, 2012), in dem man dezidiert erfahren kann, „Wir Politiker, Beamte und Wirtschaftsbosse sich kaufen lassen“, es reicht aber auch ein kurzer Blick in einen noch nicht gesäuberten Wikipedia-Artikel (siehe Wikipedia) – oder eben ein Blick in die aktuelle Politik.

Da werden ausländische Firmen mit den Geldern deutscher Verbraucher gerettet, die durch eine – für viele kaum bezahlbare – „Gasumlage“ Milliardengelder erhalten – was ausländische Journalisten zum Stirnrunzeln bringt (siehe NZZ). Konzerne, die gerade noch Gewinnsteigerungen von 200 Prozent verbuchen konnten, fallen unter einen Rettungsschirm (siehe Tagesschau – wobei man anerkennen muss, dass RWE und Shell freiwillig auf die Staatsmilliarden verzichten), während der Verbraucher kaum noch weiß, wie er im Winter die Energiekosten bezahlen soll – im Extremfall 1000 Euro pro Monat mehr, wenn die aktuellen Börsenpreise 1:1 bei ihm auftreffen. Es sind hauptsächlich zwei Unternehmen, die in den Genuss von 90 Prozent der 34 durch staatliche Gewalt eingetriebenen Milliarden kommen (siehe Welt), aber auf die Idee, die Verbraucher dann als Genossenschaftler dieser Konzerne einzusetzen und sie an zukünftigen Gewinnen zu beteiligen, kommt erstmal keiner. Mal sehen, welche Politiker in Zukunft bei Uniper und Gazprom Germania lukrative Vorträge halten dürfen – oder einen Posten im Aufsichtsrat erhalten. Vielleicht bekommen auch nur die Parteien wieder eine Spende.

Währenddessen wird jeglich Kritik weiter kriminialisiert, die Meinung gleichgeschaltet, obwohl die Warnungen vor einer gesamtwirtschaftlichen Rezession immer deutlicher werden (siehe Wiwo): wobei dann wirklich mit stärkeren Verwerfungen in der Politik zu rechnen wäre.

Faschismus in Deutschland des 21. Jahrhunderts: noch haben wir – von den westlichen Alliierten geschenkt – rudimentäre Reste eines demokratischen Zivilstaates … aber der Faschismus wächst wieder, auf breiter Front. Wann werden wohl die „Wärmelager“ der Gemeinden für Bürger, die keine Heizkosten mehr bezahlen können, zu Lagern für „wirtschaftliche Ballastexistenzen“, in denen sie auf niedrigstem Niveau gehalten werden können – und gut ist? Wann werden die – systemrelevanten – Konzerngewinne direkt ohne Gegenleistung vom Konto des Ottonormalverbrauchers abgebucht? Aktuell droht schon wieder eine Bankenrettung – für eine zweistellige Zahl von Banken (siehe Handelsblatt).

Das die Preise für Lebensmittel und Energie steigen und die Heizungen kalt bleiben, erwartet sogar der Verfassungsschutz (siehe swr): und dann haben wir einen idealen Nährboden für Faschismus. Aber der … kann diesmal auch „von oben“ kommen, um denen, die nicht glauben und gehorchen wollen, notfalls mit Polizeigewalt zeigen zu können, wo der Hammer hängt: und „gut ist“.

Oder?

 

 

 

Frieden.

Dienstag, 9.8.2022. Eifel. Heute jährt sich wieder einmal der Tag des Atombombenabwurfes auf Nagasaki, der auf Hiroshima jährte sich am 6.8. Die mächtigste Waffe der Menschheit wurde an Alten, Kranken, Frauen und Kindern getestet. „Die Wissenschaft“ hatte in Zusammenarbeit mit „der Wirtschaft“ im Auftrag von Politik und Militärs ein kleines Wunder geschaffen: eine künstliche Minisonne mit unvorstellbarer Vernichtungskraft. Und in der Tat: es gelang, Menschen so gründlich zu vernichten, dass nur noch ihre Schatten im Mauerwerk eingebrannt wurden – „follow the science“ ist doch immer wieder ein Genuss. Bis zu 160 000 Menschen starben in Hiroshima – so genau weiß man es nun doch nicht, weil so Atombomben wenig Leichen übrig lassen, bis zu 80 000 in Nagasaki: da hatten die Bombenangriffe auf deutsche Städte mehr Opfer gefordert. Das ganze war auch nicht billig gewesen: Milliarden Dollar steckten in diesem Projekt, das der Menschheit das erste Mal in ihrer bekannten Geschichte die Werkzeuge zur kompletten Selbstauslöschung in die Hände legte – kein Wunder, das man das unbedingt testen musste – und zwar am lebendigen Objekt. Und zwar nicht an Zivilisten. Und natürlich: den zehntausenden koreanischer Zwangsarbeiter. Man hatte Hiroshima gewählt, weil dort bislang kaum Bomben gefallen waren, außerdem versprach die Holzbauweise eine fulmidablen Feuersturm, der auch das Umland komplett zu verwüsten versprach. In Nagasaki gab es sogar kaum japanische Soldaten, aber ebenalls viele Zwangsarbeiter, die gerne noch weitergelebt hätten – aber die USA entschieden sich für ihre völlige Vernichtung. Es gab nach dem Krieg eine heftige Debatte über diese Abwürfe, sogar die Begriffe Rassismus und Völkermord vielen – was müssen das für wunderbare Zeiten gewesen sein, als man noch so frei reden durfte.

In Deutschland im Jahre 2022 ist das wieder undenkbar geworden, hier wurde die von Habermas so gepriesene Diskursethik, die als solche Grundlage jeder Demokratie ist, durch eine Kommandoethik ersetzt: Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – die großen Fans der Atombombe – setzen nun Wahrheiten per Kommando, und wer dagegen spricht, wird sozial vernichtet, in dem man ihn auf breiter Front mit den Betreibern von Ausschwitz oder dem nationalsozialistischen Untergrund gleichsetzt, der jahrelang in Deutschland ungestraft Bürger mit Migrationshintergrund ermorden konnte. Angesichts solcher medialer Gewalt – mit fürchterlichen Folgen in Familie, auf der Arbeit, im Verein oder im Freundeskreis werden viele vorsichtiger mit dem, was sie sagen, denken und schreiben – andere verlassen mal wieder das Land, das anzufangen scheint, seine Geschichte zu wiederholen.

Erneut legt sich Deutschland mit Russland an. Was 1914 und 1941 nicht so richtig geklappt hat bzw. richtig in die Hose ging (soll ich nochmal Stalingrad sagen? Mehr Opfer als Hiroshima und Nagasaki zusammen), soll jetzt wohl von Erfolg gekrönt sein: eine rotgrüne Regierung stürzt Deutschland in ein erneutes militärisches Abenteuer, für den Winter wird schon von einer „Kriegswirtschaft“ gesprochen (siehe faz): quasi über Nacht hat sich Deutschland wieder gewandelt … aus der diskursfähigen Demokratie ist der autoritäre Obrigkeitsstaat geworden, der mit Gewalt medizinische, soziale oder politische Probleme zu lösen verspricht – wie es einst der Führer tat. Sicher: erstmal ist es nur ein Wirtschaftskrieg … aber wie es aussieht, hat Russland sogar den jetzt schon gewonnen (siehe Freitag)…aber viele arbeiten mit Hochdruck daran, dass dieser Krieg heißer werden kann und gewisse Kreise in Deutschland endlich ihre Rache für Stalingrad bekommen.

Wo wir aber jetzt wieder Krieg haben … und ja alle begeistert sind: was war denn nochmal mit diesem „Frieden“? Darf man dieses Wort überhaupt noch in den Mund nehmen – oder verbietet die umgreifende Kriegslüsternheit selbst schon dies? Wird man dadurch, dass man über Frieden nachsinnt, nicht schon zum „kriegsmüden Lumpenpazifisten“ – einer Gestalt, die so abstoßend dargestellt wird, wie es vor zehn Jahren nur Gestalten wie Eichmann, Himmler oder Mengele vergönnt war. Erstaunlich, wie schnell sich Werte ändern können, oder?

Frieden – nun ja: wir wissen – die Bauern brauchen ihn. Wenn ständig Truppen durchs Getreide latschen, überleben alle nicht den nächsten Winter. Die Wirtschaft braucht ihn auch: schöpfen ständig Räuberbanden die Rendite ab, lohnt sich kein Business (sich an den Friedenskosten zu beteiligen, wäre aber genauso schädlich – weshalb man es gerne läßt). Familien brauchen ihn – für Kinder sind Kriege ganz ungünstig. Alte und Kranke brauchen ihn: sie haben auch ohne Krieg schon genug zu kämpfen. Aber was ist das eigentlich, dieser „Friede“?

Die Bundeszentrale für politische Bildung schlägt da eine Definition vor (siehe bpb):

Frieden bezeichnet eine umfassende und dauerhafte Rechtsordnung und Lebensform, bei der Wohl und Wohlstand der Bürger und Bürgerinnen oberste Ziele sind.“

Wirkt etwas farblos – wie all die Juristerei. Erfährt man dann noch, dass es negativen und positiven Frieden gibt, ist man ganz verwirrt. Ich möchte deshalb einen viel einfacheren Friedensbegriff zitieren: einen biblischen. Immerhin wähnen wir uns ja hier im christlichen Abendland, da wird uns dieser Begriff ja wohl nicht ganz fremd sein (die-bibel.de):

„Nach biblischem Verständnis meint »Frieden« (Hebräisch: »Schalom«) nicht einfach die Abwesenheit von Krieg, sondern viel mehr: umfassendes Glück, Gesundheit und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, gelungenes Leben in gelungenen Beziehungen – zu anderen Menschen, zu sich selbst und zu Gott (vgl. besonders Psalm 72). Das Wort »Schalom« stammt aus der altorientalischen Umwelt der Bibel und bezeichnet den Zustand des »Heilseins« und des Wohlergehens.“

Umfassendes Glück, Gesundheit, Wohlergehen. Und noch mehr:

„Frieden zeigt aber auch den Zustand eines intakten, d.h. von Ausbeutung und Unterdrückung freien Sozialgefüges an.“

Schauen wir nun mal unser eigenes Land an. Nach der Definition der BpB sind sicherlich Wohl und Wohlstand der Bürger oberste Ziele … die nur leider nie mit voller Kraft angestrebt noch je vewirklicht werden, weil wir auf dem Weg dahin noch millionenschwere Ballastexistenzen mit durchfüttern müssen, deren Ressourcenverbrauch denen eines Normalbürgers um ein vielfaches  übersteigt (siehe z.B. srf). Man merkt vielleicht auch, woher die Ablehnung alles Jüdischen kommt: in ihrer Forderung nach einem von Unterdrückung und Ausbeutung freien Sozialgefüges greifen sie die Grundlagen des US-Kapitalismus an, der ohne Ausbeutung von Mensch und Land gar nicht mehr funktionieren würde.

„Umfassendes Glück“ verlangt der biblische Denker, Gesundheit und Wohlergehen. Wie wohl Menschen in einem Land dazu stehen, dass mit Zwangsimpfungen unausgereifter experimenteller Stoffe überzogen wird, dessen Ernährung, durch Arbeit aufgezwungene bewegungsarme Lebensweise und von krebserregenden Giftstoffen aller Art verseuchte Umwelt an Gesundheit kaum noch denken kann, dessen lärmende, stinkende, häßliche Städte schlimmer sind als alle jüdischen Vorstellungen einer lebensfernen Unterwelt – von den ständig zunehmenden psychischen Erkrankungen mal ganz abgesehen?

Ein gelungenes Leben in gelungenen Beziehungen … was für Ansprüche von einfachen Ziegenhirten. Unsere Menschen scheitern schon an einem gelungenen Leben, an einer gesunden Beziehung zu sich selbst: was Menschen am meisten auf dem Sterbebett bereuen, ist – kurz gesagt – zuviel für andere gearbeitet zu haben und zu wenig ihr eigenes Leben gelebt zu haben (siehe z.B. Welt), wenig Zeit für Freunde und eigenes Glück gehabt zu haben … also genau das Gegenteil von dem, was der alttestamentarische Mensch „Frieden“ nennt. Wir leben vielleicht länger als er – aber sind unglücklicher, leben sinnloser und letztlich … ärmer.

Und unser Leben in Beziehungen zu anderen? Ist die letzten Jahre gezielt von den Mächten und Gewalten dieser Erde vergiftet worden. Es wurde deutlich klar gemacht, wie zu denken ist. Wenn eine Million ungebildete junge Männer ohne Ausbildung aus fremden Kulturkreisen ins Land kommen, so hat man zu jubeln. Wenn die Regierung eine Pandemie anordnet, dann hat man sich zu fügen – und zu fürchten. Wenn die Industrie dann einen Impfstoff bringt, der nur mit Notfallzulassung auf den Markt kommt, dann hat man Begeisterung zu zeigen bis an die Grenze der Ohnmacht. Und wenn die Politik dann Krieg anordnet, dann hat man den Russen zu hassen – mit aller Kraft und aller Inbrunst, die man aufbringen kann. Und was hat das aus unseren Beziehungen gemacht? Die diskursfähigen demokratischen Menschen wurden an den Rand der Gesellschaft gedrückt – zugunsten von Maulhelden mit Fankurvenmentalität, die leicht zu steuern, leicht zu erregen und leicht an die Front zu schicken sind … und Freundschaften und Familien wurden gezielt auseinandergerissen, selbst Liebesbeziehungen zerbrachen an der staatlich ausgeübten Meinungsgewalt, an dem angeordneten Schwarz-Weiß-Denken bei jedem Thema, das nur Gehorsam akzeptiert … eine für jede Form von Demokratie abartige Anschauung.

Und ja – die Liebesbeziehungen. Vom Minnegesang des angeblich so finsteren Mittelalters sind wir heute bei „gang-bang“ angekommen, von der feinen, nichtsexuellen Anbetung einer Geliebten zur ritualisierten Massenvergewaltigung … Frieden in Beziehungen sieht anders aus.

Ist es nicht peinlich, wenn wir mit unserer hochtrabenden, arroganten Kultur auflaufen, hochmütig aburteilend über alle vorherigen Kulturen ablästern, aber bei genauerem Hinsehen selbst weniger Kultur sind als vielmehr alles verschlingender Heerwurm, der aus allem einen Krieg gemacht hat: einen Krieg der Geschlechter, einen Krieg der Generationen, einen Handelskrieg der Volkswirtschaften, einen Wirtschaftskrieg der Wirtschaftsteilnehmer – und letztlich einen Weltkrieg der Endverbraucher gegen den ganzen Planeten? Ist womöglich darin auch die überraschende Tatsache begründet, dass wir nicht mehr in der Lage sind, substantielle Utopien zu formulieren, die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft machen? Zeigen uns die Erfahrung unserer Sterbenden nicht gerade, dass unser Leben erschreckend sinnlos geworden ist, mehr Quantität hat als früher – aber kaum noch Qualität? Kein Wachstum des Charakters, kein Wachstum am Miteinander – nur noch ein Wachstum am Verbrauch von unersetzlichen Rohstoffen? Und sind Hiroshima und Nagasaki deshalb nicht – neben Auschwitz – das logische Ende dieses alles verschlingenden Heerwurms, der auch aus gestandenen Demokratien im Handumdrehen Kommandowirtschaften macht?

Von Frieden … sind wir ganz weit entfernt. Soweit, dass der Begriff bei uns nur noch die Abwesenheit direkter kriegerischer Handlungen begreift. Das unsere ganze Wirtschaft nur funktioniert, weil wir in großem Umfang afrikanische Staaten ausbeuten – mit verheerenden Folgen für die Menschen – vor allem für die Kinder – dort: wen interessiert das schon, wenn nur richtig gegendert wird.

Was wäre das wohl für eine Welt: eine des Friedens? So voller Schönheit, voller Gesang, Musik und Tanz, dass kein einziger mehr auf die Idee kommen würde, eine Waffe in die Hand zu nehmen, um den Frieden zu stören. Hat bei Woodstock ja auch geklappt.

Aber erstmal müssen wir gewahr werden, dass wir in einer Welt des Krieges leben – und zwar durch und durch. Und das ist für uns als Menschheit existentiell wichtig, denn … es gibt auch eine dunkle Botschaft zu Hiroshima und Nagasaki: beide Städte sind noch da, Hiroshima hat 1,2 Millionen Einwohner, Nagasaki über 400 000. Was daran dunkel ist? Nun ja: Atomkriege scheinen führbar zu sein – ohne schreckliche Konsequenzen für den Rest der Welt. Sicher, ein bischen mehr Krebs hier und da, aber … wer in den Luxusbunkern westlicher Machtzentren lebt – mit Pool, Tennisplatz und Bar – braucht nichts zu fürchten – noch nicht mal die Zerstörung der ganzen Welt (und selbst dagegen wurde was unternommen: wir haben einen Saatguttresor im hohen Norden).

Und wenn ich mir so eine total unfriedliche Kultur anschaue, die jetzt schon vor lauter Kriegsgeilheit stönt, voller Hass auf Andersdenkende vor sich hinsabbert: wie viel Widerstand kann diese Kultur eigentlich gegen das Ansinnen leisten, endlich mal mit allem nuklear reinen Tisch zu machen – in Form eines endgültigen Erlösungsschlages, nachdem dann eine Zeit des Heils kommt? Und wenn ich den Sabbernden jetzt sage, dass die ukrainischen Oligarchen dicht davor waren, sich eine Atombombe zu besorgen (näheres dazu bei Multipolar): wird man sich dann besinnen und aktuelle Entwicklungen womöglich etwas entspannter beurteilen?

Ich glaube nicht – weil der Geist des Krieges viel zu tief in uns drin steckt.

Noch.

Aber das ist kein Gebot der Ewigkeit.

 

 

Der Weltkrieg der Nato gegen Russland … und Europa.

Dienstag, 26.7.2022. Eifel. Ich hatte ja mal gelernt, dass Überschriften wichtig seien: sie sollen neugierig machen, zum Lesen auffordern, Interesse wecken – dafür müssen sie wie ein Schlag ins Gesicht sein. Problematisch wird es, wenn diese Überschriften dann Angst erzeugen, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber in Krisenzeiten – und Krisen haben wir ja genug: Flüchtlingskrise, Klimakrise, Pandemie, Impfwahn und jetzt auch – nun ja: Krieg. Krieg in Europa. Eine über siebzig Jahre alte Sicherheitsarchitektur, die uns eine unglaublich schöne und lange Zeit des Friedens bescherte, hat auf voller Front versagt. So erfährt man das natürlich nicht in dem Medien, dort wird die aktuelle Situation so dargestellt, als gäbe es kein gestern uns als sei ein böser Putin plötzlich vom Himmel herabgestiegen und habe ein friedliches Land überfallen – mit unmenschlichen Horden, die willkürlich morden, vergewaltigen, foltern und sogar Kühlschränke stehlen: so jedenfalls die einfache Geschichte, die uns auf breiter Front vom Koks- und Nuttenjournalismus verkauft wird. Der Krieg – oder – in russischer Sichtweise – die militärische Sonderoperation – läuft seit fünf Monaten. In diesen fünf Monaten starben in der Ukraine 4764 Zivilisten (siehe Statista). Schlimm, wirklich schlimm – Zivilisten sollten nun mal wirklich aus dem Kriegsgeschehen herausgehalten werden. Andererseits: verglichen mit den eine Million toten Zivilisten im zweiten Irakkrieg ziemlich wenig … und üblich, wenn Krieg ist. Tausende von Zivilisten wurden durch die Luftangriffe der USA auf verschiedene Länder getötet, die USA nahmen – neusten Erkenntnissen zufolge – zivile Opfer in Kauf, sogar „systematisch“ (siehe Spiegel). Dabei ist das auch noch nicht mal ein Krieg gewesen, sondern nur willkürlicher Massenmord im Drohnenkrieg.

Manche der Toten Zivilisten in der Ukraine sind auch durch die ukrainische Armee selbst zu verantworten: sie suchen laut UN gezielt Stellungen in Alten- und Pflegeheimen, von denen sie aus angreifen (siehe ZDF), lassen sich die Russen dann nicht einfach so beschießen und erwiedern das Feuer, sterben auch Zivilisten – und dann ist das Geschrei des Westens groß, so groß wie etwa das Schweigen zu den Drohnenmorden der USA. Diese Geschichte mit den Stellungen in zivilen Gebieten, in denen so ukrainische Einheiten gezielt das Feuer auf sich ziehen, wird auch von Amnesty International berichtet (siehe Amnesty). Das macht langsam doch den Eindruck, als würden die russischen Streitkräfte deshalb so langsam vorrücken, um nicht unnötig Zivilisten zu gefährden – aber dieser Eindruck ist sicher falsch, so falsch wie die Berichte der ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten über die Gräueltaten der russischen Armee (siehe Tagesschau):

„Die Menschenrechtsbeauftragte soll bei ihren Schilderungen zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen zumindest übertrieben, wenn nicht gar gelogen haben“

Nun – das erste Opfer im Krieg ist immer die Wahrheit, wie Senator Hiram Johnson einst trefflich bemerkte: muss man erinnern, dass das für beide Seiten gilt? Deshalb sind alle Informationen der kriegsführenden Parteien mit Vorsicht zu genießen, sicherheitshalber sollte man alles erstmal sofort als Lüge einsortieren, als Teil des Kampfes um die öffentliche Meinung: und so darf man auch Auslassungen von „Experten“ verstehen, die fordern, dass Russland diesen Krieg unbedingt verlieren muss (siehe ntv). Wie eine europäische Friedensordnung nach der Niederlage Russlands aussehen soll, wird nicht erörtert – aber halt: einer hat sich doch geäußert. Lech Walesa, einstiger polnischer Regierungschef mit guten Kontakten zum damaligen kommunistischen Geheimdienst (ja, der Held der Revolution war als „Bolek“ offenbar Spitzel des Geheimdienstes – siehe Deutschlandfunk), hat da einige zündende Ideen im Umgang mit Russland: er fordert die Zerschlagung des Landes und den Rückbau der Bevölkerung auf 50 Millionen (siehe Voltaire oder lefigaro im Original). Die Vernichtung eines Staates, die Auslöschung seiner Bevölkerung zu fordern scheint in diesen Kreisen wirklich kein Problem mehr zu sein, mit welchen Maßnahmen 90 Millionen Russen ausgelöscht werden soll, behält Herr Walesa für sich – ob es noch einen Geheimdienst gibt, für den er arbeitet, darf wohl noch nicht mal vermutet werden – aber seine Forderungen passen halt prima zu der Aussage des gerade zitierten Experten.

Nun ist es hart zu sagen, die Nato würde einen Krieg gegen Russland führen. Wir führen nie Kriege. Jedenfalls nennen wir die nicht so. Der Historiker Daniel Ganser hält die Nato für ein Angriffsbündnis (siehe Heise) – und hat dafür einige ernstzunehmende Hinweise gesammelt – allen voran der völkerrechtlich illegale Angriffskrieg gegen das ehemalige Jugoslawien, an dem auch deutsche Bomber (das erste Mal seit 1945) wieder am Himmel über Feindesland zu sehen waren. Aber die Sprache in den Medien wird immer eindeutiger: inzwischen ist sogar klar, dass wir eine Kriegswirtschaft bekommen werden (siehe Spiegel). Es war ein langer Weg von der einst friedliebenden Allianz der westlichen Staaten, deren pazifistische Grundbestrebungen weltweit Vorbild für Konfliktlösungen waren bis hin zu der hemmungslos agressiven US-Supermacht mir ihren Vasallen, die weltweit Bomben regnen lassen um ihre Interessen durchzusetzen: ein Weg, der oft leise, still und heimlich in den Hinterzimmern der Großpolitik geebnet wurde – dort, wo normalerweise die Diplomatie für Frieden gesorgt hat. Ja: anders läßt sich doch der völlige Zusammenbruch der europäischen Friedensordnung gar nicht mehr erklären – oder? Sogar der Papst lehnt sich inzwischen weit aus dem Fenster – und wird dafür schon fast als Agent Russlands gebranntmarkt – indem er darauf hinweist, dass auch der Westen einen Teil der Kriegsschuld trägt (siehe Handelsblatt):

„Andererseits kritisierte Franziskus das Militärbündnis Nato, dessen Präsenz in Nachbarländern Russlands die russische Invasion „vielleicht erleichtert“ habe. Womöglich habe „das Bellen der Nato an Russlands Tür“ für eine Eskalation des Konflikts gesorgt.“

Zumindest wäre die Beweisführung für eine Deeskalation des Kriegs durch die Nato schwer zu führen, Waffenlieferungen und militärische Berater schürten eher den Konflikt, als ihn einzudämmen (siehe Reservistenverband):

„Bereits vor dem Krieg warnten viele pensionierte Offiziere davor, die numerische Überlegenheit der russischen Streitkräfte mit einer qualitativen Überlegenheit gleichzusetzen. Sie verwiesen unter anderem auf die Tatsache, dass die ukrainischen Streitkräfte im Verlauf des letzten Jahrzehnts  mit intensiver Hilfe des US-Militärs und anderer NATO-Streitkräfte modernisiert wurden.“
Auf deutsch: die Nato hat jahrelang gezielt auf diesen militäsischen Konflikt hingearbeitet – und wer nicht mitmachen wollte, wurde sanktioniert. Ja, es ist erstaunlich, welche Informationen man auch unserer gleichgeschalteten Presse entnehmen kann, wenn man genau hinschaut: es geht um Georgien, dass genau wie die Ukraine gerne EU-Mitglied werden möchte, aber – sie waren nicht fügsam genug (siehe Zeit):
„Der Westen fordere als Preis für den EU-Kandidatenstatus die Eröffnung einer zweiten Front gegen Russland in Georgien. Doch die Regierung tue alles, um zu vermeiden, dass der Krieg in der Ukraine auf Georgien übergreife.“
Das darf man ruhig zweimal lesen: ist die Aussage des Vorsitzenden der Regierungspartei. Der Westen forderte die Eröffnung einer zweiten Front gegen Russland – kaum zu glauben, aber scheinbar wahr. Welche Angebote hat eigentlich „der Westen“ der Ukraine gemacht – so heimlich still und leise? Als Donald Trump dem amtierenden ukrainischen Präsidenten Selensky vorgeschlagen hatte, er solle doch die Probleme mit Putin friedlich zusammen lösten, schaute der nur entgeistert – was gerade auch Thema in den Medien ist (siehe businessinsider).
Das monatliche Durchschnittseinkommen der Ukraine beträgt 521 US-Dollar (siehe ceicdata), das Vermögen des Herrn Selensky beläuft sich auf 30 Millionen Dollar (siehe businessinsider) – darf man fragen, wie man zu so viel Geld kommt in einem Land, dass bitterarm ist? Sicher, diese Fragen führen uns in Spären übelster Verschwörungstheorien – aber sollten wir nicht allen Fragen nachgehen, um wieder eine Chance auf Frieden zu bekommen? Wir bekommen stattdessen von den USA Siegesnachrichten zugeschickt, die – wie am Ende des Dritten Reiches – den Endsieg propagieren (siehe FAZ) und die erstaunliche Nachricht, dass die Ukraine nun mit einer Million Soldaten – ausgerüstet natürlich von der Nato – den Süden zurückerobern will (siehe rnd). Das hört sich nicht danach an, als ob noch irgendjemand Interesse am Frieden hat – aber daran, den Krieg gegen Russland bis zum letzten Ukrainer zu führen. Und bis Russland zerschlagen ist und die Bevölkerung massiv reduziert? Währenddessen gibt es in der Ukraine zunehmende Säuberungen beim Geheimdienst – und wohl auch bei Zivilisten. Ja, es gibt sogar normale Bürger, die der russischen Artillerie hilfe leisten, ukrainische Stellungen zu treffen (siehe Tagesschau):
„Immer wieder sollen Ukrainerinnen und Ukrainer dem Feind Positionen der eigenen Truppen verraten und das feindliche Artilleriefeuer korrigieren.“ 
Womöglich haben die nicht so große Lust, noch lange die westliche Front der Nato gegen Russland zu bilden?
Es gibt aber nicht nur in der Ukraine Verlierer bei diesem Krieg – der „Wirtschaftskrieg mit Russland“ – der vom Westen initiiert wurde, droht die ganze Weltwirtschaft nachhaltig  zu zerstören und eine Energiekrise ungeahnten Ausmaßes zu produzieren (siehe Heise). Und wenn die Republikaner bei den nächsten Wahlen in den USA gewinnen würden und sich aus dem Konflikt ausklinken, dann stehen die treuen Vasallen in Europa auf einmal allein in einem Konflikt mit Russland (siehe t-online). Die Verlierer wären Millionen von Europäern, die schon jetzt nicht wissen, wie sie über den Winter kommen sollen – erste Immobilienkonzerne machen mit „Wärmeverzicht“ für Mieter von sich reden, wollen die Heizungen zentral abdrehen, weil ein Fünftel der Mieter ihre Heizkosten nicht mehr bezahlen können (siehe Tagesschau) – es ist die Rede von einer Inflation in Höhe von 18 Prozent (siehe Standard) … weshalb man meines Erachtens zurecht davon sprechen darf, dass der Krieg der Nato gegen Russland ein Krieg gegen die europäische Zivilbevölkerung ist – die ja schon jetzt gewarnt wird, bloß nicht kriegsmüde zu werden.
Es gibt natürlich auch Gewinner in diesem häßlichen Spiel, Menschen, die an den Abenteuern der Weltelite gut verdienen: das Vermögen der Superreichen stieg während eines Jahres um 16 Prozent (siehe Tagesschau), mit daran beteiligt – unter anderem – die deutsche BASF, die Milliardengewinne durch ihre Engergietochter Wintershell Dea eingefahren hat (siehe Tagesschau) – womöglich beantragen die aber bald wieder Staatshilfe, nachdem die Gewinne verteilt wurden (siehe wz): das alte Spiel, dass Reiche immer reicher und uns Bürger immer ärmer macht.
Und in welche Zukunft führt uns das als Menschheit?
In eine sehr, sehr dunkle. Und darf man da mal fragen, ob das die Einmischung in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wert ist? Darf ich daran erinnern, dass Menschen einige Zeit ohne Essen auskommen können, drei Tage ohne Wasser – aber nur 24 Stunden ohne Wärme … was 16 Millionen Bundesbürger im nächsten Winter betreffen wird?
Lieber nicht.

Deutschland – das Paradies der Asozialen: Kapitaldemokratie im Endstadium

Dienstag, 5.7.2022. Eifel. Wir sollten mal über die Schweinegrippe reden. Unter anderem. Zuvor aber ein Wort zu anderen Themen, zum Beispiel über unser Jahresjubiläum. Ich war ja nun zu einer Forschungsreise im tiefen Osten, wo ich mich diversen Themen gewidmet habe – zum Beispiel der unglaublichen Geschichte, dass Benzin in Polen zeitweise 70 Cent pro Liter günstiger war als bei uns – sagen die Eingeborenen. Nun: aktuell liegt er etwas über sieben Sloty (siehe fuelo), der Sloty steht bei 0,21 Cent: kann also jeder mal selbst ausrechnen, wie günstig das derzeit ist. Aber eigentlich ja: Wahnsinn. Wir machen diese tollen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung  – und in Polen kommen die an. Warum schaffen wir das eigentlich nicht? Warum müssen unsere Leute nach Polen ´rüberfahren, um hier dem Renditewahn der Konzerne zu entkommen?

Nun – die Antwort ist einfach: wir sind inzwischen nicht nur das Bordell Europas geworden (siehe Welt) sondern auch sonst das Paradies für asoziale Ausbeuter aller Art – womit wir bei der Schweinegrippe wären. Die Schweinegrippe – man erinnert sich? 2009, der große Kassenschlager in den Nachrichtenportalen: eine Seuche, die uns wirklich alle dahinraffen wird, wenn nicht – ja, wenn nicht der lachende Prinz auf leuchtendem Pferd daherkommt und uns Prinzesschen aus dem Elend befreit … in Form eines neuen Impfstoffes aus den Giftküchen der Pharmaindustrie. Nun – die von allen Medien verkündete Pandemie erwies sich dann letztlich doch als Flop – natürlich nicht für die Industrie: 700 Millionen Euro kostete der Schweinegrippeimpfstoff, der gegen die leichte Sommergrippe eingesetzt wurde, die … nun ja: ohne Medien wohl keiner bemerkt hätte (siehe Welt). Gebraucht wurde er nie. Mit unter den Warnern: Christian Drosten, damals noch Uni Bonn (siehe Ärztezeitung):

„Bei der Erkrankung handelt es sich um eine schwer wiegende allgemeine Virusinfektion, die erheblich stärkere Nebenwirkungen zeitigt, als sich irgendjemand vom schlimmsten Impfstoff vorstellen kann.“

Nun – die Nebenwirkungen vom schlimmsten Impfstoff kamen dann neun Jahre später auf den Tisch (siehe Spiegel):

„Zu den deutlich häufigeren Nebenwirkungen zählen unter anderem ein allergischer Schock, Gesichtslähmungen, Zuckungen, Gefäßentzündungen und Gehirnentzündungen.“

Es kommt in dem o.g. Artikel auch ein Experte zu Wort, der uns aufklärt, wieso es zu diesem Impfdesaster kommen konnte:

„Ich habe schon damals gesagt, dass die Schweinegrippe benutzt wird, um in Deutschland ein Großexperiment zu starten mit einem Impfstoff, der nicht ausreichend getestet und daher für eine Massenimpfung ungeeignet ist.“

Ein Großexperiment. Mit einem Impfstoff. Ähnlichkeiten mit aktuellen Entwicklungen sind übrigens rein zufällig. Wirklich. Eine der ignorierten Nebenwirkungen war dann auch die Narkolepsie, vor allem bei Kindern und Jugendlichen (siehe PEI). Narkolepsie ist eine unheilbare, schwere Behinderung. Die Patienten schlafen von einem Moment auf den anderen ein, Tätigkeiten wie Arbeiten, Autofahren oder selbst Kochen sind mit enormen Risiken behaftet, ein normales Leben ist undenkbar.

Nun ist das alles noch nicht asozial. Also – noch nicht genug, denn: zum Schweinegrippenimpfstoffskandal gehört nun doch noch etwas mehr, wie Transparancy International herausgefunden hatte (siehe Tagesspiegel):

„Die Selbstauskünfte der Stiko-Mitglieder belegten, „dass die Mehrzahl der derzeit 16 Mitglieder mehr oder minder intensive Kontakte, darunter auch bezahlte Tätigkeiten, zu den wichtigsten Herstellern von Impfstoffen haben“, sagte Spelsberg. So sitzen die Professoren Wolfgang Jilg, Christel Hülße, Ursel Lindlbauer-Eisenach und Friedrich Hofmann im Fachbeirat „Forum Impfen“, das von den Konzernen Sanofi-Pasteur-MSD und Wyeth unterstützt wird, Stiko-Mitglied Frank Falkner von Sonnenburg hat den Beiratsvorsitz. In der „Arbeitsgemeinschaft Masern und Varizellen“, finanziert von Glaxo Smith Kline und Sanofi, finden sich die Stiko-Mitglieder Rüdiger von Kries und Klaus Wahle. Jan Leidel engagiert sich in der von Baxter und Novartis gesponserten „Arbeitsgemeinschaft Meningokokken“. Und Honorare für Studien kassierten Stiko-Mitglieder von nahezu allen großen Pharmahersteller.“

Die staatliche Institution, die sich zentral mit dem Projekt Impfungen beschäftigt, die Oberaufsicht über das Impfgeschehen führt, war seinerzeit durchsetzt von Pharmabütteln. Kein Wunder, dass ein „Großexperiment“ möglich wurde – ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist schon ganz schön asozial, oder? Nebenbei kann man beim Tagesspiegel erfahren, dass die europäische Zulassungsstelle EMA „zu fast zwei Dritteln von der Pharmaindustrie finanziert“ wird – ein Schelm, wer übles dabei denkt.

Nun war es aber nicht die Schweinegrippe, die mich auf meinen Weg in die Ferne geführt hatte – ich begegnete dort nur ihren Folgen … also, den Folgen der Impfung. Was mich mehr interessierte, waren die Asozialen, die im Osten des Landes besonders gewütet hatten: dort war ein ganz besonderes Kunststück aufgeführt worden (siehe Deutschlandfunk):

„Der Unterschied zwischen Erwartung und Realität macht 850 Milliarden D-Mark aus. 600 Milliarden sollten die mehr als 8000 volkseigenen Betriebe der DDR wert sein – über 250 Milliarden Verlust machte die Treuhand, als sie Ende Dezember 1994 wieder aufgelöst wurde“

Ich weiß nicht, ob überhaupt jemand wissen möchte, wie man mit dem Verkauf von Ware im Wert von 600 Milliarden Euro eine Verlust von 250 Milliarden erzielen kann – mir stand eigentlich nicht der Sinn danach. Und das war eine Leistung des goldenen Wertewestens, der Kapitalismus und Marktwirtschaft vergöttert, anbetet und perfekt beherrscht. Wie gut bin ich eigentlich als Kaufmann, wenn ich solche Minus-Geschäfte mache? Braucht man gar nicht nachzufragen. Die spätere Leiterin der Treuhandanstalt, die dieses Kunststück aufführte, hatte ja auch eine enstprechende Qualifikation: sie verfügte über ein abgebrochende Studium der Politik und über eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau – war aber zuvor schon Ministerin. Schaut man sich die Qualifikationen unserer aktuellen politischen Elite an, könnte man sagen: diese Frau hat Maßstäbe gesetzt.

Die Presse war damals natürlich voll von Geschichten über die schrecklichen Zustände in DDR-Fabriken, da wurde sprachlich alles maximal heruntergewertet – und dann wunderte man sich, dass man keine Käufer fand. Doch Käufer waren ja da – die Sachen gingen ja weg. 850 Milliarden verlor der Deutsche Steuerzahler durch die Deutsche Einheit – man hätte jedem DDR-Bürger 50 000 DM auszahlen können – das hätte die Wirtschaft auch erstmal über Wasser gehalten. So jedoch wurden einige Reiche noch reicher, andere wurden erstmal zu Reichen – und viele wurden ärmer denn je (siehe Telepolis):

„Wieviel die Banken bei den Bankkontenumstellungen von der DDR-Mark auf die Deutsche Mark abgezockt haben, wird in voller Gänze nie ans Tageslicht kommen. Die zu günstigen Konditionen von Westbanken vor der Währungsumstellung übernommenen ostdeutsche Geldinstitute hatten Kreditforderungen an die Ostbürger. Heute müssen diese für diese Kredite marktübliche Zinsen an Westinstitute bezahlen. Durch die völlig aus der Luft gegriffenen Umrechnungskurse wurden viele Menschen somit stärker verschuldet, als es der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der ehemaligen DDR entsprach.“

Nach diesem Artikel liegen die Verluste der Treuhand sogar bei 300 Milliarden Euro – aber egal, wir habens ja. Frau Breuel hat dann auch die Expo 2000 in den Sand gesetzt (mit einem Minus von 2,4 Milliarden – siehe Fembio) – aber lassen wir das, das interessiert hier nicht. Fragt man sich eigentlich, wo das ganze Geld geblieben ist, diese fast eine Billion Euro? Nun – die Zahl der westdeutschen Millionäre hat sich seit 1990 vervielfacht. Die DDR wurde gewinnbringend weiterverkauft – allerdings nicht zum Gewinn der Mitbürger, denen die Betriebe – als „volkseigene Betriebe“ – ja eigentlich gehörten, sondern zum Gewinn einer Bande von Absahnern, deren größte Qualität es war, dass sie gute Beziehungen zu den Mächtigen hatten – auf welchem Wege auch immer.

Das Thema Treuhand wäre allerdings unvollständig ohne das Thema Rohwedder. Der Vorgänger von Birgit Breuel war Ostermontag 1991 erschossen worden, verantwortlich gemacht wurde die RAF, deren  Bekennerschreiben man sinnigerweise direkt am Tatort fand – zusammen mit eindeutigen Spuren. Nein, damals war es noch nicht üblich, dass die Täter ihre Ausweise hinterließen, dies wurde später Mode. Nur leider … passten die Spuren nicht zu den RAF-Terroristen, weshalb bis zum heutigen Tage die Täter für die Justiz (aber nicht für die Medien: siehe Spiegel) unbekannt bleiben (siehe Stern). Wer damals dann den Treuhandchef wirklich ermordete, bleibt unklar, im Gespräch waren unter anderem auch die Stasi … oder westdeutsche Industrielle, die die ostdeutsche Konkurrenz fürchteten. Wie auch immer: „Ohnehin ist von den neun Morden der dritten RAF-Generation bis zum heutigen Tag keiner aufgeklärt.“ (siehe Focus) – aber alle werden stillschweigend jener ominösen Terrorgruppe zugerechnet. Darf ich mal was über Detlev Karsten Rohwedder sagen?

„Rohwedders Berufung konnte als politisches Signal verstanden werden, die rund zehntausend „volkseigenen“ Betriebe  der DDR nicht einfach zu versilbern, sondern zunächst auch ernstgemeinte Versuche zu deren Sanierung zu unternehmen. Wenn hier einer Erfolge hätte erzielen können, dann Rohwedder“ (aus: das RAF-Phantom, Wiesnewki, Landgraeber, Sieker, Knaur März 1993, Seite 232).

Und das hätte viele Gewinnmöglichkeiten der westdeutschen Asozialen verhindert. Womöglich hätten die vielgescholtenen „Ossis“ noch gezeigt, dass sie ihre Betriebe – nachdem die erstmal von dem Wasserkopf der Parteibürokratie befreit worden wären – prima selber in Schuss hätten halten können. Womöglich hätten wir aber diese Meldung dann nicht lesen können (siehe Tagesschau):

„In Deutschland gehören inzwischen 1,63 Millionen Menschen zu den Personen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen.“

Anlagefähiges Vermögen: das haben die also einfach über. 2008 waren es noch „nur“ 800 000 Millionäre (siehe statista). Aber 2008? War da nicht was? Ja – die Lehmann-Pleite, die 690 Milliarden US-Dollar an Firmenvermögen vernichtet hatte, der deutsche Steuerzahler war mit 69 Milliarden dabei – bisland, die Risiken sind noch nicht alle abgedeckt (siehe Wiwo).

Wunderbar, oder? Da kommen Krisen ohne Ende daher, aber ein unsichtbares Netzwerk von Begünstigten sorgt dafür, dass die Kaste der Reichen unbeschadet durch jede Krise kommt. Man kann schädliche Impfungen verkaufen, die völlig sinnlos sind – darf aber den Gewinn behalten, kann eine ganze Volkswirtschaft ausplündern, wir aber von der Haftung völlig freigestellt, kann die ganze Weltwirtschaft in den Abgrund ziehen und daran super verdienen – auf Kosten von uns allen.

Von der Haftung freigestellt?

Ach ja, das muss ich noch erwähnen:

„Hiermit ermächtige ich den Vorstand, namens der Treuhand die Mitglieder des Verwaltungsrates von der Haftung für grobe Fahrlässigkeit bis zum 30. Juni 1991 freizustellen.“ Theo Waigel in einem Schreiben vom 26.10.1990 (siehe: Die geschmierte Republik, Thomas Wieczorek, Knaur März 2012, Seite 80).

Ein Paradies für alle, die verantwortungslos Bereichern ganz toll finden. Ein Paradies für alle Asozialen, die gerne auf Kosten der Steuerzahler leben – und damit meine ich nicht die Heerscharen der Aussortierten, die am Rande der Gesellschaft vom Gnadenbrot leben, sondern jene, die für das Aussortieren gut honoriert werden. Ich wollte – siehe Beweisfoto – auch mal mit unserem Bundeskanzler über diese Themen reden, aber leider … habe ich die Klingel nicht gefunden. Vielleicht hat der gar keine.

Was ich jedoch fand, war: einen der glücklichsten Momente meines Lebens – aber davon existieren keine Aufnahmen. Mit der Liebsten in einer einsamen Bucht eines touristisch nicht erschlossenen Sees einen Sonnenuntergang sehen: ein perfekter Moment. Ganz ohne Lamborghini-SUV, Rolex oder Villa im Landhausstil. So einfach kann Glück sein – so preiswert. Geradezu umsonst. Warum andere dann anderen Dingen hinterherjagen – dem großen Mammon – erschließt sich in solchen Momenten nicht wirklich.

Was eher unglücklich machte: die große Zahl an teuren Limousinen/Sportwagen mit ukrainischen Kennzeichen, vor allem in Berlin. Angeblich sollten doch alle wehrfähigen Männer nicht ausreisen dürfen – aber wohl nur alle mit einem anlagefähigen Vermögen unter einer Million. Wer mehr hat, darf gehen – ist wohl ähnlich wie hier organisiert. Oder?

 

 

 

 

 

 

The Great Reset – die Zukunft der Menschheit

Dienstag, 14.6.2022. Eifel. Es ist ja klar, was uns jetzt droht, oder? The Great Reset. Und alle wissen, was das heißt: das Ende ist nah. The Great Reset hat nahezu nahtlos einen anderen urbanen Mythos ersetzt: die NWO, die neue Weltordnung, New World Order. Schon die war der Teufel in Person, jeder konnte in sie hineinprojezieren was er wollte, ohne sonderlich auf Fakten, soziologische Forschung oder Historie Rücksicht zu nehmen. Der Vordenker des Great Reset ist ein Herr Namens Klaus Schwab, der wiederum nahtlos Bill Gates als Oberbösen ersetzte. Offenbar haben einfach zu viele Menschen klassische James-Bond-Muster zur Welterklärung übernommen: es muss immer einen bösen „Dr. No“ geben, der die Weltherrschaft anstrebt. Ohne geht nicht. Oder eine böse Hexe, die dringend verbrannt werden muss, damit alles wieder heil wird: da wird das Mittelalter die Tage wieder sehr lebendig. Die Rolle des James Bond wird dann gerne anderen mächtigen Milliardären übergeben: Wladimir Putin zum Beispiel – oder Donald Trump. Wer da Erlösung sucht, handelt völlig im Sinne des Systems und überläßt den politischen Raum kritiklos der Superreichenkaste. Dabei gab es mal eine Alternative zu den Superreichen: die kommunistische Weltrevolution, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit durchsetzen wollte. Hat sie auch – aber nur für Parteimitglieder. Ging also völlig schief – aber das ist kein Grund, ihre Erfolge zu vergessen, die vor allem in der effektiven Organisation der Fleißigen gegen die Ausbeuter bestand.

Nun ist Klaus Schwab kein Engel, sondern ein effektives Mitglied der von Reichtumsforscher Krysmanski beschriebenen ergebenen Funktionselite der Metamenschen, der hat mehrere Netzwerke etabliert, in dem die Reichen und Mächtigen völlig unter sich sind und sich einfach mal so zwanglos austauschen können.  Das Forum ist auch eine Gelddruckmaschine mit jährlichen Gewinnsteigerungen von 7 Prozent – unabhängig von allen Krisen (siehe Süddeutsche) – alles fest in einer Hand. Und das läßt sich der Herr Schwab – der sonst gerne zu hohe Managergehälter kritisiert – auch fürstlich entlohnen … sehr zum Ärger staatlicher Stellen, die das WEF mit Geld unterstützen (siehe srf). Für einige jedoch ist er der große Weltverschwörer, der finsterste, ja, allerfinsterste Pläne mit uns hat, Pläne, die er selbstverständlich ganz offen in Buchform der Allgemeinheit präsentiert … als wüssten wir nicht, dass Verschwörer gerne mal Köder auslegen, die uns alle beschäftigen, während hinten herum das große Rad in eine ganz andere Richtung gedreht wird. Insofern sollte es nicht wundern, dass der Mythos vom „Great Reset“ von Naomi Klein auch wirklich als solcher beschrieben wird: ein Zuckerle für die Massen, denen der Tod des Neoliberalismus vorhergesagt wird (siehe the intercept): im Krieg Reich gegen Arm setzen sich Reiche an die Spitze des Widerstandes im Kampf gegen sich selbst … was ihnen dann die Guillotine ersparen hilft. Das einflussreiche Magazin Forbes hält den ganzen Spuk um den great Reset sogar als eine Gewissensberuhigungsaktion der Reichen (siehe Forbes).

Die Versprechen sind ja auch vollmundig (siehe br):

„Es geht darum, die Welt weniger gespalten, weniger verschmutzend, weniger zerstörerisch, integrativer, gerechter und fairer zu machen, als wir sie in der Zeit vor der Pandemie hinter uns gelassen haben.“

Schwab selber warnt vor dem absoluten Überwachungssstaat, der in Folge der Pandemie entstehen kann (Schwab, The great reset, Seite 230) und trägt so selbst die Befürchtungen vor, die seine Gegner auch umtreiben: man könnte meinen, man sei in einem Irrenhaus. Er spricht auch von der kommenden Umverteilung von reich nach fleißig: wer könnte da schon was dagegen haben? Eine Welt, die gerechter wäre, sauberer, friedlicher, fairer – der Traum aller normalen Menschen. Was geschieht, wenn die Welt ungerecht, unfriedlich und unfair ist, erleben wir zwei Jahre nach der Veröffentlichung des „Great Reset“: die Weltwirschaft kollabiert dank eines kleinen Krieges (oder – wie man ja seit einiger Zeit so schön sagt: einer „militärischen Sonderoperation“) – und natürlich dank ukrainischer Seeminen, die die Ukraine „großflächig“ im Nordosten des Schwarzen Meeres ausgebracht hatte (siehe dw) und die jetzt – wegen gerissenem Ankertau – die ganze Region gefährden. Wir standen schon vor dem Konflikt am Rande des Weltuntergangs – und sind jetzt in der Tat einen großen Schritt weiter. Zwei Jahre nach den tollen Plänen des Great müssen wir festestellen, dass die Vermögen der Superreichen rasant wachsen (siehe Tagesschau) – und damit auch ihr politischer Einfluss via Medien, Stiftungen und Politik. Während alle noch darauf warten, dass Klaus Schwab den Kommunismus einführt (in der Tat wird er in den USA als Sozialist angesehen: die übelste Sorte von Schurken, die sich Superreiche überhaupt vorstellen können – schlimmer noch als Dr. No und die Brockenhexe zusammen) – oder den chinesischen Superstaat weltweit etabliert – kassieren die Superreichen ab: aktuell wird vor einem Tsunami der Krankenkassenbeiträge gewarnt (siehe Tagesschau) – aktuell nicht nur wegen Corona, sondern vor allem wegen dem Krieg in der Ukraine. Wieso wir den mit unseren Krankenkassenbeiträgen bezahlen müssen, erfahren wir nicht.

Das wird aber noch doller kommen: während wir in Europa (und auch in den USA) eine Rekordinflation bekommen, Benzin, Heizung, Nahrung und Mieten immer unbezahlbarer werden und schon jetzt für viele Mitbürger (knapp die Hälfte) unbezahlbar sind, sagen Experten voraus, dass das Schlimmste noch kommen wird: der Zusammenbruch der gesamten globalen Wirtschaft (siehe Stern). Schlimm für Länder, die von den Importen maximal abhängig sind – wie wir. Aber das merken wir ja jetzt schon an den zunehmend leeren Regalen. Steigen die Spritpreise weiter, wird kein Transportunternehmen mehr unsere Städte mit Nahrungsmitteln versorgen können, drehen die Ölstaaten die Hähne ganz zu, werden wir noch nicht mal mehr Geschäfte haben-  sondern nur das, was wir auf dem Balkon selber züchten können.

Fakt ist: der für 2020 angekündigte Great Reset ist – allen aufgeregten You-Tube-Videos zum Trotz – schon jetzt vorbei. In Wirklichkeit gibt es keinen Reset, auch keine NWO, sondern weiterhin das alte Problem: den Kapitalismus – auch wenn das Wort schon ziemlich altbacken ist. 2009 hat Sarah Wagenknecht uns mal darüber aufgeklärt, was dieser Kapitalismus alles so anrichtet (siehe Sarah Wagenknecht):

„Kapitalismus und Krieg sind zwei Seiten einer Medaille. Das kapitalistische Wirtschaftssystem beruht auf dem Prinzip der Konkurrenz, es geht um die bestmögliche Ausgangsposition zur Erzielung des größtmöglichen Profits. Ausbeutung und Expansion sind dem Kapitalismus deshalb inhärent. Das Nutzen militärischer Mittel, um die eigene wirtschaftliche Position zu verbessern, den Zugang zu Ressourcen zu sichern und ihre Ausbeutung zu ermöglichen, ist eine Konsequenz der kapitalistischen Logik. Der französische Sozialist Jean Jaurès hat es treffend formuliert: „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“

Krieg ist nichts anderes als die Fortsetzung der Profitmaximierung mit militärischen Mitteln.“

Wie diese militärischen Mittel praktisch aussehen, kann man bei John Perkins „Bekenntnisse eines Economic hit man“ nachlesen, er erläutert detalliert jeden Schritt der Machtentfaltung durch Korruption, Mord oder Bombenteppiche, wenn die ersten beiden nicht funktionieren.

Der Kapitalismus – oder seine moderne, smartere Form: der Neoliberalismus – braucht Wachstum: und was gibt es schöneres als Krieg und Seuchen, um endlich mal wieder alles neu aufbauen zu können, neu verdienen zu können, neue Märkte zu schaffen – wenn auch mit Millionen Toten. Die sieht man aber auf dem Konto nicht – und auch nicht auf seinem Anwesen in Virginia. Man verdient an den Impfungen (die schlimmer scheinen als gedacht – siehe Focus) und anschließend an der Behandlung der Impfschäden, man verdient am der Verteidigung der Ukraine (oder ihrer Eroberung) und anschließend am Wiederaufbau – man kann sich so vor Geld gar nicht mehr retten, man muss dafür nur günstig am Geldfluss positioniert sein.

Was passiert eigentlich wirklich in der Ukraine? Kurz gesagt: russische Oligarchen kämpfen gegen ukrainische Oligarchen, die von Nato-Oligarchen unterstützt werden. Der Kampf wird um ein Land geführt, dass eigentlich seit 2014 schon chronisch pleite ist (siehe Telepolis) und nun – nachdem es lange Zeit von Russland subventioniert wurde – neue Sugardaddys im Westen sucht: mit einem gigantischen „wir-kämpfen-gegen-den-Untergang-des-Abendlandes“- Mythos, perfekter Positionierung in westlichen Millionärsmedien und professionellen Schauspielern in den entsprechenden Rollen. Es gibt übrigens einen regen Busverkehr von Deutschland in die Ukraine – womöglich schätzen die Ukrainer selbst die Kriegsgefahr nicht ganz so groß ein als die Oligarchen des Westens es gerne hätten (siehe Tagesschau). Laut UN-Angaben hat der Krieg seit Ende Februar 4000 Zivilisten das Leben gekostet (siehe Statista). Darf in dem Zusammenhang an das Kriegsverbrechen der USA in Al-Amiriya erinnert werden – wo eine einzige Bombe auf eine zivilen Luftschutzbunker 408 Menschen das Leben gekostet hat – darunter 142 Kinder (siehe jg-nachgetragen). Ja – in den Irak will heute noch keiner zurück. Und wer die Zivilisten wirklich auf dem Gewissen hat – russische, kannibalische Monster oder gewiefte Scharfschützen der ukrainischen Oligarchen (die ja auch schon beim Maidan gerne auf eigene Leute geschossen haben – siehe wdr): wir wissen es nicht. Und werden es wohl auch erst wieder Jahrzehnte später erfahren – falls dann noch jemand übrig ist, der sich für diese Themen interessiert.

Und währenddessen … arbeiten die Lakaien der Superreichen an einer ganz anderen Zukunft, einer Zukunft ganz ohne uns „Ballastexistenzen“, „Minderleister“ und bildungsferne Lebenskrücken. Das geschieht nicht so offen wie der „Great Reset“ – der nur eine Ablenkungsblase für das schlaffe Volk war – aber offen genug, dass jeder es wissen kann.

Die Superreichen planen in der Tat, sich eigene Welten zu erschaffen, eigene Paradiese, fernab von den Kriegen, Katastrophen, Sorgen und Nöten der „Kosten auf zwei Beinen“, wie man Menschen in diesen Kreisen gerne nennt. Ganz vorne dabei ist: Peter Thiel, einer jener Gestalten, die quasi aus dem Nichts zu viel Geld gekommen ist (nur 4,7 Milliarden, ist also ein kleiner Superreicher – aber ein Netzwerker wie Klaus Schwab … halt: 2022 hat er ja schon 7 Milliarden, Corona sei dank  – siehe androidkosmos). Es sollen Inseln werden, traumhafte Südseeoasen (siehe Tagblatt) wohin sich die neuen Metamenschen zurückziehen wollen: eigenen Staaten, die die übrigen Länder der Welt komplett ausgesaugt haben. Ach – aussaugen: Der Herr Thiel war auch einer der ersten, die die lebensverjüngende Wirkung von jungem Menschenblut schätzte (siehe Zeit): die Inseln werden also Blutfarmen brauchen. Wer übrigens meint, diese Inselpläne seien nur Utopie, der irrt: 2022 wurde Ex-Kanzler Kurz für das Projekt verpflichtet (siehe Stern). Ein ähnliches System wie das, dass sich Herr Thiel für unsere Zukunft so vorstellt, hatte auch Adolf Hitler für Russland geplant: große, saubere Zentren für die Herrenmenschen – und die Untermenschen sollten im verwüsteten Umland verrecken (siehe The Times, Altas des 2. Weltkrieges, Bechtermünz 1999, Seite 91: die Nachkriegsordnung der Nazis).

Ergo: es wird keinen Great Reset geben. Der war auch nie geplant. Alles nur Ablenkung für den großen Plan: der Schaffung einer superreichen Herrenrasse von Metamenschen: besonders schön, besonders reich, besonders langlebig. Und damit die gut leben können, muss die Welt leerer werden. Viel leerer. Dazu muss man nicht viel tun: ein paar kleine Kriege vom Zaun brechen (sie aktuell den drohenden Krieg zwischen Türkei und Griechenland – bin gespannt, wem wir da Waffen liefern – siehe Tagesschau), andauernde Seuchen- und Klimapanik (erst langsam kommt man ja jetzt auch mal auf die Idee, dass es Menschen gibt, die völlig immun gegen das Virus sind – siehe Spiegel), der Zusammenbruch der globalisierten Welt, der Kollaps der Nationalstaaten (die sich auch gut eignen, um ewige Kriege zu inszenzieren) – so kann unbemerkt die Geburt der neuen  Zeit geschehen: die Gottwerdung des transhumanen Menschen auf seinen gelobten Inseln voller Supertechnik und Ultraluxus – während der Rest von uns in den Ruinen verhungert und immer noch vor Klaus Schwab, dem Great Reset oder dem Soziaismus warnt. Peter Thiel ist übrigens ein großer Fan von Donald Trump (siehe ntv) – nur um mal die einfacher strukturierten Mythen über US-Politik auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen.

Ja – und was ist jetzt zu tun?

Nun – die Frage ist berechtigt. Wenn wir keine Lust haben, in Ruinen zu leben, sollten wir Nicht-Superreichen uns zusammenschließen, die Machtzentren übernehmen und einen richtigen Neustart machen. Aber das geht ja nicht, weil wir für oder gegen Corona sind, für oder gegen die Impfung, für oder gegen Flüchtlinge, für oder gegen den Islam oder für oder gegen die Ukraine bzw. Russland – oder eben für oder gegen Trump oder Putin. Und solange wir in diesem – bösen – schwarz-weiß-Denken verhaftet sind, uns von Geheimdienstlegenden blenden lassen und nur noch böse Einzelpersonen suchen, die man zum Heil der Welt verbrennen kann, werden wir in eine Zukunft geführt werden, die den Tod von Milliarden billigend in Kauf nimmt: und das Sterben nimmt jetzt gerade richtig Fahrt auf.

Oder?

Deutschland 2022 – in der Gewalt des Bösen: Meinungsterror im 21. Jahrhundert

Dienstag, 31.5.2022. Eifel. Sicherlich schreckt so ein Titel erstmal ab: Deutschland in der Gewalt des Bösen. Was soll daraus werden? Und doch denke ich: es ist leicht zu beweisen, leicht darzulegen, überzeugend zu argumentieren, dass sich etwas in unser Leben eingeschlichen hat, das kulturübergreifend als „böse“ bezeichnet werden kann, als Sammelsurium von Unwerten, die den Menschen und sein Leben erschweren, die menschliche Gemeinschaft als solches schwächt und letztlich zu ihrer Vernichtung führen wird – sofern es nicht erkannt und gebannt wird. Reden wir über „Das Böse“, wird es leicht religiös – und leicht übergriffig: die Sowjetunion war mal für Ronald Reagan das Reich des Bösen (er wollte sie dann auch gleich bombadieren – siehe wdr), der Westen insgesamt ist für Teile des Islam das Reich des Bösen – und aktuell gibt es auch indische Autoren, die uns hier im Westen als die Bösen ansehen (siehe NZZ), wir Deutschen gelten sogar als besonders böse  – und dafür gibt es sogar erstaunlich gutes und vielfältiges Datenmaterial (Auschwitz). Und doch: ist „Das Böse“ ein oft missbrauchter politischer Kampfbegriff, der gerne „den Anderen“ übergestülpt wird: mit enormen moralischen Konsequenzen … ihre Hinrichtung, Bombadierung, Sanktionierung ist dann auf einmal gut, weil gegen „Das Böse“ alle Mittel recht sind. Das wir selber dadurch ziemlich böse werden – nun ja: wer möchte schon in solchen epischen Zeiten, wo der gute Zauberer Gandalf gegen den Bösen Oberteufel Sauron ficht, moralische Fragen debattieren: wer in einer Märchenwelt lebt, für den ist immer alles klar und einfach, das vor kognitiven Dissonanzen, vor geistiger Arbeit schützt.

Jenseits ausgeklügelter philosophischer Definitionen über das Böse – die im Alltag kaum effektiv nutzbar sind – ist mir eine Beschreibung des Bösen eines Kriminalkommissar erinnerlich (wir berichteten): er meinte, das Böse kann man fühlen, wenn man am Tatort vor ihm steht. Das halte ich auch für praktikabel und interkulturell weltweit anwendbar: die Horrorfilmbranche nutzt diese Erkenntnis professionell mit raffinierten Bildern, um den Zuschauern zweifelsfrei klar zu machen, dass man es jetzt hier wirklich mit absolut bösen Elementen zu tun hat. Doch soweit möchte ich heute gar nicht gehen: es gibt schwächere Formen des Bösen, die sich langsam in unser Leben geschlichen haben, es dominieren, uns verändern, unsere demokratische Zivilgesellschaft von Grund auf zersetzen … was die meisten merken.

Und ich denke, es ist nachweisbar, dass dieses Böse gezielt gezüchtet wird. Der Meinungsterror, mit dem wir überzogen werden, ist zweifelsohne nicht vom Himmel gefallen – oft sind es sogar die gleichen Agenturen, die mit seiner Umsetzung beauftragt werden (wir berichteten): absolute Meinungsprofis, Marketingexperten, denen der Laie hilflos ausgeliefert ist. Im Kern setzt dieses Böse alles außer Kraft, was durch Aufklärung, Demokratie, Wissenschaft (im weiteren und ureigentlichen Sinne als Erkenntnisinstrument, nicht nur als Methode zur Entwicklung von diversen Massenvernichtungswaffen) die letzten 300 Jahre zur Befreiung der Menschheit entwickelt wurde … auch zur Befreiung von dem Bösen, dass durch Staat, Kirche und Kapital in die Welt gesetzt wurde.

Einfach gesagt, ist es die Außer-Kraft-Setzung des alten Prinzips „Thesis – Antithesis – Synthesis“, das selbst im germanischen Ting, in den Steppen der Mongolei oder der Prärie der Indianer Anerkennung gefunden hat: man formuliert gegensätzliche Positionen (Gott ist überall – Gott ist tot, das Kapital ist die Rettung der Welt – oder Werkzeug des Teufels, Ackerbau ist unsere Zukunft – nichts geht über Jagen und Sammeln), setzt sich dann zusammen – mit allen, die konstruktiv beitragen können – wägt die Argumente ab und findet eine Lösung, mit der alle leben können und die allen den meisten Gewinn bringt (ja, „Gewinn“ ist auch ein Begriff, der – oft zurecht –  böse geworden ist – bezeichnet aber hier nur die lebenswichtige Tatsache, dass Arbeit mehr Essen bringen sollte, als ohne Arbeit da wäre).

Aber was haben wir heute?

Ein böses Prinzip. Heute gibt es eine These … und wer dagegen ist – egal, welche Argumente er hat – gilt als Unmensch, als Ausgestossener, sollte verbannt werden … oder eben bombadiert. Um die Worte hier nicht ausufern zu lassen beschränken wir uns auf das Wachstum des Bösen im Land seit 2015, als Angela Merkel die deutschen Grenzen öffnete, um eine Million junge Männer aus Krisengebieten ins Land zu lassen. Die Argumente waren gut – moralisch gesehen – nutzten die natürliche Bereitschaft des Menschen, anderen selbstlos zu helfen (was man in der Flutkatastrophe im Ahrtal mal wieder sehr gut belegen konnte). Aber wer Argumente dagegen hatte … war mit einem Schlag kein Mensch mehr, sondern ein seelenloser Massenmörder a´la Hitler. Es gab nur noch schwarz und weiß – dabei hätte man so viel bereden können: den geringen Wohnraum, den wir hatten, die kulturelle Differenzen, die ungeschützt aufeinanderprallen, die Reaktion der männlichen Mitbürger, die auf einmal höherem biologischen Selektionsdruck ausgesetzt waren, die Entwurzelung ganzer Generationen – die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Man hätte auch anders helfen können: zum Beispiel erstmal Frauen und Kinder zu retten: mit Schiffen und Flugzeugen, um ihnen die lebensbedrohliche Überfahrt durchs Mittelmeer zu ersparen: Kinder integrieren sich rasend schnell – und werden von eingeborenen Kindern sofort akzeptiert – man hätte keinerlei Probleme gehabt. So jedoch … hatten wir Probleme, über die aber nicht mehr gesprochen werden durfte – eine lange Geschichte. Die jungen Männer – jedenfalls einige von ihnen, die ich persönlich kennenlernen durfte – wurden hier gnadenlos im Niedriglohnbereich verheizt (der eine oder andere dürfte die hilflosen Paketboten, die auch mal in ihren Autos übernachten, um die Touren überhaupt schaffen zu können, persönlich kennengelernt haben) und bereicherten unser Lumpenelite enorm: Grund genug, über diesen „Coup“ nicht groß zu reden. Was aus ihnen langfristig wird, die in der Fremde gestrandet sind, kein gelobtes Land vorfanden, keine großartige Zukunft erwarten können, werden Studien in der Zukunft zeigen.

Dann kam die nächste Welle: Corona. Das gleiche Prinzip: die Regierung setzte eine Wahrheit (es kommt eine große, böse, alles vernichtende Seuche, die uns alle umbringen wird) – und fast zeitgleich wurden auch die alternativen Meinungen gleichgeschaltet: das ist alles eine Lüge, es gibt kein Corona, keine Viren, keine Gefahr … und ja: die Tatsache, dass der Chefredakteur eines neuen, alternativen Meinungsformates die Nichtexistenz des Virus quasi per Dekret fachfremd vom Sofa aus beschlossen hatte, haut mich selbst heute noch um – vor allem, wo es zu einem Zeitpunkt kam, als noch niemand wissen konnte, was sich aus Corona entwickelt. Man könnte genauso gut beschließen, dass der Mond aus grünem Käse ist – und das mit aller redaktioneller Gewalt durchsetzen … nur hat man damit den Boden von Wahrheitsfindung, Aufklärung und Demokratie vollkommen verlassen.

Kaum ohne Pause wurde das nächste Theater gestartet: die Impfung. Schnell entwickelt wurde sie als Allheilmittel verkauft wie ehedem im Wilden Westen Quacksalber Erdöl zum Einreiben, Einnehmen oder Inhalieren anpriesen – gegen alle Gebrechen, unter denen man litt – Hauptsache, der Dollar rollte. Die Impfquoten striegen, gleichzeitig – fast paralell dazu – stiegen die Zahlen der Infizierten in astronomische Höhen. Erst sollte eine Impfung reichen, dann zwei, dann drei, jetzt vier – und es wurde immer weiter zurückgerudert. Anstatt mal in Erwägung zu ziehen, dass die – anders als andere Impfungen, die ihr Leistungsprofil gut belegen konnten – einfach nicht das brachte, was versprochen war, gab es das Prinzip „viel hilft viel“, in der Hoffnung, wenn ich nur genug Wasser in den Benzintank kippe, wird das Auto irgendwann trotzdem laufen. Und läuft es nicht, ist es halt einfach nur zuwenig. Das es Menschen gibt, die sich einfach nicht anstecken – trotz Kontakt zu Infizierten … wie ich … wird erst jetzt vorsichtig thematisiert (siehe ndr), dass die Impfung jedoch ein eigenes Risiko beinhaltet – ein tödliches Risiko – darf kaum besprochen werden, sickert aber trotzdem durch: die Rettungseinsätze der Feuerwehr wegen Herzproblemen und Schlaganfällen steigen auf einmal stark an (siehe Berliner Zeitung) … und die Stimmen, die sich wegen ernsthafter Nebenwirkungen sorgen, ebenfalls (siehe Focus). Für die Menschen, die sich eh nie angesteckt hätten, bedeutet das: im Falle einer Impfpflicht bringt sie der Staat sinn- und zwecklos um. Ein Fakt, den auch die internationale Faktencheckerallianz nicht wegreden kann: trotz der Milliarden, mit denen sie via USA unterstützt werden.

Aus „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ – dem Kernsatz unserer christliche, humanen, abendländischen … „guten“… Kultur – wurde „hasse den anderen so gut du kannst“ – und Millionen folgten dem … bösen … Aufruf – und damit sind weniger die „Querdenker“ gemeint (obwohl die die Hasskultur ebenfalls gut befeuerten), sondern … alle, die sich an der Hetzjagd auf „Ungeimpfte“, „Impfgegner“, „Coronaleugner“ beteiligten – dabei völlig jene außer acht ließen, die sich nicht impfen lassen durften (Kollateralschäden- wir gut, dass wir diese Wort haben), jene, die bislang alle Impfungen (die auch – soweit man sehen konnte – gut wirkten) mitgemacht haben … außer dieser einen …. und jene, die einfach nur das Infektionsgeschehen kritisch und aufmerksam jenseits einers Kadavergehorsams beobachtet hatten.

Doch damit nicht genug: mit Putins Einmarsch in der Ukraine eskalierte das Böse noch einmal mehr, so weit, das selbst Ukrainerinnen meinen, dass „Deutschland den Krieg in der Ukraine gewinnen will“ (siehe Freitag). Auf einmal hingen – neben den Teddybärchen zur Begrüßung von Einwanderern, neben den Masken und öffentlichen Impfbekundungen auch noch Ukrainefahnen im Fenster … und wehe dem, der sich ein differenziertes Urteil erlaubte, wehe dem, der nach alter geisteswissenschaftlicher Traditiion die Intentionen aller Konfliktpartner verstehen wollte, um dem Frieden eine Chance zu geben: er war gleich Aussätziger, Unberührbarer – das Kastensystem hatte endlich wieder zurückgefunden in die Gesellschaft. Waffenlieferungen in Konfliktgebiete, Ausbildung von Konfliktparteien an Bundeswehrmaterial inklusive der Schenkung dieses Materials: die Beihilfe zu Massenmord war auf einmal gesellschaftsfähig geworden, die gute alte Tradition, den Krieg selbst als Feind anzusehen, den es unbedingt zu vermeiden gilt (und ja: selbst wenn man dazu auch nochmal die andere Wange hinhalten muss, um dem Bösen die Grundlage des Wachstums zu entziehen), der selbst immer und überall ein Verbrechen ist (…obwohl wir uns als Nato schon lange damit abfinden müssen, Teil von vielen Verbrechen dieser Art geworden zu sein – in Afghanistan, im Irak, im Jemen, in Libyen und … und … und…) ist in Vergessenheit geraten: 2022 gelten andere Gesetze, andere Normen, eine andere Moral: das Böse ist gesellschaftsfähig geworden, ist Allgemeingut, ist Standard in unserem Land. Schritt für Schritt wurden wir in eine neue Kultur hineingeführt, in der das Diktat der Obrigkeit vom Untertan kritiklos hingenommen werden muss – sonst droht Bestrafung, erstmal in Form von öffentlicher Diskriminierung, Entmenschlichung, Entwürdigung und Entwertung. Und das ist – wegen der prinzipiellen Unantastbarkeit der Würde in unsere Land – logischerweise zutiefst böse.

Wir sind – trotz aller eingebildeter Zivilisation – ethisch wieder weit hinter dem Stammesrat der Navajo zurückgefallen, in dem alles, was dem Stamm Ungemach bereitet, erstmal in Ruhe besprochen und von allen Seiten beleuchtet wird, in dem man alle in Ruhe ausreden läßt und ihnen offen zuhört. Wir haben in wenigen Jahren kulturelle Rückschritte enormen Ausmaßes hinbekommen … und hingenommen … und sind bald wieder in einem barbarischen Urzustand, wo wahnsinnig gewordene Stämme blindlings aufeinander einschlagen: die ersten Toten hat es ja in diesem beginnenden Bürgerkrieg auch schon gegeben.

Und wem nutzt das?

Nun – die Frage ist einfach zu beantworten: die internationale Allianz der Lumpenelite fällt über uns her wie nie zuvor: einfach mal auf die Preise schauen. Sie sind auch ungeniert wie nie: will die Regierung die Bürger durch Entlastungen schützen, erhöhen sie die Preise gleich nochmal radikal: und die kleinen Stämme der Asylgegner, Impfhysteriker, Ukraineversteher, Putinfreunde und die allgemeine Besserwisserallianz stehen diesem mächtigen Feind völlig hilflos gegenüber. Nach alten Legenden war das der Zustand Englands, als die Sachsen einfielen und die kleinen Fürsten der Invasion völlig hilflos gegenüberstanden: bis eine magische Dame vom See ein heiliges Schwert spendierte, das jenem vorbehalten war, der alle vereinen konnte – und sogar Frieden mit den Sachsen schließen konnte. Sage ja: Märchen sind schön ein einfach. Wir, die wir nicht in einem Märchen leben, dürfen gewahr werden, dass Europa, die kleine Oase von Frieden, Ruhe, Wohlstand, Zivilisation, Aufklärung, Demokratie, Freiheit und Lebensglück kurz vor dem Ende steht, weil wir dem Ansturm des Bösen nicht gewachsen waren. Dabei wäre die Lösung einfach: reden, zuhören, verstehen, verhandeln, Lösungen entwickeln. Klappt im hintersten Kral in jeder Stammesgemeinschaft. Sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir ach so tollen, kulturell ja so wahnsinnig Überlegenen das nicht hinbekommen. Aber wie es scheint, kriegen wir das nicht hin … und setzen unsere Wahn fort, selbst auf die Gefahr hin, dass alles in einem nuklearen Holocaust verdampft.

Und wenn das nicht böse ist … was dann?

 

 

2022 – Deutschland im Krieg

Dienstag, 17.5.2022. Eifel. Denkwürdige Zeiten: Deutschland ist im Krieg. Sind wir schon länger, merkt aber nur keiner – bzw. die wenigsten. Wann fing er eigentlich an, dieser Krieg? Da wären viele Zeitangaben möglich – aber das hängt ja auch davon ab, wie wir Krieg definieren. Hollywood stellt uns den Krieg nur als spannendes Ereignis da: gute, wirklich gute Kämpfer, ritterliche Helden gar stehen da meist den Horden des Böse gegenüber und ringen sie im Kampf Mann gegen Mann nieder, jeder einzelne Gute tötet gut hundert Böse – so lieben wir das. Nie wird die Realität gezeigt: wie überlegene Kampfverbände unterlegene Feinde durchs Gelände jagen – wie in Syrien, Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen … sowas sehen wir nicht gern.

Es gibt aber auch andere Formen der Kriegsführung, auf die wir unser Augenmerk richten dürfen: die Belagerung. Wird seit Jahrtausenden praktiziert und hat unschlagbare Vorteile: man zieht mit einer ausreichend großen Streitmacht vor die Tore der feindliche Festung oder Stadt und schneidet deren komplette Versorgung ab. Die Streitmacht muss so groß sein, dass sie durch Ausfälle der belagerten nicht besiegt werden kann, hinreichend Feldbefestigungen können solche Ausfälle aber auch nahezu unmöglich machen. Und dann – wenn die Festung belagert ist – muss man nur noch warten. Selbst die Nazis im zweiten Weltkrieg haben so noch Leningrad belagert – jahrelang, mit katastrophalen Folgen für die russische Zivilbevölkerung. Leningrad jedoch konnte durchhalten – unter schrecklichen Verlusten – weil es noch gelegentlich über das zugefrorene Meer versorgt werden konnte – sonst hätte niemand diese Belagerung überlebt. Oft genug wurden so Kriege gewonnen, ohne das ein einziger eigener Soldat sterben musste. Das Prinzip Belagerung wurde sogar noch perfektioniert im Rahmen des Blitzkrieges: hier belagerte man keine Festungen mehr, sondern gigantische Heeresverbände: sie von der Versorgung abzuschneiden war Ziel der schnellen Panzerverbände. Wenn dann der Hunger kam, mussten ganze Armeen aufgeben – sie die deutsche 6. Armee in Stalingrad.

Natürlich ist ein Krieg gegen Länder etwas anderes als ein Krieg gegen Burgen, Städte und Armeen. Länder sind schwerer abzuriegeln, können ihre Versorgung selbst regeln und brauchen in aller Regel wenig Produkte aus dem Ausland – außer Bananen, die in heimischen Wäldern nicht wachsen. Dank der Globalisierung jedoch hat die Kriegsform der Belagerung auch für Länder Konsequenzen: da alle Länder mit allen Handeln, sich Produktionsschwerpunkte im Ausland gebildet haben, kann man durch gezielte Belagerungen – wir nennen das neudeutsch „Sanktionen“ – erste Angriffe auf das Wirtschaftssystem des Feindeslandes fahren, seine Versorung mit Öl, Gas, Computerteilen oder Motoren erschweren: Globalisierung hat halt jenen, die Warenströme lenken oder stören können, eine unglaubliche Macht gegeben: selbst Großmächte sind da auf einmal angreifbar geworden.

Ich denke, so langsam merken Sie, dass wir diesmal etwas von dem Krieg merken, der in diesem Land tobt, oder? Benzin wird knapp – also teurer. Sonnenblumenöl, Milchprodukte, Wurst, Fleisch, Nudeln. Toilettenpapier – jeder merkt, dass wir uns in einer Mangelsitutation befinden – mitten im Frieden. Aber was ist das für ein Frieden, der solch einen Mangel erzeugt? Nun – der Mangel ist nicht neu – nur merken ihn jetzt alle. Im Prinzip kann man die Agenda 2010 als Beginn des Krieges oben gegen unten verstehen, jenen „Putsch von oben“, den Arno Luik seinerzeit im Stern so treffend genial (und absolut folgenlos) beschrieb: die Mächtigen erklärten den „Niedrigleistern“, den „Ballastexistenzen“, den „bildungsfernen Schichten“ den Krieg, in dem sie ihnen die Versorgung abschnitten. Nicht komplett – das erlaubt derzeit die strategische Situation noch nicht – aber schon mal partiell. Die ersten Sanktionen im Krieg in Deutschland betrafen die Langszeitarbeitslosen, deren Versorgung massiv zusammengestrichen wurde – begleitet von einem diskriminierenden Hassorchester fast der gesamten deutschen Presse, die sich verschworen hatten, die Hängemattenschmarotzer mit Stumpf und Stil auszurotten. Lagerhaltung, öffentliche Kennzeichnung und Zwangsarbeit inklusive – das ganze nationalsozialistische Terrorprogramm war auf einmal wieder gesellschaftsfähig. Das war der erste breite Angriff auf die demokratische Grundgesinnung im Land  – und er war sehr erfolgreich. Zwar wurde die SPD durch diesen Schlag als Volkspartei vernichtet – aber wer interessiert sich im Reich der Reichen und Schönen schon für die SPD?

Das Straßenbild in Deutschland wandelte sich seitdem: Gewerkschaften – unverzichtbarer Bestandteil einer Notwehr gegen politischen Terror aus Wirtschaftskreisen – verlieren die Hälfte ihre Mitglieder (siehe Wirtschaftsdienst) und werden schwach, Einkommenszuwächse breiter Bevölkerungsschichten bleiben aus – wie aktuell bei der unteren Mittelschicht (siehe FAZ). Die Gesellschaft wird konformer, die Angst regiert – wie in jedem Krieg. Aber noch waren nur ein Drittel betroffen, den anderen ging es noch einigermaßen – und die Presse jubelten beständig über die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland … das seine Exportrekorde hauptsächlich dem schwachen Euro zu verdanken hatte … und eines Krieges, den wir jetzt nicht noch so berücksichtigen können: auch der Ärmste in Deutschland profitiert von der Ausbeutung des afrikanischen Kontinents durch unsere Konzerne (siehe z.B. Deutschlandfunk) – aber das ist ein Dauerkrieg gegen diesen reichen aber dank uns superarmen Kontinent, um den wir uns später mal kümmern müssen. Wichtig ist nur zu sehen, dass wir z.B. in Mail direkt dabei sind: offiziell nur als Ausbildungsmission angedacht (siehe Bundeswehr) wundert es kaum jemanden, dass da auch Kampfhubschrauber im Einsatz sein … die auch schon mal abstürzen (siehe Süddeutsche). Aktuell helfen wir da Leuten, die durch einen Militärputsch an die Macht gekommen sind – nur mal am Rande bemerkt. Ist aber wichtig für die moralische Dimension, in der unsere „Entscheider“ unterwegs sind.

Der nächste Schritt im Krieg? Der Krieg gegen ein Virus. Was für ein Drama, in dessen Krisenkommunikation die besten PR-Agenturen der Republik zum Einsatz kamen, um es den Bürgern im Land erfolgreich verkaufen zu können. Nun ja: ein Virus, das im Alltag kaum bemerkbar ist, braucht schon einen enormen medialen Druck, der  – wie schon zu der Agenda 2010 – von der vereinten Millionärspresse – der Koks-und-Nutten-Journaillie – geschlossen ausgeübt wurde. Es wurde auch nicht mehr diskutiert, sondern nur noch abgeurteilt: sämtliche demokratischen Spielregeln wurden außer Kraft gesetzt, weil ein grippeähnlicher Virus die Existenz eines ganzen Kontinents bedrohte. Das das kleine, moderne Deutschland im Vergleich zum großen China vierhundertmal mehr Coronatote zu verzeichnen hatte (wir berichteten) fiel deshalb nicht groß ins Auge, dafür gab es eine Diskriminierungskampagne der Extraklasse gegen jeden Kritiker, der noch Mut genug hatte, sich der vereinten Schmutzschleuderfront entgegen zu stellen. Gleichschaltung der Medien war angesagt, eine Medienpolizei etablierte sich („Faktenfinder“ – angeblich unabhängige kleine Idealisten, aber vereint in einer us-geführten Allianz – wir berichteten – deren Aufgabe es ist, als Meinungspolizei den öffentlichen Raum von Fremdkörpern zu säubern).

Ausgangssperren, Firmenschließungen, Berufsverbote für Ungeimpfte: das Land nahm Züge an wie Nordkorea. Hinrichtungen jedoch – gab es nicht bzw. nur in Form von Rufmord, also: sozialen Hinrichtungen. Aber wir sind da sicher noch entwicklungsfähig. Große soziale Portale wie Facebook und You-Tube unterdrückten massiv die Diskussion über Regierungsmaßnahmen, als die ersten Konzerne ihre wirkungslosen Impfungen auf den Markt brachten, verschlimmerte sich alles noch bis hin zur Debatte über eine Impfpflicht. Gewaltsam … bzw. mit Hilfe von Belagerungen (also: finanziellen Sanktionen in Form von Bußgeldern) … in die Menschenkörper eingebrachte Genexperimente waren im Klima der Angst auf einmal der letzte Schrei: das nach jeder Impfwelle eine nochmal potentierte Infektionswelle folgte, wurde mit stetig weiteren Impfungen bekämpft, ohne das auch nur einmal kritisch nachgefragt werden durfte, ob das Zeug überhaupt irgendeine Wirkung hat. Inzwischen trauen sich erste kleine Blätter auch mal Impfgeschädigte  zu Wort kommen zu lassen (siehe Berliner Zeitung), erste Studien deuten darauf hin, dass wir den größten Medizinskandal der bekannten Geschichte mit Millionen von Opfern erleben (siehe Berliner Zeitung): aber das sind im großen Krieg halt nur alternativlose Kollateralschäden.

Wir werden über die Impfschäden wohl noch lange nicht die Wahrheit erfahren – aber medial kam … passenderweise … das nächste Thema: der Krieg mit Russland. Während andere Kriege uns völlig kalt ließen – zum Beispiel die mindestens 500 000 Toten Zivilsten im US-geführten Irakkrieg (siehe Süddeutsche), die Massaker an der jemenitischen Bevölkerung durch unsere großen Brüder aus Saudi-Arabien oder die 500 000 Toten in Äthiopien (siehe Zeit) oder erst Recht die türkischen Kriegsverbrechen (inklusive Bombadierungen von Zivilisten, siehe Zeit) an den Kurden – sind wir auf einmal per Order der Medien alle zu Ukrainern geworden, aufgerufen zum heiligen Krieg gegen alles Russische. Ja, wir haben kein Problem mit massenhaft verbreitetem Russenhass, der ja nicht Putin trifft, sondern nur alle, die zufällig einen russischen Pass haben (siehe Freitag). Rassismus in Deutschland geht immer. Da hat der Radfahrer endlich wieder jemanden, nachdem er treten kann. Darf ich mal Fakten zur Ukraine nennen – Fakten, die nicht von der russischen Botschaft stammen sondern von unabhängigen Experten? Bitte schön (siehe Rüstungsexportinfo):

„Die Ukraine ist kein unmittelbares Ziel transnationaler Terrorgruppen. Organisierte Kriminalität, insbesondere Menschenhandel, stellt jedoch ein großes Problem dar. Auch gilt die Ukraine als Ursprungs- und Transitland vieler illegaler Waffentransfers, darunter an bewaffnete Akteure in unterschiedlichen Konflikten in Afrika, Osteuropa, Mexiko und dem Nahen Osten.Der andauernde Gewaltkonflikt im Osten der Ukraine hat zu einer deutlichen Steigerung der Militarisierung des Landes geführt, so dass das Land heute zu den am höchsten militarisierten Staaten weltweit zählt. Die Militärausgaben, gemessen als Anteil des Bruttoinlandproduktes, stieg beispielsweise seit dem Jahr 2010 von 1,9 auf zuletzt 4 Prozent (oder in absoluten Zahlen: von etwa 2,2 Mrd. auf rund 6 Milliarden US-Dollar).Die Anzahl des militärischen und paramilitärischen Personals wurde deutlich vergrößert; die bestehenden Großwaffensysteme umfassend modernisiert. Im Ranking des Globalen Militarisierungsindex des BICC belegt das Land für das Jahr 2020 daher Platz16 von 151 Staaten – 2012 belegte das Land noch den 47. Platz.“

Organisierte Kriminalität, Menschenhandel, illegaler Waffenhandel zwecks Verbreitung von Morden weltweit: das sind die, die wir gerade bejubeln. Bejubeln müssen, um nicht aufzufallen und verfolgt zu werden. Unterstützt werden sie von den USA … bzw. deren Nachrichtendiensten, ohne deren Informationen sie deutlich schlechter dastehen würden (siehe NZZ). Ist das eigentlich schon Kriegsteilnahme genug? Offenbar nicht: ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages warnt davor, ukrainische Soldaten an deutschen Waffen in Deutschland auszubilden – das könnte als Kriegseintritt gelten (siehe Tagesschau). Aber egal: die Bundesregierung läßt in Idar-Oberstein ukrainische Soldaten an Panzerhaubitzen ausbilden, die nachher in der Ukraine zum Einsatz kommen: Nimm dies, Russe! Und wie dankt uns die Ukraine das? Durch Sanktionen: sie stellen uns das russische Gas ab (siehe Zeit).

Deutschland ist im Krieg – auch wenn wir nicht darüber reden dürfen, merken wir es an allen Ecken: wie im Krieg wird die Versorgung enger, die Meinungsfreiheit knapper, die Parolen wilder. Wir werden auch belagert: von unseren „Freunden“ in der Ukraine – und von deren Journalistenfreunden, die ihnen helfen sollen, „den Krieg zu gewinnen“ (siehe Neues Deutschland): als Dank für Panzerhaubitzen stellen die uns erstmal das Gas ab: ich hoffe, jeder hat verstanden, was es bedeutet, mit „organisierter Kriminalität“ Geschäfte zu machen.

Und die Alternative? Zum Krieg? Die selbstverwalteten Betriebe, die Platz für alle Arbeitslosen haben, weil sie nicht mehr zusätzlich Traumrenditen für Anleger erwirtschaften müssen? Das gestärkte Immunsystem, das ohne Impfung locker mit dem Virus klar kommt? Der Frieden?

Alternativen gibt es nicht mehr. Kapitalistische Ausbeutungsprinzipien sind nicht mehr hinterfragbar, das Corona-Narrativ der Industrie wird mit Gewalt verbreitet … und Russland vernichtet wie das Russische in der Ukraine vernichtet werden sollte (ja, ich hoffe, das hat jemand mitbekommen: der Konflikt hat eine lange Vorgeschichte). Hass tobt durch das Land: gegen Arbeitslose, Ungeimpfte und Russen. Dass der Hass selbst Frieden unmöglich macht … dass wissen nur noch „Sozialromantiker“, die den Schuss nicht gehört haben. Womöglich den Schuss eines kanadischen Scharfschützen, der – nach Afghanistan und IS-Einsatz – nun Russen in der Ukraine erschießt (siehe Stern). Ist es womöglich jener Scharfschütze, der nach Berichten des italienischen Reporters Vittorio Nicola Rangeloni vom Asow-Battalion besetzten Asow-Stahlwerk in Mariupol auf ukrainische Zivilisten geschossen hat – oft und erfolgreich? Wir werden sehen.

Das Krieg aber inzwischen Abenteuerurlaub einer degenerierten Spaßgesellschaft geworden ist, darf man wohl man feststellen. Aber darum ist es ja auch mal wichtig, zu sehen, wo Krieg überall durchbricht – und wie lange schon. Denn genau so ist er lange Zeit lang wieder … gesellschaftsfähig gemacht geworden.

Oder?

Landtagswahl NRW: die Basis – schon am Ende. Tagesgedanken.

Ja, die Basis. Ist mir immer wieder ein Rätsel, wie eine Partei, die das Corona-Problem als Mittelpunkt hat, die inzwischen mehr Mitglieder hat als die AfD am Wähler so vorbeimarschieren kann. Unglaublich aber wahr: die haben in NRW gerade mal 0,8 Prozent der Stimmen geholt. Wie kann das sein, wo doch Millionen in Berlin demonstriert hatten? 59000 Stimmen haben die in NRW bekommen – mehr nicht. Mag es sein, dass die Regierung im Marketing viel erfolgreicher war als diese neue Partei – dass man das Corona-Narrativ viel eher glaubt als die Kritik? Nun – auch selbst wenn in der Szene viel Eigenlob war, viel Selbstbehudelei – manchmal sogar bis ins Unerträgliche – so sollte doch bei 20 Prozent Impfverweigerern genug Potential zusammenkommen, um politisch handlungsfähig zu werden. Es sei denn … nun ja: man hat da die Fraktion oberschlau dabei, die gar nicht mehr wählen geht und denkt: das wäre jetzt ein megapolitischer Akt. Nein – das ist gar nichts – außer indirekte Unterstützung der neoliberalen Blockparteien. Und wer überhaupt was ändern möchte, muss Menschen in großer Zahl zusammenbringen – in sehr großer Zahl. Da kann man dann nebenbei auch eine Partei in die Öffentlichkeit bringen. Aber was weiß ich schon. Der Kampf um die Macht im Lande wird allerdings nicht bei Spaziergängen entschieden, noch auf dem Sofa oder bei Telegramm. Aber das scheinen viele lieber zu ignorieren. Ich selbst habe diese Partei nach Kräften unterstützt, obwohl sie mir im Bereich „Soziales“ sehr unklar aufgestellt ist – und obwohl die Hälfte ihrer Mitglieder dem bedingungslosen Grundeinkommen nicht positiv gegenüber eingestellt ist. Frage mich, wie die wohl zum Niedriglohnsektor stehen. Wenn da viele Unternehmer sind – nun ja: dann positiv. Aber womöglich ist es gerade das, was die Wähler abschreckt: noch eine neoliberale Partei braucht ja wirklich keiner – oder? Und so werden die wohl enden wie die Piraten, die auch jenseits aller Wirkmöglichkeiten angekommen sind. Oder wie die Linke, die Sex mit abhängigen Minderjährigen klasse findet, aber aufs Gendern großen Wert legt: der Gipfel der politischen Heuchelei. Und wo bleibt eigentlich die politische Alternative zum Neoliberalismus? Darf sowas überhaupt noch gedacht werden? Frage für einen Freund…

Russlands Kriegsverbrechen!!! 142 tote Kinder!!! … waren aber die USA. Mit einer einzigen Bombe. Tagesgedanken.

Ja, Kriegsverbrechen. Schlimme Sachen sowas. das man Krieg generell als Verbrechen ansehen sollte: das will ja keiner mehr hören, erst Recht nicht, seitdem die Grünen die GUTEN KRIEGE eingeführt haben. GUTE KRIEGE sind jene Kriege, die die Grünen führen – und das sie GUT sind, sind alle ihre Kriege GUT. Einfach, oder? GUTE KRIEGE gab es ja auch gegen den Irak, als der Kuweit angegriffen hatte und dort bestalisch Babys aus den Brutkästen nahm und auf den Boden warf (war gelogen, hat aber alle sauer genug gemacht, damit man den Krieg für GUT hielt). Und da geschah es dann: zwei US-Bomber flogen am 13.2.1991 einen Luftschutzbunker an, der von einer finnischen Firma errichtet worden war. Die Finnen hatten den USA die Schwachstellen des Bunkers verraten, so dass sie mit „chirugischer Präzision“ 1000 KG-Bomben durch die Lüfung werfen konnten. 408 Menschen starben sofort, darunter 142 Kinder unter zehn Jahren. Man findet nicht viel über diese Aktion in den westlichen Medien – dabei war es nur eine von vielen. Von den USA kann man richtig lernen, wie man Krieg macht: eine Million tote Zivilisten im Irak – wenn das mal kein Erfolg ist. Vergleicht man das mit der Kriegsführung Putins in der Ukraine, so scheint die recht harmlos zu sein – anders, als unsere Medien geballt verbreiten. Aber auch dort wird es Kriegsverbrechen geben: Krieg macht normale Väter und Brüder zu Monstren – das wissen wir schon lange. Und diese Monstren drehen im Krieg gelegentlich total durch. Nicht nur Amis, nicht nur Russen – auch Deutsche. Darum sollte man alles unternehmen, um Kriege zu vermeiden – so war mal der Konsens. Hat dann auch geklappt. bis die USA die Strategie fuhren, die Nato Schritt für Schritt an die russische Grenze zu führen. Das war für die Russen – die viel erduldeten in den letzten zwanzig Jahren – dann zuviel. Ist nicht schön, macht den Krieg auch nicht besser – aber macht die Russen menschlich verständlicher. Sind halt auch nur Menschen – obwohl unsere Presse auf breiter Front versucht, uns klar zu machen, dass die Russen genau so Bestien sind wie die Iraker, die die Babys aus den Brutkästen geschmissen hatten. Das war aber auch wirklich widerlich, Nur halt: voll gelogen. Sogar vor der UN. Dreist, oder? Und was die wohl heute so lügen? (eine schöne Quelle zu der Geschichte findet sich bei Joachim Guillard),

Frieren für die Suv´s der Ukraine – Tagesgedanken

Ja- ich hatte da ein seltsames Erlebnis, bei DM in der Gemeinde Simmerath. Ein Auto mit ukrainischem Kennzeichen fuhr vor, ein SUV: Hyundai Tucson, kostet so um die 30 000 Euro, verbraucht in der Innenstadt 7,6 Liter Benzin auf 100 Kilometer: schon viel im Vergleich zu meinen Fahrzeugen. Fahrer war eine junge und hübsche, teuer gekleidete Frau (Anfang 20, schätze ich mal), die eine ältere Frau (die Oma, vermute ich mal) zwecks Erstellung eines Passfotos bei DM begleitet. Wie ich an der Kasse entnehmen konnte, sprach die junge Dame einige Brocken Deutsch – aber nur wenig. Nun – man denkt zuerst: warum sollten auch nur die Armen aus der Ukraine gerettet werden? Die Mittelschicht hat doch auch ein Recht auf Überleben. So ein Bild, das ich erleben durfte, ist sicher ungünstiger als die Bahnhofsbilder, die schon von früheren Presseaktionen bekannt wurden – und es ist ja auch nur ein Einzelfall – nur: vor dem Hintergrund der Benzinpreise, die sich viele hier gar nicht mehr leisten können, fand ich das schon extrem unvorteilhaft. Kaum daheim angekommen, informierten mich die Nachrichten darüber, dass die Ukraine uns das Gas abgedreht hat (siehe Tagesschau). Ich hatte da noch in Erinnerung, dass ein Gasstop aus Russland im Zuge des Wirtschaftskrieges den wir gegen Russland führen für unsere Wirtschaft das Ende wäre – und nun dreht uns die Ukraine den Gashahn zu? Jene Ukraine, die täglich um Geld bettelt, sich perfekt im Opfermodus darstellt und deren Botschafter hier fast täglich Entgleisungen absondert, die bei allen anderen Botschaftern zur sofortigen Abberufung geführt hätten? Also: die Ukraine – die von uns Geld in Massen bekommt, bald auch schwere Waffen – sanktioniert uns hier im Westen, während ihre Bürger bei uns mit dicken Suv´s herumfahren und unseren Sprit (bezahlt womöglich mit unseren Hilfsgeldern) verbrennen? Puh – das wäre aber ganz harter Stoff. Sicher sehe ich da was falsch, weil ich durch ein singuläres Suv-Erlebnis negativ vorgeprägt bin …. oder?

Tagesgedanken: Mali, Ukraine und die Bundeswehr

Ja, wunderbar. Wird gerade diskutiert, was man in Mali ohne die Bundeswehr machen würde. Weiß kaum einer, wo dieses Mali liegt: aber die Bundeswehr ist schon mal da. Ich meine mich erinnern zu können, dass wir in Mali sind, um den Franzosen gegen die Tuareg zu helfen. Die Tuareg – einst nette Leute, jetzt Terroristen – kommen mit der französischen Kolonialmacht und der Militärjunta in Mali nicht so klar. Die Nachbarstaaten von Mali kommen mit dieser Junta auch nicht so klar, weshalb die massive Sanktionen gegen Mali ausgesprochen haben. Die Franzosen werden jetzt abziehen, aber die Bundeskrauts sind noch da. Toll, oder? Zusammen mit den Putin-treuen Söldnern der Wagnergruppe, die dort auch der Militärjunta helfen. Kann man sich nicht ausdenken: Putin, Frankreich und wir im Kampf gegen die halbnomadischen Tuareg, die gerne ihren eigenen Staat hätten – und nicht von Putschisten regiert werden wollen. Der Putsch fand übrigens statt, als wir Guten schon vor Ort waren. Hat den gewählten Amtsinhaber nichts genutzt. Wir sind ja auch nur wegen dem Frieden da, hat man den Bürgern erzählt, wir kämpfen da nicht – es waren dann auch alle überrascht, als ein Kampfhubschrauber der Bundeswehr in Mali abgestürzt war. Ob wohl auch alle überrascht sein werden, wenn wir in einen Krieg mit Russland hineingeraten, weil wir jetzt in Ida-Oberstein ukrainische Soldaten an deutschen Panzerhaubitzen ausbilden, damit die russische Soldaten besser töten können? Nun – Russland hatte ja gewarnt: wenn das passiert, dann knallts. Schaun wir mal, ob die ernst machen. Wie ich erklären soll, dass wir in Mali die Militärjunta vor den Tuareg schützen, die lieber ein eigenes Land hätten als das, was die Kolonialmächte ihnen übrig gelassen hatten, erschließt sich mir jedoch noch nicht. Aber wenn wir die Ukraine von den Russen befreit haben, wird die Lage in Mali vielleicht auch klarer.

FACEBOOK (Meta): Meinungsdiktatur, Psychoterror und Willkürurteile nach sowjetischem Modell für eine erstaunliche Zukunft

Dienstag. 10.5.2022. Eifel. Es wird Zeit für eine Stellungnahme. Seit 2014 betreibe ich eine kleine Autorenseite bei Facebook: Der Eifelphilosoph. Über 3500 aktive Abonennten. Bis 2020 ohne jede Beanstandung, wiewohl ich ja gerne mal stark formuliere. Aber es geht ja um die gute alte Gleichung: Thesis, Antitesis – Synthesis – und damit die gelingt, darf die Anfangsthese so stark fomuliert sein wie die Antithese, die ihr entgegensteht. Seit 2020 – genau genommen seit 2021 – änderte sich jedoch das politische Klima bei Facebook: ein zuvor offener Konzern, der Meinungsaustausch und Meinungsvielfalt produzierte, griff immer stärker in den Meinungsaustausch ein. Nun – man gewöhnt sich daran, aber: jetzt ist Schluss. Nachdem ich mich sowieso zu einer kleinen Klausur zurückgezogen hatte, um über die Zukunft des „Eifelphilosophen“ nachzudenken, kamen während der Klausur eine Sperre (die ich gar nicht bemerkte, weil ich ja gar nicht da war) und wieder massive Einschränkungen bei der Reichweite: waren es früher 4-5000, so bleibt man heute im Tausenderbereich. Sowas können die. Damit könnte man leben, wenn … nun ja:  wirklich echte Verstöße gegen die Gemeinschaftsstandards vorgefallen wären, doch: die meisten sind noch gar nicht geprüft – und während andere viele Dutzend Verstöße hatten und nur angemahnt wurden, wird mit seit einem halben Jahr die Totallöschung angedroht. Kümmern wir uns aber erstmal um die beanstandeten Texte:
Der erste Beitrag, bei dem die Meinungsdiktatur griff, war dieser hier:
„27.5.2021
Corona ist vorbei – so gut wie. Die Inzidenz schrumpft wie Butter in der Sonne: wozu jetzt noch Impfrisiken eingehen? Das Problem ist nur: das Zeug wurde gekauft und muss jetzt weg: sonst fallen noch Entsorgungskosten an. Dafür werden wir sicher alle Verständnis haben.
Auch die vielen Mutationen und Varianten verschwinden derzeit aus der Öffentlichkeit – Sonne ist wohl doch besser als jegliche Impfung. Womöglich ist das der Grund, warum Corona in Afrika so schlecht Fuß fassen kann. Ja – da läuft ein kleines Wunder ab: entgegen aller Prognosen der reichen Weißen kommt der kleine schwarze Mann gut durch die Pandemie – auch ohne Impfung. Die Sterblichkeit liegt – laut ntv vom 22.5.2021 – 20-25 mal niedriger als bei uns. Den Grund dafür kennt noch keiner, wer Lust auf Spekulationen hat, kann bei ntv verschiedene Hypothesen nachlesen … der weiße Mann ist halt nicht glücklich, wenn sein Narrativ nicht funktioniert … dabei wäre es doch wichtig, mal zu schauen, ob es nicht wirklich einfach so ist, wie es ist: das Klima hilft besser als jede Impfung.
Aber … wären wir wirklich noch in der Lage zu so viel Selbstkritik?
Können wir uns das überhaupt noch leisten … dass das Virus in diesem Sommer womöglich von allein verschwindet? Wer hätte sich da nicht alles geirrt? Und auch die ungeliebten Maßnahmen könnten dann weg – wobei die allerdings als eine Ursache für das afrikanische Wunder gelten könnten.
Ich schätze mal: wir sind dazu nicht in der Lage – weshalb dieses Wunder ja jetzt gerade kleingeredet wird, man munkelt von fürchterlichen Dunkelziffern, falschen Sterberegistern und dunkler Voodoomagie. Das da gerade ein dickes Stück Rassismus in aller Öffentlichkeit aufgeführt wird: wen störts? Wir sagen das N-Wort nicht mehr, aber das der Noger dumm, unfähig, primitiv, einfältig und einfach nur überflüssig ist – das ist unsere Grundüberzeugung, die sich seit vielen Jahrhunderten nicht geändert hat. Und deshalb kann der einfach nicht besser durch die Krise kommen als wir guten, weißen Herrenmenschen.
Aber was soll die Unkerei: freuen wir uns doch einfach mal drüber, dass der Sommer das Virus wieder einmal besiegt hat. Für einen Moment kann man ja sogar hoffen: für immer.
Und gleichzeitig befreien uns die Strahlen der Sonne auch von den Maßnahmen – wie wunderbar.
Oder?“
Sollte angeblich Falschinformationen enthalten, ist aber wie üblich durch das Oder als Diskussionsanreiz über das seltsame Phänomen der plötzlich verschwundenen Seuche zu verstehen: nach meiner Beschwerde wurde der Beitrag wieder hergestellt … die Sperrung blieb aber bestehen: ich konnte Facebook nicht mehr vollschreiben. Wo waren da jetzt Falschinformationen über Corona?
Dann kam der nächste Beitrag: diesmal Hassrede:

„26.6.2021

Drei Tote. Fünf Verletzte. „Allah ist groß“. Man gewöhnt sich dran. Ich nicht. Ich mochte dieses Land, als man noch unbewaffnet aber sich trotzdem sicher fühlend durch die Gassen schleichen konnte. Gut – Morde gab es schon früher. Wer glaubt, der weiße Mann sei ein Unschuldslamm, der irrt. Muss man einfach nur in die Geschichte schauen – oder in die Mordstatistiken. In den USA sind alle Massenmörder weiße Männer. Gruselig, diese Typen.
Es wird ja noch ermittelt, sagt man. Aber im ersten Moment sieht es aus, als hätte der Täter gezielt Frauen angegriffen. Ich finde, man darf wahrnehmen, dass manche junge Männer Frauen nur vollverhüllt kennen – je mehr Allah, desto mehr Hülle. Ich finde auch, dass man kulturelle Unterschiede wahrnehmen darf: da gibt es Kulturen, die schneiden Körperteile und Köpfe ab, gerne auch öffentlich – und es gibt Kulturen, die haben das lange hinter sich. Und ich finde, dass letztere das Recht haben müssen zu sagen: das wollen wir nicht mehr. Das Kritik am Abschneiden von Köpfen und Körperteilen jetzt politisch „rechts“ sein soll, wäre mir neu: eigentlich war größere Humanität immer „links“ eingeordnet – aber vielleicht ist das heute anders, wenn man nur ordentlich und stramm durchgendert.
Ich finde sogar, dass man andere fürs Köpfe und Hände abschneiden kritisieren darf, selbst wenn die das in ihrem eigenen Land machen. Brutale Babarei wird nicht erträglicher, nur weils der Ölscheich bei sich zuhause macht. Seltsamerweise … investiert da kein Milliardär in Menschenrechte, noch marschieren dort die Amerikaner ein.
Lese ich dann, dass der Täter psychisch krank war und schon auffällig wegen seiner Aggressionen, bleibt mir etwas die Luft weg: da haben wohl viele Augen großmütig über die Auffälligkeiten hinweggeschaut – was jetzt Menschenleben gekostet hat.
Darum mal eine Anmerkung: es ist sehr schwer für junge Männer aus Allahs Reich, die Kleiderordnung der Frauen im Westen zu verstehen – zumal Frauen in ihren Heimatländern meist ähnlich wie Vieh behandelt werden dürfen. Das Frauen eine eigene Sexualität leben und damit spielen dürfen, ist ihnen völlig fremd und überfordert sie schnell – wenn Frau ihnen nicht sofort zu Willen ist. Das bringt dann Stress für das Gehirn mit sich … und der macht krank. Habe ich jedenfalls so bei Psychoanalytikern gelernt.
Wann darf das mal Allgemeinwissen werden – und Folgen haben? Ich fände es nicht verwerflich, darüber nachzudenken, analog zu einer Entnazifizierung eine Entislamisiserung bei Übertritt über die Landesgrenze zu fordern und den Reisenden, Gästen oder Neubürgern klar aufzuzeigen, welche Grenzen das Grundgesetz den eigenen Wahnideen setzt.
Alternativ dazu könnte man drüber nachdenken, die Bundesbürger zu bewaffnen – damit nicht nur die anderen immer Messer haben.
Ich weiß: das ist gedanklich schwere Kost. Einfacher ist es, alle Menschen zu Heiligen zu erklären, die man einfach nur liebhaben kann. Wäre mir auch lieb. Aber ich möchte gleichzeitig auch auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland keinen einzigen Allah-Toten mehr haben. Ich finde: die braucht man nicht. Oder? Kenne übrigens auch nette Muslime. Kannte die früher sogar als äußerst friedfertig. Aber seit einige Zeit gibt es erkennbar neue Modelle, die mir nicht so gefallen – und dieser neue Islam kann auch nicht zu Deutschland gehören, weil er in vielfältiger Form die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte ignoriert – vor allem bei Frauen und Homosexuellen. Oder irre ich da jetzt total – vor lauter Entsetzen über die bestialischen willkürlichen Morde?“
Klar, war drastisch formuliert. Aber: nach meinem Protest wurde er wieder hergestellt. War ja keine Hassrede. Wäre ja auch noch schöner, wenn Facebook offen Partei ergreift gegen die Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte. Die Sperre jedoch: wurde beibehalten. Wie üblich nur 24 Stunden – wo andere Monate im Nichts verschwinden. Nächster Verstoß:
„20.10.2022
Reicht jetzt langsam, oder? Die Lügen. Die Asozialität. Die Menschenfeindlichkeit. Lügen? Ja – die Seuche bringt keine Millionen um. Eine schlimme Grippe, ja – aber schon die ersten Mutationen sind harmloser. Dafür ist die gute Spritze nicht so harmlos wie versprochen. Wirkt nicht, bringt aber Leute um – und saugt die Kassen leer. Keinen kümmerts. Schlimmer aber noch die Menschenhatz: 2 G im Einzelhandel in Hessen. Wer sich nicht spritzen läßt, soll auch nicht essen. Faschistische Erziehungsmethoden im Bundesgebiet. In Baden-Würtemberg diskutieren die ähnliches für Arztpraxen: wie asozial will diese Bande eigentlich noch werden?
Wer nicht sofort gehorcht, wird enteignet? Über Testgebühren?
Und nebenbei verdoppelt man die Bußgelder für Temposünder. Wir habens ja.
Blöd nur: die Geschäfte machen nicht mit. Diesmal stellt sich das Volk vor jene, die von der Regierung verfolgt werden: schön zu sehen, dass der Unterricht über die NS-Zeit außerhalb der Lumpenelite doch zu Erkenntnisgewinnen geführt hat.
Ob denen eigentlich klar ist, wie kaputt das Land ist? Wie zerrütettet? Wer NTV schaut, wird da besser mit der Gegenwart klar: eine tiefenpsychologische Studie des Kölner Rheingoldinstitutes, veröffentlicht bei ntv am 14.10 enthält unter anderem folgende Erkenntnis:
61 Prozent stimmen der Studie zufolge dem Satz zu „Deutschland steht vor einem Niedergang“
61 Prozent wissen, dass dieses Land am Ende ist. Trotz Corona ist die Zahl der Millionäre nochmal gestiegen: auf 1,5 Millionen. Einige sind durch Maskendeals auf Kosten der Allgemeinheit reich geworden. 1,5 Millionen Millionäre in einem 80 Millionen Volk – soviel Parasitenexistenzen kann keine Gemeinschaft tragen, und die Geschwüre wachsen immer weiter. Ja – was meint man denn, welchen Nutzen diese Gesellen haben außer Geld saugen? Bringen die den Müll weg? Pflegen die die alten, kranken oder noch kleinen Menschen? Halten die die Inflation niedrig, den Spritz billig, den Strom bezahlbar? NEIN – genau das Gegenteil ist der Fall.
Und während oben in Champagner gebadet wird, sitzen 61 Prozent in der Falle – und wissen das. Und die oben wissen, dass wir das wissen – und deshalb muss der neue Jude her, der an allem Elend Schuld ist.
61 Prozent warten nur auf jene, die ihnen Hoffnung machen, die versprechen, den Saustall aufzuräumen und auszumisten.
Ist eigentlich jedem jetzt klar, auf welchem Pulverfass wir sitzen? Und jede Geldentwertung, jedes gierige, geldgeile Drehen an der Preissschraube bringt mehr Menschen dazu, sich aus der Gemeinschaft zu verabschieden.
Irre, dass in Berlin schon Wohnungen verkauft werden, wo man seinen Sportwagen mit in die Wohnung nehmen kann: bald wird man auch diese Geschosse nicht mehr ruhig draußen stehen lassen können. Wir steuern auf französische Verhältnisse zu, wo die Straßen brennen. Und – das zeigt ja die tiefenpsychologische Studie: die Mehrheit weiß das. Und hilft deshalb jenen, die dem Staat widerstehen, dabei sogar die böse Seuche riskieren – also ihr Leben als Pfand einsetzen. So kann man eine im Spiegel erschienene Studie werten, die besagt, dass „Trotz“ inzwischen eine Hauptursache für die Verweigerung der guten Spritze ist. Was die nicht sagen: das ist auch gut so.
Es reicht.
Oder interpretiere ich da zuviel in die Weisheiten der Tiefenpsychologie? Oder sehe zuviel Breitbandversagen im Regierungshandeln?
Noch – so die Studie – ziehen sich die Leute ins Privatleben zurück, wählen die innere Emigration. Aber die – wird bald unbezahlbar. Die süchtige Gier nach Mammon kenne keine Grenzen mehr – oder?
Bin gespannt auf Eure Meinungen.“
Verbreitet angeblich falsche Aussagen zu Covid 19. Wird jedoch noch überprüft, nachdem ich wiedersprochen hatte. 8 Monate schon – ohne Ergebnis. Scheint Facebook zu überfordern. Aber trotzdem: eine Sperre und: Drohungen bezüglich Schließung des gesamten Kontos. Nächster Verstoß:
„24.10.2021
Lese ja gerade ein verbotenes Buch. Also – ich dachte jedenfalls: sowas wäre verboten. Ist von einem Franzosen, bin darauf gekommen, weil der eine Biografie eines meiner Lieblingsvisionäre geschrieben hat, an dessen Werk ich mehr und mehr interessiert bin.
Das Buch hat einen seltsamen Hintergrund: es heißt „Unterwerfung“ und beschreibt die Machtübernahme des Islam in Frankreich. Wie gesagt: ich bin überrascht, dass sowas gedruckt werden darf – in Deutschland. Bislang wird doch jede Kritik am Islam radikal verfolgt, oder?
Oder gibt es jetzt inzwischen kritische Geister, die sich mal Gedanken darüber machen, wie das denn alles enden soll mit dem Religionskrieg gegen die Ungläubigen – zu denen wir alle gehören?
Es scheint mir wirklich ein krudes Element unseres Zeitgeistes zu sein, dass wir Faschismus überall fürchten und verfolgen – aber wenn er im Gewande einer Religion kommt, dann schenken wir ihm Teddybären.
Darf man daran denken, dass wir womöglich in dreissig Jahren ein muslimisches Land sind? Nun – ich bin da nicht mehr da, aber mir graut trotzdem davor, wenn die Kopfabhackerbande dann auch hier hacken darf.
Womöglich wird die Kritik auch immer falsch ausgesprochen – schnell hat man ja – wenn es nur irgendwie gegen Ausländer geht – ganz unangenehme Gesellen an seiner Seite: und damit meine ich nicht nur die CDU.
Häufig macht sich Kritik am Islam eben genau daran fest: die Leute importieren das aus dem Ausland, inklusive den Gläubigen. Oder es geht gegen den Islam selbst, einer Weltreligion, die vielerorts lange Zeit sehr friedlich war – und auch so wahrgenommen wurde, Friedliche Menschen, die so eng mit Gott verbunden sind, dass sie mehrmals am Tag alles stehen und liegen lassen und beten – kann es ein schöneres Bild von Frieden geben?
Ich spreche lieber von einem Kult, der aus der Wüste kommt. Und verurteilenswert an ihm ist nicht, dass Ausländer ihn mitbringen oder er irgendwie unter der Flagge des Islam fährt, sondern dass er direkt als Feind der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte anzusehen ist: wir hacken hier Dieben nicht die Hand ab. Auch nicht, wenn die Milliarden abgegriffen haben – und das hat einen guten Grund. Untreue Frauen werden auch nicht mehr gesteinigt, verdächtigte Mörder nicht mehr geköpft. Auch wenn Arabien im Mittelalter mal weiter war als der Westen: das ist lange vorbei. Wir haben uns weiterentwickelt.
Gerne wird auch mit dem Begriff „Asyl“ gespielt. Das Aslyrecht ist heilig – war es schon laut Edda bei den alten Germanen. Kann also schon mal kein echter Deutscher sein, da so argumentiert. Und es ist auch wichtig: wir sollten als Menschen schon jene retten, die in diabolischen Kulten gefangen sind – und da muss Hautfarbe und Religion egal sein.
Aber gegen die Eroberung durch einen mittelalterlichen Kult müssen sich alle wehren, die wissen, warum wir die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte erfunden haben – und viele Millionen Tote waren nötig, um die Menschheit zu dieser Erklärung zu bringen. Da ist auch Nationalität oder Hautfarbe egal: wenn ein deutscher Katholik auf einmal anfangen würde, die Inqusition wieder aufleben zu lassen, gäbe es die gleiche Pflicht, diese Erklärung zu verteidigen.
Und das Deutschland da ganz besonders gründlich drüber nachdenken darf, ob es wirklich wieder einen neuen Antisemitismus auf deutschen Boden haben möchte – diesmal mit arabischem Akzent – sollte selbstverständlich sein … und darf auch mal Denksportaufgabe für jene Linke sein, für die jeder Ausländer ein Retter des Abendlandes ist … weshalb sie am liebsten die ganze Welt aufnehmen würden wollen.
Aber womöglich lebe ich zu sehr hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen und irre da, was die Kritik an dunklen Wüstenkulten angeht. Mir jedenfalls kommt es bei einigen Berichten aus dem Morgenlande so vor, als hätte jener Herr der Wüste, der einst Jesus versuchte, sich endlich einen eigenen Kult geschaffen: einen grausamen, brutalen, entmenschlichten Kult.
Und den möchte ich nicht hier haben, selbst wenn es nur Biodeutsche wären, die ihn leben möchten.
Aber ich lese jetzt erstmal weiter. Nur – wie ich Houellebecq kenne, wird das nicht gut enden. Soll übrigens der beste Schriftsteller des Westens sein. Kannte ihn gar nicht, lese ja sonst auch keine Romane.
Oder sollte ich das jetzt lieber nicht weiterlesen, weil …. nun ja: wir schon jetzt soweit sind wie er in dem Buch und jede Kritik an dem dunklen Kult meiden … aus Angst vor Schlägerbanden, die uns grausam ins Jenseits befördern?
Nein, kann ja nicht sein: sonst wäre sein Buch ja nicht veröffentlich worden. Dann noch auf deutsch.“
Angeblich Hassrede – wird aber noch überprüft. Bislang ohne Ergebnis. Das langsam der Verdacht kommt, dass Facebook doch einen weltweit mordenen Kult schonen möchte, scheint mir verständlich. Wie sehen eigentlich die Verbindungen von Zuckerberg zu den Saudis aus? Immerhin sind die ja die Quelle der üblen Saat – mit ihrer Frauenunterdrückung, ihren Sklavinnen und ihren brutalen Hinrichtungen. Aber vielleicht gefällt sowas ja in den USA. Nächster Verstoß:
„24.11.2021
Heute wird wieder „wir-werden-alle-sterben“ in den Nachrichten gespielt. Wieder werden jene an den Pranger gestellt, die bei der guten Spritze wie bei der bösen Seuche Vorsicht den Vorrang geben – anstelle von Panik, Hysterie oder blindem Glauben. Geht doch schon lange nicht mehr um die böse Seuche – die tötet deutlich weniger als noch zu früheren Zeiten. Es geht um Gehorsam, Linientreue, Manipulierbarkeit – und Glauben an die großen Führer.
Wäre Vernunft unser Maßstab des Urteilens: wir würden wahrnehmen, dass trotz 66000 Neuinfektionen am Tag die Zahl der Toten anstatt bei 165 im Schnitt (wie im Januar) nur noch bei 26 liegt (heute): und das kann ja nicht an der Impfung liegen, weil wir ja die Pandemie der Ungeimpften haben – so einen Schwachsinn kann man sich nicht ausdenken. Wir würden auch wahrnehmen, dass trotz 70-prozentiger Spritzquote die Neuinfektionen durch die Decke gehen, obwohl laut Ärztezeitung vom 21.10.2021 auch ein Schutz gegen die Mutanten gegeben ist.
Aber all das wird ignoriert zugunsten eines Narrativs, das nur noch durch religiöse Gefühle am Leben gehalten werden kann – und durch rechtsradikale Methoden wie die Dauerpräsentation eines Sündenbocks.
Was wird man erzählen, wenn 100 Prozent gespritzt sind – die siebte Welle aber noch stärker ausfällt? Wir müssen halt täglich spritzen, damit überhaupt irgendeine Wirkung erkennbar ist? Also: meine Tollwutspritze wirkt da besser, die gegen Kinderlähmung auch – ähnlich erbärmllich waren nur die gegen Grippe.
Jetzt haben wir ein absolut alarmierendes Phänomen: wir haben eine Übersterblichkeit, die nicht an Corona liegt (wir berichteten). Weitere Untersuchungen haben nahegelegt, dass sie mit der Spritzquote korrelieren – für alle Spritzen liegen Rote-Hand-Briefe vor, die tödliche Nebenwirkungen beschreiben: aber bei uns heißt es – wenn etwas fliegt wie eine Ente, quackt wie eine Ente, läuft wie eine Ente … dann ist das ein Backstein.
Ich merke das auch hier: die Debattenkultur läßt nach, wird zu einem Austausch von Glaubensätzen. „Ich bin gespritzt – mir ist nichts passiert“. Nun – ich habe auch schon mal eine Zigarette geraucht und lebe noch: trotzdem wäre ich skeptisch, wenn der Staat eine Rauchpflicht einführen würde – der Qualm (nicht das Nikotin) ist halt ungesund wie Autoabgase.
Ich weiß, dass manche genervt sind von dem Thema. Kann es auch nicht mehr hören – aber gerade entscheidet sich halt unsere politische Zukunft für die nächsten hundert Jahre: Ungepiekste sind die aktuellen Minderleister – sie liefern zu wenig Gehorsamkeit. Und viele viele – viel zu viele Stimmen in den Medien versuchen gerade, den Zorn der Gepieksten heraufzubeschwören – so wie einst gegen die Arbeitslosen. Geben wir hier dem Mob des religiösen Wahns nach, war es das mit der Demokratie für die nächsten tausend Jahre und wir kriegen was anderes dafür.
Wird vielleicht mal Zeit dafür daran zu erinnern, dass alle Menschen auf die eine oder andere Art zu Minderheiten gehören – je nach Sichtweise kann man jeden zu einer Minderheit machen. Und darum ist Minderheitenschutz von Alten, Kranken, Schwachen, Rauchern, Ungespritzten, geistig Behinderten, Juden, Armen, Arbeitslosen so existentiell wichtig … für den Überlebenskampf gegen die Räuber.
Und jetzt hätte ich gerne mal von den Spritzmeistern eine Antwort auf die Frage, was so eine große Übersterblichkeit im Lande produziert – wenn es nicht die böse Seuche ist? Und nein: die Zahlen kommen nicht von den Querdenkern: sie kommen von Statista vom 18.11.2021, Zitat:
„Da die Zahl der Corona-Toten im Jahresverlauf zurückgegangen ist, dürften für die erhöhte Sterblichkeit der letzten Monate aber andere Faktoren ausschlaggebend sein.“
Also: woran liegt es?
(PS: für die Gefühle der Gespritzten habe ich jedoch völliges Verständnis: hätte ich das Zeug in mir – ich würde auch zu Glauben neigen. Und zum Beten.)“
Verdacht auf Covid-Falschinformationen. Wird noch überprüft. Bislang – Mai 2022 – ohne Ergebnis, außer: die Sperre wurde durchgezogen, die Reichweite heruntergeschraubt, die Löschandrohungen erschienen täglich auf dem Bildschirm. Nächster angebliche Verstoß gegen die Gemeinschaftsregeln:
„5.1.2022
Was ich gerade mache, will der Herr Zuckerberg wissen. Nun ja – ich mache mir Sorgen. Obwohl ich ja im März schon tot bin – wegen ungepiekst – kommt jetzt der Herr Drosten auch noch und macht mir zusätzlich richtig viel Angst. Omikron hat zwar – laut Spiegel – einen deutlich milderen Verlauf, aber für mich wird es jetzt richtig gefährlich.
Ich frage mich: wenn ich sowieso im März gestorben bin, was soll ich denn dann noch fürchten? Etwa, dass ich gesund sterbe? Genau das möchte ich ja vermeiden, weshalb ich genetische und/oder pharmazeutische Eingriffe in meinen Körper weiterhin untersage – weil die mir maximal unheimlich sind. Viel unheimlicher als ein Virus. Noch unheimlicher wäre mir aber ein Staat, der solche Eingriffe zur Pflicht macht – wo kommen wir denn da hin?
Wenn es jetzt richtig gefährlich wird … wie war es dann eigentlich vorher? Falsch gefährlich? Richtig ungefährlich? Oder … nur ein bischen gefährlich? Ist es nicht vielleicht ein wenig verständlich, dass ganz viele Menschen inzwischen abschalten, wenn die Paniktrompeten wieder ertönen?
Gibt ja jetzt auch einen Fake-Impfgegnerangriff, t-online berichtet davon. Angeblich wurden einer Krankenschwester von Impfgegnern die Reifen zerstochen: hört sich stark an, war aber gelogen. Soweit sind wir schon: Sender Gleiwitz an der Impffront. Was kommt demnächst? Wie wird die Stimmung noch weiter aufgeheizt?
Ob sich ein Herr Drosten vorstellen kann, dass man die Nase so voll hat von dem Corona-Theater, dass man ganz bewusst nicht mehr in diesem Land leben will, dass Tag für Tag neue Horrorseiten an sich präsentiert – und sich lieber dem Virus ausliefert als einer selbstverliebten Blase, die jetzt ihre Pharmahelden auf Geldscheinen drucken will – obwohl deren Wunderstoffe nicht ganz so dolle funktionieren (weshalb manche jetzt Abos anbieten) und auch nicht ganz so nebenwirkungsarm sind wie versprochen?
Also – ich kenne Leute, deren Fähigkeit, Wahnsinn zu ertragen, nicht ganz so ausgeprägt ist. Kann da schon mal zu verständlichen Kurzschlusshandlungen kommen. Oder?“
Angebliche Falschinformationen zu Covid-19 – welche, wird noch geprüft. Womöglich wollte man warten, ob ich nicht doch im März sterbe – wie von den Ministern angekündigt. Gleichsam gab es wieder Sperren und Drohungen. Für einen Autor von ca. 2000 Kommentaren seit 2014 und entsprechend vielen Naturfotos schon bedrohlich, dieses Spielen mit dem kompletten Auslöschen einer virtuellen Existenz. Dann war eine Zeit lang Ruhe – bis Vorgestern:
„6.5.2022
Russische Soldaten vergewaltigen! Ja – so lauten die Schlagzeilen. Wie der Spiegel aus in der Regel phantasievollen Quellen erfahren haben will, sogar Jungen und Männer! Was schließen wir daraus? Die Russen sind nicht nur brutal, hinterhältig und gemein sondern auch alle schwul. Wusste gar nicht, dass das noch ein „Un-„Merkmal ist, aber im Krieg greift man wohl zu allem. Die Zahl der vergewaltigten Frauen in der Ukraine soll steigen – konkrete Zahlen hat aber noch niemand, dafür ist der Buschfunk hochaktiv, die Vermutungen schießen ins Kraut wie noch nie – womöglich sind hunderte Frauen betroffen.
Ich habe da konkrete Zahlen. 8000 Frauen pro Jahr werden in der Bundesrepublik vergewaltigt und zeigen die Tat an. Laut „Frauen gegen Gewalt“ kommen da nochmal 72000 vergewaltigte Frauen obendrauf, die die Tat nicht anzeigen. Warum nicht? Nun – um sich zusätzliche Demütigungen vor Gericht zu ersparen – immerhin wird nur einer von zehn Tätern verurteilt. 80 000 Vergewaltigungen im Jahr – in unserem eigenen Land. Welcher Krieg tobt gerade hier? Viele Frauen verschweigen die Vergewaltigung sogar im eigenen Umfeld, um sich die doofen Fragen zu ersparen, wie die, wie man denn gekleidet war oder ob man dem Mann schöne Augen gemacht hat. Ja – das „Bordell Europas“ (Die „Welt“ über Deutschland) bietet Gratissex für Gewalttäter. Aber wenn man nur den Verdacht hat, dass der Russe das auch machen würde … oh: dann sind sie außer sich vor Zorn, die feinen Herren.
Wie wäre es, wir kehren zuerst mal vor unserer eigenen Tür, bevor wir mit dem Finger auf andere zeigen? Und mir scheint: vor unserer so sauberen, veganen, umweltschützenden, energiesparenden Tür ist ein Riesenhaufen Dreck. Laut Tagesschau vom 07.11.2021 haben sich die Fälle von Kinderpornographie in Deutschland in dem Jahr verdoppelt. Ja, richtig: verdoppelt. Der Gebrauch von Kinderpornographie bei russischen Soldaten ist bislang nicht bekannt. Vielleicht sind die da auch gar nicht so krank? Aber dafür braucht man ja immer so einen richtigen Feind: um von sich selber abzulenken. Schützt nur weder Frauen noch Kinder, diese Ablenkerei – oder?“
Da kann sich selber jeder mal ein Bild von machen: ist das jetzt Hassrede? Oder will Facebook hier die Vergewaltigungen von jährlich 80000 Frauen in Deutschland schön reden? Kinderpornographie schützen? Ist jetzt alles Hassrede, was Missstände anprangert? Dann kommen wir in eine schöne neue Welt, in der Regierungen und Konzerne gar keine Fehler mehr machen, alle Produkte wunderbar funktionieren und alles immer und überall den richtigen Preis hat. Eine erstaunliche Zukunft, die richtige Meinungen detalliert vorschreibt – oder besser noch: das Gespräch über Themenfelder radikaler Islam, Corona und Vergewaltigung von vornherein durch brutale Löschpraxis untersagt. Man macht sich gleich mit dem, was man schützt – schon mal gehört? Meine augenblickliche Strafe: die Reichweite wurde herabgesetzt, ich darf an keinem Gruppengeschehen teilnehmen (was immer das sein darf) – für 56 Tage. Ich selbst aber verlängere diese Strafe und werde: gar nicht mehr schreiben. Einfach weil das ein Geschäftsgebahren ist, das ich nicht unterstützen kann – und immerhin lebt Zuckerberg nur durch Leute wie uns, die seine Seiten vollschreiben – und ich habe seine Seiten sehr voll geschrieben. Was man hier erlebt, ist eine Meinungsdiktatur, die durch reine Herrschaftswillkür keinerlei Planungssicherheit bietet – aber das ist womöglich noch der Blödheit der Zensoren geschuldet – der Psychoterror, das brutale Spiel mit der Auslöschung einer mühevoll aufgebauten virtuellen Existenz jedoch: das ist kein Kinderkram. Das erinnert an stalinistische Zeiten – oder schlimmeres. Und das darf und kann man einfach nicht ewig mitmachen – oder?

Und ich kenne selbst schon einige ausgelöschte Existenzen, deren umfangreiche Arbeit ohne Vorwarnung komplett ausgelöscht wurde – wobei Facebook sich die Texte, Bilder und Gedanken einfach mal so eingesteckt hat. Auch für die wollte ich endlich mal ein offenes Wort verlieren. Und ob ich wirklich so sehr gegen Gemeinschaftsstandards verstoßen habe – nun ja: das kann nun jeder selbst beurteilen. Feedback dazu bitte an: Eifelphilosoph@nachrichtenspiegel-online.de.

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