Alltagsterror

Mensch, Schauspieler!

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Die Reaktionen auf die Schauspieler-Aktion #allesdichtmachen zeigen, dass die Medien als eingeschworener Kampfverbund zur Unterstützung der Corona-Maßnahmen agieren.

Ein Standpunkt von Toralf Laibtzsch.

Etwa fünfzig Schauspieler sorgen seit einigen Tagen für Aufregung. Sie haben es gewagt, sich zur größten Krise der Nachkriegszeit zu äußern und nicht mehr nur Schauspieler, sondern auch Menschen zu sein. Am Tag der Verkündung der Bundesnotfallbremse schalteten sie in einer wohl über Monate geplanten konzertierten Aktion kurze Videos über ihre Meinung zum Pandemie-Geschehen. Unter verschiedenen Hashtags wie #niewiederaufmachen, #lockdownfürimmer und #allesdichtmachen finden sich beißend-kritische Stimmen, die auf die Absurdität unseres Alltags seit mehr als einem Jahr hinweisen. Die Reaktion darauf ist prompt und heftig.

Gotteslästerung

Prominente glauben zuweilen und mit Recht, dass sie größere Freiheiten und mehr Einfluss haben, egal, was sie tun und sagen. Sie haben eine große Schar an Fans und Followern, manche so treu ergeben, dass sie wie Jünger überall hin folgen. Ja, Prominente können in der Tat etwas bewegen. Und gerade in Zeiten wie diesen erwartet man auch von ihnen, dass sie sich äußern und Richtung geben. Nur eben bitte richtig.

Sonst kann es heikel werden, ganz heikel. Es kann Aufträge kosten, es kann die Karriere beeinträchtigen, vielleicht beenden. Auch Prominente können auf dem Altar der Pandemie geopfert werden, wenn sie ins falsche Horn blasen. Corona frisst auch Promis wie einst die Revolution ihre Kinder…



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