Gesundheit

Blaupause für die Barbarei

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Lesenswertes Szenario von Bastian Friedrich in Nachdenkseiten:

„Unser historisches Gedächtnis scheint zu kurz zu sein. Deutsche Wissenschaftler haben vieles Großes in der Vergangenheit geleistet. Und sie haben ebenso oft eine schändliche Rolle gespielt. Deutsche Wissenschaftler waren es, die die Rassentheorie biologisch begründeten und den Arier als überlegenes Menschenwesen festlegten. Es waren deutsche Wissenschaftler, die eine Konstruktion wie die Gaskammer ermöglichten. Es waren deutsche Wissenschaftler, die der Atombombe den Weg ebneten. Alles im Namen der Wissenschaft, jede ethische Verantwortung ihrer Erfindungen von sich weisend. Sie seien eben Wissenschaftler und keine Politiker oder gar Ethiker. Die Geschichte der Wissenschaft ist aber ebenso wenig einseitig glorreich wie die politische Geschichte. Wissenschaft wurde schon für vieles missbraucht. Wissenschaft taugt per se nicht zur Heilslehre, auch wenn man heute den Eindruck gewinnt, dass sie genau das sei. Eine Religion. Wer Wissenschaft sagt, hat immer recht.

Nun haben wir es wieder mit einem wissenschaftlichen Konzept deutscher Wissenschaftler zu tun, welches gänzlich unkritisch medial angenommen wird, weil es ja Wissenschaft ist. Und die ist prinzipiell gut.“

(…)

„Europa. Alle Grenzen nach außen sind dicht. Abgeschottet vom Rest der Welt. Inmitten Europas die einzelnen Staaten, eingeteilt in Zonen. Rote und grüne. Ebenso eingeteilt sind Bundesstaaten, Provinzen, Landkreise und Städte innerhalb der Staaten.

Grün steht für: Sicherheit und Gesundheit. Hier lässt es sich momentan gut leben. Man genießt sogar die ein oder andere individuelle Freiheit. So darf man sich hier ohne Gewissensbisse mit mehreren Freunden treffen oder ins Theater gehen oder ins Kino oder gar einen Kindergeburtstag mit mehr als zehn Personen feiern. Doch Masken, Abstände zu nicht notwendigen Kontakten, Zugangsbeschränkungen und andere Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus COVID-19 müssen nach wie vor eingehalten werden. Denn die Farbe grün bedeutet zwar, dass man in einem paradiesischen Gebiet lebt, in dem die 7-Tage-Inzidenz maximal 10 pro 100.000 Einwohner beträgt. Doch die höllische Gefahr lauert nach wie vor an jeder Ecke. Sie droht den paradiesischen Zustand von einen auf den anderen Moment zu beenden. Nachbarstaaten, Nachbarländer, Nachbarlandkreise oder Nachbarstädte, welche rot eingefärbt sind, bedrohen den Frieden und die Sicherheit der grünen Zonen. Wegen ihnen könnten alle kleinen, wiedererrungenen Freiheiten zunichte gemacht werden. Die Farbe grün könnte somit ganz schnell wieder auf rot wechseln: Katastrophenfall.

Rot. Das bedeutet gefährlich, feindlich, unbedingt zu meiden. Wer in den roten Zonen Europas lebt, der hat versagt. Der war nicht diszipliniert genug. Der hat sich nicht exakt genug an die Anti-COVID-Maßnahmen gehalten und hat daher Leben riskiert. Und getötet. Möglicherweise haben Bewohner jener roten Zonen Feiern abgehalten, sich zu Hause mit mehr als fünf Personen getroffen, die gefährlichen Virenschleudern Kinder im Gepäck. Und dann haben sie womöglich zusammen gefeiert, Spaß gehabt. Sie haben getrunken, sie haben laut geredet (!), gelacht (!!), gesungen (!!!) und sich vor emotionalem Überschwang auch noch umarmt (!!!!), wenn nicht gar miteinander getanzt (!!!!!). Oder sie haben ihre Geschäfte und Lokale regelwidrig geöffnet, weil sie Geld verdienen wollten und mussten. Oder sie waren mit ihren psychisch an der Belastungsgrenze stehenden Kindern rodeln gegangen. Kurz: Sie haben undiszipliniert alle Regeln gebrochen und damit Menschenleben auf dem Gewissen. Ausnahmslos alle. Auch die Kinder. Das muss den kleinen Mördern sofort klargemacht werden. Und das zeigt sich auch an den Infektionszahlen – nicht unbedingt an Todeszahlen. Der Bewohner roter Zonen lebt in Bereichen von über 10 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in 7 Tagen. Und daher leben die Bewohner dieser Zonen nun hermetisch abgeriegelt. Polizei und Militär bewachen Grenzen, egal, ob es sich dabei um Staatsgrenzen oder Stadtgrenzen handelt. Niemand darf von einer roten Zone in eine grüne Zone gelangen. Das wäre der Super-GAU. Dann würden die verseuchten Bewohner der roten Zone ihre Viren, und noch schlimmer, ihre Mutanten der Viren in die gesunden Zonen übertragen. Zu verhindern ist das eben nur durch knallharte Kontrollen aller Straßen. Einkaufstourismus in grüne Zonen muss unterbunden werden. Lieferfahrzeuge und notwendige Pendler müssen sich vor Grenzübertritt mit je zwei Schnelltests, zur Sicherheit, testen lassen. Erst dann dürfen sie passieren und die Roten mit Nahrung und Klopapier versorgen.

Für die Roten heißt es nun: Disziplin. Zur Motivation sich wieder an die Maßnahmen zu halten, dienen ihnen die Grünen mit all ihren kleinen Freiheiten. Wer so leben will wie die Grünen, der muss auch etwas dafür tun. In den Medien wird den Roten daher jeden Abend in schönen Bildern das glückliche und freie Leben der Grünen gezeigt. Zur Motivation. Andersherum sehen die Grünen jeden Abend erschreckende Bilder über das Leben der Roten. Zur Abschreckung.

Also heißt es, der totale Lockdown bricht erneut über die Roten herein. Ausgangssperren, geschlossene Schulen, Geschäfte, Kontaktverbote. Nachbarn sind dazu aufgerufen, illegale Machenschaften ihrer Nachbarn anzuzeigen. Aus Solidarität, sagen sie in den Medien. Es handle sich dabei nicht um denunzieren, sondern um motivieren. Illegale Kindergeburtstage, wie jener in Mittelbiberbach, werden gnadenlos aufgelöst; die Täter verhaftet und in psychologische Behandlung gegeben. Vielleicht verschanzt sich die ein oder andere Familie mit ihren Kindern im Haus. Dann kommt eben das SEK und löst mit Tränengas die Versammlung auf. Anwälte und Richter, welche die verhafteten Täterfamilien verteidigen oder freisprechen wollen, werden ebenfalls in psychologische Behandlung übergeben. Wer an den Maßnahmen zweifelt, ist eine Gefahr. Zu begründen ist dieser Zweifel nur mit psychischen Problemen.“

ganzer Text: https://www.nachdenkseiten.de/?p=70243

Bild: Jacques Prilleau



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