Kolumne

Frauenquote – am Leben vorbei | New York Times – Journalismus oder Fantasy? | 451 Grad

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451° hat heute ein Paket für gelangweilte Gelockdownte zusammengeschnürt. Wir eröffnen euch nämlich neue Job-Chancen in Russland, zeigen euch, was es bei virtuellen Grünen-Parteitagen zu sehen gibt und bereiten euch darauf vor, ein Quotenmensch zu werden.

Wer kennt das nicht: Man sitzt gebeutelt durch Corona zu Hause herum und fragt sich: Was fange ich mit meinem Tag an? Wir von 451° haben die Lösung! Wer sich nämlich wegen der Pandemie jetzt nach einem neuen Job umschauen muss, dem raten wir, die New York Times durchzublättern. Die haben jetzt eine wirklich brisante Stellenausschreibung in den Äther geschossen. Wenn ihr mal so richtig Bock hattet, investigativer Berichterstatter aus Russland zu werden, dann endet diese Motivation vermutlich mit dem Lesen dieser Berufsbeschreibung. Die #NewYorkTimes – oder die CIA selbst – hatten anscheinend noch ein Hühnchen mit Wladimir Putin zu rupfen und beschrieben die Arbeit als Russland-Korrespondent, na sagen wir, als nicht gerade attraktiv. Als Arbeitssuchender bekommt man dann leider eher Lust, ein unterbezahlter Feuerwerkskörperlieferant für Hochöfen zu werden. Da muss nachgebessert werden.

Bewerbungen schreiben kostet Nerven und sorgt meistens für miese Stimmung. Schaut man sich dann noch das virtuelle politische Medienangebot an, steigt die eigene Laune nicht unbedingt. Warum? Na, weil sich Bündnis 90/Die Grünen auf ihrem virtuellen #Parteitag wieder einmal ordentlich schlecht verkauft haben. Annalena Baerbock, Robert Habeck oder Ricarda Lang waren da nur die Kirschen auf der veganen Waldmeistertorte. Viele schlechte Reden und noch schlechtere Kamerafahrten sorgen dafür, dass die Wände während so einer Quarantäne immer näher kommen. Ach, und wer die Aussagen von Katrin Göhring-Eckhardt auf den einschlägigen Medien-Formaten zum Pazifismus noch nicht gehört hat, der hat hier gleich richtig etwas zum Augenverdrehen und Stirnrunzeln.

Wir denken, dass es nun Zeit ist, sich zu stärken. Was gibt es denn heute Leckeres? Ah, Kohlsuppe und einen ordentlichen Löffel weitere schlechte Laune durch Politiker-Irrsinn. Die ehemalige Doktorin Franziska Giffey will #Quotenmenschen erschaffen. Wie die verrückte Professorin – nur ohne den Titel „Professorin“ – erschafft sie in den Laboren des Deutschen Bundestages eine neue Elite für die Chefetagen dieser Welt. Nur zur Verdeutlichung: Eine weibliche Person, die aufgrund von Quotenregelungen eine bestimmte Position einnehmen darf, nennt man Quotenfrau. Das armselige Patriarchat, welches weiterhin niedere Jobs machen soll, bezeichnet man gemeinhin als Quotenmann.

Feministen werden diesen Teil des Textes hassen. Wie dem auch sei: Franziska Giffey bekommt bei ihrem Quoten-Wahnsinn auch noch tatkräftige Unterstützung von der stolzen Quotenfrau Katharina Schulze. Sehr quotesk ist das alles. Penetranz schafft vermutlich eben nicht immer Akzeptanz. Und mit Sicherheit schafft es erst recht nicht, die Langeweile wegzuspülen, die eingesperrt zu Hause herrscht.



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