Alltagsterror

Die zweite Welle – nein: Der Weiße Hai kommt!

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(Pixabay/CC0)

Viele sind ja der Überzeugung, dass die diesjährige Grippewelle besonders milde ausfallen wird. Immerhin würden doch Hygiene und Abstand großgeschrieben wie noch nie. Nach Beratschlagung mit mehreren Ärzten und Psychotherapeuten meines Vertrauens muss ich da leider dagegenhalten: Uns steht eine gesundheitliche Katastrophe ins Haus wie wir sie noch nicht gesehen haben und wie es sich nicht einmal die tollwütigsten Tierärzte und die wirrsten Virologen ausmalen hätten können.

Um es kurz zu halten: Alle diejenigen, die es sich entgegen aller äußeren Fakten nicht aus dem Kopf schlagen lassen wollen, dass wir eine furchtbare Pandemie haben, haben definitiv recht. Es ist sogar eine Pandemie biblischen Ausmaßes, die in ihrer Zerstörungskraft bisherige Menschheitskatastrophen und Kriege womöglich weit übertreffen wird und unserer Zivilisation das Genick brechen könnte. Breite Bevölkerungsschichten haben sich von dieser Pandemie anstecken lassen.

Da bis vor Kurzem verpönter Alarmismus mittlerweile oberste Bürgerpflicht ist, will auch ich mich in meiner Bilderwahl nicht zurückhalten. Gleichwohl verpflichte ich mich, politisch korrekt zu bleiben und niemanden als Schaf zu bezeichnen. Wie sollte man aufgeklärte, fernsehende und maskentragende Bürger auch für Schafe halten, wo sie doch wissen, wo sie auf Winterreifen 10% Rabatt bekommen und wie man via Proxy-Server noch billigere Urlaubsschnäppchen ergattert.

Schafe sind in der Tat womöglich unser geringeres Problem. Wir haben es derzeit mit einem ganz anderen Tierchen zu tun. Ich würde es eher mit einem vielarmigen Kraken vergleichen, der derzeit die Tentakeln nach uns ausstreckt. Oder mit dem bekannten Bild aus „Der weiße Hai“, wo Menschen fröhlich astroturfend an der Oberfläche paddeln und nicht ahnen, dass sich aus der Tiefe ein riesiges Ungeheuer nähert, das bereits sein gezahntes Maul aufgerissen hat und nach Beute lechzt.


(Pixabay/CC0)

Es ist zwar nicht das auf allen Titelseiten prangende Virus, das uns nun den Garaus machen wird, sondern eine unsichtbare, aber nicht minder reale Infektion. Der Großteil der Menschen hat sich mit ihr anstecken lassen und trägt diesen Keim nun in sich: einer irrationalen Angst und zersetzenden Entfremdung. Die Inkubationszeit dieses Keims ist vorbei, die ersten Symptome sind bereits sichtbar und werden sich vermutlich in nicht vorstellbarem Ausmaß steigern.

Die Menschen sind jetzt durcheinandergeschüttelt, ihr durch Stress, Masken und Existenzbedrohung herabgedämpftes Immunsystem macht sie nun anfällig für alles Mögliche. Ärzte berichten von maskenbedingten Lungenerkrankungen, darunter Mykosen (Verpilzung), das sind Krankheitsbilder, die bei normal ernährten Menschen in Europa bisher äußerst selten und nur im Falle extremer Immunschwäche aufgetreten sind. Das Immunsystem ist des Weiteren zuständig bei der Verhinderung von Zelldegeneration. Aus der Psychoneuroimmunologie weiß man, dass eine dem Leben entfremdete Haltung des ängstlichen Rückzugs vielschichtige körperliche Dysfunktionen nach sich zieht.  Es ist daher auch mit einer Zunahme von Krebserkrankungen zu rechnen.

Überhaupt sind die nun schon über ein halbes Jahr andauernden und nach dem Willen unserer Politiker auch nach dem Ende der Pandemie (der Impfung) fortzusetzenden Maßnahmen des „Social Distancing“  in jeder Hinsicht so ziemlich das exakte Gegenteil eines gesunden menschlichen Daseins. Der Mensch braucht, um gesund zu sein, freien Kontakt, freien Atem, freie Bewegung und freie Gedanken. Wer sich den Söder‘schen Maßnahmen fügt, wird in dieser Hinsicht sukzessive verkrüppelt.

Das kommende Desaster

Es sind damit leider die Voraussetzungen gegeben, dass selbst bei an sich gewöhnlichen herbstlichen Atemwegs-/Grippeinfekten alle möglichen Komplikationen und  schwere Verläufe auftreten werden. Und da Raider jetzt bekanntlich Twix heißt (einige Länder haben angekündigt, Influenza diesen Winter nicht mehr mitzuzählen, sondern nur noch Corona), wird klar sein, was schuld ist. Es stehen uns also dramatische gesundheitliche Verhältnisse ins Haus, bei denen sich die Befürworter der Coronapolitik womöglich auf voller Linie bestätigt sehen werden. Die zweite Welle, obwohl es sie eigentlich nicht gäbe, wird nun mit aller medialer und politischer Gewalt herbeigerufen und tatsächlich manifestiert. Wir haben bereits einen Grad an Hysterie erreicht, in dem Kinder, die husten und Erkältungssymptome zeigen, von ihren Mitschülern wie Pestkranke gemobbt werden und Erwachsene beim Anflug von Husten in Panik geraten und daran denken, ihr Testament zu machen.

Doch das gesundheitliche Desaster wäre noch nicht das Allerschlimmste. Eine regelrecht feindselige Atmosphäre hat sich über uns ausgebreitet. Psychische Störungen sind bereits jetzt unübersehbar und könnten demnächst überhand nehmen. Die in stündlichem Nachrichtentakt mit hoher Reichweite in die Köpfe transportierten Ängste, Manipulationen, Falschdarstellungen, Diffamierungen und regelrechten Volksverhetzungen werden ihren unweigerlichen Tribut fordern. Selbst ein kritischer Mensch kann die Masse und Raffinesse der derzeitigen medialen Meinungsmache kaum noch verarbeiten. Nicht wenige Bürger haben sich dieser Art von Meinungsmache ergeben und gehen nun selbst als Denunzianten und Hexenjäger auf die Jagd nach Andersdenkenden. Sie übersehen, dass das hierbei freigesetzte Gemisch aus Hass und Angst, auch wenn es sich in subtile Formen oder Satire kleidet, zuerst auch das eigene Nervensystem passieren muss und krank macht. Niemand kann in so einer feindseligen Atmosphäre auf Dauer gesund bleiben. Vor allem nicht diejenigen, die sich vermeintlich als Jäger verstehen. Diejenigen, die als Opfer dastehen, da sie dem kollektiven Irrsinn inneren oder auch äußeren Widerstand leisten und dafür gemobbt und womöglich sogar geschlagen werden, haben hingegen weitaus bessere Voraussetzungen, gesund zu bleiben. Denn sie haben sich vom Irrsinn nicht anstecken lassen. Viele Aluhutjäger mögen jetzt noch darüber lachen, aber ihnen droht ein irreversibler Dachschaden mit neurodegenerativen Erkrankungen, Depressionen und frühzeitiger Demenz.  Man vergönne ihnen also ruhig noch ein paar Takte Lachen und Schenkelklopfen. Es ist ein unschönes Schicksal, das auf alle jene wartet, die sich aus der Klebefalle des politisch Korrekten nicht befreien können.

Rendering wird Realität

Grafik: E-Gruppe Berlin

Auch die (fiktive, nicht real existierende) Form des Coronavirus, so wie es uns mittels 3D-gerenderter Computergrafiken präsentiert wird, hat etwas eminent Reales: Die hierbei zu sehenden polypenförmigen Ausstülpungen sind tatsächlich das, was der Pathogenese der derzeitigen Volkskrankheit entspricht: Unförmige, krankhafte Ausbeulungen, die nun dazu übergehen, zu platzen und das darin angestaute eitrige Sekret in die Umwelt und auf die Mitmenschen zu verspritzen. Es wird bereits geängstigt, gehatet, gemeldet und diffamiert, was das Zeug hält. Wer von diesem Sekret mit offenem Mund erwischt wird, wird ebenfalls infiziert und wandelt fortan als lauterbachender Superspreader durch die Straßen.

Eine Rückverfolgung dieser Superspreader des Fear Porn findet leider nicht statt und wäre beim derzeitigen Stand der Pandemie auch weitgehend aussichtslos. Der Wahnsinn hat sich bereits über die gesamte Welt verstreut und entfaltet nun eine reißende Eigendynamik, gegen die der letzte Tsunami im indischen Ozean wie ein leises Plätschern erscheint. Wie eine vielarmige Hydra ist er nun kaum noch zu stoppen. Schlägt man unter Aufbietung aller verbliebener Herkulen einen dieser Schlangenköpfe ab, indem man eine Falschdarstellung aufklärt, dann wachsen sogleich sechs neue Köpfe hervor, die umgehend damit beginnen, ihr lähmendes Gift zu verspritzen – freilich auf höchstem Niveau und mit guten & gernen Argumenten. Sollte der scheinbare Kern des wissenschaftlichen Wahnsinns, Drosten, unter der Last der um seinen Hals gehängten Bundesverdienstkreuze und Grimms Märchenpreise – ich meine natürlich: Grimme-Preise –, demnächst zusammenbrechen, dann steht schon am nächsten Tag ein neuer (Her)Mann Meyer auf der Bühne und lässt das Orchester der Alternativlosigkeit weiterspielen.

Keine Meier mehr

Dabei ist das Modell Meier, das uns derzeit unter verschiedenen Namen und Köpfen, die aber eben ausnahmslos alle meier sind, eigentlich ein Auslaufmodell. Heli Deinböck hat diesem Modell bereits einen schönen Abgesang gesungen („Wir brauch’n kaane Meier mehr“). Wenn wir diesen Meierköpfen weiter folgen, werden sie uns auf höchstem akademischem Niveau direkt in den Abgrund führen. Es sind nur noch wenige Schritte, die wir setzen müssen und wir haben ihn erreicht und werden ins Leere treten. Wir werden dann merken, dass es der Gravitationskraft vollkommen einerlei ist, ob wir versuchen, sie wegzulachen und im freien Fall noch ein paar Selfies mit Rezotilo-Smile zu posten. Die Gravitation wird gnadenlos ihr Werk verrichten und mit einer Fallbeschleunigung von exakt 9,81 m/s2 alle diejenigen, die sich ihr hingeben, Richtung Talsohle des Grand Canyon ziehen – die „Dummen“ genauso wie die „Gescheiten“. Wer glaubt, dass ihn die Gravitation verschont, nur weil er ein ausgewiesener Intellektueller ist, dessen diplomierter Verstand ihn bisher immer in luftleeren Höhen schweben hat lassen, hat sich gründlich getäuscht. Die 9,81 m/s2 muss auch er mit seiner Körpermasse multiplizieren, selbst der prechtigste Intellekt bringt bei dieser Rechnung kein Gegengewicht auf die Waage.

Den Schlangenkopf ausbrennen

Um dieser Hydra beizukommen, müsste man eventuell darüber nachdenken, was es mit der Analogie aus der Herkules-Sage an sich hat. Herkules brennt das Haupt der Hydra mit Feuer aus, sodass keine Schlangen mehr nachwachsen können. Damit das niemand missversteht: Das soll natürlich kein Aufruf zur Brandstiftung am RKI sein. Eine solche Brandstiftung würde geradewegs vier neue RKIs und Elfenbeintürme der Drostologie aus dem Boden schießen lassen und obendrein eine Überwachungskamera in jeder Bürgerwohnung. Es muss also ein anderes Feuer sein, mit dem wir der derzeitigen Pandemie des Wahnsinns beikommen.

Und man müsste es als erstes bei sich selbst entzünden. Doch es anzuzünden, kann auch für einen selbst zunächst sehr schmerzhaft sein. Denn im Schein dieses Feuers sieht man plötzlich sehr unangenehme Dinge, z.B. wie sehr man selbst der Lebenslüge zugetan ist und die süße Illusion der bitteren Wahrheit vorzieht. Denkt man sich den Audi, den Doktortitel, das Smart Home und das Smartphone weg, über die man sich in der Welt bewegt, dann ist es oft ein erschütternder Anblick, was dann noch übrigbleibt und wieviel Zeit man von seiner Sanduhr bereits in den Oktoberfestgulli verrinnen hat lassen. Nichts anderes als der Schrecken vor diesem Anblick ist es auch, warum so viele Bürger selbst angesichts der Tatsache, dass ihnen und ihren Kindern nun das Fell über die Ohren gezogen wird, dazu tendieren, die Schlachtung am Sofa zu wählen anstatt sich einen Weg in die Freiheit zu bahnen.

Immerhin lautet das Versprechen: „Deine Schlachtung wird bei Popcorn und Dosenbier vorm Flachbildschirm stattfinden. Du kannst jetzt noch fünf Tage Spaß haben und dir den Bauch vollschlagen. Wenn du hingegen versuchst, zu entkommen, dann ist der Spaß sofort vorbei und du hast die Hunde der Inquisition an den Fersen.“

Jeder Bürger hat diesen Deal vernommen. Ein entsprechendes Vertragsangebot wurde per Einschreiben an jeden Haushalt versandt, jeden Abend gibt‘s dazu einen Reminder der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die Entscheidung liegt nun bei jedem Einzelnen. So wie bei allem im Leben gilt nun auch bei dieser menschheitsgeschichtlichen Wegscheide das Prinzip: In seiner Entscheidung ist der Mensch vollkommen frei. Nur im Tragen der Folgewirkungen seiner Entscheidung dann eben ganz und gar nicht mehr.

 



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