Der Rest

Antifa-Terror … oder was? Faschismus auf dem Vormarsch

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Dienstag, 20.2.2018. Eifel. Ja, ich bin ja froh, dass es die Antifa gibt. Ja – ich kann mich halt noch an die alten Zeiten im Ruhrgebiet erinnern, Ende der siebziger Jahre, wo braune Schlägerkommandos durch die Gassen schlichen und jeden zusammenschlugen, der nicht so aussah, als hätte er in der Hitlerjugend eine Chance auf ein Ehrenabzeichen. Damals kam dann – unterstützt von den damals noch lebenden Kommunisten – tatkräftige Menschen auf die Straße, die dem braunen Terror ein Ende setzen wollten … und letztlich gesetzt haben. Es war auf einmal nicht mehr so risikolos, Behinderte zusammenzuschlagen – das mag der stolze deutsche Nazi nicht. Er mit hundert Mann hinter sich, schwer bewaffnet, ihm gegenüber ein Rollstuhlfahrer jüdischen Glaubens: ja, das ist seine wahre Welt. Aber echter Widerstand? Nein, das hat der Führer nicht gerne – ein Grund, weshalb man ja damals ganz schnell alle umgebracht hat, die Widerstand im Sinn hatten.

Ja – damals. Damals – so lernte ich noch im Geschichtsunterricht – hatten die Kommunisten und Sozialdemokraten 300 000 Mann unter Waffen – mehr als die Reichswehr. Man hätte dem braunen Spuk einiges entgegenzusetzen gehabt … doch man fürchtete den Bürgerkrieg. Der kam dann auch, aber leise – gegen unbewaffnete Zivilisten, Frauen, Kinder, Behinderte. Ich mag auch gar nicht mehr Juden sagen, weil … die Reduktion auf die Mordopfer jüdischen Glaubens minimiert den Schrecken eines Systems, das wesentlich mehr Slawen ermordete als jüdische Mitbürger … und wir sollten uns nicht in Sicherheit wiegen, weil der Antisemitismus aus Deutschland gebannt worden sein soll. Sicher: immer noch kann man als CDU-Mann deutliche Worte sprechen (siehe Zeit):

„Im Januar sagte der Bürgermeister von Korschenbroich, Graf von Spee, während der Etatberatungen in seiner Gemeinde, daß „für den Ausgleich des Haushaltes einige reiche Juden erschlagen werden“ müßten.“

Das Tabu zerbricht – so lautete der Titel jenes Artikels aus dem Jahre 1986 – und in der Tat sah es so aus, als würde sich der braune Geist wieder über Deutschland erheben, hätte nun genug geruht, würde wieder nach Macht und Geltung streben, wieder Lager bauen wollen, in denen „die anderen“ leise beseitigt wurden.

Damals war ich froh darüber, dass es die Antifa gab. Man erinnert sich nicht gerne an die Zeiten, als Helmut Kohl die „geistig-moralische Wende“ beschwor, von der niemand jemals etwas bemerkt hatte – anders als von der Dominanz des „Share-Holder-Value“, die mit einem Schlag alle Firmen im Lande zu tributpflichtigen Vasallen erklärte, die keine sicheren, sauberen, sinnvollen Produkte mehr herstellen wollten, sondern nur noch eins im Sinn hatten: auf Kosten von Arbeitnehmern, Verbrauchern, der Umwelt und der Zukunft unserer Kinder Gewinne machen, koste es, was es wolle. Ja – schauen Sie ruhig skeptisch, aber: dass wir nun Keime in allen Gewässern haben, die gegen alle bekannten Antibiotika resistent sind (siehe Tagesschau), haben wir einer besonderen Art zu denken zu verdanken: einem Denken, dass im Prinzip (aber noch nicht im Detail) faschistoid ist – alles für mich, nichts für die anderen. Diese Keime könnten die Bevölkerung Europas Schaden zufügen wie die schwarze Pest – aber dafür wurde enorm viel Geld eingespart, das die Herren des großen Geldes einkassierten. Ist so ähnlich wie: reiche Juden für den Haushalt erschlagen.

Ebenso ist es mit dem Mikroplastik: früher nur in Flüssen, ist es nun überall auf der Welt (siehe Spektrum):

„Mikroplastik an Land stellt offenbar ein erheblich unterschätztes Problem dar: Die kleinen Kügelchen und Fasern aus Kunststoff sind in Böden und Binnengewässern inzwischen allgegenwärtig. Je nach Umgebung finde sich an Land das 4- bis 23-Fache der in Ozeanen üblichen Menge, schreiben Forscher um Anderson Abel de Souza Machado vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB).“

Ja – ich weiß: Umweltthemen sind langweilig wie die Debatte über Frauenrechte, aber sie trifft den Kern der Aussagen, die früher Antifaschisten vereinte – und höchst wachsam werden ließ: dort herrschte in der Tat die Überzeugung, dass Faschismus der politische Zustand einer kapitalistischen Gesellschaft ist, die in ihren Endzügen liegt … somit wäre es hochaktuell, gerade jetzt besonders wachsam zu sein. Inzwischen bedrohen die Spätfolgen des sterbenden Kapitalismus nicht nur Arme, Schwache und Hilflose, sondern zerstören die Lebensgrundlage der ganzen Menschheit – für Profit, der in Steueroasen nutzlos herumliegt. Was für ein Wahn! Und sozial: sieht es auch nicht besser aus. Die Armut nimmt beständig weiter zu – auf der anderen Seite wachsen irrsinnige Geldhaufen, die sich mit den Tricks der Banken noch ins Unendliche vermehren: wo soll das alles enden? Man wagt nicht drüber nachzudenken, denn: das hat schon der Historiker Götz Aly mit seinen Werken getan und nachgezeichnet, dass die Organisation der Massenvernichtung unter anderem auch ganz einfache, betriebswirtschaftliche Gründe hatte und die Idee der Massenaussiedlung jüdischer Bürger nach Madagaskar verdrängte. Es war einfach nicht mehr genug zu essen für „die da unten“ da (nein: die da oben litten nie), also … zerschredderte man ein paar Millionen von den Armen für die Wohllebe der Reichen (und natürlich für die Rationen der Soldatenfrauen, die man unbedingt bei Laune halten wollte).

Und auch im politischen Bereich macht sich die braune Sprache des Untermenschen langsam breit – eine Vorbereitung für die Entsorgung jener, die viel zu viel sind, mein Freund und Kollege Marigny de Grilleau hat dazu mal einige Aussagen gesammelt – über Ratten jagen, Sterilisierung und Hungertod ist ja schon alles im Gespräch (siehe Marigny de Grilleau).

Man sollte froh sein, dass es die Antifa gibt – bei solchen Zuständen. Tobt der Kapitalismus weiter durch die Gassen, bleibt bald nur noch der Faschismus als politisches System (und da haben schon einige Chief Execution Officers neidisch nach China geschaut, weil man da so schön durchregieren kann. Ist nur leider kommunistisch – aber die Methoden fänd´ der Führer auch toll – jeder Führer).

Die haben ja auch Gutes geleistet – es hatte schon seinen Grund, warum Boris Becker Fan dieser Gruppierungen war (siehe Focus). Sie haben herausgefunden, dass der Attentäter von Henriette Riek Ende der 90´er auf Rudolf Hess Gedenkmärschen war (siehe Spiegel) und wurden wegen ihrer Aufdeckungsarbeit sogar 2016 sogar vom Verfassungsschutz gelobt – die Bewegung, die ihre Ursprünge im Jahre 1923 hat, hat ihren Platz in der Gesellschaft gefunden.

Doch was höre ich heute?

Ich bekam einen Anruf von einem Freund von mir, der mich auf Vorfälle in Hamburg aufmerksam machte. Es gab eine Demonstration: „Merkel muss weg“. Unpolitische Menschen – sich mit einem seltsamen politischem Anliegen, denn: über den „Merkel-muss-weg-Blödsinn“ habe ich mich ja schon mal ausführlich geäußert. Wirkt wie: „Wenn der Jude erstmal draußen ist, ist alles heileheile“, das übliche Sündenbockprinzip, das schon seit Jahrtausenden Menschen das Leben kostet. Aber: das darf man in diesem Land noch sagen – und erst wenn man das nicht mehr darf, wird es kritisch. 50 Leute kamen auf diese Demo (manche meinen, es waren sogar hundert) und forderten: Merkel muss weg.

Was geschah dann?

Die Antifa marschierte auf. Und ich dachte: die gäbe es so gar nicht mehr. Sicher: wenn G 20 Gipfel sind, dann sind sie alle wieder da. Ist ja auch nach alter antifaschistischer Sitte die passende Gelegenheit: die Globalisierung – die als solche in unseren Landen gar nicht mehr hinterfragt werden darf, so als könnte man sie nicht per Gesetz einfach in allen Formen unterbinden – ist der Motor der aktuell laufenden Neofeudalisierungswelle, die Weltheit für Armut, Hunger und Ausbeutung sorgt. Doch auch da – sind sie seltsam, diese Gestalten: durchtrainiert, geübt darin, Autoscheiben einzuschmeißen – was nicht einfach ist, wie mir eine Freundin jüngst mitteilte, die ihre eigenen Autoscheibe mit einem Hammer zerschlagen wollte … dauerte ewig. Anders als bei diesen dunklen Gestalten, die ohne Rucksäcke in militärisch anmutenden Formationen durch die Straßen laufen. Doch wollen wir nicht weiter darüber spekulieren, wer da wirklich durch die Straßen tobte: in Hamburg bei der Demo gegen Merkel stellte sich die Antifa auf die Seite der Globalisierungsfürstin Angela Merkel.

Ich war verdutzt. Es war keine AfD-Demo – es waren eine Hand voll Bürger, die mit der Politik und Person der deutschen Bundeskanzlerin nicht einverstanden waren. Zu einer AfD-Demo wären sicher auch deutlich mehr Menschen gekommen: immerhin liegt die Partei aktuell in den Umfragen bei 16 Prozent, Tendenz – steigend. Ich habe die Menschen gesehen: gibt ja Internet und Videos – nicht gerade der übliche rechtsradikale Mob. Ohne hunderte Polizisten und noch mehr „Antifa“ hätte sich wahrscheinlich niemand drum gekümmert – die wären kaum wahrnehmbar gewesen. Darf man daran erinnern, dass unter Merkel „linksunten-indymedia“ verboten worden war – ein letzter Rest linker Plattformen in Deutschland?

Wer ist denn eigentlich diese Antifa? War die nicht schon lange tot? Jedenfalls … war es das, was ich im Laufe der Zeit so aus den Autonomen Zentren vernahm, in denen ich gelegentlich zu Gast war: die Musik gefällt mir (deutlich besser als die Karnevalsmärsche der Gegenwart), die Leute sind locker und freundlich, kleiden sich öfter mal in schwarz, aber wirken friedlich – und überhaupt nicht sportlich genug, um solche Bilder wie beim G 20 Gipfel zu erzeugen. 2016 habe ich mal eine Frau von der Antifa in Aachen reden hören dürfen, sie meinte aber, sie wäre gar nicht von der Antifa und irgendwie gäbe es so was ja auch gar nicht: womit sie Recht hat: antifaschistische Arbeit speist sich aus unterschiedlichen Quellen: SPD, KPD, MLPD, Gewerkschaften und freie Geister, Kirchenleute und CDU-Aktivisten findet man dort seltener. Was stört also so bei der Merkel-muss-weg-Demo (bei der es nach anderen Aussagen 230 Teilnehmer gab – im Laufe des Marsches schlossen sich noch andere an)?

Und vor allem: was stört so sehr daran, dass man die Initiatorin der Minidemo persönlich angreifen muss, ja, sogar ihr Haus und ihre Kinder angreift? Doch: Reifen wurden zerstochen, Wände beschmiert, das Kinderzimmerfenster eingeschlagen (siehe Mopo). Kennt man, solche Szenen aus dem dritten Reich, wenn es um Juden ging. War es die Antifa? Heißt nicht in gewissen Kreisen heute nicht alles schon Antifa, was nicht irgendwann mal an einer „Rettet-Hess-Demo“ teilgenommen hat? In den USA gilt die „Antifa“ (die – wenn sie überhaupt existiert – gar keine geschlossene Partei ist sondern ein lockeres Bündnis von Menschen, die den Führer nun mal eben nicht lieb haben … was man in diesem Land noch darf) inzwischen schon als eher terroristische Vereinigung (siehe njhomelandsecurity), wobei die unter Antifa eher Anarchisten verstehen – über die nochmal gesondert zu schreiben ist, weil sie ein ganz feines, hochgeistiges und friedliches Völkchen sind, die der urdemokratischen Meinung sind, dass Menschen niemals über Menschen herrschen dürfen … nicht in der Politik, nicht in der Religion, nicht in der Firma – aber das können Sie dann mit ihrem Chef selbst besprechen.

Genau genommen … weiß man gar nichts. Irgendwer erkärt irgendwen zu „Rechten“ … und deren Gegner dann zu „Antifa“. Cooles Spiel. Natürlich: wer eine CDU-Kanzlerin nicht mag, der kann nur „rechts“ sein. Wer Merkel verteidigt, kann nur ausgesprochener Antifaschist sein – womit die G-20-Antifa wohl so eine Anti-Antifa ist, weil sie die von der Antifa geschützte Merkel nicht mögen.

Wird langsam irre, oder?

Ist aber leicht zu erklären – brauche ich nur selbst nicht machen, dass hat schon Markus Günter getan (siehe FAZ: Kampf gegen Rechts: ein Volk von Antifaschisten)

„Wenn es stimmt, was Franz Werfel einst schrieb, dass nämlich neben dem Geschlechtstrieb kein Bedürfnis das Handeln des Menschen so sehr bestimmt wie die Sehnsucht nach moralischer Überlegenheit, dann ist leicht zu verstehen, warum der Kampf gegen Rechts solche Energien freisetzt: Er belohnt den Kämpfer mit einem maßlosen, ja mit dem denkbar größten moralischen Sieg überhaupt. Man stellt sich schließlich – irgendwie, im weitesten Sinne oder so – gegen Hitler und den Holocaust.“

Und das obwohl … es ja Hitler auch nur darum ging: sich (und bis zu einem gewissen Grad die Deutschen) über andere zu stellen. Und die anderen waren irgendwann nur noch Kosten auf zwei Beinen und mussten weg, damit die Bilanz stimmte. Gibt es diesen Trieb der moralischen Überlegenheit, dann ist er der größte Feind der Menschheit, denn: es braucht immer den anderen, der Unterlegen sein muss – da können sie ganz beliebige Namen einsetzen.

„Hinzu kommt, dass Antifaschismus noch nie so billig zu haben war wie heute. Früher konnte er das Leben kosten, heute kostet er nicht mehr als ein Lippenbekenntnis unter Gleichgesinnten – und schon gehört man dazu, zum erlesenen Kreis der Aufrichtigen, Anständigen, Tapferen. Die Kämpfer gegen Rechts bilden den Adelsstand der aufgeklärten Gesellschaft. Oder noch einen Schuss polemischer: Hier findet ein Ablasshandel statt; die moralische Überlegenheit kann man einfach erwerben, indem man dem Kampf gegen Rechts beitritt.“

In meiner Jugend bedeutete Antifaschismus noch handfeste Streitigkeiten mit Menschen, die offen NS-Symbole trugen – doch davon gibt es nicht genug.

„Der Kampf gegen Rechts braucht immer neue Nahrung. Er muss immer neue Objekte finden, die sich für Ableitung und Übertragung eignen – oder eben passend gemacht werden. Da es aber echte Nazis, Rechtsextremisten, Antisemiten und Rassisten nicht in ausreichender Zahl gibt, geraten auch Akteure und Strömungen ins antifaschistische Visier, die sich nur schwer unter den Begriff Rechts bringen lassen. Da verwischen dann schnell mal die Unterschiede zwischen NPD und AfD, da steht der konservative Flügel der CSU unter Faschismusverdacht, und Thilo Sarrazin liegt auf der Linie von Jean-Marie Le Pen. Auf Details kommt es nicht an. Wo antifaschistisch gehobelt wird, fallen sehr grobe Späne.“

Die schwarzen Listen derer, von denen das Land dringend gesäubert werden muss, müssen gefüllt werden. Sie kommen leicht drauf: Merkel zu kritisieren – selbst mit vernünftigen Gründen – reicht aus: sie sind rechtsradikal. So wahnhaft ist diese Zeit schon, in der selbstverliebte Herrenmenschen gerne Untermenschen jagen, der Arier braucht wieder seinen Slawen. Und es wird wirklich wieder völlig absurd in diesem Land, lauschen wir weiter Markus Günter:

„Mitunter nimmt der Wunsch, sich in die Pose des Kämpfers gegen Rechts zu werfen, geradezu pathologische Züge an wie im Fall des im Januar ermordeten Asylbewerbers Khaled Idris Bahray. Der zwanzig Jahre alte Mann aus Eritrea war in Dresden erstochen worden, und weil Dresden die Hauptstadt von Pegida ist, gingen 3000 Menschen ohne jede Kenntnis über Tat und Täter auf die Straße, um „Pegidas erstes Todesopfer“ zu beklagen. Volker Beck von den Grünen erstattete sogar unverzüglich Strafanzeige gegen die Kripo, die er mit den rassistischen Mördern irgendwie im geheimen Bunde wähnte. Auch hielt Beck es für denkbar, wenn nicht gar wahrscheinlich, dass die Polizisten die Spuren der rassistischen Tat verwischt hätten. Als dann ein Landsmann des Mannes den Mord gestand, ließen sich die Demonstranten davon kaum aus dem Tritt bringen und behaupteten trotzig: „Rassismus tötet!““

Und die echte Antifa? Kümmert sich eigentlich um echte Nazis – wie schon immer. Einfach mal bei denen ´reinschauen – hier haben sie gegen die Weiße Wölfe Terrorcrew ermittelt (siehe afnpnds), da kann man sich einfach mal eine Ahnung davon abholen, was wirklich rechts ist – und was wirklich antifa wäre.

Und ich jetzt? Immer noch verwirrt, denn: die Antifa-Frau aus Aachen, die keine Antifa sein wollte aber mit denen mitdemonstrierte, war auch noch bei den Montagsdemos als Redner (die ja auch von „Antifa“ angegriffen wurden), war bei den Linken, den Veganern, der Piratenpartei und wo weiß ich noch alles. Privat ist sie Mitglied eines satanischen Ordens, der immer mehr Anhänger hat – und wohnt in einem feudalen Schloss nahe Berlin, das ihr Freund (auch arm aber superaktiv) gekauft hat. Mit welchem Geld? Will gar nicht weiter nachfragen.

Und weiter – bin ich jetzt „rechts“ oder „antifa“? Also: ganz ehrlich: ich bin überzeugter Antifaschist. Es entsetzt mich zutiefst, dass die deutsche Gesellschaft mit ihren Dichtern und Denkern so schwach war, dass sie gegen die Invasion der Wahnhaften nichts entgegen zu setzen hatte, und mehr denn je bin ich überzeugt, dass sich das wiederholen kann -und wiederholen wird. Ohne NS-Symbolik – auf die sich die echte Antifa so gerne stürzt. Und mehr als alles andere entsetzt es mich, dass wir Menschen verlernen, miteinander zu reden – und überall nur noch „Rechte“ oder „Antifa“ sehen. Und dass die Rechten nach 12 Jahren CDU-Regierung unter Merkel die größte Gefahr in den „links-grün-versifften Gutmenschen“ sehen, läßt die Idiotie nur noch größer erscheinen.

Währenddessen werden Microplastik und Monsterkeime weiter produziert – und türkisch-kurdische Fussballspieler auf der A4 bei Düren beschossen (siehe dw). Da fahre ich auch gerne mal lang.

Und wenn ich jetzt frage: wem nützt eigentlich die epische Aufteilung der Bürger in „Rechte“ und „Antifa“, bin ich mit Sicherheit wieder selbst der Nazi. Oder der links-grün-versiffte Gutmensch. Auf jeden Fall jemand, mit dem man nicht reden braucht.

Und genau das ist das Ende unserer Gesellschaft.

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