Feuilleton

Plimmericks

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Sie leben von Steuern und Spenden,
Gezahlt von meist ehrlichen Händen.
Parlamentsmajestäten
Mit fetten Diäten
und Geld von Lobbyverbänden.

Die meisten sind doppelgesichtig
Fürs Volk ist nur’s Vordere wichtig:
Es redet vom Teilen;
Vom Mammon, dem geilen,
Träumt schon das Hintere listig.

Sie duzen die Schönen und Reichen
und möchten den Gipfel erreichen.
Mit Macht im Sinn
Klettern sie hin;
Wenn’s sein muss, auch über Leichen.

Sie kungeln mit Bonzen und Bossen;
War’n früher vielleicht mal Genossen.
Das ist lange her;
Sie fanden’s nicht fair.
Sitzen jetzt in den Obergeschossen.

Sie glauben, sie könnten gestalten,
Doch ganz andere Kräfte walten.
Als Apologeten
Der Kraft der Moneten
wär’s besser die Klappe zu halten.

Die Journaille nennt sie Elite
Auf dass jene Fortkommen biete.
Man nimmts ihnen ab,
Sagt: „Papperlapap!“
Dann wähl‘ ich die kleinere Niete!“

Sie kungeln in kleinen Runden,
Um Machtpfründe zu erkunden.
Wie stets auf der Welt
Geht’s auch dort nur um Geld,
All Jahr, alle Tag, alle Stunden.

Sie haben Tausende auf dem Gewissen,
Wollen dennoch Gottes Segen nicht missen.
Bigott bis zum Kragen,
Egal, was sie sagen:
Auf’s Leben wird weiter geschissen.

Die Krägen gestärkt, weiß gebleicht,
Das Hirn vom Machtrausch erweicht.
Jeder findet sie doof,
Jagt sie endlich vom Hof!
Dann erst ist Frieden erreicht.



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