Politik

Das Ende der Welt – ein neuer Anfang? Evolutionäre, Gestalter und Pioniere gesucht!

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Mittwoch, 21.1.2015. Eifel. Manchmal gibt es besondere Anlässe, die zum Schreiben drängen. Der heutige ist so ein besonderer Anlaß. Der Spiegel berichtete am 19.1.2015 Erstaunliches: nach Erkenntnissen der Hilfsorganisation Oxfam besitzt das reichste Prozent der Menschheit im Jahre 2016 mehr als der Rest der Welt (siehe Spiegel): wir sind wieder bei den Verteilungsstrukturen des Feudalismus angelangt. Darüber finden Sie jedoch in den tollen Medien, die sich so sehr über den Titel „Lügenpresse“ echauffieren nichts weiteres. Ja – wir haben wieder eine Zeit, in der einer Hand voll skrupelloser Gauner alles gehört, während der Rest der Menschheit zuschaut, wie sie ohne größeren geistigen und körperlichen Schaden über den Tag kommt – eine Anstrengung, die meistens vergebens ist.

Wir wissen es heute ganz genau, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache – doch wo sind die Kommentatoren, Politiker, Genossenschaftler und Menschenrechtler, die diese Entwicklung kritisch kommentieren, ja, Mehrheiten schaffen, die dieser Entwicklung entgegensteuern? Wo sind die Protagonisten der kühlen Vernunft, die klar erkennen, dass wir hier auf einen Abgrund zusteuern, der uns in das unmenschlichste Zeitalter führt, das die Menschheit je gesehen hat? Ich meine: es gehört ja wirklich nicht viel dazu – Hauptschulabschluss dürfte reichen – zu erkennen, dass der Weg der Kultur der Plutokraten ein schreckliches Ende nehmen wird – für die, die dann nichts mehr haben.

Ja – 2032 ist es schon soweit. Der von mir hoch geschätzte Blogger Real Asmodis hat auf seinem Blog „Quergedacht“ einfach mal weiter gerechnet (siehe „unruhige Zeiten„) und ausgerechnet, wann denn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem dem obersten einen Prozent (den „Plutokraten“ und ihrer Funktionselite) der ganze Planet gehört – mit allem, was drauf steht und darauf herumläuft.

Nur noch SIEBZEHN Jahre bleiben unserer demokratischen Zivilkultur, uns auf diesen Wahnsinn vorzubereiten – wenn das pseudokapitalistische Kartenhaus der wahnsinnigen Raubbanker nicht vorher zusammenbricht. Also: SPÄTESTENS in SIEBZEHN Jahren ist das Ende da.

Was heißt das für den Alltag? Nun – um die grenzenlosen Ansprüche der Plutokratie an Wachstum und Zinsgewinn zu befriedigen, wird jedem Bürger einer Grundschuld ins Lebensbuch eingetragen, die er von Geburt an abzutragen hat, um die Schulden, die er der Gemeinschaft der Superreichen durch seine Existenz aufgedrückt hat, begleichen zu können. Wir haben jetzt schon ähnliche Modelle, die sich in der Gesetzgebung der Agenda 2010 wiederspiegeln: der frisch gekündigte Arbeitnehmer soll im Alleingang die Folgen von Globalisierung und Automatisierung tragen und Fehlentwicklungen gerade biegen, in dem er sich dank der Zauberkraft des positiven Denkens durch pure Magie einen neuen Arbeitsplatz erträumt – oder halt zusehen soll, dass er irgendwo anders unterkommt, wo er weder Staat noch Wirtschaft auf der Tasche liegt.

Verlängert man dieses Prinzip der „Bringschuld“ ein wenig, ist man schnell beim „Lebensberechtigungsschein“, der hart erarbeitet werden muss. Ja – im Prinzip sind wir schon heute da: schauen Sie allein mal, was man alles leisten muss, um am modernen Alltag noch teilnehmen zu können – Telefon, Mobilität, Postanschrift (was sehr teuer ist, hängt da doch eine Wohnung dran, die bezahlt werden will), modische Kleidung: die Ansprüche der modernene Zivilgesellschaft an ihre Mitglieder sind sehr hoch – von dem Kult um regelmäßige teure Geschenke zu Geburtstagen, Weihnachten oder auch Ostern (was langsam zum zweiten Weihnachten hochgerüstet wird, um die Latte noch höher zu hängen) mal ganz abgesehen.

Wir müssen schon jetzt real unser Grundschulden abarbeiten – und merken es überhaupt nicht, noch erlauben wir uns Widerstand gegen die Kultur des Wahns, die unseren Planeten auffrisst.

Den Staaten wird auch gar nichts anderes übrig bleiben, als den durch Hartz IV geschaffenen Prinzipien der Eigenverantwortung weiter zu folgen: die nächsten Opfer liegen schon auf dem Tisch: die Hausbesitzer. Die Einführung von „Zwangshypotheken“ liegt nicht mehr in weiter ferne, „Grundsteuer“ ist schon jetzt ein Instrument geworden, das in der Eifel manch armes Mütterchen enteignet und in den Selbstmord getrieben hat – und zumindest in bittere Armut zwecks Sanierung der Staatsfinanzen. Dafür sorgt zur Not auch der Sparkommissar (wir berichteten), der die Gemeinden – unsere urdemokratischen Basisstrukturen – einfach mal kurzerhand entmachtet um die Steuern für Hausbesitzer höher zu setzen. Warum für die? Nun – die können nicht weglaufen.

Das Ganze geschieht nicht erst im Jahre 3000 – sondern in siebzehn Jahren, wenn die Staaten die Zinsphantasien der Superreichen an die Bevölkerung durchreicht – in Form von exorbitant hohen Preisen, wie wir sie in den zwanziger Jahren erlebt haben, in Form von Steuern, die sich nur noch ganz wenige leisten können (die dafür aber mehr Häuser ihr eigen nennen, als selbst eine Großstadt wie Berlin vorzeigen kann) und in Form von Arbeitsverpflichtungen, wie sie heute schon Alltag sind: endlose Praktika zum Wohle des Zinsgewinns, Zwangsverpflichtung zur Gratisarbeit, Maut für die Benutzung von Bürgersteigen, Friedhöfen und eigenen Gartenwegen, Solibeiträge zur Rettung des Weltklimas und der Gletscher in Grönland und eine Verbrauchsabgabe für die Benutzung reichsdeutscher Atemluft: der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, schon heute nicht.

Unglaublich? Trotz schwarzer Null und sprudelnder Steuereinnahmen wird der Solibeitrag ins Unendliche verlängert, wird zu einer gewaltigen Steuererhöhung … weil Politiker mit ihren Rekorddiäten schon längst zu jenem einen Prozent gehören, denen bald alles gehört. Ja – es sind nicht nur Supermilliardäre, die dann alles besitzen – auch ihre Funktionselite gehört dazu: auf wesentlich niedrigerem Niveau, versteht sich. Die völlige Abspaltung der übrigen 99 % wird aktuell im Bankbereich vollzogen (wir berichteten): um einen Bankberater zu bekommen, wir man eine Mindesteinlage von 100 000 Euro brauchen. Und selbst dann wird man lange fahren müssen: eine Massenschließung von Bankfillialen samt nie dagewesenem Personalabbau ist schon geplant – der Pöbel als Kunde ist überflüssig geworden wie der Arbeitslose, der Kranke, der Alte und das Kind.

Und nun?

In einer Reflexion der Folgen des Attentats auf „Charlie Hebdo“ beschreibt Satiriker in einer Abdankungserklärung, warum er jetzt kein Satiriker mehr ist … und dabei eine tiefen Blick in die Abgründe unserer Kultur getan (siehe FAZ):

Weil ich als Berufszyniker mit meinem Leben für nihilistische Überzeugungen einstand, weil ich tagaus, tagein meine Finger in anderer Leute Wunden legte, ihnen einen Spiegel vorhielt, alles Schöne und Gute verächtlich machte, verhohnepiepelte und verzerrte, weil ich verletzte, verlachte und in den Dreck zog –  für diese Heldenhaftigkeit würde man mir nun Lorbeerkränze winden und rote Teppiche ausrollen. Dachte ich. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis man uns tapferen Witzemachern in der Straßenbahn einen freien Sitzplatz anbieten, uns am Obstregal im Supermarkt aufmunternd auf die Schulter klopfen und uns in dunklen Parkhäusern hell erleuchtete Satirikerparkplätze zuweisen würde.

Ja – die Vernichtung alles Schönen und Guten … die folgerichtige Konsequenz einer politischen Richtlinie, der der Meinung ist, dass Menschen mit „Visionen für die Zukunft“ zum Arzt gehen sollten, sprich: dass das Streben nach Verbesserung der menschlichen Kultur krankhaft sei. Soviel Richtlinienkompetenz kann ein Kanzler haben – und soviel Dummheit kann kritiklos weite Verbreitung finden.

Die Folgen?

Niemand traut sich mehr, andere Visionen als die des bedingungslosen Untergangs zu akzeptieren … und wahrscheinlich wird auch darüber gespottet, weil man des Destruktive, die Zerstörung alles Guten, Wahren und Schönen als Heiligtum lebt und preist – und das auch noch unter den Schutz des Wertes der Freiheit stellt … eine Perversion der Werte sondergleichen, denn meine Freiheit hört an der Schmerzgrenze des Nebenmannes (oder Kindes) auf.

Darf ich daran erinnern, dass „die Finger in andere Leuten Wunde legen“ eine häßliche, unschöne, schmutzige und sehr schmerzhafte Angelegenheit ist und pure, irrsinnige Folter darstellt … wenn man die Redewendung mal nicht als Bild versteht? Und was ist das für eine Kultur, die diesen Umgang miteinander für normal und wünschenswert erklärt – anstatt eine Kultur zu fördern, in dem man den gleichen Scharfblick dafür verwendet, die Wunde zu heilen?

Ist es noch jemandem klar, dass dies eine grausame Verletzung der Gefühle anderer Menschen darstellt, die anstatt Humor und gute Laune zu produzieren nur dunkelste, gehässigste Schadensfreude bedient? Selbstverliebt, wie wir sind, fällt es wohl kaum jemandem auf. Das man mit so einem sozialen Verhaltensmuster in jeder Duisburger Eckkneipe Hausverbot bekommen würde, bevor einen die in ihrem Stolz, ihrer Ehre, ihrer Würde verletzten Gäste in hohem Bogen in die schmutzige Emscher befördern, sei hier nur am Rande bemerkt – als Hinweis darauf, dass das Schöne, Wahre und Gute noch Verteidiger findet, die allerdings nur noch selten mit Amt, Würden und gesellschaftlicher Macht ausgestattet werden: wer nicht dem Geld dient, soll froh sein, wenn er nicht sofort erschossen wird.

Ich merke an mir selbst, dass es Mut kostet, die Frage zu stellen: sollten wir dieses drohende Ende einer verrotteten, bösartigen Kultur (so nenne ich dann mal folgerichtig eine Kultur, die „alles Schöne und Gute verächtlich macht“ – und so den Menschen die Hoffnung auf bessere Zeiten gleich an der Wurzel … dem eigenen „Ich“ … abschneidet) nicht einfach mal frecherweise als Chance wahrnehmen?

Ich höre jetzt schon das Gemecker wohldressierter Hobbysatiriker – zu der bald die absolute Mehrheit der Wohlstandsbürger gehören wird, wenn die Umerziehung durch diverse Medien so weiter fortgeführt wird, wie sie seit „Dallas“ und „Denver“ läuft.

Doch lassen Sie mich eine Geschichte erzählen – eine Geschichte, die mich zu diesen Zeilen ermutigt hat.

Vor sechs Monaten lernte ich das Werk eines Menschen kennen, welches das Potential in sich trägt, der Gesellschaft weltweit eine wehrfähige aber friedliche Struktur zu geben, die sie in der Lage verstetzt, dem Jahre 2032 in Ruhe entgegenschauen zu können – unter anderem dadurch, dass man sich von der Geldwirtschaft durch eigenes, sicheres, wertebasierendem und Werte schaffendem Geld absetzt.

Ich lernte ein Werk kennen, dass perfekt durchstrukturiert war – und äußerst umfangreich. Nun – es ging ja auch um die Schaffung einer neuen Wirtschaftsordnung … oder, in meinen Worten ausgedrückt: um die Rettung der Welt vor dem Abgrund, auf den sie – seit der Oxfam-Studie noch deutlicher zu erkennen – unaufhaltsam zurast … was alle Leistungs- und Entscheidungsträger wissen, weshalb sie mangels erkennbarer Alternativen einen panischen, kopflosen Run auf den „Ein-Prozent-Status“ unternehmen, ganz nach dem Motto „RETTE SICH WER KANN“.

Das Werk war so komplex, dass es in seiner Vernetzung wohl nur wenige verstehen können … was inzwischen viele bewiesen haben.

Erdacht wurde es von einem bescheidenen Menschen, der in sehr einfachen Verhältnissen lebt – und dort auch bleiben möchte. Ein älterer Herr, erfahrender Journalist mit außergewöhnlich guten Kontakten in der Welt der Politik und Wirtschaft – doch nicht im geringsten korrumpiert von ihren Werten. Ich habe es mehrfach studiert – es hat den Umfang von mehreren Büchern, zeigt aber eine Zukunft auf, die schon gleich jetzt beginnen kann. Ich selbst … hätte sicher noch zwanzig Jahre gebraucht, eine solche Organisationsstruktur zu entwickeln. Wie wir aktuell sehen, haben wir aber gar nicht mehr so viel Zeit.

Die Pläne – sind perfekt. Die Zukunft – immer voller Risiken … aber allemal besser als die zu erwartende Tyrannei der Plutokraten, die schon heute in Form von endlos langweiligen Bullshitjobs oder menschenrechtsverletztenden Sozialgesetzgebungen und staatlicher Dauergier nach phantastischen Rettungsgeldern für Banken und Behörden unseren Alltag gestaltet.

Ja – in meinen Augen ist langsam die Zeit vorbei, wo man angstschlotternd in seiner Wohnmupfel auf den Untergang wartet … insgeheim hoffend, dass der Kelch an einem selber vorübergehen wird. Wird er auch .. wenn man mindestens 100 000 Euro Kapital auf dem Konto hat, kommen die Bankberater und helfen einem, den Grundstock durch Zinsen zu vermehren … oder sie vernichten ihn und stoßen einen zurück in die Masse der endgültig für immer und ewig überflüssigen und unerwünschten, den zukünftigen „Nullbürgern“ – oder „Müllbürgern“, wenn  man berücksichtigt, wovon sie (im Prinzip heute schon) leben müssen.

In Zukunft wird man den Müll jedoch nicht mehr verpacken noch bewerben müssen, „Gammelfleisch“ wird Standard – auch bei Obst und Gemüse – jedenfalls zur Düngung.

Was wäre jetzt – so frage ich mich – wenn ich einen Aufruf starten würde, um Menschen zu vereinen – und Zukunft zu gestalten? Einen Aufruf an „Evolutionäre“, die die natürliche Entwicklung der Menschheit wieder ins Gute, Sinnvolle (und – das sei klar gesagt – „verspottbare“), Schöne verwandeln? Einen Aufruf an Pioniere und Gestalter?

Ja – nach einem halben Jahr Beschäftigung mit diesen Plänen habe ich deutlicher erkannt, dass Menschen gebraucht werden, um sie zu verwirklichen. Menschen, die investieren wollen: Zeit, Geld, Arbeitskraft, Lebensmut und Handlungsfreude.

Es werden auch Menschen mit Fachkompetenz gebraucht – alle voran Profis, die Internetauftritte so gestalten können, dass sie mit den edelsten Formaten der Plutokratie mithalten können. Es würde auch Geld gebraucht, um Verwaltung, Medien, Fernsehen, Druckereien und eigene Hilfsorganisationen finanzieren zu können … und diese Hilfsorgansationen werden wir dringend brauchen, wenn der Hunger kommt …bzw. noch weiter nach Europa vordringt. Zur Durchführung dieser Pläne braucht man … Juristen, Buchhalter, Unternehmer, Journalisten, Fernsehsprecher – aber auch Musiker, Gaukler, Köche, Hausfrauen, Rentner, Arbeitslose – also jeden, der eine Idee verstehen und weitertragen kann … und sei es auch nur mit einem kleinen Flugblatt in Nachbars Briefkasten.

Je mehr daran mitarbeiten, umso mehr Widerstand wird geleistet werden können – mit erstaunlichen Gewinnmöglichkeiten für die Gesamtgesellschaft … aber auch vielen Unternehmenszweigen, die aktuell von den „Big Playern“ an den Rand gedrückt werden.

Und ein wenig hoffe ich auch auf die Vernunft von jetzt noch reichen Menschen, sich einzubringen – und nicht nur dem „Rette-sich-wer-kann“-Karnevalszug zu folgen.

Traue ich mich, den Aufruf zu starten … nachdem das Echo zu anderen Aktionen sparsamer ausfiel (was unser Glück war, denn bei unsere personellen Besetzung würde uns die Arbeit eines Kaninchenzüchtervereins schon schnell überfordern)?

Vor allem in Berlin werden dringend Menschen gebraucht, die Hilfe leisten können. Vielleicht … finden sich ja noch welche, die jünger sind als ich und mehr zu verlieren haben. Ich selbst – bin nämlich in 17 Jahren 72.

Mein Vater starb mit 69

Also: wer Mut hat, Interesse, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft … kann sich bei mir melden. Büroräume sind vorhanden, eine Vorstellung der Pläne und Aktivitäten der nächsten Jahre kann umgehend erfolgen.

Ich selbst werde mein Möglichstes tun, daran teil zu haben.

 

 

 



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