Kolumne

Das Wort zum Alltag Nr. 29: Gleichberechtigung – Beobachtungen im Alltag

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Es gibt Themen, zu denen kann man unendlich viel schreiben – was dann keiner lesen will. Informationstechnisch haben wir die gleiche Häppchenkultur wie bei McDonalds entwickelt: anstatt dem ausgedehnten Mal genügt uns schneller Massenfraß, der stundenlang unverdaut und sinnlos als Klotz im Magen liegt.

Zum Thema Gleichberechtigung und Feminimus ließe sich unendlich viel schreiben – so wie es heute eine junge Dame beim Spiegel geschrieben hat. Sie liest dort dem Feminismus die Leviten: er sei einfach viel zu aggressiv, sollte doch mal netter daherkommen.

Als ob man Vorstandsposten durch Nettigkeit bekommen würde – aber das ist ein anderes Thema.

Vielleicht sollte man auch mal darüber nachdenken, ob hässliche alte Männer nicht per Gesetz dazu in die Lage versetzt werden, genauso umschwärmt, beschenkt, eingeladen und ausgeführt zu werden wie junge hübsche Frauen? Ist es nicht auch diskriminierend zu sehen, wie Frauen gigantische Karrieren machen, auf allen Titelbildern zu sehen sind, nur weil sie „aussehen“? Auch bei den Obdachlosen sind Frauen in der Minderzahl: nach wie vor vermietet man lieber an junge Frauen denn an alte Männer – von Arbeitsverträgen ganz zu schweigen. Gegen eine junge, hübsche Frau die mit ihrem Ausschnitt dauernde Paarungsbereitschaft signalisiert, hat ein Mann im Bewerbungsgespräch kaum eine Chance, es sei denn, er ist doppelt so gut wie sie.

Sollte man es hässlichen alten Männern nicht auch möglich machen, durch Heirat ein arbeitsfreies Leben zu erhalten, dass sich nur noch um Gala-Dinner, Jachturlaube und die Organisation des nächsten Wohltätigkeitsballs dreht?

Wir werden das in Laufe der Zeit wohl nochmal näher betrachten müssen. Für heute sollen Beobachtungen aus dem Alltag genüngen, um aufzuzeigen, wo es mit dem Feminismus wirklich im Alltag hakt. Beobachtungen aus der Eifel – aber nicht an Eifelern, sondern an Touristen, die an Wochenenden zu zehntausenden bei uns einfallen.

Wenn sie mit dem Auto kommen: wer sitzt auf dem Beifahrersitz? Die Frau.

Wenn sie mit dem Fahrrad kommen: wer fährt hinter dem Mann? Die Frau.

Wenn sie mit dem Motorrad kommen: wer fährt hinter dem Mann? Die Frau.

Wenn sie zu Fuß kommen, wer dackelt brav hinter dem Mann her, wenn es eng wird? Die Frau. Manchmal auch dann, wenn der Weg eigentlich breit genug wäre.

Wenn sie in Gruppen kommen, welche Gruppe läuft hinter dem Männerrudel her? Die Frauen.

Gleichberechtigung in Deutschland? Interessiert doch wirklich keinen. Die Frau kennt ihren Platz und nimmt ihn freiwillig ein – so jedenfalls könnte es einem vorkommen, wenn man einfach nur seinen Augen traut. Wie wir aber gelernt haben, können die auch mal irren, oder?



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