Kolumne

Das Wort zum Alltag Nr. 27: die Verrohung der USA

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Gestern erst haben wir etwas über den Vormarsch des Bösen in der Welt gehört, wie es eiskalt, skrupellos und mit äußerster Berechnung über die Welt hineinbricht … und heute gibt es die Studie dazu. Sie ist äußerst erschreckend und zeigt, wie sehr normale Mitmenschlichkeit durch Werbung, Medien und Politik aberzogen wurde. Die USA haben Erfahrungen mit solchen Programmen: im 2. Weltkrieg zögerten ihre Wehrpflichtigen des öfteren mal, auf den Feind zu schießen. Immerhin waren das doch Menschen – und echte Demokraten reden lieber, als dass sie schießen oder sanktionieren.

Daraus hatte man gelernt – und neue Methoden entwickelt, die Mordlust zu erwecken (was jetzt meine Worte sind).

In Vietnam zeigte sich dann, dass der neue US-Soldat gnadenlos ganze Dörfer ausrotten konnte, samt Frauen, Kindern und Greisen.

Offensichtlich hat man an der Methode gefallen gefunden – wie der Spiegel heute berichtet:

56 Prozent der Umfrageteilnehmer waren der Meinung, dass die Folterverhöre weitere Anschläge in den USA verhindert hätten – nur 28 Prozent glaubten das nicht. Diese Zahlen sind deshalb besonders bemerkenswert, weil in dem Senatsbericht selbst steht, dass die Verhörmethoden keine wichtigen Informationen über bevorstehende Anschläge geliefert hätten.

Ich war mehrfach in den USA, das letzte mal allerdings 1999. Habe dort immer ganz feine Menschen kennengelernt – und bin mehr als entsetzt darüber, wie sehr sich jenes Volk, das die größte Armee der Welt besitzt und die letzte verbliebene Supermacht darstellt, verändert hat. Das ist nicht mehr das Volk, das gegen Vietnam auf die Straße gegangen ist.

Schuldige der Entwicklung?

Medien. Da sie immer mehr einzig zwischen der Wirklichkeit und dem Menschen stehen, prägen sie ihn wie kaum etwas anderes. Und natürlich: die Regierung.

Eine Regierung, die Folter einsetzt, ist keine gute Regierung.

Ein Volk, das Folter bejaht, ist kein gutes Volk.

„Fuck the EU“ – würde dort wohl auch Mehrheiten bekommen. Und ein schöner Krieg mit Russland würde die Abendprogramme endlich mal wieder mit schönen Actionbildern füllen: allein dafür ist der Krieg schon herbei zu sehnen.

Gruselig. Echt gruselig.

Und die fragen sich wirklich, warum die weltweit immer mehr gehasst und gefürchtet werden?



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