Politik

Der dunkle Wahn der Veganer: Lügen, Hass, Täuschung, Manipulation und das leise Versprechen der Massenvernichtung.

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Dienstag, 3.12.2013. Eifel. Es sei meinen Worten vorausgeschickt, das ich den Film „Earthlings“ kenne.  Die Bilder waren entsetzlich, haben  mich nicht weniger berührt als andere. Im Unterschied zu anderen habe ich danach weiter Fleisch gegessen – und weiter Tiere getötet. Sie glauben gar nicht, was ich dazu für Hassmails bekommen habe. Ja, ich töte Tiere. Hunderte sogar. Ich bekenne mich öffentlich dazu, dass viele davon sogar außerordentlich niedlich anzuschauen sind. Ich lebe halt auf dem Land – und zwar richtig auf dem Land. Seitdem ich gemerkt habe, das Mäuse Lebendfallen als lustigen Urlaubstrip begreifen, habe ich andere Saiten aufgezogen und siehe da: erschlägt man hundert Mäuse im Haus, ist Ruhe eingekehrt. Viel, oder? Möchte den Vegetarier sehen, der mit hundert Mäusen im Haus leben kann. Manche Lebensphilosophien funktionieren halt nur in der toten, leblosen Mitte von Großstädten, wo eine freilaufende Maus schon ein kleines Wunder ist und man sich Ratten als „Haustiere“ hält.

Im Unterschied zu anderen ist mir bei dem Film aufgefallen, wie geschickt er manipulative Elemente einsetzt, Musik auswählt, um gezielt Stimmung zu erzeugen. Noch deutlicher: die Musik war so raffiniert eingefügt, dass sie zu einem klassischen Horrorfilm gepasst hätte. Warum?

Schon mal einen Horrorfilm gesehen? Einfach mal den Ton abstellen – Sie werden sich wundern, wie harmlos selbst das übelste Gemetzel wird. Mit Musik kann man sehr leicht Gefühle manipulieren – in beliebigste Richtungen. Die Zustände in der industriellen Massentierhaltung sind erbärmlich – aber ein so übles Machwerk entwertet den Schrecken, instrumentalisiert ihn, um einen anderen Schrecken vorzubereiten. So etwas hat in einem ernst zu nehmenden Informationsfilm nichts zu suchen.

Geschichtlich gebildete oder ältere Menschen erschauern hier – sie erinnern sich daran, dass alles schon mal gesehen zu haben. Ja – natürlich: das kam schon mal im Fernsehen. Bernhard Grzimek, dessen Machwerke meine ganze Jugend begleiteten. Das Abendblatt hat ihm ein paar würdigende Zeilen gewidmet:

Die Stirn sorgenvoll in Falten gelegt. Der Hemdkragen makellos, die Worte wohlgewählt, gerichtet an die Fernsehnation, der er von der Wilderei in Afrika oder grausigen Robbentötungen in Kanada berichtete. Und damit Herzen und Portemonnaies der Zuschauer für den Naturschutz öffnete – nicht zuletzt auch, weil sich während seiner mahnenden Worte ein Gorillababy an ihn klammerte, oder ein Gepard um seine Beine strich. So kannte man ihn: Professor Bernhard Grzimek, den ersten Tier-Onkel des deutschen Fernsehens. Ein Bild das täuscht: Hinter der Fassade des vermeintlich drögen Wissenschaftlers gab es noch den anderen Grzimek: Der war Abenteurer und Scherzartikelfan, Ehebrecher und PR-Genie, NSDAP-Mitglied und Vorreiter der ökologischen Bewegung. Ein Mann, der scheinbar ein öffentliches Leben führte, und der doch einsam starb – in einer Zirkusvorführung. Ein Mann, dessen Lebenswerk noch heute fortwirkt.

Tja – da ist sie wieder: Deutschlands grausame braune Vergangenheit, über die man nicht sprechen darf, damit man sie in Ruhe wiederholen kann.

Da war aber der gute Tieronkel sicher nur ein Mitläufer? Wie alle anderen auch?

Nein – er war voll im Trend, siehe Eu.L.E.:

Tierschutz und Vegetarismus waren ein ganz zentraler Propagandainhalt im Dritten Reich. Doch dass diese alten Wurzeln wieder frische Blüten treiben, liegt an der Gegenwart. Der technische Fortschritt begünstigt exotische Meinungen. Klingt komisch, aber in unserer Kindheit haben wir uns praktisch nur mit den Gleichaltrigen aus dem lokalen Umfeld ausgetauscht. Heute leben die jungen Menschen zunehmend in sozialen Netzwerken – und damit letztlich in gedanklicher Isolationshaft. Wer eine absonderliche Idee hat, findet sofort ein Rudel Gleichgesinnter. So gewinnen krude Ansichten – egal ob Ernährung, Klimawandel oder Feindbilder – schnell Anhänger.

Ups! Der Querverweis auf die Internetkultur trägt hier nicht weit – es ist die tote, leblose Betonstadt mit ihren lebensfremden, glitzernden Verführungen, die das Umfeld der modernen Menschen ausmachen. Hitler hatte kein Internet – allerdings wusste er um die Wichtigkeit des Radios: darum gab es Volksempfänger. Ebenso war er sich bewusst, wie vernichtend das Auto für die demokratische Kultur sein wird: darum der Volkswagen, der aus jedem normalen Bürger einen kleinen Führer und Eroberer macht, dem die ganze Welt zu Füßen liegt. Zu Recht zu Füssen liegt – denn man ist „besser“:

Die vegetarische Bewegung selbst hat ihre Wurzeln im Dritten Reich. Viele Nazigrößen waren Vegetarier und Gegner jedweder Tierversuche, damals Vivisektion genannt. Adolf Hitler hat sich als Tierschützer feiern lassen, und die Tierschutzorganisationen waren mit die wichtigsten Unterstützer der nationalsozialistischen Bewegung. In der braunen Propaganda war zu lesen, dass der »Führer schärfster Gegner jedweder Tierquälerei« sei, »vor allem der Vivisektion, der ›wissenschaftlichen‹ Tierfolter, dieser entsetzlichen Ausgeburt der jüdischmaterialistischen Schulmedizin«. Er erklärte, dass »im nationalsozialistischen Staat diese Zustände bald beendet sein werden«. Die erste öffentliche Erwähnung des KZ-Systems geschah durch Göring, als er 1933 verlauten ließ, dass »alle Personen, die trotz des Verbotes die Vivisektion veranlassen, durchführen oder sich daran beteiligen«, deshalb »ins Konzentrationslager abgeführt« werden. Auch der Kampf gegen die Pelze stammt aus dieser Zeit – denn wohlhabende Jüdinnen galten als typische Pelzträgerinnen.

Die heutigen Vegetarier wissen von der faschistischen Vergangenheit ihrer Ideologie in aller Regel nichts. Das kann böse Folgen haben. Schon erklären Umweltschützer, dass unsere Welt nur zwei oder drei Milliarden Menschen ertrüge – ohne allerdings zu sagen, was mit dem offenbar ökounwerten Rest zu geschehen habe. Tierrechtler verkündeten, dass das Leben einiger Tiere mit Sicherheit wertvoller sei, als das Leben einiger Menschen.

Das war der Türöffner für hemmungslose Gewalt gegen Menschen. Was der Autor unerwähnt läßt: Hitler bzw. die NSDAP hatte gezielt all die vielen wunderbaren Blüten der Weimarer Kultur angesprochen und sie zu einer riesigen Bewegung vereint – wie es nun der „geläuterte“ Vizepräsident der Citybank macht. Sie haben sogar die Nudisten voll integriert – wie man an der Filmkunst des Dritten Reiches deutlich erkennen kann: so viele Nacktbilder wären zuvor nicht durch die Zensur gekommen.

Aber: was tut man nicht alles, um politische Macht zu bekommen.

Ich gestehe: heute wollte ich über die positive Seite der Veganer schreiben. Es gibt da nämlich eine, die kaum erkannt wird und eine wunderbare Botschaft enthält. Doch dann stieß ich in den Kommentaren zum letzten Artikel auf jenen Satz, der einen einfach nur erschauern läßt:

Wir töten täglich Tiere, die uns nichts getan haben und auch niemals etwas tun würden, aber lassen Menschen leben, die andere Lebewesen töten bzw. dafür sorgen, dass getötet und gequält wird???

Ein offener Aufruf zum Massenmord an Fleischessern. Denkt man sich schon gar nichts mehr bei.

Man merkt: es bahnt sich wieder etwas Anderes an. Es ist momentan nicht ratsam, etwas Positives über Veganer zu schreiben: die schicken sich gerade wieder an, die Leute ins Gas zu schicken. Scheint irgendwie aggressiv zu machen, diese fleischlose Kost.

Jeder gläubige Anhänger einer Religion hat das gute Gefühl, anderen Menschen moralisch überlegen zu sein. Der Ungläubige, heute der Fleischesser, ist ein Heide, den es zu missionieren gilt. Das verschafft mir Bedeutung und Lebensgefühl. Zweitens: Als Rechtler kann man seine gewalttätigen Neigungen ausleben, weil jemand, der das Tier vor Leid schützt, das Recht erworben hat, den Menschen Leid zuzufügen, weil das Leben der Tiere ein gleiches oder gar höheres Gut ist.

Das war schon ein Ansatz, der mir – als Kind – bei Grizmek übel aufgestossen war: ständig stieß man auf die Gleichung das edle Tier – der böse Mensch.

Natürlich war nicht jeder Mensch böse – wer diese Gleichung als Mantra vor sich her trug, war natürlich gut … und konnte ganz legitim (in seinen dunstigen Denkkreisen) die Vernichtung des bösen Menschen fordern: da war der alte Nazi wieder in seinem Element.

Die Fakten zum Thema „edler Vegetarier“ kennen wohl inzwischen alle. Sie werden uns täglich um die Ohren gehauen … als Hintergrundgeräusch begleitet von der alten Naziparole, dass die Erde zu voll ist: natürlich nicht zu voll von edlen Vegetariern, die sich aber schon mal zurecht gelegt haben, wer in Zukunft nicht mehr leben darf. Das die Argumente willkürlich in unglaublich naiver Art vorgetragen werden, scheint niemanden mehr zu stören: Hauptsache, die Parole stimmt! Da wird bei der Erzeugung von einem Kilo Rindfleisch einfach mal das ganze Regenwasser hinzu gerechnet, um auf unglaubliche Horrorzahlen an Wasserverbrauch zu kommen. Man verschweigt gerne, dass der Regen auch ohne Rind einfach so vom Himmel fällt. Aber auch sonst ist einem keine Lüge zu schade, um an seiner eigenen Edelhaftigkeit zu feilen und das eigene Bessermenschentum als alternativlos darzustellen:

Tierschützer behaupten gern, man könne die Menschheit nur ernähren, wenn wir alle Vegetarier würden. Das Gegenteil ist wahr. Und zwar aus einem ganz simplen Grund: Nach Angaben der Welternährungsorganisation sind etwa sechzig Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen weltweit nur für Tierhaltung verwendbar. Das heißt, man kann auf diesen Flächen gar keine Nahrungspflanzen anbauen, weil es sich um Hochebenen wie in Tibet, Steppen wie in Kasachstan oder Almen wie im Alpenraum oder einfach nur um Heidelandschaft handelt. Ich kann im Allgäu nun mal keinen Brotweizen züchten. Dort gedeihen aber Weidetiere. Keine tierische Produktion bedeutet dort, nix zu essen.

Wir merken langsam: Tierschutz und Menschenschutz schließen sich aus. Es sind die wohlstandsverwöhnten Städter, die jeden Realitätsbezug zur Nahrungsmittelproduktion verloren haben und den Rest der Welt verpflichten wollen, ihnen zu folgen.

Gut – machen wir mal eine Ökobilanz auf: Spargel ist das Gemüse der Vegetarierinnen. Er enthält kaum Kalorien und wenig Fett, das macht ihn auf der Stelle beliebt. Jetzt bau ich im Geiste mal einen Hektar Spargel an. Eine Fruchtfolge gibt es nicht, es dauert ein, zwei Jahre, bis ich etwas ernten kann. Überdies brauch ich im Acker, wenn es noch kalt ist, eine Fußbodenheizung. Sonst wird’s nichts mit den Erträgen. Wenn man nun Bilanz zieht, muss man prüfen, wie viele Kalorien von so einem beheizten Hektar in der kurzen Ernteperiode runterkommen. Das ist im Falle Spargel das Schwarze unterm Fingernagel! Spargel trägt zur Ernährung der Bevölkerung fast nichts bei! Keine Kalorien, fast kein Eiweiß – so nahrhaft wie ein kleiner Korken. Da ist der Wein dazu nahrhafter. Würde der Landwirt auf dem Spargelhektar Futterkartoffeln für Schweine anbauen, dann bekäme er vom Schwein einen vielfach höheren Nährwert heraus als mit Spargel. So gesehen ist der Anbau dieser ganzen Modegemüse schlicht Flächenvernichtung. Die vegetarische Kost – so wie sie in Deutschland propagiert wird – bedeutet im Ernstfall Hunger.

Hier spricht mit Udo Pollmer mal ein Lebensmitteltechniker – und kein „Tierrechtsaktivist“.

Hat er Recht – führt der Weg des politischen Veganismus in die Massenvernichtung von Menschen – und Tieren.

Daraus kann man natürlich nicht ableiten, dass der Mensch auch Tiere quälen darf. Er sollte sie immer so behandeln, dass er sich dessen nicht schämen muss. Die militanten Tierschützer stören sich aber weniger an den Missständen der Tierhaltung, sie sind generell gegen die Haltung von Tieren – und es gibt Tierrechtsorganisationen, die den Tod aller Tiere fordern, damit diese nicht mehr leiden müssen. Mal ganz unter uns: Die Schmusetierhaltung ist die größte Tierquälerei überhaupt! Aber die lieben ja alle ihre Tiere – und wenn man andere Lebewesen aus Liebe quält, dann ist ja moralisch alles wieder okay.

Ach ja – die liebe Hauskatze. So quälend wie sie gehe ich mit Mäusen nicht um. Sie sterben bei mir innerhalb von Sekundenbruchteilen. Hat lange gedauert, bis ich Fallen gefunden habe, die das für mich erledigen. Da ich keinen Wert darauf lege, besonders viel edler als andere zu sein, brauche ich auch kein Schmusetier zu vergewaltigen, damit es meine Arbeit für mich macht.

An dieser Stelle vielen Dank an jene Leserin, die mich auf Udo Pollmer aufmerksam gemacht hat – und Udo Pollmer vielen Dank für seine Aufklärungsarbeit … die mehr enthält, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Deshalb noch mal ein Zitat:

Vor ein paar Monaten hab ich zum Thema tierische Ballaststoffe recherchiert. So wie es pflanzliche Ballaststoffe gibt, gibt es auch tierische, schwer verdauliche Bestandteile wie Knorpel, Sehnen und so weiter. So stand es früher auch in den Lehrbüchern. Seit Ballaststoffe allerdings gesund sind, werden die tierischen nicht mehr in den Nährwerttabellen ausgewiesen. Mittlerweile gibt es offenbar keine Dokumente mehr im Internet, die korrekterweise auf diese Ballaststoffe hinweisen, egal ob in Deutsch oder in Englisch. Sie sind verschwunden.

Hier wird es nämlich hoch brisant: wer entfernt diese Informationen aus den Lehrbüchern – und warum tut er das?

Ich denke da gleich an jemanden, dem die Erde zu voll ist und der gerne zuschaut, wie am Ende des veganen Wahns die Menschheit (zusammen mit den ach so schlimm leidenden Tieren) zu Tode gejagt wird – von edlen Veget-Ariern, die nur die Welt von Schmutz säubern wollen … wie immer.

Den Film „Earthlings“ kenne ich, wie gesagt. Ein Meisterwerk an Propaganda. Andere Bilder, die gleiche Musik: da kommt mir gleich ein Film in den Sinn, mit dem ich die Grausamkeit der ganzen Schöpfung inszenieren kann. Ja – da hat Grzimek immer ausgeblendet, um die Gefühle der Zuschauer nicht zu verletzen: aber es sieht nicht schön aus, wenn ein Löwe eine Antilope frisst. Der Tod in der Welt ist immer häßlich – auch ohne Massentierhaltung. Verendet die Antilope elendig an Parasiten, schafft sie es noch nicht mal in jene Sendungen, die menschliche Gefühle problemlos auf Tiere übertragen.

Währendessen wird die wirklich schöne Botschaft ausgeblendet.

Wir als Menschen können die Grausamkeit der Welt sehen – und darunter leiden.

Das ist der Urquell unserer Tierliebe – wenn sie nicht zum Zwecke des Menschenhasses in die Welt gesetzt wird.

Wir – als Menschheit – sind besser als die Tiere. Eindeutig besser. Wir haben Skrupel beim töten, uns entsetzt die Quahl. Wir tragen in unserem Geist ein Element, das nicht von dieser Welt stammt und den Gesetzen dieser Welt ablehnend gegenüber steht. Wir tragen das Urbild des Paradieses in uns – und zeigen so, dass wir überhaupt nicht in diese Welt gehören.

Eine wertvolle Erkenntnis – die kein Tierrechtler teilt, obwohl sie Quell seiner Motivation ist, Quell seiner Motivation – aber nicht Teil der Propaganda.

Teil der Propaganda ist: der Mensch ist schlecht und es gibt zu viele davon. Das Tier – das genauso grausam Fleisch essen kann wie der Mensch – ist (für kurze Zeit) heilig und dient damit hervorragend dem Zwecke der Menschenjagd … man denke nur an die vielen Insekten, die diese riesigen Barbaren hirnlos auf ihrem Weg zertreten – so liebe, reizende, vielfältige Geschöpfe, die so wunderbare Staaten und Familien gründen.

Und was soll jetzt der Veganer tun, nach dem er diese Zeilen gelesen hat?

Den Mensch als fleischfressendes Tier aktzeptieren, bis er aufhört, Fleisch zu essen. Einfach so, wie man auch seinen Hund und seine Katze akzeptiert, sie streichelt, liebkost, mit ihnen spielt – und ihnen so eine Form von Grausamkeit zuteil werden läßt, die schon einen ganz besonderen Grad der Perversion enthält – aber im Prinzip zeigt, dass man geneigt ist, liebevoll mit Mitgeschöpfen umzugehen.

Man darf auch für die Würde der Tiere kämpfen. Sie ist wertvoll – für uns Menschen selbst. Wir tun uns selbst nichts Gutes, wenn wir Ausschwitz schließen, aber das gleiche Prinzip zwecks Fleischverwertung fortleben lassen: wir züchten dort grausame, abgestumpfte Menschen, denen jenes Element fehlt, dass der Film Earthlings in uns künstlich hervorrufen wollte … mit einer kleinen, perversen Nebenbotschaft über den entarteten Menschen, der ausgerottet gehört.

Was man aber nie vergessen darf: das Mitgeschöpfe Mitgeschöpfe essen, ist eiserner Bestandteil einer Welt, in die wir hineingeworfen worden sind. Es ist möglich und natürlich, dass uns das nicht gefällt. Die Gratwanderung zwischen Mitgefühl und Weltfremdheit (bis hin zum paranoiden – aber durchaus logischen – Wahn, Mensch und Tier vernichten zu wollen, weil man selber deren Leid nicht mehr erträgt) ist nicht leicht. Sauber zu bleiben in einer gefallenen Welt ist nahezu unmöglich – aber ein respektabler Wunsch.

Was mir persönlich wesentlich lieber wäre?

Mal nett zu sein zu seinem Mitmenschen, auch wenn der Fleisch isst. Mal ganz gezielt nett zu einem Raubtier zu sein, obwohl man seine Lebensweise selbst nicht teilt.

Ich selbst lehne Prostitition vollständig ab – wir hatten kürzlich ausführlich drüber gesprochen. Würde mir nie in den Sinn kommen, eine Dame dieses Gewerbes abfällig anzusehen, ich behandle sie jederzeit höflich und mit großem Respekt und Freundlichkeit  – und jederzeit würde ich mich dem Mob in den Weg stellen, der sie aus der Stadt jagen will.

Wenn ich mir allerdings die Veganer zu anschaue, so haben sie ihre Lust zur Menschenjagd nie abgebaut – aber einen schönen Weg gefunden, ihren Hass auslebbar zu machen und dabei noch ein Superego aufzubauen.

Und wenn ich höre, dass in Berlin Mitte ganze Straßenzüge vegetarisch leben wollen und „dabei keinen Spaß verstehen“ … dann sehe ich dort wieder viel dunklere Wolken aufziehen, als jeder Schlachthof produzieren kann. Wenn die politisch Macht bekommen – geht es wieder ins Gas.

Bleibt noch die Frage, wer die Macht hat, entsprechende Lehrinhalte zu verändern – und mit welcher Absicht. DAS – ist unheimlicher als alle Schlachtungen.

Ich warte nur auf die Studie, die beweisen wird, das hauptsächlich Ausländer, Arbeitslose, Prostituierte und Rentner Fleisch essen.

Aus guten Gründen landet dieser Aufsatz nämlich nun in der Rubrik Politik – und nicht, wie der erste, in der Rubrik Alltagsterror.

 

 



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