Wirtschaft

Der Euro. Identität und Krise der Europäischen Union

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Ein Beitrag der 4. Kritischen Vortragsreihe an der Uni Münster

Der Euro. Identität und Krise der Europäischen Union
Dienstag, 12. November, 18 Uhr
Gerhard Stapelfeldt, Soziologe, Hamburg

In jeder Krise zerfällt die Einheit des politisch-ökonomischen Systems. Sie muss deshalb gewaltsam hergestellt werden, tritt also in Zeiten der Krise be­sonders deutlich hervor. Die Identität der Europäische Union bestimmte sich seit ihren Anfängen als EWG durch Krisen, die sie zu lösen versprach: den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus; die Weltwirtschaftskrise von 1975/81; den ‚Anpas­sungsdruck‘ durch die ‚Globalisierung‘; die gegenwärtige Krise des deregu­lierten neoliberalen Kapitalismus. Dem Euro wird dabei eine ganz eigentümliche Rolle zuteil, dient er doch als Identitätsanker für das Projekt EU. Erkennbar wird diese Funktion etwa durch Merkels Ausspruch: „Scheitert der Euro, scheitert Europa.“ Der Vortrag möchte diese Verknüpfung der Währung mit dem Schicksal der gesamten EU kritisch analysieren.



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