Der Rest

O.T. oder Lamento eines Zukünftigen.

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Einst, als die Fundamente der Feste fast standen,
Zwischen den geheizten Pools der Eliten
Und den Kanälen derer,
Die jene zum Zwecke des Gebens erfanden,
Da lebte die Chance noch einer Revolution,
Getragen von Weisen,
Die zu Frieden und Offenheit rieten.

Die Weisen sind tot, die da kamen sind hohl;
Erzogen im Interesse derer,
Die nicht lassen können und schon alles haben.
Strebe zur Sonne, der Rücken des Pöbels sei deine Stiege
Zum Reichtum, zur Macht, zum eigenen Wohl.
Um sich glücklich und leer
An Lebenszeit und Unglück der Massen zu laben.

Sie nahmen uns die Gelegenheit, die dorthin führt,
Wo wir alle Gerechte sind und Zeugen,
Wie die Geburt der gerechten Zukunft ihre Urständ‘ feiern darf.
Wo jedem die durch seine Geburt versprochene Achtung gebührt.
Wo wir uns vor dem Untersten der Unteren
Aus reinster Menschlichkeit und höchstem Respekt verbeugen
Und der Letzte das letzte Vorurteil hinter sich warf.

Jahrzehnte der Hoffnung nach weltweitem Krieg,
Den man brauchte als Vater der Dinge.
Ich kannte ihn nicht und bin dankbar dem Glück,
Weshalb ich das Lied der Entrechteten singe;
Im Auge das Rüsten des Geldes zum Sieg.
Wenn der obere Totpunkt schon hinter uns liegt
Können wir nicht zum Frieden zurück.

Ihr, die ihr strebt das Streben derer zu lenken
In eure Börsen, zu eurem Vorteil hin
Könnt durch das Geld an Geld nur denken
Wie es füllt eure Konten und Hirne,
Sich formiert zum Selbstwert so golden und hehr.
Das also ist das Leben und des Lebens Sinn?

Wir ließen uns trennen in Unten und Oben,
Glaubten und eiferten wie allseits befohlen
Von Kathedern, Podien, Monitoren herab.
Dabei sind wir ein Stoff nur, eng geknotet, verwoben!
Ihr habt daraus ein Leichentuch gemacht.
Doch zuvor habt ihr unsere Freiheit gestohlen.



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