Volkswirtschaft

Verursachen Fehler in unserem Geldsystem immer wieder Finanzkrisen?

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Euro rein, Euro raus – das ist hier die Frage!

Viele treibt es um, und wenn man die öffentliche Meinung wahrnimmt, sind 80-90 % für die Wiedereinführung der DM. Einige sehen bei diesem Schritt den totalen Kollaps der EU-Staaten voraus mit katastrophalen Folgen für die Sozialsysteme. Auf der einen Seite hat man den Euro von heut auf morgen eingeführt, nach den Kritikern gehend kann man ihn aber nicht von heut auf morgen abschaffen.

Ich kann es nicht nachvollziehen denn wir hatten vor der Einführung des Euros schon längst eine europäische Währungseinheit ECU. Man könnte ohne Weiteres den Euro als Europäische Währungseinheit wie damals den ECU belassen, und als Zweitwährung die national gebundenen Währungseinheiten wieder einführen (Trennbankensystem). Der Schutzmechanismus, der durch die auf und die Abwertung mit nationalen Währungen möglich war, ist ausgehebelt und die einzige Möglichkeit dies auszugleichen besteht im Drücken der Löhne – das spüren gerade am eigenen Leibe die Peripherieländer die dadurch noch mehr in die Schuldenfalle getrieben werden. Aber lassen wir das …

Um was es mir eigentlich geht, ist die Tatsache, dass viel zu wenig über den Zinseszinseffekt in der breiten Öffentlichkeit diskutiert und Lösungsmöglichkeiten dargeboten werden. Die Fiat-Geldkonstruktion – also Geld mittels Schuld zu erschaffen wird leider auch viel zu wenig den Bürgern mitgeteilt. Banken und damit ist nicht die Europäische Zentralbank gemeint, produzieren Geld mittels Buchungssatz aus dem Nichts, und flutet damit die Märkte – nach dem Motto: Das Geld sucht seine Anleger …

Ich will das an einem kleinen Beispiel festmachen:

Sie gehen auf die Bank und brauchen einen Kredit für eine neue Lagerhalle, diese Lagerhalle müssen sie der Bank überschreiben – Sicherheiten! Sie zahlen den Kredit auf Raten mit Zins und Zinseszinsen ab. Dieses Geld, welches sie erhalten, ist nicht etwa dass von Lieschen Müller, sondern es ist just in diesem Moment, indem sie den Kreditvertrag unterschreiben, aus dem Nichts mittels Buchungssatz entstanden – erschaffen worden.

Wenn Sie in Zahlungsschwierigkeiten kommen und den Kredit nicht mehr bedienen können verlieren sie ihre Lagerhalle und vielleicht noch mehr von ihrem Besitz. Die Bank hingegen streicht aus ihren Büchern ein paar Nullen – und hat somit keinen Verlust. Das Geld hat in Wahrheit nie existiert … Das ist ein klassischer Betrug. Und so agieren weltweit alle Banken und hebel über diesen Mechanismus nicht nur den Kleinunternehmer aus, sondern mittlerweile ganze Staaten.

Ein Nachtrag vielleicht noch: die Bank hat nicht nur keinen Verlust, wenn Sie den Kredit nicht mehr bedienen können, sondern sie hat noch einen Gewinn, nämlich ihre Lagerhalle, die sie veräußert hat und die Zinsen, die sie in der Zwischenzeit bezahlt haben – denn diese werden nicht aus dem Buchungssatz gestrichen.

Systemkritische Fragen blieben in der Finanzkrise bislang unterbelichtet. Der neue Film »Fehler im Geldsystem?« zeigt in 7 ½ Minuten in anschaulichen Grafiken welche Folgen Zins und Zinseszins in der Finanzwirtschaft haben und wie systematisch von der großen Mehrheit der Bevölkerung zu den Vermögenden umverteilt wird. Weitere INFO HIER:

Das Geldsystem: Dr. Josef ACKERMANN (Vorstandssprecher Deutsche Bank) räumt die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ (Geldschöpfung durch Kredit auch Giralgeld oder Buchgeld genannt) bei einem Vortrag in der Schweiz 2011 ein!

 



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