Alltagsterror

Sympathisanten des Neusser Jobcenter-Mörders

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Neuss (NGZ). „Erschreckend groß“, so Staatsanwalt Ralf Herrensbrück, war die Zahl derer, die auf den Mord an einer Mitarbeiterin des Jobcenters im vergangenen September mit Häme, Drohungen oder schierer Genugtuung regiert haben.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelte in den Fällen, in denen Absender solcher Hass-Mails, im Bereich des Landgerichtes Düsseldorf identifiziert werden konnten. Unter diesen Fällen ist auch Dieter K. (77) aus Ratingen, der sich selbst als „König der Kläger“ tituliert und in mehr als 200 Prozessen Zusatzleistungen für sich als Sozialhilfeempfänger eingeklagt hatte. Er schrieb in einem Brief an die Leitung des Jobcenters Neuss: „Ich kann gar nicht schreiben wie groß meine Freude war, dass wieder ein arrogantes Arschloch deutscher Nation aus dem Verkehr gezogen wurde. Große Feier war angesagt.“ Wie viele solcher Fälle vorkamen, kann eine Sprecherin des Jobcenters nicht sagen: „Wir haben keine Liste geführt.“ Der Rhein-Kreis erstattete in drei Fällen Anzeige. „Wir waren der Meinung“, so Jürgen Steinmetz als Stellvertreter des Landrates, „dass man das nicht einfach hinnehmen kann.“

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Dieses perfide Spiel, das mit politisch und Juristischem sowie physischen Zwang agiert, und gleichzeitig durch Politik des Hungers ergänzt wird, kann nur Opfer hervorbringen.

So ist das, wenn man Menschen in den Wahnsinn treibt und nicht nur in den Wahnsinn, sondern gar in den Tod.

http://www.nachrichtenspiegel.de/2013/01/03/von-den-jobcentern-in-den-tod-getrieben-oder-wie-leichen-den-weg-der-hartz-iv-reform-pflastern/

Um die Brisanz der Drohkulisse, die von den Jobcentern gefahren wird, noch einmal vor Augen zu führen, zeige ich Ihnen die Auswirkungen von Sanktionen und Sanktionsandrohungen auf die physische Lage der Betroffenen in signifikanten und zahllosen Fallbeispielen nach.(Vgl. z .B. u.a. Ames 2009, S.43; S.1611; Berliner Kampagne 2008, S.47; S.57; S.63; Griesmeier 2009, S.19ff; Daseking 2009, S.57).

Die Folgen reichen von Schlafstörungen, Depressionen bis hin zu massiven Schuldgefühlen, die bei vielen Betroffenen schlimmer empfunden werden als „Hunger“ (Ames 2009, S.43 f.). Sanktionen im Zusammenwirken mit weiteren ungünstigen Situationskonstellationen führen meist zu schwerwiegenden psychosomatischen Erkrankungen.

Die Berliner Kampagne stellt in ihrer Analyse fest: „Die Auswirkungen des Fehlens von gesellschaftlicher Erwerbsarbeit auf die Befindlichkeit des Einzelnen sind gravierend. Diese Belastungen werden noch verstärkt, wenn die Menschen ständiger Sanktionsgefahr ausgesetzt sind: Minderwertigkeitsgefühle, Depressionen, Zwänge, Suchtverhalten, soziale Ängste, psychosomatische Erkrankungen“ (vgl. Daseking 2008, S. 57). Alle Studien, die sich mit Sanktionen auseinandersetzen, weisen zumeist auf die hohe psychische Belastung hin. Dies ist insofern nicht verwunderlich, da wie schon beschrieben, bereits die Möglichkeit dass Sanktionen ausgesprochen werden können eine disziplinierende Drohkulisse darstellt.

Es sei an dieser Stelle auch auf die internationale Definition von Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (Word Healt Organisation, WHO5) hingewiesen. Gesundheit wird definiert als „ein Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens, der sich nichtlediglich durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung auszeichnet“.Beim Vergleich der Studien über den Sanktionsmechanismus sind häufig die Begriffe wie „Angst“ verwendet worden(Existenzangst, Angst vor Verlust der Wohnung, Angst nicht zu wissen, wie man an Nahrungsmittel kommt, Gefühl der Überforderung und Hilflosigkeit sowie Ohnmachtsgefühle). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die negativen Auswirkungen von Sanktionen auf die psychische Gesundheit von Betroffenen in den unterschiedlichen Studien klar belegt sind. Im Extremfall führen sie zu Suizidversuchen.

1970 hatte die BRD eine Arbeitslosenquote von 0,7 % traumhaft nicht wahr …

Konferenz warnt, Deutschland müsse sich Menschenrechtsfragen im eigenen Land stellen, um nicht seine moralische Autorität zu verlieren



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