Leben

Die überforderten Kinder – Wie unsere Kinder „abgerichtet“ werden

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Erst kürzlich hatte ich eine interessante Unterhaltung mit guten Bekannten, machen wir öfter mal, um uns auszutauschen, über „Gott und die Welt“. Doch diesmal ging es sprichwörtlich um die Zukunft, oder besser gesagt, es ging schlicht weg um die Zukunft unsere Kinder und wie ihr Alltag so aussieht. Und unterm Strich der Unterhaltung kamen wir unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Alltag der Kinder, schnell zum Alptraum werden kann, sie unterliegen einem enormen Druck. Haben Sie liebe Leserinnen und Leser schon einmal darüber nachgedacht?

Wenn sich die Kinder nicht wie gewünscht entwickeln oder ihre Leistungen nicht den Erwartungen von Eltern entspricht, dann steigt der innerliche Druck auf unsere Kinder, jede schlechte Note ein Drama und oft kann dies in Hysterien enden.

Immer höher – schneller –weiter, immer ganz vorne sein, am besten der ERSTE, denn als ZWEITER  zählt man heut zu Tage schon als VERLIERER, so werden wir als Eltern täglich manipuliert. Leichtgläubig hören wir auf die Wichtigtuer von Wirtschaft, Gesellschaft und Medien, die uns glauben machen wollen, dass nur der ERSTE, der BESTE, die Leistungsträger in der Gesellschaft sind, der ZWEITE und DRITTE, taugt nur noch für minderwertige Tätigkeiten. Und weil wir uns leicht manipulieren lassen, merken wir oft nicht, wie wir diesen Unsinn, diesen Druck an unsere Kinder weiter geben. Da wird unseren Kinder aus allen Richtungen klar gemacht, dass wenn man nicht der ERSTE ist, keine Zukunft hat, später im Leben und dann nur noch als Kassiererin von Supermärkten, Taxifahrer oder Industriearbeiter ihr Leben fristen müssen. Viele Kinder und Jugendliche arbeiten für die Schule so viel wie Erwachsene in Vollzeitjobs. UNICEF zu Folge verbringen viele Schüler rund 38,5 Stunden pro Woche mit ihren Schulsachen – die Kleinen weniger, in den Klassen 9 bis 13 gibt es aber auch schon mal Wochen mit 45 Stunden.

Abartige Auffassungen, in der Sorge um die Kinder, haben sich wie selbstverständlich bei Mutti und Vati breit gemacht und bestimmen den Alltag von Kindern.

„Chinesisch für Babys, Managerkurse für Kleinkinder, Yoga in der Krippe“ – zwischen Geigenstunde, Frühenglisch und Schulaufgaben. Aus Sorge um die Zukunftschancen ihrer Kinder, setzen immer mehr Eltern ihre Kinder einem ungeheuren Leistungsdruck aus. Ich denke wir sollten uns die Frage stellen, wofür das Alles und WER hat Interesse daran, an all den Unsinn, Manipulation der Eltern und Kindern. Die Antwort liegt auf der Hand. Unsere Kinder sollen vorbereitet werden für den Krieg, welche wir Eltern bereits führen. Denn Krieg ist die angemessene Beschreibung für die gegenwärtige gesellschaftliche, wirtschaftliche Situation der Eltern und  für die Zukunft, in der unsere Kinder leben müssen.

Die  gegenwärtige und zukünftige gesellschaftliche, wirtschaftliche Situation für uns Eltern und Kinder ist immer mehr von Aggressivität geprägt, sie ist sehr unsolidarisch und vor allem auf Kurzfristigkeit festgelegt. Es geht heute nur noch darum, dass maximale, auf Kosten der Anderen herauszuholen, ohne Rücksicht auf Anderen und hierfür ist jedes Mittel recht.

Und so sollen unsere Kinder „abgerichtet“, nicht vorbereitet werden, für den Kampf und Krieg der ihnen von Meinungsmachern, Wirtschaftsbossen, Managern und der Politik aufgezwungen wird. Also, liebe Leserinnen und lieber Leser, wenn Sie Kinder haben, hier noch einen Rat, Eltern und Kinder sind keine Maschinen, auch Maschinen brauchen auch mal einen Service, Eltern und Kinder brauchen auch Phasen der Ruhe, sehen Sie es gelassener.

Gönnen Sie sich und Ihren Kindern zwischendrin mal einen Ruhetag. „Selbst Gott gönnte sich am siebten Tag einen Ruhetag“ und hören Sie nicht auf die welche Sie manipulieren wollen, denn die denken nämlich nur in erster Linie nur an sich und ihre Interessen selbst.

In diesen Sinne, ein schönes Wochenende mit Ihren Kindern

 

 

 



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