Der Rest

In den Fängen der Prognoseindustrie-Propheten machen Moneten

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Wir ertrinken in Analysen, Statistiken, Prognosen, doch kann man ihnen glauben ?
Wem nutzen diese und wer verdient an all den Voraussagen? Sicher ist jedenfalls, dass die Kasse machen,welche Analysen, Statistiken, Prognosen erstellen, es sollen jährlich 200 Milliarden Euro (Welt weit) sein, auch so eine Analyse, von der man nicht genau weiß ob sie stimmt.

Und dabei scheint es egal zu sein ob die Voraussagen eintreffen werden, mal ganz abgesehen davon, ob die eine oder andere Analyse und Prognose sinnvoll ist oder nicht.

Es gibt heute keinen Bereich mehr, ob Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, wo Meinungsmacher, ihre Zukunfts Erkenntnisse an den Mann oder Frau bringen. Und Dank der vielfältigen Medienwelt dürfen wir an den Vorhersagen teil haben, denn das ist ja unser Recht zu erfahren, wo die Reise hin geht. Was gelegentlich übersehen wird ist die Tatsache, dass Prognosen meist nur für die nützlich sind, welche vordergründig von diesen profitieren.

Viele erinnern sich noch mit Grausen an den so genannten Neuen Markt zurück.
„Durch den Börsengang konnten wir erst die Story Mobilcom schreiben. Ich würde ein solches Wachstumsunternehmen jederzeit wieder an die Börse bringen“, sagt Ex-Mobilcom-Chef Gerhard Schmid rückblickend. Mobilcom steigerte den Unternehmenswert im ersten Börsenjahr um 2800 Prozent. In der New-Economy-Euphorie hielten Banker, Aktionäre und Journalisten den Neuen Markt lange für eine unerschöpfliche Goldgrube. Wer nicht mindestens einen NEMAX-Wert (NEuer MArkt IndeX) in seinem Depot hatte, galt unter Anlegern als hoffnungsloser Fall.
Positive Analysen und Prognosen führten zu einer regelrechten Goldgräberstimmung und endete wenig später als „Totengräber des Kapitals“.

Nun so recht gelernt haben die WENIGSTEN aus dieser Erfahrung, wenn man heute die Situation von Banken und Staaten betrachtet. GEZOCKT wurde weiter und auch heute noch.
Es gibt aber auch Prognosen, Statistiken und Analysen auf die man sich verlassen kann, jedenfalls wenn sie Umsatz und Wachstum garantieren. Gut zu erkennen ist das in der Gesundheitindustrie. Und das ist ganz einfach. Man erfinde in regelmäßigen Abständen „neue Krankheiten“ und mit Hilfe von Prognosen breiten diese sich rasant aus.

Die ganze Menschheit könnte bedroht sein.
Da ist es doch gut, wenn man gleich das passende Pulver oder Mittel zur Hand hat, was die bevorstehende „Ausrottung der Menschheit“ verhindert und somit hat die Prognose ihren Zweck erreicht. Unterm Strich bedeutet das, Gewinnziel angehoben, Umsatz gesteigert, Wachstum wo hin man schaut.

Prognosen, Analysen und Statistiken sind ein regelrechter Segen und zwar für die Politik.
Das kann man, zum Beispiel monatlich verfolgen, wenn es darum geht die „positiven Wachstumszahlen der Wirtschaft und die sinkenden Arbeitslosenzahlen“ der Welt bekannt zu geben.
Den Preis, welche die Menschen für „positiven Wachstumszahlen der Wirtschaft und die sinkenden Arbeitslosenzahlen“ zahlen müssen, kommen in diesen Statistiken natürlich nicht vor.

Und wenn doch, dann wird dies gerne als vorübergehendes Erscheinungsbild dargestellt und kurzfristige Begleiterscheinung verharmlost.
Sollte doch mal eine Prognose oder Statistik eine negative Stimmung der Wähler und Wählerinnen gegenüber der Politiker und Parteien zum Ausdruck bringen, dann ist das nicht ERNST zu nehmen. Politiker sprechen dann gerne, von Momentaufnahmen und schon haben Prognosen und Statistiken keinen WERT mehr, so einfach ist das. Eines ist und bleibt sicher, die Prognoseindustrie wird weiter dafür sorgen, dass wir ALLE auf Linie gebracht und gehalten werden, mit freundlicher Unterstützung der Medien- und Werbeindustrie.

Lange Zeit ist es her, da nannte man  Analysten, Statistiker und Propheten, einfach Hellseher und Scharlatane welche auf den Scheiterhaufen verbrannt worden. Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht wenige Menschen gibt, die sich die „guten alten Zeiten“ wieder her wünschen, weil sie der Prognoseindustrie vertrauten und alles verloren.



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