Politik

Katzenjammer

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oder: Bomben auf Libyen

Die von der UN – mit Resolution 1973 (2011) – beschlossene Flugverbotszone sei „wirksam eingerichtet“, erklärte US-Generalstabschef Mike Mullen gegenüber dem Nachrichtensender CNN am 20.03.2011. Es gab aber auch Kritik an den Bombardements. Insbesondere der Präsident der Arabischen Liga, Amr Mussa, hatte das Vorgehen der internationalen Streitkräfte scharf kritisiert, wie im Internet verbreitet wird. „Was in Libyen geschah, diente nicht dem vereinbarten Ziel, eine Flugverbotszone über dem Land durchzusetzen“, erklärte Amr Mussa. „Wir wollen Schutz für die Zivilbevölkerung und keinen Beschuss weiterer Zivilisten“ Quelle.

Das haben sie sich so nicht vorgestellt. Okay, das verstehe ich, zumal ich selbst kriegerische Handlungen verabscheue; aber dieses Mal hat die Arabische Liga selber schuld. Zuerst bitten sie die Vereinten Nationen auf Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen, wobei sich die Frage stellt, warum sie es nicht selbst taten. Und wenn der Westen die Gelegenheit beim Schopf packt, ein arabisches Land mit der ausdrücklichen Unterstützung der Arabischen Liga anzugreifen, bekommt die Arabische Liga nun offenbar kalte Füße, weil sie nun realisiert, dass dort Bomben zum Einsatz kamen und wohl weiter zum Einsatz kommen werden. Also, was wollten sie denn vom Westen, das er wirklich tue? Überflüge, um der libyschen Flugabwehr zu ermöglichen, Zielübungen zu absolvieren? Sie durften nicht eine Kriegsmaschine in Gang setzen und ernsthaft erwarten, sie kontrollieren zu können.

 

 

 



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