Politik

Terrorwarnung, Sarrazin mal anders

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Na jetzt haben wir aber alle Angst. Nachdem unser großartiger Innenminister seine Terrorwarnung ausgesprochen hat, dürfen Seine Länderkollegen natürlich nicht hinten an stehen. Und die Medienhuren tönen munter ins gleiche Horn. Was will man uns mit der neusten Kampagne eigentlich sagen. Klar war, das wir die Verdachts – unabhängige Vorratsdatenspeicherung unbedingt brauchen, auch wenn das Verfassungsgericht dagegen entschieden hat. In einem Kommentar habe ich gestern gehört, das die Terrorwarnungen immerhin auf Ermittlungen beruhen Die in anderen Ländern mit schärferen Überwachungsgesetzen gemacht wurden und wir sollten uns in der Richtung ein Beispiel an den USA nehmen. Gute Idee, lassen wir doch in paar Flugzeuge in die Frankfurter Skyline krachen, billiger geht so ein Abriss nicht und schließlich weiß ja jeder, das bei so einem Event die Hochhäuser nach ca. einer Stunde auf Ihre Grundfläche zusammen stürzen.

Natürlich müssen wir alle sehr wachsam sein und jeden melden, der nur arabisch spricht und sich auffällig benimmt. Besonders lustig fand ich, das wir uns nicht dadurch täuschen lassen dürfen das der „Verdächtige“ Pluderhosen und nen Turban auf hat, sondern das „potenzielle Gefährder“ auch im Anzug unterwegs sein könnten. Wichtig scheint nur zu sein, der Terrorist ist Moslem ganz klare Sache und anders als bei Sarrazin ist dieser nun nicht genetisch Doof und Inzüchtig, sondern ausgesprochen klug und gewitzt. Dabei ist mir sofort einer besonders aufgefallen: Immer im Anzug, spricht komisch und benimmt sich sehr verdächtig, klare Sache, Ackermann nach Guantanamo, wer weiß was Der so alles nach ein wenig Waterboarding zu gestehen hat. Nonnenmacher muß natürlich auch mit, Der spricht zwar nicht komisch, sieht dafür aber ungewöhnlich aus und ist mir unsympathisch. Vielen Dank für den Tipp Herr Bosbach.

Bei dem ganzen wachsam sein und gegenseitigem Denunzieren dürfen wir natürlich den Konsum nicht vergessen. Auch wenn wir mittlerweile „wissen“, das der Anschlag auf jeden Fall in einem Ballungsgebiet stattfinden wird, vorzugsweise einem Weihnachtsmarkt, einer Bahn oder einem Flughafen, wobei die Journaille immer noch das Modell Mumbai favorisiert, müssen wir natürlich ganz normal weiter leben und uns durch unsere Angst nicht in unserer Lebensweise einschränken lassen. Also loß alle Mann auf den Weihnachtsmarkt, unnützes Zeug kaufen und sich hinterher die Hucke voll saufen. Wenn ich nicht so faul wäre würde ich vielleicht auch mal auf so einem Markt gehen, aber nicht ohne zwischendurch mal Terrorist, Bombe oder einfach nur „wem gehört denn die Tasche mit den Drähten“ zu brüllen. Ich glaube die Reaktion wäre nicht ganz unerheblich, wen es auch die schöne Weihnachtsstimmung etwas stören würde. Nachdem man gestern den halben Tag über die „Bombe von Windhuk“ durch die Nachrichten getrieben und sich gewundert hat, das dieses so kurz nach der Terrorwarnung unserer Bundesinnenmisere „passiert“ ist, hat sich am Abend heraus gestellt, das es sich doch nur um eine Attrappe gehandelt hat und dieses Modell blöder weise auch nur von Geheimdiensten zum Test benutzt werden. Schade eigentlich doch keine Al-Kaida in Namibia, aber die Terrorgefahr besteht natürlich auch weiterhin.

Ich persönlich glaube kein Wort von der Terrorgefahr und auch nicht von den Bösen Taliban, Die nun in Scharen aus Pakistan zu uns einwandern. Für mich ist das Ganze einzig dazu gedacht davon ab zu lenken, das sich die Banken und Schuldenkrise gerade die zweite Runde liefert und man einfach keine Möglichkeit hat alle „Bedürftigen“ zu retten. Außerdem kann man so auf die Schnelle noch ein paar Antiterror – Überwachungsgesetze durchdrücken, Die man später bestimmt auch gegen ganz normale Unzufriedene einsetzen kann. Schließlich sind wir doch alle irgendwie Terrorist.



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